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  <osisText osisRefWork="Bible" osisIDWork="fb2004" xml:lang="de">
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        <date>2010-02-26</date>
        <p>initial OSIS 2.1.1 version</p>
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      <work osisWork="fb2004">
        <title>FreeBible2004</title>
        <contributor>.</contributor>
        <creator>Michael Mustun (michael AT mustun.ch)</creator>
        <creator role="encoder">ZefToOsis 1.0.0</creator>
        <subject>Heilige Schrift</subject>
        <date>2009-01-20</date>
        <description>Die FreeBible von 2004</description>
        <publisher>Michael Mustun and Revision by Jens Grabner (jens AT grabner-online.de)</publisher>
        <type type="OSIS">Bible</type>
        <identifier type="OSIS">fb2004</identifier>
        <source>Internet</source>
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        <coverage>A Bible for every Family on the World.</coverage>
        <rights>See FreeBible2004 Homepage (see http://www.flagsoft.ch/fb2004).</rights>
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    <div type="book" osisID="Gen">
      <chapter osisID="Gen.1">
        <verse osisID="Gen.1.1">Im Anfang schuf 'Elohim (Gott der Mächtige)' <note>{FB2004: DRAFT: Bis und mit Genesis 2,4 und weiter werden die Gottesnamen (Elohim, Adonaj, El, El-Roy, etc.) eingesetzt}</note> den Himmel <note>{Im Hebräischen steht das Wort "Himmel" zwar immer in der Mehrzahl; was aber zu Verwirrung führte mit der Vorstellung, es gäbe verschiedene Himmels-Stufen}</note> und die Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.2">Und die Erde war wüst und leer <note>{O. öde}</note><note>{URTEXT: Hebr. "tohu wabohu"}</note>, und Finsternis war über der <note>{w: über der Fläche der Wasser}</note> Tiefe <note>{Eig. eine tiefe, rauschende Wassermenge}</note>; und der Geist 'Elohims (Gott des Mächtigen)' schwebte über den Wassern <note>{w. über der Fläche der}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.3">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.4">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sah das Licht, dass es gut war; und 'Elohim (Gott der Mächtige)' schied das Licht von der Finsternis.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.5">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es ward Abend und es ward Morgen: erster Tag.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.6">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach: Es werde eine Ausdehnung inmitten der Wasser, und sie scheide die Wasser von den Wassern!</verse>
        <verse osisID="Gen.1.7">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' machte die Ausdehnung und schied die Wasser, welche unterhalb der Ausdehnung, von den Wassern, die oberhalb der Ausdehnung sind. Und es ward also.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.8">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' nannte die Ausdehnung Himmel. Und es ward Abend und es ward Morgen: zweiter Tag.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.9">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach: "Es sammeln sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort, und es werde sichtbar das Trockene!" Und es ward also.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.10">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meere. Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sah, dass es gut war.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.11">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach: "Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringe, Fruchtbäume, die Frucht tragen nach ihrer Art, in welcher ihr Same sei auf der Erde!" Und es ward also.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.12">Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in welcher ihr Same ist nach ihrer Art. Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sah, dass es gut war.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.13">Und es ward Abend und es ward Morgen: dritter Tag.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.14">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach: "Es werden Lichter <note>{W. Lichtträger}</note> an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden, und sie seien zu Zeichen und [zur Bestimmung von Zeiten] und Tagen und Jahren;</verse>
        <verse osisID="Gen.1.15">und sie seien zu Lichtern <note>{W. zu Lichtträgern}</note> an der Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten!" Und es ward also.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.16">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' machte die zwei grossen Lichter: das grosse Licht zur Beherrschung des Tages, und das kleine Licht zur Beherrschung der Nacht, und die Sterne.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.17">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' setzte sie an die Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten,</verse>
        <verse osisID="Gen.1.18">und um zu herrschen am Tage und in der <note>{O. über den Tag und über die}</note> Nacht und das Licht von der Finsternis zu scheiden. Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sah, dass es gut war.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.19">Und es ward Abend und es ward Morgen: vierter Tag.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.20">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach: "Es wimmeln die Wasser vom Gewimmel lebendiger Wesen <note>{W. Seelen; so auch später}</note>, und Gevögel fliege über der Erde angesichts der Ausdehnung des Himmels!"</verse>
        <verse osisID="Gen.1.21">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' schuf die grossen Seeungeheuer und jedes sich regende, lebendige Wesen, wovon die Wasser wimmeln, nach ihrer Art, und alles geflügelte Gevögel nach seiner Art. Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sah, dass es gut war.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.22">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' segnete sie und sprach: "Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Wasser in den Meeren, und das Gevögel mehre sich auf der Erde!"</verse>
        <verse osisID="Gen.1.23">Und es ward Abend und es ward Morgen: fünfter Tag.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.24">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach: "Die Erde bringe hervor lebendige Wesen nach ihrer Art: Vieh und Gewürm <note>{Eig. sich Regendes}</note> und Getier der Erde nach seiner Art!" Und es ward also.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.25">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' machte das Getier der Erde nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und alles, was sich auf dem Erdboden regt, nach seiner Art. Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sah, dass es gut war.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.26">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach: "Lasset uns Menschen <note>{Hebr. Adam, d.i. von der Erde; adama = Erdboden}</note> machen in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm <note>{Eig. sich Regendes}</note>, das sich auf der Erde regt!"</verse>
        <verse osisID="Gen.1.27">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde 'Elohims (Gottes des Mächtigen)' schuf er ihn; Mann und Weib <note>{W. männlich und weiblich}</note> schuf er sie.</verse>
        <verse osisID="Gen.1.28">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' segnete sie, und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach zu ihnen: "Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie [euch] untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt!"</verse>
        <verse osisID="Gen.1.29">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach: "Siehe, ich habe euch gegeben alles samenbringende Kraut, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an welchem samenbringende Baumfrucht ist: es soll euch zur Speise sein;</verse>
        <verse osisID="Gen.1.30">und allem Getier der Erde und allem Gevögel des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in welchem eine lebendige Seele ist, [habe ich] alles grüne Kraut zur Speise [gegeben]."</verse>
        <verse osisID="Gen.1.31">Und es ward also. Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend und es ward Morgen: der sechste Tag.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.2">
        <verse osisID="Gen.2.1">So wurden vollendet der Himmel und die Erde und all ihr Heer.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.2">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' hatte am siebten Tage sein Werk vollendet <note>{Eig. vollendete... sein Werk}</note>, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tage von all seinem Werk, das er gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.3">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an demselben ruhte er von all seinem Werk, das 'Elohim (Gott der Mächtige)' geschaffen hatte, indem er es machte.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.4">Dies ist die Geschichte <note>{Eig. sind die Erzeugungen, Geschlechter; so auch Kap. 6,9; 37,2}</note> des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden, an dem Tage, da Jahwe Gott <note>{Eig. der HERR Gott (Hebr. Jahwe Elohim) so auch weiterhin in Kapitel 2 und 3}</note><note>{FB2004: evt. ", da 'Adonai Elohim (der Herr der Herren der Mächtige)'" (s. http://de.wikipedia.org/wiki/JHWH) / im hebräischen: Adonay Elohim / Comment: God: For the rest of this chapter, the Torah uses two names, Adonoy Elohim, usually translated as 'the Lord God.' In the earlier chapters, only the name Elohim (usually translated 'God') was used. According to tradition, Elohim denoted a creation with unmitigated justice, whereas the name Adonoy denotes an admixture of mercy. Since there is no simple, contemporary way to translate Adonoy Elohim, we translate it as 'God'.}</note> Erde und Himmel machte,</verse>
        <verse osisID="Gen.2.5">und ehe alles Gesträuch des Feldes auf der Erde war, und ehe alles Kraut des Feldes sprosste; denn Jahwe Gott hatte nicht regnen lassen auf die Erde, und kein Mensch war da, um den Erdboden zu bebauen.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.6">Ein Dunst aber stieg auf von der Erde und befeuchtete die ganze Oberfläche des Erdbodens.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.7">Und Jahwe Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.8">Und Jahwe Gott pflanzte einen Garten in Eden <note>{Wonne, Lieblichkeit}</note> gegen Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.9">Und Jahwe Gott liess aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, lieblich anzusehen und gut zur Speise; und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.10">Und ein Strom ging aus von Eden, den Garten zu bewässern; und von dort aus teilte er sich und wurde zu vier Flüssen <note>{W. Häuptern, d.i. Flussanfängen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.11">Der Name des ersten ist Pison; dieser ist es, der das ganze Land Hawila umfliesst, wo das Gold ist;</verse>
        <verse osisID="Gen.2.12">und das Gold dieses Landes ist gut; daselbst ist das Bdellion <note>{Hebr. Bedolach; ein durchsichtiges, wohlriechendes Harz}</note> und der Stein Onyx <note>{O. Beryll}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.13">Und der Name des zweiten Flusses: Gihon; dieser ist es, der das ganze Land Kusch umfliesst.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.14">Und der Name des dritten Flusses: Hiddekel <note>{der Tigris}</note>; dieser ist es, der vor Assyrien fliesst. Und der vierte Fluss, das ist der Phrath <note>{der Euphrath}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.15">Und Jahwe Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.16">Und Jahwe Gott gebot dem Menschen und sprach: "Von jedem Baume des Gartens darfst du nach Belieben essen;</verse>
        <verse osisID="Gen.2.17">aber von dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du gewisslich sterben."</verse>
        <verse osisID="Gen.2.18">Und Jahwe Gott sprach: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, seines Gleichen <note>{Eig. ihm entsprechend}</note>."</verse>
        <verse osisID="Gen.2.19">Und Jahwe Gott bildete aus dem Erdboden alles Getier des Feldes und alles Gevögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und wie irgend der Mensch ein lebendiges Wesen nennen würde, so sollte sein Name sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.20">Und der Mensch gab Namen allem Vieh und dem Gevögel des Himmels und allem Getier des Feldes. Aber für Adam fand er keine Hilfe seines Gleichen.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.21">Und Jahwe Gott liess einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und er entschlief. Und er nahm eine von seinen Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch;</verse>
        <verse osisID="Gen.2.22">und Jahwe Gott baute aus der Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, ein Weib <note>{dasselbe Wort wie Männin in V.23; so auch V.24 und später}</note>, und er brachte sie zu dem Menschen.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.23">Und der Mensch sprach: "Diese ist einmal Gebein von meinen Gebeinen / und Fleisch von meinem Fleische; / diese soll Männin heissen, / denn vom Manne ist diese genommen."</verse>
        <verse osisID="Gen.2.24">Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden ein <note>{Eig. zu einem}</note> Fleisch sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.2.25">Und sie waren beide nackt, der Mensch und sein Weib, und sie schämten sich nicht.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.3">
        <verse osisID="Gen.3.1">Und die Schlange war listiger als alles Getier des Feldes, das Jahwe Gott gemacht hatte; und sie sprach zu dem Weibe: "Hat Gott wirklich gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baume des Gartens?"</verse>
        <verse osisID="Gen.3.2">Und das Weib sprach zu der Schlange: "Von der Frucht der Bäume des Gartens essen wir;</verse>
        <verse osisID="Gen.3.3">aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt, davon sollt ihr nicht essen und sie nicht anrühren, auf dass ihr nicht sterbet."</verse>
        <verse osisID="Gen.3.4">Und die Schlange sprach zu dem Weibe: "Mit nichten werdet ihr sterben!</verse>
        <verse osisID="Gen.3.5">Sondern <note>{Eig. denn}</note> Gott weiss, dass, welches Tages ihr davon esset, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses."</verse>
        <verse osisID="Gen.3.6">Und das Weib sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und ass, und sie gab auch ihrem Manne mit ihr, und er ass.</verse>
        <verse osisID="Gen.3.7">Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schürzen.</verse>
        <verse osisID="Gen.3.8">Und sie hörten die Stimme <note>{O. den Hall, das Geräusch; so auch V.10}</note> Jahwes Gottes, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Und der Mensch und sein Weib versteckten sich vor dem Angesicht Jahwes Gottes mitten unter die Bäume des Gartens.</verse>
        <verse osisID="Gen.3.9">Und Jahwe Gott rief den Menschen und sprach zu ihm: "Wo bist du?"</verse>
        <verse osisID="Gen.3.10">Und er sprach: "Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, denn ich bin nackt, und ich versteckte mich."</verse>
        <verse osisID="Gen.3.11">Und er sprach: "Wer hat dir kundgetan, dass du nackt bist? Hast du gegessen von dem Baume, von dem ich dir geboten habe, nicht davon zu essen?"</verse>
        <verse osisID="Gen.3.12">Und der Mensch sprach: "Das Weib, das du mir beigegeben hast, sie gab mir von dem Baume, und ich ass."</verse>
        <verse osisID="Gen.3.13">Und Jahwe Gott sprach zu dem Weibe: "Was hast du da getan!" Und das Weib sprach: "Die Schlange betrog <note>{O. verführte}</note> mich, und ich ass."</verse>
        <verse osisID="Gen.3.14">Und Jahwe Gott sprach zu der Schlange: "Weil du dieses getan hast, sollst du verflucht sein /vor <note>{O. unter}</note> allem Vieh und vor <note>{O. unter}</note> allem Getier des Feldes! /Auf deinem Bauche sollst du kriechen /und Staub fressen alle Tage deines Lebens./</verse>
        <verse osisID="Gen.3.15">Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe /und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; / er wird dir den Kopf zermalmen, / und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen."</verse>
        <verse osisID="Gen.3.16">Zu dem Weibe sprach er: "Ich werde sehr mehren die Mühsal deiner Schwangerschaft <note>{Eig. ich werde gross machen deine Mühsal und deine Schwangerschaft}</note>, / mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; /und nach deinem Manne wird dein Verlangen sein, /er aber wird über dich herrschen."</verse>
        <verse osisID="Gen.3.17">Und zu Adam sprach er: "Weil du auf die Stimme deines Weibes gehört und gegessen hast von dem Baume, von dem ich dir geboten und gesprochen habe: Du sollst nicht davon essen, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen: /mit Mühsal sollst du davon essen /alle Tage deines Lebens; /</verse>
        <verse osisID="Gen.3.18">und Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen, / und du wirst das Kraut des Feldes essen. /</verse>
        <verse osisID="Gen.3.19">Im Schweisse deines Angesichts /wirst du dein Brot essen, /bis du zurückkehrst zur Erde <note>{Eig. zum Erdboden}</note>, /denn von ihr bist du genommen. /Denn Staub bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren!"</verse>
        <verse osisID="Gen.3.20">Und der Mensch gab seinem Weibe den Namen Eva <note>{Hebr. Chawa: Leben}</note>, denn sie war die Mutter aller Lebendigen.</verse>
        <verse osisID="Gen.3.21">Und Jahwe Gott machte Adam und seinem Weibe Röcke von Fell und bekleidete sie.</verse>
        <verse osisID="Gen.3.22">Und Jahwe Gott sprach: "Siehe, der Mensch ist geworden wie unser einer, zu erkennen Gutes und Böses; und nun, dass er seine Hand nicht ausstrecke und nehme auch von dem Baume des Lebens und esse und lebe ewiglich!"</verse>
        <verse osisID="Gen.3.23">Und Jahwe Gott schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus, um den Erdboden zu bebauen, davon er genommen war;</verse>
        <verse osisID="Gen.3.24">und er trieb den Menschen aus und liess lagern gegen Osten vom Garten Eden die Cherubim und die Flamme des kreisenden Schwertes, um den Weg zum Baume des Lebens zu bewahren.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.4">
        <verse osisID="Gen.4.1">Und der Mensch erkannte <note>{erkannte ist ein Ausdruck für "miteinander schlafen" (Geschlechtsverkehr)}</note> Eva, sein Weib, und sie ward schwanger und gebar Kain <note>{Erworbenes, Gewinn}</note>; und sie sprach: "Ich habe einen Mann erworben mit Jahwe."</verse>
        <verse osisID="Gen.4.2">Und sie gebar ferner seinen Bruder, den Abel <note>{Hebr. Hevel: Hauch, Nichtigkeit}</note>. Und Abel wurde ein Schafhirt <note>{W. Kleinviehhirt}</note>, und Kain wurde ein Ackerbauer.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.3">Und es geschah nach Verlauf einer Zeit, da brachte Kain dem Jahwe eine Opfergabe von der Frucht des Erdbodens;</verse>
        <verse osisID="Gen.4.4">und Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde <note>{Eig. seines Kleinviehs}</note> und von ihrem Fett. Und Jahwe blickte auf Abel und auf seine Opfergabe;</verse>
        <verse osisID="Gen.4.5">aber auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht. Und Kain ergrimmte sehr, und sein Antlitz senkte sich.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.6">Und Jahwe sprach zu Kain: "Warum bist du ergrimmt, und warum hat sich dein Antlitz gesenkt?</verse>
        <verse osisID="Gen.4.7">Ist es nicht so, dass es sich erhebt, wenn du wohl tust <note>{W. Ist nicht, wenn du wohl tust, Erhebung? Vergl. Hiob 11,15}</note>? Und wenn du nicht wohl tust, so lagert die Sünde <note>{Viell.: ein Sündopfer; das hebräische Wort bedeutet beides}</note> vor der Tür. Und nach dir wird sein Verlangen sein, /du aber wirst über ihn herrschen."</verse>
        <verse osisID="Gen.4.8">Und Kain sprach zu seinem Bruder Abel; und es geschah, als sie auf dem Felde waren, da erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und erschlug ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.9">Und Jahwe sprach zu Kain: "Wo ist dein Bruder Abel?" Und er sprach: "Ich weiss nicht; bin ich meines Bruders Hüter?"</verse>
        <verse osisID="Gen.4.10">Und er sprach: "Was hast du getan! Horch! Das Blut deines Bruders schreit zu mir <note>{W. Stimme des Blutes deines Bruders, das zu mir schreit}</note> vom Erdboden her.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.11">Und nun, verflucht seiest du von dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat, das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen!</verse>
        <verse osisID="Gen.4.12">Wenn du den Erdboden bebaust, soll er dir hinfort seine Kraft nicht geben; unstet und flüchtig sollst du sein auf der Erde."</verse>
        <verse osisID="Gen.4.13">Und Kain sprach zu Jahwe: "Zu gross ist meine Strafe, um sie zu tragen <note>{O. meine Missetat, um vergeben zu werden}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.14">Siehe, du hast mich heute von der Fläche des Erdbodens vertrieben, und ich werde verborgen sein vor deinem Angesicht und werde unstet und flüchtig sein auf der Erde; und es wird geschehen: wer irgend mich findet, wird mich erschlagen."</verse>
        <verse osisID="Gen.4.15">Und Jahwe sprach zu ihm: "Darum, jeder, der Kain erschlägt siebenfältig soll es gerächt werden." Und Jahwe machte an Kain ein Zeichen, auf dass ihn nicht erschlüge, wer irgend ihn fände.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.16">Und Kain ging weg von dem Angesicht Jahwes und wohnte im Lande Nod <note>{Flucht}</note>,  östlich von Eden.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.17">Und Kain erkannte sein Weib, und sie ward schwanger und gebar Hanoch. Und er baute eine Stadt und benannte die Stadt <note>{W. er wurde ein Stadtbauer}</note> nach dem Namen seines Sohnes Hanoch.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.18">Und dem Hanoch wurde Irad geboren; und Irad zeugte Mehujael, und Mehujael zeugte Methusael, und Methusael zeugte Lamech.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.19">Und Lamech nahm sich zwei Weiber; der Name der einen war Ada, und der Name der anderen Zilla.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.20">Und Ada gebar Jabal; dieser war der Vater der Zeltbewohner und Herdenbesitzer <note>{Eig. derer, die in Zelten und unter Herden wohnen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.21">Und der Name seines Bruders war Jubal; dieser war der Vater aller derer, welche mit der Laute <note>{Nicht unsere heutige Laute, sondern eine Art Leier; so auch später, wo das Wort vorkommt}</note> und der Flöte umgehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.22">Und Zilla, auch sie gebar Tubalkain, einen Hämmerer von allerlei Schneidewerkzeug aus Erz und Eisen. Und die Schwester Tubalkains war Naama.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.23">Und Lamech sprach zu seinen Weibern: "Ada und Zilla, höret meine Stimme; Weiber Lamechs, horchet auf meine Rede! Einen Mann <note>{O. Fürwahr, einen Mann}</note> erschlug <note>{O. erschlage}</note> ich für meine Wunde und einen Jüngling für meine Strieme!</verse>
        <verse osisID="Gen.4.24">Wenn Kain siebenfältig gerächt wird, so Lamech siebenundsiebzigfältig."</verse>
        <verse osisID="Gen.4.25">Und Adam erkannte abermals sein Weib, und sie gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Seth (Setzling) <note>{Hebr. Scheth: Ersatz}</note>; denn Gott hat mir einen anderen Samen gesetzt / an Stelle Abels, weil Kain ihn erschlagen hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.4.26">Und dem Seth, auch ihm wurde ein Sohn geboren, und er gab ihm den Namen Enos <note>{Hebr. Enosch: Mensch, mit dem Nebenbegriff: schwach, hinfällig}</note>. Damals fing man an, den Namen Jahwes anzurufen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.5">
        <verse osisID="Gen.5.1">Dies ist das Buch von Adams Geschlechtern. An dem Tage, da 'Elohim (Gott der Mächtige)' Adam schuf, machte er ihn im Gleichnis 'Elohims (Gotte(s) des Mächtigen)'.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.2">Mann und Weib <note>{W. Männlich und weiblich}</note> schuf er sie, und er segnete sie und gab ihnen den Namen Mensch <note>{Hebr. Adam}</note>, an dem Tage, da sie geschaffen wurden. -</verse>
        <verse osisID="Gen.5.3">Und Adam lebte 130 Jahre und zeugte einen Sohn in seinem Gleichnis, nach seinem Bilde, und gab ihm den Namen Seth.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.4">Und die Tage Adams, nachdem er Seth gezeugt hatte, waren 800 Jahre, und er zeugte Söhne und Töchter.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.5">Und alle Tage Adams, die er lebte, waren 930 Jahre, und er starb. -</verse>
        <verse osisID="Gen.5.6">Und Seth lebte 105 Jahre und zeugte Enos.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.7">Und Seth lebte, nachdem er Enos gezeugt hatte, 807 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.8">Und alle Tage Seths waren 912 Jahre, und er starb. -</verse>
        <verse osisID="Gen.5.9">Und Enos lebte 90 Jahre und zeugte Kenan.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.10">Und Enos lebte, nachdem er Kenan gezeugt hatte, 815 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.11">Und alle Tage Enos' waren 905 Jahre, und er starb. -</verse>
        <verse osisID="Gen.5.12">Und Kenan lebte 70 Jahre und zeugte Mahalalel.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.13">Und Kenan lebte, nachdem er Mahalalel gezeugt hatte, 840 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.14">Und alle Tage Kenans waren 910 Jahre, und er starb. -</verse>
        <verse osisID="Gen.5.15">Und Mahalalel lebte 65 Jahre und zeugte Jered.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.16">Und Mahalalel lebte, nachdem er Jered gezeugt hatte, 830 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.17">Und alle Tage Mahalalels waren 895 Jahre, und er starb. -</verse>
        <verse osisID="Gen.5.18">Und Jered lebte 162 Jahre und zeugte Henoch <note>{Hebr. Chanok: eingeweit, belehrt}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.19">Und Jered lebte, nachdem er Henoch gezeugt hatte, 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.20">Und alle Tage Jereds waren 962 Jahre, und er starb. -</verse>
        <verse osisID="Gen.5.21">Und Henoch lebte 65 Jahre und zeugte Methusalah.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.22">Und Henoch wandelte mit Gott, nachdem er Methusalah gezeugt hatte, 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.23">Und alle Tage Henochs waren 365 Jahre.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.24">Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn 'Elohim (Gott der Mächtige)' nahm ihn hinweg. -</verse>
        <verse osisID="Gen.5.25">Und Methusalah lebte 187 Jahre und zeugte Lamech.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.26">Und Methusalah lebte, nachdem er Lamech gezeugt hatte, 782 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.27">Und alle Tage Methusalahs waren 969 Jahre, und er starb. -</verse>
        <verse osisID="Gen.5.28">Und Lamech lebte 182 Jahre und zeugte einen Sohn.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.29">Und er gab ihm den Namen Noah <note>{Hebr. Noach: Trost, Ruhe}</note>,  indem er sprach: Dieser wird uns trösten über unsere Arbeit und über die Mühe unserer Hände wegen des Erdbodens, den Jahwe verflucht hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.30">Und Lamech lebte, nachdem er Noah gezeugt hatte, 595 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.</verse>
        <verse osisID="Gen.5.31">Und alle Tage Lamechs waren 777 Jahre, und er starb. -</verse>
        <verse osisID="Gen.5.32">Und Noah war 500 Jahre alt; und Noah zeugte Sem <note>{Hebr. "Schem": Name, Ruf}</note>, Ham <note>{Hebr. Cham: Bedeutung ungewiss}</note> und Japhet <note>{Erweiterung, Ausbreitung; vergl. Kap. 9,27}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.6">
        <verse osisID="Gen.6.1">Und es geschah, als die Menschen begannen sich zu mehren auf der Fläche des Erdbodens, und ihnen Töchter geboren wurden,</verse>
        <verse osisID="Gen.6.2">da sahen die Söhne Gottes, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich zu Weibern, welche sie irgend erwählten.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.3">Und Jahwe sprach: "Mein Geist soll nicht ewiglich mit dem Menschen rechten, da er ja Fleisch ist; und seine Tage seien 120 Jahre <note>{D.h. noch 120 Jahre Gnadenfrist bis zur Flut; was ebenso auch eine Beschränkung aller zur Zeit Lebenden Menschen auf maximal 120 Jahre bedeutete}</note>."</verse>
        <verse osisID="Gen.6.4">In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch nachher, als <note>{O. und auch nachdem}</note> die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und diese ihnen gebaren. Das sind die Helden, welche von alters her waren, die Männer von Ruhm gewesen sind.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.5">Und Jahwe sah, dass des Menschen Bosheit gross war auf Erden und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.6">Und es reute Jahwe, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte ihn in sein Herz hinein.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.7">Und Jahwe sprach: "Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens vertilgen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zum Gevögel des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe."</verse>
        <verse osisID="Gen.6.8">Noah aber fand Gnade in den Augen Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.9">Dies ist die Geschichte Noahs: Noah war ein gerechter, vollkommener <note>{O. untadeliger, redlicher}</note> Mann unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott <note>{at-halhym}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.10">Und Noah zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Japhet.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.11">Und die Erde war verderbt vor Gott <note>{halhym}</note>, und die Erde war voll Gewalttat.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.12">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sah die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.13">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach zu Noah: "Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Gewalttat durch sie; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.14">Mache dir eine Arche von Gopherholz; mit Kammern sollst du die Arche machen und sie von innen und von aussen mit Harz verpichen <note>{Eig. überziehen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.15">Und also sollst du sie machen: Dreihundert Ellen sei die Länge der Arche, fünfzig Ellen ihre Breite und dreissig Ellen ihre Höhe.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.16">Eine Lichtöffnung <note>{Eig. ein Licht}</note> sollst du der Arche machen, und bis zu einer Elle <note>{d.i. eine Elle hoch}</note> sollst du sie fertigen <note>{Eig. völlig durchführen, d.h. wahrscheinlich rundum anbringen}</note> von oben her; und die Tür der Arche sollst du in ihre Seite setzen; mit einem unteren, zweiten und dritten Stockwerk sollst du sie machen.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.17">Denn ich, siehe, ich bringe die Wasserflut über die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel zu verderben, in welchem ein Hauch des Lebens ist; alles, was auf der Erde ist, soll verscheiden.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.18">Aber mit dir will ich meinen Bund errichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und dein Weib und die Weiber deiner Söhne mit dir.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.19">Und von allem Lebendigen, von allem Fleische, zwei von jeglichem sollst du in die Arche bringen, um sie mit dir am Leben zu erhalten; ein Männliches und ein Weibliches sollen sie sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.20">Von dem Gevögel nach seiner Art und von dem Vieh nach seiner Art, von allem Gewürm des Erdbodens nach seiner Art: zwei von jeglichem sollen zu dir hineingehen, um sie am Leben zu erhalten.</verse>
        <verse osisID="Gen.6.21">Und du, nimm dir von aller Speise, die gegessen wird und sammle sie bei dir auf, dass sie dir und ihnen zur Nahrung sei."</verse>
        <verse osisID="Gen.6.22">Und Noah tat es; nach allem, was 'Elohim (Gott der Mächtige)' ihm geboten hatte, also tat er <note>{Um die Arche zu bauen dauerte es ca. 120 Jahre. Auch hatte es bis zu diesem Zeitpunkt noch nie geregnet}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.7">
        <verse osisID="Gen.7.1">Und Jahwe sprach zu Noah: Gehe in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht vor mir erfunden in diesem Geschlecht.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.2">Von allem reinen Vieh sollst du sieben und sieben zu dir nehmen, ein Männchen und sein Weibchen; und von dem Vieh, das nicht rein ist, zwei, ein Männchen und sein Weibchen;</verse>
        <verse osisID="Gen.7.3">auch von dem Gevögel des Himmels sieben und sieben, ein Männliches und ein Weibliches: um Samen am Leben zu erhalten auf der Fläche der ganzen Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.4">Denn in noch sieben Tagen, so lasse ich auf die Erde regnen vierzig Tage und vierzig Nächte und werde vertilgen von der Fläche des Erdbodens alles Bestehende, das ich gemacht habe. -</verse>
        <verse osisID="Gen.7.5">Und Noah tat nach allem, was Jahwe ihm geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.6">Und Noah war 600 Jahre alt, als die Flut kam, Wasser über die Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.7">Und Noah und seine Söhne und sein Weib und die Weiber seiner Söhne mit ihm gingen in die Arche vor den Wassern der Flut.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.8">Von dem reinen Vieh und von dem Vieh, das nicht rein ist, und von dem Gevögel und von allem, was sich auf dem Erdboden regt,</verse>
        <verse osisID="Gen.7.9">kamen zwei und zwei <note>{d.h. paarweise}</note> zu Noah in die Arche, ein Männliches und ein Weibliches, wie 'Elohim (Gott der Mächtige)' dem Noah geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.10">Und es geschah nach sieben Tagen, da kamen die Wasser der Flut über die Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.11">Im 600. Jahre des Lebens Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tage des Monats, an diesem Tage brachen auf alle Quellen der grossen Tiefe <note>{Eig. eine tiefe, rauschende Wassermenge}</note>, und die Fenster des Himmels taten sich auf.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.12">Und der Regen fiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nächte.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.13">An ebendemselben Tage gingen Noah und Sem und Ham und Japhet, die Söhne Noahs, und das Weib Noahs und die drei Weiber seiner Söhne mit ihnen in die Arche:</verse>
        <verse osisID="Gen.7.14">sie und alles Getier nach seiner Art und alles Vieh nach seiner Art und alles Gewürm, das sich auf der Erde regt, nach seiner Art und alles Gevögel nach seiner Art, jeder Vogel von allerlei Gefieder.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.15">Und sie gingen zu Noah in die Arche, je zwei und zwei von allem Fleische, in welchem ein Hauch des Lebens war.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.16">Und die hineingingen, waren <note>{Eig. gingen hinein}</note> ein Männliches und ein Weibliches von allem Fleische, wie 'Elohim (Gott der Mächtige)' ihm geboten hatte. Und Jahwe schloss hinter ihm zu.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.17">Und die Flut kam vierzig Tage lang über die Erde. Und die Wasser mehrten sich und hoben die Arche empor; und sie erhob sich über die Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.18">Und die Wasser nahmen überhand und mehrten sich sehr auf der Erde; und die Arche fuhr auf der Fläche der Wasser.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.19">Und die Wasser nahmen gar sehr überhand auf der Erde, und es wurden bedeckt alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel sind.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.20">Fünfzehn Ellen darüber nahmen die Wasser überhand, und die Berge wurden bedeckt.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.21">Da verschied alles Fleisch, das sich auf der Erde regte, an Gevögel und an Vieh und an Getier und an allem Gewimmel, das auf der Erde wimmelte, und alle Menschen;</verse>
        <verse osisID="Gen.7.22">alles starb, in dessen Nase ein Odem des Lebenshauches war, von allem, was auf dem Trockenen war.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.23">Und vertilgt wurde <note>{nach and. Lesart: Und er vertilgte}</note> alles Bestehende, das auf der Fläche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zum Gevögel des Himmels; und sie wurden vertilgt von der Erde. Und nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war.</verse>
        <verse osisID="Gen.7.24">Und die Wasser hatten überhand auf der Erde 150 Tage.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.8">
        <verse osisID="Gen.8.1">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' gedachte des Noah und alles Getieres und alles Viehes, das mit ihm in der Arche war; und 'Elohim (Gott der Mächtige)' liess einen Wind über die Erde fahren, und die Wasser sanken.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.2">Und es wurden verschlossen die Quellen der Tiefe <note>{Eig. eine tiefe, rauschende Wassermenge}</note> und die Fenster des Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehrt.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.3">Und die Wasser wichen von der Erde, fort und fort weichend; und die Wasser nahmen ab nach Verlauf von 150 Tagen.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.4">Und im siebten Monat, am siebzehnten Tage des Monats, ruhte die Arche auf dem Gebirge Ararat.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.5">Und die Wasser nahmen fort und fort ab bis zum zehnten Monat; im zehnten Monat, am Ersten des Monats, wurden die Spitzen der Berge sichtbar.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.6">Und es geschah nach Verlauf von vierzig Tagen, da öffnete Noah das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und liess den Raben aus;</verse>
        <verse osisID="Gen.8.7">und der flog hin und wieder, bis die Wasser von der Erde vertrocknet waren.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.8">Und er liess die Taube von sich aus, um zu sehen, ob die Wasser sich verlaufen hätten von der Fläche des Erdbodens;</verse>
        <verse osisID="Gen.8.9">aber die Taube fand keinen Ruheplatz für ihren Fuss <note>{W. für die Sohle ihres Fusses}</note> und kehrte zu ihm in die Arche zurück; denn die Wasser waren noch auf der Fläche der ganzen Erde; und er streckte seine Hand aus und nahm sie und brachte sie zu sich in die Arche.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.10">Und er wartete noch sieben andere Tage und liess die Taube abermals aus der Arche;</verse>
        <verse osisID="Gen.8.11">und die Taube kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein abgerissenes Olivenblatt war in ihrem Schnabel. Und Noah erkannte, dass die Wasser sich verlaufen hatten von der Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.12">Und er wartete noch sieben andere Tage und liess die Taube aus; und sie kehrte hinfort nicht wieder zu ihm zurück.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.13">Und es geschah im 601. Jahre, im ersten Monat, am Ersten des Monats, da waren die Wasser von der Erde vertrocknet. Und Noah tat die Decke von der Arche und sah: und siehe, die Fläche des Erdbodens war getrocknet.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.14">Und im zweiten Monat, am 27. Tage des Monats, war die Erde trocken.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.15">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' redete zu Noah und sprach:</verse>
        <verse osisID="Gen.8.16">"Gehe aus der Arche, du und dein Weib und deine Söhne und die Weiber deiner Söhne mit dir.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.17">Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleische, an Gevögel und an Vieh und an allem Gewürm, das sich auf der Erde regt, lass mit dir hinausgehen, dass sie wimmeln auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden."</verse>
        <verse osisID="Gen.8.18">Und Noah ging hinaus und seine Söhne und sein Weib und die Weiber seiner Söhne mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.19">Alles Getier, alles Gewürm und alles Gevögel, alles was sich auf der Erde regt, nach ihren Arten, gingen aus der Arche.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.20">Und Noah baute Jahwe einen Altar; und er nahm von allem reinen Vieh und von allem reinen Gevögel und opferte Brandopfer auf dem Altar.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.21">Und Jahwe roch den lieblichen Geruch <note>{Eig. den Geruch (Duft) der Beruhigung}</note>, und Jahwe sprach in seinem Herzen <note>{"sprach in seinem Herzen" heisst "dachte"}</note>: Nicht mehr will ich hinfort den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Dichten <note>{Eig. das Gebilde; wie Kap. 6,5}</note> des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an; und nicht mehr will ich hinfort alles Lebendige schlagen, wie ich getan habe.</verse>
        <verse osisID="Gen.8.22">Forthin, alle Tage der Erde, /sollen nicht aufhören /Saat und Ernte, /und Frost und Hitze, /und Sommer und Winter, /und Tag und Nacht.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.9">
        <verse osisID="Gen.9.1">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde;</verse>
        <verse osisID="Gen.9.2">und die Furcht und der Schrecken vor euch sei auf allem Getier der Erde und auf allem Gevögel des Himmels! Alles, was sich auf dem Erdboden regt, und alle Fische des Meeres, in eure Hände sind sie gegeben:</verse>
        <verse osisID="Gen.9.3">alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.4">Nur das Fleisch mit seiner Seele, seinem Blute, sollt ihr nicht essen;</verse>
        <verse osisID="Gen.9.5">und wahrlich, euer Blut, nach euren Seelen, werde ich fordern <note>{d.h. euer Blut werde ich rächen, wessen es auch sei}</note>; von jedem Tiere <note>{W. von der Hand jedes Tieres}</note> werde ich es fordern, und von der Hand des Menschen, von der Hand eines jeden, seines Bruders, werde ich die Seele des Menschen fordern.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.6">Wer Menschenblut vergiesst, durch den Menschen soll sein Blut vergossen werden; denn im Bilde 'Elohims (Gott(es) des Mächtigen)' hat er den Menschen gemacht.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.7">Ihr nun, seid fruchtbar und mehret euch, wimmelt auf der Erde und mehret euch auf ihr!</verse>
        <verse osisID="Gen.9.8">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach zu Noah und zu seinen Söhnen mit ihm und sagte:</verse>
        <verse osisID="Gen.9.9">"Und ich, siehe, ich errichte meinen Bund mit euch und mit eurem Samen nach euch;</verse>
        <verse osisID="Gen.9.10">und mit jedem lebendigen Wesen, das bei euch ist, an Gevögel, an Vieh und an allem Getier der Erde bei euch, was irgend von allem Getier der Erde aus der Arche gegangen ist.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.11">Und ich errichte meinen Bund mit euch; und nicht mehr soll alles Fleisch ausgerottet werden durch die Wasser der Flut, und keine Flut soll mehr sein, die Erde zu verderben."</verse>
        <verse osisID="Gen.9.12">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach: "Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und jeder lebendigen Seele, die bei euch ist, auf ewige Geschlechter hin:</verse>
        <verse osisID="Gen.9.13">Meinen Bogen setze ich in die Wolken, und er soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.14">Und es wird geschehen, wenn ich Wolken über die Erde führe, so soll der Bogen in den Wolken erscheinen,</verse>
        <verse osisID="Gen.9.15">und ich werde meines Bundes gedenken, der zwischen mir und euch ist und jedem lebendigen Wesen, von allem Fleische; und nicht mehr sollen die Wasser zu einer Flut werden, alles Fleisch zu verderben.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.16">Und der Bogen wird in den Wolken sein; und ich werde ihn ansehen, um zu gedenken des ewigen Bundes zwischen 'Elohim (Gott dem Mächtigen)' und jedem lebendigen Wesen von allem Fleische, das auf Erden ist."</verse>
        <verse osisID="Gen.9.17">Und 'Elohim (Gott der Mächtige)' sprach zu Noah: "Das ist das Zeichen des Bundes, den ich errichtet habe zwischen mir und allem Fleische, das auf Erden ist."</verse>
        <verse osisID="Gen.9.18">Und die Söhne Noahs, die aus der Arche gingen, waren Sem und Ham und Japhet; und Ham ist der Vater Kanaans.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.19">Diese drei sind die Söhne Noahs und von diesen aus ist die ganze Erde bevölkert worden <note>{W. hat sich die ganze Erde (Erdbevölkerung) zerstreut}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.20">Und Noah fing an ein Ackersmann zu werden <note>{O. Noah, der ein Ackersmann war, fing an}</note> und pflanzte einen Weinberg.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.21">Und er trank von dem Weine und ward trunken, und er entblösste sich in seinem Zelte.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.22">Und Ham, der Vater Kanaans, sah die Blösse seines Vaters und berichtete es seinen beiden Brüdern draussen.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.23">Da nahmen Sem und Japhet das Obergewand und legten es beide auf ihre Schultern und gingen rücklings und bedeckten die Blösse ihres Vaters; und ihre Angesichter waren abgewandt, und sie sahen die Blösse ihres Vaters nicht.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.24">Und Noah erwachte von seinem Weine und erfuhr, was sein jüngster Sohn ihm getan hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.9.25">Und er sprach: Verflucht sei Kanaan! Ein Knecht der Knechte sei er seinen Brüdern!</verse>
        <verse osisID="Gen.9.26">Und er sprach: Gepriesen <note>{Im Hebr. dasselbe Wort wie segnen}</note> sei Jahwe, der Gott Sems; und Kanaan sei sein <note>{W. ihr, d.h. des Geschlechtes Sems bzw. Japhets}</note> Knecht!</verse>
        <verse osisID="Gen.9.27">Weit mache es 'Elophim (Gott der Mächtige)' dem Japhet, und er wohne in den Zelten Sems; und Kanaan sei sein <note>{W. ihr, d.h. des Geschlechtes Sems bzw. Japhets}</note> Knecht!</verse>
        <verse osisID="Gen.9.28">Und Noah lebte nach der Flut 350 Jahre;</verse>
        <verse osisID="Gen.9.29">und alle Tage Noahs waren 950 Jahre, und er starb.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.10">
        <verse osisID="Gen.10.1">Und dies sind die Geschlechter der Söhne Noahs, Sem, Ham und Japhet: es wurden ihnen Söhne geboren nach der Flut.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.2">Die Söhne Japhets <note>{Japhet heisst 'weit ausgedehnt'}</note>: Gomer <note>{-Kelten und Germanen}</note> und Magog und Madai <note>{-Meder, heute Kurden}</note> und Jawan <note>{-Griechen (heisst auf hebräisch Jawan)}</note> und Tubal und Mesech und Tiras.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.3">Und die Söhne Gomers: Askenas und Riphat und Togarma.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.4">Und die Söhne Jawans: Elisa und Tarsis, die Kittim und die Dodanim.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.5">Von diesen aus verteilten sich die Bewohner der Inseln <note>{O. Küstengebiete. Das hebräische Wort bezeichnet überall im Alten Testament die Inseln und Küstengebiete des Mittelländischen Meeres von Kleinasien bis Spanien}</note> der Nationen in ihren Ländern, eine jede nach ihrer Sprache, nach ihren Familien, in ihren Nationen.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.6">Und die Söhne Hams: Kusch <note>{-Sudan, Äthiopien, und ganz schwarz Afrika (Kusch heisst 'der Schwarze')}</note> und Mizraim <note>{-Ägypten (Ägypten heisst auf hebräisch Mitraim)}</note> und Put <note>{Äthiopien und Ägypten und Mauretanien}</note> und Kanaan <note>{-Kanaaniter}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.7">Und die Söhne Kuschs: Seba und Hawila und Sabta und Raghma und Sabteka. Und die Söhne Raghmas: Scheba und Dedan.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.8">Und Kusch zeugte Nimrod; der fing an, ein Gewaltiger zu sein auf der Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.9">Er war ein gewaltiger Jäger vor Jahwe; darum sagt man: Wie Nimrod, ein gewaltiger Jäger vor Jahwe!</verse>
        <verse osisID="Gen.10.10">Und der Anfang seines Reiches war Babel und Erek und Akkad und Kalne im Lande Sinear.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.11">Von diesem Lande zog er aus nach Assur <note>{And. üb.: Von diesem Lande ging Assur aus}</note> und baute Ninive und Rechobot-Ir und Kalach,</verse>
        <verse osisID="Gen.10.12">und Resen zwischen Ninive und Kalach: das ist die grosse Stadt. -</verse>
        <verse osisID="Gen.10.13">Und Mizraim zeugte die Ludim und die Anamim und die Lehabim und die Naphtuchim</verse>
        <verse osisID="Gen.10.14">und die Pathrusim und die Kasluchim (von welchen die Philister <note>{Hebr. Pelischtim}</note> ausgegangen sind,) und die Kaphtorim.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.15">Und Kanaan zeugte Zidon, seinen Erstgeborenen, und Heth,</verse>
        <verse osisID="Gen.10.16">und den Jebusiter und den Amoriter und den Girgasiter,</verse>
        <verse osisID="Gen.10.17">und den Hewiter und den Arkiter und den Siniter,</verse>
        <verse osisID="Gen.10.18">und den Arwaditer und den Zemariter und den Hamathiter. Und nachher haben sich die Familien der Kanaaniter zerstreut.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.19">Und das Gebiet der Kanaaniter erstreckte sich von Zidon nach Gerar hin <note>{W. wenn du nach... kommst und gehst: eine stehende Redensart. So auch V.19 am Ende, V.30; Kap. 13,10; 25,18}</note>, bis Gasa; nach Sodom und Gomorra und Adama und Zeboim hin, bis Lescha. -</verse>
        <verse osisID="Gen.10.20">Das sind die Söhne Hams nach ihren Familien, nach ihren Sprachen, in ihren Ländern, in ihren Nationen.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.21">Und dem Sem, dem Vater aller Söhne Hebers, dem Bruder Japhets, des <note>{O. dem}</note> ältesten, auch ihm wurden Söhne geboren.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.22">Die Söhne Sems: Elam <note>{-Teile von Persien}</note> und Assur <note>{-Assyrer}</note> und Arpaksad und Lud und Aram <note>{-Aramäisches Syrien}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.23">Und die Söhne Arams: Uz und Hul und Gether und Masch.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.24">Und Arpaksad zeugte Schelach, und Schelach zeugte Heber.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.25">Und dem Heber wurden zwei Söhne geboren: der Name des einen war Peleg <note>{d.h. Teilung}</note>, denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt <note>{peleg: Selbes Wort wie in Psalm 1 als gepflanzt an "al palgei" (Wasserbach: Eine Teilung des Landes durch Wasser). Kontinentalverschiebung über kurze Zeit}</note>; und der Name seines Bruders war Joktan.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.26">Und Joktan zeugte Almodad und Scheleph und Hazarmaweth und Jerach</verse>
        <verse osisID="Gen.10.27">und Hadoram und Usal und Dikla</verse>
        <verse osisID="Gen.10.28">und Obal und Abimael und Scheba</verse>
        <verse osisID="Gen.10.29">und Ophir und Hawila und Jobab; diese alle waren Söhne Joktans.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.30">Und ihr Wohnsitz war von Meschar nach Sephar hin, dem Gebirge des Ostens. -</verse>
        <verse osisID="Gen.10.31">Das sind die Söhne Sems nach ihren Familien, nach ihren Sprachen, in ihren Ländern, nach ihren Nationen.</verse>
        <verse osisID="Gen.10.32">Das sind die Familien der Söhne Noahs nach ihren Geschlechtern, in ihren Nationen; und von diesen aus haben sich nach der Flut die Nationen auf der Erde verteilt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.11">
        <verse osisID="Gen.11.1">Und die ganze Erde hatte <note>{W. war}</note> eine Sprache und einerlei Worte.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.2">Und es geschah, als sie nach <note>{O. von}</note> Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Lande Sinear und wohnten daselbst.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.3">Und sie sprachen einer zum anderen: Wohlan, lasst uns Ziegel streichen und hart brennen! Und der Ziegel diente ihnen als Stein, und das Erdharz diente ihnen als Mörtel.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.4">Und sie sprachen: Wohlan, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm, dessen Spitze an den Himmel reiche, und machen wir uns einen Namen, dass wir nicht zerstreut werden über die ganze Erde <note>{W. über die Fläche der ganzen Erde; so auch V.8. 9}</note>!</verse>
        <verse osisID="Gen.11.5">Und Jahwe fuhr hernieder, die Stadt und den Turm zu sehen, welche die Menschenkinder bauten.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.6">Und Jahwe sprach: Siehe, sie sind ein Volk und haben alle eine Sprache, und dies haben sie angefangen zu tun; und nun wird ihnen nichts verwehrt werden, was sie zu tun ersinnen.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.7">Wohlan, lasst uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht verstehen!</verse>
        <verse osisID="Gen.11.8">Und Jahwe zerstreute sie von dannen über die ganze Erde; und sie hörten auf, die Stadt zu bauen.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.9">Darum gab man ihr den Namen Babel <note>{Verwirrung}</note>; denn daselbst verwirrte Jahwe die Sprache der ganzen Erde, und von dannen zerstreute sie Jahwe über die ganze Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.10">Dies sind die Geschlechter Sems: Sem war 100 Jahre alt und zeugte Arpaksad, zwei Jahre nach der Flut.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.11">Und Sem lebte, nachdem er Arpaksad gezeugt hatte, 500 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. -</verse>
        <verse osisID="Gen.11.12">Und Arpaksad lebte 35 Jahre und zeugte Schelach.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.13">Und Arpaksad lebte, nachdem er Schelach gezeugt hatte, 403 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. -</verse>
        <verse osisID="Gen.11.14">Und Schelach lebte 30 Jahre und zeugte Heber.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.15">Und Schelach lebte, nachdem er Heber gezeugt hatte, 403 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. -</verse>
        <verse osisID="Gen.11.16">Und Heber lebte 34 Jahre und zeugte Peleg.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.17">Und Heber lebte, nachdem er Peleg gezeugt hatte, 430 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. -</verse>
        <verse osisID="Gen.11.18">Und Peleg lebte 30 Jahre und zeugte Reghu.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.19">Und Peleg lebte, nachdem er Reghu gezeugt hatte, 209 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. -</verse>
        <verse osisID="Gen.11.20">Und Reghu lebte 32 Jahre und zeugte Serug.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.21">Und Reghu lebte, nachdem er Serug gezeugt hatte, 207 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. -</verse>
        <verse osisID="Gen.11.22">Und Serug lebte 30 Jahre und zeugte Nahor.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.23">Und Serug lebte, nachdem er Nahor gezeugt hatte, 200 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. -</verse>
        <verse osisID="Gen.11.24">Und Nahor lebte 29 Jahre und zeugte Terach <note>{Hebr. Terach}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.25">Und Nahor lebte, nachdem er Terach gezeugt hatte, 119 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. -</verse>
        <verse osisID="Gen.11.26">Und Terach lebte 70 Jahre und zeugte Abram, Nahor und Haran.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.27">Und dies sind die Geschlechter Terachs: Terach zeugte Abram, Nahor und Haran; und Haran zeugte Lot.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.28">Und Haran starb vor dem Angesicht seines Vaters Terach, in dem Lande seiner Geburt, zu Ur in Chaldäa <note>{W. der Chaldäer, ebenso V.31 und Kap. 15,7}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.29">Und Abram und Nahor nahmen sich Weiber; der Name des Weibes Abrams war Sarai, und der Name des Weibes Nahors Milka, die Tochter Harans, des Vaters der Milka und des Vaters der Jiska.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.30">Und Sarai war unfruchtbar, sie hatte kein Kind.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.31">Und Terach nahm seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn Harans, seines Sohnes Sohn, und Sarai, seine Schwiegertochter, das Weib seines Sohnes Abram; und sie zogen miteinander <note>{W. mit ihnen. And. l.: und führte sie hinweg}</note> aus Ur in Chaldäa, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen bis Haran <note>{im nordwestlichen Mesopotamien}</note> und wohnten daselbst.</verse>
        <verse osisID="Gen.11.32">Und die Tage Terachs waren 205 Jahre, und Terach starb in Haran.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.12">
        <verse osisID="Gen.12.1">Und Jahwe sprach zu Abram: Gehe aus deinem Lande und aus deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause, in das Land, das ich dir zeigen werde.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.2">Und ich will dich zu einer grossen Nation machen und dich segnen, und ich will deinen Namen gross machen; und du sollst ein Segen sein!</verse>
        <verse osisID="Gen.12.3">Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter <note>{Eig. Familien}</note> der Erde!</verse>
        <verse osisID="Gen.12.4">Und Abram ging hin, wie Jahwe zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm; und Abram war 75 Jahre alt, als er aus Haran zog.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.5">Und Abram nahm Sarai, sein Weib, und Lot, seines Bruders Sohn, und alle ihre Habe, die sie erworben, und die Seelen, die sie in Haran gewonnen hatten, und sie zogen aus, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen in das Land Kanaan.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.6">Und Abram durchzog das Land bis zu dem Orte Sichem, bis zur Terebinthe Mores. Und die Kanaaniter waren damals im Lande.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.7">Und Jahwe erschien dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dieses Land geben. Und er baute daselbst Jahwe, der ihm erschienen war, einen Altar.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.8">Und er brach auf von dannen nach dem Gebirge ostwärts von Bethel und schlug sein Zelt auf, Bethel gegen Westen und Ai gegen Osten; und er baute daselbst Jahwe einen Altar und rief den Namen Jahwes an.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.9">Und Abram zog fort, immer weiter ziehend, nach dem Süden <note>{Das hebräische Wort bezeichnet die Südgegend von Palästina}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.10">Es entstand aber eine Hungersnot im Lande; und Abram zog nach Ägypten hinab, um sich daselbst aufzuhalten <note>{O. um daselbst als Fremdling zu weilen, d.h. ohne ansässig zu werden; vergl. Kap. 19,9; 20,1; 21,23 und viele and. Stellen}</note>, denn die Hungersnot war schwer im Lande.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.11">Und es geschah, als er nahe daran war, nach Ägypten zu kommen, da sprach er zu Sarai, seinem Weibe: Siehe doch, ich weiss, dass du ein Weib, schön von Ansehen, bist;</verse>
        <verse osisID="Gen.12.12">und es wird geschehen, wenn die Ägypter dich sehen, so werden sie sagen: Sie ist sein Weib; und sie werden mich erschlagen und dich leben lassen.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.13">Sage doch, du seiest meine Schwester, auf dass es mir wohlgehe um deinetwillen und meine Seele am Leben bleibe deinethalben.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.14">Und es geschah, als Abram in Ägypten ankam, da sahen die Ägypter, dass das Weib sehr schön war.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.15">Und die Fürsten des Pharao sahen sie und priesen sie dem Pharao; und das Weib wurde in das Haus des Pharao geholt.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.16">Und er tat Abram Gutes um ihretwillen; und er bekam Kleinvieh und Rinder und Esel und Knechte und Mägde und Eselinnen und Kamele.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.17">Und Jahwe schlug den Pharao und sein Haus mit grossen Plagen um Sarais willen, des Weibes Abrams.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.18">Und der Pharao liess Abram rufen und sprach: Was hast du mir da getan? Warum hast du mir nicht kundgetan, dass sie dein Weib ist?</verse>
        <verse osisID="Gen.12.19">Warum hast du gesagt: Sie ist meine Schwester, so dass ich sie mir zum Weibe nahm? Und nun siehe, da ist dein Weib, nimm sie und gehe hin.</verse>
        <verse osisID="Gen.12.20">Und der Pharao entbot seinetwegen Männer, und sie geleiteten ihn und sein Weib und alles, was er hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.13">
        <verse osisID="Gen.13.1">Und Abram zog herauf aus Ägypten, er und sein Weib und alles, was er hatte, und Lot mit ihm, nach dem Süden <note>{S. die Anmerkung zu Kap. 12. 9}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.2">Und Abram war sehr reich an Vieh, an Silber und an Gold.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.3">Und er ging auf seinen Zügen vom Süden bis Bethel, bis zu dem Orte, wo im Anfang sein Zelt gewesen war, zwischen Bethel und Ai,</verse>
        <verse osisID="Gen.13.4">zu der Stätte des Altars, den er zuvor daselbst gemacht hatte. Und Abram rief daselbst den Namen Jahwes an.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.5">Und auch Lot, der mit Abram zog, hatte Kleinvieh und Rinder und Zelte.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.6">Und das Land ertrug es nicht, dass sie beisammen wohnten; denn ihre Habe war gross, und sie konnten nicht beisammen wohnen.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.7">Und es gab Zank zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. Und die Kanaaniter und die Perisiter wohnten damals im Lande.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.8">Da sprach Abram zu Lot: Lass doch kein Gezänk sein zwischen mir und dir und zwischen meinen Hirten und deinen Hirten; denn wir sind Brüder!</verse>
        <verse osisID="Gen.13.9">Ist nicht das ganze Land vor dir? Trenne dich doch von mir! Willst du <note>{W. Wenn}</note> zur Linken, so will ich mich zur Rechten wenden, und willst du <note>{W. Wenn}</note> zur Rechten, so will ich mich zur Linken wenden.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.10">Und Lot hob seine Augen auf und sah die ganze Ebene <note>{Eig. Kreis, Umkreis; so auch V.12}</note> des Jordan, dass sie ganz bewässert war (bevor Jahwe Sodom und Gomorra zerstört hatte) gleich dem Garten Jahwes, wie das Land Ägypten, bis nach Zoar hin.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.11">Und Lot erwählte sich die ganze Ebene des Jordan, und Lot zog ostwärts; und sie trennten sich voneinander.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.12">Abram wohnte im Lande Kanaan, und Lot wohnte in den Städten der Ebene und schlug Zelte auf bis nach Sodom.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.13">Und die Leute von Sodom waren böse und grosse Sünder vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.14">Und Jahwe sprach zu Abram, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte: Hebe doch deine Augen auf und schaue von dem Orte, wo du bist, gegen Norden und gegen Süden und gegen Osten und gegen Westen!</verse>
        <verse osisID="Gen.13.15">Denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinem Samen auf ewig.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.16">Und ich will deinen Samen machen wie den Staub der Erde, so dass, wenn jemand den Staub der Erde zu zählen vermag, auch dein Same gezählt werden wird.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.17">Mache dich auf und durchwandle das Land nach seiner Länge und nach seiner Breite; denn dir will ich es geben.</verse>
        <verse osisID="Gen.13.18">Und Abram schlug Zelte auf, und kam und wohnte unter den Terebinthen Mamres, die bei Hebron sind; und er baute daselbst Jahwe einen Altar.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.14">
        <verse osisID="Gen.14.1">Und es geschah in den Tagen Amraphels, des Königs von Sinear, Ariochs, des Königs von Ellasar, Kedorlaomers, des Königs von Elam, und Thidhals, des Königs von Gojim <note>{O. der Nationen}</note>,</verse>
        <verse osisID="Gen.14.2">dass sie Krieg führten mit Bera, dem Könige von Sodom, und mit Birscha, dem Könige von Gomorra, Schineab, dem Könige von Adama, und Schemeber, dem Könige von Zeboim, und mit dem Könige von Bela, das ist Zoar.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.3">Alle diese verbündeten sich und kamen in das Tal Siddim, das ist das Salzmeer.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.4">Zwölf Jahre hatten sie Kedorlaomer gedient, und im dreizehnten Jahre empörten sie sich.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.5">Und im vierzehnten Jahre kamen Kedorlaomer und die Könige, die mit ihm waren, und schlugen die Rephaim zu Asteroth-Karnaim und die Susim zu Ham und die Emim in der Ebene von Kirjathaim,</verse>
        <verse osisID="Gen.14.6">und die Horiter auf ihrem Gebirge Seir bis El-Paran, das an der Wüste liegt.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.7">Und sie wandten sich und kamen nach En-Mischpat, das ist Kades; und sie schlugen das ganze Gefilde der Amalekiter und auch die Amoriter, die zu Hazazon-Tamar wohnten.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.8">Und es zogen aus der König von Sodom und der König von Gomorra und der König von Adama und der König von Zeboim und der König von Bela, das ist Zoar; und sie stellten sich gegen sie in Schlachtordnung auf im Tale Siddim:</verse>
        <verse osisID="Gen.14.9">gegen Kedorlaomer, den König von Elam, und Thidhal, den König von Gojim, und Amraphel, den König von Sinear, und Arioch, den König von Ellasar, vier Könige gegen die fünf.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.10">Das Tal Siddim war aber voll von Erdharzquellen; und die Könige von Sodom und Gomorra flohen und fielen daselbst <note>{O. versanken darin}</note>, und die übrigen flohen ins Gebirge.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.11">Und sie nahmen alle Habe von Sodom und Gomorra und alle ihre Speise und zogen davon.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.12">Und sie nahmen Lot, Abrams Bruders Sohn, und seine Habe und zogen davon; denn er wohnte in Sodom.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.13">Und es kam ein Entronnener und berichtete es Abram, dem Hebräer; er wohnte aber unter den Terebinthen Mamres, des Amoriters, des Bruders von Eskol und des Bruders von Aner, und diese waren Abrams Bundesgenossen.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.14">Und als Abram hörte, dass sein Bruder gefangen weggeführt war, liess er seine Geübten, seine Hausgeborenen, ausrücken, 318 Mann, und jagte ihnen nach bis Dan.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.15">Und er teilte sich wider sie des Nachts, er und seine Knechte, und schlug sie und jagte ihnen nach bis Hoba, das zur Linken <note>{d.h. nördlich}</note> von Damaskus liegt.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.16">Und er brachte alle Habe zurück; und auch Lot, seinen Bruder, und dessen Habe brachte er zurück, und auch die Weiber und das Volk.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.17">Und als er zurückgekehrt war, nachdem er Kedorlaomer und die Könige, die mit ihm gewesen, geschlagen hatte, zog der König von Sodom aus, ihm entgegen, in das Tal Schawe, das ist das Königstal.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.18">Und Melchisedek <note>{König der Gerechtigkeit}</note>, König von Salem <note>{Friede, Wohlfahrt}</note>, brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Gottes <note>{El}</note>, des Höchsten.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.19">Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott <note>{El}</note>, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt!</verse>
        <verse osisID="Gen.14.20">Und gepriesen <note>{S. die Anm. zu Kap. 9,26}</note> sei 'Gott <note>{El}</note>, der Höchste', der deine Feinde in deine Hand geliefert hat! Und Abram <note>{W. und er}</note> gab ihm den Zehnten von allem.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.21">Und der König von Sodom sprach zu Abram: Gib mir die Seelen, und die Habe nimm für dich.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.22">Und Abram sprach zu dem König von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu Jahwe, zu Gott <note>{El}</note>, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt:</verse>
        <verse osisID="Gen.14.23">Wenn vom Faden bis zum Schuhriemen, ja, wenn ich irgend etwas nehme von dem, was dein ist ...! Auf dass du nicht sagest: Ich habe Abram reich gemacht.</verse>
        <verse osisID="Gen.14.24">Nichts für mich! Nur was die Knaben <note>{Eig. Burschen, Knappen; so auch an vielen anderen Stellen}</note> verzehrt haben, und das Teil der Männer, die mit mir gezogen sind: Aner, Eskol und Mamre, die mögen ihr Teil nehmen!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.15">
        <verse osisID="Gen.15.1">Nach diesen Dingen geschah das Wort Jahwes zu Abram in einem Gesicht also: Fürchte dich nicht, Abram; ich bin dir ein Schild, dein sehr grosser Lohn.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.2">Und Abram sprach: Herr, Jahwe, was willst du mir geben? Ich gehe ja kinderlos dahin, und der Erbe <note>{W. der Sohn des Besitzes}</note> meines Hauses, das ist Elieser von Damaskus.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.3">Und Abram sprach: Siehe, mir hast du keinen Samen gegeben, und siehe, der Sohn meines Hauses <note>{d.h. mein Hausgeborener}</note> wird mich beerben.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.4">Und siehe, das Wort Jahwes geschah zu ihm also: Nicht dieser wird dich beerben, sondern der aus deinem Leibe hervorgehen wird, der wird dich beerben.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.5">Und er führte ihn hinaus und sprach: Blicke doch gen Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: Also wird dein Same sein!</verse>
        <verse osisID="Gen.15.6">Und er glaubte Jahwe; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.7">Und er sprach zu ihm: Ich bin Jahwe, der dich herausgeführt hat aus Ur in Chaldäa, um dir dieses Land zu geben, es zu besitzen.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.8">Und er sprach: Herr, Jahwe, woran soll ich erkennen, dass ich es besitzen werde?</verse>
        <verse osisID="Gen.15.9">Da sprach er zu ihm: Hole mir eine dreijährige Färse und eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.10">Und er holte ihm diese alle und zerteilte sie in der Mitte und legte die Hälfte eines jeden der anderen gegenüber; aber das Geflügel zerteilte er nicht.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.11">Und die Raubvögel stürzten auf die Äser herab; und Abram scheuchte sie hinweg.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.12">Und es geschah, als die Sonne untergehen wollte, da fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken, dichte Finsternis überfiel ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.13">Und er sprach zu Abram: Gewisslich sollst du wissen, dass dein Same ein Fremdling sein wird in einem Lande, das nicht das ihre ist; und sie werden ihnen dienen, und sie werden sie bedrücken vierhundert Jahre.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.14">Aber ich werde die Nation auch richten, welcher sie dienen werden; und danach werden sie ausziehen mit grosser Habe.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.15">Und du, du wirst zu deinen Vätern eingehen in Frieden, wirst begraben werden in gutem Alter.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.16">Und im vierten Geschlecht werden sie hierher zurückkehren; denn die Ungerechtigkeit der Amoriter <note>{Die Amoriter stehen hier und anderswo, als Hauptvolk des Landes, für alle Kanaaniter}</note> ist bis hierher noch nicht voll.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.17">Und es geschah, als die Sonne untergegangen und dichte Finsternis geworden war, siehe da, ein rauchender Ofen und eine Feuerflamme, die zwischen jenen Stücken hindurchfuhr <note>{Vergl. Jer. 34,18. 19}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.15.18">An selbigem Tage machte Jahwe einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen gebe ich dieses Land vom Strome Ägyptens bis an den grossen Strom, den Strom Phrath:</verse>
        <verse osisID="Gen.15.19">die Keniter und die Kenisiter und die Kadmoniter</verse>
        <verse osisID="Gen.15.20">und die Hethiter und die Perisiter und die Rephaim,</verse>
        <verse osisID="Gen.15.21">und die Amoriter und die Kanaaniter und die Girgasiter und die Jebusiter.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.16">
        <verse osisID="Gen.16.1">Und Sarai, Abrams Weib, gebar ihm nicht. Und sie hatte eine ägyptische Magd, und ihr Name war Hagar.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.2">Und Sarai sprach zu Abram: Siehe doch, Jahwe hat mich verschlossen, dass ich nicht gebäre; gehe doch ein zu meiner Magd, vielleicht werde ich aus ihr erbaut werden <note>{d.i. durch sie Nachkommen erhalten}</note>. Und Abram hörte auf die Stimme Sarais.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.3">Und Sarai, Abrams Weib, nahm Hagar, die Ägypterin, ihre Magd, nach Verlauf von zehn Jahren, die Abram im Lande Kanaan gewohnt hatte, und gab sie Abram, ihrem Manne, ihm zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.4">Und er ging zu Hagar ein, und sie ward schwanger; und als sie sah, dass sie schwanger war, da wurde ihre Herrin gering in ihren Augen.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.5">Und Sarai sprach zu Abram: Das Unrecht, das mir widerfährt, fällt auf dich! Ich habe meine Magd in deinen Schoss gegeben; und da sie sieht, dass sie schwanger geworden ist, bin ich gering in ihren Augen. Jahwe richte zwischen mir und dir!</verse>
        <verse osisID="Gen.16.6">Und Abram sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist in deiner Hand; tue ihr, was gut ist in deinen Augen. Und Sarai behandelte sie hart, und sie floh von ihr hinweg.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.7">Und der Engel Jahwes fand sie an einer Wasserquelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Wege nach Sur.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.8">Und er sprach: Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, und wohin gehst du? Und sie sprach: Ich fliehe hinweg von meiner Herrin Sarai.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.9">Und der Engel Jahwes sprach zu ihr: Kehre zu deiner Herrin zurück und demütige dich unter ihre Hände.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.10">Und der Engel Jahwes sprach zu ihr: Ich will sehr mehren deinen Samen, dass er nicht gezählt werden soll vor Menge.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.11">Und der Engel Jahwes sprach zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Ismael <note>{Gott hört}</note> geben, denn Jahwe hat auf dein Elend gehört.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.12">Und er, er wird ein Wildesel von Mensch sein; seine Hand wider alle und die Hand aller wider ihn, und angesichts aller seiner Brüder <note>{Zugl. östlich von allen seinen Brüdern}</note> wird er wohnen.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.13">Da nannte sie Jahwe, der zu ihr redete: Du bist ein 'Gott <note>{El}</note>, der sich schauen lässt!' <note>{El-Ray}</note><note>{O. der mich sieht; W. des Schauens}</note> Denn sie sprach: Habe ich nicht auch hier geschaut, nachdem er sich hat schauen lassen <note>{W. nach dem Schauen; And. üb.: Habe ich auch hier dem nachgeschaut, der mich sieht, oder gesehen hat}</note>?</verse>
        <verse osisID="Gen.16.14">Darum nannte man den Brunnen: Beer-Lachai-Roi <note>{Brunnen des Lebendigen, der sich schauen lässt, oder der mich gesehen hat}</note>; siehe, er ist zwischen Kades und Bered.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.15">Und Hagar gebar dem Abram einen Sohn; und Abram gab seinem Sohne, den Hagar geboren hatte, den Namen Ismael.</verse>
        <verse osisID="Gen.16.16">Und Abram war 86 Jahre alt, als Hagar dem Abram Ismael gebar.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.17">
        <verse osisID="Gen.17.1">Und Abram war 99 Jahre alt, da erschien Jahwe dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott <note>{El}</note>, der Allmächtige; wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen <note>{O. untadeliger, redlicher}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.2">Und ich will meinen Bund setzen zwischen mir und dir und will dich sehr, sehr mehren.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.3">Da fiel Abram auf sein Angesicht, und Gott redete mit ihm und sprach:</verse>
        <verse osisID="Gen.17.4">Ich, siehe, mein Bund ist mit dir, und du wirst zum Vater einer Menge Nationen werden.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.5">Und nicht soll hinfort dein Name Abram <note>{erhabener Vater}</note> heissen, sondern Abraham <note>{Vater einer Menge}</note> soll dein Name sein; denn zum Vater einer Menge Nationen habe ich dich gemacht.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.6">Und ich werde dich sehr, sehr fruchtbar machen, und ich werde dich zu Nationen machen, und Könige sollen aus dir hervorkommen.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.7">Und ich werde meinen Bund errichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir, nach ihren Geschlechtern <note>{d.h. so viele ihrer sein werden; so auch V.9. und 12}</note>, zu einem ewigen Bunde, um dir zum Gott zu sein und deinem Samen nach dir.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.8">Und ich werde dir und deinem Samen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitztum, und ich werde ihr <note>{W. ihnen zum Gott}</note> Gott sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.9">Und Gott sprach zu Abraham: Und du, du sollst meinen Bund halten, du und dein Same nach dir, nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.10">Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: alles Männliche werde bei euch beschnitten;</verse>
        <verse osisID="Gen.17.11">und ihr sollt das Fleisch eurer Vorhaut beschneiden. Und das soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.12">Und acht Tage alt soll alles Männliche bei euch beschnitten werden nach euren Geschlechtern, der Hausgeborene und der für Geld Erkaufte, von allen Fremden, die nicht von deinem Samen sind;</verse>
        <verse osisID="Gen.17.13">es soll gewisslich beschnitten werden dein Hausgeborener und der für dein Geld Erkaufte. Und mein Bund soll an eurem Fleische sein als ein ewiger Bund.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.14">Und der unbeschnittene Männliche, der am Fleische seiner Vorhaut nicht beschnitten wird, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volke <note>{W. aus ihren Völkern, d.h. Volksgenossen}</note>; meinen Bund hat er gebrochen!</verse>
        <verse osisID="Gen.17.15">Und Gott sprach zu Abraham: Sarai, dein Weib, sollst du nicht Sarai nennen, sondern Sara <note>{Fürstin}</note> soll ihr Name sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.16">Und ich werde sie segnen, und auch von ihr gebe ich dir einen Sohn; und ich werde sie segnen, und sie wird zu Nationen werden; Könige von Völkern sollen aus ihr kommen.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.17">Und Abraham fiel auf sein Angesicht und lachte und dachte <note>{W. "lachte und sprach in seinem Herzen:" im Herzen sagen/reden/sprechen kann schlicht mit "denken" wiedergegeben werden. Nach altetestamentlichem Verständnis war das Denken im Herz (hebräisch "leb") lokalisiert. Im Hebräischen nichts besonderes.}</note>: Sollte einem Hundertjährigen geboren werden, und sollte Sara, sollte eine Neunzigjährige gebären?</verse>
        <verse osisID="Gen.17.18">Und Abraham sprach zu Gott: Möchte doch Ismael vor dir leben!</verse>
        <verse osisID="Gen.17.19">Und Gott sprach: Fürwahr, Sara, dein Weib, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Isaak <note>{Hebr. Jizchak, auch Jischak: Lacher}</note> geben; und ich werde meinen Bund mit ihm errichten zu einem ewigen Bunde für seinen Samen nach ihm.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.20">Und um Ismael habe ich dich erhört: Siehe, ich habe ihn gesegnet und werde ihn fruchtbar machen und ihn sehr, sehr mehren; zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich werde ihn zu einer grossen Nation machen.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.21">Aber meinen Bund werde ich mit Isaak errichten, den Sara dir gebären wird um diese bestimmte Zeit im folgenden Jahre. -</verse>
        <verse osisID="Gen.17.22">Und er hörte auf mit ihm zu reden; und Gott fuhr auf von Abraham.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.23">Und Abraham nahm Ismael, seinen Sohn, und alle seine Hausgeborenen und alle mit seinem Geld Erkauften, alles Männliche unter den Hausleuten Abrahams, und beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut an diesem selbigen Tage, wie Gott zu ihm geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.24">Und Abraham war 99 Jahre alt, als er am Fleische seiner Vorhaut beschnitten wurde.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.25">Und Ismael, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, als er am Fleische seiner Vorhaut beschnitten wurde.</verse>
        <verse osisID="Gen.17.26">An diesem selbigen Tage wurde Abraham beschnitten und Ismael, sein Sohn;</verse>
        <verse osisID="Gen.17.27">Und alle Männer seines Hauses, der Hausgeborene und der für Geld Erkaufte, von den Fremden, wurden mit ihm beschnitten.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.18">
        <verse osisID="Gen.18.1">Und Jahwe erschien ihm bei den Terebinthen Mamres; und er sass an dem Eingang des Zeltes bei der Hitze des Tages.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.2">Und er hob seine Augen auf und sah: und siehe, drei Männer standen vor ihm; und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von dem Eingang des Zeltes und beugte sich nieder zur Erde;</verse>
        <verse osisID="Gen.18.3">und er sprach: Herr, wenn ich anders Gnade gefunden habe in deinen Augen, so gehe doch nicht an deinem Knechte vorüber!</verse>
        <verse osisID="Gen.18.4">Es werde doch ein wenig Wasser geholt, und waschet eure Füsse; und lagert euch <note>{Eig. lehnet euch nieder}</note> unter dem Baume,</verse>
        <verse osisID="Gen.18.5">und ich will einen Bissen Brot holen, und stärket euer Herz; danach möget ihr weitergehen; da ihr nun einmal <note>{O. denn darum seid ihr}</note> vorbeigekommen seid bei eurem Knechte. Und sie sprachen: Tue also, wie du geredet hast.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.6">Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sprach: Nimm schnell drei Mass Feinmehl, knete und mache Kuchen <note>{Brotkuchen, die in heisser Asche rasch gebacken werden konnten}</note>!</verse>
        <verse osisID="Gen.18.7">Und Abraham lief zu den Rindern und nahm ein Kalb, zart und gut, und gab es dem Knaben; und der beeilte sich, es zuzubereiten.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.8">Und er holte dicke und süsse Milch und das Kalb, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor; und er stand vor ihnen unter dem Baume, und sie assen.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.9">Und sie sprachen zu ihm: Wo ist Sara, dein Weib? Und er sprach: Siehe, im Zelte.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.10">Und er sprach: Gewisslich werde ich übers Jahr wieder zu dir kommen, und siehe, Sara, dein Weib, wird einen Sohn haben. Und Sara horchte am Eingang des Zeltes, der hinter ihm war.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.11">Und Abraham und Sara waren alt, wohlbetagt; es hatte aufgehört, Sara zu ergehen nach der Weiber Weise.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.12">Und Sara lachte in ihrem Innern und sprach: Nachdem ich alt geworden <note>{Eig. abgewelkt}</note> bin, sollte ich Wollust haben? Und mein Herr ist ja alt!</verse>
        <verse osisID="Gen.18.13">Und Jahwe sprach zu Abraham: Warum hat Sara denn gelacht und gesagt: Sollte ich auch wirklich gebären, da ich doch alt bin?</verse>
        <verse osisID="Gen.18.14">Ist für Jahwe eine Sache zu wunderbar? Zur bestimmten Zeit übers Jahr werde ich wieder zu dir kommen, und Sara wird einen Sohn haben.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.15">Und Sara leugnete und sprach: Ich habe nicht gelacht! denn sie fürchtete sich. Er aber sprach: Nein, sondern du hast gelacht.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.16">Und die Männer erhoben sich von dannen und blickten hin nach Sodom; und Abraham ging mit ihnen, sie zu geleiten.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.17">Und Jahwe sprach: Sollte ich vor Abraham verbergen, was ich tun will?</verse>
        <verse osisID="Gen.18.18">Wird doch Abraham gewisslich zu einer grossen und mächtigen Nation werden, und sollen doch in ihm gesegnet werden alle Nationen der Erde!</verse>
        <verse osisID="Gen.18.19">Denn ich habe ihn erkannt, auf dass er seinen Kindern und seinem Hause nach ihm befehle <note>{And. üb. Ich kenne ihn, dass er seinen Kindern... befehlen wird}</note>, dass sie den Weg Jahwes bewahren, Gerechtigkeit und Recht zu üben <note>{O. indem Sie Gerechtigkeit und Recht üben}</note>, damit Jahwe auf Abraham kommen lasse, was er über ihn geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.20">Und Jahwe sprach: Weil das Geschrei von Sodom und Gomorra gross, und weil ihre Sünde sehr schwer ist,</verse>
        <verse osisID="Gen.18.21">so will ich doch hinabgehen und sehen, ob sie nach ihrem Geschrei, das vor mich gekommen ist, völlig getan haben; und wenn nicht, so will ich's wissen.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.22">Und die Männer wandten sich von dannen und gingen nach Sodom; Abraham aber blieb noch vor Jahwe stehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.23">Und Abraham trat hinzu und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gesetzlosen wegraffen?</verse>
        <verse osisID="Gen.18.24">Vielleicht sind fünfzig Gerechte innerhalb der Stadt; willst du sie denn wegraffen und dem Orte nicht vergeben um der fünfzig Gerechten willen, die darin sind?</verse>
        <verse osisID="Gen.18.25">Fern sei es von dir, so etwas zu tun, den Gerechten mit dem Gesetzlosen zu töten, so dass der Gerechte sei wie der Gesetzlose; fern sei es von dir! Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben?</verse>
        <verse osisID="Gen.18.26">Und Jahwe sprach: Wenn ich in Sodom, innerhalb der Stadt, fünfzig Gerechte finde, so will ich um ihretwillen dem ganzen Orte vergeben.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.27">Und Abraham antwortete und sprach: Siehe doch, ich habe mich unterwunden zu dem Herrn zu reden, und ich bin Staub und Asche.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.28">Vielleicht mögen an den fünfzig Gerechten fünf fehlen; willst du wegen der fünf die ganze Stadt verderben? Und er sprach: Ich will sie nicht verderben, wenn ich 45 daselbst finde.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.29">Und er fuhr fort, weiter zu ihm zu reden, und sprach: Vielleicht mögen vierzig daselbst gefunden werden. Und er sprach: Ich will es nicht tun um der vierzig willen.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.30">Und er sprach: Möge doch der Herr nicht zürnen, und ich will reden. Vielleicht mögen dreissig daselbst gefunden werden. Und er sprach: Ich will es nicht tun, wenn ich dreissig daselbst finde.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.31">Und er sprach: Siehe doch, ich habe mich unterwunden, zu dem Herrn zu reden; vielleicht mögen zwanzig daselbst gefunden werden. Und er sprach: Ich will nicht verderben um der zwanzig willen.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.32">Und er sprach: Möge doch der Herr nicht zürnen, und ich will nur noch diesmal reden. Vielleicht mögen zehn daselbst gefunden werden. Und er sprach: Ich will nicht verderben um der zehn willen.</verse>
        <verse osisID="Gen.18.33">Und Jahwe ging weg, als er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrte zurück an seinen Ort.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.19">
        <verse osisID="Gen.19.1">Und die beiden Engel kamen am Abend nach Sodom; und Lot sass im Tore Sodoms. Und als Lot sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und beugte sich nieder, mit dem Angesicht zur Erde;</verse>
        <verse osisID="Gen.19.2">und er sprach: Ach siehe, meine Herren! Kehret doch ein in das Haus eures Knechtes und übernachtet und waschet eure Füsse; und ihr machet euch früh auf und gehet eures Weges. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen auf dem Platze <note>{der Marktplatz am Stadttor. O. auf der Strasse}</note> übernachten.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.3">Und er drang sehr in sie; und sie kehrten bei ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl, und er backte ungesäuerte Kuchen, und sie assen.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.4">Noch hatten sie sich nicht niedergelegt, da umringten die Männer der Stadt, die Männer von Sodom, das Haus, vom Jüngling bis zum Greise, das ganze Volk insgesamt.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.5">Und sie riefen Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns heraus, dass wir sie erkennen!</verse>
        <verse osisID="Gen.19.6">Und Lot trat zu ihnen hinaus an den Eingang und schloss die Tür hinter sich zu;</verse>
        <verse osisID="Gen.19.7">und er sprach: Tut doch nicht übel, meine Brüder!</verse>
        <verse osisID="Gen.19.8">Siehe doch, ich habe zwei Töchter, die keinen Mann erkannt haben; lasst mich sie doch zu euch herausbringen, und tut ihnen, wie es gut ist in euren Augen; allein diesen Männern tut nichts, da sie nun einmal <note>{denn darum sind sie}</note> unter den Schatten meines Daches gekommen sind.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.9">Aber sie sprachen: Zurück da! Und sie sprachen: Der eine da ist gekommen, als Fremdling hier zu weilen, und will den Richter machen? Nun, wir wollen dir ärger tun als jenen. Und sie drangen hart ein auf den Mann, auf Lot, und traten herzu, die Tür zu erbrechen.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.10">Und die Männer streckten ihre Hand aus und brachten Lot zu sich herein ins Haus und verschlossen die Tür.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.11">Und die Männer, die am Eingang des Hauses waren, schlugen sie mit Blindheit, vom kleinsten bis zum grössten; und sie wurden müde, den Eingang zu finden.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.12">Und die Männer sprachen zu Lot: Wen du noch hier hast, einen Eidam und deine Söhne und deine Töchter und wen irgend du in der Stadt hast, führe hinaus aus diesem Orte!</verse>
        <verse osisID="Gen.19.13">Denn wir wollen diesen Ort verderben, weil ihr <note>{d.h. der Einwohner}</note> Geschrei gross geworden ist vor Jahwe; und Jahwe hat uns gesandt, die Stadt zu verderben.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.14">Und Lot ging hinaus und redete zu seinen Schwiegersöhnen, die seine Töchter genommen hatten, und sprach: Machet euch auf, gehet aus diesem Orte; denn Jahwe will die Stadt <note>{W. sie}</note> verderben. Aber er war in den Augen seiner Schwiegersöhne wie einer, der Scherz treibt.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.15">Und sowie die Morgenröte aufging, da drangen die Engel in Lot und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwei Töchter, die vorhanden sind, damit du nicht weggerafft werdest in der Ungerechtigkeit <note>{O. Strafe}</note> der Stadt!</verse>
        <verse osisID="Gen.19.16">Und als er zögerte, ergriffen die Männer seine Hand und die Hand seines Weibes und die Hand seiner zwei Töchter, weil Jahwe sich seiner erbarmte <note>{Eig. ihn verschonte}</note>, und führten ihn hinaus und liessen ihn ausserhalb der Stadt.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.17">Und es geschah, als sie sie hinausgeführt hatten ins Freie, da sprach er: Rette dich um deines Lebens willen; sieh nicht hinter dich, und bleibe nicht stehen in der ganzen Ebene <note>{Eig. in dem ganzen Kreise (des Jordan); ebenso V.25. 28. 29}</note>; rette dich auf das Gebirge, damit du nicht weggerafft werdest!</verse>
        <verse osisID="Gen.19.18">Und Lot sprach zu ihnen: Nicht doch, Herr!</verse>
        <verse osisID="Gen.19.19">Siehe doch, dein Knecht hat Gnade gefunden in deinen Augen, und du hast deine Güte gross gemacht, die du an mir erwiesen hast, meine Seele am Leben zu erhalten; aber ich kann mich nicht auf das Gebirge retten, es möchte mich das Unglück erhaschen, dass ich stürbe.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.20">Siehe doch, diese Stadt ist nahe, um dahin zu fliehen, und sie ist klein; lass mich doch dahin mich retten (ist sie nicht klein?), damit meine Seele am Leben bleibe.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.21">Und er sprach zu ihm: Siehe, auch in diesem Stücke habe ich dich angesehen, dass ich die Stadt nicht umkehre, von der du geredet hast.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.22">Eile, rette dich dorthin; denn ich kann nichts tun, bis du dorthin gekommen bist. Daher hat man der Stadt den Namen Zoar (Kleine) <note>{Kleinheit}</note> gegeben.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.23">Die Sonne ging auf über der Erde, als Lot in Zoar ankam.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.24">Und Jahwe liess auf Sodom und auf Gomorra Schwefel und Feuer regnen von Jahwe aus dem Himmel;</verse>
        <verse osisID="Gen.19.25">und er kehrte diese Städte um und die ganze Ebene und alle Bewohner der Städte und das Gewächs des Erdbodens.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.26">Und sein Weib sah sich hinter ihm um und ward zu einer Salzsäule.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.27">Und Abraham machte sich des Morgens früh auf an den Ort, wo er vor Jahwe gestanden hatte;</verse>
        <verse osisID="Gen.19.28">Und er blickte hin nach Sodom und Gomorra und nach dem ganzen Lande der Ebene; und er sah: und siehe, ein Rauch stieg auf von der Erde <note>{O. vom Lande}</note>, wie der Rauch eines Schmelzofens.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.29">Und es geschah, als Gott die Städte der Ebene verderbte, da gedachte Gott des Abraham und entsandte Lot mitten aus der Umkehrung, als er die Städte umkehrte, in welchen Lot gewohnt hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.30">Und Lot zog hinauf von Zoar und wohnte im Gebirge, und seine beiden Töchter mit ihm; denn er fürchtete sich, in Zoar zu wohnen. Und er wohnte in einer Höhle, er und seine beiden Töchter.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.31">Und die Erstgeborene sprach zu der Jüngeren: Unser Vater ist alt, und kein Mann ist im Lande, um zu uns einzugehen nach der Weise aller Welt.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.32">Komm, lass uns unserem Vater Wein zu trinken geben und bei ihm liegen, damit wir von unserem Vater Samen am Leben erhalten <note>{O. ins Leben rufen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.33">Und sie gaben ihrem Vater Wein zu trinken in selbiger Nacht, und die Erstgeborene ging hinein und lag bei ihrem Vater; und er wusste weder um ihr Niederlegen noch um ihr Aufstehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.34">Und es geschah am Morgen, da sprach die Erstgeborene zu der Jüngeren: Siehe, ich habe gestern Nacht bei meinem Vater gelegen; lass uns ihm auch diese Nacht Wein zu trinken geben, und gehe hinein, liege bei ihm, damit wir von unserem Vater Samen am Leben erhalten <note>{O. ins Leben rufen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.35">Und sie gaben auch in selbiger Nacht ihrem Vater Wein zu trinken, und die Jüngere stand auf und lag bei ihm; und er wusste weder um ihr Niederlegen noch um ihr Aufstehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.36">Und die beiden Töchter Lots wurden schwanger von ihrem Vater.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.37">Und die Erstgeborene gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Moab <note>{d.h. vom Vater}</note>; dieser ist der Vater der Moabiter <note>{W. Moabs}</note> bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Gen.19.38">Und die Jüngere, auch sie gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Ben Ammi <note>{Sohn meines Volkes}</note>; dieser ist der Vater der Kinder Ammon bis auf diesen Tag.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.20">
        <verse osisID="Gen.20.1">Und Abraham brach auf von dannen nach dem Lande des Südens und wohnte zwischen Kades und Sur; und er hielt sich auf zu Gerar.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.2">Und Abraham sagte von Sara, seinem Weibe: Sie ist meine Schwester. Da sandte Abimelech <note>{Abimelech war ein gemeinschaftlicher Titel aller Könige der Philister}</note>, der König von Gerar, und liess Sara holen <note>{W. nahm Sara}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.3">Und Gott kam zu Abimelech in einem Traume der Nacht und sprach zu ihm: Siehe, du bist des Todes wegen des Weibes, das du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Eheweib.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.4">Abimelech aber hatte sich ihr nicht genaht; und er sprach: Herr, willst du auch eine gerechte Nation töten?</verse>
        <verse osisID="Gen.20.5">Hat er nicht zu mir gesagt: Sie ist meine Schwester? Und auch sie selbst hat gesagt: Er ist mein Bruder. In Lauterkeit meines Herzens und in Unschuld meiner Hände habe ich dies getan.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.6">Und Gott sprach zu ihm im Traume: Auch ich weiss, dass du in Lauterkeit deines Herzens dies getan hast, und so habe ich dich auch davon abgehalten, gegen mich zu sündigen; darum habe ich dir nicht gestattet, sie zu berühren.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.7">Und nun gib das Weib des Mannes zurück; denn er ist ein Prophet und wird für dich bitten, und du wirst am Leben bleiben. Wenn du sie aber nicht zurückgibst, so wisse, dass du gewisslich sterben wirst, du und alles, was dein ist!</verse>
        <verse osisID="Gen.20.8">Und Abimelech stand des Morgens früh auf und rief alle seine Knechte und redete alle diese Worte vor ihren Ohren; und die Männer fürchteten sich sehr.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.9">Und Abimelech rief Abraham und sprach zu ihm: Was hast du uns angetan! Und was habe ich wider dich gesündigt, dass du über mich und über mein Reich eine grosse Sünde gebracht hast? Dinge, die nicht getan werden sollten, hast du mir angetan.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.10">Und Abimelech sprach zu Abraham: Was hast du beabsichtigt, dass du dies getan hast?</verse>
        <verse osisID="Gen.20.11">Und Abraham sprach: Weil ich mir sagte: Gewiss ist keine <note>{O. Es ist gar keine}</note> Gottesfurcht an diesem Orte, und sie werden mich töten um meines Weibes willen.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.12">Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester, die Tochter meines Vaters, nur nicht die Tochter meiner Mutter; und sie ist mein Weib geworden.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.13">Und es geschah, als Gott mich wandern liess aus meines Vaters Hause, da sprach ich zu ihr: Dies sei deine Güte, die du mir erweisen mögest; an jedem Orte, wohin wir kommen werden, sage von mir: Er ist mein Bruder.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.14">Da nahm Abimelech Kleinvieh und Rinder und Knechte und Mägde und gab sie dem Abraham; und er gab ihm Sara, sein Weib, zurück.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.15">Und Abimelech sprach: Siehe, mein Land ist vor dir; wohne, wo es gut ist in deinen Augen.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.16">Und zu Sara sprach er: Siehe, ich habe deinem Bruder tausend Silbersekel gegeben; siehe, das sei dir eine Augendecke vor allen, die bei dir sind, und in Bezug auf alles ist die Sache rechtlich geschlichtet <note>{O. Es ist dir recht geschehen; O. und so bist du vor allen gerechtfertigt. And.üb.: ... und bei allen. So wurde sie gestraft}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.17">Und Abraham betete zu Gott; und Gott heilte Abimelech und sein Weib und seine Mägde, so dass sie gebaren.</verse>
        <verse osisID="Gen.20.18">Denn Jahwe hatte um Saras, des Weibes Abrahams, willen jeden Mutterleib im Hause Abimelechs gänzlich verschlossen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.21">
        <verse osisID="Gen.21.1">Und Jahwe suchte Sara heim, wie er gesagt hatte, und Jahwe tat der Sara, wie er geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.2">Und Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn in seinem Alter, zu der bestimmten Zeit, von welcher Gott ihm gesagt hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.3">Und Abraham gab seinem Sohne, der ihm geboren worden, welchen Sara ihm gebar, den Namen Isaak.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.4">Und Abraham beschnitt Isaak, seinen Sohn, als er acht Tage alt war, wie Gott ihm geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.5">Und Abraham war hundert Jahre alt, als ihm sein Sohn Isaak geboren wurde.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.6">Und Sara sprach: Gott hat mir ein Lachen bereitet <note>{Siehe die Anmerkung zu Kap. 17,19}</note>; jeder, der es hört, wird mit mir lachen <note>{Eig. mir lachen, zulachen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.7">Und sie sprach: Wer hätte Abraham gesagt: Sara säugt Söhne! Denn ich habe ihm einen Sohn geboren in seinem Alter.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.8">Und das Kind wuchs und ward entwöhnt; und Abraham machte ein grosses Mahl an dem Tage, da Isaak entwöhnt wurde.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.9">Und Sara sah den Sohn Hagars, der Ägypterin, den sie dem Abraham geboren hatte, spotten <note>{O. lachen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.10">Und sie sprach zu Abraham: Treibe diese Magd und ihren Sohn hinaus; denn der Sohn dieser Magd soll nicht erben mit meinem Sohne, mit Isaak!</verse>
        <verse osisID="Gen.21.11">Und die Sache war sehr übel in den Augen Abrahams um seines Sohnes willen.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.12">Aber Gott sprach zu Abraham: Lass es nicht übel sein in deinen Augen wegen des Knaben und wegen deiner Magd; was immer Sara zu dir sagt, höre auf ihre Stimme; denn in Isaak soll dir ein Same genannt werden.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.13">Doch auch den Sohn der Magd werde ich zu einer Nation machen, weil er dein Same ist.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.14">Und Abraham stand des Morgens früh auf, und er nahm Brot und einen Schlauch Wasser und gab es der Hagar, indem er es auf ihre Schulter legte; und er gab ihr den Knaben und entliess sie. Und sie ging hin und irrte umher in der Wüste von Beerseba.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.15">Und als das Wasser im Schlauche ausging, da warf sie das Kind unter einen der Sträucher;</verse>
        <verse osisID="Gen.21.16">und sie ging hin und setzte sich gegenüber, einen Bogenschuss weit, denn sie sprach: Dass ich das Sterben des Kindes nicht ansehe! Und sie setzte sich gegenüber und erhob ihre Stimme und weinte.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.17">Und Gott hörte die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief der Hagar vom Himmel zu und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht! Denn Gott hat auf die Stimme des Knaben gehört, da, wo er ist;</verse>
        <verse osisID="Gen.21.18">stehe auf, nimm den Knaben und fasse ihn mit deiner Hand, denn ich will ihn zu einer grossen Nation machen.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.19">Und Gott öffnete ihre Augen, und sie sah einen Wasserbrunnen; und sie ging hin und füllte den Schlauch mit Wasser und tränkte den Knaben.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.20">Und Gott war mit dem Knaben, und er wuchs heran; und er wohnte in der Wüste und wurde ein Bogenschütze.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.21">Und er wohnte in der Wüste Paran, und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus dem Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.22">Und es geschah zu selbiger Zeit, da sprach Abimelech und Pikol, sein Heeroberster, zu Abraham und sagte: Gott ist mit dir in allem, was du tust.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.23">So schwöre mir nun hier bei Gott, dass du weder an mir noch an meinem Sohne noch an meinem Enkel <note>{W. noch an meinem Spross, noch an meinem Schoss}</note> trüglich handeln wirst! Nach der Güte, die ich dir erwiesen habe, sollst du an mir tun und an dem Lande, in welchem du dich aufhältst.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.24">Und Abraham sprach: Ich will schwören.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.25">Und Abraham stellte Abimelech zur Rede wegen eines Wasserbrunnens, den Abimelechs Knechte mit Gewalt genommen hatten.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.26">Und Abimelech sprach: Ich weiss nicht, wer das getan hat; weder hast du es mir berichtet, noch habe ich davon gehört ausser heute.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.27">Da nahm Abraham Kleinvieh und Rinder und gab sie Abimelech, und sie schlossen beide einen Bund.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.28">Und Abraham stellte sieben junge Schafe der Herde besonders.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.29">Und Abimelech sprach zu Abraham: Was sollen diese sieben jungen Schafe, die du besonders gestellt hast?</verse>
        <verse osisID="Gen.21.30">Und er sprach: Die sieben jungen Schafe sollst du von meiner Hand annehmen, damit es mir zum Zeugnis sei, dass ich diesen Brunnen gegraben habe.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.31">Daher nannte man diesen Ort Beerseba <note>{Eides-Brunnen}</note>, weil sie beide daselbst geschworen hatten.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.32">So schlossen sie einen Bund zu Beerseba. Und Abimelech machte sich auf und Pikol, sein Heeroberster, und sie kehrten in das Land der Philister zurück. -</verse>
        <verse osisID="Gen.21.33">Und Abraham <note>{W. er}</note> pflanzte eine Tamariske zu Beerseba und rief daselbst den Namen Jahwes, des ewigen Gottes <note>{El}</note>, an.</verse>
        <verse osisID="Gen.21.34">Und Abraham hielt sich eine lange Zeit auf im Lande der Philister.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.22">
        <verse osisID="Gen.22.1">Und es geschah nach diesen Dingen, dass Gott den Abraham versuchte; und er sprach zu ihm: Abraham! Und er sprach: Hier bin ich!</verse>
        <verse osisID="Gen.22.2">Und er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn daselbst als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir sagen werde.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.3">Und Abraham stand des Morgens früh auf und sattelte seinen Esel und nahm mit sich zwei von seinen Knaben und Isaak, seinen Sohn; und er spaltete Holz zum Brandopfer und machte sich auf und zog hin an den Ort, den Gott ihm gesagt hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.4">Am dritten Tage, da erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von ferne.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.5">Und Abraham sprach zu seinen Knaben: Bleibet ihr hier mit dem Esel; ich aber und der Knabe wollen bis dorthin gehen und anbeten und dann zu euch zurückkehren.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.6">Und Abraham nahm das Holz des Brandopfers und legte es auf Isaak, seinen Sohn; und in seine Hand nahm er das Feuer und das Messer; und sie gingen beide miteinander.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.7">Und Isaak sprach zu seinem Vater Abraham und sagte: Mein Vater! Und er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, das Feuer und das Holz; wo aber ist das Schaf zum Brandopfer?</verse>
        <verse osisID="Gen.22.8">Und Abraham sprach: Gott wird sich ersehen das Schaf zum Brandopfer, mein Sohn. Und sie gingen beide miteinander.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.9">Und sie kamen an den Ort, von dem Gott ihm gesagt hatte; und Abraham baute daselbst den Altar und schichtete das Holz; und er band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben auf das Holz.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.10">Und Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.11">Da rief ihm der Engel Jahwes vom Himmel zu und sprach: Abraham, Abraham! Und er sprach: Hier bin ich!</verse>
        <verse osisID="Gen.22.12">Und er sprach: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Knaben, und tue ihm gar nichts! Denn nun weiss ich, dass du Gott fürchtest und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.13">Und Abraham erhob seine Augen und sah, und siehe, da war ein Widder dahinten im Dickicht festgehalten durch seine Hörner; und Abraham ging hin und nahm den Widder und opferte ihn als Brandopfer an seines Sohnes Statt.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.14">Und Abraham gab diesem Orte den Namen: Jahwe wird ersehen <note>{Hebr. Jahve-jireh}</note>; daher heutigen Tages gesagt wird: Auf dem Berge Jahwes wird ersehen werden.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.15">Und der Engel Jahwes rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel zu</verse>
        <verse osisID="Gen.22.16">und sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht Jahwe <note>{Eig. ist der Spruch Jahwes}</note>, dass, weil du dieses getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast,</verse>
        <verse osisID="Gen.22.17">ich dich reichlich segnen und deinen Samen sehr mehren werde, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und dein Same wird besitzen das Tor seiner Feinde;</verse>
        <verse osisID="Gen.22.18">und in deinem Samen werden sich segnen <note>{O. gesegnet werden}</note> alle Nationen der Erde: darum, dass du meiner Stimme gehorcht hast.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.19">Und Abraham kehrte zu seinen Knaben zurück, und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerseba; und Abraham wohnte zu Beerseba.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.20">Und es geschah nach diesen Dingen, da wurde dem Abraham berichtet: Siehe, Milka, auch sie hat deinem Bruder Nahor Söhne geboren:</verse>
        <verse osisID="Gen.22.21">Uz, seinen Erstgeborenen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuel, den Vater Arams,</verse>
        <verse osisID="Gen.22.22">und Kesed und Haso und Pildasch und Jidlaph und Bethuel.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.23">(Und Bethuel zeugte Rebekka.) Diese acht gebar Milka dem Nahor, dem Bruder Abrahams.</verse>
        <verse osisID="Gen.22.24">Und sein Kebsweib, namens Reuma, auch sie gebar Tebach und Gacham und Tachasch und Maaka.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.23">
        <verse osisID="Gen.23.1">Und das Leben Saras war 127 Jahre; das waren die Lebensjahre Saras.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.2">Und Sara starb zu Kirjath-Arba, das ist Hebron, im Lande Kanaan. Und Abraham kam, um über Sara zu klagen und sie zu beweinen.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.3">Und Abraham erhob sich weg von seiner Toten und redete zu den Kindern Heth und sprach:</verse>
        <verse osisID="Gen.23.4">Ich bin ein Fremdling und Beisasse bei euch; gebet mir ein Erbbegräbnis <note>{Eig. ein Grabeigentum}</note> bei euch, dass ich meine Tote begrabe vor meinem Angesicht hinweg.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.5">Und die Kinder Heth antworteten dem Abraham und sprachen zu ihm:</verse>
        <verse osisID="Gen.23.6">Höre uns, mein Herr! Du bist ein Fürst Gottes unter uns, begrabe deine Tote in dem auserlesensten unserer Gräber; keiner von uns wird dir sein Grab verwehren, um deine Tote zu begraben.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.7">Da stand Abraham auf und verneigte sich vor dem Volke des Landes, vor den Kindern Heth,</verse>
        <verse osisID="Gen.23.8">und redete mit ihnen und sprach: Wenn es euer Wille ist, dass ich meine Tote begrabe vor meinem Angesicht hinweg, so höret mich und leget Fürsprache für mich ein bei Ephron, dem Sohne Zohars,</verse>
        <verse osisID="Gen.23.9">dass er mir die Höhle von Machpela gebe, die ihm gehört, die am Ende seines Feldes ist; um das volle Geld gebe er sie mir zu einem Erbbegräbnis in eurer Mitte.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.10">Ephron aber sass <note>{O. wohnte}</note> inmitten der Kinder Heth; und Ephron, der Hethiter, antwortete dem Abraham vor den Ohren der Kinder Heth, vor allen, die zum Tore seiner Stadt eingingen, und sprach:</verse>
        <verse osisID="Gen.23.11">Nein, mein Herr, höre mich! Das Feld gebe ich dir; und die Höhle, die darin ist, dir gebe ich sie; vor den Augen der Kinder meines Volkes gebe ich sie dir; begrabe deine Tote.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.12">Da verneigte sich Abraham vor dem Volke des Landes;</verse>
        <verse osisID="Gen.23.13">und er redete zu Ephron vor den Ohren des Volkes des Landes und sprach: Doch, wenn du nur auf mich hören wolltest! Ich gebe den Preis <note>{W. das Geld}</note> des Feldes, nimm ihn von mir; und ich will meine Tote daselbst begraben.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.14">Und Ephron antwortete dem Abraham und sprach zu ihm:</verse>
        <verse osisID="Gen.23.15">Mein Herr, höre mich! Ein Land von vierhundert Sekel Silber, was ist das zwischen mir und dir? So begrabe deine Tote.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.16">Und Abraham hörte auf Ephron; und Abraham wog dem Ephron das Geld dar, wovon er vor den Ohren der Kinder Heth geredet hatte, vierhundert Sekel Silber, gangbar beim Kaufmann.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.17">So wurde das Feld Ephrons, welches bei Machpela, vor <note>{d.h. östlich von}</note> Mamre, lag, das Feld und die Höhle, die darin war, und alle Bäume, die auf dem Felde innerhalb seiner ganzen Grenze ringsum standen,</verse>
        <verse osisID="Gen.23.18">dem Abraham zum Besitztum bestätigt vor den Augen der Kinder Heth, vor allen, die zum Tore seiner Stadt eingingen.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.19">Und danach begrub Abraham Sara, sein Weib, in der Höhle des Feldes von Machpela, vor Mamre, das ist Hebron, im Lande Kanaan.</verse>
        <verse osisID="Gen.23.20">So wurde das Feld und die Höhle, welche darin war, dem Abraham zum Erbbegräbnis bestätigt von seiten der Kinder Heth.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.24">
        <verse osisID="Gen.24.1">Und Abraham war alt, wohlbetagt, und Jahwe hatte Abraham gesegnet in allem.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.2">Und Abraham sprach zu seinem Knechte, dem ältesten seines Hauses, der alles verwaltete, was er hatte: Lege doch deine Hand unter meine Hüfte <note>{O. Lende}</note>,</verse>
        <verse osisID="Gen.24.3">und ich werde dich schwören lassen bei Jahwe, dem Gott des Himmels und dem Gott der Erde, dass du meinem Sohne nicht ein Weib nehmen wirst von den Töchtern der Kanaaniter, in deren Mitte ich wohne;</verse>
        <verse osisID="Gen.24.4">sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft sollst du gehen und ein Weib nehmen meinem Sohne, dem Isaak.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.5">Und der Knecht sprach zu ihm: Vielleicht wird das Weib mir nicht in dieses Land folgen wollen; soll ich dann deinen Sohn in das Land zurückbringen, aus welchem du weggezogen bist?</verse>
        <verse osisID="Gen.24.6">Da sprach Abraham zu ihm: Hüte dich, dass du meinen Sohn nicht dorthin zurückbringest!</verse>
        <verse osisID="Gen.24.7">Jahwe, der Gott des Himmels, der mich aus dem Hause meines Vaters und aus dem Lande meiner Verwandtschaft <note>{O. Geburt; wie Kap. 11,26}</note> genommen und der zu mir geredet und der mir also geschworen hat: Deinem Samen will ich dieses Land geben! der wird seinen Engel vor dir hersenden, dass du meinem Sohne von dannen ein Weib nehmest.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.8">Wenn aber das Weib dir nicht folgen will, so bist du dieses meines Eides ledig; nur sollst du meinen Sohn nicht dorthin zurückbringen.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.9">Und der Knecht legte seine Hand unter die Hüfte Abrahams, seines Herrn, und schwur ihm über dieser Sache.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.10">Und der Knecht nahm zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn, und zog hin; und allerlei Gut seines Herrn hatte er bei sich. Und er machte sich auf und zog nach Mesopotamien <note>{Hebr. Aram der zwei Flüsse}</note>, nach der Stadt Nahors.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.11">Und er liess die Kamele draussen vor der Stadt niederknien beim Wasserbrunnen, zur Abendzeit, zur Zeit, da die Schöpferinnen herauskommen.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.12">Und er sprach: Jahwe, Gott meines Herrn Abraham, lass es mir doch heute begegnen, und erweise Güte an meinem Herrn Abraham!</verse>
        <verse osisID="Gen.24.13">Siehe, ich stehe bei der Wasserquelle, und die Töchter der Leute der Stadt kommen heraus, um Wasser zu schöpfen;</verse>
        <verse osisID="Gen.24.14">möge es nun geschehen, dass das Mädchen, zu dem ich sagen werde: Neige doch deinen Krug, dass ich trinke und welches sagen wird: Trinke, und auch deine Kamele will ich tränken, diejenige sei, welche du für deinen Knecht, für Isaak, bestimmt hast; und daran werde ich erkennen, dass du Güte an meinem Herrn erwiesen hast.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.15">Und es geschah, er hatte noch nicht ausgeredet, siehe, da kam Rebekka <note>{Hebr. Rivka: die Fesselnde, Anziehende}</note> heraus, die dem Bethuel geboren worden, dem Sohne der Milka, des Weibes Nahors, des Bruders Abrahams, mit ihrem Kruge auf ihrer Schulter.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.16">Und das Mädchen war sehr schön von Ansehen, eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt; und sie stieg zur Quelle hinab und füllte ihren Krug und stieg wieder herauf.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.17">Und der Knecht lief ihr entgegen und sprach: Lass mich doch ein wenig Wasser aus deinem Kruge schlürfen.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.18">Und sie sprach: Trinke, mein Herr. Und eilends liess sie ihren Krug auf ihre Hand hernieder und gab ihm zu trinken.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.19">Und als sie ihm genug zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Ich will auch für deine Kamele schöpfen, bis sie genug getrunken haben.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.20">Und sie eilte und goss ihren Krug aus in die Tränke und lief abermals zum Brunnen, um zu schöpfen; und sie schöpfte für alle seine Kamele.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.21">Und der Mann sah ihr staunend zu und schwieg, um zu erkennen, ob Jahwe zu seiner Reise Glück gegeben habe oder nicht.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.22">Und es geschah, als die Kamele genug getrunken hatten, da nahm der Mann einen goldenen Ring <note>{Eig. Nasenring; siehe auch V.47}</note>, ein halber Sekel sein Gewicht, und zwei Spangen für ihre Arme <note>{Eig. Hände, d.i. Handgelenke}</note>, zehn Sekel Gold ihr Gewicht;</verse>
        <verse osisID="Gen.24.23">und er sprach: Wessen Tochter bist du? Sage mir's doch an. Ist im Hause deines Vaters Raum für uns zu herbergen?</verse>
        <verse osisID="Gen.24.24">Und sie sprach zu ihm: Ich bin die Tochter Bethuels, des Sohnes der Milka, den sie dem Nahor geboren hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.25">Und sie sprach zu ihm: Sowohl Stroh als auch Futter ist bei uns in Menge, auch Raum zu herbergen.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.26">Da verneigte sich der Mann und warf sich nieder vor Jahwe</verse>
        <verse osisID="Gen.24.27">und sprach: Gepriesen <note>{S. die Anmerkung zu Kap. 9,26}</note> sei Jahwe, der Gott meines Herrn Abraham, der von seiner Güte und seiner Wahrheit nicht abgelassen hat gegen meinen Herrn! Mich hat Jahwe geleitet auf den Weg <note>{And. üb.: Während ich auf dem Weg war, hat Jahwe mich geleitet zum}</note> zum Hause der Brüder meines Herrn.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.28">Und das Mädchen lief und berichtete diese Dinge dem Hause ihrer Mutter.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.29">Und Rebekka hatte einen Bruder, sein Name war Laban; und Laban lief zu dem Manne hinaus zur Quelle.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.30">Und es geschah, als er den Ring sah und die Spangen an den Armen seiner Schwester, und als er die Worte seiner Schwester Rebekka hörte, welche sagte: Also hat der Mann zu mir geredet, da kam er zu dem Manne; und siehe, er stand bei den Kamelen, an der Quelle.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.31">Und er sprach: Komm herein, Gesegneter Jahwes! Warum stehst du draussen? Denn ich habe das Haus aufgeräumt, und Raum ist für die Kamele.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.32">Und der Mann kam in das Haus; und man sattelte die Kamele ab und gab den Kamelen Stroh und Futter, und Wasser, um seine Füsse zu waschen und die Füsse der Männer, die bei ihm waren.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.33">Und es wurde ihm zu essen vorgesetzt; aber er sprach: Ich will nicht essen, bis ich meine Worte geredet habe. Und er sprach: Rede!</verse>
        <verse osisID="Gen.24.34">Da sprach er: Ich bin Abrahams Knecht;</verse>
        <verse osisID="Gen.24.35">und Jahwe hat meinen Herrn sehr gesegnet, so dass er gross geworden ist; und er hat ihm Kleinvieh gegeben und Rinder, und Silber und Gold, und Knechte und Mägde, und Kamele und Esel.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.36">Und Sara, das Weib meines Herrn, hat meinem Herrn einen Sohn geboren, nachdem sie alt geworden war; und er hat ihm alles gegeben, was er hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.37">Und mein Herr hat mich schwören lassen und gesagt: Du sollst meinem Sohne nicht ein Weib nehmen von den Töchtern der Kanaaniter, in deren Lande ich wohne;</verse>
        <verse osisID="Gen.24.38">sondern zu dem Hause meines Vaters und zu meinem Geschlecht sollst du gehen und meinem Sohne ein Weib nehmen!</verse>
        <verse osisID="Gen.24.39">Und ich sprach zu meinem Herrn: Vielleicht wird das Weib mir nicht folgen.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.40">Da sprach er zu mir: 'Jahwe, vor dessen Angesicht ich gewandelt habe, wird seinen Engel mit dir senden und Glück zu deiner Reise geben, dass du meinem Sohne ein Weib nehmest aus meinem Geschlecht und aus dem Hause meines Vaters.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.41">Wenn du zu meinem Geschlecht kommst, dann sollst du meines Eides ledig sein; und wenn sie sie dir nicht geben, so bist du meines Eides ledig.'</verse>
        <verse osisID="Gen.24.42">So kam ich heute zu der Quelle und sprach: Jahwe, Gott meines Herrn Abraham, wenn du doch Glück geben wolltest zu meinem Wege, auf dem ich gehe!</verse>
        <verse osisID="Gen.24.43">Siehe, ich stehe bei der Wasserquelle; möge es nun geschehen, dass die Jungfrau, die herauskommt, um zu schöpfen, und zu der ich sagen werde: Gib mir doch ein wenig Wasser aus deinem Kruge zu trinken! -</verse>
        <verse osisID="Gen.24.44">und welche zu mir sagen wird: Trinke du, und auch für deine Kamele will ich schöpfen, dass sie das Weib sei, welches Jahwe für den Sohn meines Herrn bestimmt hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.45">Ich hatte in meinem Herzen noch nicht ausgeredet, siehe, da kam Rebekka heraus mit ihrem Kruge auf ihrer Schulter; und sie stieg zur Quelle hinab und schöpfte. Da sprach ich zu ihr: Gib mir doch zu trinken!</verse>
        <verse osisID="Gen.24.46">Und eilends liess sie ihren Krug von ihrer Schulter <note>{W. von auf sich}</note> hernieder und sprach: Trinke, und auch deine Kamele will ich tränken. Und ich trank, und sie tränkte auch die Kamele.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.47">Und ich fragte sie und sprach: Wessen Tochter bist du? Und sie sprach: Die Tochter Bethuels, des Sohnes Nahors, den Milka ihm geboren hat. Und ich legte den Ring an ihre Nase und die Spangen an ihre Arme;</verse>
        <verse osisID="Gen.24.48">und ich verneigte mich und warf mich nieder vor Jahwe; und ich pries Jahwe, den Gott meines Herrn Abraham, der mich den rechten Weg geleitet hat, um die Tochter des Bruders meines Herrn für seinen Sohn zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.49">Und nun, wenn ihr Güte und Treue an meinem Herrn erweisen wollt, so tut es mir kund; und wenn nicht, so tut es mir kund, und ich werde mich zur Rechten oder zur Linken wenden.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.50">Da antworteten Laban und Bethuel und sprachen: Von Jahwe ist die Sache ausgegangen; wir können dir nichts sagen, weder Böses noch Gutes.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.51">Siehe, Rebekka ist vor dir: nimm sie und ziehe hin; und sie sei das Weib des Sohnes deines Herrn, wie Jahwe geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.52">Und es geschah, als Abrahams Knecht ihre Worte hörte, da beugte er sich zur Erde nieder vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.53">Und der Knecht zog hervor silbernes Geschmeide und goldenes Geschmeide und Kleider und gab sie der Rebekka; und Kostbarkeiten gab er ihrem Bruder und ihrer Mutter.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.54">Und sie assen und tranken, er und die Männer, die bei ihm waren, und übernachteten. Und des Morgens standen sie auf, und er sprach: Entlasset mich zu meinem Herrn!</verse>
        <verse osisID="Gen.24.55">Da sprachen ihr Bruder und ihre Mutter: Lass das Mädchen einige Tage oder zehn bei uns bleiben, danach magst du <note>{O. mag sie}</note> ziehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.56">Er aber sprach zu ihnen: Haltet mich nicht auf, da Jahwe Glück gegeben hat zu meiner Reise; entlasset mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe!</verse>
        <verse osisID="Gen.24.57">Und sie sprachen: Lasst uns das Mädchen rufen und ihren Mund befragen.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.58">Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Manne gehen? Und sie antwortete: Ich will gehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.59">Und sie entliessen ihre Schwester Rebekka mit ihrer Amme und den Knecht Abrahams und seine Männer.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.60">Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Du, unsere Schwester, werde zu tausendmal Zehntausenden, und dein Same besitze das Tor seiner Feinde <note>{W. Hasser}</note>!</verse>
        <verse osisID="Gen.24.61">Und Rebekka machte sich auf mit ihren Mägden, und sie bestiegen die Kamele und folgten dem Manne; und der Knecht nahm Rebekka und zog hin.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.62">Isaak aber war von einem Gange nach dem Brunnen Lachai-Roi <note>{Siehe die Anmerkung zu Kap. 16,14}</note> gekommen; er wohnte nämlich im Lande des Südens.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.63">Und Isaak ging aus, um auf dem Felde zu sinnen beim Anbruch des Abends; und er hob seine Augen auf und sah, und siehe, Kamele kamen.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.64">Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak; und sie warf sich vom Kamele herab und sprach zu dem Knechte:</verse>
        <verse osisID="Gen.24.65">Wer ist der Mann, der uns da auf dem Felde entgegenwandelt? Und der Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier <note>{ein Überwurf, den man über den Kopf zog}</note> und verhüllte sich.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.66">Und der Knecht erzählte Isaak all die Dinge, die er ausgerichtet hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.24.67">Und Isaak führte sie in das Zelt seiner Mutter Sara, und er nahm Rebekka, und sie wurde sein Weib, und er hatte sie lieb. Und Isaak tröstete sich nach dem Tode seiner Mutter.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.25">
        <verse osisID="Gen.25.1">Und Abraham nahm wieder ein Weib, mit Namen Ketura.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.2">Und sie gebar ihm Simran und Jokschan und Medan und Midian und Jischbak und Schuach.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.3">Und Jokschan zeugte Scheba und Dedan; und die Söhne Dedans waren die Assurim und Letuschim und Leummim.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.4">Und die Söhne Midians: Epha und Epher und Hanok und Abida und Eldaba. Diese alle waren Söhne der Ketura. -</verse>
        <verse osisID="Gen.25.5">Und Abraham gab dem Isaak alles, was er hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.6">Und den Söhnen der Kebsweiber <note>{Vergl. 1. Chron. 1,32}</note>, die Abraham hatte, gab Abraham Geschenke; und er liess sie, während er noch lebte, von seinem Sohne Isaak wegziehen nach Osten, in das Land des Ostens. -</verse>
        <verse osisID="Gen.25.7">Und dies sind die Tage der Lebensjahre Abrahams, die er gelebt hat: 175 Jahre.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.8">Und Abraham verschied und starb in gutem Alter, alt und der Tage satt, und wurde versammelt zu seinen Völkern.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.9">Und seine Söhne Isaak und Ismael begruben ihn in der Höhle von Machpela, auf dem Felde Ephrons, des Sohnes Zohars, des Hethiters, das vor Mamre liegt,</verse>
        <verse osisID="Gen.25.10">dem Felde, welches Abraham von den Kindern Heth gekauft hatte; dort wurden Abraham und sein Weib Sara begraben.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.11">Und es geschah nach dem Tode Abrahams, da segnete Gott Isaak, seinen Sohn; und Isaak wohnte bei dem Brunnen Lachai-Roi.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.12">Und dies sind die Geschlechter Ismaels, des Sohnes Abrahams, den Hagar, die Ägypterin, die Magd Saras, dem Abraham geboren hat;</verse>
        <verse osisID="Gen.25.13">und dies sind die Namen der Söhne Ismaels mit ihren Namen, nach ihren Geschlechtern: Der Erstgeborene Ismaels: Nebajoth, und Kedar und Adbeel und Mibsam</verse>
        <verse osisID="Gen.25.14">und Mischma und Duma und Massa,</verse>
        <verse osisID="Gen.25.15">Hadad und Tema, Jetur, Naphisch und Kedma.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.16">Das sind die Söhne Ismaels, und das ihre Namen in ihren Gehöften und in ihren Zeltlagern; zwölf Fürsten nach ihren Stämmen.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.17">Und dies sind die Lebensjahre Ismaels: 137 Jahre; und er verschied und starb und wurde versammelt zu seinen Völkern.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.18">Und sie wohnten von Hawila <note>{das ist am persischen Golf}</note> bis Sur, das vor <note>{d.h. östlich von}</note> Ägypten liegt, nach Assyrien hin. Er liess sich nieder angesichts <note>{S. die Anm. zu Kap. 16,12}</note> aller seiner Brüder.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.19">Und dies sind die Geschlechter Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte Isaak.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.20">Und Isaak war vierzig Jahre alt, als er sich Rebekka zum Weibe nahm, die Tochter Bethuels, des Aramäers aus Paddan-Aram <note>{d.i. das Flachland Arams vergl. Hos. 12,13); ein Teil von Mesopotamien}</note>, die Schwester Labans, des Aramäers.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.21">Und Isaak bat Jahwe für sein Weib, denn sie war unfruchtbar; und Jahwe liess sich von ihm erbitten, und Rebekka, sein Weib, wurde schwanger.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.22">Und die Kinder stiessen sich in ihr; und sie sprach: Wenn es so steht, warum bin ich dies <note>{O. da}</note>? Und sie ging hin, Jahwe zu befragen.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.23">Und Jahwe sprach zu ihr: Zwei Nationen sind in deinem Leibe, /und zwei Völkerschaften werden sich scheiden /aus deinem Innern; /und eine Völkerschaft wird stärker sein als die andere, /und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.24">Und als ihre Tage erfüllt waren, dass sie gebären sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.25">Und der erste kam heraus, rötlich, am ganzen Leibe wie ein härener Mantel; und man gab ihm den Namen Esau <note>{behaart}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.26">Und danach kam sein Bruder heraus, und seine Hand hielt die Ferse Esaus; und man gab ihm den Namen Jakob <note>{Fersenhalter, Überlister}</note>. Und Isaak war sechzig Jahre alt, als sie geboren wurden.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.27">Und die Knaben wuchsen heran. Und Esau wurde ein jagdkundiger Mann, ein Mann des Feldes; Jakob aber war ein sanfter <note>{ruhiger, häuslicher}</note> Mann, der in den Zelten blieb.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.28">Und Isaak hatte Esau lieb, denn Wildbret war nach seinem Munde; Rebekka aber hatte Jakob lieb.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.29">Und Jakob kochte ein Gericht; und Esau kam vom Felde und war matt.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.30">Da sprach Esau zu Jakob: Lass mich doch essen <note>{W. schlingen}</note> von dem Roten, dem Roten da, denn ich bin matt! Darum gab man ihm den Namen Edom <note>{Roter, O. rot}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.31">Und Jakob sprach: Verkaufe mir heute <note>{O. zuvor}</note> dein Erstgeburtsrecht.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.32">Und Esau sprach: Siehe, ich gehe hin zu sterben, und wozu mir da das Erstgeburtsrecht?</verse>
        <verse osisID="Gen.25.33">Und Jakob sprach: Schwöre mir heute <note>{O. zuvor}</note>! Und er schwur ihm und verkaufte sein Erstgeburtsrecht dem Jakob.</verse>
        <verse osisID="Gen.25.34">Und Jakob gab Esau Brot und ein Gericht Linsen; und er ass und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esau das Erstgeburtsrecht.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.26">
        <verse osisID="Gen.26.1">Und es entstand eine Hungersnot im Lande, ausser der vorigen Hungersnot, die in den Tagen Abrahams gewesen war <note>{S. Kap. 12, 10}</note>. Und Isaak zog zu Abimelech, dem Könige der Philister, nach Gerar.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.2">Und Jahwe erschien ihm und sprach: Ziehe nicht hinab nach Ägypten; bleibe in dem Lande, von dem ich dir sage.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.3">Halte dich auf in diesem Lande, und ich werde mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen werde ich alle diese Länder geben, und ich werde den Eid aufrecht halten, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.4">Und ich werde deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels und deinem Samen alle diese Länder geben; und in deinem Samen werden sich segnen <note>{O. gesegnet werden}</note> alle Nationen der Erde:</verse>
        <verse osisID="Gen.26.5">darum dass Abraham meiner Stimme gehorcht und beobachtet hat meine Vorschriften <note>{Eig. was gegen mich zu beachten ist}</note>, meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.6">So blieb Isaak in Gerar.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.7">Und die Männer des Ortes erkundigten sich nach seinem Weibe, und er sprach: Sie ist meine Schwester. Denn er fürchtete sich zu sagen: 'Mein Weib', indem er dachte: Die Männer des Ortes möchten mich sonst töten wegen Rebekka; denn sie ist schön von Ansehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.8">Und es geschah, als er längere Zeit daselbst gewesen war, da blickte Abimelech, der König der Philister, durchs Fenster, und er sah, und siehe, Isaak scherzte mit Rebekka, seinem Weibe.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.9">Da rief Abimelech den Isaak und sprach: Siehe, fürwahr, sie ist dein Weib; und wie hast du gesagt: Sie ist meine Schwester? Und Isaak sprach zu ihm: Weil ich mir sagte: dass ich nicht sterbe ihretwegen.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.10">Und Abimelech sprach: Was hast du uns da getan! Wenig fehlte, so hätte einer aus dem Volke bei deinem Weibe gelegen, und du hättest eine Schuld über uns gebracht.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.11">Und Abimelech gebot allem Volke und sprach: Wer diesen Mann und sein Weib antastet, soll gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.12">Und Isaak säte in selbigem Lande und gewann in selbigem Jahre das Hundertfältige; und <note>{O. denn}</note> Jahwe segnete ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.13">Und der Mann ward gross und wurde fort und fort grösser, bis er sehr gross war.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.14">Und er hatte Herden von Kleinvieh und Herden von Rindern und ein grosses Gesinde; und die Philister beneideten ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.15">Und alle Brunnen, welche die Knechte seines Vaters in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben hatten, verstopften die Philister und füllten sie mit Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.16">Und Abimelech sprach zu Isaak: Ziehe weg von uns, denn du bist viel mächtiger geworden als wir.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.17">Da zog Isaak von dannen und schlug sein Lager auf im Tale Gerar und wohnte daselbst.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.18">Und Isaak grub die Wasserbrunnen wieder auf, welche sie in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben und welche die Philister nach dem Tode Abrahams verstopft hatten; und er benannte sie mit denselben Namen, womit sein Vater sie benannt hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.19">Und die Knechte Isaaks gruben im Tale und fanden daselbst einen Brunnen lebendigen Wassers.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.20">Da haderten die Hirten von Gerar mit den Hirten Isaaks und sprachen: Das Wasser ist unser! Und er gab dem Brunnen den Namen Esek <note>{Zank}</note>, weil sie mit ihm gezankt hatten.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.21">Und sie gruben einen anderen Brunnen, und sie haderten auch über diesen, und er gab ihm den Namen Sitna <note>{Anfeindung, Streit}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.22">Und er brach auf von dannen und grub einen anderen Brunnen, und über diesen haderten sie nicht; und er gab ihm den Namen Rechoboth <note>{Weite, Räume}</note> und sprach: Denn nun hat Jahwe uns Raum gemacht, und wir werden fruchtbar sein im Lande.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.23">Und er zog von dannen hinauf nach Beerseba.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.24">Und Jahwe erschien ihm in selbiger Nacht und sprach: Ich bin der Gott Abrahams, deines Vaters; fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir, und ich werde dich segnen und deinen Samen mehren um Abrahams, meines Knechtes, willen.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.25">Und er baute daselbst einen Altar und rief den Namen Jahwes an; und er schlug daselbst sein Zelt auf; und die Knechte Isaaks gruben daselbst einen Brunnen.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.26">Und Abimelech zog zu ihm von Gerar mit Achusat, seinem Freunde, und Pikol, seinem Heerobersten.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.27">Und Isaak sprach zu ihnen: Warum kommet ihr zu mir, da ihr mich doch hasset und mich von euch weggetrieben habt?</verse>
        <verse osisID="Gen.26.28">Und sie sprachen: Wir haben deutlich gesehen, dass Jahwe mit dir ist; und wir haben uns gesagt: Möge doch ein Eid sein zwischen uns, zwischen uns und dir, und wir wollen einen Bund mit dir machen,</verse>
        <verse osisID="Gen.26.29">dass du uns nichts Übles tuest, so wie wir dich nicht angetastet haben und wie wir dir nur Gutes erwiesen und dich haben ziehen lassen in Frieden. Du bist nun einmal ein Gesegneter Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.30">Und er machte ihnen ein Mahl, und sie assen und tranken.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.31">Und sie standen des Morgens früh auf und schwuren einer dem anderen; und Isaak entliess sie, und sie zogen von ihm in Frieden. -</verse>
        <verse osisID="Gen.26.32">Und es geschah an selbigem Tage, da kamen Isaaks Knechte und berichteten ihm wegen des Brunnens, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.33">Und er nannte ihn Sibea <note>{Schwur, Eid, Eidvertrag; vergl. Kap. 21,31}</note>; daher der Name der Stadt Beerseba <note>{Eidbrunn}</note> bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.34">Und Esau war vierzig Jahre alt, da nahm er zum Weibe Judith, die Tochter Beeris, des Hethiters, und Basmath, die Tochter Elons, des Hethiters.</verse>
        <verse osisID="Gen.26.35">Und sie waren ein Herzeleid für Isaak und Rebekka.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.27">
        <verse osisID="Gen.27.1">Und es geschah, als Isaak alt geworden und seine Augen zu schwach waren, um zu sehen, da rief er Esau, seinen älteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Und er sprach zu ihm: Hier bin ich!</verse>
        <verse osisID="Gen.27.2">Und er sprach: Siehe doch, ich bin alt geworden, ich weiss nicht den Tag meines Todes.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.3">Und nun nimm doch dein Jagdgerät, deinen Köcher und deinen Bogen, und gehe hinaus aufs Feld und erjage mir ein Wildbret;</verse>
        <verse osisID="Gen.27.4">und bereite mir ein schmackhaftes Gericht, wie ich es gern habe, und bringe es mir her, dass ich esse, damit meine Seele dich segne, ehe ich sterbe.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.5">Und Rebekka hörte zu, als Isaak zu seinem Sohne Esau redete. Und Esau ging aufs Feld, ein Wildbret zu erjagen, um es heimzubringen.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.6">Und Rebekka sprach zu ihrem Sohne Jakob und sagte: Siehe, ich habe deinen Vater zu deinem Bruder Esau also reden hören:</verse>
        <verse osisID="Gen.27.7">Bringe mir ein Wildbret und bereite mir ein schmackhaftes Gericht, dass ich esse, und dass ich dich vor Jahwe segne vor meinem Tode.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.8">Und nun, mein Sohn, höre auf meine Stimme in dem, was ich dich heisse.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.9">Gehe doch zur Herde und hole mir von dannen zwei gute Ziegenböcklein, und ich will sie zu einem schmackhaften Gericht bereiten für deinen Vater, wie er es gern hat;</verse>
        <verse osisID="Gen.27.10">und du sollst es deinem Vater bringen, dass er esse, damit er dich segne vor seinem Tode.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.11">Da sprach Jakob zu Rebekka, seiner Mutter: Siehe, mein Bruder Esau ist ein haariger Mann, und ich bin ein glatter Mann.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.12">Vielleicht wird mein Vater mich betasten, und ich werde in seinen Augen sein wie einer, der Spott mit ihm treibt, und ich werde Fluch auf mich bringen und nicht Segen.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.13">Seine Mutter aber sprach zu ihm: Dein Fluch komme auf mich, mein Sohn! Höre nur auf meine Stimme und gehe, hole mir.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.14">Und er ging und holte und brachte sie seiner Mutter. Und seine Mutter bereitete ein schmackhaftes Gericht, wie sein Vater es gern hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.15">Und Rebekka nahm die Kleider Esaus, ihres älteren Sohnes, die kostbaren, die bei ihr im Hause waren, und zog sie Jakob, ihrem jüngeren Sohne, an;</verse>
        <verse osisID="Gen.27.16">und die Felle der Ziegenböcklein zog sie über seine Hände und über die Glätte seines Halses,</verse>
        <verse osisID="Gen.27.17">und sie gab das schmackhafte Gericht und das Brot, das sie bereitet hatte, in die Hand ihres Sohnes Jakob.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.18">Und er ging zu seinem Vater hinein und sprach: Mein Vater! Und er sprach: Hier bin ich; wer bist du, mein Sohn?</verse>
        <verse osisID="Gen.27.19">Und Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborener; ich habe getan, wie du zu mir geredet hast. Stehe doch auf, setze dich und iss von meinem Wildbret, damit deine Seele mich segne.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.20">Und Isaak sprach zu seinem Sohne: Wie hast du es denn so bald gefunden, mein Sohn? Und er sprach: Weil Jahwe, dein Gott, es mir begegnen liess.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.21">Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt doch herzu, dass ich dich betaste, mein Sohn, ob du wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.22">Und Jakob trat hin zu seinem Vater Isaak; und er betastete ihn und sprach: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hände sind Esaus Hände.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.23">Und er erkannte ihn nicht, denn seine Hände waren haarig wie die Hände seines Bruders Esau; und er segnete ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.24">Und er sprach: Bist du wirklich mein Sohn Esau? Und er sprach: Ich bin's.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.25">Da sprach er: Reiche es mir her, dass ich esse von dem Wildbret meines Sohnes, damit meine Seele dich segne. Und er reichte es ihm hin, und er ass; und er brachte ihm Wein, und er trank.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.26">Und sein Vater Isaak sprach zu ihm: Tritt doch herzu und küsse mich, mein Sohn. Und er trat hinzu und küsste ihn;</verse>
        <verse osisID="Gen.27.27">und er roch den Geruch seiner Kleider, und er segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie der Geruch eines Feldes, das Jahwe gesegnet hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.28">Und Gott gebe dir <note>{O. wird dir geben}</note> vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde, und Fülle von Korn und Most!</verse>
        <verse osisID="Gen.27.29">Völker sollen dir dienen und Völkerschaften sich vor dir niederbeugen! Sei Herr über deine Brüder, und vor dir sollen sich niederbeugen die Söhne deiner Mutter! Wer dir flucht, sei verflucht, und wer dich segnet, sei gesegnet!</verse>
        <verse osisID="Gen.27.30">Und es geschah, sowie Isaak geendet hatte, Jakob zu segnen, ja, es geschah, als Jakob nur eben von seinem Vater Isaak hinausgegangen war, da kam sein Bruder Esau von seiner Jagd.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.31">Und auch er bereitete ein schmackhaftes Gericht und brachte es zu seinem Vater und sprach zu seinem Vater: Mein Vater stehe auf und esse von dem Wildbret seines Sohnes, damit deine Seele mich segne.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.32">Und sein Vater Isaak sprach zu ihm: Wer bist du? Und er sprach: Ich bin dein Sohn, dein Erstgeborener, Esau.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.33">Da erschrak Isaak mit grossem Schrecken über die Massen und sprach: Wer war denn der, welcher ein Wildbret erjagt und mir gebracht hat? Und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet; er wird auch gesegnet sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.34">Als Esau die Worte seines Vaters hörte, da schrie er mit einem grossen und bitterlichen Geschrei über die Massen und sprach zu seinem Vater: Segne mich, auch mich, mein Vater!</verse>
        <verse osisID="Gen.27.35">Und er sprach: Dein Bruder ist mit Betrug gekommen und hat deinen Segen weggenommen.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.36">Da sprach er: Ist es nicht, weil man ihm den Namen Jakob <note>{Jakob heisst Betrüger}</note> gegeben, dass er mich nun zweimal überlistet hat? Mein Erstgeburtsrecht hat er weggenommen, und siehe, nun hat er meinen Segen weggenommen! Und er sprach: Hast du mir keinen Segen aufbehalten?</verse>
        <verse osisID="Gen.27.37">Da antwortete Isaak und sprach zu Esau: Siehe, ich habe ihn zum Herrn über dich gesetzt und alle seine Brüder ihm zu Knechten gegeben, und mit Korn und Most habe ich ihn versehen, und nun, was könnte ich für dich tun, mein Sohn?</verse>
        <verse osisID="Gen.27.38">Und Esau sprach zu seinem Vater: Hast du nur diesen einen Segen, mein Vater? Segne mich, auch mich, mein Vater! Und Esau erhob seine Stimme und weinte.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.39">Da antwortete sein Vater Isaak und sprach zu ihm: Siehe, fern von der Fettigkeit der Erde wird dein Wohnsitz sein und ohne den Tau <note>{And. üb.: Siehe, von der Fettigkeit der Erde ... und vom Tau}</note> des Himmels von oben her <note>{O. droben}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.40">Und von deinem Schwerte wirst du leben, und deinem Bruder wirst du dienen; und es wird geschehen, wenn du umherschweifst, wirst du sein Joch zerbrechen von deinem Halse.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.41">Und Esau feindete Jakob an wegen des Segens, womit sein Vater ihn gesegnet hatte; und Esau dachte: Es nahen die Tage der Trauer um meinen Vater, dann werde ich meinen Bruder Jakob erschlagen.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.42">Und es wurden der Rebekka die Worte Esaus, ihres älteren Sohnes, berichtet; und sie sandte hin und liess Jakob, ihren jüngeren Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau will sich an dir rächen <note>{W. an dir kühlen, trösten}</note>, indem er dich erschlägt.</verse>
        <verse osisID="Gen.27.43">Und nun, mein Sohn, höre auf meine Stimme und mache dich auf, fliehe zu meinem Bruder Laban nach Haran;</verse>
        <verse osisID="Gen.27.44">und bleibe einige Zeit bei ihm, bis der Grimm deines Bruders sich wendet,</verse>
        <verse osisID="Gen.27.45">bis der Zorn deines Bruders sich von dir abwendet, und er vergisst, was du ihm getan hast; dann will ich hinsenden und dich von dort holen lassen. Warum sollte ich euer beider zugleich beraubt werden an einem Tage?</verse>
        <verse osisID="Gen.27.46">Und Rebekka sprach zu Isaak: Ich bin des Lebens überdrüssig wegen der Töchter Heths; wenn Jakob ein Weib nähme von den Töchtern Heths, wie diese, von den Töchtern des Landes, wozu sollte mir das Leben?</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.28">
        <verse osisID="Gen.28.1">Und Isaak rief Jakob und segnete ihn; und er gebot ihm und sprach zu ihm: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Töchtern Kanaans.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.2">Mache dich auf, gehe nach Paddan-Aram <note>{Siehe die Anmerkung zu Kap. 25,20}</note>, zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter; und nimm dir von dort ein Weib von den Töchtern Labans, des Bruders deiner Mutter.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.3">Und 'El Schaddai (Gott der Allmächtige)', segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, dass du zu einer Schar von Völkern werdest;</verse>
        <verse osisID="Gen.28.4">und er gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, auf dass du besitzest das Land deiner Fremdlingschaft, das Gott dem Abraham gegeben hat!</verse>
        <verse osisID="Gen.28.5">Und Isaak entliess Jakob; und er ging nach Paddan-Aram zu Laban, dem Sohne Bethuels, des Aramäers, dem Bruder Rebekkas, der Mutter Jakobs und Esaus. -</verse>
        <verse osisID="Gen.28.6">Und als Esau sah, dass Isaak den Jakob gesegnet und ihn nach Paddan-Aram entlassen hatte, um sich von dort ein Weib zu nehmen, indem er ihn segnete und ihm gebot und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Töchtern Kanaans,</verse>
        <verse osisID="Gen.28.7">und dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorcht hatte und nach Paddan-Aram gegangen war:</verse>
        <verse osisID="Gen.28.8">als Esau sah, dass die Töchter Kanaans übel waren in den Augen seines Vaters Isaak,</verse>
        <verse osisID="Gen.28.9">da ging Esau hin zu Ismael und nahm sich zum Weibe Machalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zu seinen anderen Weibern hinzu.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.10">Und Jakob zog aus von Beerseba und ging nach Haran.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.11">Und er gelangte an einen Ort und übernachtete daselbst; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen von den Steinen des Ortes und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich nieder an selbigem Orte.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.12">Und er träumte: und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, und ihre Spitze rührte an den Himmel; und siehe, Engel Gottes stiegen auf und nieder an ihr.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.13">Und siehe, Jahwe stand über ihr und sprach: Ich bin Jahwe, der Gott Abrahams, deines Vaters, und der Gott Isaaks; das Land, auf welchem du liegst, dir will ich es geben und deinem Samen.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.14">Und dein Same soll werden wie der Staub der Erde, und du wirst dich ausbreiten nach Westen und nach Osten und nach Norden und nach Süden hin; und in dir und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.15">Und siehe, ich bin mit dir, und ich will dich behüten überall, wohin du gehst, und dich zurückbringen in dieses Land; denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich getan was ich zu dir geredet habe.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.16">Und Jakob erwachte von seinem Schlafe und sprach: Fürwahr, Jahwe ist an diesem Orte, und ich wusste es nicht!</verse>
        <verse osisID="Gen.28.17">Und er fürchtete sich und sprach: Wie furchtbar ist dieser Ort! Dies ist nichts anderes als Gottes Haus, und dies die Pforte des Himmels.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.18">Und Jakob stand des Morgens früh auf und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und stellte ihn auf als Denkmal und goss Öl auf seine Spitze.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.19">Und er gab selbigem Orte den Namen Bethel <note>{Haus Gottes}</note>; aber im Anfang war Lus der Name der Stadt.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.20">Und Jakob tat ein Gelübde und sprach: Wenn Gott mit mir ist und mich behütet auf diesem Wege, den ich gehe, und mir Brot zu essen gibt und Kleider anzuziehen,</verse>
        <verse osisID="Gen.28.21">und ich in Frieden zurückkehre zum Hause meines Vaters, so soll Jahwe mein Gott <note>{Eig. mir zum Gott sein}</note> sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.28.22">Und dieser Stein, den ich als Denkmal aufgestellt habe, soll ein Haus Gottes sein; und von allem, was du mir geben wirst, werde ich dir gewisslich den Zehnten geben.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.29">
        <verse osisID="Gen.29.1">Und Jakob erhob seine Füsse und ging nach dem Lande der Kinder des Ostens.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.2">Und er sah: und siehe, ein Brunnen auf dem Felde; und siehe, daselbst waren drei Herden Schafe <note>{Eig. Kleinvieh, d.h. Schafe und Ziegen, desgl. V.6}</note> an demselben gelagert, denn aus diesem Brunnen tränkte man <note>{O. tränkten sie d.h. die Hirten}</note> die Herden; und der Stein auf der Öffnung des Brunnens war gross.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.3">Und waren alle Herden dort zusammengetrieben, so wälzte man den Stein von der Öffnung des Brunnens und tränkte die Schafe; und man brachte den Stein wieder auf die Öffnung des Brunnens an seinen Ort.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.4">Und Jakob sprach zu ihnen: Meine Brüder, woher seid ihr? Und sie sprachen: Wir sind von Haran.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.5">Da sprach er zu ihnen: Kennet ihr Laban, den Sohn Nahors? Und sie sprachen: Wir kennen ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.6">Und er sprach zu ihnen: Geht es ihm wohl? Und sie sprachen: Es geht ihm wohl; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel <note>{Hebr. Rachel: Mutterschaf; and. Lamm}</note> mit den Schafen.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.7">Da sprach er: Siehe, es ist noch hoch am Tage, es ist nicht Zeit, das Vieh zusammenzutreiben; tränket die Schafe und gehet hin, weidet.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.8">Und sie sprachen: Wir können nicht, bis alle Herden zusammengetrieben werden; dann wälzt man den Stein von der Öffnung des Brunnens, und wir tränken die Schafe.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.9">Noch redete er mit ihnen, da kam Rahel mit den Schafen, die ihrem Vater gehörten; denn sie war eine Hirtin.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.10">Und es geschah, als Jakob die Rahel sah, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, da trat Jakob hinzu und wälzte den Stein von der Öffnung des Brunnens und tränkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.11">Und Jakob küsste Rahel und erhob seine Stimme und weinte.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.12">Und Jakob tat Rahel kund, dass er ein Bruder ihres Vaters und dass er der Sohn Rebekkas wäre; und sie lief und berichtete es ihrem Vater.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.13">Und es geschah, als Laban die Kunde von Jakob, dem Sohne seiner Schwester, hörte, da lief er ihm entgegen und umarmte ihn und küsste ihn und führte ihn in sein Haus; und er erzählte dem Laban alle diese Dinge.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.14">Und Laban sprach zu ihm: Fürwahr, du bist mein Bein und mein Fleisch. Und er blieb bei ihm einen Monat lang.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.15">Und Laban sprach zu Jakob: Solltest du mir darum, weil du mein Bruder bist, umsonst dienen <note>{O. Bist du nicht mein Bruder? Und du solltest mir umsonst dienen}</note>? Tue mir kund, was soll dein Lohn sein?</verse>
        <verse osisID="Gen.29.16">Und Laban hatte zwei Töchter; der Name der älteren war Lea <note>{Ermüdete, Schlaffe}</note> und der Name der jüngeren Rahel.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.17">Und die Augen der Lea waren blöde; Rahel aber war schön von Gestalt und schön von Angesicht <note>{O. Ansehen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.18">Und Jakob liebte Rahel und sprach: Ich will dir sieben Jahre dienen um Rahel, deine jüngere Tochter.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.19">Und Laban sprach: Es ist besser, ich gebe sie dir, als dass ich sie einem anderen Manne gebe; bleibe bei mir.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.20">Und Jakob diente um Rahel sieben Jahre; und sie waren in seinen Augen wie einzelne Tage, weil er sie liebte.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.21">Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir mein Weib; denn meine Tage sind erfüllt, dass ich zu ihr eingehe.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.22">Und Laban versammelte alle Männer des Ortes und machte ein Mahl.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.23">Und es geschah am Abend, da nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihr ein.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.24">Und Laban gab seine Magd Silpa seiner Tochter Lea zur Magd.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.25">Und es geschah am Morgen, siehe, da war es Lea. Da sprach er zu Laban: Was hast du mir da getan! Habe ich nicht um Rahel bei dir gedient? Und warum hast du mich betrogen?</verse>
        <verse osisID="Gen.29.26">Und Laban sprach: Es geschieht nicht also an unserem Orte, die Jüngere vor der Erstgeborenen zu geben.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.27">Vollende die Woche <note>{d.h. die siebentägige Dauer des Hochzeitsfestes. Vergl. Ri. 14,12. 17}</note> mit dieser, so wollen wir dir auch jene geben, um den Dienst, den du bei mir dienen sollst noch andere sieben Jahre.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.28">Und Jakob tat also und vollendete die Woche mit dieser; und er gab ihm seine Tochter Rahel zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.29">Und Laban gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.30">Und er ging auch zu Rahel ein; und er liebte auch Rahel mehr als Lea. Und er diente bei ihm noch andere sieben Jahre.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.31">Und als Jahwe sah, dass Lea gehasst war, da öffnete er ihren Mutterleib; Rahel aber war unfruchtbar.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.32">Und Lea ward schwanger und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Ruben <note>{Sehet, ein Sohn}</note>, denn sie sprach: Weil Jahwe <note>{O. sprach: Jahwe hat}</note> mein Elend angesehen hat; denn nun wird mein Mann mich lieben.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.33">Und sie ward wiederum schwanger und gebar einen Sohn; und sie sprach: Weil Jahwe <note>{O. sprach: Jahwe hat}</note> gehört hat, dass ich gehasst bin, so hat er mir auch diesen gegeben. Und sie gab ihm den Namen Simeon <note>{Erhörung}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.34">Und sie ward wiederum schwanger und gebar einen Sohn; und sie sprach: Nun, diesmal wird sich mein Mann an mich anschliessen, denn ich habe ihm drei Söhne geboren! Darum gab man ihm den Namen Levi <note>{Anschliessung; Anhänglichkeit}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.29.35">Und sie ward wiederum schwanger und gebar einen Sohn; und sie sprach: Diesmal will ich Jahwe preisen! Darum gab sie ihm den Namen Juda <note>{Hebr. Jehuda: Gegenstand des Preises}</note>. Und sie hörte auf zu gebären.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.30">
        <verse osisID="Gen.30.1">Und als Rahel sah, dass sie dem Jakob nicht gebar, da beneidete Rahel ihre Schwester und sprach zu Jakob: Gib mir Kinder! Und wenn nicht, so sterbe ich.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.2">Da entbrannte der Zorn Jakobs wider Rahel, und er sprach: Bin ich an Gottes Statt, der dir die Leibesfrucht versagt hat?</verse>
        <verse osisID="Gen.30.3">Und sie sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; gehe zu ihr ein, dass sie auf meine Knie <note>{Vergl. Kap. 50,23; Ruth 4,16. 17.; Hiob 3,12}</note> gebäre und auch ich aus ihr erbaut werde <note>{Siehe die Anmerkung zu Kap. 16,2}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.4">Und sie gab ihm ihre Magd Bilha zum Weibe; und Jakob ging zu ihr ein.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.5">Und Bilha ward schwanger und gebar Jakob einen Sohn.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.6">Da sprach Rahel: Gott hat mir Recht verschafft und auch auf meine Stimme gehört und mir einen Sohn gegeben! Darum gab sie ihm den Namen Dan <note>{Richter; einer, der Recht verschaft}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.7">Und Bilha, die Magd Rahels, ward wiederum schwanger und gebar dem Jakob einen zweiten Sohn.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.8">Da sprach Rahel: Kämpfe Gottes habe ich mit meiner Schwester gekämpft, habe auch obsiegt! Und sie gab ihm den Namen Naphtali <note>{Mein Kampf}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.9">Und als Lea sah, dass sie aufhörte zu gebären, da nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.10">Und Silpa, die Magd Leas, gebar dem Jakob einen Sohn.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.11">Da sprach Lea: Zum Glück <note>{Nach and L.: Glück ist gekommen}</note>! Und sie gab ihm den Namen Gad <note>{Glück}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.12">Und Silpa, die Magd Leas, gebar dem Jakob einen zweiten Sohn.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.13">Da sprach Lea: Zu meiner Glückseligkeit! Denn glückselig preisen mich die Töchter. Und sie gab ihm den Namen Aser <note>{Glückselig}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.14">Und Ruben ging aus in den Tagen der Weizenernte und fand Dudaim auf dem Felde; und er brachte sie seiner Mutter Lea. Und Rahel sprach zu Lea: Gib mir doch von den Dudaim <note>{Liebesäpfel, Alraunen}</note> deines Sohnes.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.15">Und sie sprach zu ihr: Ist es zu wenig, dass du meinen Mann genommen hast, dass du auch die Dudaim meines Sohnes nehmen willst? Da sprach Rahel: So mag er denn diese Nacht bei dir liegen für die Dudaim deines Sohnes.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.16">Und als Jakob am Abend vom Felde kam, da ging Lea hinaus, ihm entgegen, und sprach: Zu mir sollst du eingehen, denn ich habe dich gewisslich gedungen um die Dudaim meines Sohnes. Und er lag bei ihr in selbiger Nacht.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.17">Und Gott hörte auf Lea, und sie ward schwanger und gebar dem Jakob einen fünften Sohn.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.18">Da sprach Lea: Gott hat mir meinen Lohn gegeben, dass ich meine Magd meinem Manne gegeben habe! Und sie gab ihm den Namen Issaschar <note>{Hebr. Issakar: er bringt Lohn; od. es gibt Lohn}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.19">Und Lea ward wiederum schwanger und gebar dem Jakob einen sechsten Sohn.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.20">Da sprach Lea: Mir hat Gott ein schönes Geschenk gegeben; diesmal wird mein Mann bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Söhne geboren! Und sie gab ihm den Namen Sebulon <note>{Wohnung}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.21">Und danach gebar sie eine Tochter und gab ihr den Namen Dina <note>{D.i. Gerichtliche Entscheidung}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.22">Und Gott gedachte an Rahel, und Gott hörte auf sie und öffnete ihren Mutterleib.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.23">Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn; und sie sprach: Gott hat meine Schmach weggenommen!</verse>
        <verse osisID="Gen.30.24">Und sie gab ihm den Namen Joseph <note>{Er füge hinzu! od. er nimmt (nahm) weg}</note> und sprach: Jahwe füge mir einen anderen Sohn hinzu!</verse>
        <verse osisID="Gen.30.25">Und es geschah, als Rahel den Joseph geboren hatte, da sprach Jakob zu Laban: Entlass mich, dass ich an meinen Ort und in mein Land ziehe.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.26">Gib mir meine Weiber und meine Kinder, um welche ich dir gedient habe, dass ich hinziehe; denn du kennst ja meinen Dienst, womit ich dir gedient habe.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.27">Und Laban sprach zu ihm: Wenn ich doch Gnade gefunden habe in deinen Augen! Ich habe gespürt, dass Jahwe mich um deinetwillen gesegnet hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.28">Und er sprach: Bestimme mir deinen Lohn, und ich will ihn geben.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.29">Da sprach er zu ihm: Du weisst ja, wie ich dir gedient habe und was dein Vieh bei mir geworden ist.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.30">Denn wenig war, was du vor mir hattest, und es hat sich ausgebreitet zu einer Menge, und Jahwe hat dich gesegnet auf jedem meiner Tritte; und nun, wann soll ich auch für mein Haus schaffen?</verse>
        <verse osisID="Gen.30.31">Und er sprach: Was soll ich dir geben? Und Jakob sprach: Du sollst mir gar nichts geben; wenn du mir dieses tust, so will ich wiederum deine Herde <note>{Eig. dein Kleinvieh; so auch V.32. 36}</note> weiden und hüten:</verse>
        <verse osisID="Gen.30.32">Ich will heute durch deine ganze Herde gehen und daraus absondern jedes gesprenkelte und gefleckte Tier und jedes dunkelfarbige Tier unter den Schafen, und das Gefleckte und Gesprenkelte unter den Ziegen; und das sei mein Lohn.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.33">Und meine Gerechtigkeit wird für mich zeugen <note>{Eig. wider mich, d.h. die Gerechtigkeit Jakobs wird gleichsam als seine Gegenpartei auftreten und bezeugen, dass er nichts gestohlen hat}</note> am morgenden Tage <note>{d.h. in Zukunft}</note>, wenn sie wegen meines Lohnes vor dich kommt <note>{O. wenn du kommst wegen meines Lohnes vor dir}</note>; alles, was nicht gesprenkelt und gefleckt ist unter den Ziegen und dunkelfarbig unter den Schafen, das sei gestohlen bei mir.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.34">Und Laban sprach: Siehe, es geschehe nach deinem Worte!</verse>
        <verse osisID="Gen.30.35">Und er sonderte an selbigem Tage die gestreiften und gefleckten Böcke ab und alle gesprenkelten und gefleckten Ziegen, alles, woran Weisses war, und alles Dunkelfarbige unter den Schafen, und gab sie in die Hand seiner Söhne.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.36">Und er setzte einen Weg von drei Tagereisen zwischen sich und Jakob; und Jakob weidete die übrige Herde Labans.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.37">Und Jakob nahm sich frische Stäbe von Weisspappel, Mandelbaum und Platane und schälte weisse Streifen daran, indem er das Weisse entblösste, das an den Stäben war.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.38">Und er legte die Stäbe, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen, in die Wassertränken, wohin die Herde zum Trinken kam, vor die Herde hin; und sie wurde brünstig, wenn sie zum Trinken kam.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.39">Und die Herde wurde brünstig vor den Stäben, und die Herde gebar gestreifte, gesprenkelte und gefleckte.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.40">Und Jakob schied die Lämmer aus, und er richtete das Gesicht der Herde auf das Gestreifte und alles Dunkelfarbige in der Herde Labans; und so machte er sich Herden besonders und tat sie nicht zu der Herde Labans.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.41">Und es geschah, so oft das kräftige Vieh brünstig wurde, dann legte Jakob die Stäbe vor die Augen der Herde in die Tränkrinnen, damit sie bei den Stäben brünstig würden;</verse>
        <verse osisID="Gen.30.42">wenn aber das Vieh schwächlich war, legte er sie nicht hin. Also wurden die schwächlichen dem Laban und die kräftigen dem Jakob.</verse>
        <verse osisID="Gen.30.43">Und der Mann breitete sich sehr, sehr aus, und er bekam viele Herden, und Mägde und Knechte, und Kamele und Esel.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.31">
        <verse osisID="Gen.31.1">Und er hörte die Worte der Söhne Labans, welche sprachen: Jakob hat alles genommen, was unserem Vater gehörte; und von dem, was unserem Vater gehörte, hat er sich all diesen Reichtum verschafft.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.2">Und Jakob sah das Angesicht Labans, und siehe, es war nicht gegen ihn wie früher <note>{W. wie gestern, vorgestern; eine stehende Redensart}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.3">Und Jahwe sprach zu Jakob: Kehre zurück in das Land deiner Väter und zu deiner Verwandtschaft, und ich will mit dir sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.4">Da sandte Jakob hin und liess Rahel und Lea aufs Feld rufen zu seiner Herde.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.5">Und er sprach zu ihnen: Ich sehe das Angesicht eures Vaters, dass es nicht gegen mich ist wie früher; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.6">Ihr selbst wisset ja, dass ich mit all meiner Kraft eurem Vater gedient habe.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.7">Und euer Vater hat mich betrogen und hat meinen Lohn zehnmal verändert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, mir Übles zu tun.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.8">Wenn er so sprach: Die gesprenkelten sollen dein Lohn sein, dann gebaren alle Herden gesprenkelte; und wenn er so sprach: Die gestreiften sollen dein Lohn sein, dann gebaren alle Herden gestreifte.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.9">Und Gott hat das Vieh eures Vaters genommen und mir gegeben.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.10">Und es geschah zur Brunstzeit der Herde, da hob ich meine Augen auf und sah im Traume: und siehe, die Böcke, welche die Herde besprangen, waren gestreift, gesprenkelt und getüpfelt.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.11">Und der Engel Gottes sprach im Traume zu mir: Jakob! Und ich sprach: Hier bin ich!</verse>
        <verse osisID="Gen.31.12">Und er sprach: Hebe doch deine Augen auf und sieh: alle Böcke, welche die Herde bespringen, sind gestreift, gesprenkelt und getüpfelt; denn ich habe alles gesehen, was Laban dir tut.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.13">Ich bin der Gott von Bethel, wo du ein Denkmal gesalbt, wo du mir ein Gelübde getan hast. Nun mache dich auf, ziehe aus diesem Lande und kehre zurück in das Land deiner Verwandtschaft <note>{O. Geburt}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.14">Und Rahel und Lea antworteten und sprachen zu ihm: Haben wir noch ein Teil und ein Erbe im Hause unseres Vaters?</verse>
        <verse osisID="Gen.31.15">Sind wir nicht als Fremde von ihm geachtet worden? Denn er hat uns verkauft und hat auch unser Geld völlig verzehrt.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.16">Denn aller Reichtum, den Gott unserem Vater entrissen hat, uns gehört er und unseren Kindern. So tue nun alles, was Gott zu dir geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.17">Da machte Jakob sich auf und hob seine Kinder und seine Weiber auf die Kamele,</verse>
        <verse osisID="Gen.31.18">und führte weg all sein Vieh und all seine Habe, die er erworben, das Vieh seines Eigentums, das er erworben hatte in Paddan-Aram, um zu seinem Vater Isaak zu kommen in das Land Kanaan.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.19">Und Laban war gegangen, um seine Schafe zu scheren; und Rahel stahl die Teraphim <note>{Hausgötter}</note>, die ihr Vater hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.20">Und Jakob hinterging Laban, den Aramäer, indem er ihm nicht kundtat, dass er fliehe.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.21">Und er floh, er und alles was er hatte; und er machte sich auf und setzte über den Strom <note>{den Euphrath}</note> und richtete sein Angesicht nach dem Gebirge Gilead.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.22">Und am dritten Tage wurde dem Laban berichtet, dass Jakob geflohen wäre.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.23">Und er nahm seine Brüder mit sich und jagte ihm sieben Tagereisen nach und ereilte ihn auf dem Gebirge Gilead.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.24">Und Gott kam zu Laban, dem Aramäer, in einem Traume der Nacht und sprach zu ihm: Hüte dich, dass du mit Jakob weder Gutes noch Böses redest!</verse>
        <verse osisID="Gen.31.25">Und Laban erreichte Jakob, und Jakob hatte sein Zelt auf dem Gebirge aufgeschlagen; und Laban schlug es auf mit seinen Brüdern auf dem Gebirge Gilead.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.26">Und Laban sprach zu Jakob: Was hast du getan, dass du mich hintergangen und meine Töchter wie Kriegsgefangene weggeführt hast?</verse>
        <verse osisID="Gen.31.27">Warum bist du heimlich geflohen und hast mich hintergangen und hast es mir nicht kundgetan, - ich hätte dich ja begleitet mit Freude und mit Gesängen, mit Tamburin und mit Laute, -</verse>
        <verse osisID="Gen.31.28">und hast mir nicht zugelassen, meine Söhne und meine Töchter zu küssen? Nun, du hast töricht gehandelt.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.29">Es wäre in der Macht meiner Hand, euch Übles zu tun; aber der Gott eures Vaters hat gestern Nacht zu mir geredet und gesagt: Hüte dich, mit Jakob weder Gutes noch Böses zu reden!</verse>
        <verse osisID="Gen.31.30">Und nun, da du einmal weggegangen bist, weil du dich so sehr nach dem Hause deines Vaters sehntest, warum hast du meine Götter gestohlen?</verse>
        <verse osisID="Gen.31.31">Da antwortete Jakob und sprach zu Laban: Weil ich mich fürchtete; denn ich sagte mir, du möchtest mir etwa deine Töchter entreissen.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.32">Bei wem du deine Götter findest, der soll nicht leben. Erforsche vor unseren Brüdern, was bei mir ist, und nimm es dir. Jakob aber wusste nicht, dass Rahel sie gestohlen hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.33">Und Laban ging in das Zelt Jakobs und in das Zelt Leas und in das Zelt der beiden Mägde und fand nichts; und er ging aus dem Zelte Leas und kam in das Zelt Rahels.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.34">Rahel aber hatte die Teraphim genommen und sie in den Kamelsattel gelegt und sich darauf gesetzt. Und Laban durchtastete das ganze Zelt und fand nichts.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.35">Und sie sprach zu ihrem Vater: Mein Herr möge nicht zürnen <note>{Eig. es entbrenne nicht in den Augen meines Herrn}</note>, dass ich nicht vor dir aufstehen kann; denn es ergeht mir nach der Weiber Weise. Und er durchsuchte alles und fand die Teraphim nicht.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.36">Da entbrannte Jakob und haderte mit Laban. Und Jakob antwortete und sprach zu Laban: Was ist mein Vergehen, was meine Sünde, dass du mir hitzig nachgesetzt bist?</verse>
        <verse osisID="Gen.31.37">Da du all mein Gerät durchtastet hast, was hast du gefunden von allem Gerät deines Hauses? Lege es hierher vor meine Brüder und deine Brüder, und sie mögen zwischen uns beiden entscheiden!</verse>
        <verse osisID="Gen.31.38">Zwanzig Jahre bin ich nun bei dir gewesen; deine Mutterschafe und deine Ziegen haben nicht fehlgeboren, und die Widder deiner Herde habe ich nicht gegessen.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.39">Das Zerrissene habe ich nicht zu dir gebracht, ich habe es büssen müssen; von meiner Hand hast du es gefordert, mochte es gestohlen sein bei Tage oder gestohlen bei Nacht.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.40">Es war mit mir also: des Tages verzehrte mich die Hitze und der Frost des Nachts, und mein Schlaf floh von meinen Augen.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.41">Zwanzig Jahre bin ich nun in deinem Hause gewesen; ich habe dir vierzehn Jahre gedient um deine beiden Töchter und sechs Jahre um deine Herde, und du hast meinen Lohn zehnmal verändert.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.42">Wenn nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams, und die Furcht <note>{O. der Schrecken; so auch V.53}</note> Isaaks, für mich gewesen wäre, gewiss, du würdest mich jetzt leer entlassen haben. Gott hat mein Elend und die Arbeit meiner Hände angesehen und hat gestern Nacht entschieden.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.43">Und Laban antwortete und sprach zu Jakob: Die Töchter sind meine Töchter, und die Söhne sind meine Söhne, und die Herde ist meine Herde, und alles, was du siehest, ist mein; aber meinen Töchtern, was könnte ich ihnen heute tun, oder ihren Söhnen, die sie geboren haben?</verse>
        <verse osisID="Gen.31.44">Und nun komm, lass uns einen Bund machen, ich und du, und er sei zum Zeugnis zwischen mir und dir!</verse>
        <verse osisID="Gen.31.45">Und Jakob nahm einen Stein und richtete ihn auf als Denkmal.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.46">Und Jakob sprach zu seinen Brüdern: Sammelt Steine! Und sie nahmen Steine und errichteten einen Haufen und assen daselbst auf dem Haufen.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.47">Und Laban nannte ihn Jegar Sahadutha <note>{Aramäisch: Haufe des Zeugnisses}</note>, und Jakob nannte ihn Galed <note>{Haufe des Zeugnisses, od. des Zeugen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.48">Und Laban sprach: Dieser Haufe sei heute ein Zeuge zwischen mir und dir! Darum gab man ihm den Namen Galed,</verse>
        <verse osisID="Gen.31.49">und Mizpa <note>{Warte}</note>, weil er sprach: Jahwe sei Wächter zwischen mir und dir, wenn wir einer vor dem anderen verborgen sein werden!</verse>
        <verse osisID="Gen.31.50">Wenn du meine Töchter bedrücken, und wenn du noch Weiber nehmen solltest zu meinen Töchtern... kein Mensch ist bei uns; siehe, Gott ist Zeuge zwischen mir und dir.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.51">Und Laban sprach zu Jakob: Siehe, dieser Haufe, und siehe, das Denkmal, das ich errichtet habe zwischen mir und dir:</verse>
        <verse osisID="Gen.31.52">dieser Haufe sei Zeuge und das Denkmal ein Zeugnis, dass weder ich über diesen Haufen zu dir hinausgehe, noch dass du über diesen Haufen und dieses Denkmal zu mir hinausgehest zum Bösen.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.53">Der Gott Abrahams und der Gott Nahors richte zwischen uns, der Gott ihres Vaters! Da schwur Jakob bei der Furcht seines Vaters Isaak.</verse>
        <verse osisID="Gen.31.54">Und Jakob opferte ein Schlachtopfer auf dem Gebirge und lud seine Brüder ein zu essen; und sie assen <note>{W.Brot zu essen; und sie assen Brot; eine stehende Redensart}</note> und übernachteten auf dem Gebirge.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.32">
        <verse osisID="Gen.32.1">Und Laban stand des Morgens früh auf und küsste seine Söhne und seine Töchter und segnete sie; und Laban zog hin und kehrte zurück an seinen Ort.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.2">Und Jakob zog seines Weges, und es begegneten ihm Engel Gottes.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.3">Und Jakob sprach, als er sie sah: Dies ist das Heerlager Gottes. Und er gab jenem Orte den Namen Machanaim <note>{Doppellager}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.4">Und Jakob sandte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau, in das Land Seir, das Gefilde Edom.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.5">Und er gebot ihnen und sprach: So sollt ihr zu meinem Herrn, zu Esau, sprechen: So spricht dein Knecht Jakob: Bei Laban habe ich mich aufgehalten und bin geblieben bis jetzt;</verse>
        <verse osisID="Gen.32.6">und ich habe Rinder und Esel, Kleinvieh und Knechte und Mägde erworben; und ich habe gesandt, es meinem Herrn kundzutun, um Gnade zu finden in deinen Augen.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.7">Und die Boten kehrten zu Jakob zurück und sprachen: Wir sind zu deinem Bruder, zu Esau, gekommen, und er zieht dir auch entgegen und vierhundert Mann mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.8">Da fürchtete sich Jakob sehr, und ihm ward angst; und er teilte das Volk, das bei ihm war, und das Kleinvieh und die Rinder und die Kamele in zwei Züge.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.9">Und er sprach: Wenn Esau wider den einen Zug kommt und ihn schlägt, so wird der übriggebliebene Zug entrinnen können.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.10">Und Jakob sprach: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, Jahwe, der du zu mir geredet hast: Kehre zurück in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, und ich will dir wohltun!</verse>
        <verse osisID="Gen.32.11">Ich bin zu gering all der Gütigkeiten und all der Treue, die du deinem Knechte erwiesen hast; denn mit meinem Stabe bin ich über diesen Jordan gegangen, und nun bin ich zu zwei Zügen geworden.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.12">Rette mich doch von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus! denn ich fürchte ihn, dass er etwa komme und mich schlage, die Mutter samt den Kindern.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.13">Du hast ja gesagt: Gewisslich werde ich dir wohltun und werde deinen Samen machen wie den Sand des Meeres, der nicht gezählt wird vor Menge.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.14">Und er übernachtete daselbst in jener Nacht; und er nahm von dem, was in seine Hand gekommen war, ein Geschenk für seinen Bruder Esau:</verse>
        <verse osisID="Gen.32.15">Zweihundert Ziegen und zwanzig Böcke, zweihundert Mutterschafe und zwanzig Widder,</verse>
        <verse osisID="Gen.32.16">dreissig säugende Kamele mit ihren Füllen, vierzig Kühe und zehn Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn junge Esel.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.17">Und er gab sie in die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, und er sprach zu seinen Knechten: Ziehet vor mir her und lasset Raum zwischen Herde und Herde.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.18">Und er gebot dem ersten und sprach: Wenn mein Bruder Esau dir begegnet und dich fragt und spricht: Wem gehörst du an, und wohin gehst du, und wem gehören diese da vor dir?</verse>
        <verse osisID="Gen.32.19">so sollst du sagen: Deinem Knechte Jakob; es ist ein Geschenk, gesandt meinem Herrn, dem Esau; und siehe, er selbst ist hinter uns.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.20">Und er gebot auch dem zweiten, auch dem dritten, auch allen, die hinter den Herden hergingen, und sprach: Nach diesem Worte sollt ihr zu Esau reden, wenn ihr ihn findet,</verse>
        <verse osisID="Gen.32.21">und sollt sagen: Siehe, dein Knecht Jakob ist selbst hinter uns. Denn er sagte: Ich will ihn versöhnen <note>{W. sein Angesicht zudecken}</note> durch das Geschenk, das vor mir hergeht, und danach will ich sein Angesicht sehen; vielleicht wird er mich annehmen.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.22">Und das Geschenk zog vor ihm her, und er übernachtete in jener Nacht im Lager.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.23">Und er stand in jener Nacht auf und nahm seine zwei Weiber und seine zwei Mägde und seine elf Söhne und zog über die Furt des Jabbok;</verse>
        <verse osisID="Gen.32.24">und er nahm sie und führte sie über den Fluss und führte hinüber, was er hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.25">Und Jakob blieb allein übrig; und es rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte aufging.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.26">Und als er sah, dass er ihn nicht übermochte, da rührte er sein Hüftgelenk an; und das Hüftgelenk Jakobs ward verrenkt, indem er mit ihm rang.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.27">Da sprach er: Lass mich los, denn die Morgenröte ist aufgegangen; und er sprach: Ich lasse dich nicht los, du habest mich denn gesegnet.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.28">Da sprach er zu ihm: Was ist dein Name? Und er sprach: Jakob.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.29">Da sprach er: Nicht Jakob soll hinfort dein Name heissen, sondern Israel (Gottesstreiter) <note>{Kämpfer Gottes}</note>; denn du hast mit Gott und mit Menschen gerungen und hast obsiegt.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.30">Und Jakob fragte und sprach: Tue mir doch deinen Namen kund! Da sprach er: Warum doch fragst du nach meinem Namen? Und er segnete ihn daselbst.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.31">Und Jakob gab dem Orte den Namen Pniel (Gottesgesicht) <note>{Angesicht Gottes}</note>: denn ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!</verse>
        <verse osisID="Gen.32.32">Und die Sonne ging ihm auf, als er über Pniel <note>{Hebr. Pnuel}</note> hinaus war; und er hinkte an seiner Hüfte.</verse>
        <verse osisID="Gen.32.33">Darum essen die Kinder Israel nicht die Spannader <note>{Eig. den Sehnenstrang}</note>, die über dem Hüftgelenk ist, bis auf den heutigen Tag, weil er das Hüftgelenk Jakobs, die Spannader, angerührt hat.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.33">
        <verse osisID="Gen.33.1">Und Jakob hob seine Augen auf und sah: und siehe, Esau kam und mit ihm vierhundert Mann. Und er verteilte die Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Mägde;</verse>
        <verse osisID="Gen.33.2">und er stellte die Mägde und ihre Kinder vornan und Lea und ihre Kinder dahinter und Rahel und Joseph zuletzt.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.3">Er aber ging vor ihnen her und beugte sich siebenmal zur Erde nieder, bis er nahe zu seinem Bruder kam.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.4">Und Esau lief ihm entgegen und umarmte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn; und sie weinten.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.5">Und er hob seine Augen auf und sah die Weiber und die Kinder und sprach: Wer sind diese bei dir? Und er sprach: Die Kinder, die Gott deinem Knechte beschert hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.6">Und die Mägde traten herzu, sie und ihre Kinder, und verneigten sich.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.7">Und auch Lea trat herzu und ihre Kinder, und sie verneigten sich. Und danach traten Joseph und Rahel herzu und verneigten sich.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.8">Und er sprach: Was willst du mit diesem ganzen Zug, dem ich begegnet bin? Und er sprach: Dass ich Gnade fände in den Augen meines Herrn.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.9">Da sprach Esau: Ich habe genug, mein Bruder; es sei dein was du hast.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.10">Und Jakob sprach: Nicht doch; wenn ich anders Gnade gefunden habe in deinen Augen, so nimm mein Geschenk von meiner Hand, da ich nun einmal dein Angesicht gesehen habe <note>{O. denn darum habe ich}</note>, als hätte ich Gottes Angesicht gesehen, und du Wohlgefallen an mir gehabt hast.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.11">Nimm doch mein Geschenk <note>{Eig. meinen Segen, wie 1. Sam. 25,27}</note>, das dir überbracht worden ist; denn Gott hat es mir beschert <note>{O. hat mir Gnade erwiesen}</note>, und ich habe alles. Und er drang in ihn, und er nahm es.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.12">Und Esau <note>{W. er}</note> sprach: Lass uns aufbrechen und weiterziehen, und ich will vor <note>{O. neben}</note> dir herziehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.13">Und er sprach zu ihm: Mein Herr weiss, dass die Kinder zart sind und dass ich säugende Schafe <note>{Eig. Kleinvieh}</note> und Kühe bei mir habe; wenn man sie nur einen Tag übertriebe, so würde die ganze Herde sterben.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.14">Mein Herr ziehe doch vor seinem Knechte hin, und ich will einherziehen nach meiner Gemächlichkeit, nach dem Gange des Viehes, das vor mir ist, und nach dem Gange der Kinder, bis ich zu meinem Herrn komme nach Seir.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.15">Und Esau sprach: Ich will doch von dem Volke bei dir zurücklassen, das bei mir ist. Und er sprach: Wozu das? Möchte ich Gnade finden in den Augen meines Herrn!</verse>
        <verse osisID="Gen.33.16">Und Esau kehrte an selbigem Tage seines Weges zurück nach Seir.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.17">Und Jakob brach auf nach Sukkoth (Hütten) und baute sich ein Haus, und seinem Vieh machte er Hütten; darum gab er dem Orte den Namen Sukkoth <note>{Hütten}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.18">Und Jakob kam wohlbehalten nach der Stadt Sichem, die im Lande Kanaan ist, als er aus Paddan-Aram kam, und lagerte vor der Stadt.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.19">Und er kaufte das Stück Feld, wo er sein Zelt aufgeschlagen hatte, von der Hand der Söhne Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Kesita.</verse>
        <verse osisID="Gen.33.20">Und er richtete daselbst einen Altar auf und nannte ihn: Gott <note>{El}</note>, der Gott Israels.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.34">
        <verse osisID="Gen.34.1">Und Dina, die Tochter Leas, die sie dem Jakob geboren hatte, ging aus, die Töchter des Landes zu sehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.2">Und es sah sie Sichem, der Sohn Hemors, des Hewiters, des Fürsten des Landes, und er nahm sie und lag bei ihr und schwächte sie.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.3">Und seine Seele hing an Dina, der Tochter Jakobs, und er liebte das Mädchen und redete zum Herzen des Mädchens.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.4">Und Sichem sprach zu Hemor, seinem Vater, und sagte: Nimm mir dieses Mädchen zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.5">Und Jakob hörte, dass er seine Tochter Dina entehrt hatte; seine Söhne aber waren mit seinem Vieh auf dem Felde, und Jakob schwieg, bis sie kamen.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.6">Und Hemor, der Vater Sichems, kam heraus zu Jakob, um mit ihm zu reden.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.7">Und die Söhne Jakobs kamen vom Felde, sobald sie es hörten; und die Männer kränkten sich und ergrimmten sehr, weil er eine Schandtat in Israel verübt hatte, bei der Tochter Jakobs zu liegen; und also sollte nicht geschehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.8">Und Hemor redete mit ihnen und sprach: Sichem, mein Sohn - seine Seele hängt an eurer Tochter: gebet sie ihm doch zum Weibe,</verse>
        <verse osisID="Gen.34.9">und verschwägert euch mit uns: gebet uns eure Töchter und nehmet euch unsere Töchter;</verse>
        <verse osisID="Gen.34.10">und wohnet bei uns, und das Land soll vor euch sein: wohnet und verkehret darin, und machet euch darin ansässig.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.11">Und Sichem sprach zu ihrem Vater und zu ihren Brüdern: Möge ich Gnade finden in euren Augen! und was ihr mir sagen werdet, will ich geben.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.12">Leget mir sehr viel auf als Heiratsgabe und Geschenk, und ich will es geben, so wie ihr mir sagen werdet; und gebet mir das Mädchen zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.13">Und die Söhne Jakobs antworteten Sichem und seinem Vater Hemor betrüglich und redeten, weil er ihre Schwester Dina entehrt hatte;</verse>
        <verse osisID="Gen.34.14">Und sie sprachen zu ihm: Wir können dies nicht tun, unsere Schwester einem unbeschnittenen Manne zu geben, denn das wäre eine Schande für uns.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.15">Nur <note>{O. Doch; so auch V.22}</note> unter der Bedingung wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr werdet wie wir, indem alles Männliche bei euch beschnitten wird;</verse>
        <verse osisID="Gen.34.16">dann wollen wir euch unsere Töchter geben und eure Töchter uns nehmen, und wir wollen bei euch wohnen und ein Volk sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.17">Wenn ihr aber nicht auf uns höret, euch beschneiden zu lassen, so nehmen wir unsere Tochter und ziehen weg.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.18">Und ihre Worte waren gut in den Augen Hemors und Sichems, des Sohnes Hemors.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.19">Und der Jüngling zögerte nicht dies zu tun, denn er hatte Gefallen an der Tochter Jakobs. Und er war geehrt vor allen im Hause seines Vaters.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.20">Und Hemor und Sichem, sein Sohn, kamen in das Tor ihrer Stadt, und sie redeten zu den Männern ihrer Stadt und sprachen:</verse>
        <verse osisID="Gen.34.21">Diese Männer sind friedlich gegen uns, so mögen sie im Lande wohnen und darin verkehren; und das Land, siehe, weit nach beiden Seiten ist es vor ihnen. Wir wollen uns ihre Töchter zu Weibern nehmen und unsere Töchter ihnen geben.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.22">Nur unter der Bedingung wollen die Männer uns zu Willen sein, bei uns zu wohnen, ein Volk zu sein, wenn bei uns alles Männliche beschnitten werde, so wie sie beschnitten sind.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.23">Ihre Herden und ihr Besitz und all ihr Vieh <note>{d.h. Zug- und Lastvieh}</note>, werden die nicht unser sein? Nur lasst uns ihnen zu Willen sein, und sie werden bei uns wohnen.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.24">Und sie hörten auf Hemor und auf Sichem, seinen Sohn, alle die zum Tore seiner Stadt ausgingen; und alles Männliche wurde beschnitten, alle, die zum Tore seiner Stadt ausgingen.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.25">Und es geschah am dritten Tage, als sie in Schmerzen waren, da nahmen die zwei Söhne Jakobs, Simeon und Levi, die Brüder Dinas, ein jeder sein Schwert und kamen kühn wider die Stadt <note>{kamen wider die sorglose Stadt}</note> und ermordeten alles Männliche;</verse>
        <verse osisID="Gen.34.26">auch Hemor und seinen Sohn Sichem ermordeten sie mit der Schärfe des Schwertes und nahmen Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.27">Die Söhne Jakobs kamen über die Erschlagenen und plünderten die Stadt, weil sie ihre Schwester entehrt hatten.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.28">Ihr Kleinvieh und ihre Rinder und ihre Esel, und was in der Stadt und was auf dem Felde war, nahmen sie;</verse>
        <verse osisID="Gen.34.29">und all ihr Vermögen und alle ihre Kinder und ihre Weiber führten sie gefangen hinweg und raubten sie, und alles, was in den Häusern war.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.30">Da sprach Jakob zu Simeon und zu Levi: Ihr habt mich in Trübsal gebracht, indem ihr mich stinkend machet unter den Bewohnern des Landes, unter den Kanaanitern und unter den Perisitern. Ich aber bin ein zählbares Häuflein, und sie werden sich wider mich versammeln und mich schlagen, und ich werde vertilgt werden, ich und mein Haus.</verse>
        <verse osisID="Gen.34.31">Und sie sprachen: Sollte man unsere Schwester wie eine Hure behandeln?</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.35">
        <verse osisID="Gen.35.1">Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, ziehe hinauf nach Bethel und wohne daselbst, und mache daselbst einen Altar dem Gott <note>{El}</note>, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau flohest.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.2">Da sprach Jakob zu seinem Hause und zu allen, die bei ihm waren: Tut die fremden Götter hinweg, die in eurer Mitte sind, und reiniget euch und wechselt eure Kleider;</verse>
        <verse osisID="Gen.35.3">und wir wollen uns aufmachen und nach Bethel hinaufziehen, und ich werde daselbst einen Altar machen dem Gott <note>{El}</note>, der mir geantwortet hat am Tage meiner Drangsal und mit mir gewesen ist auf dem Wege, den ich gewandelt bin.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.4">Und sie gaben Jakob alle fremden Götter, die in ihrer Hand, und die Ringe, die in ihren Ohren waren <note>{d.h. die sie als Amulette trugen}</note>, und Jakob vergrub sie unter der Terebinthe, die bei Sichem ist.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.5">Und sie brachen auf. Und der Schrecken Gottes kam über die Städte, die rings um sie her waren, so dass sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.6">Und Jakob kam nach Lus, welches im Lande Kanaan liegt, das ist Bethel, er und alles Volk, das bei ihm war.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.7">Und er baute daselbst einen Altar und nannte den Ort El-Bethel <note>{Gott des Gotteshauses}</note>: denn Gott hatte sich ihm daselbst geoffenbart, als er vor seinem Bruder floh.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.8">Und Debora, die Amme Rebekkas, starb, und sie wurde begraben unterhalb Bethel unter der Eiche; und man gab ihr den Namen Allon Bakuth <note>{Eiche des Weinens}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.9">Und Gott erschien dem Jakob wiederum, als er aus Paddan-Aram kam, und segnete ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.10">Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob; dein Name soll hinfort nicht Jakob heissen, sondern Israel soll dein Name sein. Und er gab ihm den Namen Israel.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.11">Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott <note>{El}</note>, der Allmächtige, sei fruchtbar und mehre dich; eine Nation und ein Haufe von Nationen soll aus dir werden, und Könige sollen aus deinen Lenden hervorkommen.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.12">Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir will ich es geben, und deinem Samen nach dir will ich das Land geben.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.13">Und Gott fuhr von ihm auf an dem Orte, wo er mit ihm geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.14">Und Jakob richtete ein Denkmal auf an dem Orte, wo er mit ihm geredet hatte, ein Denkmal von Stein, und spendete darauf ein Trankopfer und goss Öl darauf.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.15">Und Jakob gab dem Orte, woselbst Gott mit ihm geredet hatte, den Namen Bethel.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.16">Und sie brachen auf von Bethel. Und es war noch eine Strecke Landes, um nach Ephrath zu kommen, da gebar Rahel, und es wurde ihr schwer bei ihrem Gebären.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.17">Und es geschah, als es ihr schwer wurde bei ihrem Gebären, da sprach die Hebamme zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch dieser ist dir ein Sohn!</verse>
        <verse osisID="Gen.35.18">Und es geschah, als ihre Seele ausging (denn sie starb), da gab sie ihm den Namen Benoni (Unheilskind) <note>{Ben-Oni: Sohn meiner Not}</note>; sein Vater aber nannte ihn Benjamin (Erfolgskind) <note>{Gen-Jamin: Sohn der Rechten, d.h. des Gelingens, des Glückes}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.19">Und Rahel starb und wurde begraben an dem Wege nach Ephrath, das ist Bethlehem.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.20">Und Jakob richtete über ihrem Grabe ein Denkmal auf, das ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.21">Und Israel brach auf und schlug sein Zelt auf jenseit von Migdal-Heder <note>{Herdenturm}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.22">Und es geschah, als Israel in jenem Lande wohnte, da ging Ruben hin und lag bei Bilha, dem Kebsweibe seines Vaters. Und Israel hörte es. Und der Söhne Jakobs waren zwölf.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.23">Die Söhne Leas: Ruben, der Erstgeborene Jakobs, und Simeon und Levi und Juda und Issaschar und Sebulon.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.24">Die Söhne Rahels: Joseph und Benjamin.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.25">Die Söhne Bilhas, der Magd Rahels: Dan und Naphtali.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.26">Und die Söhne Silpas, der Magd Leas: Gad und Aser. Das sind die Söhne Jakobs, welche ihm in Paddan-Aram geboren wurden.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.27">Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak nach Mamre, nach Kirjath-Arba, das ist Hebron, woselbst Abraham und Isaak als Fremdlinge geweilt hatten.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.28">Und die Tage Isaaks waren 180 Jahre.</verse>
        <verse osisID="Gen.35.29">Und Isaak verschied und starb, und wurde versammelt zu seinen Völkern, alt und der Tage satt. Und Esau und Jakob, seine Söhne, begruben ihn.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.36">
        <verse osisID="Gen.36.1">Und dies sind die Geschlechter Esaus, das ist Edom.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.2">Esau nahm seine Weiber von den Töchtern Kanaans: Ada, die Tochter Elons, des Hethiters, und Oholibama, die Tochter Anas, der Tochter Zibeons, des Hewiters,</verse>
        <verse osisID="Gen.36.3">und Basmath, die Tochter Ismaels, die Schwester Nebajoths.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.4">Und Ada gebar dem Esau Eliphas, und Basmath gebar Reghuel.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.5">Und Oholibama gebar Jeghusch und Jaghlam und Korach. Das sind die Söhne Esaus, welche ihm im Lande Kanaan geboren wurden.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.6">Und Esau nahm seine Weiber und seine Söhne und seine Töchter und alle Seelen seines Hauses, und seine Herden und all sein Vieh <note>{d.h. Zug- und Lastvieh}</note> und all sein Besitztum, das er im Lande Kanaan erworben hatte, und zog in ein Land <note>{O. landeinwärts. Nach einigen fehlt hier das Wort Seir, wie es die Syrische Übersetzung hat}</note>, von seinem Bruder Jakob hinweg.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.7">Denn ihre Habe war zu gross, dass sie hätten beieinander wohnen können, und das Land ihres Aufenthaltes vermochte sie nicht zu tragen wegen ihrer Herden.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.8">Und Esau wohnte auf dem Gebirge Seir. Esau, das ist Edom.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.9">Und dies sind die Geschlechter Esaus, des Vaters von Edom, auf dem Gebirge Seir.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.10">Dies sind die Namen der Söhne Esaus: Eliphas, der Sohn Adas, des Weibes Esaus; Reghuel, der Sohn Basmaths, des Weibes Esaus.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.11">Und die Söhne des Eliphas waren: Teman, Omar, Zepho und Gaetam und Kenas.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.12">Und Timna war das Kebsweib des Eliphas, des Sohnes Esaus, und sie gebar dem Eliphas Amalek. Das sind die Söhne Adas, des Weibes Esaus.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.13">Und dies sind die Söhne Reghuels: Nachath und Serach, Schamma und Missa. Das waren die Söhne Basmaths, des Weibes Esaus.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.14">Und dies waren die Söhne Oholibamas, der Tochter Anas, der Tochter Zibeons, des Weibes Esaus: sie gebar dem Esau Jeghusch, Jaghlam und Korach.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.15">Dies sind die Fürsten <note>{Stammhäupter, Häuptlinge}</note> der Söhne Esaus: Die Söhne Eliphas', des Erstgeborenen Esaus: der Fürst Teman, der Fürst Omar, der Fürst Zepho, der Fürst Kenas,</verse>
        <verse osisID="Gen.36.16">der Fürst Korach, der Fürst Gaetam, der Fürst Amalek. Das sind die Fürsten des Eliphas im Lande Edom; das sind die Söhne Adas.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.17">Und dies sind die Söhne Reghuels, des Sohnes Esaus: der Fürst Nachath, der Fürst Serach, der Fürst Schamma, der Fürst Missa. Das sind die Fürsten des Reghuel im Lande Edom; das sind die Söhne Basmaths, des Weibes Esaus.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.18">Und dies sind die Söhne Oholibamas, des Weibes Esaus: der Fürst Jeghusch, der Fürst Jaghlam, der Fürst Korach. Das sind die Fürsten Oholibamas, der Tochter Anas, des Weibes Esaus.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.19">Das sind die Söhne Esaus und das ihre Fürsten; das ist Edom.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.20">Das sind die Söhne Seirs, des Horiters, die Bewohner des Landes: Lotan und Schobal und Zibeon und Ana und Dischon und Ezer und Dischan.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.21">Das sind die Fürsten der Horiter, der Söhne Seirs, im Lande Edom.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.22">Und die Söhne Lotans waren: Hori und Hemam, und die Schwester Lotans: Timna.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.23">Und dies sind die Söhne Schobals: Alwan und Manachath und Ebal, Schepho und Onam.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.24">Und dies sind die Söhne Zibeons: Aja und Ana. Das ist der Ana, welcher die warmen Quellen in der Wüste fand, als er die Esel Zibeons, seines Vaters, weidete.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.25">Und dies sind die Söhne Anas: Dischon, und Oholibama, die Tochter Anas.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.26">Und dies sind die Söhne Dischons <note>{Hebr. Dischans}</note>: Hemdan und Eschban und Jithran und Keran.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.27">Dies sind die Söhne Ezers: Bilhan und Saawan und Akan.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.28">Dies sind die Söhne Dischans: Uz und Aran.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.29">Dies sind die Fürsten der Horiter: der Fürst Lotan, der Fürst Schobal, der Fürst Zibeon, der Fürst Ana,</verse>
        <verse osisID="Gen.36.30">der Fürst Dischon, der Fürst Ezer, der Fürst Dischan. Das sind die Fürsten der Horiter, nach ihren Fürsten im Lande Seir.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.31">Und dies sind die Könige, die im Lande Edom regiert haben, ehe ein König über die Kinder Israel regierte:</verse>
        <verse osisID="Gen.36.32">Bela, der Sohn Beors, wurde König in Edom, und der Name seiner Stadt war Dinhaba.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.33">Und Bela starb; und es ward König an seiner Statt Jobab, der Sohn Serachs, aus Bozra.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.34">Und Jobab starb; und es ward König an seiner Statt Huscham, aus dem Lande der Temaniter.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.35">Und Huscham starb; und es ward König an seiner Statt Hadad, der Sohn Bedads, welcher Midian schlug im Gefilde Moabs; und der Name seiner Stadt war Awith.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.36">Und Hadad starb; und es ward König an seiner Statt Samla aus Masreka.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.37">Und Samla starb; und es ward König an seiner Statt Saul aus Rechoboth am Strome.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.38">Und Saul starb, und es ward König an seiner Statt Baal-Hanan, der Sohn Akbors.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.39">Und Baal-Hanan, der Sohn Akbors, starb; und es ward König an seiner Statt Hadar; und der Name seiner Stadt war Paghu, und der Name seines Weibes Mehetabeel, die Tochter Matreds, der Tochter Mesahabs.</verse>
        <verse osisID="Gen.36.40">Und dies sind die Namen der Fürsten Esaus, nach ihren Familien, nach ihren Ortschaften, mit ihren Namen: der Fürst Timna, der Fürst Alwa, der Fürst Jetheth,</verse>
        <verse osisID="Gen.36.41">der Fürst Oholibama, der Fürst Ela, der Fürst Pinon,</verse>
        <verse osisID="Gen.36.42">der Fürst Kenas, der Fürst Teman, der Fürst Mibzar,</verse>
        <verse osisID="Gen.36.43">der Fürst Magdiel, der Fürst Iram. Das sind die Fürsten von Edom nach ihren Wohnsitzen, im Lande ihres Eigentums. Das ist Esau, der Vater Edoms.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.37">
        <verse osisID="Gen.37.1">Und Jakob wohnte in dem Lande, in welchem sein Vater als Fremdling geweilt hatte, im Lande Kanaan.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.2">Dies ist die Geschichte Jakobs: Joseph, siebzehn Jahre alt, weidete die Herde mit seinen Brüdern; und er war als Knabe bei den Söhnen Bilhas und bei <note>{O. (und er war noch ein Knabe), mit den Söhnen Bilhas und mit}</note> den Söhnen Silpas, der Weiber seines Vaters. Und Joseph hinterbrachte ihrem Vater die üble Nachrede von ihnen.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.3">Und Israel hatte Joseph lieber als alle seine Söhne, weil er der Sohn seines Alters war; und er machte ihm einen langen Leibrock <note>{d.h. ein bis auf die Knöchel reichendes Unterkleid mit Ärmeln und farbigen Rändern, das nur Vornehme trugen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.4">Und als seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn lieber hatte als alle seine Brüder, da hassten sie ihn und vermochten nicht, ihn zu grüssen.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.5">Und Joseph hatte einen Traum und teilte ihn seinen Brüdern mit; und sie hassten ihn noch mehr.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.6">Und er sprach zu ihnen: Höret doch diesen Traum, den ich gehabt habe:</verse>
        <verse osisID="Gen.37.7">Siehe, wir banden Garben auf dem Felde, und siehe, meine Garbe richtete sich auf und blieb auch aufrecht stehen; und siehe, eure Garben kamen ringsum und verneigten sich vor meiner Garbe.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.8">Da sprachen seine Brüder zu ihm: Solltest du gar König über uns sein, solltest du gar über uns herrschen? Und sie hassten ihn noch mehr um seiner Träume und um seiner Worte willen.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.9">Und er hatte noch einen anderen Traum und erzählte ihn seinen Brüdern und sprach: Siehe, noch einen Traum habe ich gehabt, und siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne beugten sich vor mir nieder.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.10">Und er erzählte es seinem Vater und seinen Brüdern. Da schalt ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das für ein Traum, den du gehabt hast? Sollen wir gar kommen, ich und deine Mutter und deine Brüder, um uns vor dir zur Erde niederzubeugen?</verse>
        <verse osisID="Gen.37.11">Und seine Brüder waren eifersüchtig auf ihn; aber sein Vater bewahrte das Wort.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.12">Und seine Brüder gingen hin, um die Herde <note>{Eig. das Kleinvieh}</note> ihres Vaters zu weiden zu Sichem.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.13">Und Israel sprach zu Joseph: Weiden nicht deine Brüder zu Sichem? Komm, dass ich dich zu ihnen sende! Und er sprach zu ihm: Hier bin ich.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.14">Und er sprach zu ihm: Gehe doch hin, sieh nach dem Wohlergehen deiner Brüder und nach dem Wohlergehen der Herde und bringe mir Antwort. Und er sandte ihn aus dem Tale von Hebron, und er kam nach Sichem.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.15">Und ein Mann fand ihn, und siehe, er irrte auf dem Felde umher; und der Mann fragte ihn und sprach: Was suchst du?</verse>
        <verse osisID="Gen.37.16">Und er sprach: Ich suche meine Brüder; tue mir doch kund, wo sie weiden.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.17">Und der Mann sprach: Sie sind von hier aufgebrochen, denn ich hörte sie sagen: Lasst uns nach Dothan ziehen! Da ging Joseph seinen Brüdern nach und fand sie zu Dothan.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.18">Und sie sahen ihn von ferne; und ehe er ihnen nahte, da ersannen sie gegen ihn den Anschlag, ihn zu töten.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.19">Und sie sprachen einer zum anderen: Siehe, da kommt jener Träumer!</verse>
        <verse osisID="Gen.37.20">So kommt nun und lasst uns ihn erschlagen und ihn in eine der Gruben <note>{d.h. Cisternen, Regenbrunnen}</note> werfen, und wir wollen sagen: Ein böses Tier hat ihn gefressen; und wir werden sehen, was aus seinen Träumen wird.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.21">Und Ruben hörte es und errettete ihn aus ihrer Hand und sprach: Lasst uns ihn nicht totschlagen!</verse>
        <verse osisID="Gen.37.22">Und Ruben sprach zu ihnen: Vergiesset nicht Blut; werfet ihn in diese Grube, die in der Wüste ist, und leget nicht Hand an ihn - auf dass er ihn aus ihrer Hand errettete, um ihn wieder zu seinem Vater zu bringen.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.23">Und es geschah, als Joseph zu seinen Brüdern kam, da zogen sie Joseph seinen Leibrock aus, den langen Leibrock, den er anhatte;</verse>
        <verse osisID="Gen.37.24">und sie nahmen ihn und warfen ihn in die Grube; die Grube aber war leer, es war kein Wasser darin.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.25">Und sie setzten sich, um zu essen. Und sie hoben ihre Augen auf und sahen: und siehe, ein Zug Ismaeliter kam von Gilead her; und ihre Kamele trugen Tragant <note>{ein wohlriechendes Harz}</note> und Balsamharz und Ladanum <note>{ein wohlriechendes Harz}</note>; sie zogen hin, um es nach Ägypten hinabzubringen.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.26">Da sprach Juda zu seinen Brüdern: Was für ein Gewinn ist es, dass wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut verhehlen?</verse>
        <verse osisID="Gen.37.27">Kommt, lasst uns ihn an die Ismaeliter verkaufen; aber unsere Hand sei nicht an ihm, denn unser Bruder, unser Fleisch ist er! Und seine Brüder hörten darauf.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.28">Als nun die midianitischen Männer, die Kaufleute, vorüberkamen, da zogen und holten sie Joseph aus der Grube herauf und verkauften Joseph an die Ismaeliter um zwanzig Silbersekel; und sie brachten Joseph nach Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.29">Und als Ruben zur Grube zurückkam, und siehe, Joseph war nicht in der Grube, da zerriss er seine Kleider.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.30">Und er kehrte zu seinen Brüdern zurück und sprach: Der Knabe ist nicht da, und ich, wohin soll ich gehen?</verse>
        <verse osisID="Gen.37.31">Und sie nahmen den Leibrock Josephs und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Leibrock in das Blut;</verse>
        <verse osisID="Gen.37.32">und sie schickten den langen Leibrock hin und liessen ihn ihrem Vater bringen und sagen: Dieses haben wir gefunden; erkenne doch, ob es der Leibrock deines Sohnes ist oder nicht.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.33">Und er erkannte ihn und sprach: Der Leibrock meines Sohnes! Ein böses Tier hat ihn gefressen, Joseph ist gewisslich zerrissen worden!</verse>
        <verse osisID="Gen.37.34">Und Jakob zerriss seine Kleider und legte Sacktuch um seine Lenden, und er trug Leid um seinen Sohn viele Tage.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.35">Und alle seine Söhne und alle seine Töchter machten sich auf, um ihn zu trösten; aber er verweigerte es, sich trösten zu lassen, und sprach: Denn leidtragend werde ich zu meinem Sohne hinabfahren in den Scheol! Und sein Vater beweinte ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.37.36">Und die Midianiter <note>{Hebr. Medanim. S. Kap. 25,2}</note> verkauften ihn nach Ägypten, an Potiphar, einen Kämmerer des Pharao, den Obersten der Leibwache.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.38">
        <verse osisID="Gen.38.1">Und es geschah zu selbiger Zeit, dass Juda von seinen Brüdern hinabzog und zu einem Manne von Adullam einkehrte mit Namen Hira.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.2">Und Juda sah daselbst die Tochter eines kanaanitischen Mannes, mit Namen Schua; und er nahm sie und ging zu ihr ein.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.3">Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Gher.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.4">Und sie wurde abermals schwanger und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Onan.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.5">Und wiederum gebar sie einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Schela; Juda <note>{W. er; and. l. sie}</note> war aber zu Kesib, als sie ihn gebar.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.6">Und Juda nahm ein Weib für Gher, seinen Erstgeborenen, und ihr Name war Tamar.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.7">Und Gher, der Erstgeborene Judas, war böse in den Augen Jahwes, und Jahwe tötete ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.8">Da sprach Juda zu Onan: Gehe ein zu dem Weibe deines Bruders, und leiste ihr die Schwagerpflicht und erwecke deinem Bruder Samen.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.9">Da aber Onan wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, so geschah es, wenn er zu dem Weibe seines Bruders einging, dass er ihn verderbte zur Erde, um seinem Bruder keinen Samen zu geben.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.10">Und es war übel in den Augen Jahwes, was er tat; und er tötete auch ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.11">Da sprach Juda zu Tamar, seiner Schwiegertochter: Bleibe Witwe im Hause deines Vaters, bis mein Sohn Schela gross sein wird. Denn er sagte: Dass nicht auch er sterbe wie seine Brüder! Und Tamar ging hin und blieb im Hause ihres Vaters.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.12">Als der Tage viele geworden, da starb die Tochter Schuas, das Weib Judas. Und als Juda getröstet war, ging er zu seinen Schafscherern hinauf, er und Hira, sein Freund, der Adullamiter, nach Timna.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.13">Und es wurde der Tamar berichtet und gesagt: Siehe, dein Schwiegervater geht nach Timna hinauf, um seine Schafe zu scheren.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.14">Da legte sie die Kleider ihrer Witwenschaft von sich und bedeckte sich mit einem Schleier <note>{Vergl. die anm. zu Kap. 24, 65}</note> und verhüllte sich; und sie setzte sich an den Eingang von Enaim, das am Wege nach Timna liegt; denn sie sah, dass Schela gross geworden war und sie ihm nicht zum Weibe gegeben wurde.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.15">Und Juda sah sie und hielt sie für eine Hure, denn sie hatte ihr Angesicht bedeckt.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.16">Und er bog zu ihr ab in den Weg und sprach: Wohlan, lass mich zu dir eingehen! Denn er wusste nicht, dass sie seine Schwiegertochter war. Und sie sprach: Was willst du mir geben, dass du zu mir eingehst?</verse>
        <verse osisID="Gen.38.17">Da sprach er: Ich will dir ein Ziegenböcklein von der Herde senden. Und sie sprach: Wenn du ein Pfand gibst, bis du es sendest.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.18">Und er sprach: Was für ein Pfand soll ich dir geben? Und sie sprach: Deinen Siegelring und deine Schnur und deinen Stab, der in deiner Hand ist. Da gab er es ihr und ging zu ihr ein, und sie ward schwanger von ihm.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.19">Und sie stand auf und ging hin, und sie legte ihren Schleier von sich und zog die Kleider ihrer Witwenschaft an.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.20">Und Juda sandte das Ziegenböcklein durch die Hand seines Freundes, des Adullamiters, um das Pfand aus der Hand des Weibes zu nehmen; aber er fand sie nicht.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.21">Und er fragte die Leute ihres Ortes und sprach: Wo ist jene Buhlerin <note>{Eig. Geweihte, d.h. dem Dienste der Astarte, der Liebesgöttin der Kanaaniter, geweiht}</note>, die zu Enaim am Wege war? Und sie sprachen: Hier ist keine Buhlerin gewesen.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.22">Und er kehrte zu Juda zurück und sprach: Ich habe sie nicht gefunden, und auch sagten die Leute des Ortes: Hier ist keine Buhlerin gewesen.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.23">Da sprach Juda: Sie behalte es für sich, dass wir nicht zum Gespött werden; siehe, ich habe dieses Böcklein gesandt, und du hast sie ja nicht gefunden.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.24">Und es geschah nach etwa drei Monaten, da wurde dem Juda berichtet und gesagt: Tamar, deine Schwiegertochter, hat gehurt, und siehe, sie ist auch schwanger von Hurerei. Da sprach Juda: Führet sie hinaus, dass sie verbrannt werde!</verse>
        <verse osisID="Gen.38.25">Als sie hinausgeführt wurde, da sandte sie zu ihrem Schwiegervater und liess ihm sagen: Von dem Manne, dem dieses gehört, bin ich schwanger; und sie sprach: Erkenne doch, wem dieser Siegelring und diese Schnur und dieser Stab gehören!</verse>
        <verse osisID="Gen.38.26">Und Juda erkannte es und sprach: Sie ist gerechter als ich, darum dass ich sie nicht meinem Sohne Schela gegeben habe; und er erkannte sie hinfort nicht mehr.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.27">Und es geschah zur Zeit, als sie gebären sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.28">Und es geschah, während sie gebar, da streckte einer die Hand heraus, und die Hebamme nahm sie und band einen Karmesinfaden um seine Hand und sprach: Dieser ist zuerst herausgekommen.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.29">Und es geschah, als er seine Hand zurückzog, siehe, da kam sein Bruder heraus; und sie sprach: Wie bist du durchgebrochen! Auf dir sei der Bruch <note>{O. sprach: Was für einen Riss hast du um dich gerissen}</note>! Und man gab ihm den Namen Perez <note>{Bruch, Riss}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.38.30">Und danach kam sein Bruder heraus, um dessen Hand der Karmesinfaden war, und man gab ihm den Namen Serach <note>{Aufgang, Glanz}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.39">
        <verse osisID="Gen.39.1">Und Joseph wurde nach Ägypten hinabgeführt; und Potiphar, ein Kämmerer des Pharao, der Oberste der Leibwache, ein ägyptischer Mann, kaufte ihn aus der Hand der Ismaeliter, die ihn dorthin hinabgeführt hatten.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.2">Und Jahwe war mit Joseph, und er war ein Mann, dem alles gelang; und er war im Hause seines Herrn, des Ägypters.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.3">Und sein Herr sah, dass Jahwe mit ihm war, und dass Jahwe alles, was er tat, in seiner Hand gelingen liess.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.4">Und Joseph fand Gnade in seinen Augen und diente ihm; und er bestellte ihn über sein Haus, und alles was er hatte, gab er in seine Hand.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.5">Und es geschah, seitdem er ihn über sein Haus bestellt und über alles was er hatte, dass Jahwe das Haus des Ägypters segnete um Josephs willen; und der Segen Jahwes war auf allem, was er hatte, im Hause und auf dem Felde.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.6">Und er überliess alles, was er hatte, der Hand Josephs und kümmerte sich um gar nichts bei ihm, ausser um das Brot, das er ass. Und Joseph war schön von Gestalt und schön von Angesicht <note>{O. Ansehen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.7">Und es geschah nach diesen Dingen, da warf das Weib seines Herrn ihre Augen auf Joseph und sprach: Liege bei mir!</verse>
        <verse osisID="Gen.39.8">Er aber weigerte sich und sprach zu dem Weibe seines Herrn: Siehe, mein Herr kümmert sich um nichts bei mir im Hause; und alles, was er hat, hat er in meine Hand gegeben.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.9">Niemand ist grösser in diesem Hause als ich, und er hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, indem du sein Weib bist; und wie sollte ich dieses grosse Übel tun und wider Gott sündigen?</verse>
        <verse osisID="Gen.39.10">Und es geschah, als sie Joseph Tag für Tag ansprach, und er nicht auf sie hörte, bei ihr zu liegen, bei ihr zu sein,</verse>
        <verse osisID="Gen.39.11">da geschah es an einem solchen Tage <note>{O. um diese Zeit}</note>, dass er ins Haus ging, um sein Geschäft zu besorgen, und kein Mensch von den Leuten des Hauses war daselbst im Hause;</verse>
        <verse osisID="Gen.39.12">und sie ergriff ihn bei seinem Kleide und sprach: Liege bei mir! Er aber liess sein Kleid in ihrer Hand und floh und lief hinaus.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.13">Und es geschah, als sie sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand gelassen hatte und hinausgeflohen war,</verse>
        <verse osisID="Gen.39.14">da rief sie den Leuten ihres Hauses und sprach zu ihnen und sagte: Sehet, er hat uns einen hebräischen Mann hergebracht, um Spott mit uns zu treiben. Er ist zu mir gekommen, um bei mir zu liegen, und ich habe mit lauter Stimme gerufen.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.15">Und es geschah, als er hörte, dass ich meine Stimme erhob und rief, da liess er sein Kleid neben mir und floh und ging hinaus.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.16">Und sie legte <note>{O. liess liegen}</note> sein Kleid neben sich, bis sein Herr nach Hause kam.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.17">Und sie redete zu ihm nach diesen Worten und sprach: Der hebräische Knecht, den du uns hergebracht hast, ist zu mir gekommen, um Spott mit mir zu treiben;</verse>
        <verse osisID="Gen.39.18">und es geschah, als ich meine Stimme erhob und rief, da liess er sein Kleid neben mir und floh hinaus.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.19">Und es geschah, als sein Herr die Worte seines Weibes hörte, die sie zu ihm redete, indem sie sprach: Nach diesen Worten hat mir dein Knecht getan, da entbrannte sein Zorn.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.20">Und Josephs Herr nahm ihn und legte ihn in die Feste, an den Ort, wo die Gefangenen des Königs gefangen lagen; und er war daselbst in der Feste.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.21">Und Jahwe war mit Joseph und wandte ihm Güte zu, und gab ihm Gnade in den Augen des Obersten der Feste.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.22">Und der Oberste der Feste übergab alle Gefangenen, die in der Feste waren, der Hand Josephs; und alles was daselbst zu tun war, das tat er.</verse>
        <verse osisID="Gen.39.23">Der Oberste der Feste sah nicht nach dem Geringsten, das unter seiner Hand war, weil Jahwe mit ihm war; und was er tat liess Jahwe gelingen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.40">
        <verse osisID="Gen.40.1">Und es geschah nach diesen Dingen, da versündigten sich der Schenke des Königs von Ägypten und der Bäcker gegen ihren Herrn, den König von Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.2">Und der Pharao ward sehr zornig über seine beiden Kämmerer, über den Obersten der Schenken und über den Obersten der Bäcker;</verse>
        <verse osisID="Gen.40.3">und er setzte sie in Gewahrsam in das Haus des Obersten der Leibwache, in die Feste, an den Ort, wo Joseph gefangen lag.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.4">Und der Oberste der Leibwache bestellte Joseph zu ihnen, und er bediente sie; und sie waren eine Zeitlang in Gewahrsam.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.5">Und sie hatten beide einen Traum, ein jeder seinen Traum in einer Nacht, ein jeder nach der Deutung seines Traumes, der Schenke und der Bäcker des Königs von Ägypten, die in der Feste gefangen lagen.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.6">Und Joseph kam am Morgen zu ihnen und sah sie, und siehe, sie waren missmutig.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.7">Und er fragte die Kämmerer des Pharao, die mit ihm im Hause seines Herrn in Gewahrsam waren, und sprach: Warum sind eure Angesichter heute so trübe?</verse>
        <verse osisID="Gen.40.8">Und sie sprachen zu ihm: Wir haben einen Traum gehabt, und da ist niemand, der ihn deute. Und Joseph sprach zu ihnen: Sind die Deutungen nicht Gottes? Erzählet mir doch.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.9">Da erzählte der Oberste der Schenken dem Joseph seinen Traum und sprach zu ihm: In meinem Traume, siehe, da war ein Weinstock vor mir,</verse>
        <verse osisID="Gen.40.10">und an dem Weinstock drei Reben; und sowie er knospte, schoss seine Blüte auf, seine Traubenkämme reiften zu Trauben.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.11">Und der Becher des Pharao war in meiner Hand, und ich nahm die Trauben und presste sie aus in den Becher des Pharao und gab den Becher in des Pharao Hand.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.12">Und Joseph sprach zu ihm: Dies ist seine Deutung: Die drei Reben sind drei Tage.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.13">In noch drei Tagen wird der Pharao dein Haupt erheben und dich wieder in deine Stelle einsetzen, und du wirst den Becher des Pharao in seine Hand geben, nach der früheren Weise, da du sein Schenke warst.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.14">Aber gedenke meiner bei dir, wenn es dir wohlgeht, und erweise doch Güte an mir und erwähne meiner bei dem Pharao und bringe mich aus diesem Hause heraus;</verse>
        <verse osisID="Gen.40.15">denn gestohlen bin ich aus dem Lande der Hebräer, und auch hier habe ich gar nichts getan, dass sie mich in den Kerker <note>{Eig. in die Grube. So auch Kap. 41,14}</note> gesetzt haben.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.16">Und der Oberste der Bäcker sah, dass er gut gedeutet hatte, und er sprach zu Joseph: Auch ich sah in meinem Traume, und siehe, drei Körbe mit Weissbrot <note>{And. üb.: drei geflochtene Körbe}</note> waren auf meinem Kopfe,</verse>
        <verse osisID="Gen.40.17">und im obersten Korbe allerlei Esswaren des Pharao, Backwerk; und das Gevögel frass sie aus dem Korbe auf meinem Kopfe weg.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.18">Und Joseph antwortete und sprach: Dies ist seine Deutung:</verse>
        <verse osisID="Gen.40.19">Die drei Körbe sind drei Tage. In noch drei Tagen wird der Pharao dein Haupt erheben <note>{ein Wortspiel; vergleiche V.13. und 20}</note> und dich an ein Holz hängen, und das Gevögel wird dein Fleisch von dir wegfressen.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.20">Und es geschah am dritten Tage, dem Geburtstage des Pharao, da machte er allen seinen Knechten ein Mahl; und er erhob das Haupt des Obersten der Schenken und das Haupt des Obersten der Bäcker unter seinen Knechten.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.21">Und er setzte den Obersten der Schenken wieder in sein Schenkamt, dass er den Becher in des Pharao Hand gab;</verse>
        <verse osisID="Gen.40.22">und den Obersten der Bäcker liess er hängen, so wie Joseph ihnen gedeutet hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.40.23">Aber der Oberste der Schenken gedachte nicht an Joseph und vergass ihn.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.41">
        <verse osisID="Gen.41.1">Und es geschah nach Verlauf von zwei vollen Jahren, dass der Pharao träumte: und siehe, er stand am Strome.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.2">Und siehe, aus dem Strome stiegen sieben Kühe herauf, schön von Ansehen und fett an Fleisch, und sie weideten im Riedgrase.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.3">Und siehe, sieben andere Kühe stiegen nach ihnen aus dem Strome herauf, hässlich von Ansehen und mager an Fleisch, und sie standen neben den Kühen am Ufer des Stromes.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.4">Und die Kühe, die hässlich von Ansehen und mager an Fleisch waren, frassen die sieben Kühe, die schön von Ansehen und fett waren. Und der Pharao erwachte.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.5">Und er schlief ein und träumte zum zweiten Male: und siehe, sieben Ähren wuchsen auf an einem Halme, fett und schön.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.6">Und siehe, sieben Ähren, mager und vom Ostwinde versengt, sprossten nach ihnen auf.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.7">Und die mageren Ähren verschlangen die sieben fetten und vollen Ähren. Und der Pharao erwachte, und siehe, es war ein Traum.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.8">Und es geschah am Morgen, da war sein Geist voll Unruhe, und er sandte hin und liess alle Schriftgelehrten <note>{die Schreiber und Deuter der heiligen Geheimschrift}</note> Ägyptens und alle seine <note>{d.i. Ägyptens}</note> Weisen rufen; und der Pharao erzählte ihnen seine Träume <note>{Eig. seinen Traum}</note>, aber da war keiner, der sie dem Pharao deutete.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.9">Da redete der Oberste der Schenken zum Pharao und sprach: Ich gedenke heute meiner Sünden <note>{O. Ich muss heute meine Sünden in Erinnerung bringen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.10">Der Pharao war sehr zornig über seine Knechte und setzte mich in Gewahrsam in das Haus des Obersten der Leibwache, mich und den Obersten der Bäcker.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.11">Und wir hatten einen Traum in einer Nacht, ich und er; wir träumten ein jeder nach der Deutung seines Traumes.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.12">Und daselbst war bei uns ein hebräischer Jüngling, ein Knecht des Obersten der Leibwache, und wir erzählten sie ihm; und er deutete uns unsere Träume, einem jeden deutete er nach seinem Traume.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.13">Und es geschah, wie er uns deutete, also ist es geschehen: mich hat der Pharao <note>{W. er}</note> wieder in meine Stelle eingesetzt, und ihn hat er gehängt.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.14">Da sandte der Pharao hin und liess Joseph rufen; und sie liessen ihn eilends aus dem Kerker gehen. Und er schor sich und wechselte seine Kleider und kam zu dem Pharao.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.15">Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich habe einen Traum gehabt, und da ist keiner, der ihn deute; ich habe aber von dir sagen hören, du verstehest einen Traum, ihn zu deuten.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.16">Und Joseph antwortete dem Pharao und sprach: Das steht nicht bei mir; Gott wird antworten, was dem Pharao zum Heil ist.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.17">Da sprach der Pharao zu Joseph: In meinem Traume, siehe, da stand ich am Ufer des Stromes.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.18">Und siehe, aus dem Strome stiegen sieben Kühe herauf, fett an Fleisch und schön von Gestalt, und sie weideten im Riedgrase.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.19">Und siehe, sieben andere Kühe stiegen nach ihnen herauf, dürr und sehr hässlich von Gestalt und mager an Fleisch; ich habe wie diese an Hässlichkeit keine gesehen im ganzen Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.20">Und die mageren und hässlichen Kühe frassen die sieben ersten fetten Kühe;</verse>
        <verse osisID="Gen.41.21">und sie kamen in ihren Bauch, und man merkte nicht, dass sie in ihren Bauch gekommen waren, und ihr Ansehen war hässlich, wie im Anfang. Und ich erwachte.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.22">Und ich sah in meinem Traume, und siehe, sieben Ähren wuchsen auf an einem Halme, voll und schön.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.23">Und siehe, sieben Ähren, dürftig, mager, vom Ostwinde versengt, sprossten nach ihnen auf;</verse>
        <verse osisID="Gen.41.24">und die mageren Ähren verschlangen die sieben schönen Ähren. Und ich habe es den Schriftgelehrten gesagt; aber da war keiner, der es mir kundtat.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.25">Und Joseph sprach zum Pharao: Der Traum des Pharao ist einer; was Gott tun will, hat er dem Pharao kundgetan.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.26">Die sieben schönen Kühe sind sieben Jahre, und die sieben schönen Ähren sind sieben Jahre; ein Traum ist es.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.27">Und die sieben mageren und hässlichen Kühe, die nach ihnen heraufstiegen, sind sieben Jahre, so auch die sieben leeren, vom Ostwinde versengten Ähren: es werden sieben Jahre der Hungersnot sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.28">Das ist das Wort, das ich zu dem Pharao geredet habe: Was Gott tun will, hat er den Pharao sehen lassen.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.29">Siehe, sieben Jahre kommen, grosser Überfluss wird sein im ganzen Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.30">Und nach ihnen werden sieben Jahre der Hungersnot entstehen, und aller Überfluss wird im Lande Ägypten vergessen sein, und die Hungersnot wird das Land verzehren.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.31">Und man wird nichts mehr von dem Überfluss im Lande wissen vor selbiger Hungersnot danach, denn sie wird sehr schwer sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.32">Und was die zweimalige Wiederholung des Traumes an den Pharao anlangt, es bedeutet, dass die Sache von seiten Gottes fest beschlossen ist und dass Gott eilt, sie zu tun.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.33">Und nun ersehe sich der Pharao einen verständigen und weisen Mann und setze ihn über das Land Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.34">Dies tue der Pharao, dass er Aufseher über das Land bestelle und den Fünften vom Lande Ägypten nehme in den sieben Jahren des Überflusses;</verse>
        <verse osisID="Gen.41.35">und man sammle alle Speise dieser kommenden guten Jahre und schütte Getreide auf unter des Pharao Hand zur Speise in den Städten und bewahre es auf.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.36">Und die Speise sei zum Vorrat für das Land für die sieben Jahre der Hungersnot, welche im Lande Ägypten sein werden, dass das Land nicht vertilgt werde durch die Hungersnot.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.37">Und das Wort war gut in den Augen des Pharao und in den Augen aller seiner Knechte.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.38">Und der Pharao sprach zu seinen Knechten: Werden wir einen finden wie diesen, einen Mann, in welchem der Geist Gottes <note>{O. der Götter}</note> ist?</verse>
        <verse osisID="Gen.41.39">Und der Pharao sprach zu Joseph: Nachdem Gott dir dies alles kundgetan hat, ist keiner so verständig und weise wie du.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.40">Du sollst über mein Haus sein, und deinem Befehle soll mein ganzes Volk sich fügen; nur um den Thron will ich grösser sein als du.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.41">Und der Pharao sprach zu Joseph: Siehe, ich habe dich über das ganze Land Ägypten gesetzt.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.42">Und der Pharao nahm seinen Siegelring von seiner Hand und tat ihn an die Hand Josephs, und er kleidete ihn in Kleider von Byssus <note>{feinste weisse Baumwolle}</note> und legte die goldene Kette um seinen Hals.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.43">Und er liess ihn auf dem zweiten Wagen fahren, den er hatte, und man rief vor ihm her: Werfet euch nieder! - Und er setzte ihn über das ganze Land Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.44">Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich bin der Pharao, und ohne dich soll kein Mensch seine Hand oder seinen Fuss aufheben im ganzen Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.45">Und der Pharao gab Joseph den Namen: Zaphnath-Pahneach <note>{ Hebr. "Ernährer des Landes des Lebens" / Wahrsch. ein entstelltes ägypt. Wort, welches bedeutet: Retter der Welt od. Erhalter des Lebens}</note>, und gab ihm Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters von On <note>{Ägyptisch: An, der Name der Stadt Heliopolis d.h. Sonnenstadt), die unweit des heutigen Kairo lag. Vergl. Jer. 43. 13}</note>, zum Weibe. Und Joseph zog aus in das Land Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.46">Und Joseph war dreissig Jahre alt, als er vor dem Pharao, dem Könige von Ägypten, stand. Und Joseph ging weg von dem Pharao und zog durch das ganze Land Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.47">Und das Land trug in den sieben Jahren des Überflusses händevoll.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.48">Und er sammelte alle Speise der sieben Jahre, die im Lande Ägypten waren, und legte die Speise in die Städte; die Speise des Gefildes der Stadt, das um sie her war, legte er darein.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.49">Und Joseph schüttete Getreide auf wie Sand des Meeres, über die Massen viel, bis man aufhörte zu zählen, denn es war ohne Zahl.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.50">Und dem Joseph wurden zwei Söhne geboren, ehe das Jahr der Hungersnot kam, welche Asnath ihm gebar, die Tochter Potipheras, des Priesters von On.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.51">Und Joseph gab dem Erstgeborenen den Namen Manasse <note>{der vergessen macht}</note>: denn Gott hat mich vergessen lassen all meine Mühsal und das ganze Haus meines Vaters.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.52">Und dem Zweiten gab er den Namen Ephraim <note>{doppelte Fruchtbarkeit}</note>: denn Gott hat mich fruchtbar gemacht im Lande meines Elends.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.53">Und es endigten die sieben Jahre des Überflusses, der im Lande Ägypten gewesen war;</verse>
        <verse osisID="Gen.41.54">und die sieben Jahre der Hungersnot begannen zu kommen, so wie Joseph gesagt hatte. Und es war Hungersnot in allen Ländern, aber im ganzen Lande Ägypten war Brot.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.55">Und das ganze Land Ägypten hungerte; und das Volk schrie zum Pharao um Brot. Da sprach der Pharao zu allen Ägyptern: Gehet zu Joseph; tut, was er euch sagt!</verse>
        <verse osisID="Gen.41.56">Und die Hungersnot war auf der ganzen Erde; und Joseph tat alles auf, worin Getreide war, und verkaufte es den Ägyptern; und die Hungersnot war stark im Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.41.57">Und alle Welt <note>{W. die ganze Erde}</note> kam nach Ägypten zu Joseph, um Getreide zu kaufen; denn die Hungersnot war stark auf der ganzen Erde.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.42">
        <verse osisID="Gen.42.1">Und Jakob sah, dass Getreide in Ägypten war, und Jakob sprach zu seinen Söhnen: Was sehet ihr einander an?</verse>
        <verse osisID="Gen.42.2">Und er sprach: Siehe, ich habe gehört, dass Getreide in Ägypten ist; ziehet hinab und kaufet uns von dort Getreide, dass wir leben und nicht sterben.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.3">Und die zehn Brüder Josephs zogen hinab, um Getreide aus Ägypten zu kaufen.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.4">Aber Benjamin, Josephs Bruder, sandte Jakob nicht mit seinen Brüdern; denn er sprach: Dass ihm nicht etwa ein Unfall begegne.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.5">Und so kamen die Söhne Israels unter den Ankommenden, um Getreide zu kaufen; denn die Hungersnot war im Lande Kanaan.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.6">Und Joseph, er war der Gebieter über das Land, er verkaufte das Getreide allem Volke des Landes. Und die Brüder Josephs kamen und beugten sich vor ihm nieder, mit dem Antlitz zur Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.7">Und Joseph sah seine Brüder und erkannte sie; aber er stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen: Woher kommet ihr? Und sie sprachen: Aus dem Lande Kanaan, um Speise zu kaufen.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.8">Und Joseph erkannte seine Brüder; sie aber erkannten ihn nicht.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.9">Und Joseph gedachte der Träume, die er von ihnen gehabt hatte, und er sprach zu ihnen: Ihr seid Kundschafter; um zu sehen, wo das Land offen ist <note>{W. die Blösse des Landes zu sehen. So auch V.12}</note>, seid ihr gekommen.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.10">Da sprachen sie zu ihm: Nein, mein Herr; sondern deine Knechte sind gekommen, um Speise zu kaufen.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.11">Wir alle sind eines Mannes Söhne; wir sind redlich, deine Knechte sind nicht Kundschafter.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.12">Und er sprach zu ihnen: Nein, sondern ihr seid gekommen, um zu sehen, wo das Land offen ist.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.13">Und sie sprachen: Zwölf Brüder sind wir, deine Knechte, Söhne eines Mannes im Lande Kanaan; und siehe, der jüngste ist heute bei unserem Vater, und der eine ist nicht mehr.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.14">Da sprach Joseph zu ihnen: Das ist es, was ich zu euch gesagt habe: Kundschafter seid ihr!</verse>
        <verse osisID="Gen.42.15">Daran sollt ihr geprüft werden: Beim Leben des Pharao! wenn ihr von hier weggehet, es sei denn, dass euer jüngster Bruder hierher komme!</verse>
        <verse osisID="Gen.42.16">Sendet einen von euch hin, dass er euren Bruder hole; ihr aber bleibet gefangen, und eure Worte sollen geprüft werden, ob Wahrheit bei euch ist; und wenn nicht beim Leben des Pharao! so seid ihr Kundschafter.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.17">Und er setzte sie drei Tage zusammen in Gewahrsam.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.18">Und am dritten Tage sprach Joseph zu ihnen: Tut dieses, und ihr sollt leben; ich fürchte Gott:</verse>
        <verse osisID="Gen.42.19">Wenn ihr redlich seid, so bleibe einer eurer Brüder gefangen im Hause eures Gewahrsams; ihr aber, ziehet hin, bringet Getreide für den Bedarf <note>{W. den Hunger; so auch V.33}</note> eurer Häuser;</verse>
        <verse osisID="Gen.42.20">und euren jüngsten Bruder sollt ihr zu mir bringen, dass eure Worte sich bewähren, und ihr nicht sterbet. Und sie taten also.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.21">Da sprachen sie einer zum anderen: Fürwahr, wir sind schuldig <note>{O. wir büssen}</note> wegen unseres Bruders, dessen Seelenangst wir sahen, als er zu uns flehte, und wir hörten nicht; darum ist diese Drangsal über uns gekommen.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.22">Und Ruben antwortete ihnen und sprach: Habe ich nicht zu euch gesprochen und gesagt: Versündiget euch nicht an dem Knaben? Aber ihr hörtet nicht; und siehe, sein Blut wird auch gefordert!</verse>
        <verse osisID="Gen.42.23">Sie aber wussten nicht, dass Joseph es verstand, denn ein Dolmetscher war zwischen ihnen.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.24">Und er wandte sich von ihnen ab und weinte. Und er kehrte zu ihnen zurück und redete zu ihnen; und er nahm Simeon aus ihrer Mitte und band ihn vor ihren Augen.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.25">Und Joseph gebot, dass man ihre Gefässe mit Getreide fülle und ihr Geld zurückgebe, einem jeden in seinen Sack, und ihnen Zehrung gebe auf den Weg. Und man tat ihnen also.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.26">Und sie luden ihr Getreide auf ihre Esel und zogen von dannen.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.27">Und einer öffnete seinen Sack, um seinem Esel in der Herberge Futter zu geben; und er sah sein Geld, und siehe, es war oben in seinem Sacke <note>{W. an der Öffnung seines}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.28">Und er sprach zu seinen Brüdern: Mein Geld ist mir wieder geworden, und siehe, es ist sogar in meinem Sacke. Da entfiel ihnen das Herz, und sie sahen einander erschrocken an und sprachen: Was hat Gott uns da getan!</verse>
        <verse osisID="Gen.42.29">Und sie kamen in das Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob und berichteten ihm alles, was ihnen widerfahren war, und sprachen:</verse>
        <verse osisID="Gen.42.30">Der Mann, der Herr des Landes, redete hart mit uns und behandelte uns wie Kundschafter des Landes.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.31">Und wir sprachen zu ihm: Wir sind redlich, wir sind nicht Kundschafter;</verse>
        <verse osisID="Gen.42.32">zwölf Brüder sind wir, Söhne unseres Vaters; der eine ist nicht mehr, und der jüngste ist heute bei unserem Vater im Lande Kanaan.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.33">Und der Mann, der Herr des Landes, sprach zu uns: Daran werde ich erkennen, dass ihr redlich seid: Einen eurer Brüder lasset bei mir, und nehmet den Bedarf eurer Häuser und ziehet hin;</verse>
        <verse osisID="Gen.42.34">und bringet ihr euren jüngsten Bruder zu mir, so werde ich erkennen, dass ihr nicht Kundschafter, sondern redlich seid; euren Bruder werde ich euch zurückgeben, und ihr möget im Lande verkehren.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.35">Und es geschah, als sie ihre Säcke leerten, siehe, da hatte ein jeder sein Geldbündel in seinem Sacke; und sie sahen ihre Geldbündel, sie und ihr Vater, und sie fürchteten sich.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.36">Und ihr Vater Jakob sprach zu ihnen: Ihr habt mich der Kinder beraubt: Joseph ist nicht mehr, und Simeon ist nicht mehr; und Benjamin wollt ihr nehmen! Dies alles kommt über <note>{And. üb.: ist wider}</note> mich!</verse>
        <verse osisID="Gen.42.37">Und Ruben sprach zu seinem Vater und sagte: Meine beiden Söhne darfst du töten, wenn ich ihn nicht zu dir zurückbringe. Gib ihn in meine Hand, und ich werde ihn zu dir zurückbringen.</verse>
        <verse osisID="Gen.42.38">Er aber sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen; denn sein Bruder ist tot, und er allein ist übriggeblieben, und begegnete ihm ein Unfall auf dem Wege, auf welchem ihr ziehet, so würdet ihr mein graues Haar mit Kummer hinabbringen in den Scheol.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.43">
        <verse osisID="Gen.43.1">Und die Hungersnot war schwer im Lande.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.2">Und es geschah, als sie das Getreide aufgezehrt hatten, das sie aus Ägypten gebracht, da sprach ihr Vater zu ihnen: Ziehet wiederum hin, kaufet uns ein wenig Speise.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.3">Und Juda sprach zu ihm und sagte: Der Mann hat uns ernstlich bezeugt und gesagt: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder bei euch.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.4">Wenn du unseren Bruder mit uns senden willst, so wollen wir hinabziehen und dir Speise kaufen;</verse>
        <verse osisID="Gen.43.5">wenn du ihn aber nicht sendest, so werden wir nicht hinabziehen; denn der Mann hat zu uns gesagt: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder bei euch.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.6">Da sprach Israel: Warum habt ihr mir das Leid angetan, dem Manne kundzutun, dass ihr noch einen Bruder habt?</verse>
        <verse osisID="Gen.43.7">Und sie sprachen: Der Mann erkundigte sich genau nach uns und unserer Verwandtschaft und sprach: Lebt euer Vater noch? Habt ihr noch einen Bruder? und wir taten es ihm kund nach diesen Worten. Konnten wir denn wissen, dass er sagen würde: Bringet euren Bruder herab?</verse>
        <verse osisID="Gen.43.8">Und Juda sprach zu Israel, seinem Vater: Sende den Knaben mit mir, und wir wollen uns aufmachen und ziehen, dass wir leben und nicht sterben, sowohl wir als du, als auch unsere Kinder <note>{O. Kindlein; so öfters}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.9">Ich will Bürge für ihn sein, von meiner Hand sollst du ihn fordern; wenn ich ihn nicht zu dir bringe und ihn vor dein Angesicht stelle, so will ich alle Tage gegen dich gesündigt haben;</verse>
        <verse osisID="Gen.43.10">denn hätten wir nicht gezögert, gewiss, wir wären jetzt schon zweimal zurückgekehrt.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.11">Und Israel, ihr Vater, sprach zu ihnen: Wenn es denn also ist, so tut dieses: Nehmet von dem Besten <note>{And. üb.: dem Ertrag}</note> des Landes in eure Gefässe und bringet dem Manne ein Geschenk hinab: ein wenig Balsam und ein wenig Traubenhonig, Tragant und Ladanum, Pistazien und Mandeln.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.12">Und nehmet doppeltes Geld in eure Hand, und bringet das Geld, das euch oben in euren Säcken wieder geworden ist, in eurer Hand zurück; vielleicht ist es ein Irrtum.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.13">Und nehmet euren Bruder und machet euch auf, kehret zu dem Manne zurück.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.14">Und Gott <note>{El}</note>, der Allmächtige, gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, dass er euch euren anderen Bruder und Benjamin loslasse. Und ich, wenn ich der Kinder beraubt bin, so bin ich der Kinder beraubt!</verse>
        <verse osisID="Gen.43.15">Da nahmen die Männer dieses Geschenk und nahmen doppeltes Geld in ihre Hand und Benjamin, und machten sich auf und zogen nach Ägypten hinab. Und sie traten vor Joseph.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.16">Und als Joseph den Benjamin bei ihnen sah, sprach er zu dem, der über sein Haus war: Führe die Männer ins Haus und schlachte Schlachtvieh und richte zu; denn die Männer sollen mit mir zu Mittag essen.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.17">Und der Mann tat, wie Joseph gesagt hatte; und der Mann führte die Männer in das Haus Josephs.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.18">Da fürchteten sich die Männer, dass sie in das Haus Josephs geführt wurden, und sprachen: Um des Geldes willen, das im Anfang wieder in unsere Säcke gekommen ist, werden wir hineingeführt, dass man über uns herstürze und über uns herfalle und uns zu Knechten nehme, samt unseren Eseln.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.19">Und sie traten zu dem Manne, der über das Haus Josephs war, und redeten zu ihm am Eingang des Hauses</verse>
        <verse osisID="Gen.43.20">und sprachen: Bitte, mein Herr! Wir sind im Anfang herabgezogen, um Speise zu kaufen.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.21">Und es geschah, als wir in die Herberge kamen und unsere Säcke öffneten, siehe, da war eines jeden Geld oben in seinem Sacke, unser Geld nach seinem Gewicht; und wir haben es in unserer Hand zurückgebracht.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.22">Und anderes Geld haben wir in unserer Hand herabgebracht, um Speise zu kaufen. Wir wissen nicht, wer unser Geld in unsere Säcke gelegt hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.23">Und er sprach: Friede euch! Fürchtet euch nicht! Euer Gott und der Gott eures Vaters hat euch einen Schatz in eure Säcke gegeben; euer Geld ist mir zugekommen. Und er führte Simeon zu ihnen heraus.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.24">Und der Mann führte die Männer in das Haus Josephs und gab ihnen Wasser, und sie wuschen ihre Füsse; und er gab ihren Eseln Futter.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.25">Und sie bereiteten das Geschenk zu, bis Joseph am Mittag kam; denn sie hatten gehört, dass sie daselbst essen sollten.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.26">Als Joseph nach Hause kam, da brachten sie ihm das Geschenk, das in ihrer Hand war, ins Haus und beugten sich vor ihm nieder zur Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.27">Und er fragte nach ihrem Wohlergehen und sprach: Geht es eurem Vater wohl, dem Greise, von dem ihr sprachet? Lebt er noch?</verse>
        <verse osisID="Gen.43.28">Da sprachen sie: Es geht deinem Knechte, unserem Vater, wohl; er lebt noch. Und sie verneigten sich und beugten sich nieder.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.29">Und er erhob seine Augen und sah seinen Bruder Benjamin, den Sohn seiner Mutter, und sprach: Ist das euer jüngster Bruder, von dem ihr zu mir sprachet? Und er sprach: Gott sei dir gnädig, mein Sohn!</verse>
        <verse osisID="Gen.43.30">Und Joseph eilte (denn sein Innerstes wurde erregt über seinen Bruder) und suchte einen Ort <note>{O. viell.: und es drängte ihn}</note>, um zu weinen, und er ging in das innere Gemach und weinte daselbst.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.31">Und er wusch sein Angesicht und kam heraus und bezwang sich und sprach: Traget Speise auf!</verse>
        <verse osisID="Gen.43.32">Und man trug für ihn besonders auf und für sie besonders und für die Ägypter, die mit ihm assen, besonders; denn die Ägypter dürfen nicht mit den Hebräern essen, denn das ist den Ägyptern ein Greuel.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.33">Und sie assen vor ihm, der Erstgeborene nach seiner Erstgeburt und der Jüngste nach seiner Jugend; und die Männer sahen einander staunend an.</verse>
        <verse osisID="Gen.43.34">Und man trug Ehrengerichte <note>{O. Gastgeschenke. Vergl. 2. Sam. 11,8}</note> von ihm zu ihnen; und das Ehrengericht Benjamins war fünfmal grösser als die Ehrengerichte von ihnen allen. Und sie tranken und tranken sich fröhlich mit ihm.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.44">
        <verse osisID="Gen.44.1">Und er gebot dem, der über sein Haus war, und sprach: Fülle die Säcke der Männer mit Speise, so viel sie tragen können, und lege das Geld eines jeden oben in seinen Sack.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.2">Und meinen Kelch, den silbernen Kelch, sollst du oben in den Sack des Jüngsten legen mit dem Gelde für sein Getreide. Und er tat nach den Worte Josephs, das er geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.3">Als der Morgen anbrach <note>{W. hell wurde}</note>, da wurden die Männer entlassen, sie und ihre Esel.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.4">Sie waren eben zur Stadt hinausgegangen, sie waren noch nicht weit, da sprach Joseph zu dem, der über sein Haus war: Mache dich auf, jage den Männern nach, und hast du sie erreicht, so sage zu ihnen: Warum habt ihr Böses für Gutes vergolten?</verse>
        <verse osisID="Gen.44.5">Ist es nicht der, aus welchem mein Herr trinkt und aus dem er zu wahrsagen pflegt? Ihr habt übel getan, was ihr getan habt!</verse>
        <verse osisID="Gen.44.6">Und er erreichte sie und redete diese Worte zu ihnen.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.7">Und sie sprachen zu ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Fern sei es von deinen Knechten, eine solche Sache zu tun!</verse>
        <verse osisID="Gen.44.8">Siehe, das Geld, das wir oben in unseren Säcken fanden, haben wir dir aus dem Lande Kanaan zurückgebracht, und wie sollten wir aus dem Hause deines Herrn Silber oder Gold stehlen?</verse>
        <verse osisID="Gen.44.9">Bei welchem von deinen Knechten er gefunden wird, der sterbe; und dazu wollen wir meines Herrn Knechte sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.10">Da sprach er: Nun, nach euren Worten, so sei es auch: bei wem er gefunden wird, der sei mein Knecht, ihr aber sollt schuldlos <note>{O. frei}</note> sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.11">Und sie eilten und hoben ein jeder seinen Sack auf die Erde herab und öffneten ein jeder seinen Sack.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.12">Und er durchsuchte: beim Ältesten fing er an, und beim Jüngsten hörte er auf; und der Kelch fand sich im Sacke Benjamins.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.13">Da zerrissen sie ihre Kleider, und ein jeder belud seinen Esel, und sie kehrten in die Stadt zurück.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.14">Und Juda und seine Brüder kamen in das Haus Josephs; und er war noch daselbst, und sie fielen vor ihm nieder zur Erde.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.15">Und Joseph sprach zu ihnen: Was ist das für eine Tat, die ihr getan habt! Wusstet ihr nicht, dass solch ein Mann wie ich wahrsagen kann?</verse>
        <verse osisID="Gen.44.16">Und Juda sprach: Was sollen wir meinem Herrn sagen? Was sollen wir reden und wie uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat deiner Knechte gefunden; siehe, wir sind die Knechte meines Herrn, sowohl wir als auch der, in dessen Hand der Kelch gefunden worden ist.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.17">Und er sprach: Fern sei es von mir, solches zu tun! Der Mann, in dessen Hand der Kelch gefunden worden ist, der soll mein Knecht sein; und ihr, ziehet in Frieden hinauf zu eurem Vater.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.18">Da trat Juda zu ihm und sprach: Bitte, mein Herr, lass doch deinen Knecht ein Wort reden zu den Ohren meines Herrn, und es entbrenne nicht dein Zorn gegen deinen Knecht, denn du bist gleich dem Pharao.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.19">Mein Herr fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr noch einen Vater oder einen Bruder?</verse>
        <verse osisID="Gen.44.20">Und wir sprachen zu meinem Herrn: Wir haben einen alten Vater und einen jungen Knaben, der ihm im Alter geboren wurde; und dessen Bruder ist tot, und er allein ist von seiner Mutter übriggeblieben, und sein Vater hat ihn lieb.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.21">Und du sprachst zu deinen Knechten: Bringet ihn zu mir herab, dass ich mein Auge auf ihn richte.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.22">Und wir sprachen zu meinem Herrn: Der Knabe kann seinen Vater nicht verlassen; verliesse er seinen Vater, so stürbe er.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.23">Da sprachst du zu deinen Knechten: Wenn euer jüngster Bruder nicht mit euch herabkommt, so sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.24">Und es geschah, als wir hinaufgezogen waren zu deinem Knechte, meinem Vater, da berichteten wir ihm die Worte meines Herrn.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.25">Und unser Vater sprach: Ziehet wieder hin, kaufet uns ein wenig Speise.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.26">Wir aber sprachen: Wir können nicht hinabziehen. Wenn unser jüngster Bruder bei uns ist, so wollen wir hinabziehen; denn wir dürfen das Angesicht des Mannes nicht sehen, wenn unser jüngster Bruder nicht bei uns ist.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.27">Und dein Knecht, mein Vater, sprach zu uns: Ihr wisset, dass mein Weib mir zwei geboren hat;</verse>
        <verse osisID="Gen.44.28">und der eine ist von mir weggegangen, und ich sprach: Fürwahr, er ist gewisslich zerrissen worden; und ich habe ihn nicht mehr gesehen bis jetzt.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.29">Und nehmet ihr auch diesen von mir hinweg, und es begegnet ihm ein Unfall, so werdet ihr mein graues Haar mit Unglück hinabbringen in den Scheol.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.30">Und nun, wenn ich zu deinem Knechte, meinem Vater, komme, und der Knabe ist nicht bei uns, - und seine Seele hängt an dessen Seele, -</verse>
        <verse osisID="Gen.44.31">so wird es geschehen, dass er stirbt, wenn er sieht, dass der Knabe nicht da ist; und deine Knechte werden das graue Haar deines Knechtes, unseres Vaters, mit Kummer hinabbringen in den Scheol.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.32">Denn dein Knecht ist für den Knaben Bürge geworden bei meinem Vater, indem ich sprach: Wenn ich ihn nicht zu dir bringe, so will ich alle Tage gegen meinen Vater gesündigt haben.</verse>
        <verse osisID="Gen.44.33">Und nun, lass doch deinen Knecht anstatt des Knaben bleiben, als Knecht meines Herrn, und der Knabe ziehe hinauf mit seinen Brüdern;</verse>
        <verse osisID="Gen.44.34">denn wie sollte ich zu meinem Vater hinaufziehen, wenn der Knabe nicht bei mir wäre? - dass ich nicht das Unglück ansehen müsse, welches meinen Vater treffen würde!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.45">
        <verse osisID="Gen.45.1">Da konnte Joseph sich nicht mehr bezwingen vor allen, die um ihn standen, und er rief: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Und es stand niemand bei ihm, als Joseph sich seinen Brüdern zu erkennen gab.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.2">Und er erhob seine Stimme mit Weinen; und die Ägypter hörten es, und das Haus des Pharao hörte es.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.3">Und Joseph sprach zu seinen Brüdern: Ich bin Joseph. Lebt mein Vater noch? Und seine Brüder konnten ihm nicht antworten, denn sie waren bestürzt <note>{O. schraken zurück}</note> vor ihm.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.4">Da sprach Joseph zu seinen Brüdern: Tretet doch zu mir her! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.5">Und nun betrübet euch nicht, und es entbrenne nicht in euren Augen, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn zur Erhaltung des Lebens hat Gott mich vor euch hergesandt.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.6">Denn schon zwei Jahre ist die Hungersnot im Lande, und noch sind fünf Jahre, dass kein Pflügen noch Ernten sein wird.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.7">Und Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Überrest zu setzen auf Erden und euch am Leben zu erhalten für <note>{And.: durch}</note> eine grosse Errettung.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.8">Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott; und er hat mich zum Vater des Pharao gemacht und zum Herrn seines ganzen Hauses und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.9">Eilet und ziehet hinauf zu meinem Vater und sprechet zu ihm: So spricht dein Sohn Joseph: Gott hat mich zum Herrn von ganz Ägypten gemacht; komm zu mir herab, säume nicht!</verse>
        <verse osisID="Gen.45.10">Und du sollst im Lande Gosen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Söhne und die Söhne deiner Söhne und dein Kleinvieh und deine Rinder und alles was du hast.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.11">Und ich will dich daselbst versorgen, denn noch fünf Jahre ist Hungersnot; dass du nicht verarmest, du und dein Haus und alles, was du hast.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.12">Und siehe, eure Augen sehen es und die Augen meines Bruders Benjamin, dass mein Mund es ist, der zu euch redet.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.13">Und berichtet meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Ägypten und alles was ihr gesehen habt; und eilet und bringet meinen Vater hierher herab.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.14">Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte; und Benjamin weinte an seinem Halse.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.15">Und er küsste alle seine Brüder und weinte an ihnen; und danach redeten seine Brüder mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.16">Und das Gerücht wurde im Hause des Pharao gehört, indem man sprach: Josephs Brüder sind gekommen! Und es war gut in den Augen des Pharao und in den Augen seiner Knechte.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.17">Und der Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Brüdern: Tut dieses: Beladet eure Tiere und ziehet hin, gehet nach dem Lande Kanaan,</verse>
        <verse osisID="Gen.45.18">und nehmet euren Vater und eure Haushaltungen und kommet zu mir; und ich will euch das Beste des Landes Ägypten geben, und ihr sollt das Fett des Landes essen.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.19">Und du bist beauftragt: Tut dieses: Nehmet euch aus dem Lande Ägypten Wagen für eure Kinder und für eure Weiber, und holet euren Vater und kommet.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.20">Und lasst es euch nicht leid sein um euren Hausrat, denn das Beste des ganzen Landes Ägypten soll euer sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.21">Und die Söhne Israels taten also, und Joseph gab ihnen Wagen nach dem Befehl des Pharao und gab ihnen Zehrung auf den Weg.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.22">Er gab ihnen allen, einem jeden, Wechselkleider, und Benjamin gab er dreihundert Silbersekel und fünf Wechselkleider.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.23">Und seinem Vater sandte er dieses <note>{O. desgleichen}</note>: zehn Esel, beladen mit dem Besten Ägyptens, und zehn Eselinnen, beladen mit Getreide und Brot und Nahrung für seinen Vater auf den Weg.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.24">Und er entliess seine Brüder, und sie zogen hin; und er sprach zu ihnen: Erzürnet euch nicht auf dem Wege!</verse>
        <verse osisID="Gen.45.25">Und sie zogen aus Ägypten hinauf und kamen in das Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.26">Und sie berichteten ihm und sprachen: Joseph lebt noch, und er ist Herrscher über das ganze Land Ägypten. Da erstarrte sein Herz, denn er glaubte ihnen nicht.</verse>
        <verse osisID="Gen.45.27">Und sie redeten zu ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen geredet hatte; und er sah die Wagen, die Joseph gesandt hatte, ihn zu holen. Und der Geist ihres Vaters Jakob lebte auf;</verse>
        <verse osisID="Gen.45.28">und Israel sprach: Genug! Joseph, mein Sohn, lebt noch! Ich will hinziehen und ihn sehen, ehe ich sterbe.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.46">
        <verse osisID="Gen.46.1">Und Israel brach auf und alles, was er hatte, und kam nach Beerseba; und er opferte Schlachtopfer dem Gott seines Vaters Isaak.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.2">Und Gott sprach zu Israel in den Gesichten der Nacht und sagte: Jakob! Jakob! Und er sprach: Hier bin ich.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.3">Und er sprach: Ich bin Gott <note>{W. der Gott; El}</note>, der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen; denn zu einer grossen Nation will ich dich daselbst machen.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.4">Ich will mit dir nach Ägypten hinabziehen, und ich will dich auch gewisslich heraufführen; und Joseph soll seine Hand auf deine Augen legen.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.5">Da machte sich Jakob von Beerseba auf, und die Söhne Israels führten Jakob, ihren Vater, und ihre Kinder und ihre Weiber auf den Wagen, die der Pharao gesandt hatte, ihn zu holen.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.6">Und sie nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, und kamen nach Ägypten, Jakob und all sein Same mit ihm:</verse>
        <verse osisID="Gen.46.7">seine Söhne und die Söhne seiner Söhne mit ihm, seine Töchter und die Töchter seiner Söhne, und all seinen Samen brachte er mit sich nach Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.8">Und dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten kamen: Jakob und seine Söhne; der Erstgeborene Jakobs: Ruben.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.9">Und die Söhne Rubens: Hanok und Pallu und Hezron und Karmi.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.10">Und die Söhne Simeons: Jemuel und Jamin und Ohad und Jakin und Zochar und Saul, der Sohn der Kanaaniterin.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.11">Und die Söhne Levis: Gerson, Kehath und Merari.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.12">Und die Söhne Judas: Gher und Onan und Schela und Perez und Serach; Gher und Onan aber starben im Lande Kanaan. Und die Söhne des Perez waren Hezron und Hamul.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.13">Und die Söhne Issaschars: Tola und Puwa und Job und Schimron.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.14">Und die Söhne Sebulons: Sered und Elon und Jachleel.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.15">Das sind die Söhne Leas, welche sie dem Jakob in Paddan-Aram gebar, und Dina, seine Tochter. Aller Seelen seiner Söhne und seiner Töchter waren 33. -</verse>
        <verse osisID="Gen.46.16">Und die Söhne Gads: Ziphjon und Haggi, Schuni und Ezbon, Eri und Arodi und Areli.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.17">Und die Söhne Asers: Jimna und Jischwa und Jischwi und Beria, und Serach, ihre Schwester. Und die Söhne Berias: Heber und Malkiel.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.18">Das sind die Söhne Silpas, die Laban seiner Tochter Lea gab; und sie gebar diese dem Jakob, sechzehn Seelen. -</verse>
        <verse osisID="Gen.46.19">Die Söhne Rahels, des Weibes Jakobs: Joseph und Benjamin.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.20">Und dem Joseph wurden im Lande Ägypten Manasse und Ephraim geboren, welche Asnath ihm gebar, die Tochter Potipheras, des Priesters von On.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.21">Und die Söhne Benjamins: Bela und Beker und Aschbel, Gera und Naaman, Echi und Rosch, Muppim und Huppim und Ard.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.22">Das sind die Söhne Rahels, die dem Jakob geboren wurden; aller Seelen waren vierzehn. -</verse>
        <verse osisID="Gen.46.23">Und die Söhne Dans: Huschim.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.24">Und die Söhne Naphtalis: Jachzeel und Guni und Jezer und Schillem.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.25">Das sind die Söhne Bilhas, die Laban seiner Tochter Rahel gab; und sie gebar diese dem Jakob; aller Seelen waren sieben. -</verse>
        <verse osisID="Gen.46.26">Aller dem Jakob angehörenden Seelen, die nach Ägypten kamen, die aus seinen Lenden hervorgegangen waren, ausgenommen die Weiber der Söhne Jakobs, aller Seelen waren 66.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.27">Und die Söhne Josephs, die ihm in Ägypten geboren wurden, waren zwei Seelen. Aller Seelen des Hauses Jakob, die nach Ägypten kamen, waren siebzig <note>{Nach der Alexandrinischen Übersetzung, welche in V.20 noch einen Sohn und einen Enkel des Manasse sowie zwei Söhne und einen Enkel des Ephraim erwähnt, sind es 75 Seelen. Vergl. Apg. 7,14}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.28">Und er sandte Juda vor sich hin zu Joseph, um vor ihm her zu weisen nach Gosen <note>{O. vor ihm eine Anzeige zu machen, dass er nach Gosen käme}</note>; und sie kamen in das Land Gosen.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.29">Da spannte Joseph seinen Wagen an und zog hinauf, seinem Vater Israel entgegen nach Gosen; und als er seiner ansichtig wurde, fiel er ihm um den Hals und weinte lange <note>{O. in einem fort}</note> an seinem Halse.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.30">Und Israel sprach zu Joseph: Nunmehr mag ich sterben, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe, dass du noch lebst!</verse>
        <verse osisID="Gen.46.31">Und Joseph sprach zu seinen Brüdern und zum Hause seines Vaters: Ich will hinaufziehen und dem Pharao berichten und zu ihm sagen: Meine Brüder und das Haus meines Vaters, die im Lande Kanaan waren, sind zu mir gekommen.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.32">Und die Männer sind Schafhirten <note>{Eig. Kleinviehhirten; so auch später}</note>, denn sie haben Viehzucht getrieben; und sie haben ihr Kleinvieh und ihre Rinder und alles, was sie haben, mitgebracht.</verse>
        <verse osisID="Gen.46.33">Und geschieht es, dass der Pharao euch ruft und spricht: Was ist eure Hantierung?</verse>
        <verse osisID="Gen.46.34">so saget: Deine Knechte haben Viehzucht getrieben, von Jugend auf bis jetzt, sowohl wir als auch unsere Väter, auf dass ihr wohnen möget im Lande Gosen; denn alle Schafhirten sind den Ägyptern ein Greuel.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.47">
        <verse osisID="Gen.47.1">Und Joseph kam und berichtete dem Pharao und sprach: Mein Vater und meine Brüder und ihr Kleinvieh und ihre Rinder und alles, was sie haben, sind aus dem Lande Kanaan gekommen; und siehe, sie sind im Lande Gosen.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.2">Und er nahm aus der Gesamtheit seiner Brüder fünf Männer und stellte sie vor den Pharao.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.3">Und der Pharao sprach zu seinen Brüdern: Was ist eure Hantierung? Und sie sprachen zum Pharao: Deine Knechte sind Schafhirten, sowohl wir als auch unsere Väter.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.4">Und sie sprachen zum Pharao: Wir sind gekommen, um uns im Lande aufzuhalten; denn es gibt keine Weide für das Kleinvieh, das deine Knechte haben, denn die Hungersnot ist schwer im Lande Kanaan; und nun lass doch deine Knechte im Lande Gosen wohnen.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.5">Da sprach der Pharao zu Joseph und sagte: Dein Vater und deine Brüder sind zu dir gekommen.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.6">Das Land Ägypten ist vor dir: lass deinen Vater und deine Brüder in dem besten Teile des Landes wohnen; sie mögen wohnen im Lande Gosen. Und wenn du weisst, dass tüchtige Männer unter ihnen sind, so setze sie als Aufseher über das Vieh, das ich habe.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.7">Und Joseph brachte seinen Vater Jakob und stellte ihn vor den Pharao. Und Jakob segnete den Pharao.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.8">Und der Pharao sprach zu Jakob: Wie viel sind der Tage deiner Lebensjahre?</verse>
        <verse osisID="Gen.47.9">Und Jakob sprach zum Pharao: Die Tage der Jahre meiner Fremdlingschaft sind 130 Jahre; wenig und böse waren die Tage meiner Lebensjahre, und sie haben nicht erreicht die Tage der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.10">Und Jakob segnete den Pharao und ging von dem Pharao hinaus.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.11">Und Joseph schaffte seinem Vater und seinen Brüdern Wohnung und gab ihnen ein Besitztum in dem Lande Ägypten, im besten Teile des Landes, im Lande Raemses, so wie der Pharao geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.12">Und Joseph versorgte seinen Vater und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, nach der Zahl der Kinder.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.13">Und es war kein Brot im ganzen Lande, denn die Hungersnot war sehr schwer; und das Land Ägypten und das Land Kanaan verschmachteten vor Hunger.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.14">Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das sich im Lande Ägypten und im Lande Kanaan vorfand, für das Getreide, das man kaufte; und Joseph brachte das Geld in das Haus des Pharao.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.15">Und als das Geld im Lande Ägypten und im Lande Kanaan ausging, da kamen alle Ägypter zu Joseph und sprachen: Gib uns Brot! warum sollen wir denn vor dir sterben? denn das Geld ist zu Ende.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.16">Und Joseph sprach: Gebet euer Vieh her, und ich will euch Brot geben um euer Vieh, wenn das Geld zu Ende ist.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.17">Da brachten sie ihr Vieh zu Joseph, und Joseph gab ihnen Brot um die Pferde und um das Kleinvieh und um das Rindvieh und um die Esel; und so ernährte er sie mit Brot um all ihr Vieh in selbigem Jahre.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.18">Als selbiges Jahr zu Ende war, da kamen sie im zweiten Jahre zu ihm und sprachen zu ihm: Wir wollen es meinem Herrn nicht verhehlen, dass, da das Geld ausgegangen ist und der Besitz des Viehes <note>{O. der Viehbestand, die Viehherden}</note> an meinen Herrn gekommen, nichts mehr übrigbleibt vor meinem Herrn als nur unser Leib und unser Land.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.19">Warum sollen wir vor deinen Augen sterben, sowohl wir als auch unser Land? Kaufe uns und unser Land um Brot, so wollen wir und unser Land des Pharao Knechte sein; und gib Samen, dass wir leben und nicht sterben und das Land nicht wüst werde!</verse>
        <verse osisID="Gen.47.20">Und Joseph kaufte das ganze Land Ägypten für den Pharao; denn die Ägypter verkauften ein jeder sein Feld, weil der Hunger sie drängte. Und so ward das Land dem Pharao.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.21">Und das Volk, das versetzte er in die verschiedenen Städte <note>{W. je nach den Städten}</note>, von einem Ende der Grenze Ägyptens bis zu ihrem anderen Ende.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.22">Nur das Land der Priester kaufte er nicht; denn die Priester hatten ein Bestimmtes von dem Pharao, und sie assen ihr Bestimmtes, das der Pharao ihnen gab; deshalb verkauften sie ihr Land nicht.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.23">Und Joseph sprach zu dem Volke: Siehe, ich habe euch und euer Land heute für den Pharao gekauft; siehe, da ist Samen für euch, und besäet das Land.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.24">Und es soll geschehen mit dem Ertrage, dass ihr den Fünften dem Pharao gebet, und die vier Teile sollen für euch sein zur Saat des Feldes und zur Speise für euch und für die, welche in euren Häusern sind, und zur Speise für eure Kinder.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.25">Und sie sprachen: Du hast uns am Leben erhalten; möchten wir Gnade finden in den Augen meines Herrn, so wollen wir des Pharao Knechte sein.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.26">Und Joseph legte es dem Lande Ägypten bis auf diesen Tag als Satzung auf, dass dem Pharao der Fünfte gehöre. Nur das Land der Priester allein ward nicht dem Pharao.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.27">Und Israel wohnte im Lande Ägypten, im Lande Gosen; und sie machten sich darin ansässig und waren fruchtbar und mehrten sich sehr.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.28">Und Jakob lebte im Lande Ägypten siebzehn Jahre; und der Tage Jakobs, der Jahre seines Lebens, waren 147 Jahre.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.29">Und als die Tage Israels herannahten, dass er sterben sollte, da rief er seinen Sohn Joseph und sprach zu ihm: Wenn ich doch Gnade gefunden habe in deinen Augen, so lege doch deine Hand unter meine Hüfte <note>{O. Lende}</note> und erweise Güte und Treue an mir: begrabe mich doch nicht in Ägypten!</verse>
        <verse osisID="Gen.47.30">Wenn ich mit meinen Vätern liegen werde, so führe mich aus Ägypten und begrabe mich in ihrem Begräbnis. Und er sprach: Ich werde tun nach deinem Worte.</verse>
        <verse osisID="Gen.47.31">Da sprach er: Schwöre mir! Und er schwur ihm. Und Israel betete an auf seinen Stabe gestützt <note>{"betete an zu den Häupten des Bettes" ist wahrscheinlich falsche Vokalisation, "Stab" ist vermutlich richtig.}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.48">
        <verse osisID="Gen.48.1">Und es geschah nach diesen Dingen, dass man dem Joseph sagte: Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm seine beiden Söhne, Manasse und Ephraim, mit sich.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.2">Und man berichtete dem Jakob und sprach: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und setzte sich aufs Bett.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.3">Und Jakob sprach zu Joseph: 'El Schaddai (Gott der Allmächtige)', erschien mir zu Lus im Lande Kanaan, und er segnete mich</verse>
        <verse osisID="Gen.48.4">und sprach zu mir: Siehe, ich will dich fruchtbar machen und dich mehren und dich zu einem Haufen Völker machen, und ich will dieses Land deinem Samen nach dir zum ewigen Besitztum geben.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.5">Und nun, deine beiden Söhne, welche dir im Lande Ägypten geboren sind, ehe ich zu dir nach Ägypten kam, sollen mein sein; Ephraim und Manasse sollen mein sein wie Ruben und Simeon.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.6">Aber dein Geschlecht, das du nach ihnen gezeugt hast <note>{O. haben wirst}</note>, soll dein sein; nach dem Namen ihrer Brüder sollen sie genannt werden in ihrem Erbteil.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.7">Denn ich - als ich aus Paddan kam, starb Rahel bei mir im Lande Kanaan auf dem Wege, als noch eine Strecke Landes war, um nach Ephrath zu kommen; und ich begrub sie daselbst auf dem Wege nach Ephrath, das ist Bethlehem.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.8">Und Israel sah die Söhne Josephs und sprach: Wer sind diese?</verse>
        <verse osisID="Gen.48.9">Und Joseph sprach zu seinem Vater: Das sind meine Söhne, die Gott mir hier gegeben hat. Da sprach er: Bringe sie doch zu mir her, dass ich sie segne!</verse>
        <verse osisID="Gen.48.10">Die Augen Israels aber waren schwer vor Alter, er konnte nicht sehen. Und er führte sie näher zu ihm, und er küsste sie und umarmte sie.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.11">Und Israel sprach zu Joseph: Ich hatte nicht gedacht, dein Angesicht wiederzusehen, und siehe, Gott hat mich sogar deinen Samen sehen lassen!</verse>
        <verse osisID="Gen.48.12">Und Joseph führte sie von seinen Knien heraus und beugte sich auf sein Angesicht zur Erde nieder.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.13">Und Joseph nahm sie beide, Ephraim mit seiner Rechten, zur Linken Israels, und Manasse mit seiner Linken, zur Rechten Israels, und führte sie näher zu ihm.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.14">Und Israel streckte seine Rechte aus und legte sie auf das Haupt Ephraims - er war aber der Jüngere - und seine Linke auf das Haupt Manasses; er legte seine Hände absichtlich <note>{And. üb.: er kreuzte seine Hände}</note> also, denn Manasse war der Erstgeborene.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.15">Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter, Abraham und Isaak, gewandelt haben, der Gott, der mich geweidet hat, seitdem ich bin bis auf diesen Tag,</verse>
        <verse osisID="Gen.48.16">der Engel, der mich erlöst hat von allem Übel, segne die Knaben; und in ihnen werde mein Name genannt und der Name meiner Väter, Abraham und Isaak, und sie sollen sich mehren zu einer Menge inmitten des Landes <note>{O. der Erde}</note>!</verse>
        <verse osisID="Gen.48.17">Und als Joseph sah, dass sein Vater seine rechte Hand auf das Haupt Ephraims legte, war es übel in seinen Augen; und er fasste seines Vaters Hand, um sie von dem Haupte Ephraims hinwegzutun auf das Haupt Manasses.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.18">Und Joseph sprach zu seinem Vater: Nicht also, mein Vater! Denn dieser ist der Erstgeborene; lege deine Rechte auf sein Haupt.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.19">Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiss es mein Sohn, ich weiss es. Auch er wird zu einem Volke werden, und auch er wird gross sein; aber doch wird sein jüngerer Bruder grösser sein als er, und sein Same wird eine Fülle von Nationen werden.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.20">Und er segnete sie an selbigem Tage und sprach: In dir wird Israel segnen und sprechen: Gott mache dich wie Ephraim und wie Manasse! und er setzte Ephraim vor Manasse.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.21">Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; und Gott wird mit euch sein und euch in das Land eurer Väter zurückbringen.</verse>
        <verse osisID="Gen.48.22">Und ich gebe dir einen Landstrich über deine Brüder hinaus, den ich von der Hand der Amoriter genommen habe mit meinem Schwerte und mit meinem Bogen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.49">
        <verse osisID="Gen.49.1">Und Jakob rief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, und ich will euch verkünden, was euch begegnen wird in künftigen Tagen <note>{O. am Ende der Tage}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.2">Kommet zusammen und höret, ihr Söhne Jakobs, und höret auf Israel, euren Vater!</verse>
        <verse osisID="Gen.49.3">Ruben, mein Erstgeborener bist du, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke! Vorzug an Hoheit und Vorzug an Macht!</verse>
        <verse osisID="Gen.49.4">Überwallend wie die Wasser, sollst du keinen Vorzug haben, denn du hast das Lager deines Vaters bestiegen; da hast du es entweiht. Mein Bett hat er bestiegen!</verse>
        <verse osisID="Gen.49.5">Simeon und Levi sind Brüder, Werkzeuge der Gewalttat ihre Waffen <note>{Der Sinn des Wortes ist zweifelhaft; And. üb.: Anschläge}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.6">Meine Seele komme nicht in ihren geheimen Rat, meine Ehre <note>{Viell. wie Ps. 7,5}</note> vereinige sich nicht mit ihrer Versammlung! Denn in ihrem Zorn haben sie den Mann erschlagen und in ihrem Mutwillen den Stier gelähmt.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.7">Verflucht sei ihr Zorn, denn er war gewalttätig, und ihr Grimm, denn er war grausam! Ich werde sie verteilen in Jakob und sie zerstreuen in Israel.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.8">Dich Juda, dich werden deine Brüder preisen <note>{Der Segen Judas und Dans enthält eine Anspielung auf die Bedeutung ihrer Namen}</note>; deine Hand wird sein auf dem Nacken deiner Feinde, vor dir werden sich niederbeugen die Söhne deines Vaters.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.9">Juda ist ein junger Löwe; vom Raube, mein Sohn, bist du emporgestiegen. Er duckt sich, er legt sich nieder wie ein Löwe und wie eine Löwin; wer will ihn aufreizen <note>{Vergl. 4. Mose 24,9}</note>?</verse>
        <verse osisID="Gen.49.10">Nicht weichen wird das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab <note>{And.: Gesetzgeber}</note> zwischen seinen Füssen hinweg, bis Schilo <note>{d.h. der Ruhebringende, Friedenschaffende}</note> kommt, und ihm werden die Völker gehorchen <note>{And. üb.: sich anschliessen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.11">Er bindet an den Weinstock sein Eselsfüllen und an die Edelrebe das Junge seiner Eselin; er wäscht im Weine sein Kleid und im Blute der Trauben sein Gewand;</verse>
        <verse osisID="Gen.49.12">die Augen sind trübe von Wein, und weiss die Zähne von Milch.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.13">Sebulon, am Gestade der Meere wird er wohnen, und am Gestade der Schiffe wird er sein und seine Seite gegen Sidon hin.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.14">Issaschar ist ein knochiger Esel, der sich lagert zwischen den Hürden.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.15">Und er sieht, dass die Ruhe <note>{O. Ruhestätte}</note> gut und dass das Land lieblich ist; und er beugt seine Schulter zum Lasttragen und wird zum fronpflichtigen Knecht.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.16">Dan wird sein Volk richten, wie einer der Stämme Israels.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.17">Dan wird eine Schlange sein am Wege, eine Hornotter am Pfade, die da beisst in die Fersen des Rosses, und rücklings fällt sein Reiter.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.18">Auf deine Rettung harre ich, Jahwe!</verse>
        <verse osisID="Gen.49.19">Gad, Scharen werden ihn drängen, und er, er wird ihnen nachdrängen auf der Ferse.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.20">Von Aser kommt Fettes, sein Brot; und er, königliche Leckerbissen wird er geben.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.21">Naphtali ist eine losgelassene <note>{Viell. schlanke}</note> Hindin; er, der schöne Worte gibt.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.22">Sohn eines Fruchtbaumes <note>{d.h. ein junger Fruchtbaum, oder Zweig eines Fruchtbaumes}</note> ist Joseph, Sohn eines Fruchtbaumes am Quell; die Schösslinge treiben über die Mauer.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.23">Und es reizen ihn und schiessen, und es befehden ihn die Bogenschützen <note>{Eig. Pfeilschützen}</note>;</verse>
        <verse osisID="Gen.49.24">aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig <note>{O. stark, rüstig}</note> sind die Arme <note>{O. ist die Kraft}</note> seiner Hände durch die Hände des Mächtigen Jakobs. Von dannen ist der Hirte, der Stein Israels:</verse>
        <verse osisID="Gen.49.25">von dem Gott <note>{El}</note> deines Vaters, und er wird dir helfen, und dem Allmächtigen, und er wird dich segnen mit Segnungen des Himmels droben, mit Segnungen der Tiefe <note>{Eig. eine tiefe, rauschende Wassermenge}</note>, die unten liegt, mit Segnungen der Brüste und des Mutterleibes.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.26">Die Segnungen deines Vaters überragen die Segnungen meiner Voreltern <note>{W. Erzeuger}</note> bis zur Grenze der ewigen Hügel. Sie werden sein auf dem Haupte Josephs und auf dem Scheitel des Abgesonderten <note>{Eig. des Nasiräers; And.: des Gekrönten}</note> unter seinen Brüdern.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.27">Benjamin ist ein Wolf, der zerreisst; am Morgen verzehrt er Raub, und am Abend verteilt er Beute.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.28">Alle diese sind die zwölf Stämme Israels, und das ist es, was ihr Vater zu ihnen redete und womit er sie segnete; einen jeden nach seinem Segen segnete er sie.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.29">Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen: Bin ich versammelt zu meinem Volke, so begrabet mich zu meinen Vätern in der Höhle, die in dem Felde Ephrons, des Hethiters, ist,</verse>
        <verse osisID="Gen.49.30">in der Höhle, die in dem Felde Machpela vor Mamre ist, im Lande Kanaan, welche Abraham samt dem Felde von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegräbnis gekauft hat.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.31">Dort haben sie Abraham begraben und sein Weib Sara; dort haben sie Isaak begraben und sein Weib Rebekka; und dort habe ich Lea begraben;</verse>
        <verse osisID="Gen.49.32">das Feld und die Höhle, die darin ist, sind erkauft von den Kindern Heth.</verse>
        <verse osisID="Gen.49.33">Und als Jakob geendet hatte, seinen Söhnen Befehle zu geben, zog er seine Füsse aufs Bett herauf und verschied und wurde versammelt zu seinen Völkern.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Gen.50">
        <verse osisID="Gen.50.1">Und Joseph fiel auf das Angesicht seines Vaters und weinte über ihm und küsste ihn.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.2">Und Joseph gebot seinen Knechten, den Ärzten, seinen Vater einzubalsamieren. Und die Ärzte balsamierten Israel ein.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.3">Und es wurden vierzig Tage für ihn erfüllt, denn also werden erfüllt die Tage des Einbalsamierens. Und die Ägypter beweinten ihn siebzig Tage.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.4">Und als die Tage seines Beweinens vorüber waren, da redete Joseph zum Hause des Pharao und sprach: Wenn ich doch Gnade gefunden habe in euren Augen, so redet doch vor den Ohren des Pharao und saget:</verse>
        <verse osisID="Gen.50.5">Mein Vater hat mich schwören lassen und gesagt: Siehe, ich sterbe; in meinem Grabe, das ich mir im Lande Kanaan gegraben <note>{O. gekauft, wie 5. Mose 2,6}</note> habe, daselbst sollst du mich begraben. Und nun lass mich doch hinaufziehen, dass ich meinen Vater begrabe und zurückkomme.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.6">Und der Pharao sprach: Ziehe hinauf und begrabe deinen Vater, so wie er dich hat schwören lassen.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.7">Und Joseph zog hinauf, um seinen Vater zu begraben; und mit ihm zogen hinauf alle Knechte des Pharao, die Ältesten seines Hauses, und alle Ältesten des Landes Ägypten,</verse>
        <verse osisID="Gen.50.8">und das ganze Haus Josephs und seine Brüder und das Haus seines Vaters; nur ihre Kinder und ihr Kleinvieh und ihre Rinder liessen sie im Land Gosen zurück.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.9">Auch zogen sowohl Wagen als Reiter mit ihm hinauf, und der Zug war sehr gross.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.10">Und sie kamen bis zur Tenne Atad, die jenseit des Jordan liegt, und sie hielten daselbst eine sehr grosse und schwere Klage; und er stellte um seinen Vater eine Trauer von sieben Tagen an.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.11">Und die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, sahen die Trauer bei der Tenne Atad, und sie sprachen: Das ist eine schwere Trauer der Ägypter; daher gab man ihr den Namen Avel-Mizraim (Der Ägypter Klage) <note>{Ägypter-Au; vielleicht ist zu lesen: Evel-Mizraim, d.h. Ägypter-Trauer}</note>, die jenseit des Jordan liegt.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.12">Und seine Söhne taten ihm, so wie er ihnen geboten hatte;</verse>
        <verse osisID="Gen.50.13">und seine Söhne führten ihn in das Land Kanaan und begruben ihn in der Höhle des Feldes Machpela, die Abraham samt dem Felde zum Erbbegräbnis gekauft hatte von Ephron, dem Hethiter, vor Mamre.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.14">Und Joseph kehrte wieder nach Ägypten zurück, er und seine Brüder und alle, die mit ihm hinaufgezogen waren, um seinen Vater zu begraben, nachdem er seinen Vater begraben hatte.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.15">Und als die Brüder Josephs sahen, dass ihr Vater gestorben war, da sprachen sie: Wenn nun Joseph uns anfeindete und uns gar all das Böse vergelten würde, das wir ihm angetan haben!</verse>
        <verse osisID="Gen.50.16">Und sie entboten dem Joseph und sprachen: Dein Vater hat vor seinem Tode befohlen und gesagt:</verse>
        <verse osisID="Gen.50.17">So sollt ihr zu Joseph sprechen: Ach, vergib doch die Übertretung deiner Brüder und ihre Sünde! denn <note>{O. dass}</note> sie haben dir Böses angetan. Und nun vergib doch die Übertretung der Knechte des Gottes deines Vaters! Und Joseph weinte, als sie zu ihm redeten.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.18">Und auch seine Brüder gingen und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.19">Da sprach Joseph zu ihnen: "Fürchtet euch nicht; denn bin ich an Gottes Statt?</verse>
        <verse osisID="Gen.50.20">Ihr zwar, ihr hattet Böses wider mich im Sinne; Gott aber hatte im Sinne, es gut zu machen <note>{W. zum Guten}</note>, auf dass er täte, wie es an diesem Tage ist, um ein grosses Volk am Leben zu erhalten.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.21">Und nun, fürchtet euch nicht; ich werde euch und eure Kinder versorgen." Und er tröstete sie und redete zu ihrem Herzen.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.22">Und Joseph wohnte in Ägypten, er und das Haus seines Vaters; und Joseph lebte 110 Jahre.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.23">Und Joseph sah von Ephraim Kinder des dritten Gliedes; auch die Söhne Makirs, des Sohnes Manasses, wurden auf die Knie <note>{Vergl. Kap. 30,3; Ruth 4,16. 17; Hiob 3,12}</note> Josephs geboren.</verse>
        <verse osisID="Gen.50.24">Und Joseph sprach zu seinen Brüdern: "Ich sterbe; und Gott wird euch gewisslich heimsuchen und euch aus diesem Lande hinaufführen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat."</verse>
        <verse osisID="Gen.50.25">Und Joseph liess die Söhne Israels schwören und sprach: "Gott wird euch gewisslich heimsuchen; so führet meine Gebeine von hier hinauf!"</verse>
        <verse osisID="Gen.50.26">Und Joseph starb, 110 Jahre alt; und sie balsamierten ihn ein, und man legte ihn in eine Lade in Ägypten.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="Exod">
      <chapter osisID="Exod.1">
        <verse osisID="Exod.1.1">Und dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten kamen; mit Jakob kamen sie, ein jeder mit seinem Hause:</verse>
        <verse osisID="Exod.1.2">Ruben, Simeon, Levi und Juda;</verse>
        <verse osisID="Exod.1.3">Issaschar, Sebulon und Benjamin;</verse>
        <verse osisID="Exod.1.4">Dan und Naphtali, Gad und Aser.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.5">Und es waren aller Seelen, die aus den Lenden Jakobs hervorgegangen waren, siebzig Seelen. Und Joseph war in Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.6">Und Joseph starb und alle seine Brüder und dasselbige ganze Geschlecht.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.7">Und die Kinder Israel waren fruchtbar und wimmelten und mehrten sich und wurden sehr, sehr stark, und das Land wurde voll von ihnen.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.8">Da stand ein neuer König über Ägypten auf, der Joseph nicht kannte.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.9">Und er sprach zu seinem Volke: Siehe, das Volk der Kinder Israel ist zahlreicher und stärker als wir.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.10">Wohlan, lasst uns klug gegen dasselbe handeln, dass es sich nicht mehre und es nicht geschehe, wenn Krieg eintritt, dass es sich auch zu unseren Feinden schlage und wider uns streite und aus dem Lande hinaufziehe.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.11">Und sie setzten Fronvögte über dasselbe, um es mit ihren Lastarbeiten zu drücken; und es baute dem Pharao Vorratsstädte: Pithom und Raemses.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.12">Aber so wie sie es drückten, also mehrte es sich, und also breitete es sich aus; und es graute ihnen vor den Kindern Israel.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.13">Und die Ägypter hielten die Kinder Israel mit Härte zum Dienst an.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.14">Und sie machten ihnen das Leben bitter durch harten Dienst in Lehm und in Ziegeln, und durch allerlei Dienst auf dem Felde, neben all ihrem Dienst, zu welchem sie sie anhielten mit Härte <note>{O. ... Felde. All ihr Dienst war mit Härte}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.15">Und der König von Ägypten sprach zu den hebräischen Hebammen, von denen der Name der einen Schiphra und der Name der anderen Pua war,</verse>
        <verse osisID="Exod.1.16">und sagte: Wenn ihr den Hebräerinnen bei der Geburt helfet und ihr sie auf dem Geburtsstuhl <note>{der Sinn des hebräischen Wortes ist zweifelhaft}</note> sehet: wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn, und wenn eine Tochter, so mag sie leben.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.17">Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von Ägypten zu ihnen gesagt hatte, und erhielten die Knäblein am Leben.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.18">Und der König von Ägypten rief die Hebammen und sprach zu ihnen: Warum habt ihr dieses getan und die Knäblein am Leben erhalten?</verse>
        <verse osisID="Exod.1.19">Und die Hebammen sprachen zum Pharao: Weil die hebräischen Weiber nicht sind wie die ägyptischen, denn sie sind kräftig; ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.20">Und Gott tat den Hebammen Gutes; und das Volk mehrte sich und wurde sehr stark.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.21">Und es geschah, weil die Hebammen Gott fürchteten, so machte er ihnen Häuser <note>{d.h. Familien; vergl. 2. Sam. 7,11; 1. Kön. 2,24}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.1.22">Da gebot der Pharao all seinem Volke und sprach: Jeden Sohn, der geboren wird, sollt ihr in den Strom werfen, jede Tochter aber sollt ihr leben lassen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.2">
        <verse osisID="Exod.2.1">Und ein Mann vom Hause Levi ging hin und nahm eine Tochter Levis.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.2">Und das Weib ward schwanger und gebar einen Sohn. Und sie sah, dass er schön war, und verbarg ihn drei Monate.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.3">Und als sie ihn nicht länger verbergen konnte, nahm sie für ihn ein Kästlein von Schilfrohr und verpichte es mit Erdharz und mit Pech und legte das Kind darein, und legte es in das Schilf am Ufer des Stromes.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.4">Und seine Schwester stellte sich von ferne, um zu erfahren, was ihm geschehen würde.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.5">Und die Tochter des Pharao ging hinab, um an dem Strome zu baden, und ihre Mägde gingen an der Seite des Stromes. Und sie sah das Kästlein mitten im Schilf und sandte ihre Magd hin und liess es holen.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.6">Und sie öffnete es und sah das Kind, und siehe, der Knabe weinte <note>{O. ein weinender Knabe}</note>. Und es erbarmte sie seiner, und sie sprach: Von den Kindern der Hebräer ist dieses.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.7">Und seine Schwester sprach zu der Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und dir ein säugendes Weib von den Hebräerinnen rufen, dass sie dir das Kind säuge?</verse>
        <verse osisID="Exod.2.8">Und die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Gehe hin. Da ging die Jungfrau hin und rief des Kindes Mutter.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.9">Und die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Nimm dieses Kind mit und säuge es mir, und ich werde dir deinen Lohn geben. Und das Weib nahm das Kind und säugte es.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.10">Und als das Kind gross wurde, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es wurde ihr zum Sohne; und sie gab ihm den Namen Mose und sprach: denn aus dem Wasser habe ich ihn gezogen.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.11">Und es geschah in selbigen Tagen, als Mose gross geworden war, da ging er aus zu seinen Brüdern und sah ihren Lastarbeiten zu; und er sah einen ägyptischen Mann, der einen hebräischen Mann von seinen Brüdern schlug.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.12">Und er wandte sich dahin und dorthin, und als er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sande.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.13">Und er ging am zweiten Tage aus, und siehe, zwei hebräische Männer zankten sich. Da sprach er zu dem Schuldigen: Warum schlägst du deinen Nächsten?</verse>
        <verse osisID="Exod.2.14">Und er sprach: Wer hat dich zum Obersten und Richter über uns gesetzt? Gedenkst du mich zu töten, wie du den Ägypter getötet hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Fürwahr, die Sache ist kund geworden!</verse>
        <verse osisID="Exod.2.15">Und der Pharao hörte diese Sache und suchte Mose zu töten. Und Mose floh vor dem Pharao und weilte im Lande Midian. Und er sass an einem Brunnen.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.16">Und der Priester von Midian hatte sieben Töchter; und sie kamen und schöpften und füllten die Tränkrinnen, um die Herde ihres Vaters zu tränken <note>{Eig. das Kleinvieh; so auch V.17; 3, 1}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.17">Und die Hirten kamen und trieben sie hinweg. Da stand Mose auf und half ihnen und tränkte ihre Herde.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.18">Und sie kamen zu Reghuel, ihrem Vater, und er sprach: Warum seid ihr heute so bald gekommen?</verse>
        <verse osisID="Exod.2.19">Und sie sprachen: Ein ägyptischer Mann hat uns aus der Hand der Hirten errettet und hat auch sogar für uns geschöpft und die Herde getränkt.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.20">Da sprach er zu seinen Töchtern: Und wo ist er? Warum habt ihr denn den Mann zurückgelassen? rufet ihn, dass er mit uns esse. -</verse>
        <verse osisID="Exod.2.21">Und Mose willigte ein, bei dem Manne zu bleiben; und er gab Mose Zippora, seine Tochter.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.22">Und sie gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Gersom <note>{Fremdling daselbst; O. Verbannung}</note>, denn er sprach: Ein Fremdling bin ich geworden in fremdem Lande.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.23">Und es geschah während jener vielen Tage, da starb der König von Ägypten; und die Kinder Israel seufzten wegen des Dienstes und schrieen; und ihr Geschrei wegen des Dienstes stieg hinauf zu Gott.</verse>
        <verse osisID="Exod.2.24">Und Gott hörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte seines Bundes mit Abraham, mit Isaak und mit Jakob;</verse>
        <verse osisID="Exod.2.25">Und Gott sah die Kinder Israel, und Gott nahm Kenntnis von ihnen <note>{O. bekümmerte sich um sie}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.3">
        <verse osisID="Exod.3.1">Und Mose weidete die Herde Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters von Midian. Und er trieb die Herde hinter die Wüste und kam an den Berg Gottes, an den Horeb.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.2">Da erschien ihm der Engel Jahwes in einer Feuerflamme mitten aus einem Dornbusche; und er sah: und siehe, der Dornbusch brannte im Feuer, und der Dornbusch wurde nicht verzehrt.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.3">Und Mose sprach: Ich will doch hinzutreten und dieses grosse Gesicht sehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.4">Und als Jahwe sah, dass er herzutrat, um zu sehen, da rief Gott ihm mitten aus dem Dornbusche zu und sprach: Mose! Mose! Und er sprach: Hier bin ich.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.5">Und er sprach: Nahe nicht hierher! Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füssen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.6">Und er sprach: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verbarg Mose sein Angesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.7">Und Jahwe sprach: Gesehen habe ich das Elend meines Volkes, das in Ägypten ist, und sein Geschrei wegen seiner Treiber habe ich gehört; denn ich kenne seine Schmerzen.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.8">Und ich bin herabgekommen, um es aus der Hand der Ägypter zu erretten und es aus diesem Lande hinaufzuführen in ein gutes und geräumiges Land, in ein Land, das von Milch und Honig fliesst, an den Ort der Kanaaniter und der Hethiter und der Amoriter und der Perisiter und der Hewiter und der Jebusiter.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.9">Und nun siehe, das Geschrei der Kinder Israel ist vor mich gekommen; und ich habe auch den Druck gesehen, womit die Ägypter sie drücken.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.10">Und nun gehe hin, denn ich will dich zu dem Pharao senden, dass du mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägypten herausführest.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.11">Und Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zu dem Pharao gehen, und dass ich die Kinder Israel aus Ägypten herausführen sollte?</verse>
        <verse osisID="Exod.3.12">Und er sprach: Weil ich mit dir sein werde <note>{O. sprach: Denn ich werde mit dir sein}</note>; und dies sei dir das Zeichen, dass ich dich gesandt habe: wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast, werdet ihr auf diesem Berge Gott dienen.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.13">Und Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und zu ihnen spreche: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie zu mir sagen werden: Welches ist sein Name? was soll ich zu Ihnen sagen?</verse>
        <verse osisID="Exod.3.14">Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Und er sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: "Ich bin" hat mich zu euch gesandt.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.15">Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist mein Gedächtnis <note>{d.h. mein Gedenkname; wie Hos. 12,6}</note> von Geschlecht zu Geschlecht.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.16">Gehe hin und versammle die Ältesten Israels und sprich zu ihnen: Jahwe, der Gott eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und hat gesagt: Angesehen habe ich euch, und was euch in Ägypten geschehen ist,</verse>
        <verse osisID="Exod.3.17">und ich habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens heraufführen in das Land der Kanaaniter und der Hethiter und der Amoriter und der Perisiter und der Hewiter und der Jebusiter, in ein Land, das von Milch und Honig fliesst.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.18">Und sie werden auf deine Stimme hören; und du sollst hineingehen, du und die Ältesten Israels, zu dem Könige von Ägypten, und ihr sollt zu ihm sagen: Jahwe, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet; und nun lass uns doch drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen, dass wir Jahwe, unserem Gott, opfern.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.19">Aber ich weiss wohl, dass der König von Ägypten euch nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.20">Und ich werde meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit allen meinen Wundern, die ich in seiner Mitte tun werde; und danach wird er euch ziehen lassen.</verse>
        <verse osisID="Exod.3.21">Und ich werde diesem Volke Gnade geben in den Augen der Ägypter, und es wird geschehen, wenn ihr ausziehet, sollt ihr nicht leer ausziehen:</verse>
        <verse osisID="Exod.3.22">und es soll jedes Weib von ihrer Nachbarin und von ihrer Hausgenossin silberne Geräte und goldene Geräte und Kleider fordern; und ihr sollt sie auf eure Söhne und auf eure Töchter legen und die Ägypter berauben.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.4">
        <verse osisID="Exod.4.1">Und Mose antwortete und sprach: Aber siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören; denn sie werden sagen: Jahwe ist dir nicht erschienen.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.2">Da sprach Jahwe zu ihm: Was ist das in deiner Hand? Und er sprach: Ein Stab.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.3">Und er sprach: Wirf ihn auf die Erde. Da warf er ihn auf die Erde, und er wurde zur Schlange; und Mose floh vor ihr.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.4">Und Jahwe sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus und fasse sie beim Schwanze. Und er streckte seine Hand aus und ergriff sie, und sie wurde zum Stabe in seiner Hand: -</verse>
        <verse osisID="Exod.4.5">auf dass sie glauben, dass Jahwe dir erschienen ist, der Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.6">Und Jahwe sprach weiter zu ihm: Stecke doch deine Hand in deinen Busen. Und er steckte seine Hand in seinen Busen; und er zog sie heraus, und siehe, seine Hand war aussätzig wie Schnee.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.7">Und er sprach: Tue deine Hand wieder in deinen Busen. Und er tat seine Hand wieder in seinen Busen; und er zog sie aus seinem Busen heraus, und siehe, sie war wieder wie sein Fleisch.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.8">Und es wird geschehen, wenn sie dir nicht glauben und nicht auf die Stimme des ersten Zeichens hören, so werden sie der Stimme des anderen Zeichens glauben.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.9">Und es wird geschehen, wenn sie selbst diesen zwei Zeichen nicht glauben und nicht auf deine Stimme hören, so sollst du von dem Wasser des Stromes nehmen und es auf das Trockene giessen; und das Wasser, das du aus dem Strome nehmen wirst, es wird zu Blut werden auf dem Trockenen.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.10">Und Mose sprach zu Jahwe: Ach, Herr! Ich bin kein Mann der Rede, weder seit gestern noch seit vorgestern, noch seitdem du zu deinem Knechte redest; denn ich bin schwer von Mund und schwer von Zunge.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.11">Da sprach Jahwe zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht stumm oder taub oder sehend oder blind? Nicht ich, Jahwe?</verse>
        <verse osisID="Exod.4.12">Und nun gehe hin, und ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du reden sollst.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.13">Und er sprach: Ach, Herr! Sende doch, durch wen du senden willst!</verse>
        <verse osisID="Exod.4.14">Da entbrannte der Zorn Jahwes wider Mose, und er sprach: Ist nicht Aaron, der Levit, dein Bruder? Ich weiss, dass er reden kann; und siehe, er geht auch aus, dir entgegen; und sieht er dich, so wird er sich freuen in seinem Herzen.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.15">Und du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen, und ich will mit deinem Munde und mit seinem Munde sein und will euch lehren, was ihr tun sollt.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.16">Und er soll für dich zum Volke reden; und es wird geschehen, er wird dir zum Munde sein, und du wirst ihm zum Gott sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.17">Und diesen Stab sollst du in deine Hand nehmen, mit welchem du die Zeichen tun sollst.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.18">Und Mose ging hin und kehrte zu Jethro, seinem Schwiegervater, zurück und sprach zu ihm: Lass mich doch gehen und zu meinen Brüdern zurückkehren, die in Ägypten sind, dass ich sehe, ob sie noch leben. Und Jethro sprach zu Mose: Gehe hin in Frieden!</verse>
        <verse osisID="Exod.4.19">Und Jahwe sprach zu Mose in Midian: Gehe hin, kehre nach Ägypten zurück; denn alle die Männer sind gestorben, die nach deinem Leben trachteten.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.20">Und Mose nahm sein Weib und seine Söhne und liess sie auf Eseln reiten und kehrte in das Land Ägypten zurück; und Mose nahm den Stab Gottes in seine Hand.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.21">Und Jahwe sprach zu Mose: Wenn du hinziehst, um nach Ägypten zurückzukehren, so sieh zu, dass du alle die Wunder, die ich in deine Hand gelegt habe, vor dem Pharao tuest. Und ich, ich will sein Herz verhärten, so dass er das Volk nicht ziehen lassen wird.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.22">Und du sollst zu dem Pharao sagen: So spricht Jahwe: Mein Sohn, mein erstgeborener, ist Israel;</verse>
        <verse osisID="Exod.4.23">und ich sage zu dir: Lass meinen Sohn ziehen, dass er mir diene! Und weigerst du dich, ihn ziehen zu lassen, siehe, so werde ich deinen Sohn, deinen erstgeborenen, töten.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.24">Und es geschah auf dem Wege, in der Herberge, da fiel Jahwe ihn an und suchte ihn zu töten.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.25">Da nahm Zippora einen scharfen Stein und schnitt die Vorhaut ihres Sohnes ab und warf sie an seine Füsse und sprach: Fürwahr, du bist mir ein Blutbräutigam!</verse>
        <verse osisID="Exod.4.26">Da liess er von ihm ab. Damals sprach sie "Blutbräutigam" der Beschneidung wegen.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.27">Und Jahwe sprach zu Aaron: Gehe hin, Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und traf ihn am Berge Gottes und küsste ihn.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.28">Und Mose berichtete dem Aaron alle Worte Jahwes, der ihn gesandt, und alle die Zeichen, die er ihm geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.29">Und Mose und Aaron gingen hin, und sie versammelten alle Ältesten der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.30">Und Aaron redete alle die Worte, welche Jahwe zu Mose geredet hatte, und er tat die Zeichen vor den Augen des Volkes.</verse>
        <verse osisID="Exod.4.31">Und das Volk glaubte; und als sie hörten, dass Jahwe die Kinder Israel heimgesucht, und dass er ihr Elend gesehen habe, da neigten sie sich und beteten an.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.5">
        <verse osisID="Exod.5.1">Und danach gingen Mose und Aaron hinein und sprachen zu dem Pharao: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass sie mir ein Fest halten in der Wüste!</verse>
        <verse osisID="Exod.5.2">Da sprach der Pharao: Wer ist Jahwe, auf dessen Stimme ich <note>{O. dass ich auf seine Stimme}</note> hören soll, Israel ziehen zu lassen? Ich kenne Jahwe nicht, und auch werde ich Israel nicht ziehen lassen.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.3">Und sie sprachen: Der Gott der Hebräer ist uns begegnet. Lass uns doch drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen und Jahwe, unserem Gott, opfern, dass er uns nicht schlage mit der Pest oder mit dem Schwerte.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.4">Und der König von Ägypten sprach zu ihnen: Warum, Mose und Aaron, wollt ihr das Volk von seinen Arbeiten losmachen? Gehet an eure Lastarbeiten!</verse>
        <verse osisID="Exod.5.5">Und der Pharao sprach: Siehe, das Volk des Landes ist nun zahlreich, und ihr wollt sie von ihren Lastarbeiten feiern lassen!</verse>
        <verse osisID="Exod.5.6">Und der Pharao befahl selbigen Tages den Treibern des Volkes und seinen Vorstehern und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.5.7">Ihr sollt nicht mehr, wie früher, dem Volke Stroh geben, um Ziegel zu streichen; sie sollen selbst hingehen und sich Stroh sammeln.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.8">Und die Anzahl Ziegel, die sie früher gemacht haben, sollt ihr ihnen auflegen; ihr sollt nichts daran mindern, denn sie sind träge; darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen, wir wollen unserem Gott opfern!</verse>
        <verse osisID="Exod.5.9">Schwer laste der Dienst auf den Männern, dass sie damit zu schaffen haben und nicht achten auf Worte des Trugs.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.10">Und die Treiber des Volkes und seine Vorsteher gingen hinaus und redeten zu dem Volke und sprachen: So spricht der Pharao: Ich werde euch kein Stroh geben;</verse>
        <verse osisID="Exod.5.11">gehet ihr selbst hin, holet euch Stroh, wo ihr es findet; doch an eurem Dienste wird nichts gemindert werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.12">Und das Volk zerstreute sich im ganzen Lande Ägypten, um Stoppeln zu sammeln zu Stroh.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.13">Und die Treiber drängten sie und sprachen: Vollendet eure Arbeiten, das Tagewerk an seinem Tage, wie früher, als Stroh da war!</verse>
        <verse osisID="Exod.5.14">Und die Vorsteher der Kinder Israel, welche die Treiber des Pharao über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, indem man sagte: Warum habt ihr euren Satz Ziegel, sowohl gestern als heute, nicht vollendet wie früher?</verse>
        <verse osisID="Exod.5.15">Da gingen die Vorsteher der Kinder Israel hinein und schrieen zu dem Pharao und sprachen: Warum tust du deinen Knechten also?</verse>
        <verse osisID="Exod.5.16">Stroh wird deinen Knechten nicht gegeben, und man sagt zu uns: Machet Ziegel! und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und es ist die Schuld deines Volkes.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.17">Und er sprach: Ihr seid träge, träge seid ihr! darum sprechet ihr: Wir wollen hinziehen, wir wollen Jahwe opfern.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.18">Und nun gehet hin, arbeitet! und Stroh wird euch nicht gegeben werden, und das Mass Ziegel sollt ihr liefern.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.19">Da sahen die Vorsteher der Kinder Israel, dass es übel mit ihnen stand, weil man sagte: Ihr sollt nichts mindern an euren Ziegeln: das Tagewerk an seinem Tage!</verse>
        <verse osisID="Exod.5.20">Und sie begegneten Mose und Aaron, die ihnen entgegentraten, als sie von dem Pharao herauskamen.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.21">Und sie sprachen zu ihnen: Jahwe sehe auf euch und richte, dass ihr unseren Geruch stinkend gemacht habt vor dem <note>{W. in den Augen des Pharao und seiner Knechte}</note> Pharao und vor seinen <note>{W. in den Augen des Pharao und seiner Knechte}</note> Knechten, so dass ihr ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, uns zu töten.</verse>
        <verse osisID="Exod.5.22">Da wandte sich Mose zu Jahwe und sprach: Herr, warum hast du so übel an diesem Volke getan? warum doch hast du mich gesandt?</verse>
        <verse osisID="Exod.5.23">denn seitdem ich zu dem Pharao hineingegangen bin, um in deinem Namen zu reden, hat er diesem Volke übel getan, und du hast dein Volk durchaus nicht errettet.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.6">
        <verse osisID="Exod.6.1">Und Jahwe sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand gezwungen soll er sie ziehen lassen, und durch eine starke Hand gezwungen soll er sie aus seinem Lande wegtreiben.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.2">Und Gott redete zu Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.3">Und ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als Gott <note>{El}</note>, der Allmächtige; aber mit meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen nicht kundgegeben.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.4">Und auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, ihnen das Land Kanaan zu geben, das Land ihrer Fremdlingschaft, in welchem sie als Fremdlinge geweilt haben.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.5">Und auch habe ich das Wehklagen der Kinder Israel gehört, welche die Ägypter zum Dienst anhalten, und habe meines Bundes gedacht.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.6">Darum sprich zu den Kindern Israel: Ich bin Jahwe, und ich werde euch herausführen unter den Lastarbeiten der Ägypter hinweg, und werde euch erretten aus ihrem Dienste und euch erlösen mit ausgestrecktem Arm und durch grosse Gerichte.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.7">Und ich will euch annehmen mir zum Volke und will euer <note>{W. euch zum Gott}</note> Gott sein; und ihr sollt erkennen, dass ich Jahwe, euer Gott, bin, der euch herausführt unter den Lastarbeiten der Ägypter hinweg.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.8">Und ich werde euch in das Land bringen, welches dem Abraham, Isaak und Jakob zu geben ich meine Hand erhoben habe, und werde es euch zum Besitztum geben, ich, Jahwe <note>{And.: Ich bin Jahwe; so auch Kap. 12,12 u.a. Stellen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.9">Und Mose redete also zu den Kindern Israel; aber sie hörten nicht auf Mose vor Ungeduld <note>{O. Unmut}</note> und vor hartem Dienste.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.10">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.6.11">Gehe hinein, rede zu dem Pharao, dem Könige von Ägypten, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande ziehen lasse.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.12">Und Mose redete vor Jahwe und sprach: Siehe, die Kinder Israel haben nicht auf mich gehört, und wie sollte der Pharao mich hören, zumal ich unbeschnitten an Lippen bin?</verse>
        <verse osisID="Exod.6.13">Und Jahwe redete <note>{O. Also redete Jahwe}</note> zu Mose und zu Aaron und gab ihnen Befehl an die Kinder Israel und an den Pharao, den König von Ägypten, um die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten hinauszuführen.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.14">Dies sind die Häupter ihrer Vaterhäuser: Die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Hanok und Pallu, Hezron und Karmi; das sind die Geschlechter Rubens.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.15">Und die Söhne Simeons: Jemuel und Jamin und Ohad und Jakin und Zochar und Saul, der Sohn der Kanaaniterin; das sind die Geschlechter Simeons.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.16">Und dies sind die Namen der Söhne Levis nach ihren Geschlechtern: Gerson und Kehath und Merari; und die Lebensjahre Levis waren 137 Jahre.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.17">Die Söhne Gersons: Libni und Simei, nach ihren Familien.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.18">Und die Söhne Kehaths: Amram und Jizhar und Hebron und Ussiel; und die Lebensjahre Kehaths waren 133 Jahre.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.19">Und die Söhne Meraris: Machli und Musi; das sind die Familien Levis nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.20">Und Amram nahm Jokebed, seine Muhme, sich zum Weibe, und sie gebar ihm Aaron und Mose; und die Lebensjahre Amrams waren 137 Jahre.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.21">Und die Söhne Jizhars: Korah und Nepheg und Sikri.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.22">Und die Söhne Ussiels: Mischael und Elzaphan und Sithri.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.23">Und Aaron nahm Elischeba, die Tochter Amminadabs, die Schwester Nachschons, sich zum Weibe; und sie gabar ihm Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.24">Und die Söhne Korahs: Assir und Elkana und Abiasaph; das sind die Familien der Korhiter.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.25">Und Eleasar, der Sohn Aarons, nahm eine von den Töchtern Putiels sich zum Weibe, und sie gebar ihm Pinehas; das sind die Häupter der Väter der Leviten nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.26">Dieser Aaron und dieser Mose sind es, zu denen Jahwe gesprochen hat: Führet die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten hinaus, nach ihren Heeren.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.27">Diese sind es, die zu dem Pharao, dem Könige von Ägypten, redeten, um die Kinder Israel aus Ägypten hinauszuführen: dieser Mose und dieser Aaron.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.28">Und es geschah an dem Tage, da Jahwe zu Mose redete im Lande Ägypten,</verse>
        <verse osisID="Exod.6.29">da redete Jahwe zu Mose und sprach: Ich bin Jahwe; rede zu dem Pharao, dem Könige von Ägypten alles, was ich zu dir rede.</verse>
        <verse osisID="Exod.6.30">Und Mose sprach vor Jahwe: Siehe, ich bin unbeschnitten an Lippen, und wie sollte der Pharao auf mich hören?</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.7">
        <verse osisID="Exod.7.1">Und Jahwe sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich dem Pharao zum Gott gesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet <note>{Eig. Sprecher, Vortragender}</note> sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.2">Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde, und dein Bruder Aaron soll zu dem Pharao reden, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande ziehen lasse.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.3">Und ich will das Herz des Pharao verhärten und meine Zeichen und meine Wunder mehren im Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.4">Und der Pharao wird nicht auf euch hören; und ich werde meine Hand an Ägypten legen und meine Heere, mein Volk, die Kinder Israel, aus dem Lande Ägypten herausführen durch grosse Gerichte.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.5">Und die Ägypter sollen erkennen, dass ich Jahwe bin, wenn ich meine Hand über Ägypten ausstrecke und die Kinder Israel aus ihrer Mitte herausführe.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.6">Und Mose und Aaron taten es; so wie Jahwe ihnen geboten hatte, also taten sie.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.7">Und Mose war 80 Jahre alt, und Aaron 83 Jahre alt, als sie zu dem Pharao redeten.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.8">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.7.9">Wenn der Pharao zu euch reden und sagen wird: Tut ein Wunder für euch! so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn hin vor dem Pharao; er soll zur Schlange werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.10">Und Mose und Aaron gingen zu dem Pharao hinein und taten also, wie Jahwe geboten hatte; und Aaron warf seinen Stab hin vor dem Pharao und vor seinen Knechten, und er wurde zur Schlange.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.11">Da berief auch der Pharao die Weisen und die Zauberer; und auch sie, die Schriftgelehrten Ägyptens, taten also mit ihren Zauberkünsten</verse>
        <verse osisID="Exod.7.12">und warfen ein jeder seinen Stab hin, und sie wurden zu Schlangen; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.13">Und das Herz des Pharao verhärtete sich, und er hörte nicht auf sie, so wie Jahwe geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.14">Und Jahwe sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist verstockt; er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.15">Gehe am Morgen zum Pharao - siehe, er wird ans Wasser hinausgehen - und tritt ihm entgegen an dem Ufer des Stromes, und nimm den Stab, der in eine Schlange verwandelt worden, in deine Hand</verse>
        <verse osisID="Exod.7.16">und sprich zu ihm: Jahwe, der Gott der Hebräer, hat mich zu dir gesandt und gesagt: Lass mein Volk ziehen, dass sie mir dienen in der Wüste! Aber siehe, du hast bisher nicht gehört.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.17">So spricht Jahwe: Daran sollst du erkennen, dass ich Jahwe bin: Siehe, ich will mit dem Stabe, der in meiner Hand ist, auf das Wasser schlagen, das in dem Strome ist, und es wird in Blut verwandelt werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.18">Und die Fische, die im Strome sind, werden sterben, und der Strom wird stinken, und die Ägypter wird's ekeln, Wasser aus dem Strome zu trinken.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.19">Und Jahwe sprach zu Mose: Sprich zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Wasser Ägyptens, über seine Flüsse, über seine Kanäle und über seine Teiche und über alle seine Wassersammlungen, dass sie zu Blut werden; und es wird Blut sein im ganzen Lande Ägypten, sowohl in hölzernen als auch in steinernen Gefässen.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.20">Und Mose und Aaron taten also, wie Jahwe geboten hatte; und er erhob den Stab und schlug das Wasser, das im Strome war, vor den Augen des Pharao und vor den Augen seiner Knechte. Da wurde alles Wasser, das im Strome war, in Blut verwandelt;</verse>
        <verse osisID="Exod.7.21">und die Fische, die im Strome waren, starben, und der Strom wurde stinkend, und die Ägypter konnten das Wasser aus dem Strome nicht trinken; und das Blut war im ganzen Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.22">Und die Schriftgelehrten Ägyptens taten ebenso mit ihren Zauberkünsten; und das Herz des Pharao verhärtete sich, und er hörte nicht auf sie, so wie Jahwe geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.23">Und der Pharao wandte sich und ging in sein Haus und nahm auch dies nicht zu Herzen.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.24">Und alle Ägypter gruben rings um den Strom nach Wasser zum Trinken, denn von dem Wasser des Stromes konnten sie nicht trinken.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.25">Und es wurden sieben Tage erfüllt, nachdem Jahwe den Strom geschlagen hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.26">Und Jahwe sprach zu Mose: Gehe zu dem Pharao hinein und sprich zu ihm: So spricht Jahwe: Lass mein Volk ziehen, dass sie mir dienen!</verse>
        <verse osisID="Exod.7.27">Und wenn du dich weigerst, es ziehen zu lassen, siehe, so will ich dein ganzes Gebiet mit Fröschen schlagen.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.28">Und der Strom wird von Fröschen wimmeln, und sie werden heraufsteigen und in dein Haus kommen und in dein Schlafgemach und auf dein Bett und in die Häuser deiner Knechte und unter dein Volk und in deine Öfen und in deine Backtröge.</verse>
        <verse osisID="Exod.7.29">Und die Frösche werden heraufkommen über dich und über dein Volk und über alle deine Knechte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.8">
        <verse osisID="Exod.8.1">Und Jahwe sprach zu Mose: Sprich zu Aaron: Strecke deine Hand mit deinem Stabe aus über die Flüsse, über die Kanäle und über die Teiche, und lass die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.2">Da streckte Aaron seine Hand aus über die Wasser in Ägypten, und die Frösche kamen herauf und bedeckten das Land Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.3">Und die Schriftgelehrten taten ebenso mit ihren Zauberkünsten und liessen die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.4">Und der Pharao rief Mose und Aaron und sprach: Flehet zu Jahwe, dass er die Frösche von mir und von meinem Volke wegnehme, so will ich das Volk ziehen lassen, dass sie Jahwe opfern.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.5">Und Mose sprach zum Pharao: Bestimme über mich, auf wann ich <note>{And.: Habe du die Ehre über (od. vor) mir: auf wann soll ich}</note> für dich und für deine Knechte und für dein Volk flehen soll, die Frösche von dir und aus deinen Häusern auszurotten; nur im Strome sollen sie übrigbleiben.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.6">Und er sprach: Auf morgen. Da sprach er: Es sei nach deinem Worte, auf dass du wissest, dass niemand ist wie Jahwe, unser Gott.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.7">Und die Frösche werden von dir weichen und von deinen Häusern und von deinen Knechten und von deinem Volke; nur im Strome sollen sie übrigbleiben.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.8">Und Mose und Aaron gingen von dem Pharao hinaus; und Mose schrie zu Jahwe wegen der Frösche, die er über den Pharao gebracht hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.9">Und Jahwe tat nach dem Worte Moses, und die Frösche starben weg aus den Häusern, aus den Gehöften und von den Feldern.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.10">Und sie sammelten sie haufenweise, und das Land stank.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.11">Und als der Pharao sah, dass Erleichterung geworden war, da verstockte er sein Herz, und er hörte nicht auf sie, so wie Jahwe geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.12">Und Jahwe sprach zu Mose: Sprich zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub der Erde, und er wird zu Stechmücken werden im ganzen Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.13">Und sie taten also; und Aaron streckte seine Hand mit seinem Stabe aus und schlug den Staub der Erde, und die Stechmücken kamen über die Menschen und über das Vieh; aller Staub der Erde wurde zu Stechmücken im ganzen Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.14">Und die Schriftgelehrten taten ebenso mit ihren Zauberkünsten, um die Stechmücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Stechmücken kamen über die Menschen und über das Vieh.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.15">Da sprachen die Schriftgelehrten zum Pharao: Das ist Gottes Finger! Aber das Herz des Pharao verhärtete sich, und er hörte nicht auf sie, so wie Jahwe geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.16">Und Jahwe sprach zu Mose: Mache dich des Morgens früh auf und tritt vor den Pharao - siehe, er wird ans Wasser hinausgehen - und sprich zu ihm: Also spricht Jahwe: Lass mein Volk ziehen, dass sie mir dienen!</verse>
        <verse osisID="Exod.8.17">Denn wenn du mein Volk nicht ziehen lässest, siehe, so werde ich die Hundsfliegen <note>{Der Sinn des hebräischen Wortes ist zweifelhaft}</note> senden über dich und über deine Knechte und über dein Volk und in deine Häuser; und die Häuser der Ägypter werden voll Hundsfliegen sein und auch der Erdboden, auf dem sie sind.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.18">Und ich werde an selbigem Tage das Land Gosen aussondern, in welchem mein Volk weilt, dass daselbst keine Hundsfliegen seien, auf dass du wissest, dass ich, Jahwe, in der Mitte des Landes bin.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.19">Und ich werde eine Scheidung setzen zwischen meinem Volke und deinem Volke; morgen wird dieses Zeichen geschehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.20">Und Jahwe tat also; und es kamen Hundsfliegen in Menge in das Haus des Pharao und in die Häuser seiner Knechte; und im ganzen Lande Ägypten wurde das Land von den Hundsfliegen verderbt.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.21">Und der Pharao rief Mose und Aaron und sprach: Gehet hin und opfert eurem Gott in dem Lande.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.22">Und Mose sprach: Es geziemt sich nicht, also zu tun; denn wir würden Jahwe, unserem Gott, der Ägypter Greuel opfern; siehe <note>{O. wenn wir... opferten}</note>, opferten wir der Ägypter Greuel vor ihren Augen, würden sie uns nicht steinigen?</verse>
        <verse osisID="Exod.8.23">Drei Tagereisen weit wollen wir in die Wüste ziehen und Jahwe, unserem Gott, opfern, so wie er zu uns geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.24">Und der Pharao sprach: Ich will euch ziehen lassen, dass ihr Jahwe, eurem Gott, in der Wüste opfert; nur entfernet euch nicht so weit! Flehet für mich!</verse>
        <verse osisID="Exod.8.25">Da sprach Mose: Siehe, ich gehe von dir hinaus und will zu Jahwe flehen; und morgen werden die Hundsfliegen von dem Pharao weichen, von seinen Knechten und von seinem Volke; nur handle der Pharao ferner nicht betrüglich, dass er das Volk nicht ziehen lasse, um Jahwe zu opfern.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.26">Und Mose ging von dem Pharao hinaus und flehte zu Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.27">Und Jahwe tat nach dem Worte Moses, und die Hundsfliegen wichen von dem Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volke; nicht eine blieb übrig.</verse>
        <verse osisID="Exod.8.28">Aber der Pharao verstockte sein Herz auch dieses Mal und liess das Volk nicht ziehen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.9">
        <verse osisID="Exod.9.1">Und Jahwe sprach zu Mose: Gehe zu dem Pharao hinein und sprich zu ihm: So spricht Jahwe, der Gott der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, dass sie mir dienen!</verse>
        <verse osisID="Exod.9.2">Denn wenn du dich weigerst, sie ziehen zu lassen, und du sie noch festhältst,</verse>
        <verse osisID="Exod.9.3">siehe, so wird die Hand Jahwes über dein Vieh kommen, das auf dem Felde ist: über die Pferde, über die Esel, über die Kamele, über die Rinder und über das Kleinvieh, eine sehr schwere Pest.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.4">Und Jahwe wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh Israels und dem Vieh der Ägypter, und von allem, was den Kindern Israel gehört, wird nichts sterben.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.5">Und Jahwe bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird Jahwe dieses tun im Lande.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.6">Und Jahwe tat dieses am anderen Tage, und alles Vieh der Ägypter starb, aber von dem Vieh der Kinder Israel starb nicht eines.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.7">Und der Pharao sandte hin, und siehe, von dem Vieh Israels war auch nicht eines gestorben. Aber das Herz des Pharao verstockte sich, und er liess das Volk nicht ziehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.8">Und Jahwe sprach zu Mose und zu Aaron: Nehmet eure Fäuste voll Ofenruss <note>{O. Ofenasche}</note>, und Mose streue ihn gen Himmel vor den Augen des Pharao;</verse>
        <verse osisID="Exod.9.9">und er wird zu Staub werden über dem ganzen Lande Ägypten und wird an Menschen und Vieh zu Geschwüren <note>{O. Beulen}</note> werden, die in Blattern ausbrechen, im ganzen Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.10">Und sie nahmen den Ofenruss und stellten sich vor den Pharao, und Mose streute ihn gen Himmel; und er wurde zu Blattergeschwüren, die an Menschen und Vieh ausbrachen.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.11">Und die Schriftgelehrten vermochten nicht vor Mose zu stehen wegen der Geschwüre; denn die Geschwüre waren an den Schriftgelehrten und an allen Ägyptern.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.12">Und Jahwe verhärtete das Herz des Pharao, und er hörte nicht auf sie, so wie Jahwe zu Mose geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.13">Und Jahwe sprach zu Mose: Mache dich des Morgens früh auf und tritt vor dem Pharao und sprich zu ihm: So spricht Jahwe, der Gott der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, dass sie mir dienen!</verse>
        <verse osisID="Exod.9.14">Denn dieses Mal will ich alle meine Plagen in dein Herz senden und über deine Knechte und über dein Volk, auf dass du wissest, dass niemand ist wie ich auf der ganzen Erde.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.15">Denn jetzt hätte ich meine Hand ausgestreckt und hätte dich und dein Volk mit der Pest geschlagen, und du wärest vertilgt worden von der Erde;</verse>
        <verse osisID="Exod.9.16">aber eben deswegen habe ich dich bestehen lassen, um dir meine Kraft zu zeigen und damit man meinen Namen verkündige auf der ganzen Erde.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.17">Erhebst du dich noch wider mein Volk, dass du sie nicht ziehen lässest,</verse>
        <verse osisID="Exod.9.18">siehe, so will ich morgen um diese Zeit einen sehr schweren Hagel regnen lassen, desgleichen nicht in Ägypten gewesen ist, von dem Tage seiner Gründung an bis jetzt.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.19">Und nun sende hin, und bringe dein Vieh in Sicherheit und alles, was du auf dem Felde hast. Alle Menschen und alles Vieh, die auf dem Felde gefunden und nicht ins Haus aufgenommen werden, auf die fällt der Hagel herab, und sie werden sterben. -</verse>
        <verse osisID="Exod.9.20">Wer unter den Knechten des Pharao das Wort Jahwes fürchtete, der flüchtete seine Knechte und sein Vieh in die Häuser.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.21">Wer aber das Wort Jahwes nicht zu Herzen nahm, der liess seine Knechte und sein Vieh auf dem Felde.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.22">Und Jahwe sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus gen Himmel, dass im ganzen Lande Ägypten Hagel komme auf die Menschen und auf das Vieh und auf alles Kraut des Feldes im Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.23">Und Mose streckte seinen Stab aus gen Himmel, und Jahwe sandte Donner <note>{Eig. gab Stimmen; so auch V.28 usw.}</note> und Hagel, und Feuer fuhr zur Erde. Und Jahwe liess Hagel auf das Land Ägypten regnen.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.24">Und es kam Hagel, und Feuer, mitten im Hagel sich ineinander schlingend <note>{Eig. zusammengeballtes Feuer mitten im Hagel}</note>, sehr schwer, desgleichen im ganzen Lande Ägypten nicht gewesen war, seitdem es eine Nation geworden ist.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.25">Und der Hagel schlug im ganzen Lande Ägypten alles, was auf dem Felde war, vom Menschen bis zum Vieh; und alles Kraut des Feldes schlug der Hagel, und alle Bäume des Feldes zerbrach er.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.26">Nur im Lande Gosen, wo die Kinder Israel waren, war kein Hagel.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.27">Und der Pharao sandte hin und liess Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe dieses Mal gesündigt. Jahwe ist der Gerechte, ich aber und mein Volk sind die Schuldigen.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.28">Flehet zu Jahwe, und es sei genug des Donners Gottes und des Hagels; so will ich euch ziehen lassen, und ihr sollt nicht länger bleiben.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.29">Da sprach Mose zu ihm: Sowie ich zur Stadt hinausgehe, will ich meine Hände zu Jahwe ausbreiten; der Donner wird aufhören, und der Hagel wird nicht mehr sein, auf dass du wissest, dass die Erde Jahwe gehört.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.30">Du aber und deine Knechte, ich weiss, dass ihr euch noch nicht vor Jahwe Gott fürchten werdet. -</verse>
        <verse osisID="Exod.9.31">Und der Flachs und die Gerste wurden geschlagen; denn die Gerste war in der Ähre, und der Flachs hatte Knospen.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.32">Aber der Weizen und der Spelt wurden nicht geschlagen, weil sie spätzeitig sind. -</verse>
        <verse osisID="Exod.9.33">Und Mose ging von dem Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Hände aus zu Jahwe; und der Donner und der Hagel hörten auf, und der Regen ergoss sich nicht mehr auf die Erde.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.34">Und als der Pharao sah, dass der Regen und der Hagel und der Donner aufgehört hatten, da fuhr er fort zu sündigen und verstockte sein Herz, er und seine Knechte.</verse>
        <verse osisID="Exod.9.35">Und das Herz des Pharao verhärtete sich, und er liess die Kinder Israel nicht ziehen, so wie Jahwe durch Mose geredet hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.10">
        <verse osisID="Exod.10.1">Und Jahwe sprach zu Mose: Gehe zu dem Pharao hinein, denn ich habe sein Herz verstockt und das Herz seiner Knechte, um diese meine Zeichen in seiner Mitte zu tun</verse>
        <verse osisID="Exod.10.2">und damit du vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder erzählest, was ich in Ägypten <note>{O. unter den Ägyptern}</note> ausgerichtet, und meine Zeichen, die ich unter ihnen getan habe; und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.3">Da gingen Mose und Aaron zu dem Pharao hinein und sprachen zu ihm: So spricht Jahwe, der Gott der Hebräer: Bis wann weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen? Lass mein Volk ziehen, dass sie mir dienen!</verse>
        <verse osisID="Exod.10.4">Denn wenn du dich weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken in dein Gebiet bringen;</verse>
        <verse osisID="Exod.10.5">und sie werden das Angesicht <note>{Eig. den Anblick; so auch V. 15}</note> des Landes bedecken, dass man das Land nicht wird sehen können; und sie werden das Übrige fressen, das entronnen, das euch übriggeblieben ist von dem Hagel, und werden alle Bäume fressen, die euch auf dem Felde wachsen;</verse>
        <verse osisID="Exod.10.6">und sie werden deine Häuser erfüllen und die Häuser aller deiner Knechte und die Häuser aller Ägypter, wie es deine Väter und die Väter deiner Väter nicht gesehen haben, seit dem Tage, da sie auf Erden gewesen sind, bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging von dem Pharao hinaus.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.7">Und die Knechte des Pharao sprachen zu ihm: Bis wann soll uns dieser zum Fallstrick sein? Lass die Leute ziehen, dass sie Jahwe, ihrem Gott, dienen! Erkennst du noch nicht, dass Ägypten zu Grunde geht?</verse>
        <verse osisID="Exod.10.8">Und Mose und Aaron wurden wieder zu dem Pharao gebracht, und er sprach zu ihnen: Ziehet hin, dienet Jahwe, eurem Gott! Welche alle sind es, die ziehen sollen?</verse>
        <verse osisID="Exod.10.9">Da sprach Mose: Mit unseren Jungen und mit unseren Alten wollen wir ziehen, mit unseren Söhnen und mit unseren Töchtern, mit unserem Kleinvieh und mit unseren Rindern wollen wir ziehen; denn wir haben ein Fest Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.10">Und er sprach zu ihnen: Jahwe sei so mit euch, wie ich euch und eure Kinder ziehen lasse! Sehet zu, denn ihr habt Böses vor <note>{O. Sehet, dass Böses euch bevorsteht! W. dass Böses (od.denn Böses ist) vor eurem Angesicht ist}</note>!</verse>
        <verse osisID="Exod.10.11">Nicht also! Ziehet doch hin, ihr Männer, und dienet Jahwe; denn das ist es, was ihr begehrt habt. Und man trieb sie von dem Pharao hinaus.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.12">Und Jahwe sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Land Ägypten wegen der Heuschrecken, dass sie über das Land Ägypten heraufkommen und alles Kraut des Landes fressen, alles was der Hagel übriggelassen hat.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.13">Und Mose streckte seinen Stab aus über das Land Ägypten, und Jahwe führte einen Ostwind ins Land selbigen ganzen Tag und die ganze Nacht. Als es Morgen wurde, da trieb der Ostwind die Heuschrecken herbei.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.14">Und die Heuschrecken kamen herauf über das ganze Land Ägypten und liessen sich in dem ganzen Gebiet Ägyptens nieder, in gewaltiger Menge; vor ihnen sind nicht derart Heuschrecken gewesen wie diese, und nach ihnen werden nicht derart sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.15">Und sie bedeckten das Angesicht des ganzen Landes, so dass das Land verfinstert wurde; und sie frassen alles Kraut des Landes und alle Früchte der Bäume, die der Hagel übriggelassen hatte; und es blieb nichts Grünes übrig an den Bäumen und am Kraut des Feldes im ganzen Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.16">Und der Pharao rief Mose und Aaron eilends und sprach: Ich habe gesündigt gegen Jahwe, euren Gott, und gegen euch!</verse>
        <verse osisID="Exod.10.17">Und nun vergib doch meine Sünde nur dieses Mal, und flehet zu Jahwe, eurem Gott, dass er nur diesen Tod von mir wegnehme!</verse>
        <verse osisID="Exod.10.18">Da ging er von dem Pharao hinaus und flehte zu Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.19">Und Jahwe wandte den Wind in einen sehr starken Westwind, der hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer. Es blieb nicht eine Heuschrecke übrig in dem ganzen Gebiet Ägyptens.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.20">Und Jahwe verhärtete das Herz des Pharao, und er liess die Kinder Israel nicht ziehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.21">Und Jahwe sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus gen Himmel, dass eine Finsternis über das Land Ägypten komme, so dass man die Finsternis greifen möge.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.22">Und Mose streckte seine Hand aus gen Himmel; da entstand im ganzen Lande Ägypten eine dichte Finsternis drei Tage lang.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.23">Sie sahen einer den anderen nicht, und keiner stand von seinem Platze auf drei Tage lang; aber alle Kinder Israel hatten Licht in ihren Wohnungen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.10.24">Und der Pharao rief Mose und sprach: Ziehet hin, dienet Jahwe; nur euer Kleinvieh und eure Rinder sollen zurückbleiben; auch eure Kinder mögen mit euch ziehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.25">Und Mose sprach: Auch Schlachtopfer und Brandopfer musst du in unsere Hände geben, dass wir Jahwe, unserem Gott opfern.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.26">So muss auch unser Vieh mit uns ziehen, nicht eine Klaue darf zurückbleiben; denn davon werden wir nehmen, um Jahwe, unserem Gott, zu dienen; wir wissen ja nicht, womit wir Jahwe dienen sollen, bis wir dorthin kommen.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.27">Aber Jahwe verhärtete das Herz des Pharao, und er wollte sie nicht ziehen lassen.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.28">Und der Pharao sprach zu ihm: Gehe hinweg von mir; hüte dich, sieh mein Angesicht nicht wieder! denn an dem Tage, da du mein Angesicht siehst, wirst du sterben.</verse>
        <verse osisID="Exod.10.29">Und Mose sprach: Du hast recht geredet, ich werde dein Angesicht nicht mehr wiedersehen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.11">
        <verse osisID="Exod.11.1">Und Jahwe sprach zu Mose: Noch eine Plage will ich über den Pharao und über Ägypten bringen; danach wird er euch von hinnen ziehen lassen. Wenn er euch vollends ziehen lassen wird, so wird er euch sogar von hier wegtreiben.</verse>
        <verse osisID="Exod.11.2">Rede doch zu den Ohren des Volkes, dass sie ein jeder von seinem Nachbarn und eine jede von ihrer Nachbarin silberne Geräte und goldene Geräte fordern.</verse>
        <verse osisID="Exod.11.3">Und Jahwe gab dem Volke Gnade in den Augen der Ägypter. Auch war der Mann Mose sehr gross im Lande Ägypten, in den Augen der Knechte des Pharao und in den Augen des Volkes.</verse>
        <verse osisID="Exod.11.4">Und Mose sprach: So spricht Jahwe: Um Mitternacht will ich ausgehen mitten durch Ägypten;</verse>
        <verse osisID="Exod.11.5">und alle Erstgeburt im Lande Ägypten soll sterben, von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Throne sitzt, bis zum Erstgeborenen der Magd, die hinter der Mühle ist, und alle Erstgeburt des Viehes.</verse>
        <verse osisID="Exod.11.6">Und es wird ein grosses Geschrei sein im ganzen Lande Ägypten, desgleichen nie gewesen ist und desgleichen nicht mehr sein wird.</verse>
        <verse osisID="Exod.11.7">Aber gegen alle Kinder Israel wird nicht ein Hund seine Zunge spitzen, vom Menschen bis zum Vieh; auf dass ihr wisset, dass Jahwe einen Unterschied macht zwischen den Ägyptern und den Israeliten.</verse>
        <verse osisID="Exod.11.8">Und alle diese deine Knechte werden zu mir herabkommen und sich vor mir niederbeugen und sagen: Ziehe aus, du und alles Volk, das dir folgt! Und danach werde ich ausziehen. - Und er ging von dem Pharao hinaus in glühendem Zorn.</verse>
        <verse osisID="Exod.11.9">Und Jahwe hatte zu Mose gesagt: Der Pharao wird nicht auf euch hören, auf dass meine Wunder sich mehren im Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.11.10">Und Mose und Aaron haben alle diese Wunder getan vor dem Pharao; aber Jahwe verhärtete das Herz des Pharao, und er liess die Kinder Israel nicht aus seinem Lande ziehen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.12">
        <verse osisID="Exod.12.1">Und Jahwe redete zu Mose und Aaron im Lande Ägypten und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.12.2">Dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein, er soll euch der erste sein von den Monaten des Jahres <note>{d.h. des heiligen Jahres, das mit dem ersten Neomond nach der Frühlings- Nachtgleiche anfing; das bürgerliche Jahr begann mit dem ersten Neumond nach der Herbst-Nachtgleiche}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.3">Redet zu der ganzen Gemeinde Israel und sprechet: Am Zehnten dieses Monats, da nehme sich ein jeder ein Lamm <note>{Eig. ein junges Schaf, od. eine junge Ziege}</note> für ein Vaterhaus, ein Lamm für ein Haus.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.4">Und wenn das Haus nicht zahlreich genug ist für ein Lamm, so nehme er es und sein Nachbar, der nächste an seinem Hause, nach der Zahl der Seelen; einen jeden sollt ihr nach dem Masse seines Essens rechnen auf das Lamm.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.5">Ein Lamm ohne Fehl <note>{Eig. vollkommen, vollständig}</note> sollt ihr haben, ein männliches, einjährig; von den Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.6">Und ihr sollt es in Verwahrung haben bis auf den vierzehnten Tag dieses Monats; und die ganze Versammlung der Gemeinde Israel soll es schlachten zwischen den zwei Abenden <note>{Wahrscheinlich die Zeit zwischen dem Sonnenuntergang und dem Einbruch der Nacht. (Vergl. 5. Mose 16,6)}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.7">Und sie sollen von dem Blute nehmen und es an die beiden Pfosten und an die Oberschwelle tun, an den Häusern, in welchen sie es essen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.8">Und sie sollen in selbiger Nacht das Fleisch essen, gebraten am Feuer, und ungesäuertes Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.9">Ihr sollt nichts roh davon essen und keineswegs im Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten: seinen Kopf samt seinen Schenkeln und samt seinem Eingeweide.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.10">Und ihr sollt nichts davon übriglassen bis an den Morgen; und was davon bis an den Morgen übrigbleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.11">Und also sollt ihr es essen: Eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füssen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Eile. Es ist das Passah <note>{Vorübergehen; vergl. V.13}</note> Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.12">Und ich werde in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Lande Ägypten schlagen vom Menschen bis zum Vieh, und ich werde Gericht üben an allen Göttern Ägyptens, ich, Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.13">Und das Blut soll euch zum Zeichen sein an den Häusern, worin ihr seid; und sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen; und es wird keine Plage zum Verderben unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.14">Und dieser Tag soll euch zum Gedächtnis sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest dem Jahwe; als ewige Satzung bei euren Geschlechtern <note>{W. nach euren Geschlechtern, d.h. so viele ihrer sein werden}</note> sollt ihr ihn feiern.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.15">Sieben Tage sollt ihr Ungesäuertes essen; ja, am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern wegtun; denn jeder, der Gesäuertes isset, von dem ersten Tage bis zu dem siebten Tage, selbige Seele soll ausgerottet werden aus Israel.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.16">Und am ersten Tage soll euch eine heilige Versammlung <note>{Eig. Berufung, Zusammenberufung; so auch nachher}</note> und am siebten Tage eine heilige Versammlung sein; keinerlei Arbeit soll an ihnen getan werden; nur was von jeder Seele gegessen wird, das allein soll von euch bereitet werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.17">Und so beobachtet das Fest der ungesäuerten Brote <note>{W. beobachtet die ungesäuerten (Brote od. Kuchen)}</note>; denn an diesem selbigen Tage habe ich eure Heere aus dem Lande Ägypten herausgeführt. Und ihr sollt diesen Tag beobachten bei euren Geschlechtern als ewige Satzung.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.18">Im ersten Monat, am 14. Tage des Monats, am Abend, sollt ihr Ungesäuertes essen bis zu dem 21. Tage des Monats, am Abend.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.19">Sieben Tage soll kein Sauerteig in euren Häusern gefunden werden; denn jeder, der Gesäuertes isset, selbige Seele soll aus der Gemeinde Israel ausgerottet werden, er sei Fremdling oder Eingeborener des Landes.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.20">Nichts Gesäuertes sollt ihr essen; in allen euren Wohnungen sollt ihr Ungesäuertes essen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.21">Und Mose rief alle Ältesten Israels und sprach zu ihnen: Greifet <note>{O. Sondert aus; eig. ziehet}</note> und nehmet euch Kleinvieh nach euren Familien und schlachtet das Passah;</verse>
        <verse osisID="Exod.12.22">und nehmet einen Büschel Ysop und tauchet ihn in das Blut, das in dem Becken ist, und streichet von dem Blute, das in dem Becken ist, an die Oberschwelle und an die beiden Pfosten; ihr aber, keiner von euch soll zur Türe seines Hauses hinausgehen bis an den Morgen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.23">Und Jahwe wird hindurchgehen, die Ägypter zu schlagen; und sieht er das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten, so wird Jahwe an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, um zu schlagen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.24">Und ihr sollt dieses beobachten als eine Satzung für dich und deine Kinder ewiglich.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.25">Und es soll geschehen, wenn ihr in das Land kommet, das Jahwe euch geben wird, so wie er geredet hat, so sollt ihr diesen Dienst beobachten.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.26">Und es soll geschehen, wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was soll euch dieser Dienst?</verse>
        <verse osisID="Exod.12.27">so sollt ihr sagen: Es ist ein Passahopfer dem Jahwe, der an den Häusern der Kinder Israel in Ägypten vorüberging, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser rettete. Und das Volk neigte sich und betete an.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.28">Und die Kinder Israel gingen hin und taten es; so wie Jahwe Mose und Aaron geboten hatte, also taten sie.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.29">Und es geschah um Mitternacht, da schlug Jahwe alle Erstgeburt im Lande Ägypten, von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Throne sass, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen, der im Kerker war, und alle Erstgeburt des Viehes.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.30">Und der Pharao stand in der Nacht auf, er und alle seine Knechte und alle Ägypter, und es entstand ein grosses Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, worin nicht ein Toter war.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.31">Und er rief Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet euch auf, ziehet weg aus der Mitte meines Volkes, sowohl ihr als auch die Kinder Israel, und gehet hin, dienet Jahwe, wie ihr geredet habt;</verse>
        <verse osisID="Exod.12.32">auch euer Kleinvieh und eure Rinder nehmet mit, so wie ihr geredet habt, und gehet hin und segnet mich auch!</verse>
        <verse osisID="Exod.12.33">Und die Ägypter drängten das Volk, sie eilends aus dem Lande ziehen zu lassen; denn sie sagten: Wir alle sind des Todes!</verse>
        <verse osisID="Exod.12.34">Und das Volk trug seinen Teig, ehe er gesäuert war, ihre Backschüsseln in ihre Kleider <note>{Eig. Oberkleider; das Obergewand bestand meist aus einem grossen viereckigen Stück Zeug, das man in verschiedener Weise umwarf}</note> gebunden, auf ihren Schultern.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.35">Und die Kinder Israel taten nach dem Worte Moses und forderten von den Ägyptern silberne Geräte und goldene Geräte und Kleider <note>{Eig. Oberkleider; das Obergewand bestand meist aus einem grossen viereckigen Stück Zeug, das man in verschiedener Weise umwarf}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.36">Und Jahwe gab dem Volke Gnade in den Augen der Ägypter, und sie gaben ihnen das Geforderte; und sie beraubten die Ägypter.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.37">Und die Kinder Israel brachen auf von Raemses nach Sukkoth, bei 600000 Mann zu Fuss, die Männer ohne die Kinder.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.38">Und auch viel Mischvolk zog mit ihnen herauf, und Kleinvieh und Rinder, sehr viel Vieh.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.39">Und sie backten den Teig, den sie aus Ägypten gebracht hatten, zu ungesäuerten Kuchen <note>{S.die Anm. zu 1. Mose 18,6}</note>; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten getrieben worden waren und nicht hatten verziehen können; und sie hatten auch keine Zehrung für sich bereitet.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.40">Und die Wohnzeit der Kinder Israel, die sie in Ägypten zugebracht haben, ist 430 Jahre.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.41">Und es geschah am Ende der 430 Jahre, und es geschah an diesem selbigen Tage, dass alle Heere Jahwes aus dem Lande Ägypten auszogen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.42">Dies ist eine Nacht, die dem Jahwe zu beobachten ist, weil er sie aus dem Lande Ägypten herausführte; diese selbige Nacht gehört dem Jahwe, sie ist zu beobachten von allen Kindern Israel bei ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.43">Und Jahwe redete zu Mose und Aaron: Dies ist die Satzung des Passah: Kein Fremdling soll davon essen;</verse>
        <verse osisID="Exod.12.44">jedes Mannes Knecht aber, ein für Geld Erkaufter, wenn du ihn beschneidest, dann darf er davon essen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.45">Ein Beisass und ein Mietling soll nicht davon essen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.46">In einem Hause soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem Fleische aus dem Hause hinausbringen, und ihr sollt kein Bein an ihm zerbrechen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.47">Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern <note>{An anderen Stellen mit "opfern" übersetzt; eig. tun, bereiten}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.48">Und wenn ein Fremdling bei dir weilt und das Passah dem Jahwe feiern <note>{An anderen Stellen mit "opfern" übersetzt; eig. tun, bereiten}</note> will, so werde alles Männliche bei ihm beschnitten, und dann komme er herzu, es zu feiern; und er soll sein wie ein Eingeborener des Landes. Aber kein Unbeschnittener soll davon essen.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.49">Ein Gesetz soll sein für den Eingeborenen und für den Fremdling, der in eurer Mitte weilt.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.50">Und alle Kinder Israel taten, wie Jahwe Mose und Aaron geboten hatte; also taten sie.</verse>
        <verse osisID="Exod.12.51">Und es geschah an diesem selbigen Tage, da führte Jahwe die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten heraus nach ihren Heeren.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.13">
        <verse osisID="Exod.13.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.13.2">Heilige mir alles Erstgeborene, was irgend den Mutterschoss durchbricht unter den Kindern Israel, an Menschen und an Vieh; es ist mein. -</verse>
        <verse osisID="Exod.13.3">Und Mose sprach zu dem Volke: Gedenket dieses Tages, an welchem ihr aus Ägypten gezogen seid, aus dem Hause der Knechtschaft <note>{W. der Knechte}</note>; denn mit starker Hand hat Jahwe euch von hier herausgeführt; und es soll nichts Gesäuertes gegessen werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.4">Heute ziehet ihr aus, im Monat Abib <note>{Ährenmonat; vergleiche Kap. 12,2}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.5">Und es soll geschehen, wenn Jahwe dich bringt in das Land der Kanaaniter und der Hethiter und der Amoriter und der Hewiter und der Jebusiter, das er deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben, ein Land, das von Milch und Honig fliesst, so sollst du diesen Dienst in diesem Monat halten.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.6">Sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen, und am siebten Tage ist ein Fest dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.7">Die sieben Tage soll Ungesäuertes gegessen werden; und nicht soll Gesäuertes bei dir gesehen werden, noch soll Sauerteig bei dir gesehen werden in allen deinen Grenzen.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.8">Und du sollst deinem Sohne an selbigem Tage kundtun und sprechen: Es ist um deswillen, was Jahwe mir getan hat, als ich aus Ägypten zog.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.9">Und es sei dir zu einem Zeichen an deiner Hand und zu einem Denkzeichen zwischen deinen Augen, damit das Gesetz Jahwes in deinem Munde sei; denn mit starker Hand hat Jahwe dich aus Ägypten herausgeführt.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.10">Und du sollst diese Satzung beobachten zu ihrer bestimmten Zeit, von Jahr zu Jahr.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.11">Und es soll geschehen, wenn Jahwe dich in das Land der Kanaaniter bringt, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat, und es dir gibt,</verse>
        <verse osisID="Exod.13.12">so sollst du Jahwe alles darbringen, was den Mutterschoss durchbricht; und alles zuerst Geworfene vom Vieh, das dir zuteil wird, die Männlichen gehören Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.13">Und jedes Erstgeborene des Esels sollst du mit einem Lamme <note>{S. die Anm. zu Kap. 12,3}</note> lösen, und wenn du es nicht lösest, so brich ihm das Genick; und jedes Erstgeborene des Menschen unter deinen Söhnen sollst du lösen.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.14">Und es soll geschehen, wenn dein Sohn dich künftig fragt und spricht: Was ist das? so sollst du zu ihm sagen: Mit starker Hand hat Jahwe uns aus Ägypten herausgeführt, aus dem Hause der Knechtschaft.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.15">Und es geschah, da der Pharao sich hartnäckig weigerte, uns ziehen zu lassen, tötete Jahwe alle Erstgeburt im Lande Ägypten, vom Erstgeborenen des Menschen bis zum Erstgeborenen des Viehes; darum opfere ich dem Jahwe alles, was den Mutterschoss durchbricht, die Männlichen, und jeden Erstgeborenen meiner Söhne löse ich.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.16">Und es sei zu einem Zeichen an deiner Hand und zu Stirnbändern zwischen deinen Augen; denn mit starker Hand hat Jahwe uns aus Ägypten herausgeführt.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.17">Und es geschah, als der Pharao das Volk ziehen liess, da führte Gott sie nicht den Weg durch das Land der Philister, wiewohl er nahe war; denn Gott sprach: Damit es das Volk nicht gereue, wenn sie den Streit sehen, und sie nicht nach Ägypten zurückkehren.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.18">Und Gott führte das Volk herum, den Weg der Wüste des Schilfmeeres; und die Kinder Israel zogen gerüstet aus dem Lande Ägypten herauf.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.19">Und Mose nahm die Gebeine Josephs mit sich; denn er hatte die Kinder Israel ausdrücklich schwören lassen und gesagt: Gott wird euch gewisslich heimsuchen; so führet denn meine Gebeine mit euch von hier hinauf!</verse>
        <verse osisID="Exod.13.20">Und sie brachen auf von Sukkoth und lagerten sich in Etham, am Rande der Wüste.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.21">Und Jahwe zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensäule, um sie auf dem Wege zu leiten, und des Nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht ziehen könnten <note>{O. so dass sie... ziehen konnten}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.13.22">Des Tages wich nicht die Wolkensäule noch des Nachts die Feuersäule vor dem Volke.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.14">
        <verse osisID="Exod.14.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.14.2">Sprich zu den Kindern Israel, dass sie umkehren und sich lagern vor Pi-Hachiroth, zwischen Migdol und dem Meere; vor Baal-Zephon, ihm gegenüber, sollt ihr euch am Meere lagern.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.3">Und der Pharao wird von den Kindern Israel sagen: Verwirrt irren sie im Lande umher, die Wüste hat sie umschlossen.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.4">Und ich will das Herz des Pharao verhärten, dass er ihnen nachjage; und ich will mich verherrlichen an dem Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, und die Ägypter sollen erkennen, dass ich Jahwe bin. Und sie taten also.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.5">Und es wurde dem König von Ägypten berichtet, dass das Volk entflohen wäre; da verwandelte sich das Herz des Pharao und seiner Knechte gegen das Volk, und sie sprachen: Was haben wir da getan, dass wir Israel aus unserem Dienste haben ziehen lassen!</verse>
        <verse osisID="Exod.14.6">Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.7">Und er nahm sechshundert auserlesene Wagen und alle Wagen Ägyptens, und Wagenkämpfer auf jedem derselben.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.8">Und Jahwe verhärtete das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, und er jagte den Kindern Israel nach; und die Kinder Israel zogen aus mit erhobener Hand.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.9">Und die Ägypter jagten ihnen nach, alle Rosse, Wagen <note>{O. alle Wagenrosse}</note> des Pharao und seine Reiter und seine Heeresmacht, und erreichten sie, als sie sich am Meere gelagert hatten, bei Pi-Hachiroth, vor Baal-Zephon.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.10">Und als der Pharao nahte, da hoben die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her; und die Kinder Israel fürchteten sich sehr und schrieen zu Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.11">Und sie sprachen zu Mose: Hast du uns darum, weil in Ägypten keine Gräber waren, weggeholt, um in der Wüste zu sterben? Warum hast du uns das getan, dass du uns aus Ägypten herausgeführt hast?</verse>
        <verse osisID="Exod.14.12">Ist dies nicht das Wort, das wir in Ägypten zu dir geredet haben, indem wir sprachen: Lass ab von uns, dass wir den Ägyptern dienen? denn besser wäre es uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.13">Und Mose sprach zu dem Volke: Fürchtet euch nicht! stehet und sehet die Rettung Jahwes, die er euch heute schaffen wird; denn die Ägypter, die ihr heute sehet, die werdet ihr hinfort nicht mehr sehen ewiglich.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.14">Jahwe wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein <note>{O. sollt schweigen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.15">Und Jahwe sprach zu Mose: Was schreiest du zu mir? rede zu den Kindern Israel, dass sie aufbrechen.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.16">Und du, erhebe deinen Stab und strecke deine Hand aus über das Meer und spalte es, dass die Kinder Israel mitten in das Meer hineingehen auf dem Trockenen.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.17">Und ich, siehe, ich will das Herz der Ägypter verhärten, und sie werden hinter ihnen herkommen; und ich will mich verherrlichen an dem Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Wagen und an seinen Reitern.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.18">Und die Ägypter sollen erkennen, dass ich Jahwe bin, wenn ich mich verherrlicht habe an dem Pharao, an seinen Wagen und an seinen Reitern.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.19">Und der Engel Gottes, der vor dem Heere Israels herzog, brach auf und trat hinter sie; und die Wolkensäule brach auf von vorn <note>{W.- von vor ihnen}</note> und stellte sich hinter sie.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.20">Und sie kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels, und sie wurde dort Wolke und Finsternis, und erleuchtete hier die Nacht; und so nahte jenes diesem nicht die ganze Nacht.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.21">Und Mose streckte seine Hand aus über das Meer, und Jahwe trieb das Meer durch einen starken Ostwind hinweg, die ganze Nacht, und machte das Meer trocken <note>{Eig. zu trockenem Lande}</note>, und die Wasser wurden gespalten.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.22">Und die Kinder Israel gingen mitten in das Meer hinein auf dem Trockenen, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.23">Und die Ägypter jagten ihnen nach und kamen hinter ihnen her, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und seine Reiter, mitten ins Meer.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.24">Und es geschah in der Morgenwache, da schaute Jahwe in der Feuer- und Wolkensäule auf das Heer der Ägypter und verwirrte das Heer der Ägypter.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.25">Und er stiess die Räder von seinen Wagen und liess es fahren mit Beschwerde. Und die Ägypter sprachen: Lasst uns vor Israel fliehen, denn Jahwe streitet für sie wider die Ägypter!</verse>
        <verse osisID="Exod.14.26">Und Jahwe sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Meer, dass die Wasser über die Ägypter zurückkehren, über ihre Wagen und über ihre Reiter.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.27">Da streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kehrte beim Anbruch des Morgens zu seiner Strömung zurück; und die Ägypter flohen ihm entgegen; und Jahwe stürzte die Ägypter mitten ins Meer.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.28">Und die Wasser kehrten zurück und bedeckten die Wagen und die Reiter der ganzen Heeresmacht des Pharao, die hinter ihnen her ins Meer gekommen waren; es blieb auch nicht einer von ihnen übrig.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.29">Und die Kinder Israel gingen auf dem Trockenen mitten durch das Meer, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.30">So rettete Jahwe Israel an selbigem Tage aus der Hand der Ägypter, und Israel sah die Ägypter tot am Ufer des Meeres.</verse>
        <verse osisID="Exod.14.31">Und Israel sah die grosse Macht <note>{W. Hand}</note>, die Jahwe an den Ägyptern betätigt hatte; und das Volk fürchtete Jahwe, und sie glaubten an Jahwe und an Mose, seinen Knecht.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.15">
        <verse osisID="Exod.15.1">Damals sangen Mose und die Kinder Israel dieses Lied dem Jahwe und sprachen also: Singen will ich Jahwe, denn hoch erhaben ist er <note>{O. hoch hat er sich erhoben; so auch V.21}</note>; das Ross und seinen Reiter hat er ins Meer gestürzt.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.2">Meine Stärke <note>{And.: Mein Lob, Preis}</note> und mein Gesang ist Jah, denn er ist mir zur Rettung geworden; dieser ist mein Gott <note>{El}</note>, und ich will ihn verherrlichen <note>{And.: ihm eine Wohnung machen}</note>, meines Vaters Gott, und ich will ihn erheben.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.3">Jahwe ist ein Kriegsmann, Jahwe sein Name.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.4">Die Wagen des Pharao und seine Heeresmacht hat er ins Meer gestürzt, und die Auserlesenen seiner Wagenkämpfer sind versunken im Schilfmeer.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.5">Die Fluten bedeckten sie, sie sind hinuntergefahren in die Tiefen wie ein Stein.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.6">Deine Rechte, Jahwe, ist herrlich in Macht; deine Rechte, Jahwe, hat zerschmettert den Feind.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.7">Und in der Grösse deiner Hoheit hast du niedergerissen, die sich wider dich erhoben; du liessest deine Zornglut los: sie hat sie verzehrt wie Stoppeln.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.8">Und durch den Hauch deiner Nase türmten sich die Wasser, es standen die Strömungen wie ein Damm, es gerannen die Fluten im Herzen des Meeres.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.9">Der Feind sprach: Ich will nachjagen, einholen, Beute teilen; meine Gier soll sich sättigen an ihnen; ich will mein Schwert ziehen, meine Hand soll sie vertilgen.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.10">Du hauchtest mit deinem Odem - das Meer bedeckte sie; sie sanken unter wie Blei in die gewaltigen Wasser.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.11">Wer ist dir gleich unter den Göttern, Jahwe! Wer ist dir gleich, herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhm, Wunder tuend!</verse>
        <verse osisID="Exod.15.12">Du strecktest deine Rechte aus - die Erde verschlang sie.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.13">Du hast durch deine Güte geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.14">Es hörten's die Völker, sie bebten; Angst ergriff die Bewohner Philistäas.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.15">Da wurden bestürzt die Fürsten Edoms; die Starken Moabs, sie ergriff Beben; es verzagten alle Bewohner Kanaans.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.16">Es überfiel sie Schrecken und Furcht; ob der Grösse deines Armes verstummten sie gleich einem Stein, bis hindurchzog dein Volk, Jahwe, bis hindurchzog das Volk, das du erworben hast.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.17">Du wirst sie bringen und pflanzen auf den Berg deines Erbteils, die Stätte, die du, Jahwe, zu deiner Wohnung gemacht, das Heiligtum, Herr, das deine Hände bereitet haben.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.18">Jahwe wird König sein immer und ewiglich! -</verse>
        <verse osisID="Exod.15.19">Denn die Rosse des Pharao mit seinen Wagen und mit seinen Reitern sind ins Meer gekommen, und Jahwe hat die Wasser des Meeres über sie zurückgeführt; und die Kinder Israel gingen auf dem Trockenen mitten durchs Meer.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.20">Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm das Tamburin in ihre Hand; und alle Weiber zogen aus, hinter ihr her, mit Tamburinen und in Reigen.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.21">Und Mirjam antwortete ihnen <note>{d.h. den Männern im Wechselgesang}</note>: Singet Jahwe, denn hoch erhaben ist er; das Ross und seinen Reiter hat er ins Meer gestürzt! -</verse>
        <verse osisID="Exod.15.22">Und Mose liess Israel vom Schilfmeer aufbrechen, und sie zogen aus in die Wüste Sur; und sie wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.23">Und sie kamen nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war bitter: darum gab man ihm den Namen Mara <note>{Bitterkeit}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.24">Und das Volk murrte wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken?</verse>
        <verse osisID="Exod.15.25">Und er schrie zu Jahwe, und Jahwe wies ihm ein Holz; und er warf es in das Wasser, und das Wasser wurde süss. Dort stellte er ihm Satzung und Recht, und dort versuchte er es;</verse>
        <verse osisID="Exod.15.26">und er sprach: Wenn du fleissig auf die Stimme Jahwes, deines Gottes, hören wirst, und tun, was recht ist in seinen Augen, und horchen wirst auf seine Gebote und beobachten alle seine Satzungen, so werde ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin Jahwe, der dich heilt <note>{'Jahwe Rafa (Der HERR der heilt)'}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.15.27">Und sie kamen nach Elim, und daselbst waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten sich daselbst an den Wassern.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.16">
        <verse osisID="Exod.16.1">Und sie brachen auf von Elim, und die ganze Gemeinde der Kinder Israel kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai ist, am fünfzehnten Tage des zweiten Monats nach ihrem Auszuge aus dem Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.2">Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel murrte wieder Mose und wider Aaron in der Wüste.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.3">Und die Kinder Israel sprachen zu ihnen: Wären wir doch im Lande Ägypten durch die Hand Jahwes gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen sassen, als wir Brot assen bis zur Sättigung! denn ihr habt uns in diese Wüste herausgeführt, um diese ganze Versammlung Hungers sterben zu lassen.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.4">Da sprach Jahwe zu Mose: Siehe, ich werde euch Brot vom Himmel regnen lassen; und das Volk soll hinausgehen und den täglichen Bedarf an seinem Tage sammeln, damit ich es versuche, ob es wandeln wird in meinem Gesetz oder nicht.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.5">Und es soll geschehen, am sechsten Tage, da sollen sie zubereiten, was sie einbringen, und es wird das Doppelte von dem sein, was sie tagtäglich sammeln werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.6">Und Mose und Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am Abend, da werdet ihr erkennen, dass Jahwe euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat;</verse>
        <verse osisID="Exod.16.7">und am Morgen, da werdet ihr die Herrlichkeit Jahwes sehen, indem er euer Murren wider Jahwe gehört hat; denn was sind wir, dass ihr wider uns murret!</verse>
        <verse osisID="Exod.16.8">Und Mose sprach: Dadurch werdet ihr's erkennen, dass Jahwe euch am Abend Fleisch zu essen geben wird und am Morgen Brot bis zur Sättigung, indem Jahwe euer Murren gehört hat, womit ihr wider ihn murret. Denn was sind wir? Nicht wider uns ist euer Murren, sondern wider Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.9">Und Mose sprach zu Aaron: Sprich zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Nahet herzu vor Jahwe, denn er hat euer Murren gehört.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.10">Und es geschah, als Aaron zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel redete, da wandten sie sich gegen die Wüste; und siehe, die Herrlichkeit Jahwes erschien in der Wolke.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.11">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.16.12">Ich habe das Murren der Kinder Israel gehört; rede zu ihnen und sprich: Zwischen den zwei Abenden <note>{S. die Anm. zu Kap. 12,6}</note> werdet ihr Fleisch essen, und am Morgen werdet ihr von Brot satt werden; und ihr werdet erkennen, dass ich Jahwe bin, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.13">Und es geschah am Abend, da kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager; und am Morgen war eine Tauschicht rings um das Lager.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.14">Und die Tauschicht stieg auf, und siehe, da lag's auf der Fläche der Wüste fein, körnig <note>{Eig. schuppenartig}</note>, fein, wie der Reif auf der Erde.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.15">Und die Kinder Israel sahen es und sprachen einer zum anderen: Was ist das <note>{H. Man hu}</note>? denn sie wussten nicht, was es war. Und Mose sprach zu ihnen: Dies ist das Brot, das Jahwe euch zur Nahrung gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.16">Dies ist das Wort, das Jahwe geboten hat: Sammelt davon, ein jeder nach dem Masse seines Essens; einen Ghomer für den Kopf, nach der Zahl eurer Seelen, sollt ihr nehmen, ein jeder für die, welche in seinem Zelte sind.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.17">Und die Kinder Israel taten also und sammelten, der viel und der wenig.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.18">Und sie massen mit dem Ghomer: da hatte, wer viel gesammelt hatte, nicht übrig, und wer wenig gesammelt hatte, dem mangelte nicht; sie hatten gesammelt, ein jeder nach dem Masse seines Essens.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.19">Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse davon übrig bis an den Morgen.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.20">Aber sie hörten nicht auf Mose, und etliche liessen davon übrig bis an den Morgen; da wuchsen Würmer darin, und es ward stinkend. Und Mose wurde zornig über sie.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.21">Und sie sammelten es Morgen für Morgen, ein jeder nach dem Masse seines Essens; und wenn die Sonne heiss wurde, so zerschmolz es.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.22">Und es geschah am sechsten Tage, da sammelten sie das Doppelte an Brot, zwei Ghomer für einen; und alle Fürsten der Gemeinde kamen und berichteten es Mose.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.23">Und er sprach zu ihnen: Dies ist es, was Jahwe geredet hat: Morgen ist Ruhe, ein heiliger Sabbat dem Jahwe; was ihr backen wollt, backet, und was ihr kochen wollt, kochet. Alles aber, was übrigbleibt, leget euch hin zur Aufbewahrung bis an den Morgen.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.24">Und sie legten es hin bis an den Morgen, so wie Mose geboten hatte; und es stank nicht, und es war kein Wurm darin.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.25">Da sprach Mose: Esset es heute, denn heute ist Sabbat dem Jahwe; ihr werdet es heute auf dem Felde nicht finden.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.26">Sechs Tage sollt ihr es sammeln; aber am siebten Tage ist Sabbat, an dem wird es nicht sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.27">Und es geschah am siebten Tage, dass etliche von dem Volke hinausgingen, um zu sammeln, und sie fanden nichts.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.28">Und Jahwe sprach zu Mose: Bis wann weigert ihr euch, meine Gebote und meine Gesetze zu beobachten?</verse>
        <verse osisID="Exod.16.29">Sehet <note>{O. dass}</note>, weil Jahwe euch den Sabbat gegeben hat, darum gibt er euch am sechsten Tage Brot für zwei Tage; bleibet ein jeder an seiner Stelle, niemand gehe am siebten Tage von seinem Orte heraus.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.30">Und das Volk ruhte am siebten Tage.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.31">Und das Haus Israel gab ihm den Namen Man; und es war wie Koriandersamen, weiss, und sein Geschmack wie Kuchen mit Honig.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.32">Und Mose sprach: Dies ist das Wort, das Jahwe geboten hat: Ein Ghomer voll davon sei zur Aufbewahrung für eure Geschlechter, damit sie das Brot sehen, womit ich euch in der Wüste gespeist habe, als ich euch aus dem Lande Ägypten herausführte.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.33">Und Mose sprach zu Aaron: Nimm einen Krug und tue Man darein, einen Ghomer voll, und lege es vor Jahwe nieder zur Aufbewahrung für eure Geschlechter.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.34">So wie Jahwe Mose geboten hatte, legte Aaron es vor das Zeugnis nieder, zur Aufbewahrung. -</verse>
        <verse osisID="Exod.16.35">Und die Kinder Israel assen das Man vierzig Jahre, bis sie in ein bewohntes Land kamen; sie assen das Man, bis sie an die Grenze des Landes Kanaan kamen.</verse>
        <verse osisID="Exod.16.36">Der Ghomer aber ist ein Zehntel vom Epha.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.17">
        <verse osisID="Exod.17.1">Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel brach auf aus der Wüste Sin, nach ihren Zügen <note>{Eig. Reisestationen; and. üb.: zu ihren Zügen}</note>, nach dem Befehl Jahwes; und sie lagerten sich zu Rephidim; und da war kein Wasser zum Trinken für das Volk.</verse>
        <verse osisID="Exod.17.2">Und das Volk haderte mit Mose, und sie sprachen: Gebet uns Wasser, dass wir trinken! Und Mose sprach zu ihnen: Was hadert ihr mit mir? Was versuchet ihr Jahwe?</verse>
        <verse osisID="Exod.17.3">Und das Volk dürstete daselbst nach Wasser, und das Volk murrte wider Mose und sprach: Warum doch hast du uns aus Ägypten heraufgeführt, um mich und meine Kinder und mein Vieh vor Durst sterben zu lassen?</verse>
        <verse osisID="Exod.17.4">Da schrie Mose zu Jahwe und sprach: Was soll ich mit diesem Volke tun? Noch ein wenig, und sie steinigen mich.</verse>
        <verse osisID="Exod.17.5">Und Jahwe sprach zu Mose: Gehe hin vor dem Volke, und nimm mit dir von den Ältesten Israels; und deinen Stab, womit du den Strom geschlagen hast, nimm in deine Hand und gehe hin.</verse>
        <verse osisID="Exod.17.6">Siehe, ich will daselbst vor dir stehen auf dem Felsen am Horeb; und du sollst auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser aus demselben herauskommen, dass das Volk trinke. Und Mose tat also vor den Augen der Ältesten Israels.</verse>
        <verse osisID="Exod.17.7">Und er gab dem Orte den Namen Massa <note>{Versuchung}</note> und Meriba <note>{Hader}</note>, wegen des Haderns der Kinder Israel und weil sie Jahwe versucht hatten, indem sie sagten: Ist Jahwe in unserer Mitte oder nicht?</verse>
        <verse osisID="Exod.17.8">Und es kam Amalek und stritt wider Israel in Rephidim.</verse>
        <verse osisID="Exod.17.9">Und Mose sprach zu Josua <note>{H. Jehoschua: Jahwe ist Rettung (Griech. Jesus); vergl. 4. Mose 13,16}</note>: Erwähle uns Männer und ziehe aus, streite wider Amalek; morgen will ich auf dem Gipfel des Hügels stehen, mit dem Stabe Gottes in meiner Hand.</verse>
        <verse osisID="Exod.17.10">Und Josua tat, wie Mose ihm gesagt hatte, um wider Amalek zu streiten; und Mose, Aaron und Hur stiegen auf den Gipfel des Hügels.</verse>
        <verse osisID="Exod.17.11">Und es geschah, wenn Mose seine Hand erhob, so hatte Israel die Oberhand, und wenn er seine Hand ruhen liess, so hatte Amalek die Oberhand.</verse>
        <verse osisID="Exod.17.12">Und die Hände Moses wurden schwer. Da nahmen sie einen Stein und legten denselben unter ihn, und er setzte sich darauf; und Aaron und Hur unterstützten seine Hände, hier einer und dort einer; und so waren seine Hände fest, bis die Sonne unterging.</verse>
        <verse osisID="Exod.17.13">Und Josua streckte Amalek und sein Volk nieder mit der Schärfe des Schwertes. -</verse>
        <verse osisID="Exod.17.14">Und Jahwe sprach zu Mose: Schreibe dieses zum Gedächtnis in ein <note>{O. das}</note> Buch, und lege in die Ohren Josuas, dass ich das Gedächtnis Amaleks gänzlich unter dem Himmel austilgen werde.</verse>
        <verse osisID="Exod.17.15">Und Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen: Jahwe, mein Panier <note>{H. Jahwe-Nissi}</note>!</verse>
        <verse osisID="Exod.17.16">Und er sprach: Denn die Hand ist <note>{O. sprach: Die Hand ist}</note> am Throne Jahs <note>{d.h. zum Schwur}</note>: Krieg hat Jahwe wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.18">
        <verse osisID="Exod.18.1">Und Jethro, der Priester von Midian, der Schwiegervater Moses, hörte alles, was Gott an Mose und an Israel, seinem Volke, getan, dass Jahwe Israel aus Ägypten herausgeführt hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.2">Und Jethro, der Schwiegervater Moses, nahm Zippora, das Weib Moses, nach ihrer Heimsendung,</verse>
        <verse osisID="Exod.18.3">und ihre zwei Söhne, von denen der Name des einen Gersom war, denn er sprach: Ein Fremdling bin ich geworden in fremdem Lande <note>{S. Kap. 2,22}</note>,</verse>
        <verse osisID="Exod.18.4">und der Name des anderen Elieser <note>{Mein Gott ist Hilfe}</note>: denn der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich errettet vom Schwerte des Pharao;</verse>
        <verse osisID="Exod.18.5">und Jethro, der Schwiegervater Moses, und seine Söhne und sein Weib kamen zu Mose in die Wüste, wo er gelagert war am Berge Gottes.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.6">Und er liess Mose sagen: Ich, dein Schwiegervater Jethro, bin zu dir gekommen, und dein Weib und ihre beiden Söhne mit ihr.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.7">Da ging Mose hinaus, seinem Schwiegervater entgegen, und beugte sich nieder und küsste ihn; und sie fragten einer den anderen nach ihrem Wohlergehen und gingen ins Zelt.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.8">Und Mose erzählte seinem Schwiegervater alles, was Jahwe an dem Pharao und an den Ägyptern getan hatte um Israels willen, all die Mühsal, die sie auf dem Wege getroffen, und dass Jahwe sie errettet habe.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.9">Und Jethro freute sich über all das Gute, das Jahwe an Israel getan, dass er es errettet hatte aus der Hand der Ägypter.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.10">Und Jethro sprach: Gepriesen sei Jahwe, der euch errettet hat aus der Hand der Ägypter und aus der Hand des Pharao, der das Volk errettet hat unter der Hand der Ägypter hinweg!</verse>
        <verse osisID="Exod.18.11">Nun weiss ich, dass Jahwe grösser ist als alle Götter; denn in der Sache, worin sie in Übermut handelten, war er über ihnen.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.12">Und Jethro, der Schwiegervater Moses, nahm ein Brandopfer und Schlachtopfer für Gott; und Aaron und alle Ältesten Israels kamen, um mit dem Schwiegervater Moses zu essen vor dem Angesicht Gottes.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.13">Und es geschah am anderen Tage, da setzte sich Mose, um das Volk zu richten; und das Volk stand bei Mose vom Morgen bis zum Abend.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.14">Und der Schwiegervater Moses sah alles, was er mit dem Volke tat, und er sprach: Was ist das, das du mit dem Volke tust? warum sitzest du allein, und alles Volk steht bei dir vom Morgen bis zum Abend?</verse>
        <verse osisID="Exod.18.15">Und Mose sprach zu seinem Schwiegervater: Weil das Volk zu mir kommt, um Gott zu befragen.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.16">Wenn sie eine Sache haben, so kommt es zu mir, und ich richte zwischen dem einen und dem anderen und tue ihnen die Satzungen Gottes und seine Gesetze kund.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.17">Da sprach der Schwiegervater Moses zu ihm: Die Sache ist nicht gut, die du tust;</verse>
        <verse osisID="Exod.18.18">du wirst ganz erschlaffen, sowohl du, als auch dieses Volk, das bei dir ist; denn die Sache ist zu schwer für dich, du kannst sie nicht allein ausrichten.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.19">Höre nun auf meine Stimme, ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein <note>{O. sei mit dir}</note>: Sei du für das Volk vor Gott, und bringe du die Sachen zu Gott;</verse>
        <verse osisID="Exod.18.20">und erläutere ihnen die Satzungen und die Gesetze, und tue ihnen kund den Weg, auf dem sie wandeln, und das Werk, das sie tun sollen.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.21">Du aber ersieh dir aus dem ganzen Volke tüchtige, gottesfürchtige Männer, Männer der Wahrheit, die den ungerechten Gewinn hassen, und setze sie über sie: Oberste über tausend, Oberste über hundert, Oberste über fünfzig und Oberste über zehn,</verse>
        <verse osisID="Exod.18.22">dass sie das Volk richten zu aller Zeit; und es geschehe, dass sie jede grosse Sache vor dich bringen und dass sie jede kleine Sache selbst richten; so erleichtere es dir, und sie mögen mit dir tragen.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.23">Wenn du dieses tust und Gott es dir gebietet, so wirst du bestehen können, und auch dieses ganze Volk wird in Frieden an seinen Ort kommen.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.24">Und Mose hörte auf die Stimme seines Schwiegervaters und tat alles, was er gesagt hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.25">Und Mose wählte tüchtige Männer aus ganz Israel und setzte sie zu Häuptern über das Volk: Oberste über tausend, Oberste über hundert, Oberste über fünfzig und Oberste über zehn.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.26">Und sie richteten das Volk zu aller Zeit: die schwierige Sache brachten sie vor Mose, und jede kleine Sache richteten sie selbst.</verse>
        <verse osisID="Exod.18.27">Und Mose liess seinen Schwiegervater ziehen, und er zog hin in sein Land.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.19">
        <verse osisID="Exod.19.1">Im dritten Monat nach dem Auszuge der Kinder Israel aus dem Lande Ägypten, an diesem selbigen Tage kamen sie in die Wüste Sinai:</verse>
        <verse osisID="Exod.19.2">Sie brachen auf von Rephidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich daselbst dem Berge gegenüber.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.3">Und Mose stieg hinauf zu Gott; und Jahwe rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du zum Hause Jakob sprechen und den Kindern Israel kundtun:</verse>
        <verse osisID="Exod.19.4">Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe, wie ich euch getragen auf Adlers Flügeln und euch zu mir gebracht habe.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.5">Und nun, wenn ihr fleissig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, so sollt ihr mein Eigentum sein aus <note>{O. vor}</note> allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein;</verse>
        <verse osisID="Exod.19.6">und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Kindern Israel reden sollst.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.7">Und Mose kam und rief die Ältesten des Volkes und legte ihnen alle diese Worte vor, die Jahwe ihm geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.8">Da antwortete das ganze Volk insgesamt und sprach: Alles, was Jahwe geredet hat, wollen wir tun! Und Mose brachte die Worte des Volkes zu Jahwe zurück.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.9">Und Jahwe sprach zu Mose: Siehe, ich werde zu dir kommen im Dunkel des Gewölks, damit das Volk höre, wenn ich mit dir rede, und dir auch glaube ewiglich. Und Mose tat Jahwe die Worte des Volkes kund.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.10">Und Jahwe sprach zu Mose: Gehe zum Volke und heilige sie heute und morgen, und dass sie ihre Kleider waschen;</verse>
        <verse osisID="Exod.19.11">und sie seien bereit auf den dritten Tag; denn am dritten Tage wird Jahwe vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai herabsteigen.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.12">Und mache eine Grenze um das Volk ringsum und sprich: Hütet euch, auf den Berg zu steigen und sein Äusserstes anzurühren; alles, was den Berg anrührt, soll gewisslich getötet werden</verse>
        <verse osisID="Exod.19.13">- keine Hand soll ihn anrühren - denn es soll gewisslich gesteinigt oder erschossen <note>{d.h. mit einem Pfeile oder Wurfgeschoss}</note> werden; ob Vieh oder Mensch, es darf nicht leben. Wenn das Lärmhorn <note>{And.: Widderhorn}</note> anhaltend ertönt, sollen sie gegen den Berg hinansteigen.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.14">Und Mose stieg vom Berge zu dem Volke hinab; und er heiligte das Volk, und sie wuschen ihre Kleider.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.15">Und er sprach zu dem Volke: Seid bereit auf den dritten Tag; nahet nicht zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.16">Und es geschah am dritten Tage, als es Morgen war, da waren Donner und Blitze und eine schwere Wolke auf dem Berge und ein sehr starker Posaunenschall; und das ganze Volk zitterte, das im Lager war.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.17">Und Mose führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen; und sie stellten sich auf am Fusse des Berges.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.18">Und der ganze Berg Sinai rauchte, darum, dass Jahwe auf ihn herabstieg im Feuer; und sein Rauch stieg auf, wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg bebte sehr.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.19">Und der Posaunenschall wurde fort und fort stärker; Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer Stimme <note>{And.: im Donner; vergl. die Anm. zu Kap. 9,23}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.20">Und Jahwe stieg auf den Berg Sinai herab, auf den Gipfel des Berges; und Jahwe rief Mose auf den Gipfel des Berges, und Mose stieg hinauf.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.21">Und Jahwe sprach zu Mose: Steige hinab, warne das Volk, dass sie nicht zu Jahwe durchbrechen, um zu schauen, und viele von ihnen fallen.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.22">Und auch die Priester, die zu Jahwe nahen, sollen sich heiligen, dass Jahwe nicht in sie einbreche.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.23">Und Mose sprach zu Jahwe: Das Volk wird den Berg Sinai nicht ersteigen können; denn du hast uns ja gewarnt und gesagt: Mache eine Grenze um den Berg und heilige ihn.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.24">Und Jahwe sprach zu ihm: Gehe, steige hinab, und du sollst heraufkommen, du und Aaron mit dir; aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, um zu Jahwe hinaufzusteigen, dass er nicht in sie einbreche.</verse>
        <verse osisID="Exod.19.25">Da stieg Mose zu dem Volke hinab und sagte es ihnen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.20">
        <verse osisID="Exod.20.1">Und Gott redete alle diese Worte und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.20.2">Ich bin Jahwe, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft <note>{W. der Knechte}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.3">Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. - <note>{Eig. zu meinem Angesicht hinzu [FB2004: über, neben, unter etc...]}</note></verse>
        <verse osisID="Exod.20.4">Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch irgend ein Gleichnis dessen, was oben im Himmel und was unten auf der Erde und was in den Wassern unter der Erde ist.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.5">Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen; denn ich, Jahwe, dein Gott, bin ein eifernder Gott <note>{El}</note>, der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern, am dritten und am vierten Gliede derer, die mich hassen;</verse>
        <verse osisID="Exod.20.6">und der Güte erweist, auf Tausende hin, an denen <note>{And.: an Tausenden derer}</note>, die mich lieben und meine Gebote beobachten. -</verse>
        <verse osisID="Exod.20.7">Du sollst den Namen Jahwes, deines Gottes, nicht zu Eitlem <note>{O. zur Lüge; vergl. 3. Mose 19,12}</note> aussprechen; denn Jahwe wird den nicht für schuldlos halten <note>{O. ungestraft lassen}</note>, der seinen Namen zu Eitlem ausspricht. -</verse>
        <verse osisID="Exod.20.8">Gedenke des Sabbattages, ihn zu heiligen.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.9">Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun;</verse>
        <verse osisID="Exod.20.10">aber der siebte Tag ist Sabbat dem Jahwe, deinem Gott <note>{O. Jahwes, deines Gottes}</note>: du sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd, und dein Vieh, und dein Fremdling, der in deinen Toren ist.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.11">Denn in sechs Tagen hat Jahwe den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tage; darum segnete Jahwe den Sabbattag und heiligte ihn. -</verse>
        <verse osisID="Exod.20.12">Ehre deinen Vater und deine Mutter, auf dass deine Tage verlängert werden in dem Lande, das Jahwe, dein Gott, dir gibt. -</verse>
        <verse osisID="Exod.20.13">[Du sollst] nicht töten <note>{[FB2004: Im Hebräischen sind es nur zwei Worte. So ebenfalls in Vers 14 und 15. / Nicht töten ist nicht nur ein Gebot im Sinne von Verbot wie bei z.B. den Verkehrsregeln, sondern ein Wille. Man könnte auch übersetzen mit: Du wirst wie einer sein, der nicht tötet.]}</note>. -</verse>
        <verse osisID="Exod.20.14">[Du sollst] nicht ehebrechen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.20.15">[Du sollst] nicht stehlen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.20.16">Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten. -</verse>
        <verse osisID="Exod.20.17">Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus; du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch alles, was dein Nächster hat.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.18">Und das ganze Volk gewahrte die Donner und die Flammen und den Posaunenschall und den rauchenden Berg. Und als das Volk es gewahrte, zitterten sie und standen von ferne;</verse>
        <verse osisID="Exod.20.19">und sie sprachen zu Mose: Rede du mit uns, und wir wollen hören; aber Gott möge nicht mit uns reden, dass wir nicht sterben!</verse>
        <verse osisID="Exod.20.20">Da sprach Mose zu dem Volke: Fürchtet euch nicht; denn um euch zu versuchen, ist Gott gekommen, und damit seine Furcht vor eurem Angesicht sei, dass ihr nicht sündiget.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.21">Und das Volk stand von ferne; und Mose nahte sich zum Dunkel, wo Gott war.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.22">Und Jahwe sprach zu Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel sprechen: Ihr habt gesehen, dass ich vom Himmel her mit euch geredet habe.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.23">Ihr sollt nichts neben mir machen, Götter von Silber und Götter von Gold sollt ihr euch nicht machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.24">Einen Altar von Erde sollst du mir machen und darauf opfern deine Brandopfer und deine Friedensopfer <note>{O. Dankopfer}</note>, dein Kleinvieh und deine Rinder; an jedem Orte, wo ich meines Namens werde gedenken lassen, werde ich zu dir kommen und dich segnen.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.25">Und wenn du mir einen Altar von Steinen machst, so sollst du ihn nicht von behauenen Steinen bauen; denn hast du deinen Meissel darüber geschwungen, so hast du ihn entweiht.</verse>
        <verse osisID="Exod.20.26">Und du sollst nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit nicht deine Blösse an ihm aufgedeckt werde.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.21">
        <verse osisID="Exod.21.1">Und dies sind die Rechte, die du ihnen vorlegen sollst:</verse>
        <verse osisID="Exod.21.2">So du einen hebräischen Knecht kaufst, soll er sechs Jahre dienen, und im siebten soll er frei ausgehen, umsonst.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.3">Wenn er allein <note>{W. mit seinem Leibe, d.h. unverheiratet}</note> gekommen ist, soll er allein ausgehen; wenn er eines Weibes Mann war, soll sein Weib mit ihm ausgehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.4">Wenn sein Herr ihm ein Weib gegeben und sie ihm Söhne oder Töchter geboren hat, so sollen das Weib und ihre Kinder ihrem Herrn gehören, und er soll allein ausgehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.5">Wenn aber der Knecht etwa sagt: Ich liebe meinen Herrn, mein Weib und meine Kinder, ich will nicht frei ausgehen,</verse>
        <verse osisID="Exod.21.6">so soll sein Herr ihn vor die Richter <note>{H. Elohim: Götter. So auch Kap. 22,8. 9; vergl. Ps. 82}</note> bringen und ihn an die Tür oder an den Pfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einer Pfrieme durchbohren; und er soll ihm dienen auf ewig.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.7">Und so jemand seine Tochter zur Magd verkauft, soll sie nicht ausgehen, wie die Knechte ausgehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.8">Wenn sie in den Augen ihres Herrn missfällig ist, die er für sich bestimmt hatte, so lasse er sie loskaufen: er soll nicht Macht haben, sie an ein fremdes Volk zu verkaufen, weil er treulos an ihr gehandelt hat.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.9">Und wenn er sie seinem Sohne bestimmt, so soll er ihr tun nach dem Rechte der Töchter.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.10">Wenn er sich <note>{And. üb.: ihm}</note> eine andere nimmt, so soll er ihre Nahrung, ihre Kleidung und ihre Beiwohnung nicht vermindern.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.11">Und wenn er ihr diese drei Dinge nicht tut, so soll sie umsonst ausgehen, ohne Geld.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.12">Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, soll gewisslich getötet werden;</verse>
        <verse osisID="Exod.21.13">hat er ihm aber nicht nachgestellt, und Gott hat es seiner Hand begegnen lassen, so werde ich dir einen Ort bestimmen, wohin er fliehen soll.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.14">Und so jemand wider seinen Nächsten vermessen handelt, dass er ihn umbringt mit Hinterlist - von meinem Altar sollst du ihn wegnehmen, dass er sterbe.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.15">Und wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, soll gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.16">Und wer einen Menschen stiehlt und ihn verkauft, oder er wird in seiner Hand gefunden, der soll gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.17">Und wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, soll gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.18">Und wenn Männer hadern, und einer schlägt den anderen mit einem Steine oder mit der Faust, und er stirbt nicht, sondern wird bettlägerig:</verse>
        <verse osisID="Exod.21.19">wenn er aufsteht und draussen an seinem Stabe wandelt, so soll der Schläger schuldlos sein; nur soll er sein Versäumnis <note>{Eig. sein Stillsitzen}</note> erstatten und ihn völlig heilen lassen.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.20">Und so jemand seinen Knecht oder seine Magd mit dem Stocke schlägt, dass er unter seiner Hand stirbt, so soll er gewisslich gerächt werden:</verse>
        <verse osisID="Exod.21.21">nur wenn er einen Tag oder zwei Tage leben bleibt, soll er nicht gerächt werden, denn er ist sein Geld <note>{d.h. für sein Geld erkauft}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.22">Und wenn Männer sich streiten und stossen ein schwangeres Weib, dass ihr die Frucht abgeht, und es geschieht kein Schaden, so soll er gewisslich an Geld gestraft werden, jenachdem der Mann des Weibes ihm auferlegen wird, und er soll es geben durch die Richter <note>{O. nach der Richter Ermessen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.23">Wenn aber Schaden geschieht, so sollst du geben Leben um Leben,</verse>
        <verse osisID="Exod.21.24">Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss,</verse>
        <verse osisID="Exod.21.25">Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Strieme um Strieme.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.26">Und so jemand in das Auge seines Knechtes oder in das Auge seiner Magd schlägt und verdirbt es, so soll er ihn frei entlassen um sein Auge.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.27">Und wenn er den Zahn seines Knechtes oder den Zahn seiner Magd ausschlägt, so soll er ihn frei entlassen um seinen Zahn.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.28">Und wenn ein Ochse <note>{Eig. ein Stück Rindvieh; so auch in den folgenden Kapiteln}</note> einen Mann oder ein Weib stösst, dass sie sterben <note>{W. dass er stirbt}</note>, so soll der Ochse gewisslich gesteinigt, und sein Fleisch soll nicht gegessen werden; aber der Besitzer des Ochsen soll schuldlos sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.29">Wenn aber der Ochse vordem stössig war, und sein Besitzer ist gewarnt worden, und er hat ihn nicht verwahrt, und er tötet einen Mann oder ein Weib, so soll der Ochse gesteinigt, und auch sein Besitzer soll getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.30">Wenn ihm eine Sühne auferlegt wird, so soll er das Lösegeld seines Lebens geben nach allem, was ihm auferlegt wird.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.31">Mag er einen Sohn stossen oder eine Tochter stossen, so soll ihm nach diesem Rechte getan werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.32">Wenn der Ochse einen Knecht stösst oder eine Magd, so soll sein Besitzer <note>{W. er}</note> ihrem Herrn dreissig Silbersekel geben, und der Ochse soll gesteinigt werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.33">Und wenn jemand eine Grube öffnet, oder wenn jemand eine Grube gräbt und sie nicht zudeckt, und es fällt ein Ochse oder ein Esel hinein,</verse>
        <verse osisID="Exod.21.34">so soll es der Besitzer der Grube erstatten: Geld soll er dem Besitzer desselben zahlen <note>{W. zurückgeben}</note>, und das tote Tier soll ihm gehören.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.35">Und wenn jemandes Ochse den Ochsen seines Nächsten stösst, dass er stirbt, so sollen sie den lebenden Ochsen verkaufen und den Erlös <note>{W. sein Geld}</note> teilen, und auch den toten sollen sie teilen.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.36">Ist es aber bekannt gewesen, dass der Ochse vordem stössig war, und sein Besitzer hat ihn nicht verwahrt, so soll er gewisslich Ochsen für Ochsen erstatten, und der tote soll ihm gehören.</verse>
        <verse osisID="Exod.21.37">Wenn jemand einen Ochsen stiehlt oder ein Stück Kleinvieh, und schlachtet es oder verkauft es, so soll er fünf Ochsen erstatten für den Ochsen und vier Stück Kleinvieh für das Stück. -</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.22">
        <verse osisID="Exod.22.1">Wenn der Dieb beim Einbruch betroffen wird, und er wird geschlagen, dass er stirbt, so ist es ihm <note>{d.h. dem Schläger des Diebes; O. so ist seinetwegen, d.h. des Diebes wegen; so auch V. 3}</note> keine Blutschuld;</verse>
        <verse osisID="Exod.22.2">wenn die Sonne über ihm aufgegangen ist, so ist es ihm eine Blutschuld. Er soll gewisslich erstatten; wenn er nichts hat, soll er für seinen Diebstahl verkauft werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.3">Wenn das Gestohlene lebend in seiner Hand gefunden wird, es sei ein Ochse oder ein Esel oder ein Stück Kleinvieh, soll er das Doppelte erstatten.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.4">So jemand ein Feld oder einen Weingarten <note>{O. ein Gartenland}</note> abweiden lässt und er sein Vieh hintreibt, und es weidet auf dem Felde eines anderen, so soll er es vom Besten seines Feldes und vom Besten seines Weingartens erstatten.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.5">Wenn Feuer ausbricht und Dornen <note>{d.h. wahrsch. eine Dornenhecke}</note> erreicht, und es wird ein Garbenhaufen verzehrt, oder das stehende Getreide oder das Feld, so soll der gewisslich erstatten, der den Brand angezündet hat.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.6">So jemand seinem Nächsten Geld oder Geräte in Verwahrung gibt, und es wird aus dem Hause dieses Mannes gestohlen, wenn der Dieb gefunden wird, so soll er das Doppelte erstatten;</verse>
        <verse osisID="Exod.22.7">wenn der Dieb nicht gefunden wird, so soll der Besitzer des Hauses vor die Richter treten, ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Nächsten ausgestreckt hat. -</verse>
        <verse osisID="Exod.22.8">Bei jedem Falle von Veruntreuung betreffs eines Ochsen, eines Esels, eines Stückes Kleinvieh, eines Kleides, betreffs alles Verlorenen, wovon man sagt: "das ist es", soll beider Sache vor die Richter kommen; wen die Richter schuldig sprechen, der soll seinem Nächsten das Doppelte erstatten. -</verse>
        <verse osisID="Exod.22.9">So jemand seinem Nächsten einen Esel oder einen Ochsen oder ein Stück Kleinvieh oder irgend ein Vieh in Verwahrung gibt, und es stirbt oder wird beschädigt oder weggeführt, und niemand sieht es,</verse>
        <verse osisID="Exod.22.10">so soll der Eid Jahwes zwischen ihnen beiden sein, ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Nächsten ausgestreckt hat; und sein Besitzer <note>{d.h. des Viehes}</note> soll es annehmen, und jener soll nichts erstatten.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.11">Und wenn es ihm wirklich gestohlen worden ist, so soll er es seinem Besitzer erstatten.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.12">Wenn es aber zerrissen worden ist, so soll er es als Zeugnis bringen; er soll das Zerrissene nicht erstatten.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.13">Und wenn jemand von seinem Nächsten ein Stück Vieh entlehnt, und es wird beschädigt oder stirbt - war sein Besitzer nicht dabei, so soll er es gewisslich erstatten;</verse>
        <verse osisID="Exod.22.14">wenn sein Besitzer dabei war, soll er es nicht erstatten. Wenn es gemietet war, so ist es für seine Miete gekommen.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.15">Und so jemand eine Jungfrau betört, die nicht verlobt ist, und liegt bei ihr, so soll er sie gewisslich durch eine Heiratsgabe sich zum Weibe erkaufen.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.16">Wenn ihr Vater sich durchaus weigert, sie ihm zu geben, so soll er Geld darwägen nach der Heiratsgabe der Jungfrauen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.22.17">Eine Zauberin sollst du nicht leben lassen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.22.18">Jeder, der bei einem Vieh liegt, soll gewisslich getötet werden. -</verse>
        <verse osisID="Exod.22.19">Wer den Göttern opfert ausser Jahwe allein, soll verbannt <note>{S. die Vorrrede}</note> werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.20">Und den Fremdling sollst du nicht bedrängen und ihn nicht bedrücken, denn Fremdlinge seid ihr im Lande Ägypten gewesen.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.21">Keine Witwe und Waise sollt ihr bedrücken.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.22">Wenn du sie irgend bedrückst, so werde ich, wenn sie irgendwie zu mir schreit, ihr Geschrei gewisslich erhören;</verse>
        <verse osisID="Exod.22.23">und mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwerte töten, und eure Weiber sollen Witwen und eure Kinder Waisen werden. -</verse>
        <verse osisID="Exod.22.24">Wenn du meinem Volke, dem Armen bei dir, Geld leihst, so sollst du ihm nicht sein wie ein Gläubiger <note>{Eig. jemand, der um Zins Geld ausleiht}</note>; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.22.25">Wenn du irgend deines Nächsten Mantel <note>{Eig. Obergewand, das als Decke benutzt wurde. Vergl. die Anm. zu Kap. 12,34; 5. Mose 22,30}</note> zum Pfande nimmst, so sollst du ihm denselben zurückgeben, ehe die Sonne untergeht;</verse>
        <verse osisID="Exod.22.26">denn es ist seine einzige Decke, sein Kleid für seine Haut; worin soll er liegen? Und es wird geschehen, wenn er zu mir schreit, so werde ich ihn erhören, denn ich bin gnädig. -</verse>
        <verse osisID="Exod.22.27">Die Richter sollst du nicht lästern, und einem Fürsten deines Volkes sollst du nicht fluchen.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.28">Mit der Fülle deines Getreides und dem Ausfluss deiner Kelter <note>{W. mit deiner Fülle und deinem Ausfluss}</note> sollst du nicht zögern. Den erstgeborenen deiner Söhne sollst du mir geben.</verse>
        <verse osisID="Exod.22.29">Desgleichen sollst du mit deinem Ochsen tun und mit deinem Kleinvieh; sieben Tage soll es bei seiner Mutter sein, am achten Tage sollst du es mir geben. -</verse>
        <verse osisID="Exod.22.30">Und heilige Männer sollt ihr mir sein, und Fleisch, das auf dem Felde zerrissen worden ist, sollt ihr nicht essen; ihr sollt es den Hunden vorwerfen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.23">
        <verse osisID="Exod.23.1">Du sollst kein falsches Gerücht aufnehmen <note>{O. aussprechen, d.h. verbreiten}</note>; du sollst deine Hand nicht dem Gesetzlosen reichen, um ein ungerechter Zeuge zu sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.2">Du sollst der Menge nicht folgen zum Übeltun; und du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich der Menge nach neigest, das Recht zu beugen.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.3">Und den Armen sollst du in seinem Rechtsstreit nicht begünstigen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.23.4">Wenn du den Ochsen deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du ihn demselben jedenfalls zurückbringen.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.5">Wenn du den Esel deines Hassers unter seiner Last liegen siehst, so hüte dich, ihn demselben zu überlassen; du sollst ihn jedenfalls mit ihm losmachen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.23.6">Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seinem Rechtsstreit.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.7">Von der Sache <note>{O. dem Worte}</note> der Lüge sollst du dich fernhalten; und den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht töten, denn ich werde den Gesetzlosen <note>{O. Schuldigen}</note> nicht rechtfertigen.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.8">Und kein Geschenk sollst du nehmen; denn das Geschenk blendet die Sehenden und verkehrt die Worte der Gerechten.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.9">Und den Fremdling sollst du nicht bedrücken; ihr selbst wisset ja, wie es dem Fremdling zu Mute ist, denn Fremdlinge seid ihr im Lande Ägypten gewesen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.23.10">Und sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln;</verse>
        <verse osisID="Exod.23.11">aber im siebten sollst du es ruhen und liegen lassen, dass die Armen deines Volkes davon essen; und was sie übriglassen, soll das Getier des Feldes fressen. Desgleichen sollst du mit deinem Weinberge tun und mit deinem Olivenbaum. -</verse>
        <verse osisID="Exod.23.12">Sechs Tage sollst du deine Arbeiten tun; aber am siebten Tage sollst du ruhen, damit dein Ochse und dein Esel raste und der Sohn deiner Magd und der Fremdling sich erhole.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.13">Und auf alles, was ich euch gesagt habe, sollt ihr acht haben; und den Namen anderer Götter sollt ihr nicht erwähnen, er soll in deinem Munde nicht gehört werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.14">Dreimal im Jahre sollst du mir ein Fest feiern.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.15">Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du beobachten: sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen, so wie ich dir geboten habe, zur bestimmten Zeit im Monat Abib, denn in demselben bist du aus Ägypten gezogen; und man soll nicht leer vor meinem Angesicht erscheinen;</verse>
        <verse osisID="Exod.23.16">und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Arbeit, dessen, was du auf dem Felde säen wirst; und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit vom Felde einsammelst.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.17">Dreimal im Jahre sollen alle deine Männlichen vor dem Angesicht des Herrn Jahwe erscheinen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.23.18">Du sollst nicht das Blut meines Schlachtopfers zu Gesäuertem opfern; und nicht soll das Fett meines Festes über Nacht bleiben bis an den Morgen.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.19">Das erste der Erstlinge deines Landes sollst du in das Haus Jahwes, deines Gottes, bringen. - Du sollst ein Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.20">Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, um dich auf dem Wege zu bewahren und dich an den Ort zu bringen, den ich bereitet habe.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.21">Hüte dich vor ihm und höre auf seine Stimme und reize ihn nicht <note>{O. sei nicht widerspenstig gegen ihn}</note>; denn er wird eure Übertretung nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.22">Doch wenn du fleissig auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sagen werde, so werde ich deine Feinde befeinden und deine Dränger bedrängen.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.23">Denn mein Engel wird vor dir hergehen und wird dich bringen zu den Amoritern und den Hethitern und den Perisitern und den Kanaanitern, den Hewitern und den Jebusitern; und ich werde sie vertilgen.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.24">Du sollst dich vor ihren Göttern nicht niederbeugen und ihnen nicht dienen, und du sollst nicht tun nach ihren Taten; sondern du sollst sie ganz und gar niederreissen und ihre Bildsäulen gänzlich zerbrechen.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.25">Und ihr sollt Jahwe, eurem Gott, dienen: so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde Krankheit aus deiner Mitte entfernen.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.26">Keine Fehlgebärende und Unfruchtbare wird in deinem Lande sein; die Zahl deiner Tage werde ich voll machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.27">Meinen Schrecken werde ich vor dir hersenden und alle Völker verwirren, zu denen du kommst, und dir zukehren den Rücken aller deiner Feinde.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.28">Und ich werde die Hornisse vor dir hersenden, dass sie vor dir vertreibe die Hewiter, die Kanaaniter und die Hethiter.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.29">Nicht in einem Jahre werde ich sie vor dir vertreiben, damit nicht das Land eine Wüste werde, und das Getier des Feldes sich wider dich mehre.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.30">Nach und nach werde ich sie vor dir vertreiben, bis du fruchtbar bist und das Land besitzest.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.31">Und ich werde deine Grenze setzen vom Schilfmeer bis an das Meer der Philister, und von der Wüste bis an den Strom <note>{der Euphrat; vergl. 1. Mose 15,18; 4. Mose 34,1-12}</note>; denn ich werde die Bewohner des Landes in deine Hand geben, dass du sie vor dir vertreibest.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.32">Du sollst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Bund machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.23.33">Sie sollen nicht in deinem Lande wohnen, damit sie dich nicht wider mich sündigen machen; denn du würdest ihren Göttern dienen, denn es würde dir zum Fallstrick sein.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.24">
        <verse osisID="Exod.24.1">Und er sprach zu Mose: Steige zu Jahwe herauf, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels, und betet an von ferne.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.2">Und Mose allein nahe sich zu Jahwe; sie aber sollen sich nicht nahen, und das Volk soll nicht mit ihm heraufsteigen.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.3">Und Mose kam und erzählte dem Volke alle Worte Jahwes und alle Rechte; und das ganze Volk antwortete mit einer Stimme und sprach: Alle Worte, die Jahwe geredet hat, wollen wir tun.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.4">Und Mose schrieb alle Worte Jahwes nieder. Und er machte sich des Morgens früh auf und baute einen Altar unten am Berge und zwölf Denksteine nach den zwölf Stämmen Israels.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.5">Und er sandte Jünglinge der Kinder Israel hin, und sie opferten Brandopfer und schlachteten Friedensopfer <note>{O. Dankopfer}</note> von Farren dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.6">Und Mose nahm die Hälfte des Blutes und tat es in Schalen, und die Hälfte des Blutes sprengte er an den Altar.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.7">Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes; und sie sprachen: Alles, was Jahwe geredet hat, wollen wir tun und gehorchen.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.8">Und Mose nahm das Blut und sprengte es auf das Volk und sprach: Siehe, das Blut des Bundes, den Jahwe mit euch gemacht hat über alle diese Worte <note>{O. nach allen diesen Worten}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.9">Und es stiegen hinauf Mose und Aaron, Nadab und Abihu, und siebzig von den Ältesten Israels;</verse>
        <verse osisID="Exod.24.10">und sie sahen den Gott Israels; und unter seinen Füssen war es wie ein Werk von Saphirplatten und wie der Himmel selbst <note>{Eig. wie das Wesen des Himmels}</note> an Klarheit.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.11">Und er streckte seine Hand nicht aus gegen die Edlen der Kinder Israel; und sie schauten Gott und assen und tranken.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.12">Und Jahwe sprach zu Mose: Steige zu mir herauf auf den Berg und sei daselbst; und ich werde dir die steinernen Tafeln geben und das Gesetz <note>{Eig. die Lehre, Unterweisung}</note> und das Gebot, das ich geschrieben habe, um sie zu belehren.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.13">Und Mose machte sich auf mit Josua, seinem Diener, und Mose stieg auf den Berg Gottes.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.14">Und er sprach zu den Ältesten: Wartet hier auf uns, bis wir zu euch zurückkehren; und siehe, Aaron und Hur sind bei euch: wer irgend eine Sache hat, trete vor sie.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.15">Und Mose stieg auf den Berg, und die Wolke bedeckte den Berg.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.16">Und die Herrlichkeit Jahwes ruhte auf dem Berge Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebten Tage rief er Mose aus der Mitte der Wolke.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.17">Und das Ansehen der Herrlichkeit Jahwes war wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Augen der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Exod.24.18">Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg; und Mose war auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.25">
        <verse osisID="Exod.25.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.25.2">Rede zu den Kindern Israel, dass sie mir ein Hebopfer bringen; von einem jeden, der willigen Herzens ist, sollt ihr mein Hebopfer nehmen.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.3">Und dies ist das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold und Silber und Erz,</verse>
        <verse osisID="Exod.25.4">und blauer und roter Purpur und Karmesin und Byssus und Ziegenhaar,</verse>
        <verse osisID="Exod.25.5">und rotgefärbte Widderfelle und Dachsfelle <note>{O. Seekuhfelle, wie Hes. 16,10; desgl.auch Kap. 26,14; 35,7. 23}</note> und Akazienholz;</verse>
        <verse osisID="Exod.25.6">Öl zum Licht, Gewürze zum Salböl und zum wohlriechenden Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Exod.25.7">Onyxsteine und Steine zum Einsetzen für das Ephod und für das Brustschild.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.8">Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich in ihrer Mitte wohne.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.9">Nach allem, was ich dir zeige, das Muster der Wohnung und das Muster aller ihrer Geräte, also sollt ihr es machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.10">Und sie sollen eine Lade von Akazienholz machen: zwei und eine halbe Elle ihre Länge, und eine und eine halbe Elle ihre Breite, und eine und eine halbe Elle ihre Höhe.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.11">Und du sollst sie überziehen mit reinem Golde: inwendig und auswendig sollst du sie überziehen; und mache einen goldenen Kranz daran ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.12">Und giesse für dieselbe vier Ringe von Gold und setze sie an ihre vier Ecken <note>{And. üb.: Füsse}</note>, und zwar zwei Ringe an ihrer einen Seite und zwei Ringe an ihrer anderen Seite.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.13">Und mache Stangen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.14">Und bringe die Stangen in die Ringe an den Seiten der Lade, um die Lade mit denselben zu tragen.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.15">Die Stangen sollen in den Ringen der Lade sein, sie sollen nicht daraus entfernt werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.16">Und lege in die Lade das Zeugnis, das ich dir geben werde.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.17">Und mache einen Deckel <note>{O. Sühndeckel; eig. wohl: Versöhnungs-, Sühngerät. Das hebr. Wort ist von einem Zeitwort abgeleitet, welches ursprünglich "zudecken", gewöhnlich aber "sühnen, vergeben" bedeutet}</note> von reinem Golde: zwei und eine halbe Elle seine Länge, und eine und eine halbe Elle seine Breite.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.18">Und mache zwei Cherubim von Gold; in getriebener Arbeit sollst du sie machen an beiden Enden des Deckels;</verse>
        <verse osisID="Exod.25.19">und mache einen Cherub an dem Ende der einen Seite und einen Cherub an dem Ende der anderen Seite; aus dem Deckel <note>{d.h. aus einem Stück von ihm}</note> sollt ihr die Cherubim machen an seinen beiden Enden.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.20">Und die Cherubim sollen die Flügel nach oben ausbreiten, den Deckel mit ihren Flügeln überdeckend, und ihre Angesichter einander gegenüber; die Angesichter der Cherubim sollen gegen den Deckel gerichtet sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.21">Und lege den Deckel oben über die Lade; und in die Lade sollst du das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.22">Und daselbst werde ich mit dir zusammenkommen und von dem Deckel herab, zwischen den zwei Cherubim hervor, die auf der Lade des Zeugnisses sind, alles zu dir reden, was ich dir an die Kinder Israel gebieten werde.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.23">Und du sollst einen Tisch von Akazienholz machen: zwei Ellen seine Länge, und eine Elle seine Breite, und eine und eine halbe Elle seine Höhe.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.24">Und überziehe ihn mit reinem Golde und mache ihm einen Kranz von Gold ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.25">Und mache ihm eine Leiste, eine Handbreit, ringsum, und mache einen Kranz von Gold an seine Leiste ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.26">Und mache ihm vier Ringe von Gold und setze die Ringe an die vier Ecken <note>{O. Seiten}</note>, die an seinen vier Füssen sind.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.27">Dicht bei der Leiste sollen die Ringe sein, zu Behältern für die Stangen, um den Tisch zu tragen.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.28">Und mache die Stangen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold, und der Tisch soll daran getragen werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.29">Und mache seine Schüsseln und seine Schalen und seine Kannen und seine Spendschalen, mit welchen das Trankopfer ausgegossen wird; von reinem Golde sollst du sie machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.30">Und auf den Tisch sollst du Schaubrote <note>{W. Brot des Angesichts, d.h. das beständig vor Jahwe lag}</note> legen vor meinem Angesicht beständig.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.31">Und du sollst einen Leuchter von reinem Golde machen; in getriebener Arbeit soll der Leuchter gemacht werden, sein Fuss und sein Schaft; seine Kelche, seine Knäufe und seine Blumen sollen aus ihm <note>{d.h. aus einem Stück mit ihm}</note> sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.32">Und sechs Arme sollen von seinen Seiten ausgehen: drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus seiner anderen Seite.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.33">Drei Kelche, mandelblütenförmig, an dem einen Arme: Knauf und Blume; und drei Kelche, mandelblütenförmig, an dem anderen Arme: Knauf und Blume; also für die sechs Arme, die von dem Leuchter ausgehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.34">Und an dem Leuchter <note>{d.h. dem Schafte}</note> vier Kelche, mandelblütenförmig: seine Knäufe und seine Blumen;</verse>
        <verse osisID="Exod.25.35">und zwar ein Knauf unter zwei Armen aus ihm, und wieder ein Knauf unter zwei Armen aus ihm, und wieder ein Knauf unter zwei Armen aus ihm, für die sechs Arme, die von dem Leuchter ausgehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.36">Ihre Knäufe und ihre Arme sollen aus ihm <note>{d.h. aus einem Stück mit ihm}</note> sein; der ganze Leuchter eine getriebene Arbeit, von reinem Golde.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.37">Und du sollst seine sieben Lampen machen; und man soll seine Lampen anzünden <note>{Eig. aufsteigen lassen; dasselbe Wort, welches für das Opfern der Brandopfer gebraucht wird}</note>, so dass sie gerade vor ihm hin scheinen <note>{Eig. so dass eine jede gerade vor ihm hin scheine}</note>;</verse>
        <verse osisID="Exod.25.38">und seine Lichtschneuzen und seine Löschnäpfe von reinem Golde.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.39">Aus einem Talent reinen Goldes soll man ihn machen mit allen diesen Geräten.</verse>
        <verse osisID="Exod.25.40">Und sieh zu, dass du sie nach ihrem Muster machest, welches dir auf dem Berge gezeigt worden ist.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.26">
        <verse osisID="Exod.26.1">Und die Wohnung sollst du aus zehn Teppichen machen; von gezwirntem Byssus <note>{Feinste, weisse Baumwolle}</note> und blauem und rotem Purpur und Karmesin, mit Cherubim in Kunstweberarbeit sollst du sie machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.2">Die Länge eines Teppichs 28 Ellen, und vier Ellen die Breite eines Teppichs: ein Mass für alle Teppiche.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.3">Fünf Teppiche sollen zusammengefügt werden, einer an den anderen, und wieder fünf Teppiche zusammengefügt, einer an den anderen.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.4">Und mache Schleifen von blauem Purpur an den Saum des einen Teppichs am Ende, bei der Zusammenfügung; und also sollst du es machen an dem Saume des äussersten Teppichs bei der anderen Zusammenfügung.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.5">Fünfzig Schleifen sollst du an den einen Teppich machen, und fünfzig Schleifen sollst du an das Ende des Teppichs machen, der bei der anderen Zusammenfügung ist, die Schleifen eine der anderen gegenüber.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.6">Und mache fünfzig Klammern von Gold, und füge die Teppiche mit den Klammern zusammen, einen an den anderen, so dass die Wohnung ein Ganzes sei.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.7">Und du sollst Teppiche von Ziegenhaar machen zum Zelte über die Wohnung; elf solcher Teppiche sollst du machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.8">Die Länge eines Teppichs dreissig Ellen, und vier Ellen die Breite eines Teppichs: ein Mass für die elf Teppiche.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.9">Und füge fünf Teppiche besonders zusammen und sechs Teppiche besonders, und den sechsten Teppich an der Vorderseite des Zeltes lege doppelt.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.10">Und mache fünfzig Schleifen an den Saum des einen Teppichs, des äussersten, bei der Zusammenfügung, und fünfzig Schleifen an den Saum des Teppichs der anderen Zusammenfügung.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.11">Und mache fünfzig Klammern von Erz, und bringe die Klammern in die Schleifen und füge das Zelt zusammen, so dass es ein Ganzes sei.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.12">Und das Überhangende, das übrig ist an den Teppichen des Zeltes, der halbe Teppich, der übrig ist, soll über die Hinterseite der Wohnung hangen.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.13">Und die Elle diesseits und die Elle jenseits, von dem, was übrig ist an der Länge der Teppiche des Zeltes, soll über die Seiten der Wohnung hangen, diesseits und jenseits, sie zu bedecken.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.14">Und mache für das Zelt eine Decke von rotgefärbten Widderfellen und eine Decke von Dachsfellen oben darüber.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.15">Und die Bretter zu der Wohnung sollst du von Akazienholz machen, aufrechtstehend;</verse>
        <verse osisID="Exod.26.16">zehn Ellen die Länge eines Brettes, und eine und eine halbe Elle die Breite eines Brettes;</verse>
        <verse osisID="Exod.26.17">zwei Zapfen an einem Brette, einer dem anderen gegenüber eingefügt: also sollst du es machen an allen Brettern der Wohnung.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.18">Und mache die Bretter zu der Wohnung: zwanzig Bretter an der Seite gegen Mittag, südwärts;</verse>
        <verse osisID="Exod.26.19">und vierzig Füsse von Silber sollst du unter die zwanzig Bretter machen: zwei Füsse unter ein Brett für seine zwei Zapfen, und wieder zwei Füsse unter ein Brett für seine zwei Zapfen;</verse>
        <verse osisID="Exod.26.20">und an der anderen Seite der Wohnung, an der Nordseite, zwanzig Bretter,</verse>
        <verse osisID="Exod.26.21">und ihre vierzig Füsse von Silber: zwei Füsse unter ein Brett, und wieder zwei Füsse unter ein Brett;</verse>
        <verse osisID="Exod.26.22">und an der Hinterseite der Wohnung gegen Westen sollst du sechs Bretter machen;</verse>
        <verse osisID="Exod.26.23">und zwei Bretter sollst du für die Winkel der Wohnung an der Hinterseite machen;</verse>
        <verse osisID="Exod.26.24">und sie sollen zweifach sein von unten auf, und sollen an <note>{O. bis zu}</note> ihrem Oberteil völlig aneinander sein in einem Ringe; also soll es mit ihnen beiden sein, an den beiden Winkeln sollen sie sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.25">Und so sollen es acht Bretter sein, und ihre Füsse von Silber, sechzehn Füsse: zwei Füsse unter einem Brette, und wieder zwei Füsse unter einem Brette.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.26">Und du sollst Riegel von Akazienholz machen: fünf zu den Brettern der einen Seite der Wohnung,</verse>
        <verse osisID="Exod.26.27">und fünf Riegel zu den Brettern der anderen Seite der Wohnung, und fünf Riegel zu den Brettern der Seite der Wohnung an der Hinterseite gegen Westen;</verse>
        <verse osisID="Exod.26.28">und den mittleren Riegel in der Mitte der Bretter durchlaufend von einem Ende zum anderen.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.29">Und die Bretter sollst du mit Gold überziehen; und ihre Ringe, die Behälter für die Riegel, sollst du von Gold machen und die Riegel mit Gold überziehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.30">Und so richte die Wohnung auf, nach ihrer Vorschrift, wie sie dir auf dem Berge gezeigt worden ist.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.31">Und du sollst einen Vorhang <note>{W. ein Scheidendes. So auch V.33. u. 35}</note> machen von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus; in Kunstweberarbeit soll man ihn machen, mit Cherubim.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.32">Und hänge ihn auf <note>{W. setze (tue) ihn; so auch nachher}</note> an vier Säulen von Akazienholz, überzogen mit Gold, ihre Haken von Gold, auf vier Füssen von Silber;</verse>
        <verse osisID="Exod.26.33">und hänge den Vorhang auf unter die Klammern; und bringe dorthin, innerhalb des Vorhanges, die Lade des Zeugnisses. Und der Vorhang soll euch eine Scheidung machen zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten <note>{W. dem Heiligen der Heiligen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.34">Und lege den Deckel auf die Lade des Zeugnisses im Allerheiligsten.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.35">Und stelle den Tisch ausserhalb des Vorhangs und den Leuchter dem Tische gegenüber an die Seite der Wohnung gegen Süden; und den Tisch sollst du an die Nordseite setzen.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.36">Und mache für den Eingang des Zeltes einen Vorhang <note>{W. eine Decke; desgl. V.37; 27,16 usw.}</note> von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit.</verse>
        <verse osisID="Exod.26.37">Und mache zu dem Vorhang fünf Säulen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold, ihre Haken von Gold, und giesse für sie fünf Füsse von Erz.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.27">
        <verse osisID="Exod.27.1">Und du sollst den Altar <note>{S. Kap. 38,1}</note> von Akazienholz machen: fünf Ellen die Länge, und fünf Ellen die Breite - quadratförmig soll der Altar sein - und drei Ellen seine Höhe.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.2">Und mache seine Hörner an seine vier Ecken; aus ihm <note>{d.h. aus einem Stück mit ihm}</note> sollen seine Hörner sein; und überziehe ihn mit Erz.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.3">Und mache seine Töpfe, um ihn von der Fettasche zu reinigen, und seine Schaufeln und seine Sprengschalen und seine Gabeln und seine Kohlenpfannen <note>{O. Räucherpfannen}</note>; für alle seine Geräte sollst du Erz verwenden.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.4">Und mache ihm ein Gitter von Netzwerk aus Erz, und mache an das Netz vier eherne Ringe an seine vier Ecken;</verse>
        <verse osisID="Exod.27.5">und setze es unter die Einfassung des Altars, unterwärts, dass das Netz bis zur Hälfte des Altars reiche.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.6">Und mache Stangen für den Altar, Stangen von Akazienholz, und überziehe sie mit Erz.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.7">Und seine Stangen sollen in die Ringe gebracht werden, dass die Stangen an beiden Seiten des Altars seien, wenn man ihn trägt.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.8">Hohl, von Brettern sollst du ihn machen; so wie dir auf dem Berge gezeigt worden ist, also soll man ihn machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.9">Und du sollst den Vorhof <note>{Eig.den Hof}</note> der Wohnung machen: an der Mittagseite, südwärts, Umhänge für den Vorhof von gezwirntem Byssus, hundert Ellen die Länge auf der einen Seite;</verse>
        <verse osisID="Exod.27.10">und seine zwanzig Säulen und ihre zwanzig Füsse von Erz, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.11">Und ebenso an der Nordseite in die Länge: Umhänge, hundert Ellen lang; und seine zwanzig Säulen und ihre zwanzig Füsse von Erz, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.12">Und die Breite des Vorhofs an der Westseite: fünfzig Ellen Umhänge, ihre zehn Säulen und ihre zehn Füsse.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.13">Und die Breite des Vorhofs an der Ostseite, gegen Aufgang, fünfzig Ellen:</verse>
        <verse osisID="Exod.27.14">fünfzehn Ellen Umhänge auf der einen Seite <note>{W. Schulter; die beiden Seitenstücke neben dem Eingang. Vergl. Kap. 38,15}</note>, ihre drei Säulen und ihre drei Füsse;</verse>
        <verse osisID="Exod.27.15">und auf der anderen Seite <note>{Siehe Anm. V.14}</note> fünfzehn Ellen Umhänge, ihre drei Säulen und ihre drei Füsse;</verse>
        <verse osisID="Exod.27.16">und für das Tor des Vorhofs einen Vorhang von zwanzig Ellen von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit, ihre vier Säulen und ihre vier Füsse.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.17">Alle Säulen des Vorhofs ringsum sollen mit Bindestäben von Silber versehen sein, ihre Haken von Silber und ihre Füsse von Erz.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.18">Die Länge des Vorhofs hundert Ellen, und die Breite fünfzig gegen fünfzig, und die Höhe fünf Ellen, von gezwirntem Byssus; und ihre Füsse von Erz.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.19">Alle Geräte der Wohnung zu ihrem ganzen Dienst und alle ihre Pflöcke und alle Pflöcke des Vorhofs sollen von Erz sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.20">Und du, du sollst den Kindern Israel gebieten, dass sie dir reines, zerstossenes Olivenöl bringen zum Licht, um die Lampen anzuzünden beständig.</verse>
        <verse osisID="Exod.27.21">Im Zelte der Zusammenkunft, ausserhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis ist, sollen Aaron und seine Söhne sie zurichten vom Abend bis zum Morgen, vor Jahwe. Eine ewige Satzung bei ihren Geschlechtern von seiten der Kinder Israel.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.28">
        <verse osisID="Exod.28.1">Und du, du sollst zu dir nahen lassen deinen Bruder Aaron und seine Söhne mit ihm, aus der Mitte der Kinder Israel, um mir den Priesterdienst auszuüben: Aaron, Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar, die Söhne Aarons.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.2">Und du sollst heilige Kleider für deinen Bruder Aaron machen zur Herrlichkeit und zum Schmuck.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.3">Und du sollst zu allen reden, die weisen Herzens sind, die ich mit dem Geiste der Weisheit erfüllt habe, dass sie die Kleider Aarons machen, ihn zu heiligen, um mir den Priesterdienst auszuüben.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.4">Und dies sind die Kleider, die sie machen sollen: ein Brustschild und ein Ephod und ein Oberkleid, und einen Leibrock von zellenförmigem Gewebe, einen Kopfbund und einen Gürtel; und sie sollen heilige Kleider machen für deinen Bruder Aaron und für seine Söhne, um mir den Priesterdienst auszuüben.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.5">Und sie sollen das Gold und den blauen und den roten Purpur und den Karmesin und den Byssus nehmen</verse>
        <verse osisID="Exod.28.6">und sollen das Ephod machen von Gold, blauem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus, in Kunstweberarbeit.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.7">Es soll zwei zusammenfügende Schulterstücke haben an seinen beiden Enden, und so werde es zusammengefügt.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.8">Und der gewirkte Gürtel, mit dem es angebunden wird, der darüber ist, soll von gleicher Arbeit mit ihm sein, von gleichem Stoffe <note>{W. aus ihm, wie Kap. 25,31. 36; 27,2}</note>: von Gold, blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.9">Und du sollst zwei Onyxsteine nehmen und die Namen der Söhne Israels darauf stechen:</verse>
        <verse osisID="Exod.28.10">sechs ihrer Namen auf den einen Stein und die sechs übrigen Namen auf den anderen Stein, nach ihrer Geburtsfolge.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.11">In Steinschneiderarbeit, in Siegelstecherei sollst du die beiden Steine stechen nach den Namen der Söhne Israels; mit Einfassungen von Gold umgeben sollst du sie machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.12">Und setze die beiden Steine auf die Schulterstücke des Ephods, als Steine des Gedächtnisses für die Kinder Israel; und Aaron soll ihre Namen auf seinen beiden Schultern tragen vor Jahwe zum Gedächtnis.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.13">Und mache Einfassungen von Gold;</verse>
        <verse osisID="Exod.28.14">und zwei Ketten von reinem Golde: schnurähnlich sollst du sie machen, in Flechtwerk, und die geflochtenen Ketten an die Einfassungen befestigen.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.15">Und mache das Brustschild des Gerichts <note>{O. des Rechts}</note> in Kunstweberarbeit; gleich der Arbeit des Ephods sollst du es machen: von Gold, blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus sollst du es machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.16">Quadratförmig soll es sein, gedoppelt, eine Spanne seine Länge und eine Spanne seine Breite.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.17">Und besetze es mit eingesetzten Steinen, vier Reihen von Steinen; eine Reihe: Sardis, Topas und Smaragd, die erste Reihe;</verse>
        <verse osisID="Exod.28.18">und die zweite Reihe: Karfunkel, Saphir und Diamant;</verse>
        <verse osisID="Exod.28.19">und die dritte Reihe: Opal, Achat und Amethyst;</verse>
        <verse osisID="Exod.28.20">und die vierte Reihe: Chrysolith und Onyx und Jaspis; mit Gold sollen sie eingefasst sein in ihren Einsetzungen.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.21">Und der Steine sollen nach den Namen der Söhne Israels zwölf sein, nach ihren Namen; in Siegelstecherei sollen sie sein, ein jeder nach seinem Namen, für die zwölf Stämme.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.22">Und mache an das Brustschild schnurähnliche Ketten in Flechtwerk, von reinem Golde.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.23">Und mache an das Brustschild zwei Ringe von Gold, und befestige die zwei Ringe an die beiden Enden des Brustschildes.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.24">Und befestige die zwei geflochtenen Schnüre von Gold an die beiden Ringe an den Enden des Brustschildes;</verse>
        <verse osisID="Exod.28.25">und die beiden anderen Enden der zwei geflochtenen Schnüre sollst du an die beiden Einfassungen befestigen und sie an die Schulterstücke des Ephods befestigen, an seine Vorderseite.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.26">Und mache zwei Ringe von Gold und befestige sie an die beiden Enden des Brustschildes, an seinen Saum, der gegen das Ephod hin ist, einwärts;</verse>
        <verse osisID="Exod.28.27">und mache zwei Ringe von Gold und befestige sie an die beiden Schulterstücke des Ephods, unten an seine Vorderseite, gerade bei seiner Zusammenfügung, oberhalb des gewirkten Gürtels des Ephods.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.28">Und man soll das Brustschild mit seinen Ringen an die Ringe des Ephods binden mit einer Schnur von blauem Purpur, dass es über dem gewirkten Gürtel des Ephods sei und das Brustschild sich nicht von dem Ephod verrücke.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.29">Und Aaron soll die Namen der Söhne Israels an dem Brustschilde des Gerichts auf seinem Herzen tragen, wenn er ins Heiligtum hineingeht, zum Gedächtnis vor Jahwe beständig.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.30">Und lege in das Brustschild des Gerichts die Urim und die Thummim <note>{Lichter und Vollkommenheiten}</note>, dass sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er vor Jahwe hineingeht; und Aaron soll das Gericht der Kinder Israel auf seinem Herzen tragen vor Jahwe beständig.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.31">Und mache das Oberkleid des Ephods ganz von blauem Purpur.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.32">Und seine Kopföffnung soll in seiner Mitte sein; eine Borte soll es an seiner Öffnung haben ringsum, in Weberarbeit; wie die Öffnung eines Panzers soll daran sein, dass es nicht einreisse.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.33">Und an seinen Saum mache Granatäpfel von blauem und rotem Purpur und Karmesin, an seinen Saum ringsum, und Schellen von Gold zwischen ihnen ringsum:</verse>
        <verse osisID="Exod.28.34">eine Schelle von Gold und einen Granatapfel, eine Schelle von Gold und einen Granatapfel an den Saum des Oberkleides ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.35">Und Aaron soll es anhaben, um den Dienst zu verrichten, dass sein Klang gehört werde, wenn er ins Heiligtum hineingeht vor Jahwe, und wenn er hinausgeht, dass er nicht sterbe.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.36">Und mache ein Blech von reinem Golde und stich darauf mit Siegelstecherei: Heiligkeit dem Jahwe!</verse>
        <verse osisID="Exod.28.37">Und tue es an eine Schnur von blauem Purpur; und es soll an dem Kopfbunde sein, an der Vorderseite des Kopfbundes soll es sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.38">Und es soll auf der Stirn Aarons sein, und Aaron soll die Ungerechtigkeit der heiligen Dinge tragen, welche die Kinder Israel heiligen werden, bei allen <note>{Eig. nach allen, d.h. so viele ihrer sein werden}</note> Gaben ihrer heiligen Dinge; und es soll beständig an seiner Stirn sein, zum Wohlgefallen für sie vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.39">Und mache den Leibrock von zellenförmigem Gewebe von Byssus, und mache einen Kopfbund von Byssus; und einen Gürtel sollst du machen in Buntwirkerarbeit.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.40">Und den Söhnen Aarons sollst du Leibröcke machen und sollst ihnen Gürtel machen, und hohe Mützen sollst du ihnen machen zur Herrlichkeit und zum Schmuck.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.41">Und du sollst deinen Bruder Aaron damit bekleiden und seine Söhne mit ihm; und du sollst sie salben und sie weihen <note>{W. ihre Hand füllen. So auch Kap. 29,9. 33. 35; 32,29 u.a. St.; vergl. die Anm. zu 3. Mose 8,28}</note> und sie heiligen, dass sie mir den Priesterdienst ausüben.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.42">Und mache ihnen Beinkleider von Linnen, um das Fleisch der Blösse zu bedecken; von den Hüften bis an die Schenkel sollen sie reichen.</verse>
        <verse osisID="Exod.28.43">Und Aaron und seine Söhne sollen sie anhaben, wenn sie in das Zelt der Zusammenkunft hineingehen, oder wenn sie dem Altar nahen, um den Dienst im Heiligtum zu verrichten, dass sie nicht eine Ungerechtigkeit tragen <note>{O. Schuld auf sich laden}</note> und sterben: eine ewige Satzung für ihn und für seinen Samen nach ihm.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.29">
        <verse osisID="Exod.29.1">Und dies ist es, was du ihnen tun sollst, sie zu heiligen, um mir den Priesterdienst auszuüben: Nimm einen jungen Farren und zwei Widder, ohne Fehl,</verse>
        <verse osisID="Exod.29.2">und ungesäuertes Brot, und ungesäuerte Kuchen, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, gesalbt mit Öl: von Feinmehl des Weizens sollst du sie machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.3">Und lege sie in einen Korb und bringe sie in dem Korbe dar, und den Farren und die zwei Widder.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.4">Und Aaron und seine Söhne sollst du herzunahen lassen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und sie mit Wasser waschen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.5">Und du sollst die Kleider nehmen und Aaron bekleiden mit dem Leibrock und dem Oberkleide des Ephods und dem Ephod und dem Brustschilde und es <note>{d.h. das Ephod; vergl. 3. Mose 8,7}</note> ihm anbinden mit dem gewirkten Gürtel des Ephods.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.6">Und setze den Kopfbund auf sein Haupt und lege das heilige Diadem an den Kopfbund.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.7">Und nimm das Salböl und giesse es auf sein Haupt und salbe ihn.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.8">Und seine Söhne sollst du herzunahen lassen und sie mit den Leibröcken bekleiden;</verse>
        <verse osisID="Exod.29.9">und umgürte sie mit dem Gürtel, Aaron und seine Söhne, und binde ihnen die hohen Mützen um; und das Priestertum sei ihnen zu einer ewigen Satzung. Und du sollst Aaron und seine Söhne weihen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.10">Und du sollst den Farren herzubringen vor das Zelt der Zusammenkunft, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Farren legen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.11">Und schlachte den Farren vor Jahwe, an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft;</verse>
        <verse osisID="Exod.29.12">und nimm von dem Blute des Farren und tue es mit deinem Finger an die Hörner des Altars, und alles Blut sollst du an den Fuss des Altars giessen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.13">Und nimm alles Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und das Netz über der Leber und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, und räuchere es auf dem Altar.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.14">Und das Fleisch des Farren und seine Haut und seinen Mist sollst du mit Feuer verbrennen ausserhalb des Lagers: es ist ein Sündopfer.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.15">Und du sollst den einen Widder nehmen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.16">Und du sollst den Widder schlachten und sein Blut nehmen und an den Altar sprengen ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.17">Und den Widder sollst du in seine Stücke zerlegen und sein Eingeweide und seine Schenkel waschen und sie auf seine <note>{O. zu seinen}</note> Stücke und auf seinen <note>{O. zu seinem}</note> Kopf legen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.18">Und den ganzen Widder sollst du auf dem Altar räuchern: es ist ein Brandopfer dem Jahwe, ein lieblicher Geruch <note>{Vergl. die Anm. zu 1. Mose 8,21}</note>; es ist ein Feueropfer dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.19">Und du sollst den zweiten Widder nehmen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.20">Und du sollst den Widder schlachten und von seinem Blute nehmen und es auf das rechte Ohrläppchen Aarons tun und auf das rechte Ohrläppchen seiner Söhne und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses; und du sollst das Blut an den Altar sprengen ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.21">Und nimm von dem Blute, das auf dem Altar ist, und von dem Salböl, und sprenge es auf Aaron und auf seine Kleider und auf seine Söhne und auf die Kleider seiner Söhne mit ihm; und er wird heilig sein und seine Kleider, und seine Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.22">Und nimm von dem Widder das Fett und den Fettschwanz und das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und das Netz der Leber und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, und den rechten Schenkel, denn es ist ein Widder der Einweihung -</verse>
        <verse osisID="Exod.29.23">und einen Laib Brot und einen Kuchen geölten Brotes und einen Fladen aus dem Korbe des Ungesäuerten, der vor Jahwe ist;</verse>
        <verse osisID="Exod.29.24">und lege das alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne, und webe es als Webopfer <note>{Eig. als Schwingung, d.h. als ein Opfer, das hin und her geschwungen wurde}</note> vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.25">Und nimm es von ihren Händen und räuchere es auf dem Altar, auf dem Brandopfer, zum lieblichen Geruch vor Jahwe: es ist ein Feueropfer dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.26">Und nimm die Brust von dem Einweihungswidder, der für Aaron ist, und webe sie als Webopfer vor Jahwe; und sie soll dein Anteil sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.27">Und heilige die Brust des Webopfers und den Schenkel des Hebopfers <note>{Eig. Hebe, d.h. ein Opfer, das gen Himmel gehoben und so Gott geweiht wurde; dann auch eine Gabe überhaupt}</note>, die gewoben und der gehoben worden ist von dem Einweihungswidder, von dem, der für Aaron, und von dem, der für seine Söhne ist;</verse>
        <verse osisID="Exod.29.28">und es soll Aaron und seinen Söhnen gehören als eine ewige Gebühr <note>{Eig. ein für ewig Bestimmtes}</note> von seiten der Kinder Israel, denn es ist ein Hebopfer; und es soll ein Hebopfer sein von seiten der Kinder Israel, von ihren Friedensopfern: ihr Hebopfer dem Jahwe. -</verse>
        <verse osisID="Exod.29.29">Und die heiligen Kleider Aarons sollen für seine Söhne sein nach ihm, um sie darin zu salben und sie darin zu weihen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.30">Sieben Tage soll sie anziehen, wer von seinen Söhnen Priester wird an seiner Statt, welcher in das Zelt der Zusammenkunft hineingehen wird <note>{dass er... hineingehe}</note>, um im Heiligtum zu dienen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.29.31">Und den Einweihungswidder sollst du nehmen und sein Fleisch an heiligem Orte kochen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.32">Und Aaron und seine Söhne sollen das Fleisch des Widders und das Brot, das in dem Korbe ist, essen an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft:</verse>
        <verse osisID="Exod.29.33">sie sollen die Dinge essen, durch welche Sühnung geschehen ist, um sie zu weihen, um sie zu heiligen; ein Fremder aber soll nicht davon essen, denn sie <note>{d.h. die Dinge}</note> sind heilig.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.34">Und wenn von dem Fleische der Einweihung und von dem Brote etwas übrigbleibt bis an den Morgen, so sollst du das Übriggebliebene mit Feuer verbrennen; es soll nicht gegessen werden, denn es ist heilig.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.35">Und du sollst Aaron und seinen Söhnen also tun, nach allem, was ich dir geboten habe; sieben Tage sollst du sie einweihen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.36">Und einen Farren als Sündopfer sollst du täglich zur Sühnung opfern und den Altar entsündigen, indem du Sühnung für ihn tust; und du sollst ihn salben, um ihn zu heiligen.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.37">Sieben Tage sollst du Sühnung tun für den Altar und ihn heiligen; und der Altar soll hochheilig sein: alles, was den Altar anrührt, wird heilig sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.38">Und dies ist es, was du auf dem Altar opfern sollst: zwei einjährige Lämmer des Tages beständig.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.39">Das eine Lamm sollst du am Morgen opfern, und das zweite Lamm sollst du opfern zwischen den zwei Abenden <note>{Vergl. die Anm. zu Kap. 12,6}</note>,</verse>
        <verse osisID="Exod.29.40">und ein Zehntel <note>{d.h. ein Zehntel Epha; so auch später}</note> Feinmehl, gemengt mit einem viertel Hin zerstossenen Öles, und ein Trankopfer <note>{Eig. eine Spende}</note>, ein viertel Hin Wein, zu dem einen Lamme.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.41">Und das zweite Lamm sollst du opfern zwischen den zwei Abenden; wie das Morgenspeisopfer <note>{Vergl. die Anm. zu 3. Mose 2, 1}</note> und wie dessen Trankopfer, so sollst du zu diesem opfern, zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer dem Jahwe:</verse>
        <verse osisID="Exod.29.42">ein beständiges Brandopfer bei euren Geschlechtern an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft vor Jahwe, wo ich mit euch zusammenkommen werde, um daselbst mit dir zu reden.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.43">Und ich werde daselbst mit den Kindern Israel zusammenkommen, und es <note>{das Zelt}</note> wird geheiligt werden durch meine Herrlichkeit.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.44">Und ich werde das Zelt der Zusammenkunft und den Altar heiligen; und Aaron und seine Söhne werde ich heiligen, dass sie mir den Priesterdienst ausüben.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.45">Und ich werde in der Mitte der Kinder Israel wohnen und werde ihr Gott <note>{W. ihnen zum Gott; so auch später an vielen ähnlichen Stellen}</note> sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.29.46">Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin, ihr Gott, der ich sie aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe, um in ihrer Mitte zu wohnen; ich bin Jahwe, ihr Gott.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.30">
        <verse osisID="Exod.30.1">Und du sollst einen Altar machen zum Räuchern des Räucherwerks, von Akazienholz sollst du ihn machen;</verse>
        <verse osisID="Exod.30.2">eine Elle seine Länge, und eine Elle seine Breite, quadratförmig soll er sein und zwei Ellen seine Höhe; aus ihm <note>{d.h. aus einem Stück mit ihm}</note> sollen seine Hörner sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.3">Und überziehe ihn mit reinem Golde, seine Platte und seine Wände ringsum und seine Hörner; und mache ihm einen Kranz von Gold ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.4">Und mache ihm zwei Ringe von Gold unter seinen Kranz: an seine beiden Seiten sollst du sie machen, an seine beiden Wände; und sie sollen zu Behältern sein für die Stangen, um ihn mit denselben zu tragen.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.5">Und mache die Stangen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.6">Und stelle ihn dem Vorhang gegenüber, der vor der Lade des Zeugnisses ist, dem Deckel gegenüber, der über dem Zeugnis ist, woselbst ich mit dir zusammenkommen werde.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.7">Und Aaron soll wohlriechendes Räucherwerk auf ihm räuchern; Morgen für Morgen, wenn er die Lampen zurichtet, soll er es räuchern;</verse>
        <verse osisID="Exod.30.8">und wenn Aaron die Lampen anzündet zwischen den zwei Abenden, soll er es räuchern: ein beständiges Räucherwerk vor Jahwe bei euren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.9">Ihr sollt kein fremdes Räucherwerk auf ihm opfern, noch Brandopfer, noch Speisopfer; und kein Trankopfer sollt ihr auf ihn giessen.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.10">Und Aaron soll einmal im Jahre für <note>{O. auf, an}</note> dessen Hörner Sühnung tun mit dem Blute des Sündopfers der Versöhnung; einmal im Jahre soll er Sühnung für ihn tun bei euren Geschlechtern: hochheilig ist er dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.11">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.30.12">Wenn du die Summe der Kinder Israel aufnehmen wirst nach ihren Gemusterten, so sollen sie bei ihrer Musterung ein jeder eine Sühne seiner Seele dem Jahwe geben, dass keine Plage unter ihnen entstehe bei ihrer Musterung.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.13">Dies sollen sie geben: jeder zu den Gemusterten Übergehende <note>{O. durch die Musterung gehende}</note> die Hälfte eines Sekels, nach dem Sekel des Heiligtums (zwanzig Gera der Sekel), die Hälfte eines Sekels als Hebopfer dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.14">Jeder zu den Gemusterten Übergehende <note>{O. durch die Musterung Gehende}</note>, von zwanzig Jahren und darüber, soll das Hebopfer Jahwes geben.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.15">Der Reiche soll nicht mehr geben, und der Arme nicht weniger als die Hälfte eines Sekels, wenn ihr das Hebopfer Jahwes gebet, um Sühnung zu tun für eure Seelen.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.16">Und du sollst das Sühngeld von seiten der Kinder Israel nehmen und es für die Arbeit <note>{O. den Dienst}</note> des Zeltes der Zusammenkunft geben; und es soll den Kindern Israel zum Gedächtnis sein vor Jahwe, um Sühnung zu tun für eure Seelen.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.17">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.30.18">Mache auch ein Becken von Erz und sein Gestell von Erz zum Waschen; und setze es zwischen das Zelt der Zusammenkunft und den Altar und tue Wasser darein.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.19">Und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände und ihre Füsse daraus waschen.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.20">Wenn sie in das Zelt der Zusammenkunft hineingehen, sollen sie sich mit Wasser waschen, dass sie nicht sterben, oder wenn sie dem Altar nahen zum Dienst, um Jahwe ein Feueropfer zu räuchern.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.21">Und sie sollen ihre Hände und ihre Füsse waschen, dass sie nicht sterben; und das soll ihnen eine ewige Satzung sein, ihm und seinem Samen bei ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.22">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.30.23">Und du, nimm dir die besten Gewürze: von selbst ausgeflossene Myrrhe 500 Sekel, und würzigen Zimmet die Hälfte davon, 250, und Würzrohr 250,</verse>
        <verse osisID="Exod.30.24">und Kassia 500, nach dem Sekel des Heiligtums, und ein Hin Olivenöl;</verse>
        <verse osisID="Exod.30.25">und mache daraus ein Öl der heiligen Salbung, eine Mischung von Gewürzsalbe, ein Werk des Salbenmischers; es soll ein Öl der heiligen Salbung sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.26">Und du sollst damit salben das Zelt der Zusammenkunft und die Lade des Zeugnisses</verse>
        <verse osisID="Exod.30.27">und den Tisch und alle seine Geräte und den Leuchter und seine Geräte und den Räucheraltar <note>{W. Altar des Räucherwerks}</note></verse>
        <verse osisID="Exod.30.28">und den Brandopferaltar und alle seine Geräte und das Becken und sein Gestell,</verse>
        <verse osisID="Exod.30.29">und du sollst sie heiligen; und sie sollen hochheilig sein: alles, was sie anrührt, wird heilig sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.30">Und Aaron und seine Söhne sollst du salben und sollst sie heiligen, um mir den Priesterdienst auszuüben.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.31">Und zu den Kindern Israel sollst du also reden: Ein Öl der heiligen Salbung soll mir dieses sein bei euren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.32">Auf keines Menschen Fleisch soll man es giessen, und nach dem Verhältnis seiner Bestandteile sollt ihr keines desgleichen machen; es ist heilig, heilig soll es euch sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.33">Wer desgleichen mischt, und wer davon auf einen Fremden tut, der soll ausgerottet werden aus seinen Völkern.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.34">Und Jahwe sprach zu Mose: Nimm dir wohlriechende Gewürze, Stakte und Räuchermuschel und Galban, wohlriechende Gewürze und reinen Weihrauch; zu gleichen Teilen sollen sie sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.35">Und mache Räucherwerk daraus, Würzwerk, ein Werk des Salbenmischers, gesalzen, rein, heilig.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.36">Und zerstosse davon zu Pulver, und lege davon vor das Zeugnis in das Zelt der Zusammenkunft, woselbst ich mit dir zusammenkommen werde; hochheilig soll es euch sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.37">Und das Räucherwerk, das du machen sollst, nach dem Verhältnis seiner Bestandteile sollt ihr es euch nicht machen; heilig dem Jahwe soll es dir sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.30.38">Wer desgleichen macht, um daran zu riechen, der soll ausgerottet werden aus seinen Völkern.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.31">
        <verse osisID="Exod.31.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.31.2">Siehe, ich habe Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda, mit Namen berufen</verse>
        <verse osisID="Exod.31.3">und habe ihn mit dem Geiste Gottes erfüllt, in Weisheit und in Verstand und in Kenntnis und in jeglichem Werk;</verse>
        <verse osisID="Exod.31.4">um Künstliches zu ersinnen, zu arbeiten in Gold und in Silber und in Erz,</verse>
        <verse osisID="Exod.31.5">und im Schneiden von Steinen zum Einsetzen und im Holzschneiden, um zu arbeiten in jeglichem Werk.</verse>
        <verse osisID="Exod.31.6">Und ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn Achisamaks, vom Stamme Dan, beigegeben; und in das Herz eines jeden, der weisen Herzens ist, habe ich Weisheit gelegt, dass sie alles machen, was ich dir geboten habe:</verse>
        <verse osisID="Exod.31.7">das Zelt der Zusammenkunft und die Lade des Zeugnisses und den Deckel, der darauf ist, und alle Geräte des Zeltes;</verse>
        <verse osisID="Exod.31.8">und den Tisch und alle seine Geräte und den reinen Leuchter und alle seine Geräte und den Räucheraltar</verse>
        <verse osisID="Exod.31.9">und den Brandopferaltar und alle seine Geräte, und das Becken und sein Gestell;</verse>
        <verse osisID="Exod.31.10">und die Dienstkleider <note>{And.: die gestickten Kleider}</note> und die heiligen Kleider für Aaron, den Priester, und die Kleider seiner Söhne, um den Priesterdienst auszuüben;</verse>
        <verse osisID="Exod.31.11">und das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk für das Heiligtum: nach allem, was ich dir geboten habe, sollen sie es machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.31.12">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.31.13">Und du, rede zu den Kindern Israel und sprich: Fürwahr, meine Sabbate sollt ihr beobachten; denn sie sind <note>{W. er ist}</note> ein Zeichen zwischen mir und euch bei euren Geschlechtern, damit ihr wisset, dass ich, Jahwe, es bin <note>{O. dass ich Jahwe bin}</note>, der euch heiligt;</verse>
        <verse osisID="Exod.31.14">und beobachtet den Sabbat, denn heilig ist er euch; wer ihn entweiht, soll gewisslich getötet werden; denn wer irgend an ihm eine Arbeit tut, selbige Seele soll ausgerottet werden aus der Mitte ihrer Völker.</verse>
        <verse osisID="Exod.31.15">Sechs Tage soll man Arbeit tun, aber am siebten Tage ist der Sabbat der Ruhe, heilig dem Jahwe; wer irgend am Tage des Sabbats eine Arbeit tut, soll gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.31.16">Und die Kinder Israel sollen den Sabbat beobachten, um den Sabbat zu feiern bei ihren Geschlechtern: ein ewiger Bund.</verse>
        <verse osisID="Exod.31.17">Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel ewiglich; denn in sechs Tagen hat Jahwe den Himmel und die Erde gemacht, und am siebten Tage hat er geruht und sich erquickt.</verse>
        <verse osisID="Exod.31.18">Und er gab dem Mose, als er auf dem Berge Sinai mit ihm ausgeredet hatte, die zwei Tafeln des Zeugnisses, Tafeln von Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.32">
        <verse osisID="Exod.32.1">Und als das Volk sah, dass Mose verzog, von dem Berge herabzukommen, da versammelte sich das Volk zu Aaron, und sie sprachen zu ihm: Auf! mache uns einen Gott <note>{O. Götter; ebenso V.4. 8. 23. 31}</note>, der vor uns hergehe! denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat, - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.2">Und Aaron sprach zu ihnen: Reisset die goldenen Ringe ab, die in den Ohren eurer Weiber, eurer Söhne und eurer Töchter sind, und bringet sie zu mir.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.3">Und das ganze Volk riss sich die goldenen Ringe ab, die in ihren Ohren waren, und sie brachten sie zu Aaron.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.4">Und er nahm es aus ihrer Hand und bildete es mit einem Meissel <note>{And.: in einer Form}</note> und machte ein gegossenes Kalb daraus. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.5">Und als Aaron es sah, baute er einen Altar vor ihm; und Aaron rief aus und sprach: Ein Fest dem Jahwe ist morgen!</verse>
        <verse osisID="Exod.32.6">Und sie standen des folgenden Tages früh auf und opferten Brandopfer und brachten Friedensopfer; und das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu belustigen.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.7">Da sprach Jahwe zu Mose: Gehe, steige hinab! denn dein Volk, das du aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hast, hat sich verderbt.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.8">Sie sind schnell von dem Wege abgewichen, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und sich vor ihm niedergebeugt und haben ihm geopfert und gesagt: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.9">Und Jahwe sprach zu Mose: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein hartnäckiges Volk;</verse>
        <verse osisID="Exod.32.10">und nun lass mich, dass mein Zorn wider sie entbrenne, und ich sie vernichte; dich aber will ich zu einer grossen Nation machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.11">Und Mose flehte zu Jahwe, seinem Gott, und sprach: Warum, Jahwe, sollte dein Zorn entbrennen wider dein Volk, das du aus dem Lande Ägypten herausgeführt hast mit grosser Kraft und mit starker Hand?</verse>
        <verse osisID="Exod.32.12">Warum sollten die Ägypter also sprechen: Zum Unglück hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge zu töten und sie von der Fläche des Erdbodens zu vernichten? Kehre um von der Glut deines Zornes und lass dich des Übels wider dein Volk gereuen.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.13">Gedenke Abrahams, Isaaks und Israels, deiner Knechte, denen du bei dir selbst geschworen hast, und hast zu ihnen gesagt: Mehren will ich euren Samen wie die Sterne des Himmels; und dieses ganze Land, von dem ich geredet habe, werde ich eurem Samen geben, dass sie es als Erbteil besitzen ewiglich.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.14">Und es gereute Jahwe des Übels, wovon er geredet hatte, dass er es seinem Volke tun werde.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.15">Und Mose wandte sich und stieg von dem Berge hinab, die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, Tafeln, beschrieben auf ihren beiden Seiten: auf dieser und auf jener Seite waren sie beschrieben.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.16">Und die Tafeln waren das Werk Gottes, und die Schrift war die Schrift Gottes, eingegraben in die Tafeln.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.17">Und Josua hörte die Stimme des Volkes, als es jauchzte, und sprach zu Mose: Kriegsgeschrei ist im Lager!</verse>
        <verse osisID="Exod.32.18">Und er sprach: Es ist nicht der Schall von Siegesgeschrei und nicht der Schall von Geschrei der Niederlage; den Schall von Wechselgesang höre ich.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.19">Und es geschah, als er dem Lager nahte und das Kalb und die Reigentänze sah, da entbrannte der Zorn Moses, und er warf die Tafeln aus seinen Händen und zerbrach sie unten am Berge.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.20">Und er nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und verbrannte es im Feuer und zermalmte es, bis es zu Staub wurde; und er streute es auf das Wasser und liess es die Kinder Israel trinken.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.21">Und Mose sprach zu Aaron: Was hat dir dieses Volk getan, dass du eine grosse Sünde über dasselbe gebracht hast?</verse>
        <verse osisID="Exod.32.22">Und Aaron sprach: Es entbrenne nicht der Zorn meines Herrn! Du kennst das Volk, dass es im Bösen ist.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.23">Und sie sprachen zu mir: Mache uns einen Gott, der vor uns hergehe; denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat, - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.24">Und ich sprach zu ihnen: Wer hat Gold? Sie rissen es sich ab und gaben es mir, und ich warf es ins Feuer, und dieses Kalb ging hervor.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.25">Und Mose sah das Volk, dass es zügellos war; denn Aaron hatte es zügellos gemacht, zum Gespött unter ihren Widersachern.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.26">Und Mose stellte sich auf im Tore des Lagers und sprach: Her zu mir, wer für Jahwe ist! Und es versammelten sich zu ihm alle Söhne Levis.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.27">Und er sprach zu ihnen: Also spricht Jahwe, der Gott Israels: Leget ein jeder sein Schwert an seine Hüfte, gehet hin und wieder, von Tor zu Tor im Lager, und erschlaget ein jeder seinen Bruder und ein jeder seinen Freund und ein jeder seinen Nachbar <note>{O. Verwandten}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.28">Und die Söhne Levis taten nach dem Worte Moses; und es fielen von dem Volke an selbigem Tage bei dreitausend Mann.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.29">Und Mose sprach: Weihet euch heute dem Jahwe, ja, ein jeder in seinem Sohne und in seinem Bruder <note>{O. Jahwe; ein jeder sei gegen seinen Sohn und gegen seinen Bruder}</note>, um heute Segen auf euch zu bringen.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.30">Und es geschah am anderen Tage, da sprach Mose zu dem Volke: Ihr habt eine grosse Sünde begangen; und nun will ich zu Jahwe hinaufsteigen, vielleicht möchte ich Sühnung tun für eure Sünde.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.31">Und Mose kehrte zu Jahwe zurück und sprach: Ach! dieses Volk hat eine grosse Sünde begangen, und sie haben sich einen Gott von Gold gemacht.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.32">Und nun, wenn du ihre Sünde vergeben wolltest! ... Wenn aber nicht, so lösche mich doch aus deinem Buche, das du geschrieben hast.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.33">Und Jahwe sprach zu Mose: Wer gegen mich gesündigt hat, den werde ich aus meinem Buche auslöschen.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.34">Und nun gehe hin, führe das Volk, wohin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel wird vor dir herziehen; und am Tage meiner Heimsuchung, da werde ich ihre Sünde an ihnen heimsuchen.</verse>
        <verse osisID="Exod.32.35">Und Jahwe schlug das Volk, darum dass sie das Kalb gemacht, welches Aaron gemacht hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.33">
        <verse osisID="Exod.33.1">Und Jahwe redete zu Mose: Gehe, ziehe hinauf von hinnen, du und das Volk, das du aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinem Samen werde ich es geben! -</verse>
        <verse osisID="Exod.33.2">und ich werde einen Engel vor dir hersenden und vertreiben die Kanaaniter, die Amoriter und die Hethiter und die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter, -</verse>
        <verse osisID="Exod.33.3">in ein Land, das von Milch und Honig fliesst; denn ich werde nicht in deiner Mitte hinaufziehen, denn du bist ein hartnäckiges Volk, dass ich dich nicht vernichte auf dem Wege.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.4">Und als das Volk dieses böse Wort hörte, da trauerten sie, und keiner legte seinen Schmuck an.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.5">Denn Jahwe hatte zu Mose gesagt: Sprich zu den Kindern Israel: Ihr seid ein hartnäckiges Volk; zöge ich nur einen Augenblick in deiner Mitte hinauf, so würde ich dich vernichten. Und nun, lege deinen Schmuck von dir, und ich werde wissen, was ich dir tun will.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.6">Und die Kinder Israel rissen sich ihren Schmuck ab an dem Berge Horeb <note>{Eig. von dem Berge Horeb an}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.7">Und Mose nahm das Zelt und schlug es sich auf ausserhalb des Lagers, fern vom Lager, und nannte es: Zelt der Zusammenkunft. Und es geschah, ein jeder, der Jahwe suchte, ging hinaus zu dem Zelte der Zusammenkunft, das ausserhalb des Lagers war.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.8">Und es geschah, wenn Mose zu dem Zelte hinausging, so erhob sich das ganze Volk, und sie standen, ein jeder am Eingang seines Zeltes; und sie schauten Mose nach, bis er in das Zelt trat.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.9">Und es geschah, wenn Mose in das Zelt trat, so stieg die Wolkensäule hernieder und stand am Eingang des Zeltes; und Jahwe <note>{W. er}</note> redete mit Mose.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.10">Und das ganze Volk sah die Wolkensäule am Eingang des Zeltes stehen; und das ganze Volk erhob sich, und sie warfen sich nieder, ein jeder am Eingang seines Zeltes.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.11">Und Jahwe redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet; und er kehrte zum Lager zurück. Sein Diener aber, Josua, der Sohn Nuns, ein Jüngling, wich nicht aus dem Innern des Zeltes.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.12">Und Mose sprach zu Jahwe: Siehe, du sprichst zu mir: Führe dieses Volk hinauf, aber du hast mich nicht wissen lassen, wen du mit mir senden willst. Und du hast doch gesagt: Ich kenne dich mit Namen, und du hast auch Gnade gefunden in meinen Augen.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.13">Und nun, wenn ich denn Gnade gefunden habe in deinen Augen, so lass mich doch deinen Weg <note>{W. deine Wege}</note> wissen, dass ich dich erkenne, damit ich Gnade finde in deinen Augen; und sieh, dass diese Nation dein Volk ist!</verse>
        <verse osisID="Exod.33.14">Und er sprach: Mein Angesicht wird mitgehen, und ich werde dir Ruhe geben.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.15">Und er sprach zu ihm: Wenn dein Angesicht nicht mitgeht, so führe uns nicht hinauf von hinnen.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.16">Und woran soll es denn erkannt werden, dass ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, ich und dein Volk? Nicht daran, dass du mit uns gehst und wir ausgesondert werden, ich und dein Volk, aus jedem Volke, das auf dem Erdboden ist?</verse>
        <verse osisID="Exod.33.17">Und Jahwe sprach zu Mose: Auch dieses, was du gesagt hast, werde ich tun; denn du hast Gnade gefunden in meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.18">Und er sprach: Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!</verse>
        <verse osisID="Exod.33.19">Und Jahwe <note>{W. er}</note> sprach: Ich werde alle meine Güte vor deinem Angesicht vorübergehen lassen und werde den Namen Jahwes vor dir ausrufen; und ich werde begnadigen, wen ich begnadigen werde, und werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarmen werde.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.20">Und er sprach: Du vermagst nicht mein Angesicht zu sehen, denn nicht kann ein Mensch mich sehen und leben.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.21">Und Jahwe sprach: Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.22">Und es wird geschehen, wenn meine Herrlichkeit vorübergeht, so werde ich dich in die Felsenkluft stellen und meine Hand über dich decken, bis ich vorübergegangen bin.</verse>
        <verse osisID="Exod.33.23">Und ich werde meine Hand hinwegtun, und du wirst mich von hinten sehen; aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.34">
        <verse osisID="Exod.34.1">Und Jahwe sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln aus wie die ersten, und ich werde auf die Tafeln die Worte schreiben, welche auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.2">Und sei bereit auf den Morgen, und steige am Morgen auf den Berg Sinai und stehe daselbst vor mir auf dem Gipfel des Berges.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.3">Und niemand soll mit dir heraufsteigen, und es soll selbst niemand auf dem ganzen Berge gesehen werden; sogar Kleinvieh und Rinder sollen nicht gegen diesen Berg hin weiden.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.4">Und er hieb zwei steinerne Tafeln aus wie die ersten; und Mose stand des Morgens früh auf und stieg auf den Berg Sinai, so wie Jahwe ihm geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.5">Und Jahwe stieg in der Wolke hernieder, und er stand daselbst bei ihm und rief den Namen Jahwes aus.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.6">Und Jahwe ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Jahwe, Jahwe, Gott <note>{El}</note>, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und gross an Güte und Wahrheit,</verse>
        <verse osisID="Exod.34.7">der Güte bewahrt auf Tausende hin <note>{O. Tausenden}</note>, der Ungerechtigkeit, Übertretung und Sünde vergibt, - aber keineswegs hält er für schuldlos <note>{O. lässt er ungestraft}</note> den Schuldigen, - der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern, am dritten und am vierten Gliede.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.8">Und Mose neigte sich eilends zur Erde und betete an</verse>
        <verse osisID="Exod.34.9">und sprach: Wenn ich doch Gnade gefunden habe in deinen Augen, Herr, so ziehe doch der Herr in unserer Mitte - denn es ist ein hartnäckiges Volk - und vergib unsere Ungerechtigkeit und unsere Sünde, und nimm uns an zum Eigentum <note>{O. Erbteil}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.10">Und er sprach: Siehe, ich mache einen Bund: vor deinem ganzen Volke will ich Wunder tun, die nicht gewirkt <note>{Eig. erschaffen}</note> worden sind auf der ganzen Erde und unter allen Nationen; und das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll das Werk Jahwes sehen; denn <note>{O. dass}</note> furchtbar ist, was ich mit dir tun werde.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.11">Beobachte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir vertreiben die Amoriter und die Kanaaniter und die Hethiter und die Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.12">Hüte dich, dass du nicht einen Bund machest mit den Bewohnern des Landes, wohin du kommen wirst, dass sie nicht zum Fallstrick werden in deiner Mitte;</verse>
        <verse osisID="Exod.34.13">sondern ihre Altäre sollt ihr niederreissen und ihre Bildsäulen zerbrechen und ihre Ascherim <note>{S. die Vorrede}</note> ausrotten, -</verse>
        <verse osisID="Exod.34.14">denn du sollst nicht einen anderen Gott anbeten; denn Jahwe, dessen Name Eiferer ist, ist ein eifernder Gott; -</verse>
        <verse osisID="Exod.34.15">dass du nicht einen Bund machest mit den Bewohnern des Landes und, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, man dich einlade, und du von ihrem Schlachtopfer essest</verse>
        <verse osisID="Exod.34.16">und du von ihren Töchtern für deine Söhne nehmest, und ihre Töchter ihren Göttern nachhuren und machen, dass deine Söhne ihren Göttern nachhuren.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.17">Gegossene Götter sollst du dir nicht machen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.34.18">Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du beobachten; sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen, wie ich dir geboten habe, zur bestimmten Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.34.19">Alles, was den Mutterschoss durchbricht, ist mein; und all dein Vieh, das männlich geboren wird, das Erstgeborene vom Rind- und Kleinvieh.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.20">Und das Erstgeborene vom Esel sollst du lösen mit einem Lamme <note>{S. die Anm. zu Kap. 12,3}</note>; und wenn du es nicht lösest, so brich ihm das Genick. Jeden Erstgeborenen deiner Söhne sollst du lösen. Und man soll nicht leer erscheinen vor meinem Angesicht. -</verse>
        <verse osisID="Exod.34.21">Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tage sollst du ruhen; in der Pflügezeit und in der Ernte sollst du ruhen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.34.22">Und das Fest der Wochen, der Erstlinge der Weizenernte, sollst du feiern; und das Fest der Einsammlung beim Umlauf des Jahres. -</verse>
        <verse osisID="Exod.34.23">Dreimal im Jahre sollen alle deine Männlichen erscheinen vor dem Angesicht des Herrn Jahwe, des Gottes Israels.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.24">Denn ich werde die Nationen vor dir austreiben und deine Grenze erweitern; und niemand wird deines Landes begehren, wenn du hinaufziehst, um vor dem Angesicht Jahwes, deines Gottes, zu erscheinen dreimal im Jahre. -</verse>
        <verse osisID="Exod.34.25">Du sollst nicht das Blut meines Schlachtopfers zu Gesäuertem opfern; und das Schlachtopfer des Passahfestes soll nicht über Nacht bleiben bis an den Morgen. -</verse>
        <verse osisID="Exod.34.26">Das Erste der Erstlinge deines Landes sollst du in das Haus Jahwes, deines Gottes, bringen. Du sollst ein Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.27">Und Jahwe sprach zu Mose: Schreibe dir diese Worte auf; denn nach dem Inhalt dieser Worte habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.28">Und er war daselbst bei Jahwe vierzig Tage und vierzig Nächte; er ass kein Brot und trank kein Wasser. Und er <note>{d.i. Jahwe}</note> schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.29">Und es Geschah, als Mose von dem Berge Sinai herabstieg, - und die zwei Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Moses, als er von dem Berge herabstieg, - da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Angesichts strahlte, weil er mit ihm geredet hatte <note>{O. während er mit ihm redete}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.30">Und Aaron und alle Kinder Israel sahen Mose an, und siehe, die Haut seines Angesichts strahlte; und sie fürchteten sich, ihm zu nahen.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.31">Und Mose rief ihnen zu, und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle Fürsten in der Gemeinde; und Mose redete zu ihnen.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.32">Und danach nahten sich alle Kinder Israel; und er gebot ihnen alles, was Jahwe auf dem Berge Sinai zu ihm geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.33">Und Mose hörte auf, mit ihnen zu reden. Und er hatte eine Decke auf sein Angesicht gelegt.</verse>
        <verse osisID="Exod.34.34">Und wenn Mose vor Jahwe hineinging, um mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er hinausging; und er ging hinaus und redete zu den Kindern Israel, was ihm geboten war;</verse>
        <verse osisID="Exod.34.35">und die Kinder Israel sahen das Angesicht Moses, dass die Haut des Angesichts Moses strahlte; und Mose tat die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er hineinging, um mit ihm zu reden.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.35">
        <verse osisID="Exod.35.1">Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Dies sind die Worte, die Jahwe geboten hat, sie zu tun:</verse>
        <verse osisID="Exod.35.2">Sechs Tage soll man Arbeit tun, aber am siebten Tage soll euch ein heiliger Tag sein, ein Sabbat der Ruhe dem Jahwe; wer irgend an ihm eine Arbeit tut, soll getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.3">Ihr sollt am Tage des Sabbats kein Feuer anzünden in allen euren Wohnungen.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.4">Und Mose sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sagte: Dies ist das Wort, das Jahwe geboten hat, indem er sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.35.5">Nehmet von euch ein Hebopfer <note>{Vergl. Kap. 25,2 u. die Anm. zu Kap. 29,27}</note> für Jahwe; jeder, der willigen Herzens ist, soll es bringen, das Hebopfer Jahwes: Gold und Silber und Erz</verse>
        <verse osisID="Exod.35.6">und blauen und roten Purpur und Karmesin und Byssus und Ziegenhaar</verse>
        <verse osisID="Exod.35.7">und rotgefärbte Widderfelle und Dachsfelle und Akazienholz</verse>
        <verse osisID="Exod.35.8">und Öl zum Licht und Gewürze zum Salböl und zum wohlriechenden Räucherwerk</verse>
        <verse osisID="Exod.35.9">und Onyxsteine und Steine zum Einsetzen für das Ephod und für das Brustschild.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.10">Und alle, die weisen Herzens sind unter euch, sollen kommen und alles machen, was Jahwe geboten hat:</verse>
        <verse osisID="Exod.35.11">die Wohnung, ihr Zelt und ihre Decke, ihre Klammern und ihre Bretter, ihre Riegel, ihre Säulen und ihre Füsse;</verse>
        <verse osisID="Exod.35.12">die Lade und ihre Stangen, den Deckel und den Scheidevorhang <note>{Eig. den Vorhang, die Decke; O. den deckenden Vorhang. Siehe über das Wort "Vorhang" Kap. 26,31}</note>;</verse>
        <verse osisID="Exod.35.13">den Tisch und seine Stangen und alle seine Geräte und die Schaubrote <note>{S. die Anm. zu Kap. 25,30}</note>;</verse>
        <verse osisID="Exod.35.14">und den Leuchter zum Licht und seine Geräte und seine Lampen und das Öl zum Licht;</verse>
        <verse osisID="Exod.35.15">und den Räucheraltar und seine Stangen und das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk; und den Eingangsvorhang <note>{Eig. die Eingangs-Decke. Desgl. V.17; 36,37; 38,18 usw.}</note> für den Eingang der Wohnung;</verse>
        <verse osisID="Exod.35.16">den Brandopferaltar und das eherne Gitter an demselben, seine Stangen und alle seine Geräte; das Becken und sein Gestell;</verse>
        <verse osisID="Exod.35.17">die Umhänge des Vorhofs, seine Säulen und seine Füsse, und den Vorhang vom Tore des Vorhofs;</verse>
        <verse osisID="Exod.35.18">die Pflöcke der Wohnung und die Pflöcke des Vorhofs und ihre Seile;</verse>
        <verse osisID="Exod.35.19">die Dienstkleider <note>{And.: die gestickten Kleider}</note> zum Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider für Aaron, den Priester, und die Kleider seiner Söhne, um den Priesterdienst auszuüben.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.20">Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel ging von Mose hinweg.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.21">Und sie kamen, ein jeder, den sein Herz trieb; und ein jeder, der willigen Geistes war, brachte das Hebopfer Jahwes für das Werk des Zeltes der Zusammenkunft und für all seine Arbeit <note>{O. seinen Dienst; so auch V.24; 36,1. 3. 5}</note> und für die heiligen Kleider.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.22">Und die Männer kamen mit den Weibern; ein jeder, der willigen Herzens war, brachte Nasenringe und Ohrringe und Fingerringe und Spangen, allerlei goldene Geräte; und jeder, der dem Jahwe ein Webopfer an Gold webte.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.23">Und ein jeder, bei dem sich blauer und roter Purpur fand, und Karmesin und Byssus und Ziegenhaar und rotgefärbte Widderfelle und Dachsfelle, brachte es.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.24">Jeder, der ein Hebopfer an Silber und Erz hob, brachte das Hebopfer Jahwes; und jeder, bei dem sich Akazienholz fand zu allerlei Werk der Arbeit, brachte es.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.25">Und alle Weiber, die weisen Herzens waren, spannen mit ihren Händen und brachten das Gespinst: den blauen und den roten Purpur, den Karmesin und den Byssus.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.26">Und alle verständigen Weiber, die ihr Herz trieb <note>{W. alle Weiber, die ihr Herz trieb in Weisheit}</note>, spannen das Ziegenhaar.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.27">Und die Fürsten brachten Onyxsteine und Steine zum Einsetzen für das Ephod und für das Brustschild,</verse>
        <verse osisID="Exod.35.28">und das Gewürz und das Öl zum Licht und zum Salböl und zum wohlriechenden Räucherwerk.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.29">Die Kinder Israel, alle Männer und Weiber, die willigen Herzens waren, um zu all dem Werke zu bringen, das Jahwe durch Mose zu machen geboten hatte, brachten eine freiwillige Gabe dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.30">Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, Jahwe hat Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda, mit Namen berufen</verse>
        <verse osisID="Exod.35.31">und hat ihn mit dem Geiste Gottes erfüllt, in Weisheit, in Verstand und in Kenntnis und in jeglichem Werke;</verse>
        <verse osisID="Exod.35.32">und zwar um Künstliches zu ersinnen, zu arbeiten in Gold und in Silber und in Erz,</verse>
        <verse osisID="Exod.35.33">und im Schneiden von Steinen zum Einsetzen und im Holzschneiden, um zu arbeiten in jeglichem Kunstwerk;</verse>
        <verse osisID="Exod.35.34">und zu unterweisen hat er ihm ins Herz gelegt, ihm und Oholiab, dem Sohne Achisamaks, vom Stamme Dan.</verse>
        <verse osisID="Exod.35.35">Er hat sie mit Weisheit des Herzens erfüllt, um jegliches Werk des Künstlers und des Kunstwebers und des Buntwirkers zu machen, in blauem und rotem Purpur und Karmesin und Byssus, und des Webers; derer, die allerlei Werk machen und Künstliches ersinnen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.36">
        <verse osisID="Exod.36.1">Und Bezaleel und Oholiab und alle Männer, die weisen Herzens waren, in welche Jahwe Weisheit und Verstand gelegt hatte, damit sie alles Werk der Arbeit des Heiligtums zu machen wüssten, taten nach allem, was Jahwe geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.2">Und Mose rief Bezaleel und Oholiab und jeden Mann, der weisen Herzens war, in dessen Herz Gott Weisheit gelegt hatte, jeden, den sein Herz trieb, ans Werk zu gehen, um es zu machen.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.3">Und sie nahmen von Mose das ganze Hebopfer, das die Kinder Israel gebracht hatten zum Werke der Arbeit des Heiligtums, um es zu machen; und diese brachten ihm noch <note>{O. fortwährend}</note> freiwillige Gaben, Morgen für Morgen.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.4">Und es kamen alle weisen Männer, die alles Werk des Heiligtums machten, ein jeder von seinem Werke, das sie machten,</verse>
        <verse osisID="Exod.36.5">und sprachen zu Mose und sagten: Das Volk bringt viel, mehr als genug für die Arbeit des Werkes, das Jahwe zu machen geboten hat.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.6">Da gebot Mose, und man liess einen Ruf durchs Lager ergehen also: Weder Mann noch Weib soll ferner ein Werk machen für das Hebopfer des Heiligtums! Und so wurde dem Volke das Bringen gewehrt <note>{O. hörte das Volk auf zu bringen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.7">Und des Verfertigten <note>{W. des Werkes}</note> war genug für das ganze Werk, um es zu machen; und es war übrig.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.8">Und alle, die weisen Herzens waren unter den Arbeitern des Werkes, machten die Wohnung aus zehn Teppichen; von gezwirntem Byssus und blauem und rotem Purpur und Karmesin, mit Cherubim in Kunstweberarbeit machte er <note>{ d.h. Bazaleel. (s.Kap. 37,1 usw.) }</note> sie.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.9">Die Länge eines Teppichs war 28 Ellen, und vier Ellen die Breite eines Teppichs: ein Mass für alle Teppiche.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.10">Und er fügte fünf Teppiche zusammen, einen an den anderen, und er fügte wieder fünf Teppiche zusammen, einen an den anderen.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.11">Und er machte Schleifen von blauem Purpur an den Saum des einen Teppichs am Ende, bei der Zusammenfügung; also machte er es an dem Saume des äussersten Teppichs bei der anderen Zusammenfügung.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.12">Fünfzig Schleifen machte er an den einen Teppich, und fünfzig Schleifen machte er an das Ende des Teppichs, der bei der anderen Zusammenfügung war, die Schleifen eine der anderen gegenüber.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.13">Und er machte fünfzig Klammern von Gold und fügte die Teppiche zusammen, einen an den anderen, mit den Klammern, so dass die Wohnung ein Ganzes wurde.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.14">Und er machte Teppiche von Ziegenhaar zum Zelte über die Wohnung; elf solcher Teppiche machte er.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.15">Die Länge eines Teppichs war dreissig Ellen, und vier Ellen die Breite eines Teppichs: ein Mass für die elf Teppiche.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.16">Und er fügte zusammen fünf Teppiche besonders und sechs Teppiche besonders.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.17">Und er machte fünfzig Schleifen an den Saum des äussersten Teppichs bei der Zusammenfügung, und fünfzig Schleifen machte er an den Saum des Teppichs der anderen Zusammenfügung.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.18">Und er machte fünfzig Klammern von Erz, um das Zelt zusammenzufügen, so dass es ein Ganzes wurde.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.19">Und er machte für das Zelt eine Decke von rotgefärbten Widderfellen und eine Decke von Dachsfellen oben darüber.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.20">Und er machte die Bretter zu der Wohnung von Akazienholz, aufrechtstehend:</verse>
        <verse osisID="Exod.36.21">zehn Ellen die Länge eines Brettes, und eine und eine halbe Elle die Breite eines Brettes;</verse>
        <verse osisID="Exod.36.22">zwei Zapfen an einem Brette, einer dem anderen gegenüber eingefügt: also machte er es an allen Brettern der Wohnung.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.23">Und er machte die Bretter zu der Wohnung: zwanzig Bretter an der Seite gegen Mittag, südwärts;</verse>
        <verse osisID="Exod.36.24">und er machte vierzig Füsse von Silber unter die zwanzig Bretter: zwei Füsse unter ein Brett für seine zwei Zapfen, und wieder zwei Füsse unter ein Brett für seine zwei Zapfen;</verse>
        <verse osisID="Exod.36.25">und an der anderen Seite der Wohnung, an der Nordseite, machte er zwanzig Bretter,</verse>
        <verse osisID="Exod.36.26">und ihre vierzig Füsse von Silber: zwei Füsse unter ein Brett, und wieder zwei Füsse unter ein Brett;</verse>
        <verse osisID="Exod.36.27">und an der Hinterseite der Wohnung gegen Westen machte er sechs Bretter;</verse>
        <verse osisID="Exod.36.28">und zwei Bretter machte er für die Winkel der Wohnung an der Hinterseite;</verse>
        <verse osisID="Exod.36.29">und sie waren zweifach von unten auf und waren an <note>{O. bis zu}</note> ihrem Oberteil völlig aneinander in einem Ringe; also machte er es mit ihnen beiden an den beiden Winkeln.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.30">Und es waren acht Bretter, und ihre Füsse von Silber: sechzehn Füsse, je zwei Füsse unter einem Brette.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.31">Und er machte Riegel von Akazienholz: fünf zu den Brettern der einen Seite der Wohnung,</verse>
        <verse osisID="Exod.36.32">und fünf Riegel zu den Brettern der anderen Seite der Wohnung, und fünf Riegel zu den Brettern der Wohnung an der Hinterseite gegen Westen;</verse>
        <verse osisID="Exod.36.33">und er machte den mittleren Riegel in der Mitte der Bretter durchlaufend von einem Ende zum anderen.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.34">Und er überzog die Bretter mit Gold; und ihre Ringe, die Behälter für die Riegel, machte er von Gold, und überzog die Riegel mit Gold.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.35">Und er machte den Vorhang von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus; in Kunstweberarbeit machte er ihn, mit Cherubim.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.36">Und er machte zu demselben vier Säulen von Akazienholz und überzog sie mit Gold, ihre Haken von Gold, und er goss zu denselben vier Füsse von Silber.</verse>
        <verse osisID="Exod.36.37">Und er machte für den Eingang des Zeltes einen Vorhang von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit;</verse>
        <verse osisID="Exod.36.38">und seine fünf Säulen und ihre Haken; und er überzog ihre Köpfe und ihre Bindestäbe mit Gold; und ihre fünf Füsse waren von Erz.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.37">
        <verse osisID="Exod.37.1">Und Bezaleel machte die Lade von Akazienholz: zwei und eine halbe Elle ihre Länge, und eine und eine halbe Elle ihre Breite, und eine und eine halbe Elle ihre Höhe.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.2">Und er überzog sie mit reinem Golde inwendig und auswendig, und machte einen goldenen Kranz daran ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.3">Und er goss für dieselbe vier Ringe von Gold an ihre vier Ecken <note>{And. üb.: Füsse}</note>, zwei Ringe an ihrer einen Seite und zwei Ringe an ihrer anderen Seite.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.4">Und er machte Stangen von Akazienholz und überzog sie mit Gold.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.5">Und er brachte die Stangen in die Ringe an den Seiten der Lade, um die Lade zu tragen.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.6">Und er machte einen Deckel <note>{S. die Anm. zu Kap. 25,17}</note> von reinem Golde: zwei und eine halbe Elle seine Länge, und eine und eine halbe Elle seine Breite.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.7">Und er machte zwei Cherubim von Gold; in getriebener Arbeit machte er sie, an beiden Enden des Deckels:</verse>
        <verse osisID="Exod.37.8">einen Cherub an dem Ende der einen Seite und einen Cherub an dem Ende der anderen Seite; aus dem Deckel machte er die Cherubim, aus <note>{Viell. zu lesen: "an", wie Kap. 25,19}</note> seinen beiden Enden.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.9">Und die Cherubim breiteten die Flügel aus nach oben, den Deckel mit ihren Flügeln überdeckend, und ihre Angesichter waren einander gegenüber; die Angesichter der Cherubim waren gegen den Deckel gerichtet.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.10">Und er machte den Tisch von Akazienholz: zwei Ellen seine Länge und eine Elle seine Breite, und eine und eine halbe Elle seine Höhe.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.11">Und er überzog ihn mit reinem Golde und machte ihm einen Kranz von Gold ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.12">Und er machte ihm eine Leiste, eine Handbreit, ringsum und machte einen Kranz von Gold an seiner Leiste ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.13">Und er goss für denselben vier Ringe von Gold und setzte die Ringe an die vier Ecken <note>{O. Seiten}</note>, die an seinen vier Füssen waren.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.14">Dicht bei der Leiste waren die Ringe, als Behälter für die Stangen, um den Tisch zu tragen.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.15">Und er machte die Stangen von Akazienholz und überzog sie mit Gold, um den Tisch zu tragen.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.16">Und er machte die Geräte, die auf dem Tische waren: seine Schüsseln und seine Schalen und seine Spendschalen und die Kannen, mit welchen das Trankopfer ausgegossen wird, von reinem Golde.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.17">Und er machte den Leuchter von reinem Golde; in getriebener Arbeit machte er den Leuchter, seinen Fuss und seinen Schaft; seine Kelche, seine Knäufe und seine Blumen waren aus ihm <note>{S. die Anm. zu Kap. 27,2}</note>.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.18">Und sechs Arme gingen von seinen Seiten aus: drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus seiner anderen Seite.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.19">Drei Kelche, mandelblütenförmig, an dem einen Arme: Knauf und Blume; und drei Kelche, mandelblütenförmig, an dem anderen Arme: Knauf und Blume; also für die sechs Arme, die von dem Leuchter ausgingen.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.20">Und an dem Leuchter vier Kelche, mandelblütenförmig: seine Knäufe und seine Blumen;</verse>
        <verse osisID="Exod.37.21">und zwar ein Knauf unter zwei Armen aus ihm, und wieder ein Knauf unter zwei Armen aus ihm, und wieder ein Knauf unter zwei Armen aus ihm, für die sechs Arme, die von ihm ausgingen.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.22">Ihre Knäufe und ihre Arme waren aus ihm; der ganze Leuchter eine getriebene Arbeit von reinem Golde.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.23">Und er machte seine sieben Lampen und seine Lichtschneuzen und seine Löschnäpfe von reinem Golde.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.24">Aus einem Talent reinen Goldes machte er ihn und alle seine Geräte.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.25">Und er machte den Räucheraltar <note>{S. Kap. 30,1}</note> von Akazienholz: eine Elle seine Länge, und eine Elle seine Breite, quadratförmig, und zwei Ellen seine Höhe; aus ihm waren seine Hörner.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.26">Und er überzog ihn mit reinem Golde, seine Platte und seine Wände ringsum und seine Hörner; und er machte ihm einen Kranz von Gold ringsum.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.27">Und er machte ihm zwei Ringe von Gold, unter seinen Kranz, an seine beiden Seiten, an seine beiden Wände, zu Behältern für die Stangen, um ihn mit denselben zu tragen.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.28">Und er machte die Stangen von Akazienholz und überzog sie mit Gold.</verse>
        <verse osisID="Exod.37.29">Und er machte das heilige Salböl und das reine, wohlriechende Räucherwerk, ein Werk des Salbenmischers.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.38">
        <verse osisID="Exod.38.1">Und er machte den Brandopferaltar <note>{S. Kap. 27,1}</note> von Akazienholz: fünf Ellen seine Länge, und fünf Ellen seine Breite, quadratförmig, und drei Ellen seine Höhe;</verse>
        <verse osisID="Exod.38.2">und er machte seine Hörner an seine vier Ecken; aus ihm waren seine Hörner; und er überzog ihn mit Erz.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.3">Und er machte alle die Geräte des Altars: die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengschalen, die Gabeln und die Kohlenpfannen; alle seine Geräte machte er von Erz.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.4">Und er machte dem Altar ein Gitter von Netzwerk aus Erz, unter seiner Einfassung, unterwärts, bis zu seiner Hälfte.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.5">Und er goss vier Ringe an die vier Ecken des ehernen Gitters als Behälter für die Stangen.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.6">Und er machte die Stangen von Akazienholz und überzog sie mit Erz.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.7">Und er brachte die Stangen in die Ringe, an die Seiten des Altars, um ihn mit denselben zu tragen; hohl, von Brettern machte er ihn.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.8">Und er machte das Becken von Erz und sein Gestell von Erz, von den Spiegeln der sich scharenden Weiber, die sich scharten am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.9">Und er machte den Vorhof <note>{S. Kap. 27,9}</note>: an der Mittagseite, südwärts, die Umhänge des Vorhofs von gezwirntem Byssus, hundert Ellen;</verse>
        <verse osisID="Exod.38.10">ihre zwanzig Säulen und ihre zwanzig Füsse von Erz, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.11">Und an der Nordseite hundert Ellen; ihre zwanzig Säulen und ihre zwanzig Füsse von Erz, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.12">Und an der Westseite fünfzig Ellen Umhänge; ihre zehn Säulen und ihre zehn Füsse, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.13">Und an der Ostseite gegen Aufgang, fünfzig Ellen:</verse>
        <verse osisID="Exod.38.14">fünfzehn Ellen Umhänge auf der einen Seite <note>{S. die Anm. zu Kap. 27,14}</note>, ihre drei Säulen und ihre drei Füsse;</verse>
        <verse osisID="Exod.38.15">und auf der anderen Seite - diesseit und jenseit vom Tore des Vorhofs - fünfzehn Ellen Umhänge, ihre drei Säulen und ihre drei Füsse.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.16">Alle Umhänge des Vorhofs ringsum waren von gezwirntem Byssus;</verse>
        <verse osisID="Exod.38.17">und die Füsse der Säulen von Erz, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber und der Überzug ihrer Köpfe von Silber; und die Säulen des Vorhofs waren alle mit Bindestäben von Silber versehen.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.18">Und den Vorhang vom Tore des Vorhofs machte er in Buntwirkerarbeit, von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus; und zwar zwanzig Ellen die Länge; und die Höhe, in der Breite <note>{d.h. des ganzen gewebten Stückes; W. die Höhe in Breite}</note>, fünf Ellen, gerade wie die Umhänge des Vorhofs;</verse>
        <verse osisID="Exod.38.19">und ihre vier Säulen und ihre vier Füsse waren von Erz, ihre Haken von Silber und der Überzug ihrer Köpfe und ihre Bindestäbe von Silber.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.20">Und alle Pflöcke zur Wohnung und zum Vorhof ringsum waren von Erz.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.21">Dies ist die Berechnung der Wohnung, der Wohnung des Zeugnisses, die berechnet wurde auf Befehl Moses, durch den Dienst der Leviten unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters; -</verse>
        <verse osisID="Exod.38.22">und Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda, machte alles, was Jahwe dem Mose geboten hatte;</verse>
        <verse osisID="Exod.38.23">und mit ihm Oholiab, der Sohn Achisamaks, vom Stamme Dan, ein Künstler <note>{O. ein Stein- und Holzschneider}</note> und Kunstweber und Buntwirker in blauem und rotem Purpur und Karmesin und Byssus: -</verse>
        <verse osisID="Exod.38.24">Alles Gold, das zum Werke verwendet <note>{O. verarbeitet}</note> wurde an dem ganzen Werke des Heiligtums, das Gold des Webopfers, betrug 29 Talente <note>{ein Talent = 3.000 Sekel}</note> und 730 Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.25">Und das Silber von den Gemusterten der Gemeinde betrug 100 Talente und 1775 Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums:</verse>
        <verse osisID="Exod.38.26">ein Beka auf den Kopf, die Hälfte eines Sekels, nach dem Sekel des Heiligtums, von einem jeden, der zu den Gemusterten überging, von zwanzig Jahren und darüber, von 603550 Mann.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.27">Und die 100 Talente Silber waren zum Giessen der Füsse des Heiligtums und der Füsse des Vorhanges, 100 Füsse auf 100 Talente, ein Talent auf einen Fuss.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.28">Und von den 1775 Sekeln machte er die Haken für die Säulen und überzog ihre Köpfe und verband sie mit Stäben.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.29">Und das Erz des Webopfers betrug 70 Talente und 2400 Sekel.</verse>
        <verse osisID="Exod.38.30">Und er machte daraus die Füsse vom Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und den ehernen Altar und sein ehernes Gitter und alle Geräte des Altars;</verse>
        <verse osisID="Exod.38.31">und die Füsse des Vorhofs ringsum und die Füsse vom Tore des Vorhofs und alle Pflöcke der Wohnung und alle Pflöcke des Vorhofs ringsum.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.39">
        <verse osisID="Exod.39.1">Und aus dem blauen und dem roten Purpur und dem Karmesin machten sie die Dienstkleider <note>{And.: die gestickten Kleider; so auch V.41}</note> zum Dienst im Heiligtum, und sie machten die heiligen Kleider für Aaron, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.2">Und man <note>{O. er}</note> machte das Ephod von Gold, blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.3">Und sie plätteten Goldbleche, und man <note>{O. er}</note> zerschnitt sie zu Fäden, zum Verarbeiten unter den blauen und unter den roten Purpur und unter den Karmesin und unter den Byssus, in Kunstweberarbeit.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.4">Sie machten zusammenfügende Schulterstücke daran: an seinen beiden Enden wurde es zusammengefügt.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.5">Und der gewirkte Gürtel, mit dem es angebunden wurde, der darüber war, war von gleichem Stoffe <note>{W. war aus ihm; wie Kap. 28,8}</note>, von gleicher Arbeit mit ihm: von Gold, blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.6">Und sie machten die Onyxsteine, umgeben mit Einfassungen von Gold, gestochen in Siegelstecherei, nach den Namen der Söhne Israels.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.7">Und man <note>{O. er}</note> setzte sie auf die Schulterstücke des Ephods, als Steine des Gedächtnisses für die Kinder Israel: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.8">Und er machte das Brustschild in Kunstweberarbeit, gleich der Arbeit des Ephods: von Gold, blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.9">Es war quadratförmig; das Brustschild machten sie gedoppelt, eine Spanne seine Länge und eine Spanne seine Breite, gedoppelt.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.10">Und sie besetzten es mit vier Reihen von Steinen; eine Reihe: Sardis, Topas und Smaragd, die erste Reihe;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.11">und die zweite Reihe: Karfunkel, Saphir und Diamant;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.12">und die dritte Reihe: Opal, Achat und Amethyst;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.13">und die vierte Reihe: Chrysolith, Onyx und Jaspis; umgeben mit Einfassungen von Gold in ihren Einsetzungen.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.14">Und der Steine waren nach den Namen der Söhne Israels zwölf, nach ihren Namen; in Siegelstecherei, ein jeder nach seinem Namen, für die zwölf Stämme.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.15">Und sie machten an das Brustschild schnurähnliche Ketten, in Flechtwerk, von reinem Golde.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.16">Und sie machten zwei Einfassungen von Gold und zwei Ringe von Gold und befestigten die zwei Ringe an die beiden Enden des Brustschildes.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.17">Und die zwei geflochtenen Schnüre von Gold befestigten sie an die beiden Ringe an den Enden des Brustschildes;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.18">und die beiden anderen Enden der zwei geflochtenen Schnüre befestigten sie an die beiden Einfassungen und befestigten sie an die Schulterstücke des Ephods, an seine Vorderseite.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.19">Und sie machten zwei Ringe von Gold und befestigten sie an die beiden Enden des Brustschildes, an seinen Saum, der gegen das Ephod hin war, einwärts;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.20">und sie machten zwei Ringe von Gold und befestigten sie an die beiden Schulterstücke des Ephods, unten an seine Vorderseite, gerade bei seiner Zusammenfügung, oberhalb des gewirkten Gürtels des Ephods.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.21">Und sie banden das Brustschild mit seinen Ringen an die Ringe des Ephods mit einer purpurblauen Schnur, dass es über dem gewirkten Gürtel des Ephods wäre und das Brustschild sich nicht von dem Ephod verrückte: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.22">Und er machte das Oberkleid des Ephods in Weberarbeit, ganz von blauem Purpur.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.23">Und die Öffnung des Oberkleides war in seiner Mitte, wie die Öffnung eines Panzers; eine Borte hatte es an seiner Öffnung ringsum, damit es nicht einrisse.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.24">Und sie machten an den Saum des Oberkleides Granatäpfel von blauem und rotem Purpur und Karmesin, gezwirnt.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.25">Und sie machten Schellen von reinem Golde und setzten die Schellen zwischen die Granatäpfel an den Saum des Oberkleides ringsum, zwischen die Granatäpfel:</verse>
        <verse osisID="Exod.39.26">eine Schelle und einen Granatapfel, eine Schelle und einen Granatapfel an den Saum des Oberkleides ringsum, um den Dienst zu verrichten: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.27">Und sie machten die Leibröcke von Byssus, in Weberarbeit, für Aaron und für seine Söhne;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.28">und den Kopfbund von Byssus, und den Kopfschmuck der hohen Mützen von Byssus, und die leinenen Beinkleider von gezwirntem Byssus,</verse>
        <verse osisID="Exod.39.29">und den Gürtel von gezwirntem Byssus und von blauem und rotem Purpur und Karmesin, in Buntwirkerarbeit: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.30">Und sie machten das Blech, das heilige Diadem, von reinem Golde, und schrieben darauf mit Siegelstecherschrift: Heiligkeit dem Jahwe!</verse>
        <verse osisID="Exod.39.31">Und sie taten daran eine Schnur von blauem Purpur, um es oben an den Kopfbund zu befestigen: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.32">Und es wurde vollendet die ganze Arbeit der Wohnung des Zeltes der Zusammenkunft; und die Kinder Israel taten nach allem, was Jahwe dem Mose geboten hatte, also taten sie.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.33">Und sie brachten die Wohnung zu Mose: Das Zelt und alle seine Geräte, seine Klammern, seine Bretter, seine Riegel und seine Säulen und seine Füsse;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.34">und die Decke von rotgefärbten Widderfellen und die Decke von Dachsfellen und den Scheidevorhang;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.35">die Lade des Zeugnisses und ihre Stangen und den Deckel;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.36">den Tisch, alle seine Geräte und die Schaubrote;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.37">den reinen Leuchter, seine Lampen, die zuzurichtenden Lampen, und alle seine Geräte und das Öl zum Licht;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.38">und den goldenen Altar und das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk; und den Vorhang vom Eingange des Zeltes;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.39">den ehernen Altar und sein ehernes Gitter, seine Stangen und alle seine Geräte; das Becken und sein Gestell;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.40">die Umhänge des Vorhofs, seine Säulen und seine Füsse; und den Vorhang für das Tor des Vorhofs, seine Seile und seine Pflöcke; und alle Geräte zum Dienst der Wohnung des Zeltes <note>{O. für das Zelt}</note> der Zusammenkunft;</verse>
        <verse osisID="Exod.39.41">die Dienstkleider zum Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider für Aaron, den Priester, und die Kleider seiner Söhne, um den Priesterdienst auszuüben.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.42">Nach allem, was Jahwe dem Mose geboten hatte, also hatten die Kinder Israel die ganze Arbeit gemacht.</verse>
        <verse osisID="Exod.39.43">Und Mose sah das ganze Werk, und siehe, sie hatten es gemacht; so wie Jahwe geboten hatte, also hatten sie es gemacht; und Mose segnete sie.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Exod.40">
        <verse osisID="Exod.40.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Exod.40.2">Am Tage des ersten Monats, am Ersten des Monats, sollst du die Wohnung des Zeltes der Zusammenkunft aufrichten.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.3">Und du sollst die Lade des Zeugnisses dareinstellen und die Lade mit dem Vorhang verdecken.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.4">Und bringe den Tisch hinein und richte zu, was auf ihm zuzurichten ist; und bringe den Leuchter hinein und zünde seine Lampen an.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.5">Und stelle den goldenen Altar zum Räucherwerk vor die Lade des Zeugnisses, und hänge den Vorhang des Eingangs zur Wohnung auf.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.6">Und stelle den Brandopferaltar vor den Eingang der Wohnung des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.7">Und stelle das Becken zwischen das Zelt der Zusammenkunft und den Altar, und tue Wasser darein.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.8">Und richte den Vorhof auf ringsum und hänge den Vorhang vom Tore des Vorhofs auf.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.9">Und nimm das Salböl und salbe die Wohnung und alles, was darin ist, und heilige sie und alle ihre Geräte; und sie soll heilig sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.10">Und salbe den Brandopferaltar und alle seine Geräte, und heilige den Altar; und der Altar soll hochheilig sein.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.11">Und salbe das Becken und sein Gestell, und heilige es.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.12">Und lass Aaron und seine Söhne herzunahen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und wasche sie mit Wasser.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.13">Und bekleide Aaron mit den heiligen Kleidern und salbe ihn und heilige ihn, dass er mir den Priesterdienst ausübe.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.14">Und seine Söhne sollst du herzunahen lassen und sie mit den Leibröcken bekleiden.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.15">Und du sollst sie salben, so wie du ihren Vater gesalbt hast, dass sie mir den Priesterdienst ausüben. Und ihre Salbung soll geschehen, um ihnen zu einem ewigen Priestertum zu sein bei ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.16">Und Mose tat es; nach allem, was Jahwe ihm geboten hatte, also tat er.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.17">Und es geschah im ersten Monat, im zweiten Jahre, am Ersten des Monats, da wurde die Wohnung aufgerichtet.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.18">Und Mose richtete die Wohnung auf und setzte ihre Füsse und stellte ihre Bretter auf und setzte ihre Riegel ein und richtete ihre Säulen auf;</verse>
        <verse osisID="Exod.40.19">und er breitete das Zelt über die Wohnung und legte die Decke des Zeltes oben darüber: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.20">Und er nahm das Zeugnis und legte es in die Lade und tat die Stangen an die Lade und legte den Deckel auf die Lade, oben darauf;</verse>
        <verse osisID="Exod.40.21">und er brachte die Lade in die Wohnung und hing den Scheidevorhang auf und verdeckte die Lade des Zeugnisses: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.22">Und er setzte den Tisch in das Zelt der Zusammenkunft an die Seite der Wohnung gegen Norden, ausserhalb des Vorhangs;</verse>
        <verse osisID="Exod.40.23">und er richtete darauf eine Brotschicht <note>{O. Brotreihe. And. üb.: und er legte darauf das Brot in Ordnung}</note> zu vor Jahwe: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.24">Und er stellte den Leuchter in das Zelt der Zusammenkunft, dem Tische gegenüber, an die Seite der Wohnung gegen Mittag,</verse>
        <verse osisID="Exod.40.25">und er zündete die Lampen an vor Jahwe: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.26">Und er stellte den goldenen Altar in das Zelt der Zusammenkunft vor den Vorhang</verse>
        <verse osisID="Exod.40.27">und räucherte darauf wohlriechendes Räucherwerk: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.28">Und er hing den Vorhang des Eingangs zur Wohnung auf.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.29">Und den Brandopferaltar stellte er an den Eingang der Wohnung des Zeltes der Zusammenkunft, und er opferte darauf das Brandopfer und das Speisopfer: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.30">Und er stellte das Becken zwischen das Zelt der Zusammenkunft und den Altar und tat Wasser darein zum Waschen.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.31">Und Mose und Aaron und seine Söhne wuschen daraus ihre Hände und ihre Füsse;</verse>
        <verse osisID="Exod.40.32">wenn sie in das Zelt der Zusammenkunft hineingingen und wenn sie dem Altar nahten, wuschen sie sich, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.33">Und er richtete den Vorhof auf, rings um die Wohnung und um den Altar und hing den Vorhang vom Tore des Vorhofs auf. Und so vollendete Mose das Werk.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.34">Und die Wolke bedeckte das Zelt der Zusammenkunft, und die Herrlichkeit Jahwes erfüllte die Wohnung.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.35">Und Mose konnte nicht in das Zelt der Zusammenkunft hineingehen; denn die Wolke ruhte darauf, und die Herrlichkeit Jahwes erfüllte die Wohnung.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.36">Und wenn die Wolke sich von der Wohnung erhob, so brachen die Kinder Israel auf, auf allen ihren Zügen.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.37">Und wenn die Wolke sich nicht erhob, so brachen sie nicht auf, bis zu dem Tage, da sie sich erhob.</verse>
        <verse osisID="Exod.40.38">Denn die Wolke Jahwes war des Tages auf der Wohnung, und des Nachts war ein Feuer darin <note>{d.h. in der Wolke}</note> vor den Augen des ganzen Hauses Israel, auf allen ihren Zügen.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="Lev">
      <chapter osisID="Lev.1">
        <verse osisID="Lev.1.1">Und Jahwe rief Mose, und er redete zu ihm aus dem Zelte der Zusammenkunft und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.1.2">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mensch von euch dem Jahwe eine Opfergabe <note>{H. Korban: eig. Darbringung (vergl. Kap. 7,15). So überall in diesem Buche}</note> darbringen will, so sollt ihr vom Vieh, vom Rind- und Kleinvieh, eure Opfergabe darbringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.3">Wenn seine Opfergabe ein Brandopfer ist vom Rindvieh, so soll er sie darbringen, ein Männliches ohne Fehl; an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft soll er sie darbringen, zum Wohlgefallen für ihn vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.4">Und er soll seine Hand auf den Kopf des Brandopfers legen, und es wird wohlgefällig für ihn sein, um Sühnung für ihn zu tun.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.5">Und er soll das junge Rind schlachten vor Jahwe; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen das Blut herzubringen und das Blut ringsum an den Altar sprengen, der an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.6">Und er soll dem Brandopfer die Haut abziehen und es in seine Stücke zerlegen.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.7">Und die Söhne Aarons, des Priesters, sollen Feuer auf den Altar legen und Holz auf dem Feuer zurichten;</verse>
        <verse osisID="Lev.1.8">und die Söhne Aarons, die Priester, sollen die Stücke, den Kopf und das Fett auf dem Holze zurichten über dem Feuer, das auf dem Altar ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.9">Und sein Eingeweide und seine Schenkel soll er mit Wasser waschen; und der Priester soll das Ganze auf dem Altar räuchern: es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.10">Und wenn seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, von den Schafen oder von den Ziegen, zum Brandopfer, so soll er sie darbringen, ein Männliches ohne Fehl.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.11">Und er soll es <note>{Eig. sie; (die Opfergabe; vergl. die Anm. zu Kap. 3,2)}</note> schlachten an der Seite des Altars gegen Norden, vor Jahwe; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen sein Blut an den Altar sprengen ringsum.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.12">Und er soll es in seine Stücke zerlegen mit seinem Kopf und seinem Fett; und der Priester soll sie auf dem Holze zurichten, über dem Feuer, das auf dem Altar ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.13">Und das Eingeweide und die Schenkel soll er mit Wasser waschen; und der Priester soll das Ganze darbringen und auf dem Altar räuchern: es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.14">Und wenn ein Brandopfer vom Geflügel seine Opfergabe ist dem Jahwe, so soll er von den Turteltauben oder von den jungen Tauben seine Opfergabe darbringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.15">Und der Priester bringe sie zum Altar und kneipe ihr den Kopf ein und räuchere sie auf dem Altar, und ihr Blut soll ausgedrückt werden an die Wand des Altars.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.16">Und er trenne ihren Kropf mit seinem Unrat ab und werfe ihn neben den Altar gegen Osten, an den Ort der Fettasche <note>{d.h. der Asche alles dessen, was als Opfer verbrannt wurde}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.1.17">Und er soll sie an den Flügeln einreissen, er soll sie nicht zertrennen; und der Priester soll sie auf dem Altar räuchern, auf dem Holze, das über dem Feuer ist: es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.2">
        <verse osisID="Lev.2.1">Und wenn jemand <note>{Eig. eine Seele; so öfter in diesem Buche}</note> die Opfergabe eines Speisopfers <note>{Das hebr. Wort bedeutet eig. Geschenk, Gabe}</note> dem Jahwe darbringen will, so soll seine Opfergabe Feinmehl sein; und er soll Öl darauf giessen und Weihrauch darauf legen.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.2">Und er soll es zu den Söhnen Aarons, den Priestern, bringen; und er <note>{d.h. der Priester}</note> nehme davon seine Hand voll, von seinem Feinmehl und von seinem Öl samt all seinem Weihrauch, und der Priester räuchere das Gedächtnisteil <note>{O. Gedächtnisopfer; der Teil des Opfers, der zum Gedächtnis für Jahwe verbrannt wurde}</note> desselben auf dem Altar: es ist ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.3">Und das Übrige von dem Speisopfer soll für Aaron und für seine Söhne sein: ein Hochheiliges von den Feueropfern Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.4">Und wenn du als Opfergabe eines Speisopfers ein Ofengebäck darbringen willst, so soll es Feinmehl sein, ungesäuerte Kuchen, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, gesalbt mit Öl.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.5">Und wenn deine Opfergabe ein Speisopfer in der Pfanne ist, so soll es Feinmehl sein, gemengt mit Öl, ungesäuert;</verse>
        <verse osisID="Lev.2.6">du sollst es in Stücke zerbrechen und Öl darauf giessen: es ist ein Speisopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.7">Und wenn deine Opfergabe ein Speisopfer im Napfe ist, so soll es von Feinmehl mit Öl gemacht werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.8">Und du sollst das Speisopfer, das von diesen Dingen gemacht wird, dem Jahwe bringen; und man soll es dem Priester überreichen, und er soll es an den Altar tragen.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.9">Und der Priester hebe von dem Speisopfer dessen Gedächtnisteil ab und räuchere es auf dem Altar: es ist ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.10">Und das Übrige von dem Speisopfer soll für Aaron und für seine Söhne sein: ein Hochheiliges von den Feueropfern Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.11">Alles Speisopfer, das ihr dem Jahwe darbringet, soll nicht aus Gesäuertem gemacht werden; denn aller Sauerteig und aller Honig, davon sollt ihr kein Feueropfer dem Jahwe räuchern.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.12">Was die Opfergabe der Erstlinge betrifft, so sollt ihr sie Jahwe darbringen; aber auf den Altar sollen sie nicht kommen zum lieblichen Geruch.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.13">Und alle Opfergaben deines Speisopfers sollst du mit Salz salzen und sollst das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen bei <note>{O. auf}</note> deinem Speisopfer; bei <note>{O. auf}</note> allen deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.14">Und wenn du ein Speisopfer von den ersten Früchten dem Jahwe darbringen willst, so sollst du Ähren, am Feuer geröstet, Schrot von Gartenkorn, darbringen als Speisopfer von deinen ersten Früchten.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.15">Und du sollst Öl darauf tun und Weihrauch darauf legen: es ist ein Speisopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.2.16">Und der Priester soll das Gedächtnisteil desselben räuchern, von seinem Schrote und von seinem Öle, samt allem seinem Weihrauch: es ist ein Feueropfer dem Jahwe.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.3">
        <verse osisID="Lev.3.1">Und wenn seine Opfergabe ein Friedensopfer <note>{O. Dankopfer}</note> ist: wenn er sie von den Rindern darbringt, es sei ein Männliches oder ein Weibliches, so soll er sie ohne Fehl vor Jahwe darbringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.3.2">Und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers <note>{Eig. seiner Opfergabe; so auch V.8}</note> legen und es schlachten an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen das Blut an den Altar sprengen ringsum.</verse>
        <verse osisID="Lev.3.3">Und er soll von dem Friedensopfer ein Feueropfer dem Jahwe darbringen: das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das am Eingeweide ist,</verse>
        <verse osisID="Lev.3.4">und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, das an den Lenden ist, und das Netz über der Leber: samt den Nieren <note>{O. bei den Nieren; so auch V.10. 15; Kap. 4,9; 7,4 usw.; And. üb.: bis an die Nieren}</note> soll er es abtrennen.</verse>
        <verse osisID="Lev.3.5">Und die Söhne Aarons sollen es auf dem Altar räuchern, auf dem Brandopfer, welches auf dem Holze über dem Feuer ist: es ist ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.3.6">Und wenn seine Opfergabe vom Kleinvieh ist zum Friedensopfer dem Jahwe, ein Männliches oder ein Weibliches, so soll er sie ohne Fehl darbringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.3.7">Wenn er ein Schaf darbringt als seine Opfergabe, so soll er es vor Jahwe herzubringen;</verse>
        <verse osisID="Lev.3.8">und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es schlachten vor dem Zelte der Zusammenkunft; und die Söhne Aarons sollen sein Blut an den Altar sprengen ringsum.</verse>
        <verse osisID="Lev.3.9">Und er soll von dem Friedensopfer als Feueropfer dem Jahwe darbringen: sein Fett, den ganzen Fettschwanz; dicht beim Rückgrat soll er ihn abtrennen; und das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das am Eingeweide ist,</verse>
        <verse osisID="Lev.3.10">und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, das an den Lenden ist, und das Netz über der Leber: samt den Nieren soll er es abtrennen.</verse>
        <verse osisID="Lev.3.11">Und der Priester soll es auf dem Altar räuchern: es ist eine Speise <note>{Eig. ein Brot}</note> des Feueropfers dem Jahwe. -</verse>
        <verse osisID="Lev.3.12">Und wenn seine Opfergabe eine Ziege ist, so soll er sie vor Jahwe herzubringen;</verse>
        <verse osisID="Lev.3.13">und er soll seine Hand auf ihren Kopf legen und sie schlachten vor dem Zelte der Zusammenkunft; und die Söhne Aarons sollen ihr Blut an den Altar sprengen ringsum.</verse>
        <verse osisID="Lev.3.14">Und er soll davon seine Opfergabe als Feueropfer dem Jahwe darbringen: das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das am Eingeweide ist,</verse>
        <verse osisID="Lev.3.15">und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, das an den Lenden ist, und das Netz über der Leber: samt den Nieren soll er es abtrennen.</verse>
        <verse osisID="Lev.3.16">Und der Priester soll es auf dem Altar räuchern: es ist eine Speise <note>{Eig. ein Brot}</note> des Feueropfers zum lieblichen Geruch; alles Fett gehört Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.3.17">Eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern in allen euren Wohnsitzen: alles Fett und alles Blut sollt ihr nicht essen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.4">
        <verse osisID="Lev.4.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.4.2">Rede zu den Kindern Israel und sprich: Wenn jemand aus Versehen sündigt gegen irgend eines der Verbote Jahwes, die nicht getan werden sollen, und irgend eines derselben tut, -</verse>
        <verse osisID="Lev.4.3">wenn der gesalbte Priester sündigt nach einem Vergehen des Volkes <note>{And.: zur Verschuldung des Volkes}</note>, so soll er für seine Sünde, die er begangen hat, einen jungen Farren ohne Fehl dem Jahwe darbringen zum Sündopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.4">Und er soll den Farren an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft vor Jahwe bringen und seine Hand auf den Kopf des Farren legen und den Farren schlachten vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.5">Und der gesalbte Priester nehme von dem Blute des Farren und bringe es in das Zelt der Zusammenkunft;</verse>
        <verse osisID="Lev.4.6">und der Priester tauche seinen Finger in das Blut und sprenge von dem Blute siebenmal vor Jahwe gegen den Vorhang des Heiligtums hin.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.7">Und der Priester tue von dem Blute an die Hörner des Altars des wohlriechenden Räucherwerks, der im Zelte der Zusammenkunft ist, vor Jahwe; und alles Blut des Farren soll er an den Fuss des Brandopferaltars giessen, der an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.8">Und alles Fett von dem Farren des Sündopfers soll er von ihm abheben: das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das am Eingeweide ist,</verse>
        <verse osisID="Lev.4.9">und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, das an den Lenden ist, und das Netz über der Leber: samt den Nieren soll er es abtrennen,</verse>
        <verse osisID="Lev.4.10">so wie es abgehoben wird von dem Rinde des Friedensopfers; und der Priester soll es auf dem Brandopferaltar räuchern.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.11">Und die Haut des Farren und all sein Fleisch samt seinem Kopfe und seinen Schenkeln und seinem Eingeweide und seinem Mist:</verse>
        <verse osisID="Lev.4.12">den ganzen Farren soll er <note>{O. man}</note> hinausbringen ausserhalb des Lagers an einen reinen Ort, nach dem Schutthaufen der Fettasche, und soll ihn auf Holzscheiten mit Feuer verbrennen; auf dem Schutthaufen der Fettasche soll er verbrannt werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.13">Und wenn die ganze Gemeinde Israel aus Versehen sündigt und die Sache ist verborgen vor den Augen der Versammlung, und sie tun eines von allen Verboten Jahwes, die nicht getan werden sollen, und verschulden sich,</verse>
        <verse osisID="Lev.4.14">und die Sünde wird bekannt <note>{Eig. wird die Sünde bekannt}</note>, die sie wider dasselbe begangen haben, so soll die Versammlung einen jungen Farren darbringen zum Sündopfer und ihn vor das Zelt der Zusammenkunft bringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.15">Und die Ältesten der Gemeinde sollen ihre Hände auf den Kopf des Farren legen vor Jahwe, und man soll den Farren vor Jahwe schlachten.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.16">Und der gesalbte Priester bringe von dem Blute des Farren in das Zelt der Zusammenkunft,</verse>
        <verse osisID="Lev.4.17">und der Priester tauche seinen Finger in das Blut und sprenge siebenmal vor Jahwe gegen den Vorhang hin.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.18">Und er tue von dem Blute an die Hörner des Altars, der vor Jahwe, der im Zelte der Zusammenkunft ist; und alles Blut soll er an den Fuss des Brandopferaltars giessen, der an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.19">Und all sein Fett soll er von ihm abheben und auf dem Altar räuchern.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.20">Und er soll mit dem Farren tun, wie er mit dem Farren des Sündopfers getan hat; also soll er damit tun. Und so tue der Priester Sühnung für sie, und es wird ihnen vergeben werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.21">Und er <note>{O. man}</note> soll den Farren hinausbringen ausserhalb des Lagers und ihn verbrennen, so wie er <note>{O. man}</note> den ersten Farren verbrannt hat: es ist ein Sündopfer der Versammlung.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.22">Wenn ein Fürst sündigt und tut aus Versehen eines von allen den Verboten Jahwes, seines Gottes, die nicht getan werden sollen, und verschuldet sich,</verse>
        <verse osisID="Lev.4.23">und seine Sünde wird ihm kundgetan <note>{Eig. ist ihm seine Sünde kundgetan worden}</note>, worin er gesündigt hat, so soll er seine Opfergabe bringen, einen Ziegenbock, ein Männlein ohne Fehl.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.24">Und er soll seine Hand auf den Kopf des Bockes legen und ihn schlachten an dem Orte, wo man das Brandopfer vor Jahwe schlachtet: es ist ein Sündopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.25">Und der Priester nehme von dem Blute des Sündopfers mit seinem Finger und tue es an die Hörner des Brandopferaltars; und sein Blut soll er an den Fuss des Brandopferaltars giessen.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.26">Und all sein Fett soll er auf dem Altar räuchern, wie das Fett des Friedensopfers. Und so tue der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, und es wird ihm vergeben werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.27">Und wenn jemand vom Volke des Landes <note>{d.i. vom gemeinen Volke}</note> aus Versehen sündigt, indem er eines von den Verboten Jahwes tut, die nicht getan werden sollen, und sich verschuldet</verse>
        <verse osisID="Lev.4.28">und seine Sünde wird ihm kundgetan <note>{Eig. ist ihm seine Sünde kundgetan worden}</note>, die er begangen hat, so soll er seine Opfergabe bringen, eine Ziege ohne Fehl, ein Weiblein, für seine Sünde, die er begangen hat.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.29">Und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und das Sündopfer schlachten an dem Orte des Brandopfers.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.30">Und der Priester nehme von seinem Blute mit seinem Finger und tue es an die Hörner des Brandopferaltars; und all sein Blut soll er an den Fuss des Altars giessen.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.31">Und all sein Fett soll er abtrennen, so wie das Fett von dem Friedensopfer abgetrennt wird; und der Priester soll es auf dem Altar räuchern zum lieblichen Geruch dem Jahwe. Und so tue der Priester Sühnung für ihn, und es wird ihm vergeben werden. -</verse>
        <verse osisID="Lev.4.32">Und wenn er ein Schaf bringt als seine Opfergabe zum Sündopfer, so soll es ein Weiblein ohne Fehl sein, das er bringt.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.33">Und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und es zum Sündopfer schlachten an dem Orte, wo man das Brandopfer schlachtet.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.34">Und der Priester nehme von dem Blute des Sündopfers mit seinem Finger und tue es an die Hörner des Brandopferaltars; und all sein Blut soll er an den Fuss des Altars giessen.</verse>
        <verse osisID="Lev.4.35">Und all sein Fett soll er abtrennen, so wie das Fett des Schafes von dem Friedensopfer abgetrennt wird; und der Priester soll es auf <note>{O. bei, mit; so auch Kap. 5,12}</note> dem Altar räuchern, auf den Feueropfern Jahwes. Und so tue der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.5">
        <verse osisID="Lev.5.1">Und wenn jemand sündigt, dass er die Stimme des Fluches <note>{O. der Beschwörung; vergl. Spür. 29,24}</note> hört, und er war Zeuge, sei es dass er es gesehen oder gewusst hat, - wenn er es nicht anzeigt, so soll er seine Ungerechtigkeit tragen;</verse>
        <verse osisID="Lev.5.2">oder wenn jemand irgend etwas Unreines anrührt, sei es das Aas eines unreinen wilden Tieres, oder das Aas eines unreinen Viehes, oder das Aas eines unreinen kriechenden Tieres <note>{W. unreinen Gewimmels, wie 1. Mose 1,20}</note>, - ist es ihm auch verborgen, so ist er unrein und schuldig;</verse>
        <verse osisID="Lev.5.3">oder wenn er die Unreinigkeit eines Menschen anrührt, was für eine Unreinigkeit von ihm es auch sei, durch welche er unrein wird, und es ist ihm verborgen, - erkennt er es, so ist er schuldig;</verse>
        <verse osisID="Lev.5.4">oder wenn jemand schwört, indem er unbesonnen mit den Lippen redet, Böses oder Gutes zu tun, nach allem was ein Mensch mit einem Schwur unbesonnen reden mag, und es ist ihm verborgen, - erkennt er es, so ist er schuldig in einem von diesen.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.5">Und es soll geschehen, wenn er sich in einem von diesen verschuldet, so bekenne er, worin er gesündigt hat;</verse>
        <verse osisID="Lev.5.6">und er bringe sein Schuldopfer dem Jahwe für seine Sünde, die er begangen hat: ein Weiblein vom Kleinvieh, ein Schaf oder eine Ziege zum Sündopfer; und der Priester soll Sühnung für ihn tun wegen seiner Sünde.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.7">Und wenn seine Hand das zu einem Stück Kleinvieh Hinreichende nicht aufbringen kann, so soll er für <note>{W. als}</note> seine Schuld, die er auf sich geladen hat, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben dem Jahwe bringen: eine zum Sündopfer und eine zum Brandopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.8">Und er soll sie zu dem Priester bringen; und dieser bringe die zum Sündopfer bestimmte zuerst dar und kneipe ihr den Kopf ein dicht beim Genick; er soll ihn aber nicht abtrennen.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.9">Und er sprenge von dem Blute des Sündopfers an die Wand des Altars, und das Übrige von dem Blute soll ausgedrückt werden an den Fuss des Altars: es ist ein Sündopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.10">Und die andere soll er als Brandopfer opfern nach der Vorschrift. Und so tue der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.11">Und wenn seine Hand zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nicht aufbringen kann, so bringe der, welcher gesündigt hat, als seine Opfergabe ein Zehntel Epha Feinmehl zum Sündopfer; er soll kein Öl darauf tun und keinen Weihrauch darauf legen, denn es ist ein Sündopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.12">Und er soll es zu dem Priester bringen; und der Priester nehme davon seine Hand voll, das Gedächtnisteil desselben, und räuchere es auf dem Altar, auf den Feueropfern Jahwes: es ist ein Sündopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.13">Und so tue der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen hat in einem von diesen, und es wird ihm vergeben werden; und es soll dem Priester gehören wie das Speisopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.14">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.5.15">Wenn jemand Untreue begeht und aus Versehen an den heiligen Dingen Jahwes sündigt, so soll er sein Schuldopfer dem Jahwe bringen, einen Widder ohne Fehl vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung an Sekeln Silber, nach dem Sekel des Heiligtums, zum Schuldopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.16">Und was er an dem Heiligen <note>{Eig. von den heiligen (od. geheiligten, geweihten) Dingen weg, d.h. was er von den heiligen Dingen weggenommen hat}</note> gesündigt hat, soll er erstatten und dessen Fünftel darüber hinzufügen und es dem Priester geben; und der Priester soll Sühnung für ihn tun mit dem Widder des Schuldopfers, und es wird ihm vergeben werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.17">Und wenn jemand sündigt und eines von allen den Verboten Jahwes tut, die nicht getan werden sollen, - hat er es auch nicht gewusst, so ist er schuldig und soll seine Ungerechtigkeit tragen.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.18">Und er soll einen Widder ohne Fehl vom Kleinvieh nach deiner Schätzung zu dem Priester bringen, zum Schuldopfer; und der Priester soll Sühnung für ihn tun wegen seines Versehens, das er begangen hat, ohne es zu wissen; und es wird ihm vergeben werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.19">Es ist ein Schuldopfer; er hat sich gewisslich an Jahwe verschuldet.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.20">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.5.21">Wenn jemand sündigt und Untreue wider Jahwe begeht, dass er seinem Nächsten ein anvertrautes Gut ableugnet oder ein Darlehn oder etwas Geraubtes; oder er hat von seinem Nächsten etwas erpresst,</verse>
        <verse osisID="Lev.5.22">oder er hat Verlorenes gefunden, und leugnet es ab; und er schwört falsch über irgend etwas von allem, was ein Mensch tun mag, sich darin zu versündigen:</verse>
        <verse osisID="Lev.5.23">so soll es geschehen, wenn er gesündigt und sich verschuldet hat, dass er zurückerstatte das Geraubte, das er geraubt, oder das Erpresste, das er erpresst hat, oder das Anvertraute, das ihm anvertraut worden ist, oder das Verlorene, das er gefunden hat,</verse>
        <verse osisID="Lev.5.24">oder alles, worüber er falsch geschworen hat; und er soll es erstatten nach seiner vollen Summe und dessen Fünftel darüber hinzufügen; wem es gehört, dem soll er es geben am Tage seines Schuldopfers.</verse>
        <verse osisID="Lev.5.25">Und sein Schuldopfer soll er Jahwe bringen, einen Widder ohne Fehl vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung, zum Schuldopfer, zu dem Priester;</verse>
        <verse osisID="Lev.5.26">und der Priester soll Sühnung für ihn tun vor Jahwe, und es wird ihm vergeben werden wegen irgend etwas von allem, was er getan hat, sich darin zu verschulden.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.6">
        <verse osisID="Lev.6.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.6.2">Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Brandopfers. Dieses, das Brandopfer, soll auf seiner Feuerstelle sein, auf dem Altar, die ganze Nacht bis an den Morgen; und das Feuer des Altars soll auf demselben in Brand erhalten werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.3">Und der Priester soll sein leinenes Kleid anziehen, und soll seine leinenen Beinkleider anziehen über sein Fleisch; und er soll die Fettasche abheben, zu welcher das Feuer das Brandopfer auf dem Altar verzehrt hat, und soll sie neben den Altar schütten <note>{W. setzen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.4">Und er soll seine Kleider ausziehen und andere Kleider anlegen und die Fettasche hinaustragen ausserhalb des Lagers an einen reinen Ort.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.5">Und das Feuer auf dem Altar soll auf demselben in Brand erhalten werden, es soll nicht erlöschen; und der Priester soll Holz auf ihm <note>{d.h. dem Feuer}</note> anzünden, Morgen für Morgen, und das Brandopfer auf ihm zurichten, und die Fettstücke der Friedensopfer auf ihm räuchern.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.6">Ein beständiges Feuer soll auf dem Altar in Brand erhalten werden, es soll nicht erlöschen.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.7">Und dies ist das Gesetz des Speisopfers: Einer der Söhne Aarons soll es vor Jahwe darbringen vor dem Altar.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.8">Und er soll davon seine Hand voll nehmen <note>{Eig. abheben}</note>, vom Feinmehl des Speisopfers und von dessen Öl, und allen Weihrauch, der auf dem Speisopfer ist, und es auf dem Altar räuchern: es ist ein lieblicher Geruch, sein <note>{nämlich des Opfers; vergl. Kap. 2,2}</note> Gedächtnisteil für Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.9">Und das Übrige davon sollen Aaron und seine Söhne essen; ungesäuert soll es gegessen werden an heiligem Orte; im Vorhofe des Zeltes der Zusammenkunft sollen sie es essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.10">Es soll nicht gesäuert gebacken werden; als ihren Anteil habe ich es ihnen gegeben von meinen Feueropfern: hochheilig ist es, wie das Sündopfer und wie das Schuldopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.11">Alles Männliche unter den Kindern Aarons soll es essen: ein für ewig Bestimmtes bei euren Geschlechtern von den Feueropfern Jahwes. Alles, was sie anrührt, wird heilig sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.12">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.6.13">Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Söhne, welche sie Jahwe darbringen sollen an dem Tage, da er gesalbt wird: Ein zehntel Epha Feinmehl als beständiges Speisopfer, die Hälfte davon am Morgen und die Hälfte davon am Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.14">Es soll in der Pfanne mit Öl bereitet werden, eingerührt mit Öl sollst du es bringen; gebackene Speisopferstücke sollst du darbringen als einen lieblichen Geruch dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.15">Und der Priester, der unter seinen Söhnen an seiner Statt gesalbt wird, soll es opfern; eine ewige Satzung: es soll dem Jahwe ganz geräuchert werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.16">Und jedes Speisopfer des Priesters soll ein Ganzopfer <note>{ein Opfer, das ganz verbrannt wurde}</note> sein; es soll nicht gegessen werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.17">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.6.18">Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Sündopfers. An dem Orte, wo das Brandopfer geschlachtet wird, soll das Sündopfer geschlachtet werden vor Jahwe: hochheilig ist es.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.19">Der Priester, der es als Sündopfer opfert, soll es essen; an heiligem Orte soll es gegessen werden, im Vorhofe des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.20">Alles, was sein Fleisch anrührt, wird heilig sein; und wenn von seinem Blute auf ein Kleid spritzt - das, worauf es spritzt, sollst du waschen an heiligem Orte.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.21">Und das irdene Gefäss, in welchem es gekocht wird, soll zerbrochen werden, und wenn es in einem ehernen Gefäss gekocht wird, so soll dieses gescheuert und mit Wasser gespült werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.22">Alles Männliche unter den Priestern soll es essen: hochheilig ist es.</verse>
        <verse osisID="Lev.6.23">Aber alles Sündopfer, von dessen Blut in das Zelt der Zusammenkunft gebracht wird, um im Heiligtum Sühnung zu tun, soll nicht gegessen werden; es soll mit Feuer verbrannt werden.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.7">
        <verse osisID="Lev.7.1">Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers; es ist hochheilig.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.2">An dem Orte, wo man das Brandopfer schlachtet, soll man das Schuldopfer schlachten; und sein Blut soll er <note>{d.h. der Priester}</note> an den Altar sprengen ringsum.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.3">Und alles Fett soll er davon darbringen, den Fettschwanz und das Fett, welches das Eingeweide bedeckt,</verse>
        <verse osisID="Lev.7.4">und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, das an den Lenden ist, und das Netz über der Leber: samt den Nieren soll er es abtrennen.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.5">Und der Priester soll es auf dem Altar räuchern als ein Feueropfer dem Jahwe: es ist ein Schuldopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.6">Alles Männliche unter den Priestern soll es essen; an heiligem Orte soll es gegessen werden: hochheilig ist es.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.7">Wie das Sündopfer, so das Schuldopfer: ein Gesetz soll für sie sein. Der Priester, der damit Sühnung tut, ihm soll es gehören. -</verse>
        <verse osisID="Lev.7.8">Und der Priester, der jemandes Brandopfer darbringt: ihm, dem Priester, soll die Haut des Brandopfers gehören, das er dargebracht hat.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.9">Und alles Speisopfer, das im Ofen gebacken, und alles, was im Napfe oder in der Pfanne bereitet wird: dem Priester, der es darbringt, ihm soll es gehören.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.10">Und alles Speisopfer, das mit Öl gemengt oder trocken ist, soll allen Söhnen Aarons gehören, dem einen wie dem anderen.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.11">Und dies ist das Gesetz des Friedensopfers, das man Jahwe darbringt:</verse>
        <verse osisID="Lev.7.12">Wenn man es zum Danke <note>{Anderswo: Lob; eig. Anerkennung}</note> darbringt, so bringe man nebst dem Dankopfer ungesäuerte Kuchen dar, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, gesalbt mit Öl, und Feinmehl, eingerührt mit Öl: Kuchen, gemengt mit Öl.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.13">Nebst den Kuchen soll man gesäuertes Brot als Opfergabe darbringen, nebst seinem Dank-Friedensopfer <note>{O. Lob-Dankopfer}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.14">Und man soll je eines davon, von der ganzen Opfergabe, dem Jahwe als Hebopfer darbringen; dem Priester, der das Blut des Friedensopfers sprengt, ihm soll es gehören.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.15">Und das Fleisch seines <note>{des Opfernden}</note> Dank-Friedensopfers soll am Tage seiner Darbringung gegessen werden; er soll nichts davon liegen lassen bis an den Morgen.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.16">Und wenn das Schlachtopfer seiner Opfergabe ein Gelübde oder eine freiwillige Gabe ist, so soll es an dem Tage, da er sein Schlachtopfer darbringt, gegessen werden; und am anderen Tage soll dann, was davon übrigbleibt, gegessen werden;</verse>
        <verse osisID="Lev.7.17">und was vom Fleische des Schlachtopfers am dritten Tage übrigbleibt, soll mit Feuer verbrannt werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.18">Und wenn irgendwie vom Fleische seines Friedensopfers am dritten Tage gegessen wird, so wird es nicht wohlgefällig sein; wer es dargebracht hat, dem wird es nicht zugerechnet werden: ein Greuel wird es sein; und die Seele, die davon isset, wird ihre Ungerechtigkeit tragen.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.19">Und das Fleisch, das irgend etwas Unreines berührt, soll nicht gegessen werden, mit Feuer soll es verbrannt werden. Und was das Fleisch betrifft, jeder Reine darf das Fleisch essen;</verse>
        <verse osisID="Lev.7.20">aber die Seele, welche Fleisch von dem Friedensopfer isset, das Jahwe gehört, und ihre Unreinigkeit ist an ihr, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.21">Und wenn eine Seele irgend etwas Unreines anrührt, die Unreinigkeit eines Menschen oder ein unreines Vieh oder irgend ein unreines Scheusal, und sie isset von dem Fleische des Friedensopfers, das Jahwe gehört: selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.22">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.7.23">Rede zu den Kindern Israel und sprich: Kein Fett vom Rindvieh und von Schaf und Ziege sollt ihr essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.24">Und das Fett vom Aas und das Fett vom Zerrissenen kann verwendet werden zu allerlei Werk; aber ihr sollt es durchaus nicht essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.25">Denn jeder, der Fett isset vom Vieh, wovon man ein Feueropfer dem Jahwe darbringt - die Seele, die es isset, soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.26">Und kein Blut sollt ihr essen in allen euren Wohnsitzen, es sei vom Gevögel oder vom Vieh.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.27">Jede Seele, die irgend Blut isset, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.28">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.7.29">Rede zu den Kindern Israel und sprich: Wer sein Friedensopfer dem Jahwe darbringt, soll von seinem Friedensopfer seine Opfergabe dem Jahwe bringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.30">Seine Hände sollen die Feueropfer Jahwes bringen; das Fett, samt der Brust soll er es bringen: die Brust, um sie als Webopfer vor Jahwe zu weben.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.31">Und der Priester soll das Fett auf dem Altar räuchern, und die Brust soll Aaron und seinen Söhnen gehören.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.32">Und den rechten Schenkel sollt ihr als Hebopfer von euren Friedensopfern dem Priester geben.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.33">Wer von den Söhnen Aarons das Blut des Friedensopfers und das Fett darbringt, dem soll der rechte Schenkel zuteil werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.34">Und die Brust des Webopfers und den Schenkel des Hebopfers habe ich von den Kindern Israel genommen, von ihren Friedensopfern, und habe sie Aaron, dem Priester, und seinen Söhnen gegeben als eine ewige Gebühr <note>{Eig. ein für ewig Bestimmtes}</note> von seiten der Kinder Israel. -</verse>
        <verse osisID="Lev.7.35">Das ist das Salbungsteil <note>{W. die Salbung}</note> Aarons und das Salbungsteil seiner Söhne von den Feueropfern Jahwes, an dem Tage <note>{d.h. von dem Tage an}</note>, da man <note>{O. er}</note> sie herzunahen liess, um Jahwe den Priesterdienst auszuüben,</verse>
        <verse osisID="Lev.7.36">das Jahwe geboten hat, ihnen zu geben von seiten der Kinder Israel, an dem Tage, da man sie salbte: eine ewige Satzung bei ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Lev.7.37">Das ist das Gesetz des Brandopfers, des Speisopfers und des Sündopfers und des Schuldopfers und des Einweihungsopfers und des Friedensopfers,</verse>
        <verse osisID="Lev.7.38">welches Jahwe dem Mose geboten hat auf dem Berge Sinai, an dem Tage, da er den Kindern Israel gebot, ihre Opfergaben dem Jahwe darzubringen, in der Wüste Sinai.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.8">
        <verse osisID="Lev.8.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.8.2">Nimm <note>{Vergl. 2. Mose 29,1-35}</note> Aaron und seine Söhne mit ihm, und die Kleider und das Salböl und den Farren des Sündopfers und die zwei Widder und den Korb des Ungesäuerten;</verse>
        <verse osisID="Lev.8.3">und versammle die ganze Gemeinde am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.4">Und Mose tat, so wie Jahwe ihm geboten hatte; und die Gemeinde versammelte sich am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.5">Und Mose sprach zu der Gemeinde: Dies ist es, was Jahwe zu tun geboten hat.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.6">Und Mose liess Aaron und seine Söhne herzunahen und wusch sie mit Wasser.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.7">Und er legte ihm den Leibrock an und umgürtete ihn mit dem Gürtel; und er bekleidete ihn mit dem Oberkleide und legte ihm das Ephod an und umgürtete ihn mit dem gewirkten Gürtel des Ephods und band es ihm damit an;</verse>
        <verse osisID="Lev.8.8">und er setzte das Brustschild darauf und legte in das Brustschild die Urim und die Thummim;</verse>
        <verse osisID="Lev.8.9">und er setzte den Kopfbund auf sein Haupt und setzte an den Kopfbund, an seine Vorderseite, das Goldblech, das heilige Diadem: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.10">Und Mose nahm das Salböl und salbte die Wohnung und alles, was darin war, und heiligte sie.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.11">Und er sprengte davon siebenmal auf den Altar, und er salbte den Altar und alle seine Geräte und das Becken und sein Gestell, um sie zu heiligen.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.12">Und er goss von dem Salböl auf das Haupt Aarons und salbte ihn, um ihn zu heiligen.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.13">Und Mose liess die Söhne Aarons herzunahen und bekleidete sie mit den Leibröcken und umgürtete sie mit den Gürteln und band ihnen die hohen Mützen um: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.14">Und er brachte den Farren des Sündopfers herzu; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Farren des Sündopfers.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.15">Und er schlachtete ihn, und Mose nahm das Blut und tat davon mit seinem Finger an die Hörner des Altars ringsum und entsündigte den Altar; und das Blut goss er an den Fuss des Altars und heiligte ihn, indem er Sühnung für ihn tat.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.16">Und er nahm das ganze Fett, das am Eingeweide ist, und das Netz der Leber und die beiden Nieren und ihr Fett, und Mose räucherte es auf dem Altar.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.17">Und den Farren und seine Haut und sein Fleisch und seinen Mist verbrannte er mit Feuer ausserhalb des Lagers: so wie Jahwe dem Mose geboten hatte. -</verse>
        <verse osisID="Lev.8.18">Und er brachte den Widder des Brandopfers herzu; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Widders.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.19">Und er schlachtete ihn, und Mose sprengte das Blut an den Altar ringsum.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.20">Und den Widder zerlegte er in seine Stücke, und Mose räucherte den Kopf und die Stücke und das Fett;</verse>
        <verse osisID="Lev.8.21">und das Eingeweide und die Schenkel wusch er mit Wasser. Und Mose räucherte den ganzen Widder auf dem Altar: es war ein Brandopfer zum lieblichen Geruch, es war ein Feueropfer dem Jahwe, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte. -</verse>
        <verse osisID="Lev.8.22">Und er brachte den zweiten Widder, den Widder der Einweihung, herzu; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Widders.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.23">Und er schlachtete ihn, und Mose nahm von seinem Blute und tat es auf das rechte Ohrläppchen Aarons und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.24">Und er liess die Söhne Aarons herzunahen, und Mose tat von dem Blute auf ihr rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses; und Mose sprengte das Blut an den Altar ringsum.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.25">Und er nahm das Fett und den Fettschwanz und alles Fett, das am Eingeweide ist, und das Netz der Leber und die beiden Nieren und ihr Fett und den rechten Schenkel;</verse>
        <verse osisID="Lev.8.26">und er nahm aus dem Korbe des Ungesäuerten, der vor Jahwe war, einen ungesäuerten Kuchen und einen Kuchen geölten Brotes und einen Fladen, und legte es auf die Fettstücke und auf den rechten Schenkel;</verse>
        <verse osisID="Lev.8.27">und er legte das alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne, und webte es als Webopfer vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.28">Und Mose nahm es von ihren Händen weg und räucherte es auf dem Altar, auf dem Brandopfer: es war ein Einweihungsopfer <note>{W. eine Füllung, weil die Hände des Priesters mit den in V.25 und 26 erwähnten Dingen gefüllt wurden}</note> zum lieblichen Geruch, es war ein Feueropfer dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.29">Und Mose nahm die Brust und webte sie als Webopfer vor Jahwe; von dem Einweihungswidder ward sie dem Mose zuteil, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.30">Und Mose nahm von dem Salböl und von dem Blute, das auf dem Altar war, und sprengte es auf Aaron, auf seine Kleider, und auf seine Söhne und auf die Kleider seiner Söhne mit ihm; und er heiligte Aaron, seine Kleider, und seine Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.31">Und Mose sprach zu Aaron und zu seinen Söhnen: Kochet das Fleisch an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft; und ihr sollt es daselbst essen und das Brot, das im Korbe des Einweihungsopfers ist, so wie ich geboten habe und gesagt: Aaron und seine Söhne sollen es essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.32">Und das Übrige von dem Fleische und von dem Brote sollt ihr mit Feuer verbrennen.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.33">Und von dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft sollt ihr nicht weggehen sieben Tage lang, bis zu dem Tage, da die Tage eures Einweihungsopfers erfüllt sind; denn sieben Tage sollt ihr eingeweiht werden <note>{W. sollen eure Hände gefüllt werden; desgl. Kap. 16,32; 21,10; vergl. Kap. 9,17}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.34">So wie man an diesem Tage getan, hat Jahwe zu tun geboten, um Sühnung für euch zu tun.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.35">Und ihr sollt an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft Tag und Nacht bleiben, sieben Tage lang, und sollt die Vorschriften Jahwes <note>{Eig. was gegen Jahwe zu beobachten ist}</note> beobachten, dass ihr nicht sterbet; denn also ist mir geboten worden.</verse>
        <verse osisID="Lev.8.36">Und Aaron und seine Söhne taten alles, was Jahwe durch Mose geboten hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.9">
        <verse osisID="Lev.9.1">Und es geschah am achten Tage, da rief Mose Aaron und seine Söhne und die Ältesten Israels;</verse>
        <verse osisID="Lev.9.2">und er sprach zu Aaron: Nimm dir ein junges Kalb zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer, ohne Fehl, und bringe sie dar vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.3">Und zu den Kindern Israel sollst du reden und sprechen: Nehmet einen Ziegenbock zum Sündopfer und ein Kalb und ein Lamm, einjährige, ohne Fehl, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Lev.9.4">und einen Stier und einen Widder zum Friedensopfer, um sie vor Jahwe zu opfern; und ein Speisopfer, gemengt mit Öl; denn heute wird Jahwe euch erscheinen.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.5">Und sie brachten was Mose geboten hatte, vor das Zelt der Zusammenkunft, und die ganze Gemeinde nahte herzu und stand vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.6">Und Mose sprach: Dies ist es, was Jahwe geboten hat, dass ihr es tun sollt; und die Herrlichkeit Jahwes wird euch erscheinen.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.7">Und Mose sprach zu Aaron: Nahe zum Altar, und opfere dein Sündopfer und dein Brandopfer, und tue Sühnung für dich und für das Volk; und opfere die Opfergabe des Volkes und tue Sühnung für sie, so wie Jahwe geboten hat.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.8">Und Aaron nahte zum Altar und schlachtete das Kalb des Sündopfers, das für ihn war.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.9">Und die Söhne Aarons reichten ihm das Blut dar; und er tauchte seinen Finger in das Blut und tat davon an die Hörner des Altars, und er goss das Blut an den Fuss des Altars.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.10">Und das Fett und die Nieren und das Netz der Leber vom Sündopfer räucherte er auf dem Altar, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.11">Und das Fleisch und die Haut verbrannte er mit Feuer ausserhalb des Lagers.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.12">Und er schlachtete das Brandopfer; und die Söhne Aarons reichten ihm das Blut, und er sprengte es an den Altar ringsum.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.13">Und das Brandopfer reichten sie ihm in seinen Stücken und den Kopf, und er räucherte es auf dem Altar.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.14">Und er wusch das Eingeweide und die Schenkel und räucherte sie auf dem Brandopfer, auf dem Altar. -</verse>
        <verse osisID="Lev.9.15">Und er brachte herzu <note>{O. dar}</note> die Opfergabe des Volkes und nahm den Bock des Sündopfers, der <note>{O. das}</note> für das Volk war, und schlachtete ihn und opferte ihn als Sündopfer, wie das vorige.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.16">Und er brachte das Brandopfer herzu <note>{O. dar}</note> und opferte es nach der Vorschrift.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.17">Und er brachte das Speisopfer herzu <note>{O. dar}</note> und füllte seine Hand davon und räucherte es auf dem Altar, ausser dem Morgen-Brandopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.18">Und er schlachtete den Stier und den Widder, das Friedensopfer, welches für das Volk war. Und die Söhne Aarons reichten ihm das Blut, und er sprengte es an den Altar ringsum;</verse>
        <verse osisID="Lev.9.19">und die Fettstücke von dem Stier; und von dem Widder den Fettschwanz, und das Eingeweide bedeckt und die Nieren und das Netz der Leber;</verse>
        <verse osisID="Lev.9.20">und sie legten die Fettstücke auf die Bruststücke, und er räucherte die Fettstücke auf dem Altar.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.21">Und die Bruststücke und den rechten Schenkel webte Aaron als Webopfer vor Jahwe, so wie Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.22">Und Aaron erhob seine Hände gegen das Volk und segnete sie; und er stieg herab nach der Opferung des Sündopfers und des Brandopfers und des Friedensopfers.</verse>
        <verse osisID="Lev.9.23">Und Mose und Aaron gingen hinein in das Zelt der Zusammenkunft; und sie kamen heraus und segneten das Volk. Und die Herrlichkeit Jahwes erschien dem ganzen Volke;</verse>
        <verse osisID="Lev.9.24">und es ging Feuer aus von Jahwe <note>{W. von vor Jahwe}</note> und verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und die Fettstücke; und das ganze Volk sah es, und sie jauchzten und fielen auf ihr Angesicht.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.10">
        <verse osisID="Lev.10.1">Und die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen ein jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer vor Jahwe dar, das er ihnen nicht geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.2">Da ging Feuer von Jahwe <note>{W. von vor Jahwe}</note> aus und verzehrte sie, und sie starben vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.3">Und Mose sprach zu Aaron: Dies ist es, was Jahwe geredet hat, indem er sprach: In <note>{O. An}</note> denen, die mir nahen <note>{W. nahe sind}</note>, will ich geheiligt, und vor dem ganzen Volke will ich verherrlicht werden. Und Aaron schwieg.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.4">Und Mose rief Misael und Elzaphan, die Söhne Ussiels, des Oheims Aarons, und sprach zu ihnen: Tretet herzu, traget eure Brüder von dem Heiligtum hinweg ausserhalb des Lagers.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.5">Und sie traten herzu und trugen sie in ihren Leibröcken hinweg ausserhalb des Lagers, so wie Mose geredet hatte. -</verse>
        <verse osisID="Lev.10.6">Und Mose sprach zu Aaron und zu Eleasar und zu Ithamar, seinen Söhnen: Eure Häupter sollt ihr nicht entblössen und eure Kleider nicht zerreissen, damit ihr nicht sterbet, und er nicht erzürne über die ganze Gemeinde; aber eure Brüder, das ganze Haus Israel, sollen diesen Brand beweinen, den Jahwe angerichtet hat.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.7">Und von dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft sollt ihr nicht weggehen, dass ihr nicht sterbet; denn das Öl der Salbung Jahwes ist auf euch. Und sie taten nach dem Worte Moses.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.8">Und Jahwe redete zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.10.9">Wein und starkes Getränk sollst du nicht trinken, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Zelt der Zusammenkunft hineingehet, dass ihr nicht sterbet, - eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern -</verse>
        <verse osisID="Lev.10.10">und damit ihr unterscheidet zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen und zwischen dem Reinen und dem Unreinen,</verse>
        <verse osisID="Lev.10.11">und damit ihr die Kinder Israel lehret alle die Satzungen, die Jahwe durch Mose zu euch geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.12">Und Mose redete zu Aaron und zu Eleasar und zu Ithamar, seinen Söhnen, den übriggebliebenen: Nehmet das Speisopfer, das von den Feueropfern Jahwes übrigbleibt, und esset es ungesäuert neben dem Altar; denn hochheilig ist es.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.13">Und ihr sollt es essen an heiligem Orte, denn es ist dein Bestimmtes und das Bestimmte deiner Söhne von den Feueropfern Jahwes; denn also ist mir geboten.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.14">Und die Brust des Webopfers und den Schenkel des Hebopfers sollt ihr essen an reinem Orte, du und deine Söhne und deine Töchter mit dir; denn als dein Bestimmtes und das Bestimmte deiner Söhne sind sie gegeben von den Friedensopfern der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.15">Den Schenkel des Hebopfers und die Brust des Webopfers sollen sie nebst den Feueropfern der Fettstücke bringen, um sie als Webopfer vor Jahwe zu weben; und sie sollen dir gehören und deinen Söhnen mit dir, als eine ewige Gebühr <note>{Eig. ein für ewig Bestimmtes}</note>, so wie Jahwe geboten hat.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.16">Und Mose suchte eifrig den Bock des Sündopfers, und siehe, er war verbrannt. Und er erzürnte über Eleasar und über Ithamar, die Söhne Aarons, die übriggeblieben, und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.10.17">Warum habt ihr nicht das Sündopfer an heiligem Orte gegessen? Denn es ist hochheilig; und er hat es euch gegeben, um die Ungerechtigkeit der Gemeinde zu tragen, um Sühnung für sie zu tun vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.18">Siehe, das Blut desselben ist nicht in das Innere des Heiligtums gebracht worden; ihr sollt <note>{O. ihr hättet sollen}</note> es jedenfalls im Heiligtum essen, so wie ich geboten habe.</verse>
        <verse osisID="Lev.10.19">Und Aaron redete zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brandopfer vor Jahwe dargebracht; und solches ist mir begegnet; und hätte ich heute das Sündopfer gegessen, würde es gut gewesen sein in den Augen Jahwes?</verse>
        <verse osisID="Lev.10.20">Und Mose hörte es, und es war gut in seinen Augen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.11">
        <verse osisID="Lev.11.1">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach zu ihnen:</verse>
        <verse osisID="Lev.11.2">Redet zu den Kindern Israel und sprechet: Dies sind die Tiere, die ihr essen sollt von allen Tieren <note>{Anderswo: Vieh}</note>, die auf der Erde sind.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.3">Alles was gespaltene Hufe, und zwar ganz gespaltene Hufe hat, und wiederkäut unter den Tieren, das sollt ihr essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.4">Nur diese sollt ihr nicht essen von den wiederkäuenden und von denen, die gespaltene Hufe haben: das Kamel, denn es wiederkäut, aber es hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll es euch sein;</verse>
        <verse osisID="Lev.11.5">und den Klippendachs, denn er wiederkäut, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein;</verse>
        <verse osisID="Lev.11.6">und den Hasen, denn er wiederkäut, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein;</verse>
        <verse osisID="Lev.11.7">und das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, und zwar ganz gespaltene Hufe, aber es wiederkäut nicht: unrein soll es euch sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.8">Von ihrem Fleische sollt ihr nicht essen und ihr Aas nicht anrühren: unrein sollen sie euch sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.9">Dieses sollt ihr essen von allem, was in den Wassern ist: alles, was Flossfedern und Schuppen hat in den Wassern, in den Meeren und in den Flüssen, das sollt ihr essen;</verse>
        <verse osisID="Lev.11.10">aber alles, was keine Flossfedern und Schuppen hat in den Meeren und in den Flüssen, von allem Gewimmel der Wasser und von jedem lebendigen Wesen, das in den Wassern ist, sie sollen euch ein Greuel sein;</verse>
        <verse osisID="Lev.11.11">ja, ein Greuel sollen sie euch sein: von ihrem Fleische sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr verabscheuen.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.12">Alles, was nicht Flossfedern und Schuppen hat in den Wassern, soll euch ein Greuel sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.13">Und diese sollt ihr verabscheuen von den Vögeln; sie sollen nicht gegessen werden, ein Greuel sind sie: den Adler und den Beinbrecher und den Meeradler,</verse>
        <verse osisID="Lev.11.14">und den Falken und die Weihe nach ihrer Art,</verse>
        <verse osisID="Lev.11.15">alle Raben nach ihrer Art,</verse>
        <verse osisID="Lev.11.16">und die Strausshenne <note>{And.: den Strauss}</note> und den Strausshahn <note>{And.: die Ohreule; and.: den Kuckuck}</note> und die Seemöve und den Habicht nach seiner Art,</verse>
        <verse osisID="Lev.11.17">und die Eule und den Sturzpelikan und die Rohrdommel <note>{And.: den Uhu}</note>,</verse>
        <verse osisID="Lev.11.18">und das Purpurhuhn und den Pelikan und den Aasgeier,</verse>
        <verse osisID="Lev.11.19">und den Storch und den Fischreiher nach seiner Art, und den Wiedehopf und die Fledermaus.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.20">Alles geflügelte Gewürm <note>{W. Gewimmel}</note>, das auf Vieren geht, soll euch ein Greuel sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.21">Nur dieses sollt ihr essen von allem geflügelten Gewürm <note>{W. Gewimmel}</note>, das auf Vieren geht: was Schenkel hat oberhalb seiner Füsse, um damit auf der Erde zu hüpfen.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.22">Diese sollt ihr von ihnen essen: den Arbeh nach seiner Art und den Solham nach seiner Art und den Chargol nach seiner Art und den Chagab nach seiner Art <note>{Vier verschiedene Arten von Heuschrecken}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.23">Aber alles geflügelte Gewürm, das vier Füsse hat, soll euch ein Greuel sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.24">Und durch diese <note>{Eig. bezüglich dieser}</note> werdet ihr euch verunreinigen; jeder, der ihr Aas anrührt, wird unrein sein bis an den Abend;</verse>
        <verse osisID="Lev.11.25">und jeder, der von ihrem Aase trägt, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.26">Jedes Tier, das gespaltene Hufe, aber nicht ganz gespaltene Hufe hat und nicht wiederkäut: unrein sollen sie euch sein; jeder, der sie anrührt, wird unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.27">Und alles, was auf seinen Tatzen geht, unter allem Getier, das auf Vieren geht, sie sollen euch unrein sein; jeder, der ihr Aas anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.28">Und wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis an den Abend; sie sollen euch unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.29">Und diese sollen euch unrein sein unter dem Gewimmel, das auf der Erde wimmelt: der Maulwurf <note>{And.: das Wiesel}</note> und die Maus und die Eidechse nach ihrer Art,</verse>
        <verse osisID="Lev.11.30">und die Anaka und der Koach und der Letaah und der Chomet <note>{Vier verschiedene Arten von Eidechsen}</note> und das Chamäleon.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.31">Diese sollen euch unrein sein unter allem Gewimmel; jeder, der sie anrührt, wenn sie tot sind, wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.32">Und alles, worauf eines von ihnen fällt, wenn sie tot sind, wird unrein sein: jedes Holzgerät oder Kleid oder Fell oder Sack, jedes Gerät, womit eine Arbeit verrichtet wird, es soll ins Wasser getan werden und wird unrein sein bis an den Abend; dann wird es rein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.33">Und jedes irdene Gefäss, in welches eines von ihnen hineinfällt: alles, was darin ist, wird unrein sein, und es selbst sollt ihr zerbrechen.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.34">Alle Speise, die gegessen wird, auf welche solches Wasser kommt, wird unrein sein; und alles Getränk, das getrunken wird, wird unrein sein in jedem solchen Gefässe.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.35">Und alles, worauf von ihrem Aase fällt, wird unrein sein; Ofen und Herd sollen niedergerissen werden, sie sind unrein, und unrein sollen sie euch sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.36">Doch Quelle und Zisterne, Wasserbehälter, werden rein sein; wer aber das Aas darin <note>{W. ihr Aas}</note> anrührt, wird unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.37">Und wenn von ihrem Aase auf irgend welchen Saatsamen fällt, der gesät wird, so ist er rein;</verse>
        <verse osisID="Lev.11.38">wenn aber Wasser auf den Samen getan wurde, und es fällt von ihrem Aase auf denselben, so soll er euch unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.39">Und wenn eines von dem Vieh stirbt, das euch zur Nahrung dient: wer dessen Aas anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.40">Und wer von dessen Aas isset, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis an den Abend; und wer dessen Aas trägt, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.41">Und alles Gewimmel, das auf der Erde wimmelt, ist ein Greuel; es soll nicht gegessen werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.42">Alles was auf dem Bauche kriecht, und alles, was auf Vieren geht, bis zu allem Vielfüssigen von allem Gewimmel, das auf der Erde wimmelt: ihr sollt sie nicht essen; denn sie sind ein Greuel.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.43">Machet euch selbst <note>{W. eure Seelen}</note> nicht zum Greuel durch irgend ein kriechendes Gewürm <note>{Eig. Gewimmel, das wimmelt}</note>, und verunreiniget euch nicht durch sie, so dass ihr dadurch unrein werdet.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.44">Denn ich bin Jahwe, euer Gott; so heiliget euch und seid heilig, denn ich bin heilig. Und ihr sollt euch selbst <note>{W. eure Seelen}</note> nicht verunreinigen durch irgend ein Gewürm, das sich auf der Erde regt.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.45">Denn ich bin Jahwe, der euch aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat, um euer Gott zu sein: so seid heilig, denn ich bin heilig.</verse>
        <verse osisID="Lev.11.46">Das ist das Gesetz von dem Vieh und dem Gevögel und von jedem lebendigen Wesen, das sich in den Wassern regt, und von jedem Wesen, das auf der Erde kriecht <note>{Eig. wimmelt}</note>;</verse>
        <verse osisID="Lev.11.47">um zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen, und zwischen dem Getier, das gegessen wird, und dem Getier, das nicht gegessen werden soll.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.12">
        <verse osisID="Lev.12.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.12.2">Rede zu den Kindern Israel und sprich: Wenn ein Weib empfängt und ein männliches Kind gebiert, so wird sie unrein sein sieben Tage; wie in den Tagen der Unreinheit ihrer Krankheit wird sie unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.12.3">Und am achten Tage soll das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.12.4">Und sie soll 33 Tage im Blute der Reinigung bleiben; nichts Heiliges soll sie anrühren, und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind.</verse>
        <verse osisID="Lev.12.5">Und wenn sie ein weibliches Kind gebiert, so wird sie zwei Wochen unrein sein, wie bei ihrer Unreinheit; und 66 Tage soll sie im Blute der Reinigung daheim bleiben.</verse>
        <verse osisID="Lev.12.6">Und wenn die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind für einen Sohn oder für eine Tochter, so soll sie ein einjähriges Lamm bringen zum Brandopfer, und eine junge Taube oder eine Turteltaube zum Sündopfer an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft zu dem Priester.</verse>
        <verse osisID="Lev.12.7">Und er soll es vor Jahwe darbringen und Sühnung für sie tun, und sie wird rein sein von dem Flusse ihres Blutes. Das ist das Gesetz der Gebärenden bei einem männlichen oder bei einem weiblichen Kinde.</verse>
        <verse osisID="Lev.12.8">Und wenn ihre Hand das zu einem Schafe Hinreichende nicht aufbringen kann, so soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen, eine zum Brandopfer und eine zum Sündopfer; und der Priester soll Sühnung für sie tun, und sie wird rein sein.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.13">
        <verse osisID="Lev.13.1">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.13.2">Wenn ein Mensch in der Haut seines Fleisches eine Erhöhung oder einen Grind oder einen Flecken bekommt, und es wird in der Haut seines Fleisches zu einem Aussatzübel, so soll er zu Aaron, dem Priester, gebracht werden, oder zu einem von seinen Söhnen, den Priestern.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.3">Und besieht der Priester das Übel in der Haut des Fleisches, und das Haar in dem Übel hat sich in weiss verwandelt, und das Übel erscheint tiefer als die Haut seines Fleisches, so ist es das Übel des Aussatzes; und sieht es der Priester, so soll er ihn für unrein erklären.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.4">Und wenn der Flecken in der Haut seines Fleisches weiss ist, und er nicht tiefer erscheint als die Haut, und sein Haar hat sich nicht in weiss verwandelt, so soll der Priester den, der das Übel hat, sieben Tage einschliessen.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.5">Und besieht es der Priester am siebten Tage, und siehe, das Übel ist in seinen Augen stehen geblieben, das Übel hat nicht um sich gegriffen in der Haut, so soll der Priester ihn <note>{Eig. es (das Übel)}</note> zum zweiten Male sieben Tage einschliessen.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.6">Und besieht es der Priester am siebten Tage zum zweiten Male, und siehe, das Übel ist blass geworden, und das Übel hat nicht um sich gegriffen in der Haut, so soll der Priester ihn für rein erklären: es ist ein Grind; und er soll seine Kleider waschen, und er ist rein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.7">Wenn aber der Grind in der Haut um sich greift, nachdem er sich dem Priester gezeigt hat zu seiner Reinigung, so soll er sich dem Priester zum zweiten Male zeigen;</verse>
        <verse osisID="Lev.13.8">und besieht ihn der Priester, und siehe, der Grind hat in der Haut um sich gegriffen, so soll der Priester ihn für unrein erklären: es ist der Aussatz.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.9">Wenn ein Aussatzübel an einem Menschen entsteht, so soll er zu dem Priester gebracht werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.10">Und besieht ihn der Priester, und siehe, es ist eine weisse Erhöhung in der Haut, und sie hat das Haar in weiss verwandelt, und ein Mal rohen Fleisches ist in der Erhöhung,</verse>
        <verse osisID="Lev.13.11">so ist es ein alter Aussatz in der Haut seines Fleisches, und der Priester soll ihn für unrein erklären; er soll ihn nicht einschliessen, denn er ist unrein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.12">Wenn aber der Aussatz in der Haut ausbricht, und der Aussatz die ganze Haut dessen, der das Übel hat <note>{W. die ganze Haut des Übels}</note>, bedeckt, von seinem Kopfe bis zu seinen Füssen, wohin auch die Augen des Priesters blicken;</verse>
        <verse osisID="Lev.13.13">und der Priester besieht ihn, und siehe, der Aussatz hat sein ganzes Fleisch bedeckt, so soll er den, der das Übel hat, für rein erklären; hat es sich ganz in weiss verwandelt, so ist er rein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.14">An dem Tage aber, da rohes Fleisch an ihm gesehen wird, wird er unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.15">Und sieht der Priester das rohe Fleisch, so soll er ihn für unrein erklären; das rohe Fleisch ist unrein: es ist der Aussatz.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.16">Wenn aber das rohe Fleisch sich ändert und in weiss verwandelt wird <note>{O. das rohe Fleisch wieder in weiss verwandelt wird}</note>, so soll er zu dem Priester kommen;</verse>
        <verse osisID="Lev.13.17">und besieht ihn <note>{Eig. es (das Übel)}</note> der Priester, und siehe, das Übel ist in weiss verwandelt, so soll der Priester den, der das Übel hat, für rein erklären: er ist rein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.18">Und wenn im Fleische, in dessen Haut, eine Beule entsteht und wieder heilt,</verse>
        <verse osisID="Lev.13.19">und es entsteht an der Stelle der Beule eine weisse Erhöhung oder ein weiss-rötlicher Flecken, so soll er sich dem Priester zeigen;</verse>
        <verse osisID="Lev.13.20">und besieht ihn der Priester, und siehe, der Flecken erscheint niedriger als die Haut, und sein Haar hat sich in weiss verwandelt, so soll der Priester ihn für unrein erklären; es ist das Übel des Aussatzes, er ist in der Beule ausgebrochen.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.21">Und wenn der Priester ihn besieht, und siehe, es ist kein weisses Haar darin, und der Flecken <note>{W. er}</note> ist nicht niedriger als die Haut und ist blass, so soll der Priester ihn sieben Tage einschliessen.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.22">Wenn er aber in der Haut um sich greift, so soll der Priester ihn für unrein erklären: es ist das Übel.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.23">Und wenn der Flecken an seiner Stelle stehen bleibt, wenn er nicht um sich gegriffen hat, so ist es die Narbe der Beule; und der Priester soll ihn für rein erklären.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.24">Oder wenn in der Haut des Fleisches eine feurige Entzündung <note>{O. eine Brandwunde}</note> entsteht, und das Mal der Entzündung wird ein weiss-rötlicher oder weisser Flecken,</verse>
        <verse osisID="Lev.13.25">und der Priester besieht ihn, und siehe, das Haar ist in weiss verwandelt in dem Flecken, und er erscheint tiefer als die Haut, so ist es der Aussatz; er ist in der Entzündung ausgebrochen, und der Priester soll ihn für unrein erklären: es ist das Übel des Aussatzes.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.26">Und wenn der Priester ihn besieht, und siehe, es ist kein weisses Haar in dem Flecken, und er ist nicht niedriger als die Haut und ist blass, so soll der Priester ihn sieben Tage einschliessen.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.27">Und der Priester soll ihn am siebten Tage besehen; wenn er in der Haut um sich greift, so soll der Priester ihn für unrein erklären: es ist das Übel des Aussatzes.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.28">Und wenn der Flecken an seiner Stelle stehen bleibt, wenn er nicht um sich gegriffen hat in der Haut und ist blass, so ist es die Erhöhung der Entzündung; und der Priester soll ihn für rein erklären, denn es ist die Narbe der Entzündung.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.29">Und wenn ein Mann oder ein Weib ein Übel am Haupte oder am Barte bekommt,</verse>
        <verse osisID="Lev.13.30">und der Priester besieht das Übel, und siehe, es erscheint tiefer als die Haut, und goldgelbes, dünnes Haar ist darin, so soll der Priester ihn für unrein erklären: es ist Schorf, es ist der Aussatz des Hauptes oder des Bartes.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.31">Und wenn der Priester das Übel des Schorfes besieht, und siehe, es erscheint nicht tiefer als die Haut, und es ist kein schwarzes Haar darin, so soll der Priester den, der das Übel des Schorfes hat, sieben Tage einschliessen.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.32">Und besieht der Priester das Übel am siebten Tage, und siehe, der Schorf hat nicht um sich gegriffen, und es ist kein goldgelbes Haar darin, und der Schorf erscheint nicht tiefer als die Haut,</verse>
        <verse osisID="Lev.13.33">so soll er sich scheren; aber den Schorf soll er nicht scheren; und der Priester schliesse den, der den Schorf hat, zum zweiten Male sieben Tage ein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.34">Und besieht der Priester den Schorf am siebten Tage, und siehe, der Schorf hat nicht um sich gegriffen in der Haut, und er erscheint nicht tiefer als die Haut, so soll der Priester ihn für rein erklären; und er soll seine Kleider waschen, und er ist rein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.35">Wenn aber, nach seiner Reinigung, der Schorf in der Haut um sich greift,</verse>
        <verse osisID="Lev.13.36">und der Priester besieht ihn, und siehe, der Schorf hat in der Haut um sich gegriffen, so soll der Priester nicht nach dem goldgelben Haare forschen; er ist unrein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.37">Und wenn in seinen Augen der Schorf stehen geblieben ist, und es ist schwarzes Haar darin gewachsen, so ist der Schorf geheilt; er ist rein, und der Priester soll ihn für rein erklären.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.38">Und wenn ein Mann oder ein Weib in der Haut ihres Fleisches Flecken bekommen, weisse Flecken,</verse>
        <verse osisID="Lev.13.39">und der Priester besieht sie, und siehe, in der Haut ihres Fleisches sind blasse, weisse Flecken, so ist es ein Ausschlag, der in der Haut ausgebrochen ist: er ist rein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.40">Und wenn einem Manne das Haupthaar ausfällt, so ist er ein Glatzkopf: er ist rein;</verse>
        <verse osisID="Lev.13.41">und wenn ihm das Haupthaar gegen das Gesicht zu ausfällt, so ist er ein Kahlkopf: er ist rein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.42">Und wenn an der Hinter- oder an der Vorderglatze ein weiss-rötliches Übel ist, so ist es der Aussatz, der an seiner Hinter- oder an seiner Vorderglatze ausgebrochen ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.43">Und besieht ihn der Priester, und siehe, die Erhöhung des Übels ist weiss-rötlich an seiner Hinter- oder an seiner Vorderglatze, gleich dem Aussehen des Aussatzes in der Haut des Fleisches,</verse>
        <verse osisID="Lev.13.44">so ist er ein aussätziger Mann: Er ist unrein; der Priester soll ihn für gänzlich unrein erklären; sein Übel ist an seinem Haupte.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.45">Und der Aussätzige, an dem das Übel ist, seine Kleider sollen zerrissen, und sein Haupt soll entblösst sein, und er soll seinen Bart verhüllen und ausrufen: Unrein, unrein!</verse>
        <verse osisID="Lev.13.46">Alle die Tage, da das Übel an ihm ist, soll er unrein sein; er ist unrein: allein soll er wohnen, ausserhalb des Lagers soll seine Wohnung sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.47">Und wenn an einem Kleide ein Aussatzübel entsteht, an einem Kleide von Wolle oder an einem Kleide von Linnen;</verse>
        <verse osisID="Lev.13.48">oder an einer Kette oder an einem Einschlag von Linnen oder von Wolle; oder an einem Felle oder an irgend einem Fellwerk;</verse>
        <verse osisID="Lev.13.49">und das Übel ist grünlich oder rötlich am Kleide, oder am Felle, oder an der Kette oder am Einschlag, oder an irgend einem Gerät von Fell, so ist es das Übel des Aussatzes, und man soll es den Priester besehen lassen.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.50">Und der Priester besehe das Übel und schliesse das, woran das Übel ist, sieben Tage ein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.51">Und sieht er das Übel am siebten Tage, dass das Übel um sich gegriffen hat am Kleide, oder an der Kette oder am Einschlag, oder am Felle nach allem, wozu das Fell verarbeitet wird, so ist das Übel ein fressender Aussatz: es ist unrein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.52">Und man soll das Kleid, oder die Kette oder den Einschlag von Wolle oder von Linnen, oder jedes Gerät von Fell, woran das Übel ist, verbrennen; denn es ist ein fressender Aussatz: es soll mit Feuer verbrannt werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.53">Und wenn der Priester es besieht, und siehe, das Übel hat nicht um sich gegriffen am Kleide, oder an der Kette oder am Einschlag, oder an irgend einem Gerät von Fell,</verse>
        <verse osisID="Lev.13.54">so soll der Priester gebieten, dass man das wasche, woran das Übel ist; und er soll es zum zweiten Male sieben Tage einschliessen.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.55">Und besieht der Priester das Übel nach dem Waschen, und siehe, das Übel hat sein Aussehen nicht geändert, und das Übel hat nicht um sich gegriffen, so ist es unrein; du sollst es mit Feuer verbrennen: es ist eine Vertiefung <note>{Eig. eine Einfressung}</note> auf seiner kahlen Hinter- oder Vorderseite.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.56">Und wenn der Priester es besieht, und siehe, das Übel ist blass geworden nach dem Waschen, so soll er es abreissen vom Kleide, oder vom Felle, oder von der Kette oder vom Einschlag.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.57">Und wenn es noch gesehen wird am Kleide, oder an der Kette oder am Einschlag, oder an irgend einem Gerät von Fell, so ist es ein ausbrechender Aussatz: du sollst mit Feuer verbrennen, woran das Übel ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.58">Und das Kleid, oder die Kette oder der Einschlag, oder irgend ein Gerät von Fell, das du wäschest, und das Übel weicht daraus: es soll zum zweiten Male gewaschen werden, und es ist rein.</verse>
        <verse osisID="Lev.13.59">Das ist das Gesetz des Aussatzübels an einem Kleide von Wolle oder von Linnen, oder an einer Kette oder an einem Einschlag, oder an irgend einem Gerät von Fell, um es für rein oder für unrein zu erklären.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.14">
        <verse osisID="Lev.14.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.14.2">Dies soll das Gesetz des Aussätzigen sein am Tage seiner Reinigung: Er soll zu dem Priester gebracht werden;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.3">und der Priester soll ausserhalb des Lagers gehen; und besieht ihn der Priester, und siehe, das Übel des Aussatzes ist heil geworden an dem Aussätzigen,</verse>
        <verse osisID="Lev.14.4">so soll der Priester gebieten, dass man für den, der zu reinigen ist, zwei lebendige, reine Vögel nehme und Cedernholz und Karmesin und Ysop.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.5">Und der Priester soll gebieten, dass man den einen Vogel schlachte in ein irdenes Gefäss über lebendigem <note>{d.h. nicht aus einer Cisterne geschöpftem}</note> Wasser.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.6">Den lebendigen Vogel soll er nehmen, ihn und das Cedernholz und das Karmesin und den Ysop, und dieses und den lebendigen Vogel in das Blut des Vogels tauchen, der geschlachtet worden ist über dem lebendigen Wasser;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.7">und er soll auf den, der vom Aussatze zu reinigen ist, siebenmal sprengen und ihn für rein erklären <note>{O. ihn reinigen}</note>; und den lebendigen Vogel soll er ins freie Feld fliegen lassen.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.8">Und der zu reinigen ist, soll seine Kleider waschen und all sein Haar scheren und sich im Wasser baden; und er ist rein. Und danach darf er ins Lager kommen, aber er soll sieben Tage ausserhalb seines Zeltes bleiben.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.9">Und es soll geschehen, am siebten Tage soll er all sein Haar scheren, sein Haupt und seinen Bart und seine Augenbrauen; ja, all sein Haar soll er scheren und seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; und er ist rein.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.10">Und am achten Tage soll er zwei Lämmer nehmen, ohne Fehl, und ein weibliches Lamm, einjährig, ohne Fehl, und drei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer, und ein Log Öl.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.11">Und der reinigende Priester soll den Mann, der zu reinigen ist, und diese Dinge vor Jahwe stellen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.12">Und der Priester nehme das eine Lamm und bringe es zum Schuldopfer dar mit dem Log Öl und webe sie als Webopfer vor Jahwe;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.13">Und er schlachte das Lamm an dem Orte, wo man das Sündopfer und das Brandopfer schlachtet, an heiligem Orte; denn wie das Sündopfer, so gehört das Schuldopfer dem Priester: es ist hochheilig.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.14">Und der Priester nehme von dem Blute des Schuldopfers, und der Priester tue es auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.15">Und der Priester nehme von dem Log Öl und giesse es in seine <note>{W. des Priesters; so auch V.26}</note> linke Hand;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.16">und der Priester tauche seinen rechten Finger in das Öl, das in seiner linken Hand ist, und sprenge von dem Öle mit seinem Finger siebenmal vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.17">Und von dem Übrigen des Öles, das in seiner Hand ist, soll der Priester auf das rechte Ohrläppchen dessen tun, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses, auf das Blut des Schuldopfers.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.18">Und das Übrige des Öles, das in der Hand des Priesters ist, soll er auf das Haupt dessen tun, der zu reinigen ist; und der Priester soll Sühnung für ihn tun vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.19">Und der Priester soll das Sündopfer opfern und Sühnung tun für den, der von seiner Unreinheit zu reinigen ist; und danach soll er das Brandopfer schlachten.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.20">Und der Priester soll das Brandopfer und das Speisopfer auf dem Altar opfern. Und so tue der Priester Sühnung für ihn; und er ist rein.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.21">Und wenn er arm ist und seine Hand es nicht aufbringen kann, so soll er ein Lamm als Schuldopfer nehmen zum Webopfer, um Sühnung für ihn zu tun; und ein Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer, und ein Log Öl;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.22">und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die seine Hand aufbringen kann; und die eine soll ein Sündopfer und die andere ein Brandopfer sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.23">Und er soll sie am achten Tage seiner Reinigung zu dem Priester bringen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.24">Und der Priester nehme das Lamm des Schuldopfers und das Log Öl, und der Priester webe sie als Webopfer vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.25">Und er schlachte das Lamm des Schuldopfers; und der Priester nehme von dem Blute des Schuldopfers und tue es auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.26">Und der Priester giesse von dem Öle in seine linke Hand;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.27">und der Priester sprenge mit seinem rechten Finger von dem Öle, das in seiner linken Hand ist, siebenmal vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.28">Und der Priester tue von dem Öle, das in seiner Hand ist, auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses, auf die Stelle des Blutes des Schuldopfers.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.29">Und das Übrige des Öles, das in der Hand des Priesters ist, soll er auf das Haupt dessen tun, der zu reinigen ist, um Sühnung für ihn zu tun vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.30">Und er soll die eine von den Turteltauben oder von den jungen Tauben opfern, von dem, was seine Hand aufbringen kann, -</verse>
        <verse osisID="Lev.14.31">das, was seine Hand aufbringen kann: die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer, nebst dem Speisopfer. Und so tue der Priester Sühnung vor Jahwe für den, der zu reinigen ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.32">Das ist das Gesetz für den, an welchem das Übel des Aussatzes ist, dessen Hand bei seiner Reinigung nicht aufbringen kann, was vorgeschrieben ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.33">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.14.34">Wenn ihr in das Land Kanaan kommet, das ich euch zum Eigentum gebe, und ich ein Aussatzübel an ein Haus setze im Lande eures Eigentums,</verse>
        <verse osisID="Lev.14.35">so soll der, dem das Haus gehört, kommen und es dem Priester anzeigen und sprechen: Es sieht mir aus wie ein Übel am Hause.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.36">Und der Priester soll gebieten, dass man das Haus ausräume, ehe der Priester hineingeht, das Übel zu besehen, damit nicht unrein werde alles, was im Hause ist; und danach soll der Priester hineingehen, das Haus zu besehen.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.37">Und besieht er das Übel, und siehe, das Übel ist an den Wänden des Hauses, grünliche oder rötliche Vertiefungen, und sie erscheinen tiefer als die Wand,</verse>
        <verse osisID="Lev.14.38">so soll der Priester aus dem Hause hinaus an den Eingang des Hauses gehen und das Haus sieben Tage verschliessen.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.39">Und der Priester soll am siebten Tage wiederkommen; und besieht er es, und siehe, das Übel hat um sich gegriffen an den Wänden des Hauses,</verse>
        <verse osisID="Lev.14.40">so soll der Priester gebieten, dass man die Steine, an denen das Übel ist, herausreisse, und sie hinauswerfe ausserhalb der Stadt an einen unreinen Ort.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.41">Und das Haus soll man inwendig ringsum abkratzen, und den Lehm, den man abgekratzt hat, hinausschütten ausserhalb der Stadt an einen unreinen Ort.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.42">Und man soll andere Steine nehmen und sie an die Stelle der Steine bringen, und man soll anderen Lehm nehmen und das Haus bewerfen.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.43">Und wenn das Übel wiederkehrt und am Hause ausbricht nach dem Ausreissen der Steine und nach dem Abkratzen des Hauses und nach dem Bewerfen,</verse>
        <verse osisID="Lev.14.44">so soll der Priester kommen; und besieht er es, und siehe, das Übel hat um sich gegriffen am Hause, so ist es ein fressender Aussatz am Hause: es ist unrein.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.45">Und man soll das Haus niederreissen, seine Steine und sein Holz und allen Lehm des Hauses, und es hinausschaffen ausserhalb der Stadt an einen unreinen Ort.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.46">Und wer in das Haus hineingeht, so lange es verschlossen ist, wird unrein bis an den Abend;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.47">und wer in dem Hause schläft, soll seine Kleider waschen; und wer in dem Hause isset, soll seine Kleider waschen.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.48">Wenn aber der Priester hineingeht und es besieht, und siehe, das Übel hat nicht um sich gegriffen am Hause nach dem Bewerfen des Hauses, so soll der Priester das Haus für rein erklären; denn das Übel ist heil geworden.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.49">Und er soll, um das Haus zu entsündigen, zwei Vögel nehmen und Cedernholz und Karmesin und Ysop;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.50">und er schlachte den einen Vogel in ein irdenes Gefäss über lebendigem Wasser;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.51">und er nehme das Cedernholz und den Ysop und das Karmesin und den lebendigen Vogel und tauche sie in das Blut des geschlachteten Vogels und in das lebendige Wasser und besprenge das Haus siebenmal;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.52">und er entsündige das Haus mit dem Blute des Vogels und mit dem lebendigen Wasser und mit dem lebendigen Vogel und mit dem Cedernholz und mit dem Ysop und mit dem Karmesin;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.53">und den lebendigen Vogel soll er ins freie Feld fliegen lassen ausserhalb der Stadt. Und so tue er Sühnung für das Haus; und er wird rein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.14.54">Das ist das Gesetz für alles Übel des Aussatzes und für den Schorf,</verse>
        <verse osisID="Lev.14.55">und für den Aussatz der Kleider und der Häuser,</verse>
        <verse osisID="Lev.14.56">und für die Erhöhung und für den Grind und für den Flecken;</verse>
        <verse osisID="Lev.14.57">um zu belehren, wann für unrein und wann für rein zu erklären ist: das ist das Gesetz des Aussatzes.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.15">
        <verse osisID="Lev.15.1">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.15.2">Redet zu den Kindern Israel und sprechet zu ihnen: Wenn irgend ein Mann an seinem Fleische flüssig ist, so ist er unrein durch seinen Fluss.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.3">Und dies wird seine Unreinheit sein bei seinem Flusse: Lässt sein Fleisch seinen Fluss triefen, oder hält sein Fleisch seinen Fluss zurück, so ist das seine Unreinheit.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.4">Jedes Lager, worauf der Flüssige liegt, wird unrein sein, und jedes Gerät, worauf er sitzt, wird unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.5">Und wer sein Lager anrührt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.6">Und wer sich auf das Gerät setzt, worauf der Flüssige gesessen hat <note>{O. zu sitzen pflegt; so auch V.22. 23}</note>, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.7">Und wer das Fleisch des Flüssigen anrührt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.8">Und wenn der Flüssige auf einen Reinen speit, so soll dieser seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.9">Und jeder Wagen, auf welchem der Flüssige fährt <note>{O. jeder Sattel, auf welchem... reitet}</note>, wird unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.10">Und jeder, der irgend etwas anrührt, was er unter sich hat <note>{O. hatte}</note>, wird unrein sein bis an den Abend; und wer es trägt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.11">Und jeder, den der Flüssige anrührt, und er hat seine Hände nicht im Wasser abgespült, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.12">Und das irdene Gefäss, das der Flüssige anrührt, soll zerbrochen werden, und jedes hölzerne Gefäss soll im Wasser gespült werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.13">Und wenn der Flüssige rein wird von seinem Flusse, so soll er sich sieben Tage zählen zu seiner Reinigung; und er soll seine Kleider waschen und sein Fleisch in lebendigem Wasser baden, und er wird rein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.14">Und am achten Tage soll er sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und vor Jahwe kommen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und sie dem Priester geben;</verse>
        <verse osisID="Lev.15.15">und der Priester soll sie opfern, die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer. Und so tue der Priester Sühnung für ihn vor Jahwe wegen seines Flusses.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.16">Und wenn einem Manne der Samenerguss entgeht, so soll er sein ganzes Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.17">Und jedes Kleid und jedes Fell, worauf der Samenerguss kommt, soll im Wasser gewaschen werden, und es wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.18">Und ein Weib, bei welchem ein Mann liegt mit Samenerguss, - sie sollen sich im Wasser baden, und werden unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.19">Und wenn ein Weib flüssig ist, und ihr Fluss an ihrem Fleische Blut ist, so soll sie sieben Tage in ihrer Unreinheit sein; und jeder, der sie anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.20">Und alles, worauf sie in ihrer Unreinheit liegt, wird unrein sein, und alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.21">Und jeder, der ihr Lager anrührt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.22">Und jeder, der irgend ein Gerät anrührt, worauf sie gesessen hat, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.23">Und wenn etwas auf dem Lager oder auf dem Gerät ist, worauf sie gesessen hat, - wenn er es anrührt, wird er unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.24">Und wenn etwa ein Mann neben ihr liegt, und ihre Unreinigkeit kommt an ihn, so wird er sieben Tage unrein sein; und jedes Lager, worauf er liegt, wird unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.25">Und wenn ein Weib ihren Blutfluss viele Tage hat ausser der Zeit ihrer Unreinheit, oder wenn sie den Fluss hat über ihre Unreinheit hinaus, so soll sie alle die Tage des Flusses ihrer Unreinigkeit sein wie in den Tagen ihrer Unreinheit: sie ist unrein.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.26">Jedes Lager, worauf sie alle Tage ihres Flusses liegt, soll ihr sein wie das Lager ihrer Unreinheit, und jedes Gerät, worauf sie sitzt, wird unrein sein nach der Unreinigkeit ihrer Unreinheit.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.27">Und jeder, der es anrührt, wird unrein sein; und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.28">Und wenn sie rein geworden ist von ihrem Flusse, so soll sie sich sieben Tage zählen, und danach wird sie rein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.29">Und am achten Tage soll sie sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und sie zu dem Priester bringen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft;</verse>
        <verse osisID="Lev.15.30">und der Priester soll die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer opfern. Und so tue der Priester Sühnung für sie vor Jahwe wegen des Flusses ihrer Unreinigkeit.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.31">Und ihr sollt die Kinder Israel absondern von ihrer Unreinigkeit, dass sie nicht in ihrer <note>{O. durch ihre}</note> Unreinigkeit sterben, indem sie meine Wohnung verunreinigen, die in ihrer Mitte ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.15.32">Das ist das Gesetz für den Flüssigen und für den, dem der Samenerguss entgeht, so dass er durch ihn unrein wird;</verse>
        <verse osisID="Lev.15.33">und für die, welche krank ist in ihrer Unreinheit, und für den, der seinen Fluss hat, es sei Mann oder Weib, und für den Mann, der neben einer Unreinen liegt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.16">
        <verse osisID="Lev.16.1">Und Jahwe redete zu Mose nach dem Tode der beiden Söhne Aarons, als sie vor Jahwe nahten und starben;</verse>
        <verse osisID="Lev.16.2">und Jahwe sprach zu Mose: Rede zu deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu aller Zeit in das Heiligtum hineingehe innerhalb des Vorhangs, vor den Deckel, der auf der Lade ist, damit er nicht sterbe; denn ich erscheine in der Wolke über dem Deckel.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.3">Auf diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen: mit einem jungen Farren zum Sündopfer und einem Widder zum Brandopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.4">Er soll einen heiligen Leibrock von Linnen anziehen, und Beinkleider von Linnen sollen auf seinem Fleische sein, und mit einem Gürtel von Linnen soll er sich umgürten, und einen Kopfbund von Linnen sich umbinden: das sind heilige Kleider; und er soll sein Fleisch im Wasser baden und sie anziehen.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.5">Und von der Gemeinde der Kinder Israel soll er zwei Ziegenböcke nehmen zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.6">Und Aaron soll den Farren des Sündopfers, der <note>{O. das; so auch V.11. 15}</note> für ihn ist, herzubringen und Sühnung tun für sich und für sein Haus.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.7">Und er soll die zwei Böcke nehmen und sie vor Jahwe stellen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.8">Und Aaron soll Lose werfen über die zwei Böcke, ein Los für Jahwe und ein Los für Asasel <note>{Abwendung, od. der abwendet, od. der davongeht}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.9">Und Aaron soll den Bock herzubringen, auf welchen das Los für Jahwe gefallen ist, und ihn opfern als Sündopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.10">Und der Bock, auf welchen das Los für Asasel gefallen ist, soll lebendig vor Jahwe gestellt werden, um auf ihm Sühnung zu tun, um ihn als Asasel fortzuschicken in die Wüste.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.11">Und Aaron bringe den Farren des Sündopfers, der für ihn ist, herzu und tue Sühnung für sich und für sein Haus, und schlachte den Farren des Sündopfers, der für ihn ist.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.12">Und er nehme eine Pfanne voll Feuerkohlen von dem Altar, vor <note>{W. von vor}</note> Jahwe, und seine beiden Hände voll wohlriechenden, kleingestossenen Räucherwerks, und bringe es innerhalb des Vorhangs.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.13">Und er lege das Räucherwerk auf das Feuer vor Jahwe, damit die Wolke des Räucherwerks den Deckel bedecke, der auf dem Zeugnis ist, und er nicht sterbe.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.14">Und er nehme von dem Blute des Farren und sprenge mit seinem Finger auf die Vorderseite <note>{O. Oberfläche}</note> des Deckels gegen Osten; und vor den Deckel soll er von dem Blute siebenmal sprengen mit seinem Finger.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.15">Und er schlachte den Bock des Sündopfers, der für das Volk ist, und bringe sein Blut innerhalb des Vorhangs, und tue mit seinem Blute, so wie er mit dem Blute des Farren getan hat, und sprenge es auf den Deckel und vor den Deckel;</verse>
        <verse osisID="Lev.16.16">Und er tue Sühnung für das Heiligtum wegen der Unreinigkeiten der Kinder Israel und wegen ihrer Übertretungen, nach allen ihren Sünden; und ebenso soll er für das Zelt der Zusammenkunft tun, das bei ihnen weilt, inmitten ihrer Unreinigkeiten.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.17">Und kein Mensch soll in dem Zelte der Zusammenkunft sein, wenn er hineingeht, um Sühnung zu tun im Heiligtum, bis er hinausgeht. Und so tue er Sühnung für sich und für sein Haus und für die ganze Versammlung Israels.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.18">Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor Jahwe ist, und Sühnung für ihn tun; und er nehme von dem Blute des Farren und von dem Blute des Bockes und tue es an die Hörner des Altars ringsum,</verse>
        <verse osisID="Lev.16.19">und sprenge von dem Blute mit seinem Finger siebenmal an denselben und reinige ihn und heilige ihn von den Unreinigkeiten der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.20">Und hat er die Sühnung des Heiligtums und des Zeltes der Zusammenkunft und des Altars vollendet, so soll er den lebendigen Bock herzubringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.21">Und Aaron lege seine beiden Hände auf den Kopf des lebendigen Bockes und bekenne auf ihn alle Ungerechtigkeiten der Kinder Israel und alle ihre Übertretungen nach allen ihren Sünden; und er lege sie auf den Kopf des Bockes und schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die Wüste,</verse>
        <verse osisID="Lev.16.22">damit der Bock alle ihre Ungerechtigkeiten auf sich trage in ein ödes Land; und er schicke den Bock fort in die Wüste.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.23">Und Aaron soll in das Zelt der Zusammenkunft hineingehen und die Kleider von Linnen ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum hineinging, und sie dort niederlegen;</verse>
        <verse osisID="Lev.16.24">und er soll sein Fleisch im Wasser baden an heiligem Orte und seine Kleider anziehen; und er soll hinausgehen und sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes opfern und Sühnung tun für sich und für das Volk.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.25">Und das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar räuchern.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.26">Und wer den Bock als Asasel fortführt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; und danach darf er ins Lager kommen.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.27">Und den Farren des Sündopfers und den Bock des Sündopfers, deren Blut hineingebracht worden ist, um Sühnung zu tun im Heiligtum, soll man hinausschaffen ausserhalb des Lagers, und ihre Häute und ihr Fleisch und ihren Mist mit Feuer verbrennen.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.28">Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; und danach darf er ins Lager kommen.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.29">Und dies soll euch zur ewigen Satzung sein: Im siebten Monat, am Zehnten des Monats, sollt ihr eure Seelen kasteien und keinerlei Arbeit tun, der Eingeborene und der Fremdling, der in eurer Mitte weilt;</verse>
        <verse osisID="Lev.16.30">denn an diesem Tage wird man Sühnung für euch tun, um euch zu reinigen: von allen euren Sünden werdet ihr rein sein vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.31">Ein Sabbat der Ruhe soll er euch sein, und ihr sollt eure Seelen kasteien, eine ewige Satzung.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.32">Und es soll Sühnung tun der Priester, den man salben und den man weihen wird, um den Priesterdienst auszuüben an seines Vaters Statt; und er soll die Kleider von Linnen anziehen, die heiligen Kleider;</verse>
        <verse osisID="Lev.16.33">und er soll Sühnung tun für das heilige Heiligtum und für das Zelt der Zusammenkunft, und für den Altar soll er Sühnung tun, und für die Priester und für das ganze Volk der Gemeinde soll er Sühnung tun.</verse>
        <verse osisID="Lev.16.34">Und das soll euch zur ewigen Satzung sein, um für die Kinder Israel Sühnung zu tun wegen aller ihrer Sünden einmal im Jahre. Und er tat, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.17">
        <verse osisID="Lev.17.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.17.2">Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Dies ist es, was Jahwe geboten und gesagt hat:</verse>
        <verse osisID="Lev.17.3">Jedermann aus dem Hause Israel, der ein Rind oder ein Schaf oder eine Ziege im Lager schlachtet <note>{Vergl. 5. Mose 12,13-28}</note>, oder der ausserhalb des Lagers schlachtet,</verse>
        <verse osisID="Lev.17.4">und es nicht an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft gebracht hat, um es Jahwe als Opfergabe darzubringen vor der Wohnung Jahwes, selbigem Manne soll Blut zugerechnet werden: Blut hat er vergossen, und selbiger Mann soll ausgerottet werden aus der Mitte seines Volkes;</verse>
        <verse osisID="Lev.17.5">auf dass die Kinder Israel ihre Schlachtopfer <note>{O. Schlachttiere}</note> bringen, die sie auf freiem Felde schlachten, dass sie sie Jahwe bringen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft zu dem Priester und sie als Friedensopfer dem Jahwe schlachten.</verse>
        <verse osisID="Lev.17.6">Und der Priester soll das Blut an den Altar Jahwes sprengen vor dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und das Fett räuchern zum lieblichen Geruch dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.17.7">Und sie sollen nicht mehr ihre Schlachtopfer <note>{W. Schlachttiere}</note> den Dämonen <note>{Eig. den Böcken (welche abgöttisch verehrt wurden). Vergl. 2. Chron. 11,15}</note> schlachten, denen sie nachhuren. Das soll ihnen eine ewige Satzung sein bei ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Lev.17.8">Und du sollst zu ihnen sagen: Jedermann aus dem Hause Israel und von den Fremdlingen, die in ihrer Mitte weilen, der ein Brandopfer oder Schlachtopfer opfert</verse>
        <verse osisID="Lev.17.9">und es nicht an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft bringt, um es Jahwe zu opfern, selbiger Mann soll ausgerottet werden aus seinen Völkern.</verse>
        <verse osisID="Lev.17.10">Und jedermann aus dem Hause Israel und von den Fremdlingen, die in ihrer Mitte weilen, der irgend Blut essen wird, - wider die Seele, die das Blut isset, werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.</verse>
        <verse osisID="Lev.17.11">Denn die Seele des Fleisches ist im Blute, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühnung zu tun für eure Seelen; denn das Blut ist es, welches Sühnung tut durch <note>{O. für}</note> die Seele.</verse>
        <verse osisID="Lev.17.12">Darum habe ich zu den Kindern Israel gesagt: Niemand <note>{W. keine Seele}</note> von euch soll Blut essen; auch der Fremdling, der in eurer Mitte weilt, soll nicht Blut essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.17.13">Und jedermann von den Kindern Israel und von den Fremdlingen, die in eurer Mitte weilen, der ein Wildbret oder einen Vogel erjagt, die gegessen werden, soll ihr Blut ausfliessen lassen und es mit Erde bedecken.</verse>
        <verse osisID="Lev.17.14">Denn die Seele alles Fleisches: sein Blut, das ist seine Seele <note>{Vergl. 5. Mose 12,23; W. sein Blut ist als seine Seele}</note>; und ich habe zu den Kindern Israel gesagt: Das Blut irgend welches Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut; jeder, der es isset, soll ausgerottet werden. -</verse>
        <verse osisID="Lev.17.15">Und jeder, der <note>{W. jede Seele, die}</note> ein Aas oder Zerrissenes isset, er sei Eingeborener oder Fremdling, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend; dann wird er rein sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.17.16">Und wenn er sie nicht wäscht und sein Fleisch nicht badet, so wird er seine Ungerechtigkeit tragen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.18">
        <verse osisID="Lev.18.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.18.2">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.3">Nach dem Tun des Landes Ägypten, in welchem ihr gewohnt habt, sollt ihr nicht tun; und nach dem Tun des Landes Kanaan, wohin ich euch bringe, sollt ihr nicht tun; und in ihren Satzungen sollt ihr nicht wandeln.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.4">Meine Rechte sollt ihr tun und meine Satzungen sollt ihr beobachten, darin zu wandeln. Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.5">Und meine Satzungen und meine Rechte sollt ihr beobachten, durch welche der Mensch, wenn er sie tut, leben wird. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.6">Kein Mensch soll sich irgend einer seiner Blutsverwandten nahen, um ihre Blösse aufzudecken. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.7">Die Blösse deines Vaters und die Blösse deiner Mutter sollst du nicht aufdecken; sie ist deine Mutter, du sollst ihre Blösse nicht aufdecken;</verse>
        <verse osisID="Lev.18.8">Die Blösse des Weibes deines Vaters sollst du nicht aufdecken; es ist die Blösse deines Vaters.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.9">Die Blösse deiner Schwester, der Tochter deines Vaters, oder der Tochter deiner Mutter, daheim geboren oder draussen geboren, - ihre Blösse sollst du nicht aufdecken.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.10">Die Blösse der Tochter deines Sohnes oder der Tochter deiner Tochter - ihre Blösse sollst du nicht aufdecken, denn es ist deine Blösse.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.11">Die Blösse der Tochter des Weibes deines Vaters, von deinem Vater gezeugt, - sie ist deine Schwester, ihre Blösse sollst du nicht aufdecken.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.12">Die Blösse der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken: sie ist die Blutsverwandte deines Vaters.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.13">Die Blösse der Schwester deiner Mutter sollst du nicht aufdecken, denn sie ist die Blutsverwandte deiner Mutter.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.14">Die Blösse des Bruders deines Vaters sollst du nicht aufdecken: zu seinem Weibe sollst du nicht nahen, sie ist deine Muhme.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.15">Die Blösse deiner Schwiegertochter sollst du nicht aufdecken; sie ist das Weib deines Sohnes, ihre Blösse sollst du nicht aufdecken.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.16">Die Blösse des Weibes deines Bruders sollst du nicht aufdecken; es ist die Blösse deines Bruders.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.17">Die Blösse eines Weibes und ihrer Tochter sollst du nicht aufdecken; die Tochter ihres Sohnes und die Tochter ihrer Tochter sollst du nicht nehmen, um ihre Blösse aufzudecken; sie sind Blutsverwandte: es ist eine Schandtat.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.18">Und du sollst nicht ein Weib zu ihrer Schwester nehmen, sie eifersüchtig zu machen, indem du ihre Blösse neben derselben aufdeckst bei ihrem Leben. -</verse>
        <verse osisID="Lev.18.19">Und einem Weibe in der Unreinheit ihrer Unreinigkeit sollst du nicht nahen, um ihre Blösse aufzudecken.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.20">Und bei dem Weibe deines Nächsten sollst du nicht liegen zur Begattung, dass du durch sie unrein werdest. -</verse>
        <verse osisID="Lev.18.21">Und von deinen Kindern sollst du nicht hingeben, um sie <note>{W. und von deinem Samen... , um ihn}</note> dem Molech durch das Feuer gehen zu lassen <note>{And. üb.: um sie dem Molech darzubringen. Molech war ein ammonitischer Götze, welchem Kinder geopfert wurden. (Vergl. 2. Kön. 23,10)}</note>, und du sollst den Namen Jahwes, deines Gottes, nicht entweihen. Ich bin Jahwe. -</verse>
        <verse osisID="Lev.18.22">Und bei einem Manne sollst du nicht liegen, wie man bei einem Weibe liegt: es ist ein Greuel.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.23">Und bei keinem Vieh sollst du liegen, so dass du dich an ihm verunreinigst; und ein Weib soll sich nicht vor ein Vieh hinstellen, um mit ihm zu schaffen zu haben: es ist eine schändliche Befleckung.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.24">Verunreiniget euch nicht durch alles dieses; denn durch alles dieses haben die Nationen sich verunreinigt, die ich vor euch vertreibe.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.25">Und das Land wurde verunreinigt, und ich suchte seine Ungerechtigkeit an ihm heim, und das Land spie seine Bewohner aus.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.26">Ihr aber, ihr sollt meine Satzungen und meine Rechte beobachten, und ihr sollt nichts tun von allen diesen Greueln, der Eingeborene und der Fremdling, der in eurer Mitte weilt, -</verse>
        <verse osisID="Lev.18.27">denn alle diese Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, und das Land ist verunreinigt worden, -</verse>
        <verse osisID="Lev.18.28">damit das Land euch nicht ausspeie, wenn ihr es verunreiniget, so wie es die Nation ausgespieen hat, die vor euch war:</verse>
        <verse osisID="Lev.18.29">denn jeder, der einen von allen diesen Greueln tut, die Seelen, die ihn tun, sollen ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes.</verse>
        <verse osisID="Lev.18.30">Und ihr sollt meine Vorschriften <note>{S. die Anm. zu Kap. 8,35}</note> beobachten, dass ihr keine der greulichen Bräuche übet, die vor euch geübt worden sind, und euch nicht durch dieselben verunreiniget. Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.19">
        <verse osisID="Lev.19.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.19.2">Rede zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich, Jahwe, euer Gott, bin heilig.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.3">Ihr sollt ein jeder seine Mutter und seinen Vater fürchten; und meine Sabbate sollt ihr beobachten. Ich bin Jahwe, euer Gott. -</verse>
        <verse osisID="Lev.19.4">Ihr sollt euch nicht zu den Götzen <note>{W. den Nichtigen}</note> wenden, und gegossene Götter sollt ihr euch nicht machen. Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.5">Und wenn ihr ein Friedensopfer dem Jahwe opfert, so sollt ihr es zum Wohlgefallen für euch opfern.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.6">An dem Tage, da ihr es opfert, und am anderen Tage soll es gegessen werden; und was bis zum dritten Tage übrigbleibt, soll mit Feuer verbrannt werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.7">Und wenn es irgend am dritten Tage gegessen wird, so ist es ein Greuel, es wird nicht wohlgefällig sein;</verse>
        <verse osisID="Lev.19.8">und wer es isset, wird seine Ungerechtigkeit tragen, denn das Heilige Jahwes hat er entweiht; und selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.9">Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, so sollst du den Rand deines Feldes nicht gänzlich abernten und sollst keine Nachlese deiner Ernte halten.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.10">Und in deinem Weinberge sollst du nicht nachlesen, und die abgefallenen Beeren deines Weinberges sollst du nicht auflesen: für den Armen und für den Fremdling sollst du sie lassen. Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.11">Ihr sollt nicht stehlen; und ihr sollt nicht lügen und nicht trüglich handeln einer gegen den anderen.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.12">Und ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen, dass du den Namen deines Gottes entweihest. Ich bin Jahwe. -</verse>
        <verse osisID="Lev.19.13">Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken <note>{O. übervorteilen}</note> und sollst ihn nicht berauben; der Lohn des Tagelöhners soll nicht bei dir über Nacht bleiben bis an den Morgen.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.14">Du sollst einem Tauben nicht fluchen und vor einen Blinden keinen Anstoss legen, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin Jahwe. -</verse>
        <verse osisID="Lev.19.15">Ihr sollt nicht unrecht tun im Gericht; du sollst nicht die Person des Geringen ansehen und nicht die Person des Grossen ehren; in Gerechtigkeit sollst du deinen Nächsten richten.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.16">Du sollst nicht als ein Verleumder unter deinen Völkern umhergehen. Du sollst nicht wider das Blut deines Nächsten auftreten. Ich bin Jahwe. -</verse>
        <verse osisID="Lev.19.17">Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen. Du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld <note>{Eig. Sünde; and. üb.: und sollst Sünde auf ihm nicht ertragen}</note> tragest.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.18">Du sollst dich nicht rächen und den Kindern deines Volkes nichts nachtragen, und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.19">Meine Satzungen sollt ihr beobachten. Dein Vieh von zweierlei Art sollst du sich nicht begatten lassen; dein Feld sollst du nicht mit zweierlei Samen besäen, und ein Kleid, aus zweierlei Stoff gewebt, soll nicht auf dich kommen.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.20">Und wenn ein Mann bei einem Weibe liegt zur Begattung, und sie ist eine Magd, einem Manne verlobt, und sie ist keineswegs losgekauft, noch ist ihr die Freiheit geschenkt, so soll Züchtigung stattfinden; sie sollen nicht getötet werden, denn sie ist nicht frei gewesen.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.21">Und er soll sein Schuldopfer dem Jahwe bringen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft, einen Widder als Schuldopfer;</verse>
        <verse osisID="Lev.19.22">und der Priester soll vor Jahwe Sühnung für ihn tun mit dem Widder des Schuldopfers für seine Sünde, die er begangen hat; und seine Sünde, die er begangen hat, wird ihm vergeben werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.23">Und wenn ihr in das Land kommet und allerlei Bäume zur Speise pflanzet, so sollt ihr ihre erste Frucht als ihre Vorhaut <note>{d.h. als unrein}</note> achten; drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten gelten, es soll nichts von ihnen gegessen werden;</verse>
        <verse osisID="Lev.19.24">und im vierten Jahre soll all ihre Frucht heilig sein, Jahwe zum Preise;</verse>
        <verse osisID="Lev.19.25">und im fünften Jahre sollt ihr ihre Frucht essen, um euch ihren Ertrag zu mehren. Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.26">Ihr sollt nichts mit Blut essen. Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch Zauberei treiben.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.27">Ihr sollt nicht den Rand eures Haupthaares <note>{Eig. Hauptes}</note> rund scheren, und den Rand deines Bartes sollst du nicht zerstören.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.28">Und Einschnitte wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleische nicht machen; und Ätzschrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.29">Du sollst deine Tochter nicht entweihen, sie der Hurerei hinzugeben, dass das Land nicht Hurerei treibe und das Land voll Schandtaten werde.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.30">Meine Sabbate sollt ihr beobachten, und mein Heiligtum sollt ihr fürchten. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.31">Ihr sollt euch nicht zu den Totenbeschwörern und zu den Wahrsagern wenden; ihr sollt sie nicht aufsuchen, euch an ihnen <note>{O. durch sie}</note> zu verunreinigen. Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.32">Vor grauem Haare sollst du aufstehen und die Person <note>{W. das Antlitz}</note> eines Greises ehren, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.33">Und wenn ein Fremdling bei dir weilt in eurem Lande, so sollt ihr ihn nicht bedrücken.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.34">Wie ein Eingeborener unter euch soll euch der Fremdling sein, der bei euch weilt, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn Fremdlinge seid ihr gewesen im Lande Ägypten. Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.35">Ihr sollt nicht unrecht tun im Gericht, im Längenmass, im Gewicht und im Hohlmass;</verse>
        <verse osisID="Lev.19.36">gerechte Waage, gerechte Gewichtsteine, gerechtes Epha und gerechtes Hin sollt ihr haben. Ich bin Jahwe, euer Gott, der ich euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe.</verse>
        <verse osisID="Lev.19.37">Und so sollt ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte beobachten und sie tun. Ich bin Jahwe.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.20">
        <verse osisID="Lev.20.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.20.2">Und zu den Kindern Israel sollst du sprechen: Jedermann von den Kindern Israel und von den Fremdlingen, die in Israel weilen, der von seinen Kindern <note>{W. seinem Samen; so auch V.3 u. 4}</note> dem Molech gibt, soll gewisslich getötet werden; das Volk des Landes soll ihn steinigen.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.3">Und ich werde mein Angesicht wider selbigen Mann richten und ihn ausrotten aus der Mitte seines Volkes, weil er von seinen Kindern dem Molech gegeben hat, mein Heiligtum zu verunreinigen und meinen heiligen Namen zu entweihen.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.4">Und wenn das Volk des Landes seine Augen irgend verhüllt vor selbigem Manne, wenn er von seinen Kindern dem Molech gibt, so dass es ihn nicht tötet,</verse>
        <verse osisID="Lev.20.5">so werde ich mein Angesicht wider selbigen Mann richten und wider sein Geschlecht <note>{O. seine Familie}</note>, und werde ihn und alle, die ihm nachhuren, um dem Molech nachzuhuren, ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.6">Und die Seele, die sich zu den Totenbeschwörern und zu den Wahrsagern wendet, um ihnen nachzuhuren, wider selbige Seele werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. -</verse>
        <verse osisID="Lev.20.7">So heiliget euch und seid heilig, denn ich bin Jahwe, euer Gott;</verse>
        <verse osisID="Lev.20.8">und beobachtet meine Satzungen und tut sie. Ich bin Jahwe, der euch heiligt.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.9">Jedermann, der seinem Vater oder seiner Mutter flucht, soll gewisslich getötet werden; er hat seinem Vater oder seiner Mutter geflucht, sein Blut <note>{O. seine Blutschuld; so auch nachher}</note> ist auf ihm.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.10">Und wenn ein Mann Ehebruch treibt mit dem Weibe eines Mannes, wenn er Ehebruch treibt mit dem Weibe seines Nächsten, so sollen der Ehebrecher und die Ehebrecherin gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.11">Und wenn ein Mann bei dem Weibe seines Vaters liegt: er hat die Blösse seines Vaters aufgedeckt; beide sollen gewisslich getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.12">Und wenn ein Mann bei seiner Schwiegertochter liegt, so sollen beide gewisslich getötet werden; sie haben eine schändliche Befleckung verübt, ihr Blut ist auf ihnen.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.13">Und wenn ein Mann bei einem Manne liegt, wie man bei einem Weibe liegt, so haben beide einen Greuel verübt; sie sollen gewisslich getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.14">Und wenn ein Mann ein Weib nimmt und ihre Mutter, das ist eine Schandtat; man soll ihn und sie mit Feuer verbrennen, dass keine Schandtat in eurer Mitte sei.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.15">Und wenn ein Mann bei einem Vieh liegt, so soll er gewisslich getötet werden, und das Vieh sollt ihr umbringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.16">Und wenn ein Weib sich irgend einem Vieh naht, um mit ihm zu schaffen zu haben, so sollst du das Weib und das Vieh umbringen; sie sollen gewisslich getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.17">Und wenn ein Mann seine Schwester nimmt, die Tochter seines Vaters oder die Tochter seiner Mutter, und er sieht ihre Blösse, und sie sieht seine Blösse: das ist eine Schande, und sie sollen ausgerottet werden vor den Augen der Kinder ihres Volkes; er hat die Blösse seiner Schwester aufgedeckt, er soll seine Ungerechtigkeit tragen.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.18">Und wenn ein Mann bei einem Weibe liegt in ihrer Krankheit und ihre Blösse aufdeckt, so hat er ihre Quelle enthüllt, und sie hat die Quelle ihres Blutes aufgedeckt; sie sollen beide ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.19">Und die Blösse der Schwester deiner Mutter und der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken; denn wer das tut, hat <note>{W. denn er hat}</note> seine Blutsverwandte entblösst: sie sollen ihre Ungerechtigkeit tragen.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.20">Und wenn ein Mann bei dem Weibe seines Oheims liegt, so hat er die Blösse seines Oheims aufgedeckt; sie sollen ihre Sünde tragen, kinderlos sollen sie sterben.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.21">Und wenn ein Mann das Weib seines Bruders nimmt: das ist eine Unreinigkeit; er hat die Blösse seines Bruders aufgedeckt, sie sollen kinderlos sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.22">Und ihr sollt alle meine Satzungen und alle meine Rechte beobachten und sie tun, damit euch das Land nicht ausspeie, wohin ich euch bringe, um darin zu wohnen.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.23">und ihr sollt nicht wandeln in den Satzungen der Nationen, die ich vor euch vertreibe; denn alle jene Dinge haben sie getan, und sie sind mir zum Ekel geworden;</verse>
        <verse osisID="Lev.20.24">und ich habe zu euch gesagt: Ihr sollt ihr Land besitzen, und ich werde es euch zum Besitz geben, ein Land, das von Milch und Honig fliesst. Ich bin Jahwe euer Gott, der ich euch von den Völkern abgesondert habe.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.25">Und ihr sollt unterscheiden zwischen dem reinen Vieh und dem unreinen, und zwischen dem unreinen Gevögel und dem reinen, und sollt euch selbst nicht zu einem Greuel machen durch das Vieh und durch das Gevögel und durch alles, was sich auf dem Erdboden regt, welches ich euch als unrein ausgesondert habe.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.26">Und ihr sollt mir heilig sein, denn ich bin heilig, ich, Jahwe; und ich habe euch von den Völkern abgesondert, um mein zu sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.20.27">Und wenn in einem Manne oder einem Weibe ein Totenbeschwörer- oder Wahrsagergeist ist, so sollen sie gewisslich getötet werden; man soll sie steinigen, ihr Blut ist auf ihnen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.21">
        <verse osisID="Lev.21.1">Und Jahwe sprach zu Mose: Rede zu den Priestern, den Söhnen Aarons, und spricht zu ihnen: Keiner von ihnen soll sich <note>{W. Er (der Priester) soll sich nicht}</note> wegen einer Leiche verunreinigen unter seinen Völkern:</verse>
        <verse osisID="Lev.21.2">ausser wegen seines Blutsverwandten, der ihm nahe steht: wegen seiner Mutter und wegen seines Vaters und wegen seines Sohnes und wegen seiner Tochter und wegen seines Bruders;</verse>
        <verse osisID="Lev.21.3">und wegen seiner Schwester, der Jungfrau, die ihm nahe steht, die noch keines Mannes geworden ist: wegen dieser darf er sich verunreinigen.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.4">Er soll sich nicht verunreinigen als Herr unter seinen Völkern, sich zu entweihen.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.5">Sie sollen keine Glatze auf ihrem Haupte machen, und den Rand ihres Bartes sollen sie nicht abscheren, und an ihrem Fleische sollen sie keine Einschnitte machen.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.6">Sie sollen ihrem Gott heilig sein, und den Namen ihres Gottes sollen sie nicht entweihen, denn die Feueropfer Jahwes, das Brot ihres Gottes, bringen sie dar; und sie sollen heilig sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.7">Eine Hure und eine Entehrte sollen sie nicht zum Weibe nehmen, und ein von ihrem Manne verstossenes Weib sollen sie nicht nehmen; denn heilig ist er seinem Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.8">Und du sollst ihn für heilig achten, denn das Brot deines Gottes bringt er dar; er soll dir heilig sein; denn heilig bin ich Jahwe, der euch heiligt.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.9">Und wenn die Tochter eines Priesters sich durch Hurerei entweiht, so entweiht sie ihren Vater: sie soll mit Feuer verbrannt werden. -</verse>
        <verse osisID="Lev.21.10">Und der Hohepriester unter seinen Brüdern, auf dessen Haupt das Salböl gegossen worden, und der geweiht ist, um die heiligen Kleider anzulegen, soll sein Haupt nicht entblössen und soll seine Kleider nicht zerreissen.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.11">Und er soll zu keiner Leiche kommen; wegen seines Vaters und wegen seiner Mutter soll er sich nicht verunreinigen.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.12">Und aus dem Heiligtum soll er nicht hinausgehen und nicht entweihen das Heiligtum seines Gottes; denn die Weihe des Salböls seines Gottes ist auf ihm. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.13">Und derselbe soll ein Weib in ihrer Jungfrauschaft nehmen.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.14">Eine Witwe und eine Verstossene und eine Entehrte, eine Hure, diese soll er nicht nehmen; sondern eine Jungfrau aus seinen Völkern soll er zum Weibe nehmen.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.15">Und er soll seinen Samen nicht entweihen unter seinen Völkern; denn ich bin Jahwe, der ihn heiligt.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.16">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.21.17">Rede zu Aaron und sprich: Jemand von deinem Samen bei ihren Geschlechtern, an dem ein Gebrechen ist, soll nicht herzunahen, um das Brot seines Gottes darzubringen;</verse>
        <verse osisID="Lev.21.18">denn jedermann, an dem ein Gebrechen ist, soll nicht herzunahen, es sei ein blinder Mann oder ein lahmer oder ein stumpfnasiger <note>{And. üb.: spaltnasiger}</note>, oder der ein Glied zu lang hat,</verse>
        <verse osisID="Lev.21.19">oder ein Mann, der einen Bruch am Fusse oder einen Bruch an der Hand hat,</verse>
        <verse osisID="Lev.21.20">oder ein Höckeriger oder ein Zwerg <note>{W. ein Dünner, Elender}</note>, oder der einen Flecken an seinem Auge <note>{And. üb.: ein triefendes Auge}</note> hat, oder der die Krätze oder Flechte, oder der zerdrückte Hoden hat.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.21">Jedermann vom Samen Aarons, des Priesters, der ein Gebrechen hat, soll nicht herzutreten, die Feueropfer Jahwes darzubringen; ein Gebrechen ist an ihm, er soll nicht herzutreten, das Brot seines Gottes darzubringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.22">Das Brot seines Gottes von dem Hochheiligen und von dem Heiligen mag er essen;</verse>
        <verse osisID="Lev.21.23">allein zum Vorhang soll er nicht kommen, und zum Altar soll er nicht nahen, denn ein Gebrechen ist an ihm, dass er nicht meine Heiligtümer <note>{O. heiligen Dinge}</note> entweihe; denn ich bin Jahwe, der sie heiligt.</verse>
        <verse osisID="Lev.21.24">Und so redete Mose zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern Israel.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.22">
        <verse osisID="Lev.22.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.22.2">Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen, dass sie sich enthalten von den heiligen Dingen der Kinder Israel, die sie mir heiligen, und meinen heiligen Namen nicht entweihen. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.3">Sprich zu ihnen: Wer irgend von all eurem Samen, bei euren Geschlechtern, sich den heiligen Dingen naht, welche die Kinder Israel Jahwe heiligen, und seine Unreinigkeit ist an ihm, selbige Seele soll ausgerottet werden vor meinem Angesicht hinweg. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.4">Jedermann vom Samen Aarons, der aussätzig oder flüssig ist, soll nicht von den heiligen Dingen essen, bis er rein ist. Und wer irgend einen anrührt, der durch eine Leiche verunreinigt ist, oder jemanden, dem der Samenerguss entgeht;</verse>
        <verse osisID="Lev.22.5">oder wer irgend ein kriechendes Tier <note>{W. ein Gewimmel}</note> anrührt, durch welches er unrein wird, oder einen Menschen, durch den er unrein wird nach irgend welcher Unreinigkeit, die er hat:</verse>
        <verse osisID="Lev.22.6">einer, der solches anrührt, der wird unrein sein bis an den Abend; und er soll nicht von den heiligen Dingen essen, sondern soll sein Fleisch im Wasser baden;</verse>
        <verse osisID="Lev.22.7">und ist die Sonne untergegangen, so ist er rein; und danach darf er von den heiligen Dingen essen, denn es ist sein Brot.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.8">Aas und Zerrissenes soll er nicht essen, dass er sich dadurch verunreinige. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.9">Und sie sollen meine Vorschriften <note>{S. die Anm. zu Kap. 8,35}</note> beobachten, damit sie nicht deswegen Sünde auf sich laden <note>{Eig. Sünde tragen}</note> und dadurch sterben, weil sie es <note>{Wahrsch. das Geheiligte, das Brot}</note> entweihen. Ich bin Jahwe, der sie heiligt.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.10">Und kein Fremder <note>{S. 4. Mose 16,40}</note> soll Heiliges essen; der Beisasse und der Tagelöhner eines Priesters sollen Heiliges nicht essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.11">Wenn aber ein Priester eine Seele für Geld kauft, so darf diese davon essen; und seine Hausgeborenen, sie dürfen von seinem Brote essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.12">Und wenn die Tochter eines Priesters das Weib eines fremden Mannes wird, so soll sie nicht von dem Hebopfer <note>{auch Opfer im allgemeinen}</note> der heiligen Dinge essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.13">Und wenn die Tochter eines Priesters Witwe oder verstossen wird, und keine Kinder <note>{W. keinen Samen}</note> hat und in das Haus ihres Vaters zurückkehrt, wie in ihrer Jugend, so darf sie von dem Brote ihres Vaters essen. Aber kein Fremder soll davon essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.14">Und wenn jemand aus Versehen Heiliges isset, so soll er das Fünftel davon hinzufügen und dem Priester das Heilige erstatten.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.15">Und man soll die heiligen Dinge der Kinder Israel nicht entweihen, die sie dem Jahwe heben <note>{O. opfern}</note>,</verse>
        <verse osisID="Lev.22.16">und ihnen so die Ungerechtigkeit einer Schuld aufladen, wenn sie ihre heiligen Dinge essen; denn ich bin Jahwe, der sie heiligt.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.17">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.22.18">Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Jedermann vom Hause Israel und von den Fremdlingen in Israel, der seine Opfergabe darbringt, nach allen ihren Gelübden und nach allen ihren freiwilligen Gaben, welche sie Jahwe als Brandopfer darbringen, -</verse>
        <verse osisID="Lev.22.19">zum Wohlgefallen für euch soll es sein, ohne Fehl, männlich, von den Rindern, von den Schafen oder von den Ziegen.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.20">Alles, woran ein Gebrechen ist, sollt ihr nicht darbringen, denn es wird nicht zum Wohlgefallen für euch sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.21">Und wenn jemand dem Jahwe ein Friedensopfer darbringt, um ein Gelübde zu erfüllen <note>{Eig. abzusondern, zu weihen}</note>, oder als freiwillige Gabe vom Rind- oder Kleinvieh: ohne Fehl soll es sein, zum Wohlgefallen; keinerlei Gebrechen soll an ihm sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.22">Ein blindes oder verletztes oder verstümmeltes Tier, oder eines, das Geschwüre oder die Krätze oder die Flechte hat, diese sollt ihr Jahwe nicht darbringen, und sollt Jahwe keine Feueropfer davon auf den Altar geben.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.23">Und ein Stück Rind- oder Kleinvieh, an welchem ein Glied zu lang oder zu kurz ist, das magst du als freiwillige Gabe opfern; aber zu einem Gelübde wird es nicht wohlgefällig sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.24">Und dem die Hoden zerquetscht oder zerstossen oder ausgerissen oder ausgeschnitten sind, sollt ihr Jahwe nicht darbringen; und in eurem Lande sollt ihr dergleichen nicht tun.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.25">Und aus der Hand eines Fremden sollt ihr das Brot eures Gottes aus allen diesen nicht darbringen; denn ihr Verderben ist an ihnen, ein Gebrechen ist an ihnen; sie werden nicht wohlgefällig für euch sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.26">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.22.27">Wenn ein Rind oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird, so soll es sieben Tage unter seiner Mutter sein; und vom achten Tage an und weiterhin wird es wohlgefällig sein zur Opfergabe eines Feueropfers dem Jahwe. -</verse>
        <verse osisID="Lev.22.28">Und ein Stück Rind- oder Kleinvieh, es selbst und sein Junges, sollt ihr nicht schlachten an einem Tage.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.29">Und wenn ihr dem Jahwe ein Dankopfer opfert, so sollt ihr es zum Wohlgefallen für euch opfern:</verse>
        <verse osisID="Lev.22.30">an demselben Tage soll es gegessen werden; ihr sollt nichts davon übriglassen bis an den Morgen. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.31">Und ihr sollt meine Gebote beobachten und sie tun. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.32">Und ihr sollt meinen heiligen Namen nicht entweihen, damit ich geheiligt werde in der Mitte der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Lev.22.33">Ich bin Jahwe, der euch heiligt, der euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat, um euer Gott zu sein. Ich bin Jahwe.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.23">
        <verse osisID="Lev.23.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.23.2">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Feste <note>{Eig. bestimmte Zeiten (um Gott zu nahen); so auch V.4. 37. 44}</note> Jahwes, die ihr als heilige Versammlungen <note>{S. die Anm. zu 2. Mose 12,16; desgl. V.3. 4. 7 usw.}</note> ausrufen sollt, meine Feste sind diese:</verse>
        <verse osisID="Lev.23.3">Sechs Tage soll man Arbeit tun; aber am siebten Tage ist ein Sabbat der Ruhe, eine heilige Versammlung; keinerlei Arbeit sollt ihr tun; es ist ein Sabbat dem Jahwe in allen euren Wohnsitzen.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.4">Dies sind die Feste Jahwes, heilige Versammlungen, die ihr ausrufen sollt zu ihrer bestimmten Zeit:</verse>
        <verse osisID="Lev.23.5">Im ersten Monat <note>{Vergl. 2. Mose 12,2}</note>, am Vierzehnten des Monats zwischen den zwei Abenden <note>{Vergl. die Anm. zu 2. Mose 12,6}</note>, ist Passah dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.6">Und am fünfzehnten Tage dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote dem Jahwe; sieben Tage sollt ihr Ungesäuertes essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.7">Am ersten Tage soll euch eine heilige Versammlung sein, keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.8">Und ihr sollt Jahwe ein Feueropfer darbringen sieben Tage; am siebten Tage ist eine heilige Versammlung, keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.9">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.23.10">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommet, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte erntet, so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen;</verse>
        <verse osisID="Lev.23.11">und er soll die Garbe vor Jahwe weben zum Wohlgefallen für euch; am anderen Tage nach dem Sabbat soll sie der Priester weben.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.12">Und ihr sollt an dem Tage, da ihr die Garbe webet, ein Lamm opfern, ohne Fehl, einjährig, zum Brandopfer dem Jahwe;</verse>
        <verse osisID="Lev.23.13">und sein Speisopfer: zwei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, ein Feueropfer dem Jahwe, ein lieblicher Geruch; und sein Trankopfer: ein viertel Hin Wein.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.14">Und Brot und geröstete Körner und Gartenkorn sollt ihr nicht essen bis zu diesem selbigen Tage, bis ihr die Opfergabe eures Gottes gebracht habt: eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern in allen euren Wohnsitzen.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.15">Und ihr sollt euch zählen vom anderen Tage nach dem Sabbat, von dem Tage, da ihr die Webegarbe gebracht habt: es sollen sieben volle Wochen sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.16">Bis zum anderen Tage nach dem siebten Sabbat sollt ihr fünfzig Tage zählen; und ihr sollt Jahwe ein neues Speisopfer darbringen <note>{Vergl. 4. Mose 28,26-31}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.17">Aus euren Wohnungen sollt ihr Webebrote bringen, zwei von zwei Zehnteln Feinmehl sollen es sein, gesäuert sollen sie gebacken werden, als Erstlinge dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.18">Und ihr sollt zu dem Brote darbringen sieben einjährige Lämmer ohne Fehl, und einen jungen Farren und zwei Widder (sie sollen ein Brandopfer dem Jahwe sein) und ihr Speisopfer und ihre Trankopfer: ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.19">Und ihr sollt einen Ziegenbock zum Sündopfer opfern und zwei einjährige Lämmer zum Friedensopfer.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.20">Und der Priester soll sie weben samt dem Brote der Erstlinge als Webopfer vor Jahwe, samt den zwei Lämmern: sie sollen Jahwe heilig sein für den Priester.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.21">Und ihr sollt an diesem selbigen Tage einen Ruf ergehen lassen, eine heilige Versammlung soll <note>{O. soll er}</note> euch sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun: eine ewige Satzung in allen euren Wohnsitzen bei euren Geschlechtern. -</verse>
        <verse osisID="Lev.23.22">Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, sollst du den Rand deines Feldes nicht gänzlich abernten, und sollst keine Nachlese deiner Ernte halten; für den Armen und für den Fremdling sollst du sie lassen. Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.23">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.23.24">Rede zu den Kindern Israel und sprich: Im siebten Monat, am Ersten des Monats, soll euch Ruhe sein, ein Gedächtnis des Posaunenhalls, eine heilige Versammlung.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.25">Keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun, und ihr sollt Jahwe ein Feueropfer darbringen <note>{Vergl. 4. Mose 29,1-6}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.26">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.23.27">Doch am Zehnten dieses siebten Monats ist der Versöhnungstag <note>{Vergl. Kap. 16}</note>; eine heilige Versammlung soll euch sein, und ihr sollt eure Seelen kasteien, und sollt Jahwe ein Feueropfer darbringen.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.28">Und keinerlei Arbeit sollt ihr tun an diesem selbigen Tage; denn es ist der Versöhnungstag, um Sühnung für euch zu tun vor Jahwe, eurem Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.29">Denn jede Seele, die sich nicht kasteit an diesem selbigen Tage, die soll ausgerottet werden aus ihren Völkern;</verse>
        <verse osisID="Lev.23.30">und jede Seele, die irgend eine Arbeit tut an diesem selbigen Tage, selbige Seele werde ich vertilgen aus der Mitte ihres Volkes.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.31">Keinerlei Arbeit sollt ihr tun: eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern in allen euren Wohnsitzen.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.32">Ein Sabbat der Ruhe soll er für euch sein, und ihr sollt eure Seelen kasteien; am Neunten des Monats, am Abend, vom Abend bis zum Abend sollt ihr euren Sabbat feiern <note>{Eig. ruhen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.33">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.23.34">Rede zu den Kindern Israel und sprich: Am fünfzehnten Tage dieses siebten Monats ist das Fest der Laubhütten <note>{H. Sukkoth: Hütten}</note> sieben Tage dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.35">Am ersten Tage soll eine heilige Versammlung sein, keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.36">Sieben Tage sollt ihr Jahwe ein Feueropfer darbringen; am achten Tage soll euch eine heilige Versammlung sein, und ihr sollt Jahwe ein Feueropfer darbringen: es ist eine Festversammlung, keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun <note>{Vergl. 4. Mose 29,12-38}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.37">Das sind die Feste Jahwes, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen, um Jahwe darzubringen Feueropfer, Brandopfer und Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer, die Gebühr des Tages an seinem Tage:</verse>
        <verse osisID="Lev.23.38">ausser den Sabbaten Jahwes und ausser euren Gaben und ausser allen euren Gelübden und ausser allen euren freiwilligen Gaben, die ihr Jahwe gebet.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.39">Doch am fünfzehnten Tage des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes eingesammelt habt, sollt ihr das Fest Jahwes feiern sieben Tage; am ersten Tage soll Ruhe sein, und am achten Tage soll Ruhe sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.40">Und ihr sollt euch am ersten Tage Frucht von schönen Bäumen nehmen, Palmzweige und Zweige von dichtbelaubten Bäumen und von Bachweiden, und sollt euch vor Jahwe, eurem Gott, freuen sieben Tage.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.41">Und ihr sollt dasselbe sieben Tage im Jahre als Fest dem Jahwe feiern: eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern; im siebten Monat sollt ihr dasselbe feiern.</verse>
        <verse osisID="Lev.23.42">In Laubhütten sollt ihr wohnen sieben Tage; alle Eingeborenen in Israel sollen in Laubhütten wohnen;</verse>
        <verse osisID="Lev.23.43">auf dass eure Geschlechter wissen, dass ich die Kinder Israel in Laubhütten habe wohnen lassen, als ich sie aus dem Lande Ägypten herausführte. Ich bin Jahwe, euer Gott. -</verse>
        <verse osisID="Lev.23.44">Und Mose sagte den Kindern Israel die Feste Jahwes.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.24">
        <verse osisID="Lev.24.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.24.2">Gebiete den Kindern Israel, dass sie dir reines, zerstossenes Olivenöl bringen zum Licht, um die Lampen <note>{W. die Lampe, wie 1. Sam. 3,3; so auch 2. Mose 27,20}</note> anzuzünden beständig.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.3">Ausserhalb des Vorhangs des Zeugnisses, im Zelte der Zusammenkunft, soll Aaron sie zurichten, vom Abend bis zum Morgen, vor Jahwe beständig: eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.4">Auf dem reinen Leuchter soll er die Lampen beständig vor Jahwe zurichten.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.5">Und du sollst Feinmehl nehmen und daraus zwölf Kuchen backen: von zwei Zehnteln soll ein Kuchen sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.6">Und du sollst sie in zwei Schichten <note>{O. Reihen}</note> legen, sechs in eine Schicht, auf den reinen Tisch vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.7">Und du sollst auf jede Schicht reinen Weihrauch legen, und er soll dem Brote zum Gedächtnis <note>{O. Gedächtnisteil vergl. Kap. 2,2); der Opferteil, der anstatt der Brote verbrannt wurde}</note> sein, ein Feueropfer dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.8">Sabbattag für Sabbattag soll es beständig vor Jahwe zurichten: ein ewiger Bund von seiten der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.9">Und es soll Aaron und seinen Söhnen gehören, und sie sollen es essen an heiligem Orte; denn als ein Hochheiliges von den Feueropfern Jahwes soll es ihm gehören: eine ewige Satzung.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.10">Und der Sohn eines israelitischen Weibes - er war aber der Sohn eines ägyptischen Mannes - ging aus unter die Kinder Israel; und der Sohn der Israelitin und ein israelitischer Mann zankten sich im Lager.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.11">Und der Sohn des israelitischen Weibes lästerte den Namen Jahwes und fluchte ihm; und sie brachten ihn zu Mose. Der Name seiner Mutter aber war Schelomith, die Tochter Dibris, vom Stamme Dan.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.12">Und sie legten ihn in Gewahrsam, damit ihnen nach dem Munde Jahwes beschieden werde.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.13">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.24.14">Führe den Flucher ausserhalb des Lagers; und alle, die es gehört haben, sollen ihre Hände auf seinen Kopf legen, und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.15">Und zu den Kindern Israel sollst du reden und sprechen: Wenn irgend jemand seinem Gott flucht, so soll er seine Sünde tragen.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.16">Und wer den Namen Jahwes lästert, soll gewisslich getötet werden, steinigen soll ihn die ganze Gemeinde; wie der Fremdling, so der Eingeborene: wenn er den Namen lästert, soll er getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.17">Und wenn jemand irgend einen Menschen totschlägt, so soll er gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.18">Und wer ein Vieh totschlägt, soll es erstatten: Leben um Leben.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.19">Und wenn jemand seinem Nächsten eine Verletzung zufügt: wie er getan hat, also soll ihm getan werden:</verse>
        <verse osisID="Lev.24.20">Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einem Menschen eine Verletzung zufügt, also soll ihm zugefügt werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.21">Und wer ein Vieh totschlägt, soll es erstatten; wer aber einen Menschen totschlägt, soll getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.24.22">Einerlei Recht sollt ihr haben: wie der Fremdling, so soll der Eingeborene sein; denn ich bin Jahwe, euer Gott. -</verse>
        <verse osisID="Lev.24.23">Und Mose redete zu den Kindern Israel, und sie führten den Flucher vor das Lager hinaus und steinigten ihn; und die Kinder Israel taten, wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.25">
        <verse osisID="Lev.25.1">Und Jahwe redete zu Mose auf dem Berge Sinai und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.25.2">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommet, das ich euch geben werde, so soll das Land dem Jahwe einen Sabbat feiern <note>{Eig. ruhen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.3">Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag des Landes <note>{W. seinen Ertrag}</note> einsammeln.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.4">Aber im siebten Jahre soll ein Sabbat der Ruhe für das Land sein, ein Sabbat dem Jahwe; dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden;</verse>
        <verse osisID="Lev.25.5">den Nachwuchs deiner Ernte sollst du nicht einernten, und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht abschneiden: es soll ein Jahr der Ruhe für das Land sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.6">Und der Sabbat des Landes soll euch zur Speise dienen <note>{S. Vers 12}</note>, dir und deinem Knechte und deiner Magd und deinem Tagelöhner und deinem Beisassen, die sich bei dir aufhalten;</verse>
        <verse osisID="Lev.25.7">und deinem Vieh und dem wilden Getier, das in deinem Lande ist, soll all sein Ertrag zur Speise dienen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.8">Und du sollst dir sieben JahrSabbate zählen, siebenmal sieben Jahre, so dass die Tage von sieben JahrSabbaten dir 49 Jahre ausmachen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.9">Und du sollst im siebten Monat, am Zehnten des Monats, den Posaunenschall <note>{Eig. die Lärmposaune}</note> ergehen lassen; an dem Versöhnungstage sollt ihr die Posaune ergehen lassen durch euer ganzes Land.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.10">Und ihr sollt das Jahr des fünfzigsten Jahres heiligen und sollt im Lande Freiheit ausrufen für alle seine Bewohner. Ein Jubeljahr <note>{Eig. Halljahr; H. Jobel: Schall, Hall}</note> soll es euch sein, und ihr werdet ein jeder wieder zu seinem Eigentum kommen, und ein jeder zurückkehren zu seinem Geschlecht.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.11">Ein Jubeljahr soll dasselbe, das Jahr des fünfzigsten Jahres, euch sein; ihr sollt nicht säen und seinen Nachwuchs nicht ernten und seine unbeschnittenen Weinstöcke nicht lesen <note>{Eig. abschneiden}</note>;</verse>
        <verse osisID="Lev.25.12">denn ein Jubeljahr ist es: es soll euch heilig sein; vom Felde weg sollt ihr seinen Ertrag essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.13">In diesem Jahre des Jubels sollt ihr ein jeder wieder zu seinem Eigentum kommen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.14">Und wenn ihr eurem Nächsten etwas verkaufet oder von der Hand eures Nächsten etwas kaufet, so soll keiner seinen Bruder bedrücken <note>{O. übervorteilen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.15">Nach der Zahl der Jahre seit dem Jubeljahre sollst du von deinem Nächsten kaufen, nach der Zahl der Erntejahre soll er dir verkaufen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.16">Nach Verhältnis der grösseren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis mehren, und nach Verhältnis der geringeren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis mindern; denn eine Zahl von Ernten verkauft er dir.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.17">Und so soll keiner von euch seinen Nächsten bedrücken <note>{O. übervorteilen}</note>, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott; denn ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.18">Und so tut meine Satzungen, und beobachtet meine Rechte und tut sie, so werdet ihr sicher wohnen in eurem Lande.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.19">Und das Land wird seine Frucht geben, und ihr werdet essen bis zur Sättigung und sicher in demselben wohnen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.20">Und wenn ihr sprechet: Was sollen wir im siebten Jahre essen? Siehe, wir säen nicht, und unseren Ertrag sammeln wir nicht ein: -</verse>
        <verse osisID="Lev.25.21">ich werde euch ja im sechsten Jahre meinen Segen entbieten, dass es den Ertrag für drei Jahre bringe;</verse>
        <verse osisID="Lev.25.22">und wenn ihr im achten Jahre säet, werdet ihr noch vom alten Ertrage essen; bis ins neunte Jahr, bis sein Ertrag einkommt, werdet ihr Altes essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.23">Und das Land soll nicht für immer verkauft werden, denn mein ist das Land; denn Fremdlinge und Beisassen seid ihr bei mir.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.24">Und im ganzen Lande eures Eigentums sollt ihr dem Lande Lösung gestatten.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.25">Wenn dein Bruder verarmt und von seinem Eigentum verkauft, so mag <note>{O. soll}</note> sein Löser, sein nächster Verwandter, kommen und das Verkaufte seines Bruders lösen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.26">Und wenn jemand keinen Löser hat, und seine Hand erwirbt und findet, was zu seiner Lösung hinreicht,</verse>
        <verse osisID="Lev.25.27">so soll er die Jahre seines Verkaufs berechnen und das Übrige dem Manne zurückzahlen, an den er verkauft hat, und so wieder zu seinem Eigentum kommen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.28">Und wenn seine Hand nicht gefunden hat, was hinreicht, um ihm zurückzuzahlen, so soll das von ihm Verkaufte in der Hand des Käufers desselben bleiben bis zum Jubeljahre; und im Jubeljahre soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seinem Eigentum kommen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.29">Und wenn jemand ein Wohnhaus in einer ummauerten Stadt verkauft, so soll sein Lösungsrecht bestehen bis zum Ende des Jahres seines Verkaufs; ein volles Jahr soll sein Lösungsrecht bestehen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.30">Wenn es aber nicht gelöst wird, bis ihm ein ganzes Jahr voll ist, so soll das Haus, das in der ummauerten Stadt ist, für immer dem Käufer desselben verbleiben, bei seinen Geschlechtern; es soll im Jubeljahre nicht frei ausgehen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.31">Aber die Häuser der Dörfer, welche keine Mauer ringsum haben, sollen dem Felde des Landes gleichgeachtet werden; es soll Lösungsrecht für sie sein, und im Jubeljahre sollen sie frei ausgehen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.32">Und was die Städte der Leviten, die Häuser der Städte ihres Eigentums betrifft, so soll ein ewiges Lösungsrecht für die Leviten sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.33">Und wenn jemand von einem der Leviten löst, so soll das verkaufte Haus in der Stadt seines <note>{d.h. des Leviten, der verkauft hat}</note> Eigentums im Jubeljahre frei ausgehen; denn die Häuser der Städte der Leviten sind ihr Eigentum unter den Kindern Israel.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.34">Aber das Feld des Bezirks ihrer Städte soll nicht verkauft werden, denn es gehört ihnen als ewiges Eigentum.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.35">Und wenn dein Bruder verarmt und seine Hand bei dir wankend wird, so sollst du ihn unterstützen; wie der Fremdling und der Beisasse soll er bei dir leben.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.36">Du sollst nicht Zins und Wucher <note>{Eig. Aufschlag bei der Rückerstattung entlehnter Nahrungsmittel}</note> von ihm nehmen, und sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder bei dir lebe.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.37">Dein Geld sollst du ihm nicht um Zins geben und deine Nahrungsmittel nicht um Wucher geben.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.38">Ich bin Jahwe, euer Gott, der ich euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu geben, um euer Gott zu sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.39">Und wenn dein Bruder bei dir verarmt und sich dir verkauft, so sollst du ihn nicht Sklavendienst tun lassen; wie ein Tagelöhner,</verse>
        <verse osisID="Lev.25.40">wie ein Beisasse soll er bei dir sein; bis zum Jubeljahre soll er bei dir dienen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.41">Dann soll er frei von dir ausgehen, er und seine Kinder mit ihm, und zu seinem Geschlecht zurückkehren und wieder zu dem Eigentum seiner Väter kommen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.42">Denn sie sind meine Knechte, die ich aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe; sie sollen nicht verkauft werden, wie man Sklaven verkauft.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.43">Du sollst nicht mit Härte über ihn herrschen, und sollst dich fürchten vor deinem Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.44">Was aber deinen Knecht und deine Magd <note>{O. deinen Sklaven und deine Sklavin}</note> betrifft, die du haben wirst: von den Nationen, die rings um euch her sind, von ihnen möget ihr Knecht und Magd kaufen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.45">Und auch von den Kindern der Beisassen, die sich bei euch aufhalten, von ihnen möget ihr kaufen und von ihrem Geschlecht, das bei euch ist, das sie in eurem Lande gezeugt haben; und sie mögen euch zum Eigentum sein,</verse>
        <verse osisID="Lev.25.46">und ihr möget sie euren Söhnen nach euch vererben, um sie als Eigentum zu besitzen. Diese möget ihr auf ewig dienen lassen; aber über eure Brüder, die Kinder Israel, sollt ihr nicht einer über den anderen herrschen mit Härte.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.47">Und wenn die Hand eines Fremdlings oder eines Beisassen bei dir etwas erwirbt, und dein Bruder bei ihm verarmt und sich dem Fremdling, dem Beisassen bei dir, oder einem Sprössling aus dem Geschlecht des Fremdlings verkauft,</verse>
        <verse osisID="Lev.25.48">so soll, nachdem er sich verkauft hat, Lösungsrecht für ihn sein; einer von seinen Brüdern mag <note>{O. soll}</note> ihn lösen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.49">Entweder sein Oheim oder der Sohn seines Oheims mag ihn lösen, oder einer von seinen nächsten Blutsverwandten aus seinem Geschlecht mag ihn lösen; oder hat seine Hand etwas erworben, so mag er sich selbst lösen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.50">Und er soll mit seinem Käufer rechnen von dem Jahre an, da er sich ihm verkauft hat, bis zum Jubeljahre; und der Preis, um den er sich verkauft hat, soll der Zahl der Jahre gemäss sein; nach den Tagen eines Tagelöhners soll er bei ihm sein <note>{d.h. seine Arbeitszeit soll derjenigen eines Tagelöhners entsprechend ihm angerechnet werden}</note>.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.51">Wenn der Jahre noch viele sind, so soll er nach ihrem Verhältnis seine Lösung von seinem Kaufgelde zurückzahlen;</verse>
        <verse osisID="Lev.25.52">und wenn wenig übrig ist an den Jahren bis zum Jubeljahre, so soll er es ihm berechnen: nach Verhältnis seiner Jahre soll er seine Lösung zurückzahlen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.53">Wie ein Tagelöhner soll er Jahr für Jahr bei ihm sein; er soll nicht vor deinen Augen mit Härte über ihn herrschen.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.54">Und wenn er nicht in dieser Weise gelöst wird, so soll er im Jubeljahre frei ausgehen, er und seine Kinder mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Lev.25.55">Denn mir sind die Kinder Israel Knechte; meine Knechte sind sie, die ich aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe. Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.26">
        <verse osisID="Lev.26.1">Ihr sollt euch keine Götzen machen und sollt euch kein geschnitztes Bild und keine Bildsäule aufrichten, und keinen Stein mit Bildwerk sollt ihr in eurem Lande setzen, um euch davor niederzubeugen; denn ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.2">Meine Sabbate sollt ihr beobachten, und mein Heiligtum sollt ihr fürchten. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.3">Wenn ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote beobachtet und sie tut,</verse>
        <verse osisID="Lev.26.4">so werde ich eure Regen geben zu ihrer Zeit, und das Land wird seinen Ertrag geben, und die Bäume des Feldes werden ihre Frucht geben;</verse>
        <verse osisID="Lev.26.5">und die Dreschzeit wird bei euch reichen bis an die Weinlese, und die Weinlese wird reichen bis an die Saatzeit; und ihr werdet euer Brot essen bis zur Sättigung und werdet sicher in eurem Lande wohnen.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.6">Und ich werde Frieden im Lande geben, dass ihr euch niederleget und niemand sei, der euch aufschreckt; und ich werde die bösen Tiere aus dem Lande vertilgen, und das Schwert wird nicht durch euer Land gehen.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.7">Und ihr werdet eure Feinde jagen, und sie werden vor euch fallen durchs Schwert;</verse>
        <verse osisID="Lev.26.8">und fünf von euch werden hundert jagen, und hundert von euch werden zehntausend jagen, und eure Feinde werden vor euch fallen durchs Schwert.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.9">Und ich werde mich zu euch wenden und euch fruchtbar machen und euch mehren und meinen Bund mit euch aufrechthalten;</verse>
        <verse osisID="Lev.26.10">und ihr werdet das altgewordene Alte essen, und das Alte wegräumen vor dem Neuen.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.11">Und ich werde meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele wird euch nicht verabscheuen;</verse>
        <verse osisID="Lev.26.12">und ich werde in eurer Mitte wandeln und werde euer Gott sein und ihr werdet mein Volk sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.13">Ich bin Jahwe, euer Gott, der ich euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe, dass ihr nicht ihre Knechte sein solltet; und ich habe die Stäbe eures Joches zerbrochen und euch aufrecht wandeln lassen.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.14">Wenn ihr mir aber nicht gehorchet und nicht alle diese Gebote tut,</verse>
        <verse osisID="Lev.26.15">und wenn ihr meine Satzungen verachtet <note>{O. verwerfet}</note>, und eure Seele meine Rechte verabscheut, so dass ihr nicht alle meine Gebote tut, und dass ihr meinen Bund brechet,</verse>
        <verse osisID="Lev.26.16">so werde auch ich euch dieses tun: Ich werde Schrecken über euch bestellen, Schwindsucht und Fieberglut, welche machen werden, dass die Augen erlöschen und die Seele verschmachtet; und ihr werdet vergeblich euren Samen säen, denn eure Feinde werden ihn verzehren;</verse>
        <verse osisID="Lev.26.17">und ich werde mein Angesicht wider euch richten, dass ihr vor euren Feinden geschlagen werdet; und eure Hasser werden über euch herrschen, und ihr werdet fliehen, obwohl niemand euch jagt.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.18">Und wenn ihr auf dieses hin mir nicht gehorchet, so werde ich euch siebenmal mehr züchtigen wegen eurer Sünden.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.19">Und ich werde euren starren Hochmut <note>{W. den Hochmut eurer Stärke}</note> brechen, und werde euren Himmel wie Eisen machen und eure Erde wie Erz;</verse>
        <verse osisID="Lev.26.20">und eure Kraft wird sich umsonst verbrauchen, und euer Land wird seinen Ertrag nicht geben, und die Bäume des Feldes werden ihre Frucht nicht geben.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.21">Und wenn ihr mir entgegen wandelt und mir nicht gehorchen wollt, so werde ich euch noch siebenmal mehr schlagen, nach euren Sünden.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.22">Und ich werde das Getier des Feldes unter euch senden, dass es euch eurer Kinder beraube und euer Vieh ausrotte und euer weniger mache; und eure Strassen sollen öde werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.23">Und wenn ihr euch durch dieses nicht von mir zurechtweisen lasst und mir entgegen wandelt,</verse>
        <verse osisID="Lev.26.24">so werde auch ich euch entgegen wandeln, und auch ich werde euch siebenfach schlagen wegen eurer Sünden.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.25">Und ich werde das Schwert über euch bringen, das die Rache des Bundes vollzieht; und ziehet ihr euch in eure Städte zurück, so werde ich die Pest in eure Mitte senden, und ihr werdet in die Hand des Feindes gegeben werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.26">Indem ich euch die Stütze des Brotes zerbreche, werden zehn Weiber euer Brot backen in einem Ofen, und sie werden euch das Brot zurückgeben nach dem Gewicht; und ihr werdet essen und nicht satt werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.27">Und wenn ihr bei alledem mir nicht gehorchet und mir entgegen wandelt,</verse>
        <verse osisID="Lev.26.28">so werde auch ich euch entgegen wandeln im Grimm, und werde euch siebenfach züchtigen wegen eurer Sünden.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.29">Und ihr werdet das Fleisch eurer Söhne essen, und das Fleisch eurer Töchter werdet ihr essen.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.30">Und ich werde eure Höhen <note>{Höhenaltäre oder Höhentempel. (1. Kön. 13,32)}</note> vertilgen und eure Sonnensäulen ausrotten und werde eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen <note>{Eig. Gerölle, Klötze; ein verächtlicher Ausdruck}</note> werfen, und meine Seele wird euch verabscheuen.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.31">Und ich werde eure Städte zur Öde machen und eure Heiligtümer verwüsten, und werde euren lieblichen Geruch nicht riechen.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.32">Und ich werde das Land verwüsten, dass eure Feinde, die darin wohnen, sich darüber entsetzen sollen.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.33">Euch aber werde ich unter die Nationen zerstreuen, und ich werde das Schwert ziehen hinter euch her; und euer Land wird eine Wüste sein und eure Städte eine Öde.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.34">Dann wird das Land seine Sabbate geniessen <note>{O. abtragen}</note> alle die Tage seiner Verwüstung, während ihr im Lande eurer Feinde seid; dann wird das Land ruhen und seine Sabbate geniessen;</verse>
        <verse osisID="Lev.26.35">alle die Tage seiner Verwüstung wird es ruhen, was es nicht geruht hat in euren Sabbaten, als ihr darin wohntet.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.36">Und die Übriggebliebenen von euch, in ihr Herz werde ich Feigheit bringen in den Ländern ihrer Feinde: Und es wird sie jagen das Rauschen eines verwehten Blattes, und sie werden fliehen, wie man vor dem Schwerte flieht, und fallen, obwohl niemand sie jagt;</verse>
        <verse osisID="Lev.26.37">und sie werden einer über den anderen hinstürzen, wie vor dem Schwerte, obwohl niemand sie jagt; und ihr werdet nicht standhalten können vor euren Feinden.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.38">Und ihr werdet umkommen unter den Nationen, und das Land eurer Feinde wird euch fressen.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.39">Und die Übriggebliebenen von euch werden in den Ländern eurer Feinde hinschwinden in ihrer <note>{O. durch ihre... durch die}</note> Ungerechtigkeit, und auch in den <note>{O. durch ihre... durch die}</note> Ungerechtigkeiten ihrer Väter mit ihnen hinschwinden.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.40">Und sie werden ihre Ungerechtigkeit bekennen und die Ungerechtigkeit ihrer Väter infolge ihrer Treulosigkeit, die sie gegen mich begangen haben, und auch dass, weil sie mir entgegen gewandelt sind,</verse>
        <verse osisID="Lev.26.41">auch ich ihnen entgegen wandelte und sie in das Land ihrer Feinde brachte. Wenn alsdann ihr unbeschnittenes Herz sich demütigt und sie dann die Strafe ihrer Ungerechtigkeit annehmen <note>{O. ihre Schuld (oder Missetat) abtragen, d.h. dafür büssen}</note>,</verse>
        <verse osisID="Lev.26.42">so werde ich meines Bundes mit Jakob gedenken; und auch meines Bundes mit Isaak und auch meines Bundes mit Abraham werde ich gedenken, und des Landes werde ich gedenken.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.43">Denn das Land wird von ihnen verlassen sein, und es wird seine Sabbate geniessen, in seiner Verwüstung ohne sie; und sie selbst werden die Strafe ihrer Ungerechtigkeit annehmen <note>{O. ihre Schuld (oder Missetat) abtragen, d.h. dafür büssen}</note>, darum, ja darum, dass sie meine Rechte verachtet <note>{O. verworfen}</note> und ihre Seele meine Satzungen verabscheut hat.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.44">Aber selbst auch dann, wenn sie in dem Lande ihrer Feinde sind, werde ich sie nicht verachten <note>{O. verwerfen}</note> und sie nicht verabscheuen, ihnen den Garaus zu machen, meinen Bund mit ihnen zu brechen; denn ich bin Jahwe, ihr Gott.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.45">Und ich werde ihnen meines Bundes mit den Vorfahren gedenken, die ich aus dem Lande Ägypten vor den Augen der Nationen herausgeführt habe, um ihr Gott zu sein. Ich bin Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.26.46">Das sind die Satzungen und die Rechte und die Gesetze, welche Jahwe zwischen ihm und den Kindern Israel auf dem Berge Sinai durch Mose gegeben hat.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Lev.27">
        <verse osisID="Lev.27.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Lev.27.2">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand ein Gelübde erfüllt <note>{Eig. absondert, weiht}</note>, so sollen die Seelen nach deiner Schätzung für Jahwe sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.3">Und es sei deine Schätzung eines Mannes <note>{Eig. eines Männlichen}</note> von zwanzig Jahren alt bis zu sechzig Jahren alt, und zwar sei deine Schätzung fünfzig Sekel Silber, nach dem Sekel des Heiligtums;</verse>
        <verse osisID="Lev.27.4">Und wenn es ein Weib <note>{Eig. ein Weibliches}</note> ist, so sei deine Schätzung dreissig Sekel.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.5">Und wenn es von fünf Jahren alt bis zu zwanzig Jahren alt ist, so sei deine Schätzung einer männlichen Person <note>{Eig. eines Männlichen}</note> zwanzig Sekel, und einer weiblichen zehn Sekel;</verse>
        <verse osisID="Lev.27.6">Und wenn es von einem Monat alt bis zu fünf Jahren alt ist, so sei deine Schätzung eines Knaben <note>{Eig. eines Männlichen}</note> fünf Sekel Silber, und deine Schätzung eines Mädchens <note>{Eig. eines Weiblichen}</note> drei Sekel Silber;</verse>
        <verse osisID="Lev.27.7">und wenn es von sechzig Jahren alt und darüber ist, so sei deine Schätzung, wenn es ein Mann ist, fünfzehn Sekel, und eines Weibes zehn Sekel.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.8">Und wenn der Gelobende <note>{W. wenn er}</note> zu arm ist für deine Schätzung, so soll man ihn vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn schätzen; nach Verhältnis dessen, was die Hand des Gelobenden aufbringen kann, soll der Priester ihn schätzen.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.9">Und wenn es ein Vieh ist, wovon man Jahwe eine Opfergabe darbringt <note>{d.h. welches zum Opfer tauglich ist}</note>, so soll alles, was man Jahwe davon <note>{d.h. von dieser Art Vieh}</note> gibt, heilig sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.10">Man soll es nicht auswechseln noch vertauschen, ein gutes um ein schlechtes, oder ein schlechtes um ein gutes; und wenn man dennoch Vieh um Vieh vertauscht, so wird dasselbe heilig und das eingetauschte heilig sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.11">Und wenn es irgend ein unreines Vieh ist, wovon man Jahwe keine Opfergabe darbringt, so soll man das Vieh vor den Priester stellen,</verse>
        <verse osisID="Lev.27.12">und der Priester soll es schätzen, ob es gut oder schlecht sei; nach deiner, des Priesters, Schätzung, also soll es sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.13">Wenn man es aber lösen will, so soll man zu deiner Schätzung ein Fünftel hinzufügen.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.14">Und wenn jemand sein Haus heiligt, dass es Jahwe heilig sei, so soll es der Priester schätzen, ob es gut oder schlecht sei; so wie der Priester es schätzt, also soll es festgestellt sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.15">Und wenn der Heiligende sein Haus lösen will, so soll er das Fünftel des Geldes deiner Schätzung darüber hinzufügen, und es soll ihm gehören.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.16">Und wenn jemand von dem Felde seines Eigentums Jahwe heiligt, so soll deine Schätzung nach Verhältnis seiner Aussaat sein: ein Homer Gerste Aussaat zu fünfzig Sekel Silber.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.17">Wenn er vom Jubeljahre an sein Feld heiligt, so soll es nach deiner Schätzung festgestellt sein;</verse>
        <verse osisID="Lev.27.18">und wenn er nach dem Jubeljahre sein Feld heiligt, so soll der Priester ihm das Geld berechnen nach dem Verhältnis der Jahre, die bis zum Jubeljahre übrig sind, und es soll von deiner Schätzung abgezogen werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.19">Wenn aber der Heiligende das Feld lösen will, so soll er das Fünftel des Geldes deiner Schätzung darüber hinzufügen, und es soll ihm verbleiben.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.20">Und wenn er das Feld nicht löst, oder wenn er das Feld einem anderen Manne verkauft, so kann es nicht wieder gelöst werden;</verse>
        <verse osisID="Lev.27.21">und das Feld soll, wenn es im Jubeljahre frei ausgeht, Jahwe heilig sein, wie ein verbanntes <note>{d.h. geweihtes; s. Vorrede und hier V.28}</note> Feld; es soll dem Priester als Eigentum gehören.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.22">Und wenn er ein von ihm erkauftes Feld, das nicht zum Felde seines Eigentums gehört, Jahwe heiligt,</verse>
        <verse osisID="Lev.27.23">so soll ihm der Priester den Betrag deiner Schätzung berechnen bis zum Jubeljahre; und er soll deine Schätzung am gleichen Tage, als ein dem Jahwe Heiliges, entrichten.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.24">Im Jubeljahre soll das Feld wieder an den kommen, von welchem er es gekauft hatte, an den, welchem das Land eigentümlich gehörte.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.25">Und all deine Schätzung soll nach dem Sekel des Heiligtums geschehen; zwanzig Gera soll der Sekel sein.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.26">Nur das Erstgeborene unter dem Vieh, das als Erstgeburt Jahwe gehört <note>{W. das dem Jahwe erstgeboren wird}</note>, das soll kein Mensch heiligen; sei es ein Stück Rind- oder Kleinvieh, es gehört Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.27">Wenn es aber vom unreinen Vieh ist, so soll man es lösen nach deiner Schätzung und dessen Fünftel darüber hinzufügen; und wenn es nicht gelöst wird, so soll es verkauft werden nach deiner Schätzung. -</verse>
        <verse osisID="Lev.27.28">Jedoch alles Verbannte, das jemand dem Jahwe verbannt, von allem, was sein ist, es seien Menschen oder Vieh oder Feld seines Eigentums, soll nicht verkauft und nicht gelöst werden; alles Verbannte ist dem Jahwe hochheilig.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.29">Alles, was <note>{Eig. alles Verbannte, das}</note> an Menschen verbannt wird, soll nicht gelöst werden: es soll gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.30">Und aller Zehnte des Landes, vom Samen des Landes, von der Frucht der Bäume, gehört Jahwe; er ist Jahwe heilig.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.31">Wenn aber jemand von seinem Zehnten lösen will, so soll er dessen Fünftel hinzufügen.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.32">Und aller Zehnte vom Rind- und Kleinvieh, von allem, was unter dem Stabe <note>{d.h. des Hirten}</note> vorüberzieht, das Zehnte soll Jahwe heilig sein;</verse>
        <verse osisID="Lev.27.33">man soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht sei, und soll es nicht vertauschen; und wenn man es dennoch vertauscht, so wird dasselbe heilig und das eingetauschte heilig sein; es soll nicht gelöst werden.</verse>
        <verse osisID="Lev.27.34">Das sind die Gebote, welche Jahwe dem Mose auf dem Berge Sinai an die Kinder Israel aufgetragen hat.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="Num">
      <chapter osisID="Num.1">
        <verse osisID="Num.1.1">Und Jahwe redete zu Mose in der Wüste Sinai im Zelte der Zusammenkunft, am Ersten des zweiten Monats, im zweiten Jahre nach ihrem Auszuge aus dem Lande Ägypten und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.1.2">Nehmet auf die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel nach ihren Geschlechtern, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, alle Männlichen nach ihren Köpfen;</verse>
        <verse osisID="Num.1.3">von zwanzig Jahren und darüber, jeden, der zum Heere auszieht in Israel, die sollt ihr mustern nach ihren Heeren, du und Aaron.</verse>
        <verse osisID="Num.1.4">Und je ein Mann für den Stamm soll bei euch sein, ein Mann, der das Haupt von seinem Vaterhause ist.</verse>
        <verse osisID="Num.1.5">Und dies sind die Namen der Männer, die euch beistehen sollen: für Ruben: Elizur, der Sohn Schedeurs;</verse>
        <verse osisID="Num.1.6">für Simeon: Schelumiel, der Sohn Zurischaddais;</verse>
        <verse osisID="Num.1.7">für Juda: Nachschon, der Sohn Amminadabs;</verse>
        <verse osisID="Num.1.8">für Issaschar: Nethaneel, der Sohn Zuars;</verse>
        <verse osisID="Num.1.9">für Sebulon: Eliab, der Sohn Helons;</verse>
        <verse osisID="Num.1.10">für die Söhne Josephs: für Ephraim: Elischama, der Sohn Ammihuds; für Manasse: Gamliel, der Sohn Pedazurs;</verse>
        <verse osisID="Num.1.11">für Benjamin: Abidan, der Sohn Gideonis;</verse>
        <verse osisID="Num.1.12">für Dan: Achieser, der Sohn Ammischaddais;</verse>
        <verse osisID="Num.1.13">für Aser: Pagiel, der Sohn Okrans;</verse>
        <verse osisID="Num.1.14">für Gad: Eljasaph, der Sohn Deghuels;</verse>
        <verse osisID="Num.1.15">für Naphtali: Achira, der Sohn Enans.</verse>
        <verse osisID="Num.1.16">Das waren die Berufenen <note>{d.h. diejenigen, welche gewöhnlich zusammengerufen werden, um die Angelegenheiten der Gemeinde zu besorgen}</note> der Gemeinde, die Fürsten der Stämme ihrer Väter; sie waren die Häupter der Tausende Israels.</verse>
        <verse osisID="Num.1.17">Und Mose und Aaron nahmen diese mit Namen bezeichneten Männer,</verse>
        <verse osisID="Num.1.18">und sie versammelten die ganze Gemeinde am Ersten des zweiten Monats. Und sie liessen sich in die Geburtsverzeichnisse eintragen nach ihren Geschlechtern, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, nach ihren Köpfen;</verse>
        <verse osisID="Num.1.19">wie Jahwe dem Mose geboten hatte. Und so musterte er sie in der Wüste Sinai.</verse>
        <verse osisID="Num.1.20">Und es waren die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, nach ihren Köpfen, alle Männlichen von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.21">ihre Gemusterten vom Stamme Ruben, 46500.</verse>
        <verse osisID="Num.1.22">Von den Söhnen Simeons: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, seine Gemusterten nach der Zahl der Namen, nach ihren Köpfen, alle Männlichen von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.23">ihre Gemusterten vom Stamme Simeon, 59300.</verse>
        <verse osisID="Num.1.24">Von den Söhnen Gads: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.25">ihre Gemusterten vom Stamme Gad, 45650.</verse>
        <verse osisID="Num.1.26">Von den Söhnen Judas: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.27">ihre Gemusterten vom Stamme Juda, 74600.</verse>
        <verse osisID="Num.1.28">Von den Söhnen Issaschars: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.29">ihre Gemusterten vom Stamme Issaschar 54400.</verse>
        <verse osisID="Num.1.30">Von den Söhnen Sebulons: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.31">die Gemusterten vom Stamme Sebulon, 57400.</verse>
        <verse osisID="Num.1.32">Von den Söhnen Josephs: von den Söhnen Ephraims: ihre Geschlechter nach ihren Familien nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.33">ihre Gemusterten vom Stamme Ephraim, 40500.</verse>
        <verse osisID="Num.1.34">Von den Söhnen Manasses: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.35">ihre Gemusterten vom Stamme Manasse, 32200.</verse>
        <verse osisID="Num.1.36">Von den Söhnen Benjamins: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.37">ihre Gemusterten vom Stamme Benjamin, 35400.</verse>
        <verse osisID="Num.1.38">Von den Söhnen Dans: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.39">ihre Gemusterten vom Stamme Dan, 62700.</verse>
        <verse osisID="Num.1.40">Von den Söhnen Asers: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.41">ihre Gemusterten vom Stamme Aser, 41500.</verse>
        <verse osisID="Num.1.42">Die Söhne Naphtalis: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,</verse>
        <verse osisID="Num.1.43">ihre Gemusterten vom Stamme Naphtali, 53400.</verse>
        <verse osisID="Num.1.44">Das sind die Gemusterten, welche Mose und Aaron und die Fürsten Israels musterten, die zwölf Männer: es waren je ein Mann für sein Vaterhaus.</verse>
        <verse osisID="Num.1.45">Und es waren alle Gemusterten der Kinder Israel, nach ihren Vaterhäusern, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog in Israel:</verse>
        <verse osisID="Num.1.46">es waren alle die Gemusterten 603550</verse>
        <verse osisID="Num.1.47">Aber die Leviten nach dem Stamme ihrer Väter wurden nicht unter ihnen gemustert.</verse>
        <verse osisID="Num.1.48">Denn Jahwe hatte zu Mose geredet und gesagt:</verse>
        <verse osisID="Num.1.49">Nur den Stamm Levi sollst du nicht mustern und ihre Summe nicht aufnehmen unter den Kindern Israel,</verse>
        <verse osisID="Num.1.50">sondern bestelle du die Leviten über die Wohnung des Zeugnisses und über all ihr Gerät und über alles, was zu ihr gehört: Sie sollen die Wohnung und all ihr Gerät tragen, und sie sollen sie bedienen und sich rings um die Wohnung lagern.</verse>
        <verse osisID="Num.1.51">Und wenn die Wohnung aufbricht, sollen die Leviten sie abnehmen; und wenn die Wohnung sich lagert, sollen die Leviten sie aufrichten. Der Fremde <note>{d.h. wer nicht Levit ist}</note> aber, der herzunaht, soll getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Num.1.52">Und die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeder in seinem Lager und ein jeder bei seinem Panier, nach ihren Heeren.</verse>
        <verse osisID="Num.1.53">Die Leviten aber sollen sich rings um die Wohnung des Zeugnisses lagern, dass nicht ein Zorn über die Gemeinde der Kinder Israel komme; und die Leviten sollen der Hut der Wohnung des Zeugnisses warten <note>{d.h. alles das besorgen, was betreffs der Wohnung des Zeugnisses zu besorgen war. So auch Kap. 31,30. 47}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.1.54">Und die Kinder Israel taten nach allem, was Jahwe dem Mose geboten hatte; also taten sie.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.2">
        <verse osisID="Num.2.1">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.2.2">Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeder bei seinem Panier, bei den Zeichen ihrer Vaterhäuser; dem Zelte der Zusammenkunft gegenüber sollen sie sich ringsum lagern.</verse>
        <verse osisID="Num.2.3">Und zwar die gegen Osten, gegen Sonnenaufgang Lagernden: das Panier des Lagers Judas, nach ihren Heeren; und der Fürst der Söhne Judas, Nachschon, der Sohn Amminadabs;</verse>
        <verse osisID="Num.2.4">und sein Heer und ihre Gemusterten, 74600.</verse>
        <verse osisID="Num.2.5">Und die neben ihm Lagernden: der Stamm Issaschar; und der Fürst der Söhne Issaschars, Nethaneel, der Sohn Zuars;</verse>
        <verse osisID="Num.2.6">und sein Heer und dessen Gemusterte, 54400.</verse>
        <verse osisID="Num.2.7">Der Stamm Sebulon; und der Fürst der Söhne Sebulons, Eliab, der Sohn Helons;</verse>
        <verse osisID="Num.2.8">und sein Heer und dessen Gemusterte, 57400.</verse>
        <verse osisID="Num.2.9">Alle Gemusterten vom Lager Judas: 186400, nach ihren Heeren; sie sollen zuerst aufbrechen.</verse>
        <verse osisID="Num.2.10">Das Panier des Lagers Rubens gegen Süden, nach ihren Heeren; und der Fürst der Söhne Rubens, Elizur, der Sohn Schedeurs;</verse>
        <verse osisID="Num.2.11">und sein Heer und dessen Gemusterte, 46500.</verse>
        <verse osisID="Num.2.12">Und die neben ihm Lagernden: der Stamm Simeon; und der Fürst der Söhne Simeons, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais;</verse>
        <verse osisID="Num.2.13">und sein Heer und ihre Gemusterten, 59300.</verse>
        <verse osisID="Num.2.14">Und der Stamm Gad; und der Fürst der Söhne Gads, Eljasaph, der Sohn Reghuels <note>{in Kap. 1,14: Deghuel}</note>;</verse>
        <verse osisID="Num.2.15">und sein Heer und ihre Gemusterten, 45650</verse>
        <verse osisID="Num.2.16">Alle Gemusterten vom Lager Rubens: 151450 nach ihren Heeren; und als die zweiten sollen sie aufbrechen.</verse>
        <verse osisID="Num.2.17">Und dann soll das Zelt der Zusammenkunft aufbrechen, das Lager der Leviten in der Mitte der Lager; so wie sie lagern, also sollen sie aufbrechen, ein jeder an seiner Stelle, nach ihren Panieren.</verse>
        <verse osisID="Num.2.18">Das Panier des Lagers Ephraims, nach ihren Heeren, gegen Westen; und der Fürst der Söhne Ephraims, Elischama, der Sohn Ammihuds;</verse>
        <verse osisID="Num.2.19">und sein Heer und ihre Gemusterten, 40500.</verse>
        <verse osisID="Num.2.20">Und neben ihm der Stamm Manasse; und der Fürst der Söhne Manasses, Gamliel, der Sohn Pedazurs;</verse>
        <verse osisID="Num.2.21">und sein Heer und ihre Gemusterten, 32200.</verse>
        <verse osisID="Num.2.22">Und der Stamm Benjamin; und der Fürst der Söhne Benjamins, Abidan, der Sohn Gideonis;</verse>
        <verse osisID="Num.2.23">und sein Heer und ihre Gemusterten, 35400.</verse>
        <verse osisID="Num.2.24">Alle Gemusterten vom Lager Ephraims: 108100, nach ihren Heeren; und als die dritten sollen sie aufbrechen.</verse>
        <verse osisID="Num.2.25">Das Panier des Lagers Dans gegen Norden, nach ihren Heeren; und der Fürst der Söhne Dans, Achieser, der Sohn Ammischaddais;</verse>
        <verse osisID="Num.2.26">und sein Heer und ihre Gemusterten, 62700.</verse>
        <verse osisID="Num.2.27">Und die neben ihm Lagernden: der Stamm Aser; und der Fürst der Söhne Asers, Pagiel, der Sohn Okrans;</verse>
        <verse osisID="Num.2.28">und sein Heer und ihre Gemusterten, 41500.</verse>
        <verse osisID="Num.2.29">Und der Stamm Naphtali; und der Fürst der Söhne Naphtalis, Achira, der Sohn Enans;</verse>
        <verse osisID="Num.2.30">und sein Heer und ihre Gemusterten, 53400.</verse>
        <verse osisID="Num.2.31">Alle Gemusterten vom Lager Dans: 157600; sie sollen zuletzt aufbrechen nach ihren Panieren.</verse>
        <verse osisID="Num.2.32">Das sind die Gemusterten der Kinder Israel nach ihren Vaterhäusern. Alle Gemusterten der Lager, nach ihren Heeren, waren 603550.</verse>
        <verse osisID="Num.2.33">Aber die Leviten wurden nicht unter den Kindern Israel gemustert, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.2.34">Und die Kinder Israel taten nach allem, was Jahwe dem Mose geboten hatte: also lagerten sie sich nach ihren Panieren, und also brachen sie auf, ein jeder nach seinen Geschlechtern, nach <note>{O. bei}</note> seinem Vaterhause.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.3">
        <verse osisID="Num.3.1">Und dies sind die Geschlechter Aarons und Moses, an dem Tage, da Jahwe auf dem Berge Sinai mit Mose redete.</verse>
        <verse osisID="Num.3.2">Und dies sind die Namen der Söhne Aarons: der Erstgeborene Nadab, und Abihu, Eleasar und Ithamar.</verse>
        <verse osisID="Num.3.3">Das sind die Namen der Söhne Aarons, der gesalbten Priester, die geweiht worden waren, um den Priesterdienst auszuüben.</verse>
        <verse osisID="Num.3.4">Und Nadab und Abihu starben vor Jahwe, als sie in der Wüste Sinai fremdes Feuer vor Jahwe darbrachten <note>{3. Mose 10,1}</note>; und sie hatten keine Söhne. Und Eleasar und Ithamar übten den Priesterdienst vor ihrem Vater Aaron aus.</verse>
        <verse osisID="Num.3.5">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.3.6">Lass den Stamm Levi herzunahen und stelle ihn vor Aaron, den Priester, dass sie ihm dienen;</verse>
        <verse osisID="Num.3.7">und sie sollen seiner Hut warten und der Hut der ganzen Gemeinde <note>{d.h. das besorgen, was für Aaron und die Gemeinde zu besorgen war}</note> vor dem Zelte der Zusammenkunft, um den Dienst der Wohnung zu verrichten;</verse>
        <verse osisID="Num.3.8">und sie sollen warten aller Geräte des Zeltes der Zusammenkunft und der Hut der Kinder Israel, um den Dienst der Wohnung zu verrichten.</verse>
        <verse osisID="Num.3.9">Und du sollst die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen geben; ganz zu eigen sind sie ihm gegeben von seiten der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.3.10">Und Aaron und seine Söhne sollst du bestellen, dass sie ihres Priestertums warten. Der Fremde aber, der herzunaht, soll getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Num.3.11">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.3.12">Und ich, siehe, ich habe die Leviten aus der Mitte der Kinder Israel genommen, anstatt aller Erstgeburt, welche die Mutter bricht unter den Kindern Israel; und die Leviten sollen mir gehören.</verse>
        <verse osisID="Num.3.13">Denn mein ist alle Erstgeburt: an dem Tage, da ich alle Erstgeburt im Lande Ägypten schlug, habe ich mir alle Erstgeburt in Israel geheiligt vom Menschen bis zum Vieh; mir sollen sie gehören, mir, Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.3.14">Und Jahwe redete zu Mose in der Wüste Sinai und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.3.15">Mustere die Söhne Levis nach ihren Vaterhäusern, nach ihren Familien; alle Männlichen von einem Monat und darüber sollst du sie mustern.</verse>
        <verse osisID="Num.3.16">Und Mose musterte sie nach dem Befehl Jahwes, so wie ihm geboten war.</verse>
        <verse osisID="Num.3.17">Und dies waren die Söhne Levis nach ihren Namen: Gerson und Kehath und Merari.</verse>
        <verse osisID="Num.3.18">Und dies sind die Namen der Söhne Gersons nach ihren Familien: Libni und Simei.</verse>
        <verse osisID="Num.3.19">Und die Söhne Kehaths nach ihren Familien: Amram und Jizhar, Hebron und Ussiel.</verse>
        <verse osisID="Num.3.20">Und die Söhne Meraris nach ihren Familien: Machli und Muschi. Das sind die Familien Levis nach ihren Vaterhäusern.</verse>
        <verse osisID="Num.3.21">Von Gerson die Familie der Libniter und die Familie der Simeiter; das sind die Familien der Gersoniter.</verse>
        <verse osisID="Num.3.22">Ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat und darüber, ihre Gemusterten: 7500.</verse>
        <verse osisID="Num.3.23">Die Familien der Gersoniter lagerten hinter der Wohnung gegen Westen.</verse>
        <verse osisID="Num.3.24">Und der Fürst des Vaterhauses der Gersoniter war Eljasaph, der Sohn Laels.</verse>
        <verse osisID="Num.3.25">Und die Hut <note>{d.h. das was ihnen zu besorgen oblag}</note> der Söhne Gersons am Zelte der Zusammenkunft war: die Wohnung und das Zelt, seine Decke <note>{Vergl. 2. Mose 26,1. 7. 14}</note>, und der Vorhang vom Eingang des Zeltes der Zusammenkunft,</verse>
        <verse osisID="Num.3.26">und die Umhänge des Vorhofs und der Vorhang vom Eingang des Vorhofs, der rings um die Wohnung und um den Altar ist, und seine <note>{des Zeltes der Zusammenkunft}</note> Seile zu <note>{O. nach}</note> all seinem Dienst.</verse>
        <verse osisID="Num.3.27">Und von Kehath die Familie der Amramiter und die Familie der Jizhariter und die Familie der Hebroniter und die Familie der Ussieliter; das sind die Familien der Kehathiter.</verse>
        <verse osisID="Num.3.28">Nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat und darüber, 8600, welche der Hut des Heiligtums warteten.</verse>
        <verse osisID="Num.3.29">Die Familien der Söhne Kehaths lagerten an der Seite der Wohnung gegen Süden.</verse>
        <verse osisID="Num.3.30">Und der Fürst des Vaterhauses der Familien der Kehathiter war Elizaphan, der Sohn Ussiels.</verse>
        <verse osisID="Num.3.31">Und ihre Hut war: die Lade und der Tisch und der Leuchter und die Altäre, und die Geräte des Heiligtums, mit welchen man den Dienst verrichtet, und der Vorhang, und dessen <note>{des Heiligtums}</note> ganzer Dienst.</verse>
        <verse osisID="Num.3.32">Und der Fürst der Fürsten Levis war Eleasar, der Sohn Aarons, des Priesters; er war Aufseher über die, welche der Hut des Heiligtums warteten.</verse>
        <verse osisID="Num.3.33">Von Merari die Familie der Machliter und die Familie der Muschiter: das sind die Familien Meraris.</verse>
        <verse osisID="Num.3.34">Und ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat und darüber: 6200.</verse>
        <verse osisID="Num.3.35">Und der Fürst des Vaterhauses der Familien Meraris war Zuriel, der Sohn Abichails. Sie lagerten an der Seite der Wohnung gegen Norden.</verse>
        <verse osisID="Num.3.36">Und die Hut <note>{W. das Amt der Hut}</note> der Söhne Meraris war: die Bretter der Wohnung, und ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Füsse und alle ihre Geräte und ihr ganzer Dienst,</verse>
        <verse osisID="Num.3.37">und die Säulen des Vorhofs ringsum und ihre Füsse und ihre Pflöcke und ihre Seile.</verse>
        <verse osisID="Num.3.38">Und die vor der Wohnung gegen Osten, vor dem Zelte der Zusammenkunft gegen Sonnenaufgang Lagernden waren Mose und Aaron und seine Söhne, welche der Hut des Heiligtums warteten, betreffs desjenigen, was den Kindern Israel oblag. Der Fremde aber, der herzunaht, soll getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Num.3.39">Aller gemusterten Leviten, welche Mose und Aaron nach dem Befehl Jahwes nach ihren Familien musterten, aller Männlichen von einem Monat und darüber, waren 22000.</verse>
        <verse osisID="Num.3.40">Und Jahwe sprach zu Mose: Mustere alle männlichen Erstgeborenen der Kinder Israel, von einem Monat und darüber, und nimm die Zahl ihrer Namen auf.</verse>
        <verse osisID="Num.3.41">Und du sollst die Leviten für mich, Jahwe nehmen, anstatt aller Erstgeborenen unter den Kindern Israel, und das Vieh der Leviten anstatt alles Erstgeborenen unter dem Vieh der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.3.42">Und Mose musterte, so wie Jahwe ihm geboten hatte, alle Erstgeborenen unter den Kindern Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.3.43">Und es waren aller männlichen Erstgeborenen, nach der Zahl der Namen, von einem Monat und darüber, nach ihren Gemusterten, 22273.</verse>
        <verse osisID="Num.3.44">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.3.45">Nimm die Leviten anstatt aller Erstgeborenen unter den Kindern Israel und das Vieh der Leviten anstatt ihres Viehes; und mir, sollen die Leviten gehören, mir, Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.3.46">Und was die Lösung der 273 betrifft, welche von den Erstgeborenen der Kinder Israel überzählig sind über die Leviten,</verse>
        <verse osisID="Num.3.47">so sollst du je fünf Sekel auf den Kopf nehmen; nach dem Sekel des Heiligtums sollst du sie nehmen, zwanzig Gera der Sekel.</verse>
        <verse osisID="Num.3.48">Und das Geld sollst du als Lösung der Überzähligen unter ihnen Aaron und seinen Söhnen geben.</verse>
        <verse osisID="Num.3.49">Und Mose nahm das Lösegeld von denen, welche überzählig waren über die durch die Leviten Gelösten;</verse>
        <verse osisID="Num.3.50">von den Erstgeborenen der Kinder Israel nahm er das Geld, 1365 Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums.</verse>
        <verse osisID="Num.3.51">Und Mose gab das Geld der Lösung Aaron und seinen Söhnen, nach dem Befehl Jahwes, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.4">
        <verse osisID="Num.4.1">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.4.2">Nehmet auf die Summe der Söhne Kehaths aus der Mitte der Söhne Levis, nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern,</verse>
        <verse osisID="Num.4.3">von dreissig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, welche in die Arbeit <note>{Anderswo: Kriegsdienst; so auch V.35. 39. 43}</note> treten, um das Werk am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten.</verse>
        <verse osisID="Num.4.4">Dies ist der Dienst der Söhne Kehaths am Zelte der Zusammenkunft: das Hochheilige.</verse>
        <verse osisID="Num.4.5">Und Aaron und seine Söhne sollen beim Aufbruch des Lagers hineingehen und den Scheidevorhang <note>{S. 2. Mose 35,12}</note> abnehmen und die Lade des Zeugnisses damit bedecken;</verse>
        <verse osisID="Num.4.6">und sie sollen eine Decke von Dachsfell darüber legen und ein Tuch, ganz von blauem Purpur, oben darüber breiten und ihre Stangen daran tun.</verse>
        <verse osisID="Num.4.7">Und über den Tisch der Schaubrote sollen sie ein Tuch von blauem Purpur breiten und darauf stellen die Schüsseln und Schalen und Spendschalen und die Kannen zum Trankopfer; und das beständige Brot soll auf demselben sein;</verse>
        <verse osisID="Num.4.8">Und hierüber sollen sie ein Tuch von Karmesin breiten und es mit einer Decke von Dachsfell bedecken; und sie sollen seine Stangen daran tun.</verse>
        <verse osisID="Num.4.9">Und sie sollen ein Tuch von blauem Purpur nehmen und den Leuchter des Lichts bedecken und seine Lampen und seine Lichtschneuzen und seine Löschnäpfe und alle seine Ölgefässe, womit man den Dienst an ihm verrichtet;</verse>
        <verse osisID="Num.4.10">Und sie sollen ihn und alle seine Geräte in eine Decke von Dachsfell tun und auf die Trage legen.</verse>
        <verse osisID="Num.4.11">Und über den goldenen Altar sollen sie ein Tuch von blauem Purpur breiten und ihn mit einer Decke von Dachsfell bedecken und seine Stangen daran tun.</verse>
        <verse osisID="Num.4.12">Und sie sollen alle Geräte des Dienstes nehmen, womit man den Dienst im Heiligtum verrichtet, und sie in ein Tuch von blauem Purpur legen und sie mit einer Decke von Dachsfell bedecken und auf die Trage legen.</verse>
        <verse osisID="Num.4.13">Und sie sollen den Altar von der Fettasche reinigen und ein Tuch von rotem Purpur über ihn breiten,</verse>
        <verse osisID="Num.4.14">und darauf legen alle seine Geräte, womit man den Dienst auf ihm verrichtet: die Kohlenpfannen und die Gabeln und die Schaufeln und die Sprengschalen, alle Geräte des Altars; und sie sollen eine Decke von Dachsfell darüber breiten und seine Stangen daran tun.</verse>
        <verse osisID="Num.4.15">Und wenn Aaron und seine Söhne beim Aufbruch des Lagers das Bedecken des Heiligtums und aller Geräte des Heiligtums vollendet haben, so sollen danach die Söhne Kehaths kommen, um es zu tragen, damit sie das Heilige nicht anrühren und sterben. Das ist es, was die Söhne Kehaths vom Zelte der Zusammenkunft zu tragen haben.</verse>
        <verse osisID="Num.4.16">Und Eleasar, der Sohn Aarons, des Priesters, hat die Aufsicht über das Öl zum Licht und das wohlriechende Räucherwerk und das beständige Speisopfer und das Salböl, die Aufsicht über die ganze Wohnung und alles, was darin ist, über das Heiligtum wie über seine Geräte.</verse>
        <verse osisID="Num.4.17">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.4.18">Ihr sollt den Stamm der Familien der Kehathiter nicht ausgerottet werden lassen aus der Mitte der Leviten;</verse>
        <verse osisID="Num.4.19">sondern dies sollt ihr ihnen tun, damit sie leben und nicht sterben, wenn sie dem Allerheiligsten nahen: Aaron und seine Söhne sollen hineingehen und jeden einzelnen von ihnen an seinen Dienst und an seine Traglast stellen;</verse>
        <verse osisID="Num.4.20">aber sie sollen nicht hineingehen, dass sie auch nur einen Augenblick das Heilige sehen und sterben.</verse>
        <verse osisID="Num.4.21">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.4.22">Nimm auch die Summe der Söhne Gersons auf, nach ihren Vaterhäusern, nach ihren Familien;</verse>
        <verse osisID="Num.4.23">von dreissig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren sollst du sie mustern, alle, welche in die Arbeit treten, um den Dienst am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten.</verse>
        <verse osisID="Num.4.24">Dies ist der Dienst der Familien der Gersoniter im Dienen und im Tragen:</verse>
        <verse osisID="Num.4.25">Sie sollen die Teppiche der Wohnung tragen und das Zelt der Zusammenkunft, seine Decke und die Decke von Dachsfell, die oben darüber ist, und den Vorhang vom Eingang des Zeltes der Zusammenkunft,</verse>
        <verse osisID="Num.4.26">und die Umhänge des Vorhofs und den Vorhang vom Eingang des Tores des Vorhofs, welcher rings um die Wohnung und um den Altar ist, und ihre Seile, und alle Geräte ihres Dienstes; und alles, was an ihnen zu tun ist, sollen sie verrichten.</verse>
        <verse osisID="Num.4.27">Nach dem Befehl Aarons und seiner Söhne soll aller Dienst der Söhne der Gersoniter sein hinsichtlich all ihrer Traglast und all ihres Dienstes; und ihr sollt ihnen die Hut alles dessen auftragen, was sie zu tragen haben.</verse>
        <verse osisID="Num.4.28">Das ist der Dienst der Familien der Söhne der Gersoniter am Zelte der Zusammenkunft; und ihre Hut sei unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.</verse>
        <verse osisID="Num.4.29">Die Söhne Meraris - nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern sollst du sie mustern;</verse>
        <verse osisID="Num.4.30">von dreissig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren sollst du sie mustern, alle, welche in die Arbeit treten, um den Dienst am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten.</verse>
        <verse osisID="Num.4.31">Und dies ist es, was ihnen zu tragen obliegt <note>{W. dies ist die Hut ihrer Traglast}</note>, nach ihrem ganzen Dienst am Zelte der Zusammenkunft: die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Füsse,</verse>
        <verse osisID="Num.4.32">und die Säulen des Vorhofs ringsum und ihre Füsse und ihre Pflöcke und ihre Seile, nach allen ihren Geräten und nach all ihrem Dienst; und mit Namen sollt ihr ihnen die Geräte zuzählen, die ihnen zu tragen obliegen <note>{W. die Geräte der Hut ihrer Traglast}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.4.33">Das ist der Dienst der Familien der Söhne Meraris, nach all ihrem Dienst am Zelte der Zusammenkunft, unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.</verse>
        <verse osisID="Num.4.34">Und Mose und Aaron und die Fürsten der Gemeinde musterten die Söhne der Kehathiter nach ihren Familien und nach ihren Vaterhäusern,</verse>
        <verse osisID="Num.4.35">von dreissig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, welche in die Arbeit traten zum Dienst am Zelte der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Num.4.36">Und es waren ihrer Gemusterten, nach ihren Familien, 2750.</verse>
        <verse osisID="Num.4.37">Das sind die Gemusterten der Familien der Kehathiter, alle, welche am Zelte der Zusammenkunft dienten, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl Jahwes durch Mose.</verse>
        <verse osisID="Num.4.38">Und die Gemusterten der Söhne Gersons, nach ihren Familien und nach ihren Vaterhäusern,</verse>
        <verse osisID="Num.4.39">von dreissig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, welche in die Arbeit traten zum Dienst am Zelte der Zusammenkunft:</verse>
        <verse osisID="Num.4.40">es waren ihrer Gemusterten, nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, 2630.</verse>
        <verse osisID="Num.4.41">Das sind die Gemusterten der Familien der Söhne Gersons, alle, welche am Zelte der Zusammenkunft dienten, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Num.4.42">Und die Gemusterten der Familien der Söhne Meraris, nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern,</verse>
        <verse osisID="Num.4.43">von dreissig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, welche in die Arbeit traten zum Dienst am Zelte der Zusammenkunft:</verse>
        <verse osisID="Num.4.44">es waren ihrer Gemusterten, nach ihren Familien, 3200.</verse>
        <verse osisID="Num.4.45">Das sind die Gemusterten der Familien der Söhne Meraris, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl Jahwes durch Mose.</verse>
        <verse osisID="Num.4.46">Aller Gemusterten, welche Mose und Aaron und die Fürsten Israels musterten, der Leviten nach ihren Familien und nach ihren Vaterhäusern,</verse>
        <verse osisID="Num.4.47">von dreissig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren, aller, welche antraten, um den Dienst der Bedienung und den Dienst des Tragens am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten:</verse>
        <verse osisID="Num.4.48">ihrer Gemusterten waren 8580.</verse>
        <verse osisID="Num.4.49">Nach dem Befehl Jahwes musterte <note>{O. beorderte, bestellte}</note> man sie durch Mose <note>{And. üb.: Nach dem Befehl Jahwes durch Mose musterte man (oder er) sie}</note>, jeden einzelnen zu seinem Dienst und zu seiner Traglast; und sie wurden von ihm gemustert, wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.5">
        <verse osisID="Num.5.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.5.2">Gebiete den Kindern Israel, dass sie alle Aussätzigen und alle Flüssigen und alle wegen einer Leiche Verunreinigten aus dem Lager hinaustun;</verse>
        <verse osisID="Num.5.3">sowohl Mann als Weib sollt ihr hinaustun, vor das Lager sollt ihr sie hinaustun, damit sie nicht ihre Lager verunreinigen, in deren Mitte ich wohne.</verse>
        <verse osisID="Num.5.4">Und die Kinder Israel taten also und taten sie vor das Lager hinaus; so wie Jahwe zu Mose geredet hatte, also taten die Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.5.5">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.5.6">Rede zu den Kindern Israel: Wenn ein Mann oder ein Weib irgend eine von allen Sünden der Menschen tun, so dass sie eine Untreue gegen Jahwe begehen <note>{Vergl. 3. Mose 5,21 usw.}</note>, und selbige Seele sich verschuldet,</verse>
        <verse osisID="Num.5.7">so sollen sie ihre Sünde bekennen, die sie getan haben; und der Täter <note>{W. er}</note> soll seine Schuld erstatten nach ihrer vollen Summe und soll das Fünftel davon hinzufügen und es dem geben, an welchem er sich verschuldet hat.</verse>
        <verse osisID="Num.5.8">Und wenn der Mann keinen Blutsverwandten <note>{dasselbe Wort wie: "Löser"}</note> hat, um diesem die Schuld zu erstatten, so soll die Schuld, welche Jahwe erstattet wird, dem Priester gehören ausser dem Widder der Versöhnung, womit man Sühnung für ihn tut. -</verse>
        <verse osisID="Num.5.9">Und jedes Hebopfer von allen heiligen Dingen der Kinder Israel, welche sie dem Priester darbringen, soll ihm gehören.</verse>
        <verse osisID="Num.5.10">Ja, ihm sollen eines jeden heilige Dinge gehören; was jemand dem Priester gibt, soll ihm gehören.</verse>
        <verse osisID="Num.5.11">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.5.12">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn irgend eines Mannes Weib ausschweift und Untreue gegen ihn begeht,</verse>
        <verse osisID="Num.5.13">und ein Mann liegt bei ihr zur Begattung, und es ist verborgen vor den Augen ihres Mannes, und sie hat sich im geheimen verunreinigt, und es ist kein Zeuge gegen sie, und sie ist nicht ertappt worden;</verse>
        <verse osisID="Num.5.14">und der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird eifersüchtig auf sein Weib, und sie hat sich verunreinigt; oder der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird eifersüchtig auf sein Weib, und sie hat sich nicht verunreinigt:</verse>
        <verse osisID="Num.5.15">so soll der Mann sein Weib zu dem Priester bringen und ihre Opfergabe <note>{S. die Anm. zu 3. Mose 1,2}</note> ihrethalben bringen, ein Zehntel Epha Gerstenmehl; er soll kein Öl darauf giessen und keinen Weihrauch darauf legen; denn es ist ein Speisopfer der Eifersucht, ein Speisopfer des Gedächtnisses, welches Ungerechtigkeit ins Gedächtnis bringt.</verse>
        <verse osisID="Num.5.16">Und der Priester soll sie herzunahen lassen und sie vor Jahwe stellen.</verse>
        <verse osisID="Num.5.17">Und der Priester nehme heiliges Wasser in einem irdenen Gefässe; und der Priester nehme von dem Staube, der auf dem Fussboden der Wohnung ist, und tue ihn in das Wasser.</verse>
        <verse osisID="Num.5.18">Und der Priester stelle das Weib vor Jahwe und entblösse das Haupt des Weibes, und lege auf ihre Hände das Speisopfer des Gedächtnisses; es ist ein Speisopfer der Eifersucht; und das fluchbringende Wasser der Bitterkeit soll in der Hand des Priesters sein.</verse>
        <verse osisID="Num.5.19">Und der Priester soll sie beschwören und zu dem Weibe sagen: Wenn kein Mann bei dir gelegen hat, und wenn du, unter deinem Manne seiend, nicht ausgeschweift bist in Unreinigkeit, so bleibe unversehrt von diesem fluchbringenden Wasser der Bitterkeit;</verse>
        <verse osisID="Num.5.20">wenn du aber, unter deinem Manne seiend, ausgeschweift bist und dich verunreinigt hast, und ein Mann bei dir gelegen hat ausser deinem Manne, -</verse>
        <verse osisID="Num.5.21">und zwar soll der Priester das Weib beschwören mit dem Schwure des Fluches, und der Priester soll zu dem Weibe sagen -: So mache dich Jahwe zum Fluche und zum Schwure in der Mitte deines Volkes, indem Jahwe deine Hüfte schwinden und deinen Bauch schwellen mache,</verse>
        <verse osisID="Num.5.22">und es komme dieses fluchbringende Wasser in deine Eingeweide, um den Bauch schwellen und die Hüfte schwinden zu machen! Und das Weib soll sagen: Amen, Amen!</verse>
        <verse osisID="Num.5.23">Und der Priester soll diese Flüche in ein Buch <note>{O. auf eine Rolle}</note> schreiben und sie in das Wasser der Bitterkeit auslöschen <note>{damit die Flüche gleichsam in das Wasser übergehen}</note>;</verse>
        <verse osisID="Num.5.24">und er soll das Weib das fluchbringende Wasser der Bitterkeit trinken lassen, damit das fluchbringende Wasser in sie komme zur Bitterkeit.</verse>
        <verse osisID="Num.5.25">Und der Priester nehme aus der Hand des Weibes das Speisopfer der Eifersucht und webe das Speisopfer vor Jahwe und bringe es zum Altar;</verse>
        <verse osisID="Num.5.26">und der Priester nehme eine Handvoll von dem Speisopfer als dessen Gedächtnisteil und räuchere es auf dem Altar; und danach soll er das Weib das Wasser trinken lassen.</verse>
        <verse osisID="Num.5.27">Und hat er sie das Wasser trinken lassen, so wird es geschehen, wenn sie sich verunreinigt und Untreue begangen hat gegen ihren Mann, dass das fluchbringende Wasser in sie kommen wird zur Bitterkeit, und ihr Bauch wird schwellen und ihre Hüfte schwinden; und das Weib wird zum Fluche werden in der Mitte ihres Volkes.</verse>
        <verse osisID="Num.5.28">Wenn aber das Weib sich nicht verunreinigt hat und rein ist, so wird sie unversehrt bleiben und Samen empfangen.</verse>
        <verse osisID="Num.5.29">Das ist das Gesetz der Eifersucht: Wenn ein Weib, unter ihrem Manne seiend, ausschweift und sich verunreinigt,</verse>
        <verse osisID="Num.5.30">oder wenn über einen Mann der Geist der Eifersucht kommt, und er wird eifersüchtig auf sein Weib, so soll er das Weib vor Jahwe stellen, und der Priester soll ihr tun nach diesem, ganzen Gesetz.</verse>
        <verse osisID="Num.5.31">Und der Mann wird frei sein von Schuld <note>{Anderswo: Ungerechtigkeit}</note>; selbiges Weib aber soll ihre Missetat tragen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.6">
        <verse osisID="Num.6.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.6.2">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder ein Weib sich weiht, indem er das Gelübde eines Nasirs <note>{Abgesonderter, Geweihter}</note> gelobt, um sich für Jahwe abzusondern,</verse>
        <verse osisID="Num.6.3">so soll er sich des Weines und des starken Getränks enthalten: Essig von Wein und Essig von starkem Getränk soll er nicht trinken; und keinerlei Traubensaft soll er trinken, und Trauben, frische oder getrocknete, soll er nicht essen.</verse>
        <verse osisID="Num.6.4">Alle die Tage seiner Absonderung soll er von allem, was vom Weinstock bereitet wird, von den Kernen bis zur Hülse, nicht essen.</verse>
        <verse osisID="Num.6.5">Alle die Tage des Gelübdes seiner Absonderung soll kein Schermesser über sein Haupt gehen; bis die Tage erfüllt sind, die er sich für Jahwe absondert, soll er heilig sein; er soll das Haar seines Hauptes frei wachsen lassen.</verse>
        <verse osisID="Num.6.6">Alle die Tage, die er sich für Jahwe absondert, soll er zu keiner Leiche kommen.</verse>
        <verse osisID="Num.6.7">Wegen seines Vaters und wegen seiner Mutter, wegen seines Bruders und wegen seiner Schwester, ihretwegen soll er sich nicht verunreinigen, wenn sie sterben; denn die Weihe <note>{O. Absonderung, wie V.4}</note> seines Gottes ist auf seinem Haupte.</verse>
        <verse osisID="Num.6.8">Alle die Tage seiner Absonderung ist er dem Jahwe heilig.</verse>
        <verse osisID="Num.6.9">Und wenn jemand unversehens, plötzlich, bei ihm stirbt, und er das Haupt seiner Weihe <note>{O. Absonderung, wie V.4}</note> verunreinigt, so soll er sein Haupt an dem Tage seiner Reinigung scheren; am siebten Tage soll er es scheren.</verse>
        <verse osisID="Num.6.10">Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben zu dem Priester bringen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Num.6.11">Und der Priester soll eine zum Sündopfer und eine zum Brandopfer opfern, und Sühnung für ihn tun deswegen, dass er sich an der Leiche versündigt hat; und er soll sein Haupt an selbigem Tage heiligen.</verse>
        <verse osisID="Num.6.12">Und er soll die Tage seiner Absonderung nochmals für Jahwe absondern und ein einjähriges Lamm zum Schuldopfer bringen; die vorigen Tage aber sind verfallen, denn seine Weihe ist verunreinigt worden.</verse>
        <verse osisID="Num.6.13">Und dies ist das Gesetz des Nasirs: An dem Tage, an welchem die Tage seiner Absonderung erfüllt sind, soll man ihn an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft bringen.</verse>
        <verse osisID="Num.6.14">Und er soll Jahwe seine Opfergabe darbringen: ein einjähriges Lamm ohne Fehl zum Brandopfer, und ein einjähriges weibliches Lamm ohne Fehl zum Sündopfer; und einen Widder ohne Fehl zum Friedensopfer,</verse>
        <verse osisID="Num.6.15">und einen Korb mit Ungesäuertem: Feinmehlkuchen, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, gesalbt mit Öl; nebst ihrem <note>{d.h. nebst den zu den Brand- und Friedensopfern gehörenden Speis- und Trankopfern. Vergl. Kap. 15,3-11}</note> Speisopfer und ihren <note>{d.h. nebst den zu den Brand- und Friedensopfern gehörenden Speis- und Trankopfern. Vergl. Kap. 15,3-11}</note> Trankopfern.</verse>
        <verse osisID="Num.6.16">Und der Priester soll sie vor Jahwe darbringen und sein Sündopfer und sein Brandopfer opfern.</verse>
        <verse osisID="Num.6.17">Und den Widder soll er als Friedensopfer dem Jahwe opfern samt dem Korbe des Ungesäuerten; und der Priester soll dessen Speisopfer und dessen Trankopfer opfern.</verse>
        <verse osisID="Num.6.18">Und der Nasir soll an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft das Haupt seiner Weihe scheren und das Haar des Hauptes seiner Weihe nehmen und es auf das Feuer legen, das unter dem Friedensopfer ist.</verse>
        <verse osisID="Num.6.19">Und der Priester nehme den gekochten Bug von dem Widder und einen ungesäuerten Kuchen und einen ungesäuerten Fladen aus dem Korbe und lege sie auf die Hände des Nasirs, nachdem er das Zeichen seiner Weihe geschoren hat.</verse>
        <verse osisID="Num.6.20">Und der Priester webe sie als Webopfer vor Jahwe; es ist dem Priester heilig nebst der Brust des Webopfers und nebst dem Schenkel des Hebopfers <note>{3. Mose 7,32-34}</note>. Und danach mag der Nasir Wein trinken.</verse>
        <verse osisID="Num.6.21">Das ist das Gesetz des Nasirs, der ein Gelübde tut, und das seine Opfergabe dem Jahwe wegen seiner Weihe, ausser dem, was seine Hand aufbringen kann. Gemäss seinem Gelübde, das er getan hat, also soll er tun nach dem Gesetz seiner Weihe.</verse>
        <verse osisID="Num.6.22">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.6.23">Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr die Kinder Israel segnen; sprechet zu ihnen:</verse>
        <verse osisID="Num.6.24">Jahwe segne dich und behüte dich!</verse>
        <verse osisID="Num.6.25">Jahwe lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig!</verse>
        <verse osisID="Num.6.26">Jahwe erhebe sein Angesicht auf dich und gebe <note>{Eig. setze, mache}</note> dir Frieden!</verse>
        <verse osisID="Num.6.27">Und so sollen sie meinen Namen auf die Kinder Israel legen, und ich werde sie segnen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.7">
        <verse osisID="Num.7.1">Und es geschah an dem Tage, da Mose das Aufrichten der Wohnung vollendet und sie gesalbt und sie geheiligt hatte mit allen ihren Geräten, sowie den Altar und alle seine Geräte, und er sie gesalbt und sie geheiligt hatte,</verse>
        <verse osisID="Num.7.2">da brachten die Fürsten Israels, die Häupter ihrer Vaterhäuser, sie, die Fürsten der Stämme, die Vorsteher der Gemusterten,</verse>
        <verse osisID="Num.7.3">sie brachten ihre Opfergabe dar vor Jahwe: sechs bedeckte Wagen und zwölf Rinder, einen Wagen für zwei Fürsten und ein Rind für einen; und sie brachten sie dar vor der Wohnung.</verse>
        <verse osisID="Num.7.4">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.7.5">Nimm sie von Ihnen, und sie seien zum Verrichten des Dienstes des Zeltes der Zusammenkunft, und gib sie den Leviten, einem jeden nach Verhältnis seines Dienstes.</verse>
        <verse osisID="Num.7.6">Und Mose nahm die Wagen und die Rinder und gab sie den Leviten.</verse>
        <verse osisID="Num.7.7">Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Söhnen Gersons nach Verhältnis ihres Dienstes;</verse>
        <verse osisID="Num.7.8">und vier Wagen und acht Rinder gab er den Söhnen Meraris nach Verhältnis ihres Dienstes -: unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.</verse>
        <verse osisID="Num.7.9">Aber den Söhnen Kehaths gab er nichts; denn ihnen lag der Dienst des Heiligtums ob: auf der Schulter trugen sie.</verse>
        <verse osisID="Num.7.10">Und die Fürsten brachten die Einweihungsgabe des Altars dar an dem Tage, da er gesalbt wurde; und die Fürsten brachten ihre Opfergabe dar vor dem Altar.</verse>
        <verse osisID="Num.7.11">Und Jahwe sprach zu Mose: Je ein Fürst auf einen Tag sollen sie ihre Opfergabe zur Einweihung des Altars darbringen.</verse>
        <verse osisID="Num.7.12">Und es geschah, der am ersten Tage seine Opfergabe darbrachte, war Nachschon, der Sohn Amminadabs, vom Stamme Juda.</verse>
        <verse osisID="Num.7.13">Und seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.14">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.15">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.16">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.17">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Nachschons, des Sohnes Amminadabs.</verse>
        <verse osisID="Num.7.18">Am zweiten Tage brachte Nethaneel dar, der Sohn Zuars, der Fürst von Issaschar;</verse>
        <verse osisID="Num.7.19">er brachte seine Opfergabe dar: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.20">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.21">einen jungen Farren, einen Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.22">einen Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.23">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Nethaneels, des Sohnes Zuars.</verse>
        <verse osisID="Num.7.24">Am dritten Tage der Fürst der Söhne Sebulons, Eliab, der Sohn Helons.</verse>
        <verse osisID="Num.7.25">Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.26">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.27">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.28">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.29">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Eliabs, des Sohnes Helons.</verse>
        <verse osisID="Num.7.30">Am vierten Tage der Fürst der Söhne Rubens, Elizur, der Sohn Schedeurs.</verse>
        <verse osisID="Num.7.31">Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.32">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.33">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.34">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.35">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Elizurs, des Sohnes Schedeurs.</verse>
        <verse osisID="Num.7.36">Am fünften Tage der Fürst der Söhne Simeons, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais.</verse>
        <verse osisID="Num.7.37">Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.38">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.39">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.40">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.41">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Schelumiels, des Sohnes Zurischaddais.</verse>
        <verse osisID="Num.7.42">Am sechsten Tage der Fürst der Söhne Gads, Eljasaph, der Sohn Deghuels.</verse>
        <verse osisID="Num.7.43">Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.44">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.45">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.46">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.47">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Eljasaphs, des Sohnes Deghuels.</verse>
        <verse osisID="Num.7.48">Am siebten Tage der Fürst der Söhne Ephraims, Elischama, der Sohn Ammihuds.</verse>
        <verse osisID="Num.7.49">Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.50">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.51">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.52">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.53">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Elischamas, des Sohnes Ammihuds.</verse>
        <verse osisID="Num.7.54">Am achten Tage der Fürst der Söhne Manasses, Gamliel, der Sohn Pedazurs.</verse>
        <verse osisID="Num.7.55">Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.56">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.57">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.58">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.59">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs.</verse>
        <verse osisID="Num.7.60">Am neunten Tage der Fürst der Söhne Benjamins, Abidan, der Sohn Gideonis.</verse>
        <verse osisID="Num.7.61">Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.62">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.63">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.64">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.65">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Abidans, des Sohnes Gideonis.</verse>
        <verse osisID="Num.7.66">Am zehnten Tage der Fürst der Söhne Dans, Achieser, der Sohn Ammischaddais.</verse>
        <verse osisID="Num.7.67">Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.68">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.69">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.70">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.71">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Achiesers, des Sohnes Ammischaddais.</verse>
        <verse osisID="Num.7.72">Am elften Tage der Fürst der Söhne Asers, Pagiel, der Sohn Okrans.</verse>
        <verse osisID="Num.7.73">Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.74">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.75">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.76">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.77">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Pagiels, des Sohnes Okrans.</verse>
        <verse osisID="Num.7.78">Am zwölften Tage der Fürst der Söhne Naphtalis, Achira, der Sohn Enans.</verse>
        <verse osisID="Num.7.79">Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.80">eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;</verse>
        <verse osisID="Num.7.81">ein junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.82">ein Ziegenbock zum Sündopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.7.83">und zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Achiras, des Sohnes Enans.</verse>
        <verse osisID="Num.7.84">Dies war die Einweihungsgabe des Altars, seitens der Fürsten Israels, an dem Tage, da er gesalbt wurde: zwölf silberne Schüsseln, zwölf silberne Sprengschalen, zwölf goldene Schalen;</verse>
        <verse osisID="Num.7.85">130 Sekel eine silberne Schüssel, und siebzig eine Sprengschale: alles Silber der Gefässe 2400 Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums;</verse>
        <verse osisID="Num.7.86">zwölf goldene Schalen voll Räucherwerk, je zehn Sekel eine Schale, nach dem Sekel des Heiligtums: alles Gold der Schalen 120 Sekel.</verse>
        <verse osisID="Num.7.87">Aller Rinder zum Brandopfer waren zwölf Farren; dazu zwölf Widder, zwölf einjährige Lämmer, nebst ihrem Speisopfer; und zwölf Ziegenböcke zum Sündopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.7.88">Und aller Rinder zum Friedensopfer waren 24 Farren; dazu sechzig Widder, sechzig Böcke, sechzig einjährige Lämmer. Das war die Einweihungsgabe des Altars, nachdem er gesalbt worden war.</verse>
        <verse osisID="Num.7.89">Und wenn Mose in das Zelt der Zusammenkunft hineinging, um mit ihm zu reden, so hörte er die Stimme zu ihm reden von dem Deckel herab, der auf der Lade des Zeugnisses war, zwischen den beiden Cherubim hervor; und er redete zu ihm.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.8">
        <verse osisID="Num.8.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.8.2">Rede zu Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen anzündest, so sollen die sieben Lampen gerade vor dem Leuchter hinscheinen.</verse>
        <verse osisID="Num.8.3">Und Aaron tat also: er zündete seine Lampen an, so dass sie gerade vor dem Leuchter hinschienen, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.8.4">Und dies war die Arbeit des Leuchters: getriebene Arbeit von Gold; von seinem Fusse bis zu seinen Blumen, alles war getriebene Arbeit; nach dem Bilde, das Jahwe dem Mose gezeigt, also hatte man <note>{O. er}</note> den Leuchter gemacht.</verse>
        <verse osisID="Num.8.5">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.8.6">Nimm die Leviten aus der Mitte der Kinder Israel und reinige sie.</verse>
        <verse osisID="Num.8.7">Und also sollst du mit ihnen tun, um sie zu reinigen: Sprenge Entsündigungswasser auf sie, und sie sollen das Schermesser über ihr ganzes Fleisch gehen lassen und ihre Kleider waschen und sich reinigen.</verse>
        <verse osisID="Num.8.8">Und sie sollen einen jungen Farren nehmen, und sein Speisopfer: Feinmehl, gemengt mit Öl; und einen anderen jungen Farren sollst du nehmen zum Sündopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.8.9">Und du sollst die Leviten vor das Zelt der Zusammenkunft herzutreten lassen und die ganze Gemeinde der Kinder Israel versammeln.</verse>
        <verse osisID="Num.8.10">Und du sollst die Leviten vor Jahwe herzutreten lassen, und die Kinder Israel sollen ihre Hände auf die Leviten legen.</verse>
        <verse osisID="Num.8.11">Und Aaron soll die Leviten als Webopfer von seiten der Kinder Israel vor Jahwe weben, damit sie zum Verrichten des Dienstes Jahwes seien.</verse>
        <verse osisID="Num.8.12">Und die Leviten sollen ihre Hände auf den Kopf der Farren legen; und den einen sollst du als Sündopfer und den anderen als Brandopfer dem Jahwe opfern, um für die Leviten Sühnung zu tun.</verse>
        <verse osisID="Num.8.13">Und so sollst du die Leviten vor Aaron und vor seine Söhne stellen und sie dem Jahwe als Webopfer weben;</verse>
        <verse osisID="Num.8.14">und du sollst die Leviten aus der Mitte der Kinder Israel aussondern, dass die Leviten mir gehören.</verse>
        <verse osisID="Num.8.15">Und danach sollen die Leviten kommen, um das Zelt der Zusammenkunft zu bedienen. So sollst du sie reinigen und sie als Webopfer weben.</verse>
        <verse osisID="Num.8.16">Denn sie sind mir ganz zu eigen gegeben aus der Mitte der Kinder Israel; anstatt alles dessen, was die Mutter bricht, anstatt jedes Erstgeborenen aus den Kindern Israel habe ich sie mir genommen.</verse>
        <verse osisID="Num.8.17">Denn mein ist alles Erstgeborene unter den Kindern Israel an Menschen und an Vieh. An dem Tage, da ich alle Erstgeburt im Lande Ägypten schlug, habe ich sie mir geheiligt.</verse>
        <verse osisID="Num.8.18">Und ich habe die Leviten genommen anstatt aller Erstgeborenen unter den Kindern Israel;</verse>
        <verse osisID="Num.8.19">und ich habe die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen als Gabe <note>{W. als Gegebene}</note> aus der Mitte der Kinder Israel gegeben, um den Dienst der Kinder Israel am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten und um für die Kinder Israel Sühnung zu tun, damit unter den Kindern Israel keine Plage dadurch entstehe, dass die Kinder Israel dem Heiligtum nahen.</verse>
        <verse osisID="Num.8.20">Und Mose und Aaron und die ganze Gemeinde der Kinder Israel taten so mit den Leviten; nach allem, was Jahwe dem Mose geboten hatte wegen der Leviten, also taten die Kinder Israel mit ihnen.</verse>
        <verse osisID="Num.8.21">Und die Leviten entsündigten sich und wuschen ihre Kleider; und Aaron webte sie als Webopfer vor Jahwe; und Aaron tat Sühnung für sie zu ihrer Reinigung.</verse>
        <verse osisID="Num.8.22">Und danach kamen die Leviten, um ihren Dienst am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten vor Aaron und vor seinen Söhnen. So wie Jahwe dem Mose betreffs der Leviten geboten hatte, also taten sie mit ihnen.</verse>
        <verse osisID="Num.8.23">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.8.24">Dies ist es, was die Leviten betrifft: Von 25 Jahren an und darüber soll er eintreten, um die Arbeit zu tun im Dienste des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Num.8.25">Aber von fünfzig Jahren an soll er aus der Arbeit des Dienstes austreten und nicht mehr dienen;</verse>
        <verse osisID="Num.8.26">er mag seinen Brüdern helfen am Zelte der Zusammenkunft, um der Hut zu warten; aber Dienst soll er nicht tun. So sollst du mit den Leviten tun in ihren Obliegenheiten.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.9">
        <verse osisID="Num.9.1">Und Jahwe redete zu Mose in der Wüste Sinai, im zweiten Jahre nach ihrem Auszug aus dem Lande Ägypten, im ersten Monat, und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.9.2">Die Kinder Israel sollen das Passah feiern zu seiner bestimmten Zeit;</verse>
        <verse osisID="Num.9.3">am vierzehnten Tage in diesem Monat, zwischen den zwei Abenden, sollt ihr es feiern zu seiner bestimmten Zeit; nach allen seinen Satzungen und nach allen seinen Vorschriften sollt ihr es feiern.</verse>
        <verse osisID="Num.9.4">Und Mose redete zu den Kindern Israel, dass sie das Passah feiern sollten.</verse>
        <verse osisID="Num.9.5">Und sie feierten das Passah im ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats, zwischen den zwei Abenden, in der Wüste Sinai; nach allem, was Jahwe dem Mose geboten hatte, also taten die Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.9.6">Und es waren Männer da, die unrein waren wegen der Leiche eines Menschen und an jenem Tage das Passah nicht feiern konnten; und sie traten an jenem Tage vor Mose und vor Aaron.</verse>
        <verse osisID="Num.9.7">Und diese Männer sprachen zu ihm: Wir sind unrein wegen der Leiche eines Menschen; warum sollen wir verkürzt werden, dass wir die Opfergabe Jahwes nicht zur bestimmten Zeit in der Mitte der Kinder Israel darbringen?</verse>
        <verse osisID="Num.9.8">Und Mose sprach zu ihnen: Bleibet stehen, und ich will hören, was Jahwe eurethalben gebieten wird. -</verse>
        <verse osisID="Num.9.9">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.9.10">Rede zu den Kindern Israel und sprich: Wenn irgend jemand von euch oder von euren Geschlechtern unrein ist wegen einer Leiche oder ist auf einem fernen Wege, so soll er dem Jahwe Passah feiern;</verse>
        <verse osisID="Num.9.11">im zweiten Monat, am vierzehnten Tage, zwischen den zwei Abenden, sollen sie es feiern; mit Ungesäuertem und bitteren Kräutern sollen sie es essen;</verse>
        <verse osisID="Num.9.12">sie sollen nichts davon übriglassen bis an den Morgen, und sollen kein Bein an ihm zerbrechen; nach allen Satzungen des Passah sollen sie es feiern.</verse>
        <verse osisID="Num.9.13">Der Mann aber, der rein und nicht auf dem Wege ist, und es unterlässt, das Passah zu feiern, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern; denn er hat die Opfergabe Jahwes nicht zur bestimmten Zeit dargebracht; selbiger Mann soll seine Sünde tragen.</verse>
        <verse osisID="Num.9.14">Und wenn ein Fremdling bei euch weilt und dem Jahwe Passah feiern will, so soll er es feiern nach der Satzung des Passah und nach seiner Vorschrift. Eine Satzung soll für euch sein, sowohl für den Fremdling als auch für den Eingeborenen des Landes.</verse>
        <verse osisID="Num.9.15">Und an dem Tage, da die Wohnung aufgerichtet wurde, bedeckte die Wolke die Wohnung des Zeltes des Zeugnisses; und am Abend war es über der Wohnung wie das Ansehen eines Feuers bis an den Morgen.</verse>
        <verse osisID="Num.9.16">So war es beständig: die Wolke bedeckte sie, und des Nachts war es wie das Ansehen eines Feuers.</verse>
        <verse osisID="Num.9.17">Und so wie die Wolke sich von dem Zelte erhob, brachen danach die Kinder Israel auf; und an dem Orte, wo die Wolke sich niederliess <note>{O. ruhte; desgl. Kap. 10,12}</note>, daselbst lagerten sich die Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.9.18">Nach dem Befehl Jahwes brachen die Kinder Israel auf, und nach dem Befehl Jahwes lagerten sie sich; alle die Tage, da die Wolke auf der Wohnung ruhte, lagerten sie.</verse>
        <verse osisID="Num.9.19">Und wenn die Wolke viele Tage auf der Wohnung verweilte, so warteten die Kinder Israel der Hut Jahwes <note>{d.h. sie beobachteten das, was für Jahwe zu beobachten war}</note> und brachen nicht auf.</verse>
        <verse osisID="Num.9.20">Und geschah es, dass die Wolke wenige Tage auf der Wohnung war, nach dem Befehl Jahwes lagerten sie sich - und nach dem Befehl Jahwes brachen sie auf.</verse>
        <verse osisID="Num.9.21">Und geschah es, dass die Wolke da war vom Abend bis an den Morgen, und die Wolke erhob sich am Morgen, so brachen sie auf; oder einen Tag und eine Nacht, und die Wolke erhob sich, so brachen sie auf;</verse>
        <verse osisID="Num.9.22">oder zwei Tage oder einen Monat oder eine geraume Zeit <note>{W. oder Tage}</note> - wenn die Wolke auf der Wohnung verweilte, indem sie darauf ruhte, so lagerten die Kinder Israel und brachen nicht auf; und wenn sie sich erhob, so brachen sie auf.</verse>
        <verse osisID="Num.9.23">Nach dem Befehl Jahwes lagerten sie sich, und nach dem Befehl Jahwes brachen sie auf; sie warteten der Hut Jahwes nach dem Befehl Jahwes durch Mose.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.10">
        <verse osisID="Num.10.1">Und Jahwe redete zu Mose sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.10.2">Mache dir zwei Trompeten von Silber; in getriebener Arbeit sollst du sie machen; und sie sollen dir dienen zur Berufung der Gemeinde und zum Aufbruch der Lager.</verse>
        <verse osisID="Num.10.3">Und stösst man in dieselben, so soll die ganze Gemeinde sich zu dir versammeln an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Num.10.4">Und wenn man in eine stösst, so sollen die Fürsten sich zu dir versammeln, die Häupter der Tausende Israels.</verse>
        <verse osisID="Num.10.5">Und blaset ihr Lärm, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Osten lagern;</verse>
        <verse osisID="Num.10.6">und blaset ihr Lärm zum zweiten Male, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Süden lagern: zu ihrem Aufbruch sollen sie Lärm blasen.</verse>
        <verse osisID="Num.10.7">Aber um die Versammlung zu versammeln, sollt ihr hineinstossen und nicht Lärm blasen.</verse>
        <verse osisID="Num.10.8">Und die Söhne Aarons, die Priester, sollen in die Trompeten stossen. Und sie sollen euch zu einer ewigen Satzung sein bei euren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Num.10.9">Und wenn ihr in eurem Lande in den Streit ziehet wider den Bedränger, der euch bedrängt, so sollt ihr mit den Trompeten Lärm blasen; und es wird eurer gedacht werden vor Jahwe, eurem Gott, und ihr werdet gerettet werden vor euren Feinden.</verse>
        <verse osisID="Num.10.10">Und an euren Freudentagen und an euren Festen <note>{Eig. bestimmten Zeiten (um Gott zu nahen)}</note> und an euren Neumonden <note>{Eig. an den Anfängen eurer Monate}</note>, da sollt ihr in die Trompeten stossen bei euren Brandopfern und bei euren Friedensopfern; und sie sollen euch zum Gedächtnis sein vor eurem Gott. Ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
        <verse osisID="Num.10.11">Und es geschah im zweiten Jahre, im zweiten Monat, am Zwanzigsten des Monats, da erhob sich die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses.</verse>
        <verse osisID="Num.10.12">Und die Kinder Israel brachen auf aus der Wüste Sinai nach ihren Zügen <note>{Eig. nach ihren Aufbrüchen; d.h. nach der in V. 14 - 28 beschriebenen Reihenfolge}</note>; und die Wolke liess sich nieder in der Wüste Paran.</verse>
        <verse osisID="Num.10.13">Und sie brachen zum ersten Male auf nach dem Befehl Jahwes durch Mose.</verse>
        <verse osisID="Num.10.14">Und das Panier des Lagers der Kinder Juda brach zuerst auf nach ihren Heeren; und über sein Heer war Nachschon, der Sohn Amminadabs.</verse>
        <verse osisID="Num.10.15">Und über das Heer des Stammes der Kinder Issaschar war Nethaneel, der Sohn Zuars;</verse>
        <verse osisID="Num.10.16">und über das Heer des Stammes der Kinder Sebulon war Eliab, der Sohn Helons.</verse>
        <verse osisID="Num.10.17">Und die Wohnung wurde abgenommen, und es brachen auf die Söhne Gersons und die Söhne Meraris, welche die Wohnung trugen.</verse>
        <verse osisID="Num.10.18">Und das Panier des Lagers Rubens brach auf nach seinen Heeren; und über sein Heer war Elizur, der Sohn Schedeurs.</verse>
        <verse osisID="Num.10.19">Und über das Heer des Stammes der Kinder Simeon war Schelumiel, der Sohn Zurischaddais;</verse>
        <verse osisID="Num.10.20">und über das Heer des Stammes der Kinder Gad war Eljasaph, der Sohn Deghuels.</verse>
        <verse osisID="Num.10.21">Und die Kehathiter brachen auf, welche das Heiligtum trugen; und jene richteten die Wohnung auf, bis diese kamen.</verse>
        <verse osisID="Num.10.22">Und das Panier des Lagers der Kinder Ephraim brach auf nach ihren Heeren; und über sein Heer war Elischama, der Sohn Ammihuds.</verse>
        <verse osisID="Num.10.23">Und über das Heer des Stammes der Kinder Manasse war Gamliel, der Sohn Pedazurs;</verse>
        <verse osisID="Num.10.24">und über das Heer des Stammes der Kinder Benjamin war Abidan, der Sohn Gideonis.</verse>
        <verse osisID="Num.10.25">Und das Panier des Lagers der Kinder Dan, welches die Nachhut aller Lager bildete, brach auf nach ihren Heeren; und über sein Heer war Achieser, der Sohn Ammischaddais.</verse>
        <verse osisID="Num.10.26">Und über das Heer des Stammes der Kinder Aser war Pagiel, der Sohn Okrans;</verse>
        <verse osisID="Num.10.27">und über das Heer des Stammes der Kinder Naphtali war Achira, der Sohn Enans. -</verse>
        <verse osisID="Num.10.28">Das war die Marschordnung der Kinder Israel nach ihren Heeren; und so brachen sie auf.</verse>
        <verse osisID="Num.10.29">Und Mose sprach zu Hobab, dem Sohne Reghuels, des Midianiters, des Schwiegervaters <note>{O. dem Schwager}</note> Moses: Wir brechen auf nach dem Orte, von welchem Jahwe gesagt hat: Ich will ihn euch geben. Ziehe mit uns, so werden wir dir Gutes tun; denn Jahwe hat Gutes über Israel geredet.</verse>
        <verse osisID="Num.10.30">Und er sprach zu ihm: Ich will nicht mitziehen, sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft <note>{O. in meinen Geburtsort; so auch 1. Mose 12,1; 24,4 usw.}</note> will ich gehen.</verse>
        <verse osisID="Num.10.31">Und er sprach: Verlass uns doch nicht! Denn du weisst ja, wo wir in der Wüste lagern sollen; und du wirst unser Auge <note>{Eig. unsere Augen}</note> sein.</verse>
        <verse osisID="Num.10.32">Und es soll geschehen, wenn du mit uns ziehst, und uns jenes Gute geschieht, das Jahwe an uns tun will, so werden wir dir auch Gutes tun.</verse>
        <verse osisID="Num.10.33">Und sie brachen auf von dem Berge Jahwes, drei Tagereisen weit, und die Lade des Bundes Jahwes zog drei Tagereisen vor ihnen her, um ihnen einen Ruheort zu erkunden;</verse>
        <verse osisID="Num.10.34">und die Wolke Jahwes war über ihnen des Tages, wenn sie aus dem Lager zogen.</verse>
        <verse osisID="Num.10.35">Und es geschah, wenn die Lade aufbrach, so sprach Mose: Stehe auf, Jahwe, dass deine Feinde sich zerstreuen, und deine Hasser vor dir fliehen!</verse>
        <verse osisID="Num.10.36">Und wenn sie ruhte, so sprach er: Kehre wieder, Jahwe, zu den Myriaden der Tausende Israels!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.11">
        <verse osisID="Num.11.1">Und es geschah, als das Volk sich beklagte, dass es übel war in den Ohren Jahwes; und als Jahwe es hörte, da erglühte sein Zorn, und ein Feuer Jahwes brannte unter ihnen und frass am Ende des Lagers.</verse>
        <verse osisID="Num.11.2">Und das Volk schrie zu Mose; und Mose betete zu Jahwe, da legte sich das Feuer.</verse>
        <verse osisID="Num.11.3">Und man gab selbigem Orte den Namen Tabhera <note>{Brand}</note>, weil ein Feuer Jahwes unter ihnen gebrannt hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.11.4">Und das Mischvolk, das in ihrer Mitte war, wurde lüstern, und auch die Kinder Israel weinten wiederum und sprachen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben?</verse>
        <verse osisID="Num.11.5">Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst assen, der Gurken und der Melonen und des Lauchs und der Zwiebeln und des Knoblauchs;</verse>
        <verse osisID="Num.11.6">und nun ist unsere Seele dürre; gar nichts ist da, nur auf das Man sehen unsere Augen.</verse>
        <verse osisID="Num.11.7">Das Man aber war wie Koriandersamen, und sein Ansehen wie das Ansehen des Bdellion <note>{S. die Anm. zu 1. Mose 2,12}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.11.8">Das Volk lief umher, und sie sammelten und mahlten es mit Handmühlen oder zerstiessen es in Mörsern; und sie kochten es in Töpfen, auch machten sie Kuchen daraus; und sein Geschmack war wie der Geschmack von Ölkuchen.</verse>
        <verse osisID="Num.11.9">Und wenn des Nachts der Tau auf das Lager herabfiel, so fiel das Man auf dasselbe herab.</verse>
        <verse osisID="Num.11.10">Und als Mose das Volk nach seinen Geschlechtern, einen jeden am Eingang seines Zeltes, weinen hörte, und der Zorn Jahwes heftig entbrannte, da war es übel in den Augen Moses.</verse>
        <verse osisID="Num.11.11">Und Mose sprach zu Jahwe: Warum hast du an deinem Knechte übel getan, und warum habe ich nicht Gnade gefunden in deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volkes auf mich legst?</verse>
        <verse osisID="Num.11.12">Bin ich mit diesem ganzen Volke schwanger gegangen, oder habe ich es geboren, dass du zu mir sprichst: Trage es in deinem Busen, gleichwie der Wärter den Säugling trägt, in das Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast?</verse>
        <verse osisID="Num.11.13">Woher soll ich Fleisch haben, um es diesem ganzen Volke zu geben? Denn sie weinen gegen mich und sagen: Gib uns Fleisch, dass wir essen!</verse>
        <verse osisID="Num.11.14">Ich allein vermag nicht dieses ganze Volk zu tragen, denn es ist mir zu schwer.</verse>
        <verse osisID="Num.11.15">Und wenn du also mit mir tust, so bringe mich doch um, wenn ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, damit ich mein Unglück nicht ansehe.</verse>
        <verse osisID="Num.11.16">Und Jahwe sprach zu Mose: Versammle mir siebzig Männer aus den Ältesten Israels, von denen du weisst, dass sie die Ältesten des Volkes und seine Vorsteher sind, und führe sie zu dem Zelte der Zusammenkunft, dass sie sich daselbst mit dir hinstellen.</verse>
        <verse osisID="Num.11.17">Und ich werde herniederkommen und daselbst mit dir reden, und ich werde von dem Geiste nehmen, der auf dir ist, und auf sie legen, dass sie mit dir an der Last des Volkes tragen, und du sie nicht allein tragest.</verse>
        <verse osisID="Num.11.18">Und zu dem Volke sollst du sagen: Heiliget euch auf morgen, und ihr werdet Fleisch essen; denn ihr habt vor den Ohren Jahwes geweint und gesprochen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben? denn in Ägypten ging es uns wohl; und Jahwe wird euch Fleisch geben, und ihr werdet essen.</verse>
        <verse osisID="Num.11.19">Nicht einen Tag sollt ihr essen, und nicht zwei Tage und nicht fünf Tage und nicht zehn Tage und nicht zwanzig Tage:</verse>
        <verse osisID="Num.11.20">bis zu einem ganzen Monat, bis es euch zur Nase herauskommt, und es euch zum Ekel wird; weil ihr Jahwe, der in eurer Mitte ist, verachtet <note>{O. verworfen}</note> und vor ihm geweint und gesprochen habt: Warum doch sind wir aus Ägypten herausgezogen?</verse>
        <verse osisID="Num.11.21">Und Mose sprach: 600000 Mann zu Fuss ist das Volk, in dessen Mitte ich bin, und du sprichst: Fleisch will ich ihnen geben, dass sie einen ganzen Monat essen!</verse>
        <verse osisID="Num.11.22">Soll Klein- und Rindvieh für sie geschlachtet werden, dass es für sie ausreiche? Oder sollen alle Fische des Meeres für sie gesammelt werden, dass es für sie ausreiche?</verse>
        <verse osisID="Num.11.23">Und Jahwe sprach zu Mose: Ist die Hand Jahwes zu kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort dir eintrifft oder nicht.</verse>
        <verse osisID="Num.11.24">Da ging Mose hinaus und redete zu dem Volke die Worte Jahwes; und er versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volkes und stellte sie rings um das Zelt.</verse>
        <verse osisID="Num.11.25">Und Jahwe kam in der Wolke hernieder und redete zu ihm und nahm von dem Geiste, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Männer, die Ältesten. Und es geschah, sobald der Geist auf sie kam <note>{Eig. sich auf sie niederliess: so auch V.26}</note>, weissagten sie; aber sie fuhren nicht fort.</verse>
        <verse osisID="Num.11.26">Und zwei Männer blieben im Lager zurück, der Name des einen war Eldad, und der Name des anderen Medad; und auch auf sie kam der Geist (sie waren nämlich unter den Aufgeschriebenen, waren aber nicht zum Zelte hinausgegangen), und sie weissagten im Lager.</verse>
        <verse osisID="Num.11.27">Da lief ein Jüngling hin und berichtete es Mose und sprach: Eldad und Medad weissagen im Lager.</verse>
        <verse osisID="Num.11.28">Und Josua, der Sohn Nuns, der Diener Moses, einer von seinen Jünglingen <note>{O. Auserlesenen; and. üb.: der Diener Moses von seiner Jugend an}</note>, antwortete und sprach: Mein Herr Mose, wehre ihnen!</verse>
        <verse osisID="Num.11.29">Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du für mich? Möchte doch das ganze Volk Jahwes Propheten sein, dass Jahwe seinen Geist auf sie legte!</verse>
        <verse osisID="Num.11.30">Und Mose zog sich in das Lager zurück, er und die Ältesten Israels.</verse>
        <verse osisID="Num.11.31">Und ein Wind fuhr von Jahwe aus und trieb Wachteln vom Meere herbei und warf sie auf das Lager, bei einer Tagereise hier und bei einer Tagereise dort, rings um das Lager, und bei zwei Ellen hoch über der Oberfläche der Erde.</verse>
        <verse osisID="Num.11.32">Und das Volk machte sich auf, denselben ganzen Tag und die ganze Nacht und den ganzen folgenden Tag, und sie sammelten die Wachteln; wer wenig gesammelt, hatte zehn Homer gesammelt; und sie breiteten sich dieselben aus rings um das Lager her.</verse>
        <verse osisID="Num.11.33">Das Fleisch war noch zwischen ihren Zähnen, es war noch nicht zerkaut, da entbrannte der Zorn Jahwes wider das Volk, und Jahwe richtete unter dem Volke eine sehr grosse Niederlage an <note>{W. schlug... einen sehr grossen Schlag}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.11.34">Und man gab selbigem Orte den Namen Kibroth-Hattaawa <note>{Gräber des Gelüsts}</note>, weil man daselbst das Volk begrub, das lüstern gewesen war.</verse>
        <verse osisID="Num.11.35">Von Kibroth-Hattaawa brach das Volk auf nach Hazeroth; und sie waren zu Hazeroth.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.12">
        <verse osisID="Num.12.1">Und Mirjam und Aaron redeten wider Mose wegen des kuschitischen Weibes, das er genommen hatte; denn er hatte ein kuschitisches Weib genommen.</verse>
        <verse osisID="Num.12.2">Und sie sprachen: Hat Jahwe nur mit <note>{O. durch}</note> Mose allein geredet? Hat er nicht auch mit <note>{O. durch}</note> uns geredet? Und Jahwe hörte es.</verse>
        <verse osisID="Num.12.3">Der Mann Mose aber war sehr sanftmütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren.</verse>
        <verse osisID="Num.12.4">Da sprach Jahwe plötzlich zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Gehet hinaus, ihr drei, zum Zelte der Zusammenkunft! Und sie gingen hinaus, die drei.</verse>
        <verse osisID="Num.12.5">Und Jahwe kam in der Wolkensäule hernieder und stand an dem Eingang des Zeltes; und er rief Aaron und Mirjam, und die beiden traten hinaus.</verse>
        <verse osisID="Num.12.6">Und er sprach: Höret denn meine Worte! Wenn ein Prophet unter euch ist, dem will ich, Jahwe, in einem Gesicht mich kundtun, in einem Traume will ich mit ihm reden.</verse>
        <verse osisID="Num.12.7">Nicht also mein Knecht Mose. Er ist treu in meinem ganzen Hause;</verse>
        <verse osisID="Num.12.8">mit ihm rede ich von Mund zu Mund, und deutlich und nicht in Rätseln, und das Bild Jahwes schaut er. Und warum habt ihr euch nicht gefürchtet, wider meinen Knecht, wider Mose, zu reden?</verse>
        <verse osisID="Num.12.9">Und der Zorn Jahwes entbrannte wider sie, und er ging weg.</verse>
        <verse osisID="Num.12.10">Und die Wolke wich von <note>{Eig. von über}</note> dem Zelte, und siehe, Mirjam war aussätzig wie Schnee; und Aaron wandte sich zu Mirjam, und siehe, sie war aussätzig.</verse>
        <verse osisID="Num.12.11">Da sprach Aaron zu Mose: Ach, mein Herr! lege doch nicht die Sünde auf uns, durch welche wir töricht gehandelt und uns versündigt haben!</verse>
        <verse osisID="Num.12.12">Möge sie doch nicht sein wie ein totes Kind, dessen Fleisch, wenn es aus seiner Mutter Leibe hervorkommt, zur Hälfte verwest ist!</verse>
        <verse osisID="Num.12.13">Und Mose schrie zu Jahwe und sprach: O Gott <note>{El}</note>, bitte, heile sie doch!</verse>
        <verse osisID="Num.12.14">Und Jahwe sprach zu Mose: Hätte ihr Vater ihr etwa ins Angesicht gespieen, sollte sie sich nicht sieben Tage lang schämen <note>{O. sollte sie nicht... beschimpft sein}</note>? Sie soll sieben Tage ausserhalb des Lagers eingeschlossen werden, und danach mag sie wieder aufgenommen werden.</verse>
        <verse osisID="Num.12.15">Und Mirjam wurde sieben Tage ausserhalb des Lagers eingeschlossen; und das Volk brach nicht auf, bis Mirjam wieder aufgenommen war.</verse>
        <verse osisID="Num.12.16">Danach aber brach das Volk von Hazeroth auf; und sie lagerten sich in der Wüste Paran.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.13">
        <verse osisID="Num.13.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.13.2">Sende dir Männer aus, dass sie das Land Kanaan auskundschaften, welches ich den Kindern Israel gebe; je einen Mann für den Stamm seiner Väter sollt ihr aussenden, jeder ein Fürst unter ihnen.</verse>
        <verse osisID="Num.13.3">Und Mose sandte sie aus der Wüste Paran nach dem Befehl Jahwes, allesamt Männer, welche Häupter der Kinder Israel waren.</verse>
        <verse osisID="Num.13.4">Und dies sind ihre Namen: für den Stamm Ruben, Schammua, der Sohn Sakkurs;</verse>
        <verse osisID="Num.13.5">für den Stamm Simeon, Schaphat, der Sohn Choris;</verse>
        <verse osisID="Num.13.6">für den Stamm Juda, Kaleb, der Sohn Jephunnes;</verse>
        <verse osisID="Num.13.7">für den Stamm Issaschar, Jigal, der Sohn Josephs;</verse>
        <verse osisID="Num.13.8">für den Stamm Ephraim, Hosea, der Sohn Nuns;</verse>
        <verse osisID="Num.13.9">für den Stamm Benjamin, Palti, der Sohn Raphus;</verse>
        <verse osisID="Num.13.10">für den Stamm Sebulon, Gaddiel, der Sohn Sodis;</verse>
        <verse osisID="Num.13.11">für den Stamm Joseph, für den Stamm Manasse, Gaddi, der Sohn Susis;</verse>
        <verse osisID="Num.13.12">für den Stamm Dan, Ammiel, der Sohn Gemallis;</verse>
        <verse osisID="Num.13.13">für den Stamm Aser, Sethur, der Sohn Michaels;</verse>
        <verse osisID="Num.13.14">für den Stamm Naphtali, Nachbi, der Sohn Waphsis;</verse>
        <verse osisID="Num.13.15">für den Stamm Gad, Geuel, der Sohn Makis.</verse>
        <verse osisID="Num.13.16">Das sind die Namen der Männer, welche Mose aussandte, um das Land auszukundschaften. Und Mose nannte Hosea <note>{H. Hoschea: Rettung}</note>, den Sohn Nuns, Josua <note>{S. 2. Mose 17,9}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.13.17">Und Mose sandte sie, um das Land Kanaan auszukundschaften, und sprach zu ihnen: Ziehet hier hinauf an der Südseite <note>{O. durch das Land des Südens; so auch V.22}</note>, und steiget auf das Gebirge,</verse>
        <verse osisID="Num.13.18">und besehet das Land, wie es ist; und das Volk, das darin wohnt, ob es stark oder schwach, ob es gering oder zahlreich ist;</verse>
        <verse osisID="Num.13.19">und wie das Land ist, in welchem es wohnt, ob es gut oder schlecht ist; und wie die Städte sind, in denen es wohnt, ob es in Lagern oder in Festungen wohnt;</verse>
        <verse osisID="Num.13.20">und wie das Land ist, ob es fett oder mager ist, ob Bäume darin sind oder nicht. Und fasset Mut und nehmet von der Frucht des Landes. Die Tage aber waren die Tage der ersten Trauben.</verse>
        <verse osisID="Num.13.21">Und sie zogen hinauf und kundschafteten das Land aus, von der Wüste Zin bis Rechob, wenn man nach Hamath geht.</verse>
        <verse osisID="Num.13.22">Und sie zogen an der Südseite hinauf und kamen bis Hebron, und daselbst waren Achiman, Scheschai und Talmai, die Kinder Enaks. Hebron aber war sieben Jahre vor Zoan in Ägypten erbaut worden.</verse>
        <verse osisID="Num.13.23">Und sie kamen bis in das Tal <note>{Das hebr. Wort bezeichnet allgemein alle Wildbäche und Flüsse Palästinas, und zwar sowohl den Fluss selbst, als auch die Schlucht oder das Tal, in welchem er fliesst}</note> Eskol <note>{Traube}</note> und schnitten daselbst eine Rebe mit einer Weintraube ab und trugen sie zu zweien an einer Stange, auch Granatäpfel und Feigen.</verse>
        <verse osisID="Num.13.24">Jenen Ort nannte man Tal Eskol wegen der Traube, welche die Kinder Israel daselbst abgeschnitten hatten.</verse>
        <verse osisID="Num.13.25">Und sie kehrten nach Verlauf von vierzig Tagen vom Auskundschaften des Landes zurück.</verse>
        <verse osisID="Num.13.26">Und sie gingen und kamen zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel in die Wüste Paran nach Kades; und sie brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Bescheid und zeigten ihnen die Frucht des Landes.</verse>
        <verse osisID="Num.13.27">Und sie erzählten ihm und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, wohin du uns gesandt hast; und wirklich, es fliesst von Milch und Honig, und dies ist seine Frucht.</verse>
        <verse osisID="Num.13.28">Nur dass das Volk stark ist, welches in dem Lande wohnt, und die Städte befestigt, sehr gross; und auch die Kinder Enaks haben wir dort gesehen.</verse>
        <verse osisID="Num.13.29">Amalek wohnt im Lande des Südens, und die Hethiter und die Jebusiter und die Amoriter wohnen auf dem Gebirge, und die Kanaaniter wohnen am Meere und an der Seite des Jordan.</verse>
        <verse osisID="Num.13.30">Und Kaleb beschwichtigte das Volk gegen Mose und sprach: Lasst uns nur hinaufziehen und es in Besitz nehmen, denn wir werden es gewisslich überwältigen.</verse>
        <verse osisID="Num.13.31">Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sprachen: Wir vermögen nicht gegen das Volk hinaufzuziehen, denn es ist stärker als wir.</verse>
        <verse osisID="Num.13.32">Und sie brachten unter die Kinder Israel ein böses Gerücht über das Land aus, das sie ausgekundschaftet hatten, und sprachen: Das Land, welches wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein Land, das seine Bewohner frisst; und alles Volk, das wir darin gesehen haben, sind Leute von hohem Wuchse;</verse>
        <verse osisID="Num.13.33">auch haben wir dort die Riesen <note>{H. Nephilim; kommt nur in diesem Verse und in 1. Mose 6,4 vor}</note> gesehen, die Kinder Enaks, von den Riesen; und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und also waren wir auch in ihren Augen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.14">
        <verse osisID="Num.14.1">Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in selbiger Nacht.</verse>
        <verse osisID="Num.14.2">Und alle Kinder Israel murrten wider Mose und wider Aaron, und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: O wären wir doch im Lande Ägypten gestorben, oder wären wir doch in dieser Wüste gestorben!</verse>
        <verse osisID="Num.14.3">Und warum bringt uns Jahwe in dieses Land, dass wir durchs Schwert fallen und unsere Weiber und unsere Kindlein zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren?</verse>
        <verse osisID="Num.14.4">Und sie sprachen einer zum anderen: Lasst uns ein Haupt über uns setzen und nach Ägypten zurückkehren! -</verse>
        <verse osisID="Num.14.5">Da fielen Mose und Aaron auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.14.6">Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, von denen, die das Land ausgekundschaftet hatten, zerrissen ihre Kleider,</verse>
        <verse osisID="Num.14.7">und sie sprachen zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sagten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut.</verse>
        <verse osisID="Num.14.8">Wenn Jahwe Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig fliesst.</verse>
        <verse osisID="Num.14.9">Nur empöret euch nicht wider Jahwe; und fürchtet ja nicht das Volk des Landes, denn unser Brot werden sie sein. Ihr Schirm <note>{W. Schatten}</note> ist von ihnen gewichen, und Jahwe ist mit uns; fürchtet sie nicht!</verse>
        <verse osisID="Num.14.10">Und die ganze Gemeinde sagte, dass man sie steinigen solle. Da erschien die Herrlichkeit Jahwes an dem Zelte der Zusammenkunft allen Kindern Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.14.11">Und Jahwe sprach zu Mose: Wie lange will mich dieses Volk verachten, und wie lange wollen sie mir nicht glauben <note>{O. mir misstrauen}</note> bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe?</verse>
        <verse osisID="Num.14.12">Ich will es mit der Pest schlagen und es vertilgen; und ich will dich zu einer Nation machen, grösser und stärker als sie.</verse>
        <verse osisID="Num.14.13">Und Mose sprach zu Jahwe: So werden die Ägypter es hören; denn durch deine Macht hast du dieses Volk aus ihrer Mitte heraufgeführt;</verse>
        <verse osisID="Num.14.14">und man wird es den Bewohnern dieses Landes sagen, welche gehört haben <note>{O. sie haben gehört}</note>, dass du, Jahwe, in der Mitte dieses Volkes bist, dass du, Jahwe, Auge in Auge dich sehen lässt, und dass deine Wolke über ihnen steht, und du in einer Wolkensäule vor ihnen hergehst bei Tage und in einer Feuersäule bei Nacht.</verse>
        <verse osisID="Num.14.15">Und tötest du dieses Volk wie einen Mann, so werden die Nationen, die deinen Ruf gehört haben, sprechen und sagen:</verse>
        <verse osisID="Num.14.16">Weil Jahwe nicht vermochte, dieses Volk in das Land zu bringen, das er ihnen zugeschworen hatte, so hat er sie in der Wüste hingeschlachtet.</verse>
        <verse osisID="Num.14.17">Und nun möge doch die Macht des Herrn sich gross erweisen, so wie du geredet hast, indem du sprachst:</verse>
        <verse osisID="Num.14.18">Jahwe ist langsam zum Zorn und gross an Güte, der Ungerechtigkeit und Übertretung vergibt, - aber keineswegs hält er für schuldlos <note>{O. lässt er ungestraft; vergl. 2. Mose 34,6}</note> den Schuldigen - der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern am dritten und am vierten Gliede.</verse>
        <verse osisID="Num.14.19">Vergib doch die Ungerechtigkeit dieses Volkes nach der Grösse deiner Güte, und so wie du diesem Volke verziehen hast von Ägypten an bis hierher!</verse>
        <verse osisID="Num.14.20">Und Jahwe sprach: Ich habe vergeben nach deinem Worte.</verse>
        <verse osisID="Num.14.21">Doch aber, so wahr ich lebe, soll von der Herrlichkeit Jahwes erfüllt werden die ganze Erde;</verse>
        <verse osisID="Num.14.22">denn alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, welche ich in Ägypten und in der Wüste getan, und mich nun zehnmal versucht und nicht gehört haben auf meine Stimme -</verse>
        <verse osisID="Num.14.23">wenn sie das Land sehen werden <note>{O. so wahr ich lebe und von der Herrlichkeit Jahwes erfüllt werden wird die ganze Erde, wenn alle die Männer... das Land sehen werden}</note>, das ich ihren Vätern zugeschworen habe! ja, alle, die mich verachtet haben, sollen es nicht sehen.</verse>
        <verse osisID="Num.14.24">Aber meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm gewesen und er mir völlig nachgefolgt ist, ihn werde ich in das Land bringen, in welches er gekommen ist; und sein Same soll es besitzen.</verse>
        <verse osisID="Num.14.25">Die Amalekiter aber und die Kanaaniter wohnen in der Niederung; morgen wendet euch und brechet auf nach der Wüste, des Weges zum Schilfmeer.</verse>
        <verse osisID="Num.14.26">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.14.27">Wie lange soll es mit dieser bösen Gemeinde währen, dass sie wider mich murrt? Das Murren der Kinder Israel, das sie wider mich murren, habe ich gehört.</verse>
        <verse osisID="Num.14.28">Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Jahwe <note>{S. die Anm. zu 1. Mose 22,16}</note>, wenn ich euch nicht also tun werde, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt!</verse>
        <verse osisID="Num.14.29">In dieser Wüste sollen eure Leichname fallen, ja, alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, von zwanzig Jahren und darüber, die ihr wider mich gemurrt habt.</verse>
        <verse osisID="Num.14.30">Wenn ihr in das Land kommen werdet, darinnen euch wohnen zu lassen ich meine Hand erhoben habe, ausser Kaleb, dem Sohne Jephunnes, und Josua, dem Sohne Nuns!</verse>
        <verse osisID="Num.14.31">Und eure Kindlein, von denen ihr gesagt habt: Sie werden zur Beute werden! die will ich hineinbringen, und sie sollen das Land kennen lernen, das ihr verschmäht habt.</verse>
        <verse osisID="Num.14.32">Ihr aber, eure Leichname sollen in dieser Wüste fallen;</verse>
        <verse osisID="Num.14.33">und eure Kinder sollen vierzig Jahre lang in der Wüste weiden und eure Hurereien tragen, bis eure Leichname in der Wüste aufgerieben sind.</verse>
        <verse osisID="Num.14.34">Nach der Zahl der Tage, die ihr das Land ausgekundschaftet habt, vierzig Tage, je einen Tag für ein Jahr, sollt ihr vierzig Jahre lang eure Ungerechtigkeiten tragen, und ihr sollt erfahren, was es ist, wenn ich mich abwende!</verse>
        <verse osisID="Num.14.35">Ich, Jahwe, habe es geredet; wenn ich dies nicht tun werde an dieser ganzen bösen Gemeinde, die sich wider mich zusammengerottet hat! In dieser Wüste sollen sie aufgerieben werden, und daselbst sollen sie sterben!</verse>
        <verse osisID="Num.14.36">Und die Männer, welche Mose ausgesandt hatte, um das Land auszukundschaften, und die zurückkehrten und die ganze Gemeinde wider ihn murren machten, indem sie ein böses Gerücht über das Land ausbrachten,</verse>
        <verse osisID="Num.14.37">jene Männer, die ein böses Gerücht über das Land ausgebracht hatten, starben durch eine Plage vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.14.38">Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, blieben am Leben von jenen Männern, welche gegangen waren, das Land auszukundschaften.</verse>
        <verse osisID="Num.14.39">Und als Mose jene Worte zu allen Kindern Israel redete, da trauerte das Volk sehr.</verse>
        <verse osisID="Num.14.40">Und sie machten sich des Morgens früh auf, um auf den Gipfel des Gebirges hinaufzuziehen, und sprachen: Hier sind wir und wollen an den Ort hinaufziehen, von welchem Jahwe geredet hat; denn wir haben gesündigt.</verse>
        <verse osisID="Num.14.41">Aber Mose sprach: Warum übertretet ihr doch den Befehl Jahwes? Es wird ja nicht gelingen!</verse>
        <verse osisID="Num.14.42">Ziehet nicht hinauf, denn Jahwe ist nicht in eurer Mitte, dass ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet,</verse>
        <verse osisID="Num.14.43">denn die Amalekiter und die Kanaaniter sind dort vor euch, und ihr werdet durchs Schwert fallen. Weil ihr euch von der Nachfolge Jahwes <note>{Eig. von hinter Jahwe her}</note> abgewandt habt, wird Jahwe nicht mit euch sein.</verse>
        <verse osisID="Num.14.44">Doch sie vermassen sich, auf den Gipfel des Gebirges hinaufzuziehen; aber die Lade des Bundes Jahwes und Mose wichen nicht aus der Mitte des Lagers.</verse>
        <verse osisID="Num.14.45">Da kamen die Amalekiter und die Kanaaniter, die auf jenem Gebirge wohnten, herab und schlugen und zersprengten sie bis Horma.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.15">
        <verse osisID="Num.15.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.15.2">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnsitze kommet, das ich euch geben werde,</verse>
        <verse osisID="Num.15.3">und ihr dem Jahwe ein Feueropfer opfert, ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein Gelübde zu erfüllen <note>{Eig. auszusondern, zu weihen}</note>, oder eine freiwillige Gabe, oder an euren Festen <note>{Eig. bestimmte Zeiten (um Gott zu nahen)}</note>, um Jahwe einen lieblichen Geruch zu bereiten, vom Rind- oder vom Kleinvieh:</verse>
        <verse osisID="Num.15.4">so soll der, welcher Jahwe seine Opfergabe darbringt, als Speisopfer darbringen ein Zehntel Feinmehl, gemengt mit einem viertel Hin Öl;</verse>
        <verse osisID="Num.15.5">Und als Trankopfer sollst du ein viertel Hin Wein opfern zu <note>{And.: auf}</note> dem Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, bei jedem Schafe.</verse>
        <verse osisID="Num.15.6">Oder bei einem Widder sollst du als Speisopfer zwei Zehntel Feinmehl opfern, gemengt mit einem drittel Hin Öl;</verse>
        <verse osisID="Num.15.7">und als Trankopfer sollst du ein drittel Hin Wein darbringen: ein lieblicher Geruch dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.15.8">Und wenn du ein junges Rind als Brandopfer oder als Schlachtopfer opferst, um ein Gelübde zu erfüllen <note>{Eig. aussondern zu weihen}</note>, oder als Friedensopfer für Jahwe,</verse>
        <verse osisID="Num.15.9">so soll man zu dem jungen Rinde als Speisopfer darbringen drei Zehntel Feinmehl, gemengt mit einem halben Hin Öl;</verse>
        <verse osisID="Num.15.10">und als Trankopfer sollst du ein halbes Hin Wein darbringen: ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.15.11">Also soll getan werden bei jedem Rinde oder bei jedem Widder oder bei jedem Schafe oder bei jeder Ziege;</verse>
        <verse osisID="Num.15.12">nach der Zahl, die ihr opfert, sollt ihr also tun bei einem jeden nach ihrer Zahl.</verse>
        <verse osisID="Num.15.13">Jeder Eingeborene soll dieses also tun, wenn er ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe darbringt.</verse>
        <verse osisID="Num.15.14">Und wenn ein Fremdling bei euch weilt, oder wer in eurer Mitte ist bei euren Geschlechtern, und er opfert dem Jahwe ein Feueropfer lieblichen Geruchs, so soll er ebenso tun, wie ihr tut. -</verse>
        <verse osisID="Num.15.15">Was die Versammlung betrifft, so soll einerlei Satzung für euch sein und für den Fremdling, der bei euch weilt; eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern: wie ihr, so soll der Fremdling sein vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.15.16">Einerlei Gesetz und einerlei Recht soll für euch sein und für den Fremdling, der bei euch weilt.</verse>
        <verse osisID="Num.15.17">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.15.18">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommet, wohin ich euch bringen werde,</verse>
        <verse osisID="Num.15.19">so soll es geschehen, wenn ihr von dem Brote des Landes esset, so sollt ihr Jahwe ein Hebopfer heben:</verse>
        <verse osisID="Num.15.20">als Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als Hebopfer heben; wie das Hebopfer der Tenne, also sollt ihr dieses heben.</verse>
        <verse osisID="Num.15.21">Von dem Erstling eures Schrotmehls sollt ihr Jahwe ein Hebopfer geben, bei euren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Num.15.22">Und wenn ihr aus Versehen sündiget und nicht tut alle diese Gebote, die Jahwe zu Mose geredet hat,</verse>
        <verse osisID="Num.15.23">alles, was Jahwe euch durch Mose geboten hat, von dem Tage an, da Jahwe Gebote gab, und fernerhin bei euren Geschlechtern,</verse>
        <verse osisID="Num.15.24">so soll es geschehen, wenn es vor den Augen der Gemeinde verborgen, aus Versehen geschehen ist, so soll die ganze Gemeinde einen jungen Farren als Brandopfer opfern zum lieblichen Geruch dem Jahwe, nebst seinem Speisopfer und seinem Trankopfer, nach der Vorschrift, und einen Ziegenbock zum Sündopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.15.25">Und der Priester soll Sühnung tun für die ganze Gemeinde der Kinder Israel, und es wird ihnen vergeben werden; denn es war eine Sünde aus Versehen, und sie haben ihre Opfergabe, ein Feueropfer dem Jahwe, und ihr Sündopfer vor Jahwe gebracht wegen ihrer Sünde aus Versehen <note>{Eig. wegen ihres Versehens}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.15.26">Und es wird der ganzen Gemeinde der Kinder Israel vergeben werden und dem Fremdling, der in ihrer Mitte weilt; denn von dem ganzen Volke ist es geschehen aus Versehen.</verse>
        <verse osisID="Num.15.27">Und wenn eine einzelne Seele aus Versehen sündigt, so soll sie eine einjährige Ziege zum Sündopfer darbringen.</verse>
        <verse osisID="Num.15.28">Und der Priester soll Sühnung tun für die Seele, die ein Versehen begangen hat durch eine Sünde aus Versehen vor Jahwe, um Sühnung für sie zu tun; und es wird ihr vergeben werden.</verse>
        <verse osisID="Num.15.29">Für den Eingeborenen unter den Kindern Israel und für den Fremdling, der in ihrer Mitte weilt, sollt ihr ein Gesetz haben, für den, der aus Versehen etwas tut.</verse>
        <verse osisID="Num.15.30">Aber die Seele, welche mit erhobener Hand etwas tut, von den Eingeborenen und von den Fremdlingen, die schmäht Jahwe; und selbige Seele soll ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes,</verse>
        <verse osisID="Num.15.31">denn das Wort Jahwes hat sie verachtet und sein Gebot gebrochen; selbige Seele soll gewisslich ausgerottet werden: ihre Ungerechtigkeit ist auf ihr.</verse>
        <verse osisID="Num.15.32">Und als die Kinder Israel in der Wüste waren, da fanden sie einen Mann, der am Sabbathtage Holz auflas.</verse>
        <verse osisID="Num.15.33">Und die ihn, Holz auflesend, gefunden hatten, brachten ihn zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde.</verse>
        <verse osisID="Num.15.34">Und sie legten ihn in Gewahrsam, denn es war nicht genau bestimmt, was ihm getan werden sollte.</verse>
        <verse osisID="Num.15.35">Da sprach Jahwe zu Mose: Der Mann soll gewisslich getötet werden; die ganze Gemeinde soll ihn ausserhalb des Lagers steinigen.</verse>
        <verse osisID="Num.15.36">Da führte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus, und sie steinigten ihn, dass er starb, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.15.37">Und Jahwe sprach zu Mose und sagte:</verse>
        <verse osisID="Num.15.38">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen, dass sie sich eine Quaste an den Zipfeln ihrer Oberkleider <note>{Eig. Oberkleider; das Obergewand bestand meist aus einem grossen viereckigen Stück Zeug, das man in verschiedener Weise umwarf}</note> machen, bei ihren Geschlechtern, und dass sie an die Quaste des Zipfels eine Schnur von blauem Purpur setzen;</verse>
        <verse osisID="Num.15.39">und es soll euch zu einer Quaste sein, dass ihr, wenn ihr sie ansehet, aller Gebote Jahwes gedenket und sie tuet, und dass ihr nicht umherspähet eurem Herzen und euren Augen nach, denen ihr nachhuret;</verse>
        <verse osisID="Num.15.40">damit ihr aller meiner Gebote gedenket und sie tuet, und heilig seiet eurem Gott.</verse>
        <verse osisID="Num.15.41">Ich bin Jahwe, euer Gott, der ich euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe, um euer Gott zu sein; ich bin Jahwe, euer Gott.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.16">
        <verse osisID="Num.16.1">Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehaths, des Sohnes Levis, unternahm es, und mit ihm Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Pelets, die Söhne Rubens,</verse>
        <verse osisID="Num.16.2">und sie standen auf gegen Mose, mit 250 Männern von den Kindern Israel, Fürsten der Gemeinde, Berufene <note>{S. die Anm. zu Kap. 1,16}</note> der Versammlung, Männer von Namen.</verse>
        <verse osisID="Num.16.3">Und sie versammelten sich wider Mose und wider Aaron und sprachen zu ihnen: Lasst es genug sein! Denn die ganze Gemeinde, sie allesamt, sind heilig, und Jahwe ist in ihrer Mitte! Und warum erhebet ihr euch über die Versammlung Jahwes?</verse>
        <verse osisID="Num.16.4">Als Mose es hörte, fiel er auf sein Angesicht.</verse>
        <verse osisID="Num.16.5">Und er redete zu Korah und zu seiner ganzen Rotte und sprach: Morgen, da wird Jahwe kundtun, wer sein ist und wer heilig <note>{Eig. der Heilige}</note> ist, dass er ihn zu sich nahen lasse; und wen er erwählt, den wird er zu sich nahen lassen.</verse>
        <verse osisID="Num.16.6">Dieses tut: Nehmet euch Räucherpfannen, Korah und seine ganze Rotte,</verse>
        <verse osisID="Num.16.7">und morgen tut Feuer darein und leget Räucherwerk darauf vor Jahwe; und es soll geschehen, der Mann, den Jahwe erwählen wird, der sei der Heilige. Lasst es genug sein, ihr Söhne Levis!</verse>
        <verse osisID="Num.16.8">Und Mose sprach zu Korah: Höret doch, ihr Söhne Levis!</verse>
        <verse osisID="Num.16.9">Ist es euch zu wenig, dass der Gott Israels euch aus der Gemeinde Israel ausgesondert hat, um euch zu sich nahen zu lassen, damit ihr den Dienst der Wohnung Jahwes verrichtet, und vor der Gemeinde stehet, um sie zu bedienen,</verse>
        <verse osisID="Num.16.10">dass er dich und alle deine Brüder, die Söhne Levis, mit dir hat herzunahen lassen? Und ihr trachtet auch nach dem Priestertum!</verse>
        <verse osisID="Num.16.11">Darum rottet ihr euch zusammen, du und deine ganze Rotte, wider Jahwe; denn Aaron, was ist er, dass ihr wider ihn murret?</verse>
        <verse osisID="Num.16.12">Und Mose sandte hin, um Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, zu rufen. Aber sie sprachen: Wir kommen nicht hinauf!</verse>
        <verse osisID="Num.16.13">Ist es zu wenig, dass du uns aus einem Lande, das von Milch und Honig fliesst, heraufgeführt hast, um uns in der Wüste sterben zu lassen, dass du dich auch gar zum Herrscher über uns aufwirfst?</verse>
        <verse osisID="Num.16.14">Du hast uns keineswegs in ein Land gebracht, das von Milch und Honig fliesst, noch uns Äcker und Weinberge als Erbteil gegeben! Willst du diesen Leuten die Augen ausstechen? Wir kommen nicht hinauf!</verse>
        <verse osisID="Num.16.15">Da ergrimmte Mose sehr und sprach zu Jahwe: Wende dich nicht zu ihrer Opfergabe! nicht einen Esel habe ich von ihnen genommen, und keinem einzigen unter ihnen ein Leid getan.</verse>
        <verse osisID="Num.16.16">Und Mose sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte, ihr sollt morgen vor Jahwe erscheinen <note>{W. sein}</note>, du und sie und Aaron.</verse>
        <verse osisID="Num.16.17">Und nehmet ein jeder seine Räucherpfanne und leget Räucherwerk darauf, und bringet ein jeder seine Räucherpfanne dar vor Jahwe, 250 Räucherpfannen; und du und Aaron, ein jeder seine Räucherpfanne.</verse>
        <verse osisID="Num.16.18">Und sie nahmen ein jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer darauf und legten Räucherwerk darauf; und sie traten hin an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft, auch Mose und Aaron.</verse>
        <verse osisID="Num.16.19">Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeinde an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft. Da erschien die Herrlichkeit Jahwes vor der ganzen Gemeinde.</verse>
        <verse osisID="Num.16.20">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.16.21">Sondert euch ab aus der Mitte dieser Gemeinde, und ich will sie vernichten in einem Augenblick!</verse>
        <verse osisID="Num.16.22">Und sie fielen auf ihr Angesicht und sprachen: Gott <note>{El}</note>, du Gott der Geister alles Fleisches! der eine Mann sündigt, und du solltest über die ganze Gemeinde zürnen?</verse>
        <verse osisID="Num.16.23">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.16.24">Rede zu der Gemeinde und sprich: Hebet euch ringsum weg von der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams.</verse>
        <verse osisID="Num.16.25">Da stand Mose auf und ging zu Dathan und Abiram, und ihm nach gingen die Ältesten Israels.</verse>
        <verse osisID="Num.16.26">Und er redete zu der Gemeinde und sprach: Weichet doch von den Zelten dieser gesetzlosen Männer und rühret nichts an, was ihnen gehört, dass ihr nicht weggerafft werdet in allen ihren Sünden!</verse>
        <verse osisID="Num.16.27">Und sie hoben sich ringsum weg von der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams. Und Dathan und Abiram traten heraus und standen am Eingang ihrer Zelte mit ihren Weibern und ihren Söhnen und ihren Kindlein.</verse>
        <verse osisID="Num.16.28">Und Mose sprach: Daran sollt ihr erkennen, dass Jahwe mich gesandt hat, alle diese Taten zu tun, dass ich nicht aus meinem Herzen gehandelt habe:</verse>
        <verse osisID="Num.16.29">Wenn diese sterben, wie alle Menschen sterben, und mit der Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden, so hat Jahwe mich nicht gesandt;</verse>
        <verse osisID="Num.16.30">wenn aber Jahwe ein Neues <note>{W. eine Schöpfung, d.h. etwas noch nie Geschehenes}</note> schafft, und der Erdboden seinen Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was ihnen angehört, und sie lebendig in den Scheol hinabfahren, so werdet ihr erkennen, dass diese Männer Jahwe verachtet haben. -</verse>
        <verse osisID="Num.16.31">Und es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da spaltete sich der Erdboden, der unter ihnen war,</verse>
        <verse osisID="Num.16.32">und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie und ihre Familien <note>{W. ihre Häuser}</note> und alle Menschen, die Korah angehörten, und die ganze Habe.</verse>
        <verse osisID="Num.16.33">Und sie fuhren, sie und alles, was ihnen angehörte, lebendig in den Scheol hinab; und die Erde bedeckte sie, und sie wurden mitten aus der Versammlung vertilgt.</verse>
        <verse osisID="Num.16.34">Und ganz Israel, das rings um sie her war, floh bei ihrem Geschrei; denn sie sprachen: Dass die Erde uns nicht verschlinge!</verse>
        <verse osisID="Num.16.35">Und Feuer ging aus von Jahwe und frass die 250 Männer, die das Räucherwerk dargebracht hatten.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.17">
        <verse osisID="Num.17.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.17.2">Sprich zu Eleasar, dem Sohne Aarons, dem Priester <note>{O. des Priesters}</note>, dass er die Räucherpfannen aus dem Brande herausnehme; und streue das Feuer hinweg, denn sie sind heilig.</verse>
        <verse osisID="Num.17.3">Die Räucherpfannen dieser Männer, welche wider ihre Seele gesündigt haben, - man mache daraus breitgeschlagene Bleche zum Überzug für den Altar; denn sie haben sie vor Jahwe dargebracht, und so sind sie heilig; und sie sollen den Kindern Israel zum Zeichen sein.</verse>
        <verse osisID="Num.17.4">Und Eleasar, der Priester, nahm die ehernen Räucherpfannen, welche die Verbrannten dargebracht hatten, und man schlug sie breit zum Überzug für den Altar,</verse>
        <verse osisID="Num.17.5">als ein Gedächtnis für die Kinder Israel, auf dass kein Fremder, der nicht vom Samen Aarons ist, herzunahe, um Räucherwerk vor Jahwe zu räuchern, und es ihm nicht ergehe wie Korah und seiner Rotte, - so wie Jahwe durch Mose zu ihm <note>{d.h. zu Eleasar}</note> geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.17.6">Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel murrte am anderen Morgen wider Mose und wider Aaron und sprach: Ihr habt das Volk Jahwes getötet!</verse>
        <verse osisID="Num.17.7">Und es geschah, als die Gemeinde sich wider Mose und wider Aaron versammelte, da wandten sie sich zu dem Zelte der Zusammenkunft, und siehe, die Wolke bedeckte es, und die Herrlichkeit Jahwes erschien.</verse>
        <verse osisID="Num.17.8">Da gingen Mose und Aaron vor das Zelt der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Num.17.9">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.17.10">Hebet euch weg aus der Mitte dieser Gemeinde, und ich will sie vernichten in einem Augenblick! Da fielen sie auf ihr Angesicht.</verse>
        <verse osisID="Num.17.11">Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Räucherpfanne und tue Feuer vom Altar darauf und lege Räucherwerk auf, und bringe es eilends zu der Gemeinde und tue Sühnung für sie; denn der Zorn ist ausgegangen von <note>{Eig. von her}</note> Jahwe, die Plage hat begonnen.</verse>
        <verse osisID="Num.17.12">Und Aaron nahm die Räucherpfanne, so wie Mose geredet hatte, und lief mitten unter die Versammlung, und siehe, die Plage hatte unter dem Volke begonnen; und er legte das Räucherwerk auf und tat Sühnung für das Volk.</verse>
        <verse osisID="Num.17.13">Und er stand zwischen den Toten und den Lebendigen, und der Plage ward gewehrt.</verse>
        <verse osisID="Num.17.14">Und es waren derer, die an der Plage starben, 14700, ausser denen, die Korahs wegen gestorben waren.</verse>
        <verse osisID="Num.17.15">Und Aaron kam wieder zu Mose an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft, als der Plage gewehrt war.</verse>
        <verse osisID="Num.17.16">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.17.17">Rede zu den Kindern Israel und nimm von ihnen je einen Stab für ein Vaterhaus, von allen ihren Fürsten, nach ihren Vaterhäusern, zwölf Stäbe; du sollst den Namen eines jeden auf seinen Stab schreiben.</verse>
        <verse osisID="Num.17.18">Und den Namen Aarons sollst du auf den Stab Levis schreiben; denn ein Stab soll für jedes Haupt ihrer Vaterhäuser sein.</verse>
        <verse osisID="Num.17.19">Und du sollst sie in das Zelt der Zusammenkunft vor das Zeugnis niederlegen, woselbst ich mit euch zusammenkomme.</verse>
        <verse osisID="Num.17.20">Und es wird geschehen: der Mann, den ich erwählen werde, dessen Stab wird sprossen; und so werde ich vor mir stillen das Murren der Kinder Israel, das sie wider euch murren.</verse>
        <verse osisID="Num.17.21">Und Mose redete zu den Kindern Israel, und alle ihre Fürsten gaben ihm je einen Stab für einen Fürsten, nach ihren Vaterhäusern, zwölf Stäbe; und der Stab Aarons war unter ihren Stäben.</verse>
        <verse osisID="Num.17.22">Und Mose legte die Stäbe vor Jahwe nieder in das Zelt des Zeugnisses.</verse>
        <verse osisID="Num.17.23">Und es geschah des anderen Tages, als Mose in das Zelt des Zeugnisses hineinging, siehe, da hatte der Stab Aarons, vom Hause Levi, gesprosst: er hatte Sprossen getrieben und Blüten gebracht und Mandeln gereift.</verse>
        <verse osisID="Num.17.24">Und Mose brachte alle die Stäbe heraus vor Jahwe weg zu allen Kindern Israel, und sie sahen sie und nahmen ein jeder seinen Stab.</verse>
        <verse osisID="Num.17.25">Und Jahwe sprach zu Mose: Bringe den Stab Aarons vor das Zeugnis zurück, um ihn als ein Zeichen für die Widerspenstigen <note>{W. die Söhne der Widerspenstigkeit}</note> aufzubewahren, so dass du ihrem Murren vor mir ein Ende machest, und sie nicht sterben.</verse>
        <verse osisID="Num.17.26">Und Mose tat es; so wie Jahwe ihm geboten hatte, also tat er.</verse>
        <verse osisID="Num.17.27">Und die Kinder Israel sprachen zu Mose und sagten: Siehe, wir vergehen, wir kommen um, wir alle kommen um!</verse>
        <verse osisID="Num.17.28">Jeder, der irgend zur Wohnung Jahwes naht, der stirbt: sollen wir denn allzumal vergehen?</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.18">
        <verse osisID="Num.18.1">Und Jahwe sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr sollt die Ungerechtigkeit des Heiligtums tragen; und du und deine Söhne mit dir, ihr sollt die Ungerechtigkeit eures Priestertums tragen.</verse>
        <verse osisID="Num.18.2">Und auch deine Brüder, den Stamm Levi, den Stamm deines Vaters, lass mit dir herzunahen, dass sie sich dir anschliessen <note>{S. die Anm. zu 1. Mose 29,34}</note> und dir dienen; du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt vor dem Zelte des Zeugnisses dienen.</verse>
        <verse osisID="Num.18.3">Und sie sollen deiner Hut warten und der Hut des ganzen Zeltes; nur den Geräten des Heiligtums und dem Altar sollen sie nicht nahen, dass sie nicht sterben, sowohl sie als auch ihr.</verse>
        <verse osisID="Num.18.4">Und sie sollen sich dir anschliessen und der Hut des Zeltes der Zusammenkunft warten nach allem Dienste des Zeltes; aber kein Fremder soll euch nahen.</verse>
        <verse osisID="Num.18.5">Und ihr sollt der Hut des Heiligtums und der Hut des Altars warten, dass kein Zorn mehr über die Kinder Israel komme.</verse>
        <verse osisID="Num.18.6">Und ich, siehe, ich habe eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der Kinder Israel genommen; euch als Geschenk sind sie dem Jahwe gegeben <note>{Vergl. Kap. 8,16. 19}</note>, um den Dienst des Zeltes der Zusammenkunft zu verrichten.</verse>
        <verse osisID="Num.18.7">Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt eures Priestertums warten, in allem, was den Altar betrifft und innerhalb des Vorhangs, und so den Dienst tun; als einen geschenkten Dienst gebe ich euch das Priestertum. Der Fremde aber, der herzunaht, soll getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Num.18.8">Und Jahwe redete zu Aaron: Und ich, siehe, ich habe dir die Hut meiner Hebopfer gegeben; von allen heiligen Dingen der Kinder Israel habe ich sie dir und deinen Söhnen gegeben, als Salbungsteil <note>{Vergl. 3. Mose 7,35}</note>, als eine ewige Gebühr <note>{W. als ein für ewig Bestimmtes; so auch V.11. 19}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.18.9">Dies soll dir gehören von dem Hochheiligen, das nicht verbrannt wird: alle ihre Opfergaben nach allen ihren Speisopfern und nach allen ihren Sündopfern und nach allen ihren Schuldopfern, die sie mir darbringen <note>{Eig. erstatten, entrichten}</note>, als ein Hochheiliges soll es dir und deinen Söhnen gehören.</verse>
        <verse osisID="Num.18.10">An hochheiligem Orte sollst du es essen, alles Männliche soll es essen; es soll dir heilig sein.</verse>
        <verse osisID="Num.18.11">Und dies soll dir gehören: die Hebopfer ihrer Gaben, nach allen Webopfern der Kinder Israel; dir und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir habe ich sie gegeben als eine ewige Gebühr; jeder Reine in deinem Hause soll es essen.</verse>
        <verse osisID="Num.18.12">Alles Beste <note>{Eig. Fett; so auch nachher und V.29. 30. 32}</note> vom Öl und alles Beste vom Most und Getreide, ihre Erstlinge, die sie Jahwe geben, dir habe ich sie gegeben.</verse>
        <verse osisID="Num.18.13">Die ersten Früchte von allem, was in ihrem Lande wächst, die sie Jahwe bringen, sollen dir gehören; jeder Reine in deinem Hause soll davon essen.</verse>
        <verse osisID="Num.18.14">Alles Verbannte <note>{d.h. Geweihte. S. die Vorrede und 3. Mose 27,28}</note> in Israel soll dir gehören.</verse>
        <verse osisID="Num.18.15">Alles, was die Mutter bricht, von allem Fleische, das sie Jahwe darbringen, an Menschen und an Vieh, soll dir gehören; nur sollst du den Erstgeborenen vom Menschen jedenfalls lösen, und das Erstgeborene vom unreinen Vieh sollst du lösen.</verse>
        <verse osisID="Num.18.16">Und die zu Lösenden unter ihnen sollst du von einem Monat an lösen, nach deiner Schätzung, um fünf Sekel Silber, nach dem Sekel des Heiligtums, der zwanzig Gera ist.</verse>
        <verse osisID="Num.18.17">Aber das Erstgeborene vom Rinde oder das Erstgeborene von den Schafen oder das Erstgeborene von den Ziegen sollst du nicht lösen; sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an den Altar sprengen, und ihr Fett sollst du als Feueropfer räuchern zum lieblichen Geruch für Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.18.18">Und ihr Fleisch soll dir gehören; wie die Brust des Webopfers und wie der rechte Schenkel soll es dir gehören.</verse>
        <verse osisID="Num.18.19">Alle Hebopfer der heiligen Dinge, welche die Kinder Israel dem Jahwe heben, habe ich dir gegeben, und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir, als eine ewige Gebühr; es ist ein ewiger Salzbund vor Jahwe für dich und für deinen Samen mit dir.</verse>
        <verse osisID="Num.18.20">Und Jahwe sprach zu Aaron: In ihrem Lande sollst du nichts erben und sollst kein Teil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Teil und dein Erbe inmitten der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.18.21">Und siehe, den Kindern Levi habe ich allen Zehnten in Israel zum Erbteil gegeben für ihren Dienst, den sie verrichten, den Dienst des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Num.18.22">Und die Kinder Israel sollen nicht mehr dem Zelte der Zusammenkunft nahen, um Sünde auf sich zu laden <note>{Eig. Sünde zu tragen; so auch V.32}</note>, dass sie sterben;</verse>
        <verse osisID="Num.18.23">die Leviten vielmehr sollen <note>{W. der Levit aber, er soll}</note> den Dienst des Zeltes der Zusammenkunft verrichten, und sie sollen ihre Ungerechtigkeit tragen: eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern. Aber inmitten der Kinder Israel sollen sie kein Erbteil besitzen;</verse>
        <verse osisID="Num.18.24">denn den Zehnten der Kinder Israel, welchen sie Jahwe als Hebopfer heben, habe ich den Leviten zum Erbteil gegeben; darum habe ich von ihnen gesagt, dass sie inmitten der Kinder Israel kein Erbteil besitzen sollen.</verse>
        <verse osisID="Num.18.25">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.18.26">Und zu den Leviten sollst du reden und zu ihnen sprechen: Wenn ihr von den Kindern Israel den Zehnten nehmet, den ich euch von ihnen als euer Erbteil gegeben habe, so sollt ihr davon ein Hebopfer für Jahwe heben, den Zehnten von dem Zehnten.</verse>
        <verse osisID="Num.18.27">Und euer Hebopfer wird euch gerechnet werden wie das Getreide von der Tenne und wie die Fülle von der Kelter.</verse>
        <verse osisID="Num.18.28">Also sollt auch ihr ein Hebopfer für Jahwe heben von allen euren Zehnten, die ihr von den Kindern Israel nehmet, und davon das Hebopfer für Jahwe Aaron, dem Priester, geben.</verse>
        <verse osisID="Num.18.29">Von allem euch Gegebenen sollt ihr alles Hebopfer Jahwes heben, von allem Besten desselben das Geheiligte davon.</verse>
        <verse osisID="Num.18.30">Und du sollst zu ihnen sagen: Wenn ihr das Beste davon hebet, so soll es den Leviten gerechnet werden wie der Ertrag der Tenne und wie der Ertrag der Kelter.</verse>
        <verse osisID="Num.18.31">Und ihr möget ihn <note>{den Zehnten, nach Abhub des Hebopfers für Jahwe}</note> essen an jedem Orte, ihr und euer Haus; denn das ist euer Lohn für euren Dienst am Zelte der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Num.18.32">Und ihr werdet seinethalben keine Sünde auf euch laden, wenn ihr das Beste davon hebet, und werdet die heiligen Dinge der Kinder Israel nicht entweihen und nicht sterben.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.19">
        <verse osisID="Num.19.1">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.19.2">Dies ist die Satzung des Gesetzes, das Jahwe geboten hat, indem er sprach: Rede zu den Kindern Israel, dass sie dir eine rote junge Kuh bringen, ohne Fehl, an der kein Gebrechen, auf welche kein Joch gekommen ist;</verse>
        <verse osisID="Num.19.3">und ihr sollt sie Eleasar, dem Priester, geben, und er soll sie vor das Lager hinausführen, und man soll sie vor ihm schlachten.</verse>
        <verse osisID="Num.19.4">Und Eleasar, der Priester, nehme von ihrem Blute mit seinem Finger und sprenge von ihrem Blute siebenmal gegen die Vorderseite des Zeltes der Zusammenkunft hin.</verse>
        <verse osisID="Num.19.5">Und man soll die junge Kuh vor seinen Augen verbrennen: ihre Haut und ihr Fleisch und ihr Blut samt ihrem Mist soll man verbrennen.</verse>
        <verse osisID="Num.19.6">Und der Priester soll Cedernholz und Ysop und Karmesin nehmen und es mitten in den Brand der jungen Kuh werfen.</verse>
        <verse osisID="Num.19.7">Und der Priester soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, und danach soll er in das Lager gehen; und der Priester wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Num.19.8">Und der sie verbrennt, soll seine Kleider mit Wasser waschen und sein Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Num.19.9">Und ein reiner Mann soll die Asche der jungen Kuh sammeln und sie ausserhalb des Lagers an einen reinen Ort schütten <note>{Eig. niederlegen}</note>, und sie soll für die Gemeinde der Kinder Israel aufbewahrt werden zum Wasser der Reinigung; es ist eine Entsündigung.</verse>
        <verse osisID="Num.19.10">Und der die Asche der jungen Kuh gesammelt hat, soll seine Kleider waschen, und er wird unrein sein bis an den Abend. Und es soll den Kindern Israel und dem Fremdling, der in ihrer Mitte weilt, zur ewigen Satzung sein.</verse>
        <verse osisID="Num.19.11">Wer einen Toten anrührt, irgend eine Leiche eines Menschen, der wird sieben Tage unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Num.19.12">Selbiger soll sich am dritten Tage damit entsündigen, und am siebten Tage wird er rein sein; und wenn er sich nicht entsündigt am dritten Tage, so wird er am siebten Tage nicht rein sein.</verse>
        <verse osisID="Num.19.13">Jeder, der einen Toten anrührt, die Leiche irgend eines Menschen, der gestorben ist, und sich nicht entsündigt, hat die Wohnung Jahwes verunreinigt; und selbige Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Weil das Wasser der Reinigung nicht auf ihn gesprengt wurde, ist er unrein; seine Unreinigkeit ist noch an ihm.</verse>
        <verse osisID="Num.19.14">Dies ist das Gesetz, wenn ein Mensch im Zelte stirbt: Jeder, der ins Zelt geht, und jeder, der im Zelte ist, wird sieben Tage unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Num.19.15">Und jedes offene Gefäss, auf dem kein festgebundener Deckel ist, wird unrein sein. -</verse>
        <verse osisID="Num.19.16">Und jeder, der auf freiem Felde einen mit dem Schwerte Erschlagenen oder einen Gestorbenen oder das Gebein eines Menschen oder ein Grab anrührt, wird sieben Tage unrein sein.</verse>
        <verse osisID="Num.19.17">Und man soll für den Unreinen von dem Staube des zur Entsündigung Verbrannten nehmen und lebendiges Wasser darauf tun in ein Gefäss;</verse>
        <verse osisID="Num.19.18">und ein reiner Mann soll Ysop nehmen und ihn in das Wasser tauchen, und soll auf das Zelt sprengen und auf alle Geräte und auf die Personen, die daselbst sind, und auf den, der das Gebein oder den Erschlagenen oder den Gestorbenen oder das Grab angerührt hat.</verse>
        <verse osisID="Num.19.19">Und zwar soll der Reine auf den Unreinen sprengen am dritten Tage und am siebten Tage, und ihn am siebten Tage entsündigen; und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und am Abend wird er rein sein. -</verse>
        <verse osisID="Num.19.20">Und wenn jemand unrein wird, und sich nicht entsündigt, selbige Seele soll ausgerottet werden aus der Mitte der Versammlung; denn er hat das Heiligtum Jahwes verunreinigt: das Wasser der Reinigung ist nicht auf ihn gesprengt worden, er ist unrein.</verse>
        <verse osisID="Num.19.21">Und es soll ihnen zur ewigen Satzung sein. Und wer das Wasser der Reinigung sprengt, soll seine Kleider waschen; und wer das Wasser der Reinigung anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
        <verse osisID="Num.19.22">Und alles, was der Unreine anrührt, wird unrein sein; und wer <note>{W. die Seele, die}</note> ihn anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.20">
        <verse osisID="Num.20.1">Und die Kinder Israel, die ganze Gemeinde, kamen in die Wüste Zin, im ersten Monat <note>{des 40. Jahres nach dem Auszug aus Ägypten; vergl. V.28 mit Kap. 33,38}</note>; und das Volk blieb zu Kades; und Mirjam starb daselbst und wurde daselbst begraben.</verse>
        <verse osisID="Num.20.2">Und es war kein Wasser da für die Gemeinde, und sie versammelten sich wider Mose und wider Aaron.</verse>
        <verse osisID="Num.20.3">Und das Volk haderte mit Mose, und sie sprachen und sagten: Wären wir doch umgekommen, als unsere Brüder vor Jahwe umkamen!</verse>
        <verse osisID="Num.20.4">Und warum habt ihr die Versammlung Jahwes in diese Wüste gebracht, dass wir daselbst sterben, wir und unser Vieh?</verse>
        <verse osisID="Num.20.5">Und warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns an diesen bösen Ort zu bringen? Es ist kein Ort der Aussaat und der Feigenbäume und der Weinstöcke und der Granatbäume, und kein Wasser ist da zu trinken.</verse>
        <verse osisID="Num.20.6">Und Mose und Aaron gingen von der Versammlung hinweg zum Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und fielen auf ihr Angesicht; und die Herrlichkeit Jahwes erschien ihnen.</verse>
        <verse osisID="Num.20.7">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.20.8">Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zu dem Felsen, so wird er sein Wasser geben; und du wirst ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh.</verse>
        <verse osisID="Num.20.9">Und Mose nahm den Stab vor Jahwe weg, so wie er ihm geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.20.10">Und Mose und Aaron versammelten die Versammlung vor dem Felsen; und er sprach zu ihnen: Höret doch, ihr Widerspenstigen! werden wir euch Wasser aus diesem Felsen hervorbringen?</verse>
        <verse osisID="Num.20.11">Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stabe zweimal; da kam viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und ihr Vieh.</verse>
        <verse osisID="Num.20.12">Da sprach Jahwe zu Mose und zu Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, mich vor den Augen der Kinder Israel zu heiligen, deswegen sollt ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe.</verse>
        <verse osisID="Num.20.13">Das ist das Wasser von Meriba <note>{O. das Haderwasser}</note>, wo die Kinder Israel mit Jahwe haderten, und er sich an ihnen heiligte.</verse>
        <verse osisID="Num.20.14">Und Mose sandte Boten aus Kades an den König von Edom: So spricht dein Bruder Israel: Du kennst all das Ungemach, das uns betroffen hat:</verse>
        <verse osisID="Num.20.15">unsere Väter zogen nach Ägypten hinab, und wir haben eine lange Zeit in Ägypten gewohnt; und die Ägypter behandelten uns und unsere Väter übel.</verse>
        <verse osisID="Num.20.16">Da schrieen wir zu Jahwe, und er hat unsere Stimme gehört und einen Engel gesandt und uns aus Ägypten herausgeführt; und siehe, wir sind zu Kades, einer Stadt am Äussersten deines Gebiets.</verse>
        <verse osisID="Num.20.17">Lass uns doch durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht durch die Äcker und durch die Weinberge ziehen und wollen kein Wasser aus den Brunnen <note>{d.h. Cisternen}</note> trinken; auf der Strasse des Königs wollen wir ziehen und nicht ausbiegen zur Rechten noch zur Linken, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind.</verse>
        <verse osisID="Num.20.18">Aber Edom sprach zu ihm: Du sollst nicht bei mir durchziehen, dass ich dir nicht mit dem Schwerte entgegenrücke.</verse>
        <verse osisID="Num.20.19">Und die Kinder Israel sprachen zu ihm: Auf der Landstrasse <note>{Eig. ein aufgeschütteter, erhöhter Weg}</note> wollen wir hinaufziehen; und wenn wir von deinem Wasser trinken, ich und mein Vieh, so will ich den Preis dafür geben; mit meinen Füssen will ich durchziehen, weiter nichts <note>{W. es ist gar keine Sache (nichts Ausserordentliches), mit meinen Füssen usw.}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.20.20">Und er sprach: Du sollst nicht durchziehen! Und Edom zog aus, ihm entgegen, mit zahlreichem Volk und mit starker Hand.</verse>
        <verse osisID="Num.20.21">Und so weigerte sich Edom, Israel zu gestatten, durch sein Gebiet zu ziehen; und Israel bog von ihm ab.</verse>
        <verse osisID="Num.20.22">Und sie brachen auf von Kades; und die Kinder Israel, die ganze Gemeinde, kamen an den Berg Hor.</verse>
        <verse osisID="Num.20.23">Und Jahwe redete zu Mose und zu Aaron am Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom, und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.20.24">Aaron soll zu seinen Völkern versammelt werden; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Kindern Israel gegeben habe, weil ihr meinem Befehle widerspenstig gewesen seid bei dem Wasser von Meriba.</verse>
        <verse osisID="Num.20.25">Nimm Aaron und Eleasar, seinen Sohn, und lass sie hinaufsteigen auf den Berg Hor;</verse>
        <verse osisID="Num.20.26">und ziehe Aaron seine Kleider aus und lege sie seinem Sohne Eleasar an; und Aaron soll versammelt werden und daselbst sterben.</verse>
        <verse osisID="Num.20.27">Und Mose tat, so wie Jahwe geboten hatte, und sie stiegen auf den Berg Hor, vor den Augen der ganzen Gemeinde.</verse>
        <verse osisID="Num.20.28">Und Mose zog Aaron seine Kleider aus und legte sie seinem Sohne Eleasar an; und Aaron starb daselbst auf dem Gipfel des Berges; und Mose und Eleasar stiegen von dem Berge herab.</verse>
        <verse osisID="Num.20.29">Und als die ganze Gemeinde sah, dass Aaron verschieden war, da beweinte das ganze Haus Israel Aaron dreissig Tage lang.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.21">
        <verse osisID="Num.21.1">Und der Kanaaniter, der König von Arad, der im Süden wohnte, hörte, dass Israel des Weges nach Atharim <note>{And. üb.: auf dem Wege der Kundschafter}</note> kam, und er stritt wider Israel und führte Gefangene von ihm hinweg.</verse>
        <verse osisID="Num.21.2">Da tat Israel Jahwe ein Gelübde und sprach: Wenn du dieses Volk gewisslich in meine Hand gibst, so werde ich seine Städte verbannen.</verse>
        <verse osisID="Num.21.3">Und Jahwe hörte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter in seine Hand; und es verbannte sie und ihre Städte. Und man gab dem Orte den Namen Horma <note>{Bann, Vernichtung}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.21.4">Und sie brachen auf vom Berge Hor, des Weges zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig <note>{O. mutlos}</note> auf dem Wege;</verse>
        <verse osisID="Num.21.5">und das Volk redete wider Gott und wider Mose: Warum habt ihr uns aus Ägyten heraufgeführt, dass wir in der Wüste sterben? denn da ist kein Brot und kein Wasser, und unsere Seele ekelt vor dieser elenden Speise.</verse>
        <verse osisID="Num.21.6">Da sandte Jahwe feurige Schlangen <note>{W. Saraph = (brennende) Schlangen, deren Biss einen brennenden Schmerz verursachte}</note> unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volks aus Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.21.7">Da kam das Volk zu Mose, und sie sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider Jahwe und wider dich geredet haben; flehe zu Jahwe, dass er die Schlangen von uns wegnehme. Und Mose flehte für das Volk.</verse>
        <verse osisID="Num.21.8">Und Jahwe sprach zu Mose: Mache dir eine feurige Schlange und tue sie auf eine Stange; und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben.</verse>
        <verse osisID="Num.21.9">Und Mose machte eine Schlange von Erz und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemand gebissen hatte, und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben.</verse>
        <verse osisID="Num.21.10">Und die Kinder Israel brachen auf und lagerten sich zu Oboth.</verse>
        <verse osisID="Num.21.11">Und sie brachen auf von Oboth und lagerten sich zu Ijje-Abarim, in der Wüste, die vor Moab gegen Sonnenaufgang ist.</verse>
        <verse osisID="Num.21.12">Von dort brachen sie auf und lagerten sich am Bache <note>{O. im Tale; siehe die Anm. zu Kap. 13,23}</note> Sered.</verse>
        <verse osisID="Num.21.13">Von dort brachen sie auf und lagerten sich jenseit <note>{O. diesseit}</note> des Arnon, der in der Wüste ist, der aus dem Gebiete der Amoriter hervorgeht. Denn der Arnon ist die Grenze von Moab, zwischen Moab und den Amoritern.</verse>
        <verse osisID="Num.21.14">Darum heisst es in dem Buche der Kämpfe Jahwes: Waheb in Sufa und die Bäche des Arnon;</verse>
        <verse osisID="Num.21.15">und die Ergiessung der Bäche, die sich erstreckt nach dem Wohnsitze Ars <note>{d.h. nach Ar-Moab, der Hauptstadt des Landes}</note>, und sich lehnt an die Grenze von Moab.</verse>
        <verse osisID="Num.21.16">Und von dort zogen sie nach Beer <note>{Brunnen}</note>; das ist der Brunnen, von welchem Jahwe zu Mose sprach: Versammle das Volk, und ich will ihnen Wasser geben.</verse>
        <verse osisID="Num.21.17">Damals sang Israel dieses Lied: Herauf, Brunnen! Singet ihm zu!</verse>
        <verse osisID="Num.21.18">Brunnen, den Fürsten gegraben, den die Edlen des Volkes, mit dem Gesetzgeber, gehöhlt haben <note>{O. des Volkes gehöhlt haben mit dem Herrscherstabe}</note> mit ihren Stäben!</verse>
        <verse osisID="Num.21.19">Und aus der Wüste zogen sie nach Mattana; und von Mattana nach Nachaliel, und von Nachaliel nach Bamoth;</verse>
        <verse osisID="Num.21.20">und von Bamoth nach dem Tale <note>{auf der Hochebene des Pisga-Gebirges}</note>, das im Gefilde Moabs ist, nach dem Gipfel des Pisga, der emporragt über die Fläche der Wildnis.</verse>
        <verse osisID="Num.21.21">Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Könige der Amoriter, und liess ihm sagen:</verse>
        <verse osisID="Num.21.22">Lass mich durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht in die Äcker und in die Weinberge ausbiegen, wir wollen kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Strasse des Königs wollen wir ziehen, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind.</verse>
        <verse osisID="Num.21.23">Aber Sihon gestattete Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen; und Sihon versammelte all sein Volk und zog aus, Israel entgegen in die Wüste, und kam nach Jahaz und stritt wider Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.21.24">Und Israel schlug ihn mit der Schärfe des Schwertes und nahm sein Land in Besitz, vom Arnon bis an den Jabbok, bis zu den Kindern Ammon; denn die Grenze der Kinder Ammon war fest.</verse>
        <verse osisID="Num.21.25">Und Israel nahm alle diese Städte, und Israel wohnte in allen Städten der Amoriter, in Hesbon und in allen seinen Tochterstädten.</verse>
        <verse osisID="Num.21.26">Denn Hesbon war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter; und dieser hatte wider den früheren König von Moab gestritten und hatte sein ganzes Land bis an den Arnon aus seiner Hand genommen.</verse>
        <verse osisID="Num.21.27">Daher sagen die Dichter <note>{Eig. Spruchredner}</note>: Kommet nach Hesbon; aufgebaut und befestigt werde die Stadt Sihons!</verse>
        <verse osisID="Num.21.28">Denn Feuer ging aus von Hesbon, eine Flamme von der Stadt Sihons; es frass Ar-Moab, die Herren der Höhen des Arnon.</verse>
        <verse osisID="Num.21.29">Wehe dir, Moab; du bist verloren, Volk des Kamos <note>{H. Kemosch, der Kriegsgott der Moabiter und der Amoriter. S. Richt. 11,24}</note>! Er hat seine Söhne zu Flüchtlingen gemacht und seine Töchter in die Gefangenschaft Sihons geführt, des Königs <note>{O. seine Söhne als Flüchtlinge und seine Töchter als Gefangene preisgegeben Sihon, dem Könige}</note> der Amoriter.</verse>
        <verse osisID="Num.21.30">Da haben wir auf sie geschossen <note>{And. üb.: haben wir sie niedergestreckt}</note>; Hesbon ist verloren bis Dibon; da haben wir verwüstet bis Nophach - Feuer bis Medeba!</verse>
        <verse osisID="Num.21.31">Und Israel wohnte im Lande der Amoriter.</verse>
        <verse osisID="Num.21.32">Und Mose sandte Männer aus, um Jaser auszukundschaften; und sie nahmen seine Tochterstädte ein, und er trieb die Amoriter aus, die daselbst waren.</verse>
        <verse osisID="Num.21.33">Und sie wandten sich und zogen hinauf des Weges nach Basan; und Og, der König von Basan, zog aus, ihnen entgegen, er und all sein Volk, zum Streite nach Edrei.</verse>
        <verse osisID="Num.21.34">Und Jahwe sprach zu Mose: Fürchte ihn nicht! Denn in deine Hand habe ich ihn gegeben und all sein Volk und sein Land; und tue ihm, so wie du Sihon, dem Könige der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon wohnte.</verse>
        <verse osisID="Num.21.35">Und sie schlugen ihn und seine Söhne und all sein Volk, bis ihm kein Entronnener übrigblieb; und sie nahmen sein Land in Besitz.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.22">
        <verse osisID="Num.22.1">Und die Kinder Israel brachen auf und lagerten sich in den Ebenen <note>{O. Steppen}</note> Moabs, jenseit des Jordan von Jericho.</verse>
        <verse osisID="Num.22.2">Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel den Amoritern getan hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.22.3">Und Moab fürchtete sich sehr vor dem Volke, weil es gross war, und es graute Moab vor den Kindern Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.22.4">Und Moab sprach zu den Ältesten von Midian: Nun wird dieser Haufe alle unsere Umgebungen abfressen, wie das Rind das Grüne des Feldes abfrisst. Und Balak, der Sohn Zippors, war zu jener Zeit König von Moab.</verse>
        <verse osisID="Num.22.5">Und er sandte Boten zu Bileam, dem Sohne Beors, nach Pethor, das am Strome <note>{der Euphrat}</note> ist, in das Land der Kinder seines Volkes, um ihn zu rufen, und er liess ihm sagen: Siehe, ein Volk ist aus Ägypten gezogen; siehe, es bedeckt die Fläche <note>{Eig. Anblick; siehe die Anm. zu 2. Mose 10,5; so auch V.11}</note> des Landes, und es liegt mir gegenüber.</verse>
        <verse osisID="Num.22.6">Und nun, komm doch, verfluche mir dieses Volk, denn es ist stärker als ich. Vielleicht gelingt es mir, dass wir es schlagen und ich es aus dem Lande vertreibe; denn ich weiss, wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht.</verse>
        <verse osisID="Num.22.7">Und die Ältesten von Moab und die Ältesten von Midian zogen hin mit dem Wahrsagerlohn in der Hand. Und sie kamen zu Bileam und redeten zu ihm die Worte Balaks.</verse>
        <verse osisID="Num.22.8">Und er sprach zu ihnen: Übernachtet hier diese Nacht, und ich werde euch Antwort bringen, so wie Jahwe zu mir reden wird. Und die Fürsten von Moab blieben bei Bileam.</verse>
        <verse osisID="Num.22.9">Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind diese Männer bei dir?</verse>
        <verse osisID="Num.22.10">Und Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab, hat zu mir gesandt:</verse>
        <verse osisID="Num.22.11">Siehe, das Volk, das aus Ägypten gezogen ist, es bedeckt die Fläche des Landes; komm nun, verwünsche es mir, vielleicht vermag ich wider dasselbe zu streiten und es zu vertreiben.</verse>
        <verse osisID="Num.22.12">Und Gott sprach zu Bileam: Du sollst nicht mit ihnen gehen; du sollst das Volk nicht verfluchen, denn es ist gesegnet.</verse>
        <verse osisID="Num.22.13">Und Bileam stand des Morgens auf und sprach zu den Fürsten Balaks: Ziehet in euer Land; denn Jahwe hat sich geweigert, mir zu gestatten, mit euch zu gehen.</verse>
        <verse osisID="Num.22.14">Und die Fürsten von Moab machten sich auf und kamen zu Balak und sprachen: Bileam hat sich geweigert, mit uns zu gehen.</verse>
        <verse osisID="Num.22.15">Da sandte Balak noch einmal Fürsten, mehr und geehrtere als jene.</verse>
        <verse osisID="Num.22.16">Und sie kamen zu Bileam und sprachen zu ihm: So spricht Balak, der Sohn Zippors: Lass dich doch nicht abhalten, zu mir zu kommen;</verse>
        <verse osisID="Num.22.17">denn sehr hoch will ich dich ehren, und alles, was du mir sagen wirst, will ich tun; so komm doch, verwünsche mir dieses Volk!</verse>
        <verse osisID="Num.22.18">Und Bileam antwortete und sprach zu den Knechten Balaks: Wenn Balak mir sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so vermöchte ich nicht den Befehl Jahwes, meines Gottes, zu übertreten, um Kleines oder Grosses zu tun.</verse>
        <verse osisID="Num.22.19">Und nun bleibet doch hier, auch ihr, diese Nacht, und ich werde erfahren, was Jahwe ferner mit mir reden wird.</verse>
        <verse osisID="Num.22.20">Da kam Gott des Nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Wenn die Männer gekommen sind, um dich zu rufen, so mache dich auf, gehe mit ihnen; aber nur dasjenige, was ich dir sagen werde, sollst du tun.</verse>
        <verse osisID="Num.22.21">Und Bileam machte sich am Morgen auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fürsten von Moab.</verse>
        <verse osisID="Num.22.22">Da entbrannte der Zorn Gottes, dass er hinzog; und der Engel Jahwes stellte sich in den Weg, ihm zu widerstehen <note>{W. als sein Widersacher}</note>. Er aber ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Jünglinge waren mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Num.22.23">Und die Eselin sah den Engel Jahwes auf dem Wege stehen mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand, und die Eselin bog vom Wege ab und ging ins Feld; und Bileam schlug die Eselin, um sie wieder auf den Weg zu lenken.</verse>
        <verse osisID="Num.22.24">Da trat der Engel Jahwes in einen Hohlweg zwischen den Weinbergen: eine Mauer war auf dieser, und eine Mauer auf jener Seite.</verse>
        <verse osisID="Num.22.25">Und die Eselin sah den Engel Jahwes und drängte sich an die Wand und drückte den Fuss Bileams an die Wand; und er schlug sie noch einmal.</verse>
        <verse osisID="Num.22.26">Da ging der Engel Jahwes nochmals weiter und trat an einen engen Ort, wo kein Weg war auszubiegen, weder zur Rechten noch zur Linken.</verse>
        <verse osisID="Num.22.27">Und als die Eselin den Engel Jahwes sah, legte sie sich nieder unter Bileam; und es entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stabe.</verse>
        <verse osisID="Num.22.28">Da tat Jahwe den Mund der Eselin auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast?</verse>
        <verse osisID="Num.22.29">Und Bileam sprach zu der Eselin: Weil du Spott mit mir getrieben hast; wäre doch ein Schwert in meiner Hand, so hätte ich dich jetzt totgeschlagen <note>{O. gewiss, ich hätte dich jetzt totgeschlagen; so auch V.33}</note>!</verse>
        <verse osisID="Num.22.30">Und die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher <note>{Eig. seitdem du bist}</note> bis auf diesen Tag? War ich je gewohnt, dir also zu tun? Und er sprach: Nein.</verse>
        <verse osisID="Num.22.31">Da enthüllte Jahwe die Augen Bileams, und er sah den Engel Jahwes auf dem Wege stehen, mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand; und er neigte sich und warf sich nieder auf sein Angesicht.</verse>
        <verse osisID="Num.22.32">Und der Engel Jahwes sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich bin ausgegangen, dir zu widerstehen <note>{W. als Widersacher}</note>, denn der Weg ist verderblich <note>{O. stürzt ins Verderben}</note> vor mir.</verse>
        <verse osisID="Num.22.33">Und die Eselin sah mich und bog vor mir aus nun dreimal; wenn sie nicht vor mir ausgebogen wäre, so hätte ich dich jetzt auch erschlagen, sie aber am Leben gelassen.</verse>
        <verse osisID="Num.22.34">Und Bileam sprach zu dem Engel Jahwes: Ich habe gesündigt, denn ich wusste nicht, dass du mir auf dem Wege entgegenstandest; und nun, wenn es übel ist in deinen Augen, so will ich umkehren.</verse>
        <verse osisID="Num.22.35">Und der Engel Jahwes sprach zu Bileam: Gehe mit den Männern; aber nur dasjenige, was ich dir sagen werde, sollst du reden. Und Bileam zog mit den Fürsten Balaks.</verse>
        <verse osisID="Num.22.36">Und als Balak hörte, dass Bileam käme, da ging er aus, ihm entgegen, nach der Stadt Moabs <note>{H. nach Ir-Moab; dasselbe wie Ar oder Ar-Moab, Kap. 21,25. 28}</note>, an der Grenze des Arnon, der an der äussersten Grenze fliesst <note>{O. die an... liegt}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.22.37">Und Balak sprach zu Bileam: Habe ich nicht ausdrücklich zu dir gesandt, um dich zu rufen? Warum bist du nicht zu mir gekommen? Fürwahr, vermag ich nicht dich zu ehren?</verse>
        <verse osisID="Num.22.38">Und Bileam sprach zu Balak: Siehe, ich bin zu dir gekommen; vermag ich nun wohl irgend etwas zu reden? Das Wort, das Gott mir in den Mund legt, das werde ich reden.</verse>
        <verse osisID="Num.22.39">Und Bileam ging mit Balak; und sie kamen nach Kirjath-Chuzoth.</verse>
        <verse osisID="Num.22.40">Und Balak opferte <note>{O. schlachtete}</note> Rind- und Kleinvieh und schickte davon dem Bileam und den Fürsten, die bei ihm waren.</verse>
        <verse osisID="Num.22.41">Und es geschah am Morgen, da nahm Balak den Bileam und führte ihn hinauf nach den Höhen des Baal, und er sah von dort aus das Äusserste des Volkes.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.23">
        <verse osisID="Num.23.1">Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre, und stelle mir hier bereit sieben Farren und sieben Widder.</verse>
        <verse osisID="Num.23.2">Und Balak tat, so wie Bileam gesagt hatte; und Balak und Bileam opferten einen Farren und einen Widder auf jedem Altar.</verse>
        <verse osisID="Num.23.3">Und Bileam sprach zu Balak: Stelle dich neben dein Brandopfer, und ich will gehen; vielleicht wird Jahwe mir entgegenkommen, und was er mich sehen lassen wird, das werde ich dir kundtun. Und er ging auf eine kahle Höhe.</verse>
        <verse osisID="Num.23.4">Und Gott kam dem Bileam entgegen; und dieser sprach zu ihm: Die sieben Altäre habe ich zugerichtet und auf jedem Altar einen Farren und einen Widder geopfert.</verse>
        <verse osisID="Num.23.5">Und Jahwe legte ein Wort in den Mund Bileams und sprach: Kehre zu Balak zurück, und so sollst du reden.</verse>
        <verse osisID="Num.23.6">Und er kehrte zu ihm zurück; und siehe, er stand neben seinem Brandopfer, er und alle Fürsten von Moab.</verse>
        <verse osisID="Num.23.7">Da hob er seinen Spruch an und sprach: Aus Aram hat Balak mich hergeführt, der König von Moab von den Bergen des Ostens: Komm, verfluche mir Jakob; ja, komm, verwünsche Israel!</verse>
        <verse osisID="Num.23.8">Wie soll ich verfluchen, den Gott <note>{El}</note> nicht verflucht, und wie verwünschen, den Jahwe nicht verwünscht hat?</verse>
        <verse osisID="Num.23.9">Denn vom Gipfel der Felsen sehe ich es, und von den Höhen herab schaue ich es: siehe, ein Volk, das abgesondert wohnt und unter die Nationen nicht gerechnet wird.</verse>
        <verse osisID="Num.23.10">Wer könnte zählen den Staub <note>{Vergl. 1. Mose 13,16}</note> Jakobs und, der Zahl nach, den vierten Teil <note>{And. l.: und wer berechnen die Myriaden}</note> Israels? Meine Seele sterbe den Tod der Rechtschaffenen, und mein Ende sei gleich dem ihrigen <note>{W. dem seinigen}</note>!</verse>
        <verse osisID="Num.23.11">Da sprach Balak zu Bileam: Was hast du mir getan! Meine Feinde zu verwünschen habe ich dich holen lassen, und siehe, du hast sie sogar gesegnet!</verse>
        <verse osisID="Num.23.12">Und er antwortete und sprach: Muss ich nicht darauf achten, das zu reden, was Jahwe in meinen Mund legt?</verse>
        <verse osisID="Num.23.13">Und Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen anderen Ort, von wo aus du es sehen wirst; nur sein Äusserstes wirst du sehen, und ganz wirst du es nicht sehen; und verwünsche es mir von dort aus.</verse>
        <verse osisID="Num.23.14">Und er nahm ihn mit nach dem Felde der Wächter, auf den Gipfel des Pisga; und er baute sieben Altäre und opferte einen Farren und einen Widder auf jedem Altar.</verse>
        <verse osisID="Num.23.15">Und er sprach zu Balak: Stelle dich hier neben dein Brandopfer, und ich, ich will dort entgegengehen <note>{nämlich einer Offenbarung}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.23.16">Und Jahwe kam dem Bileam entgegen und legte ein Wort in seinen Mund und sprach: Kehre zu Balak zurück, und so sollst du reden.</verse>
        <verse osisID="Num.23.17">Und er kam zu ihm, und siehe, er stand neben seinem Brandopfer, und die Fürsten von Moab mit ihm. Und Balak sprach zu ihm: Was hat Jahwe geredet?</verse>
        <verse osisID="Num.23.18">Da hob er seinen Spruch an und sprach: Stehe auf, Balak, und höre! Horche auf mich, Sohn Zippors!</verse>
        <verse osisID="Num.23.19">Nicht ein Mensch ist Gott <note>{El}</note>, dass er lüge, noch ein Menschensohn, dass er bereue. Sollte er gesprochen haben und es nicht tun, und geredet haben und es nicht aufrecht halten?</verse>
        <verse osisID="Num.23.20">Siehe, zu segnen habe ich empfangen; und er hat gesegnet, und ich kann <note>{O. und hat er gesegnet, so kann ich}</note> es nicht wenden.</verse>
        <verse osisID="Num.23.21">Er erblickt keine Ungerechtigkeit in Jakob und sieht kein Unrecht in Israel; Jahwe, sein Gott, ist mit ihm, und Jubelgeschrei wie um einen König <note>{W. Königsjubel}</note> ist in seiner Mitte.</verse>
        <verse osisID="Num.23.22">Gott <note>{El}</note> hat ihn <note>{W. sie}</note> aus Ägypten herausgeführt; sein ist die Stärke <note>{And. Schnelligkeit; so auch Kap. 24,8}</note> des Wildochsen.</verse>
        <verse osisID="Num.23.23">Denn da ist keine Zauberei wider Jakob, und keine Wahrsagerei wider Israel. Um diese Zeit wird von Jakob und von Israel gesagt werden, was Gott <note>{El}</note> gewirkt hat <note>{O. wie hat Gott gewirkt!}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.23.24">Siehe, ein Volk: gleich einer Löwin steht es auf, und gleich einem Löwen erhebt es sich! Es legt sich nicht nieder, bis es den Raub verzehrt und das Blut der Erschlagenen getrunken hat.</verse>
        <verse osisID="Num.23.25">Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst es gar nicht verwünschen, und du sollst es gar nicht segnen.</verse>
        <verse osisID="Num.23.26">Und Bileam antwortete und sprach zu Balak: Habe ich nicht zu dir geredet und gesagt: Alles, was Jahwe reden wird, das werde ich tun?</verse>
        <verse osisID="Num.23.27">Und Balak sprach zu Bileam: Komm doch, ich will dich an einen anderen Ort mitnehmen; vielleicht wird es in den Augen Gottes recht sein, dass du es mir von dort aus verwünschest.</verse>
        <verse osisID="Num.23.28">Und Balak nahm den Bileam mit auf den Gipfel des Peor, der emporragt über die Fläche der Wildnis.</verse>
        <verse osisID="Num.23.29">Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre, und stelle mir hier bereit sieben Farren und sieben Widder.</verse>
        <verse osisID="Num.23.30">Und Balak tat, so wie Bileam gesagt hatte; und er opferte einen Farren und einen Widder auf jedem Altar.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.24">
        <verse osisID="Num.24.1">Und als Bileam sah, dass es gut war in den Augen Jahwes, Israel zu segnen, so ging er nicht, wie die anderen Male, auf Wahrsagerei aus <note>{Eig. Wahrzeichen entgegen; vergl. Kap. 23,15}</note>, sondern richtete sein Angesicht nach der Wüste hin.</verse>
        <verse osisID="Num.24.2">Und Bileam erhob seine Augen und sah Israel, gelagert nach seinen Stämmen; und der Geist Gottes kam über ihn.</verse>
        <verse osisID="Num.24.3">Und er hob seinen Spruch an und sprach: Es spricht Bileam <note>{Eig. Spruch Bileams... und Spruch des Mannes. So auch V.4. 15. 16.}</note>, der Sohn Beors, und es spricht der Mann <note>{Eig. Spruch Bileams... und Spruch des Mannes. So auch V.4. 15. 16.}</note> geöffneten Auges.</verse>
        <verse osisID="Num.24.4">Es spricht, der da hört die Worte Gottes <note>{El}</note>, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der hinfällt und enthüllter Augen ist:</verse>
        <verse osisID="Num.24.5">Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel!</verse>
        <verse osisID="Num.24.6">Gleich Tälern breiten sie sich aus, gleich Gärten am Strome, gleich Aloebäumen, die Jahwe gepflanzt hat, gleich Zedern am Gewässer!</verse>
        <verse osisID="Num.24.7">Wasser wird fliessen aus seinen Eimern, und sein Same wird in grossen Wassern sein; und sein König wird höher sein als Agag, und sein Königreich wird erhaben sein.</verse>
        <verse osisID="Num.24.8">Gott <note>{El}</note> hat ihn aus Ägypten herausgeführt; sein ist die Stärke des Wildochsen. Er wird die Nationen, seine Feinde, fressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen sie zerschmettern.</verse>
        <verse osisID="Num.24.9">Er duckt sich, er legt sich nieder wie ein Löwe und wie eine Löwin; wer will ihn aufreizen <note>{Vergl. 1. Mose 49,9}</note>? Die dich segnen, sind <note>{O. seien. Vergl. 1. Mose 27,29}</note> gesegnet, und die dich verfluchen, sind <note>{O. seien. Vergl. 1. Mose 27,29}</note> verflucht!</verse>
        <verse osisID="Num.24.10">Da entbrannte der Zorn Balaks wider Bileam, und er schlug seine Hände zusammen; und Balak sprach zu Bileam: Meine Feinde zu verwünschen habe ich dich gerufen, und siehe, du hast sie sogar gesegnet, nun dreimal!</verse>
        <verse osisID="Num.24.11">Und nun fliehe an deinen Ort. Ich hatte gesagt, ich wolle dich hoch ehren; und siehe, Jahwe hat dir die Ehre verwehrt.</verse>
        <verse osisID="Num.24.12">Und Bileam sprach zu Balak: Habe ich nicht auch zu deinen Boten, die du zu mir gesandt hast, geredet und gesagt:</verse>
        <verse osisID="Num.24.13">Wenn Balak mir sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so vermöchte ich nicht den Befehl Jahwes zu übertreten, um aus meinem eigenen Herzen Gutes oder Böses zu tun; was Jahwe reden wird, das werde ich reden?</verse>
        <verse osisID="Num.24.14">Und nun siehe, ich gehe zu meinem Volke. Komm, ich will dir anzeigen, was dieses Volk deinem Volke tun wird am Ende der Tage.</verse>
        <verse osisID="Num.24.15">Und er hob seinen Spruch an und sprach: Es spricht Bileam, der Sohn Beors, und es spricht der Mann geöffneten Auges.</verse>
        <verse osisID="Num.24.16">Es spricht, der da hört die Worte Gottes <note>{El}</note>, und der die Erkenntnis des Höchsten besitzt, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der hinfällt und enthüllter Augen ist:</verse>
        <verse osisID="Num.24.17">Ich sehe ihn, aber nicht jetzt <note>{d.h. nicht als bereits erschienen}</note>, ich schaue ihn, aber nicht nahe; es tritt hervor ein Stern aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel und zerschlägt die Seiten Moabs und zerschmettert alle Söhne des Getümmels.</verse>
        <verse osisID="Num.24.18">Und Edom wird ein Besitz sein und Seir ein Besitz, sie, seine Feinde; und Israel wird Mächtiges tun.</verse>
        <verse osisID="Num.24.19">Und einer aus Jakob wird herrschen, und er wird aus der Stadt den Überrest <note>{O. den Überrest der Stadt}</note> vertilgen. -</verse>
        <verse osisID="Num.24.20">Und er sah Amalek und hob seinen Spruch an und sprach: Die erste der Nationen war Amalek, aber sein Letztes wird dem Untergang verfallen. -</verse>
        <verse osisID="Num.24.21">Und er sah die Keniter und hob seinen Spruch an und sprach: Fest ist dein Wohnsitz, und auf den Felsen gesetzt dein Nest;</verse>
        <verse osisID="Num.24.22">doch der Keniter <note>{W. Kain}</note> soll vertilgt werden, bis <note>{O. wenn}</note> Assur dich gefangen wegführt. -</verse>
        <verse osisID="Num.24.23">Und er hob seinen Spruch an und sprach: Wehe! Wer wird am Leben bleiben, sobald Gott dieses herbeiführt?</verse>
        <verse osisID="Num.24.24">Und Schiffe werden kommen von der Küste von Kittim <note>{Cypern}</note> und werden Assur demütigen, und Heber demütigen, und auch er wird dem Untergang verfallen. -</verse>
        <verse osisID="Num.24.25">Und Bileam machte sich auf und ging und kehrte zurück an seinen Ort; und auch Balak zog seines Weges.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.25">
        <verse osisID="Num.25.1">Und Israel blieb in Sittim. Und das Volk fing an zu huren mit den Töchtern Moabs;</verse>
        <verse osisID="Num.25.2">und diese luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter, und das Volk ass und beugte sich nieder vor ihren Göttern.</verse>
        <verse osisID="Num.25.3">Und Israel hängte sich an den Baal-Peor; und der Zorn Jahwes entbrannte wider Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.25.4">Da sprach Jahwe zu Mose: Nimm alle Häupter des Volkes und hänge sie dem Jahwe auf <note>{Eig. und heftete sie... an den Pfahl}</note> vor der Sonne, damit die Glut des Zornes Jahwes sich von Israel abwende.</verse>
        <verse osisID="Num.25.5">Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Erschlaget ein jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben!</verse>
        <verse osisID="Num.25.6">Und siehe, ein Mann von den Kindern Israel kam und brachte eine Midianitin zu seinen Brüdern, vor den Augen Moses und vor den Augen der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, als diese an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft weinten.</verse>
        <verse osisID="Num.25.7">Und als Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, es sah, da stand er auf aus der Mitte der Gemeinde und nahm eine Lanze in seine Hand;</verse>
        <verse osisID="Num.25.8">und er ging dem israelitischen Manne nach in das Innere des Zeltes und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch ihren Bauch <note>{Eig. Unterleib}</note>. Da ward die Plage von den Kindern Israel abgewehrt.</verse>
        <verse osisID="Num.25.9">Und es waren der an der Plage Gestorbenen 24000.</verse>
        <verse osisID="Num.25.10">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.25.11">Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Grimm von den Kindern Israel abgewendet, indem er in meinem Eifer in ihrer Mitte geeifert hat, so dass ich die Kinder Israel nicht in meinem Eifer vertilgt habe.</verse>
        <verse osisID="Num.25.12">Darum sprich: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens;</verse>
        <verse osisID="Num.25.13">und er wird ihm und seinem Samen nach ihm ein Bund ewigen Priestertums sein, darum dass er für seinen Gott geeifert und für die Kinder Israel Sühnung getan hat. -</verse>
        <verse osisID="Num.25.14">Und der Name des erschlagenen israelitischen Mannes, der mit der Midianitin erschlagen wurde, war Simri, der Sohn Salus, der Fürst eines Vaterhauses der Simeoniter;</verse>
        <verse osisID="Num.25.15">und der Name des erschlagenen midianitischen Weibes war Kosbi, die Tochter Zurs; er war Stammhaupt eines Vaterhauses unter den Midianitern.</verse>
        <verse osisID="Num.25.16">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.25.17">Befeindet die Midianiter und schlaget sie;</verse>
        <verse osisID="Num.25.18">denn sie haben euch befeindet durch ihre List, womit sie euch überlistet haben in der Sache des Peor und in der Sache der Kosbi, der Tochter eines Fürsten von Midian, ihrer Schwester, welche am Tage der Plage wegen des Peor erschlagen wurde.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.26">
        <verse osisID="Num.26.1">Und es geschah nach der Plage, da sprach Jahwe zu Mose und zu Eleasar, dem Sohne Aarons, dem Priester <note>{O. des Priesters}</note>, und sagte:</verse>
        <verse osisID="Num.26.2">Nehmet auf die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, von zwanzig Jahren und darüber, nach ihren Vaterhäusern, einen jeden, der zum Heere auszieht in Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.26.3">Und Mose und Eleasar, der Priester, redeten zu ihnen in den Ebenen <note>{O. Steppen}</note> Moabs, am Jordan von Jericho, und sprachen:</verse>
        <verse osisID="Num.26.4">Von zwanzig Jahren und darüber ..., so wie Jahwe dem Mose geboten hatte. - Und es waren die Kinder Israel, die aus dem Lande Ägypten ausgezogen waren:</verse>
        <verse osisID="Num.26.5">Ruben, der Erstgeborene Israels; die Söhne Rubens: von Hanok das Geschlecht der Hanokiter; von Pallu das Geschlecht der Palluiter;</verse>
        <verse osisID="Num.26.6">von Hezron das Geschlecht der Hezroniter; von Karmi das Geschlecht der Karmiter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.7">Das sind die Geschlechter der Rubeniter; und ihre Gemusterten waren 43730.</verse>
        <verse osisID="Num.26.8">Und die Söhne Pallus: Eliab.</verse>
        <verse osisID="Num.26.9">Und die Söhne Eliabs: Nemuel und Dathan und Abiram; das ist der Dathan und der Abiram, Berufene <note>{S. Kap. 1,16}</note> der Gemeinde, welche wider Mose und wider Aaron haderten in der Rotte Korahs, als sie wider Jahwe haderten.</verse>
        <verse osisID="Num.26.10">Und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie und Korah, als die Rotte starb, indem das Feuer die 250 Männer verzehrte, und sie zu einem Zeichen wurden.</verse>
        <verse osisID="Num.26.11">Aber die Söhne Korahs starben nicht.</verse>
        <verse osisID="Num.26.12">Die Söhne Simeons nach ihren Geschlechtern: von Nemuel das Geschlecht der Nemueliter; von Jamin das Geschlecht der Jaminiter; von Jakin das Geschlecht der Jakiniter;</verse>
        <verse osisID="Num.26.13">von Serach das Geschlecht der Sarchiter; von Saul das Geschlecht der Sauliter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.14">Das sind die Geschlechter der Simeoniter: 22200.</verse>
        <verse osisID="Num.26.15">Die Söhne Gads nach ihren Geschlechtern: von Zephon das Geschlecht der Zephoniter; von Haggi das Geschlecht der Haggiter; von Schuni das Geschlecht der Schuniter;</verse>
        <verse osisID="Num.26.16">von Osni das Geschlecht der Osniter; von Eri das Geschlecht der Eriter;</verse>
        <verse osisID="Num.26.17">Von Arod das Geschlecht der Aroditer; von Areli das Geschlecht der Areliter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.18">Das sind die Geschlechter der Söhne Gads, nach ihren Gemusterten, 40500.</verse>
        <verse osisID="Num.26.19">Die Söhne Judas: Gher und Onan; Gher und Onan aber starben im Lande Kanaan.</verse>
        <verse osisID="Num.26.20">Und es waren die Söhne Judas nach ihren Geschlechtern: von Schela das Geschlecht der Schelaniter; von Perez das Geschlecht der Parziter; von Serach das Geschlecht der Sarchiter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.21">Und die Söhne Perez' waren: Von Hezron das Geschlecht der Hezroniter; von Hamul das Geschlecht der Hamuliter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.22">Das sind die Geschlechter Judas nach ihren Gemusterten: 76500.</verse>
        <verse osisID="Num.26.23">Die Söhne Issaschars nach ihren Geschlechtern: von Tola das Geschlecht der Tolaiter; von Puwa das Geschlecht der Puniter;</verse>
        <verse osisID="Num.26.24">von Jaschub das Geschlecht der Jaschubiter; von Schimron das Geschlecht der Schimroniter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.25">Das sind die Geschlechter Issaschars, nach ihren Gemusterten: 64300.</verse>
        <verse osisID="Num.26.26">Die Söhne Sebulons nach ihren Geschlechtern: von Sered das Geschlecht der Sarditer; von Elon das Geschlecht der Eloniter; von Jachleel das Geschlecht der Jachleeliter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.27">Das sind die Geschlechter der Sebuloniter, nach ihren Gemusterten: 60500.</verse>
        <verse osisID="Num.26.28">Die Söhne Josephs nach ihren Geschlechtern: Manasse und Ephraim.</verse>
        <verse osisID="Num.26.29">Die Söhne Manasses: von Makir das Geschlecht der Makiriter (und Makir zeugte Gilead); von Gilead das Geschlecht der Gileaditer.</verse>
        <verse osisID="Num.26.30">Dies sind die Söhne Gileads: von Jieser das Geschlecht der Jieseriter; von Helek das Geschlecht der Helkiter;</verse>
        <verse osisID="Num.26.31">und von Asriel das Geschlecht der Asrieliter; und von Sichem das Geschlecht der Sikmiter;</verse>
        <verse osisID="Num.26.32">und von Schemida das Geschlecht der Schemidaiter; und von Hepher das Geschlecht der Hephriter. -</verse>
        <verse osisID="Num.26.33">Und Zelophchad, der Sohn Hephers, hatte keine Söhne, sondern nur Töchter; und die Namen der Töchter Zelophchads waren: Machla und Noa, Chogla, Milka und Tirza. -</verse>
        <verse osisID="Num.26.34">Das sind die Geschlechter Manasses; und ihrer Gemusterten waren 52700.</verse>
        <verse osisID="Num.26.35">Dies sind die Söhne Ephraims nach ihren Geschlechtern: von Schuthelach das Geschlecht der Schuthalchiter; von Beker das Geschlecht der Bakriter; von Tachan das Geschlecht der Tachaniter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.36">Und dies sind die Söhne Schuthelachs: von Eran das Geschlecht der Eraniter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.37">Das sind die Geschlechter der Söhne Ephraims, nach ihren Gemusterten: 32500. Das sind die Söhne Josephs nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Num.26.38">Die Söhne Benjamins nach ihren Geschlechtern: von Bela das Geschlecht der Baliter; von Aschbel das Geschlecht der Aschbeliter; von Achiram das Geschlecht der Achiramiter;</verse>
        <verse osisID="Num.26.39">von Schephupham das Geschlecht der Schuphamiter; von Hupham das Geschlecht der Huphamiter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.40">Und die Söhne Belas waren: Ard und Naaman; von Ard das Geschlecht der Arditer, von Naaman das Geschlecht der Naamaniter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.41">Das sind die Söhne Benjamins nach ihren Geschlechtern; und ihrer Gemusterten waren 45600.</verse>
        <verse osisID="Num.26.42">Dies sind die Söhne Dans nach ihren Geschlechtern: von Schucham das Geschlecht der Schuchamiter;</verse>
        <verse osisID="Num.26.43">das sind die Geschlechter Dans nach ihren Geschlechtern. Alle Geschlechter der Schuchamiter, nach ihren Gemusterten: 64400.</verse>
        <verse osisID="Num.26.44">Die Söhne Asers nach ihren Geschlechtern: von Jimna das Geschlecht der Jimna; von Jischwi das Geschlecht der Jischwiter; von Beria das Geschlecht der Beriiter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.45">Von den Söhnen Berias: von Heber das Geschlecht der Hebriter; von Malkiel das Geschlecht der Malkieliter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.46">Und der Name der Tochter Asers war Serach.</verse>
        <verse osisID="Num.26.47">Das sind die Geschlechter der Söhne Asers, nach ihren Gemusterten: 53400.</verse>
        <verse osisID="Num.26.48">Die Söhne Naphtalis nach ihren Geschlechtern: von Jachzeel das Geschlecht der Jachzeeliter; von Guni das Geschlecht der Guniter;</verse>
        <verse osisID="Num.26.49">von Jezer das Geschlecht der Jizriter; von Schillem das Geschlecht der Schillemiter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.50">Das sind die Geschlechter Naphtalis nach ihren Geschlechtern; und ihrer Gemusterten waren 45400.</verse>
        <verse osisID="Num.26.51">Das sind die Gemusterten der Kinder Israel: 601730.</verse>
        <verse osisID="Num.26.52">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.26.53">Diesen soll das Land nach der Zahl der Namen als Erbteil verteilt werden.</verse>
        <verse osisID="Num.26.54">Den Vielen sollst du ihr Erbteil mehren und den Wenigen ihr Erbteil mindern; einem jeden soll nach Verhältnis seiner Gemusterten sein Erbteil gegeben werden.</verse>
        <verse osisID="Num.26.55">Doch soll das Land durchs Los verteilt werden; nach den Namen der Stämme ihrer Väter sollen sie erben;</verse>
        <verse osisID="Num.26.56">nach der Entscheidung des Loses <note>{O. dem Lose gemäss}</note> soll jedem Stamme sein Erbteil zugeteilt werden, sowohl den Vielen, als auch den Wenigen <note>{O. es sei viel oder wenig}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.26.57">Und dies sind die Gemusterten Levis nach ihren Geschlechtern: von Gerson das Geschlecht der Gersoniter; von Kehath das Geschlecht der Kehathiter; von Merari das Geschlecht der Merariter.</verse>
        <verse osisID="Num.26.58">Dies sind die Geschlechter Levis: das Geschlecht der Libniter, das Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Machliter, das Geschlecht der Muschiter, das Geschlecht der Korhiter. Und Kehath zeugte Amram.</verse>
        <verse osisID="Num.26.59">Und der Name des Weibes Amrams war Jokebed, eine Tochter Levis, die dem Levi in Ägypten geboren wurde <note>{Eig. die sie (das Weib) dem Levi... gebar}</note>; und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und Mirjam, ihre Schwester.</verse>
        <verse osisID="Num.26.60">Und dem Aaron wurden geboren Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar.</verse>
        <verse osisID="Num.26.61">Und Nadab und Abihu starben, als sie fremdes Feuer vor Jahwe darbrachten <note>{3. Mose 10}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.26.62">Und ihrer Gemusterten, aller Männlichen von einem Monat und darüber, waren 23000; denn sie wurden nicht unter den Kindern Israel gemustert, weil ihnen kein Erbteil unter den Kindern Israel gegeben wurde.</verse>
        <verse osisID="Num.26.63">Das sind die durch Mose und Eleasar, den Priester, Gemusterten, welche die Kinder Israel in den Ebenen Moabs, am Jordan von Jericho, musterten.</verse>
        <verse osisID="Num.26.64">Und unter diesen war kein Mann von denen, welche durch Mose und Aaron, den Priester, gemustert worden waren, welche die Kinder Israel in der Wüste Sinai musterten <note>{Kap. 1,1 usw.}</note>.</verse>
        <verse osisID="Num.26.65">Denn Jahwe hatte von ihnen gesagt: Sie sollen gewisslich in der Wüste sterben! und kein Mann von ihnen war übriggeblieben ausser Kaleb, dem Sohne Jephunnes, und Josua, dem Sohne Nuns.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.27">
        <verse osisID="Num.27.1">Und es nahten herzu die Töchter Zelophchads, des Sohnes Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Makirs, des Sohnes Manasses, von den Geschlechtern Manasses, des Sohnes Josephs; und dies waren die Namen seiner Töchter: Machla, Noa und Chogla und Milka und Tirza.</verse>
        <verse osisID="Num.27.2">Und sie traten vor Mose und vor Eleasar, den Priester, und vor die Fürsten und die ganze Gemeinde an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und sprachen:</verse>
        <verse osisID="Num.27.3">Unser Vater ist in der Wüste gestorben; er war aber nicht unter der Rotte derer, die sich in der Rotte Korahs wider Jahwe zusammenrotteten, sondern er ist in seiner Sünde <note>{d.h. wie alle anderen}</note> gestorben; und er hatte keine Söhne.</verse>
        <verse osisID="Num.27.4">Warum soll der Name unseres Vaters abgeschnitten werden aus der Mitte seines Geschlechts, weil er keinen Sohn hat? Gib uns ein Eigentum unter den Brüdern unseres Vaters!</verse>
        <verse osisID="Num.27.5">Und Mose brachte ihre Rechtssache vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.27.6">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.27.7">Die Töchter Zelophchads reden recht; du sollst ihnen sicherlich ein Erbbesitztum unter den Brüdern ihres Vaters geben, und sollst das Erbteil ihres Vaters auf sie übergehen lassen.</verse>
        <verse osisID="Num.27.8">Und zu den Kindern Israel sollst du reden und sprechen: Wenn ein Mann stirbt und keinen Sohn hat, so sollt ihr sein Erbteil auf seine Tochter übergehen lassen.</verse>
        <verse osisID="Num.27.9">Und wenn er keine Tochter hat, so sollt ihr sein Erbteil seinen Brüdern geben.</verse>
        <verse osisID="Num.27.10">Und wenn er keine Brüder hat, so sollt ihr sein Erbteil den Brüdern seines Vaters geben.</verse>
        <verse osisID="Num.27.11">Und wenn sein Vater keine Brüder hat, so sollt ihr sein Erbteil seinem Blutsverwandten geben, dem ihm am nächsten stehenden aus seinem Geschlecht, dass er es erbe. - Und das soll den Kindern Israel zu einer Rechtssatzung sein, so wie Jahwe dem Mose geboten hat.</verse>
        <verse osisID="Num.27.12">Und Jahwe sprach zu Mose: Steige auf dieses Gebirge Abarim und sieh das Land, das ich den Kindern Israel gegeben habe.</verse>
        <verse osisID="Num.27.13">Und hast du es gesehen, so wirst auch du zu deinen Völkern versammelt werden, so wie dein Bruder Aaron versammelt worden ist;</verse>
        <verse osisID="Num.27.14">weil ihr in der Wüste Zin, beim Hadern der Gemeinde, widerspenstig gewesen seid gegen meinen Befehl, mich durch das Wasser vor ihren Augen zu heiligen. (Das ist das Haderwasser von Kades in der Wüste Zin.)</verse>
        <verse osisID="Num.27.15">Und Mose redete zu Jahwe und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.27.16">Es bestelle Jahwe, der Gott der Geister alles Fleisches, einen Mann über die Gemeinde,</verse>
        <verse osisID="Num.27.17">der vor ihnen her aus- und einziehe, und der sie aus- und einführe; damit die Gemeinde Jahwes nicht sei wie Schafe, die keinen Hirten haben.</verse>
        <verse osisID="Num.27.18">Und Jahwe sprach zu Mose: Nimm dir Josua, den Sohn Nuns, einen Mann, in dem der Geist ist, und lege deine Hand auf ihn;</verse>
        <verse osisID="Num.27.19">und stelle ihn vor Eleasar, den Priester, und vor die ganze Gemeinde, und gib ihm Befehl vor ihren Augen,</verse>
        <verse osisID="Num.27.20">und lege von deiner Würde <note>{Eig. Hoheit}</note> auf ihn, damit die ganze Gemeinde der Kinder Israel ihm gehorche.</verse>
        <verse osisID="Num.27.21">Und er soll vor Eleasar, den Priester, treten, und der soll für ihn das Urteil der Urim vor Jahwe befragen: nach seinem Befehle sollen sie ausziehen, und nach seinem Befehle sollen sie einziehen, er und alle Kinder Israel mit ihm, ja, die ganze Gemeinde.</verse>
        <verse osisID="Num.27.22">Und Mose tat, so wie Jahwe ihm geboten hatte, und nahm Josua und stellte ihn vor Eleasar, den Priester, und vor die ganze Gemeinde,</verse>
        <verse osisID="Num.27.23">und er legte seine Hände auf ihn und gab ihm Befehl, so wie Jahwe durch Mose geredet hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.28">
        <verse osisID="Num.28.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.28.2">Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Meine Opfergabe, meine Speise <note>{W. mein Brot}</note> zu <note>{O. von}</note> meinen Feueropfern, mir zum lieblichen Geruch, sollt ihr acht haben mir darzubringen zu ihrer bestimmten Zeit.</verse>
        <verse osisID="Num.28.3">Und sprich zu ihnen: Dies ist das Feueropfer, das ihr Jahwe darbringen sollt: zwei einjährige Lämmer ohne Fehl, täglich, als beständiges Brandopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.28.4">Das eine Lamm sollst du am Morgen opfern, und das zweite Lamm sollst du opfern zwischen den zwei Abenden;</verse>
        <verse osisID="Num.28.5">und zum Speisopfer ein zehntel Epha Feinmehl, gemengt mit einem viertel Hin zerstossenen Öles,</verse>
        <verse osisID="Num.28.6">(ein beständiges Brandopfer, das am Berge Sinai eingesetzt <note>{And. üb.: geopfert}</note> wurde, zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer dem Jahwe;)</verse>
        <verse osisID="Num.28.7">und sein Trankopfer, ein viertel Hin zu dem einen Lamme; im Heiligtum sollst du das Trankopfer von starkem Getränk dem Jahwe spenden.</verse>
        <verse osisID="Num.28.8">Und das zweite Lamm sollst du opfern zwischen den zwei Abenden; wie das Morgenspeisopfer und sein Trankopfer, so sollst du zu diesem opfern, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.28.9">Und am Sabbathtage zwei einjährige Lämmer ohne Fehl, und als Speisopfer zwei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, und sein Trankopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.28.10">Es ist das Brandopfer des Sabbaths an jedem Sabbath nebst dem beständigen Brandopfer und seinem Trankopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.28.11">Und im Anfang eurer Monate sollt ihr Jahwe ein Brandopfer darbringen: zwei junge Farren und einen Widder, sieben einjährige Lämmer ohne Fehl;</verse>
        <verse osisID="Num.28.12">und zu jedem Farren drei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, als Speisopfer; und zu dem einen Widder zwei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, als Speisopfer;</verse>
        <verse osisID="Num.28.13">und zu jedem Lamme je ein Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, als Speisopfer. Es ist ein Brandopfer, ein lieblicher Geruch, ein Feueropfer dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.28.14">Und ihre Trankopfer: ein halbes Hin Wein soll zu einem Farren sein, und ein drittel Hin zu dem Widder, und ein viertel Hin zu einem Lamme. Das ist das monatliche Brandopfer in jedem Monat, nach den Monaten des Jahres.</verse>
        <verse osisID="Num.28.15">Und ein Ziegenbock zum Sündopfer dem Jahwe soll nebst dem beständigen Brandopfer und seinem Trankopfer geopfert werden.</verse>
        <verse osisID="Num.28.16">Und im ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats, ist Passah dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.28.17">Und am fünfzehnten Tage dieses Monats ist das Fest; sieben Tage soll Ungesäuertes gegessen werden.</verse>
        <verse osisID="Num.28.18">Am ersten Tage soll eine heilige Versammlung <note>{S. die Anm. zu 2. Mose 12,16}</note> sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.</verse>
        <verse osisID="Num.28.19">Und ihr sollt dem Jahwe ein Feueropfer, ein Brandopfer darbringen: zwei junge Farren und einen Widder und sieben einjährige Lämmer; ohne Fehl sollen sie euch sein;</verse>
        <verse osisID="Num.28.20">und ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel sollt ihr opfern zu einem Farren, und zwei Zehntel zu dem Widder;</verse>
        <verse osisID="Num.28.21">je ein Zehntel sollst du opfern zu jedem Lamme, zu den sieben Lämmern;</verse>
        <verse osisID="Num.28.22">und einen Bock als Sündopfer, um Sühnung für euch zu tun.</verse>
        <verse osisID="Num.28.23">Ausser dem Morgen-Brandopfer, das zum beständigen Brandopfer ist, sollt ihr das opfern.</verse>
        <verse osisID="Num.28.24">Solches sollt ihr täglich opfern, sieben Tage lang, als Speise <note>{W. Brot}</note> eines Feueropfers lieblichen Geruchs dem Jahwe; nebst dem beständigen Brandopfer und seinem Trankopfer soll es geopfert werden.</verse>
        <verse osisID="Num.28.25">Und am siebten Tage soll euch eine heilige Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.</verse>
        <verse osisID="Num.28.26">Und am Tage der Erstlinge, wenn ihr dem Jahwe ein neues Speisopfer darbringet, an eurem Wochenfeste <note>{W. an euren Wochen. S. 3. Mose 23,15 usw.; 5. Mose 16,9-12}</note>, soll euch eine heilige Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.</verse>
        <verse osisID="Num.28.27">Und ihr sollt ein Brandopfer darbringen zum lieblichen Geruch dem Jahwe: zwei junge Farren, einen Widder, sieben einjährige Lämmer;</verse>
        <verse osisID="Num.28.28">und ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu jedem Farren, zwei Zehntel zu dem einen Widder,</verse>
        <verse osisID="Num.28.29">je ein Zehntel zu jedem Lamme, zu den sieben Lämmern;</verse>
        <verse osisID="Num.28.30">und einen Ziegenbock, um Sühnung für euch zu tun.</verse>
        <verse osisID="Num.28.31">Ausser dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer sollt ihr sie opfern (ohne Fehl sollen sie euch sein) nebst ihren Trankopfern.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.29">
        <verse osisID="Num.29.1">Und im siebten Monat, am Ersten des Monats, soll euch eine heilige Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun; ein Tag des Posaunenhalls soll es euch sein.</verse>
        <verse osisID="Num.29.2">Und ihr sollt ein Brandopfer opfern zum lieblichen Geruch dem Jahwe: einen jungen Farren, einen Widder, sieben einjährige Lämmer, ohne Fehl;</verse>
        <verse osisID="Num.29.3">und ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder,</verse>
        <verse osisID="Num.29.4">und ein Zehntel zu jedem Lamme, zu den sieben Lämmern;</verse>
        <verse osisID="Num.29.5">und einen Ziegenbock als Sündopfer, um Sühnung für euch zu tun;</verse>
        <verse osisID="Num.29.6">ausser dem monatlichen Brandopfer und seinem Speisopfer und dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer und ihren Trankopfern, nach ihrer Vorschrift, zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.29.7">Und am Zehnten dieses siebten Monats soll euch eine heilige Versammlung sein, und ihr sollt eure Seelen kasteien; keinerlei Arbeit sollt ihr tun.</verse>
        <verse osisID="Num.29.8">Und ihr sollt dem Jahwe ein Brandopfer darbringen als lieblichen Geruch: einen jungen Farren, einen Widder, sieben einjährige Lämmer; ohne Fehl sollen sie euch sein;</verse>
        <verse osisID="Num.29.9">und ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem einen Widder,</verse>
        <verse osisID="Num.29.10">je ein Zehntel zu jedem Lamme, zu den sieben Lämmern;</verse>
        <verse osisID="Num.29.11">und einen Ziegenbock als Sündopfer; ausser dem Sündopfer der Versöhnung und dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer und ihren Trankopfern.</verse>
        <verse osisID="Num.29.12">Und am fünfzehnten Tage des siebten Monats soll euch eine heilige Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun, und ihr sollt dem Jahwe ein Fest feiern sieben Tage.</verse>
        <verse osisID="Num.29.13">Und ihr sollt ein Brandopfer darbringen, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe: dreizehn junge Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer; ohne Fehl sollen sie sein;</verse>
        <verse osisID="Num.29.14">und ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu jedem Farren, zu den dreizehn Farren, zwei Zehntel zu jedem Widder, zu den zwei Widdern,</verse>
        <verse osisID="Num.29.15">und je ein Zehntel zu jedem Lamme, zu den vierzehn Lämmern;</verse>
        <verse osisID="Num.29.16">und einen Ziegenbock als Sündopfer; ausser dem beständigen Brandopfer, seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.29.17">Und am zweiten Tage zwölf junge Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer ohne Fehl;</verse>
        <verse osisID="Num.29.18">und ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift;</verse>
        <verse osisID="Num.29.19">und einen Ziegenbock als Sündopfer; ausser dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer und ihren Trankopfern.</verse>
        <verse osisID="Num.29.20">Und am dritten Tage elf Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehl;</verse>
        <verse osisID="Num.29.21">und ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift;</verse>
        <verse osisID="Num.29.22">und einen Bock als Sündopfer; ausser dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.29.23">Und am vierten Tage zehn Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehl;</verse>
        <verse osisID="Num.29.24">ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift;</verse>
        <verse osisID="Num.29.25">und einen Ziegenbock als Sündopfer; ausser dem beständigen Brandopfer, seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.29.26">Und am fünften Tage neun Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehl;</verse>
        <verse osisID="Num.29.27">und ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift;</verse>
        <verse osisID="Num.29.28">und einen Bock als Sündopfer; ausser dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.29.29">Und am sechsten Tage acht Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehl;</verse>
        <verse osisID="Num.29.30">und ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift;</verse>
        <verse osisID="Num.29.31">und einen Bock als Sündopfer; ausser dem beständigen Brandopfer, seinem Speisopfer und seinen Trankopfern.</verse>
        <verse osisID="Num.29.32">Und am siebten Tage sieben Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehl;</verse>
        <verse osisID="Num.29.33">und ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach ihrer Vorschrift;</verse>
        <verse osisID="Num.29.34">und einen Bock als Sündopfer; ausser dem beständigen Brandopfer, seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.29.35">Am achten Tage soll euch eine Festversammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.</verse>
        <verse osisID="Num.29.36">Und ihr sollt ein Brandopfer darbringen, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jahwe: einen Farren, einen Widder, sieben einjährige Lämmer, ohne Fehl;</verse>
        <verse osisID="Num.29.37">ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu dem Farren, zu dem Widder und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift;</verse>
        <verse osisID="Num.29.38">und einen Bock als Sündopfer; ausser dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.</verse>
        <verse osisID="Num.29.39">Das sollt ihr bei euren Festen <note>{S. die Anm. zu 3. Mose 23, 2}</note> dem Jahwe opfern, ausser euren Gelübden und euren freiwilligen Gaben an Brandopfern und an Speisopfern und an Trankopfern und an Friedensopfern <note>{W. an euren Brandopfern und an euren Speisopfern usw.}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.30">
        <verse osisID="Num.30.1">Und Mose redete zu den Kindern Israel nach allem, was Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.30.2">Und Mose redete zu den Häuptern der Stämme der Kinder Israel und sprach: Dies ist es, was Jahwe geboten hat:</verse>
        <verse osisID="Num.30.3">Wenn ein Mann dem Jahwe ein Gelübde tut, oder einen Eid schwört, ein Verbindnis auf seine Seele zu nehmen, so soll er sein Wort nicht brechen: nach allem, was aus seinem Munde hervorgegangen ist, soll er tun. -</verse>
        <verse osisID="Num.30.4">Und wenn ein Weib dem Jahwe ein Gelübde tut oder ein Verbindnis auf sich nimmt im Hause ihres Vaters, in ihrer Jugend,</verse>
        <verse osisID="Num.30.5">und ihr Vater hört ihr Gelübde oder ihr Verbindnis, das sie auf ihre Seele genommen hat, und ihr Vater schweigt gegen sie: so sollen alle ihre Gelübde bestehen, und jedes Verbindnis, das sie auf ihre Seele genommen hat, soll bestehen.</verse>
        <verse osisID="Num.30.6">Wenn aber ihr Vater ihr gewehrt hat an dem Tage, da er es hörte, so sollen alle ihre Gelübde und alle ihre Verbindnisse, die sie auf ihre Seele genommen hat, nicht bestehen; und Jahwe wird ihr vergeben, weil ihr Vater ihr gewehrt hat.</verse>
        <verse osisID="Num.30.7">Und wenn sie etwa eines Mannes wird, und ihre Gelübde sind auf ihr, oder ein unbesonnener Ausspruch ihrer Lippen, wozu sie ihre Seele verbunden hat,</verse>
        <verse osisID="Num.30.8">und ihr Mann hört es und schweigt gegen sie an dem Tage, da er es hört: so sollen ihre Gelübde bestehen, und ihre Verbindnisse, die sie auf ihre Seele genommen hat, sollen bestehen.</verse>
        <verse osisID="Num.30.9">Wenn aber ihr Mann an dem Tage, da er es hört, ihr wehrt, so hebt er ihr Gelübde auf, das auf ihr ist, und den unbesonnenen Ausspruch ihrer Lippen, wozu sie ihre Seele verbunden hat; und Jahwe wird ihr vergeben. -</verse>
        <verse osisID="Num.30.10">Aber das Gelübde einer Witwe und einer Verstossenen: alles, wozu sie ihre Seele verbunden hat, soll für sie bestehen. -</verse>
        <verse osisID="Num.30.11">Und wenn ein Weib <note>{W. wenn sie}</note> im Hause ihres Mannes ein Gelübde getan oder durch einen Eid ein Verbindnis auf ihre Seele genommen hat,</verse>
        <verse osisID="Num.30.12">und ihr Mann hat es gehört und gegen sie geschwiegen, er hat ihr nicht gewehrt: so sollen alle ihre Gelübde bestehen, und jedes Verbindnis, das sie auf ihre Seele genommen hat, soll bestehen.</verse>
        <verse osisID="Num.30.13">Wenn aber ihr Mann dieselben irgend aufgehoben hat an dem Tage, da er sie hörte, so soll alles, was über ihre Lippen gegangen ist an <note>{W. an ihren}</note> Gelübden und an Verbindnissen ihrer Seele, nicht bestehen; ihr Mann hat dieselben aufgehoben, und Jahwe wird ihr vergeben.</verse>
        <verse osisID="Num.30.14">Jedes Gelübde und jeder Eid des Verbindnisses, um die Seele zu kasteien - ihr Mann kann es bestätigen, und ihr Mann kann es aufheben.</verse>
        <verse osisID="Num.30.15">Und wenn ihr Mann von Tag zu Tage gänzlich gegen sie schweigt, so bestätigt er alle ihre Gelübde oder alle ihre Verbindnisse, die auf ihr sind; er hat sie bestätigt, denn er hat gegen sie geschwiegen an dem Tage, da er sie hörte.</verse>
        <verse osisID="Num.30.16">Wenn er sie aber irgend aufhebt, nachdem er sie gehört hat, so wird er ihre Ungerechtigkeit tragen.</verse>
        <verse osisID="Num.30.17">Das sind die Satzungen, welche Jahwe dem Mose geboten hat, zwischen einem Manne und seinem Weibe, zwischen einem Vater und seiner Tochter in ihrer Jugend, im Hause ihres Vaters.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.31">
        <verse osisID="Num.31.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.31.2">Übe Rache für die <note>{W. Vollziehe die Rache der}</note> Kinder Israel an den Midianitern; danach sollst du zu deinen Völkern versammelt werden.</verse>
        <verse osisID="Num.31.3">Und Mose redete zu dem Volke und sprach: Rüstet von euch Männer zum Heere <note>{O. Kriege; so auch V.4 usw.; Kap. 1,3; 26, 2}</note> aus, dass sie wider Midian ziehen <note>{W. seien}</note>, um die Rache Jahwes an Midian auszuführen.</verse>
        <verse osisID="Num.31.4">Je tausend vom Stamme, von allen Stämmen Israels, sollt ihr zum Heere absenden.</verse>
        <verse osisID="Num.31.5">Und es wurden aus den Tausenden Israels tausend von jedem Stamme ausgehoben: zwölftausend zum Heere Gerüstete.</verse>
        <verse osisID="Num.31.6">Und Mose sandte sie, tausend von jedem Stamme, zum Heere ab, sie und Pinehas, den Sohn Eleasars, des Priesters, zum Heere; und die heiligen Geräte, die <note>{O. und die}</note> Trompeten zum Lärmblasen, waren in seiner Hand.</verse>
        <verse osisID="Num.31.7">Und sie stritten wider Midian, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte, und töteten alles Männliche.</verse>
        <verse osisID="Num.31.8">Und sie töteten die Könige von Midian, samt ihren Erschlagenen: Ewi und Rekem und Zur und Hur und Reba, fünf Könige von Midian; und auch Bileam, den Sohn Beors, töteten sie mit dem Schwerte.</verse>
        <verse osisID="Num.31.9">Und die Kinder Israel führten die Weiber der Midianiter und ihre Kinder gefangen hinweg, und erbeuteten all ihr Vieh und alle ihre Herden und alle ihre Habe;</verse>
        <verse osisID="Num.31.10">und alle ihre Städte in ihren Wohnsitzen und alle ihre Gehöfte verbrannten sie mit Feuer.</verse>
        <verse osisID="Num.31.11">Und sie nahmen alle Beute und allen Raub an Menschen und an Vieh,</verse>
        <verse osisID="Num.31.12">und brachten die Gefangenen und den Raub und die Beute zu Mose und zu Eleasar, dem Priester, und zu der Gemeinde der Kinder Israel ins Lager, in die Ebenen Moabs, die am Jordan von Jericho sind.</verse>
        <verse osisID="Num.31.13">Und Mose und Eleasar, der Priester, und alle Fürsten der Gemeinde gingen ihnen entgegen ausserhalb des Lagers.</verse>
        <verse osisID="Num.31.14">Und Mose ward zornig über die Vorgesetzten des Heeres, die Obersten über tausend und die Obersten über hundert, die von dem Kriegszuge kamen;</verse>
        <verse osisID="Num.31.15">und Mose sprach zu ihnen: Habt ihr alle Weiber am Leben gelassen?</verse>
        <verse osisID="Num.31.16">Siehe, sie sind ja auf den Rat <note>{W. das Wort}</note> Bileams den Kindern Israel ein Anlass geworden in der Sache des Peor eine Untreue gegen Jahwe zu begehen, so dass die Plage über die Gemeinde Jahwes kam.</verse>
        <verse osisID="Num.31.17">So tötet nun alles Männliche unter den Kindern, und tötet alle Weiber, die einen Mann im Beischlaf erkannt haben;</verse>
        <verse osisID="Num.31.18">aber alle Kinder, alle Mädchen <note>{W. alle Kinder unter den Weibern}</note>, welche den Beischlaf eines Mannes nicht gekannt haben, lasst euch am Leben.</verse>
        <verse osisID="Num.31.19">Ihr aber lagert euch ausserhalb des Lagers sieben Tage; ein jeder, der einen Menschen getötet, und ein jeder, der einen Erschlagenen angerührt hat, ihr sollt euch entsündigen am dritten Tage und am siebten Tage, ihr und eure Gefangenen.</verse>
        <verse osisID="Num.31.20">Und alle Kleider und alles Gerät von Fell und alle Arbeit von Ziegenhaar und alles Gerät von Holz sollt ihr entsündigen.</verse>
        <verse osisID="Num.31.21">Und Eleasar, der Priester, sprach zu den Kriegsleuten, die in den Streit gezogen waren: Dies ist die Satzung des Gesetzes, das Jahwe dem Mose geboten hat:</verse>
        <verse osisID="Num.31.22">Nur das Gold und das Silber, das Erz, das Eisen, das Zinn und das Blei,</verse>
        <verse osisID="Num.31.23">alles, was das Feuer verträgt, sollt ihr durchs Feuer gehen lassen, und es wird rein sein; nur soll es mit dem Wasser der Reinigung <note>{S. Kap. 19,9}</note> entsündigt werden; und alles, was das Feuer nicht verträgt, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.</verse>
        <verse osisID="Num.31.24">Und am siebten Tage sollt ihr eure Kleider waschen, und ihr werdet rein sein; und danach möget ihr ins Lager kommen.</verse>
        <verse osisID="Num.31.25">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.31.26">Nimm auf die Summe der weggeführten Beute, an Menschen und an Vieh, du und Eleasar, der Priester, und die Häupter der Väter <note>{d.h. die Stamm- oder Familienhäupter; so auch später}</note> der Gemeinde;</verse>
        <verse osisID="Num.31.27">und teile die Beute zur Hälfte zwischen denen, welche den Krieg geführt haben, die ins Feld gezogen sind, und der ganzen Gemeinde.</verse>
        <verse osisID="Num.31.28">Und erhebe von den Kriegsleuten, die ins Feld gezogen sind, eine Abgabe für Jahwe: eine Seele von fünfhundert, von den Menschen und von den Rindern und von den Eseln und vom Kleinvieh;</verse>
        <verse osisID="Num.31.29">von ihrer Hälfte sollt ihr sie nehmen, und du sollst sie Eleasar, dem Priester, geben als ein Hebopfer Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Num.31.30">Und von der Hälfte der Kinder Israel sollst du eines nehmen, von fünfzig herausgegriffen, von den Menschen, von den Rindern, von den Eseln und vom Kleinvieh, von allem Vieh; und du sollst es den Leviten geben, welche der Hut der Wohnung Jahwes warten.</verse>
        <verse osisID="Num.31.31">Und Mose und Eleasar, der Priester, taten, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.31.32">Und das Erbeutete, was von der Beute übrigblieb, welche das Kriegsvolk gemacht hatte, war: 675000 Stück Kleinvieh,</verse>
        <verse osisID="Num.31.33">und 72000 Rinder,</verse>
        <verse osisID="Num.31.34">und 61000 Esel;</verse>
        <verse osisID="Num.31.35">und was die Menschenseelen betrifft, so waren der Mädchen, welche den Beischlaf eines Mannes nicht gekannt hatten, insgesamt 32000 Seelen.</verse>
        <verse osisID="Num.31.36">Und die Hälfte, der Anteil derer, welche zum Heere ausgezogen waren, die Zahl des Kleinviehes, war: 337500 Stück,</verse>
        <verse osisID="Num.31.37">und die Abgabe vom Kleinvieh für Jahwe war 675 Stück;</verse>
        <verse osisID="Num.31.38">und die Zahl der Rinder 36000, und die Abgabe davon für Jahwe 72;</verse>
        <verse osisID="Num.31.39">und der Esel 30500, und die Abgabe davon für Jahwe 61;</verse>
        <verse osisID="Num.31.40">und der Menschenseelen 16000, und die Abgabe davon für Jahwe 32 Seelen.</verse>
        <verse osisID="Num.31.41">Und Mose gab die Abgabe des Hebopfers Jahwes Eleasar, dem Priester, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.31.42">Und von der Hälfte der Kinder Israel, welche Mose von den zum Heere ausgezogenen Männern <note>{d.h. von ihrem Teil}</note> abgeteilt hatte,</verse>
        <verse osisID="Num.31.43">(die Hälfte der Gemeinde war nämlich: 337500 Stück Kleinvieh,</verse>
        <verse osisID="Num.31.44">und 36000 Rinder,</verse>
        <verse osisID="Num.31.45">und 30500 Esel,</verse>
        <verse osisID="Num.31.46">und 16000 Menschenseelen)</verse>
        <verse osisID="Num.31.47">und von der Hälfte der Kinder Israel nahm Mose das Herausgegriffene, eines von fünfzig, von den Menschen und von dem Vieh, und gab sie den Leviten, welche der Hut der Wohnung Jahwes warteten; so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.31.48">Und es traten zu Mose die Vorgesetzten über die Tausende des Heeres, die Obersten über tausend und die Obersten über hundert,</verse>
        <verse osisID="Num.31.49">und sprachen zu Mose: Deine Knechte haben die Summe der Kriegsleute aufgenommen, die unter unserer Hand waren, und es fehlt von uns nicht ein Mann.</verse>
        <verse osisID="Num.31.50">Und so bringen wir eine Opfergabe für Jahwe dar, ein jeder, was er an goldenem Geschmeide gefunden hat: Armspangen und Handspangen <note>{S. die Anm. zu 1. Mose 24,22}</note>, Fingerringe, Ohrringe und Spangen, um für unsere Seelen Sühnung zu tun vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.31.51">Und Mose und Eleasar, der Priester, nahmen das Gold von ihnen, allerlei verarbeitetes Geschmeide.</verse>
        <verse osisID="Num.31.52">Und alles Gold des Hebopfers, das sie für Jahwe hoben, war 16750 Sekel, von den Obersten über tausend und von den Obersten über hundert.</verse>
        <verse osisID="Num.31.53">(Die Kriegsleute aber hatten ein jeder für sich geplündert.)</verse>
        <verse osisID="Num.31.54">Und Mose und Eleasar, der Priester, nahmen das Gold von den Obersten über tausend und über hundert und brachten es in das Zelt der Zusammenkunft, als ein Gedächtnis der <note>{O. für die}</note> Kinder Israel vor Jahwe.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.32">
        <verse osisID="Num.32.1">Und die Kinder Ruben und die Kinder Gad hatten viel Vieh, in gewaltiger Menge; und sie sahen das Land Jaser und das Land Gilead, und siehe, der Ort war ein Ort für Vieh.</verse>
        <verse osisID="Num.32.2">Und die Kinder Gad und die Kinder Ruben kamen und sprachen zu Mose und zu Eleasar, dem Priester, und zu den Fürsten der Gemeinde und sagten:</verse>
        <verse osisID="Num.32.3">Ataroth und Dibon und Jaser und Nimra und Hesbon und Elale und Sebam und Nebo und Beon,</verse>
        <verse osisID="Num.32.4">das Land, welches Jahwe vor der Gemeinde Israel geschlagen hat, ist ein Land für Vieh, und deine Knechte haben Vieh.</verse>
        <verse osisID="Num.32.5">Und sie sprachen: Wenn wir Gnade in deinen Augen gefunden haben, so möge dieses Land deinen Knechten zum Eigentum gegeben werden; lass uns nicht über den Jordan ziehen!</verse>
        <verse osisID="Num.32.6">Und Mose sprach zu den Kindern Gad und zu den Kindern Ruben: Sollen eure Brüder in den Streit ziehen, und ihr wollt hier bleiben?</verse>
        <verse osisID="Num.32.7">Und warum wollt ihr das Herz der Kinder Israel davon abwendig machen, in das Land hinüber zu ziehen, welches Jahwe ihnen gegeben hat?</verse>
        <verse osisID="Num.32.8">So haben eure Väter getan, als ich sie von Kades-Barnea aussandte, das Land zu besehen:</verse>
        <verse osisID="Num.32.9">sie zogen hinauf bis zum Tale Eskol und besahen das Land; und sie machten das Herz der Kinder Israel abwendig, dass sie nicht in das Land gingen, welches Jahwe ihnen gegeben hatte.</verse>
        <verse osisID="Num.32.10">Und der Zorn Jahwes entbrannte an jenem Tage, und er schwur und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.32.11">Wenn die Männer, die aus Ägypten hinaufgezogen sind, von zwanzig Jahren und darüber, das Land sehen werden, das ich Abraham und Isaak und Jakob zugeschworen habe! denn sie sind mir nicht völlig nachgefolgt;</verse>
        <verse osisID="Num.32.12">ausgenommen Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, und Josua, der Sohn Nuns; denn sie sind Jahwe völlig nachgefolgt.</verse>
        <verse osisID="Num.32.13">Und der Zorn Jahwes entbrannte wider Israel, und er liess sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren, bis das ganze Geschlecht aufgerieben war, welches getan hatte, was böse war in den Augen Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Num.32.14">Und siehe, ihr seid aufgestanden an eurer Väter Statt, eine Brut von sündigen Männern, um die Glut des Zornes Jahwes gegen Israel noch zu mehren.</verse>
        <verse osisID="Num.32.15">Wenn ihr euch hinter ihm <note>{W. von hinter ihm her}</note> abwendet, so wird er es noch länger in der Wüste lassen, und ihr werdet dieses ganze Volk verderben.</verse>
        <verse osisID="Num.32.16">Und sie traten zu ihm und sprachen: Kleinviehhürden wollen wir hier bauen für unsere Herden, und Städte für unsere Kinder;</verse>
        <verse osisID="Num.32.17">wir selbst aber wollen uns eilends rüsten vor den Kindern Israel her, bis wir sie an ihren Ort gebracht haben; und unsere Kinder sollen in den festen Städten bleiben vor den <note>{And. üb.: wegen der}</note> Bewohnern des Landes.</verse>
        <verse osisID="Num.32.18">Wir wollen nicht zu unseren Häusern zurückkehren, bis die Kinder Israel ein jeder sein Erbteil empfangen haben.</verse>
        <verse osisID="Num.32.19">Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseit des Jordan und weiterhin, denn unser Erbteil ist uns diesseit des Jordan gegen Sonnenaufgang zugekommen.</verse>
        <verse osisID="Num.32.20">Da sprach Mose zu ihnen: Wenn ihr dieses tut, wenn ihr euch vor Jahwe zum Streite rüstet,</verse>
        <verse osisID="Num.32.21">und alle unter euch, die gerüstet sind, vor Jahwe über den Jordan ziehen, bis er seine Feinde vor sich ausgetrieben hat,</verse>
        <verse osisID="Num.32.22">und das Land vor Jahwe unterjocht ist, und ihr danach zurückkehret, so sollt ihr schuldlos sein gegen Jahwe und gegen Israel; und dieses Land soll euch zum Eigentum sein vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Num.32.23">Wenn ihr aber nicht also tut, siehe, so habt ihr wider Jahwe gesündigt; und wisset, dass eure Sünde euch finden wird.</verse>
        <verse osisID="Num.32.24">Bauet euch Städte für eure Kinder und Hürden für euer Kleinvieh, und tut, was aus eurem Munde hervorgegangen ist.</verse>
        <verse osisID="Num.32.25">Und die Kinder Gad und die Kinder Ruben sprachen zu Mose und sagten: Deine Knechte werden tun, so wie mein Herr gebietet.</verse>
        <verse osisID="Num.32.26">Unsere Kinder, unsere Weiber, unsere Herden und all unser Vieh <note>{d.h. Zug- und Lastvieh}</note> sollen daselbst in den Städten Gileads sein;</verse>
        <verse osisID="Num.32.27">deine Knechte aber, alle zum Heere <note>{O. Kriege}</note> Gerüsteten, werden vor Jahwe hinüberziehen in den Streit, so wie mein Herr redet.</verse>
        <verse osisID="Num.32.28">Und Mose gebot ihrethalben Eleasar, dem Priester, und Josua, dem Sohne Nuns, und den Häuptern der Väter der Stämme der Kinder Israel;</verse>
        <verse osisID="Num.32.29">und Mose sprach zu ihnen: Wenn die Kinder Gad und die Kinder Ruben, alle zum Streit Gerüsteten, mit euch vor Jahwe über den Jordan ziehen, und das Land vor euch unterjocht sein wird, so sollt ihr ihnen das Land Gilead zum Eigentum geben;</verse>
        <verse osisID="Num.32.30">wenn sie aber nicht gerüstet mit euch hinüberziehen, so sollen sie sich unter euch ansässig machen im Lande Kanaan.</verse>
        <verse osisID="Num.32.31">Und die Kinder Gad und die Kinder Ruben antworteten und sprachen: Wie Jahwe zu deinen Knechten geredet hat, so wollen wir tun.</verse>
        <verse osisID="Num.32.32">Wir wollen gerüstet vor Jahwe in das Land Kanaan hinüberziehen, und unser Erbbesitztum verbleibe uns diesseit des Jordan.</verse>
        <verse osisID="Num.32.33">Und Mose gab ihnen, den Kindern Gad und den Kindern Ruben und der Hälfte des Stammes Manasse, des Sohnes Josephs, das Königreich Sihons, des Königs der Amoriter, und das Königreich Ogs, des Königs von Basan, das Land nach seinen Städten in ihren Grenzen, die Städte des Landes ringsum.</verse>
        <verse osisID="Num.32.34">Und die Kinder Gad bauten Dibon und Ataroth und Aroer,</verse>
        <verse osisID="Num.32.35">und Ateroth-Schofan und Jaser und Jogbeha,</verse>
        <verse osisID="Num.32.36">und Beth-Nimra und Beth-Haran, feste Städte und Kleinviehhürden.</verse>
        <verse osisID="Num.32.37">Und die Kinder Ruben bauten Hesbon und Elale und Kirjathaim,</verse>
        <verse osisID="Num.32.38">und Nebo und Baal-Meon, deren Namen geändert wurden, und Sibma; und sie benannten die Städte, die sie bauten, mit anderen Namen. -</verse>
        <verse osisID="Num.32.39">Und die Söhne Makirs, des Sohnes Manasses, zogen nach Gilead und nahmen es ein; und sie trieben <note>{O. er trieb}</note> die Amoriter, die darin wohnten, aus.</verse>
        <verse osisID="Num.32.40">Und Mose gab Gilead dem Makir, dem Sohne Manasses; und er wohnte darin.</verse>
        <verse osisID="Num.32.41">Und Jair, der Sohn Manasses, zog hin und nahm ihre Dörfer ein und nannte sie Dörfer Jairs.</verse>
        <verse osisID="Num.32.42">Und Nobach zog hin und nahm Kenath und seine Tochterstädte ein und nannte es Nobach nach seinem Namen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.33">
        <verse osisID="Num.33.1">Dies sind die Züge der Kinder Israel, welche aus dem Lande Ägypten ausgezogen sind nach ihren Heeren, unter der Hand Moses und Aarons.</verse>
        <verse osisID="Num.33.2">Und Mose schrieb ihre Auszüge auf, nach ihren Zügen, nach dem Befehle Jahwes; und dies sind ihre Züge, nach ihren Auszügen:</verse>
        <verse osisID="Num.33.3">Sie brachen auf von Raemses im ersten Monat, am fünfzehnten Tage des ersten Monats. Am anderen Tage nach dem Passah zogen die Kinder Israel aus mit erhobener Hand, vor den Augen aller Ägypter,</verse>
        <verse osisID="Num.33.4">als die Ägypter diejenigen begruben, welche Jahwe unter ihnen geschlagen hatte, alle Erstgeborenen; und Jahwe hatte an ihren Göttern Gericht geübt.</verse>
        <verse osisID="Num.33.5">Und die Kinder Israel brachen auf von Raemses und lagerten sich in Sukkoth.</verse>
        <verse osisID="Num.33.6">Und sie brachen auf von Sukkoth und lagerten sich in Etham, das am Rande der Wüste liegt.</verse>
        <verse osisID="Num.33.7">Und sie brachen auf von Etham und wandten sich nach Pi-Hachiroth, das Baal-Zephon gegenüber liegt, und lagerten sich vor Migdol.</verse>
        <verse osisID="Num.33.8">Und sie brachen auf von Hachiroth und zogen mitten durchs Meer nach der Wüste hin, und sie zogen drei Tagereisen in der Wüste Etham und lagerten sich in Mara.</verse>
        <verse osisID="Num.33.9">Und sie brachen auf von Mara und kamen nach Elim; und in Elim waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten sich daselbst.</verse>
        <verse osisID="Num.33.10">Und sie brachen auf von Elim und lagerten sich am Schilfmeer.</verse>
        <verse osisID="Num.33.11">Und sie brachen auf vom Schilfmeer und lagerten sich in der Wüste Sin.</verse>
        <verse osisID="Num.33.12">Und sie brachen auf aus der Wüste Sin und lagerten sich in Dophka.</verse>
        <verse osisID="Num.33.13">Und sie brachen auf von Dophka und lagerten sich in Alusch.</verse>
        <verse osisID="Num.33.14">Und sie brachen auf von Alusch und lagerten sich in Rephidim; und das Volk hatte daselbst kein Wasser zu trinken.</verse>
        <verse osisID="Num.33.15">Und sie brachen auf von Rephidim und lagerten sich in der Wüste Sinai.</verse>
        <verse osisID="Num.33.16">Und sie brachen auf aus der Wüste Sinai und lagerten sich in Kibroth-Hattaawa.</verse>
        <verse osisID="Num.33.17">Und sie brachen auf von Kibroth-Hattaawa und lagerten sich in Hazeroth.</verse>
        <verse osisID="Num.33.18">Und sie brachen auf von Hazeroth und lagerten sich in Rithma.</verse>
        <verse osisID="Num.33.19">Und sie brachen auf von Rithma und lagerten sich in Rimmon-Perez.</verse>
        <verse osisID="Num.33.20">Und sie brachen auf von Rimmon-Perez und lagerten sich in Libna.</verse>
        <verse osisID="Num.33.21">Und sie brachen auf von Libna und lagerten sich in Rissa.</verse>
        <verse osisID="Num.33.22">Und sie brachen auf von Rissa und lagerten sich in Kehelatha.</verse>
        <verse osisID="Num.33.23">Und sie brachen auf von Kehelatha und lagerten sich am Berge Schepher.</verse>
        <verse osisID="Num.33.24">Und sie brachen auf vom Berge Schepher und lagerten sich in Harada.</verse>
        <verse osisID="Num.33.25">Und sie brachen auf von Harada und lagerten sich in Makheloth.</verse>
        <verse osisID="Num.33.26">Und sie brachen auf von Makheloth und lagerten sich in Tachath.</verse>
        <verse osisID="Num.33.27">Und sie brachen auf von Tachath und lagerten sich in Terach.</verse>
        <verse osisID="Num.33.28">Und sie brachen auf von Terach und lagerten sich in Mithka.</verse>
        <verse osisID="Num.33.29">Und sie brachen auf von Mithka und lagerten sich in Haschmona.</verse>
        <verse osisID="Num.33.30">Und sie brachen auf von Haschmona und lagerten sich in Moseroth.</verse>
        <verse osisID="Num.33.31">Und sie brachen auf von Moseroth und lagerten sich in Bne-Jaakan.</verse>
        <verse osisID="Num.33.32">Und sie brachen auf von Bne-Jaakan und lagerten sich in Hor-Gidgad.</verse>
        <verse osisID="Num.33.33">Und sie brachen auf von Hor-Gidgad und lagerten sich in Jotbatha.</verse>
        <verse osisID="Num.33.34">Und sie brachen auf von Jotbatha und lagerten sich in Abrona.</verse>
        <verse osisID="Num.33.35">Und sie brachen auf von Abrona und lagerten sich in Ezjon-Geber.</verse>
        <verse osisID="Num.33.36">Und sie brachen auf von Ezjon-Geber und lagerten sich in der Wüste Zin, das ist Kades.</verse>
        <verse osisID="Num.33.37">Und sie brachen auf von Kades und lagerten sich am Berge Hor, am Rande des Landes Edom.</verse>
        <verse osisID="Num.33.38">Und Aaron, der Priester, stieg auf den Berg Hor nach dem Befehle Jahwes; und er starb daselbst im vierzigsten Jahre nach dem Auszuge der Kinder Israel aus dem Lande Ägypten, im fünften Monat, am Ersten des Monats.</verse>
        <verse osisID="Num.33.39">Und Aaron war 123 Jahre alt, als er auf dem Berge Hor starb.</verse>
        <verse osisID="Num.33.40">Und der Kanaaniter, der König von Arad, der im Süden wohnte im Lande Kanaan, hörte von dem Kommen der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Num.33.41">Und sie brachen auf vom Berge Hor und lagerten sich in Zalmona.</verse>
        <verse osisID="Num.33.42">Und sie brachen auf von Zalmona und lagerten sich in Punon.</verse>
        <verse osisID="Num.33.43">Und sie brachen auf von Punon und lagerten sich in Oboth.</verse>
        <verse osisID="Num.33.44">Und sie brachen auf von Oboth und lagerten sich in Ijje-Abarim, an der Grenze von Moab.</verse>
        <verse osisID="Num.33.45">Und sie brachen auf von Ijjim und lagerten sich in Dibon-Gad.</verse>
        <verse osisID="Num.33.46">Und sie brachen auf von Dibon-Gad und lagerten sich in Almon-Diblathaim.</verse>
        <verse osisID="Num.33.47">Und sie brachen auf von Almon-Diblathaim und lagerten sich am <note>{O. auf dem}</note> Gebirge Abarim vor Nebo.</verse>
        <verse osisID="Num.33.48">Und sie brachen auf vom Gebirge Abarim und lagerten sich in den Ebenen  <note>{O. Steppen; so auch Kap. 35,1 usw.}</note> Moabs, am Jordan von Jericho.</verse>
        <verse osisID="Num.33.49">Und sie lagerten sich am Jordan von Beth-Jesimoth bis Abel-Sittim in den Ebenen Moabs.</verse>
        <verse osisID="Num.33.50">Und Jahwe redete zu Mose in den Ebenen Moabs, am Jordan von Jericho, und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.33.51">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan in das Land Kanaan ziehet,</verse>
        <verse osisID="Num.33.52">so sollt ihr alle Bewohner des Landes vor euch austreiben und alle ihre Bildwerke <note>{d.h. Steine, die zu Götzenbildern verarbeitet waren; vergl. 3. Mose 26,1}</note> zerstören; und alle ihre gegossenen Bilder sollt ihr zerstören, und alle ihre Höhen <note>{Höhenaltäre oder Höhentempel (1. Kön. 13,32)}</note> sollt ihr vertilgen;</verse>
        <verse osisID="Num.33.53">und ihr sollt das Land in Besitz nehmen und darin wohnen, denn euch habe ich das Land gegeben, es zu besitzen.</verse>
        <verse osisID="Num.33.54">Und ihr sollt das Land durchs Los als Erbteil empfangen, nach euren Geschlechtern: Den Vielen sollt ihr ihr Erbteil mehren, und den Wenigen sollt ihr ihr Erbteil mindern; wohin das Los einem fällt, das soll ihm gehören; nach den Stämmen eurer Väter sollt ihr erben.</verse>
        <verse osisID="Num.33.55">Wenn ihr aber die Bewohner des Landes nicht vor euch austreibet, so werden diejenigen, welche ihr von ihnen übriglasset, zu Dornen in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten werden, und sie werden euch bedrängen in dem Lande, in welchem ihr wohnet.</verse>
        <verse osisID="Num.33.56">Und es wird geschehen: so wie ich gedachte, ihnen zu tun, werde ich euch tun.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.34">
        <verse osisID="Num.34.1">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.34.2">Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land Kanaan kommet, so ist dies das Land, welches euch als Erbteil zufallen soll: das Land Kanaan nach seinen Grenzen.</verse>
        <verse osisID="Num.34.3">Und die Südseite soll euch sein von der Wüste Zin an, Edom entlang, und die Südgrenze soll euch sein vom Ende des Salzmeeres gegen Osten.</verse>
        <verse osisID="Num.34.4">Und die Grenze soll sich euch südlich von der Anhöhe Akrabbim wenden und nach Zin hinübergehen, und ihr Ausgang <note>{W. ihre Ausgänge; so auch V.5 usw.}</note> sei südlich von Kades-Barnea; und sie laufe nach Hazar-Addar hin, und gehe hinüber nach Azmon;</verse>
        <verse osisID="Num.34.5">und die Grenze wende sich von Azmon nach dem Bache Ägyptens, und ihr Ausgang sei nach dem Meere hin. -</verse>
        <verse osisID="Num.34.6">Und die Westgrenze: sie sei euch das grosse Meer und das Angrenzende <note>{d.h. die Küste}</note>; das soll euch die Westgrenze sein. -</verse>
        <verse osisID="Num.34.7">Und dies soll euch die Nordgrenze sein: vom grossen Meere aus sollt ihr euch den Berg Hor abmarken;</verse>
        <verse osisID="Num.34.8">vom Berge Hor sollt ihr abmarken bis man nach Hamath kommt, und der Ausgang der Grenze sei nach Zedad hin;</verse>
        <verse osisID="Num.34.9">und die Grenze laufe nach Siphron hin, und ihr Ausgang sei bei Hazar-Enan. Das soll euch die Nordgrenze sein. -</verse>
        <verse osisID="Num.34.10">Und zur Ostgrenze sollt ihr euch abmarken von Hazar-Enan nach Schepham.</verse>
        <verse osisID="Num.34.11">Und die Grenze gehe hinab von Schepham nach Ribla, östlich von Ajin; und die Grenze gehe hinab und stosse an die Seite <note>{W. Schulter}</note> des Sees Kinnereth <note>{Genezareth}</note> gegen Osten;</verse>
        <verse osisID="Num.34.12">und die Grenze gehe an den Jordan hinab, und ihr Ausgang sei am Salzmeere. Das soll euer Land sein nach seinen Grenzen ringsum.</verse>
        <verse osisID="Num.34.13">Und Mose gebot den Kindern Israel und sprach: Das ist das Land, welches ihr durchs Los als Erbteil empfangen sollt, das Jahwe den neun Stämmen und dem halben Stamme zu geben geboten hat.</verse>
        <verse osisID="Num.34.14">Denn der Stamm der Kinder der Rubeniter nach ihren Vaterhäusern, und der Stamm der Kinder der Gaditer nach ihren Vaterhäusern, und die Hälfte des Stammes Manasse, die haben ihr Erbteil empfangen.</verse>
        <verse osisID="Num.34.15">Die zwei Stämme und der halbe Stamm haben ihr Erbteil empfangen diesseit des Jordan von Jericho, gegen Osten, gegen Sonnenaufgang.</verse>
        <verse osisID="Num.34.16">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.34.17">Dies sind die Namen der Männer, welche euch das Land als Erbe austeilen sollen: Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns.</verse>
        <verse osisID="Num.34.18">Und je einen Fürsten vom Stamme sollt ihr nehmen, um das Land als Erbe auszuteilen.</verse>
        <verse osisID="Num.34.19">Und dies sind die Namen der Männer: für den <note>{O. von dem so bis (V.29)}</note> Stamm Juda: Kaleb, der Sohn Jephunnes;</verse>
        <verse osisID="Num.34.20">und für den Stamm der Kinder Simeon: Samuel, der Sohn Ammihuds;</verse>
        <verse osisID="Num.34.21">für den Stamm Benjamin: Elidad, der Sohn Kislons;</verse>
        <verse osisID="Num.34.22">und für den Stamm der Kinder Dan ein Fürst: Bukki, der Sohn Joglis;</verse>
        <verse osisID="Num.34.23">für die Söhne Josephs: für den Stamm der Kinder Manasse ein Fürst: Hanniel, der Sohn Ephods,</verse>
        <verse osisID="Num.34.24">und für den Stamm der Kinder Ephraim ein Fürst: Kemuel, der Sohn Schiphtans;</verse>
        <verse osisID="Num.34.25">und für den Stamm der Kinder Sebulon ein Fürst: Elizaphan, der Sohn Parnaks;</verse>
        <verse osisID="Num.34.26">und für den Stamm der Kinder Issaschar ein Fürst: Paltiel, der Sohn Assans;</verse>
        <verse osisID="Num.34.27">und für den Stamm der Kinder Aser ein Fürst: Achihud, der Sohn Schelomis;</verse>
        <verse osisID="Num.34.28">und für den Stamm der Kinder Naphtali ein Fürst: Pedahel, der Sohn Ammihuds.</verse>
        <verse osisID="Num.34.29">Diese sind es, welchen Jahwe gebot, den Kindern Israel ihr Erbe im Lande Kanaan auszuteilen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.35">
        <verse osisID="Num.35.1">Und Jahwe redete zu Mose in den Ebenen Moabs, am Jordan von Jericho, und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.35.2">Gebiete den Kindern Israel, dass sie von ihrem Erbbesitztum den Leviten Städte zum Wohnen geben; und zu den Städten sollt ihr einen Bezirk <note>{Eig. eine Weidetrift}</note> rings um dieselben her den Leviten geben.</verse>
        <verse osisID="Num.35.3">Und die Städte seien ihnen zum Wohnen, und deren Bezirke seien für ihr Vieh und für ihre Habe und für alle ihre Tiere.</verse>
        <verse osisID="Num.35.4">Und die Bezirke der Städte, welche ihr den Leviten geben sollt, sollen von der Stadtmauer nach aussen hin tausend Ellen betragen ringsum;</verse>
        <verse osisID="Num.35.5">und ihr sollt ausserhalb der Stadt auf der Ostseite zweitausend Ellen abmessen, und auf der Südseite zweitausend Ellen, und auf der Westseite zweitausend Ellen und auf der Nordseite zweitausend Ellen, dass die Stadt in der Mitte sei; das sollen die Bezirke ihrer Städte sein.</verse>
        <verse osisID="Num.35.6">Und die Städte, die ihr den Leviten geben sollt: sechs Zufluchtstädte sind es, die ihr ihnen geben sollt, damit dahin fliehe, wer einen Totschlag begangen hat; und zu diesen hinzu sollt ihr 42 Städte geben.</verse>
        <verse osisID="Num.35.7">Alle die Städte, die ihr den Leviten geben sollt, sie und ihre Bezirke, sollen 48 Städte sein.</verse>
        <verse osisID="Num.35.8">Und was die Städte betrifft, die ihr von dem Eigentum der Kinder Israel geben sollt - von dem Stamme, der viel hat <note>{Eig. von den Vielen... von den Wenigen}</note>, sollt ihr viel nehmen, und von dem, der wenig hat <note>{Eig. von den Vielen... von den Wenigen}</note>, sollt ihr wenig nehmen; jeder Stamm soll nach Verhältnis seines Erbteils, das er erben wird, von seinen Städten den Leviten geben.</verse>
        <verse osisID="Num.35.9">Und Jahwe redete zu Mose und sprach:</verse>
        <verse osisID="Num.35.10">Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan in das Land Kanaan ziehet,</verse>
        <verse osisID="Num.35.11">so sollt ihr euch Städte bestimmen: Zufluchtstädte sollen sie für euch sein, dass dahin fliehe ein Totschläger, der einen Menschen aus Versehen erschlagen hat.</verse>
        <verse osisID="Num.35.12">Und die Städte sollen euch zur Zuflucht sein vor dem Rächer <note>{Eig. Löser, der nächste Verwandte}</note>, dass der Totschläger nicht sterbe, bis er vor der Gemeinde gestanden hat zum Gericht.</verse>
        <verse osisID="Num.35.13">Und die Städte, die ihr geben sollt, sollen sechs Zufluchtstädte für euch sein.</verse>
        <verse osisID="Num.35.14">Drei Städte sollt ihr geben diesseit des Jordan, und drei Städte sollt ihr geben im Lande Kanaan; Zufluchtstädte sollen sie sein.</verse>
        <verse osisID="Num.35.15">Den Kindern Israel und dem Fremdling und dem Beisassen in ihrer Mitte sollen diese sechs Städte zur Zuflucht sein, dass dahin fliehe ein jeder, der einen Menschen aus Versehen erschlagen hat.</verse>
        <verse osisID="Num.35.16">Wenn er ihn aber mit einem eisernen Werkzeug geschlagen hat, dass er gestorben ist, so ist er ein Mörder <note>{Hier und nachher dasselbe Wort wie: "Totschläger"}</note>; der Mörder soll gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Num.35.17">Und wenn er ihn mit einem Stein, den er in der Hand führte <note>{Eig. mit einem Handstein, d.h. mit einem Stein, den man handhaben kann. Desgl. V.18: Handwerkzeug}</note>, wodurch man sterben kann, geschlagen hat, dass er gestorben ist, so ist er ein Mörder; der Mörder soll gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Num.35.18">Oder wenn er ihn mit einem hölzernen Werkzeug <note>{O. Gegenstand}</note>, das er in der Hand führte, wodurch man sterben kann, geschlagen hat, dass er gestorben ist, so ist er ein Mörder; der Mörder soll gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Num.35.19">Der Bluträcher, der soll den Mörder töten; wenn er ihn antrifft, soll er ihn töten.</verse>
        <verse osisID="Num.35.20">Und wenn er ihn aus Hass gestossen oder mit Absicht auf ihn geworfen hat, dass er gestorben ist,</verse>
        <verse osisID="Num.35.21">oder ihn aus Feindschaft mit seiner Hand geschlagen hat, dass er gestorben ist, so soll der Schläger gewisslich getötet werden; er ist ein Mörder; der Bluträcher soll den Mörder töten, wenn er ihn antrifft.</verse>
        <verse osisID="Num.35.22">Wenn er aber von ungefähr, nicht aus Feindschaft, ihn gestossen, oder unabsichtlich irgend ein Werkzeug auf ihn geworfen hat,</verse>
        <verse osisID="Num.35.23">oder, ohne es zu sehen, irgend einen Stein, wodurch man sterben kann, auf ihn hat fallen lassen, dass er gestorben ist, er war ihm aber nicht feind und suchte seinen Schaden nicht:</verse>
        <verse osisID="Num.35.24">so soll die Gemeinde zwischen dem Schläger und dem Bluträcher nach diesen Rechten richten;</verse>
        <verse osisID="Num.35.25">und die Gemeinde soll den Totschläger aus der Hand des Bluträchers erretten, und die Gemeinde soll ihn in seine Zufluchtstadt zurückbringen, wohin er geflohen ist; und er soll darin bleiben bis zum Tode des Hohenpriesters, den man mit dem heiligen Öle gesalbt hat.</verse>
        <verse osisID="Num.35.26">Wenn aber der Totschläger über die Grenze seiner Zufluchtstadt, wohin er geflohen ist, irgend hinausgeht,</verse>
        <verse osisID="Num.35.27">und der Bluträcher findet ihn ausserhalb der Grenze seiner Zufluchtstadt, und der Bluträcher tötet den Totschläger, so hat er keine Blutschuld.</verse>
        <verse osisID="Num.35.28">Denn er soll in seiner Zufluchtstadt bleiben bis zum Tode des Hohenpriesters; und nach dem Tode des Hohenpriesters darf der Totschläger in das Land seines Eigentums zurückkehren. -</verse>
        <verse osisID="Num.35.29">Und dies soll euch zu einer Rechtssatzung sein bei euren Geschlechtern in allen euren Wohnsitzen.</verse>
        <verse osisID="Num.35.30">Jeder, der einen Menschen erschlägt: auf die Aussage von Zeugen soll man den Mörder töten; aber ein einzelner Zeuge kann nicht wider einen Menschen aussagen <note>{Eig. antworten}</note>, dass er sterbe.</verse>
        <verse osisID="Num.35.31">Und ihr sollt keine Sühne annehmen für die Seele eines Mörders, der schuldig ist zu sterben, sondern er soll gewisslich getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Num.35.32">Auch sollt ihr keine Sühne annehmen für den in seine Zufluchtstadt Geflüchteten, dass er vor <note>{Eig. bis zu}</note> dem Tode des Priesters zurückkehre, um im Lande zu wohnen.</verse>
        <verse osisID="Num.35.33">Und ihr sollt das Land nicht entweihen, in welchem ihr seid; denn das Blut, das entweiht das Land; und für das Land kann keine Sühnung getan werden wegen des Blutes, das darin vergossen worden, ausser durch das Blut dessen, der es vergossen hat.</verse>
        <verse osisID="Num.35.34">Und du sollst nicht das Land verunreinigen, in welchem ihr wohnet, in dessen Mitte ich wohne; denn ich, Jahwe, wohne inmitten der Kinder Israel.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Num.36">
        <verse osisID="Num.36.1">Und es traten herzu die Häupter der Väter vom Geschlecht der Söhne Gileads, des Sohnes Makirs, des Sohnes Manasses, aus den Geschlechtern der Söhne Josephs; und sie redeten vor Mose und vor den Fürsten, den Häuptern der Väter der Kinder Israel,</verse>
        <verse osisID="Num.36.2">und sprachen: Jahwe hat meinem Herrn geboten, den Kindern Israel das Land durchs Los als Erbteil zu geben; und meinem Herrn ist von Jahwe geboten worden, das Erbteil Zelophchads, unseres Bruders, seinen Töchtern zu geben.</verse>
        <verse osisID="Num.36.3">Werden sie nun einem von den Söhnen der anderen Stämme der Kinder Israel zu Weibern, so wird ihr Erbteil dem Erbteil unserer Väter entzogen und zu dem Erbteil des Stammes hinzugefügt werden, welchem sie angehören werden; und dem Lose unseres Erbteils wird es entzogen werden.</verse>
        <verse osisID="Num.36.4">Und auch wenn das Jubeljahr der Kinder Israel kommt, wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes hinzugefügt werden, welchem sie angehören werden; und ihr Erbteil wird dem Erbteil des Stammes unserer Väter entzogen werden.</verse>
        <verse osisID="Num.36.5">Da gebot Mose den Kindern Israel, nach dem Befehle Jahwes, und sprach: Der Stamm der Kinder Joseph redet recht.</verse>
        <verse osisID="Num.36.6">Dies ist das Wort, welches Jahwe betreffs der Töchter Zelophchads geboten hat, indem er sprach: Sie mögen dem, der in ihren Augen gut ist, zu Weibern werden; nur sollen sie einem aus dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters zu Weibern werden,</verse>
        <verse osisID="Num.36.7">damit nicht ein Erbteil der Kinder Israel von Stamm zu Stamm übergehe; denn die Kinder Israel sollen ein jeder dem Erbteil des Stammes seiner Väter anhangen.</verse>
        <verse osisID="Num.36.8">Und jede Tochter, die ein Erbteil aus den Stämmen der Kinder Israel besitzt, soll einem aus dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters zum Weibe werden, damit die Kinder Israel ein jeder das Erbteil seiner Väter besitzen,</verse>
        <verse osisID="Num.36.9">und nicht ein Erbteil von einem Stamme auf einen anderen Stamm übergehe. Denn die Stämme der Kinder Israel sollen ein jeder seinem Erbteil anhangen.</verse>
        <verse osisID="Num.36.10">So wie Jahwe dem Mose geboten hatte, also taten die Töchter Zelophchads.</verse>
        <verse osisID="Num.36.11">Und Machla, Tirza und Chogla und Milka und Noa, die Töchter Zelophchads, wurden den Söhnen ihrer Oheime zu Weibern.</verse>
        <verse osisID="Num.36.12">Männern aus den Geschlechtern der Kinder Manasse, des Sohnes Josephs, wurden sie zu Weibern. Und so verblieb ihr Erbteil bei dem Stamme des Geschlechts ihres Vaters.</verse>
        <verse osisID="Num.36.13">Das sind die Gebote und die Rechte, welche Jahwe in den Ebenen Moabs, am Jordan von Jericho, den Kindern Israel durch Mose geboten hat.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="Deut">
      <chapter osisID="Deut.1">
        <verse osisID="Deut.1.1">Dies sind die Worte, welche Mose zu ganz Israel geredet hat diesseit  <note>{And. jenseit}</note>  des Jordan, in der Wüste, in der Ebene <note>{H. Araba; die Niederung, welche zu beiden Seiten des Jordan und des Toten Meeres liegt und sich bis zum elanitischen Meerbusen hin erstreckt. So auch Kap. 2,8; 3,17; 4,49; 11,30}</note>, Suph gegenüber, zwischen Paran und Tophel und Laban und Hazeroth und Di-Sahab.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.2">Elf Tagereisen sind vom Horeb, auf dem Wege des Gebirges Seir, bis Kades-Barnea.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.3">Und es geschah im vierzigsten Jahre, im elften Monat, am Ersten des Monats, da redete Mose zu den Kindern Israel nach allem, was Jahwe ihm an sie geboten hatte,</verse>
        <verse osisID="Deut.1.4">nachdem er Sihon geschlagen, den König der Amoriter, der zu Hesbon wohnte, und Og, den König von Basan, der zu Astaroth und zu Edrei wohnte <note>{Vergl. Jos. 12,2. 4.}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.5">Diesseit <note>{And. jenseit}</note> des Jordan, im Lande Moab, fing Mose an, dieses Gesetz auszulegen, indem er sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.1.6">Jahwe, unser Gott, redete zu uns am Horeb und sprach: Lange genug seid ihr an diesem Berge geblieben;</verse>
        <verse osisID="Deut.1.7">wendet euch und brechet auf und ziehet nach dem Gebirge der Amoriter und zu allen ihren Anwohnern in der Ebene <note>{H. Araba; die Niederung, welche zu beiden Seiten des Jordan und des Toten Meeres liegt und sich bis zum elanitischen Meerbusen hin erstreckt. So auch Kap. 2,8; 3,17; 4,49; 11,30}</note>, auf dem Gebirge und in der Niederung <note>{H. Schephela; der Küstenstrich zwischen Joppe und Gaza}</note> und im Süden und am Ufer des Meeres, in das Land der Kanaaniter und zum Libanon, bis zu dem grossen Strome, dem Strome Phrat.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.8">Siehe, ich habe das Land vor euch gestellt; gehet hinein und nehmet das Land in Besitz, welches Jahwe euren Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben und ihrem Samen nach ihnen.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.9">Und ich sprach zu euch in selbiger Zeit und sagte: Ich allein kann euch nicht tragen.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.10">Jahwe, euer Gott, hat euch gemehrt, und siehe, ihr seid heute wie die Sterne des Himmels an Menge.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.11">Jahwe, der Gott eurer Väter, füge zu euch, so viele ihr seid, tausendmal hinzu und segne euch, wie er zu euch geredet hat!</verse>
        <verse osisID="Deut.1.12">Wie könnte ich allein eure Bürde und eure Last und euren Hader tragen?</verse>
        <verse osisID="Deut.1.13">Nehmet euch weise und verständige und bekannte Männer, nach euren Stämmen, dass ich sie zu Häuptern über euch setze.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.14">Und ihr antwortetet mir und sprachet: Gut ist die Sache, die du zu tun <note>{O. die Sache, von der du geredet hast, ist gut zu tun}</note> gesagt hast.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.15">Und ich nahm die Häupter eurer Stämme, weise und bekannte Männer, und setzte sie als Häupter über euch, als Oberste über tausend und Oberste über hundert und Oberste über fünfzig und Oberste über zehn, und als Vorsteher eurer Stämme <note>{O. nach euren Stämmen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.16">Und ich gebot euren Richtern in selbiger Zeit und sprach: Höret die Streitsachen zwischen euren Brüdern und richtet in Gerechtigkeit zwischen einem Manne und seinem Bruder und dem Fremdling bei ihm.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.17">Ihr sollt nicht die Person ansehen im Gericht; den Kleinen wie den Grossen sollt ihr hören; ihr sollt euch vor niemand fürchten, denn das Gericht ist Gottes. Die Sache aber, die zu schwierig für euch ist, sollt ihr vor mich bringen, dass ich sie höre.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.18">Und ich gebot euch in selbiger Zeit alle die Sachen, die ihr tun solltet.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.19">Und wir brachen auf vom Horeb und zogen durch diese ganze grosse und schreckliche Wüste, die ihr gesehen habt, des Weges nach dem Gebirge der Amoriter, so wie Jahwe, unser Gott, uns geboten hatte; und wir kamen bis Kades-Barnea.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.20">Und ich sprach zu euch: Ihr seid gekommen bis zu dem Gebirge der Amoriter, das Jahwe, unser Gott, uns gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.21">Siehe, Jahwe, dein Gott, hat das Land vor dich gestellt; ziehe hinauf, nimm in Besitz, so wie Jahwe, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat; fürchte dich nicht und verzage nicht!</verse>
        <verse osisID="Deut.1.22">Und ihr tratet alle zu mir und sprachet: Lasst uns Männer vor uns hersenden, dass sie uns das Land erforschen und uns Bescheid bringen über den Weg, auf dem wir hinaufziehen, und über die Städte, zu denen wir kommen sollen.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.23">Und die Sache war gut in meinen Augen; und ich nahm aus euch zwölf Männer, je einen Mann für den Stamm.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.24">Und sie wandten sich und zogen ins Gebirge hinauf, und sie kamen bis zum Tale Eskol und kundschafteten es <note>{d.h. das Land}</note> aus.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.25">Und sie nahmen von der Frucht des Landes in ihre Hand und brachten sie zu uns herab. Und sie brachten uns Bescheid und sprachen: Das Land ist gut, das Jahwe, unser Gott, uns gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.26">Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und waret widerspenstig gegen den Befehl Jahwes, eures Gottes.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.27">Und ihr murrtet in euren Zelten und sprachet: Weil Jahwe uns hasste, hat er uns aus dem Lande Ägypten herausgeführt, um uns in die Hand der Amoriter zu geben, dass sie uns vertilgen.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.28">Wohin sollen wir hinaufziehen? Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht, indem sie sagten: Ein Volk, grösser und höher als wir, Städte, gross und befestigt bis an den Himmel, und auch die Kinder der Enakim haben wir dort gesehen!</verse>
        <verse osisID="Deut.1.29">Da sprach ich zu euch: Erschrecket nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen!</verse>
        <verse osisID="Deut.1.30">Jahwe, euer Gott, der vor euch herzieht, er wird für euch streiten, nach allem, was er in Ägypten vor euren Augen für euch getan hat,</verse>
        <verse osisID="Deut.1.31">und in der Wüste, wo du gesehen hast, dass Jahwe, dein Gott, dich getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Wege, den ihr gezogen seid, bis ihr an diesen Ort kamet.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.32">Aber in dieser Sache <note>{O. aber trotzdem}</note> glaubtet ihr nicht Jahwe, eurem Gott,</verse>
        <verse osisID="Deut.1.33">der auf dem Wege vor euch herzog, um euch einen Ort zu erkunden, dass ihr euch lagern konntet: des Nachts im Feuer, dass ihr auf dem Wege sehen konntet, auf welchem ihr zoget, und des Tages in der Wolke.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.34">Und Jahwe hörte die Stimme eurer Reden und ward zornig und schwur und sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.1.35">Wenn ein Mann unter diesen Männern, diesem bösen Geschlecht, das gute Land sehen wird, das ich geschworen habe, euren Vätern zu geben,</verse>
        <verse osisID="Deut.1.36">ausser Kaleb, dem Sohne Jephunnes! Er soll es sehen, und ihm und seinen Söhnen werde ich das Land geben, auf welches er getreten, darum dass er Jahwe völlig nachgefolgt ist. -</verse>
        <verse osisID="Deut.1.37">Auch wider mich erzürnte Jahwe eurethalben und sprach: Auch du sollst nicht hineinkommen!</verse>
        <verse osisID="Deut.1.38">Josua, der Sohn Nuns, der vor dir steht, er soll hineinkommen; ihn stärke, denn er soll es Israel als Erbe austeilen. -</verse>
        <verse osisID="Deut.1.39">Und eure Kindlein, von denen ihr sagtet: sie werden zur Beute werden! und eure Söhne, die heute weder Gutes noch Böses kennen, sie sollen hineinkommen, und ihnen werde ich es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.40">Ihr aber, wendet euch und brechet auf nach der Wüste, des Weges zum Schilfmeere!</verse>
        <verse osisID="Deut.1.41">Da antwortetet ihr und sprachet zu mir: Wir haben wider Jahwe gesündigt; wir wollen hinaufziehen und streiten, nach allem, was Jahwe, unser Gott, uns geboten hat. Und ihr gürtetet ein jeder sein Kriegsgerät um und zoget leichtfertig in das Gebirge hinauf.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.42">Und Jahwe sprach zu mir: Sprich zu ihnen: Ziehet nicht hinauf und streitet nicht, denn ich bin nicht in eurer Mitte; dass ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!</verse>
        <verse osisID="Deut.1.43">Und ich redete zu euch, aber ihr hörtet nicht; und ihr waret widerspenstig gegen den Befehl Jahwes, und handeltet vermessen und zoget in das Gebirge hinauf.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.44">Und die Amoriter, die auf selbigem Gebirge wohnten, zogen aus, euch entgegen, und verfolgten euch, wie die Bienen tun, und zersprengten euch in Seir bis Horma.</verse>
        <verse osisID="Deut.1.45">Und ihr kehrtet zurück und weintet vor Jahwe; aber Jahwe hörte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch. -</verse>
        <verse osisID="Deut.1.46">Und ihr bliebet in Kades viele Tage, nach den Tagen, die ihr bliebet.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.2">
        <verse osisID="Deut.2.1">Und wir wandten uns und brachen auf nach der Wüste, des Weges zum Schilfmeere, wie Jahwe zu mir geredet hatte; und wir umzogen das Gebirge Seir viele Tage.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.2">Und Jahwe redete zu mir und sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.2.3">Lange genug habt ihr dieses Gebirge umzogen; wendet euch gegen Norden.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.4">Und gebiete dem Volke und sprich: Ihr werdet nun durch das Gebiet eurer Brüder, der Kinder Esau, ziehen, die in Seir wohnen, und sie werden sich vor euch fürchten; so habet wohl acht!</verse>
        <verse osisID="Deut.2.5">Lasst euch nicht in Streit mit ihnen ein, denn ich werde euch von ihrem Lande auch nicht den Tritt einer Fusssohle geben; denn das Gebirge Seir habe ich dem Esau als Besitztum gegeben.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.6">Speise sollt ihr um Geld von ihnen kaufen, dass ihr esset, und auch Wasser sollt ihr um Geld von ihnen kaufen, dass ihr trinket.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.7">Denn Jahwe, dein Gott, hat dich gesegnet in allem Werke deiner Hand. Er kannte dein Ziehen durch diese grosse Wüste: diese vierzig Jahre ist Jahwe, dein Gott, mit dir gewesen; es hat dir an nichts gemangelt.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.8">Und wir zogen weiter, an unseren Brüdern, den Kindern Esau, vorüber, die in Seir wohnen, von dem Wege der Ebene, von Elath und von Ezjon-Geber her; und wir wandten uns und zogen des Weges nach der Wüste von Moab.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.9">Und Jahwe sprach zu mir: Befeinde Moab nicht und lass dich nicht in Streit mit ihnen ein, denn ich werde dir von seinem Lande kein Besitztum geben; denn Ar habe ich den Kindern Lot als Besitztum gegeben. -</verse>
        <verse osisID="Deut.2.10">Die Emim wohnten vordem darin, ein grosses und zahlreiches und hohes Volk, wie die Enakim.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.11">Auch sie werden für Riesen <note>{H. Rephaim; so auch V.20. Vergl. 1. Mose 14,5}</note> gehalten, wie die Enakim; und die Moabiter nennen sie Emim.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.12">Und in Seir wohnten vordem die Horiter; aber die Kinder Esau trieben sie aus und vertilgten sie vor sich und wohnten an ihrer Statt, so wie Israel dem Lande seines Besitztums getan, das Jahwe ihnen gegeben hat. -</verse>
        <verse osisID="Deut.2.13">Nun machet euch auf und ziehet über den Bach <note>{Vergl. die Anm. zu 4. Mose 13,23}</note> Sered. Und wir zogen über den Bach Sered.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.14">Die Tage aber, die wir von Kades-Barnea gegangen sind, bis wir über den Bach Sered zogen, waren 38 Jahre, bis das ganze Geschlecht der Kriegsleute aus dem Lager aufgerieben war, so wie Jahwe ihnen geschworen hatte.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.15">Und auch war die Hand Jahwes wider sie, um sie aus dem Lager zu vertilgen, bis sie aufgerieben waren.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.16">Und es geschah, als die Kriegsleute insgesamt <note>{O. vollends}</note> aus der Mitte des Volkes weggestorben waren,</verse>
        <verse osisID="Deut.2.17">da redete Jahwe zu mir und sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.2.18">Du wirst heute die Grenze von Moab, von Ar, überschreiten,</verse>
        <verse osisID="Deut.2.19">und dich nähern gegenüber den Kindern Ammon; du sollst sie nicht befeinden und dich nicht in Streit mit ihnen einlassen, denn ich werde dir von dem Lande der Kinder Ammon kein Besitztum geben; denn ich habe es den Kindern Lot als Besitztum gegeben. -</verse>
        <verse osisID="Deut.2.20">Für ein Land der Riesen wird auch dieses gehalten; Riesen wohnten vordem darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummim:</verse>
        <verse osisID="Deut.2.21">ein grosses und zahlreiches und hohes Volk, wie die Enakim; und Jahwe vertilgte sie vor ihnen, und sie trieben sie aus und wohnten an ihrer Statt;</verse>
        <verse osisID="Deut.2.22">so wie er für die Kinder Esau getan hat, die in Seir wohnen, vor welchen er die Horiter vertilgte; und sie trieben sie aus und wohnten an ihrer Statt bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.23">Und die Awim, welche in Dörfern wohnten bis Gasa <note>{H. Gassa}</note>, - die Kaphtorim, die aus Kaphtor kamen, vertilgten dieselben und wohnten an ihrer Statt. -</verse>
        <verse osisID="Deut.2.24">Machet euch auf, brechet auf und ziehet über den Fluss Arnon. Siehe, ich habe Sihon, den König von Hesbon, den Amoriter, und sein Land in deine Hand gegeben; beginne, nimm in Besitz und bekriege ihn!</verse>
        <verse osisID="Deut.2.25">An diesem Tage will ich beginnen, deinen Schrecken und deine Furcht auf die Völker unter dem ganzen Himmel zu legen, welche das Gerücht von dir hören und <note>{O. dass, wenn sie ... hören, sie usw.}</note> vor dir zittern und beben werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.26">Und ich sandte Boten aus der Wüste Kedemoth an Sihon, den König von Hesbon, mit Worten des Friedens, und sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.2.27">Lass mich durch dein Land ziehen! nur auf der Strasse will ich gehen, ich will weder zur Rechten noch zur Linken weichen;</verse>
        <verse osisID="Deut.2.28">Speise sollst du mir um Geld verkaufen, dass ich esse, und Wasser sollst du mir um Geld geben, dass ich trinke. Nur mit meinen Füssen will ich durchziehen -</verse>
        <verse osisID="Deut.2.29">wie mir die Kinder Esau getan haben, die in Seir wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen - bis ich über den Jordan in das Land ziehe, das Jahwe, unser Gott, uns gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.30">Aber Sihon, der König von Hesbon, wollte uns nicht bei sich durchziehen lassen; denn Jahwe, dein Gott, hatte seinen Geist verhärtet und sein Herz verstockt, auf dass er ihn in deine Hand gäbe, wie es an diesem Tage ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.31">Und Jahwe sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und sein Land vor dir dahinzugeben; beginne, nimm in Besitz, damit du sein Land besitzest.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.32">Und Sihon zog aus, uns entgegen, er und all sein Volk, zum Streite nach Jahaz.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.33">Aber Jahwe, unser Gott, gab ihn vor uns dahin; und wir schlugen ihn und seine Söhne und all sein Volk.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.34">Und in selbiger Zeit nahmen wir alle seine Städte ein, und wir verbannten <note>{S. die Vorrede}</note> ihre ganze Bevölkerung: Männer und Weiber und Kinder <note>{W. jede Stadtbevölkerung an Männern, und die Weiber und die Kinder. So auch Kap. 3,6}</note>; wir liessen keinen Entronnenen übrig.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.35">Nur das Vieh erbeuteten wir für uns und den Raub der Städte, die wir einnahmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.36">Von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon ist, und zwar von der Stadt, die im Flusstale <note>{Vergl. die Anm. zu 4. Mose 13,23}</note> liegt, bis Gilead war keine Stadt, die uns zu stark <note>{W. hoch}</note> gewesen wäre: Alles gab Jahwe, unser Gott, vor uns dahin.</verse>
        <verse osisID="Deut.2.37">Nur dem Lande der Kinder Ammon, der ganzen Seite des Flusses Jabbok, bist du nicht genaht, noch den Städten des Gebirges, noch allem, was Jahwe, unser Gott, verboten hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.3">
        <verse osisID="Deut.3.1">Und wir wandten uns und zogen des Weges nach Basan hinauf; und Og, der König von Basan, zog aus, uns entgegen, er und all sein Volk, zum Streite nach Edrei.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.2">Und Jahwe sprach zu mir: Fürchte ihn nicht! denn in deine Hand habe ich ihn und all sein Volk und sein Land gegeben; und tue ihm, wie du Sihon, dem Könige der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon wohnte.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.3">Und Jahwe, unser Gott, gab auch Og, den König von Basan, und all sein Volk in unsere Hand; und wir schlugen ihn, bis ihm kein Entronnener übrigblieb.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.4">Und in selbiger Zeit nahmen wir alle seine Städte ein; es war keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig Städte, den ganzen Landstrich Argob, das Königreich Ogs in Basan;</verse>
        <verse osisID="Deut.3.5">alle diese Städte waren befestigt mit hohen Mauern, Toren und Riegeln; ausser den sehr vielen offenen Städten <note>{Eig. Städten des platten Landes}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.6">Und wir verbannten sie, wie wir Sihon, dem Könige von Hesbon, getan hatten; wir verbannten ihre ganze Bevölkerung: Männer, Weiber und Kinder.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.7">Aber alles Vieh und den Raub der Städte erbeuteten wir für uns.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.8">Und wir nahmen in selbiger Zeit aus der Hand der zwei Könige der Amoriter das Land, welches diesseit des Jordan ist, vom Flusse Arnon bis an den Berg Hermon</verse>
        <verse osisID="Deut.3.9">(die Zidonier nennen den Hermon Sirjon, und die Amoriter nennen ihn Senir):</verse>
        <verse osisID="Deut.3.10">alle Städte der Ebene und das ganze Gilead, und das ganze Basan bis Salka und Edrei, die Städte des Königreichs Ogs in Basan.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.11">Denn nur Og, der König von Basan, war von dem Überrest der Riesen <note>{O. Rephaim}</note> übriggeblieben. Siehe, sein Bett, ein Bett von Eisen, ist es nicht in Rabba der Kinder Ammon? seine Länge misst neun Ellen und seine Breite vier Ellen, nach dem Ellenbogen eines Mannes.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.12">Und dieses Land nahmen wir in selbiger Zeit in Besitz. Von Aroer an, das am Flusse Arnon ist, und die Hälfte des Gebirges Gilead und seine Städte gab ich den Rubenitern und den Gaditern;</verse>
        <verse osisID="Deut.3.13">und das Übrige von Gilead und das ganze Basan, das Königreich Ogs, gab ich dem halben Stamme Manasse. (Der ganze Landstrich Argob, das ganze Basan, dieses wird das Land der Riesen <note>{O. Rephaim}</note> genannt.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.14">Jair, der Sohn Manasses, nahm den ganzen Landstrich Argob bis an die Grenze der Gesuriter und der Maakathiter und nannte sie <note>{d.h. die Städte des Landstrichs Argob}</note>, das Basan, nach seinem Namen: Dörfer Jairs, bis auf diesen Tag.)</verse>
        <verse osisID="Deut.3.15">Und dem Makir gab ich Gilead <note>{S. 4. Mose 32,39 usw.}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.16">Und den Rubenitern und den Gaditern gab ich von Gilead bis zum Flusse Arnon, bis zur Mitte des Flusses und das Angrenzende <note>{d.h. den Uferrand}</note>, und bis zum Flusse Jabbok, der Grenze der Kinder Ammon;</verse>
        <verse osisID="Deut.3.17">und die Ebene und den Jordan und das Angrenzende <note>{d.h. den Uferrand}</note>, von Kinnereth bis zum Meere der Ebene, dem Salzmeere, unter den Abhängen des Pisga gegen Sonnenaufgang.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.18">Und ich gebot euch in selbiger Zeit und sprach: Jahwe, euer Gott, hat euch dieses Land gegeben, es zu besitzen. Gerüstet sollt ihr, alle streitbaren Männer, vor euren Brüdern, den Kindern Israel, hinüberziehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.19">Nur eure Weiber und eure Kinder und euer Vieh, ich weiss, dass ihr viel Vieh habt, sollen in euren Städten bleiben, die ich euch gegeben habe,</verse>
        <verse osisID="Deut.3.20">bis Jahwe euren Brüdern Ruhe schafft wie euch, und auch sie das Land besitzen, welches Jahwe, euer Gott, ihnen jenseit des Jordan gibt; dann sollt ihr zurückkehren, ein jeder zu seinem Besitztum, das ich euch gegeben habe.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.21">Und dem Josua gebot ich in selbiger Zeit und sprach: Deine Augen haben alles gesehen, was Jahwe, euer Gott, diesen zwei Königen getan hat; also wird Jahwe allen Königreichen tun, wohin du hinüberziehen wirst.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.22">Fürchtet sie nicht! denn Jahwe, euer Gott, er ist es, der für euch streitet.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.23">Und ich flehte zu Jahwe in selbiger Zeit und sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.3.24">Herr, Jahwe! du hast begonnen, deinem Knechte deine Grösse und deine starke Hand zu zeigen; denn welcher Gott <note>{El}</note> ist im Himmel und auf Erden, der tun könnte gleich deinen Werken und gleich deinen Machttaten?</verse>
        <verse osisID="Deut.3.25">Lass mich doch hinüberziehen und das gute Land sehen, welches jenseit des Jordan ist, dieses gute Gebirge und den Libanon.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.26">Aber Jahwe war über mich erzürnt um euretwillen und hörte nicht auf mich; und Jahwe sprach zu mir: Lass es genug sein; rede mir fortan nicht mehr von dieser Sache!</verse>
        <verse osisID="Deut.3.27">Steige auf den Gipfel des Pisga, und hebe deine Augen auf gegen Westen und gegen Norden und gegen Süden und gegen Osten, und sieh mit deinen Augen; denn du wirst nicht über diesen Jordan gehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.3.28">Und gebiete dem Josua und stärke ihn und befestige ihn; denn er soll vor diesem Volke her hinüberziehen, und er soll ihnen das Land, das du sehen wirst, als Erbe austeilen. -</verse>
        <verse osisID="Deut.3.29">Und wir blieben im Tale, Beth-Peor gegenüber.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.4">
        <verse osisID="Deut.4.1">Und nun, Israel, höre auf die Satzungen und auf die Rechte, die ich euch lehre zu tun, auf dass ihr lebet und hineinkommet und das Land in Besitz nehmet, welches Jahwe, der Gott eurer Väter, euch gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.2">Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Worte, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon tun, damit ihr beobachtet die Gebote Jahwes, eures Gottes, die ich euch gebiete.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.3">Eure Augen haben gesehen, was Jahwe wegen des Baal Peor getan hat; denn alle Männer, welche dem Baal Peor nachgegangen sind, hat Jahwe, dein Gott, aus deiner Mitte vertilgt;</verse>
        <verse osisID="Deut.4.4">ihr aber, die ihr Jahwe, eurem Gott, anhinget, seid heute alle am Leben.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.5">Siehe, ich habe euch Satzungen und Rechte gelehrt, so wie Jahwe, mein Gott, mir geboten hat, damit ihr also tuet inmitten des Landes, wohin ihr kommet, um es in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.6">Und so beobachtet und tut sie! denn das wird eure Weisheit und euer Verstand sein vor den Augen der Völker, welche alle diese Satzungen hören und sagen werden: Diese grosse Nation ist ein wahrhaft weises und verständiges Volk.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.7">Denn welche grosse Nation gibt es, die Götter hätte, welche <note>{O. einen Gott, welcher}</note> ihr so nahe wären, wie Jahwe, unser Gott, in allem, worin wir zu ihm rufen?</verse>
        <verse osisID="Deut.4.8">Und welche grosse Nation gibt es, die so gerechte Satzungen und Rechte hätte, wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege?</verse>
        <verse osisID="Deut.4.9">Nur hüte dich und hüte deine Seele sehr, dass du die Dinge nicht vergessest, die deine Augen gesehen haben, und dass sie nicht aus deinem Herzen weichen alle Tage deines Lebens! und tue sie kund deinen Kindern und deinen Kindeskindern. -</verse>
        <verse osisID="Deut.4.10">An dem Tage, da du vor Jahwe, deinem Gott, am Horeb standest, als Jahwe zu mir sprach: Versammle mir das Volk, dass ich sie meine Worte hören lasse, welche sie lernen sollen, um mich zu fürchten alle die Tage, die sie auf dem Erdboden leben, und welche sie ihre Kinder lehren sollen <note>{O. damit sie mich fürchten lernen... und damit sie ihre Kinder belehren}</note>:</verse>
        <verse osisID="Deut.4.11">da nahtet ihr hinzu und standet unten an dem Berge; und der Berg brannte im Feuer bis ins Herz des Himmels: Finsternis, Gewölk und Dunkel.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.12">Und Jahwe redete zu euch mitten aus dem Feuer; die Stimme der Worte hörtet ihr, aber ihr sahet keine Gestalt ausser der Stimme.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.13">Und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch zu tun gebot, die zehn Worte; und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.14">Und mir gebot Jahwe in selbiger Zeit, euch Satzungen und Rechte zu lehren, damit ihr sie tätet in dem Lande, wohin ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.15">So hütet eure Seelen sehr, - denn ihr habt keinerlei Gestalt gesehen an dem Tage, da Jahwe am Horeb, mitten aus dem Feuer, zu euch redete -</verse>
        <verse osisID="Deut.4.16">dass ihr euch nicht verderbet und euch ein geschnitztes Bild machet, das Gleichnis irgend eines Bildes, das Abbild eines männlichen oder eines weiblichen Wesens,</verse>
        <verse osisID="Deut.4.17">das Abbild irgend eines Tieres, das auf Erden ist, das Abbild irgend eines geflügelten Vogels, der am Himmel fliegt,</verse>
        <verse osisID="Deut.4.18">das Abbild von irgend etwas, das sich auf dem Erdboden regt, das Abbild irgend eines Fisches, der im Wasser unter der Erde ist;</verse>
        <verse osisID="Deut.4.19">und dass du deine Augen nicht zum Himmel erhebest und die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, sehest und verleitet werdest und dich vor ihnen bückest und ihnen dienest, welche Jahwe, dein Gott, allen Völkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.20">Euch aber hat Jahwe genommen und euch herausgeführt aus dem eisernen Schmelzofen, aus Ägypten, damit ihr das Volk seines Erbteils wäret <note>{W. ihm zum Erbteilsvolk würdet}</note>, wie es an diesem Tage ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.21">Und Jahwe war eurethalben über mich erzürnt, und er schwur, dass ich nicht über den Jordan gehen und nicht in das gute Land kommen sollte, welches Jahwe, dein Gott, dir als Erbteil gibt;</verse>
        <verse osisID="Deut.4.22">denn ich werde in diesem Lande sterben, ich werde nicht über den Jordan gehen; ihr aber werdet hinüberziehen und werdet dieses gute Land besitzen.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.23">Hütet euch, dass ihr nicht des Bundes Jahwes, eures Gottes, vergesset, den er mit euch gemacht hat, und euch ein geschnitztes Bild machet, ein Gleichnis von irgend etwas, das Jahwe, dein Gott, dir verboten hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.24">Denn Jahwe, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifernder Gott <note>{El}</note>!</verse>
        <verse osisID="Deut.4.25">Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugen wirst, und ihr eingelebt seid im Lande, und ihr euch verderbet und euch ein geschnitztes Bild machet, ein Gleichnis von irgend etwas, und tut, was böse ist in den Augen Jahwes, deines Gottes, ihn zu reizen:</verse>
        <verse osisID="Deut.4.26">so nehme ich heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch, dass ihr gewisslich schnell aus dem Lande umkommen werdet, wohin ihr über den Jordan ziehet, um es in Besitz zu nehmen; ihr werdet eure Tage darin nicht verlängern, sondern gänzlich vertilgt werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.27">Und Jahwe wird euch unter die Völker zerstreuen, und ihr werdet übrigbleiben, ein zählbares Häuflein <note>{Eig. eine zählbare Mannschaft}</note> unter den Nationen, wohin Jahwe euch führen wird;</verse>
        <verse osisID="Deut.4.28">und ihr werdet daselbst Göttern dienen, dem Werke von Menschenhänden, Holz und Stein, die nicht sehen und nicht hören und nicht essen und nicht riechen.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.29">Aber ihr werdet von dort Jahwe, deinen Gott, suchen; und du wirst ihn finden, wenn du mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele nach ihm fragen wirst <note>{O. denn du wirst ... nach ihm fragen (eig. trachten); vergl. Jer. 29,11-13}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.30">In deiner Bedrängnis, und wenn alle diese Dinge dich treffen werden am Ende der Tage, wirst du umkehren zu Jahwe, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.31">Denn ein barmherziger Gott <note>{El}</note> ist Jahwe, dein Gott; er wird dich nicht lassen und dich nicht verderben und wird des Bundes deiner Väter nicht vergessen, den er ihnen geschworen hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.32">Denn frage doch nach den vorigen Tagen, die vor dir gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf der Erde geschaffen hat, und von einem Ende des Himmels bis zum anderen Ende des Himmels, ob je eine solch grosse Sache geschehen, oder ob desgleichen gehört worden sei.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.33">Hat je ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer reden gehört, wie du sie gehört hast, und ist am Leben geblieben? -</verse>
        <verse osisID="Deut.4.34">Oder hat Gott je versucht zu kommen, um sich eine Nation aus der Mitte einer Nation zu nehmen durch Versuchungen, durch Zeichen und durch Wunder, und durch Krieg und mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arme, und durch grosse Schrecknisse, nach allem, was Jahwe, euer Gott, in Ägypten, vor deinen Augen, für euch getan hat?</verse>
        <verse osisID="Deut.4.35">Dir ist es gezeigt worden, damit du wissest, dass Jahwe Gott <note>{Eig. der Gott}</note> ist, keiner sonst ausser ihm.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.36">Vom Himmel her hat er dich seine Stimme hören lassen, um dich zu unterweisen; und auf der Erde hat er dich sein grosses Feuer sehen lassen, und mitten aus dem Feuer hast du seine Worte gehört.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.37">Und darum, dass er deine Väter geliebt und ihren Samen nach ihnen erwählt hat, hat er dich mit seinem Angesicht, mit seiner grossen Kraft aus Ägypten herausgeführt,</verse>
        <verse osisID="Deut.4.38">um Nationen vor dir auszutreiben, grösser und stärker als du, um dich hinzubringen, damit er dir ihr Land als Erbteil gäbe, wie es an diesem Tage geschieht.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.39">So erkenne denn heute und nimm zu Herzen, dass Jahwe Gott <note>{Eig. der Gott}</note> ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.40">Und beobachte seine Satzungen und seine Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir wohlgehe, und damit du deine Tage verlängerst in dem Lande, welches Jahwe, dein Gott, dir für immer gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.41">Damals sonderte Mose drei Städte ab diesseit des Jordan, gegen Sonnenaufgang,</verse>
        <verse osisID="Deut.4.42">damit ein Totschläger dahin fliehe, der seinen Nächsten unabsichtlich <note>{W. ohne Wissen}</note> erschlagen hat, und er hasste ihn vordem nicht, - dass er in eine von diesen Städten fliehe und am Leben bleibe:</verse>
        <verse osisID="Deut.4.43">Bezer in der Wüste, im Lande der Ebene, für die Rubeniter, und Ramoth in Gilead für die Gaditer, und Golan in Basan für die Manassiter.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.44">Und dies ist das Gesetz, welches Mose den Kindern Israel vorlegte;</verse>
        <verse osisID="Deut.4.45">dies sind die Zeugnisse und die Satzungen und die Rechte, welche Mose zu den Kindern Israel redete, als sie aus Ägypten zogen,</verse>
        <verse osisID="Deut.4.46">diesseit des Jordan, im Tale, Beth-Peor gegenüber, im Lande Sihons, des Königs der Amoriter, der zu Hesbon wohnte, den Mose und die Kinder Israel geschlagen haben, als sie aus Ägypten zogen.</verse>
        <verse osisID="Deut.4.47">Und sie nahmen sein Land in Besitz, und das Land Ogs, des Königs von Basan, das Land der zwei Könige der Amoriter, welche diesseit des Jordan waren, gegen Sonnenaufgang;</verse>
        <verse osisID="Deut.4.48">von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon ist, bis an den Berg Sion <note>{Wahrsch. ist Sirjon zu lesen, wie Kap. 3,9}</note>, das ist der Hermon;</verse>
        <verse osisID="Deut.4.49">und die ganze Ebene diesseit des Jordan, gegen Sonnenaufgang, und bis an das Meer der Ebene <note>{das Tote Meer}</note> unter den Abhängen des Pisga.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.5">
        <verse osisID="Deut.5.1">Und Mose berief das ganze Israel und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Satzungen und die Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede; und lernet sie, und achtet darauf, sie zu tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.2">Jahwe, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns gemacht.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.3">Nicht mit unseren Vätern hat Jahwe diesen Bund gemacht, sondern mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.4">Von Angesicht zu Angesicht hat Jahwe auf dem Berge, mitten aus dem Feuer, mit euch geredet -</verse>
        <verse osisID="Deut.5.5">ich stand zwischen Jahwe und euch in selbiger Zeit, um euch das Wort Jahwes zu verkünden; denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und stieget nicht auf den Berg, - indem er sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.5.6">Ich <note>{Vergl. 2. Mose 20,1-17; auch betreffs der Anmerkungen}</note> bin Jahwe, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft <note>{Eig. aus dem Sklavenhause. So auch Kap. 6,12; 7,8; 8,14 usw.}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.7">Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. - <note>{Eig. zu meinem Angesicht hinzu}</note></verse>
        <verse osisID="Deut.5.8">Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, irgend ein Gleichnis dessen, was oben im Himmel, und was unten auf der Erde, und was in den Wassern unter der Erde ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.9">Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen; denn ich, Jahwe, dein Gott, bin ein eifernder Gott <note>{El}</note>, der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern, ja, am dritten und am vierten Gliede derer, die mich hassen;</verse>
        <verse osisID="Deut.5.10">und der Güte erweist, auf Tausende hin, an denen, die mich lieben und meine Gebote beobachten. -</verse>
        <verse osisID="Deut.5.11">Du sollst den Namen Jahwes, deines Gottes, nicht zu Eitlem aussprechen; denn Jahwe wird den nicht für schuldlos halten <note>{O. ungestraft lassen}</note>, der seinen Namen zu Eitlem ausspricht. -</verse>
        <verse osisID="Deut.5.12">Beobachte den Sabbathtag, ihn zu heiligen, so wie Jahwe, dein Gott, dir geboten hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.13">Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun;</verse>
        <verse osisID="Deut.5.14">aber der siebte Tag ist Sabbath dem Jahwe, deinem Gott: Du sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd, und dein Rind und dein Esel und all dein Vieh, und dein Fremdling, der in deinen Toren ist; auf dass dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.15">Und gedenke, dass du ein Knecht gewesen bist im Lande Ägypten, und dass Jahwe, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arme von dannen herausgeführt hat; darum hat Jahwe, dein Gott, dir geboten, den Sabbathtag zu feiern. -</verse>
        <verse osisID="Deut.5.16">Ehre deinen Vater und deine Mutter, so wie Jahwe, dein Gott, dir geboten hat, auf dass deine Tage verlängert werden, und auf dass es dir wohlgehe in dem Lande, welches Jahwe, dein Gott, dir gibt. -</verse>
        <verse osisID="Deut.5.17">Du sollst nicht töten. -</verse>
        <verse osisID="Deut.5.18">Und du sollst nicht ehebrechen. -</verse>
        <verse osisID="Deut.5.19">Und du sollst nicht stehlen. -</verse>
        <verse osisID="Deut.5.20">Und du sollst kein falsches Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten. -</verse>
        <verse osisID="Deut.5.21">Und du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib; und du sollst dich nicht gelüsten lassen deines Nächsten Hauses, noch seines Feldes, noch seines Knechtes, noch seiner Magd, noch seines Rindes, noch seines Esels, noch alles dessen, was dein Nächster hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.22">Diese Worte hat Jahwe auf dem Berge zu eurer ganzen Versammlung geredet, mitten aus dem Feuer, dem Gewölk und dem Dunkel, mit starker Stimme, und er fügte nichts hinzu. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.23">Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hörtet, während der Berg im Feuer brannte, da nahtet ihr zu mir, alle Häupter eurer Stämme und eure Ältesten,</verse>
        <verse osisID="Deut.5.24">und sprachet: Siehe, Jahwe, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Grösse sehen lassen, und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört; an diesem Tage haben wir gesehen, dass Jahwe mit dem Menschen redet, und er am Leben bleibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.25">Und nun, warum sollten wir sterben? denn dieses grosse Feuer wird uns verzehren. Wenn wir die Stimme Jahwes, unseres Gottes, noch weiter hören, so werden wir sterben.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.26">Denn wer ist von allem Fleische, der die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer hätte reden hören, wie wir, und wäre am Leben geblieben?</verse>
        <verse osisID="Deut.5.27">Nahe du hinzu und höre alles, was Jahwe, unser Gott, sagen wird; und du, du sollst alles zu uns reden, was Jahwe, unser Gott, zu dir reden wird, und wir wollen hören und es tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.28">Und Jahwe hörte die Stimme eurer Worte, als ihr zu mir redetet; und Jahwe sprach zu mir: Ich habe die Stimme der Worte dieses Volkes gehört, welche sie zu dir geredet haben; es ist alles gut, was sie geredet haben.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.29">Möchte doch dieses ihr Herz ihnen bleiben <note>{W. sein}</note>, mich allezeit zu fürchten und alle meine Gebote zu beobachten, auf dass es ihnen und ihren Kindern wohlgehe ewiglich!</verse>
        <verse osisID="Deut.5.30">Gehe hin, sprich zu ihnen: Kehret in eure Zelte zurück!</verse>
        <verse osisID="Deut.5.31">Du aber bleibe hier bei mir, und ich will zu dir reden alle die Gebote und die Satzungen und die Rechte, welche du sie lehren sollst, damit sie sie tun in dem Lande, das ich ihnen gebe, es zu besitzen. -</verse>
        <verse osisID="Deut.5.32">So achtet denn darauf, zu tun, wie Jahwe, euer Gott, euch geboten hat; weichet nicht ab zur Rechten noch zur Linken.</verse>
        <verse osisID="Deut.5.33">Auf dem ganzen Wege, den Jahwe, euer Gott, euch geboten hat, sollt ihr wandeln, auf dass ihr lebet und es euch wohlgehe, und ihr eure Tage verlängert in dem Lande, das ihr besitzen werdet.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.6">
        <verse osisID="Deut.6.1">Und dies sind die Gebote <note>{W. das Gebot}</note>, die Satzungen und die Rechte, welche Jahwe, euer Gott, geboten hat, euch zu lehren, damit ihr sie tuet in dem Lande, wohin ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen;</verse>
        <verse osisID="Deut.6.2">auf dass du Jahwe, deinen Gott, fürchtest alle Tage deines Lebens, um zu beobachten alle seine Satzungen und seine Gebote, die ich dir gebiete, du und dein Sohn und deines Sohnes Sohn, und auf dass deine Tage sich verlängern.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.3">So höre denn, Israel, und achte darauf, sie zu tun, damit es dir wohlgehe, und ihr euch sehr mehret - so wie Jahwe, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat - in einem Lande, das von Milch und Honig fliesst!</verse>
        <verse osisID="Deut.6.4">Höre Israel: Jahwe, unser Gott, ist ein einziger Jahwe <note>{d.h. einzig und allein derjenige, welchem der Name Jahwe zukommt. (Vergl. Sach. 14,9)}</note>!</verse>
        <verse osisID="Deut.6.5">Und du sollst Jahwe, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.6">Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen auf deinem Herzen sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.7">Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest, und wenn du auf dem Wege gehst, und wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.8">Und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen zu Stirnbändern sein zwischen deinen Augen;</verse>
        <verse osisID="Deut.6.9">und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.10">Und es soll geschehen, wenn Jahwe, dein Gott, dich in das Land bringt, das er deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, dir zu geben: grosse und gute Städte, die du nicht gebaut hast,</verse>
        <verse osisID="Deut.6.11">und Häuser, voll von allem Gut, die du nicht gefüllt, und gehauene Zisternen, die du nicht gehauen, Weinberge und Olivengärten, die du nicht gepflanzt hast, und du essen und satt werden wirst:</verse>
        <verse osisID="Deut.6.12">so hüte dich, dass du Jahwes nicht vergessest, der dich herausgeführt hat aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.13">Jahwe, deinen Gott, sollst du fürchten und ihm dienen, und bei seinem Namen sollst du schwören.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.14">Ihr sollt nicht anderen Göttern nachgehen, von den Göttern der Völker, die rings um euch her sind;</verse>
        <verse osisID="Deut.6.15">denn ein eifernder Gott <note>{El}</note> ist Jahwe, dein Gott, in deiner Mitte: damit nicht der Zorn Jahwes, deines Gottes, wider dich entbrenne, und er dich vertilge vom Erdboden hinweg.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.16">Ihr sollt Jahwe, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn zu Massa versucht habt.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.17">Ihr sollt fleissig beobachten die Gebote Jahwes, eures Gottes, und seine Zeugnisse und seine Satzungen, die er dir geboten hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.18">Und du sollst tun, was recht und gut ist in den Augen Jahwes, auf dass es dir wohlgehe und du hineinkommest und das gute Land in Besitz nehmest, welches Jahwe deinen Vätern zugeschworen hat,</verse>
        <verse osisID="Deut.6.19">indem er alle deine Feinde vor dir ausstösst, so wie Jahwe geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.20">Wenn dein Sohn dich künftig fragt und spricht: Was bedeuten die Zeugnisse und die Satzungen und die Rechte, welche Jahwe, unser Gott, euch geboten hat?</verse>
        <verse osisID="Deut.6.21">so sollst du deinem Sohne sagen: Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und Jahwe hat uns mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt;</verse>
        <verse osisID="Deut.6.22">und Jahwe tat vor unseren Augen grosse und verderbenbringende Zeichen und Wunder an Ägypten, an dem Pharao und an seinem ganzen Hause;</verse>
        <verse osisID="Deut.6.23">und uns führte er von dannen heraus, um uns herzubringen, uns das Land zu geben, welches er unseren Vätern zugeschworen hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.24">Und Jahwe hat uns geboten, alle diese Satzungen zu tun, Jahwe, unseren Gott, zu fürchten, uns zum Guten alle Tage, dass er uns am Leben erhalte, wie es an diesem Tage ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.6.25">Und es wird unsere Gerechtigkeit sein, wenn wir darauf achten, dieses ganze Gebot vor Jahwe, unserem Gott, zu tun, so wie er uns geboten hat.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.7">
        <verse osisID="Deut.7.1">Wenn Jahwe, dein Gott, dich in das Land bringt, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, und viele Nationen vor dir hinaustreibt: die Hethiter und die Girgasiter und die Amoriter und die Kanaaniter und die Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter, sieben Nationen, grösser und stärker als du,</verse>
        <verse osisID="Deut.7.2">und Jahwe, dein Gott, sie vor dir dahingibt, und du sie schlägst, so sollst du sie ganz und gar verbannen; du sollst keinen Bund mit ihnen machen, noch Gnade gegen sie üben.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.3">Und du sollst dich nicht mit ihnen verschwägern: Deine Tochter sollst du nicht seinem Sohne geben, und seine Tochter sollst du nicht für deinen Sohn nehmen;</verse>
        <verse osisID="Deut.7.4">denn sie würden <note>{O. werden}</note> deine Söhne <note>{W. deinen Sohn}</note> von mir abwendig machen, dass sie anderen Göttern dienten; und der Zorn Jahwes würde <note>{O. wird}</note> wider euch entbrennen, und er würde <note>{O. wird}</note> dich schnell vertilgen.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.5">Sondern also sollt ihr ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr niederreissen und ihre Bildsäulen zerbrechen und ihre Ascherim <note>{S. die Vorrede}</note> umhauen und ihre geschnitzten Bilder mit Feuer verbrennen.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.6">Denn ein heiliges Volk bist du Jahwe, deinem Gott: dich hat Jahwe, dein Gott, erwählt, ihm zum Eigentumsvolke zu sein aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.7">Nicht weil euer mehr wären als aller Völker, hat Jahwe sich euch zugeneigt und euch erwählt; denn ihr seid das geringste unter allen Völkern;</verse>
        <verse osisID="Deut.7.8">sondern wegen Jahwes Liebe zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat Jahwe euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Hause der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.9">So wisse denn, dass Jahwe, dein Gott, Gott <note>{W. der Gott}</note> ist, der treue Gott <note>{El}</note>, der den Bund und die Güte auf tausend Geschlechter hin denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote beobachten,</verse>
        <verse osisID="Deut.7.10">und denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt, sie zu vertilgen: nicht zögert er mit seinem Hasser, ins Angesicht vergilt er ihm!</verse>
        <verse osisID="Deut.7.11">So sollst du das Gebot und die Satzungen und die Rechte beobachten, die ich dir heute zu tun gebiete.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.12">Und es wird geschehen: dafür dass ihr diesen Rechten gehorchet und sie beobachtet und sie tut, wird Jahwe, dein Gott, dir den Bund und die Güte bewahren, die er deinen Vätern geschworen hat;</verse>
        <verse osisID="Deut.7.13">und er wird dich lieben und dich segnen und dich mehren: er wird segnen die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Landes, dein Getreide und deinen Most und dein Öl, das Geworfene deiner Rinder und die Zucht deines Kleinviehes, in dem Lande, das er deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.14">Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern; kein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare wird unter dir sein, noch unter deinem Vieh.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.15">Und Jahwe wird jede Krankheit von dir abwenden; und keine der bösen Seuchen Ägyptens, die du kennst, wird er auf dich legen, sondern er wird sie auf alle deine Hasser bringen.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.16">Und du wirst alle Völker verzehren, die Jahwe, dein Gott, dir geben wird. Dein Auge soll ihrer nicht schonen, und du sollst ihren Göttern nicht dienen; denn das würde dir ein Fallstrick sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.17">Wenn du in deinem Herzen sprichst: Diese Nationen sind grösser als ich; wie vermöchte ich sie auszutreiben? -</verse>
        <verse osisID="Deut.7.18">fürchte dich nicht vor ihnen; gedenke doch dessen, was Jahwe, dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern getan hat,</verse>
        <verse osisID="Deut.7.19">der grossen Versuchungen, die deine Augen gesehen, und der Zeichen und der Wunder, und der starken Hand und des ausgestreckten Armes, womit Jahwe, dein Gott, dich herausgeführt hat. Also wird Jahwe, dein Gott, all den Völkern tun, vor denen du dich fürchtest;</verse>
        <verse osisID="Deut.7.20">und auch die Hornissen wird Jahwe, dein Gott, gegen sie entsenden, bis die Übriggebliebenen und die sich vor dir Verbergenden umgekommen sind.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.21">Erschrick nicht vor ihnen! denn Jahwe, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein grosser und furchtbarer Gott <note>{El}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.22">Und Jahwe, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir austreiben; du wirst sie nicht eilends vernichten können, damit nicht das Wild des Feldes sich wider dich mehre.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.23">Und Jahwe, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und sie in grosse Verwirrung versetzen, bis sie vertilgt sind.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.24">Und er wird ihre Könige in deine Hand geben, und du wirst ihre Namen vernichten unter dem Himmel hinweg; kein Mensch wird vor dir bestehen, bis du sie vertilgt hast.</verse>
        <verse osisID="Deut.7.25">Die geschnitzten Bilder ihrer Götter sollt ihr mit Feuer verbrennen; du sollst nicht das Silber und das Gold an ihnen begehren und es dir nehmen, dass du nicht dadurch verstrickt werdest; denn es ist ein Greuel für Jahwe, deinen Gott;</verse>
        <verse osisID="Deut.7.26">und du sollst keinen Greuel in dein Haus bringen, so dass du ein Bann werdest gleich ihm; du sollst es ganz und gar verabscheuen und es gänzlich für einen Greuel halten, denn es ist ein Bann.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.8">
        <verse osisID="Deut.8.1">Das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, sollt ihr beobachten, es zu tun; auf dass ihr lebet und euch mehret und hineinkommet und das Land in Besitz nehmet, welches Jahwe euren Vätern zugeschworen hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.8.2">Und du sollst gedenken des ganzen Weges, den Jahwe, dein Gott, dich hat wandern lassen diese vierzig Jahre in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu versuchen, um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote beobachten würdest oder nicht.</verse>
        <verse osisID="Deut.8.3">Und er demütigte dich und liess dich hungern; und er speiste dich mit dem Man, das du nicht kanntest und das deine Väter nicht kannten, um dir kundzutun, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt, sondern dass der Mensch von allem lebt, was aus dem Munde Jahwes hervorgeht.</verse>
        <verse osisID="Deut.8.4">Dein Kleid ist nicht an dir zerfallen, und dein Fuss ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre.</verse>
        <verse osisID="Deut.8.5">So erkenne in deinem Herzen, dass, wie ein Mann seinen Sohn züchtigt, Jahwe, dein Gott, dich züchtigt;</verse>
        <verse osisID="Deut.8.6">Und beobachte die Gebote Jahwes, deines Gottes, um auf seinen Wegen zu wandeln und ihn zu fürchten.</verse>
        <verse osisID="Deut.8.7">Denn Jahwe, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern <note>{Eig. Tiefen, Fluten}</note>, die in der Niederung und im Gebirge entspringen;</verse>
        <verse osisID="Deut.8.8">ein Land von Weizen und Gerste und Weinstöcken und Feigenbäumen und Granatbäumen;</verse>
        <verse osisID="Deut.8.9">ein Land von ölreichen Olivenbäumen und Honig; ein Land in welchem du nicht in Dürftigkeit Brot essen wirst, in welchem es dir an nichts mangeln wird; ein Land, dessen Steine Eisen sind, und aus dessen Bergen du Erz hauen wirst.</verse>
        <verse osisID="Deut.8.10">Und hast du gegessen und bist satt geworden, so sollst du Jahwe, deinen Gott, für das gute Land preisen, das er dir gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.8.11">Hüte dich, dass du Jahwes, deines Gottes, nicht vergessest, so dass du nicht beobachtest seine Gebote und seine Rechte und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete!</verse>
        <verse osisID="Deut.8.12">damit nicht, wenn du issest und satt wirst, und schöne Häuser baust und bewohnst,</verse>
        <verse osisID="Deut.8.13">und dein Rind- und dein Kleinvieh sich mehrt, und Silber und Gold sich dir mehren, und alles, was du hast, sich mehrt,</verse>
        <verse osisID="Deut.8.14">dein Herz sich erhebe, und du Jahwes, deines Gottes, vergessest, der dich aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft, herausführte;</verse>
        <verse osisID="Deut.8.15">der dich wandern liess in der grossen und schrecklichen Wüste, wo feurige Schlangen <note>{S. die Anm. zu 4. Mose 21,6}</note> und Skorpione sind, und Dürre, wo kein Wasser ist; der dir Wasser aus dem Kieselfelsen hervorbrachte;</verse>
        <verse osisID="Deut.8.16">der dich in der Wüste mit Man speiste, welches deine Väter nicht kannten, um dich zu demütigen und um dich zu versuchen, damit er dir wohltue an deinem Ende <note>{O. in der (eig. deiner) Zukunft}</note>,</verse>
        <verse osisID="Deut.8.17">und du in deinem Herzen sprechest: Meine Kraft und die Stärke meiner Hand hat mir dieses Vermögen geschafft!</verse>
        <verse osisID="Deut.8.18">Sondern du sollst Jahwes, deines Gottes, gedenken, dass er es ist, der dir Kraft gibt, Vermögen zu schaffen; auf dass er seinen Bund aufrecht halte, den er deinen Vätern geschworen hat, wie es an diesem Tage ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.8.19">Und es wird geschehen, wenn du irgend Jahwes, deines Gottes, vergissest und anderen Göttern nachgehst und ihnen dienst und dich vor ihnen niederbeugst - ich zeuge heute gegen euch, dass ihr gewisslich umkommen werdet;</verse>
        <verse osisID="Deut.8.20">wie die Nationen, welche Jahwe vor euch vernichtet hat, also werdet ihr umkommen, dafür dass ihr auf die Stimme Jahwes, eures Gottes, nicht höret.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.9">
        <verse osisID="Deut.9.1">Höre, Israel! Du gehst heute über den Jordan, um hineinzukommen, Nationen in Besitz zu nehmen, grösser und stärker als du, Städte, gross und befestigt bis an den Himmel,</verse>
        <verse osisID="Deut.9.2">ein grosses und hohes Volk, die Söhne der Enakim, die du ja kennst, und von denen du ja gehört hast: Wer kann vor den Kindern Enaks bestehen?</verse>
        <verse osisID="Deut.9.3">So wisse heute, dass Jahwe, dein Gott, es ist, der vor dir her hinübergeht, ein verzehrendes Feuer; er wird sie vertilgen, und er wird sie vor dir beugen; und du wirst sie austreiben und sie schnell vernichten, so wie Jahwe zu dir geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.4">Sprich nicht in deinem Herzen, wenn Jahwe, dein Gott, sie vor dir ausstösst: Um meiner Gerechtigkeit willen hat Jahwe mich hierher gebracht, um dieses Land in Besitz zu nehmen; denn um der Gesetzlosigkeit dieser Nationen willen treibt Jahwe sie vor dir aus.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.5">Nicht um deiner Gerechtigkeit und der Geradheit deines Herzens willen kommst du hinein, um ihr Land in Besitz zu nehmen; sondern um der Gesetzlosigkeit dieser Nationen willen treibt Jahwe, dein Gott, sie vor dir aus, und damit er das Wort aufrecht halte, welches Jahwe deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.6">So wisse denn, dass nicht um deiner Gerechtigkeit willen Jahwe, dein Gott, dir dieses gute Land gibt, es zu besitzen; denn ein hartnäckiges Volk bist du.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.7">Gedenke, vergiss nicht, wie du Jahwe, deinen Gott, in der Wüste erzürnt hast! Von dem Tage an, da du aus dem Lande Ägypten herausgezogen bist, bis ihr an diesen Ort kamet, seid ihr widerspenstig gegen Jahwe gewesen.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.8">Und am Horeb erzürntet ihr Jahwe; und Jahwe ergrimmte über euch, so dass er euch vertilgen wollte.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.9">Als ich auf den Berg stieg, um die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den Jahwe mit euch gemacht hatte, da blieb ich auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte, - Brot ass ich nicht, und Wasser trank ich nicht -</verse>
        <verse osisID="Deut.9.10">und Jahwe gab mir die zwei steinernen Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes; und auf ihnen standen alle die Worte <note>{W. auf ihnen nach all den Worten}</note>, welche Jahwe auf dem Berge mit euch geredet hatte, mitten aus dem Feuer, am Tage der Versammlung.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.11">Und es geschah am Ende von vierzig Tagen und vierzig Nächten, da gab mir Jahwe die zwei steinernen Tafeln, die Tafeln des Bundes.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.12">Und Jahwe sprach zu mir: Mache dich auf, steige eilends von hier hinab! denn dein Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, hat sich verderbt. Sie sind schnell von dem Wege abgewichen, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Bild gemacht.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.13">Und Jahwe sprach zu mir und sagte: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein hartnäckiges Volk.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.14">Lass ab von mir, dass ich sie vertilge und ihren Namen unter dem Himmel auslösche; und ich will dich zu einer Nation machen, stärker und grösser als sie.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.15">Und ich wandte mich und stieg von dem Berge herab (und der Berg brannte mit Feuer), und die zwei Tafeln des Bundes waren auf meinen beiden Händen.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.16">Und ich sah, und siehe, ihr hattet gegen Jahwe, euren Gott, gesündigt; ihr hattet euch ein gegossenes Kalb gemacht; ihr waret schnell von dem Wege abgewichen, den Jahwe euch geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.17">Und ich fasste die beiden Tafeln und warf sie aus meinen beiden Händen und zerbrach sie vor euren Augen.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.18">Und ich warf mich vor Jahwe nieder, wie zuerst, vierzig Tage und vierzig Nächte - Brot ass ich nicht, und Wasser trank ich nicht - um all eurer Sünden willen, die ihr begangen hattet, indem ihr tatet, was übel war in den Augen Jahwes, ihn zu reizen.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.19">Denn mir war bange vor dem Zorn und dem Grimm, womit Jahwe über euch ergrimmt war, so dass er euch vertilgen wollte. Und Jahwe erhörte mich auch dieses Mal.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.20">Auch über Aaron zürnte Jahwe sehr, so dass er ihn vertilgen wollte; und ich bat auch für Aaron in selbiger Zeit.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.21">Und ich nahm eure Sünde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, und verbrannte es mit Feuer, und ich zerstiess es, indem ich es wohl zermalmte, bis es zu feinem Staube ward; und ich warf seinen Staub in den Bach, der von dem Berge herabfliesst. -</verse>
        <verse osisID="Deut.9.22">Und zu Tabhera und zu Massa und zu Kibroth-Hattaawa erzürntet ihr Jahwe. -</verse>
        <verse osisID="Deut.9.23">Und als Jahwe euch aus Kades-Barnea sandte und sprach: Ziehet hinauf und nehmet das Land in Besitz, das ich euch gegeben habe, da waret ihr widerspenstig gegen den Befehl Jahwes, eures Gottes, und ihr glaubtet ihm nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.24">Widerspenstige seid ihr gegen Jahwe gewesen von dem Tage an, da ich euch gekannt habe.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.25">Und ich warf mich vor Jahwe nieder, die vierzig Tage und die vierzig Nächte, die ich mich niederwarf; denn Jahwe hatte gesagt, dass er euch vertilgen wolle;</verse>
        <verse osisID="Deut.9.26">und ich betete zu Jahwe und sprach: Herr, Jahwe! Verdirb nicht dein Volk und dein Erbteil, das du durch deine Grösse erlöst, das du mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt hast.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.27">Gedenke deiner Knechte, Abrahams, Isaaks und Jakobs; kehre dich nicht an die Härtigkeit dieses Volkes und an seine Gesetzlosigkeit und an seine Sünde,</verse>
        <verse osisID="Deut.9.28">damit das Land, aus welchem du uns herausgeführt hast, nicht sage: Weil Jahwe nicht imstande war, sie in das Land zu bringen, wovon er zu ihnen geredet hatte, und weil er sie hasste, hat er sie herausgeführt, um sie in der Wüste sterben zu lassen.</verse>
        <verse osisID="Deut.9.29">Sie sind ja dein Volk und dein Erbteil, das du herausgeführt hast mit deiner grossen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arme.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.10">
        <verse osisID="Deut.10.1">In selbiger Zeit sprach Jahwe zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln aus, wie die ersten, und steige zu mir herauf auf den Berg; und mache dir eine Lade von Holz;</verse>
        <verse osisID="Deut.10.2">und ich werde auf die Tafeln die Worte schreiben, welche auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast; und du sollst sie in die Lade legen.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.3">Und ich machte eine Lade von Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln aus, wie die ersten; und ich stieg auf den Berg, und die zwei Tafeln waren in meiner Hand.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.4">Und er schrieb auf die Tafeln wie die erste Schrift, die zehn Worte, welche Jahwe auf dem Berge zu euch geredet hatte, mitten aus dem Feuer am Tage der Versammlung; und Jahwe gab sie mir.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.5">Und ich wandte mich und stieg von dem Berge herab. Und ich legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte; und sie sind daselbst, wie Jahwe mir geboten hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.6">Und die Kinder Israel brachen auf von Beeroth-Bne-Jaakan nach Mosera. Daselbst starb Aaron, und er wurde daselbst begraben; und Eleasar, sein Sohn, übte den Priesterdienst aus an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.7">Von dannen brachen sie auf nach Gudgoda, und von Gudgoda nach Jotbatha, einem Lande von Wasserbächen.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.8">In selbiger Zeit sonderte Jahwe den Stamm Levi aus, um die Lade des Bundes Jahwes zu tragen, vor Jahwe zu stehen, um ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen, bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.9">Darum ward dem Levi kein Teil noch Erbe mit seinen Brüdern; Jahwe ist sein Erbteil, so wie Jahwe, dein Gott, zu ihm geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.10">Ich aber blieb auf dem Berge, wie die vorigen Tage, vierzig Tage und vierzig Nächte, und Jahwe erhörte mich auch dieses Mal; Jahwe wollte dich nicht verderben.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.11">Und Jahwe sprach zu mir: Mache dich auf, gehe hin, um vor dem Volke herzuziehen, damit sie hineinkommen und das Land in Besitz nehmen, das ich ihren Vätern geschworen habe, ihnen zu geben.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.12">Und nun, Israel, was fordert Jahwe, dein Gott, von dir, als nur, Jahwe, deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihn zu lieben, und Jahwe, deinem Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele,</verse>
        <verse osisID="Deut.10.13">indem du die Gebote Jahwes und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, beobachtest, dir zum Guten?</verse>
        <verse osisID="Deut.10.14">Siehe, Jahwes, deines Gottes, sind die Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.15">Jedoch <note>{O. nur}</note> deinen Vätern hat Jahwe sich zugeneigt, sie zu lieben; und er hat euch, ihren Samen nach ihnen, aus allen Völkern erwählt, wie es an diesem Tage ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.16">So beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und verhärtet euren Nacken nicht mehr!</verse>
        <verse osisID="Deut.10.17">Denn Jahwe, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der grosse, mächtige und furchtbare Gott <note>{El}</note>, der keine Person ansieht und kein Geschenk annimmt;</verse>
        <verse osisID="Deut.10.18">der Recht schafft der Waise und der Witwe, und den Fremdling liebt, so dass er ihm Brot und Kleider gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.19">Und ihr sollt den Fremdling lieben; denn ihr seid Fremdlinge gewesen im Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.20">Jahwe, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen und ihm anhangen, und bei seinem Namen sollst du schwören.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.21">Er ist dein Ruhm, und er dein Gott, der jene grossen und furchtbaren Dinge an dir getan hat, die deine Augen gesehen haben.</verse>
        <verse osisID="Deut.10.22">Zu siebzig Seelen zogen deine Väter nach Ägypten hinab; und nun hat Jahwe, dein Gott, dich gemacht wie die Sterne des Himmels an Menge.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.11">
        <verse osisID="Deut.11.1">So sollst du denn Jahwe, deinen Gott, lieben und seine Vorschriften <note>{S. die Anm. zu 3. Mose 8,35}</note> beobachten und seine Satzungen und seine Rechte und seine Gebote alle Tage.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.2">Und erkennet <note>{O. ihr erkennet}</note> heute - denn nicht mit euren Kindern rede ich, die es nicht wissen und die es nicht gesehen haben - die Zucht Jahwes, eures Gottes, seine Grösse, seine starke Hand und seinen ausgestreckten Arm,</verse>
        <verse osisID="Deut.11.3">und seine Zeichen und seine Taten, die er in Ägypten getan hat, an dem Pharao, dem Könige von Ägypten, und an seinem ganzen Lande;</verse>
        <verse osisID="Deut.11.4">und was er getan hat an der Heeresmacht Ägyptens, an seinen Rossen und seinen Wagen, über welche er die Wasser des Schilfmeeres hinströmen liess, als sie euch nachjagten; und Jahwe hat sie vernichtet bis auf diesen Tag;</verse>
        <verse osisID="Deut.11.5">und was er euch in der Wüste getan hat, bis ihr an diesen Ort kamet;</verse>
        <verse osisID="Deut.11.6">und was er an Dathan und Abiram getan hat, den Söhnen Eliabs, des Sohnes Rubens: Wie die Erde ihren Mund auftat und sie inmitten von ganz Israel verschlang samt ihren Familien <note>{Eig. ihren Häusern}</note> und ihren Zelten und allem Bestehenden, das in ihrem Gefolge war.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.7">Denn eure Augen haben all das grosse Werk Jahwes gesehen, das er getan hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.8">Und so beobachtet das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, damit ihr stark seiet und hineinkommet und das Land besitzet, wohin ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen;</verse>
        <verse osisID="Deut.11.9">und damit ihr eure Tage verlängert in dem Lande, das Jahwe euren Vätern geschworen hat, ihnen und ihrem Samen zu geben, ein Land, das von Milch und Honig fliesst.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.10">Denn das Land, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, von wo ihr ausgezogen seid, wo du deine Saat sätest und mit deinem Fusse <note>{d.h. durch treten eines Schöpfrades}</note> wässertest, wie einen Krautgarten;</verse>
        <verse osisID="Deut.11.11">sondern das Land, wohin ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern; vom Regen des Himmels trinkt es Wasser;</verse>
        <verse osisID="Deut.11.12">ein Land, auf welches Jahwe, dein Gott, acht hat: Beständig sind die Augen Jahwes, deines Gottes, darauf gerichtet, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.13">Und es wird geschehen wenn ihr fleissig auf meine Gebote höret, die ich euch heute gebiete, Jahwe, euren Gott, zu lieben und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele,</verse>
        <verse osisID="Deut.11.14">so werde ich den Regen eures Landes geben zu seiner Zeit, den Frühregen und den Spätregen, damit du dein Getreide und deinen Most und dein Öl einsammelst;</verse>
        <verse osisID="Deut.11.15">und ich werde deinem Vieh Kraut geben auf deinem Felde, und du wirst essen und satt werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.16">Hütet euch, dass euer Herz nicht verführt werde, und ihr abweichet und anderen Göttern dienet und euch vor ihnen niederbeuget,</verse>
        <verse osisID="Deut.11.17">und der Zorn Jahwes wider euch entbrenne, und er den Himmel verschliesse, dass kein Regen sei, und der Erdboden seinen Ertrag nicht gebe, und ihr bald aus dem guten Lande vertilgt werdet, das Jahwe euch gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.18">Und ihr sollt diese meine Worte auf euer Herz und auf eure Seele legen, und sie zum Zeichen auf eure Hand binden, und sie sollen zu Stirnbändern zwischen euren Augen sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.19">Und lehret sie eure Kinder, indem ihr davon redet, wenn du in deinem Hause sitzest, und wenn du auf dem Wege gehst, und wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst;</verse>
        <verse osisID="Deut.11.20">und schreibe sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore,</verse>
        <verse osisID="Deut.11.21">auf dass eure Tage und die Tage eurer Kinder sich mehren in dem Lande, welches Jahwe euren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels über der Erde.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.22">Denn wenn ihr dieses ganze Gebot, das ich euch <note>{E. l. euch heute}</note> zu tun gebiete, fleissig beobachtet, Jahwe, euren Gott, zu lieben, auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihm anzuhangen,</verse>
        <verse osisID="Deut.11.23">so wird Jahwe alle diese Nationen vor euch austreiben; und ihr werdet Nationen in Besitz nehmen, grösser und stärker als ihr.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.24">Jeder Ort, auf welchen eure Fusssohle treten wird, wird euer sein: von der Wüste und dem Libanon und vom Strome, dem Strome Phrat, bis an das hintere <note>{d.h. westliche}</note> Meer wird eure Grenze sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.25">Niemand wird vor euch bestehen; euren Schrecken und eure Furcht wird Jahwe, euer Gott, auf das ganze Land legen, auf welches ihr treten werdet, so wie er zu euch geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.26">Siehe, ich lege euch heute Segen und Fluch vor:</verse>
        <verse osisID="Deut.11.27">den Segen, wenn ihr den Geboten Jahwes, eures Gottes, gehorchet, die ich euch heute gebiete;</verse>
        <verse osisID="Deut.11.28">und den Fluch, wenn ihr den Geboten Jahwes, eures Gottes, nicht gehorchet und von dem Wege abweichet, den ich euch heute gebiete, um anderen Göttern nachzugehen, die ihr nicht kennet.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.29">Und es soll geschehen, wenn Jahwe, dein Gott, dich in das Land bringt, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, so sollst du den Segen erteilen auf <note>{O. an. Vergl. Kap. 27,12 usw.; Jos. 8,33}</note> dem Berge Gerisim und den Fluch auf <note>{O. an. Vergl. Kap. 27,12 usw.; Jos. 8. 33}</note> dem Berge Ebal.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.30">Sind sie nicht jenseit des Jordan, hinter dem Wege gegen Sonnenuntergang im Lande der Kanaaniter <note>{O. der durch das Land der Kanaaniter führt}</note>, die in der Ebene wohnen, Gilgal gegenüber, bei den Terebinthen Mores?</verse>
        <verse osisID="Deut.11.31">Denn ihr gehet über den Jordan, um hineinzukommen, das Land in Besitz zu nehmen, das Jahwe, euer Gott, euch gibt; und ihr werdet es in Besitz nehmen und darin wohnen.</verse>
        <verse osisID="Deut.11.32">Und so achtet darauf, alle die Satzungen und die Rechte zu tun, die ich euch heute vorlege.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.12">
        <verse osisID="Deut.12.1">Dies sind die Satzungen und die Rechte, welche ihr beobachten sollt, sie zu tun in dem Lande, das Jahwe, der Gott deiner Väter, dir gegeben hat, es zu besitzen alle die Tage, die ihr auf dem Erdboden lebet:</verse>
        <verse osisID="Deut.12.2">Ihr sollt alle die Orte gänzlich zerstören, wo die Nationen, die ihr austreiben werdet, ihren Göttern gedient haben: auf den hohen Bergen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baume;</verse>
        <verse osisID="Deut.12.3">und ihr sollt ihre Altäre niederreissen und ihre Bildsäulen zerbrechen und ihre Ascherim mit Feuer verbrennen und die geschnitzten Bilder ihrer Götter umhauen; und ihr sollt ihre Namen aus selbigem Orte vertilgen.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.4">Jahwe, eurem Gott, sollt ihr nicht also tun;</verse>
        <verse osisID="Deut.12.5">sondern den Ort sollt ihr aufsuchen, welchen Jahwe, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwählen wird, um seinen Namen dahin zu setzen, dass er dort wohne, und dahin sollst du kommen.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.6">Und ihr sollt dahin bringen eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, und eure Zehnten, und das Hebopfer eurer Hand, und eure Gelübde und eure freiwilligen Gaben, und die Erstgeborenen eures Rind- und eures Kleinviehes;</verse>
        <verse osisID="Deut.12.7">und daselbst sollt ihr vor Jahwe, eurem Gott, essen und euch erfreuen, ihr und eure Häuser, an allem Geschäft eurer Hand, worin Jahwe, dein Gott, dich gesegnet hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.8">Ihr sollt nicht tun nach allem, was wir heute hier tun, ein jeder, was irgend recht ist in seinen Augen;</verse>
        <verse osisID="Deut.12.9">denn ihr seid bis jetzt noch nicht zu der Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das Jahwe, dein Gott, dir gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.10">Seid ihr aber über den Jordan gezogen und wohnet ihr in dem Lande, das Jahwe, euer Gott, euch erben lässt, und er schafft euch Ruhe vor allen euren Feinden ringsum, und ihr wohnet sicher,</verse>
        <verse osisID="Deut.12.11">so soll es geschehen: der Ort, welchen Jahwe, euer Gott, erwählen wird, seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, dahin sollt ihr alles bringen, was ich euch gebiete: eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer eurer Hand, und alle Auswahl eurer Gelübde, die ihr Jahwe geloben werdet.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.12">Und ihr sollt euch freuen vor Jahwe, eurem Gott, ihr und eure Söhne und eure Töchter und eure Knechte und eure Mägde, und der Levit, der in euren Toren ist, denn er hat kein Teil noch Erbe mit euch.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.13">Hüte dich, dass du nicht deine Brandopfer an jedem Orte opferst, den du siehst!</verse>
        <verse osisID="Deut.12.14">sondern an dem Orte, welchen Jahwe in einem deiner Stämme erwählen wird, daselbst sollst du deine Brandopfer opfern und daselbst alles tun, was ich dir gebiete.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.15">Doch magst du nach allem Begehr deiner Seele schlachten und Fleisch essen in allen deinen Toren, nach dem Segen Jahwes, deines Gottes, den er dir gegeben hat: Der Unreine und der Reine mögen es essen, wie die Gazelle und wie den Hirsch <note>{d.h. Tiere, die, obwohl rein, nicht geopfert werden konnten, und die jedermann essen durfte. (Vergl. 3. Mose 7,19)}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.16">Nur das Blut sollt ihr nicht essen, ihr sollt es auf die Erde giessen wie Wasser. -</verse>
        <verse osisID="Deut.12.17">Du darfst in deinen Toren nicht essen den Zehnten deines Getreides und deines Mostes und deines Öles, noch die Erstgeborenen deines Rind- und deines Kleinviehes, noch alle deine Gelübde, die du tust, noch deine freiwilligen Gaben, noch das Hebopfer deiner Hand;</verse>
        <verse osisID="Deut.12.18">sondern vor Jahwe, deinem Gott, an dem Orte, welchen Jahwe, dein Gott, erwählen wird, sollst du es essen, du und dein Sohn und deine Tochter, und dein Knecht und deine Magd, und der Levit, der in deinen Toren ist; und du sollst dich vor Jahwe, deinem Gott, erfreuen an allem Geschäft deiner Hand.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.19">Hüte dich, dass du den Leviten nicht verlässest, alle deine Tage in deinem Lande.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.20">Wenn Jahwe, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, so wie er zu dir geredet hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen, weil deine Seele Fleisch zu essen begehrt, so magst du Fleisch essen nach allem Begehr deiner Seele.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.21">Wenn der Ort, den Jahwe, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dahin zu setzen, fern von dir ist, so magst du schlachten von deinem Rind- und von deinem Kleinvieh, das Jahwe dir gegeben hat, so wie ich dir geboten habe, und in deinen Toren essen nach allem Begehr deiner Seele;</verse>
        <verse osisID="Deut.12.22">gerade so wie die Gazelle und der Hirsch gegessen werden, also magst du es essen: Der Unreine und der Reine mögen es gleicherweise essen.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.23">Nur halte daran fest, kein Blut zu essen, denn das Blut ist die Seele <note>{O. das Leben; vergl. 3. Mose 17,11 usw.}</note>; und du sollst nicht die Seele mit dem Fleische essen;</verse>
        <verse osisID="Deut.12.24">du sollst es nicht essen, du sollst es auf die Erde giessen wie Wasser;</verse>
        <verse osisID="Deut.12.25">du sollst es nicht essen, auf dass es dir und deinen Kindern nach dir wohlgehe, weil du tust, was recht ist in den Augen Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.26">Jedoch deine heiligen Dinge, die du haben wirst, und deine Gelübde sollst du nehmen und an den Ort kommen, den Jahwe erwählen wird;</verse>
        <verse osisID="Deut.12.27">und deine Brandopfer, das Fleisch und das Blut, sollst du auf dem Altar Jahwes, deines Gottes, opfern; und das Blut deiner Schlachtopfer soll an <note>{O. auf}</note> den Altar Jahwes, deines Gottes, gegossen werden, und das Fleisch magst du essen.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.28">Habe acht und höre auf alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf dass es dir und deinen Kindern nach dir wohlgehe ewiglich, weil du tust, was gut und recht ist in den Augen Jahwes, deines Gottes.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.29">Wenn Jahwe, dein Gott, die Nationen vor dir ausrottet, zu welchen du kommst, um sie auszutreiben, und du treibst sie aus und wohnst in ihrem Lande,</verse>
        <verse osisID="Deut.12.30">so hüte dich, dass du nicht verstrickt werdest ihnen nach, nachdem sie vor dir vertilgt sind, und dass du nicht fragest nach ihren Göttern und sprechest: Wie dienten diese Nationen ihren Göttern? so will auch ich ebenso tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.12.31">Jahwe, deinem Gott, sollst du nicht also tun; denn alles, was für Jahwe ein Greuel ist, den er hasst, haben sie ihren Göttern getan; denn sogar ihre Söhne und ihre Töchter haben sie ihren Göttern mit Feuer verbrannt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.13">
        <verse osisID="Deut.13.1">Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr beobachten, es zu tun; du sollst nichts hinzufügen und nichts davontun.</verse>
        <verse osisID="Deut.13.2">Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht, oder einer, der Träume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder;</verse>
        <verse osisID="Deut.13.3">und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von welchem er zu dir geredet hat, indem er sprach: Lass uns anderen Göttern nachgehen (die du nicht gekannt hast) und ihnen dienen! -</verse>
        <verse osisID="Deut.13.4">so sollst du nicht hören auf die Worte dieses Propheten oder auf den, der die Träume hat; denn Jahwe, euer Gott, versucht euch, um zu erkennen, ob ihr Jahwe, euren Gott, liebet mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele.</verse>
        <verse osisID="Deut.13.5">Jahwe, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen und ihn fürchten; und ihr sollt seine Gebote beobachten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.</verse>
        <verse osisID="Deut.13.6">Und jener Prophet oder jener, der die Träume hat, soll getötet werden; denn er hat Abfall geredet wider Jahwe, euren Gott, der euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt und dich erlöst hat aus dem Hause der Knechtschaft, - um dich abzuleiten von dem Wege, auf welchem zu wandeln Jahwe, dein Gott, dir geboten hat. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.</verse>
        <verse osisID="Deut.13.7">Wenn dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein Sohn, oder deine Tochter, oder das Weib deines Busens, oder dein Freund, der dir wie deine Seele ist, dich heimlich anreizt und spricht: Lass uns gehen und anderen Göttern dienen (die du nicht gekannt hast, du noch deine Väter,</verse>
        <verse osisID="Deut.13.8">von den Göttern der Völker, die rings um euch her sind, nahe bei dir oder fern von dir, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde),</verse>
        <verse osisID="Deut.13.9">so sollst du ihm nicht zu Willen sein und nicht auf ihn hören; und dein Auge soll seiner nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht erbarmen noch ihn verbergen;</verse>
        <verse osisID="Deut.13.10">sondern du sollst ihn gewisslich töten. Deine Hand soll zuerst an ihm sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes;</verse>
        <verse osisID="Deut.13.11">und du sollst ihn steinigen, dass er sterbe. Denn er hat gesucht, dich abzuleiten von Jahwe, deinem Gott, der dich herausgeführt hat aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft.</verse>
        <verse osisID="Deut.13.12">Und ganz Israel soll es hören und sich fürchten, damit man nicht mehr eine solche Übeltat in deiner Mitte begehe.</verse>
        <verse osisID="Deut.13.13">Wenn du von einer deiner Städte, die Jahwe, dein Gott, dir gibt, um daselbst zu wohnen, sagen hörst:</verse>
        <verse osisID="Deut.13.14">Es sind Männer, Söhne Belials <note>{d.h. ruchlose Männer}</note>, aus deiner Mitte ausgegangen und haben die Bewohner ihrer Stadt verleitet und gesprochen: Lasst uns gehen und anderen Göttern dienen (die ihr nicht gekannt habt),</verse>
        <verse osisID="Deut.13.15">so sollst du genau untersuchen und nachforschen und fragen; und siehe, ist es Wahrheit, steht die Sache fest, ist dieser Greuel in deiner Mitte verübt worden,</verse>
        <verse osisID="Deut.13.16">so sollst du die Bewohner jener Stadt gewisslich schlagen mit der Schärfe des Schwertes; du sollst sie verbannen und alles, was in ihr ist, und ihr Vieh, mit der Schärfe des Schwertes.</verse>
        <verse osisID="Deut.13.17">Und alle ihre Beute sollst du mitten auf ihren Platz zusammentragen und die Stadt und alle ihre Beute Jahwe, deinem Gott, gänzlich mit Feuer verbrennen; und sie soll ein Schutthaufen sein ewiglich, sie soll nicht wieder aufgebaut werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.13.18">Und nicht soll irgend etwas von dem Verbannten an deiner Hand haften, auf dass Jahwe sich von der Glut seines Zornes wende und dir Erbarmung gebe und sich deiner erbarme und dich mehre, so wie er deinen Vätern geschworen hat,</verse>
        <verse osisID="Deut.13.19">wenn du der Stimme Jahwes, deines Gottes, gehorchst, alle seine Gebote zu beobachten, die ich dir heute gebiete, dass du tust, was recht ist in den Augen Jahwes, deines Gottes.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.14">
        <verse osisID="Deut.14.1">Ihr seid Kinder Jahwes, eures Gottes; ihr sollt euch nicht wegen eines Toten Einschnitte machen <note>{Eig. euch nicht ritzen}</note> und euch nicht kahl scheren zwischen euren Augen.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.2">Denn ein heiliges Volk bist du Jahwe, deinem Gott; und dich hat Jahwe erwählt, ihm ein Eigentumsvolk zu sein, aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.3">Du sollst keinen Greuel essen.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.4">Dies sind die Tiere, die ihr essen sollt:</verse>
        <verse osisID="Deut.14.5">Rind, Schaf und Ziege, Hirsch und Gazelle und Damhirsch und Steinbock und Antilope und Bergziege und Wildschaf.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.6">Und jedes Tier, das gespaltene Hufe hat, und zwar ganz durchgespaltene Hufe, und das wiederkäut unter den Tieren, das sollt ihr essen.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.7">Nur diese sollt ihr nicht essen von den wiederkäuenden und von denen, die mit gespaltenen Hufen versehen sind: das Kamel und den Hasen und den Klippendachs; denn sie wiederkäuen, aber sie haben keine gespaltene Hufe: unrein sollen sie euch sein;</verse>
        <verse osisID="Deut.14.8">und das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, aber es wiederkäut nicht: unrein soll es euch sein. Von ihrem Fleische sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrühren.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.9">Dieses sollt ihr essen von allem, was in den Wassern ist: alles, was Flossfedern und Schuppen hat, sollt ihr essen;</verse>
        <verse osisID="Deut.14.10">aber alles, was keine Flossfedern und Schuppen hat, sollt ihr nicht essen: unrein soll es euch sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.11">Alle reinen Vögel sollt ihr essen.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.12">Aber diese sind es, die ihr von ihnen nicht essen sollt: der Adler und der Beinbrecher und der Seeadler,</verse>
        <verse osisID="Deut.14.13">und der Falke und die Weihe, und der Geier nach seiner Art,</verse>
        <verse osisID="Deut.14.14">und alle Raben nach ihrer Art,</verse>
        <verse osisID="Deut.14.15">und die Strausshenne und der Strausshahn und die Seemöve, und der Habicht nach seiner Art,</verse>
        <verse osisID="Deut.14.16">die Eule und die Rohrdommel und das Purpurhuhn,</verse>
        <verse osisID="Deut.14.17">und der Pelikan und der Aasgeier und der Sturzpelikan,</verse>
        <verse osisID="Deut.14.18">und der Storch, und der Fischreiher nach seiner Art, und der Wiedehopf und die Fledermaus.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.19">Und alles geflügelte Gewürm <note>{Eig. Gewimmel}</note> soll euch unrein sein; es soll nicht gegessen werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.20">Alles reine Gevögel sollt ihr essen.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.21">Ihr sollt kein Aas essen; dem Fremdling, der in deinen Toren ist, magst du es geben, dass er es esse, oder verkaufe es einem Fremden; denn ein heiliges Volk bist du Jahwe, deinem Gott. - Du sollst ein Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.22">Du sollst treulich verzehnten allen Ertrag deiner Saat, die <note>{O. was}</note> aus dem Felde erwächst, Jahr für Jahr.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.23">Und du sollst essen vor Jahwe, deinem Gott, an dem Orte, den er erwählen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, den Zehnten deines Getreides, deines Mostes und deines Öles, und die Erstgeborenen deines Rind- und deines Kleinviehes, auf dass du Jahwe, deinen Gott, fürchten lernest alle Tage.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.24">Und wenn der Weg zu weit für dich ist, dass du es nicht hinbringen kannst, weil der Ort fern von dir ist, den Jahwe, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dahin zu setzen, wenn Jahwe, dein Gott, dich segnet:</verse>
        <verse osisID="Deut.14.25">so sollst du es um Geld geben; und binde das Geld in deine Hand zusammen, und gehe an den Ort, den Jahwe, dein Gott, erwählen wird.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.26">Und gib das Geld für alles, was deine Seele begehrt, für Rinder und für Kleinvieh und für Wein und für starkes Getränk, und für alles, was deine Seele wünscht; und iss daselbst vor Jahwe, deinem Gott, und freue dich, du und dein Haus.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.27">Und den Leviten, der in deinen Toren ist, den sollst du nicht verlassen; denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir.</verse>
        <verse osisID="Deut.14.28">Am Ende von drei Jahren sollst du allen Zehnten deines Ertrages in jenem Jahre aussondern und ihn in deinen Toren niederlegen;</verse>
        <verse osisID="Deut.14.29">und der Levit - denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir - und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren sind, sollen kommen und essen und sich sättigen; auf dass Jahwe, dein Gott, dich segne in allem Werke deiner Hand, das du tust.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.15">
        <verse osisID="Deut.15.1">Am Ende von sieben Jahren sollst du einen Erlass halten. Und dies ist die Sache mit dem Erlasse:</verse>
        <verse osisID="Deut.15.2">Jeder Schuldherr soll erlassen das Darlehn seiner Hand, das er seinem Nächsten geliehen hat; er soll seinen Nächsten und seinen Bruder nicht drängen; denn man hat einen Erlass dem Jahwe ausgerufen.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.3">Den Fremden magst du drängen; was du aber bei deinem Bruder hast, soll deine Hand erlassen;</verse>
        <verse osisID="Deut.15.4">es sei denn, dass kein Armer unter dir ist. Denn <note>{O. erlassen. Jedoch wird kein Armer unter dir sein; denn usw.}</note> Jahwe wird dich reichlich segnen in dem Lande, welches Jahwe, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es zu besitzen,</verse>
        <verse osisID="Deut.15.5">wenn du nur der Stimme Jahwes, deines Gottes, fleissig gehorchst, darauf zu achten, dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir heute gebiete.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.6">Denn Jahwe, dein Gott, wird dich segnen <note>{Eig. hat dich gesegnet}</note>, wie er zu dir geredet hat; und du wirst vielen Nationen auf Pfand leihen, du aber wirst nichts auf Pfand entlehnen; und du wirst über viele Nationen herrschen, über dich aber werden sie nicht herrschen.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.7">Wenn ein Armer unter dir sein wird, irgend einer deiner Brüder, in einem deiner Tore in deinem Lande, das Jahwe, dein Gott, dir gibt, so sollst du dein Herz nicht verhärten und deine Hand vor deinem Bruder, dem Armen, nicht verschliessen;</verse>
        <verse osisID="Deut.15.8">sondern du sollst ihm deine Hand weit auftun und ihm willig auf Pfand leihen, was hinreicht für den Mangel, den er hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.9">Hüte dich, dass nicht in deinem Herzen ein Belialswort sei, dass du sprechest: Es naht das siebte Jahr, das Erlassjahr! und dass dein Auge böse sei gegen deinen Bruder, den Armen, und du ihm nichts gebest, und er über dich <note>{O. wider dich}</note> zu Jahwe schreie, und Sünde an dir sei!</verse>
        <verse osisID="Deut.15.10">Willig sollst du ihm geben, und dein Herz soll nicht ärgerlich sein, wenn du ihm gibst; denn um dieser Sache willen wird Jahwe, dein Gott, dich segnen in all deinem Werke und in allem Geschäft deiner Hand.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.11">Denn der Arme wird nicht aufhören inmitten des Landes; darum gebiete ich dir und spreche: Du sollst deinem Bruder, deinem Dürftigen und deinem Armen in deinem Lande, deine Hand weit auftun.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.12">Wenn dein Bruder, ein Hebräer oder eine Hebräerin, sich dir verkauft <note>{O. dir verkauft wird; vergl. 2. Mose 21,2 usw.; 3. Mose 25,39}</note>, so soll er dir sechs Jahre dienen; und im siebten Jahre sollst du ihn frei von dir entlassen.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.13">Und wenn du ihn frei von dir entlässest, so sollst du ihn nicht leer entlassen:</verse>
        <verse osisID="Deut.15.14">du sollst ihm reichlich aufladen von deinem Kleinvieh und von deiner Tenne und von deiner Kelter; von dem, womit Jahwe, dein Gott, dich gesegnet hat, sollst du ihm geben.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.15">Und du sollst gedenken, dass du ein Knecht gewesen bist im Lande Ägypten, und dass Jahwe, dein Gott, dich erlöst hat; darum gebiete ich dir heute diese Sache.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.16">Und es soll geschehen, wenn er zu dir spricht: Ich will nicht von dir weggehen, weil er dich und dein Haus liebt, weil ihm wohl bei dir ist -</verse>
        <verse osisID="Deut.15.17">so sollst du eine Pfrieme nehmen und sie durch sein Ohr in die Tür stechen, und er wird dein Knecht sein für immer; und auch deiner Magd sollst du also tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.18">Es soll nicht schwer sein in deinen Augen, wenn du ihn frei von dir entlässest; denn was an Wert das Doppelte des Lohnes eines Tagelöhners ausmacht, hat er dir sechs Jahre lang gedient; und Jahwe, dein Gott, wird dich segnen in allem, was du tust.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.19">Alles männliche Erstgeborene, das unter deinen Rindern unter deinem Kleinvieh geboren wird, sollst du Jahwe, deinem Gott, heiligen. Du sollst mit dem Erstgeborenen deines Rindes nicht arbeiten, und du sollst das Erstgeborene deines Kleinviehes nicht scheren:</verse>
        <verse osisID="Deut.15.20">vor Jahwe, deinem Gott, sollst du es essen, Jahr für Jahr, du und dein Haus, an dem Orte, den Jahwe erwählen wird.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.21">Wenn aber ein Gebrechen an ihm ist, dass es lahm oder blind ist, irgend ein schlimmes Gebrechen, so sollst du es Jahwe, deinem Gott, nicht opfern.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.22">In deinen Toren magst du es essen, der Unreine und der Reine gleicherweise, wie die Gazelle und wie den Hirsch.</verse>
        <verse osisID="Deut.15.23">Nur sein Blut sollst du nicht essen; du sollst es auf die Erde giessen wie Wasser.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.16">
        <verse osisID="Deut.16.1">Beobachte den Monat Abib und feiere das Passah Jahwe, deinem Gott; denn im Monat Abib hat Jahwe, dein Gott, dich des Nachts aus Ägypten herausgeführt.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.2">Und du sollst Jahwe, deinem Gott, das Passah schlachten, Klein- und Rindvieh, an dem Orte, den Jahwe erwählen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.3">Du sollst kein Gesäuertes dazu essen; sieben Tage sollst du Ungesäuertes dazu essen, Brot des Elendes, - denn in Eile bist du aus dem Lande Ägypten herausgezogen - auf dass du gedenkest des Tages deines Auszugs aus dem Lande Ägypten alle Tage deines Lebens.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.4">Und sieben Tage soll kein Sauerteig bei dir gesehen werden in deinem ganzen Gebiet; und von dem Fleische, das du am Abend schlachtest, am ersten Tage, soll nichts über Nacht bleiben bis an den Morgen. -</verse>
        <verse osisID="Deut.16.5">Du kannst das Passah nicht in einem deiner Tore schlachten, die Jahwe, dein Gott, dir gibt;</verse>
        <verse osisID="Deut.16.6">sondern an dem Orte, den Jahwe, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, dort sollst du das Passah schlachten, am Abend, beim Untergang der Sonne, zur Zeit deines Auszuges aus Ägypten;</verse>
        <verse osisID="Deut.16.7">und du sollst es braten und essen an dem Orte, den Jahwe, dein Gott, erwählen wird. Und am Morgen sollst du dich wenden und nach deinen Zelten gehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.8">Sechs Tage sollst du Ungesäuertes essen; und am siebten Tage ist eine Festversammlung Jahwe, deinem Gott; du sollst kein Werk tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.9">Sieben Wochen sollst du dir zählen; von da an, wo man beginnt, die Sichel an die Saat zu legen, sollst du anfangen, sieben Wochen zu zählen.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.10">Und du sollst das Fest der Wochen Jahwe, deinem Gott, feiern, je nach der freiwilligen Gabe deiner Hand, die du geben magst, so wie Jahwe, dein Gott, dich segnen wird;</verse>
        <verse osisID="Deut.16.11">und du sollst dich vor Jahwe, deinem Gott, freuen, du und dein Sohn und deine Tochter, und dein Knecht und deine Magd, und der Levit, der in deinen Toren ist, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte sind, an dem Orte, den Jahwe, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.12">Und du sollst gedenken, dass du ein Knecht in Ägypten gewesen bist, und sollst diese Satzungen beobachten und tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.13">Das Fest der Laubhütten <note>{W. Hütten}</note> sollst du dir sieben Tage feiern, wenn du den Ertrag von deiner Tenne und von deiner Kelter einsammelst;</verse>
        <verse osisID="Deut.16.14">und du sollst dich an deinem Feste freuen, du und dein Sohn und deine Tochter, und dein Knecht und deine Magd, und der Levit und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren sind.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.15">Sieben Tage sollst du Jahwe, deinem Gott, das Fest feiern an dem Orte, den Jahwe erwählen wird; denn Jahwe, dein Gott, wird dich segnen in all deinem Ertrag und in allem Werke deiner Hände, und du sollst nur fröhlich sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.16">Dreimal im Jahre sollen alle deine Männlichen vor Jahwe, deinem Gott, erscheinen an dem Orte, den er erwählen wird: Am Feste der ungesäuerten Brote und am Feste der Wochen und am Feste der Laubhütten; und man soll nicht leer vor Jahwe erscheinen:</verse>
        <verse osisID="Deut.16.17">Ein jeder nach dem, was seine Hand geben kann <note>{Eig. nach der Gabe seiner Hand}</note>, nach dem Segen Jahwes, deines Gottes, den er dir gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.18">Richter und Vorsteher sollst du dir einsetzen, nach deinen Stämmen, in allen deinen Toren, die Jahwe, dein Gott, dir gibt, damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.19">Du sollst das Recht nicht beugen, du sollst die Person nicht ansehen und kein Geschenk nehmen, denn das Geschenk blendet die Augen der Weisen und verkehrt die Worte der Gerechten.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.20">Der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit sollst du nachjagen, auf dass du lebest und das Land besitzest, welches Jahwe, dein Gott, dir gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.21">Du sollst dir keine Aschera <note>{S. die Vorrede}</note> pflanzen, irgend ein Holz neben dem Altar Jahwes, deines Gottes, den du dir machen wirst.</verse>
        <verse osisID="Deut.16.22">Und du sollst dir keine Bildsäule aufrichten, die Jahwe, dein Gott, hasst.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.17">
        <verse osisID="Deut.17.1">Du sollst Jahwe, deinem Gott, kein Rind- oder Kleinvieh opfern, an welchem ein Gebrechen ist, irgend etwas Schlimmes; denn es ist ein Greuel für Jahwe, deinen Gott.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.2">Wenn in deiner Mitte, in einem deiner Tore, die Jahwe, dein Gott, dir gibt, ein Mann oder ein Weib gefunden wird, welche das tun, was böse ist in den Augen Jahwes, deines Gottes, indem sie seinen Bund übertreten,</verse>
        <verse osisID="Deut.17.3">so dass sie hingehen und anderen Göttern dienen und sich vor ihnen oder vor der Sonne oder vor dem Monde oder vor dem ganzen Heere des Himmels niederbeugen, was ich nicht geboten habe,</verse>
        <verse osisID="Deut.17.4">und es wird dir berichtet, und du hörst es, so sollst du genau nachforschen; und siehe, ist es Wahrheit, steht die Sache fest, ist dieser Greuel in Israel verübt worden,</verse>
        <verse osisID="Deut.17.5">so sollst du jenen Mann oder jenes Weib, die diese böse Sache getan haben, zu deinen Toren hinausführen, den Mann oder das Weib, und sollst sie steinigen, dass sie sterben.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.6">Auf die Aussage zweier Zeugen oder dreier Zeugen soll getötet werden, wer sterben soll; er soll nicht auf die Aussage eines einzelnen Zeugen getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.7">Die Hand der Zeugen soll zuerst an ihm sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.8">Wenn dir eine Sache zwischen Blut und Blut, zwischen Rechtssache und Rechtssache, und zwischen Verletzung und Verletzung, zu schwierig ist zum Urteil, irgendwelche Streitsachen in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen und an den Ort hinaufziehen, den Jahwe, dein Gott, erwählen wird.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.9">Und du sollst zu den Priestern, den Leviten, kommen und zu dem Richter, der in jenen Tagen sein wird, und dich erkundigen; und sie werden dir den Rechtsspruch verkünden.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.10">Und du sollst dem Spruche gemäss tun, welchen sie dir verkünden werden von jenem Orte aus, den Jahwe erwählen wird, und sollst darauf achten, zu tun nach allem, was sie dich lehren werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.11">Dem Gesetze gemäss, das sie dich lehren, und nach dem Rechte, das sie dir sagen werden, sollst du tun; von dem Spruche, den sie dir verkünden werden, sollst du weder zur Rechten noch zur Linken abweichen.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.12">Der Mann aber, der mit Vermessenheit handeln würde, dass er auf den Priester, der dasteht, um den Dienst Jahwes, deines Gottes, daselbst zu verrichten, oder auf den Richter nicht hörte: selbiger Mann soll sterben. Und du sollst das Böse aus Israel hinwegschaffen.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.13">Und das ganze Volk soll es hören und sich fürchten, und nicht mehr vermessen sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.14">Wenn du in das Land kommst, das Jahwe, dein Gott, dir gibt, und es besitzest und darin wohnst und sagst: Ich will einen König über mich setzen, gleich allen Nationen, die rings um mich her sind:</verse>
        <verse osisID="Deut.17.15">so sollst du nur den König über dich setzen, den Jahwe, dein Gott, erwählen wird; aus der Mitte deiner Brüder sollst du einen König über dich setzen; du sollst nicht einen fremden Mann über dich setzen, der nicht dein Bruder ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.16">Nur soll er sich die Rosse nicht mehren und soll das Volk nicht nach Ägypten zurückführen, um sich die Rosse zu mehren; denn Jahwe hat euch gesagt: Ihr sollt fortan nicht wieder dieses Weges zurückkehren.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.17">Und er soll sich die Weiber nicht mehren, dass sein Herz nicht abwendig werde; und Silber und Gold soll er sich nicht sehr mehren.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.18">Und es soll geschehen, wenn er auf dem Throne seines Königtums <note>{O. Königreichs}</note> sitzt, so soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, aus dem, was vor den Priestern, den Leviten, liegt.</verse>
        <verse osisID="Deut.17.19">Und es soll bei ihm sein, und er soll alle Tage seines Lebens darin lesen, auf dass er Jahwe, seinen Gott, fürchten lerne, um zu beobachten alle Worte dieses Gesetzes und diese Satzungen, sie zu tun;</verse>
        <verse osisID="Deut.17.20">damit sein Herz sich nicht über seine Brüder erhebe und damit er von dem Gebote weder zur Rechten noch zur Linken abweiche, auf dass er die Tage in seinem Königtum verlängere, er und seine Söhne, in der Mitte Israels.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.18">
        <verse osisID="Deut.18.1">Die Priester, die Leviten, der ganze Stamm Levi, sollen kein Teil noch Erbe mit Israel haben; die Feueropfer Jahwes und sein Erbteil <note>{d.h. die Zehnten, Erstlinge usw.}</note> sollen sie essen.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.2">Aber er soll kein Erbteil haben inmitten seiner Brüder; Jahwe ist sein Erbteil, so wie er zu ihm geredet hat. -</verse>
        <verse osisID="Deut.18.3">Und dies soll das Recht der Priester sein von seiten des Volkes, von seiten derer, die ein Schlachtopfer opfern, es sei Rind- oder Kleinvieh: Man soll dem Priester die Schulter geben und die Kinnbacken und den rauhen Magen.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.4">Die Erstlinge deines Getreides, deines Mostes und deines Öles, und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe sollst du ihm geben;</verse>
        <verse osisID="Deut.18.5">denn ihn hat Jahwe, dein Gott, erwählt aus allen deinen Stämmen, damit er dastehe, um den Dienst im Namen Jahwes zu verrichten, er und seine Söhne, alle Tage. -</verse>
        <verse osisID="Deut.18.6">Und wenn der Levit kommen wird aus einem deiner Tore, aus ganz Israel, wo er sich aufhält, und er kommt nach aller Lust seiner Seele an den Ort, den Jahwe erwählen wird,</verse>
        <verse osisID="Deut.18.7">und verrichtet den Dienst im Namen Jahwes, seines Gottes, wie alle seine Brüder, die Leviten, die daselbst vor Jahwe stehen:</verse>
        <verse osisID="Deut.18.8">so sollen sie zu gleichen Teilen essen, ausser dem, was er von seinem väterlichen Eigentum verkauft hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.9">Wenn du in das Land kommst, das Jahwe, dein Gott, dir gibt, so sollst du nicht lernen, nach den Greueln dieser Nationen zu tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.10">Es soll keiner unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier,</verse>
        <verse osisID="Deut.18.11">oder Bannsprecher oder Totenbeschwörer oder Wahrsager oder der die Toten befragt.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.12">Denn ein Greuel für Jahwe ist ein jeder, der diese Dinge tut; und um dieser Greuel willen treibt Jahwe, dein Gott, sie vor dir aus.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.13">Du sollst vollkommen <note>{O. untadelig, lauter}</note> sein gegen Jahwe, deinen Gott.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.14">Denn diese Nationen, die du austreiben wirst, hören auf Zauberer und auf Wahrsager; du aber - nicht also hat Jahwe, dein Gott, dir gestattet.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.15">Einen Propheten aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, gleich mir, wird Jahwe, dein Gott, dir erwecken; auf ihn sollt ihr hören;</verse>
        <verse osisID="Deut.18.16">nach allem, was du von Jahwe, deinem Gott, am Horeb begehrt hast am Tage der Versammlung, indem du sprachest: Ich möchte nicht weiter die Stimme Jahwes, meines Gottes, hören, und dieses grosse Feuer möchte ich nicht mehr sehen, dass ich nicht sterbe!</verse>
        <verse osisID="Deut.18.17">Und Jahwe sprach zu mir: Gut ist, was sie geredet haben <note>{O. Sie haben wohl geredet}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.18">Einen Propheten, gleich dir, will ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.19">Und es wird geschehen, der Mann, der nicht hört auf meine Worte, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich es fordern. -</verse>
        <verse osisID="Deut.18.20">Doch der Prophet, der sich vermessen wird, in meinem Namen ein Wort zu reden, das ich ihm nicht geboten habe zu reden, oder der im Namen anderer Götter reden wird: Selbiger Prophet soll sterben.</verse>
        <verse osisID="Deut.18.21">Und wenn du in deinem Herzen sprichst: Wie sollen wir das Wort erkennen, das Jahwe nicht geredet hat?</verse>
        <verse osisID="Deut.18.22">Wenn der Prophet im Namen Jahwes redet, und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, welches Jahwe nicht geredet hat; mit Vermessenheit hat der Prophet es geredet; du sollst dich nicht vor ihm fürchten.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.19">
        <verse osisID="Deut.19.1">Wenn Jahwe, dein Gott, die Nationen ausrotten wird, deren Land Jahwe, dein Gott, dir gibt, und du sie austreibst und in ihren Städten und in ihren Häusern wohnst:</verse>
        <verse osisID="Deut.19.2">so sollst du dir drei Städte aussondern inmitten deines Landes, das Jahwe, dein Gott, dir gibt, es zu besitzen.</verse>
        <verse osisID="Deut.19.3">Du sollst dir den Weg dahin zurichten, und das Gebiet deines Landes, das Jahwe, dein Gott, dir als Erbteil geben wird, in drei Teile teilen; und das soll geschehen, damit jeder Totschläger dahin fliehe.</verse>
        <verse osisID="Deut.19.4">Und dies ist die Sache mit dem Totschläger, der dahin fliehen soll, damit er am Leben bleibe: Wer seinen Nächsten unabsichtlich <note>{W. ohne Wissen}</note> erschlägt, und er hasste ihn vordem nicht,</verse>
        <verse osisID="Deut.19.5">wie etwa wenn jemand <note>{O. er}</note> mit seinem Nächsten in den Wald geht, um Holz zu hauen, und seine Hand holt aus mit der Axt, um das Holz abzuhauen, und das Eisen fährt vom Stiele und trifft seinen Nächsten, dass er stirbt: der soll in eine dieser Städte fliehen, damit er am Leben bleibe;</verse>
        <verse osisID="Deut.19.6">auf dass nicht der Bluträcher, weil sein Herz entbrannt ist, dem Totschläger nachsetze und ihn erreiche, weil der Weg lang ist, und ihn totschlage, obwohl ihm kein Todesurteil gebührt, da er ihn vordem nicht hasste.</verse>
        <verse osisID="Deut.19.7">Darum gebiete ich dir und sage: drei Städte sollst du dir aussondern. -</verse>
        <verse osisID="Deut.19.8">Und wenn Jahwe, dein Gott, deine Grenzen erweitert, so wie er deinen Vätern geschworen hat, und dir das ganze Land gibt, welches er deinen Vätern zu geben verheissen <note>{W. geredet}</note> hat</verse>
        <verse osisID="Deut.19.9">(wenn du darauf achtest, dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir heute gebiete, indem du Jahwe, deinen Gott, liebst und auf seinen Wegen wandelst alle Tage), so sollst du dir zu diesen dreien noch drei Städte hinzufügen;</verse>
        <verse osisID="Deut.19.10">damit nicht unschuldiges Blut vergossen werde inmitten deines Landes, das Jahwe, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und Blutschuld auf dir sei. -</verse>
        <verse osisID="Deut.19.11">Wenn aber ein Mann seinen Nächsten hasst, und ihm auflauert und sich wider ihn erhebt und ihn totschlägt, so dass er stirbt, und er flieht in eine dieser Städte:</verse>
        <verse osisID="Deut.19.12">so sollen die Ältesten seiner Stadt hinsenden und ihn von dannen holen lassen und ihn in die Hand des Bluträchers liefern, dass er sterbe.</verse>
        <verse osisID="Deut.19.13">Dein Auge soll seiner nicht schonen; und du sollst das unschuldige Blut aus Israel hinwegschaffen, und es wird dir wohlgehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.19.14">Du sollst nicht die Grenze deines Nächsten verrücken, welche die Vorfahren in deinem Erbteil gesetzt haben, das du erben wirst in dem Lande, welches Jahwe, dein Gott, dir gibt, es zu besitzen.</verse>
        <verse osisID="Deut.19.15">Ein einzelner Zeuge soll nicht wider jemand auftreten wegen irgend einer Ungerechtigkeit und wegen irgend einer Sünde, bei irgend einer Sünde, die er <note>{O. man}</note> begeht; auf zweier Zeugen Aussage oder auf dreier Zeugen Aussage soll eine Sache bestätigt werden. -</verse>
        <verse osisID="Deut.19.16">Wenn ein ungerechter Zeuge wider jemand auftritt, um ein Vergehen <note>{Eig. eine Abweichung, (vom Gesetz)}</note> wider ihn zu bezeugen,</verse>
        <verse osisID="Deut.19.17">so sollen die beiden Männer, die den Hader haben, vor Jahwe treten, vor die Priester und die Richter, die in jenen Tagen sein werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.19.18">Und die Richter sollen wohl nachforschen; und siehe, ist der Zeuge ein falscher Zeuge, hat er Falsches wider seinen Bruder bezeugt,</verse>
        <verse osisID="Deut.19.19">so sollt ihr ihm tun, wie er seinem Bruder zu tun gedachte; und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.</verse>
        <verse osisID="Deut.19.20">Und die Übrigen sollen es hören und sich fürchten und fortan nicht mehr eine solche Übeltat in deiner Mitte begehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.19.21">Und dein Auge soll nicht schonen: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.20">
        <verse osisID="Deut.20.1">Wenn du wider deine Feinde zum Kriege ausziehst und siehst Ross und Wagen, ein Volk, zahlreicher als du, so sollst du dich nicht vor ihnen fürchten; denn Jahwe, dein Gott, ist mit dir, der dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.2">Und es soll geschehen, wenn ihr zum Streite heranrücket, so soll der Priester herzutreten und zu dem Volke reden</verse>
        <verse osisID="Deut.20.3">und zu ihnen sprechen: Höre, Israel! ihr rücket heute zum Streite heran wider eure Feinde; euer Herz verzage nicht, fürchtet euch nicht und ängstiget euch nicht und erschrecket nicht vor ihnen;</verse>
        <verse osisID="Deut.20.4">denn Jahwe, euer Gott, ist es, der mit euch zieht, um für euch zu streiten mit euren Feinden, um euch zu retten.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.5">Und die Vorsteher sollen zu dem Volke reden und sprechen: Wer ist der Mann, der ein neues Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht hat? er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann es einweihe.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.6">Und wer ist der Mann, der einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht benutzt <note>{W. entheiligt, d.h. durch Gebrauch im fünften Jahre. S. 3. Mose 19,23-25}</note> hat? er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann ihn benutze.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.7">Und wer ist der Mann, der sich ein Weib verlobt und es noch nicht genommen hat? er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann sie nehme.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.8">Und die Vorsteher sollen weiter zu dem Volke reden und sprechen: Wer ist der Mann, der sich fürchtet und verzagten Herzens ist? er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit nicht das Herz seiner Brüder verzagt werde wie sein Herz.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.9">Und es soll geschehen, wenn die Vorsteher aufgehört haben, zu dem Volke zu reden, so sollen sie Heeroberste an die Spitze des Volkes stellen.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.10">Wenn du dich einer Stadt näherst, wider sie zu streiten, so sollst du ihr Frieden anbieten.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.11">Und es soll geschehen, wenn sie dir Frieden erwidert und dir auftut, so soll alles Volk, das sich darin befindet, dir fronpflichtig sein und dir dienen.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.12">Und wenn sie nicht Frieden mit dir macht, sondern Krieg mit dir führt, so sollst du sie belagern;</verse>
        <verse osisID="Deut.20.13">und gibt Jahwe, dein Gott, sie in deine Hand, so schlage alle ihre Männlichen mit der Schärfe des Schwertes.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.14">Doch die Weiber und die Kinder, und das Vieh und alles, was in der Stadt sein wird, alle ihre Beute, sollst du für dich rauben; und du sollst die Beute deiner Feinde essen, die Jahwe, dein Gott, dir gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.15">Also sollst du allen Städten tun, die sehr fern von dir sind, die nicht sind von den Städten dieser Nationen hier.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.16">Jedoch von den Städten dieser Völker, die Jahwe, dein Gott, dir als Erbteil gibt, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat;</verse>
        <verse osisID="Deut.20.17">sondern du sollst sie gänzlich verbannen: die Hethiter und die Amoriter, die Kanaaniter und die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter, wie Jahwe, dein Gott, dir geboten hat;</verse>
        <verse osisID="Deut.20.18">auf dass sie euch nicht lehren, zu tun nach allen ihren Greueln, die sie ihren Göttern getan haben, und ihr nicht sündiget wider Jahwe, euren Gott.</verse>
        <verse osisID="Deut.20.19">Wenn du eine Stadt viele Tage belagern wirst, indem du Krieg wider sie führst, um sie einzunehmen, so sollst du ihre Bäume nicht verderben, indem du die Axt gegen sie schwingst (denn du kannst davon essen), und sollst sie nicht abhauen; denn ist der Baum des Feldes ein Mensch, dass er vor dir in Belagerung kommen sollte?</verse>
        <verse osisID="Deut.20.20">Nur die Bäume, von denen du weisst, dass sie keine Bäume sind, von denen man isst, die darfst du verderben und abhauen; und du magst Belagerungswerke davon bauen wider die Stadt, die Krieg mit dir führt, bis sie gefallen ist.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.21">
        <verse osisID="Deut.21.1">Wenn in dem Lande, das Jahwe, dein Gott, dir gibt, es zu besitzen, ein Erschlagener auf dem Felde liegend gefunden wird, ohne dass es bekannt ist, wer ihn erschlagen hat,</verse>
        <verse osisID="Deut.21.2">so sollen deine Ältesten und deine Richter hinausgehen und nach den Städten hin messen, die rings um den Erschlagenen sind.</verse>
        <verse osisID="Deut.21.3">Und es geschehe: Die Stadt, welche dem Erschlagenen am nächsten ist - die Ältesten jener Stadt sollen eine Färse nehmen, mit der noch nicht gearbeitet worden ist, die noch nicht am Joche gezogen hat;</verse>
        <verse osisID="Deut.21.4">und die Ältesten jener Stadt sollen die Färse zu einem immer fliessenden Bache <note>{Vergl. die Anm. zu 4. Mose 13,23}</note> hinabführen, in welchem nicht gearbeitet und nicht gesät wird, und sollen der Färse daselbst im Bache das Genick brechen.</verse>
        <verse osisID="Deut.21.5">Und die Priester, die Söhne Levis, sollen herzutreten; denn sie hat Jahwe, dein Gott, erwählt, ihm zu dienen und im Namen Jahwes zu segnen; und nach ihrem Ausspruch soll bei jedem Rechtsstreit und bei jeder Verletzung <note>{O. Beschädigung}</note> geschehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.21.6">Und alle Ältesten jener Stadt, die dem Erschlagenen am nächsten sind, sollen ihre Hände über der Färse waschen, welcher das Genick im Bache gebrochen worden ist,</verse>
        <verse osisID="Deut.21.7">und sollen anheben und sprechen: Unsere Hände haben dieses Blut nicht vergossen, und unsere Augen haben es nicht gesehen;</verse>
        <verse osisID="Deut.21.8">vergib, Jahwe, deinem Volke Israel, das du erlöst hast, und lege nicht unschuldiges Blut in deines Volkes Israel Mitte <note>{d. h. ihm zur Last}</note>. Und die Blutschuld wird ihnen vergeben werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.21.9">Und du, du sollst das unschuldige Blut aus deiner Mitte hinwegschaffen; denn du sollst tun, was recht ist in den Augen Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Deut.21.10">Wenn du wider deine Feinde zum Kriege ausziehst, und Jahwe, dein Gott, sie in deine Hand gibt, und du ihre Gefangenen wegführst,</verse>
        <verse osisID="Deut.21.11">und du siehst unter den Gefangenen ein Weib, schön von Gestalt, und hast Lust zu ihr und nimmst sie dir zum Weibe,</verse>
        <verse osisID="Deut.21.12">so sollst du sie in das Innere deines Hauses führen; und sie soll ihr Haupt scheren und ihre Nägel beschneiden</verse>
        <verse osisID="Deut.21.13">und die Kleider ihrer Gefangenschaft von sich ablegen; und sie soll in deinem Hause bleiben und ihren Vater und ihre Mutter einen Monat lang beweinen; und danach magst du zu ihr eingehen und sie ehelichen, dass sie dein Weib sei.</verse>
        <verse osisID="Deut.21.14">Und es soll geschehen, wenn du kein Gefallen mehr an ihr hast, so sollst du sie nach ihrem Wunsche entlassen <note>{d.h. sie gehen lassen, wohin es ihr beliebt}</note>; aber du darfst sie keineswegs um Geld verkaufen; du sollst sie nicht als Sklavin <note>{Eig. gewaltsam}</note> behandeln, darum dass du sie geschwächt hast.</verse>
        <verse osisID="Deut.21.15">Wenn ein Mann zwei Weiber hat, eine geliebte und eine gehasste, und sie gebären ihm Söhne, die geliebte und die gehasste, und der erstgeborene Sohn ist von der gehassten:</verse>
        <verse osisID="Deut.21.16">so soll es geschehen, an dem Tage, da er seine Söhne erben lässt was sein ist: er kann nicht den Sohn der geliebten zum Erstgeborenen machen vor dem Sohne der gehassten, dem Erstgeborenen;</verse>
        <verse osisID="Deut.21.17">sondern den Erstgeborenen, den Sohn der gehassten, soll er anerkennen, dass er ihm zwei Teile gebe von allem, was in seinem Besitz gefunden wird; denn er ist der Erstling seiner Kraft, ihm gehört das Recht der Erstgeburt.</verse>
        <verse osisID="Deut.21.18">Wenn ein Mann einen unbändigen und widerspenstigen Sohn hat, welcher der Stimme seines Vaters und der Stimme seiner Mutter nicht gehorcht, und sie züchtigen ihn, aber er gehorcht ihnen nicht:</verse>
        <verse osisID="Deut.21.19">so sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und ihn zu den Ältesten seiner Stadt und zum Tore seines Ortes hinausführen,</verse>
        <verse osisID="Deut.21.20">und sollen zu den Ältesten seiner Stadt sprechen: Dieser unser Sohn ist unbändig und widerspenstig, er gehorcht unserer Stimme nicht, er ist ein Schlemmer und Säufer!</verse>
        <verse osisID="Deut.21.21">Und alle Leute seiner Stadt sollen ihn steinigen, dass er sterbe; und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen. Und ganz Israel soll es hören und sich fürchten.</verse>
        <verse osisID="Deut.21.22">Und wenn an einem Manne eine todeswürdige Sünde ist, und er wird getötet, und du hängst ihn an ein Holz,</verse>
        <verse osisID="Deut.21.23">so soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holze bleiben, sondern du sollst ihn jedenfalls an demselben Tage begraben; denn ein Fluch Gottes ist ein Gehängter; und du sollst dein Land nicht verunreinigen, das Jahwe, dein Gott, dir als Erbteil gibt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.22">
        <verse osisID="Deut.22.1">Du sollst nicht das Rind deines Bruders oder sein Kleinvieh irregehen sehen und dich ihnen entziehen; du sollst sie deinem Bruder jedenfalls zurückbringen.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.2">Wenn aber dein Bruder nicht nahe bei dir ist, und du kennst ihn nicht, so sollst du sie in dein Haus aufnehmen, dass sie bei dir seien, bis dein Bruder sie sucht; dann gib sie ihm zurück.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.3">Und ebenso sollst du mit seinem Esel tun, und ebenso sollst du mit seinem Gewande tun, und ebenso sollst du mit allem Verlorenen deines Bruders tun, das ihm verloren geht und das du findest; du kannst dich nicht entziehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.4">Du sollst nicht den Esel deines Bruders oder sein Rind auf dem Wege fallen sehen und dich ihnen entziehen; du sollst sie jedenfalls mit ihm aufrichten.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.5">Es soll nicht Mannszeug auf einem Weibe sein, und ein Mann soll nicht das Gewand eines Weibes anziehen; denn wer irgend solches tut, ist ein Greuel für Jahwe, deinen Gott.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.6">Wenn sich zufällig ein Vogelnest vor dir auf dem Wege findet, auf irgend einem Baume oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Eiern, und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den Eiern, so sollst du nicht die Mutter samt den Jungen nehmen;</verse>
        <verse osisID="Deut.22.7">du sollst die Mutter jedenfalls fliegen lassen, und die Jungen magst du dir nehmen: auf dass es dir wohlgehe und du deine Tage verlängerst.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.8">Wenn du ein neues Haus baust, so sollst du ein Geländer um dein Dach machen, damit du nicht eine Blutschuld auf dein Haus bringest, wenn irgend jemand von demselben herabfiele.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.9">Du sollst deinen Weinberg nicht mit zweierlei Samen besäen, damit nicht die Fülle des Samens, den du gesät hast, und der Ertrag des Weinberges geheiligt werden. - <note>{d.h. als Strafe dafür dem Heiligtum verfallen}</note></verse>
        <verse osisID="Deut.22.10">Du sollst nicht pflügen mit einem Rinde und einem Esel zusammen. -</verse>
        <verse osisID="Deut.22.11">Du sollst nicht Zeug von verschiedenartigem Stoffe anziehen, Wolle und Leinen zusammen.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.12">Quasten sollst du dir machen an den vier Zipfeln deiner Hülle <note>{d.h. deines Obergewandes. Vergl. 4. Mose 15,38}</note>, womit du dich umhüllst.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.13">Wenn ein Mann ein Weib nimmt und zu ihr eingeht, und er hasst sie</verse>
        <verse osisID="Deut.22.14">und bürdet ihr Dinge zum Gerede auf und bringt einen bösen Namen über sie aus und spricht: Dieses Weib habe ich genommen und mich ihr genaht und habe die Zeichen der Jungfrauenschaft nicht an ihr gefunden:</verse>
        <verse osisID="Deut.22.15">so sollen der Vater des jungen Weibes und ihre Mutter die Zeichen der Jungfrauenschaft des jungen Weibes nehmen und zu den Ältesten der Stadt in das Tor hinausbringen;</verse>
        <verse osisID="Deut.22.16">und der Vater des jungen Weibes soll zu den Ältesten sprechen: Ich habe meine Tochter diesem Manne zum Weibe gegeben, und er hasst sie;</verse>
        <verse osisID="Deut.22.17">und siehe, er bürdet ihr Dinge zum Gerede auf und spricht: Ich habe an deiner Tochter die Zeichen der Jungfrauschaft nicht gefunden. Und hier sind die Zeichen der Jungfrauschaft meiner Tochter. Und sie sollen das Tuch vor den Ältesten der Stadt ausbreiten.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.18">Und die Ältesten selbiger Stadt sollen den Mann nehmen und ihn züchtigen;</verse>
        <verse osisID="Deut.22.19">und sie sollen ihn strafen um hundert Sekel Silber und sie dem Vater des jungen Weibes geben, weil er einen bösen Namen über eine Jungfrau in Israel ausgebracht hat. Und sie soll sein Weib sein; er kann sie nicht entlassen alle seine Tage. -</verse>
        <verse osisID="Deut.22.20">Wenn aber jene Sache Wahrheit gewesen ist, die Zeichen der Jungfrauschaft sind an dem jungen Weibe nicht gefunden worden,</verse>
        <verse osisID="Deut.22.21">so sollen sie das junge Weib hinausführen an den Eingang des Hauses ihres Vaters, und die Männer ihrer Stadt sollen sie steinigen, dass sie sterbe, weil sie eine Schandtat in Israel verübt hat, zu huren im Hause ihres Vaters. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.22">Wenn ein Mann bei einem Weibe liegend gefunden wird, das eines Mannes Eheweib ist, so sollen sie alle beide sterben, der Mann, der bei dem Weibe gelegen hat, und das Weib. Und du sollst das Böse aus Israel hinwegschaffen.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.23">Wenn ein Mädchen, eine Jungfrau, einem Manne verlobt ist, und es findet sie ein Mann in der Stadt und liegt bei ihr,</verse>
        <verse osisID="Deut.22.24">so sollt ihr sie beide zum Tore selbiger Stadt hinausführen und sie steinigen, dass sie sterben: das Mädchen deshalb, weil sie nicht in der Stadt geschrieen hat, und den Mann deshalb, weil er das Weib seines Nächsten geschwächt hat. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen. -</verse>
        <verse osisID="Deut.22.25">Wenn aber der Mann das verlobte Mädchen auf dem Felde findet, und der Mann ergreift sie und liegt bei ihr, so soll der Mann, der bei ihr gelegen hat, allein sterben.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.26">Aber dem Mädchen sollst du nichts tun, an dem Mädchen ist keine Sünde zum Tode; denn gleichwie ein Mann sich erhebt wider seinen Nächsten und ihn totschlägt, also ist diese Sache.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.27">Denn er hat sie auf dem Felde gefunden; das verlobte Mädchen schrie, aber niemand rettete sie.</verse>
        <verse osisID="Deut.22.28">Wenn ein Mann ein Mädchen findet, eine Jungfrau, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und liegt bei ihr, und sie werden gefunden:</verse>
        <verse osisID="Deut.22.29">so soll der Mann, der bei ihr gelegen hat, dem Vater des Mädchens fünfzig Sekel Silber geben; und sie soll sein Weib sein, darum dass er sie geschwächt hat, er kann sie nicht entlassen alle seine Tage.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.23">
        <verse osisID="Deut.23.1">Ein Mann soll nicht das Weib seines Vaters nehmen und soll die Decke <note>{Eig. den Zipfel (des Obergewandes); vergl. die Anm. zu 2. Mose 22,26}</note> seines Vaters nicht aufdecken.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.2">Es soll keiner, dem die Hoden zerstossen sind oder der Harnstrang abgeschnitten ist, in die Versammlung Jahwes kommen.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.3">Es soll kein Bastard in die Versammlung Jahwes kommen; auch das zehnte Geschlecht von ihm soll nicht in die Versammlung Jahwes kommen. -</verse>
        <verse osisID="Deut.23.4">Es soll kein Ammoniter noch Moabiter in die Versammlung Jahwes kommen; auch das zehnte Geschlecht von ihnen soll nicht in die Versammlung Jahwes kommen ewiglich:</verse>
        <verse osisID="Deut.23.5">deshalb weil sie euch nicht mit Brot und mit Wasser entgegengekommen sind auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zoget; und weil sie Bileam, den Sohn Beors, aus Pethor in Mesopotamien, wider dich gedungen haben, um dich zu verfluchen.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.6">Aber Jahwe, dein Gott, wollte nicht auf Bileam hören, und Jahwe, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen; denn Jahwe, dein Gott, hatte dich lieb.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.7">Du sollst ihren Frieden und ihr Wohl nicht suchen alle deine Tage, ewiglich.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.8">Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder. Den Ägypter sollst du nicht verabscheuen, denn du bist ein Fremdling in seinem Lande gewesen.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.9">Kinder, die ihnen im dritten Geschlecht geboren werden, mögen von ihnen in die Versammlung Jahwes kommen.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.10">Wenn du wider deine Feinde ins Lager ausziehst, so sollst du dich vor allem Bösen hüten:</verse>
        <verse osisID="Deut.23.11">Wenn ein Mann unter dir ist, der nicht rein ist durch ein Begegnis der Nacht, so soll er aus dem Lager hinausgehen; er soll nicht in das Lager hineinkommen;</verse>
        <verse osisID="Deut.23.12">und es soll geschehen, wenn der Abend sich neigt, soll er sich im Wasser baden; und beim Untergang der Sonne darf er in das Lager zurückkommen.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.13">Und du sollst einen Platz ausserhalb des Lagers haben, dass du dahin hinausgehest.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.14">Und du sollst eine Schaufel unter deinem Geräte haben; und es soll geschehen, wenn du dich draussen hinsetzest, so sollst du damit graben, und sollst dich umwenden und deine Ausleerung bedecken.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.15">Denn Jahwe, dein Gott, wandelt inmitten deines Lagers, um dich zu erretten und deine Feinde vor dir dahinzugeben; und dein Lager soll heilig sein, dass er nichts Schamwürdiges unter dir sehe und sich von dir abwende.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.16">Einen Knecht, der sich vor seinem Herrn zu dir rettet, sollst du seinem Herrn nicht ausliefern.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.17">Er soll bei dir wohnen, in deiner Mitte, an dem Orte, den er in einem deiner Tore erwählen wird, wo es ihm gut dünkt: du sollst ihn nicht bedrücken.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.18">Es soll keine Buhlerin <note>{Eig. Geweihte... Geweihter, d.h. dem Dienste der Astarte geweiht (vergl. 1. Mose 38,21). Der Lohn der Hurerei war für den Tempel jener heidnischen Gottheit bestimmt}</note> sein unter den Töchtern Israels, und es soll kein Buhler <note>{Eig. Geweihte... Geweihter, d.h. dem Dienste der Astarte geweiht (vergl. 1. Mose 38,21). Der Lohn der Hurerei war für den Tempel jener heidnischen Gottheit bestimmt}</note> sein unter den Söhnen Israels.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.19">Du sollst nicht den Lohn einer Hure, noch den Preis eines Hundes in das Haus Jahwes, deines Gottes, bringen zu irgend einem Gelübde; denn auch diese beiden sind ein Greuel für Jahwe, deinen Gott.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.20">Du sollst deinem Bruder keinen Zins auflegen, Zins von <note>{O. an}</note> Geld, Zins von <note>{O. an}</note> Speise, Zins von <note>{O. an}</note> irgend einer Sache, die verzinst wird.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.21">Dem Fremden magst du Zins auflegen, aber deinem Bruder sollst du keinen Zins auflegen; damit Jahwe, dein Gott, dich segne in allem Geschäft deiner Hand in dem Lande, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.22">Wenn du Jahwe, deinem Gott, ein Gelübde tust, so sollst du nicht zögern, es zu bezahlen; denn Jahwe, dein Gott, wird es gewisslich von dir fordern, und es wird Sünde an dir sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.23">Wenn du aber unterlässest zu geloben, so wird keine Sünde an dir sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.24">Was über deine Lippen gegangen ist, sollst du halten und tun, so wie du Jahwe, deinem Gott, freiwillig gelobt, was du mit deinem Munde geredet hast.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.25">Wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst, so magst du Trauben essen nach deiner Lust, bis du satt bist; aber in dein Gefäss sollst du nichts tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.23.26">Wenn du in das Getreidefeld deines Nächsten kommst, so magst du Ähren mit deiner Hand abpflücken; aber die Sichel sollst du nicht über das Getreide deines Nächsten schwingen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.24">
        <verse osisID="Deut.24.1">Wenn ein Mann ein Weib nimmt und sie ehelicht, und es geschieht, wenn sie keine Gnade in seinen Augen findet, weil er etwas Schamwürdiges an ihr gefunden hat, dass er ihr einen Scheidebrief schreibt und ihn in ihre Hand gibt und sie aus seinem Hause entlässt,</verse>
        <verse osisID="Deut.24.2">und sie geht aus seinem Hause und geht hin und wird das Weib eines anderen Mannes,</verse>
        <verse osisID="Deut.24.3">und der andere Mann hasst sie, und schreibt ihr einen Scheidebrief und gibt ihn in ihre Hand und entlässt sie aus seinem Hause; oder wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zum Weibe genommen hat:</verse>
        <verse osisID="Deut.24.4">so kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht wiederum nehmen, dass sie sein Weib sei, nachdem sie verunreinigt worden ist. Denn das ist ein Greuel vor Jahwe; und du sollst nicht das Land sündigen machen, welches Jahwe, dein Gott, dir als Erbteil gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.5">Wenn ein Mann kürzlich ein Weib genommen hat <note>{W. ein neues Weib nimmt}</note>, so soll er nicht in den Krieg ziehen, und es soll ihm keinerlei Sache auferlegt werden; er soll ein Jahr lang frei sein für sein <note>{O. in seinem}</note> Haus und sein Weib erfreuen, das er genommen hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.6">Man soll nicht Mühle <note>{d.h. eine Handmühle}</note> noch Mühlstein <note>{d.h. den oberen Stein, den Läufer}</note> pfänden; denn wer das tut, pfändet <note>{W. denn er pfändet}</note> das Leben.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.7">Wenn ein Mann gefunden wird, der einen von seinen Brüdern, von den Kindern Israel, stiehlt, und ihn als Sklaven <note>{O. Knecht}</note> behandelt oder ihn verkauft, so soll selbiger Dieb sterben. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.8">Habe acht bei dem Übel des Aussatzes, dass du sehr behutsam seiest und nach allem tuest, was euch die Priester, die Leviten, lehren werden; so wie ich ihnen geboten habe, sollt ihr achthaben zu tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.9">Gedenke dessen, was Jahwe, dein Gott, an Mirjam getan hat auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zoget.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.10">Wenn du deinem Nächsten irgend ein Darlehn leihst, so sollst du nicht in sein Haus hineingehen, um ihm ein Pfand abzupfänden;</verse>
        <verse osisID="Deut.24.11">draussen sollst du stehen bleiben, und der Mann, dem du geliehen hast, soll das Pfand zu dir hinausbringen.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.12">Und wenn er ein dürftiger Mann ist, so sollst du dich nicht mit seinem Pfande schlafen legen;</verse>
        <verse osisID="Deut.24.13">du sollst ihm das Pfand jedenfalls beim Untergang der Sonne zurückgeben, dass er sich in seinem Mantel <note>{Vergl. die Anm. zu 2. Mose 22,26}</note> schlafen lege und dich segne; und es wird dir Gerechtigkeit sein vor Jahwe, deinem Gott.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.14">Du sollst nicht bedrücken den dürftigen und armen Mietling <note>{O. Tagelöhner}</note> von deinen Brüdern oder von deinen Fremdlingen, die in deinem Lande, in deinen Toren sind.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.15">An seinem Tage sollst du ihm seinen Lohn geben, und die Sonne soll nicht darüber untergehen; denn er ist dürftig, und er sehnt sich danach: damit er nicht über dich <note>{O. wider dich}</note> zu Jahwe schreie, und Sünde an dir sei.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.16">Nicht sollen Väter getötet werden um der Kinder willen <note>{O. samt den Kindern... samt den Vätern}</note>, und Kinder sollen nicht getötet werden um der Väter willen <note>{O. samt den Kindern ... samt den Vätern}</note>; sie sollen ein jeder für seine Sünde getötet werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.17">Du sollst das Recht eines Fremdlings und einer Waise nicht beugen; und das Kleid einer Witwe sollst du nicht pfänden.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.18">Und du sollst gedenken, dass du ein Knecht in Ägypten gewesen bist, und dass Jahwe, dein Gott, dich von dannen erlöst hat; darum gebiete ich dir, solches zu tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.19">Wenn du deine Ernte auf deinem Felde hältst und eine Garbe auf dem Felde vergissest, so sollst du nicht umkehren, um sie zu holen: für den Fremdling, für die Waise und für die Witwe soll sie sein, auf dass Jahwe, dein Gott, dich segne in allem Werke deiner Hände.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.20">Wenn du deine Oliven <note>{Eig. deinen Olivenbaum}</note> abschlägst, so sollst du nicht hinterdrein die Zweige absuchen: für den Fremdling, für die Waise und für die Witwe soll es sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.21">Wenn du deinen Weinberg liesest, so sollst du nicht hinterdrein Nachlese halten: für den Fremdling, für die Waise und für die Witwe soll es sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.24.22">Und du sollst gedenken, dass du ein Knecht im Lande Ägypten gewesen bist; darum gebiete ich dir, solches zu tun.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.25">
        <verse osisID="Deut.25.1">Wenn ein Hader zwischen Männern entsteht, und sie vor Gericht treten, und man richtet sie, so soll man den Gerechten gerecht sprechen und den Schuldigen schuldig.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.2">Und es soll geschehen, wenn der Schuldige Schläge verdient hat, so soll der Richter ihn niederlegen und ihm eine Anzahl Schläge geben lassen vor seinem Angesicht, nach Massgabe seiner Schuld.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.3">Mit vierzig Schlägen mag er ihn schlagen lassen, nicht mehr; damit nicht, wenn er fortführe, ihn über diese hinaus mit vielen Schlägen zu schlagen, dein Bruder verächtlich werde in deinen Augen.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.4">Du sollst dem Ochsen <note>{Eig. dem Rinde}</note> das Maul nicht verbinden, wenn er drischt.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.5">Wenn Brüder beisammen wohnen, und einer von ihnen stirbt und hat keinen Sohn, so soll das Weib des Verstorbenen nicht auswärts eines fremden Mannes werden; ihr Schwager soll zu ihr eingehen und sie sich zum Weibe nehmen und ihr die Schwagerpflicht leisten.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.6">Und es soll geschehen: Der Erstgeborene, den sie gebiert, soll nach dem Namen seines verstorbenen Bruders aufstehen <note>{d.h. seinen Namen tragen}</note>, damit dessen Name nicht ausgelöscht werde aus Israel.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.7">Wenn aber der Mann keine Lust hat, seine Schwägerin zu nehmen, so soll seine Schwägerin ins Tor hinaufgehen zu den Ältesten und sprechen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder einen Namen in Israel zu erwecken; er will mir die Schwagerpflicht nicht leisten.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.8">Und die Ältesten seiner Stadt sollen ihn rufen und mit ihm reden; und besteht er darauf und spricht:</verse>
        <verse osisID="Deut.25.9">Ich habe keine Lust, sie zu nehmen, so soll seine Schwägerin vor den Augen der Ältesten zu ihm hintreten, und ihm den Schuh von seinem Fusse ausziehen und ihm ins Angesicht speien; und sie soll antworten und sprechen: Also soll dem Manne getan werden, der das Haus seines Bruders nicht bauen will!</verse>
        <verse osisID="Deut.25.10">Und sein Name soll in Israel "Das Haus des Barfüssigen" heissen.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.11">Wenn Männer miteinander streiten, ein Mann und sein Bruder, und das Weib des einen eilt herbei, um ihren Mann aus der Hand seines Schlägers zu retten, und streckt ihre Hand aus und ergreift ihn bei seiner Scham:</verse>
        <verse osisID="Deut.25.12">so sollst du ihr die Hand abhauen; dein Auge soll nicht schonen.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.13">Du sollst nicht zweierlei Gewichtsteine in deinem Beutel haben, einen grossen und einen kleinen.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.14">Du sollst nicht zweierlei Epha in deinem Hause haben, ein grosses und ein kleines.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.15">Vollen und gerechten Gewichtstein sollst du haben, und volles und gerechtes Epha sollst du haben, auf dass deine Tage verlängert werden in dem Lande, welches Jahwe, dein Gott, dir gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.16">Denn ein Greuel für Jahwe, deinen Gott, ist jeder, der solches tut, jeder, der unrecht tut.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.17">Gedenke dessen, was Amalek dir getan hat auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zoget,</verse>
        <verse osisID="Deut.25.18">wie er dir auf dem Wege entgegentrat und deinen Nachtrab schlug, alle Schwachen hinter dir her, als du matt und müde warst; und er fürchtete Gott nicht.</verse>
        <verse osisID="Deut.25.19">Und wenn Jahwe, dein Gott, dir Ruhe geschafft hat vor allen deinen Feinden ringsum, in dem Lande, welches Jahwe, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es zu besitzen, so soll es geschehen, dass du das Gedächtnis Amaleks unter dem Himmel austilgest. Vergiss es nicht!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.26">
        <verse osisID="Deut.26.1">Und es soll geschehen, wenn du in das Land kommst, welches Jahwe, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und du besitzest es und wohnst darin,</verse>
        <verse osisID="Deut.26.2">so sollst du von den Erstlingen aller Frucht des Erdbodens nehmen, die du von deinem Lande einbringen wirst, das Jahwe, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und an den Ort gehen, welchen Jahwe, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen;</verse>
        <verse osisID="Deut.26.3">und du sollst zu dem Priester kommen, der in jenen Tagen sein wird, und zu ihm sagen: Ich tue heute Jahwe, deinem Gott, kund, dass ich in das Land gekommen bin, welches Jahwe unseren Vätern geschworen hat, uns zu geben.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.4">Und der Priester soll den Korb von deiner Hand nehmen und ihn vor den Altar Jahwes, deines Gottes, niedersetzen.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.5">Und du sollst vor Jahwe, deinem Gott, anheben und sprechen: Ein umherirrender <note>{Zugleich: umkommender}</note> Aramäer war mein Vater; und er zog nach Ägypten hinab und hielt sich daselbst auf als ein geringes Häuflein; und er wurde daselbst zu einer grossen, starken und zahlreichen Nation.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.6">Und die Ägypter misshandelten uns und bedrückten uns und legten uns einen harten Dienst auf.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.7">Da schrieen wir zu Jahwe, dem Gott unserer Väter; und Jahwe hörte unsere Stimme und sah unser Elend und unsere Mühsal und unseren Druck.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.8">Und Jahwe führte uns aus Ägypten heraus mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit grossem Schrecken, und mit Zeichen und mit Wundern;</verse>
        <verse osisID="Deut.26.9">und er brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, ein Land, das von Milch und Honig fliesst.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.10">Und nun siehe, ich habe die Erstlinge der Frucht des Landes gebracht, das du, Jahwe, mir gegeben hast. - Und du sollst sie vor Jahwe, deinem Gott, niederlegen und anbeten vor Jahwe, deinem Gott;</verse>
        <verse osisID="Deut.26.11">und du sollst dich freuen all des Guten, das Jahwe, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat, du und der Levit und der Fremdling, der in deiner Mitte ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.12">Wenn du fertig bist mit dem Abtragen alles Zehnten deines Ertrages im dritten Jahre, dem Jahre des Zehnten, und du ihn dem Leviten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe gegeben hast, damit sie in deinen Toren essen und sich sättigen:</verse>
        <verse osisID="Deut.26.13">so sollst du vor Jahwe, deinem Gott, sprechen: Ich habe das Heilige aus dem Hause weggeschafft und habe es auch dem Leviten und dem Fremdling, der Waise und der Witwe gegeben, nach all deinem Gebot, das du mir geboten hast; ich habe deine Gebote nicht übertreten noch vergessen.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.14">Ich habe nicht davon gegessen in meiner Trauer, und habe nicht davon weggeschafft als ein Unreiner, und habe nicht davon für einen Toten <note>{d.h. wahrsch. für eine Leichenmahlzeit}</note> gegeben; ich habe der Stimme Jahwes, meines Gottes, gehorcht, ich habe getan nach allem, was du mir geboten hast.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.15">Blicke hernieder von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne dein Volk Israel, und das Land, das du uns gegeben, wie du unseren Vätern geschworen hast, ein Land, das von Milch und Honig fliesst!</verse>
        <verse osisID="Deut.26.16">An diesem Tage gebietet dir Jahwe, dein Gott, diese Satzungen und Rechte zu tun: so beobachte und tue sie mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.17">Du hast heute dem Jahwe sagen lassen, dass er dein Gott sein soll, und dass du auf seinen Wegen wandeln und seine Satzungen und seine Gebote und seine Rechte beobachten und seiner Stimme gehorchen willst.</verse>
        <verse osisID="Deut.26.18">Und Jahwe hat dir heute sagen lassen, dass du ihm ein Eigentumsvolk sein sollst, so wie er zu dir geredet hat, und dass du alle seine Gebote beobachten sollst;</verse>
        <verse osisID="Deut.26.19">und dass er dich zur höchsten über alle Nationen machen will, die er gemacht hat, zum Ruhm und zum Namen und zum Schmuck; und dass du Jahwe, deinem Gott, ein heiliges Volk sein sollst, so wie er geredet hat.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.27">
        <verse osisID="Deut.27.1">Und Mose und die Ältesten von Israel geboten dem Volke und sprachen: Beobachtet das ganze Gebot, das ich euch heute gebiete!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.2">Und es soll geschehen, an dem Tage, da ihr über den Jordan in das Land hinüberziehet, das Jahwe, dein Gott, dir gibt, sollst du dir grosse Steine aufrichten und sie mit Kalk bestreichen;</verse>
        <verse osisID="Deut.27.3">und wenn du hinübergezogen bist, sollst du alle Worte dieses Gesetzes auf dieselben schreiben, damit du in das Land kommest, welches Jahwe, dein Gott, dir gibt, ein Land, das von Milch und Honig fliesst, so wie Jahwe, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.27.4">Und es soll geschehen, wenn ihr über den Jordan gezogen seid, so sollt ihr diese Steine, betreffs welcher ich euch heute gebiete, auf dem Berge Ebal aufrichten; und du sollst sie mit Kalk bestreichen.</verse>
        <verse osisID="Deut.27.5">Und du sollst daselbst Jahwe, deinem Gott, einen Altar bauen, einen Altar von Steinen; du sollst kein Eisen über dieselben schwingen:</verse>
        <verse osisID="Deut.27.6">von ganzen Steinen sollst du den Altar Jahwes, deines Gottes, bauen. Und du sollst Jahwe, deinem Gott, Brandopfer darauf opfern,</verse>
        <verse osisID="Deut.27.7">und du sollst Friedensopfer opfern, und daselbst essen und dich freuen vor Jahwe, deinem Gott. -</verse>
        <verse osisID="Deut.27.8">Und auf die Steine sollst du alle Worte dieses Gesetzes schreiben, indem du sie deutlich eingräbst.</verse>
        <verse osisID="Deut.27.9">Und Mose und die Priester, die Leviten, redeten zu dem ganzen Israel und sprachen: Schweige und höre, Israel! an diesem Tage bist du Jahwe, deinem Gott, zum Volke geworden.</verse>
        <verse osisID="Deut.27.10">So gehorche der Stimme Jahwes, deines Gottes, und tue seine Gebote und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete.</verse>
        <verse osisID="Deut.27.11">Und Mose gebot dem Volke an selbigem Tage und sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.27.12">Wenn ihr über den Jordan gezogen seid, sollen diese auf <note>{O. an; vergl. Jos. 8,33}</note> dem Berge Gerisim stehen, um das Volk zu segnen: Simeon und Levi und Juda und Issaschar und Joseph und Benjamin;</verse>
        <verse osisID="Deut.27.13">und diese sollen auf <note>{O. an; vergl. Jos. 8,33}</note> dem Berge Ebal stehen zum Fluchen: Ruben, Gad und Aser und Sebulon, Dan und Naphtali.</verse>
        <verse osisID="Deut.27.14">Und die Leviten sollen anheben und zu allen Männern von Israel mit lauter Stimme sprechen:</verse>
        <verse osisID="Deut.27.15">Verflucht sei der Mann, der ein geschnitztes oder gegossenes Bild macht, einen Greuel vor Jahwe, ein Machwerk von Künstlerhand und es im Geheimen aufstellt! und das ganze Volk antworte und sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.16">Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter verachtet! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.17">Verflucht sei, wer die Grenze seines Nächsten verrückt! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.18">Verflucht sei, wer einen Blinden auf dem Wege irreführt! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.19">Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, der Waise und der Witwe beugt! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.20">Verflucht sei, wer bei dem Weibe seines Vaters liegt, denn er hat die Decke <note>{S. die Anm. zu Kap. 22,30}</note> seines Vaters aufgedeckt! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.21">Verflucht sei, wer bei irgend einem Vieh liegt! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.22">Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, der Tochter seines Vaters oder der Tochter seiner Mutter! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.23">Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.24">Verflucht sei, wer seinen Nächsten im Geheimen erschlägt! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.25">Verflucht sei, wer ein Geschenk nimmt, um jemand zu erschlagen, unschuldiges Blut zu vergiessen! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
        <verse osisID="Deut.27.26">Verflucht sei, wer nicht aufrecht hält die Worte dieses Gesetzes, sie zu tun! und das ganze Volk sage: Amen!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.28">
        <verse osisID="Deut.28.1">Und es wird geschehen, wenn du der Stimme Jahwes, deines Gottes, fleissig gehorchst, dass du darauf achtest, zu tun alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird Jahwe, dein Gott, dich zur höchsten über alle Nationen der Erde machen;</verse>
        <verse osisID="Deut.28.2">und alle diese Segnungen werden über dich kommen und werden dich erreichen, wenn du der Stimme Jahwes, deines Gottes, gehorchst.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.3">Gesegnet wirst du sein in der Stadt, und gesegnet wirst du sein auf dem Felde.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.4">Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Landes und die Frucht deines Viehes, das Geworfene deiner Rinder und die Zucht deines Kleinviehes.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.5">Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.6">Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang, und gesegnet wirst du sein bei deinem Ausgang.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.7">Jahwe wird deine Feinde, die wider dich aufstehen, geschlagen vor dir dahingeben; auf einem Wege werden sie wider dich ausziehen, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.8">Jahwe wird dir den Segen entbieten in deine Speicher und zu allem Geschäft deiner Hand, und er wird dich segnen in dem Lande, welches Jahwe, dein Gott, dir gibt.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.9">Jahwe wird dich als ein heiliges Volk für sich bestätigen, wie er dir geschworen hat, wenn du die Gebote Jahwes, deines Gottes, beobachtest und auf seinen Wegen wandelst;</verse>
        <verse osisID="Deut.28.10">und alle Völker der Erde werden sehen, dass du nach dem Namen Jahwes genannt bist <note>{O. das der Name Jahwes über dir angerufen wird}</note>, und werden sich vor dir fürchten.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.11">Und Jahwe wird dir Überfluss geben an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehes und an der Frucht deines Landes, zur Wohlfahrt in dem Lande, das Jahwe deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.12">Jahwe wird dir seinen guten Schatz, den Himmel, auftun, um den Regen deines Landes zu geben zu seiner Zeit, und um alles Werk deiner Hand zu segnen; und du wirst vielen Nationen leihen, du aber wirst nicht entlehnen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.13">Und Jahwe wird dich zum Haupte machen und nicht zum Schwanze, und du wirst nur immer höher kommen und nicht abwärts gehen, wenn du den Geboten Jahwes, deines Gottes, gehorchst, die ich dir heute zu beobachten und zu tun gebiete,</verse>
        <verse osisID="Deut.28.14">und nicht abweichst von all den Worten, die ich heute gebiete, weder zur Rechten noch zur Linken, um anderen Göttern nachzugehen, ihnen zu dienen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.15">Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme Jahwes, deines Gottes, nicht gehorchst, dass du darauf achtest, zu tun alle seine Gebote und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.16">Verflucht wirst du sein in der Stadt, und verflucht wirst du sein auf dem Felde.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.17">Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.18">Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Landes, das Geworfene deiner Rinder und die Zucht deines Kleinviehes.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.19">Verflucht wirst du sein bei deinem Eingang, und verflucht wirst du sein bei deinem Ausgang. -</verse>
        <verse osisID="Deut.28.20">Jahwe wird den Fluch, die Bestürzung und die Verwünschung wider dich senden in allem Geschäft deiner Hand, das du tust, bis du vertilgt bist, und bis du schnell umkommst wegen der Bosheit deiner Handlungen, dass du mich verlassen hast.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.21">Jahwe wird die Pest an dir haften lassen, bis er dich aufreibt aus dem Lande, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.22">Jahwe wird dich schlagen mit Schwindsucht und mit Fieberglut und mit Hitze und mit Entzündung, und mit Dürre und mit Kornbrand und mit Vergilben des Getreides, und sie werden dich verfolgen, bis du umkommst.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.23">Und dein Himmel, der über deinem Haupte ist, wird Erz sein, und die Erde, die unter dir ist, Eisen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.24">Jahwe wird als Regen deines Landes Staub und Sand geben <note>{O. den Regen... zu Staub und Sand machen}</note>: vom Himmel wird er auf dich herabkommen, bis du vertilgt bist.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.25">Jahwe wird dich geschlagen vor deinen Feinden dahingeben; auf einem Wege wirst du wider sie ausziehen, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen, und du wirst umhergetrieben werden in allen <note>{O. wirst zum Entsetzen sein allen}</note> Königreichen der Erde.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.26">Und dein Leichnam wird allem Gevögel des Himmels und den Tieren der Erde zum Frasse werden, und niemand wird sie wegscheuchen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.27">Jahwe wird dich schlagen mit den Geschwüren Ägyptens, und mit Beulen und mit Krätze und mit Grind, dass du nicht wirst geheilt werden können.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.28">Jahwe wird dich schlagen mit Wahnsinn und mit Blindheit und mit Erstarrung <note>{Eig. Entsetzen}</note> des Herzens;</verse>
        <verse osisID="Deut.28.29">und du wirst am Mittag umhertappen, wie der Blinde im Finstern tappt, und du wirst kein Gelingen haben auf deinen Wegen; und du wirst nur bedrückt und beraubt sein alle Tage, und niemand wird retten.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.30">Ein Weib wirst du dir verloben, und ein anderer Mann wird sie beschlafen; ein Haus wirst du bauen und nicht darin wohnen; einen Weinberg wirst du pflanzen und ihn nicht benutzen <note>{S. die Anm. zu Kap. 20,6}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.31">Dein Rind wird geschlachtet werden vor deinen Augen, und du wirst nicht davon essen; dein Esel wird geraubt werden vor deinem Angesicht und nicht zu dir zurückkehren; dein Kleinvieh wird deinen Feinden gegeben werden, und du wirst niemand haben, der rettet.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.32">Deine Söhne und deine Töchter werden einem anderen Volke gegeben werden, und deine Augen werden es sehen und werden nach ihnen schmachten den ganzen Tag; aber es wird nicht in der Macht deiner Hand stehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.33">Die Frucht deines Landes und alle deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst; und du wirst nur bedrückt und geplagt sein alle Tage.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.34">Und du wirst wahnsinnig werden vor dem Anblick deiner Augen, den du erblickst.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.35">Jahwe wird dich schlagen mit bösen Geschwüren an den Knien und an den Schenkeln, von deiner Fusssohle bis zu deinem Scheitel, dass du nicht wirst geheilt werden können.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.36">Jahwe wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einer Nation führen, die du nicht gekannt hast, du noch deine Väter; und du wirst daselbst anderen Göttern dienen, Holz und Stein.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.37">Und du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkern, wohin Jahwe dich wegtreiben wird.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.38">Viel Samen wirst du aufs Feld hinausführen; aber du wirst wenig einsammeln, denn die Heuschrecke wird ihn abfressen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.39">Weinberge wirst du pflanzen und bauen; aber Wein wirst du weder trinken noch einsammeln, denn der Wurm wird sie fressen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.40">Olivenbäume wirst du haben in allen deinen Grenzen; aber mit Öl wirst du dich nicht salben, denn dein Olivenbaum wird die Frucht abwerfen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.41">Söhne und Töchter wirst du zeugen; aber sie werden dir nicht gehören, denn sie werden in die Gefangenschaft gehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.42">Alle deine Bäume und die Frucht deines Landes wird die Grille <note>{O. die Heuschrecke; w. der Schwirrende}</note> in Besitz nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.43">Der Fremdling, der in deiner Mitte ist, wird höher und höher über dich emporkommen, und du, du wirst tiefer und tiefer hinabsinken.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.44">Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird zum Haupte, du aber wirst zum Schwanze werden.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.45">Und alle diese Flüche werden über dich kommen und dich verfolgen und dich treffen, bis du vertilgt bist; weil du der Stimme Jahwes, deines Gottes, nicht gehorcht hast, seine Gebote und seine Satzungen zu beobachten, die er dir geboten hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.46">Und sie werden zum Zeichen und zum Wunder sein an dir und an deinem Samen bis in Ewigkeit.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.47">Dafür dass du Jahwe, deinem Gott, nicht mit Freude und mit fröhlichem Herzen gedient hast wegen des Überflusses an allem,</verse>
        <verse osisID="Deut.28.48">wirst du deinen Feinden dienen, die Jahwe wider dich senden wird, in Hunger und in Durst und in Blösse und in Mangel an allem; und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vertilgt hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.49">Jahwe wird von ferne, vom Ende der Erde her, eine Nation gegen dich herbeiführen, gleichwie der Adler fliegt, eine Nation, deren Sprache du nicht verstehst;</verse>
        <verse osisID="Deut.28.50">eine Nation harten Angesichts, welche die Person des Greises nicht ansieht und des Knaben sich nicht erbarmt;</verse>
        <verse osisID="Deut.28.51">und welche die Frucht deines Viehes und die Frucht deines Landes verzehren wird, bis du vertilgt bist; welche dir weder Getreide, noch Most, noch Öl, noch das Geworfene deiner Rinder, noch die Zucht deines Kleinviehes übriglassen wird, bis sie dich zu Grunde gerichtet hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.52">Und sie wird dich belagern in allen deinen Toren, bis deine Mauern, die hohen und festen, auf welche du vertraust, in deinem ganzen Lande gefallen sind; und sie wird dich belagern in allen deinen Toren, in deinem ganzen Lande, das Jahwe, dein Gott, dir gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.53">Und in der Belagerung und in der Bedrängnis, womit dein Feind dich bedrängen wird, wirst du essen die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, welche Jahwe, dein Gott, dir gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.54">Der weichlichste und am meisten verzärtelte Mann unter dir, dessen Auge wird scheel sehen auf seinen Bruder und auf das Weib seines Busens und auf die übrigen seiner Kinder, die er übrigbehalten hat,</verse>
        <verse osisID="Deut.28.55">dass er keinem von ihnen von dem Fleische seiner Kinder geben wird, das er isset; weil ihm nichts übriggeblieben ist in der Belagerung und in der Bedrängnis, womit dein Feind dich bedrängen wird in allen deinen Toren.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.56">Die Weichlichste unter dir und die Verzärteltste, welche vor Verzärtelung und vor Verweichlichung nie versucht hat, ihre Fusssohle auf die Erde zu setzen, deren Auge wird scheel sehen auf den Mann ihres Busens und auf ihren Sohn und auf ihre Tochter,</verse>
        <verse osisID="Deut.28.57">wegen <note>{Eig. und zwar wegen}</note> ihrer Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorgeht, und wegen ihrer Kinder, die sie gebiert; denn sie wird sie im Geheimen aufessen aus Mangel an allem, in der Belagerung und in der Bedrängnis, womit dein Feind dich bedrängen wird in deinen Toren. -</verse>
        <verse osisID="Deut.28.58">Wenn du nicht darauf achtest, alle Worte dieses Gesetzes zu tun, die in diesem Buche geschrieben sind, dass du diesen herrlichen und furchtbaren Namen, Jahwe, deinen Gott, fürchtest,</verse>
        <verse osisID="Deut.28.59">so wird Jahwe deine Plagen und die Plagen deines Samens aussergewöhnlich machen: grosse und andauernde Plagen, und böse und andauernde Krankheiten.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.60">Und er wird alle Seuchen Ägyptens über dich bringen <note>{Eig. wieder über dich bringen, wider dich wenden}</note>, vor denen du dich fürchtest; und sie werden an dir haften.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.61">Auch alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht in dem Buche dieses Gesetzes geschrieben sind, - Jahwe wird sie über dich kommen lassen, bis du vertilgt bist.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.62">Und ihr werdet übrigbleiben als ein geringes Häuflein, anstatt dass ihr waret wie die Sterne des Himmels an Menge; weil du der Stimme Jahwes, deines Gottes, nicht gehorcht hast. -</verse>
        <verse osisID="Deut.28.63">Und es wird geschehen: so wie Jahwe sich über euch freute, euch wohlzutun und euch zu mehren, also wird Jahwe sich über euch freuen, euch zu Grunde zu richten und euch zu vertilgen; und ihr werdet herausgerissen werden aus dem Lande, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.64">Und Jahwe wird dich unter alle Völker zerstreuen, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde; und du wirst daselbst anderen Göttern dienen, die du nicht gekannt hast, du noch deine Väter, - Holz und Stein.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.65">Und unter jenen Nationen wirst du nicht rasten, und deine Fusssohle wird keine Ruhestätte finden; und Jahwe wird dir daselbst ein zitterndes Herz geben, Erlöschen der Augen und Verschmachten der Seele.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.66">Und dein Leben wird schwebend vor dir hangen, und du wirst dich fürchten Nacht und Tag und deinem Leben nicht trauen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.67">Am Morgen wirst du sagen: Wäre es doch Abend! und am Abend wirst du sagen: Wäre es doch Morgen! wegen der Furcht deines Herzens, womit du dich fürchten, und wegen des Anblicks deiner Augen, den du erblicken wirst.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.68">Und Jahwe wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückführen, auf dem Wege, von dem ich dir gesagt habe: du sollst ihn nie mehr wiedersehen! und ihr werdet daselbst euren Feinden zu Knechten und zu Mägden verkauft werden <note>{O. euch verkaufen}</note>, aber niemand wird kaufen.</verse>
        <verse osisID="Deut.28.69">Das sind die Worte des Bundes, welchen Jahwe im Lande Moab dem Mose geboten hat, mit den Kindern Israel zu machen, ausser dem Bunde, den er am Horeb mit ihnen gemacht hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.29">
        <verse osisID="Deut.29.1">Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gesehen, was Jahwe vor euren Augen im Lande Ägypten getan hat, an dem Pharao und an allen seinen Knechten und an seinem ganzen Lande:</verse>
        <verse osisID="Deut.29.2">die grossen Versuchungen, welche deine Augen gesehen haben, jene grossen Zeichen und Wunder.</verse>
        <verse osisID="Deut.29.3">Aber Jahwe hat euch nicht ein Herz gegeben, zu erkennen, und Augen, zu sehen, und Ohren, zu hören, bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Deut.29.4">Und ich habe euch vierzig Jahre in der Wüste geführt: eure Kleider sind nicht an euch zerfallen, und dein Schuh ist nicht abgenutzt an deinem Fusse;</verse>
        <verse osisID="Deut.29.5">Brot habt ihr nicht gegessen, und Wein und starkes Getränk habt ihr nicht getrunken; auf dass ihr erkenntet, dass ich Jahwe, euer Gott, bin.</verse>
        <verse osisID="Deut.29.6">Und als ihr an diesen Ort kamet, da zogen Sihon, der König von Hesbon, und Og, der König von Basan, aus, uns entgegen zum Streit, und wir schlugen sie;</verse>
        <verse osisID="Deut.29.7">und wir nahmen ihr Land ein und gaben es den Rubenitern und den Gaditern und dem halben Stamme der Manassiter zum Erbteil.</verse>
        <verse osisID="Deut.29.8">So beobachtet denn die Worte dieses Bundes und tut sie, auf dass ihr Gelingen habet in allem, was ihr tut.</verse>
        <verse osisID="Deut.29.9">Ihr stehet heute allesamt vor Jahwe, eurem Gott: eure Häupter, eure Stämme, eure Ältesten und eure Vorsteher,</verse>
        <verse osisID="Deut.29.10">alle Männer von Israel, eure Kinder, eure Weiber und dein Fremdling, der inmitten deiner Lager ist, von deinem Holzhauer bis zu deinem Wasserschöpfer,</verse>
        <verse osisID="Deut.29.11">damit du in den Bund Jahwes, deines Gottes, eintretest und in seinen Eidschwur, den Jahwe, dein Gott, heute mit dir macht;</verse>
        <verse osisID="Deut.29.12">auf dass er dich heute als sein Volk bestätige <note>{O. einsetze}</note>, und er dein Gott sei, wie er zu dir geredet, und wie er deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.29.13">Und nicht mit euch allein mache ich diesen Bund und diesen Eidschwur,</verse>
        <verse osisID="Deut.29.14">sondern mit dem, der heute hier ist, der mit uns vor Jahwe, unserem Gott, steht, und mit dem, der heute nicht mit uns hier ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.29.15">Denn ihr wisset ja, wie wir im Lande Ägypten gewohnt haben, und wie wir mitten durch die Nationen gezogen sind, durch die ihr gezogen seid;</verse>
        <verse osisID="Deut.29.16">und ihr habt ihre Scheusale gesehen, und ihre Götzen <note>{S. die Anm. zu 3. Mose 26,30}</note> von Holz und Stein, Silber und Gold, die bei ihnen sind,</verse>
        <verse osisID="Deut.29.17">dass kein Mann oder Weib, oder Geschlecht oder Stamm unter euch sei, dessen Herz sich heute von Jahwe, unserem Gott, abwende, um hinzugehen, den Göttern jener Nationen zu dienen; dass nicht eine Wurzel unter euch sei, die Gift und Wermut trage,</verse>
        <verse osisID="Deut.29.18">und es geschehe, wenn er die Worte dieses Eidschwures hört, dass er sich in seinem Herzen segne und spreche: Ich werde Frieden haben, wenn ich auch in der Verstocktheit meines Herzens wandle! damit zu Grunde gehe das Getränkte mit dem Durstigen.</verse>
        <verse osisID="Deut.29.19">Nicht wird Jahwe ihm vergeben wollen, sondern alsdann wird der Zorn Jahwes und sein Eifer rauchen wider selbigen Mann; und der ganze Fluch, der in diesem Buche geschrieben ist, wird auf ihm ruhen, und Jahwe wird seinen Namen unter dem Himmel austilgen;</verse>
        <verse osisID="Deut.29.20">und Jahwe wird ihn aus allen Stämmen Israels zum Unglück aussondern, nach all den Flüchen des Bundes, der in diesem Buche des Gesetzes geschrieben ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.29.21">Und das künftige Geschlecht, eure Kinder, die nach euch aufkommen werden, und der Ausländer, der aus fernem Lande kommen wird, werden sagen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und seine Krankheiten, womit Jahwe es geschlagen hat,</verse>
        <verse osisID="Deut.29.22">dass sein ganzes Land Schwefel und Salz, ein Brand, ist, dass es nicht besät wird und nichts sprossen lässt, und keinerlei Kraut darin aufkommt, gleich der Umkehrung von Sodom und Gomorra, Adama und Zeboim, welche Jahwe umkehrte in seinem Zorn und in seinem Grimm, -</verse>
        <verse osisID="Deut.29.23">und alle Nationen werden sagen: Warum hat Jahwe diesem Lande also getan? Weshalb diese grosse Zornglut?</verse>
        <verse osisID="Deut.29.24">Und man wird sagen: Darum dass sie den Bund Jahwes, des Gottes ihrer Väter, verlassen haben, den er mit ihnen gemacht hatte, als er sie aus dem Lande Ägypten herausführte,</verse>
        <verse osisID="Deut.29.25">und hingingen und anderen Göttern dienten und sich vor ihnen niederbeugten, Göttern, die sie nicht kannten, und die er ihnen nicht zugeteilt hatte:</verse>
        <verse osisID="Deut.29.26">da entbrannte der Zorn Jahwes über dieses Land, so dass er den ganzen Fluch über dasselbe gebracht hat, der in diesem Buche geschrieben ist;</verse>
        <verse osisID="Deut.29.27">Und Jahwe hat sie herausgerissen aus ihrem Lande im Zorn und im Grimm und in grossem Unwillen, und hat sie in ein anderes Land geworfen, wie es an diesem Tage ist. -</verse>
        <verse osisID="Deut.29.28">Das Verborgene ist Jahwes, unseres Gottes; aber das Geoffenbarte ist unser und unserer Kinder ewiglich, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.30">
        <verse osisID="Deut.30.1">Und es wird geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es zu Herzen nimmst unter all den Nationen, wohin Jahwe, dein Gott, dich vertrieben hat,</verse>
        <verse osisID="Deut.30.2">und umkehrst zu Jahwe, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst nach allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele:</verse>
        <verse osisID="Deut.30.3">so wird Jahwe, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen; und er wird dich wiederum sammeln aus all den Völkern, wohin Jahwe, dein Gott, dich zerstreut hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.30.4">Wenn deine Vertriebenen am Ende des Himmels wären, so wird Jahwe, dein Gott, von dannen dich sammeln und von dannen dich holen;</verse>
        <verse osisID="Deut.30.5">und Jahwe, dein Gott, wird dich in das Land bringen, welches deine Väter besessen haben, und du wirst es besitzen; und er wird dir wohltun und dich mehren über deine Väter hinaus.</verse>
        <verse osisID="Deut.30.6">Und Jahwe, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Kinder <note>{W. deines Samens; (deiner Nachkommenschaft)}</note> beschneiden, damit du Jahwe, deinen Gott, liebest mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, auf dass du am Leben bleibest.</verse>
        <verse osisID="Deut.30.7">Und Jahwe, dein Gott, wird alle diese Flüche auf deine Feinde und auf deine Hasser legen, die dich verfolgt haben.</verse>
        <verse osisID="Deut.30.8">Und du, du wirst umkehren und der Stimme Jahwes gehorchen, und wirst alle seine Gebote tun, die ich dir heute gebiete.</verse>
        <verse osisID="Deut.30.9">Und Jahwe, dein Gott, wird dir Überfluss geben bei allem Werke deiner Hand, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehes und an der Frucht deines Landes, zur Wohlfahrt; denn Jahwe wird sich wieder über dich freuen zum Guten, so wie er sich über deine Väter gefreut hat:</verse>
        <verse osisID="Deut.30.10">wenn du der Stimme Jahwes, deines Gottes, gehorchst <note>{O. denn du wirst gehorchen... , denn du wirst umkehren; vergl. die Anm. zu Kap. 4,29}</note>, um seine Gebote und seine Satzungen zu beobachten, die in diesem Buche des Gesetzes geschrieben sind, wenn du umkehrst <note>{O. denn du wirst gehorchen... , denn du wirst umkehren; vergl. die Anm. zu Kap. 4,29}</note> zu Jahwe, deinem Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele.</verse>
        <verse osisID="Deut.30.11">Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar <note>{O. schwierig}</note> für dich und ist nicht fern.</verse>
        <verse osisID="Deut.30.12">Es ist nicht im Himmel, dass du sagen könntest: Wer wird für uns in den Himmel steigen und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun?</verse>
        <verse osisID="Deut.30.13">Und es ist nicht jenseit des Meeres, dass du sagen könntest: Wer wird für uns jenseit des Meeres hinüberfahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun?</verse>
        <verse osisID="Deut.30.14">sondern sehr nahe ist dir das Wort, in deinem Munde und in deinem Herzen, um es zu tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.30.15">Siehe, ich habe dir heute das Leben und das Glück, und den Tod und das Unglück vorgelegt,</verse>
        <verse osisID="Deut.30.16">da ich dir heute gebiete, Jahwe, deinen Gott, zu lieben, auf seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote und seine Satzungen und seine Rechte zu beobachten, damit du lebest und dich mehrest, und Jahwe, dein Gott, dich segne in dem Lande, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.30.17">Wenn aber dein Herz sich abwendet, und du nicht gehorchst, und du dich verleiten lässest und vor anderen Göttern dich niederbeugst und ihnen dienst,</verse>
        <verse osisID="Deut.30.18">so künde ich euch heute an, dass ihr gewisslich umkommen werdet; ihr werdet eure Tage nicht verlängern in dem Lande, wohin zu kommen du über den Jordan gehst, um es in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.30.19">Ich nehme heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, auf dass du lebest, du und dein Same,</verse>
        <verse osisID="Deut.30.20">indem du Jahwe, deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst; denn das ist dein Leben und die Länge deiner Tage, dass du in dem Lande wohnest, welches Jahwe deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.31">
        <verse osisID="Deut.31.1">Und Mose ging hin und redete diese Worte zu dem ganzen Israel.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.2">Und er sprach zu ihnen: 120 Jahre bin ich heute alt, ich vermag nicht mehr aus- und einzugehen; und Jahwe hat zu mir gesagt: Du sollst nicht über diesen Jordan gehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.3">Jahwe, dein Gott, er zieht hinüber vor dir her; er selbst wird diese Nationen vor dir vertilgen, dass du sie austreibest. Josua, er zieht hinüber vor dir her, wie Jahwe geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.4">Und Jahwe wird an ihnen tun, wie er an Sihon und an Og, den Königen der Amoriter, und an ihrem Lande getan, die er vertilgt hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.5">Und wenn Jahwe sie vor euch dahingibt, so sollt ihr ihnen tun nach dem ganzen Gebot, das ich euch geboten habe.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.6">Seid stark und mutig, fürchtet euch nicht und erschrecket nicht vor ihnen! denn Jahwe, dein Gott, er ist es, der mit dir geht; er wird dich nicht versäumen und dich nicht verlassen.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.7">Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen des ganzen Israel: Sei stark und mutig! denn du, du wirst mit diesem Volke in das Land kommen, welches Jahwe ihren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben; und du, du wirst es ihnen als Erbe austeilen.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.8">Und Jahwe, er ist es, der vor dir herzieht; er selbst wird mit dir sein, er wird dich nicht versäumen und dich nicht verlassen; fürchte dich nicht und erschrick nicht!</verse>
        <verse osisID="Deut.31.9">Und Mose schrieb dieses Gesetz nieder; und er gab es den Priestern, den Söhnen Levis, welche die Lade des Bundes Jahwes trugen, und allen Ältesten von Israel.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.10">Und Mose gebot ihnen und sprach: Am Ende von sieben Jahren, zur Zeit <note>{Eig. zur bestimmten Zeit}</note> des Erlassjahres, am Feste der Laubhütten,</verse>
        <verse osisID="Deut.31.11">wenn ganz Israel kommt, um vor Jahwe, deinem Gott, zu erscheinen an dem Orte, den er erwählen wird, sollst du dieses Gesetz vor dem ganzen Israel lesen, vor ihren Ohren.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.12">Versammle das Volk, die Männer und die Weiber und die Kindlein, und deinen Fremdling, der in deinen Toren ist; auf dass sie hören, und auf dass sie lernen, und Jahwe, euren Gott, fürchten und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.13">Und ihre Kinder, die es nicht wissen, sollen es hören, damit sie Jahwe, euren Gott, fürchten lernen alle Tage, die ihr in dem Lande lebet, wohin ihr über den Jordan ziehet, um es in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.14">Und Jahwe sprach zu Mose: Siehe, deine Tage sind herangenaht, dass du sterben sollst; rufe Josua, und stellet euch in das Zelt der Zusammenkunft, dass ich ihm Befehl erteile. Und Mose und Josua gingen hin, und sie stellten sich in das Zelt der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.15">Und Jahwe erschien in dem Zelte, in der Wolkensäule; und die Wolkensäule stand über <note>{O. an}</note> dem Eingang des Zeltes.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.16">Und Jahwe sprach zu Mose: Siehe, du wirst dich zu deinen Vätern legen; und dieses Volk wird sich aufmachen und den fremden Göttern des Landes nachhuren, in dessen Mitte es kommt; und es wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen gemacht habe.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.17">Und mein Zorn wird an jenem Tage wider dasselbe entbrennen, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen; und es wird verzehrt werden, und viele Übel und Drangsale werden es treffen. Und es wird an jenem Tage sagen: Haben nicht darum diese Übel mich getroffen, weil mein Gott nicht in meiner Mitte ist?</verse>
        <verse osisID="Deut.31.18">Ich aber, ich werde an jenem Tage mein Angesicht gänzlich verbergen um all des Bösen willen, das es getan, weil es sich zu anderen Göttern hingewandt hat.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.19">Und nun, schreibet euch dieses Lied auf, und lehre es die Kinder Israel, lege es in ihren Mund, auf dass dieses Lied mir zum Zeugen sei gegen die Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.20">Denn ich werde sie in das Land bringen, welches ich ihren Vätern zugeschworen habe, das von Milch und Honig fliesst; und sie werden essen und satt und fett werden; und sie werden sich zu anderen Göttern wenden und ihnen dienen, und mich verachten und meinen Bund brechen.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.21">Und es wird geschehen, wenn viele Übel und Drangsale sie treffen, so wird dieses Lied Zeugnis gegen sie ablegen; denn es wird nicht vergessen werden aus dem Munde ihrer Nachkommen <note>{W. ihres Samens}</note>. Denn ich kenne ihr Sinnen, womit sie schon heute umgehen, ehe ich sie in das Land bringe, von dem ich geschworen habe.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.22">Und Mose schrieb dieses Lied an selbigem Tage auf, und er lehrte es die Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.23">Und er <note>{d.h. Jahwe}</note> gebot Josua, dem Sohne Nuns, und sprach: Sei stark und mutig! denn du, du sollst die Kinder Israel in das Land bringen, das ich ihnen zugeschworen habe; und ich will mit dir sein.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.24">Und es geschah, als Mose geendigt hatte, die Worte dieses Gesetzes in ein Buch zu schreiben bis zu ihrem Schlusse,</verse>
        <verse osisID="Deut.31.25">da gebot Mose den Leviten, welche die Lade des Bundes Jahwes trugen, und sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.31.26">Nehmet dieses Buch des Gesetzes und leget es zur Seite der Lade des Bundes Jahwes, eures Gottes, dass es daselbst zum Zeugen gegen dich sei.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.27">Denn ich kenne deine Widerspenstigkeit und deinen harten Nacken wohl. Siehe, während ich heute noch bei euch lebe, seid ihr widerspenstig gegen Jahwe gewesen; und wieviel mehr nach meinem Tode!</verse>
        <verse osisID="Deut.31.28">Versammelt zu mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Vorsteher, dass ich diese Worte vor ihren Ohren rede und den Himmel und die Erde gegen sie zu Zeugen nehme.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.29">Denn ich weiss, dass ihr euch nach meinem Tode ganz und gar verderben und von dem Wege abweichen werdet, den ich euch geboten habe; und es wird euch das Unglück begegnen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen Jahwes, ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände.</verse>
        <verse osisID="Deut.31.30">Und Mose redete vor den Ohren der ganzen Versammlung Israels die Worte dieses Liedes bis zu ihrem Schlusse:</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.32">
        <verse osisID="Deut.32.1">Horchet, ihr Himmel, und ich will reden; und die Erde höre die Worte meines Mundes!</verse>
        <verse osisID="Deut.32.2">Es träufle wie Regen meine Lehre, es fliesse wie Tau meine Rede, wie Regenschauer auf das Gras und wie Regengüsse auf das Kraut!</verse>
        <verse osisID="Deut.32.3">Denn den Namen Jahwes will ich ausrufen: Gebet Majestät <note>{W. Grösse}</note> unserem Gott!</verse>
        <verse osisID="Deut.32.4">Der Fels: Vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott <note>{El}</note> der Treue und sonder Trug, gerecht und gerade ist er!</verse>
        <verse osisID="Deut.32.5">Es hat sich gegen ihn verderbt - nicht seiner Kinder ist ihr Schandfleck - ein verkehrtes und verdrehtes Geschlecht.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.6">Vergeltet ihr also Jahwe, du törichtes und unweises Volk? Ist er nicht dein Vater, der dich erkauft <note>{And.: geschaffen}</note> hat? Er hat dich gemacht und dich bereitet.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.7">Gedenke der Tage der Vorzeit, merket auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht; frage deinen Vater, und er wird es dir kundtun, deine Ältesten, und sie werden es dir sagen.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.8">Als der Höchste den Nationen das Erbe austeilte, als er voneinander schied die Menschenkinder, da stellte er fest die Grenzen der Völker nach der Zahl der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.9">Denn Jahwes Teil ist sein Volk, Jakob die Schnur seines Erbteils.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.10">Er fand ihn im Lande der Wüste und in der Öde, dem Geheul der Wildnis; er umgab ihn, gab acht auf ihn, er behütete ihn wie seinen Augapfel.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.11">Wie der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie <note>{Eig. es, d.h. das Nest}</note> aufnimmt, sie trägt auf seinen Schwingen;</verse>
        <verse osisID="Deut.32.12">So leitete ihn Jahwe allein <note>{O. ... schwebt, breitete er seine Flügel aus, nahm ihn auf, trug ihn auf seinen Fittichen. Jahwe allein leitete ihn}</note>, und kein fremder Gott <note>{El}</note> war mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.13">Er liess ihn einherfahren auf den Höhen der Erde, und er ass den Ertrag des Feldes; und er liess ihn Honig saugen aus dem Felsen und Öl aus dem Kieselfelsen;</verse>
        <verse osisID="Deut.32.14">geronnene Milch der Kühe und Milch der Schafe <note>{Eig. des Kleinviehes}</note>, samt dem Fette der Mastschafe und Widder, der Söhne Basans, und der Böcke, samt dem Nierenfett des Weizens; und der Traube Blut trankest du, feurigen Wein.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.15">Da ward Jeschurun <note>{der Gerade, Rechtschaffene}</note> fett und schlug aus; du wurdest fett, dick, feist! Und er verliess <note>{O. verwarf}</note> Gott <note>{Eloah}</note>, der ihn gemacht hatte, und verachtete den Fels seiner Rettung.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.16">Sie reizten ihn zur Eifersucht durch fremde Götter, durch Greuel erbitterten sie ihn.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.17">Sie opferten den Dämonen, die Nicht-Gott <note>{Eloah}</note> sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die vor kurzem aufgekommen waren, die eure Väter nicht verehrten <note>{Eig. scheuten}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.18">Den Felsen, der dich gezeugt, vernachlässigtest du, und vergassest den Gott <note>{El}</note>, der dich geboren.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.19">Und Jahwe sah es und verwarf sie, vor Unwillen über seine Söhne und seine Töchter.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.20">Und er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen, will sehen, was ihr Ende sein wird; denn ein Geschlecht voll Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.21">Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch Nicht-Götter <note>{W. Nicht-Gott; (El)}</note>, haben mich erbittert durch ihre Nichtigkeiten <note>{O. Götzen}</note>; so will auch ich sie zur Eifersucht reizen durch ein Nicht-Volk, durch eine törichte Nation will ich sie erbittern.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.22">Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn und wird brennen bis in den untersten Scheol, und es wird verzehren die Erde und ihren Ertrag und entzünden die Grundfesten der Berge.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.23">Ich werde Unglück über sie häufen, meine Pfeile wider sie verbrauchen.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.24">Vergehen sie vor Hunger, und sind sie aufgezehrt von Fieberglut <note>{O. Seuche}</note> und giftiger Pest, so werde ich den Zahn wilder Tiere gegen sie senden, samt dem Gifte der im Staube Schleichenden.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.25">Draussen wird das Schwert rauben, und in den Gemächern der Schrecken: den Jüngling wie die Jungfrau, den Säugling mit dem greisen Manne.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.26">Ich hätte gesagt: Ich will sie zerstreuen, ihrem Gedächtnis unter den Menschen ein Ende machen!</verse>
        <verse osisID="Deut.32.27">Wenn ich die Kränkung von seiten des Feindes nicht fürchtete, dass ihre Widersacher es verkännten, dass sie sprächen: Unsere Hand war erhaben, und nicht Jahwe hat dies alles getan!</verse>
        <verse osisID="Deut.32.28">Denn sie sind eine Nation, die allen Rat verloren hat; und kein Verständnis ist in ihnen.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.29">Wenn sie weise wären, so würden sie dieses verstehen, ihr Ende bedenken.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.30">Wie könnte einer Tausend jagen, und zwei Zehntausend in die Flucht treiben, wäre es nicht, dass ihr Fels sie verkauft und Jahwe sie preisgegeben hätte?</verse>
        <verse osisID="Deut.32.31">Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels: dessen sind unsere Feinde selbst Richter!</verse>
        <verse osisID="Deut.32.32">Denn von dem Weinstock Sodoms ist ihr Weinstock und von den Fluren Gomorras; ihre Beeren sind Giftbeeren, bitter sind ihre Trauben.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.33">Gift der Drachen <note>{O. Schlangen}</note> ist ihr Wein und grausames Gift der Nattern.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.34">Ist dieses nicht bei mir verborgen, versiegelt in meinen Schatzkammern?</verse>
        <verse osisID="Deut.32.35">Mein ist die Rache und die Vergeltung für die Zeit, da ihr Fuss wanken wird; denn nahe ist der Tag ihres Verderbens, und was ihnen bevorsteht, eilt herbei.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.36">Denn Jahwe wird sein Volk richten <note>{O. seinem Volke Recht verschaffen}</note>, und er wird sich's gereuen lassen <note>{O. sich erbarmen. Vergl. Ps. 135,14}</note> über seine Knechte, wenn er sehen wird, dass geschwunden die Kraft, und der Gebundene und der Freie dahin ist.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.37">Und er wird sagen: Wo sind ihre Götter, der Fels, auf den sie vertrauten,</verse>
        <verse osisID="Deut.32.38">welche das Fett ihrer Schlachtopfer assen, den Wein ihrer Trankopfer tranken? Sie mögen aufstehen und euch helfen, mögen ein Schirm über euch sein!</verse>
        <verse osisID="Deut.32.39">Sehet nun, dass ich, ich bin, der da ist <note>{W. dass ich, ich bin er, derselbe. Dieser Ausdruck wird zu einem Namen Gottes; Vergl. Neh. 9,6; Ps. 102,27 usw.}</note>, und kein Gott neben mir! Ich töte, und ich mache lebendig, ich zerschlage, und ich heile; und niemand ist, der aus meiner Hand errettet!</verse>
        <verse osisID="Deut.32.40">Denn ich erhebe zum Himmel meine Hand und spreche: Ich lebe ewiglich <note>{O. So wahr ich ewiglich lebe!}</note>!</verse>
        <verse osisID="Deut.32.41">Wenn ich mein blitzendes Schwert <note>{W. den Blitz meines Schwertes}</note> geschärft habe und meine Hand zum Gericht greift, so werde ich Rache erstatten meinen Feinden und Vergeltung geben meinen Hassern.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.42">Meine Pfeile werde ich berauschen mit Blut, und mein Schwert wird Fleisch fressen - mit dem Blute der Erschlagenen und Gefangenen - von dem Haupte der Fürsten des Feindes <note>{And. üb.: vom behaarten Haupte des Feindes}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.43">Jubelt, ihr Nationen, mit seinem Volke <note>{O. Jubelt ... seinem Volke zu. Eig. Bejubelt... sein Volk}</note>! denn er wird rächen das Blut seiner Knechte und wird Rache erstatten seinen Feinden, und seinem Lande, seinem Volke, vergeben. -</verse>
        <verse osisID="Deut.32.44">Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volkes, er und Hosea <note>{Vergl. 4. Mose 13,16}</note>, der Sohn Nuns.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.45">Und als Mose alle diese Worte zu dem ganzen Israel ausgeredet hatte, da sprach er zu ihnen:</verse>
        <verse osisID="Deut.32.46">Richtet euer Herz auf alle die Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern befehlet, dass sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.47">Denn es ist nicht ein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben; und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Lande, wohin ihr über den Jordan ziehet, um es in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.48">Und Jahwe redete zu Mose an diesem selbigen Tage und sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.32.49">Steige auf dieses Gebirge Abarim, den Berg Nebo, der im Lande Moab liegt, der Jericho gegenüber ist, und sieh das Land Kanaan, das ich den Kindern Israel zum Eigentum gebe;</verse>
        <verse osisID="Deut.32.50">und du wirst sterben auf dem Berge, auf welchen du steigen wirst, und zu deinen Völkern versammelt werden; gleichwie dein Bruder Aaron auf dem Berge Hor gestorben ist und zu seinen Völkern versammelt wurde;</verse>
        <verse osisID="Deut.32.51">darum dass ihr treulos gegen mich gehandelt habt inmitten der Kinder Israel an dem Wasser von Meriba-Kades <note>{O. an dem Haderwasser von Kades}</note> in der Wüste Zin, darum dass ihr mich nicht geheiligt habt inmitten der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Deut.32.52">Denn vor dir sollst du das Land sehen, aber du sollst nicht in das Land hineinkommen, das ich den Kindern Israel gebe.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.33">
        <verse osisID="Deut.33.1">Und dies ist der Segen, womit Mose, der Mann Gottes, die Kinder Israel vor seinem Tode gesegnet hat. Und er sprach:</verse>
        <verse osisID="Deut.33.2">Jahwe ist vom Sinai hergekommen und ist ihnen aufgegangen von Seir; er ist hervorgestrahlt von dem Berge Paran und ist gekommen von heiligen Myriaden. Aus seiner Rechten ging Gesetzesfeuer für sie hervor.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.3">Ja, er liebt die Völker <note>{O. Stämme}</note>; alle seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie lagern <note>{O. lagerten... empfing}</note> zu deinen Füssen, ein jeder <note>{W. er}</note> empfängt <note>{O. lagerten ... empfing}</note> von deinen Worten.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.4">Ein Gesetz hat uns Mose geboten, ein Erbe der Versammlung Jakobs.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.5">Und er ward König in Jeschurun, als sich versammelten die Häupter des Volkes, die Stämme Israels allzumal. -</verse>
        <verse osisID="Deut.33.6">Ruben lebe und sterbe nicht, und seiner Männer sei eine Zahl!</verse>
        <verse osisID="Deut.33.7">Und dieses von Juda; und er sprach: Höre, Jahwe, die Stimme Judas und bringe ihn zu seinem Volke; seine Hände seien mächtig für ihn <note>{O. mit seinen Händen sei er mächig für dasselbe}</note>, und hilf ihm von seinen Bedrängern!</verse>
        <verse osisID="Deut.33.8">Und von Levi sprach er: Deine Thummim und deine Urim sind für deinen Frommen <note>{W. den Mann, deinen Frommen}</note>, den du versucht hast zu Massa, mit dem du hadertest bei dem Wasser von Meriba;</verse>
        <verse osisID="Deut.33.9">der von seinem Vater und von seiner Mutter sprach: Ich sehe ihn nicht; und der seine Brüder nicht kannte und von seinen Söhnen nichts wusste <note>{Vergl. 2. Mose 32,26 usw.}</note>. Denn sie haben dein Wort beobachtet, und deinen Bund bewahrten sie.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.10">Sie werden Jakob lehren deine Rechte, und Israel dein Gesetz; sie werden Weihrauch legen vor deine Nase und Ganzopfer auf deinen Altar.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.11">Segne, Jahwe, sein Vermögen <note>{O. seine Kraft}</note>, und das Werk seiner Hände lass dir wohlgefallen; zerschmettere die Lenden derer, die sich wider ihn erheben, und seiner Hasser, dass sie nicht mehr aufstehen!</verse>
        <verse osisID="Deut.33.12">Von Benjamin sprach er: Der Liebling Jahwes! In Sicherheit wird er bei ihm wohnen; er beschirmt ihn den ganzen Tag, und zwischen seinen Schultern wohnt er.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.13">Und von Joseph sprach er: Gesegnet von Jahwe sei sein Land - vom Köstlichsten des Himmels, vom Tau, und von der Tiefe, die unten lagert;</verse>
        <verse osisID="Deut.33.14">und vom Köstlichsten der Erträge der Sonne und vom Köstlichsten der Triebe der Monde <note>{Sonne und Monde sind hier wohl gleichbedeutend mit Jahr und Monaten}</note>;</verse>
        <verse osisID="Deut.33.15">und vom Vorzüglichsten der Berge der Urzeit und vom Köstlichsten der ewigen Hügel;</verse>
        <verse osisID="Deut.33.16">und vom Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle; - und das Wohlgefallen dessen, der im Dornbusch wohnte: Es komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Abgesonderten unter seinen Brüdern <note>{Vergl. 1. Mose 49,26}</note>!</verse>
        <verse osisID="Deut.33.17">Sein ist die Majestät des Erstgeborenen seines Stieres; und Hörner des Wildochsen sind seine Hörner. Mit ihnen wird er die Völker niederstossen allzumal bis an die Enden der Erde. Und das sind die Zehntausende Ephraims, und das die Tausende Manasses.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.18">Und von Sebulon sprach er: Freue dich, Sebulon, deines Auszugs, und du, Issaschar, deiner Zelte!</verse>
        <verse osisID="Deut.33.19">Sie werden Völker zum Berge laden; daselbst werden sie Opfer der Gerechtigkeit opfern; denn sie werden saugen die Fülle der Meere und die verborgenen Schätze des Sandes <note>{d.h. des Festlandes}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.20">Und von Gad sprach er: Gesegnet sei, der Gad Raum schafft! Wie eine Löwin lagert er und zerreisst Arm und Scheitel.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.21">Und er hat das Erste des Landes sich ersehen, denn dort war der Anteil des Gesetzgebers aufbewahrt <note>{d.h. für ihn; oder für Mose, da Mose auf dem Gebiete Gads begraben wurde}</note>; und er ist an der Spitze <note>{O. mit den Häuptern}</note> des Volkes gezogen, hat ausgeführt die Gerechtigkeit Jahwes und seine Gerichte mit <note>{And.: seine Rechte gegenüber}</note> Israel <note>{Vergl. 4. Mose 32,29-33}</note>.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.22">Und von Dan sprach er: Dan ist ein junger Löwe, der hervorspringt aus Basan.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.23">Und von Naphtali sprach er: Naphtali, gesättigt mit Huld und voll des Segens Jahwes! Westen und Süden nimm in Besitz!</verse>
        <verse osisID="Deut.33.24">Und von Aser sprach er: Gesegnet an Söhnen sei Aser; er sei wohlgefällig seinen Brüdern, und er tauche in Öl seinen Fuss!</verse>
        <verse osisID="Deut.33.25">Eisen und Erz seien deine Riegel, und wie deine Tage, so deine Kraft <note>{And.: Ruhe}</note>!</verse>
        <verse osisID="Deut.33.26">Keiner ist wie der Gott <note>{El}</note> Jeschuruns, der auf den Himmeln einherfährt zu deiner Hilfe, und in seiner Hoheit auf den Wolken.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.27">Deine Wohnung ist der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme; und er vertreibt vor dir den Feind und spricht: Vertilge!</verse>
        <verse osisID="Deut.33.28">Und Israel wohnt sicher, abgesondert der Quell Jakobs, in einem Lande von Korn und Most; und sein Himmel träufelt Tau.</verse>
        <verse osisID="Deut.33.29">Glückselig bist du, Israel! wer ist wie du, ein Volk, gerettet durch Jahwe, den Schild deiner Hilfe, und der das Schwert deiner Hoheit ist? Und es werden dir schmeicheln <note>{Eig. dir Gehorsam heucheln}</note> deine Feinde, und du, du wirst einherschreiten auf ihren Höhen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Deut.34">
        <verse osisID="Deut.34.1">Und Mose stieg von den Ebenen Moabs auf den Berg Nebo, den Gipfel des Pisga, der Jericho gegenüber ist. Und Jahwe liess ihn das ganze Land sehen: das Gilead bis Dan,</verse>
        <verse osisID="Deut.34.2">und das ganze Naphtali und das Land Ephraim und Manasse, und das ganze Land Juda bis zum hinteren Meere;</verse>
        <verse osisID="Deut.34.3">und den Süden und den Jordankreis, die Niederung von Jericho, der Palmenstadt, bis Zoar.</verse>
        <verse osisID="Deut.34.4">Und Jahwe sprach zu ihm: Das ist das Land, welches ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinem Samen will ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen sehen lassen, aber du sollst nicht hinübergehen.</verse>
        <verse osisID="Deut.34.5">Und Mose, der Knecht Jahwes, starb daselbst im Lande Moab, nach dem Worte <note>{W. Munde}</note> Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Deut.34.6">Und er begrub ihn im Tale, im Lande Moab, Beth-Peor gegenüber; und niemand weiss sein Grab bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Deut.34.7">Und Mose war 120 Jahre alt, als er starb; sein Auge war nicht schwach geworden, und seine Kraft nicht geschwunden.</verse>
        <verse osisID="Deut.34.8">Und die Kinder Israel beweinten Mose in den Ebenen Moabs dreissig Tage lang; und es wurden die Tage des Weinens der Trauer um Mose vollendet.</verse>
        <verse osisID="Deut.34.9">Und Josua, der Sohn Nuns, war erfüllt mit dem Geiste der Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt; und die Kinder Israel gehorchten ihm und taten, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Deut.34.10">Und es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, welchen Jahwe gekannt hätte von Angesicht zu Angesicht,</verse>
        <verse osisID="Deut.34.11">nach all den Zeichen und Wundern, die Jahwe ihn gesandt hatte zu tun im Lande Ägypten, an dem Pharao und an allen seinen Knechten und an seinem ganzen Lande;</verse>
        <verse osisID="Deut.34.12">und nach all der starken Hand und nach all dem Grossen und Furchtbaren <note>{Eig. nach all dem grossen Furchtbaren}</note>, das Mose vor den Augen des ganzen Israel getan hat.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="Josh">
      <chapter osisID="Josh.1">
        <verse osisID="Josh.1.1">Und es geschah nach dem Tode Moses, des Knechtes Jahwes, da sprach Jahwe zu Josua,  <note>{S. die Anm. zu 2. Mose 17,9}</note>  dem Sohne Nuns, dem Diener Moses, und sagte:</verse>
        <verse osisID="Josh.1.2">Mein Knecht Mose ist gestorben; und nun, mache dich auf, gehe über diesen Jordan, du und dieses ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Kindern Israel, gebe.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.3">Jeden Ort, auf den eure Fusssohle treten wird, euch habe ich ihn gegeben, so wie ich zu Mose geredet habe.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.4">Von der Wüste und diesem Libanon bis zum grossen Strome, dem Strome Phrat, das ganze Land der Hethiter, und bis zum grossen Meere gegen Sonnenuntergang, soll eure Grenze sein.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.5">Es soll niemand vor dir bestehen alle Tage deines Lebens: so wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir sein; ich werde dich nicht versäumen und dich nicht verlassen.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.6">Sei stark und mutig! denn du, du sollst diesem Volke das Land als Erbe austeilen, das ich ihren Vätern geschworen habe, ihnen zu geben.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.7">Nur sei sehr stark und mutig, dass du darauf achtest, zu tun nach dem ganzen Gesetz, welches mein Knecht Mose dir geboten hat. Weiche nicht davon ab zur Rechten noch zur Linken, auf dass es dir gelinge überall, wohin du gehst.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.8">Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Munde weichen, und du sollst darüber sinnen Tag und Nacht, auf dass du darauf achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist; denn alsdann wirst du auf deinem Wege Erfolg haben, und alsdann wird es dir gelingen.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.9">Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! denn Jahwe, dein Gott, ist mit dir überall, wohin du gehst.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.10">Und Josua gebot den Vorstehern des Volkes und sprach: Gehet mitten durch das Lager und gebietet dem Volke und sprechet:</verse>
        <verse osisID="Josh.1.11">Bereitet euch Zehrung; denn in noch drei Tagen werdet ihr über diesen Jordan ziehen, um hinzukommen, das Land in Besitz zu nehmen, welches Jahwe, euer Gott, euch gibt, es zu besitzen.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.12">Und zu den Rubenitern und zu den Gaditern und zu dem halben Stamme Manasse sprach Josua und sagte:</verse>
        <verse osisID="Josh.1.13">Gedenket des Wortes, das Mose, der Knecht Jahwes, euch geboten hat, indem er sprach: Jahwe, euer Gott, schafft euch Ruhe und gibt euch dieses Land.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.14">Eure Weiber, eure Kinder und euer Vieh sollen in dem Lande bleiben, das Mose euch diesseit des Jordan gegeben hat; ihr aber, alle streitbaren Männer, sollt gerüstet vor euren Brüdern hinüberziehen und ihnen helfen,</verse>
        <verse osisID="Josh.1.15">bis Jahwe euren Brüdern Ruhe schafft wie euch, und auch sie das Land besitzen, welches Jahwe, euer Gott, ihnen gibt. Dann sollt ihr in das Land eures Besitztums zurückkehren und es besitzen, welches Mose, der Knecht Jahwes, euch gegeben hat, diesseit des Jordan, gegen Sonnenaufgang.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.16">Und sie antworteten Josua und sprachen: Alles, was du uns geboten hast, wollen wir tun, und wohin irgend du uns senden wirst, wollen wir gehen.</verse>
        <verse osisID="Josh.1.17">Nach allem wie wir Mose gehorcht haben, also wollen wir dir gehorchen. Nur möge Jahwe, dein Gott, mit dir sein, wie er mit Mose gewesen ist!</verse>
        <verse osisID="Josh.1.18">Jedermann, der deinem Befehle widerspenstig ist und nicht auf deine Worte hört in allem, was du uns gebietest, soll getötet werden. Nur sei stark und mutig!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.2">
        <verse osisID="Josh.2.1">Und Josua, der Sohn Nuns, sandte von Sittim heimlich zwei Männer als Kundschafter aus und sprach: Gehet, besehet das Land und Jericho. Und sie gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, namens Rahab; und sie legten sich daselbst nieder.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.2">Und es wurde dem König von Jericho berichtet und gesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Männer von den Kindern Israel hierhergekommen, um das Land zu erforschen.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.3">Da sandte der König von Jericho zu Rahab und liess ihr sagen: Führe die Männer heraus, die zu dir gekommen, die in dein Haus eingekehrt sind; denn sie sind gekommen, um das ganze Land zu erforschen.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.4">Das Weib aber nahm die zwei Männer und verbarg sie. Und sie sprach: Allerdings sind die Männer zu mir gekommen, aber ich wusste nicht, woher sie waren;</verse>
        <verse osisID="Josh.2.5">und als das Tor beim Dunkelwerden geschlossen werden sollte, da gingen die Männer hinaus; ich weiss nicht, wohin die Männer gegangen sind. Jaget ihnen eilends nach, denn ihr werdet sie erreichen.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.6">Sie hatte sie aber auf das Dach hinaufgeführt und unter Flachsstengel versteckt, die sie sich auf dem Dache aufgeschichtet <note>{O. ausgebreitet}</note> hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.7">Und die Männer jagten ihnen nach, des Weges zum Jordan, nach den Furten hin <note>{O. bis zu den Furten}</note>; und man schloss das Tor, sobald die, welche ihnen nachjagten, hinaus waren.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.8">Und ehe sie sich niederlegten, stieg sie zu ihnen auf das Dach hinauf</verse>
        <verse osisID="Josh.2.9">und sprach zu den Männern: Ich weiss, dass Jahwe euch das Land gegeben hat, und dass euer Schrecken auf uns gefallen ist, und dass alle Bewohner des Landes vor euch verzagt sind.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.10">Denn wir haben gehört, dass Jahwe die Wasser des Schilfmeeres vor euch ausgetrocknet hat, als ihr aus Ägypten zoget, und was ihr den beiden Königen der Amoriter getan, die jenseit des Jordan waren, dem Sihon und dem Og, die ihr verbannt habt.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.11">Und wir hörten es, und unser Herz zerschmolz, und es blieb kein Mut mehr vor euch in irgend einem Menschen; denn Jahwe, euer Gott, ist Gott im Himmel oben und auf der Erde unten.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.12">Und nun schwöret mir doch bei Jahwe, weil ich Güte an euch erwiesen habe, dass auch ihr an meines Vaters Hause Güte erweisen werdet; und gebet mir ein zuverlässiges Zeichen,</verse>
        <verse osisID="Josh.2.13">und lasset meinen Vater und meine Mutter und meine Brüder und meine Schwestern und alle ihre Angehörigen am Leben und errettet unsere Seelen vom Tode <note>{O. dass ihr meinen Vater... am Leben lassen und unsere Seelen vom Tode erretten werdet}</note>!</verse>
        <verse osisID="Josh.2.14">Und die Männer sprachen zu ihr: Unsere Seele soll an eurer Statt sterben, wenn ihr diese unsere Sache nicht verratet; und es soll geschehen, wenn Jahwe uns das Land gibt, so werden wir Güte und Treue <note>{Eig. Wahrheit}</note> an dir erweisen.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.15">Da liess sie sie an einem Seile durch das Fenster hinunter; denn ihr Haus war in der Stadtmauer <note>{Eig. in der Wand der Stadtmauer}</note>, und sie wohnte in der Stadtmauer.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.16">Und sie sprach zu ihnen: Gehet in das Gebirge, damit die Nachjagenden euch nicht treffen; und verberget euch daselbst drei Tage, bis die Nachjagenden zurückgekehrt sind, und danach gehet eures Weges.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.17">Und die Männer sprachen zu ihr: Wir werden dieses deines Eides ledig sein, den du uns hast schwören lassen:</verse>
        <verse osisID="Josh.2.18">Siehe, wenn wir in das Land kommen, so sollst du diese Schnur von Karmesinfaden in das Fenster binden, durch welches du uns heruntergelassen hast, und sollst deinen Vater und deine Mutter und deine Brüder und das ganze Haus deines Vaters zu dir ins Haus versammeln;</verse>
        <verse osisID="Josh.2.19">und es soll geschehen, wer irgend aus der Tür deines Hauses auf die Strasse gehen wird, dessen Blut sei auf seinem Haupte, und wir werden unseres Eides ledig sein. Jeder aber, der bei dir im Hause sein wird, dessen Blut sei auf unserem Haupte, wenn Hand an ihn gelegt wird.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.20">Und wenn du diese unsere Sache verrätst, so werden wir deines Eides ledig sein, den du uns hast schwören lassen.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.21">Und sie sprach: Nach euren Worten, also sei es! Und sie entliess sie, und sie gingen weg. Und sie band die Karmesinschnur ins Fenster.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.22">Und sie gingen weg und kamen in das Gebirge und blieben daselbst drei Tage, bis die Nachjagenden zurückgekehrt waren. Und die Nachjagenden suchten sie auf dem ganzen Wege und fanden sie nicht.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.23">Und die beiden Männer kehrten zurück und stiegen von dem Gebirge herab, und sie gingen hinüber und kamen zu Josua, dem Sohne Nuns; und sie erzählten ihm alles, was ihnen begegnet war.</verse>
        <verse osisID="Josh.2.24">Und sie sprachen zu Josua: Jahwe hat das ganze Land in unsere Hand gegeben, und auch sind alle Bewohner des Landes vor uns verzagt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.3">
        <verse osisID="Josh.3.1">Da machte sich Josua des Morgens früh auf, und sie brachen auf von Sittim und kamen an den Jordan, er und alle Kinder Israel; und sie rasteten daselbst, ehe sie hinüberzogen.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.2">Und es geschah am Ende von drei Tagen, da gingen die Vorsteher mitten durch das Lager,</verse>
        <verse osisID="Josh.3.3">und sie geboten dem Volke und sprachen: Sobald ihr die Lade des Bundes Jahwes, eures Gottes, sehet, und die Priester, die Leviten, sie tragen, dann sollt ihr von eurem Orte aufbrechen und ihr nachfolgen.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.4">Doch soll zwischen euch und ihr eine Entfernung sein bei zweitausend Ellen an Mass. Ihr sollt ihr nicht nahen, auf dass ihr den Weg wisset, auf dem ihr gehen sollt; denn ihr seid des Weges früher nicht gezogen.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.5">Und Josua sprach zu dem Volke: Heiliget euch; denn morgen wird Jahwe in eurer Mitte Wunder tun.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.6">Und Josua sprach zu den Priestern und sagte: Nehmet die Lade des Bundes auf und ziehet vor dem Volke hinüber. Und sie nahmen die Lade des Bundes auf und zogen vor dem Volke her.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.7">Und Jahwe sprach zu Josua: An diesem Tage will ich beginnen, dich in den Augen von ganz Israel gross zu machen, damit sie wissen, dass, so wie ich mit Mose gewesen bin, ich mit dir sein werde.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.8">Und du sollst den Priestern, welche die Lade des Bundes tragen, gebieten und sprechen: Wenn ihr an den Rand des Wassers des Jordan kommet, so bleibet im Jordan stehen.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.9">Und Josua sprach zu den Kindern Israel: Tretet herzu und höret die Worte Jahwes, eures Gottes!</verse>
        <verse osisID="Josh.3.10">Und Josua sprach: Hieran sollt ihr wissen, dass der lebendige Gott <note>{El}</note> in eurer Mitte ist, und dass er die Kanaaniter und die Hethiter und die Hewiter und die Perisiter und die Girgasiter und die Amoriter und die Jebusiter gewisslich vor euch austreiben wird.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.11">Siehe, die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde zieht vor euch her in den Jordan.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.12">Und nun nehmet euch zwölf Männer aus den Stämmen Israels, je einen Mann für den <note>{O. vom}</note> Stamm.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.13">Und es wird geschehen, wenn die Fusssohlen der Priester, welche die Lade Jahwes, des Herrn der ganzen Erde, tragen, in den Wassern des Jordan ruhen, so werden die Wasser des Jordan, die von oben herabfliessenden Wasser, abgeschnitten werden, und sie werden stehen bleiben wie ein Damm.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.14">Und es geschah, als das Volk aus seinen Zelten aufbrach, um über den Jordan zu ziehen, indem die Priester die Lade des Bundes vor dem Volke hertrugen,</verse>
        <verse osisID="Josh.3.15">und sobald die Träger der Lade an den Jordan kamen, und die Füsse der Priester, welche die Lade trugen, in den Rand des Wassers tauchten, - der Jordan aber ist voll über alle seine Ufer die ganze Zeit der Ernte hindurch, -</verse>
        <verse osisID="Josh.3.16">da blieben die von oben herabfliessenden Wasser stehen; sie richteten sich auf wie ein Damm, sehr fern, bei Adam, der Stadt, die seitwärts von Zarethan liegt; und die nach dem Meere der Ebene <note>{H. Araba; vergl. die Anm. zu 5. Mose 1,1}</note>, dem Salzmeere, hinabfliessenden wurden völlig abgeschnitten. Und das Volk zog hindurch, Jericho gegenüber.</verse>
        <verse osisID="Josh.3.17">Und die Priester, welche die Lade des Bundes Jahwes trugen, standen festen Fusses auf dem Trockenen in der Mitte des Jordan; und ganz Israel zog auf dem Trockenen hinüber, bis die ganze Nation vollends über den Jordan gegangen war.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.4">
        <verse osisID="Josh.4.1">Und es geschah, als die ganze Nation vollends über den Jordan gezogen war, da sprach Jahwe zu Josua und sagte:</verse>
        <verse osisID="Josh.4.2">Nehmet euch aus dem Volke zwölf Männer, je einen Mann aus einem Stamme,</verse>
        <verse osisID="Josh.4.3">und gebietet ihnen und sprechet: Hebet euch auf von hier, aus der Mitte des Jordan, von dem Standorte, wo die Füsse der Priester festgestanden haben, zwölf Steine; und bringet sie mit euch hinüber und leget sie nieder in dem Nachtlager, wo ihr diese Nacht übernachten werdet.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.4">Und Josua rief die zwölf Männer, die er aus den Kindern Israel bestellt hatte, je einen Mann aus einem Stamme.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.5">Und Josua sprach zu ihnen: Gehet hinüber, vor die Lade Jahwes, eures Gottes, in die Mitte des Jordan, und hebet euch ein jeder einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme der Kinder Israel,</verse>
        <verse osisID="Josh.4.6">damit dies ein Zeichen unter euch sei. Wenn eure Kinder künftig fragen und sprechen: Was bedeuten euch diese Steine?</verse>
        <verse osisID="Josh.4.7">so sollt ihr zu ihnen sagen: dass <note>{O. weil}</note> die Wasser des Jordan vor der Lade des Bundes Jahwes abgeschnitten wurden; als sie durch den Jordan ging, wurden die Wasser des Jordan abgeschnitten. Und diese Steine sollen für die Kinder Israel zum Gedächtnis sein ewiglich.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.8">Und die Kinder Israel taten also, wie Josua geboten hatte, und hoben zwölf Steine auf aus der Mitte des Jordan, so wie Jahwe zu Josua geredet hatte, nach der Zahl der Stämme der Kinder Israel; und sie brachten sie mit sich in das Nachtlager hinüber und legten sie daselbst nieder.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.9">Und zwölf Steine richtete Josua auf in der Mitte des Jordan, an der Stelle, wo die Füsse der Priester gestanden hatten, welche die Lade des Bundes trugen; und sie sind daselbst bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.10">Und die Priester, welche die Lade trugen, blieben in der Mitte des Jordan stehen, bis alles vollendet war, was Jahwe dem Josua geboten hatte, zu dem Volke zu reden, nach allem, was Mose dem Josua geboten hatte. Und das Volk eilte und zog hinüber.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.11">Und es geschah, als das ganze Volk vollends hinübergezogen war, da zogen die Lade Jahwes und die Priester angesichts des Volkes hinüber.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.12">Und die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse zogen gerüstet vor den Kindern Israel her, wie Mose zu ihnen geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.13">Bei 40000 zum Heere <note>{O. zum Kriege}</note> Gerüstete zogen sie vor Jahwe her zum Streit in die Ebenen von Jericho.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.14">An selbigem Tage machte Jahwe den Josua gross in den Augen von ganz Israel; und sie fürchteten ihn, wie sie Mose gefürchtet hatten, alle Tage seines Lebens.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.15">Und Jahwe sprach zu Josua und sagte:</verse>
        <verse osisID="Josh.4.16">Gebiete den Priestern, welche die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.17">Und Josua gebot den Priestern und sprach: Steiget aus dem Jordan herauf!</verse>
        <verse osisID="Josh.4.18">Und es geschah, als die Priester, welche die Lade des Bundes Jahwes trugen, aus der Mitte des Jordan heraufstiegen, als die Fusssohlen der Priester sich abgerissen hatten auf das Trockene, da kehrten die Wasser des Jordan an ihren Ort zurück, und sie flossen wie früher über alle seine Ufer.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.19">Und das Volk stieg aus dem Jordan herauf am Zehnten des ersten Monats; und sie lagerten sich in Gilgal an der Ostgrenze von Jericho.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.20">Und jene zwölf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Josua zu Gilgal auf.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.21">Und er sprach zu den Kindern Israel und sagte: Wenn eure Kinder künftig ihre Väter fragen und sprechen: Was bedeuten diese Steine? -</verse>
        <verse osisID="Josh.4.22">so sollt ihr es euren Kindern kundtun und sprechen: Auf trockenem Boden ist Israel durch diesen Jordan gezogen.</verse>
        <verse osisID="Josh.4.23">Denn Jahwe, euer Gott, hat die Wasser des Jordan vor euch ausgetrocknet, bis ihr hinübergezogen waret, so wie Jahwe, euer Gott, mit dem Schilfmeere tat, das er vor uns austrocknete, bis wir hinübergezogen waren:</verse>
        <verse osisID="Josh.4.24">damit alle Völker der Erde die Hand Jahwes erkennten, dass sie stark ist; damit ihr Jahwe, euren Gott, fürchtet alle Tage.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.5">
        <verse osisID="Josh.5.1">Und es geschah, als alle Könige der Amoriter, die diesseit des Jordan westwärts, und alle Könige der Kanaaniter, die am Meere waren, hörten, dass Jahwe die Wasser des Jordan vor den Kindern Israel ausgetrocknet hatte, bis wir <note>{Nach and. Lesart: sie}</note> hinübergezogen waren, da zerschmolz ihr Herz, und es war kein Mut mehr in ihnen vor den Kindern Israel.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.2">In selbiger Zeit sprach Jahwe zu Josua: Mache dir Steinmesser <note>{And. üb.: scharfe Messer}</note> und beschneide wiederum die Kinder Israel zum zweiten Male.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.3">Und Josua machte sich Steinmesser und beschnitt die Kinder Israel am Hügel Araloth <note>{d.h. der Vorhäute}</note>.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.4">Und dies ist die Sache, warum Josua sie beschnitt: Das ganze Volk, das aus Ägypten gezogen war, die Männlichen, alle Kriegsleute, waren in der Wüste gestorben, auf dem Wege, als sie aus Ägypten zogen.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.5">Denn das ganze Volk, welches auszog, war beschnitten; aber das ganze Volk, das in der Wüste geboren war, auf dem Wege, als sie aus Ägypten zogen, hatte man nicht beschnitten.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.6">Denn die Kinder Israel wanderten vierzig Jahre in der Wüste, bis die ganze Nation der Kriegsleute, die aus Ägypten gezogen, aufgerieben war, welche nicht gehört hatten auf die Stimme Jahwes, denen Jahwe geschworen hatte, sie das Land nicht sehen zu lassen, welches Jahwe ihren Vätern geschworen hatte, uns zu geben, ein Land, das von Milch und Honig fliesst.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.7">Und ihre Söhne, die er an ihrer Statt aufkommen liess, diese beschnitt Josua; denn sie hatten Vorhaut, weil man sie auf dem Wege nicht beschnitten hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.8">Und es geschah, als die ganze Nation vollends beschnitten war, da blieben sie an ihrem Orte im Lager, bis sie heil waren.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.9">Und Jahwe sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt. Und man gab selbigem Orte den Namen Gilgal <note>{Abwälzung}</note> bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.10">Und die Kinder Israel lagerten in Gilgal; und sie feierten das Passah am vierzehnten Tage des Monats, am Abend, in den Ebenen von Jericho.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.11">Und sie assen am anderen Tage nach dem Passah von dem Erzeugnis <note>{O. Getreide}</note> des Landes, ungesäuertes Brot und geröstete Körner, an diesem selbigen Tage.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.12">Und das Man hörte auf am anderen Tage, als sie von dem Erzeugnis <note>{O. Getreide}</note> des Landes assen, und es gab für die Kinder Israel kein Man mehr; und sie assen von dem Ertrage des Landes Kanaan in jenem Jahre.</verse>
        <verse osisID="Josh.5.13">Und es geschah, als Josua bei Jericho war, da erhob er seine Augen auf und sah: und siehe, ein Mann stand vor ihm, und sein Schwert gezückt in seiner Hand. Und Josua ging auf ihn zu und sprach zu ihm: Bist du für uns oder für unsere Feinde <note>{O. Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden?}</note>?</verse>
        <verse osisID="Josh.5.14">Und er sprach: Nein, sondern als der Oberste des Heeres Jahwes bin ich <note>{O. sondern ich bin der Oberste... , ich bin}</note> jetzt gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde und huldigte <note>{Anderswo: sich niederwerfen, anbeten}</note> ihm und sprach zu ihm: Was redet mein Herr zu seinem Knechte?</verse>
        <verse osisID="Josh.5.15">Und der Oberste des Heeres Jahwes sprach zu Josua: Ziehe deinen Schuh aus von deinem Fusse; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig! Und Josua tat also.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.6">
        <verse osisID="Josh.6.1">Und Jericho hatte seine Tore geschlossen und war verriegelt vor den Kindern Israel; niemand ging aus, und niemand ging ein.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.2">Und Jahwe sprach zu Josua: Siehe, ich habe Jericho und seinen König und die streitbaren Männer in deine Hand gegeben.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.3">Und ihr sollt die Stadt umziehen, alle Kriegsleute, einmal rings um die Stadt her; also sollst du sechs Tage tun.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.4">Und sieben Priester sollen sieben Hallposaunen <note>{Die Wortsilbe "Hall-" ist dasselbe Wort wie "Jubel", 3. Mose 25,10}</note> vor der Lade hertragen. Und am siebten Tage sollt ihr die Stadt siebenmal umziehen, und die Priester sollen in die Posaunen stossen.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.5">Und es soll geschehen, wenn man das Lärmhorn <note>{And.: Widderhorn; vergl 2. Mose 19,13}</note> anhaltend bläst, wenn ihr den Schall der Posaune höret, so soll das ganze Volk ein grosses Geschrei <note>{Eig. Jauchzen, Feldgeschrei; so auch V.10 usw.}</note> erheben; und die Mauer der Stadt wird an ihrer Stelle einstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, ein jeder gerade vor sich hin.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.6">Und Josua, der Sohn Nuns, rief die Priester und sprach zu ihnen: Nehmet die Lade des Bundes auf, und sieben Priester sollen sieben Hallposaunen vor der Lade Jahwes hertragen.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.7">Und er sprach zu dem Volke: Gehet hin und umziehet die Stadt; und die Gerüsteten sollen vor der Lade Jahwes hergehen.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.8">Und es geschah, als Josua zu dem Volke geredet hatte, da zogen die sieben Priester hin, welche die sieben Hallposaunen vor Jahwe hertrugen, und stiessen in die Posaunen; und die Lade des Bundes Jahwes folgte hinter ihnen.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.9">Und die Gerüsteten zogen vor den Priestern her, welche in die Posaunen stiessen, und der Nachzug ging hinter der Lade her, indem sie <note>{d.h. die Priester}</note> fort und fort in die Posaunen stiessen.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.10">Und Josua hatte dem Volke geboten und gesagt: Ihr sollt kein Geschrei erheben und eure Stimme nicht hören lassen, und kein Wort soll aus eurem Munde gehen; bis zu dem Tage, da ich zu euch sage: Erhebet ein Geschrei! dann sollt ihr ein Geschrei erheben.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.11">Und die Lade Jahwes umzog die Stadt, einmal rings um sie her; und sie kamen in das Lager und übernachteten im Lager.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.12">Und Josua machte sich des Morgens früh auf, und die Priester trugen die Lade Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.13">Und die sieben Priester, welche die sieben Hallposaunen vor der Lade Jahwes hertrugen, gingen fort und fort und stiessen in die Posaunen; und die Gerüsteten zogen vor ihnen her, und der Nachzug ging hinter der Lade Jahwes her, indem sie <note>{d.h. die Priester}</note> fort und fort in die Posaunen stiessen.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.14">Und sie umzogen die Stadt am zweiten Tage einmal und kehrten in das Lager zurück. Also taten sie sechs Tage.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.15">Und es geschah am siebten Tage, da machten sie sich früh auf, beim Aufgang der Morgenröte, und umzogen die Stadt nach dieser Weise siebenmal; nur an selbigem Tage umzogen sie die Stadt siebenmal.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.16">Und es geschah beim siebten Male, als die Priester in die Posaunen stiessen, da sprach Josua zu dem Volke: Erhebet ein Geschrei! denn Jahwe hat euch die Stadt gegeben.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.17">Und sie Stadt, sie und alles, was darin ist, soll dem Jahwe ein Bann <note>{S. die Vorrede}</note> sein; nur Rahab, die Hure, soll am Leben bleiben, sie und alle, die bei ihr im Hause sind, weil sie die Boten versteckt hat, die wir ausgesandt haben.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.18">Ihr aber, hütet euch nur vor dem Verbannten, damit ihr nicht verbannet und doch von dem Verbannten nehmet und das Lager Israels zum Banne machet und es in Trübsal bringet.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.19">Und alles Silber und Gold, samt den ehernen und eisernen Geräten, soll Jahwe heilig sein: in den Schatz Jahwes soll es kommen.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.20">Und das Volk erhob ein Geschrei, und sie stiessen in die Posaunen. Und es geschah, als das Volk den Schall der Posaunen hörte, und als das Volk ein grosses Geschrei erhob, da stürzte die Mauer an ihrer Stelle ein, und das Volk stieg in die Stadt hinein, ein jeder gerade vor sich hin, und sie nahmen die Stadt ein.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.21">Und sie verbannten alles, was in der Stadt war, vom Manne bis zum Weibe, vom Knaben bis zum Greise, und bis zu den Rindern und Schafen <note>{Eig. dem Kleinvieh}</note> und Eseln, mit der Schärfe des Schwertes. -</verse>
        <verse osisID="Josh.6.22">Und Josua sprach zu den beiden Männern, die das Land ausgekundschaftet hatten: Gehet in das Haus der Hure, und führet das Weib und alle ihre Angehörigen von dannen heraus, wie ihr es ihr geschworen habt.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.23">Da gingen die Jünglinge, die Kundschafter, hinein und führten Rahab und ihren Vater und ihre Mutter und ihre Brüder und alle ihre Angehörigen hinaus: alle ihre Geschlechter führten sie hinaus; und sie liessen sie ausserhalb des Lagers Israels. -</verse>
        <verse osisID="Josh.6.24">Und die Stadt und alles, was darin war, verbrannten sie mit Feuer; nur das Silber und das Gold und die ehernen und die eisernen Geräte legten sie in den Schatz des Hauses Jahwes. -</verse>
        <verse osisID="Josh.6.25">So liess Josua Rahab, die Hure, und das Haus ihres Vaters und alle ihre Angehörigen am Leben; und sie hat in der Mitte Israels gewohnt bis auf diesen Tag, weil sie die Boten versteckte, welche Josua abgesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.</verse>
        <verse osisID="Josh.6.26">Und Josua schwur <note>{Eig. beschwor, d.h. verpflichtete das Volk durch einen Eid}</note> in selbiger Zeit und sprach: Verflucht vor Jahwe sei der Mann, der sich aufmachen und diese Stadt Jericho bauen wird! Mit seinem <note>{O. Um den Preis seines}</note> Erstgeborenen wird er ihren Grund legen und mit seinem <note>{O. Um den Preis seines}</note> Jüngsten ihre Tore aufstellen. - <note>{Vergl. 1. Kön. 16,34}</note></verse>
        <verse osisID="Josh.6.27">Und Jahwe war mit Josua, und sein Ruf verbreitete sich durch das ganze Land.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.7">
        <verse osisID="Josh.7.1">Und die Kinder Israel begingen Untreue an dem Verbannten; und Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamme Juda, nahm von dem Verbannten; und der Zorn Jahwes entbrannte wider die Kinder Israel. -</verse>
        <verse osisID="Josh.7.2">Und Josua sandte Männer von Jericho nach Ai, das bei Beth-Awen, östlich von Bethel, liegt, und sprach zu ihnen und sagte: Gehet hinauf und kundschaftet das Land aus. Und die Männer gingen hinauf und kundschafteten Ai aus.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.3">Und sie kehrten zu Josua zurück und sprachen zu ihm: Es ziehe nicht das ganze Volk hinauf; bei zweitausend Mann oder bei dreitausend Mann mögen hinaufziehen und Ai schlagen; bemühe nicht das ganze Volk dahin, denn ihrer sind wenige.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.4">Da zogen von dem Volke bei dreitausend Mann dort hinauf; aber sie flohen vor den Männern von Ai;</verse>
        <verse osisID="Josh.7.5">und die Männer von Ai erschlugen von ihnen bei 36 Mann, und sie jagten ihnen nach vor dem Tore bis Schebarim und schlugen sie am Abhange. Da zerschmolz das Herz des Volkes und wurde wie Wasser.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.6">Und Josua zerriss seine Kleider und fiel vor der Lade Jahwes auf sein Angesicht zur Erde bis an den Abend, er und die Ältesten von Israel, und sie warfen Staub auf ihre Häupter.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.7">Und Josua sprach: Ach, Herr, Jahwe! warum hast du denn dieses Volk über den Jordan ziehen lassen, um uns in die Hand der Amoriter zu geben, uns zu Grunde zu richten? O hätten wir es uns doch gefallen lassen und wären jenseit des Jordan geblieben!</verse>
        <verse osisID="Josh.7.8">Bitte, Herr, was soll ich sagen, nachdem Israel vor seinen Feinden den Rücken gekehrt hat?</verse>
        <verse osisID="Josh.7.9">Und hören es die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes, so werden sie uns umzingeln und unseren Namen von der Erde ausrotten; und was wirst du für deinen grossen Namen tun?</verse>
        <verse osisID="Josh.7.10">Da sprach Jahwe zu Josua: Stehe auf! warum liegst du denn auf deinem Angesicht?</verse>
        <verse osisID="Josh.7.11">Israel hat gesündigt, und auch haben sie meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten habe; und auch haben sie von dem Verbannten genommen und auch gestohlen und es auch verheimlicht und es auch unter ihre Geräte gelegt!</verse>
        <verse osisID="Josh.7.12">Und die Kinder Israel werden vor ihren Feinden nicht zu bestehen vermögen; sie werden vor ihren Feinden den Rücken kehren, denn sie sind zum Banne geworden. Ich werde nicht mehr mit euch sein, wenn ihr nicht den Bann aus eurer Mitte vertilget.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.13">Stehe auf, heilige das Volk und sprich: Heiliget euch auf morgen; denn so spricht Jahwe, der Gott Israels: Ein Bann ist in deiner Mitte, Israel; du wirst vor deinen Feinden nicht zu bestehen vermögen, bis ihr den Bann aus eurer Mitte hinwegtut.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.14">Und ihr sollt am Morgen herzutreten nach euren Stämmen; und es soll geschehen: der Stamm, welchen Jahwe treffen <note>{W. ergreifen, (durchs Los; vergl. 1. Sam. 14,41 usw.)}</note> wird, soll herzutreten nach den Geschlechtern; und das Geschlecht, welches Jahwe treffen wird, soll herzutreten nach den Häusern; und das Haus, welches Jahwe treffen wird, soll herzutreten nach den Männern.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.15">Und es soll geschehen: wer mit dem Banne getroffen wird, der soll mit Feuer verbrannt werden, er und alles, was er hat; denn er hat den Bund Jahwes übertreten und eine Schandtat in Israel begangen.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.16">Und Josua machte sich des Morgens früh auf und liess Israel herzutreten nach seinen Stämmen; und es ward getroffen der Stamm Juda.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.17">Und er liess die Geschlechter Judas herzutreten; und er traf das Geschlecht der Sarchiter. Und er liess das Geschlecht der Sarchiter herzutreten nach den Männern; und es ward getroffen Sabdi.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.18">Und er liess sein Haus herzutreten nach den Männern; und es ward getroffen Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamme Juda.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.19">Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib doch Jahwe, dem Gott Israels, Ehre und lege ihm ein Bekenntnis ab; und tue mir doch kund, was du getan hast; verhehle es mir nicht!</verse>
        <verse osisID="Josh.7.20">Und Achan antwortete Josua und sprach: Fürwahr, ich habe gegen Jahwe, den Gott Israels, gesündigt, und so, und so habe ich getan:</verse>
        <verse osisID="Josh.7.21">Ich sah unter der Beute einen schönen Mantel aus Sinear und zweihundert Sekel Silber und eine goldene Stange, fünfzig Sekel ihr Gewicht, und mich gelüstete danach, und ich nahm sie; und siehe, sie sind im Innern meines Zeltes in der Erde vergraben und das Silber darunter <note>{W. unter ihm, d.h. unter dem Mantel}</note>.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.22">Und Josua sandte Boten hin, und sie liefen zum Zelte; und siehe, er <note>{d.h. der Mantel}</note> war in seinem Zelte vergraben und das Silber darunter.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.23">Und sie nahmen es aus dem Innern des Zeltes und brachten es zu Josua und zu allen Kindern Israel, und sie legten es vor Jahwe hin.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.24">Da nahm Josua, und ganz Israel mit ihm, Achan, den Sohn Serachs, und das Silber und den Mantel und die goldene Stange, und seine Söhne und seine Töchter, und seine Rinder und seine Esel und sein Kleinvieh, und sein Zelt und alles, was er hatte, und sie brachten sie hinauf in das Tal Achor.</verse>
        <verse osisID="Josh.7.25">Und Josua sprach: Wie hast du uns in Trübsal gebracht! Jahwe wird dich in Trübsal bringen an diesem Tage! Und ganz Israel steinigte ihn, und sie verbrannten sie mit Feuer und bewarfen sie mit Steinen;</verse>
        <verse osisID="Josh.7.26">und sie errichteten einen grossen Steinhaufen über ihm, der bis auf diesen Tag da ist. Und Jahwe wandte sich von der Glut seines Zornes. Darum gab man jenem Orte den Namen Tal Achor <note>{Trübsal, Unglück}</note> bis auf diesen Tag.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.8">
        <verse osisID="Josh.8.1">Und Jahwe sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und erschrick nicht! Nimm alles Kriegsvolk mit dir und mache dich auf, ziehe hinauf nach Ai. Siehe, ich habe den König von Ai und sein Volk und seine Stadt und sein Land in deine Hand gegeben.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.2">Und du sollst an Ai und an seinem König tun, so wie du an Jericho und an seinem König getan hast; jedoch seine Beute und sein Vieh dürft ihr für euch plündern. Lege dir einen Hinterhalt gegen die Stadt, in ihren Rücken.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.3">Da machte sich Josua mit allem Kriegsvolk auf, um nach Ai hinaufzuziehen. Und Josua wählte 30000 Mann aus, streitbare Männer, und sandte sie ab bei der Nacht.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.4">Und er gebot ihnen und sprach: Sehet, ihr sollt den Hinterhalt bilden gegen die Stadt, im Rücken der Stadt; entfernet euch nicht allzuweit von der Stadt, sondern seid alle bereit.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.5">Und ich und alles Volk, das bei mir ist, wir wollen uns der Stadt nähern; und es soll geschehen, wenn sie herauskommen, uns entgegen, wie das erste Mal, so wollen wir vor ihnen fliehen.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.6">Und sie werden herausziehen hinter uns her, bis wir sie von der Stadt abgerissen haben; denn sie werden sagen: Sie fliehen vor uns wie das erste Mal! und wir wollen vor ihnen fliehen.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.7">Dann sollt ihr euch aus dem Hinterhalt aufmachen und die Stadt in Besitz nehmen; und Jahwe, euer Gott, wird sie in eure Hand geben.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.8">Und es soll geschehen, wenn ihr die Stadt eingenommen habt, so sollt ihr die Stadt mit Feuer anzünden; nach dem Worte Jahwes sollt ihr tun. Sehet, ich habe es euch geboten. -</verse>
        <verse osisID="Josh.8.9">Und Josua sandte sie ab, und sie zogen in den Hinterhalt und hielten zwischen Bethel und Ai, westlich von Ai. Und Josua brachte jene Nacht in der Mitte des Volkes zu.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.10">Und Josua machte sich des Morgens früh auf und musterte das Volk; und er zog hinauf, er und die Ältesten von Israel, vor dem Volke her nach Ai.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.11">Und alles Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf und rückte heran, und sie kamen der Stadt gegenüber; und sie lagerten sich nördlich von Ai, und das Tal war zwischen ihm und Ai.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.12">Er hatte aber bei fünftausend Mann genommen und sie als Hinterhalt zwischen Bethel und Ai gelegt, westlich von der Stadt.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.13">Und so stellten sie das Volk auf, das ganze Lager, das nördlich von der Stadt war, und dessen Hinterhalt westlich von der Stadt; und Josua zog in selbiger Nacht mitten in das Tal.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.14">Und es geschah, als der König von Ai es sah, da eilten die Männer der Stadt und machten sich früh auf und zogen hinaus, Israel entgegen zum Streit, er und all sein Volk, an den bestimmten Ort, vor <note>{d.h. östlich von}</note> der Ebene <note>{H. Araba, wie Kap. 3,16; so auch Kap. 11,2. 16; 12,1. 3. 8; 18,18}</note>. Er wusste aber nicht, dass ihm im Rücken der Stadt ein Hinterhalt gelegt war.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.15">Und Josua und ganz Israel liessen sich vor ihnen schlagen und flohen des Weges zur Wüste.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.16">Da wurde das ganze Volk, das in der Stadt war, zusammengerufen, um ihnen nachzujagen; und sie jagten Josua nach und wurden von der Stadt abgerissen.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.17">Und es blieb kein Mann in Ai und Bethel übrig, der nicht hinter Israel her ausgezogen wäre; und sie liessen die Stadt offen und jagten Israel nach.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.18">Da sprach Jahwe zu Josua: Strecke den Spiess, der in deiner Hand ist, gegen Ai aus; denn ich will es in deine Hand geben. Und Josua streckte den Spiess, der in seiner Hand war, gegen die Stadt aus.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.19">Und der Hinterhalt machte sich eilends von seinem Orte auf und lief, als er seine Hand ausstreckte, und sie kamen in die Stadt und nahmen sie ein; und sie eilten und zündeten die Stadt mit Feuer an.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.20">Und die Männer von Ai wandten sich um und sahen, und siehe, der Rauch der Stadt stieg gen Himmel empor; und sie hatten keine Kraft, dahin noch dorthin zu fliehen. Denn das Volk, das nach der Wüste hin geflohen war, wandte sich um gegen die Nachjagenden.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.21">Denn als Josua und ganz Israel sahen, dass der Hinterhalt die Stadt eingenommen hatte, und dass der Rauch der Stadt emporstieg, da kehrten sie um und schlugen die Männer von Ai.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.22">Jene aber zogen aus der Stadt ihnen entgegen, so dass sie mitten zwischen Israel waren, die einen von hierher und die anderen von dorther. Und sie schlugen sie, bis ihnen kein Entronnener oder Entkommener übrigblieb.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.23">Und den König von Ai griffen sie lebendig und brachten ihn zu Josua.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.24">Und es geschah, als Israel das Würgen aller Bewohner von Ai auf dem Felde, in der Wüste, wo sie ihnen nachgejagt waren, beendigt hatte, und sie alle durch die Schärfe des Schwertes gefallen, bis sie aufgerieben waren, da kehrte ganz Israel um nach Ai, und sie schlugen es mit der Schärfe des Schwertes.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.25">Und alle an selbigem Tage Gefallenen, sowohl Männer als Weiber, waren zwölftausend, alle Leute von Ai.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.26">Und Josua zog seine Hand, die er mit dem Spiesse ausgestreckt hatte, nicht zurück, bis man alle Bewohner von Ai vertilgt <note>{Eig. verbannt. So auch Kap. 10,1}</note> hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.27">Nur das Vieh und die Beute jener Stadt plünderte Israel für sich, nach dem Worte Jahwes, das er dem Josua geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.28">Und Josua verbrannte Ai und machte es zu einem ewigen Trümmerhaufen, bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.29">Und den König von Ai liess er an einen Baum <note>{W. an das Holz}</note> hängen bis zur Abendzeit <note>{Vergl. 5. Mose 21,22. 23}</note>; und beim Untergang der Sonne gebot Josua, und sie nahmen seinen Leichnam von dem Baume herab und warfen ihn an den Eingang des Stadttores und errichteten einen grossen Steinhaufen über ihm, der bis auf diesen Tag da ist.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.30">Damals baute Josua dem Jahwe, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berge Ebal,</verse>
        <verse osisID="Josh.8.31">so wie Mose, der Knecht Jahwes, den Kindern Israel geboten hatte, wie im Buche des Gesetzes Moses geschrieben ist, einen Altar von ganzen Steinen, über die man kein Eisen geschwungen hatte. Und sie opferten darauf dem Jahwe Brandopfer und schlachteten Friedensopfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.32">Und er schrieb daselbst auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes Moses, welches er vor den Kindern Israel geschrieben hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.33">Und ganz Israel und seine Ältesten und Vorsteher und seine Richter standen an dieser und an jener Seite der Lade, den Priestern, den Leviten, gegenüber, welche die Lade des Bundes Jahwes trugen, der Fremdling wie der Eingeborene, die eine Hälfte gegen den Berg Gerisim hin und die andere Hälfte gegen den Berg Ebal hin, wie Mose, der Knecht Jahwes, im Anfang geboten hatte, das Volk Israel zu segnen <note>{O. geboten hatte, das Volk Israel im Anfang zu segnen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.34">Und danach las er alle Worte des Gesetzes, den Segen und den Fluch, nach allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben ist.</verse>
        <verse osisID="Josh.8.35">Es war kein Wort von allem, was Mose geboten hatte, das Josua nicht der ganzen Versammlung Israels vorlas, samt den Weibern und den Kindern und dem Fremdling, der in ihrer Mitte wandelte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.9">
        <verse osisID="Josh.9.1">Und es geschah, als alle die Könige es hörten, die diesseit des Jordan waren, auf dem Gebirge und in der Niederung <note>{Vergl. 5. Mose 1,7. So auch Jos. 10,40; 11,2. 16; 12,8; 15,33}</note> und an der ganzen Küste des grossen Meeres gegen den Libanon hin, die Hethiter und die Amoriter, die Kanaaniter, die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter:</verse>
        <verse osisID="Josh.9.2">da versammelten sie sich allzumal, um einmütig wider Josua und wider Israel zu streiten.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.3">Als aber die Bewohner von Gibeon hörten, was Josua an Jericho und an Ai getan hatte,</verse>
        <verse osisID="Josh.9.4">handelten sie auch ihrerseits mit List und gingen und stellten sich als Boten <note>{E. l.: nahmen Zehrung mit sich}</note>: sie nahmen abgenutzte Säcke für ihre Esel, und abgenutzte und geborstene und zusammengebundene Weinschläuche,</verse>
        <verse osisID="Josh.9.5">und abgenutzte und geflickte Schuhe an ihre Füsse, und abgenutzte Kleider auf sich; und alles Brot ihrer Zehrung war vertrocknet und war schimmlig <note>{And.: zerbröckelt; so auch V. 12}</note>.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.6">Und sie gingen zu Josua in das Lager nach Gilgal und sprachen zu ihm und zu den Männern von Israel: Aus fernem Lande sind wir gekommen, und nun machet einen Bund mit uns.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.7">Aber die Männer von Israel sprachen zu dem Hewiter: Vielleicht wohnst du in meiner Mitte, und wie sollte ich einen Bund mit dir machen?</verse>
        <verse osisID="Josh.9.8">Und sie sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte. Und Josua sprach zu ihnen: Wer seid ihr, und woher kommet ihr?</verse>
        <verse osisID="Josh.9.9">Und sie sprachen zu ihm: Aus sehr fernem Lande sind deine Knechte gekommen, um des Namens Jahwes, deines Gottes, willen; denn wir haben seinen Ruf gehört und alles, was er in Ägypten getan,</verse>
        <verse osisID="Josh.9.10">und alles, was er den beiden Königen der Amoriter getan hat, die jenseit des Jordan waren, Sihon, dem König von Hesbon, und Og, dem König von Basan, der zu Astaroth wohnte.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.11">Da sprachen unsere Ältesten und alle Bewohner unseres Landes zu uns und sagten: Nehmet Zehrung mit euch auf den Weg und gehet ihnen entgegen, und sprechet zu ihnen: Wir sind eure Knechte; und nun machet einen Bund mit uns!</verse>
        <verse osisID="Josh.9.12">Dieses unser Brot, warm haben wir es aus unseren Häusern als Zehrung mitgenommen an dem Tage, da wir auszogen, um zu euch zu gehen; und nun siehe, es ist vertrocknet und schimmlig geworden.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.13">Und diese Weinschläuche, die wir neu gefüllt hatten, siehe da, sie sind geborsten; und diese unsere Kleider und unsere Schuhe sind abgenutzt infolge des sehr langen Weges. -</verse>
        <verse osisID="Josh.9.14">Und die Männer nahmen von ihrer Zehrung; aber den Mund Jahwes befragten sie nicht.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.15">Und Josua machte Frieden mit ihnen und machte mit ihnen einen Bund, sie am Leben zu lassen; und die Fürsten der Gemeinde schwuren ihnen.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.16">Und es geschah am Ende von drei Tagen, nachdem sie einen Bund mit ihnen gemacht hatten, da hörten sie, dass sie nahe bei ihnen waren und mitten unter ihnen wohnten.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.17">Da brachen die Kinder Israel auf und kamen zu ihren Städten am dritten Tage; und ihre Städte waren Gibeon und Kephira und Beeroth und Kirjath-Jearim.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.18">Und die Kinder Israel schlugen sie nicht, weil die Fürsten der Gemeinde ihnen bei Jahwe, dem Gott Israels, geschworen hatten. Da murrte die ganze Gemeinde wider die Fürsten.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.19">Und alle Fürsten sprachen zu der ganzen Gemeinde: Wir haben ihnen bei Jahwe, dem Gott Israels, geschworen, und nun können wir sie nicht antasten.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.20">Das wollen wir ihnen tun und sie am Leben lassen, damit nicht ein Zorn über uns komme wegen des Eides, den wir ihnen geschworen haben.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.21">Und die Fürsten sprachen zu ihnen: Sie sollen am Leben bleiben. Und sie wurden Holzhauer und Wasserschöpfer für die ganze Gemeinde, so wie die Fürsten betreffs ihrer <note>{And.: zu ihnen}</note> geredet hatten.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.22">Und Josua rief sie und redete zu ihnen und sprach: Warum habt ihr uns betrogen und gesagt: Wir sind sehr weit von euch, da ihr doch mitten unter uns wohnet?</verse>
        <verse osisID="Josh.9.23">Und nun, verflucht seid ihr; und nicht sollt ihr aufhören, Knechte zu sein <note>{W. sollen aus euch ausgerottet werden Knechte}</note>, sowohl Holzhauer als Wasserschöpfer für das Haus meines Gottes!</verse>
        <verse osisID="Josh.9.24">Und sie antworteten Josua und sprachen: Weil deinen Knechten für gewiss berichtet wurde, dass Jahwe, dein Gott, Mose, seinem Knechte, geboten hat, euch das ganze Land zu geben und alle Bewohner des Landes vor euch zu vertilgen, so fürchteten wir sehr für unser Leben euretwegen und taten diese Sache.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.25">Und nun siehe, wir sind in deiner Hand; tue, wie es gut und wie es recht ist in deinen Augen, uns zu tun.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.26">Und er tat ihnen also und errettete sie von der Hand der Kinder Israel; und sie töteten sie nicht.</verse>
        <verse osisID="Josh.9.27">Und Josua machte sie an jenem Tage zu Holzhauern und Wasserschöpfern für die Gemeinde und für den Altar Jahwes, bis auf diesen Tag, an dem Orte, den er erwählen würde.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.10">
        <verse osisID="Josh.10.1">Und es geschah, als Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte, dass Josua Ai eingenommen und vertilgt habe, dass er Ai und seinem König ebenso getan, wie er Jericho und seinem König getan hatte, und dass die Bewohner von Gibeon Frieden mit Israel gemacht hätten und in ihrer Mitte wären:</verse>
        <verse osisID="Josh.10.2">da fürchteten sie sich sehr; denn Gibeon war eine grosse Stadt, wie eine der Königsstädte, und es war grösser als Ai, und alle seine Männer waren Helden.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.3">Und Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, sandte zu Hoham, dem König von Hebron, und zu Piream, dem König von Jarmuth, und zu Japhija, dem König von Lachis, und zu Debir, dem König von Eglon, und liess ihnen sagen:</verse>
        <verse osisID="Josh.10.4">Kommt zu mir herauf und helft mir, dass wir Gibeon schlagen; denn es hat mit Josua und mit den Kindern Israel Frieden gemacht!</verse>
        <verse osisID="Josh.10.5">Da versammelten sich und zogen herauf die fünf Könige der Amoriter, der König von Jerusalem, der König von Hebron, der König von Jarmuth, der König von Lachis, der König von Eglon, sie und alle ihre Heerlager; und sie lagerten sich wider Gibeon und stritten wider dasselbe.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.6">Und die Männer von Gibeon sandten zu Josua in das Lager nach Gilgal und liessen ihm sagen: Ziehe deine Hände nicht ab von deinen Knechten; komm eilends zu uns herauf und rette uns und hilf uns; denn alle Könige der Amoriter, die das Gebirge bewohnen, haben sich wider uns versammelt.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.7">Und Josua zog von Gilgal hinauf, er und alles Kriegsvolk mit ihm und alle streitbaren Männer.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.8">Und Jahwe sprach zu Josua: Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich habe sie in deine Hand gegeben; kein Mann von ihnen wird vor dir standhalten.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.9">Und Josua kam plötzlich über sie; die ganze Nacht zog er von Gilgal hinauf.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.10">Und Jahwe verwirrte sie vor Israel; und er richtete eine grosse Niederlage unter ihnen an <note>{W. schlug sie mit einem grossen Schlag; so auch V.20}</note> zu Gibeon und jagte ihnen nach auf dem Wege der Anhöhe von Beth-Horon und schlug sie bis Aseka und bis Makkeda.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.11">Und es geschah, als sie vor Israel flohen, - sie stiegen hinunter <note>{W. sie waren am Abstiege}</note> von Beth-Horon - da warf Jahwe grosse Steine vom Himmel auf sie herab, bis Aseka, dass sie starben. Es waren derer, welche durch die Hagelsteine starben, mehr als derer, welche die Kinder Israel mit dem Schwerte töteten.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.12">Damals redete Josua zu Jahwe, an dem Tage, da Jahwe die Amoriter vor den Kindern Israel dahingab, und sprach vor den Augen Israels: Sonne, stehe still zu Gibeon; und du, Mond, im Tale Ajjalon!</verse>
        <verse osisID="Josh.10.13">Und die Sonne stand still, und der Mond blieb stehen, bis die Nation sich an ihren Feinden gerächt hatte. (Ist das nicht geschrieben im Buche Jaschar <note>{d.h. des Rechtschaffenen}</note>?) Und die Sonne blieb mitten am Himmel stehen und eilte nicht zum Untergang, ungefähr einen ganzen Tag.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.14">Und es war kein Tag wie dieser, vor ihm und nach ihm, dass Jahwe auf die Stimme eines Menschen gehört hätte; denn Jahwe stritt für Israel.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.15">Und Josua, und ganz Israel mit ihm, kehrte in das Lager nach Gilgal zurück.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.16">Jene fünf Könige aber flohen und versteckten sich in der Höhle zu Makkeda.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.17">Und es wurde Josua berichtet und gesagt: Die fünf Könige sind gefunden worden, versteckt in der Höhle zu Makkeda.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.18">Und Josua sprach: Wälzet grosse Steine an die Mündung der Höhle, und bestellet Männer über dieselbe, um sie zu bewachen.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.19">Ihr aber, stehet nicht still, jaget euren Feinden nach und schlaget ihren Nachtrab; lasst sie nicht in ihre Städte kommen, denn Jahwe, euer Gott, hat sie in eure Hand gegeben!</verse>
        <verse osisID="Josh.10.20">Und es geschah, als Josua und die Kinder Israel geendigt hatten, eine sehr grosse Niederlage unter ihnen anzurichten, bis sie aufgerieben waren, (die Entronnenen von ihnen entrannen aber und kamen in die festen Städte)</verse>
        <verse osisID="Josh.10.21">da kehrte das ganze Volk in Frieden zu Josua zurück, in das Lager nach Makkeda; niemand spitzte seine Zunge gegen die Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.22">Und Josua sprach: Öffnet die Mündung der Höhle und bringet diese fünf Könige aus der Höhle zu mir heraus!</verse>
        <verse osisID="Josh.10.23">Und sie taten also und brachten diese fünf Könige aus der Höhle zu ihm heraus: den König von Jerusalem, den König von Hebron, den König von Jarmuth, den König von Lachis, den König von Eglon.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.24">Und es geschah, als sie diese Könige zu Josua herausgebracht hatten, da rief Josua alle Männer von Israel und sprach zu den Anführern der Kriegsleute, die mit ihm gezogen waren: Tretet herzu, setzet eure Füsse auf die Hälse dieser Könige! Und sie traten herzu und setzten ihre Füsse auf ihre Hälse.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.25">Und Josua sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht und erschrecket nicht, seid stark und mutig! denn so wird Jahwe allen euren Feinden tun, wider die ihr streitet.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.26">Und danach erschlug Josua sie und tötete sie und hängte sie an fünf Bäume <note>{O. Hölzer}</note>; und sie hingen an den Bäumen bis zum Abend.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.27">Und es geschah zur Zeit des Sonnenuntergangs, da gebot Josua, und man nahm sie von den Bäumen herab und warf sie in die Höhle, wo sie sich versteckt hatten; und man legte grosse Steine an die Mündung der Höhle, die bis auf diesen selbigen Tag da sind.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.28">Und Josua nahm an jenem Tage Makkeda ein und schlug es mit der Schärfe des Schwertes; und seinen König, die Stadt <note>{W. es}</note> und alle Seelen, die darin waren, verbannte er: er liess keinen Entronnenen übrig; und er tat dem König von Makkeda, so wie er dem König von Jericho getan hatte. -</verse>
        <verse osisID="Josh.10.29">Und Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Makkeda nach Libna und stritt wider Libna.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.30">Und Jahwe gab es auch in die Hand Israels, samt seinem König; und er schlug es mit der Schärfe des Schwertes und alle Seelen, die darin waren: er liess keinen Entronnenen darin übrig; und er tat seinem König, so wie er dem König von Jericho getan hatte. -</verse>
        <verse osisID="Josh.10.31">Und Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Libna nach Lachis; und er belagerte es und stritt wider dasselbe.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.32">Und Jahwe gab Lachis in die Hand Israels; und er nahm es am zweiten Tage ein und schlug es mit der Schärfe des Schwertes und alle Seelen, die darin waren, nach allem, was er Libna getan hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.33">Damals zog Horam, der König von Geser, herauf, um Lachis zu helfen; aber Josua schlug ihn und sein Volk, bis ihm kein Entronnener übrigblieb. -</verse>
        <verse osisID="Josh.10.34">Und Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Lachis nach Eglon; und sie belagerten es und stritten wider dasselbe.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.35">Und sie nahmen es an selbigem Tage ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes; und alle Seelen, die darin waren, verbannte er an selbigem Tage, nach allem, was er Lachis getan hatte. -</verse>
        <verse osisID="Josh.10.36">Und Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Eglon nach Hebron hinauf, und sie stritten wider dasselbe.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.37">Und sie nahmen es ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes, samt seinem König und allen seinen Städten und allen Seelen, die darin waren: er liess keinen Entronnenen übrig, nach allem, was er Eglon getan hatte; und er verbannte es und alle Seelen, die darin waren. -</verse>
        <verse osisID="Josh.10.38">Und Josua, und ganz Israel mit ihm, wandte sich nach Debir und stritt wider dasselbe.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.39">Und er nahm es ein samt seinem König und allen seinen Städten, und sie schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes und verbannten alle Seelen, die darin waren: er liess keinen Entronnenen übrig; wie er Hebron getan, und wie er Libna und seinem König getan hatte, also tat er Debir und seinem König.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.40">Und Josua schlug das ganze Land, das Gebirge und den Süden und die Niederung und die Abhänge und alle ihre Könige: er liess keinen Entronnenen übrig; und alles, was Odem hatte, verbannte er, so wie Jahwe, der Gott Israels, geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.41">Und Josua schlug sie von Kades-Barnea bis Gasa, und das ganze Land Gosen bis Gibeon.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.42">Und alle diese Könige und ihr Land nahm Josua auf einmal; denn Jahwe, der Gott Israels, stritt für Israel.</verse>
        <verse osisID="Josh.10.43">Und Josua, und ganz Israel mit ihm, kehrte in das Lager nach Gilgal zurück.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.11">
        <verse osisID="Josh.11.1">Und es geschah, als Jabin, der König von Hazor, es hörte, sandte er zu Jobab, dem König von Madon, und zu dem König von Schimron und zu dem König von Akschaph</verse>
        <verse osisID="Josh.11.2">und zu den Königen, die gegen Norden waren im Gebirge und in der Ebene <note>{H. Araba; so auch in den folgenden Kapiteln. S. die Anm. zu 5. Mose 1,1}</note> südlich von Kinneroth und in der Niederung und im Hügelgebiet von Dor gegen Westen,</verse>
        <verse osisID="Josh.11.3">zu den Kanaanitern gegen Osten <note>{Eig. gegen Sonnenaufgang. So auch später}</note> und gegen Westen, und zu den Amoritern und den Hethitern und den Perisitern und den Jebusitern im Gebirge, und zu den Hewitern am Fusse des Hermon im Lande Mizpa.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.4">Und sie zogen aus, sie und alle ihre Heerlager mit ihnen, ein grosses Volk, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge, und sehr viele Rosse und Wagen.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.5">Und alle diese Könige trafen zusammen und kamen und lagerten sich miteinander am Wasser Merom, um mit Israel zu streiten.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.6">Da sprach Jahwe zu Josua: Fürchte dich nicht vor ihnen; denn morgen um diese Zeit will ich sie allesamt erschlagen vor Israel dahingeben: ihre Rosse sollst du lähmen und ihre Wagen mit Feuer verbrennen.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.7">Und Josua und alles Kriegsvolk mit ihm kam plötzlich über sie am Wasser Merom, und sie überfielen sie.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.8">Und Jahwe gab sie in die Hand Israels, und sie schlugen sie und jagten ihnen nach bis Zidon, der grossen Stadt, und bis Misrephot-Majim und bis in die Talebene von Mizpe gegen Osten; und sie schlugen sie, bis ihnen kein Entronnener übrigblieb.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.9">Und Josua tat ihnen, so wie Jahwe ihm gesagt hatte: ihre Rosse lähmte er, und ihre Wagen verbrannte er mit Feuer.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.10">Und Josua kehrte in selbiger Zeit zurück und nahm Hazor ein, und seinen König erschlug er mit dem Schwerte; denn Hazor war vordem die Hauptstadt aller dieser Königreiche.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.11">Und sie schlugen alle Seelen, die darin waren, mit der Schärfe des Schwertes, indem sie sie verbannten: nichts blieb übrig, was Odem hatte; und Hazor verbrannte er mit Feuer.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.12">Und alle Städte dieser Könige, samt allen ihren Königen, nahm Josua ein und schlug sie mit der Schärfe des Schwertes und verbannte sie, so wie Mose, der Knecht Jahwes, geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.13">Nur alle die Städte, die auf ihren Hügeln standen <note>{And.: ruhig bleiben}</note>, verbrannte Israel nicht; ausgenommen Hazor allein, das verbrannte Josua.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.14">Und alle Beute dieser Städte und das Vieh plünderten die Kinder Israel für sich; doch alle Menschen schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, bis sie sie vertilgt hatten: sie liessen nichts übrig, was Odem hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.15">Wie Jahwe Mose, seinem Knechte, geboten hatte, also gebot Mose Josua, und also tat Josua; er liess nichts fehlen von allem, was Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.16">Und Josua nahm dieses ganze Land, das Gebirge und den ganzen Süden und das ganze Land Gosen und die Niederung und die Ebene, und das Gebirge Israel und seine Niederung,</verse>
        <verse osisID="Josh.11.17">von dem kahlen Gebirge <note>{O. dem Berge Chalak}</note>, das gegen Seir aufsteigt, bis Baal-Gad in der Talebene des Libanon, am Fusse des Berges Hermon; und alle ihre Könige ergriff er und erschlug sie und tötete sie.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.18">Lange Zeit führte Josua Krieg mit allen diesen Königen.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.19">Es war keine Stadt, die sich den Kindern Israel friedlich ergab, ausser den Hewitern, die zu Gibeon wohnten; alles nahmen sie mit Krieg ein.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.20">Denn von Jahwe war es, dass sie ihr Herz verhärteten zum Kriege mit Israel, damit sie vertilgt <note>{O. verbannt}</note> würden, ohne dass ihnen Gnade widerführe, sondern damit sie vertilgt würden, so wie Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.21">Und Josua kam in selbiger Zeit und rottete die Enakim aus von dem Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab und von dem ganzen Gebirge Juda und von dem ganzen Gebirge Israel: mit ihren Städten verbannte sie Josua.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.22">Es blieben keine Enakim in dem Lande der Kinder Israel übrig; nur zu Gasa, zu Gath und zu Asdod blieben sie übrig.</verse>
        <verse osisID="Josh.11.23">Und so nahm Josua das ganze Land, nach allem, was Jahwe zu Mose geredet hatte; und Josua gab es Israel zum Erbteil, nach ihren Abteilungen, nach ihren Stämmen. Und das Land hatte Ruhe vom Kriege.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.12">
        <verse osisID="Josh.12.1">Und dies sind die Könige des Landes, welche die Kinder Israel schlugen, und deren Land sie in Besitz nahmen jenseit des Jordan, gegen Sonnenaufgang, vom Flusse Arnon bis zum Berge Hermon, und die ganze Ebene gegen Osten:</verse>
        <verse osisID="Josh.12.2">Sihon, der König der Amoriter, der zu Hesbon wohnte; er herrschte von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon liegt, und zwar von der Mitte des Flusstales an <note>{Vergl. die Anm. zu 4. Mose 13,23; (desgl. Jos. 13,9. 16)}</note>, und über das halbe Gilead bis an den Fluss Jabbok, die Grenze der Kinder Ammon,</verse>
        <verse osisID="Josh.12.3">und über die Ebene bis an den See Kinneroth, gegen Osten, und bis an das Meer der Ebene, das Salzmeer, gegen Osten, nach Beth-Jesimoth hin, und gegen Süden unter den Abhängen des Pisga;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.4">und das Gebiet Ogs, des Königs von Basan, von dem Überrest der Rephaim <note>{O. Riesen; vergl. 1. Mose 15,20}</note>, der zu Astaroth und zu Edrei wohnte;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.5">und er herrschte über den Berg Hermon und über Salka und über das ganze Basan, bis an die Grenze der Gesuriter und der Maakathiter, und über das halbe Gilead, die Grenze Sihons, des Königs von Hesbon.</verse>
        <verse osisID="Josh.12.6">Mose, der Knecht Jahwes, und die Kinder Israel schlugen sie; und Mose, der Knecht Jahwes, gab es <note>{d.h. das Land}</note> als Besitztum den Rubenitern und den Gaditern und dem halben Stamme Manasse.</verse>
        <verse osisID="Josh.12.7">Und dies sind die Könige des Landes, welche Josua und die Kinder Israel schlugen diesseit des Jordan, nach Westen hin, von Baal-Gad in der Talebene des Libanon, bis an das kahle Gebirge, das gegen Seir aufsteigt. Und Josua gab es <note>{d.h. das Land}</note> den Stämmen Israels als Besitztum, nach ihren Abteilungen,</verse>
        <verse osisID="Josh.12.8">im Gebirge und in der Niederung und in der Ebene und an den Abhängen und in der Wüste und im Süden: die Hethiter und die Amoriter und die Kanaaniter, die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter:</verse>
        <verse osisID="Josh.12.9">der König von Jericho: einer; der König von Ai, das zur Seite von Bethel liegt, einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.10">der König von Jerusalem: einer; der König von Hebron: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.11">der König von Jarmuth: einer; der König von Lachis: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.12">der König von Eglon: einer; der König von Geser: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.13">der König von Debir: einer; der König von Geder: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.14">der König von Horma: einer; der König von Arad: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.15">der König von Libna: einer; der König von Adullam: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.16">der König von Makkeda: einer; der König von Bethel: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.17">der König von Tappuach: einer; der König von Hepher: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.18">der König von Aphek: einer; der König von Lascharon: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.19">der König von Madon: einer; der König von Hazor: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.20">der König von Schimron-Meron: einer; der König von Akschaph: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.21">der König von Taanak: einer; der König von Megiddo: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.22">der König von Kedesch: einer; der König von Jokneam, am Karmel: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.23">der König von Dor, in dem Hügelgebiet von Dor: einer; der König von Gojim <note>{O. der Nationen; wie 1. Mose 14,1}</note> zu Gilgal: einer;</verse>
        <verse osisID="Josh.12.24">der König von Tirza: einer. Aller Könige waren 31.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.13">
        <verse osisID="Josh.13.1">Und Josua war alt, wohlbetagt, und Jahwe sprach zu ihm: Du bist alt, wohlbetagt, und vom Lande ist sehr viel übrig in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.2">Dies ist das Land, das noch übrig ist: alle Bezirke der Philister und das ganze Gesuri;</verse>
        <verse osisID="Josh.13.3">von dem Sihor, der vor Ägypten <note>{d.h. östlich von Ägypten}</note> fliesst, bis an die Grenze von Ekron gegen Norden, wird es zu den Kanaanitern gerechnet; die fünf Fürsten <note>{H. Seren, Titel der Häupter fünf Philister-Städte}</note> der Philister: der Gasiter, der Asdoditer, der Askaloniter, der Gathiter <note>{Eig. der Eschkeloniter, der Gittiter}</note> und der Ekroniter, und die Awim.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.4">Im Süden das <note>{O. die Awim, im Süden; das usw.}</note> ganze Land der Kanaaniter und Meara, das den Zidoniern gehört, bis Aphek, bis an die Grenze der Amoriter;</verse>
        <verse osisID="Josh.13.5">und das Land der Gibliter und der ganze Libanon gegen Sonnenaufgang, von Baal-Gad, am Fusse des Berges Hermon, bis man nach Hamath kommt;</verse>
        <verse osisID="Josh.13.6">alle Bewohner des Gebirges, vom Libanon bis Misrephot-Majim, alle Zidonier. Ich selbst werde sie vor den Kindern Israel austreiben; nur verlose es Israel als Erbteil, so wie ich dir geboten habe.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.7">Und nun verteile dieses Land als Erbteil den neun Stämmen und dem halben Stamme Manasse. -</verse>
        <verse osisID="Josh.13.8">Mit ihm <note>{d.h. Manasse}</note> haben die Rubeniter und die Gaditer ihr Erbteil empfangen, welches Mose ihnen gegeben hat jenseit des Jordan gegen Osten, so wie Mose, der Knecht Jahwes, es ihnen gegeben hat:</verse>
        <verse osisID="Josh.13.9">von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon ist, und zwar von der Stadt, die mitten im Flusstale liegt, und die ganze Ebene <note>{die amoritische Hochebene}</note> Medeba bis Dibon,</verse>
        <verse osisID="Josh.13.10">und alle Städte Sihons, des Königs der Amoriter, der zu Hesbon regierte, bis zur Grenze der Kinder Ammon;</verse>
        <verse osisID="Josh.13.11">und Gilead und das Gebiet der Gesuriter und der Maakathiter und den ganzen Berg Hermon und das ganze Basan bis Salka,</verse>
        <verse osisID="Josh.13.12">das ganze Reich Ogs in Basan, der zu Astaroth und zu Edrei regierte; (er war von dem Überrest der Rephaim übriggeblieben;) und Mose schlug sie und trieb sie aus.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.13">Aber die Kinder Israel trieben die Gesuriter und die Maakathiter nicht aus; und Gesur und Maakath haben in der Mitte Israels gewohnt bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.14">Nur dem Stamme Levi gab er kein Erbteil; die Feueropfer Jahwes, des Gottes Israels, sind sein Erbteil, so wie er zu ihm geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.15">Und Mose gab dem Stamme der Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.16">Und es wurde ihnen als Gebiet zuteil: von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon ist, und zwar von der Stadt, die mitten im Flusstale liegt, und die ganze Ebene <note>{die amoritische Hochebene}</note> bei Medeba;</verse>
        <verse osisID="Josh.13.17">Hesbon und alle seine Städte, die in der Ebene <note>{die amoritische Hochebene}</note> sind: Dibon und Bamoth-Baal und Beth-Baal-Meon,</verse>
        <verse osisID="Josh.13.18">und Jahza und Kedemoth und Mephaath,</verse>
        <verse osisID="Josh.13.19">und Kirjathaim und Sibma und Zereth-Schachar auf dem Berge der Talebene,</verse>
        <verse osisID="Josh.13.20">und Beth-Peor und die Abhänge des Pisga und Beth-Jesimoth,</verse>
        <verse osisID="Josh.13.21">und alle Städte der Ebene <note>{die amoritische Hochebene}</note>, und das ganze Reich Sihons, des Königs der Amoriter, der zu Hesbon regierte, welchen Mose schlug, ihn und die Fürsten von Midian: Ewi und Rekem und Zur und Hur und Reba, die Herrscher <note>{Eig. die Eingesetzten, d.h. die Vasallen}</note> Sihons, Bewohner des Landes.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.22">Und Bileam, den Sohn Beors, den Wahrsager, töteten die Kinder Israel mit dem Schwerte, nebst ihren Erschlagenen.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.23">Und die Grenze der Kinder Ruben war der Jordan und das Angrenzende <note>{d.h. der Uferrand}</note>. Das war das Erbteil der Kinder Ruben, nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.24">Und Mose gab dem Stamme Gad, den Kindern Gad, nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.25">Und es wurde ihnen als Gebiet zuteil: Jaser und alle Städte Gileads, und die Hälfte des Landes der Kinder Ammon bis Aroer, das vor Rabba liegt;</verse>
        <verse osisID="Josh.13.26">und von Hesbon bis Ramath-Mizpe und Betonim, und von Machanaim bis an die Grenze von Lidebir;</verse>
        <verse osisID="Josh.13.27">und in der Talebene: Beth-Haram und Beth-Nimra und Sukkoth und Zaphon, der Rest von dem Reiche Sihons, des Königs von Hesbon, der Jordan und das Angrenzende bis an das Ende des Sees Kinnereth, jenseit des Jordan gegen Osten.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.28">Das war das Erbteil der Kinder Gad nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.29">Und Mose gab dem halben Stamme Manasse. Und dem halben Stamme der Kinder Manasse wurde nach ihren Geschlechtern zuteil.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.30">Und ihr Gebiet war von Machanaim an, das ganze Basan, das ganze Reich Ogs, des Königs von Basan, und alle Dörfer Jairs, die in Basan sind, sechzig Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.31">Und das halbe Gilead, und Astaroth und Edrei, die Städte des Reiches Ogs, in Basan, wurden den Söhnen Makirs, des Sohnes Manasses, zuteil, der Hälfte der Söhne Makirs, nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.32">Das ist es, was Mose in den Ebenen Moabs als Erbe ausgeteilt hat, jenseit des Jordan von Jericho, gegen Osten.</verse>
        <verse osisID="Josh.13.33">Aber dem Stamme Levi gab Mose kein Erbteil; Jahwe, der Gott Israels, ist ihr Erbteil, so wie er zu ihnen geredet hat.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.14">
        <verse osisID="Josh.14.1">Und dies ist es, was die Kinder Israel als Erbe im Lande Kanaan erhielten, was Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns, und die Häupter der Väter <note>{d.h. Stamm- oder Familienhäupter;so auch Kap. 21,1 usw.}</note> der Stämme der Kinder Israel ihnen als Erbe austeilten,</verse>
        <verse osisID="Josh.14.2">durch das Los ihres Erbteils; so wie Jahwe durch Mose geboten hatte betreffs der neun Stämme und des halben Stammes.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.3">Denn das Erbteil der zwei Stämme und des halben Stammes hatte Mose jenseit des Jordan gegeben; den Leviten aber hatte er kein Erbteil in ihrer Mitte gegeben.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.4">Denn die Söhne Josephs bildeten zwei Stämme, Manasse und Ephraim; und man gab den Leviten kein Teil im Lande, ausser Städten zum Wohnen und deren Bezirken für ihr Vieh und für ihre Habe.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.5">So wie Jahwe dem Mose geboten hatte, also taten die Kinder Israel, und sie teilten das Land.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.6">Und die Kinder Juda traten in Gilgal zu Josua; und Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, sprach zu ihm: Du kennst das Wort, welches Jahwe zu Mose, dem Manne Gottes, meinet- und deinetwegen in Kades-Barnea geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.7">Vierzig Jahre war ich alt, als Mose, der Knecht Jahwes, mich von Kades-Barnea aussandte, um das Land auszukundschaften; und ich brachte ihm Antwort, wie es mir ums Herz war.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.8">Und meine Brüder, die mit mir hinaufgezogen waren, machten das Herz des Volkes verzagt; ich aber bin Jahwe, meinem Gott, völlig nachgefolgt.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.9">Da schwur Mose an selbigem Tage und sprach: Wenn nicht das Land, auf welches dein Fuss getreten ist, dir und deinen Söhnen zum Erbteil wird ewiglich! denn du bist Jahwe, meinem Gott, völlig nachgefolgt.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.10">Und nun siehe, Jahwe hat mich am Leben erhalten, so wie er geredet hat, diese 45 Jahre, seitdem Jahwe dieses Wort zu Mose geredet hat, als Israel in der Wüste umherwanderte; und nun siehe, ich bin heute 85 Jahre alt.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.11">Ich bin heute noch so stark wie an dem Tage, da Mose mich aussandte; wie meine Kraft damals, so ist meine Kraft jetzt zum Streite und um aus- und einzuziehen.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.12">Und nun gib mir dieses Gebirge, von welchem Jahwe an jenem Tage geredet hat; denn du hast an jenem Tage gehört, dass die Enakim daselbst sind und grosse, feste Städte. Vielleicht ist Jahwe mit mir, dass ich sie austreibe, so wie Jahwe geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.13">Und Josua segnete ihn und gab dem Kaleb, dem Sohne Jephunnes, Hebron zum Erbteil.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.14">Daher ward Hebron dem Kaleb, dem Sohne Jephunnes, dem Kenisiter, zum Erbteil bis auf diesen Tag, weil er Jahwe, dem Gott Israels, völlig nachgefolgt war.</verse>
        <verse osisID="Josh.14.15">Der Name Hebrons war aber vordem: Stadt Arbas <note>{H. Kirjath-Arba; vergl. 1. Mose 23,2; 35,27}</note>; er war der grösste Mann unter den Enakim. - Und das Land hatte Ruhe vom Kriege.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.15">
        <verse osisID="Josh.15.1">Und das Los fiel <note>{Eig. ward}</note> für den Stamm der Kinder Juda, nach ihren Geschlechtern, nach der Grenze Edoms hin, der Wüste Zin, gegen Mittag, im äussersten Süden.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.2">Und ihre Südgrenze war vom Ende des Salzmeeres, von der Zunge, die sich gegen Süden wendet;</verse>
        <verse osisID="Josh.15.3">und sie lief aus südwärts von der Anhöhe Akrabbim und ging hinüber nach Zin, und sie stieg hinauf südlich von Kades-Barnea und ging hinüber nach Hezron, und sie stieg hinauf nach Addar und wandte sich nach Karka,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.4">und sie ging hinüber nach Azmon und lief aus an dem Bache Ägyptens; und der Ausgang der Grenze war nach dem Meere hin. Das soll eure Südgrenze <note>{d.h. zugleich die Südgrenze des Landes Kanaan (4. Mose 34,3-5)}</note> sein. -</verse>
        <verse osisID="Josh.15.5">Und die Grenze gegen Osten war das Salzmeer bis an das Ende des Jordan. - Und die Grenze an der Nordseite war von der Meereszunge an, vom Ende des Jordan;</verse>
        <verse osisID="Josh.15.6">und die Grenze stieg hinauf nach Beth-Hogla und ging hinüber nördlich von Beth-Araba; und die Grenze stieg hinauf zum Steine Bohans, des Sohnes Rubens;</verse>
        <verse osisID="Josh.15.7">und die Grenze stieg von dem Tale Achor hinauf nach Debir, und sie wandte sich nördlich nach Gilgal <note>{Ein unbekannter Ort dieses Namens; wohl dasselbe wie Geliloth in Kap. 18,17}</note>, welches der Anhöhe Adummim gegenüber liegt, die südlich von dem Bache ist; und die Grenze ging hinüber zum Wasser En-Semes, und ihr Ausgang war nach En-Rogel hin;</verse>
        <verse osisID="Josh.15.8">und die Grenze stieg das Tal des Sohnes Hinnoms hinauf, nach der Südseite der Jebusiter, das ist Jerusalem; und die Grenze stieg zu dem Gipfel des Berges hinauf, welcher vor dem Tale Hinnom, gegen Westen, am Ende der Talebene der Rephaim, gegen Norden liegt;</verse>
        <verse osisID="Josh.15.9">und die Grenze zog sich herum von dem Gipfel des Berges nach der Quelle des Wassers Nephtoach, und lief nach den Städten des Gebirges Ephron hin; und die Grenze zog sich herum nach Baala, das ist Kirjath-Jearim;</verse>
        <verse osisID="Josh.15.10">und von Baala wandte sich die Grenze gegen Westen nach dem Gebirge Seir und ging hinüber nach der Nordseite des Berges Jearim <note>{O. nach der Nordseite von Har-Jearim}</note>, das ist Kesalon, und sie stieg hinab nach Beth-Semes und ging hinüber nach Timna;</verse>
        <verse osisID="Josh.15.11">und die Grenze lief nach der Nordseite von Ekron hin; und die Grenze zog sich herum nach Schikkeron und ging hinüber nach dem Berge von Baala, und sie lief aus bei Jabneel; und der Ausgang der Grenze war nach dem Meere hin. -</verse>
        <verse osisID="Josh.15.12">Und die Westgrenze war das grosse Meer und das Angrenzende <note>{d.h. die Küste; so auch V.47}</note>. Das war die Grenze der Kinder Juda ringsum nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.13">Und Kaleb, dem Sohne Jephunnes, gab er ein Teil inmitten der Kinder Juda, nach dem Befehle Jahwes an Josua: Die Stadt Arbas <note>{H. Kirjath-Arba; vergl. 1. Mose 23,2; 35,27}</note>, des Vaters Enaks, das ist Hebron.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.14">Und Kaleb trieb von dannen aus die drei Söhne Enaks, Scheschai und Achiman und Talmai, Kinder Enaks.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.15">Und von dannen zog er hinauf gegen die Bewohner von Debir; der Name von Debir war aber vordem Kirjath-Sepher.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.16">Und Kaleb sprach: Wer Kirjath-Sepher schlägt und es einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Aksa zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.17">Da nahm es Othniel ein, der Sohn Kenas', ein Bruder Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Aksa zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.18">Und es geschah, als sie einzog, da trieb sie ihn an, ein Feld von ihrem Vater zu fordern. Und sie sprang von dem Esel herab. Und Kaleb sprach zu ihr: Was ist dir?</verse>
        <verse osisID="Josh.15.19">Und sie sprach: Gib mir einen Segen; denn ein Mittagsland hast du mir gegeben, so gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die oberen Quellen und die unteren Quellen.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.20">Das war das Erbteil des Stammes der Kinder Juda, nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.21">Und die Städte am Ende des Stammes der Kinder Juda, gegen die Grenze Edoms hin im Süden, waren: Kabzeel und Eder und Jagur,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.22">und Kina und Dimona und Adada,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.23">und Kedesch und Hazor und Jithnan;</verse>
        <verse osisID="Josh.15.24">Siph und Telem und Bealoth,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.25">und Neu-Hazor und Kerijoth-Hezron, das ist Hazor;</verse>
        <verse osisID="Josh.15.26">Amam und Schema und Molada,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.27">und Hazor-Gadda und Heschmon und Beth-Pelet,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.28">und Hazar-Schual und Beerseba und Bisjothja;</verse>
        <verse osisID="Josh.15.29">Baala und Ijim und Ezem,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.30">und El-Tolad und Kesil und Horma,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.31">und Ziklag und Madmanna und Sansanna,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.32">und Lebaoth und Schilchim und Ajin und Rimmon: aller Städte waren 29 und ihre Dörfer. -</verse>
        <verse osisID="Josh.15.33">In der Niederung: Eschtaol und Zorha und Aschna,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.34">und Sanoach und En-Gannim, Tappuach und Enam,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.35">Jarmuth und Adullam, Soko und Aseka,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.36">und Schaaraim und Adithaim und Gedera und Gederothaim: vierzehn Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.37">Zenan und Hadascha und Migdal-Gad,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.38">und Dilhan und Mizpe und Joktheel,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.39">Lachis und Bozkath und Eglon,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.40">und Kabbon und Lachmas <note>{And.: Lachmam}</note> und Kithlisch,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.41">und Gederoth, Beth-Dagon und Naama und Makkeda: sechzehn Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.42">Libna und Ether und Aschan,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.43">und Jiphtach und Aschna und Nezib,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.44">und Kehila und Aksib und Marescha: neun Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.45">Ekron und seine Tochterstädte und seine Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.46">Von Ekron an und westwärts, alle, die zur Seite von Asdod lagen, und ihre Dörfer:</verse>
        <verse osisID="Josh.15.47">Asdod, seine Tochterstädte und seine Dörfer; Gasa, seine Tochterstädte und seine Dörfer, bis an den Bach Ägyptens, und das grosse Meer und das Angrenzende.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.48">Und im Gebirge: Schamir und Jattir und Soko,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.49">und Danna und Kirjath-Sanna, das ist Debir,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.50">und Anab und Eschtemo und Anim,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.51">und Gosen und Holon und Gilo: elf Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.52">Arab und Duma und Eschhan,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.53">und Janum und Beth-Tappuach und Apheka,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.54">und Humta und Kirjath-Arba, das ist Hebron, und Zior: neun Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.55">Maon, Karmel und Siph und Juta,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.56">und Jisreel und Jokdeam und Sanoach,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.57">Kajin, Gibea und Timna: zehn Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.58">Halchul, Beth-Zur und Gedor,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.59">und Maarath und Beth-Anoth und Eltekon: sechs Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.60">Kirjath-Baal, das ist Kirjath-Jearim, und Rabba: zwei Städte und ihre Dörfer. -</verse>
        <verse osisID="Josh.15.61">In der Wüste: Beth-Araba, Middin und Sekaka,</verse>
        <verse osisID="Josh.15.62">und Nibschan und Ir-Hammelach <note>{Salzstadt (am toten Meere)}</note> und Engedi: sechs Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.15.63">Aber die Jebusiter, die Bewohner von Jerusalem, - die Kinder Juda vermochten sie nicht auszutreiben; und die Jebusiter haben mit den Kindern Juda in Jerusalem gewohnt bis auf diesen Tag.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.16">
        <verse osisID="Josh.16.1">Und das Los kam heraus für die Söhne Josephs vom Jordan von Jericho an, bei dem Wasser von Jericho gegen Osten: die Wüste, die von Jericho auf das Gebirge von Bethel hinaufsteigt;</verse>
        <verse osisID="Josh.16.2">und die Grenze <note>{Eig. und es, d.h. das Los}</note> lief von Bethel nach Lus und ging hinüber nach der Grenze der Arkiter, nach Ataroth;</verse>
        <verse osisID="Josh.16.3">und sie stieg westwärts hinab nach der Grenze der Japhletiter, bis an die Grenze von Unter-Beth-Horon und bis Geser; und ihr Ausgang war nach dem Meere hin.</verse>
        <verse osisID="Josh.16.4">So erhielten die Söhne Josephs, Manasse und Ephraim, ihr Erbteil.</verse>
        <verse osisID="Josh.16.5">Und es war die Grenze der Kinder Ephraim, nach ihren Geschlechtern: die Grenze ihres Erbteils gegen Osten war Ateroth-Addar bis Ober-Beth-Horon,</verse>
        <verse osisID="Josh.16.6">und die Grenze lief gegen Westen nach Mikmethath hin, nördlich; und die Grenze wandte sich gegen Osten nach Taanath-Silo und ging daran vorbei gegen Osten nach Janocha;</verse>
        <verse osisID="Josh.16.7">und sie stieg von Janocha hinab nach Ataroth und Naarath, und stiess an Jericho und lief aus am Jordan;</verse>
        <verse osisID="Josh.16.8">von Tappuach ging die Grenze gegen Westen nach dem Bache Kana, und ihr Ausgang war nach dem Meere hin. Das war das Erbteil des Stammes der Kinder Ephraim nach ihren Geschlechtern,</verse>
        <verse osisID="Josh.16.9">nebst den Städten, welche für die Kinder Ephraim abgesondert wurden inmitten des Erbteils der Kinder Manasse: alle Städte und ihre Dörfer. -</verse>
        <verse osisID="Josh.16.10">Aber sie trieben die Kanaaniter nicht aus, die zu Geser wohnten; und die Kanaaniter haben inmitten von Ephraim gewohnt bis auf diesen Tag, und sie wurden fronpflichtig.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.17">
        <verse osisID="Josh.17.1">Und das Los kam heraus <note>{Eig. ward; so auch V.2}</note> für den Stamm Manasse, denn er war der Erstgeborene Josephs - für Makir, den Erstgeborenen Manasses, den Vater Gileads; da er ein Kriegsmann war, so wurden ihm Gilead und Basan zuteil.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.2">Und es kam heraus für die übrigen Söhne Manasses, nach ihren Geschlechtern: für die Söhne Abiesers und für die Söhne Heleks und für die Söhne Asriels und für die Söhne Sichems und für die Söhne Hephers und für die Söhne Schemidas; das waren die Kinder Manasses, des Sohnes Josephs, die Männlichen, nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.3">Und Zelophchad, der Sohn Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Makirs, des Sohnes Manasses, hatte keine Söhne, sondern nur Töchter; und dies sind die Namen seiner Töchter: Machla und Noa, Chogla, Milka und Tirza.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.4">Und sie traten herzu vor Eleasar, den Priester, und vor Josua, den Sohn Nuns, und vor die Fürsten, und sprachen: Jahwe hat Mose geboten, uns ein Erbteil unter unseren Brüdern zu geben. Und er gab ihnen, nach dem Befehle Jahwes, ein Erbteil unter den Brüdern ihres Vaters.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.5">Und so fielen dem Manasse zehn Anteile <note>{W. Messschnüre}</note> zu, ausser dem Lande Gilead und Basan, das jenseit des Jordan liegt;</verse>
        <verse osisID="Josh.17.6">denn die Töchter Manasses erhielten ein Erbteil unter seinen Söhnen. Das Land Gilead aber wurde den übrigen Söhnen Manasses zuteil.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.7">Und die Grenze Manasses war von Aser nach Mikmethath, das vor Sichem liegt; und die Grenze ging nach rechts zu den Bewohnern von En-Tappuach hin.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.8">Dem Manasse gehörte das Land Tappuach; aber Tappuach, an der Grenze Manasses, gehörte den Kindern Ephraim.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.9">Und die Grenze stieg hinab nach dem Bache Kana, südlich vom Bache. Diese Städte gehörten Ephraim inmitten der Städte Manasses. Und das Gebiet Manasses war nördlich vom Bache, und sein Ausgang war nach dem Meere hin.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.10">Gegen Süden gehörte es dem Ephraim, und gegen Norden dem Manasse; und das Meer war seine Grenze. Und gegen Norden stiessen sie <note>{d.h. die Manassiter}</note> an Aser, und gegen Osten an Issaschar.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.11">Und Manasse erhielt in Issaschar und in Aser: Beth-Schean und seine Tochterstädte, und Jibleam und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Taanak und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Megiddo und seine Tochterstädte: das Dreihügelgebiet. -</verse>
        <verse osisID="Josh.17.12">Aber die Kinder Manasse vermochten diese Städte nicht in Besitz zu nehmen, und die Kanaaniter wollten in diesem Lande bleiben.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.13">Und es geschah, als die Kinder Israel erstarkten, da machten sie die Kanaaniter fronpflichtig; aber sie trieben sie keineswegs aus.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.14">Und die Kinder Joseph redeten zu Josua und sprachen: Warum hast du mir nur ein Los und eine Messschnur als Erbteil gegeben, da ich doch ein zahlreiches Volk bin, soweit Jahwe mich bis jetzt gesegnet hat?</verse>
        <verse osisID="Josh.17.15">Und Josua sprach zu ihnen: Wenn du ein zahlreiches Volk bist, so ziehe in den Wald hinauf und haue dir daselbst aus in dem Lande der Perisiter und der Rephaim <note>{O. Riesen}</note>, wenn dir das Gebirge Ephraim zu enge ist.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.16">Und die Kinder Joseph sprachen: Das Gebirge reicht für uns nicht aus, und <note>{And.: werden wir nicht erlangen, denn usw.}</note> bei allen Kanaanitern, die im Tallande wohnen, sind eiserne Wagen: bei denen, die in Beth-Schean und seinen Tochterstädten, und bei denen, die im Tale Jisreel wohnen.</verse>
        <verse osisID="Josh.17.17">Da sprach Josua zum Hause Joseph, zu Ephraim und zu Manasse, und sagte: Du bist ein zahlreiches Volk und hast eine grosse Kraft; nicht ein Los sollst du haben,</verse>
        <verse osisID="Josh.17.18">sondern das Gebirge soll dir zuteil werden. Da es ein Wald ist, so haue ihn aus, und seine Ausläufer sollen dir gehören; denn du wirst die Kanaaniter austreiben, wenn sie auch eiserne Wagen haben, und wenn sie auch stark sind.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.18">
        <verse osisID="Josh.18.1">Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel versammelte sich nach Silo, und sie schlugen daselbst das Zelt der Zusammenkunft auf; und das Land war vor ihnen unterjocht.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.2">Und es blieben unter den Kindern Israel sieben Stämme übrig, deren Erbteil man noch nicht ausgeteilt hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.3">Da sprach Josua zu den Kindern Israel: Wie lange werdet ihr euch lässig zeigen hinzugehen, um das Land in Besitz zu nehmen, welches Jahwe, der Gott eurer Väter, euch gegeben hat?</verse>
        <verse osisID="Josh.18.4">Nehmet euch drei Männer für den Stamm, und ich will sie aussenden; und sie sollen sich aufmachen und das Land durchwandern und es aufschreiben nach Verhältnis ihres Erbteils, und dann zu mir kommen.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.5">Und sie sollen es unter sich in sieben Teile verteilen. Juda soll auf seinem Gebiet bleiben gegen Süden, und das Haus Joseph soll auf seinem Gebiet bleiben gegen Norden.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.6">Ihr aber sollt das Land aufschreiben zu sieben Teilen und mir das Verzeichnis hierherbringen; und ich werde euch das Los werfen, hier vor Jahwe, unserem Gott.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.7">Denn die Leviten haben kein Teil in eurer Mitte, denn das Priestertum Jahwes ist ihr Erbteil. Und Gad und Ruben und der halbe Stamm Manasse haben jenseit des Jordan, gegen Osten, ihr Erbteil empfangen, welches Mose, der Knecht Jahwes, ihnen gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.8">Und die Männer machten sich auf und gingen hin. Und Josua gebot denen, die hingingen, um das Land aufzuschreiben, und sprach: Gehet hin und durchwandert das Land und schreibet es auf und kommet wieder zu mir; und hier werde ich euch das Los werfen vor Jahwe, zu Silo.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.9">Und die Männer gingen hin und durchzogen das Land und schrieben es, nach den Städten, zu sieben Teilen auf in ein Buch; und sie kamen zu Josua in das Lager nach Silo zurück.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.10">Da warf ihnen Josua das Los zu Silo vor Jahwe. Und Josua teilte daselbst das Land den Kindern Israel aus nach ihren Abteilungen.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.11">Und es kam herauf das Los des Stammes der Kinder Benjamin nach ihren Geschlechtern. Und das Gebiet ihres Loses kam heraus zwischen den Kindern Juda und den Kindern Joseph.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.12">Und ihre Grenze auf der Nordseite fing am Jordan an; und die Grenze stieg hinauf nach der Nordseite von Jericho und stieg auf das Gebirge gegen Westen, und ihr Ausgang war nach der Wüste von Beth-Awen hin;</verse>
        <verse osisID="Josh.18.13">und von dort ging die Grenze hinüber nach Lus, nach der Südseite von Lus, das ist Bethel; und die Grenze stieg hinab nach Ateroth-Addar, bei dem Berge <note>{O. über den Berg}</note>, der südlich von Unter-Beth-Horon ist. -</verse>
        <verse osisID="Josh.18.14">Und die Grenze zog sich herum und wandte sich nach der Westseite, südwärts von dem Berge, der vor Beth-Horon nach Süden liegt, und ihr Ausgang war nach Kirjath-Baal hin, das ist Kirjath-Jearim, einer Stadt der Kinder Juda; das war die Westseite. -</verse>
        <verse osisID="Josh.18.15">Und die Südseite fing an am Ende <note>{W. Und die Südseite: vom Ende}</note> von Kirjath-Jearim; und die Grenze lief aus nach Westen hin, und sie lief nach der Quelle des Wassers Nephtoach hin;</verse>
        <verse osisID="Josh.18.16">und die Grenze stieg hinab zu dem Ende des Berges, welcher vor dem Tale des Sohnes Hinnoms in der Talebene der Rephaim gegen Norden liegt; und sie stieg das Tal Hinnom hinab nach der Südseite der Jebusiter, und sie stieg hinab nach En-Rogel;</verse>
        <verse osisID="Josh.18.17">und sie zog sich nordwärts herum und lief nach En-Semes, und sie lief nach Geliloth hin, das der Anhöhe Adummim gegenüber liegt; und sie stieg hinab zum Steine Bohans, des Sohnes Rubens,</verse>
        <verse osisID="Josh.18.18">und ging hinüber nach der Seite, die der Araba <note>{O. der Ebene; vergl. die Anm. zu 5. Mose 1,1}</note> nordwärts gegenüber liegt, und stieg hinab nach der Araba;</verse>
        <verse osisID="Josh.18.19">und die Grenze ging hinüber nach der Nordseite von Beth-Hogla, und der Ausgang der Grenze war nach der nördlichen Zunge des Salzmeeres, nach dem südlichen Ende des Jordan hin. Das war die Südgrenze. -</verse>
        <verse osisID="Josh.18.20">Und der Jordan begrenzte es an der Ostseite. Das war das Erbteil der Kinder Benjamin, nach seinen Grenzen ringsum, nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.18.21">Und die Städte des Stammes der Kinder Benjamin, nach ihren Geschlechtern, waren: Jericho und Beth-Hogla und Emek-Keziz,</verse>
        <verse osisID="Josh.18.22">und Beth-Araba und Zemaraim und Bethel,</verse>
        <verse osisID="Josh.18.23">und Awim und Para und Ophra,</verse>
        <verse osisID="Josh.18.24">und Kephar-Ammoni <note>{d.h. das Dorf der Ammoniter}</note> und Ophni und Geba: Zwölf Städte und ihre Dörfer;</verse>
        <verse osisID="Josh.18.25">Gibeon und Rama und Beeroth,</verse>
        <verse osisID="Josh.18.26">und Mizpe und Kephira und Moza,</verse>
        <verse osisID="Josh.18.27">und Rekem und Jirpeel und Tarala,</verse>
        <verse osisID="Josh.18.28">und Zela, Eleph, und die Jebusiter, das ist Jerusalem, Gibeath, Kirjath: vierzehn Städte und ihre Dörfer. Das war das Erbteil der Kinder Benjamin nach ihren Geschlechtern.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.19">
        <verse osisID="Josh.19.1">Und das zweite Los kam herauf für Simeon, für den Stamm der Kinder Simeon, nach ihren Geschlechtern; und ihr Erbteil war mitten in dem Erbteil der Kinder Juda.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.2">Und es ward ihnen zum Erbteil: Beerseba und Scheba und Molada,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.3">und Hazar-Schual und Bala und Ezem,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.4">und Eltolad und Bethul und Horma,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.5">und Ziklag und Beth-Markaboth und Hazar-Susa,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.6">und Beth-Lebaoth und Scharuchen: dreizehn Städte und ihre Dörfer;</verse>
        <verse osisID="Josh.19.7">Ain, Rimmon und Ether und Aschan: vier Städte und ihre Dörfer;</verse>
        <verse osisID="Josh.19.8">und alle Dörfer, die rings um diese Städte liegen, bis Baalath-Beer, das ist Süd-Ramath. Das war das Erbteil des Stammes der Kinder Simeon, nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.9">Von der Messschnur der Kinder Juda war das Erbteil der Kinder Simeon; denn das Teil der Kinder Juda war zu gross für sie, und so erhielten die Kinder Simeon ihr Erbteil mitten in ihrem Erbteil.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.10">Und das dritte Los kam herauf für die Kinder Sebulon, nach ihren Geschlechtern. Und die Grenze ihres Erbteils war bis Sarid;</verse>
        <verse osisID="Josh.19.11">und ihre Grenze stieg hinauf westwärts, und zwar nach Marhala, und stiess an Dabbescheth und stiess an den Bach, der vor Jokneam fliesst;</verse>
        <verse osisID="Josh.19.12">und sie kehrte um von Sarid, ostwärts, gegen Sonnenaufgang, nach der Grenze von Kisloth-Tabor, und lief nach Daberath hin und stieg hinauf nach Japhija;</verse>
        <verse osisID="Josh.19.13">und von dort ging sie hinüber ostwärts gegen Sonnenaufgang, nach Gath-Hepher, nach Eth-Kazin, und lief aus bei Rimmon, das sich nach Nea hin erstreckt <note>{And.: lief aus bei Rimmon-Methoar, Nea}</note>.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.14">Und die Grenze wandte sich um dasselbe nördlich nach Hannathon, und ihr Ausgang war das Tal Jiphtach-El; ...</verse>
        <verse osisID="Josh.19.15">und Kattath und Nahalal und Schimron und Jidala und Bethlehem: zwölf Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.16">Das war das Erbteil der Kinder Sebulon, nach ihren Geschlechtern, diese Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.17">Für Issaschar kam das vierte Los heraus, für die Kinder Issaschar, nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.18">Und ihr Gebiet war nach Jisreel hin, und Kesulloth und Schunem,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.19">und Hapharaim und Schion und Anacharath,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.20">und Rabbith und Kischjon und Ebez,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.21">und Remeth und En-Gannim und En-Hadda und Beth-Pazez;</verse>
        <verse osisID="Josh.19.22">und die Grenze stiess an Tabor und Schachazuma und Beth-Semes, und der Ausgang ihrer Grenze war am Jordan: sechzehn Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.23">Das war das Erbteil des Stammes der Kinder Issaschar, nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.24">Und das fünfte Los kam heraus für den Stamm der Kinder Aser, nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.25">Und ihre Grenze war: Helkath und Hali und Beten und Akschaph,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.26">und Allammelek und Amhad und Mischeal; und sie stiess an den Karmel, gegen Westen, und an den Sihor-Libnath;</verse>
        <verse osisID="Josh.19.27">und sie kehrte um gegen Sonnenaufgang nach Beth-Dagon und stiess an Sebulon und an das Tal Jiphtach-El, nördlich von Beth-Emek und Nehiel, und sie lief nach Kabul hin zur Linken <note>{d.h. gegen Norden}</note>,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.28">und Ebron und Rechob und Hammon und Kana, bis Zidon, der grossen Stadt;</verse>
        <verse osisID="Josh.19.29">und die Grenze kehrte um nach Rama und bis zur festen Stadt Tyrus <note>{Hebr. Zor}</note>; und die Grenze kehrte um nach Hosa, und ihr Ausgang war nach dem Meere hin von dem Striche Aksib an <note>{O. an dem Landstrich gegen Aksib hin}</note>; ...</verse>
        <verse osisID="Josh.19.30">und Umma und Aphek und Rechob: 22 Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.31">Das war das Erbteil des Stammes der Kinder Aser, nach ihren Geschlechtern, diese Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.32">Für die Kinder Naphtali kam das sechste Los heraus, für die Kinder Naphtali, nach ihren Geschlechtern.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.33">Und ihre Grenze war von Heleph, von der Terebinthe zu Zaanannim, und Adami-Nekeb und Jabneel bis Lakum, und ihr Ausgang war am Jordan;</verse>
        <verse osisID="Josh.19.34">und die Grenze kehrte um westwärts nach Asnoth-Tabor und lief von dort nach Hukkok hin. Und so stiess sie an Sebulon gegen Süden, und an Aser stiess sie gegen Westen, und an Juda <note>{"an Juda" ist wahrsch. eine verderbte Lesart}</note> am Jordan gegen Sonnenaufgang.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.35">Und die festen Städte waren: Ziddim, Zer und Hammath, Rakkath und Kinnereth,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.36">und Adama und Rama und Hazor,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.37">und Kedes und Edrei und En-Hazor,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.38">und Jiron und Migdal-El, Horem und Beth-Anath und Beth-Semes: neunzehn Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.39">Das war das Erbteil des Stammes der Kinder Naphtali, nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.40">Für den Stamm der Kinder Dan, nach ihren Geschlechtern, kam das siebte Los heraus.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.41">Und das Gebiet ihres Erbteils war: Zorha und Eschtaol und Ir-Semes,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.42">und Schaalabbin und Ajjalon und Jithla,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.43">und Elon und Timnatha und Ekron,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.44">und Elteke und Gibbethon und Baalath,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.45">und Jehud und Bne-Berak und Gath-Rimmon,</verse>
        <verse osisID="Josh.19.46">und Me-Jarkon und Rakkon, mit dem Gebiete gegenüber Japho.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.47">Und die Grenze der Kinder Dan ging später weiter als diese; denn die Kinder Dan zogen hinauf und stritten wider Leschem <note>{Leschem gleich Lais; vergl. Richt. 18,29}</note>, und nahmen es ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes, und sie nahmen es in Besitz und wohnten darin; und sie nannten Leschem Dan, nach dem Namen ihres Vaters Dan.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.48">Das war das Erbteil des Stammes der Kinder Dan nach ihren Geschlechtern, diese Städte und ihre Dörfer.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.49">Und als sie die Verteilung des Landes nach seinen Grenzen vollendet hatten, gaben die Kinder Israel Josua, dem Sohne Nuns, ein Erbteil in ihrer Mitte.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.50">Nach dem Befehle Jahwes gaben sie ihm die Stadt, die er verlangte, Timnath-Serach im Gebirge Ephraim; und er baute die Stadt und wohnte darin.</verse>
        <verse osisID="Josh.19.51">Das sind die Erbteile, welche Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns, und die Häupter der Väter der Stämme der Kinder Israel durch das Los austeilten zu Silo, vor Jahwe, an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft. Und so vollendeten sie die Verteilung des Landes.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.20">
        <verse osisID="Josh.20.1">Und Jahwe redete zu Josua und sprach:</verse>
        <verse osisID="Josh.20.2">Rede zu den Kindern Israel und sprich: Bestimmet euch die Zufluchtstädte, von welchen ich durch Mose zu euch geredet habe <note>{4. Mose 35,6 usw.; 5. Mose 19,1 usw.}</note>,</verse>
        <verse osisID="Josh.20.3">dass dahin fliehe ein Totschläger, der jemand aus Versehen, unabsichtlich <note>{W. ohne Wissen; so auch V.5}</note>, erschlagen hat; und sie seien euch zur Zuflucht vor dem Bluträcher.</verse>
        <verse osisID="Josh.20.4">Und er soll in eine von diesen Städten fliehen, und an dem Eingang des Stadttores stehen und vor den Ohren der Ältesten jener Stadt seine Sache vorbringen; und sie sollen ihn zu sich in die Stadt aufnehmen und ihm einen Ort geben, dass er bei ihnen wohne.</verse>
        <verse osisID="Josh.20.5">Und wenn der Bluträcher ihm nachjagt, so sollen sie den Totschläger nicht in seine Hand ausliefern; denn er hat seinen Nächsten unabsichtlich erschlagen, und er hasste ihn vordem nicht.</verse>
        <verse osisID="Josh.20.6">Und er soll in jener Stadt wohnen, bis er vor der Gemeinde zu Gericht gestanden hat, bis zum Tode des Hohenpriesters, der in jenen Tagen sein wird; alsdann mag der Totschläger zurückkehren und in seine Stadt und in sein Haus kommen, in die Stadt, aus welcher er geflohen ist. -</verse>
        <verse osisID="Josh.20.7">Und sie heiligten Kedes in Galiläa, im Gebirge Naphtali, und Sichem im Gebirge Ephraim, und Kirjath-Arba, das ist Hebron, im Gebirge Juda.</verse>
        <verse osisID="Josh.20.8">Und jenseit des Jordan von Jericho, gegen Osten, bestimmten sie Bezer in der Wüste, in der Ebene, vom Stamme Ruben; und Ramoth in Gilead, vom Stamme Gad; und Golan in Basan, vom Stamme Manasse.</verse>
        <verse osisID="Josh.20.9">Das waren die bestimmten Städte für alle Kinder Israel und für den Fremdling, der in ihrer Mitte weilte, auf dass dahin fliehe ein jeder, der jemand aus Versehen erschlagen würde, damit er nicht durch die Hand des Bluträchers sterbe, bis er vor der Gemeinde gestanden habe.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.21">
        <verse osisID="Josh.21.1">Und die Häupter der Väter der Leviten traten zu Eleasar, dem Priester, und zu Josua, dem Sohne Nuns, und zu den Häuptern der Väter der Stämme der Kinder Israel,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.2">und redeten zu ihnen zu Silo, im Lande Kanaan, und sprachen: Jahwe hat durch Mose geboten, uns Städte zum Wohnen zu geben, und deren Bezirke für unser Vieh <note>{4. Mose 35,2}</note>.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.3">Und die Kinder Israel gaben den Leviten von ihrem Erbteil diese Städte und ihre Bezirke, nach dem Befehle Jahwes:</verse>
        <verse osisID="Josh.21.4">Und das Los kam heraus für die Familien der Kehathiter. Und die Söhne Aarons, des Priesters, aus den Leviten, erhielten vom Stamme Juda und vom Stamme der Simeoniter und vom Stamme Benjamin, durchs Los, dreizehn Städte;</verse>
        <verse osisID="Josh.21.5">und die übrigen Söhne Kehaths, von den Geschlechtern des Stammes Ephraim und vom Stamme Dan und vom halben Stamme Manasse, durchs Los, zehn Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.6">Und die Söhne Gersons erhielten von den Geschlechtern des Stammes Issaschar und vom Stamme Aser und vom Stamme Naphtali und vom halben Stamme Manasse in Basan, durchs Los, dreizehn Städte;</verse>
        <verse osisID="Josh.21.7">die Söhne Meraris, nach ihren Familien, vom Stamme Ruben und vom Stamme Gad und vom Stamme Sebulon zwölf Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.8">Und so gaben die Kinder Israel den Leviten diese Städte und ihre Bezirke durchs Los, so wie Jahwe durch Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.9">Und sie gaben vom Stamme der Kinder Juda und vom Stamme der Kinder Simeon folgende Städte, die man mit Namen nannte;</verse>
        <verse osisID="Josh.21.10">und sie wurden den Söhnen Aarons, von den Familien der Kehathiter, aus den Kindern Levi, zuteil (denn für sie war das erste Los).</verse>
        <verse osisID="Josh.21.11">Und sie gaben ihnen die Stadt Arbas <note>{H. Kirjath-Arba}</note>, des Vaters Enaks, das ist Hebron, im Gebirge Juda, und ihre Bezirke rings um sie her.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.12">Aber das Feld der Stadt und ihre Dörfer gaben sie Kaleb, dem Sohne Jephunnes, als sein Eigentum.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.13">Und sie gaben den Söhnen Aarons, des Priesters, die Zufluchtstadt für den Totschläger, Hebron und seine Bezirke; und Libna und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.14">und Jattir und seine Bezirke, und Eschtemoa und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.15">und Holon und seine Bezirke, und Debir und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.16">und Ain und seine Bezirke, und Jutta und seine Bezirke, und Beth-Semes und seine Bezirke: neun Städte von diesen beiden Stämmen.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.17">Und vom Stamme Benjamin: Gibeon und seine Bezirke, Geba und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.18">Anathoth und seine Bezirke, und Almon und seine Bezirke: vier Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.19">Alle Städte der Söhne Aarons, der Priester: dreizehn Städte und ihre Bezirke.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.20">Und was die Familien der Söhne Kehaths, der Leviten, die übrigen von den Söhnen Kehaths, betrifft, so waren die Städte ihres Loses vom Stamme Ephraim.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.21">Und sie gaben ihnen die Zufluchtstadt für den Totschläger, Sichem und seine Bezirke im Gebirge Ephraim; und Geser und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.22">und Kibzaim und seine Bezirke, und Beth-Horon und seine Bezirke: vier Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.23">Und vom Stamme Dan: Elteke und seine Bezirke, Gibbethon und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.24">Ajjalon und seine Bezirke, Gath-Rimmon und seine Bezirke: vier Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.25">Und von der Hälfte des Stammes Manasse: Taanak und seine Bezirke, und Gath-Rimmon und seine Bezirke: zwei Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.26">Aller Städte waren zehn und ihre Bezirke, für die Familien der übrigen Söhne Kehaths.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.27">Und den Söhnen Gersons, aus den Geschlechtern der Leviten, gaben sie vom halben Stamme Manasse: Die Zufluchtstadt für den Totschläger, Golan in Basan und seine Bezirke; und Beeschtera und seine Bezirke: zwei Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.28">Und vom Stamme Issaschar: Kischjon und seine Bezirke, Daberath und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.29">Jarmuth und seine Bezirke, En-Gannim und seine Bezirke: vier Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.30">Und vom Stamme Aser: Mischeal und seine Bezirke, Abdon und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.31">Helkath und seine Bezirke, und Rechob und seine Bezirke: vier Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.32">Und vom Stamme Naphtali: Die Zufluchtstadt für den Totschläger, Kedes in Galiläa und seine Bezirke; und Hammoth-Dor und seine Bezirke, und Kartan und seine Bezirke: drei Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.33">Alle Städte der Gersoniter, nach ihren Familien: dreizehn Städte und ihre Bezirke.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.34">Und den Familien der Söhne Meraris, den übrigen Leviten, gaben sie vom Stamme Sebulon: Jokneam und seine Bezirke, Karta und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.35">Dimna und seine Bezirke, Nahalal und seine Bezirke: vier Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.36">Und vom Stamme Ruben: Bezer und seine Bezirke, und Jahza und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.37">Kedemoth und seine Bezirke, und Mephaath und seine Bezirke: vier Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.38">Und vom Stamme Gad: die Zufluchtstadt für den Totschläger, Ramoth in Gilead und seine Bezirke; und Machanaim und seine Bezirke,</verse>
        <verse osisID="Josh.21.39">Hesbon und seine Bezirke, Jaser und seine Bezirke; aller Städte waren vier.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.40">Alle Städte der Söhne Meraris, nach ihren Familien, der übrigen von den Geschlechtern der Leviten: ihr Los war zwölf Städte.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.41">Alle Städte der Leviten inmitten des Eigentums der Kinder Israel: 48 Städte und ihre Bezirke.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.42">Diese Städte hatten, Stadt für Stadt, ihre Bezirke rings um sich her: also war es bei allen diesen Städten.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.43">Und so gab Jahwe Israel das ganze Land, welches er ihren Vätern zu geben geschworen hatte; und sie nahmen es in Besitz und wohnten darin.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.44">Und Jahwe schaffte ihnen Ruhe ringsumher nach allem, was er ihren Vätern geschworen hatte; und keiner von allen ihren Feinden hielt vor ihnen stand: alle ihre Feinde gab Jahwe in ihre Hand.</verse>
        <verse osisID="Josh.21.45">Es fiel kein Wort dahin von all den guten Worten, welche Jahwe zu dem Hause Israel geredet hatte; alles traf ein.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.22">
        <verse osisID="Josh.22.1">Damals berief Josua die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse,</verse>
        <verse osisID="Josh.22.2">und er sprach zu ihnen: Ihr habt alles beobachtet, was Mose, der Knecht Jahwes, euch geboten hat, und habt meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch geboten habe.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.3">Ihr habt eure Brüder nicht verlassen diese lange Zeit bis auf diesen Tag, und habt das Gebot Jahwes, eures Gottes, beobachtet <note>{Eig. und habt beobachtet, was in Bezug auf das Gebot Jahwes... zu beobachten war}</note>.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.4">Und nun hat Jahwe, euer Gott, euren Brüdern Ruhe geschafft, wie er zu ihnen geredet hat; und nun wendet euch und ziehet nach euren Zelten, in das Land eures Eigentums, welches Mose, der Knecht Jahwes, euch jenseit des Jordan gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.5">Nur achtet wohl darauf, das Gebot und das Gesetz zu tun, welches Mose, der Knecht Jahwes, euch geboten hat: Jahwe, euren Gott, zu lieben und auf allen seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote zu beobachten, und ihm anzuhangen und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.6">Und Josua segnete sie und entliess sie; und sie zogen nach ihren Zelten.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.7">Und der einen Hälfte des Stammes Manasse hatte Mose in Basan ein Erbteil gegeben; aber seiner anderen Hälfte hatte Josua mit ihren Brüdern diesseit des Jordan, gegen Westen, ihr Erbteil gegeben. Und als Josua sie nach ihren Zelten entliess, da segnete er auch sie,</verse>
        <verse osisID="Josh.22.8">und er sprach zu ihnen und sagte: Kehret nach euren Zelten zurück mit vielen Reichtümern und mit sehr vielem Vieh, mit Silber und mit Gold und mit Erz und mit Eisen und mit Kleidern in grosser Menge; teilet die Beute eurer Feinde mit euren Brüdern.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.9">So kehrten die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse zurück und zogen weg von den Kindern Israel, von Silo, das im Lande Kanaan ist, um in das Land Gilead zu ziehen, in das Land ihres Eigentums, in welchem sie sich ansässig gemacht hatten nach dem Befehle Jahwes durch Mose.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.10">Und als sie in die Bezirke des Jordan kamen, die im Lande Kanaan sind, da bauten die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse daselbst einen Altar am Jordan, einen Altar, gross von Ansehen.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.11">Und die Kinder Israel hörten sagen: Siehe, die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse haben einen Altar gebaut, angesichts des Landes Kanaan, in den Bezirken des Jordan, den Kindern Israel gegenüber.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.12">Und als die Kinder Israel es hörten, da versammelte sich die ganze Gemeinde der Kinder Israel nach Silo, um wider sie hinaufzuziehen zum Kriege.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.13">Und die Kinder Israel sandten zu den Kindern Ruben und zu den Kindern Gad und zu dem halben Stamme Manasse, in das Land Gilead, Pinehas, den Sohn Eleasars, des Priesters,</verse>
        <verse osisID="Josh.22.14">und zehn Fürsten mit ihm, je einen Fürsten für ein Vaterhaus, von allen Stämmen Israels; und sie waren ein jeder das Haupt ihres Vaterhauses unter den Tausenden Israels.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.15">Und sie kamen zu den Kindern Ruben und zu den Kindern Gad und zu dem halben Stamme Manasse, in das Land Gilead, und redeten mit ihnen und sprachen:</verse>
        <verse osisID="Josh.22.16">So spricht die ganze Gemeinde Jahwes: Was ist das für eine Treulosigkeit, die ihr gegen den Gott Israels begangen habt, dass ihr euch heute abwendet von der Nachfolge Jahwes, indem ihr euch einen Altar bauet, um euch heute wider Jahwe zu empören?</verse>
        <verse osisID="Josh.22.17">Ist es uns zu wenig an der Ungerechtigkeit Peors, von welcher wir uns noch nicht gereinigt haben bis auf diesen Tag, und doch kam die Plage <note>{O. als die Plage kam}</note> über die Gemeinde Jahwes?</verse>
        <verse osisID="Josh.22.18">Und ihr, ihr wendet euch heute ab von der Nachfolge Jahwes! Und es wird geschehen, empöret ihr euch heute wider Jahwe, so wird er morgen über die ganze Gemeinde Israels erzürnen.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.19">Jedoch wenn das Land eures Eigentums unrein ist, so kommet herüber in das Land des Eigentums Jahwes, wo die Wohnung Jahwes weilt, und machet euch ansässig in unserer Mitte, aber empöret euch nicht wider Jahwe, und empöret euch nicht wider uns, indem ihr euch einen Altar bauet ausser dem Altar Jahwes, unseres Gottes.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.20">Hat nicht Achan, der Sohn Serachs, Untreue an dem Verbannten begangen? und ein Zorn kam über die ganze Gemeinde Israels; und er kam nicht als ein Einzelner um in seiner Ungerechtigkeit.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.21">Und die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse antworteten und sprachen zu den Häuptern der Tausende Israels:</verse>
        <verse osisID="Josh.22.22">Der Gott <note>{El}</note> der Götter, Jahwe, der Gott <note>{El}</note> der Götter, Jahwe, er weiss es, und Israel soll es wissen: wenn es aus Empörung, und wenn es aus Treulosigkeit gegen Jahwe geschehen ist, - so mögest du uns nicht retten an diesem Tage! -</verse>
        <verse osisID="Josh.22.23">dass wir uns einen Altar gebaut haben, um uns von der Nachfolge Jahwes abzuwenden, und wenn es geschehen ist, um Brandopfer und Speisopfer darauf zu opfern, und wenn, um Friedensopfer darauf zu opfern, so möge Jahwe es fordern!</verse>
        <verse osisID="Josh.22.24">Und wenn wir nicht aus Besorgnis vor einer Sache dies getan haben, indem wir sprachen: Künftig werden eure Kinder zu unseren Kindern sprechen und sagen: Was habt ihr mit Jahwe, dem Gott Israels, gemein?</verse>
        <verse osisID="Josh.22.25">Jahwe hat ja eine Grenze, den Jordan, zwischen uns und euch gesetzt, ihr Kinder Ruben und ihr Kinder Gad; ihr habt kein Teil an Jahwe! Und so würden eure Kinder machen, dass unsere Kinder aufhörten, Jahwe zu fürchten.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.26">Und so sprachen wir: Wir wollen uns doch daran machen, den Altar zu bauen, nicht für Brandopfer und nicht für Schlachtopfer;</verse>
        <verse osisID="Josh.22.27">sondern ein Zeuge soll er sein zwischen uns und euch und zwischen unseren Geschlechtern nach uns, damit wir den Dienst Jahwes vor ihm verrichten mit unseren Brandopfern und mit unseren Schlachtopfern und mit unseren Friedensopfern, und damit nicht eure Kinder künftig zu unseren Kindern sagen: Ihr habt kein Teil an Jahwe!</verse>
        <verse osisID="Josh.22.28">Und wir sprachen: Geschieht es, dass sie künftig zu uns oder zu unseren Geschlechtern also sprechen, so werden wir sagen: Sehet das Abbild des Altars Jahwes, welches unsere Väter gemacht haben, nicht für Brandopfer und nicht für Schlachtopfer; sondern ein Zeuge sollte er sein zwischen uns und euch!</verse>
        <verse osisID="Josh.22.29">Fern sei es von uns, dass wir uns wider Jahwe empören und uns heute von der Nachfolge Jahwes abwenden, indem wir einen Altar bauen für Brandopfer, für Speisopfer und für Schlachtopfer, ausser dem Altar Jahwes, unseres Gottes, der vor seiner Wohnung ist!</verse>
        <verse osisID="Josh.22.30">Und als Pinehas, der Priester, und die Fürsten der Gemeinde und die Häupter der Tausende Israels, die mit ihm waren, die Worte hörten, welche die Kinder Ruben und die Kinder Gad und die Kinder Manasse redeten, war es gut in ihren Augen.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.31">Und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, sprach zu den Kindern Ruben und zu den Kindern Gad und zu den Kindern Manasse: Heute erkennen wir, dass Jahwe in unserer Mitte ist, weil ihr diese Treulosigkeit nicht gegen Jahwe begangen habt. Nunmehr habt ihr die Kinder Israel von der Hand Jahwes errettet.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.32">Und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, und die Fürsten kehrten zurück von den Kindern Ruben und von den Kindern Gad, aus dem Lande Gilead in das Land Kanaan, zu den Kindern Israel und brachten ihnen Antwort.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.33">Und die Sache war gut in den Augen der Kinder Israel; und die Kinder Israel priesen Gott und sprachen nicht mehr davon, wider sie hinaufzuziehen zum Kriege, um das Land zu verderben, in welchem die Kinder Ruben und die Kinder Gad wohnten.</verse>
        <verse osisID="Josh.22.34">Und die Kinder Ruben und die Kinder Gad nannten den Altar Zeuge: denn er ist ein Zeuge zwischen uns, dass Jahwe Gott ist.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.23">
        <verse osisID="Josh.23.1">Und es geschah nach vielen Tagen, nachdem Jahwe Israel Ruhe geschafft hatte vor allen seinen Feinden ringsum, als Josua alt geworden war, wohlbetagt,</verse>
        <verse osisID="Josh.23.2">da berief Josua ganz Israel: seine Ältesten und seine Häupter und seine Richter und seine Vorsteher, und sprach zu ihnen: Ich bin alt geworden, wohlbetagt;</verse>
        <verse osisID="Josh.23.3">und ihr, ihr habt alles gesehen, was Jahwe, euer Gott, allen diesen Nationen euretwegen getan hat. Denn Jahwe, euer Gott, er ist es, der für euch gestritten hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.23.4">Sehet, ich habe euch diese übrigen Nationen durchs Los als Erbteil zufallen lassen, nach euren Stämmen, vom Jordan an (sowie alle Nationen, die ich ausgerottet habe) bis an das grosse Meer gegen Sonnenuntergang.</verse>
        <verse osisID="Josh.23.5">Und Jahwe, euer Gott, er selbst wird sie vor euch ausstossen und sie vor euch austreiben; und ihr werdet ihr Land in Besitz nehmen, so wie Jahwe, euer Gott, zu euch geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.23.6">So haltet denn sehr fest daran, alles zu beobachten und zu tun, was in dem Buche des Gesetzes Moses geschrieben ist, dass ihr nicht davon abweichet zur Rechten noch zur Linken,</verse>
        <verse osisID="Josh.23.7">dass ihr nicht unter diese Nationen kommet, diese, die bei euch übriggeblieben sind, und den Namen ihrer Götter nicht erwähnet und nicht jemand bei ihm beschwöret, und ihnen nicht dienet und euch nicht vor ihnen niederwerfet!</verse>
        <verse osisID="Josh.23.8">sondern Jahwe, eurem Gott, sollt ihr anhangen, so wie ihr getan habt bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Josh.23.9">Und Jahwe hat grosse und starke Nationen vor euch ausgetrieben; und ihr - niemand hat vor euch standgehalten bis auf diesen Tag:</verse>
        <verse osisID="Josh.23.10">Ein Mann von euch jagt tausend; denn Jahwe, euer Gott, er ist es, der für euch streitet, so wie er zu euch geredet hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.23.11">So habet wohl acht auf eure Seelen, dass ihr Jahwe, euren Gott, liebet!</verse>
        <verse osisID="Josh.23.12">Denn wenn ihr euch irgend abwendet und euch an den Rest dieser Nationen hänget, dieser, die bei euch übriggeblieben sind, und ihr euch mit ihnen verschwägert und unter sie kommet, und sie unter euch:</verse>
        <verse osisID="Josh.23.13">so wisset bestimmt, dass Jahwe, euer Gott, nicht fortfahren wird, diese Nationen vor euch auszutreiben; und sie werden euch zur Schlinge werden und zum Fallstrick, und zur Geissel in euren Seiten und zu Dornen in euren Augen, bis ihr umkommet aus diesem guten Lande, das Jahwe, euer Gott, euch gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.23.14">Und siehe, ich gehe heute den Weg der ganzen Erde; und ihr wisset <note>{O. so erkennet}</note> mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, dass nicht ein Wort dahingefallen ist von all den guten Worten, die Jahwe, euer Gott, über euch geredet hat: sie sind euch alle eingetroffen, nicht ein Wort davon ist dahingefallen.</verse>
        <verse osisID="Josh.23.15">Aber es wird geschehen, so wie jedes gute Wort über euch gekommen ist, das Jahwe, euer Gott, zu euch geredet hat, also wird Jahwe jedes böse Wort über euch kommen lassen, bis er euch aus diesem guten Lande vertilgt hat, das Jahwe, euer Gott, euch gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.23.16">Wenn ihr den Bund Jahwes, eures Gottes, den er euch geboten hat, übertretet, und hingehet und anderen Göttern dienet und euch vor ihnen niederwerfet, so wird der Zorn Jahwes gegen euch entbrennen, und ihr werdet schnell umkommen aus dem guten Lande, das er euch gegeben hat.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Josh.24">
        <verse osisID="Josh.24.1">Und Josua versammelte alle Stämme Israels nach Sichem, und er berief die Ältesten von Israel und seine Häupter und seine Richter und seine Vorsteher; und sie stellten sich vor Gott.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.2">Und Josua sprach zu dem ganzen Volke: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Eure Väter wohnten vor alters jenseit des Stromes <note>{d.h. des Euphrat}</note>, Tarah, der Vater Abrahams und der Vater Nahors, und sie dienten anderen Göttern.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.3">Und ich nahm Abraham, euren Vater, von jenseit des Stromes und liess ihn durch das ganze Land Kanaan wandern, und ich mehrte seinen Samen und gab ihm Isaak.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.4">Und dem Isaak gab ich Jakob und Esau; und dem Esau gab ich das Gebirge Seir, es zu besitzen; und Jakob und seine Söhne zogen nach Ägypten hinab.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.5">Und ich sandte Mose und Aaron und schlug Ägypten, so wie ich in seiner Mitte getan habe; und danach führte ich euch heraus.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.6">Und ich führte eure Väter aus Ägypten hinweg, und ihr kamet an das Meer; und die Ägypter jagten euren Vätern nach mit Wagen und mit Reitern bis an das Schilfmeer.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.7">Da schrieen sie zu Jahwe, und er setzte Finsternis zwischen euch und die Ägypter und führte das Meer über sie und bedeckte sie; und eure Augen haben gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe. Und ihr wohntet in der Wüste eine lange Zeit.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.8">Und ich brachte euch in das Land der Amoriter, die jenseit des Jordan wohnten, und sie stritten wider euch; und ich gab sie in eure Hand, und ihr nahmet ihr Land in Besitz, und ich vertilgte sie vor euch.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.9">Da stand Balak auf, der Sohn Zippors, der König von Moab, und stritt wider Israel; und er sandte hin und liess Bileam, den Sohn Beors, rufen, um euch zu verfluchen.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.10">Aber ich wollte nicht auf Bileam hören, und er segnete euch vielmehr; und ich errettete euch aus seiner Hand.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.11">Und ihr zoget über den Jordan und kamet nach Jericho; und die Bürger von Jericho und die Amoriter und die Perisiter und die Kanaaniter und die Hethiter und die Girgasiter und die Hewiter und die Jebusiter stritten wider euch, und ich gab sie in eure Hand.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.12">Und ich sandte die Hornissen vor euch her, und sie vertrieben sie vor euch, die beiden Könige der Amoriter; nicht mit deinem Schwert und nicht mit deinem Bogen.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.13">Und ich habe euch ein Land gegeben, um das du dich nicht gemüht, und Städte, die ihr nicht gebaut habt, und ihr wohnet darin; von Weinbergen und Olivenbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt, esset ihr. -</verse>
        <verse osisID="Josh.24.14">Und nun fürchet Jahwe und dienet ihm in Vollkommenheit <note>{O. Lauterkeit, Aufrichtigkeit}</note> und in Wahrheit; und tut die Götter hinweg, welchen eure Väter jenseit des Stromes und in Ägypten gedient haben, und dienet Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.15">Und wenn es übel ist in euren Augen, Jahwe zu dienen, so erwählet euch heute, wem ihr dienen wollt, ob den Göttern, welchen eure Väter gedient haben, die jenseit des Stromes wohnten, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnet. Ich aber und mein Haus, wir wollen Jahwe dienen!</verse>
        <verse osisID="Josh.24.16">Und das Volk antwortete und sprach: Fern sei es von uns, Jahwe zu verlassen, um anderen Göttern zu dienen!</verse>
        <verse osisID="Josh.24.17">Denn Jahwe, unser Gott, ist es, der uns und unsere Väter aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft, heraufgeführt hat, und der vor unseren Augen diese grossen Zeichen getan und uns behütet hat auf dem ganzen Wege, auf dem wir gegangen, und unter all den Völkern, durch deren Mitte wir gezogen sind.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.18">Und Jahwe hat alle Völker und die Amoriter, die Bewohner des Landes, vor uns vertrieben. Auch wir wollen Jahwe dienen, denn er ist unser Gott!</verse>
        <verse osisID="Josh.24.19">Und Josua sprach zu dem Volke: Ihr könnet Jahwe nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott, er ist ein eifernder Gott <note>{El}</note>; er wird eure Übertretung <note>{Eig. euren Abfall}</note> und eure Sünden nicht vergeben.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.20">Wenn ihr Jahwe verlasset und fremden Göttern dienet, so wird er sich wenden und euch Übles tun und euch vernichten, nachdem er euch Gutes getan hat.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.21">Und das Volk sprach zu Josua: Nein, sondern Jahwe wollen wir dienen!</verse>
        <verse osisID="Josh.24.22">Da sprach Josua zu dem Volke: Ihr seid Zeugen gegen euch, dass ihr selbst euch Jahwe erwählt habt, um ihm zu dienen. Und sie sprachen: Wir sind Zeugen!</verse>
        <verse osisID="Josh.24.23">So tut nun die fremden Götter hinweg, die in eurer Mitte sind, und neiget euer Herz zu Jahwe, dem Gott Israels.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.24">Und das Volk sprach zu Josua: Jahwe, unserem Gott, wollen wir dienen und auf seine Stimme hören!</verse>
        <verse osisID="Josh.24.25">Und Josua machte einen Bund mit dem Volke an selbigem Tage und stellte ihm Satzung und Recht zu Sichem.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.26">Und Josua schrieb diese Worte in das Buch des Gesetzes Gottes; und er nahm einen grossen Stein und richtete ihn daselbst auf unter der Terebinthe, die bei dem Heiligtum Jahwes steht <note>{Vergl. 1. Mose 12,6. 7; 35,4}</note>.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.27">Und Josua sprach zu dem ganzen Volke: Siehe, dieser Stein soll Zeuge gegen uns sein; denn er hat alle Worte Jahwes gehört, die er mit uns geredet hat; und er soll Zeuge gegen euch sein, damit ihr euren Gott nicht verleugnet.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.28">Und Josua entliess das Volk, einen jeden in sein Erbteil.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.29">Und es geschah nach diesen Dingen, da starb Josua, der Sohn Nuns, der Knecht Jahwes, hundertzehn Jahre alt;</verse>
        <verse osisID="Josh.24.30">und man begrub ihn im Gebiete seines Erbteils zu Timnath-Serach auf dem Gebirge Ephraim, nördlich vom Berge Gaasch.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.31">Und Israel diente Jahwe alle Tage Josuas und alle Tage der Ältesten, welche ihre Tage nach Josua verlängerten, und die das ganze Werk Jahwes kannten, das er für Israel getan hatte.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.32">Und die Gebeine Josephs, welche die Kinder Israel aus Ägypten heraufgebracht hatten, begruben sie zu Sichem auf dem Stück Feld, welches Jakob von den Söhnen Hemors, des Vaters Sichems, gekauft hatte um hundert Kesita; und sie wurden den Kindern Joseph zum Erbteil.</verse>
        <verse osisID="Josh.24.33">Und Eleasar, der Sohn Aarons, starb; und sie begruben ihn auf dem Hügel seines Sohnes Pinehas <note>{O. in Gibea, der Stadt seines Sohnes Pinehas}</note>, der ihm gegeben worden war auf dem Gebirge Ephraim.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="Judg">
      <chapter osisID="Judg.1">
        <verse osisID="Judg.1.1">Und es geschah nach dem Tode Josuas, da befragten die Kinder Israel Jahwe und sprachen: Wer von uns soll zuerst wider die Kanaaniter hinaufziehen, um wider sie zu streiten?</verse>
        <verse osisID="Judg.1.2">Und Jahwe sprach: Juda soll hinaufziehen; siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.3">Und Juda sprach zu Simeon, seinem Bruder: Ziehe mit mir hinauf in mein Los, und lass uns wider die Kanaaniter streiten, so will auch ich mit dir in dein Los ziehen. Und Simeon zog mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.4">Und Juda zog hinauf, und Jahwe gab die Kanaaniter und die Perisiter in ihre Hand; und sie schlugen sie zu Besek, zehntausend Mann.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.5">Und sie fanden den Adoni-Besek in Besek und stritten wider ihn; und sie schlugen die Kanaaniter und die Perisiter.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.6">Und Adoni-Besek floh; und sie jagten ihm nach und ergriffen ihn und hieben ihm die Daumen seiner Hände und seiner Füsse ab.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.7">Da sprach Adoni-Besek: Siebzig Könige, denen die Daumen ihrer Hände und ihrer Füsse abgehauen waren, lasen auf unter meinem Tische; so wie ich getan habe, also hat Gott mir vergolten. Und sie brachten ihn nach Jerusalem, und er starb daselbst.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.8">Und die Kinder Juda stritten <note>{O. hatten gestritten}</note> wider Jerusalem und nahmen es ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes, und die Stadt steckten sie in Brand.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.9">Und danach zogen die Kinder Juda hinab, um wider die Kanaaniter zu streiten, die das Gebirge und den Süden und die Niederung <note>{S. die Anm. zu 5. Mose 1,7}</note> bewohnten.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.10">Und Juda zog wider die Kanaaniter, die in Hebron wohnten; der Name Hebrons war aber vordem Kirjath-Arba; und sie schlugen Scheschai und Achiman und Talmai.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.11">Und er zog von dannen wider die Bewohner von Debir <note>{heb. Sprachort, d.h., das Allerheiligste, wo Gott redete}</note>; der Name von Debir war aber vordem Kirjath-Sepher <note>{heb. Stadt des Buches}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.12">Und Kaleb sprach: Wer Kirjath-Sepher schlägt und es einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Aksa zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.13">Da nahm es Othniel ein, der Sohn Kenas', der jüngere Bruder Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Aksa zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.14">Und es geschah, als sie einzog, da trieb sie ihn an, ein Feld von ihrem Vater zu fordern. Und sie sprang von dem Esel herab. Und Kaleb sprach zu ihr: Was ist dir?</verse>
        <verse osisID="Judg.1.15">Und sie sprach zu ihm: Gib mir einen Segen; denn ein Mittagsland hast du mir gegeben, so gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die oberen Quellen und die unteren Quellen <note>{Vergl. Jos. 15,16-19}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.16">Und die Kinder des Keniters, des Schwagers <note>{And.: des Schwiegervaters; vergl. Kap. 4,11; 2. Mose 2,18; 3,1; 18,1. 27; 4. Mose 10,29}</note> Moses, waren mit den Kindern Juda aus der Palmenstadt heraufgezogen in die Wüste Juda, die im Süden von Arad liegt; und sie gingen hin und wohnten bei dem Volke.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.17">Und Juda zog mit seinem Bruder Simeon hin, und sie schlugen die Kanaaniter, welche Zephat bewohnten; und sie verbannten es und gaben der Stadt den Namen Horma <note>{Bann, Vernichtung}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.18">Und Juda nahm Gasa ein und sein Gebiet, und Askalon und sein Gebiet, und Ekron und sein Gebiet.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.19">Und Jahwe war mit Juda, und er nahm das Gebirge in Besitz; denn <note>{O. jedoch}</note> die Bewohner der Niederung trieb er nicht aus, weil sie eiserne Wagen hatten.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.20">Und sie gaben dem Kaleb Hebron, so wie Mose geredet hatte; und er vertrieb daraus die drei Söhne Enaks.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.21">Aber die Kinder Benjamin trieben die Jebusiter, die Bewohner von Jerusalem, nicht aus; und die Jebusiter haben bei den Kindern Benjamin in Jerusalem gewohnt bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.22">Und das Haus Joseph, auch sie zogen nach Bethel hinauf, und Jahwe war mit ihnen.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.23">Und das Haus Joseph liess Bethel auskundschaften; vordem war aber Lus der Name der Stadt.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.24">Und die Wachen sahen einen Mann aus der Stadt herauskommen, und sie sprachen zu ihm: Zeige uns doch den Zugang zu der Stadt, so werden wir dir Güte erweisen.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.25">Und er zeigte ihnen den Zugang zu der Stadt. Und sie schlugen die Stadt mit der Schärfe des Schwertes, aber den Mann und sein ganzes Geschlecht liessen sie gehen.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.26">Und der Mann zog in das Land der Hethiter; und er baute eine Stadt und gab ihr den Namen Lus. Das ist ihr Name bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.27">Aber Manasse trieb nicht aus Beth-Schean und seine Tochterstädte, und Taanak und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Jibleam und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Megiddo und seine Tochterstädte; und die Kanaaniter wollten in diesem Lande bleiben.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.28">Und es geschah als Israel erstarkte, da machte es die Kanaaniter fronpflichtig; aber es trieb sie keineswegs aus. -</verse>
        <verse osisID="Judg.1.29">Und Ephraim trieb die Kanaaniter nicht aus, die zu Geser wohnten; und die Kanaaniter wohnten in ihrer Mitte zu Geser. -</verse>
        <verse osisID="Judg.1.30">Sebulon trieb nicht aus die Bewohner von Kitron und die Bewohner von Nahalol; und die Kanaaniter wohnten in ihrer Mitte und wurden fronpflichtig. -</verse>
        <verse osisID="Judg.1.31">Aser trieb nicht aus die Bewohner von Akko und die Bewohner von Zidon und Achlab und Aksib und Helba und Aphik und Rechob;</verse>
        <verse osisID="Judg.1.32">und die Aseriter wohnten inmitten der Kanaaniter, der Bewohner des Landes, denn sie trieben sie nicht aus.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.33">Naphtali trieb nicht aus die Bewohner von Beth-Semes und die Bewohner von Beth-Anath; und er wohnte inmitten der Kanaaniter, der Bewohner des Landes; aber die Bewohner von Beth-Semes und von Beth-Anath wurden ihm fronpflichtig.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.34">Und die Amoriter drängten die Kinder Dan ins Gebirge, denn sie gestatteten ihnen nicht, in die Niederung herabzukommen.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.35">Und die Amoriter wollten im Gebirge Heres bleiben, in Ajjalon und in Schaalbim; aber die Hand des Hauses Joseph war schwer, und sie wurden fronpflichtig.</verse>
        <verse osisID="Judg.1.36">Und die Grenze der Amoriter war von der Anhöhe Akrabbim, von dem Felsen an und aufwärts <note>{d.h. nach Norden}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.2">
        <verse osisID="Judg.2.1">Und der Engel Jahwes kam von Gilgal herauf nach Bochim; und er sprach: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vätern zugeschworen habe; und ich sagte: Ich werde meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich;</verse>
        <verse osisID="Judg.2.2">ihr aber, ihr sollt keinen Bund mit den Bewohnern dieses Landes machen, ihre Altäre sollt ihr niederreissen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Was habt ihr da getan!</verse>
        <verse osisID="Judg.2.3">So habe ich auch gesagt: Ich werde sie nicht vor euch vertreiben; und sie werden zu euren Seiten sein <note>{And.: zu euren Feinden sein; vielleicht ist zu lesen wie 4. Mose 33,55}</note>, und ihre Götter werden euch zum Fallstrick werden.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.4">Und es geschah, als der Engel Jahwes diese Worte zu allen Kindern Israel redete, da erhob das Volk seine Stimme und weinte.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.5">Und sie gaben selbigem Orte den Namen Bochim <note>{Weinende}</note>. Und sie opferten daselbst dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.6">Und Josua entliess das Volk, und die Kinder Israel gingen hin, ein jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.7">Und das Volk diente Jahwe alle Tage Josuas und alle Tage der Ältesten, welche ihre Tage nach Josua verlängerten, die das ganze grosse Werk Jahwes gesehen, das er für Israel getan hatte.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.8">Und Josua, der Sohn Nuns, der Knecht Jahwes, starb, 110 Jahre alt;</verse>
        <verse osisID="Judg.2.9">und man begrub ihn im Gebiete seines Erbteils, zu Timnath-Heres auf dem Gebirge Ephraim, nördlich vom Berge Gaasch.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.10">Und auch das ganze selbige Geschlecht wurde zu seinen Vätern versammelt. Und ein anderes Geschlecht kam nach ihnen auf, das Jahwe nicht kannte und auch nicht das Werk, welches er für Israel getan hatte.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.11">Und die Kinder Israel taten, was böse war in den Augen Jahwes und dienten den Baalim.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.12">Und sie verliessen Jahwe, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Lande Ägypten herausgeführt hatte; und sie gingen anderen Göttern nach, von den Göttern der Völker, die rings um sie her waren, und sie warfen sich vor ihnen nieder und reizten Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.13">Und sie verliessen Jahwe und dienten dem Baal und den Astaroth <note>{S. die Vorrede}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.14">Da entbrannte der Zorn Jahwes wider Israel, und er gab sie in die Hand von Plünderern, welche sie plünderten; und er verkaufte sie in die Hand ihrer Feinde ringsum; und sie vermochten nicht mehr vor ihren Feinden zu bestehen.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.15">Überall, wohin sie auszogen, war die Hand Jahwes wider sie zum Bösen, so wie Jahwe geredet und wie Jahwe ihnen geschworen hatte; und sie wurden sehr bedrängt.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.16">Und Jahwe erweckte Richter; und sie retteten sie aus der Hand ihrer Plünderer.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.17">Aber auch ihren Richtern gehorchten sie nicht, denn <note>{O. sondern}</note> sie hurten anderen Göttern nach und warfen sich vor ihnen nieder; sie wichen schnell ab von dem Wege, den ihre Väter gewandelt waren, indem sie den Geboten Jahwes gehorchten; sie taten nicht also.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.18">Und wenn Jahwe ihnen Richter erweckte, so war Jahwe mit dem Richter, und er rettete sie aus der Hand ihrer Feinde alle Tage des Richters; denn Jahwe liess sich's gereuen wegen ihrer Wehklage vor ihren Bedrückern und ihren Drängern.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.19">Und es geschah, wenn der Richter starb, so verderbten sie sich <note>{O. handelten sie verderbt}</note> wiederum, mehr als ihre Väter, indem sie anderen Göttern nachgingen, um ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen. Sie liessen nichts fallen von ihren Taten und von ihrem hartnäckigen Wandel.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.20">Da entbrannte der Zorn Jahwes wider Israel, und er sprach: Darum dass diese Nation meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten, und sie meiner Stimme nicht gehorcht haben,</verse>
        <verse osisID="Judg.2.21">so werde auch ich hinfort niemand vor ihnen austreiben von den Nationen, die Josua übriggelassen hat, als er starb:</verse>
        <verse osisID="Judg.2.22">um Israel durch sie zu versuchen, ob sie auf den Weg Jahwes achten werden, darauf zu wandeln, wie ihre Väter auf ihn geachtet haben, oder nicht.</verse>
        <verse osisID="Judg.2.23">Und so liess Jahwe diese Nationen bleiben, so dass er sie nicht schnell austrieb; und er gab sie nicht in die Hand Josuas.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.3">
        <verse osisID="Judg.3.1">Und dies sind die Nationen, welche Jahwe bleiben liess, um Israel durch sie zu versuchen, alle, die nichts wussten von allen Kriegen Kanaans -</verse>
        <verse osisID="Judg.3.2">nur damit die Geschlechter der Kinder Israel Kenntnis von denselben bekämen, um sie den Krieg zu lehren: nur die, welche vordem nichts von denselben gewusst hatten: -</verse>
        <verse osisID="Judg.3.3">die fünf Fürsten <note>{H. Seren; vergl. die Anm. zu Jos. 13,3}</note> der Philister und alle Kanaaniter und Zidonier und Hewiter, welche das Gebirge Libanon bewohnten, von dem Berge Baal-Hermon an, bis man nach Hamath kommt.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.4">Und sie dienten dazu <note>{W. sie waren}</note>, Israel durch sie zu versuchen, um zu wissen, ob sie den Geboten Jahwes gehorchen würden, welche er ihren Vätern durch Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.5">Und die Kinder Israel wohnten inmitten der Kanaaniter, der Hethiter und der Amoriter und der Perisiter und der Hewiter und der Jebusiter;</verse>
        <verse osisID="Judg.3.6">und sie nahmen sich deren Töchter zu Weibern und gaben ihre Töchter deren Söhnen und dienten ihren Göttern.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.7">Und die Kinder Israel taten, was böse war in den Augen Jahwes und vergassen Jahwes, ihres Gottes, und sie dienten den Baalim und den Ascheroth <note>{S. die Vorrede}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.8">Da entbrannte der Zorn Jahwes wider Israel, und er verkaufte sie in die Hand Kuschan-Rischathaims <note>{d.h. auf heb. Schwarz-Doppelgottlosigkeit}</note>, des Königs von Mesopotamien <note>{H. Aram-Naharaim: Syrien der zwei Flüsse}</note>; und die Kinder Israel dienten dem Kuschan-Rischathaim acht Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.9">Und die Kinder Israel schrieen zu Jahwe; und Jahwe erweckte den Kindern Israel einen Retter, der sie rettete: Othniel, den Sohn Kenas', den jüngeren Bruder Kalebs.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.10">Und der Geist Jahwes kam über ihn, und er richtete Israel; und er zog aus zum Streite, und Jahwe gab Kuschan-Rischathaim, den König von Aram, in seine Hand, und seine Hand wurde stark wider Kuschan-Rischathaim.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.11">Und das Land hatte Ruhe vierzig Jahre. Und Othniel, der Sohn Kenas', starb.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.12">Und die Kinder Israel taten wiederum, was böse war in den Augen Jahwes; und Jahwe stärkte Eglon, den König von Moab, wider Israel, weil sie taten, was böse war in den Augen Jahwes.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.13">Und er versammelte zu sich die Kinder Ammon und Amalek; und er zog hin und schlug Israel, und sie nahmen die Palmenstadt in Besitz.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.14">Und die Kinder Israel dienten Eglon, dem König von Moab, achtzehn Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.15">Und die Kinder Israel schrien zu Jahwe; und Jahwe erweckte ihnen einen Retter, Ehud, den Sohn Geras, einen Benjaminiter <note>{heb. Ben-jamin heisst Sohn der rechten Hand}</note>, einen Mann, der links war. Und die Kinder Israel sandten durch ihn ein Geschenk an Eglon, den König von Moab.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.16">Und Ehud machte sich ein Schwert, das zwei Schneiden hatte, eine Elle seine Länge; und er gürtete es unter seinen Rock <note>{d.h. Waffenrock}</note> an seine rechte Hüfte <note>{FB2004: Damit konnte er das Schwert mit seiner linken Hand ziehen; also so, wie man es nicht vermuten würde.}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.17">Und er überreichte das Geschenk Eglon, dem König von Moab. Eglon war aber ein sehr fetter Mann.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.18">Und es geschah, als er mit der Überreichung des Geschenkes fertig war, da geleitete er das Volk, welches das Geschenk getragen hatte.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.19">Er selbst aber kehrte um von den geschnitzten Bildern, die bei Gilgal waren, und sprach: Ein geheimes Wort habe ich an dich, o König! Und er sprach: Stille! Und alle, die bei ihm standen, gingen von ihm hinaus.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.20">Und als Ehud zu ihm hereinkam, sass er in dem Obergemach der Kühlung, das für ihn allein war. Und Ehud sprach: Ein Wort Gottes habe ich an dich. Und er stand auf vom Stuhle.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.21">Da streckte Ehud seine linke Hand aus und nahm das Schwert von seiner rechten Hüfte und stiess es ihm in den Bauch;</verse>
        <verse osisID="Judg.3.22">und es drang sogar der Griff hinein nach der Klinge, und das Fett schloss sich um die Klinge; denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauche, und es fuhr hinaus zwischen den Beinen.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.23">Und Ehud ging in die Säulenhalle hinaus und schloss die Tür <note>{Eig. die Flügeltür; so auch Kap. 19,27}</note> des Obergemachs hinter ihm zu und verriegelte sie.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.24">Und als er hinausgegangen war, da kamen seine Knechte und sahen, und siehe, die Tür des Obergemachs war verriegelt. Und sie sprachen: Gewiss bedeckt er seine Füsse in dem Gemach der Kühlung <note>{"bedeckt er seine Füsse": das ist ein heb. Ausdruck für jemand, der auf der Toilette ist.}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.25">Und sie warteten, bis sie sich schämten; aber siehe, er öffnete die Tür des Obergemachs nicht; da nahmen sie den Schlüssel und schlossen auf, und siehe, ihr Herr lag tot am Boden. -</verse>
        <verse osisID="Judg.3.26">Ehud aber war entronnen, während sie zögerten: er war über die geschnitzten Bilder hinausgelangt und entrann nach Seira.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.27">Und es geschah, als er ankam, da stiess er in die Posaune auf dem Gebirge Ephraim; und die Kinder Israel zogen mit ihm von dem Gebirge hinab, und er vor ihnen her.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.28">Und er sprach zu ihnen: Jaget mir nach, denn Jahwe hat eure Feinde, die Moabiter <note>{H. Moab; so überall}</note>, in eure Hand gegeben! Und sie zogen hinab, ihm nach, und nahmen den Moabitern die Furten des Jordan <note>{O. und besetzten die Furten des Jordan, die nach Moab führten}</note>, und liessen niemand hinübergehen.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.29">Und sie schlugen die Moabiter zu selbiger Zeit, bei zehntausend Mann, lauter kräftige und streitbare <note>{O. tapfere}</note> Männer, und keiner entrann.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.30">Und Moab wurde an selbigem Tage unter die Hand Israels gebeugt. Und das Land hatte Ruhe achtzig Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.3.31">Und nach ihm war Schamgar, der Sohn Anaths; und er schlug die Philister, sechshundert Mann, mit einem Rinderstachel. Und auch er rettete Israel.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.4">
        <verse osisID="Judg.4.1">Und die Kinder Israel taten wiederum, was böse war in den Augen Jahwes; und Ehud war gestorben.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.2">Da verkaufte sie Jahwe in die Hand Jabins, des Königs der Kanaaniter, der zu Hazor regierte; und sein Heeroberster war Sisera, und er wohnte zu Haroscheth-Gojim.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.3">Und die Kinder Israel schrieen zu Jahwe; denn er hatte neunhundert eiserne Wagen, und er bedrückte die Kinder Israel mit Gewalt zwanzig Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.4">Und Debora, eine Prophetin, das Weib Lappidoths, richtete Israel in selbiger Zeit.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.5">Und sie wohnte <note>{O. sass zu Gericht}</note> unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bethel, auf dem Gebirge Ephraim; und die Kinder Israel gingen zu ihr hinauf zu Gericht.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.6">Und sie sandte hin und liess Barak, den Sohn Abinoams, von Kedes-Naphtali, rufen; und sie sprach zu ihm: Hat nicht Jahwe, der Gott Israels, geboten: Gehe hin und ziehe auf den Berg Tabor, und nimm mit dir zehntausend Mann von den Kindern Naphtali und von den Kindern Sebulon;</verse>
        <verse osisID="Judg.4.7">und ich werde Sisera, den Heerobersten Jabins, zu dir ziehen an den Bach Kison samt seinen Wagen und seiner Menge, und ich werde ihn in deine Hand geben?</verse>
        <verse osisID="Judg.4.8">Und Barak sprach zu ihr: Wenn du mit mir gehst, so gehe ich; wenn du aber nicht mit mir gehst, so gehe ich nicht.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.9">Da sprachen sie: Ich will wohl mit dir gehen; nur dass die Ehre nicht dein sein wird auf dem Wege, den du gehst, denn in die Hand eines Weibes wird Jahwe den Sisera verkaufen. Und Debora machte sich auf und ging mit Barak nach Kedes.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.10">Und Barak berief Sebulon und Naphtali nach Kedes; und zehntausend Mann zogen in seinem Gefolge hinauf; auch Debora zog mit ihm hinauf.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.11">(Heber aber, der Keniter, hatte sich von den Kenitern <note>{W. von Kain}</note>, den Kindern Hobabs, des Schwagers <note>{And.: des Schwiegervaters; vergl. Kap. 1,16}</note> Moses, getrennt; und er hatte seine Zelte aufgeschlagen bis an die Terebinthe zu Zaanannim, das neben Kedes liegt.)</verse>
        <verse osisID="Judg.4.12">Und man berichtete dem Sisera, dass Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor hinaufgezogen wäre.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.13">Da berief Sisera alle seine Wagen, neunhundert eiserne Wagen, und alles Volk, das mit ihm war, von Haroscheth-Gojim an den Bach Kison.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.14">Und Debora sprach zu Barak: Mache dich auf! denn dies ist der Tag, da Jahwe den Sisera in deine Hand gegeben hat. Ist nicht Jahwe ausgezogen vor dir her? Und Barak stieg von dem Berge Tabor hinab, und zehntausend Mann ihm nach.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.15">Und Jahwe verwirrte Sisera und alle seine Wagen und das ganze Heerlager durch die Schärfe des Schwertes vor Barak her; und Sisera stieg von dem Wagen herab und floh zu Fuss.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.16">Barak aber jagte den Wagen und dem Heere nach bis Haroscheth-Gojim; und das ganze Heer Siseras fiel durch die Schärfe des Schwertes: Es blieb auch nicht einer übrig.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.17">Und Sisera floh zu Fuss in das Zelt Jaels, des Weibes Hebers, des Keniters; denn es war Friede zwischen Jabin, dem König von Hazor, und dem Hause Hebers, des Keniters.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.18">Da ging Jael hinaus, dem Sisera entgegen; und sie sprach zu ihm: Kehre ein, mein Herr, kehre ein zu mir, fürchte dich nicht! Und er kehrte ein zu ihr in das Zelt, und sie bedeckte ihn mit einer Decke.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.19">Und er sprach zu ihr: Lass mich doch ein wenig Wasser trinken, denn mich dürstet. Und sie öffnete den Milchschlauch <note>{Anm.: Milch macht schläfrig}</note> und liess ihn trinken, und sie deckte ihn zu.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.20">Und er sprach zu ihr: Stelle dich an den Eingang des Zeltes; und es geschehe, wenn jemand kommt und dich fragt und spricht: Ist jemand hier? So sage: Niemand.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.21">Und Jael, das Weib Hebers, nahm einen Zeltpflock und fasste den Hammer in ihre Hand, und sie kam leise zu ihm und schlug den Pflock durch seine Schläfe, dass er in die Erde drang. Er war nämlich in einen tiefen Schlaf gefallen und war ermattet, und er starb.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.22">Und siehe, da kam Barak, der Sisera verfolgte; und Jael ging hinaus, ihm entgegen, und sprach zu ihm: Komm, ich will dir den Mann zeigen, den du suchst! Und er ging zu ihr hinein, und siehe, Sisera lag tot, und der Pflock war in seiner Schläfe.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.23">So beugte Gott an selbigem Tage Jabin, den König von Kanaan, vor den Kindern Israel.</verse>
        <verse osisID="Judg.4.24">Und die Hand der Kinder Israel wurde fort und fort härter über Jabin, den König von Kanaan, bis sie Jabin, den König von Kanaan, vernichtet hatten.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.5">
        <verse osisID="Judg.5.1">Und Debora und Barak, der Sohn Abinoams, sangen an selbigem Tage und sprachen:</verse>
        <verse osisID="Judg.5.2">Weil Führer führten in Israel, weil freiwillig sich stellte das Volk, preiset Jahwe!</verse>
        <verse osisID="Judg.5.3">Höret, ihr Könige; horchet auf, ihr Fürsten! Ich will, ja, ich will Jahwe singen, will singen und spielen <note>{Eig. will singspielen}</note> Jahwe, dem Gott Israels!</verse>
        <verse osisID="Judg.5.4">Jahwe! als du auszogest von Seir, als du einherschrittest vom Gefilde Edoms, da erzitterte die Erde; auch troffen die Himmel, auch troffen die Wolken von Wasser.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.5">Die Berge erbebten <note>{O. zerflossen}</note> vor Jahwe, jener Sinai vor Jahwe, dem Gott Israels.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.6">In den Tagen Schamgars, des Sohnes Anaths, in den Tagen Jaels feierten die Pfade, und die Wanderer betretener Wege <note>{O. und die auf Wegen zogen}</note> gingen krumme Pfade.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.7">Es feierten die Landstädte <note>{Eig. das offene Land. O. die Anführer}</note> in Israel, sie feierten, bis ich, Debora, aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.8">Es <note>{d.h. Israel; and.: Man}</note> erwählte neue Götter; da war Streit an den Toren! Ward wohl Schild und Lanze gesehen unter 40000 in Israel?</verse>
        <verse osisID="Judg.5.9">Mein Herz gehört den Führern Israels, denen, die sich freiwillig stellten im Volke. Preiset Jahwe!</verse>
        <verse osisID="Judg.5.10">Die ihr reitet auf weissroten <note>{Eig. weiss- und rotgefleckten}</note> Eselinnen, die ihr sitzet auf Teppichen, und die ihr wandelt auf dem Wege, singet <note>{O. sinnet}</note>!</verse>
        <verse osisID="Judg.5.11">Fern von <note>{O. Wegen}</note> der Stimme der Bogenschützen <note>{And.: Lauter als die (oder: Wegen der) Stimme der Beuteverteilenden}</note>, zwischen den Schöpfrinnen, dort sollen sie preisen die gerechten Taten Jahwes, die gerechten Taten an seinen Landstädten <note>{O. seiner Führung}</note> in Israel. Da zog das Volk Jahwes hinab zu den Toren.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.12">Wache auf, wache auf, Debora! Wache auf, wache auf, sprich ein Lied! Mache dich auf, Barak, und führe gefangen deine Gefangenen, Sohn Abinoams!</verse>
        <verse osisID="Judg.5.13">Da zog hinab ein Überrest der Edlen und des Volkes <note>{O. ein Überrest des Volkes zu den Edlen}</note>; Jahwe zog zu mir herab unter den Helden <note>{O. wider die Starken}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.14">Von Ephraim zogen hinab, deren Stammsitz <note>{W. Wurzel; vergl. Kap. 12,15}</note> unter Amalek ist; hinter dir her Benjamin, unter deinen Völkern; von Makir zogen hinab die Führer, und von Sebulon, die den Feldherrnstab halten.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.15">Und die Fürsten in Issaschar waren mit Debora; und Issaschar gleich Barak; er wurde seinen Füssen nach ins Tal gesandt. An den Bächen Rubens waren grosse Beschlüsse des Herzens.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.16">Warum bliebest du zwischen den Hürden, das Flöten bei den Herden <note>{Eig. der Herden}</note> zu hören? An den Bächen Rubens waren grosse Beratungen des Herzens.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.17">Gilead ruhte jenseit des Jordan; und Dan, warum weilte er auf Schiffen? Aser blieb am Gestade des Meeres <note>{Eig. der Meere}</note>, und an seinen Buchten ruhte er.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.18">Sebulon ist ein Volk, das seine Seele dem Tode preisgab, auch Naphtali auf den Höhen des Gefildes.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.19">Könige kamen, sie stritten; da stritten die Könige Kanaans zu Taanak an den Wassern Megiddos: Beute an Silber trugen sie nicht davon.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.20">Vom Himmel her stritten <note>{O. wurde gestritten}</note>, von ihren Bahnen aus stritten die Sterne mit Sisera.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.21">Der Bach Kison riss sie hinweg, der Bach der Urzeit, der Bach Kison. Du, meine Seele, tratest die Starken nieder <note>{O. schrittest einher in Kraft}</note>!</verse>
        <verse osisID="Judg.5.22">Da stampften die Hufe der Rosse vom Rennen, dem Rennen ihrer Gewaltigen.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.23">Fluchet Meros! spricht der Engel Jahwes, verfluchet seine Bewohner! Denn sie sind nicht Jahwe zu Hilfe gekommen, Jahwe zu Hilfe unter den Helden <note>{O. wider die Starken}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.24">Gesegnet vor Weibern sei Jael, das Weib Hebers, des Keniters, vor Weibern in Zelten gesegnet!</verse>
        <verse osisID="Judg.5.25">Wasser verlangte er, Milch gab sie; in einer Schale der Edlen reichte sie geronnene Milch.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.26">Ihre Hand streckte sie aus nach dem Pflocke und ihre Rechte nach dem Hammer der Arbeiter; und sie hämmerte auf Sisera, zerschmetterte sein Haupt und zerschlug und durchbohrte seine Schläfe.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.27">Zwischen ihren Füssen krümmte er sich, fiel, lag da; zwischen ihren Füssen krümmte er sich, fiel; da, wo er sich krümmte, fiel er überwältigt.</verse>
        <verse osisID="Judg.5.28">Durchs Fenster schaute aus Siseras Mutter und rief ängstlich durch das Gitter: warum zaudert sein Wagen zu kommen? Warum zögern die Tritte seiner Gespanne?</verse>
        <verse osisID="Judg.5.29">Die Klugen unter ihren Edelfrauen antworten ihr, und sie selbst erwidert sich ihre Reden:</verse>
        <verse osisID="Judg.5.30">Finden sie nicht, teilen sie nicht Beute? ein Mädchen, zwei Mädchen auf den Kopf eines Mannes? Beute an bunten Gewändern für Sisera, Beute an buntgewirkten Gewändern; zwei buntgewirkte Gewänder für den Hals der Gefangenen. - <note>{W. der Beute. And. l.: der Königin}</note></verse>
        <verse osisID="Judg.5.31">Also mögen umkommen alle deine Feinde, Jahwe! aber die ihn lieben, seien wie die Sonne aufgeht in ihrer Kraft! - Und das Land hatte Ruhe vierzig Jahre.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.6">
        <verse osisID="Judg.6.1">Und die Kinder Israel taten, was böse war in den Augen Jahwes; und Jahwe gab sie in die Hand Midians sieben Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.2">Und die Hand Midians wurde stark über Israel. Vor Midian richteten sich die Kinder Israel die Klüfte zu, die in den Bergen sind, und die Höhlen <note>{And.: machten sich Klüfte in den Bergen und Höhlen usw.}</note> und die Bergfesten <note>{d.h. schwer zugängliche Höhen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.3">Und es geschah, wenn Israel gesät hatte, so zogen Midian und Amalek und die Söhne des Ostens herauf, sie zogen herauf wider sie.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.4">Und sie lagerten sich wider sie und verdarben den Ertrag des Landes bis nach Gasa hin; und sie liessen keine Lebensmittel in Israel übrig, weder Kleinvieh, noch Rind, noch Esel.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.5">Denn sie zogen herauf mit ihren Herden und mit ihren Zelten, sie kamen wie die Heuschrecken an Menge; und ihrer und ihrer Kamele war keine Zahl; und sie kamen in das Land, um es zu verderben.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.6">Und Israel verarmte sehr wegen Midians; und die Kinder Israel schrieen zu Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.7">Und es geschah, als die Kinder Israel wegen Midians zu Jahwe schrieen,</verse>
        <verse osisID="Judg.6.8">da sandte Jahwe einen Propheten zu den Kindern Israel; und er sprach zu ihnen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und euch herausgeführt aus dem Hause der Knechtschaft;</verse>
        <verse osisID="Judg.6.9">und ich habe euch errettet aus der Hand der Ägypter und aus der Hand all eurer Bedrücker, und ich habe sie vor euch vertrieben und euch ihr Land gegeben.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.10">Und ich sprach zu euch: Ich bin Jahwe, euer Gott; ihr sollt nicht die Götter der Amoriter fürchten, in deren Land ihr wohnet. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.11">Und der Engel Jahwes kam und setzte sich unter die Terebinthe, die zu Ophra war, welches Joas, dem Abieseriter, gehörte. Und Gideon, sein Sohn, schlug eben Weizen aus in der Kelter, um ihn vor Midian zu flüchten.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.12">Und der Engel Jahwes erschien ihm und sprach zu ihm: Jahwe ist mit dir, du tapferer Held!</verse>
        <verse osisID="Judg.6.13">Und Gideon sprach zu ihm: Bitte, mein Herr! wenn Jahwe mit uns ist, warum hat denn dieses alles uns betroffen? Und wo sind alle seine Wunder, die unsere Väter uns erzählt haben, indem sie sprachen: Hat Jahwe uns nicht aus Ägypten heraufgeführt? Und nun hat Jahwe uns verlassen <note>{O. verworfen}</note> und uns in die Hand Midians gegeben.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.14">Und Jahwe wandte sich zu ihm und sprach: Gehe hin in dieser deiner Kraft und rette Israel aus der Hand Midians! Habe ich dich nicht gesandt?</verse>
        <verse osisID="Judg.6.15">Und er sprach zu ihm: Bitte, mein Herr! womit soll ich Israel retten? Siehe, mein Tausend ist das ärmste <note>{O. schwächste}</note> in Manasse, und ich bin der Jüngste <note>{O. der Kleinste, der Geringste}</note> im Hause meines Vaters.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.16">Und Jahwe sprach zu ihm: Ich werde mit dir sein, und du wirst Midian schlagen wie einen Mann.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.17">Und er sprach zu ihm: Wenn ich denn Gnade gefunden habe in deinen Augen, so gib mir ein Zeichen, dass du es bist, der mit mir redet.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.18">Weiche doch nicht von hinnen <note>{TODO von hier}</note>, bis ich zu dir komme und meine Gabe herausbringe und dir vorsetze. Und er sprach: Ich will bleiben, bis du wiederkommst.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.19">Da ging Gideon hinein und bereitete ein Ziegenböcklein zu, und ungesäuerte Kuchen aus einem Epha Mehl; das Fleisch tat er in einen Korb, und die Brühe tat er in einen Topf; und er brachte es zu ihm heraus unter die Terebinthe und setzte es vor.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.20">Und der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und die ungesäuerten Kuchen und lege es hin auf diesen Felsen da, und die Brühe giesse aus. Und er tat also.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.21">Und der Engel Jahwes streckte das Ende des Stabes aus, der in seiner Hand war, und berührte das Fleisch und die ungesäuerten Kuchen; da stieg Feuer auf aus dem Felsen und verzehrte das Fleisch und die ungesäuerten Kuchen. Und der Engel Jahwes verschwand aus seinen Augen.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.22">Da sah Gideon, dass es der Engel Jahwes war, und Gideon sprach: Ach Herr, Jahwe! Dieweil ich den Engel Jahwes gesehen habe von Angesicht zu Angesicht!</verse>
        <verse osisID="Judg.6.23">Und Jahwe sprach zu ihm: Friede dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.24">Und Gideon baute daselbst Jahwe einen Altar und nannte ihn: Jahwe-Schalom <note>{Jahwe ist Friede (Heil)}</note>. Bis auf diesen Tag ist er noch zu Ophra der Abieseriter.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.25">Und es geschah in selbiger Nacht, da sprach Jahwe zu ihm: Nimm den Farren deines Vaters, und zwar den zweiten Farren von sieben Jahren; und reisse nieder den Altar des Baal, der deinem Vater gehört, und die Aschera, die bei demselben ist, haue um;</verse>
        <verse osisID="Judg.6.26">und baue Jahwe, deinem Gott, einen Altar auf dem Gipfel dieser Feste <note>{S. die Anm. zu V.2}</note> mit der Zurüstung <note>{O. Zurechtlegung des Holzes}</note>; und nimm den zweiten Farren und opfere ein Brandopfer mit dem Holze der Aschera, die du umhauen wirst.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.27">Und Gideon nahm zehn Männer von seinen Knechten und tat, so wie Jahwe zu ihm geredet hatte. Und es geschah, da er sich vor dem Hause seines Vaters und vor den Leuten der Stadt fürchtete, es bei Tage zu tun, so tat er es bei Nacht.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.28">Und als die Leute der Stadt des Morgens früh aufstanden, siehe, da war der Altar des Baal umgerissen, und die Aschera, die bei demselben war, umgehauen, und der zweite Farre war als Brandopfer auf dem erbauten Altar geopfert.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.29">Und sie sprachen einer zum anderen: Wer hat das getan? Und sie forschten und fragten nach, und man sagte: Gideon, der Sohn des Joas, hat das getan.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.30">Da sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus, dass er sterbe, weil er den Altar des Baal umgerissen, und weil er die Aschera, die bei demselben war, umgehauen hat!</verse>
        <verse osisID="Judg.6.31">Und Joas sprach zu allen, die bei ihm standen: Wollt ihr für den Baal rechten, oder wollt ihr ihn retten? Wer für ihn rechtet, soll getötet werden bis zum Morgen. Wenn er ein Gott ist, so rechte er für sich selbst, weil man <note>{Eig. er, d.h. Gideon}</note> seinen Altar umgerissen hat.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.32">Und man nannte ihn an selbigem Tage Jerub-Baal, indem man sprach: Der Baal rechte mit ihm, weil er seinen Altar umgerissen hat.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.33">Und ganz Midian und Amalek und die Söhne des Ostens versammelten sich allzumal, und sie setzten über den Jordan und lagerten sich im Tale Jisreel.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.34">Und der Geist Jahwes kam über <note>{Eig. bekleidete}</note> Gideon; und er stiess in die Posaune, und die Abieseriter wurden zusammengerufen ihm nach.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.35">Und er sandte Boten durch ganz Manasse, und auch sie wurden zusammengerufen, ihm nach. Und er sandte Boten durch Aser und durch Sebulon und durch Naphtali. Und sie zogen herauf, ihnen entgegen.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.36">Und Gideon sprach zu Gott: Wenn du Israel durch meine Hand retten willst, so wie du geredet hast -</verse>
        <verse osisID="Judg.6.37">siehe, ich lege ein Wollvliess <note>{Eig. eine Woll-Schnur; so auch nachher}</note> auf die Tenne; wenn Tau auf dem Vliesse allein sein wird und auf dem ganzen Boden Trockenheit, so werde ich erkennen, dass du Israel durch meine Hand retten wirst, so wie du geredet hast.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.38">Und es geschah also. Und er stand am anderen Morgen früh auf, und er drückte das Vliess aus und presste Tau aus dem Vliesse, eine Schale voll Wasser.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.39">Und Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn entbrenne nicht wider mich! Und ich will nur noch diesmal reden. Lass mich es doch nur noch diesmal mit dem Vliesse versuchen: Möge doch Trockenheit sein auf dem Vliesse allein, und auf dem ganzen Boden sei Tau.</verse>
        <verse osisID="Judg.6.40">Und Gott tat also in selbiger Nacht; und es war Trockenheit auf dem Vliesse allein, und auf dem ganzen Boden war Tau.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.7">
        <verse osisID="Judg.7.1">Und Jerub-Baal, das ist Gideon, und alles Volk, das mit ihm war, machten sich früh auf, und sie lagerten sich an der Quelle Harod; das Lager Midians aber war nordwärts von ihm, nach dem Hügel More hin <note>{O. von dem Hügel More an}</note>, im Tale.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.2">Und Jahwe sprach zu Gideon: Des Volkes, das bei dir ist, ist zu viel, als dass ich Midian in ihre Hand geben sollte; damit Israel sich nicht wider mich rühme und spreche: Meine Hand hat mich gerettet!</verse>
        <verse osisID="Judg.7.3">Und nun rufe doch vor den Ohren des Volkes aus und sprich: Wer furchtsam und verzagt ist, kehre um und wende sich zurück vom Gebirge Gilead! Da kehrten von dem Volke 22000 um, und 10000 blieben übrig.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.4">Und Jahwe sprach zu Gideon: Noch ist des Volkes zu viel; führe sie ans Wasser hinab, dass ich sie dir daselbst läutere; und es soll geschehen, von wem ich dir sagen werde: dieser soll mit dir ziehen, der soll mit dir ziehen; und jeder, von dem ich dir sagen werde: dieser soll nicht mit dir ziehen, der soll nicht ziehen.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.5">Und er führte das Volk ans Wasser hinab. Und Jahwe sprach zu Gideon: Jeder, der mit seiner Zunge von dem Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den stelle besonders; und auch jeden, der sich auf seine Knie niederlässt, um zu trinken.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.6">Und die Zahl derer, welche mit ihrer Hand zu ihrem Munde leckten, war dreihundert Mann; und das ganze übrige Volk hatte sich auf seine Knie niedergelassen, um Wasser zu trinken.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.7">Und Jahwe sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch retten und Midian in deine Hand geben; das ganze übrige Volk aber soll gehen, ein jeder an seinen Ort.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.8">Und sie nahmen die Zehrung des Volkes mit sich und seine Posaunen. Und er entliess alle Männer von Israel, einen jeden nach seinen Zelten; aber die dreihundert Mann behielt er. Das Lager Midians war aber unter ihm im Tale.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.9">Und es geschah in selbiger Nacht, da sprach Jahwe zu ihm: Mache dich auf, gehe in das Lager hinab; denn ich habe es in deine Hand gegeben.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.10">Und wenn du dich fürchtest, hinabzugehen, so gehe mit Pura, deinem Knaben, zum Lager hinab;</verse>
        <verse osisID="Judg.7.11">und du wirst hören, was sie reden; und danach werden deine Hände erstarken, und du wirst in das Lager hinabgehen. Da ging er mit Pura, seinem Knaben, hinab bis an das Ende der Gerüsteten, die im Lager waren <note>{d.h. bis an die äussersten Vorposten}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.12">Und Midian und Amalek und alle Söhne des Ostens lagen im Tale, wie die Heuschrecken an Menge; und ihrer Kamele war keine Zahl, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.13">Und Gideon kam, und siehe, ein Mann erzählte seinem Genossen einen Traum und sprach: Siehe, ich habe einen Traum gehabt; und siehe, ein Laib Gerstenbrot rollte in das Lager Midians; und es kam bis zum Zelte <note>{Wahrsch. das Zelt des Heerobersten}</note> und schlug es, dass es umfiel, und kehrte es um, das Unterste zu oberst, und das Zelt lag da.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.14">Und sein Genosse antwortete und sprach: Das ist nichts anderes als das Schwert Gideons, des Sohnes Joas', eines Mannes von Israel; Gott hat Midian und das ganze Lager in seine Hand gegeben.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.15">Und es geschah, als Gideon die Erzählung des Traumes und seine Deutung hörte, da betete er an. Und er kehrte in das Lager Israels zurück und sprach: Machet euch auf! Denn Jahwe hat das Lager Midians in eure Hand gegeben.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.16">Und er teilte die dreihundert Mann in drei Haufen und gab ihnen allen Posaunen in die Hand und leere Krüge, und Fackeln in die Krüge.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.17">Und er sprach zu ihnen: Sehet es mir ab und tut ebenso; siehe, wenn ich an das Ende des Lagers komme, so soll es geschehen, dass ihr ebenso tut, wie ich tue.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.18">Und stosse ich in die Posaune, ich und alle, die bei mir sind, so sollt auch ihr in die Posaunen stossen rings um das ganze Lager, und sollt rufen: Für Jahwe und für Gideon!</verse>
        <verse osisID="Judg.7.19">Und Gideon und die hundert Mann, die bei ihm waren, kamen an das Ende des Lagers, beim Beginn der mittleren Nachtwache; man hatte eben die Wachen aufgestellt. Und sie stiessen in die Posaunen und zerschmetterten die Krüge, die in ihrer Hand waren.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.20">Und die drei Haufen stiessen in die Posaunen und zerbrachen die Krüge; und sie hielten in ihrer linken Hand die Fackeln und in ihrer rechten Hand die Posaunen zum Blasen und riefen: Schwert Jahwes und Gideons <note>{O. Schwert für Jahwe und Gideon!}</note>!</verse>
        <verse osisID="Judg.7.21">Und sie standen ein jeder an seiner Stelle, rings um das Lager. Da lief das ganze Lager und schrie und floh.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.22">Und sie stiessen in die dreihundert Posaunen; und Jahwe richtete das Schwert des einen wider den anderen, und zwar im ganzen Lager. Und das Lager floh bis Beth-Schitta, nach Zerera hin, bis an das Ufer <note>{d.h. des Jordan}</note> von Abel-Mehola bei Tabbath.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.23">Und es versammelten sich <note>{Eig. wurden zusammengerufen; so auch V.24; 10,17; 12,1}</note> die Männer von Israel, von Naphtali und von Aser und von ganz Manasse, und sie jagten Midian nach.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.24">Und Gideon sandte Boten in das ganze Gebirge Ephraim und liess sagen: Kommet herab, Midian entgegen, und nehmet ihnen die Gewässer bis Beth-Bara, und den Jordan! Da versammelten sich alle Männer von Ephraim und nahmen ihnen die Gewässer bis Beth-Bara und den Jordan.</verse>
        <verse osisID="Judg.7.25">Und sie fingen die zwei Fürsten von Midian, Oreb und Seeb; und sie erschlugen Oreb an dem Felsen Oreb, und Seeb erschlugen sie bei der Kelter Seeb; und sie jagten Midian nach. Und die Köpfe Orebs und Seebs brachten sie zu Gideon auf die andere Seite des Jordan.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.8">
        <verse osisID="Judg.8.1">Und die Männer von Ephraim sprachen zu ihm: Was ist das für eine Sache, die du uns getan, dass du uns nicht gerufen hast, als du hinzogest, um wider Midian zu streiten! Und sie zankten heftig mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.2">Und er sprach zu ihnen: Was habe ich nun getan im Vergleich mit euch? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als die Weinlese Abiesers?</verse>
        <verse osisID="Judg.8.3">In eure Hand hat Gott die Fürsten von Midian, Oreb und Seeb gegeben; und was habe ich tun können im Vergleich mit euch? Da liess ihr Zorn von ihm ab, als er dieses Wort redete.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.4">Und Gideon kam an den Jordan; er ging hinüber, er und die dreihundert Mann, die bei ihm waren, ermattet und nachjagend.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.5">Und er sprach zu den Männern von Sukkoth: Gebet doch dem Volke, das mir nachfolgt, einige Laibe Brot; denn sie sind ermattet, und ich jage den Königen von Midian, Sebach und Zalmunna, nach.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.6">Und die Obersten von Sukkoth sprachen: Ist die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner Hand, dass wir deinem Heere Brot geben sollen?</verse>
        <verse osisID="Judg.8.7">Da sprach Gideon: Darum, wenn Jahwe Sebach und Zalmunna in meine Hand gegeben hat, werde ich euer Fleisch zerdreschen mit Dornen der Wüste und mit Stechdisteln!</verse>
        <verse osisID="Judg.8.8">Und er zog von dannen nach Pnuel hinauf und redete zu ihnen auf dieselbe Weise. Und die Männer von Pnuel antworteten ihm, wie die Männer von Sukkoth geantwortet hatten.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.9">Da sprach er auch zu den Männern von Pnuel und sagte: Wenn ich in Frieden zurückkomme, so werde ich diesen Turm niederreissen!</verse>
        <verse osisID="Judg.8.10">Sebach und Zalmunna waren aber zu Karkor, und ihre Heere mit ihnen, bei 15000 Mann, alle, die übriggeblieben waren von dem ganzen Lager der Söhne des Ostens; und der Gefallenen waren 120000 Mann, die das Schwert zogen.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.11">Und Gideon zog hinauf des Weges zu den Zeltbewohnern, östlich von Nobach und Jogbeha; und er schlug das Lager, und das Lager war sorglos.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.12">Und Sebach und Zalmunna flohen, und er jagte ihnen nach; und er fing die beiden Könige von Midian, Sebach und Zalmunna; und das ganze Lager setzte er in Schrecken.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.13">Und Gideon, der Sohn Joas', kehrte aus dem Streite zurück, von der Anhöhe Heres herab.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.14">Und er fing einen Jüngling von den Männern von Sukkoth und befragte ihn; und dieser schrieb ihm die Obersten von Sukkoth und seine Ältesten auf, 77 Mann.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.15">Und er kam zu den Männern von Sukkoth und sprach: Sehet hier Sebach und Zalmunna, über welche ihr mich verhöhnt habt, indem ihr sprachet: Ist die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner Hand, dass wir deinen Männern, die ermattet sind, Brot geben sollen?</verse>
        <verse osisID="Judg.8.16">Und er nahm die Ältesten der Stadt und Dornen der Wüste und Stechdisteln, und er züchtigte die Männer von Sukkoth mit denselben <note>{Eig. er liess es die Männer von Sukkoth damit fühlen}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.17">Und den Turm zu Pnuel riss er nieder und erschlug die Männer der Stadt.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.18">Und er sprach zu Sebach und zu Zalmunna: Wie waren die Männer, die ihr zu Tabor erschlagen habt? Und sie sprachen: Wie du, so waren sie, ein jeder an Gestalt gleich einem Königssohne.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.19">Und er sprach: Das waren meine Brüder, die Söhne meiner Mutter. So wahr Jahwe lebt, wenn ihr sie am Leben gelassen hättet, so erschlüge ich euch nicht!</verse>
        <verse osisID="Judg.8.20">Und er sprach zu Jether, seinem Erstgeborenen: Stehe auf, erschlage sie! Aber der Knabe zog sein Schwert nicht; denn er fürchtete sich, weil er noch ein Knabe war.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.21">Da sprachen Sebach und Zalmunna: Stehe du auf und stosse uns nieder; denn wie der Mann, so seine Kraft. Und Gideon stand auf und erschlug Sebach und Zalmunna; und er nahm die Halbmonde, welche an den Hälsen ihrer Kamele waren.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.22">Und die Männer von Israel sprachen zu Gideon: Herrsche über uns, sowohl du, als auch dein Sohn und deines Sohnes Sohn; denn du hast uns aus der Hand Midians gerettet.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.23">Und Gideon sprach zu ihnen: Nicht ich will über euch herrschen, und nicht mein Sohn soll über euch herrschen; Jahwe soll über euch herrschen.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.24">Und Gideon sprach zu ihnen: Eine Bitte will ich von euch erbitten: Gebet mir ein jeder sie Ohrringe seiner Beute! (denn sie hatten goldene Ohrringe, weil sie Ismaeliter waren).</verse>
        <verse osisID="Judg.8.25">Und sie sprachen: Gern wollen wir sie geben. Und sie breiteten ein Oberkleid aus und warfen darauf ein jeder die Ohrringe seiner Beute.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.26">Und das Gewicht der goldenen Ohrringe, die er erbeten hatte, war 1700 Sekel Gold, ausser den Halbmonden und den Ohrgehängen und den Purpurkleidern, welche die Könige von Midian trugen, und ausser den Halsketten <note>{O. dem Halsschmuck}</note>, die an den Hälsen ihrer Kamele waren.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.27">Und Gideon machte daraus ein Ephod und stellte es in seiner Stadt auf, in Ophra. Und ganz Israel hurte demselben dort nach; und es wurde Gideon und seinem Hause zum Fallstrick.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.28">So wurde Midian vor den Kindern Israels gebeugt, und es hob sein Haupt nicht mehr empor. Und das Land hatte in den Tagen Gideons Ruhe vierzig Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.29">Und Jerub-Baal, der Sohn Joas', ging hin und wohnte in seinem Hause.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.30">Und Gideon hatte siebzig Söhne, die aus seiner Lende hervorgegangen waren; denn er hatte viele Weiber.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.31">Und sein Kebsweib, das zu Sichem war, auch sie gebar ihm einen Sohn; und er gab ihm den Namen Abimelech.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.32">Und Gideon, der Sohn Joas', starb in gutem Alter; und er wurde begraben im Grabe seines Vaters Joas, zu Ophra der Abieseriter.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.33">Und es geschah, als Gideon tot war, da hurten die Kinder Israel wiederum den Baalim nach und machten sich den Baal-Berith <note>{d.h. Bundes-Baal}</note> zum Gott.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.34">Und die Kinder Israel gedachten nicht Jahwes, ihres Gottes, der sie errettet hatte aus der Hand aller ihrer Feinde ringsum.</verse>
        <verse osisID="Judg.8.35">Und sie erwiesen keine Güte an dem Hause Jerub-Baal-Gideons, nach all dem Guten, das er an Israel getan hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.9">
        <verse osisID="Judg.9.1">Und Abimelech, der Sohn Jerub-Baals, ging nach Sichem zu den Brüdern seiner Mutter; und er redete zu ihnen und zu dem ganzen Geschlecht des Hauses des Vaters seiner Mutter und sprach:</verse>
        <verse osisID="Judg.9.2">Redet doch vor den Ohren aller Bürger von Sichem: Was ist besser für euch, dass siebzig Männer über euch herrschen, alle Söhne Jerub-Baals, oder dass ein Mann über euch herrsche? und bedenket, dass ich euer Gebein und euer Fleisch bin.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.3">Und die Brüder seiner Mutter redeten von ihm vor den Ohren aller Bürger von Sichem alle diese Worte. Und ihr Herz neigte sich Abimelech nach; denn sie sprachen: Er ist unser Bruder.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.4">Und sie gaben ihm siebzig Sekel Silber aus dem Hause Baal-Berith; und Abimelech dingte damit lose und übermütige Männer, und sie folgten ihm nach.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.5">Und er kam in das Haus seines Vaters, nach Ophra, und ermordete seine Brüder, die Söhne Jerub-Baals, siebzig Mann auf einem Steine; aber Jotham, der jüngste Sohn Jerub-Baals, blieb übrig, denn er hatte sich versteckt.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.6">Und alle Bürger von Sichem und das ganze Haus Millo <note>{Wall, Burg}</note> versammelten sich und gingen hin und machten Abimelech zum König bei der Terebinthe des Denkmals, die zu Sichem ist <note>{S. Jos. 24,26}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.7">Und man berichtete es Jotham. Da ging er hin und stellte sich auf den Gipfel des Berges Gerisim, und er erhob seine Stimme und rief und sprach zu ihnen: Höret auf mich, Bürger von Sichem, so wird Gott auf euch hören!</verse>
        <verse osisID="Judg.9.8">Einst gingen die Bäume hin, einen König über sich zu salben; und sie sprachen zum Olivenbaum: Sei König über uns!</verse>
        <verse osisID="Judg.9.9">Und der Olivenbaum sprach zu ihnen: Sollte ich meine Fettigkeit aufgeben, welche Götter und Menschen an mir preisen <note>{And.: womit man Götter und Menschen durch mich ehrt}</note>, und sollte hingehen, zu schweben über den Bäumen?</verse>
        <verse osisID="Judg.9.10">Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du, sei König über uns!</verse>
        <verse osisID="Judg.9.11">Und der Feigenbaum sprach zu ihnen: Sollte ich meine Süssigkeit aufgeben und meine gute Frucht, und sollte hingehen, zu schweben über den Bäumen?</verse>
        <verse osisID="Judg.9.12">Da sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du, sei König über uns!</verse>
        <verse osisID="Judg.9.13">Und der Weinstock sprach zu ihnen: Sollte ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen erfreut, und sollte hingehen, zu schweben über den Bäumen?</verse>
        <verse osisID="Judg.9.14">Da sprachen alle Bäume zum Dornstrauch: Komm du, sei König über uns!</verse>
        <verse osisID="Judg.9.15">Und der Dornstrauch sprach zu den Bäumen: Wenn ihr mich in Wahrheit zum König über euch salben wollt, so kommet, vertrauet euch meinem Schatten an <note>{O. suchet Zuflucht in (oder unter) meinem Schatten}</note>; wenn aber nicht, so soll Feuer von dem Dornstrauch ausgehen und die Zedern des Libanon verzehren. -</verse>
        <verse osisID="Judg.9.16">Und nun, wenn ihr in Wahrheit und in Redlichkeit gehandelt habt, dass ihr Abimelech zum König gemacht, und wenn ihr Gutes getan habt an Jerub-Baal und an seinem Hause, und wenn ihr ihm getan habt nach dem Tun seiner Hände, -</verse>
        <verse osisID="Judg.9.17">denn mein Vater hat für euch gestritten und sein Leben dahingeworfen und euch aus der Hand Midians errettet;</verse>
        <verse osisID="Judg.9.18">ihr aber habt euch heute wider das Haus meines Vaters erhoben und seine Söhne ermordet, siebzig Mann auf einem Steine, und habt Abimelech, den Sohn seiner Magd, zum König gemacht über die Bürger von Sichem, weil er euer Bruder ist -</verse>
        <verse osisID="Judg.9.19">wenn ihr also an diesem Tage in Wahrheit und in Redlichkeit an Jerub-Baal und an seinem Hause gehandelt habt, so freuet euch Abimelechs, und auch er möge sich euer freuen!</verse>
        <verse osisID="Judg.9.20">Wenn aber nicht, so gehe Feuer von Abimelech aus und verzehre die Bürger von Sichem und das Haus Millo; und es gehe ein Feuer aus von den Bürgern von Sichem und von dem Hause Millo und verzehre Abimelech!</verse>
        <verse osisID="Judg.9.21">Und Jotham floh und entwich und ging nach Beer; und er blieb daselbst wegen seines <note>{O. aus Furcht vor seinem}</note> Bruders Abimelech.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.22">Und Abimelech herrschte über Israel drei Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.23">Und Gott sandte einen bösen Geist zwischen Abimelech und die Bürger von Sichem; und die Bürger von Sichem handelten treulos gegen Abimelech,</verse>
        <verse osisID="Judg.9.24">damit die Gewalttat an den siebzig Söhnen Jerub-Baals über ihn käme, und ihr Blut gelegt würde auf ihren Bruder Abimelech, der sie ermordet, und auf die Bürger von Sichem, die seine Hände gestärkt hatten, seine Brüder zu ermorden.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.25">Und die Bürger von Sichem legten einen Hinterhalt <note>{Eig. Nachsteller}</note> wider ihn auf die Gipfel der Berge, und sie <note>{d.h. der Hinterhalt, die Nachsteller}</note> beraubten jeden, der des Weges bei ihnen vorüberzog. Und es wurde dem Abimelech berichtet.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.26">Und Gaal, der Sohn Ebeds, kam mit seinen Brüdern, und sie zogen durch Sichem; und die Bürger von Sichem vertrauten ihm.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.27">Und sie gingen aufs Feld hinaus und lasen ihre Weinberge und kelterten; und sie hielten ein Dankfest und gingen in das Haus ihres Gottes und assen und tranken und fluchten dem Abimelech.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.28">Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: Wer ist Abimelech und wer Sichem, dass wir ihm dienen sollten? Ist er nicht der Sohn Jerub-Baals, und Sebul sein Statthalter? Dienet den Männern Hemors, des Vaters von Sichem! denn warum sollten wir ihm dienen?</verse>
        <verse osisID="Judg.9.29">Hätte ich nur dieses Volk unter meiner Hand, so wollte ich Abimelech wegschaffen! Und er sprach von Abimelech: Mehre nur dein Heer und ziehe aus!</verse>
        <verse osisID="Judg.9.30">Und Sebul, der Oberste der Stadt, hörte die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, und sein Zorn entbrannte;</verse>
        <verse osisID="Judg.9.31">und er sandte Boten an Abimelech mit List und sprach: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder sind nach Sichem gekommen, und siehe, sie wiegeln die Stadt wider dich auf <note>{O. verschliessen, versperren die Stadt wider dich}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.32">Und nun, mache dich in der Nacht auf, du und das Volk, das bei dir ist, und lege dich in Hinterhalt auf dem Felde.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.33">Und es geschehe am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, so mache dich früh auf und überfalle die Stadt; und siehe, wenn er und das Volk, das bei ihm ist, gegen dich hinausziehen, so tue ihm, wie deine Hand es finden wird.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.34">Und Abimelech und alles Volk, das mit ihm war, machten sich in der Nacht auf, und sie legten sich in vier Haufen gegen Sichem in Hinterhalt.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.35">Und Gaal, der Sohn Ebeds, ging hinaus und trat an den Eingang des Stadttores. Da machten sich Abimelech und das Volk, das bei ihm war, aus dem Hinterhalt auf.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.36">Und Gaal sah das Volk und sprach zu Sebul: Siehe, Volk kommt von den Gipfeln der Berge herab. Und Sebul sprach zu ihm: Den Schatten der Berge siehst du für Männer an.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.37">Und Gaal redete wiederum und sprach: Siehe, Volk kommt von der Höhe des Landes herab, und ein Haufe kommt des Weges nach Elon-Meonenim <note>{Terebinthe der Zauberer}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.38">Da sprach Sebul zu ihm: Wo ist nun dein Maul, da du sprachest: Wer ist Abimelech, dass wir ihm dienen sollten? Ist das nicht das Volk, welches du verachtet hast? Ziehe doch jetzt aus und streite wider ihn!</verse>
        <verse osisID="Judg.9.39">Und Gaal zog aus vor den Bürgern von Sichem und stritt wider Abimelech.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.40">Und Abimelech jagte ihm nach, und er floh vor ihm; und es fielen viele Erschlagene bis an den Eingang des Tores.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.41">Und Abimelech blieb zu Aruma; und Sebul vertrieb Gaal und seine Brüder, so dass sie nicht mehr in Sichem blieben.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.42">Und es geschah am anderen Tage, da ging das Volk aufs Feld hinaus; und man berichtete es dem Abimelech.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.43">Und er nahm das Volk und teilte es in drei Haufen und legte sich in Hinterhalt auf dem Felde. Und er sah, und siehe, das Volk kam aus der Stadt heraus; und er erhob sich wider sie und schlug sie.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.44">Und Abimelech und die Haufen, die mit ihm waren, brachen hervor und stellten sich an den Eingang des Stadttores; und zwei der Haufen fielen über alle her, die auf dem Felde waren, und erschlugen sie.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.45">Und Abimelech stritt wider die Stadt jenen ganzen Tag; und er nahm die Stadt ein, und das Volk, das darin war, tötete er; und er riss die Stadt nieder und bestreute sie mit Salz <note>{als Zeichen bleibender Verwüstung}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.46">Und alle Bewohner <note>{O. Bürger}</note> des Turmes von Sichem hörten es, und sie gingen in die Burg <note>{Viell. ein unterirdischer Raum; die Bedeutung des hebr. Wortes ist ungewiss}</note> des Hauses des Gottes <note>{El}</note> Berith <note>{O. des Bundesgottes. Vergl. Kap. 8,33}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.47">Und es wurde dem Abimelech berichtet, dass alle Bewohner des Turmes von Sichem sich versammelt hätten.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.48">Da stieg Abimelech auf den Berg Zalmon, er und alles Volk, das bei ihm war; und Abimelech nahm eine Axt in seine Hand und hieb einen Baumast ab und hob ihn auf und legte ihn auf seine Schulter, und er sprach zu dem Volke, das mit ihm war: Was ihr gesehen habt, das ich getan habe, das tut eilends wie ich.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.49">Da hieb auch das ganze Volk ein jeder seinen Ast ab, und sie folgten Abimelech nach und legten sie an die Burg und zündeten die Burg über ihnen mit Feuer an. Und so starben auch alle Leute des Turmes von Sichem, bei tausend Männer und Weiber.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.50">Und Abimelech zog nach Tebez, und er belagerte Tebez und nahm es ein.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.51">Es war aber ein starker Turm mitten in der Stadt, und dahin flohen alle Männer und Weiber, alle Bürger der Stadt; und sie schlossen hinter sich zu und stiegen auf das Dach des Turmes.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.52">Und Abimelech kam an den Turm und stritt wider ihn; und er nahte zum Eingang des Turmes, um ihn mit Feuer zu verbrennen.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.53">Da warf ein Weib den oberen Stein einer Handmühle auf den Kopf Abimelechs und zerschmetterte ihm den Schädel.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.54">Und er rief eilends den Knaben, der seine Waffen trug, und sprach zu ihm: Ziehe dein Schwert und töte mich, dass man nicht von mir sage: Ein Weib hat ihn umgebracht! Und sein Knabe durchstach ihn, und er starb.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.55">Und als die Männer von Israel sahen, dass Abimelech tot war, da gingen sie ein jeder an seinen Ort.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.56">Und so brachte Gott die Bosheit Abimelechs, die er an seinem Vater verübt hatte, indem er seine siebzig Brüder ermordete, auf ihn zurück.</verse>
        <verse osisID="Judg.9.57">Und die ganze Bosheit der Männer von Sichem brachte Gott auf ihren Kopf zurück, und es kam über sie der Fluch Jothams, des Sohnes Jerub-Baals.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.10">
        <verse osisID="Judg.10.1">Und nach Abimelech stand Tola auf, um Israel zu retten, der Sohn Puas, des Sohnes Dodos, ein Mann von Issaschar; und er wohnte zu Schamir im Gebirge Ephraim.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.2">Und er richtete Israel 23 Jahre; und er starb und wurde zu Schamir begraben.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.3">Und nach ihm stand Jair, der Gileaditer, auf; und er richtete Israel 22 Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.4">Und er hatte dreissig Söhne, die auf dreissig Eseln ritten, und sie hatten dreissig Städte; diese nennt man bis auf diesen Tag die Dörfer Jairs, welche im Lande Gilead sind.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.5">Und Jair starb und wurde zu Kamon begraben.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.6">Und die Kinder Israel taten wiederum, was böse war in den Augen Jahwes, und sie dienten den Baalim und den Astaroth, und den Göttern Syriens und den Göttern Zidons und den Göttern Moabs und den Göttern der Kinder Ammon und den Göttern der Philister; und sie verliessen Jahwe und dienten ihm nicht.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.7">Da entbrannte der Zorn Jahwes wider Israel, und er verkaufte sie in die Hand der Philister und in die Hand der Kinder Ammon.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.8">Und sie bedrückten und plagten die Kinder Israel in selbigem Jahre; achtzehn Jahre bedrückten sie alle Kinder Israel, welche jenseit des Jordan waren im Lande der Amoriter, das in Gilead ist.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.9">Und die Kinder Ammon zogen über den Jordan, um auch wider Juda und wider Benjamin und wider das Haus Ephraim zu streiten; und Israel wurde sehr bedrängt.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.10">Da schrieen die Kinder Israel zu Jahwe und sprachen: Wir haben gegen dich gesündigt, und zwar weil wir unseren Gott verlassen und den Baalim gedient haben.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.11">Und Jahwe sprach zu den Kindern Israel: Habe ich euch nicht von den Ägyptern und von den Amoritern, von den Kindern Ammon und von den Philistern gerettet?</verse>
        <verse osisID="Judg.10.12">und als die Zidonier und Amalekiter und Maoniter euch bedrückten, und ihr zu mir schrieet, euch aus ihrer Hand gerettet?</verse>
        <verse osisID="Judg.10.13">Ihr aber habt mich verlassen und habt anderen Göttern gedient; darum werde ich euch nicht mehr retten.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.14">Gehet hin und schreiet zu den Göttern, die ihr erwählt habt: sie mögen euch retten zur Zeit eurer Bedrängnis!</verse>
        <verse osisID="Judg.10.15">Und die Kinder Israel sprachen zu Jahwe: Wir haben gesündigt. Tue du uns nach allem, was gut ist in deinen Augen; nur errette uns doch an diesem Tage!</verse>
        <verse osisID="Judg.10.16">Und sie taten die fremden Götter aus ihrer Mitte hinweg und dienten Jahwe; und seine Seele wurde ungeduldig über die Mühsal Israels.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.17">Und die Kinder Ammon versammelten sich und lagerten sich in Gilead; und die Kinder Israel kamen zusammen und lagerten sich zu Mizpa.</verse>
        <verse osisID="Judg.10.18">Da sprach das Volk, die Obersten von Gilead, einer zum anderen: Wer ist der Mann, der anfängt, wider die Kinder Ammon zu streiten? Er soll allen Bewohnern Gileads zum Haupte sein.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.11">
        <verse osisID="Judg.11.1">Und Jephtha <note>{H. Jiphtach}</note>, der Gileaditer, war ein tapferer Held; er war aber der Sohn einer Hure, und Gilead hatte Jephtha gezeugt.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.2">Und auch das Weib Gileads gebar ihm Söhne; und als die Söhne des Weibes gross wurden, da vertrieben sie Jephtha und sprachen zu ihm: Du sollst nicht erben im Hause unseres Vaters, denn du bist der Sohn eines anderen Weibes.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.3">Und Jephtha floh vor seinen Brüdern und wohnte im Lande Tob. Und es sammelten sich zu Jephtha lose Leute und zogen mit ihm aus.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.4">Und es geschah nach einiger Zeit, da stritten die Kinder Ammon mit Israel.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.5">Und es geschah, als die Kinder Ammon mit Israel stritten, da gingen die Ältesten von Gilead hin, um Jephtha aus dem Lande Tob zu holen.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.6">Und sie sprachen zu Jephtha: Komm und sei unser Anführer, dass wir wider die Kinder Ammon streiten!</verse>
        <verse osisID="Judg.11.7">Und Jephtha sprach zu den Ältesten von Gilead: Seid ihr es nicht, die mich gehasst und mich aus dem Hause meines Vaters vertrieben haben? Und warum kommet ihr jetzt zu mir, da ihr in Bedrängnis seid?</verse>
        <verse osisID="Judg.11.8">Und die Ältesten von Gilead sprachen zu Jephtha: Darum sind wir jetzt zu dir zurückgekehrt, dass du mit uns ziehest und wider die Kinder Ammon streitest; und du sollst uns zum Haupte sein, allen Bewohnern Gileads.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.9">Und Jephta sprach zu den Ältesten von Gilead: Wenn ihr mich zurückholet, um wider die Kinder Ammon zu streiten, und Jahwe sie vor mir dahingibt, werde ich euch dann wirklich zum Haupte sein?</verse>
        <verse osisID="Judg.11.10">Und die Ältesten von Gilead sprachen zu Jephtha: Jahwe sei Zeuge <note>{Eig. Hörer}</note> zwischen uns, wenn wir nicht also tun, wie du geredet hast!</verse>
        <verse osisID="Judg.11.11">Da ging Jephtha mit den Ältesten von Gilead, und das Volk setzte ihn zum Haupte und zum Anführer über sich. Und Jephtha redete alle seine Worte vor Jahwe zu Mizpa.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.12">Und Jephtha sandte Boten an den König der Kinder Ammon und liess ihm sagen: Was haben wir miteinander zu schaffen, dass du gegen mich gekommen bist, mein Land zu bekriegen?</verse>
        <verse osisID="Judg.11.13">Und der König der Kinder Ammon sprach zu den Boten Jephthas: Weil Israel mein Land genommen hat, als es aus Ägypten heraufzog, vom Arnon bis an den Jabbok und bis an den Jordan; und nun gib die Länder <note>{W. sie}</note> in Frieden zurück.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.14">Da sandte Jephtha abermals Boten an den König der Kinder Ammon</verse>
        <verse osisID="Judg.11.15">und liess ihm sagen: So spricht Jephta: Israel hat nicht das Land Moabs und das Land der Kinder Ammon genommen;</verse>
        <verse osisID="Judg.11.16">sondern als sie aus Ägypten heraufzogen, da wanderte Israel durch die Wüste bis zum Schilfmeere, und es kam nach Kades;</verse>
        <verse osisID="Judg.11.17">und Israel sandte Boten an den König von Edom und liess ihm sagen: Lass mich doch durch dein Land ziehen! Aber der König von Edom gab kein Gehör. Und auch an den König von Moab sandte es; aber er wollte nicht. So blieb Israel in Kades.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.18">Und es wanderte durch die Wüste und umging das Land Edom und das Land Moab und kam von Sonnenaufgang her zum Lande Moab; und sie lagerten sich jenseit des Arnon und kamen nicht in das Gebiet Moabs, denn der Arnon ist die Grenze Moabs.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.19">Und Israel sandte Boten an Sihon, den König der Amoriter, den König von Hesbon, und Israel liess ihm sagen: Lass uns doch durch dein Land ziehen bis an meinen Ort!</verse>
        <verse osisID="Judg.11.20">Aber Sihon traute Israel nicht, es durch sein Gebiet ziehen zu lassen; und Sihon versammelte all sein Volk, und sie lagerten sich zu Jahza; und er stritt wider Israel.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.21">Und Jahwe, der Gott Israels, gab Sihon und all sein Volk in die Hand Israels, und sie schlugen sie. So nahm Israel das ganze Land der Amoriter, die jenes Land bewohnten, in Besitz:</verse>
        <verse osisID="Judg.11.22">sie nahmen das ganze Gebiet der Amoriter in Besitz, vom Arnon bis an den Jabbok, und von der Wüste bis an den Jordan.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.23">Und so hat nun Jahwe, der Gott Israels, die Amoriter vor seinem Volke Israel ausgetrieben, und du willst uns <note>{O. es}</note> austreiben?</verse>
        <verse osisID="Judg.11.24">Nimmst du nicht das in Besitz, was Kamos, dein Gott, dir zum Besitz gibt? So auch alles, was Jahwe, unser Gott, vor uns ausgetrieben hat, das wollen wir besitzen.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.25">Und nun, bist du etwa besser als Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab? Hat er je mit Israel gerechtet, oder je wider sie gestritten?</verse>
        <verse osisID="Judg.11.26">Während Israel in Hesbon wohnte und in seinen Tochterstädten, und in Aroer und in seinen Tochterstädten, und in all den Städten, die längs des Arnon liegen, dreihundert Jahre lang: warum habt ihr sie denn nicht in jener Zeit entrissen?</verse>
        <verse osisID="Judg.11.27">Und nicht ich habe gegen dich gesündigt, sondern du tust übel an mir, wider mich zu streiten. Jahwe, der Richter, richte heute zwischen den Kindern Israel und den Kindern Ammon!</verse>
        <verse osisID="Judg.11.28">Aber der König der Kinder Ammon hörte nicht auf die Worte Jephthas, die er ihm entboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.29">Da kam der Geist Jahwes über Jephtha; und er zog durch Gilead und Manasse, und zog nach Mizpe in Gilead, und von Mizpe in Gilead zog er gegen die Kinder Ammon.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.30">Und Jephtha gelobte Jahwe ein Gelübde und sprach: Wenn du die Kinder Ammon wirklich in meine Hand gibst,</verse>
        <verse osisID="Judg.11.31">so soll das, was zur Tür meines Hauses herausgeht, mir entgegen, wenn ich in Frieden von den Kindern Ammon zurückkehre, es soll Jahwe gehören, und ich werde es als Brandopfer opfern!</verse>
        <verse osisID="Judg.11.32">Und so zog Jephtha gegen die Kinder Ammon, um wider sie zu streiten; und Jahwe gab sie in seine Hand.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.33">Und er schlug sie von Aroer an, bis man nach Minnith kommt, zwanzig Städte, und bis nach Abel-Keramim, und er richtete eine sehr grosse Niederlage unter ihnen an <note>{W. einen sehr grossen Schlag}</note>; und die Kinder Ammon wurden gebeugt vor den Kindern Israel.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.34">Und als Jephtha nach Mizpa, nach seinem Hause kam, siehe, da trat seine Tochter heraus, ihm entgegen, mit Tamburinen und mit Reigen; und sie war nur die einzige; ausser ihr hatte er weder Sohn noch Tochter.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.35">Und es geschah, als er sie sah, da zerriss er seine Kleider und sprach: Ach, meine Tochter! tief beugst du mich nieder; und du, du bist unter denen, die mich in Trübsal bringen! denn ich habe meinen Mund gegen Jahwe aufgetan und kann nicht zurücktreten!</verse>
        <verse osisID="Judg.11.36">Und sie sprach zu ihm: Mein Vater, hast du deinen Mund gegen Jahwe aufgetan, so tue mir, wie es aus deinem Munde hervorgegangen ist, nachdem Jahwe dir Rache verschafft hat an deinen Feinden, den Kindern Ammon.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.37">Und sie sprach zu ihrem Vater: Es geschehe mir diese Sache: Lass zwei Monate von mir ab, dass ich hingehe und auf die Berge hinabsteige <note>{d.h. von dem hochgelegenen Mizpa aus}</note> und meine Jungfrauschaft beweine, ich und meine Freundinnen.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.38">Und er sprach: Gehe hin. Und er entliess sie auf zwei Monate. Und sie ging hin, sie und ihre Freundinnen, und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen.</verse>
        <verse osisID="Judg.11.39">Und es geschah am Ende von zwei Monaten, da kehrte sie zu ihrem Vater zurück. Und er vollzog an ihr das Gelübde, das er gelobt hatte. Sie hatte aber keinen Mann erkannt. Und es wurde zum Gebrauch in Israel:</verse>
        <verse osisID="Judg.11.40">Von Jahr zu Jahr gehen die Töchter Israels hin, um die Tochter Jephthas, des Gileaditers, zu preisen vier Tage im Jahre.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.12">
        <verse osisID="Judg.12.1">Und die Männer von Ephraim versammelten sich und zogen hinüber nach Norden <note>{O. nach Zaphon; vergl. Jos. 13,27}</note>, und sie sprachen zu Jephtha: Warum bist du durchgezogen, um wider die Kinder Ammon zu streiten, und hast uns nicht gerufen, dass wir mit dir gingen? Wir werden dein Haus über dir mit Feuer verbrennen!</verse>
        <verse osisID="Judg.12.2">Und Jephtha sprach zu ihnen: Einen heftigen Streit haben wir gehabt, ich und mein Volk, mit den Kindern Ammon; und ich rief euch, aber ihr habt mich nicht aus ihrer Hand gerettet.</verse>
        <verse osisID="Judg.12.3">Und als ich sah, dass du nicht helfen wolltest, da setzte ich mein Leben aufs Spiel <note>{Eig. stellte ich mein Leben in meine Hand; eine oft wiederkehrende Redensart}</note> und zog hin wider die Kinder Ammon; und Jahwe gab sie in meine Hand. Warum seid ihr denn an diesem Tage gegen mich heraufgezogen, um wider mich zu streiten?</verse>
        <verse osisID="Judg.12.4">Und Jephtha versammelte alle Männer von Gilead und stritt mit Ephraim; und die Männer von Gilead schlugen Ephraim, weil sie gesagt hatten: Flüchtlinge Ephraims seid ihr, ihr Gileaditer <note>{Eig. Gilead}</note>, inmitten Ephraims und inmitten Manasses!</verse>
        <verse osisID="Judg.12.5">Und Gilead nahm Ephraim die Furten des Jordan <note>{O. besetzte die Furten des Jordan, die nach Ephraim führten. Vergl. Kap. 3,28}</note>. Und es geschah, wenn ein Flüchtling von Ephraim sprach <note>{Eig. wenn Flüchtlinge von Ephraim sprachen}</note>: Lass mich hinübergehen! so sprachen die Männer von Gilead zu ihm: Bist du ein Ephraimiter <note>{Eig. ein Ephrathiter}</note>?</verse>
        <verse osisID="Judg.12.6">Und sagte er: Nein! so sprachen sie zu ihm: Sage doch: Schibboleth <note>{Strömung}</note>! Und sagte er: Sibboleth, und brachte es nicht fertig, richtig zu sprechen, dann ergriffen sie ihn und schlachteten ihn an den Furten des Jordan. Und es fielen in jener Zeit von Ephraim 42000.</verse>
        <verse osisID="Judg.12.7">Und Jephtha richtete Israel sechs Jahre; und Jephtha, der Gileaditer, starb und wurde in einer der Städte Gileads begraben.</verse>
        <verse osisID="Judg.12.8">Und nach ihm richtete Israel Ibzan von Bethlehem.</verse>
        <verse osisID="Judg.12.9">Und er hatte dreissig Söhne; und dreissig Töchter entliess er aus dem Hause, und dreissig Töchter brachte er von aussen für seine Söhne herein. Und er richtete Israel sieben Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.12.10">Und Ibzan starb und wurde zu Bethlehem begraben.</verse>
        <verse osisID="Judg.12.11">Und nach ihm richtete Israel Elon, der Sebuloniter; und er richtete Israel zehn Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.12.12">Und Elon, der Sebuloniter, starb und wurde zu Ajjalon im Lande Sebulon begraben.</verse>
        <verse osisID="Judg.12.13">Und nach ihm richtete Israel Abdon, der Sohn Hillels, der Pirhathoniter.</verse>
        <verse osisID="Judg.12.14">Und er hatte vierzig Söhne und dreissig Enkel, die auf siebzig Eseln ritten. Und er richtete Israel acht Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.12.15">Und Abdon, der Sohn Hillels, der Pirhathoniter, starb und wurde zu Pirhathon begraben im Lande Ephraim, im Gebirge der Amalekiter.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.13">
        <verse osisID="Judg.13.1">Und die Kinder Israel taten wiederum was böse war in den Augen Jahwes; und Jahwe gab sie in die Hand der Philister vierzig Jahre.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.2">Und es war ein Mann aus Zorha, vom Geschlecht der Daniter, sein Name war Manoah <note>{H. Manoach}</note>. Und sein Weib war unfruchtbar und gebar nicht.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.3">Und der Engel Jahwes erschien dem Weibe und sprach zu ihr: Siehe doch, du bist unfruchtbar und gebierst nicht; aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.4">Und nun hüte dich doch und trinke weder Wein noch starkes Getränk, und iss nichts Unreines!</verse>
        <verse osisID="Judg.13.5">Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen, denn ein Nasir <note>{S. 4. Mose 6,2}</note> Gottes soll der Knabe sein von Mutterleibe an; und er wird anfangen, Israel aus der Hand der Philister zu retten.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.6">Und das Weib kam und sprach zu ihrem Manne und sagte: Ein Mann Gottes ist zu mir gekommen, und sein Ansehen war wie das Ansehen eines <note>{O. des}</note> Engels Gottes, sehr furchtbar; und ich habe ihn nicht gefragt, woher er sei, und seinen Namen hat er mir nicht kundgetan.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.7">Und er sprach zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und nun, trinke weder Wein noch starkes Getränk, und iss nichts Unreines; denn ein Nasir Gottes soll der Knabe sein von Mutterleibe an bis zum Tage seines Todes.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.8">Da flehte Manoah zu Jahwe und sprach: Bitte, Herr! der Mann Gottes, den du gesandt hast, möge doch nochmals zu uns kommen und uns lehren, was wir tun sollen mit dem Knaben, der geboren werden soll.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.9">Und Gott erhörte die Stimme Manoahs; und der Engel Gottes kam nochmals zu dem Weibe, als sie auf dem Felde sass, und Manoah, ihr Mann, nicht bei ihr war.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.10">Da eilte das Weib und lief und berichtete es ihrem Manne, und sie sprach zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, der an jenem Tage zu mir gekommen ist.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.11">Und Manoah machte sich auf und ging seinem Weibe nach; und er kam zu dem Manne und sprach zu ihm: Bist du der Mann, der zu dem Weibe geredet hat? Und er sprach: Ich bin's.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.12">Und Manoah sprach: Wenn nun dein Wort eintrifft, was soll die Weise des Knaben sein und sein Tun?</verse>
        <verse osisID="Judg.13.13">Und der Engel Jahwes sprach zu Manoah: Vor allem, was ich dem Weibe gesagt habe, soll sie sich hüten:</verse>
        <verse osisID="Judg.13.14">von allem, was vom Weinstock kommt, soll sie nicht essen, und Wein und starkes Getränk soll sie nicht trinken, und soll nichts Unreines essen; alles, was ich ihr geboten habe, soll sie beobachten.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.15">Und Manoah sprach zu dem Engel Jahwes: Lass dich doch von uns aufhalten, so wollen wir dir ein Ziegenböcklein zubereiten.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.16">Und der Engel Jahwes sprach zu Manoah: Wenn du mich auch aufhieltest, ich würde nicht von deinem Brote essen; willst du aber ein Brandopfer opfern, so opfere es Jahwe. Denn Manoah wusste nicht, dass es der Engel Jahwes war.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.17">Und Manoah sprach zu dem Engel Jahwes: Wie ist dein Name, dass wir dich ehren, wenn dein Wort eintrifft?</verse>
        <verse osisID="Judg.13.18">Und der Engel Jahwes sprach zu ihm: Warum fragst du denn nach meinem Namen? er ist ja wunderbar!</verse>
        <verse osisID="Judg.13.19">Da nahm Manoah das Ziegenböcklein und das Speisopfer und opferte es Jahwe auf dem Felsen. Er aber handelte wunderbar <note>{O. tat ein Wunder}</note>, und Manoah und sein Weib sahen zu;</verse>
        <verse osisID="Judg.13.20">und es geschah, als die Flamme von dem Altar gen Himmel emporstieg, da fuhr der Engel Jahwes in der Flamme des Altars hinauf. Und Manoah und sein Weib sahen zu und fielen auf ihr Angesicht zur Erde.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.21">Und der Engel Jahwes erschien Manoah und seinem Weibe fortan nicht mehr. Da erkannte Manoah, dass es der Engel Jahwes war.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.22">Und Manoah sprach zu seinem Weibe: Wir werden gewisslich sterben, denn wir haben Gott gesehen!</verse>
        <verse osisID="Judg.13.23">Aber sein Weib sprach zu ihm: Wenn es Jahwe gefallen hätte, uns zu töten, so hätte er nicht ein Brandopfer und Speisopfer aus unserer Hand angenommen, und er hätte uns dies alles nicht gezeigt, noch uns zu dieser Zeit dergleichen vernehmen lassen.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.24">Und das Weib gebar einen Sohn; und sie gab ihm den Namen Simson <note>{H. Schimschon}</note>. Und der Knabe wuchs, und Jahwe segnete ihn.</verse>
        <verse osisID="Judg.13.25">Und der Geist Jahwes fing an, ihn zu treiben zu Machaneh-Dan <note>{O. im Lager Dans; vergl. Kap. 18,11. 12}</note> zwischen Zorha und Eschtaol.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.14">
        <verse osisID="Judg.14.1">Und Simson ging nach Timna hinab; und er sah in Timna ein Weib von den Töchtern der Philister.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.2">Und er ging hinauf und berichtete es seinem Vater und seiner Mutter und sprach: Ich habe in Timna ein Weib gesehen von den Töchtern der Philister; und nun nehmet sie mir zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.3">Und sein Vater und seine Mutter sprachen zu ihm: Ist unter den Töchtern deiner Brüder und unter meinem ganzen Volke kein Weib, dass du hingehest, ein Weib zu nehmen von den Philistern, den Unbeschnittenen? Und Simson sprach zu seinem Vater: Diese nimm mir, denn sie ist recht in meinen Augen.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.4">Sein Vater und seine Mutter wussten aber nicht, dass es von Jahwe war; denn er suchte eine Gelegenheit an den Philistern. Und in jener Zeit herrschten die Philister über Israel.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.5">Und Simson ging mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timna hinab; und als sie an die Weinberge von Timna kamen, siehe, da brüllte ein junger Löwe ihm entgegen.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.6">Und der Geist Jahwes geriet über ihn, und er zerriss ihn, wie man ein Böcklein zerreisst; und er hatte gar nichts in seiner Hand. Und er tat seinem Vater und seiner Mutter nicht kund, was er getan hatte.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.7">Und er ging hinab und redete zu dem Weibe, und sie war recht in den Augen Simsons.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.8">Und er kehrte nach einiger Zeit zurück, um sie zu nehmen, und er bog ab, um das Aas <note>{O. Gerippe}</note> des Löwen zu besehen, und siehe, ein Bienenschwarm war in dem Körper des Löwen, und Honig.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.9">Da nahm er ihn heraus in seine Hände, und ging und ass im Gehen; und er ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, und sie assen; aber er tat ihnen nicht kund, dass er den Honig aus dem Körper des Löwen herausgenommen hatte.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.10">Und sein Vater ging zu dem Weibe hinab, und Simson machte daselbst ein Mahl; denn also pflegten <note>{O. pflegen}</note> die Jünglinge zu tun.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.11">Und es geschah, als sie ihn sahen, da nahmen die dreissig Gesellen; und sie waren bei ihm.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.12">Und Simson sprach zu ihnen: Ich will euch einmal ein Rätsel aufgeben; wenn ihr es mir in den sieben Tagen des Mahles kundtut und es erratet, so werde ich euch dreissig Hemden <note>{ein kostbares und ungewöhnliches Kleidungsstück aus feinem Leinen, statt dessen man den Leibrock zu tragen pflegte}</note> und dreissig Wechselkleider geben;</verse>
        <verse osisID="Judg.14.13">Wenn ihr es mir aber nicht kundtun könnet, so sollt ihr mir dreissig Hemden und dreissig Wechselkleider geben. Und sie sprachen zu ihm: Gib dein Rätsel auf, dass wir es hören!</verse>
        <verse osisID="Judg.14.14">Und er sprach zu ihnen: Aus dem Fresser kam Frass, und aus dem Starken <note>{O. Grausamen}</note> kam Süssigkeit. Und sie vermochten das Rätsel nicht kundzutun drei Tage lang.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.15">Und es geschah am siebten Tage, da sprachen sie zu dem Weibe Simsons: Berede deinen Mann, dass er uns das Rätsel kundtue, damit wir nicht dich und deines Vaters Haus mit Feuer verbrennen! Um uns zu berauben, habt ihr uns geladen, nicht wahr?</verse>
        <verse osisID="Judg.14.16">Und Simsons Weib weinte an ihm und sprach: Du hassest mich nur und liebst mich nicht. Das Rätsel hast du den Kindern meines Volkes aufgegeben, und mir hast du es nicht kundgetan. Und er sprach zu ihr: Siehe, meinem Vater und meiner Mutter habe ich es nicht kundgetan, und dir sollte ich es kundtun?</verse>
        <verse osisID="Judg.14.17">Und sie weinte an ihm die sieben Tage, da sie das Mahl hatten. Und es geschah am siebten Tage, da tat er es ihr kund, denn sie drängte ihn. Und sie tat das Rätsel den Kindern ihres Volkes kund.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.18">Da sprachen die Männer der Stadt zu ihm am siebten Tage, ehe die Sonne unterging: Was ist süsser als Honig? und was ist stärker <note>{O. grausamer}</note> als der Löwe? Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr nicht mit meinem Kalbe <note>{Eig. mit meiner jungen Kuh}</note> gepflügt hättet, so hättet ihr mein Rätsel nicht erraten.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.19">Und der Geist Jahwes geriet über ihn; und er ging hinab nach Askalon und erschlug von ihnen dreissig Mann und nahm ihre ausgezogenen Gewänder und gab die Wechselkleider denen, welche das Rätsel kundgetan hatten. Und sein Zorn entbrannte, und er ging hinauf in das Haus seines Vaters.</verse>
        <verse osisID="Judg.14.20">Und das Weib Simsons wurde einem seiner Gesellen gegeben, den er sich zugesellt hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.15">
        <verse osisID="Judg.15.1">Und es geschah nach einiger Zeit, in den Tagen der Weizenernte, da besuchte Simson sein Weib mit einem Ziegenböcklein. Und er sprach: Ich will zu meinem Weibe ins Gemach gehen; aber ihr Vater gestattete ihm nicht hineinzugehen.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.2">Und ihr Vater sprach: Ich habe gewisslich gedacht, dass du sie hasstest, und so habe ich sie deinem Gesellen gegeben. Ist nicht ihre jüngere Schwester schöner als sie? Möge sie doch dein werden an ihrer Statt.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.3">Da sprach Simson zu ihnen: Diesmal bin ich schuldlos an den Philistern, wenn ich ihnen Übles tue.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.4">Und Simson ging hin und fing dreihundert Schakale; und er nahm Fackeln und kehrte Schwanz an Schwanz und tat eine Fackel zwischen je zwei Schwänze in die Mitte,</verse>
        <verse osisID="Judg.15.5">und er zündete die Fackeln mit Feuer an. Und er liess sie los in das stehende Getreide der Philister und zündete sowohl Garbenhaufen als stehendes Getreide und Olivengärten an.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.6">Und die Philister sprachen: Wer hat das getan? Und man sagte: Simson, der Eidam des Timniters, weil er ihm sein Weib genommen und sie seinem Gesellen gegeben hat. Da zogen die Philister hinauf und verbrannten sie und ihren Vater mit Feuer.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.7">Und Simson sprach zu ihnen: Wenn ihr also tut - es sei denn, dass ich mich an euch gerächt habe, danach will ich aufhören!</verse>
        <verse osisID="Judg.15.8">Und er schlug sie, Schenkel samt Hüfte, und richtete eine grosse Niederlage unter ihnen an. Und er ging hinab und wohnte in der Kluft des Felsens Etam.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.9">Und die Philister zogen herauf und lagerten sich in Juda und breiteten sich aus in Lechi.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.10">Und die Männer von Juda sprachen: Warum seid ihr wider uns heraufgezogen? Und sie sprachen: Um Simson zu binden, sind wir heraufgezogen, dass wir ihm tun, wie er uns getan hat.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.11">Da zogen dreitausend Mann von Juda zur Kluft des Felsens Etam hinab und sprachen zu Simson: Weisst du nicht, dass die Philister über uns herrschen? und warum hast du uns das getan? Und er sprach zu ihnen: Wie sie mir getan, also habe ich ihnen getan.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.12">Da sprachen sie zu ihm: Um dich zu binden, sind wir herabgekommen, dass wir dich in die Hand der Philister liefern. Und Simson sprach zu ihnen: Schwöret mir, dass ihr nicht über mich herfallen werdet!</verse>
        <verse osisID="Judg.15.13">Und sie sprachen zu ihm und sagten: Nein, sondern binden wollen wir dich und dich in ihre Hand liefern; aber töten wollen wir dich nicht. Und sie banden ihn mit zwei neuen Stricken und führten ihn aus dem Felsen herauf.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.14">Als er nach Lechi kam, da jauchzten ihm die Philister entgegen; aber der Geist Jahwes geriet über ihn, und die Stricke, welche an seinen Armen waren, wurden wie Flachsfäden, die vom Feuer versengt sind, und seine Bande schmolzen weg von seinen Händen.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.15">Und er fand einen frischen Eselskinnbacken, und er streckte seine Hand aus und nahm ihn und erschlug damit tausend Mann.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.16">Und Simson sprach: Mit dem Eselskinnbacken einen Haufen, zwei Haufen <note>{Ein Wortspiel, da im Hebr. "Esel" und "Haufe" hier gleiche Wörter sind}</note>! Mit dem Eselskinnbacken habe ich tausend Mann erschlagen!</verse>
        <verse osisID="Judg.15.17">Und es geschah, als er ausgeredet hatte, da warf er den Kinnbacken aus seiner Hand; und er <note>{O. man}</note> nannte selbigen Ort Ramath-Lechi <note>{Kinnbacken-Höhe}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.18">Und es dürstete ihn sehr, und er rief zu Jahwe und sprach: Du hast durch die Hand deines Knechtes diese grosse Rettung gegeben, und nun soll ich vor Durst sterben und in die Hand der Unbeschnittenen fallen!</verse>
        <verse osisID="Judg.15.19">Da spaltete Gott die Höhlung, die zu Lechi ist, und es kam Wasser aus ihr hervor; und er trank, und sein Geist kehrte zurück, und er lebte wieder auf. Daher gab man ihr den Namen: Quelle des Rufenden <note>{En-Hakore}</note>, die zu Lechi ist, bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="Judg.15.20">Und er richtete Israel in den Tagen der Philister zwanzig Jahre.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.16">
        <verse osisID="Judg.16.1">Und Simson ging nach Gasa, und er sah daselbst eine Hure und ging zu ihr ein.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.2">Und es wurde den Gasitern berichtet und gesagt: Simson ist hierher gekommen. Und sie umstellten ihn und lauerten die ganze Nacht auf ihn im Stadttore; und sie verhielten sich still die ganze Nacht und sprachen: Bis der Morgen hell wird, dann wollen wir ihn erschlagen.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.3">Und Simson lag bis Mitternacht. Um Mitternacht aber stand er auf und ergriff die Flügel des Stadttores und die beiden Pfosten, und riss sie samt dem Riegel heraus und legte sie auf seine Schultern; und er trug sie auf den Gipfel des Berges, der gegen Hebron hin liegt.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.4">Und es geschah hernach, da liebte er ein Weib im Tale Sorek, ihr Name war Delila.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.5">Und die Fürsten <note>{Hebr. Seren; vergl. die Anm. zu Jos. 13,3}</note> der Philister gingen zu ihr hinauf und sprachen zu ihr: Berede ihn und sieh, worin seine grosse Stärke besteht, und wodurch wir ihn überwältigen können, dass wir ihn binden, um ihn zu bezwingen; und wir wollen dir ein jeder 1100 Sekel Silber geben.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.6">Da sprach Delila zu Simson: Tue mir doch kund, worin deine grosse Stärke besteht, und womit du gebunden werden kannst, dass man dich bezwinge.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.7">Und Simson sprach zu ihr: Wenn man mich bände mit sieben frischen Stricken <note>{O. Sehnen; so auch V.8. 9}</note>, die nicht ausgetrocknet sind, so würde ich schwach werden und würde sein wie ein anderer Mensch.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.8">Und die Fürsten der Philister brachten sieben frische Stricke, die nicht ausgetrocknet waren, zu ihr hinauf; und sie band ihn damit.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.9">Es sassen aber Auflaurer bei ihr im Gemach; und sie sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Da zerriss er die Stricke, wie eine Schnur von Werg zerreisst, wenn sie Feuer riecht; und seine Stärke ward nicht kund.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.10">Da sprach Delila zu Simson: Siehe, du hast mich getäuscht und Lügen zu mir geredet. Nun tue mir doch kund, womit du gebunden werden kannst!</verse>
        <verse osisID="Judg.16.11">Und er sprach zu ihr: Wenn man mich fest bände mit neuen Seilen, mit denen keine Arbeit geschehen ist, so würde ich schwach werden und würde sein wie ein anderer Mensch.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.12">Da nahm Delila neue Seile und band ihn damit, und sie sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Es sassen aber Auflaurer im Gemach. Und er riss sie von seinen Armen wie einen Faden.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.13">Da sprach Delila zu Simson: Bisher hast du mich getäuscht und Lügen zu mir geredet. Tue mir kund, womit du gebunden werden kannst! Und er sprach zu ihr: Wenn du die sieben Flechten meines Hauptes mit dem Gewebe verwebtest.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.14">Und sie heftete sie mit dem Pflocke und sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Da wachte er auf von seinem Schlafe und riss den Webepflock und das Gewebe heraus.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.15">Da sprach sie zu ihm: Wie kannst du sagen: Ich habe dich lieb, so doch dein Herz nicht mit mir ist? Nun dreimal hast du mich getäuscht und mir nicht kundgetan, worin deine grosse Stärke besteht.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.16">Und es geschah, als sie ihn alle Tage mit ihren Worten drängte und ihn plagte, da wurde seine Seele ungeduldig zum Sterben;</verse>
        <verse osisID="Judg.16.17">Und er tat ihr sein ganzes Herz kund und sprach zu ihr: Kein Schermesser ist auf mein Haupt gekommen, denn ein Nasir Gottes bin ich von Mutterleibe an; wenn ich geschoren würde, so würde meine Stärke von mir weichen, und ich würde schwach werden und würde sein wie alle Menschen.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.18">und als Delila sah, dass er ihr sein ganzes Herz kundgetan hatte, da sandte sie hin und rief die Fürsten der Philister und sprach: Kommet diesmal herauf, denn er hat mir sein ganzes Herz kundgetan. Und die Fürsten der Philister kamen zu ihr hinauf und brachten das Geld mit sich.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.19">Und sie liess ihn auf ihren Knien einschlafen, und rief einen Mann und liess die sieben Flechten seines Hauptes abscheren; und sie fing an, ihn zu bezwingen, und seine Stärke wich von ihm.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.20">Und sie sprach: Philister über dir, Simson! Da wachte er auf von seinem Schlafe und dachte: Ich werde davonkommen wie die anderen Male und mich herausschütteln. Er wusste aber nicht, dass Jahwe von ihm gewichen war.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.21">Und sie Philister griffen ihn und stachen ihm die Augen aus; und sie führten ihn nach Gasa hinab und banden ihn mit ehernen Fesseln <note>{Eig. Doppelfesseln}</note>, und er musste mahlen im Gefängnis.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.22">Aber das Haar seines Hauptes begann wieder zu wachsen, sobald es geschoren war.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.23">Und die Fürsten der Philister versammelten sich, um ihrem Gott Dagon ein grosses Schlachtopfer zu opfern und um ein Freudenfest <note>{W. und zur Freude}</note> zu feiern; denn sie sprachen: Unser Gott hat Simson, unseren Feind, in unsere Hand gegeben.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.24">Und als das Volk ihn sah, priesen sie ihren Gott; denn sie sprachen: Unser Gott hat unseren Feind in unsere Hand gegeben, und den Verheerer unseres Landes und den, der unserer Erschlagenen viel machte.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.25">Und es geschah, als ihr Herz fröhlich war, da sprachen sie: Rufet Simson, dass er vor uns spiele <note>{O. tanze}</note>. Und sie riefen Simson aus dem Gefängnis, und er spielte vor ihnen; und sie stellten ihn zwischen die Säulen.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.26">Und Simson sprach zu dem Knaben, der ihn bei der Hand hielt: Lass mich, dass ich die Säulen betaste, auf welchen das Haus ruht, und mich an sie lehne.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.27">Das Haus war aber voll Männern und Weibern, und alle Fürsten der Philister waren daselbst; und auf dem Dache waren bei dreitausend Männer und Weiber, welche zusahen, wie <note>{O. während}</note> Simson spielte.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.28">Und Simson rief zu Jahwe und sprach: Herr, Jahwe! gedenke doch meiner, und stärke mich doch nur diesmal, o Gott, dass ich an den Philistern eine einmalige Rache nehme für meine beiden Augen!</verse>
        <verse osisID="Judg.16.29">Und Simson umfasste die beiden Mittelsäulen, auf welchen das Haus ruhte, (und er stützte sich darauf) die eine mit seiner Rechten und die andere mit seiner Linken;</verse>
        <verse osisID="Judg.16.30">und Simson sprach: Meine Seele sterbe mit den Philistern! Und er beugte sich mit Kraft; da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darin war; und es waren der Toten, die er in seinem Tode tötete, mehr als derer, die er in seinem Leben getötet hatte.</verse>
        <verse osisID="Judg.16.31">Und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters kamen herab und hoben ihn auf; und sie gingen hinauf und begruben ihn zwischen Zorha und Eschtaol, im Grabe Manoahs, seines Vaters. Er hatte aber Israel zwanzig Jahre gerichtet.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.17">
        <verse osisID="Judg.17.1">Und es war ein Mann vom Gebirge Ephraim, sein Name war Micha.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.2">Und er sprach zu seiner Mutter: Die 1100 Sekel Silber, die dir genommen worden sind, und worüber du einen Fluch <note>{Vergl. 3. Mose 5,1}</note> getan und auch vor meinen Ohren geredet hast, siehe, das Silber ist bei mir; ich habe es genommen. Da sprach seine Mutter: Gesegnet sei mein Sohn von Jahwe!</verse>
        <verse osisID="Judg.17.3">Und er gab die 1100 Sekel Silber seiner Mutter zurück. Und seine Mutter sprach: Das Silber hatte ich von meiner Hand Jahwe geheiligt für meinen Sohn, um ein geschnitztes Bild und ein gegossenes Bild zu machen; und nun gebe ich es dir zurück.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.4">Und er gab das Silber seiner Mutter zurück. Und seine Mutter nahm zweihundert Sekel Silber und gab sie dem Goldschmied, und der machte daraus ein geschnitztes Bild und ein gegossenes Bild; und es war im Hause Michas.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.5">Und der Mann Micha hatte ein Gotteshaus; und er machte ein Ephod und Teraphim und weihte einen von seinen Söhnen, und er wurde sein <note>{Eig. ihm zum}</note> Priester.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.6">In jenen Tagen war kein König in Israel; ein jeder tat, was recht war in seinen Augen.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.7">Und es war ein Jüngling aus Bethlehem-Juda vom Geschlecht Juda; der war ein Levit <note>{Die Leviten wurden betrachtet als dem Stamme angehörend, in dessen Gebiet sie ansässig waren}</note> und hielt sich daselbst auf.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.8">Und der Mann zog aus der Stadt, aus Bethlehem-Juda, um sich aufzuhalten, wo er es treffen würde. Und indem er seines Weges zog, kam er in das Gebirge Ephraim bis zum Hause Michas.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.9">Und Micha sprach zu ihm: Woher kommst du? Und er sprach zu ihm: Ich bin ein Levit aus Bethlehem-Juda; und ich gehe hin, mich aufzuhalten, wo ich es treffen werde.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.10">Da sprach Micha zu ihm: Bleibe bei mir, und sei mir ein Vater und ein Priester <note>{Eig. zum Vater und zum Priester}</note>, so werde ich dir jährlich zehn Sekel Silber geben und Ausrüstung an Kleidern und deinen Lebensunterhalt. Und der Levit ging hinein.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.11">Und der Levit willigte ein, bei dem Manne zu bleiben; und der Jüngling ward ihm wie einer seiner Söhne.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.12">Und Micha weihte den Leviten; und der Jüngling wurde sein <note>{Eig. ihm zum}</note> Priester und war im Hause Michas.</verse>
        <verse osisID="Judg.17.13">Und Micha sprach: Nun weiss ich, dass Jahwe mir wohltun wird, denn ich habe einen <note>{O. den}</note> Leviten zum Priester.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.18">
        <verse osisID="Judg.18.1">In jenen Tagen war kein König in Israel. Und in jenen Tagen suchte sich der Stamm der Daniter ein Erbteil zum Wohnen, denn bis auf jenen Tag war ihm inmitten der Stämme Israels nichts als Erbteil zugefallen.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.2">Und die Kinder Dan sandten fünf Männer aus ihrem Geschlecht, aus ihrer Gesamtheit, tapfere Männer, aus Zorha und aus Eschtaol, um das Land auszukundschaften und es zu erforschen; und sie sprachen zu ihnen: Gehet hin, erforschet das Land. Und sie kamen in das Gebirge Ephraim bis zum Hause Michas, und sie übernachteten daselbst.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.3">Als sie beim Hause Michas waren, erkannten sie die Stimme des Jünglings, des Leviten, und sie wandten sich dahin und sprachen zu ihm: Wer hat dich hierhergebracht, und was tust du hier, und was hast du hier?</verse>
        <verse osisID="Judg.18.4">Und er sprach zu ihnen: So und so hat Micha mir getan; und er hat mich gedungen, und ich bin sein <note>{Eig. ihm zum}</note> Priester geworden.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.5">Und sie sprachen zu ihm: Befrage doch Gott, dass wir wissen, ob unser Weg, auf dem wir ziehen, gelingen wird.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.6">Und der Priester sprach zu ihnen: Ziehet hin in Frieden! Vor Jahwe ist euer Weg, auf dem ihr ziehet.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.7">Und die fünf Männer gingen hin und kamen nach Lais; und sie sahen das Volk, das darin war, in Sicherheit wohnen, nach Art der Zidonier, ruhig und sicher; und niemand, der die Herrschaft besessen hätte im Lande, tat ihnen irgend etwas zuleide; und sie waren fern von den Zidoniern und hatten mit Menschen nichts zu schaffen. -</verse>
        <verse osisID="Judg.18.8">Und sie kamen zu ihren Brüdern nach Zorha und Eschtaol. Und ihre Brüder sprachen zu ihnen: Was bringet ihr?</verse>
        <verse osisID="Judg.18.9">Und sie sprachen: Machet euch auf, und lasst uns wider sie hinaufziehen; denn wir haben das Land besehen, und siehe, es ist sehr gut. Und ihr bleibet stille? Seid nicht träge, hinzugehen, um hineinzukommen, das Land in Besitz zu nehmen;</verse>
        <verse osisID="Judg.18.10">(wenn ihr kommmet, werdet ihr zu einem sicheren Volke kommen, und das Land ist geräumig nach allen Seiten hin) denn Gott hat es in eure Hand gegeben: es ist ein Ort, wo es an nichts mangelt von allem, was auf Erden ist.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.11">Und es brachen von dannen auf, vom Geschlecht der Daniter, aus Zorha und aus Eschtaol, sechshundert Mann, umgürtet mit Kriegsgerät.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.12">Und sie zogen hinauf und lagerten sich zu Kirjath-Jearim in Juda; daher hat man selbigen Ort Machaneh-Dan <note>{Lager Dans}</note> genannt bis auf diesen Tag; siehe, er ist hinter <note>{d.h. westlich von}</note> Kirjath-Jearim.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.13">Und von dannen zogen sie weiter in das Gebirge Ephraim und kamen bis zum Hause Michas.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.14">Da hoben die fünf Männer an, welche gegangen waren, das Land Lais auszukundschaften, und sprachen zu ihren Brüdern: Wisset ihr, dass in diesen Häusern Ephod und Teraphim und ein geschnitztes Bild und ein gegossenes Bild sind? Und nun wisset, was ihr tun wollt.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.15">Und sie wandten sich dahin und traten in das Haus des Jünglings, des Leviten, das Haus Michas, und fragten ihn nach seinem Wohlergehen.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.16">Die sechshundert mit ihrem Kriegsgerät umgürteten Männer aber, die von den Kindern Dan waren, blieben am Eingang des Tores stehen.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.17">Und die fünf Männer, die gegangen waren, das Land auszukundschaften, stiegen hinauf, gingen hinein und nahmen das geschnitzte Bild und das Ephod und die Teraphim und das gegossene Bild. Und der Priester und die sechshundert Mann, die mit Kriegsgerät umgürtet waren, standen am Eingang des Tores.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.18">Als jene nämlich in das Haus Michas gingen und das geschnitzte Bild, das Ephod und die Teraphim und das gegossene Bild wegnahmen, da sprach der Priester zu ihnen: Was tut ihr?</verse>
        <verse osisID="Judg.18.19">Und sie sprachen zu ihm: Schweige! lege deine Hand auf deinen Mund und gehe mit uns, und sei uns ein Vater und ein Priester <note>{Eig. zum Vater und zum Priester}</note>. Ist es besser für dich, Priester zu sein für das Haus eines einzelnen Mannes, oder Priester zu sein für einen Stamm und für ein Geschlecht in Israel?</verse>
        <verse osisID="Judg.18.20">Da wurde das Herz des Priesters froh, und er nahm das Ephod und die Teraphim und das geschnitzte Bild und ging mitten unter das Volk.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.21">Und sie wandten sich und zogen weg und stellten die Kinder und das Vieh und die wertvollen Dinge voran.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.22">Sie waren schon fern vom Hause Michas, da versammelten sich die Männer, die in den Häusern waren, die beim Hause Michas standen, und ereilten die Kinder Dan.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.23">Und sie riefen den Kindern Dan zu; und diese wandten ihr Angesicht um und sprachen zu Micha: Was ist dir, dass du dich versammelt hast?</verse>
        <verse osisID="Judg.18.24">Und er sprach: Meine Götter, die ich gemacht hatte, habt ihr genommen und den Priester, und seid weggezogen; und was habe ich noch? und wie sprechet ihr denn zu mir: Was ist dir?</verse>
        <verse osisID="Judg.18.25">Aber die Kinder Dan sprachen zu ihm: Lass deine Stimme nicht bei uns hören, damit nicht Männer heftigen Gemütes über euch herfallen, und du dich und dein Haus ums Leben bringest!</verse>
        <verse osisID="Judg.18.26">Und die Kinder Dan zogen ihres Weges. Und als Micha sah, dass sie ihm zu stark waren, wandte er sich und kehrte in sein Haus zurück.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.27">So nahmen sie, was Micha gemacht hatte, und den Priester, den er besass. Und sie überfielen Lais, ein ruhiges und sicheres Volk, und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes; und die Stadt verbrannten sie mit Feuer.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.28">Und kein Erretter war da; denn die Stadt <note>{W. sie}</note> war fern von Zidon, und sie hatten nichts mit Menschen zu schaffen; und sie lag in dem Tale, das sich nach Beth-Rechob hin erstreckt. Und sie bauten die Stadt wieder auf und wohnten darin;</verse>
        <verse osisID="Judg.18.29">und sie gaben der Stadt den Namen Dan, nach dem Namen Dans, ihres Vaters, welcher dem Israel geboren wurde; dagegen war im Anfang Lais der Name der Stadt. -</verse>
        <verse osisID="Judg.18.30">Und die Kinder Dan richteten sich das geschnitzte Bild auf; und Jonathan, der Sohn Gersoms, des Sohnes Moses, er und seine Söhne waren Priester für den Stamm der Daniter bis auf den Tag, da das Land in Gefangenschaft geführt wurde.</verse>
        <verse osisID="Judg.18.31">Und sie stellten sich das geschnitzte Bild Michas auf, das er gemacht hatte, alle die Tage, da das Haus Gottes in Silo war.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.19">
        <verse osisID="Judg.19.1">Und es geschah in jenen Tagen, als kein König in Israel war, dass sich ein levitischer Mann an der äussersten Seite des Gebirges Ephraim aufhielt; und er nahm sich ein Kebsweib aus Bethlehem-Juda.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.2">Und sein Kebsweib hurte neben ihm; und sie ging von ihm weg in das Haus ihres Vaters, nach Bethlehem-Juda, und war daselbst eine Zeitlang, vier Monate.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.3">Und ihr Mann machte sich auf und ging ihr nach, um zu ihrem Herzen zu reden, sie zurückzubringen; und sein Knabe war mit ihm und ein Paar Esel. Und sie führte ihn in das Haus ihres Vaters; und als der Vater des jungen Weibes ihn sah, kam er ihm freudig entgegen.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.4">Und sein Schwiegervater, der Vater des jungen Weibes, hielt ihn zurück, und er blieb drei Tage bei ihm; und sie assen und tranken und übernachteten daselbst.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.5">Und es geschah am vierten Tage, da machten sie sich des Morgens früh auf, und er erhob sich, um fortzugehen. Da sprach der Vater des jungen Weibes zu seinem Eidam: Stärke dein Herz mit einem Bissen Brot, und danach möget ihr ziehen.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.6">Und sie setzten sich und assen und tranken beide miteinander. Und der Vater des jungen Weibes sprach zu dem Manne: Lass es dir doch gefallen und bleibe über Nacht und lass dein Herz fröhlich sein!</verse>
        <verse osisID="Judg.19.7">Und als der Mann sich erhob, um fortzugehen, da drang sein Schwiegervater in ihn, und er übernachtete wiederum daselbst.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.8">Und am fünften Tage machte er sich des Morgens früh auf, um fortzugehen; da sprach der Vater des jungen Weibes: Stärke doch dein Herz und verziehet, bis der Tag sich neigt! Und so assen sie beide miteinander.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.9">Und der Mann erhob sich, um fortzugehen, er und sein Kebsweib und sein Knabe. Aber sein Schwiegervater, der Vater des jungen Weibes, sprach zu ihm: Siehe doch, der Tag nimmt ab, es will Abend werden; übernachtet doch! Siehe, der Tag sinkt, übernachte hier und lass dein Herz fröhlich sein; und ihr machet euch morgen früh auf euren Weg, und du ziehst nach deinem Zelte.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.10">Aber der Mann wollte nicht übernachten, und er erhob sich und zog fort; und er kam bis vor Jebus, das ist Jerusalem, und mit ihm das Paar gesattelter Esel, und sein Kebsweib mit ihm.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.11">Sie waren bei Jebus, und der Tag war sehr herabgesunken, da sprach der Knabe zu seinem Herrn: Komm doch und lass uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren und darin übernachten.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.12">Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in eine Stadt der Fremden einkehren, die nicht von den Kindern Israel sind, sondern wollen nach Gibea hinübergehen.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.13">Und er sprach zu seinem Knaben: Komm, dass wir uns einem der Orte nähern und in Gibea oder in Rama übernachten.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.14">So zogen sie vorüber und gingen weiter, und die Sonne ging ihnen unter nahe bei Gibea, das Benjamin gehört.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.15">Und sie wandten sich dahin, dass sie hineinkämen, um in Gibea zu übernachten. Und er kam hinein und setzte sich hin auf den Platz der Stadt; und niemand war, der sie ins Haus aufgenommen hätte, um zu übernachten.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.16">Und siehe, ein alter Mann kam von seiner Arbeit, vom Felde, am Abend; und der Mann war vom Gebirge Ephraim, und er hielt sich in Gibea auf; die Leute des Ortes aber waren Benjaminiter.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.17">Und er erhob seine Augen und sah den Wandersmann auf dem Platze der Stadt, und der alte Mann sprach: Wohin gehst du? Und woher kommst du?</verse>
        <verse osisID="Judg.19.18">Und er sprach zu ihm: Wir reisen von Bethlehem-Juda nach der äussersten Seite des Gebirges Ephraim; von dort bin ich her, und ich bin nach Bethlehem-Juda gegangen, und ich wandle mit dem Hause Jahwes <note>{d.h. ich bin ein Levit}</note>; und niemand ist, der mich in sein Haus aufnimmt.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.19">Und wir haben sowohl Stroh als auch Futter für unsere Esel, und auch Brot und Wein habe ich für mich und für deine Magd und für den Knaben, der mit deinen Knechten ist; es mangelt an nichts.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.20">Da sprach der alte Mann: Friede dir! Nur liege all dein Bedarf mir ob; doch auf dem Platze übernachte nicht.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.21">Und er führte ihn in sein Haus und gab den Eseln Futter. Und sie wuschen ihre Füsse und assen und tranken.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.22">Sie liessen ihr Herz guter Dinge sein, siehe, da umringten die Männer der Stadt, Männer, welche Söhne Belials <note>{d.h. schlechte, nichtswürdige Männer}</note> waren, das Haus, schlugen an die Tür und sprachen zu dem alten Manne, dem Herrn des Hauses, und sagten: Führe den Mann, der in dein Haus gekommen ist, heraus, dass wir ihn erkennen!</verse>
        <verse osisID="Judg.19.23">Und der Mann, der Herr des Hauses, ging zu ihnen hinaus und sprach zu ihnen: Nicht doch, meine Brüder, tut doch nicht übel; nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist, begehet nicht diese Schandtat!</verse>
        <verse osisID="Judg.19.24">Siehe, meine Tochter, die Jungfrau, und sein Kebsweib, lasset mich doch sie herausführen; und schwächet sie und tut mit ihnen, was gut ist in euren Augen; aber an diesem Manne begehet nicht diese Schandtat!</verse>
        <verse osisID="Judg.19.25">Aber die Männer wollten nicht auf ihn hören. Da ergriff der Mann sein Kebsweib und führte sie zu ihnen hinaus auf die Strasse; und sie erkannten sie und misshandelten sie die ganze Nacht bis an den Morgen; und sie liessen sie gehen, als die Morgenröte aufging.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.26">Und das Weib kam beim Anbruch des Morgens und fiel nieder am Eingang des Hauses des Mannes, woselbst ihr Herr war, und lag dort, bis es hell wurde.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.27">Und als ihr Herr am Morgen aufstand und die Tür des Hauses öffnete und hinaustrat, um seines Weges zu ziehen: Siehe, da lag das Weib, sein Kebsweib, an dem Eingang des Hauses, und ihre Hände auf der Schwelle.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.28">Und er sprach zu ihr: Stehe auf und lass uns gehen! Aber niemand antwortete. Da nahm er sie auf den Esel, und der Mann machte sich auf und zog an seinen Ort.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.29">Und als er in sein Haus gekommen war, nahm er sein <note>{W. das}</note> Messer und ergriff sein Kebsweib und zerstückte sie, nach ihren Gebeinen, in zwölf Stücke; und er sandte sie in alle Grenzen Israels.</verse>
        <verse osisID="Judg.19.30">Und es geschah, ein jeder, der es sah, sprach: Solches ist nicht geschehen noch gesehen worden von dem Tage an, da die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten heraufgezogen sind, bis auf diesen Tag. Bedenket euch darüber, beratet und redet!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.20">
        <verse osisID="Judg.20.1">Und alle Kinder Israel zogen aus, und die Gemeinde, von Dan bis Beerseba, und das Land Gilead versammelte sich wie ein Mann vor Jahwe nach Mizpa.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.2">Und die Häupter des ganzen Volkes, aller Stämme Israels, stellten sich in der Versammlung des Volkes Gottes: 400000 Mann Fussvolk, die das Schwert zogen. -</verse>
        <verse osisID="Judg.20.3">Und die Kinder Benjamin hörten, dass die Kinder Israel nach Mizpa hinaufgezogen waren. - Und die Kinder Israel sprachen: Redet, wie ist diese Übeltat geschehen?</verse>
        <verse osisID="Judg.20.4">Da antwortete der levitische Mann, der Mann des ermordeten Weibes, und sprach: Ich war nach Gibea gekommen, das Benjamin gehört, ich und mein Kebsweib, um dort zu übernachten.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.5">Da machten sich die Bürger von Gibea wider mich auf und umringten meinetwegen <note>{Eig. wider mich}</note> des Nachts das Haus. Mich gedachten sie umzubringen, und mein Kebsweib haben sie geschwächt, dass sie starb.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.6">Da ergriff ich mein Kebsweib und zerstückte sie und sandte sie in das ganze Gefilde des Erbteils Israels; denn sie haben ein Verbrechen und eine Schandtat begangen in Israel.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.7">Siehe, hier seid ihr allesamt, Kinder Israel: Gebet eure Meinung und euren Rat allhier!</verse>
        <verse osisID="Judg.20.8">Und das ganze Volk stand auf wie ein Mann und sprach: Wir wollen nicht gehen, ein jeder nach seinem Zelte, und nicht einkehren, ein jeder in sein Haus;</verse>
        <verse osisID="Judg.20.9">sondern dies ist die Sache, die wir jetzt an Gibea tun wollen: ziehen wir wider dasselbe nach dem Lose;</verse>
        <verse osisID="Judg.20.10">und nehmen wir zehn Männer von hundert, von allen Stämmen Israels, und hundert von tausend und tausend von zehntausend, um Zehrung für das Volk zu holen, damit, wenn sie nach Gibea-Benjamin <note>{H. Geba-Benjamin; so auch V.33}</note> kommen, man an ihm tue <note>{O. damit man, bei ihrer Ankunft, an Gibea-Benjamin tue}</note> nach all der Schandtat, die es in Israel begangen hat.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.11">Und alle Männer von Israel versammelten sich gegen die Stadt, wie ein Mann verbündet.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.12">Und die Stämme Israels sandten Männer in alle Geschlechter <note>{Eig. Stämme}</note> Benjamins und sprachen: Was ist das für eine Übeltat, die unter euch geschehen ist!</verse>
        <verse osisID="Judg.20.13">So gebet nun die Männer, die Söhne Belials, heraus, die in Gibea sind, dass wir sie töten und das Böse aus Israel hinwegschaffen! Aber die Kinder Benjamin wollten nicht auf die Stimme ihrer Brüder, der Kinder Israel, hören;</verse>
        <verse osisID="Judg.20.14">und die Kinder Benjamin versammelten sich aus den Städten nach Gibea, um auszuziehen zum Streit mit den Kindern Israel.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.15">Und die Kinder Benjamin wurden an selbigem Tage aus den Städten gemustert: 26000 Mann, die das Schwert zogen; ausser den Bewohnern von Gibea, die gemustert wurden: 700 auserlesene Männer.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.16">Unter all diesem Volke waren 700 auserlesene Männer, die links waren; diese alle schleuderten mit dem Steine aufs Haar und fehlten nicht.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.17">Und die Männer von Israel wurden gemustert, ausser Benjamin: 400000 Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren Kriegsmänner.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.18">Und die Kinder Israel machten sich auf und zogen hinauf nach Bethel und befragten Gott, und sie sprachen: Wer von uns soll zuerst hinaufziehen zum Streit mit den Kindern Benjamin? Und Jahwe sprach: Juda zuerst.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.19">Und die Kinder Israel machten sich am Morgen auf und lagerten sich wider Gibea.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.20">Und die Männer von Israel zogen aus zum Streit mit Benjamin, und die Männer von Israel stellten sich wider sie in Schlachtordnung auf bei Gibea.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.21">Und die Kinder Benjamin zogen aus Gibea heraus, und sie streckten unter Israel an selbigem Tage 22000 Mann zu Boden.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.22">Und es ermannte sich das Volk, die Männer von Israel, und sie stellten sich wieder in Schlachtordnung auf an dem Orte, wo sie sich am ersten Tage aufgestellt hatten.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.23">Und die Kinder Israel zogen hinauf und weinten vor Jahwe bis an den Abend; und sie befragten Jahwe und sprachen: Soll ich wiederum ausrücken zum Streit mit den Kindern meines Bruders Benjamin? Und Jahwe sprach: Ziehet wider ihn hinauf.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.24">Und die Kinder Israel nahten sich den Kindern Benjamin am zweiten Tage.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.25">Und Benjamin zog am zweiten Tage aus Gibea heraus, ihnen entgegen, und sie streckten nochmals unter den Kindern Israel 18000 Mann zu Boden; diese alle zogen das Schwert.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.26">Da zogen alle Kinder Israel und das ganze Volk hinauf und kamen nach Bethel, und sie weinten und blieben daselbst vor Jahwe und fasteten an selbigem Tage bis zum Abend; und sie opferten Brandopfer und Friedensopfer vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.27">Und die Kinder Israel befragten Jahwe - denn die Lade des Bundes Gottes war daselbst in jenen Tagen,</verse>
        <verse osisID="Judg.20.28">und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, stand vor ihr <note>{O. ihm; d.h. übte Priesterdienst aus}</note> in jenen Tagen - und sprachen: Soll ich wiederum ausziehen zum Streit mit den Kindern meines Bruders Benjamin, oder soll ich aufhören? Und Jahwe sprach: Ziehet hinauf, denn morgen werde ich ihn in deine Hand geben.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.29">Und Israel legte einen Hinterhalt gegen Gibea ringsumher.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.30">Und die Kinder Israel zogen am dritten Tage hinauf wider die Kinder Benjamin und stellten sich wider Gibea auf, wie die anderen Male.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.31">Und die Kinder Benjamin zogen heraus, dem Volke entgegen, wurden von der Stadt abgerissen und fingen an, etliche von dem Volke zu erschlagen, wie die anderen Male, bei dreissig Mann unter Israel, auf den Landstrassen, deren eine nach Bethel hinaufsteigt und die andere durch das Gefilde nach Gibea führt.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.32">Und die Kinder Benjamin sprachen: Sie sind vor uns geschlagen wie im Anfang. Die Kinder Israel aber sprachen: Lasst uns fliehen, dass wir sie von der Stadt abreissen auf die Landstrassen!</verse>
        <verse osisID="Judg.20.33">Und alle Männer von Israel machten sich auf von ihrem Orte und stellten sich zu Baal-Tamar auf, während der Hinterhalt Israels von seinem Orte hervorbrach aus dem Blachfelde von Gibea <note>{And. l.: im Westen von Gibea}</note>.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.34">Und es kamen gegen Gibea zehntausend auserlesene Männer aus ganz Israel, und der Streit wurde heftig; jene aber wussten nicht, dass das Unglück sie erreichte.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.35">Und Jahwe schlug Benjamin vor Israel, und die Kinder Israel streckten unter Benjamin an selbigem Tage 25100 Mann nieder; diese alle zogen das Schwert. -</verse>
        <verse osisID="Judg.20.36">Und die Kinder Benjamin sahen, dass sie geschlagen waren. Und die Männer von Israel gaben Benjamin Raum, weil sie sich auf den Hinterhalt verliessen, den sie wider Gibea gelegt hatten.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.37">Und der Hinterhalt eilte und überfiel Gibea; und der Hinterhalt zog hin und schlug die ganze Stadt mit der Schärfe des Schwertes.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.38">Die Männer von Israel hatten sich aber mit dem Hinterhalt verabredet, eine grosse Rauchsäule aus der Stadt emporsteigen zu lassen.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.39">Und die Männer von Israel wandten sich um im Streit, und Benjamin hatte angefangen, unter den Männern von Israel etliche zu erschlagen, bei dreissig Mann; denn die sprachen: Sie sind ja gänzlich vor uns geschlagen, wie im vorigen Streit.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.40">Und der Brand fing an, aus der Stadt emporzusteigen wie eine Rauchsäule; und Benjamin wandte sich zurück, und siehe, die ganze Stadt ging in Feuer auf gen Himmel.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.41">Da wandten sich die Männer von Israel um, und die Männer von Benjamin wurden bestürzt; denn sie sahen, dass das Unglück sie erreicht hatte.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.42">Und sie wandten sich vor den Männern von Israel nach dem Wege zur Wüste; aber der Streit ereilte <note>{O. verfolgte}</note> sie; und die aus den Städten kamen, streckten sie in ihrer Mitte nieder.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.43">Sie umzingelten Benjamin, jagten ihm nach, traten ihn nieder, wo er ausruhen wollte, bis vor Gibea, gegen Sonnenaufgang.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.44">Und es fielen von Benjamin 18000 Mann; diese alle waren tapfere Männer.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.45">Da wandten sie sich und flohen der Wüste zu, nach dem Felsen Rimmon; aber die Israeliten <note>{W. aber sie}</note> hielten unter ihnen auf den Landstrassen eine Nachlese von fünftausend Mann, und setzten ihnen nach bis Gideom und erschlugen von ihnen zweitausend Mann.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.46">So waren all der von Benjamin an selbigem Tage Gefallenen 25000 Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren tapfere Männer.</verse>
        <verse osisID="Judg.20.47">Sechshundert Mann aber wandten sich und flohen der Wüste zu, nach dem Felsen Rimmon; und sie blieben am Felsen Rimmon vier Monate. -</verse>
        <verse osisID="Judg.20.48">Und die Männer von Israel kehrten zu den Kindern Benjamin zurück und schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, von den Männern in den Städten <note>{Eig. von der männlichen Stadtbevölkerung. (Wie 5. Mose 2,34; mit Änderung eines Vokals)}</note> bis zum Vieh, bis zu allem, was sich vorfand; auch alle die Städte, die sich vorfanden, steckten sie in Brand.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Judg.21">
        <verse osisID="Judg.21.1">Die Männer von Israel hatten aber zu Mizpa geschworen und gesagt: Niemand von uns soll seine Tochter den Benjaminitern zum Weibe geben!</verse>
        <verse osisID="Judg.21.2">Und das Volk kam nach Bethel, und sie blieben daselbst bis an den Abend vor Gott; und sie erhoben ihre Stimme und weinten sehr</verse>
        <verse osisID="Judg.21.3">und sprachen: Warum, Jahwe, Gott Israels, ist dieses in Israel geschehen, dass heute ein Stamm aus Israel vermisst wird?</verse>
        <verse osisID="Judg.21.4">Und es geschah am anderen Tage, da machte sich das Volk früh auf, und sie bauten daselbst einen Altar und opferten Brandopfer und Friedensopfer.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.5">Und die Kinder Israel sprachen: Wer von allen Stämmen Israels ist nicht in die Versammlung zu Jahwe heraufgekommen? Denn ein grosser <note>{Eig. der grosse}</note> Schwur war geschehen betreffs dessen, der nicht zu Jahwe nach Mizpa heraufkäme, indem man sprach: Er soll gewisslich getötet werden!</verse>
        <verse osisID="Judg.21.6">Und die Kinder Israel liessen sich's gereuen <note>{O. betrübten sich; so auch V.15}</note> über Benjamin, ihren Bruder, und sie sprachen: Heute ist ein Stamm von Israel abgehauen!</verse>
        <verse osisID="Judg.21.7">Was sollen wir ihnen, den Übriggebliebenen, tun betreffs der Weiber? Wir haben ja bei Jahwe geschworen, ihnen keine von unseren Töchtern zu Weibern zu geben.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.8">Und sie sprachen: Gibt es irgend einen von den Stämmen Israels, der nicht zu Jahwe nach Mizpa heraufgekommen ist? Und siehe, kein Mann von Jabes-Gilead war ins Lager, in die Versammlung, gekommen.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.9">Und das Volk wurde gemustert, und siehe, kein Mann war da von den Bewohnern von Jabes-Gilead.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.10">Da sandte die Gemeinde zwölftausend Mann von den tapferen Männern dorthin, und sie geboten ihnen und sprachen: Gehet hin und schlaget die Bewohner von Jabes-Gilead mit der Schärfe des Schwertes, auch die Weiber und die Kinder!</verse>
        <verse osisID="Judg.21.11">Und dies ist es, was ihr tun sollt: alle Männlichen und alle Weiber, die den Beischlaf eines Mannes gekannt haben, sollt ihr verbannen.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.12">Und sie fanden unter den Bewohnern von Jabes-Gilead vierhundert Mädchen, Jungfrauen, die keinen Mann im Beischlaf erkannt hatten; und sie brachten sie ins Lager nach Silo, das im Lande Kanaan ist.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.13">Und die ganze Gemeinde sandte hin und redete zu den Kindern Benjamin, die am Felsen Rimmon waren, und entbot ihnen Frieden.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.14">Und Benjamin kehrte in selbiger Zeit zurück; und sie gaben ihnen die Weiber, welche sie hatten leben lassen von den Weibern von Jabes-Gilead; aber sie fanden so nicht genug für sie.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.15">Und das Volk liess sich's gereuen wegen Benjamins, weil Jahwe einen Riss gemacht hatte in den Stämmen Israels.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.16">Und die Ältesten der Gemeinde sprachen: Was sollen wir den Übriggebliebenen tun betreffs der Weiber? Denn die Weiber sind aus Benjamin vertilgt.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.17">Und sie sprachen: Ein Besitztum soll sein für die Entronnenen von Benjamin, damit nicht ein Stamm aus Israel ausgetilgt werde.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.18">Wir aber, wir können ihnen keine Weiber von unseren Töchtern geben; denn die Kinder Israel haben geschworen und gesagt: Verflucht sei, wer den Benjaminitern ein Weib gibt!</verse>
        <verse osisID="Judg.21.19">Und sie sprachen: Siehe, ein Fest Jahwes ist von Jahr zu Jahr zu Silo, das nördlich von Bethel, gegen Sonnenaufgang von der Landstrasse, die von Bethel nach Sichem hinaufgeht, und südlich von Lebona liegt.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.20">Und sie geboten den Kindern Benjamin und sprachen: Gehet hin und lauert in den Weinbergen;</verse>
        <verse osisID="Judg.21.21">und sehet zu, und siehe, wenn die Töchter von Silo herausziehen zum Reigentanze, so kommet hervor aus den Weinbergen und erhaschet euch unter den Töchtern von Silo ein jeder sein Weib, und ziehet hin in das Land Benjamin.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.22">Und es soll geschehen, wenn ihre Väter oder ihre Brüder kommen, um mit uns zu rechten, so wollen wir zu ihnen sagen: Gewähret sie uns! denn wir haben nicht ein jeder sein Weib im Kriege empfangen; denn nicht ihr habt sie ihnen gegeben, dass ihr jetzt schuldig wäret.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.23">Und die Kinder Benjamin taten also und nahmen sich Weiber, nach ihrer Zahl, von den Tänzerinnen, die sie raubten. Und sie zogen fort und kehrten in ihr Erbteil zurück; und sie bauten die Städte wieder auf und wohnten darin.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.24">Und die Kinder Israel zogen in selbiger Zeit von dannen, ein jeder zu seinem Stamme und zu seinem Geschlecht; und sie zogen von dannen hinweg, ein jeder in sein Erbteil.</verse>
        <verse osisID="Judg.21.25">In jenen Tagen war kein König in Israel; ein jeder tat, was recht war in seinen Augen.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="Ruth">
      <chapter osisID="Ruth.1">
        <verse osisID="Ruth.1.1">Und es geschah in den Tagen, als die Richter richteten, da entstand eine Hungersnot im Lande. Und ein Mann von Bethlehem-Juda zog hin, um sich in den Gefilden Moabs aufzuhalten, er und sein Weib und seine beiden Söhne.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.2">Und der Name des Mannes war Elimelech, und der Name seines Weibes Noomi, und die Namen seiner beiden Söhne Machlon und Kiljon, Ephratiter von Bethlehem-Juda. Und sie kamen in die Gefilde Moabs und blieben daselbst.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.3">Und Elimelech, der Mann Noomis, starb: und sie blieb mit ihren beiden Söhnen übrig.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.4">Und sie nahmen sich moabitische Weiber: der Name der einen war Orpa, und der Name der anderen Ruth; und sie wohnten daselbst bei zehn Jahren.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.5">Da starben auch die beiden, Machlon und Kiljon; und das Weib blieb allein übrig von ihren beiden Söhnen und von ihrem Manne.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.6">Und sie machte sich auf, sie und ihre Schwiegertöchter, und kehrte aus den Gefilden Moabs zurück; denn sie hatte im Gefilde Moabs gehört, dass Jahwe sein Volk heimgesucht habe, um ihnen Brot zu geben <note>{O. indem er ihnen Brot gab}</note>.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.7">Und sie zog aus von dem Orte, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertöchter mit ihr; und sie zogen des Weges, um in das Land Juda zurückzukehren.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.8">Da sprach Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: Gehet, kehret um, eine jede zum Hause ihrer Mutter. Jahwe erweise Güte an euch, so wie ihr sie an den Verstorbenen und an mir erwiesen habt.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.9">Jahwe gebe euch, dass ihr Ruhe findet, eine jede in dem Hause ihres Mannes! Und sie küsste sie. Und sie erhoben ihre Stimme und weinten;</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.10">und sie sprachen zu ihr: Doch, wir wollen mit dir zu deinem Volke zurückkehren!</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.11">Und Noomi sprach: Kehret um, meine Töchter! Warum wolltet ihr mit mir gehen? Habe ich noch Söhne in meinem Leibe, dass sie euch zu Männern werden könnten?</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.12">Kehret um, meine Töchter, gehet; denn ich bin zu alt, um eines Mannes zu werden. Wenn ich spräche: Ich habe Hoffnung; wenn ich selbst diese Nacht eines Mannes würde und sogar Söhne gebären sollte:</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.13">wolltet ihr deshalb warten, bis sie gross würden? wolltet ihr deshalb euch abschliessen, dass ihr keines Mannes würdet? Nicht doch, meine Töchter! denn mir ergeht es viel bitterer als euch; denn die Hand Jahwes ist wider mich ausgegangen.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.14">Da erhoben sie ihre Stimme und weinten wiederum. Und Orpa küsste ihre Schwiegermutter; Ruth aber hing ihr an.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.15">Und sie sprach: Siehe, deine Schwägerin ist zu ihrem Volke und zu ihren Göttern zurückgekehrt; kehre um, deiner Schwägerin nach!</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.16">Aber Ruth sprach: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, hinter dir weg umzukehren; denn wohin du gehst, will ich gehen, und wo du weilst, will ich weilen; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott;</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.17">wo du stirbst, will ich sterben, und daselbst will ich begraben werden. So soll mir Jahwe tun und so hinzufügen, nur der Tod soll scheiden zwischen mir und dir!</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.18">Und als sie sah, dass sie fest darauf bestand, mit ihr zu gehen, da liess sie ab, ihr zuzureden.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.19">Und so gingen beide, bis sie nach Bethlehem kamen. Und es geschah, als sie nach Bethlehem kamen, da geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung, und sie <note>{d.h. die Weiber der Stadt}</note> sprachen: Ist das Noomi?</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.20">Und sie sprach zu ihnen: Nennet mich nicht Noomi <note>{Huldvolle, Liebliche}</note>, nennet mich Mara <note>{Bittere, Betrübte}</note>; denn der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht.</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.21">Voll bin ich gegangen, und leer hat mich Jahwe zurückkehren lassen. Warum nennet ihr mich Noomi, da Jahwe gegen mich gezeugt, und der Allmächtige mir Übles getan hat?</verse>
        <verse osisID="Ruth.1.22">Und so kehrte Noomi zurück, und Ruth, die Moabitin, ihre Schwiegertochter, mit ihr, welche aus den Gefilden Moabs zurückkehrte; und sie kamen nach Bethlehem beim Beginn der Gerstenernte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Ruth.2">
        <verse osisID="Ruth.2.1">Und Noomi hatte einen Verwandten ihres Mannes, einen vermögenden Mann, aus dem Geschlecht Elimelechs, und sein Name war Boas.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.2">Und Ruth, die Moabitin, sprach zu Noomi: Lass mich doch aufs Feld gehen und unter den Ähren lesen hinter dem her, in dessen Augen ich Gnade finden werde. Und sie sprach zu ihr: Gehe hin, meine Tochter.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.3">Und sie ging hin und kam und las auf dem Felde hinter den Schnittern her; und sie traf zufällig das Feldstück des Boas, der aus dem Geschlecht Elimelechs war.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.4">Und siehe, Boas kam von Bethlehem und sprach zu den Schnittern: Jahwe sei mit euch! Und sie sprachen zu ihm: Jahwe segne dich!</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.5">Und Boas sprach zu seinem Knechte <note>{Anderswo: Knabe, Jüngling}</note>, der über die Schnitter bestellt war: Wem gehört dieses Mädchen?</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.6">Und der Knecht <note>{Anderswo: Knabe, Jüngling}</note>, der über die Schnitter bestellt war, antwortete und sprach: Es ist ein moabitisches Mädchen, das mit Noomi aus den Gefilden Moabs zurückgekehrt ist;</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.7">und sie sprach: Lass mich doch auflesen und unter den Garben sammeln hinter den Schnittern her! Und so ist sie gekommen und dageblieben vom Morgen an bis jetzt; was sie im Hause gesessen hat, ist wenig.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.8">Und Boas sprach zu Ruth: Hörst du, meine Tochter? gehe nicht, um auf einem anderen Felde aufzulesen, und gehe auch nicht von hinnen, sondern halte dich hier zu meinen Mägden.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.9">Deine Augen seien auf das Feld gerichtet, welches man schneidet, und gehe hinter ihnen her; habe ich nicht den Knaben geboten, dich nicht anzutasten? Und wenn dich dürstet, so gehe zu den Gefässen und trinke von dem, was die Knaben schöpfen.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.10">Da fiel sie auf ihr Angesicht und beugte sich zur Erde nieder und sprach zu ihm: Warum habe ich Gnade gefunden in deinen Augen, dass du mich beachtest, da ich doch eine Fremde bin?</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.11">Und Boas antwortete und sprach zu ihr: Es ist mir alles wohl berichtet worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tode deines Mannes, indem du deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Geburt verlassen hast und zu einem Volke gezogen bist, das du früher nicht kanntest.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.12">Jahwe vergelte dir dein Tun, und voll sei dein Lohn von Jahwe, dem Gott Israels, unter dessen Flügeln Zuflucht zu suchen du gekommen bist!</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.13">Und sie sprach: Möge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr! denn du hast mich getröstet und hast zum Herzen deiner Magd geredet, und doch bin ich nicht wie eine deiner Mägde.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.14">Und Boas sprach zu ihr zur Zeit des Essens: Tritt hierher, und iss von dem Brote und tunke deinen Bissen in den Essig. Da setzte sie sich zur Seite der Schnitter; und er reichte ihr geröstete Körner, und sie ass und wurde satt und liess übrig.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.15">Und sie stand auf, um aufzulesen; und Boas gebot seinen Knaben und sprach: Auch zwischen den Garben mag sie auflesen, und ihr sollt sie nicht beschämen <note>{O. ihr nichts zuleide tun}</note>;</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.16">und auch sollt ihr selbst aus den Bündeln Ähren für sie herausziehen und sie liegen lassen, damit sie sie auflese, und sollt sie nicht schelten.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.17">Und sie las auf dem Felde auf bis zum Abend, und sie schlug aus, was sie aufgelesen hatte, und es war bei einem Epha Gerste.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.18">Und sie nahm es auf und kam in die Stadt, und ihre Schwiegermutter sah, was sie aufgelesen hatte; und sie zog hervor und gab ihr, was sie übriggelassen, nachdem sie sich gesättigt hatte.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.19">Da sprach ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute aufgelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich beachtet hat! Und sie tat ihrer Schwiegermutter kund, bei wem sie gearbeitet hatte, und sprach: Der Name des Mannes, bei dem ich heute gearbeitet habe, ist Boas.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.20">Da sprach Noomi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von Jahwe, dessen Güte nicht abgelassen hat von den Lebenden und von den Toten! Und Noomi sprach zu ihr: Der Mann ist uns nahe verwandt, er ist einer von unseren Blutsverwandten <note>{Eig. Lösern; so auch nachher. Vergl. 3. Mose 25,25 usw.: 5. Mose 25,5}</note>.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.21">Und Ruth, die Moabitin, sprach: Er hat auch zu mir gesagt: Du sollst dich zu meinen Leuten halten, bis sie meine ganze Ernte beendigt haben.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.22">Und Noomi sprach zu Ruth, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine Tochter, dass du mit seinen Mägden ausgehst, dass man dich nicht anfalle <note>{O. dir begegne}</note> auf einem anderen Felde.</verse>
        <verse osisID="Ruth.2.23">Und so hielt sie sich zu den Mägden des Boas, um aufzulesen, bis die Gerstenernte und die Weizenernte beendigt waren. Und sie wohnte bei ihrer Schwiegermutter.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Ruth.3">
        <verse osisID="Ruth.3.1">Und Noomi, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter, sollte ich dir nicht Ruhe suchen, dass es dir wohl gehe?</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.2">Und nun, ist nicht Boas, bei dessen Mägden du gewesen bist, unser Verwandter? Siehe, er worfelt diese Nacht auf der Gerstentenne.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.3">So bade dich und salbe dich und lege deine Kleider an und gehe zur Tenne hinab; lass dich nicht von dem Manne bemerken, bis er fertig ist mit Essen und Trinken.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.4">Und es geschehe, wenn er sich niederlegt, so merke den Ort, wo er sich hinlegt, und gehe und decke auf zu seinen Füssen und lege dich hin; er aber wird dir kundtun, was du tun sollst.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.5">Und sie sprach zu ihr: Alles, was du sagst, will ich tun.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.6">Und sie ging zur Tenne hinab und tat nach allem, was ihre Schwiegermutter ihr geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.7">Und Boas ass und trank, und sein Herz wurde fröhlich; und er kam, um sich an dem Ende des Getreidehaufens niederzulegen. Da kam sie leise und deckte zu seinen Füssen auf und legte sich hin.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.8">Und es geschah um Mitternacht, da schrak der Mann auf und beugte sich hin: und siehe, ein Weib lag zu seinen Füssen.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.9">Und er sprach: Wer bist du? Und sie sprach: Ich bin Ruth, deine Magd; so breite deine Flügel <note>{And. üb.: deine Decke}</note> aus über deine Magd, denn du bist ein Blutsverwandter.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.10">Und er sprach: Gesegnet seiest du von Jahwe, meine Tochter! Du hast deine letzte Güte noch besser erwiesen als die erste, indem du nicht den Jünglingen nachgegangen bist, sei es armen oder reichen.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.11">Und nun, meine Tochter, fürchte dich nicht! alles, was du sagst, werde ich dir tun; denn das ganze Tor meines Volkes weiss, dass du ein wackeres Weib bist.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.12">Und nun, wahrlich, ich bin ein Blutsverwandter; doch ist auch ein näherer Blutsverwandter da als ich.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.13">Bleibe diese Nacht; und es soll am Morgen geschehen, wenn er dich lösen will, gut, so mag er lösen; wenn er aber keine Lust hat, dich zu lösen, so werde ich dich lösen, so wahr Jahwe lebt! Liege bis zum Morgen.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.14">Und sie lag zu seinen Füssen bis zum Morgen; und sie stand auf, ehe einer den anderen erkennen konnte; denn er sprach: Es werde nicht kund, dass ein Weib auf die Tenne gekommen ist!</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.15">Und er sprach: Gib den Mantel her, den du anhast, und halte ihn. Und sie hielt ihn, und er mass sechs Mass Gerste und legte sie ihr auf; und er <note>{E. l.: sie}</note> ging in die Stadt.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.16">Und sie kam zu ihrer Schwiegermutter; und sie sprach: Wie steht es mit dir <note>{Eig. Als welche (oder wie) bist du?}</note>, meine Tochter? Und sie berichtete ihr alles, was der Mann ihr getan hatte,</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.17">und sprach: Diese sechs Mass Gerste gab er mir, denn er sagte: Du sollst nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen.</verse>
        <verse osisID="Ruth.3.18">Und sie sprach: Bleibe, meine Tochter, bis du weisst, wie die Sache ausfällt; denn der Mann wird nicht ruhen, er habe denn die Sache heute zu Ende geführt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="Ruth.4">
        <verse osisID="Ruth.4.1">Und Boas ging zum Tore hinauf und setzte sich daselbst. Und siehe, der Blutsverwandte ging vorüber, von dem Boas geredet hatte. Da sprach er: Komm her, setze dich hierher, du, der und der. Und er kam herzu und setzte sich.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.2">Und Boas <note>{W. und er}</note> nahm zehn Männer von den Ältesten der Stadt und sprach: Setzet euch hierher; und sie setzten sich.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.3">Und er sprach zu dem Blutsverwandten: Noomi, die aus dem Gefilde Moabs zurückgekehrt ist, verkauft das Feldstück, welches unserem Bruder Elimelech gehörte;</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.4">so habe ich nun gedacht, ich wolle es deinem Ohr eröffnen und dir sagen: Kaufe es vor den Einwohnern und vor den Ältesten meines Volkes. Wenn du lösen willst, löse, und wenn du nicht lösen willst, so tue mir's kund, dass ich es wisse; denn da ist niemand ausser dir zum Lösen, und ich komme nach dir. Und er sprach: Ich will lösen.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.5">Da sprach Boas: An dem Tage, da du das Feld aus der Hand Noomis kaufst, hast du es auch von Ruth, der Moabitin <note>{And. l.: hast du auch Ruth gekauft, die Moabitin usw., wie in V. 10}</note>, dem Weibe des Verstorbenen, gekauft, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil zu erwecken.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.6">Da sprach der Blutsverwandte: Ich kann nicht für mich lösen, dass ich mein Erbteil nicht verderbe. Löse du für dich, was ich lösen sollte, denn ich kann nicht lösen.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.7">Dies aber geschah vordem in Israel bei einer Lösung und bei einem Tausche, um jede Sache zu bestätigen: der eine zog seinen Schuh aus und gab ihn dem anderen; und das war die Art der Bezeugung in Israel.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.8">Und der Blutsverwandte sprach zu Boas: Kaufe für dich! Und er zog seinen Schuh aus.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.9">Da sprach Boas zu den Ältesten und zu allem Volke: Ihr seid heute Zeugen, dass ich aus der Hand Noomis alles gekauft habe, was Elimelech, und alles, was Kiljon und Machlon gehörte;</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.10">und auch Ruth, die Moabitin, das Weib Machlons, habe ich mir zum Weibe gekauft, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil zu erwecken, dass nicht der Name des Verstorbenen ausgerottet werde unter seinen Brüdern und aus dem Tore seines Ortes. Ihr seid heute Zeugen!</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.11">Und alles Volk, das im Tore war, und die Ältesten sprachen: Wir sind Zeugen! Jahwe mache das Weib, das in dein Haus kommt, wie Rahel und wie Lea, welche beide das Haus Israel erbaut haben; und werde mächtig <note>{O. schaffe Tüchtiges}</note> in Ephrata und stifte einen Namen in Bethlehem!</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.12">Und von dem Samen, den Jahwe dir von diesem jungen Weibe geben wird, werde dein Haus wie das Haus des Perez, welchen Tamar dem Juda geboren hat!</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.13">Und Boas nahm Ruth, und sie wurde sein Weib, und er ging zu ihr ein; und Jahwe verlieh ihr Schwangerschaft und sie gebar einen Sohn.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.14">Und die Weiber sprachen zu Noomi: Gepriesen sei Jahwe, der es dir heute nicht hat fehlen lassen an einem Löser <note>{bezieht sich auf den Sohn Ruths}</note>! Und sein Name werde gerühmt in Israel!</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.15">Und er wird dir ein Erquicker der Seele sein und ein Versorger deines Alters! Denn deine Schwiegertochter, die dich liebt, hat ihn geboren, sie, die dir besser ist als sieben Söhne.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.16">Und Noomi nahm das Kind und legte es auf ihren Schoss und wurde seine Wärterin.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.17">Und die Nachbarinnen gaben ihm einen Namen, indem sie sprachen: Ein Sohn ist der Noomi geboren! und sie gaben ihm den Namen Obed <note>{Diener}</note>. Er ist der Vater Isais, des Vaters Davids.</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.18">Und dies sind die Geschlechter des Perez: Perez zeugte Hezron,</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.19">und Hezron zeugte Ram, und Ram zeugte Amminadab,</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.20">und Amminadab zeugte Nachschon, und Nachschon zeugte Salma,</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.21">und Salmon zeugte Boas, und Boas zeugte Obed,</verse>
        <verse osisID="Ruth.4.22">und Obed zeugte Isai, und Isai zeugte David.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="1Sam">
      <chapter osisID="1Sam.1">
        <verse osisID="1Sam.1.1">Und es war ein Mann von Ramathajim-Zophim, vom Gebirge Ephraim, und sein Name war Elkana <note>{bedeutet "Gott hat geschafen"}</note>, der Sohn Jerochams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tochus, des Sohnes Zuphs, ein Ephratiter <note>{O. ein Ephraimiter; vergl. Richt. 12,5, sowie die Anm. zu Richt. 17,7}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.2">Und er hatte zwei Weiber: der Name der einen war Hanna <note>{bedeutet "Gnade"}</note>, und der Name der anderen Peninna <note>{bedeutet "Rubin"}</note>; und Peninna hatte Kinder, aber Hanna hatte keine Kinder.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.3">Und dieser Mann ging von Jahr zu Jahr aus seiner Stadt hinauf, um Jahwe der Heerscharen anzubeten und ihm zu opfern zu Silo; und daselbst waren die beiden Söhne Elis <note>{Eli bedeutet "Hoch ist der Herr"}</note>, Hophni und Pinehas, Priester Jahwes <note>{Beides Ägyptische Namen: Hophni heisst "Kaulquape" und Pinehas "Nubier"}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.4">Und es geschah an dem Tage, da Elkana opferte, da gab er seinem Weibe Peninna und allen ihren Söhnen und ihren Töchtern Stücke;</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.5">aber Hanna gab er ein doppeltes Stück, denn er liebte Hanna; aber Jahwe hatte ihren Mutterleib verschlossen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.6">Und ihre Widersacherin kränkte sie mit vieler Kränkung, um sie aufzubringen, weil Jahwe ihren Mutterleib verschlossen hatte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.7">Und so wie er das Jahr für Jahr tat, also kränkte sie sie, so oft sie zum Hause Jahwes hinaufzog; und sie weinte und ass nicht.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.8">Und Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: Hanna, warum weinst du? und warum issest du nicht? und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht besser als zehn Söhne?</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.9">Und Hanna stand auf nach dem Essen und nach dem Trinken zu Silo. Eli, der Priester, sass aber auf dem Stuhle an einem der Türpfosten des Tempels Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.10">Und sie war bitteren Gemütes, und sie flehte zu Jahwe und weinte sehr.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.11">Und sie tat ein Gelübde und sprach: Jahwe der Heerscharen! wenn du das Elend deiner Magd ansehen und meiner gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und wirst deiner Magd männlichen Samen geben, so will ich ihn Jahwe geben alle Tage seines Lebens; und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen <note>{FB2004: Nasiräer Gelübte}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.12">Und es geschah, als sie lange vor Jahwe betete, dass Eli ihren Mund beobachtete.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.13">Hanna aber redete in ihrem Herzen; nur ihre Lippen bewegten sich, aber ihre Stimme wurde nicht gehört; und Eli hielt sie für eine Trunkene.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.14">Und Eli sprach zu ihr: Bis wann willst du dich wie eine Trunkene gebärden? Tue deinen Wein von dir!</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.15">Aber Hanna antwortete und sprach: Nein, mein Herr! ein Weib beschwerten Geistes bin ich; weder Wein noch starkes Getränk habe ich getrunken, sondern ich schüttete meine Seele vor Jahwe aus.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.16">Setze nicht deine Magd einer Tochter Belials gleich; denn aus der Fülle meines Kummers und meiner Kränkung habe ich bisher geredet.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.17">Und Eli antwortete und sprach: Gehe hin in Frieden; und der Gott Israels gewähre deine Bitte, die du von ihm erbeten hast!</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.18">Und sie sprach: Möge deine Magd Gnade finden in deinen Augen! Und das Weib ging ihres Weges und ass, und ihr Angesicht war nicht mehr dasselbe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.19">Und sie machten sich des Morgens früh auf und beteten an vor Jahwe; und sie kehrten zurück und kamen in ihr Haus nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, sein Weib, und Jahwe gedachte ihrer.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.20">Und es geschah nach Umlauf der Zeit, da ward Hanna schwanger und gebar einen Sohn; und sie gab ihm den Namen Samuel <note>{wörtlich: "Name Gottes"; klang aber wie "Von Gott erhört"; hebräisch: "Schemu-el"}</note>: denn von Jahwe habe ich ihn erbeten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.21">Und der Mann Elkana ging hinauf mit seinem ganzen Hause, um Jahwe das jährliche Schlachtopfer zu opfern und sein Gelübde zu erfüllen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.22">Aber Hanna ging nicht hinauf; denn sie sprach zu ihrem Manne: Bis der Knabe entwöhnt ist, dann will ich ihn bringen, dass er vor Jahwe erscheine und dort bleibe auf immer.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.23">Und Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: Tue was gut ist in deinen Augen; bleibe, bis du ihn entwöhnt hast; nur möge Jahwe sein Wort aufrecht halten! So blieb das Weib und säugte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.24">Und sobald sie ihn entwöhnt hatte, brachte sie ihn mit sich hinauf nebst drei Farren und einem Epha Mehl und einem Schlauch Wein, und brachte ihn in das Haus Jahwes nach Silo; und der Knabe war noch jung.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.25">Und sie schlachteten den Farren und brachten den Knaben zu Eli.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.26">Und sie sprach: Bitte, mein Herr! So wahr deine Seele lebt, mein Herr, ich bin das Weib, das hier bei dir stand, um zu Jahwe zu flehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.27">Um diesen Knaben habe ich gefleht, und Jahwe hat mir meine Bitte gewährt, die ich von ihm erbeten habe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.1.28">So habe auch ich ihn Jahwe geliehen; alle die Tage, die er lebt <note>{W. ist}</note>, ist er Jahwe geliehen. Und er betete <note>{O. sie beteten}</note> daselbst Jahwe an.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.2">
        <verse osisID="1Sam.2.1">Und Hanna betete und sprach: Es frohlockt mein Herz in Jahwe, erhöht ist mein Horn in <note>{O. durch}</note> Jahwe; mein Mund ist weit aufgetan über meine Feinde, denn ich freue mich in deiner Rettung.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.2">Keiner ist heilig wie Jahwe, denn keiner ist ausser dir, und kein Fels ist wie unser Gott.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.3">Häufet nicht Worte des Stolzes, noch gehe Freches aus eurem Munde hervor; denn ein Gott <note>{El}</note> des Wissens ist Jahwe, und von ihm werden die Handlungen gewogen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.4">Die Bogen der Helden sind zerbrochen, und die Strauchelnden haben sich mit Kraft umgürtet.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.5">Die satt waren, haben sich um Brot verdungen, und die hungrig waren, sind es nicht mehr <note>{Eig. die Hungrigen feiern}</note>; sogar die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die Kinderreiche ist dahingewelkt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.6">Jahwe tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und führt herauf.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.7">Jahwe macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht auch.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.8">Er hebt aus dem Staube empor den Geringen, aus dem Kote erhöht er den Armen, um sie sitzen zu lassen bei den Edlen <note>{Vergl. Ps. 113,7. 8}</note>; und den Thron der Ehre gibt er ihnen als Erbteil. Denn Jahwes sind die Säulen der Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.9">Die Füsse seiner Frommen <note>{Nach and. Les.: seines Frommen}</note> bewahrt er, aber die Gesetzlosen verstummen <note>{kommen um}</note> in Finsternis; denn nicht durch Stärke hat der Mensch die Oberhand.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.10">Jahwe - es werden zerschmettert werden, die mit ihm hadern; über ihnen im Himmel wird er donnern. Jahwe wird richten die Enden der Erde, und Macht verleihen seinem König und erhöhen das Horn seines Gesalbten. -</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.11">Und Elkana ging nach Rama, nach seinem Hause. Der Knabe aber diente Jahwe vor Eli, dem Priester.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.12">Und die Söhne Elis waren Söhne Belials, sie kannten Jahwe nicht.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.13">Und die Weise der Priester gegen das Volk war also: So oft jemand ein Schlachtopfer opferte, kam der Knabe <note>{d.h. der Diener}</note> des Priesters, wenn man das Fleisch kochte, und hatte eine Gabel mit drei Zinken in seiner Hand;</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.14">und er stiess in das Becken oder in die Mulde oder in den Kessel oder in den Topf: alles, was die Gabel heraufbrachte, nahm der Priester damit <note>{And. l.: für sich}</note> weg. Also taten sie zu Silo allen Israeliten, die dahin kamen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.15">Sogar ehe man das Fett räucherte, kam der Knabe des Priesters und sprach zu dem Manne, der opferte: Gib Fleisch zum Braten für den Priester! denn er will kein gekochtes Fleisch von dir annehmen, sondern rohes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.16">Und sprach der Mann zu ihm: Sogleich werden sie das Fett räuchern, dann nimm dir, wie deine Seele begehrt; so sprach er: Nein, sondern jetzt sollst du es geben, und wenn nicht, so nehme ich es mit Gewalt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.17">Und die Sünde der Jünglinge war sehr gross vor Jahwe; denn die Leute verachteten die Opfergabe Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.18">Und Samuel diente vor Jahwe, ein Knabe, umgürtet mit einem leinenen Ephod <note>{Eig. einem Ephod von Weisszeug}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.19">Und seine Mutter machte ihm ein kleines Oberkleid und brachte es ihm von Jahr zu Jahr hinauf, wenn sie mit ihrem Manne hinaufging, um das jährliche Schlachtopfer zu opfern.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.20">Und Eli segnete Elkana und sein Weib und sprach: Jahwe gebe dir Samen von diesem Weibe an Stelle des Geliehenen <note>{O. Erbetenen}</note>, das man Jahwe geliehen hat. Und sie gingen nach Hause <note>{W. nach seinem Orte}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.21">Und Jahwe suchte Hanna heim, und sie wurde schwanger; und sie gebar drei Söhne und zwei Töchter. Und der Knabe Samuel wurde gross bei Jahwe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.22">Und Eli war sehr alt; und er hörte alles, was seine Söhne dem ganzen Israel taten, und dass sie bei den Weibern lagen, die sich scharten am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.23">Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr dergleichen Dinge? denn ich höre diese eure bösen Handlungen von dem ganzen Volke.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.24">Nicht so, meine Söhne! denn nicht gut ist das Gerücht, das ich höre; ihr machet das Volk Jahwes übertreten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.25">Wenn ein Mensch gegen einen Menschen sündigt, so entscheidet Gott über ihn <note>{näml. als Schiedsrichter}</note>; wenn aber ein Mensch gegen Jahwe sündigt, wer wird für ihn bitten <note>{Eig. sich ins Mittel legen}</note>? Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn Jahwe war willens, sie zu töten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.26">Und der Knabe Samuel wurde fort und fort grösser und angenehmer, sowohl bei Jahwe als auch bei den Menschen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.27">Und es kam ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm: So spricht Jahwe: Habe ich mich dem Hause deines Vaters nicht deutlich geoffenbart, als sie in Ägypten waren im Hause des Pharao <note>{O. in Ägypten dem Hause des Pharao angehörten}</note>?</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.28">Und ich habe ihn aus allen Stämmen Israels mir zum Priester erwählt, um auf meinem Altar zu opfern, um Räucherwerk zu räuchern, um das Ephod vor mir zu tragen; und ich gab dem Hause deines Vaters alle Feueropfer der Kinder Israel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.29">Warum tretet ihr mit Füssen mein Schlachtopfer und mein Speisopfer, die ich in der Wohnung geboten habe? Und du ehrest deine Söhne mehr als mich, dass ihr euch mästet von den Erstlingen aller Opfergaben Israels, meines Volkes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.30">Darum spricht <note>{Vergl. die Anm. zu 1. Mose 22,16}</note> Jahwe, der Gott Israels: Ich habe allerdings gesagt: Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen vor mir wandeln ewiglich; aber nun spricht <note>{Vergl. die Anm. zu 1. Mose 22,16}</note> Jahwe: Fern sei es von mir! Denn die mich ehren, werde ich ehren, und die mich verachten, werden gering geachtet werden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.31">Siehe, Tage kommen, da werde ich deinen Arm und den Arm des Hauses deines Vaters abhauen, dass es keinen Greis mehr in deinem Hause geben wird.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.32">Und du wirst einen Bedränger in der Wohnung <note>{O. die Bedrängnis der Wohnung}</note> sehen, in allem, was Jahwe <note>{W. er}</note> Gutes tun wird <note>{O. statt alles dessen,... getan haben würde}</note> an Israel; und es wird keinen Greis mehr in deinem Hause geben alle Tage.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.33">Und der Mann, den ich dir nicht ausrotten werde von meinem Altar, wird zum Erlöschen deiner Augen und zum Verschmachten deiner Seele sein; und aller Anwuchs deines Hauses, sie sollen als Männer sterben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.34">Und dies soll dir das Zeichen sein: das, was über deine beiden Söhne kommen wird, über Hophni und Pinehas: an einem Tage sollen sie beide sterben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.35">Und ich werde mir einen treuen Priester erwecken: der wird tun, wie es in meinem Herzen und in meiner Seele ist; und ich werde ihm ein beständiges Haus bauen, und er wird vor meinem Gesalbten wandeln alle Tage.</verse>
        <verse osisID="1Sam.2.36">Und es soll geschehen, ein jeder, der in deinem Hause übrigbleibt, wird kommen, um sich vor ihm niederzuwerfen für eine kleine Silbermünze und einen Laib Brot, und wird sagen: Geselle mich doch einem der Priesterämter bei, dass ich einen Bissen Brot esse.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.3">
        <verse osisID="1Sam.3.1">Und der Knabe Samuel diente Jahwe vor Eli. Und das Wort Jahwes war selten in jenen Tagen, Gesichte waren nicht häufig <note>{Eig. verbreitet}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.2">Und es geschah in selbiger Zeit, als Eli an seinem Orte lag, - seine Augen aber hatten begonnen, blöde zu werden, er konnte nicht sehen, -</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.3">und die Lampe Gottes war noch nicht erloschen, und Samuel lag im Tempel Jahwes, woselbst die Lade Gottes war,</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.4">da rief Jahwe den Samuel. Und er sprach: Hier bin ich!</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.5">und er lief zu Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Aber er sprach: Ich habe nicht gerufen, lege dich wieder <note>{O. gehe wieder hin, lege dich. So auch V.6}</note>. Und er ging hin und legte sich.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.6">Und Jahwe rief wiederum: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Und er sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn, lege dich wieder.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.7">Samuel aber kannte Jahwe noch nicht, und das Wort Jahwes war ihm noch nicht geoffenbart.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.8">Und Jahwe rief wiederum zum dritten Male: Samuel! Und er stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Da erkannte Eli, dass Jahwe den Knaben rief.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.9">Und Eli sprach zu Samuel: Gehe hin, lege dich; und es geschehe, wenn man <note>{O. er}</note> dich ruft, so sprich: Rede, Jahwe, denn dein Knecht hört. Und Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.10">Und Jahwe kam und trat hin und rief wie die anderen Male: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hört.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.11">Da sprach Jahwe zu Samuel: Siehe, ich will eine Sache tun in Israel, dass jedem, der sie hört, seine beiden Ohren gellen sollen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.12">An selbigem Tage werde ich wider Eli alles ausführen, was ich über sein Haus geredet habe: ich werde beginnen und vollenden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.13">Denn ich habe ihm kundgetan, dass ich sein Haus richten will ewiglich, um der Ungerechtigkeit willen, die er gewusst hat, dass <note>{O. weil}</note> seine Söhne sich den Fluch zuzogen <note>{And. l.: Gott verachteten}</note>, und er ihnen nicht gewehrt hat.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.14">Und darum habe ich dem Hause Elis geschworen: Wenn Ungerechtigkeit des Hauses Elis gesühnt werden soll durch Schlachtopfer und durch Speisopfer ewiglich!</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.15">Und Samuel lag bis zum Morgen; da tat er die Tür <note>{Eig. die Türflügel}</note> des Hauses Jahwes auf. Und Samuel fürchtete sich, Eli das Gesicht kundzutun.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.16">Da rief Eli den Samuel und sprach: Samuel, mein Sohn! Und er sprach: Hier bin ich!</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.17">Und er sprach: Was ist das Wort, das er zu dir geredet hat? Verhehle es mir doch nicht. So tue dir Gott und so füge er hinzu, wenn du mir etwas verhehlst von allem, was er zu dir geredet hat!</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.18">Da tat ihm Samuel alle die Worte kund und verhehlte ihm nichts. Und er sprach: Er ist Jahwe; er tue, was gut ist in seinen Augen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.19">Und Samuel wurde gross; und Jahwe war mit ihm und liess keines von allen seinen Worten auf die Erde fallen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.20">Und ganz Israel, von Dan bis Beerseba, erkannte, dass Samuel als Prophet Jahwes bestätigt war.</verse>
        <verse osisID="1Sam.3.21">Und Jahwe fuhr fort in Silo zu erscheinen; denn Jahwe offenbarte sich dem Samuel in Silo durch das Wort Jahwes. Und das Wort Samuels erging an ganz Israel.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.4">
        <verse osisID="1Sam.4.1">Und Israel zog aus, den Philistern entgegen zum Streit; und sie lagerten sich bei Eben-Eser <note>{Stein der Hilfe}</note>, und die Philister lagerten zu Aphek.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.2">Und die Philister stellten sich auf, Israel gegenüber; und der Streit breitete sich aus, und Israel wurde vor den Philistern geschlagen; und sie erschlugen in der Schlachtordnung auf dem Felde bei viertausend Mann.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.3">Und als das Volk ins Lager zurückkam, da sprachen die Ältesten von Israel: Warum hat Jahwe uns heute vor den Philistern geschlagen? Lasst uns von Silo die Lade des Bundes Jahwes zu uns holen, dass sie in unsere Mitte komme und uns rette aus der Hand unserer Feinde.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.4">Und das Volk sandte nach Silo, und man brachte von dannen die Lade des Bundes Jahwes der Heerscharen, der zwischen <note>{O. über; vergl. 1. Chron. 28,18; Hes. 10,1. 2}</note> den Cherubim thront; und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinehas, waren daselbst bei der Lade des Bundes Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.5">Und es geschah, als die Lade des Bundes Jahwes ins Lager kam, da jauchzte ganz Israel mit grossem Jauchzen, dass die Erde erdröhnte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.6">Und die Philister hörten den Schall des Jauchzens und sprachen: Was bedeutet der Schall dieses grossen Jauchzens im Lager der Hebräer? Und sie merkten <note>{O. erfuhren}</note>, dass die Lade Jahwes ins Lager gekommen war.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.7">Da fürchteten sich die Philister, denn die sprachen: Gott ist ins Lager gekommen! Und sie sprachen: Wehe uns! denn solches ist vordem nie geschehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.8">Wehe uns! wer wird uns aus der Hand dieser mächtigen Götter erretten? Das sind die Götter, welche die Ägypter schlugen mit allerlei Plagen in der Wüste.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.9">Fasset Mut und seid Männer, ihr Philister, dass ihr nicht den Hebräern dienen müsset, wie sie euch gedient haben; so seid denn Männer und streitet!</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.10">Und die Philister stritten, und Israel wurde geschlagen, und sie flohen ein jeder nach seinem Zelte; und die Niederlage <note>{W. der Schlag; so auch V.17}</note> war sehr gross, und es fielen von Israel 30000 Mann zu Fuss.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.11">Und die Lade Gottes wurde genommen, und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinehas, starben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.12">Und es lief ein Mann von Benjamin aus der Schlachtordnung und kam nach Silo an selbigem Tage, seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf seinem Haupte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.13">Und als er kam, siehe, da sass Eli auf einem Stuhle, spähend an der Seite des Weges; denn sein Herz war bange wegen der Lade Gottes. Und als der Mann kam, um es in der Stadt zu berichten, da schrie die ganze Stadt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.14">Und Eli hörte den Schall des Geschreis und sprach: Was bedeutet dieser Schall des Getümmels? Und der Mann eilte und kam und berichtete es Eli.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.15">Eli aber war 98 Jahre alt, und seine Augen waren starr, und er konnte nicht sehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.16">Und der Mann sprach zu Eli: Ich bin der, welcher aus der Schlachtordnung gekommen ist, und ich bin heute aus der Schlachtordnung geflohen. Und er sprach: Wie stand die Sache, mein Sohn?</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.17">Und der Bote antwortete und sprach: Israel ist vor den Philistern geflohen, und auch hat eine grosse Niederlage unter dem Volke stattgefunden, und auch deine beiden Söhne, Hophni und Pinehas, sind tot, und die Lade Gottes ist genommen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.18">Und es geschah, als er die Lade Gottes erwähnte, da fiel Eli <note>{W. er}</note> rücklings vom Stuhle, an der Seite des Tores, und brach das Genick und starb; denn der Mann war alt und schwer. Und er hatte Israel vierzig Jahre gerichtet.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.19">Und seine Schwiegertochter, das Weib des Pinehas, war schwanger zum Gebären; und als sie die Nachricht hörte, dass die Lade Gottes genommen, und dass ihr Schwiegervater und ihr Mann tot wären, da sank sie nieder und gebar, denn es überfielen sie ihre Wehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.20">Und um die Zeit ihres Sterbens, da sprachen die Weiber, die um sie her standen: Fürchte dich nicht, denn einen Sohn hast du geboren! Aber sie antwortete nicht und nahm es nicht zu Herzen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.21">Und sie nannte den Knaben Ikabod <note>{Nicht-Herrlichkeit; and.: Wo-Herrlichkeit}</note>, indem sie sprach: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen! weil die Lade Gottes genommen war, und wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.4.22">Und sie sprach: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die Lade Gottes ist genommen!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.5">
        <verse osisID="1Sam.5.1">Und die Philister hatten die Lade Gottes genommen und brachten sie von Eben-Eser nach Asdod.</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.2">Und die Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie in das Haus Dagons <note>{H. Dach = Fisch; eine Fischgottheit mit dem Kopf und den Händen eines Menschen und dem Rumpfe eines Fisches}</note> und stellten sie neben Dagon.</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.3">Und als die Asdoditer am anderen Tage früh aufstanden, siehe, da lag Dagon auf seinem Angesicht auf der Erde vor der Lade Jahwes; und sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an seinen Ort.</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.4">Und als die am anderen Tage des Morgens früh aufstanden, siehe, da lag Dagon auf seinem Angesicht auf der Erde vor der Lade Jahwes; und zwar lagen das Haupt Dagons und seine beiden Hände abgehauen auf der Schwelle, nur der Fischrumpf war an ihm übriggeblieben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.5">Darum treten die Priester Dagons und alle, die in das Haus Dagons gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Asdod bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.6">Und die Hand Jahwes lag schwer auf den Asdoditern, und er verwüstete sie; und er schlug sie mit Beulen, Asdod und sein Gebiet.</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.7">Und als die Leute von Asdod sahen, dass dem also war, sprachen sie: Die Lade des Gottes Israels soll nicht bei uns bleiben; denn seine Hand ist hart über uns und über Dagon, unserem Gott.</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.8">Und sie sandten hin und versammelten alle Fürsten der Philister zu sich und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels tun? Und sie sprachen: Man schaffe die Lade des Gottes Israels nach Gath. Und sie schafften die Lade des Gottes Israels hin.</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.9">Und es geschah, nachdem sie sie hingeschafft hatten, da kam die Hand Jahwes über die Stadt, und es entstand eine sehr grosse Bestürzung; und er schlug die Leute der Stadt, vom Kleinen bis zum Grossen, dass Beulen an ihnen ausbrachen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.10">Da sandten sie die Lade Gottes nach Ekron. Und es geschah, als die Lade Gottes nach Ekron kam, da schrieen die Ekroniter und sprachen: Sie haben die Lade des Gottes Israels zu mir hergeschafft, um mich und mein Volk zu töten!</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.11">Und sie sandten hin und versammelten alle Fürsten der Philister und sprachen: Sendet die Lade des Gottes Israels fort, dass sie an ihren Ort zurückkehre und mich und mein Volk nicht töte. Denn es war eine tödliche Bestürzung in der ganzen Stadt; die Hand Gottes war sehr schwer daselbst.</verse>
        <verse osisID="1Sam.5.12">Und die Leute, die nicht starben, wurden mit Beulen geschlagen; und das Geschrei; der Stadt stieg zum Himmel empor.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.6">
        <verse osisID="1Sam.6.1">Und die Lade Jahwes war im Gefilde der Philister sieben Monate.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.2">Und die Philister riefen die Priester und Wahrsager und sprachen: Was sollen wir mit der Lade Jahwes tun? Tut uns kund, auf welche Weise <note>{O. womit}</note> wir sie an ihren Ort senden sollen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.3">Und sie sprachen: Wenn ihr die Lade des Gottes Israels fortsendet, so sollt ihr sie nicht leer fortsenden, denn ihr müsst ihm jedenfalls ein Schuldopfer erstatten; alsdann werdet ihr genesen, und es wird euch kundwerden, warum seine Hand nicht von euch weicht.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.4">Und sie sprachen: Welches ist das Schuldopfer, das wir ihm erstatten sollen? Und sie sprachen: Nach der Zahl der Fürsten der Philister, fünf goldene Beulen und fünf goldene Mäuse; denn einerlei Plage habt ihr <note>{Eig. haben sie}</note> alle und eure Fürsten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.5">Und machet Bilder von euren Beulen und Bilder von euren Mäusen, die das Land verderben, und gebet dem Gott Israels Ehre; vielleicht lässt er seine Hand leichter werden über euch und über eurem Gott und über eurem Lande.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.6">Und warum wolltet ihr euer Herz verstocken, wie die Ägypter und der Pharao ihr Herz verstockt haben? Liessen sie sie nicht ziehen, als er seine Macht an <note>{O. unter}</note> ihnen geübt hatte, und sie zogen weg?</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.7">Und nun machet einen neuen Wagen und nehmet zwei säugende Kühe, auf die kein Joch gekommen ist; und spannet die Kühe an den Wagen und bringet ihre Kälber hinter ihnen weg nach Hause zurück.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.8">Und nehmet die Lade Jahwes und stellet sie auf den Wagen; und die goldenen Geräte, die ihr ihm als Schuldopfer erstattet habt, tut in ein Kästlein an ihre Seite, und sendet sie, dass sie wegziehe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.9">Und sehet zu: wenn sie den Weg nach ihrer Grenze hinaufgeht, nach Beth-Semes hin, so hat er uns dieses grosse Übel getan; wenn aber nicht, so wissen wir, dass nicht seine Hand uns geschlagen hat: ein Zufall ist es uns gewesen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.10">Und die Männer taten also und nahmen zwei säugende Kühe und spannten sie an den Wagen, und ihre Kälber sperrten sie zu Hause ein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.11">Und sie stellten die Lade Jahwes auf den Wagen, und das Kästlein mit den goldenen Mäusen und den Bildern ihrer Beulen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.12">Und die Kühe gingen geradeaus auf dem Wege nach Beth-Semes; auf einer Strasse gingen sie, im Gehen brüllend, und wichen nicht zur Rechten noch zur Linken; und die Fürsten der Philister gingen hinter ihnen her, bis an die Grenze von Beth-Semes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.13">Und die von Beth-Semes ernteten die Weizenernte in der Niederung; und als sie ihre Augen erhoben und die Lade sahen, da freuten sie sich, sie zu sehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.14">Und der Wagen kam auf das Feld Josuas, des Beth-Semiters, und stand daselbst still; und es war ein grosser Stein daselbst. Und sie spalteten das Holz des Wagens und opferten die Kühe als Brandopfer dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.15">Und die Leviten nahmen die Lade Jahwes herab und das Kästlein, das bei ihr war, in welchem die goldenen Geräte waren, und setzten sie auf den grossen Stein. Und die Männer von Beth-Semes opferten Brandopfer und schlachteten Schlachtopfer an jenem Tage dem Jahwe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.16">Und die fünf Fürsten der Philister sahen zu und kehrten an jenem Tage nach Ekron zurück.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.17">Und dies sind die goldenen Beulen, welche die Philister Jahwe als Schuldopfer erstatteten: Für Asdod eine, für Gasa eine, für Askalon eine, für Gath eine, für Ekron eine;</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.18">und die goldenen Mäuse nach der Zahl aller Städte der Philister, nach den fünf Fürsten <note>{O. die den fünf Fürsten gehörten}</note>, von den festen Städten bis zu den offenen Dörfern <note>{Eig. den Dörfern des platten Landes}</note>; und sie brachten sie bis zu dem grossen Stein Abel <note>{And. l.:... Dörfern; und Zeuge ist der grosse Stein}</note>, auf welchen sie die Lade Jahwes niedersetzten, der bis auf diesen Tag im Felde Josuas, des Beth-Semiters, ist.</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.19">Und er schlug unter den Leuten von Beth-Semes, weil sie in die Lade Jahwes geschaut hatten, und schlug unter dem Volke siebzig Mann <note>{Im hebr. Text steht noch: fünfzigtausend Mann. Vielleicht eine aus Versehen in den Text aufgenommene Randbemerkung}</note>; da trauerte das Volk, weil Jahwe eine so grosse Niederlage unter dem Volke angerichtet hatte;</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.20">und die Leute von Beth-Semes sprachen: Wer vermag vor Jahwe, diesem heiligen Gott, zu bestehen? und zu wem soll er von uns hinaufziehen?</verse>
        <verse osisID="1Sam.6.21">Und sie sandten Boten zu den Bewohnern von Kirjath-Jearim und sprachen: Die Philister haben die Lade Jahwes zurückgebracht; kommet herab, führet sie zu euch hinauf.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.7">
        <verse osisID="1Sam.7.1">Und die Männer von Kirjath-Jearim kamen und führten die Lade Jahwes hinauf, und sie brachten sie in das Haus Abinadabs auf dem Hügel; und sie heiligten Eleasar, seinen Sohn, die Lade Jahwes zu hüten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.2">Und es geschah von dem Tage an, da die Lade zu Kirjath-Jearim blieb, dass der Tage viele wurden, und es wurden zwanzig Jahre. Und das ganze Haus Israel wehklagte Jahwe nach.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.3">Da sprach Samuel zu dem ganzen Hause Israel und sagte: Wenn ihr mit eurem ganzen Herzen zu Jahwe umkehret, so tut die fremden Götter und die Astaroth aus eurer Mitte hinweg, und richtet euer Herz auf Jahwe und dienet ihm allein; und er wird euch aus der Hand der Philister erretten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.4">Und die Kinder Israel taten die Baalim und die Astaroth hinweg und dienten Jahwe allein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.5">Und Samuel sprach: Versammelt ganz Israel nach Mizpa, und ich will Jahwe für euch bitten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.6">Und sie versammelten sich nach Mizpa und schöpften Wasser und gossen es aus vor Jahwe; und sie fasteten an selbigem Tage und sprachen daselbst: Wir haben gegen Jahwe gesündigt! Und Samuel richtete die Kinder Israel zu Mizpa. -</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.7">Und die Philister hörten, dass die Kinder Israel sich nach Mizpa versammelt hatten, und die Fürsten der Philister zogen wider Israel herauf. Und die Kinder Israel hörten es und fürchteten sich vor den Philistern;</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.8">und die Kinder Israel sprachen zu Samuel: Lass nicht ab, für uns zu Jahwe, unserem Gott, zu schreien, dass er uns von der Hand der Philister rette!</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.9">Und Samuel nahm ein Milchlamm und opferte es ganz als Brandopfer dem Jahwe; und Samuel schrie zu Jahwe für Israel, und Jahwe erhörte ihn.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.10">Es geschah nämlich, während Samuel das Brandopfer opferte, da rückten die Philister heran zum Streit wider Israel. Und Jahwe donnerte mit starkem Donner an selbigem Tage über den Philistern und verwirrte sie, und sie wurden vor Israel geschlagen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.11">Und die Männer von Israel zogen von Mizpa aus und verfolgten die Philister und schlugen sie bis unterhalb Beth-Kar.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.12">Und Samuel nahm einen Stein und stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen <note>{O. der Felszacke}</note>, und er gab ihm den Namen Eben-Eser <note>{Stein der Hilfe}</note> und sprach: Bis hierher hat uns Jahwe geholfen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.13">So wurden die Philister gedemütigt, und sie kamen fortan nicht mehr in die Grenzen Israels; und die Hand Jahwes war wider die Philister alle Tage Samuels.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.14">Und die Städte, welche die Philister von Israel genommen hatten, kamen wieder an Israel, von Ekron bis Gath; auch ihr Gebiet errettete Israel aus der Hand der Philister. Und es ward Friede zwischen Israel und den Amoritern.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.15">Und Samuel richtete Israel alle Tage seines Lebens.</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.16">Und er ging Jahr für Jahr und zog umher nach Bethel und Gilgal und Mizpa und richtete Israel an allen diesen Orten;</verse>
        <verse osisID="1Sam.7.17">und er kehrte nach Rama zurück, denn dort war sein Haus, und dort richtete er Israel. Und er baute daselbst Jahwe einen Altar.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.8">
        <verse osisID="1Sam.8.1">Und es geschah, als Samuel alt geworden war, da setzte er seine Söhne als Richter ein über Israel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.2">Und der Name seines erstgeborenen Sohnes war Joel, und der Name seines zweiten Abija; sie richteten zu Beerseba.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.3">Aber seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen; und sie neigten sich dem Gewinne nach und nahmen Geschenke und beugten <note>{FB2004: beugten, das heisst veränderten.}</note> das Recht.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.4">Da versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama;</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.5">und sie sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun setze einen König über uns ein, dass er uns richte, gleich allen Nationen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.6">Und das Wort war übel in den Augen Samuels, als sie sprachen: Gib uns einen König, dass er uns richte! Und Samuel betete zu Jahwe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.7">Und Jahwe sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.8">Nach allen den Taten, die sie getan von dem Tage an, da ich sie aus Ägypten heraufgeführt habe, bis auf diesen Tag, indem sie mich verlassen und anderen Göttern gedient haben, also tun sie auch dir.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.9">Und nun höre auf ihre Stimme; nur zeuge ernstlich wider sie <note>{O. verwarne sie ernstlich}</note> und tue ihnen die Weise <note>{O. das Recht}</note> des Königs kund, der über sie herrschen wird.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.10">Und Samuel sprach alle Worte Jahwes zu dem Volke, das einen König von ihm begehrte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.11">Und er sprach: Dies wird die Weise <note>{O. das Recht}</note> des Königs sein, der über euch regieren wird: Eure Söhne wird er nehmen und für sich bestellen auf seinen Wagen und unter seine Reiter, und dass sie vor seinem Wagen herlaufen;</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.12">und er wird sie nehmen, um sich Oberste über tausend und Oberste über fünfzig zu machen, und dass sie seine Äcker pflügen und seine Ernte einbringen, und dass sie sein Kriegsgerät und sein Wagengerät machen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.13">Und eure Töchter wird er nehmen zu Salbenmischerinnen und zu Köchinnen und zu Bäckerinnen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.14">Und eure Felder und eure Weinberge und eure Olivengärten, die besten, wird er nehmen und sie seinen Knechten geben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.15">Und von euren Saaten und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen Kämmerern <note>{O. Hofbeamten}</note> und seinen Knechten geben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.16">Und eure Knechte und eure Mägde und eure schönsten Jünglinge und eure Esel wird er nehmen und sie zu seinen Geschäften verwenden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.17">Euer Kleinvieh wird er zehnten, und ihr, ihr werdet ihm zu Knechten sein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.18">Und ihr werdet an jenem Tage schreien wegen eures Königs, den ihr euch erwählt habt; aber Jahwe wird euch an jenem Tage nicht erhören.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.19">Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören; und sie sprachen: Nein, sondern ein König soll über uns sein,</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.20">damit auch wir seien wie alle Nationen, und dass unser König uns richte und vor uns her ausziehe und unsere Kriege führe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.21">Und Samuel hörte alle die Reden des Volkes und redete sie vor den Ohren Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.8.22">Und Jahwe sprach zu Samuel: Höre auf ihre Stimme und setze einen König über sie ein. Da sprach Samuel zu den Männern von Israel: Gehet hin, ein jeder in seine Stadt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.9">
        <verse osisID="1Sam.9.1">Und es war ein Mann von Benjamin, sein Name war Kis <note>{H. Kisch}</note>, der Sohn Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bekoraths, des Sohnes Aphiachs, des Sohnes eines Benjaminiters, ein vermögender Mann.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.2">Und er hatte einen Sohn, sein Name war Saul <note>{H. Schaul: Erbetener}</note>, jung <note>{O. auserlesen}</note> und schön, und kein Mann von den Kindern Israel war schöner als er; von seiner Schulter an aufwärts war er höher als alles Volk.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.3">Und die Eselinnen Kis', des Vaters Sauls, hatten sich verirrt <note>{O. waren verloren gegangen; so auch V.20}</note>; und Kis sprach zu seinem Sohne Saul: Nimm doch einen von den Knaben mit dir und mache dich auf, gehe hin, suche die Eselinnen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.4">Und er durchzog das Gebirge Ephraim und durchzog das Land Schalischa, und sie fanden sie nicht; und sie durchzogen das Land Schaalim, aber sie waren nicht da; und er durchzog das Land Benjamin, und sie fanden sie nicht.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.5">Sie waren in das Land Zuph gekommen, da sprach Saul zu seinem Knaben, der bei ihm war: Komm und lass uns umkehren, dass nicht etwa mein Vater von den Eselinnen abstehe und um uns bekümmert sei.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.6">Und er sprach zu ihm: Siehe doch, ein Mann Gottes ist in dieser Stadt, und der Mann ist geehrt; alles was er redet, trifft sicher ein; lass uns nun dahin gehen, vielleicht gibt er uns Auskunft über unseren Weg, auf dem wir gehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.7">Und Saul sprach zu seinem Knaben: Siehe aber, wenn wir hingehen, was wollen wir dem Manne bringen? Denn das Brot ist ausgegangen in unseren Gefässen, und wir haben kein Geschenk dem Manne Gottes zu bringen; was haben wir?</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.8">Und der Knabe antwortete Saul wiederum und sprach: Siehe, es findet sich in meiner Hand ein viertel Sekel Silber; das will ich dem Manne Gottes geben, damit er uns über unseren Weg Auskunft gebe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.9">(Vordem sprach man in Israel also, wenn man ging, Gott zu befragen: Kommt und lasst uns zum Seher gehen; denn den, der heutzutage der Prophet heisst, nannte man vordem den Seher.)</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.10">Da sprach Saul zu seinem Knaben: Dein Wort ist gut; komm, lass uns gehen! Und sie gingen nach der Stadt, wo der Mann Gottes war.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.11">Sie gingen eben die Anhöhe zu der Stadt hinauf, da trafen sie Mädchen, die herauskamen, um Wasser zu schöpfen; und sie sprachen zu ihnen: Ist der Seher hier?</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.12">Und sie antworteten ihnen und sprachen: Ja, siehe, er ist vor dir; eile jetzt, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute ein Schlachtopfer auf der Höhe hat.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.13">Sowie ihr in die Stadt kommet, werdet ihr ihn finden, bevor er zur Höhe hinaufgeht zum Essen; denn das Volk isst nicht, bis er gekommen ist; denn er segnet das Schlachtopfer, danach essen die Geladenen. So geht nun hinauf, denn gerade heute werdet ihr ihn finden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.14">Da gingen sie zur Stadt hinauf. Als sie in die Stadt eintraten, siehe, da kam Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur Höhe hinaufzugehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.15">Jahwe hatte aber einen Tag, bevor Saul kam, dem Ohre Samuels eröffnet und gesagt:</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.16">Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Lande Benjamin zu dir senden, und du sollst ihn zum Fürsten salben über mein Volk Israel; und er wird mein Volk aus der Hand der Philister retten; denn ich habe mein Volk angesehen, denn sein Geschrei ist zu mir gekommen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.17">Sobald nun Samuel Saul sah, antwortete ihm Jahwe: Siehe da den Mann, von dem ich zu dir geredet habe; dieser <note>{O. von dem ich dir gesagt habe: Dieser usw.}</note> soll über mein Volk herrschen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.18">Und Saul trat im Tore zu Samuel heran und sprach: Zeige mir doch an, wo das Haus des Sehers ist.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.19">Und Samuel antwortete Saul und sprach: Ich bin der Seher; gehe vor mir zur Höhe hinauf, denn ihr sollt heute mit mir essen, und am Morgen werde ich dich entlassen; und alles, was in deinem Herzen ist, werde ich dir kundtun.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.20">Und was die Eselinnen betrifft, die dir heute vor drei Tagen irregegangen sind, richte nicht dein Herz auf sie, denn sie sind gefunden. Und nach wem steht alles Begehren Israels? Nicht nach dir und nach dem ganzen Hause deines Vaters <note>{O. Wem wird alles Begehrenswerte Israels gehören? nicht dir usw.}</note>?</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.21">Da antwortete Saul und sprach: Bin ich nicht ein Benjaminiter, von einem der kleinsten Stämme Israels, und ist nicht meine Familie die geringste unter allen Familien des Stammes Benjamin? und warum redest du dergleichen Worte zu mir?</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.22">Und Samuel nahm Saul und seinen Knaben und führte sie in den Saal, und er gab ihnen einen Platz obenan unter den Geladenen; und es waren ihrer bei dreissig Mann.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.23">Und Samuel sprach zu dem Koch: Gib das Stück her, das ich dir gegeben, von dem ich dir gesagt habe: Lege es bei dir zurück.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.24">Da trug der Koch die Keule auf und was daran war und legte es Saul vor. Und er sprach: Siehe, das Zurückbehaltene; lege dir vor, iss! denn auf die bestimmte Zeit ist es für dich aufbewahrt worden, als ich sagte: Ich habe das Volk geladen. So ass Saul mit Samuel an selbigem Tage.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.25">Und sie gingen von der Höhe in die Stadt hinab; und er redete mit Saul auf dem Dache.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.26">Und sie standen früh auf; und es geschah, als die Morgenröte aufging, da rief Samuel dem Saul auf dem Dache zu und sprach: Stehe auf, dass ich dich geleite! Und Saul stand auf, und sie gingen beide, er und Samuel, auf die Strasse hinaus.</verse>
        <verse osisID="1Sam.9.27">Während sie an das Ende der Stadt hinuntergingen, sprach Samuel zu Saul: Sage dem Knaben, dass er uns vorausgehe (und er ging voraus); du aber stehe jetzt still, dass ich dich das Wort Gottes hören lasse.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.10">
        <verse osisID="1Sam.10.1">Und Samuel nahm die Ölflasche und goss sie aus auf sein Haupt, und er küsste ihn und sprach: Ist es nicht also, dass Jahwe dich zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt hat?</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.2">Wenn du heute von mir weggehst, so wirst du zwei Männer treffen beim Grabe Rahels, an der Grenze <note>{O. im Gebiet}</note> von Benjamin, zu Zelzach; und sie werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du zu suchen gegangen bist; und siehe, dein Vater hat die Sache der Eselinnen aufgegeben, und er ist um euch bekümmert und spricht: Was soll ich wegen meines Sohnes tun?</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.3">Und gehst du von dannen weiter und kommst zur Terebinthe Tabor, so werden dich daselbst drei Männer treffen, die zu Gott nach Bethel hinaufgehen; einer trägt drei Böcklein, und einer trägt drei Laibe Brot, und einer trägt einen Schlauch Wein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.4">Und sie werden dich nach deinem Wohlergehen fragen und dir zwei Brote geben, und du sollst sie von ihrer Hand nehmen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.5">Danach wirst du zu dem Hügel Gottes <note>{H. Gibea-Elohim}</note> kommen, wo Aufstellungen der Philister sind; und es wird geschehen, sowie du daselbst in die Stadt kommst, wirst du einer Schar Propheten begegnen, die von der Höhe herabkommen, und vor ihnen her Harfe und Tamburin und Flöte und Laute, und sie werden weissagen <note>{d.h. reden, getrieben durch den Geist Gottes, oder auch, wie z. B. Kap. 18,10, durch einen bösen Geist}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.6">Und der Geist Gottes wird über dich geraten, und du wirst mit ihnen weissagen und wirst in einen anderen Mann verwandelt werden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.7">Und es soll geschehen, wenn dir diese Zeichen eintreffen, so tue, was deine Hand finden wird; denn Gott ist mit dir.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.8">Und gehe vor mir nach Gilgal hinab; und siehe, ich werde zu dir hinabkommen, um Brandopfer zu opfern, um Friedensopfer <note>{O. Dankopfer}</note> zu schlachten; sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme, und ich werde dir kundtun, was du tun sollst.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.9">Und es geschah, als er seinen Rücken wandte, um von Samuel wegzugehen, da verwandelte Gott sein Herz; und alle diese Zeichen trafen ein an jenem Tage.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.10">Und als sie dorthin an den Hügel kamen, siehe, da kam ihm eine Schar Propheten entgegen; und der Geist Gottes geriet über ihn, und er weissagte in ihrer Mitte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.11">Und es geschah, als alle, die ihn von früher her kannten, sahen, und siehe, er weissagte mit den Propheten, da sprach das Volk einer zum anderen: Was ist denn dem Sohne Kis' geschehen? ist auch Saul unter den Propheten?</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.12">Und ein Mann von dort antwortete und sprach: Und wer ist ihr Vater? Daher ist es zum Sprichwort geworden: Ist auch Saul unter den Propheten?</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.13">Und als er aufgehört hatte zu weissagen, kam er auf die Höhe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.14">Und der Oheim Sauls sprach zu ihm und zu seinem Knaben: Wohin seid ihr gegangen? Und er sprach: Die Eselinnen zu suchen; und als wir sahen, dass die nirgend waren, gingen wir zu Samuel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.15">Und der Oheim Sauls sprach: Teile mir doch mit, was Samuel zu euch gesagt hat.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.16">Und Saul sprach zu seinem Oheim: Er tat uns für gewiss kund, dass die Eselinnen gefunden seien. Aber die Sache von dem Königtum, wovon Samuel geredet hatte, teilte er ihm nicht mit.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.17">Und Samuel berief das Volk zu Jahwe nach Mizpa.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.18">Und er sprach zu den Kindern Israel: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Ich habe Israel aus Ägypten heraufgeführt und euch errettet aus der Hand der Ägypter und aus der Hand all der Königreiche, die euch bedrückten;</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.19">ihr aber habt heute euren Gott verworfen, der euch aus allen euren Übeln und euren Drangsalen gerettet hat, und habt zu ihm gesagt: Einen König <note>{And. l.:... habt gesagt: Nein, sondern einen König; wie Kap. 8,19}</note> sollst du über uns setzen! Nun denn, stellet euch auf vor Jahwe nach euren Stämmen und nach euren Tausenden!</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.20">Und Samuel liess alle Stämme Israels herzutreten; und es wurde getroffen der Stamm Benjamin.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.21">Und er liess den Stamm Benjamin nach seinen Geschlechtern herzutreten; und es wurde getroffen das Geschlecht Matri; und es wurde getroffen Saul, der Sohn Kis'. Und sie suchten ihn, aber er wurde nicht gefunden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.22">Und sie befragten wiederum Jahwe: Wird der Mann noch hierher kommen <note>{O. Ist noch ein Mann hierher gekommen}</note>? Und Jahwe sprach: Siehe, er hat sich bei dem Geräte versteckt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.23">Da liefen sie hin und holten ihn von dannen; und er stellte sich mitten unter das Volk, und er war höher als alles Volk, von seiner Schulter an aufwärts.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.24">Und Samuel sprach zu dem ganzen Volke: Habt ihr gesehen, den Jahwe erwählt hat? Denn <note>{O. dass}</note> keiner ist wie er im ganzen Volke. Da jauchzte das ganze Volk, und sie sprachen: Es lebe der König!</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.25">Und Samuel sagte dem Volke das Recht des Königtums, und er schrieb es in ein Buch und legte es vor Jahwe nieder. Und Samuel entliess das ganze Volk, einen jeden nach seinem Hause.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.26">Und auch Saul ging nach seinem Hause, nach Gibea; und mit ihm zog die Schar, deren Herz Gott gerührt hatte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.10.27">Aber etliche Söhne Belials sprachen: Wie sollte der uns retten? Und sie verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk; aber er war wie taub.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.11">
        <verse osisID="1Sam.11.1">Und Nahas, der Ammoniter, zog herauf und belagerte Jabes-Gilead. Und alle Männer von Jabes sprachen zu Nahas: Mache einen Bund mit uns, so wollen wir dir dienen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.2">Aber Nahas, der Ammoniter, sprach zu ihnen: Unter dieser Bedingung will ich einen Bund mit euch machen, dass ich euch allen das rechte Auge aussteche und damit eine Schmach auf ganz Israel lege.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.3">Und die Ältesten von Jabes sprachen zu ihm: Lass uns sieben Tage, und wir wollen Boten in alle Grenzen Israels senden; und wenn niemand ist, der uns rettet, so wollen wir zu dir hinausgehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.4">Und die Boten kamen nach Gibea-Saul und redeten diese Worte zu den Ohren des Volkes. Und das ganze Volk erhob seine Stimme und weinte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.5">Und siehe, Saul kam hinter den Rindern her vom Felde, und Saul sprach: Was ist dem Volke, dass sie weinen? Und sie erzählten ihm die Worte der Männer von Jabes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.6">Da geriet der Geist Gottes über Saul, als er diese Worte hörte, und sein Zorn entbrannte sehr.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.7">Und er nahm ein Joch Rinder und zerstückte sie, und er sandte die Stücke durch Boten in alle Grenzen Israels und liess sagen: Wer nicht auszieht hinter Saul und hinter Samuel her, dessen Rindern wird also getan werden! Da fiel der Schrecken Jahwes auf das Volk, und sie zogen aus wie ein Mann.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.8">Und er musterte sie zu Besek; und es waren der Kinder Israel 300000, und der Männer von Juda 30000.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.9">Und sie sprachen zu den Boten, die gekommen waren: So sollt ihr zu den Männern von Jabes-Gilead sagen: Morgen, wenn die Sonne heiss wird, wird euch Rettung werden. Und die Boten kamen und berichteten es den Männern von Jabes, und sie freuten sich.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.10">Und die Männer von Jabes sprachen: Morgen werden wir zu euch hinausgehen, und ihr möget uns tun nach allem, was gut ist in euren Augen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.11">Und es geschah am anderen Tage, da stellte Saul das Volk in drei Haufen; und sie kamen mitten in das Lager bei der Morgenwache und schlugen Ammon bis zum Heisswerden des Tages; und die Übriggebliebenen wurden zerstreut, und es blieben unter ihnen nicht zwei beisammen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.12">Da sprach das Volk zu Samuel: Wer ist es, der gesagt hat: Sollte Saul über uns regieren? Gebet die Männer her, dass wir sie töten!</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.13">Aber Saul sprach: Niemand soll an diesem Tage getötet werden, denn heute hat Jahwe Rettung geschafft in Israel!</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.14">Und Samuel sprach zu dem Volke: Kommt lasst uns nach Gilgal gehen und daselbst das Königtum erneuern.</verse>
        <verse osisID="1Sam.11.15">Und das ganze Volk zog nach Gilgal, und sie machten daselbst Saul zum König vor Jahwe, zu Gilgal; und sie schlachteten daselbst Friedensopfer vor Jahwe. Und Saul und alle Männer von Israel freuten sich daselbst gar sehr.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.12">
        <verse osisID="1Sam.12.1">Und Samuel sprach zu dem ganzen Israel: Siehe, ich habe auf eure Stimme gehört in allem, was ihr zu mir gesagt habt und habe einen König über euch gesetzt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.2">Und nun siehe, der König zieht vor euch her; ich aber bin alt und grau geworden, und meine Söhne, siehe, sie sind bei euch; und ich habe vor euch gewandelt von meiner Jugend an bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.3">Hier bin ich, zeuget wider mich vor Jahwe und vor seinem Gesalbten! Wessen Rind habe ich genommen? oder wessen Esel habe ich genommen? oder wen habe ich übervorteilt? wem habe ich Gewalt angetan? oder aus wessen Hand habe ich Lösegeld genommen, dass ich dadurch meine Augen verhüllt hätte? so will ich es euch wiedergeben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.4">Und sie sprachen: Du hast uns nicht übervorteilt und uns keine Gewalt angetan, und hast aus niemandes Hand irgend etwas genommen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.5">Und er sprach zu ihnen: Jahwe ist Zeuge wider euch, und Zeuge sein Gesalbter an diesem Tage, dass ihr gar nichts in meiner Hand gefunden habt! Und sie sprachen: Er ist Zeuge!</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.6">Und Samuel sprach zu dem Volke: Jahwe ist es <note>{O. ist Zeuge}</note>, der Mose und Aaron bestellt, und der eure Väter heraufgeführt hat aus dem Lande Ägypten!</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.7">Und nun tretet her, dass ich vor Jahwe mit euch rechte über alle gerechten Taten Jahwes, die er an euch und an euren Vätern getan hat.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.8">Als Jakob nach Ägypten gekommen war, da schrieen eure Väter zu Jahwe; und Jahwe sandte Mose und Aaron, und sie führten eure Väter aus Ägypten hinweg und liessen sie wohnen an diesem Orte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.9">Aber sie vergassen Jahwe, ihren Gott; und er verkaufte sie in die Hand Siseras, des Heerobersten von Hazor, und in die Hand der Philister und in die Hand des Königs von Moab, und sie stritten wider sie.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.10">Da schrieen sie zu Jahwe und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir Jahwe verlassen und den Baalim und den Astaroth gedient haben; und nun errette uns aus der Hand unserer Feinde, so wollen wir dir dienen!</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.11">Und Jahwe sandte Jerub-Baal und Bedan <note>{E. l.: Barak}</note> und Jephtha und Samuel, und er errettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum; und ihr wohntet in Sicherheit.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.12">Als ihr aber sahet, dass Nahas, der König der Kinder Ammon, wider euch kam, sprachet ihr zu mir: Nein, sondern ein König soll über uns regieren! da doch Jahwe, euer Gott, euer König war.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.13">Und nun siehe, da ist der König, den ihr erwählt, den ihr begehrt habt; und siehe, Jahwe hat einen König über euch gesetzt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.14">Wenn ihr nur Jahwe fürchtet und ihm dienet und auf seine Stimme höret und gegen den Befehl Jahwes nicht widerspenstig seid, und sowohl ihr als auch der König, der über euch regiert, Jahwe, eurem Gott, nachfolget!</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.15">Wenn ihr aber nicht auf die Stimme Jahwes höret und gegen den Befehl Jahwes widerspenstig seid, so wird die Hand Jahwes wider euch sein, wie wider eure Väter.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.16">Auch jetzt tretet her und sehet diese grosse Sache, die Jahwe vor euren Augen tun wird.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.17">Ist nicht jetzt die Weizenernte? Ich will zu Jahwe rufen, und er wird Donner und Regen geben; und ihr sollt erkennen und sehen, dass das Böse <note>{W. euer Böses}</note>, das ihr getan habt, gross ist in den Augen Jahwes, einen König für euch zu begehren.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.18">Und Samuel rief zu Jahwe, und Jahwe gab Donner und Regen an jenem Tage. Da fürchtete sich das ganze Volk sehr vor Jahwe und vor Samuel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.19">Und das ganze Volk sprach zu Samuel: Bitte Jahwe, deinen Gott, für deine Knechte, dass wir nicht sterben! Denn zu allen unseren Sünden haben wir das Böse hinzugefügt, einen König für uns zu begehren.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.20">Und Samuel sprach zu dem Volke: Fürchtet euch nicht! ihr habt zwar all dieses Böse getan; nur weichet nicht ab von der Nachfolge Jahwes und dienet Jahwe mit eurem ganzen Herzen;</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.21">und weichet nicht ab, denn ihr würdet den Nichtigen <note>{Eig. der Leere, od. der Öde}</note> nachgehen, die nichts nützen und nicht erretten, denn sie sind nichtig <note>{Eig. Leere, od. Öde}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.22">Denn Jahwe wird um seines grossen Namens willen sein Volk nicht verlassen <note>{O. verwerfen}</note>; denn es hat Jahwe gefallen, euch sich zum Volke zu machen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.23">Auch ich fern sei es von mir, dass ich gegen Jahwe sündigen, dass ich ablassen sollte, für euch zu bitten; sondern ich werde euch den guten und richtigen Weg lehren.</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.24">Nur fürchtet Jahwe, und dienet ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen; denn sehet, welch grosse Dinge er an euch getan hat!</verse>
        <verse osisID="1Sam.12.25">Wenn ihr aber dennoch übeltut, so werdet sowohl ihr als auch euer König weggerafft werden.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.13">
        <verse osisID="1Sam.13.1">Saul war ... Jahre alt <note>{ FB2004: Im hebr. Grundtext fehlt hier die Altersangabe. }</note>, als er König wurde; und er regierte zwei Jahre über Israel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.2">Und Saul wählte sich dreitausend aus Israel; zweitausend waren bei Saul zu Mikmas und auf dem Gebirge von Bethel, und tausend waren bei Jonathan zu Gibea-Benjamin. Das übrige Volk aber entliess er, einen jeden nach seinen Zelten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.3">Und Jonathan schlug die Aufstellung <note>{O. die Besatzung}</note> der Philister, die zu Geba war, und die Philister hörten es. Und Saul liess im ganzen Lande in die Posaune stossen und sprach: Die Hebräer sollen es hören!</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.4">Und als ganz Israel sagen hörte: Saul hat die Aufstellung der Philister geschlagen, und auch hat sich Israel bei den Philistern stinkend gemacht, da versammelte sich das Volk hinter Saul her nach Gilgal.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.5">Und die Philister sammelten sich zum Streit mit Israel: 30000 Wagen und sechstausend Reiter, und Fussvolk, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge; und sie zogen herauf und lagerten sich zu Mikmas, östlich von Beth-Awen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.6">Und die Männer von Israel sahen, dass sie in Drangsal waren, denn das Volk war bedrängt; und das Volk versteckte sich in den Höhlen und in den Dorngebüschen und in den Felsen und in den Burgen und in den Gruben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.7">Und Hebräer gingen über den Jordan in das Land Gad und Gilead. Saul aber war noch zu Gilgal, und das ganze Volk zitterte hinter ihm her <note>{O. folgte ihm zitternd}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.8">Und er wartete sieben Tage, bis zu der von Samuel bestimmten Zeit; aber Samuel kam nicht nach Gilgal. Und das Volk zerstreute sich von ihm weg.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.9">Da sprach Saul: Bringet mir das Brandopfer und die Friedensopfer her! Und er opferte das Brandopfer.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.10">Und es geschah, als er das Opfern des Brandopfers vollendet hatte, siehe, da kam Samuel; und Saul ging hinaus, ihm entgegen, ihn zu begrüssen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.11">Und Samuel sprach: Was hast du getan! Und Saul sprach: Weil ich sah, dass das Volk sich von mir weg zerstreute, und du nicht kamst zur bestimmten Zeit, und die Philister zu Mikmas versammelt waren, so sprach ich:</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.12">Jetzt werden die Philister zu mir nach Gilgal herabkommen, und ich habe Jahwe nicht angefleht! und ich überwand mich und opferte das Brandopfer.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.13">Und Samuel sprach zu Saul: Du hast töricht gehandelt, du hast nicht beobachtet das Gebot Jahwes, deines Gottes, das er dir geboten hat; denn jetzt hätte Jahwe dein Königtum über Israel bestätigt auf ewig;</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.14">nun aber wird dein Königtum nicht bestehen. Jahwe hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und Jahwe hat ihn zum Fürsten über sein Volk bestellt; denn du hast nicht beobachtet, was Jahwe dir geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.15">Und Samuel machte sich auf und ging von Gilgal hinauf nach Gibea-Benjamin. Und Saul musterte das Volk, das sich bei ihm befand, bei sechshundert Mann.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.16">Und Saul und Jonathan, sein Sohn, und das Volk, das sich bei ihm befand, lagen zu Geba-Benjamin; die Philister aber hatten sich zu Mikmas gelagert.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.17">Und der Verheerungszug ging aus von dem Lager der Philister in drei Haufen: Ein Haufe wandte sich des Weges nach Ophra, nach dem Lande Schual hin,</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.18">und ein Haufe wandte sich auf den Weg nach Beth-Horon, und ein Haufe wandte sich des Weges nach der Grenze, die emporragt <note>{O. hinausschaut}</note> über das Tal Zeboim nach der Wüste hin.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.19">Und es war kein Schmied zu finden im ganzen Lande Israel; denn die Philister hatten gesagt: Dass die Hebräer sich nicht Schwert oder Speer <note>{O. Spiess}</note> machen!</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.20">Und ganz Israel ging zu den Philistern hinab, ein jeder um seine Pflugschar und seinen Spaten und sein Beil und seine Sichel zu schärfen,</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.21">wenn die Schneiden an den Sicheln und an den Spaten und an den Gabeln und an den Beilen abgestumpft waren, und um den Rinderstachel zu richten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.22">Und es geschah am Tage des Streites, da wurde kein Schwert noch Speer gefunden in der Hand des ganzen Volkes, das mit Saul und mit Jonathan war; doch bei Saul und seinem Sohne Jonathan fanden sie sich vor.</verse>
        <verse osisID="1Sam.13.23">Und eine <note>{And.: die}</note> Aufstellung der Philister zog aus nach dem Passe von Mikmas.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.14">
        <verse osisID="1Sam.14.1">Und es geschah eines Tages, da sprach Jonathan, der Sohn Sauls, zu dem Knaben, der seine Waffen trug: Komm und lass uns hinübergehen zu der Aufstellung der Philister, die dort drüben ist. Seinem Vater aber tat er es nicht kund.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.2">Und Saul sass am Ende von Gibea, unter dem Granatbaum, der zu Migron ist <note>{O. war}</note>; und des Volkes, das bei ihm war, war bei sechshundert Mann.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.3">(Und Ahija, der Sohn Ahitubs, des Bruders Jkabods, des Sohnes Pinehas', des Sohnes Elis, des Priesters Jahwes zu Silo, trug das Ephod.) Und das Volk wusste nicht, dass Jonathan weggegangen war.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.4">Es war aber zwischen den Pässen, durch welche Jonathan zu der Aufstellung der Philister hinüberzugehen suchte, eine Felszacke auf dieser Seite und eine Felszacke auf jener Seite: der Name der einen war Bozez, und der Name der anderen Sene;</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.5">die eine Zacke bildet eine Säule nordwärts, Mikmas gegenüber, und die andere südwärts, Geba gegenüber.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.6">Und Jonathan sprach zu dem Knaben, der seine Waffen trug: Komm und lass uns hinübergehen zu der Aufstellung dieser Unbeschnittenen; vielleicht wird Jahwe für uns wirken, denn für Jahwe gibt es kein Hindernis, durch viele zu retten oder durch wenige.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.7">Und sein Waffenträger sprach zu ihm: Tue alles, was in deinem Herzen ist; wende dich, wohin du willst, siehe, ich bin mit dir nach deinem Herzen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.8">Und Jonathan sprach: Siehe, wir gehen zu den Männern hinüber und wollen uns ihnen zeigen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.9">Wenn sie so zu uns sprechen: Stehet still, bis wir zu euch gelangen! so wollen wir auf unserer Stelle stehen bleiben und nicht zu ihnen hinaufgehen;</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.10">wenn sie aber so sprechen: Kommet zu uns herauf! so wollen wir hinaufgehen, denn Jahwe hat sie in unsere Hand gegeben; und das soll uns das Zeichen sein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.11">Und beide zeigten sich der Aufstellung der Philister. Da sprachen die Philister: Siehe, Hebräer kommen aus den Löchern hervor, worin sie sich versteckt haben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.12">Und die Männer der Aufstellung antworteten Jonathan und seinem Waffenträger und sprachen: Kommet zu uns herauf, so wollen wir euch etwas zu wissen tun! Da sprach Jonathan zu seinem Waffenträger: Steige hinauf, mir nach; denn Jahwe hat sie in die Hand Israels gegeben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.13">Und Jonathan stieg auf seinen Händen und auf seinen Füssen hinauf, und sein Waffenträger ihm nach. Und sie fielen vor Jonathan, und sein Waffenträger tötete hinter ihm her.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.14">Und die erste Niederlage, welche Jonathan und sein Waffenträger anrichteten <note>{W. der erste Schlag, welchen ... schlugen}</note>, war bei zwanzig Mann, etwa auf der halben Furchenlänge eines Jucharts Ackers.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.15">Und ein Schrecken entstand im Lager, auf dem Felde und unter dem ganzen Volke; die Aufstellung und der Verheerungszug, auch sie erschraken; und das Land erbebte, und es wurde zu einem Schrecken Gottes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.16">Und die Wächter Sauls zu Gibea-Benjamin sahen, und siehe, die Menge zerrann und lief dahin und dorthin <note>{O. zerrann und verlief und zerstreute sich}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.17">Und Saul sprach zu dem Volke, das bei ihm war: Haltet doch Musterung und sehet, wer von uns weggegangen ist. Und sie hielten Musterung, und siehe, Jonathan und sein Waffenträger waren nicht da.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.18">Da sprach Saul zu Ahija: Bringe die Lade Gottes herbei; denn die Lade Gottes war an jenem Tage unter den Kindern Israel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.19">Und es geschah, während Saul zu dem Priester redete, da nahm das Getümmel im Lager der Philister fort und fort zu; und Saul sprach zu dem Priester: Ziehe deine Hand zurück.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.20">Und Saul und alles Volk, das bei ihm war, versammelten sich, und sie kamen zum Streit; und siehe, da war das Schwert des einen wider den anderen, eine sehr grosse Verwirrung.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.21">Und es waren Hebräer bei den Philistern, wie früher, welche mit ihnen in das Lager ringsum hinaufgezogen waren; auch sie wandten sich, um mit Israel zu sein <note>{So die Alexandr. Übersetzung. Der hebräische Text lautet:... hinaufgezogen waren ringsum: und auch sie, um mit Israel zu sein}</note>, das mit Saul und Jonathan war.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.22">Und alle Männer von Israel, die sich im Gebirge Ephraim versteckt hatten, hörten, dass die Philister geflohen waren; und auch sie setzten ihnen nach im Streit.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.23">So rettete Jahwe Israel an selbigem Tage. Und der Streit ging über Beth-Awen hinaus.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.24">Die Männer von Israel waren aber sehr angestrengt an jenem Tage; und Saul beschwor das Volk und sprach: Verflucht sei der Mann, der Speise essen wird bis zum Abend, und bis ich mich an meinen Feinden gerächt habe! Und das ganze Volk kostete keine Speise.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.25">Und das ganze Volk <note>{W. das ganze Land}</note> kam in den Wald, und Honig war auf der Fläche des Feldes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.26">Und als das Volk in den Wald kam: siehe da, ein Strom von Honig; aber niemand brachte seine Hand zu seinem Munde, denn das Volk fürchtete den Schwur.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.27">Jonathan aber hatte es nicht gehört, als sein Vater das Volk beschwor; und er streckte das Ende seines Stabes <note>{O. Spiesses}</note> aus, der in seiner Hand war, und tauchte ihn in den Honigseim und brachte seine Hand wieder zu seinem Munde, und seine Augen wurden hell.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.28">Und einer von dem Volke hob an und sprach: Dein Vater hat das Volk feierlich beschworen und gesagt: Verflucht sei der Mann, der heute Speise essen wird! und so ist das Volk ermattet <note>{O. und doch war das Volk ermattet}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.29">Und Jonathan sprach: Mein Vater hat das Land in Trübsal gebracht; sehet doch, dass meine Augen hell geworden sind, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.30">Was wäre es gewesen, wenn das Volk heute ungehindert von der Beute seiner Feinde gegessen hätte, die es gefunden hat! denn wäre dann nicht <note>{O. wenn nun gar das Volk ..., wäre denn nicht jetzt usw.}</note> die Niederlage der Philister <note>{O. unter den Philistern}</note> gross gewesen?</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.31">Und sie schlugen die Philister an jenem Tage von Mikmas bis nach Ajjalon; und das Volk war sehr ermattet.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.32">Und das Volk fiel über die Beute her, und sie nahmen Kleinvieh und Rinder und Kälber und schlachteten sie auf die Erde hin; und das Volk ass mit dem Blute.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.33">Und man berichtete es Saul und sprach: Siehe, das Volk sündigt gegen Jahwe, indem es mit dem Blute isst. Und er sprach: Ihr habt treulos gehandelt! Wälzet sofort einen grossen Stein zu mir her.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.34">Und Saul sprach: Zerstreuet euch unter das Volk und sprechet zu ihnen: Bringet her zu mir, ein jeder sein Rind und ein jeder sein Kleinvieh, und schlachtet sie hier und esset; und sündiget nicht gegen Jahwe, indem ihr mit dem Blute esset. Und in jener Nacht brachte das ganze Volk ein jeder sein Rind an seiner Hand; und sie schlachteten sie daselbst.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.35">Und Saul baute Jahwe einen Altar; mit diesem fing er an, Jahwe einen Altar zu bauen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.36">Und Saul sprach: Lasst uns bei der Nacht hinabziehen, den Philistern nach, und unter ihnen plündern, bis der Morgen hell wird, und keinen Mann unter ihnen übriglassen! Und sie sprachen: Tue alles, was gut ist in deinen Augen. Und der Priester sprach: Lasst uns hier zu Gott nahen!</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.37">Und Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? wirst du sie in die Hand Israels geben? Aber er antwortete ihm nicht an jenem Tage.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.38">Da sprach Saul: Tretet hierher, alle Häupter des Volkes, und erkennet und sehet, wodurch <note>{And. l.: durch wen}</note> diese Sünde heute geschehen ist.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.39">Denn so wahr Jahwe lebt, der Israel gerettet hat, wenn sie an meinem Sohne Jonathan wäre, so sollte er gewisslich sterben! Und niemand antwortete ihm aus dem ganzen Volke.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.40">Und er sprach zu dem ganzen Israel: Seid ihr auf der einen Seite, und ich und mein Sohn Jonathan wollen auf der anderen Seite sein. Und das Volk sprach zu Saul: Tue, was gut ist in deinen Augen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.41">Und Saul sprach zu Jahwe, dem Gott Israels: Gib ein vollkommenes Los <note>{O. Gib Wahrheit!}</note>! Und Jonathan und Saul wurden getroffen, und das Volk ging frei aus.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.42">Und Saul sprach: Werfet das Los zwischen mir und meinem Sohne Jonathan! Und Jonathan wurde getroffen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.43">Da sprach Saul zu Jonathan: Tue mir kund, was du getan hast. Und Jonathan tat es ihm kund und sprach: Mit dem Ende des Stabes, der in meiner Hand war, habe ich ein wenig Honig nur gekostet: Siehe, ich muss sterben!</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.44">Und Saul sprach: So tue mir Gott, und so füge er hinzu, du musst gewisslich sterben, Jonathan!</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.45">Aber das Volk sprach zu Saul: Sollte Jonathan sterben, der diese grosse Rettung <note>{O. diesen grossen Sieg}</note> in Israel geschafft hat? Das sei ferne! So wahr Jahwe lebt, wenn von den Haaren seines Hauptes eines auf die Erde fällt! denn er hat mit Gott gehandelt an diesem Tage. So erlöste das Volk Jonathan, dass er nicht starb.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.46">Und Saul zog von der Verfolgung der Philister herauf, und die Philister zogen an ihren Ort.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.47">Und Saul nahm das Königtum ein über Israel; und er stritt ringsum wider alle seine Feinde, wider Moab und wider die Kinder Ammon und wider Edom und wider die Könige von Zoba und wider die Philister; und überall, wohin er sich wandte, übte er Strafe <note>{And. l.: siegte er}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.48">Und er tat Mächtiges und schlug Amalek, und errettete Israel aus der Hand seines Plünderers.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.49">Und die Söhne Sauls waren: Jonathan und Jischwi und Malkischua. Und die Namen seiner zwei Töchter: der Name der erstgeborenen war Merab, und der Name der jüngeren Michal <note>{bedeut: "Wer ist wie Gott?" - Antwort: Niemand!}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.50">Und der Name des Weibes Sauls war Achinoam, die Tochter Achimaaz'. Und der Name seines Heerobersten war Abner, der Sohn Ners, des Oheims Sauls;</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.51">denn Kis, der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren Söhne Abiels.</verse>
        <verse osisID="1Sam.14.52">Und der Streit war heftig wider die Philister alle Tage Sauls; und wenn Saul irgend einen streitbaren Mann und irgend einen Tapferen sah, so gesellte er ihn sich zu.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.15">
        <verse osisID="1Sam.15.1">Und Samuel sprach zu Saul: Jahwe hat mich gesandt, um dich zum König zu salben über sein Volk, über Israel. So höre nun auf die Stimme der Worte Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.2">So spricht Jahwe der Heerscharen: Ich habe angesehen, was Amalek Israel getan, wie er sich ihm in den Weg gestellt hat, als es aus Ägypten heraufzog.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.3">Nun ziehe hin und schlage Amalek, und verbannet alles, was er hat, und schone seiner nicht; und töte vom Manne bis zum Weibe, vom Kinde bis zum Säugling, vom Rinde bis zum Kleinvieh, vom Kamel bis zum Esel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.4">Da rief Saul das Volk auf und musterte sie zu Telaim, 200000 Mann zu Fuss und 10000 Männer von Juda.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.5">Und Saul kam bis zu der Stadt der Amalekiter, und er legte einen Hinterhalt in das Tal.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.6">Und Saul sprach zu den Kenitern <note>{Vergl. Richter 1,16; 4, 11}</note>: Gehet, weichet, ziehet hinab aus der Mitte der Amalekiter, dass ich dich nicht mit ihnen wegraffe! Denn du, du hast Güte erwiesen an allen Kindern Israel, als sie aus Ägypten heraufzogen. Und die Keniter wichen aus der Mitte der Amalekiter.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.7">Und Saul schlug die Amalekiter von Hawila an bis nach Sur hin, das vor Ägypten liegt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.8">Und er ergriff Agag, den König der Amalekiter, lebendig; und das ganze Volk verbannte er mit der Schärfe des Schwertes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.9">Und Saul und das Volk verschonten Agag und das Beste vom Klein- und Rindvieh und die Tiere vom zweiten Wurf und die Mastschafe und alles, was gut war, und sie wollten sie nicht verbannen; alles Vieh aber, das gering und schwächlich war, das verbannten sie.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.10">Da geschah das Wort Jahwes zu Samuel also:</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.11">Es reut mich, dass ich Saul zum König gemacht habe; denn er hat sich hinter mir abgewandt und hat meine Worte nicht erfüllt. Und Samuel entbrannte <note>{Das hebr. Wort bezeichnet sowohl Betrübnis als Zorn}</note> und schrie zu Jahwe die ganze Nacht.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.12">Und am Morgen machte Samuel sich früh auf, Saul entgegen. Und es wurde Samuel berichtet und gesagt: Saul ist nach Karmel <note>{Karmel in Juda; vergl. Jos. 15,55}</note> gekommen; und siehe, er hat sich ein Denkmal errichtet, und er hat sich gewandt und ist weitergegangen und nach Gilgal hinabgezogen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.13">Und Samuel kam zu Saul; und Saul sprach zu ihm: Gesegnet seiest du von Jahwe! Ich habe das Wort Jahwes erfüllt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.14">Und Samuel sprach: Was ist denn das für ein Blöken von Kleinvieh in meinen Ohren, und ein Brüllen von Rindern, das ich höre?</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.15">Und Saul sprach: Sie haben sie von den Amalekitern gebracht, weil das Volk das Beste vom Klein- und Rindvieh verschont hat, um Jahwe, deinem Gott, zu opfern; aber das Übrige haben wir verbannt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.16">Da sprach Samuel zu Saul: Halt, dass ich dir kundtue, was Jahwe diese Nacht zu mir geredet hat. Und er sprach zu ihm: Rede!</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.17">Und Samuel sprach: Wurdest du nicht, als du klein in deinen Augen warst, das Haupt der Stämme Israels? Und Jahwe salbte dich zum König über Israel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.18">Und Jahwe hat dich auf den Weg gesandt und gesagt: Ziehe hin und verbanne die Sünder, die Amalekiter, und streite wider sie, bis du sie vernichtest.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.19">Warum hast du denn der Stimme Jahwes nicht gehorcht, und bist über die Beute hergefallen und hast getan, was böse ist in den Augen Jahwes?</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.20">Und Saul sprach zu Samuel: Ich habe der Stimme Jahwes gehorcht und bin auf dem Wege gezogen, den Jahwe mich gesandt hat; und ich habe Agag, den König der Amalekiter, hergebracht, und die Amalekiter habe ich verbannt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.21">Aber das Volk hat von der Beute genommen: Klein- und Rindvieh, das Vorzüglichste des Verbannten, um Jahwe, deinem Gott, zu opfern in Gilgal.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.22">Und Samuel sprach zu Saul: Hat Jahwe Lust an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimme Jahwes gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.23">Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, und der Eigenwille <note>{O. die Widersetzlichkeit}</note> wie Abgötterei und Götzendienst <note>{W. Teraphim}</note>. Weil du das Wort Jahwes verworfen hast, so hat er dich verworfen, dass du nicht mehr König seiest.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.24">Und Saul sprach zu Samuel: Ich habe gesündigt, dass ich den Befehl Jahwes und deine Worte übertreten habe; denn ich habe das Volk gefürchtet und auf seine Stimme gehört.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.25">Und nun, vergib doch meine Sünde, und kehre mit mir um, dass ich vor Jahwe anbete.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.26">Aber Samuel sprach zu Saul: Ich kehre nicht mit dir um; denn du hast das Wort Jahwes verworfen, und Jahwe hat dich verworfen, dass du nicht mehr König über Israel seiest.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.27">Und als Samuel sich wandte zu gehen, da ergriff er den Zipfel seines Oberkleides, und derselbe riss ab.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.28">Da sprach Samuel zu ihm: Jahwe hat heute das Königtum Israels von dir abgerissen und es deinem Nächsten gegeben, der besser ist als du.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.29">Und auch lügt nicht das Vertrauen <note>{Eig. die Beständigkeit}</note> Israels, und er bereut nicht; denn nicht ein Mensch ist er, um zu bereuen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.30">Und er sprach: Ich habe gesündigt! Nun ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel, und kehre mit mir um, dass ich vor Jahwe, deinem Gott, anbete.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.31">Und Samuel kehrte um, Saul nach, und Saul betete an vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.32">Und Samuel sprach: Bringet Agag, den König der Amalekiter, zu mir her. Und Agag kam lustig zu ihm; und Agag sprach: Fürwahr, die Bitterkeit des Todes ist gewichen!</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.33">Aber Samuel sprach: Wie dein Schwert Weiber kinderlos gemacht hat, so sei kinderlos unter Weibern <note>{Eig. vor Weibern}</note> deine Mutter! Und Samuel hieb Agag in Stücke vor Jahwe zu Gilgal.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.34">Und Samuel ging nach Rama; und Saul zog in sein Haus hinauf nach Gibea-Saul.</verse>
        <verse osisID="1Sam.15.35">Und Samuel sah Saul nicht mehr bis zum Tage seines Todes; denn Samuel trauerte um Saul, da es Jahwe reute, dass er Saul zum König über Israel gemacht hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.16">
        <verse osisID="1Sam.16.1">Und Jahwe sprach zu Samuel: Bis wann willst du um Saul trauern, da ich ihn doch verworfen habe, dass er nicht mehr König über Israel sei? Fülle dein Horn mit Öl und gehe hin, ich will dich zu Isai, dem Bethlehemiter, senden; denn ich habe mir unter seinen Söhnen einen König ersehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.2">Und Samuel sprach: Wie mag ich hingehen? Wenn Saul es hört, so tötet er mich. Und Jahwe sprach: Nimm eine Färse mit dir und sprich: Ich bin gekommen, um Jahwe zu opfern.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.3">Und lade Isai zum Schlachtopfer, und ich werde dir kundtun, was du tun sollst; und du sollst mir salben, den ich dir sagen werde.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.4">Und Samuel tat, was Jahwe geredet hatte, und kam nach Bethlehem. Da kamen die Ältesten der Stadt ihm ängstlich entgegen und sprachen: Bedeutet dein Kommen Friede?</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.5">Und er sprach: Friede! Ich bin gekommen, um Jahwe zu opfern. Heiliget euch und kommet mit mir zum Schlachtopfer. Und er heiligte Isai und seine Söhne und lud sie zum Schlachtopfer.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.6">Und es geschah, als sie kamen, da sah er Eliab und sprach: Gewiss, vor Jahwe ist sein Gesalbter!</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.7">Aber Jahwe sprach zu Samuel: Blicke nicht auf sein Aussehen und auf die Höhe seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen; denn Jahwe sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das Äussere <note>{Eig. die Augen}</note>, aber Jahwe sieht auf das Herz.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.8">Da rief Isai Abinadab und liess ihn vor Samuel vorübergehen. Und er sprach: Auch diesen hat Jahwe nicht erwählt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.9">Da liess Isai Schamma vorübergehen. Und er sprach: Auch diesen hat Jahwe nicht erwählt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.10">Und Isai liess sieben seiner Söhne vor Samuel vorübergehen; aber Samuel sprach zu Isai: Jahwe hat diese nicht erwählt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.11">Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Jünglinge alle? Und er sprach: Noch ist der Jüngste übrig, und siehe, er weidet das Kleinvieh. Und Samuel sprach zu Isai: Sende hin und lass ihn holen; denn wir werden uns nicht zu Tische setzen, bis er hierhergekommen ist.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.12">Und er sandte hin und liess ihn kommen; und er war rötlich, dazu schön von Augen und von gutem Ansehen. Und Jahwe sprach: Auf, salbe ihn! denn dieser ist es.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.13">Da nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn inmitten seiner Brüder. Und der Geist Jahwes geriet über David <note>{David = Geliebter}</note> von selbigem Tage an und hinfort. Und Samuel machte sich auf und ging nach Rama.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.14">Aber der Geist Jahwes wich von Saul, und ein böser Geist von Jahwe ängstigte ihn.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.15">Und die Knechte Sauls sprachen zu ihm: Siehe doch, ein böser Geist von Gott ängstigt dich.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.16">Es befehle doch unser Herr deinen Knechten, die vor dir sind, dass sie einen Mann suchen, der des Lautenspieles kundig ist; und es wird geschehen, wenn der böse Geist von Gott über dich kommt, so wird er mit seiner Hand spielen, und es wird dir wohl werden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.17">Und Saul sprach zu seinen Knechten: Ersehet mir doch einen Mann, der gut spielen kann, und bringet ihn zu mir.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.18">Und einer von den Knaben <note>{d.h. Knappen, Dienern}</note> antwortete und sprach: Siehe, ich habe einen Sohn Isais, des Bethlehemiters, gesehen, der des Spielens kundig ist, und er ist ein tapferer Held und ein Kriegsmann und der Rede verständig und ein schöner Mann, und Jahwe ist mit ihm.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.19">Da sandte Saul Boten zu Isai und liess ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der bei dem Kleinvieh ist.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.20">Und Isai nahm einen Esel mit Brot <note>{W. einen Esel Brotes, d.h. mit so viel Brot beladen, wie ein Esel tragen kann}</note> und einen Schlauch Wein und ein Ziegenböcklein, und er sandte es durch seinen Sohn David an Saul.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.21">Und David kam zu Saul und stand vor ihm <note>{d.h. diente ihm}</note>; und er liebte ihn sehr, und er wurde sein Waffenträger.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.22">Und Saul sandte zu Isai und liess ihm sagen: Lass doch David vor mir stehen, denn er hat Gnade gefunden in meinen Augen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.16.23">Und es geschah, wenn der Geist von Gott über Saul kam, so nahm David die Laute und spielte mit seiner Hand; und Saul fand Erleichterung, und es wurde ihm wohl, und der böse Geist wich von ihm.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.17">
        <verse osisID="1Sam.17.1">Und die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und versammelten sich zu Soko, das Juda gehört, und lagerten sich bei Ephes-Dammim, zwischen Soko und Aseka.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.2">Und Saul und die Männer von Israel versammelten und lagerten sich im Terebinthentale, und sie stellten sich in Schlachtordnung auf, den Philistern gegenüber.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.3">Und die Philister standen am Berge jenseits, und Israel stand am Berge diesseits, und das Tal war zwischen ihnen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.4">Und der Zwischenkämpfer trat aus den Lagern der Philister hervor, sein Name war Goliath, aus Gath <note>{S. Josua 11,22}</note>; seine Höhe war sechs Ellen und eine Spanne <note>{FB2004: das sind etwa 3 Meter}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.5">Und er hatte einen ehernen Helm auf seinem Haupte, und er war mit einem Schuppenpanzer bekleidet, und das Gewicht des Panzers war 5000 Sekel Erz.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.6">Und er hatte eherne Schienen an seinen Beinen und einen ehernen Wurfspiess zwischen seinen Schultern;</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.7">und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum, und die Spitze seines Speeres war sechshundert Sekel Eisen. Und der Schildträger ging vor ihm her.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.8">Und er trat hin und rief den Schlachtreihen Israels zu und sprach zu ihnen: Warum ziehet ihr aus, euch in Schlachtordnung aufzustellen? Bin ich nicht der Philister, und ihr die Knechte Sauls? Wählet euch einen Mann, dass er zu mir herabkomme!</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.9">Wenn er mit mir zu kämpfen vermag und mich erschlägt, so wollen wir eure Knechte sein; wenn ich ihn aber überwinde und ihn erschlage, so sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.10">Und der Philister sprach: Ich habe die Schlachtreihen Israels verhöhnt an diesem Tage! Gebet mir einen Mann, dass wir miteinander kämpfen!</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.11">Und Saul und ganz Israel hörten diese Worte des Philisters, und sie erschraken und fürchteten sich sehr.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.12">David nun war der Sohn jenes Ephratiters <note>{W. jenes ephratischen Mannes}</note> von Bethlehem-Juda, dessen Name Isai war und der acht Söhne hatte; und der Mann war in den Tagen Sauls alt, im Alter vorgerückt unter den Männern.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.13">Und die drei ältesten Söhne Isais waren hingegangen, sie waren Saul nachgefolgt zum Streit; und die Namen seiner drei Söhne, die in den Streit gezogen, waren: Eliab, der Erstgeborene, und sein Zweiter, Abinadab, und der Dritte, Schamma.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.14">Und David war der Jüngste, und die drei Ältesten waren Saul nachgefolgt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.15">David aber ging hin und kam wieder zurück von Saul, um das Kleinvieh seines Vaters zu weiden zu Bethlehem. -</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.16">Und der Philister trat morgens und abends herzu und stellte sich hin, vierzig Tage lang. -</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.17">Und Isai sprach zu seinem Sohne David: Nimm doch für deine Brüder dieses Epha geröstete Körner und diese zehn Brote, und bringe sie schnell in das Lager zu deinen Brüdern;</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.18">und diese zehn Schnitten Milchkäse bringe dem Obersten über tausend und besuche deine Brüder, um nach ihrem Wohlergehen zu fragen, und nimm ein Pfand von ihnen mit.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.19">Saul und sie und alle Männer von Israel sind nämlich im Terebinthentale, streitend mit den Philistern. -</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.20">Da machte sich David des Morgens früh auf und überliess das Kleinvieh einem Hüter; und er nahm und ging hin, wie Isai ihm geboten hatte; und er kam an die Wagenburg, als das Heer, das in die Schlachtreihe ausrückte, das Kampfgeschrei erhob.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.21">Und Israel und die Philister stellten sich auf, Schlachtreihe gegen Schlachtreihe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.22">Und David überliess das Gerät, das er trug, der Hand des Hüters der Geräte und lief in die Schlachtreihe; und er kam und fragte seine Brüder nach ihrem Wohlergehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.23">Und während er mit ihnen redete, siehe, da kam der Zwischenkämpfer herauf, Goliath, der Philister, sein Name, von Gath, aus den Schlachtreihen der Philister und sprach nach jenen Worten; und David hörte es.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.24">Und alle Männer von Israel, als sie den Mann sahen, flohen vor ihm und fürchteten sich sehr.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.25">Und die Männer von Israel sprachen: Habt ihr diesen Mann gesehen, der heraufkommt? denn um Israel zu verhöhnen, kommt er herauf. Und es soll geschehen, den Mann, der ihn erschlägt, den will der König bereichern mit grossem Reichtum, und er will ihm seine Tochter geben, und das Haus seines Vaters will er frei machen in Israel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.26">Da sprach David zu den Männern, die bei ihm standen, und sagte: Was soll dem Manne geschehen, der diesen Philister da erschlägt und den Hohn von Israel abwendet? denn wer ist dieser Philister, dieser Unbeschnittene, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt?</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.27">Und das Volk sprach zu ihm nach jenem Worte und sagte: So soll dem Manne geschehen, der ihn erschlägt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.28">Und Eliab, sein ältester Bruder, hörte zu, als er zu den Männern redete; und der Zorn Eliabs entbrannte wider David, und er sprach: Warum doch bist du herabgekommen, und wem hast du jene wenigen Schafe in der Wüste überlassen? Ich kenne deine Vermessenheit wohl und die Bosheit deines Herzens; denn um den Streit zu sehen, bist du herabgekommen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.29">Und David sprach: Was habe ich nun getan? Ist es nicht der Mühe wert <note>{And. üb.: Ist es nicht ein Auftrag}</note>?</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.30">Und er wandte sich von ihm ab, einem anderen zu, und sprach nach jenem Worte; und das Volk gab ihm Antwort nach der vorigen Antwort.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.31">Und die Worte, welche David geredet hatte, wurden gehört und man erzählte sie vor Saul; und er liess ihn holen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.32">Und David sprach zu Saul: Es entfalle keinem Menschen das Herz seinetwegen! Dein Knecht will gehen und mit diesem Philister kämpfen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.33">Aber Saul sprach zu David: Du vermagst nicht wider diesen Philister zu gehen, um mit ihm zu kämpfen; denn du bist ein Jüngling, er aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend an.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.34">Da sprach David zu Saul: Dein Knecht weidete das Kleinvieh für seinen Vater; kam nun ein Löwe oder ein Bär und trug ein Stück von der Herde fort,</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.35">so lief ich ihm nach und schlug ihn und entriss es seinem Rachen; und erhob er sich wider mich, so ergriff ich ihn bei dem Barte und schlug ihn und tötete ihn.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.36">Sowohl den Löwen als auch den Bären hat dein Knecht erschlagen; und dieser Philister, dieser Unbeschnittene, soll sein wie einer von ihnen, weil er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt hat!</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.37">Und David sprach: Jahwe, der mich aus den Klauen <note>{Eig. aus der Hand}</note> des Löwen und aus den Klauen <note>{Eig. aus der Hand}</note> des Bären errettet hat, er wird mich aus der Hand dieses Philisters erretten. Und Saul sprach zu David: Gehe hin, und Jahwe sei mit dir!</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.38">Und Saul zog David seinen Rock an und setzte einen ehernen Helm auf sein Haupt und zog ihm einen Panzer an.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.39">Und David gürtete sein Schwert über seinen Rock und wollte gehen, denn er hatte es nie versucht. Da sprach David zu Saul: Ich kann nicht darin gehen, denn ich habe es nie versucht. Und David legte sie von sich ab.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.40">Und er nahm seinen Stab in seine Hand und wählte sich fünf glatte Steine aus dem Bache <note>{O. Tal, trockenes Flussbett}</note> und tat sie in das Hirtengerät, das er hatte, in die Tasche, und seine Schleuder hatte er in seiner Hand; und er trat an den Philister heran.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.41">Und der Philister ging und kam dem David immer näher, und der Mann, der den Schild <note>{Hier der grosse, den ganzen Mann deckende Schild}</note> trug, vor ihm her.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.42">Und als der Philister hinschaute und David sah, verachtete er ihn; denn er war ein Jüngling und rötlich, dazu schön von Ansehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.43">Und der Philister sprach zu David: Bin ich ein Hund, dass du mit Stöcken zu mir kommst? Und der Philister fluchte David bei seinen Göttern.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.44">Und der Philister sprach zu David: Komm her zu mir, dass ich dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe!</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.45">Und David sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspiess; ich aber komme zu dir im Namen Jahwes der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den <note>{O. die}</note> du verhöhnt hast.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.46">An diesem Tage wird Jahwe dich in meine Hand überliefern, und ich werde dich erschlagen und dein Haupt von dir wegnehmen; und die Leichname des Heeres der Philister werde ich an diesem Tage den Vögeln des Himmels und dem Wilde der Erde geben; und die ganze Erde soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.47">Und diese ganze Versammlung soll erkennen, dass Jahwe nicht durch Schwert und durch Speer rettet; denn Jahwes ist der Streit, und er wird euch in unsere Hand geben!</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.48">Und es geschah, als der Philister sich aufmachte und ging und nahte, David entgegen, da eilte David und lief der Schlachtreihe zu, dem Philister entgegen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.49">Und David fuhr mit seiner Hand in das Gerät und nahm einen Stein heraus, und er schleuderte und traf den Philister an seine Stirn; und der Stein drang in seine Stirn, und er fiel auf sein Angesicht zur Erde.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.50">So war David, mit der Schleuder und mit dem Steine, stärker als der Philister, und er schlug den Philister und tötete ihn; und David hatte kein Schwert in der Hand.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.51">Und David lief und trat zu dem Philister hin, und er nahm sein Schwert und zog es aus seiner Scheide und tötete ihn, und hieb ihm den Kopf damit ab. Als aber die Philister sahen, dass ihr Held tot war, da flohen sie.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.52">Und die Männer von Israel und Juda machten sich auf und erhoben ein Geschrei und verfolgten die Philister bis zum Eingang des Tales <note>{W. bis man in das Tal kommt; And. l.: bis nach Gath}</note> und bis zu den Toren von Ekron; und die Erschlagenen der Philister fielen auf dem Wege nach Schaaraim und bis Gath und bis Ekron.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.53">Und die Kinder Israel kehrten um von der Verfolgung der Philister und plünderten ihre Lager.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.54">Und David nahm das Haupt des Philisters und brachte es nach Jerusalem; seine Waffen aber legte er in sein Zelt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.55">Und als Saul David ausziehen sah, dem Philister entgegen, sprach er zu Abner, dem Heerobersten: Wessen Sohn ist doch der Jüngling, Abner? Und Abner sprach: So wahr deine Seele lebt, o König, ich weiss es nicht!</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.56">Und der König sprach: Frage du, wessen Sohn der junge Mann ist.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.57">Und als David vom Erschlagen des Philisters zurückkehrte, da nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul; und das Haupt des Philisters war in seiner Hand.</verse>
        <verse osisID="1Sam.17.58">Und Saul sprach zu ihm: Wessen Sohn bist du, Jüngling? Und David sprach: Der Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiters.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.18">
        <verse osisID="1Sam.18.1">Und es geschah, als er aufgehört hatte, mit Saul zu reden, da verband sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids; und Jonathan liebte ihn wie seine Seele.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.2">Und Saul nahm ihn an jenem Tage zu sich und liess ihn nicht in das Haus seines Vaters zurückkehren.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.3">Und Jonathan und David schlossen einen Bund, weil er ihn liebte wie seine Seele.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.4">Und Jonathan zog das Oberkleid aus, das er anhatte, und gab es David, und seinen Rock <note>{d.h. Waffenrock, wie Kap. 17,38}</note> und bis auf sein Schwert und seinen Bogen und seinen Gürtel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.5">Und David zog aus, wohin immer Saul ihn sandte, und er hatte Gelingen <note>{O. und David zog aus; wohin ..., hatte er Gelingen}</note>; und Saul setzte ihn über die Kriegsleute; und er war in den Augen des ganzen Volkes und auch in den Augen der Knechte Sauls wohlgefällig.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.6">Und es geschah, als sie einzogen, als David vom Erschlagen des Philisters zurückkehrte, da zogen die Weiber aus allen Städten Israels zu Gesang und Reigen dem König Saul entgegen, mit Tamburinen, mit Jubel und mit Triangeln.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.7">Und die Weiber, die da spielten <note>{O. tanzten}</note>, sangen und sprachen <note>{d.h. im Wechselgesang; so auch Kap. 21,11; 29,5}</note>: "Saul hat seine Tausende erschlagen, und David seine Zehntausende."</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.8">Da ergrimmte Saul sehr, und dieses Wort war übel in seinen Augen, und er sprach: Sie haben David Zehntausende gegeben, und mir haben sie die Tausende gegeben; es fehlt ihm nur noch das Königtum.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.9">Und Saul sah scheel auf David von jenem Tage an und hinfort.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.10">Und es geschah am anderen Tage, da geriet ein böser Geist von Gott über Saul, und er weissagte <note>{S. die Anm. zu Kap. 10, 5}</note> im Innern des Hauses; David aber spielte mit seiner Hand, wie Tag für Tag, und der Speer war in der Hand Sauls.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.11">Und Saul warf <note>{O. schwang}</note> den Speer und dachte <note>{O. sagte}</note>: Ich will David an die Wand spiessen! Aber David wandte sich zweimal von ihm ab.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.12">Und Saul fürchtete sich vor David; denn Jahwe war mit ihm, und von Saul war er gewichen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.13">Und Saul tat ihn von sich weg und setzte ihn <note>{Eig. setzte sich ihn}</note> zum Obersten über tausend; und er zog aus und ein vor dem Volke her.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.14">Und es gelang David auf allen seinen Wegen, und Jahwe war mit ihm.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.15">Und als Saul sah, dass es ihm wohl gelang, scheute er sich vor ihm.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.16">Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb, denn er zog aus und ein vor ihnen her.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.17">Und Saul sprach zu David: Siehe, meine älteste Tochter Merab, die will ich dir zum Weibe geben; nur sei mir ein tapferer Mann und streite die Streite Jahwes! Saul aber dachte: Meine Hand soll nicht wider ihn sein, sondern die Hand der Philister soll wider ihn sein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.18">Und David sprach zu Saul: Wer bin ich, und was ist mein Leben und das Geschlecht meines Vaters in Israel, dass ich des Königs Eidam werden sollte?</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.19">Und es geschah zu der Zeit, als Merab, die Tochter Sauls, dem David gegeben werden sollte, da wurde sie Adriel, dem Meholathiter, zum Weibe gegeben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.20">Und Michal, die Tochter Sauls, liebte David; und man berichtete es Saul, und die Sache war recht in seinen Augen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.21">Und Saul sprach: Ich will sie ihm geben, dass sie ihm zum Fallstrick werde und die Hand der Philister wider ihn sei. Und Saul sprach zu David: Zum zweiten Male <note>{O. Mittelst Zweier}</note> sollst du heute mein Eidam werden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.22">Und Saul gebot seinen Knechten: Redet im geheimen zu David und sprechet: Siehe, der König hat Gefallen an dir, und alle seine Knechte haben dich lieb; so werde nun des Königs Eidam.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.23">Und die Knechte Sauls redeten diese Worte vor den Ohren Davids. Und David sprach: Ist es ein Geringes in euren Augen, des Königs Eidam zu werden? bin ich doch ein armer und geringer Mann.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.24">Und die Knechte Sauls berichteten es ihm und sprachen: Nach diesen Worten hat David geredet.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.25">Da sprach Saul: So sollt ihr zu David sagen: Der König hat kein Begehr nach einer Heiratsgabe, sondern nach hundert Vorhäuten der Philister, um sich an den Feinden des Königs zu rächen. Saul aber gedachte David durch die Hand der Philister zu fällen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.26">Und seine Knechte berichteten David diese Worte, und die Sache war recht in den Augen Davids, des Königs Eidam zu werden. Und noch waren die Tage nicht voll,</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.27">da machte David sich auf und zog hin, er und seine Männer, und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann; und David brachte ihre Vorhäute, und man lieferte sie dem König vollzählig, damit er des Königs Eidam würde. Und Saul gab ihm seine Tochter Michal zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.28">Und Saul sah und erkannte, dass Jahwe mit David war; und Michal, die Tochter Sauls, hatte ihn lieb.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.29">Und Saul fürchtete sich noch mehr vor David; und Saul wurde David feind alle Tage.</verse>
        <verse osisID="1Sam.18.30">Und die Fürsten der Philister zogen aus; und es geschah, so oft sie auszogen, hatte David mehr Gelingen als alle Knechte Sauls, und sein Name wurde sehr geachtet.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.19">
        <verse osisID="1Sam.19.1">Und Saul redete zu seinem Sohne Jonathan und zu allen seinen Knechten, dass er David töten wolle. Jonathan aber, der Sohn Sauls, hatte grosses Wohlgefallen an David.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.2">Und Jonathan berichtete es David und sprach: Mein Vater Saul sucht dich zu töten; und nun hüte dich doch morgen und halte dich verborgen und verstecke dich.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.3">Ich aber will hinausgehen und an der Seite meines Vaters stehen auf dem Felde, wo du bist, und ich will zu meinem Vater von dir reden und sehen, wie es steht, und es dir berichten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.4">Und Jonathan redete zu seinem Vater Saul Gutes von David und sprach zu ihm: Der König versündige sich nicht an seinem Knechte, an David; denn er hat nicht gegen dich gesündigt, und seine Taten sind dir sehr nützlich.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.5">Und er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen, und Jahwe hat dem ganzen Israel eine grosse Rettung geschafft. Du hast es gesehen und dich gefreut; und warum willst du dich an unschuldigem Blute versündigen, indem du David tötest ohne Ursache?</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.6">Und Saul hörte auf die Stimme Jonathans, und Saul schwur: So wahr Jahwe lebt, wenn er getötet wird!</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.7">Da rief Jonathan dem David, und Jonathan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonathan brachte David zu Saul, und er war vor ihm wie früher.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.8">Und es ward wiederum Krieg; und David zog aus und stritt wider die Philister und richtete eine grosse Niederlage unter ihnen an, und sie flohen vor ihm.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.9">Und ein böser Geist von Jahwe kam über Saul; und er sass in seinem Hause, mit seinem Speer in der Hand, und David spielte mit der Hand.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.10">Und Saul suchte David mit dem Speere an die Wand zu spiessen; aber er wich aus vor Saul, und er stiess den Speer in die Wand. Und David floh und entrann in selbiger Nacht.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.11">Da sandte Saul Boten in das Haus Davids, um ihn zu bewachen und ihn am Morgen zu töten. Aber Michal, sein Weib, tat es David kund und sprach: Wenn du nicht diese Nacht deine Seele rettest, so wirst du morgen getötet werden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.12">Und Michal liess David durchs Fenster hinab; und er ging weg und floh und entrann.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.13">Und Michal nahm den Teraphim <note>{d.h. den Hausgötzen}</note> und legte ihn ins Bett und legte das Geflecht von Ziegenhaar <note>{das im Morgenlande gegen Mücken gebräuchlich war}</note> zu seinen Häupten und deckte ihn mit dem Tuche <note>{O. mit der Decke}</note> zu.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.14">Und Saul sandte Boten, um David zu holen; und sie sprach: Er ist krank.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.15">Da sandte Saul die Boten, um David zu sehen, und sprach: Bringet ihn im Bett zu mir herauf, dass ich ihn töte!</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.16">Und die Boten kamen, und siehe, der Teraphim war im Bett, und das Geflecht von Ziegenhaar zu seinen Häupten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.17">Da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich also betrogen und hast meinen Feind gehen lassen, dass er entronnen ist? Und Michal sprach zu Saul: Er sagte zu mir: Lass mich gehen! warum sollte ich dich töten?</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.18">David aber war geflohen und entronnen; und er kam zu Samuel nach Rama und berichtete ihm alles, was Saul ihm getan hatte. Und er und Samuel gingen hin und wohnten zu Najoth.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.19">Und es wurde Saul berichtet und gesagt: Siehe, David ist in Najoth <note>{Wohnungen; viell. die Wohnugen der Prophetenschüler; vergl. V.20}</note> zu Rama.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.20">Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Als sie aber die Versammlung der Propheten sahen, welche weissagten, und Samuel als Vorsteher über sie dabeistehen, da kam der Geist Gottes über die Boten Sauls, und auch sie weissagten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.21">Und man berichtete es Saul, und er sandte andere Boten, und auch sie weissagten; und Saul sandte wiederum dritte Boten, und auch sie weissagten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.22">Da ging auch er nach Rama und kam an die grosse Zisterne, die zu Seku ist; und er fragte und sprach: Wo sind Samuel und David? Und man sprach: Siehe, in Najoth zu Rama.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.23">Und er ging dorthin, nach Najoth zu Rama; und auch über ihn kam der Geist Gottes, und er ging, immerfort weissagend, bis er in Najoth zu Rama ankam.</verse>
        <verse osisID="1Sam.19.24">Und auch er zog seine Oberkleider aus, und auch er weissagte vor Samuel, und er lag nackt <note>{d.h. bloss mit dem Unterkleide bedeckt}</note> da jenen ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: Ist auch Saul unter den Propheten?</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.20">
        <verse osisID="1Sam.20.1">Und David floh von Najoth zu Rama; und er kam und sprach vor Jonathan: Was habe ich getan? Was ist meine Ungerechtigkeit, und was meine Sünde vor deinem Vater, dass er nach meinem Leben trachtet?</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.2">Und er sprach zu ihm: Das sei ferne! du wirst nicht sterben. Siehe, mein Vater tut weder eine grosse noch eine kleine Sache, ohne dass er sie meinem Ohr eröffnete; und warum sollte mein Vater diese Sache vor mir verbergen? Es ist nicht so.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.3">Und David fuhr fort und schwur und sprach: Dein Vater weiss wohl, dass ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, und er hat gedacht: Jonathan soll dieses nicht wissen, damit er sich nicht betrübe. Aber doch, so wahr Jahwe lebt und deine Seele lebt, nur ein Schritt ist zwischen mir und dem Tode!</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.4">Und Jonathan sprach zu David: Was deine Seele spricht, das will ich für dich tun.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.5">Und David sprach zu Jonathan: Siehe, morgen ist Neumond, da ich eigentlich mit dem König beim Essen sitzen sollte; so lass mich gehen, und ich will mich auf dem Felde verbergen bis zum dritten Abend.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.6">Wenn dein Vater mich etwa vermissen sollte, so sage: David hat sich's dringend von mir erbeten, nach Bethlehem, seiner Stadt, zu laufen; denn daselbst ist das Jahresopfer für die ganze Familie.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.7">Wenn er so spricht: Es ist gut, so steht es wohl um deinen Knecht; ergrimmt er aber, so wisse, dass das Böse seinerseits beschlossen ist.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.8">Erweise denn Güte an deinem Knechte, denn du hast deinen Knecht in einen Bund Jahwes mit dir treten lassen! Wenn aber eine Ungerechtigkeit an mir ist, so töte du mich; denn warum wolltest du mich doch zu deinem Vater bringen?</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.9">Und Jonathan sprach: Das sei ferne von dir! denn wenn ich sicher weiss, dass es von seiten meines Vaters beschlossen ist, dass das Böse über dich komme, sollte ich es dir dann nicht berichten?</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.10">Und David sprach zu Jonathan: Wer soll es mir berichten, wenn etwa dein Vater dir Hartes antwortet?</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.11">Und Jonathan sprach zu David: Komm und lass uns aufs Feld hinausgehen. Und sie gingen beide hinaus aufs Feld.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.12">Und Jonathan sprach zu David: Jahwe, Gott Israels! Wenn ich meinen Vater um diese Zeit morgen oder übermorgen ausforsche, und siehe, es steht gut für David, und ich nicht alsdann zu dir sende und es deinem Ohr eröffne,</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.13">so tue Jahwe dem Jonathan, und so füge er hinzu! Wenn meinem Vater Böses wider dich gefällt, so werde ich es deinem Ohr eröffnen und dich ziehen lassen, dass du in Frieden weggehest; und Jahwe sei mit dir, so wie er mit meinem Vater gewesen ist.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.14">Und nicht nur während ich noch lebe, und nicht nur an mir sollst du Güte Jahwes erweisen, dass ich nicht sterbe;</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.15">auch meinem Hause sollst du deine Güte nicht entziehen ewiglich, auch nicht, wenn Jahwe die Feinde Davids ausrotten wird, einen jeden vom Erdboden hinweg!</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.16">Und Jonathan machte einen Bund mit dem Hause Davids und sprach: So fordere es Jahwe von der Hand der Feinde Davids!</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.17">Und Jonathan liess David nochmals bei seiner Liebe zu ihm schwören; denn er liebte ihn, wie er seine Seele liebte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.18">Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen ist Neumond; und man wird dich vermissen, denn dein Sitz wird leer bleiben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.19">Am dritten Tage aber steige eilends herab und komm an den Ort, wo du dich verborgen hattest am Tage der Tat <note>{S. Kap. 19, 1-3}</note>, und bleibe <note>{O. setze dich nieder}</note> neben dem Steine Asel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.20">Ich nun, ich werde drei Pfeile zu seiner Seite abschiessen, als schösse ich für mich nach einem Ziele.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.21">Und siehe, ich werde den Knaben senden: Gehe hin, suche die Pfeile! Wenn ich ausdrücklich zu dem Knaben spreche: Siehe, die Pfeile sind von dir ab herwärts, nimm sie! so komm; denn es steht wohl um dich, und es ist nichts, so wahr Jahwe lebt!</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.22">Wenn ich aber also zu dem Jüngling spreche: Siehe, die Pfeile sind von dir ab hinwärts! so gehe, denn Jahwe sendet dich weg.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.23">Was aber die Sache betrifft, die wir besprochen haben, ich und du, siehe, Jahwe ist zwischen mir und dir auf ewig.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.24">Und David verbarg sich auf dem Felde. Und es wurde Neumond, und der König setzte sich zum Mahle, um zu essen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.25">Und der König setzte sich auf seinen Sitz, wie die anderen Male, auf den Sitz an der Wand; und Jonathan stand auf, und Abner setzte sich zur Seite Sauls; und der Platz Davids blieb leer.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.26">Saul aber sagte nichts an selbigem Tage, denn er dachte: Es ist ihm etwas widerfahren <note>{O. Es ist ein Zufall}</note>; er ist nicht rein, gewiss, er ist nicht rein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.27">Und es geschah am anderen Tage des Neumondes, dem zweiten, als der Platz Davids leer blieb, da sprach Saul zu seinem Sohne Jonathan: Warum ist der Sohn Isais weder gestern noch heute zum Mahle gekommen?</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.28">Und Jonathan antwortete Saul: David hat sich's dringend von mir erbeten, nach Bethlehem zu gehen, und er sprach:</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.29">Lass mich doch gehen, denn wir haben ein Familienopfer in der Stadt; und mein Bruder selbst hat mich entboten; und nun, wenn ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, so lass mich doch gehen <note>{Eig. entschlüpfen}</note>, dass ich meine Brüder sehe! Darum ist er nicht an den Tisch des Königs gekommen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.30">Da entbrannte der Zorn Sauls wider Jonathan, und er sprach zu ihm: Sohn einer widerspenstigen Verkehrten! weiss ich nicht, dass du den Sohn Isais auserkoren hast zu deiner Schande und zur Schande der Blösse deiner Mutter?</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.31">Denn alle die Tage, die der Sohn Isais auf Erden lebt, wirst du nicht feststehen, weder du noch dein Königtum; und nun sende hin und lass ihn zu mir holen, denn er ist ein Kind des Todes!</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.32">Und Jonathan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er getötet werden? was hat er getan?</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.33">Da warf <note>{O. schwang}</note> Saul den Speer nach ihm, um ihn zu treffen; und Jonathan erkannte, dass es von seiten seines Vaters beschlossen sei, David zu töten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.34">Und Jonathan stand vom Tische auf in glühendem Zorn, und er ass am zweiten Tage des Neumondes keine Speise; denn er war betrübt um David, weil sein Vater ihn geschmäht hatte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.35">Und es geschah am Morgen, da ging Jonathan aufs Feld hinaus, an den Ort, den er mit David verabredet hatte, und ein kleiner Knabe war mit ihm.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.36">Und er sprach zu seinem Knaben: Laufe, suche doch die Pfeile, die ich abschiesse! Der Knabe lief, und er schoss den Pfeil über ihn hinaus.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.37">Und als der Knabe an den Ort des Pfeiles kam, welchen Jonathan abgeschossen hatte, da rief Jonathan dem Knaben nach und sprach: Der Pfeil ist ja von dir ab hinwärts!</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.38">Und Jonathan rief dem Knaben nach: Schnell, eile, stehe nicht still! Und der Knabe Jonathans las den Pfeil auf und kam zu seinem Herrn.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.39">Der Knabe aber wusste um nichts; nur Jonathan und David wussten um die Sache.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.40">Und Jonathan gab seine Waffen seinem Knaben und sprach zu ihm: Gehe, bringe sie in die Stadt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.41">Der Knabe ging, und David machte sich auf von der Südseite her und fiel auf sein Antlitz zur Erde und beugte sich dreimal nieder; und sie küssten einander und weinten miteinander, bis David über die Massen weinte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.20.42">Und Jonathan sprach zu David: Gehe hin in Frieden! Es sei, wie wir beide im Namen Jahwes geschworen haben, als wir sagten: Jahwe sei zwischen mir und dir und zwischen meinem Samen und deinem Samen auf ewig! -</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.21">
        <verse osisID="1Sam.21.1">Und David <note>{W. Und er}</note> machte sich auf und ging hinweg; Jonathan aber kam in die Stadt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.2">Und David kam nach Nob, zu Ahimelech, dem Priester. Und Ahimelech kam David ängstlich entgegen und sprach zu ihm: Warum bist du allein, und niemand ist bei dir?</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.3">Und David sprach zu dem Priester Ahimelech: Der König hat mir eine Sache geboten; und er sprach zu mir: Niemand soll irgendwie um die Sache wissen, in der ich dich sende und die ich dir geboten habe! und die Knaben habe ich an den und den Ort beschieden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.4">Und nun, was ist unter deiner Hand? Gib fünf Brote in meine Hand, oder was sich vorfindet.</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.5">Und der Priester antwortete David und sprach: Es ist kein gemeines Brot unter meiner Hand, sondern nur heiliges Brot ist da; wenn sich nur die Knaben der Weiber enthalten haben!</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.6">Und David antwortete dem Priester und sprach zu ihm: Ja, denn Weiber sind uns versagt seit gestern und vorgestern, als ich auszog, und die Gefässe der Knaben sind heilig. Und es ist einigermassen gemeines Brot, und das um so mehr, als heute neues in den Gefässen geheiligt wird.</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.7">Da gab ihm der Priester heiliges Brot; denn es war daselbst kein anderes Brot, als nur das Schaubrot, das vor Jahwe weggenommen worden war, um warmes Brot aufzulegen am Tage seiner Wegnahme.</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.8">(Es war aber daselbst an jenem Tage ein Mann von den Knechten Sauls, der sich zurückgezogen vor Jahwe aufhielt, sein Name war Doeg, der Edomiter; er war der Aufseher der Hirten Sauls.)</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.9">Und David sprach zu Ahimelech: Und ist hier nicht unter deiner Hand ein Speer oder ein Schwert? Denn weder mein Schwert noch meine Waffen habe ich zur Hand genommen, weil die Sache des Königs dringend war.</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.10">Und der Priester sprach: Das Schwert Goliaths, des Philisters, den du im Terebinthental erschlagen hast, siehe, es ist in ein Oberkleid gewickelt hinter dem Ephod; wenn du es dir nehmen willst, so nimm es, denn es ist kein anderes hier ausser diesem. Und David sprach: Seinesgleichen gibt es nicht; gib es mir!</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.11">Und David machte sich auf und floh an selbigem Tage vor Saul, und er kam zu Achis, dem König von Gath.</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.12">Und die Knechte Achis' sprachen zu ihm: Ist das nicht David, der König des Landes? Haben sie nicht von diesem in den Reigen gesungen und gesprochen: "Saul hat seine Tausende erschlagen, und David seine Zehntausende"?</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.13">Und David nahm sich diese Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achis, dem König von Gath.</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.14">Und er verstellte seinen Verstand vor ihren Augen und tat unsinnig unter ihren Händen, und er kritzelte an die Flügel des Tores und liess seinen Speichel auf seinen Bart herabfliessen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.15">Da kam Achis zu seinen Knechten: Siehe, ihr sehet einen wahnsinnigen Mann; warum bringet ihr ihn zu mir?</verse>
        <verse osisID="1Sam.21.16">Fehlt es mir an Wahnsinnigen, dass ihr diesen hergebracht habt, um sich bei mir wahnsinnig zu gebärden? Sollte der in mein Haus kommen?</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.22">
        <verse osisID="1Sam.22.1">Und David ging von dannen und entrann in die Höhle Adullam. Und als seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters es hörten, kamen sie dorthin zu ihm hinab.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.2">Und es versammelten sich zu ihm jeder Bedrängte, und jeder, der einen Gläubiger hatte, und jeder, der erbitterten Gemütes war, und er wurde ihr Oberster, und es waren bei ihm an vierhundert Mann.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.3">Und David ging von dannen nach Mizpe-Moab; und er sprach zu dem König von Moab: Lass doch meinen Vater und meine Mutter ausziehen und bei euch sein, bis ich weiss, was Gott mir tun wird.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.4">Und er führte sie vor den König von Moab, und sie wohnten bei ihm alle Tage, die David auf der Bergfeste war.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.5">Und Gad, der Prophet, sprach zu David: Bleibe nicht auf der Bergfeste; gehe hin und begib dich in das Land Juda. Und David ging hin und kam in den Wald Hereth.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.6">Und als Saul hörte, dass David und die Männer, die bei ihm waren, entdeckt worden seien, - Saul aber sass zu Gibea, unter der Tamariske auf der Anhöhe, mit seinem Speer in der Hand, und alle seine Knechte standen bei ihm, -</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.7">da sprach Saul zu seinen Knechten, die bei ihm standen: Höret doch, ihr Benjaminiter! Wird auch der Sohn Isais euch allen Felder und Weinberge geben, euch alle zu Obersten über tausend und zu Obersten über hundert machen,</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.8">dass ihr euch alle wider mich verschworen habt, und keiner es meinem Ohr eröffnet, wenn mein Sohn einen Bund mit dem Sohne Isais gemacht hat, und keiner von euch sich kränkt meinethalben und es meinem Ohr eröffnet, dass mein Sohn meinen Knecht als Laurer wider mich aufgewiegelt hat, wie es an diesem Tage ist?</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.9">Da antwortete Doeg, der Edomiter, der bei den Knechten Sauls stand <note>{O. über die Knechte Sauls gesetzt war}</note>, und sprach: Ich sah den Sohn Isais nach Nob kommen zu Ahimelech, dem Sohne Ahitubs.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.10">Und er befragte Jahwe für ihn und gab ihm Zehrung, und das Schwert Goliaths, des Philisters, gab er ihm.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.11">Da sandte der König hin, Ahimelech, den Sohn Ahitubs, den Priester, zu rufen, sowie das ganze Haus seines Vaters, die Priester, die zu Nob waren; und sie kamen alle zum König.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.12">Und Saul sprach: Höre doch, Sohn Ahitubs! Und er sprach: Hier bin ich, mein Herr!</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.13">Und Saul sprach zu ihm: Warum habt ihr euch wider mich verschworen, du und der Sohn Isais, indem du ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott für ihn befragt hast, damit er als Laurer wider mich aufstehe, wie es an diesem Tage ist?</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.14">Und Ahimelech antwortete dem König und sprach: Und wer unter all deinen Knechten ist wie David, treu, und des Königs Eidam, und der Zutritt hat zu deinem geheimen Rat und geehrt ist in deinem Hause?</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.15">Habe ich heute angefangen, Gott für ihn zu befragen? Das sei ferne von mir! Nicht lege der König seinem Knechte etwas zur Last, noch dem ganzen Hause meines Vaters; denn dein Knecht hat von allem diesem nichts gewusst, weder Kleines noch Grosses.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.16">Aber der König sprach: Du musst gewisslich sterben Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters!</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.17">Und der König sprach zu den Läufern, die bei ihm standen: Wendet euch und tötet die Priester Jahwes, weil auch ihre Hand mit David ist, und weil sie wussten, dass er floh und es meinem Ohre nicht eröffnet haben. Aber die Knechte des Königs wollten ihre Hand nicht ausstrecken, um über die Priester Jahwes herzufallen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.18">Da sprach der König zu Doeg: Wende du dich und falle über die Priester her! Und Doeg, der Edomiter, wandte sich und fiel über die Priester her, und er tötete an selbigem Tage 85 Mann, die das leinene Ephod trugen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.19">Und Nob, die Stadt der Priester, schlug er mit der Schärfe des Schwertes, vom Manne bis zum Weibe, vom Kinde bis zum Säugling, und Rind und Esel und Kleinvieh, mit der Schärfe des Schwertes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.20">Und es entrann ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs, sein Name war Abjathar; und er entfloh, David nach.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.21">Und Abjathar berichtete David, dass Saul die Priester Jahwes ermordet hätte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.22">Da sprach David zu Abjathar: Ich wusste an jenem Tage, weil Doeg, der Edomiter, daselbst war, dass er es Saul sicher berichten würde. Ich bin schuldig an allen Seelen des Hauses deines Vaters.</verse>
        <verse osisID="1Sam.22.23">Bleibe bei mir, fürchte dich nicht; denn wer nach meiner Seele trachtet, trachtet nach deiner Seele; denn bei mir bist du wohlbewahrt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.23">
        <verse osisID="1Sam.23.1">Und man berichtete David und sprach: Siehe, die Philister streiten wider Kehila, und sie plündern die Tennen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.2">Und David befragte Jahwe und sprach: Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen? Und Jahwe sprach zu David: Ziehe hin, und schlage die Philister und rette Kehila.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.3">Aber die Männer Davids sprachen zu ihm: Siehe, wir fürchten uns hier in Juda, und wie sollten wir gar nach Kehila wider die Schlachtreihen der Philister ziehen?</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.4">Da befragte David wiederum Jahwe, und Jahwe antwortete ihm und sprach: Mache dich auf, ziehe nach Kehila hinab; denn ich werde die Philister in deine Hand geben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.5">Und David zog mit seinen Männern nach Kehila und stritt wider die Philister, und er trieb ihr Vieh weg und richtete eine grosse Niederlage unter ihnen an. Und so rettete David die Bewohner von Kehila. -</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.6">Es geschah aber, als Abjathar, der Sohn Ahimelechs, zu David nach Kehila floh, da kam er hinab mit einem Ephod in seiner Hand.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.7">Und es wurde Saul berichtet, dass David nach Kehila gekommen wäre. Da sprach Saul: Gott hat ihn verworfen und in meine Hand überliefert; denn er hat sich eingeschlossen, indem er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.8">Und Saul rief alles Volk, zum Streit auf, um nach Kehila hinabzuziehen, David und seine Männer zu belagern.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.9">Und als David erfuhr, dass Saul Böses wider ihn schmiedete, da sprach er zu Abjathar, dem Priester: Bringe das Ephod her!</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.10">Und David sprach: Jahwe, Gott Israels! dein Knecht hat für gewiss gehört, dass Saul danach trachtet, nach Kehila zu kommen, um die Stadt zu verderben um meinetwillen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.11">Werden die Bürger von Kehila mich seiner Hand ausliefern? wird Saul herabziehen, wie dein Knecht gehört hat? Jahwe, Gott Israels, tue es doch deinem Knechte kund! Und Jahwe sprach: Er wird herabziehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.12">Und David sprach: Werden die Bürger von Kehila mich und meine Männer der Hand Sauls ausliefern? Und Jahwe sprach: Sie werden dich ausliefern.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.13">Da machten David und seine Männer sich auf, bei sechshundert Mann, und sie zogen von Kehila aus und gingen, wohin sie gehen konnten. Und es wurde Saul berichtet, dass David aus Kehila entronnen wäre; da stand er davon ab auszuziehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.14">Und David blieb in der Wüste auf den Bergfesten, und er blieb auf dem Gebirge in der Wüste Siph. Und Saul suchte ihn alle Tage, aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.15">Und David sah, dass Saul ausgezogen war, um nach seinem Leben zu trachten; und David war in der Wüste Siph, im Walde <note>{O. in Choresch, so auch V.18. und 19}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.16">Da machte sich Jonathan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David in den Wald <note>{O. nach Choresch}</note> und stärkte seine Hand in Gott.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.17">Und er sprach zu ihm: Fürchte dich nicht! denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden; und du wirst König werden über Israel, und ich werde der zweite nach dir sein; und auch mein Vater Saul weiss es so.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.18">Und sie schlossen beide einen Bund vor Jahwe. Und David blieb im Walde, und Jonathan ging nach seinem Hause.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.19">Da zogen die Siphiter zu Saul hinauf, nach Gibea, und sprachen: Hält sich David nicht bei uns verborgen auf den Bergfesten im Walde, auf dem Hügel Hakila, der zur Rechten <note>{d.h. südlich; so auch V.24}</note> der Wildnis ist?</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.20">Und nun, o König, wenn irgend deine Seele es begehrt, herabzukommen, so komm herab; und an uns ist es, ihn der Hand des Königs auszuliefern.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.21">Und Saul sprach: Gesegnet seiet ihr von Jahwe, dass ihr euch meiner erbarmt habt!</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.22">Gehet doch hin, vergewissert euch noch mehr, und erkundet und sehet seinen Ort, wo sein Fuss weilt, und wer ihn daselbst gesehen hat; denn man hat mir gesagt, er sei sehr listig.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.23">Und besehet und kundet alle Schlupfwinkel aus, wo er sich versteckt hält, und kommet wieder zu mir mit sicherer Kunde; und ich werde mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im Lande ist, so will ich ihn aufspüren unter allen Tausenden Judas!</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.24">Und sie machten sich auf und gingen nach Siph, vor Saul her. David und seine Männer waren aber in der Wüste Maon, in der Ebene <note>{H. Araba; vergl. 5. Mose 1,1}</note>, zur Rechten der Wildnis.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.25">Und Saul und seine Männer zogen hin, um ihn zu suchen; und man berichtete es David, und er ging den Felsen hinab und blieb in der Wüste Maon. Und als Saul es hörte, jagte er David nach in die Wüste Maon.</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.26">Und Saul ging auf dieser Seite des Berges, David aber und seine Männer auf jener Seite des Berges. Und es geschah, als David eilte <note>{O. ängstlich bemüht war}</note>, Saul zu entgehen, und Saul und seine Männer David und seine Männer umringten, um sie zu fangen,</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.27">da kam ein Bote zu Saul und sprach: Eile und komm, denn die Philister sind ins Land eingefallen!</verse>
        <verse osisID="1Sam.23.28">Da kehrte Saul um von der Verfolgung Davids und zog den Philistern entgegen. Daher nannte man jenen Ort: Selach-Hammachlekoth <note>{Fels der Trennung (and.: des Entschlüpfens)}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.24">
        <verse osisID="1Sam.24.1">Und David zog von dannen hinauf und blieb auf den Bergfesten von Engedi.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.2">Und es geschah, als Saul von der Verfolgung der Philister zurückgekehrt war, da berichtete man ihm und sprach: Siehe, David ist in der Wüste Engedi.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.3">Und Saul nahm dreitausend auserlesene Männer aus ganz Israel und zog hin, um David und seine Männer auf den Steinbockfelsen zu suchen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.4">Und er kam zu den Kleinviehhürden am Wege, wo eine Höhle war, und Saul ging hinein, um seine Füsse zu bedecken <note>{FB2004: seine Füsse zu bedecken: das heisst, er musste auf die Toilette.}</note>; David aber und seine Männer sassen am hinteren Ende der Höhle.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.5">Da sprachen die Männer Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, von welchem Jahwe zu dir gesagt hat: Siehe, ich werde deinen Feind in deine Hand geben, und tue ihm, wie es gut ist in deinen Augen. Und David stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von dem Oberkleide Sauls ab.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.6">Aber es geschah hernach, da schlug dem David sein Herz, darum dass er den Zipfel von dem Oberkleide Sauls abgeschnitten hatte;</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.7">und er sprach zu seinen Männern: Jahwe lasse es fern von mir sein, dass ich so etwas an meinem Herrn, dem Gesalbten Jahwes, tun sollte, meine Hand gegen ihn auszustrecken! Denn er ist der Gesalbte Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.8">Und David wehrte seinen Männern mit diesen Worten und liess ihnen nicht zu, sich wider Saul zu erheben. Und Saul stand auf aus der Höhle und zog seines Weges <note>{W. des}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.9">Und nachher machte David sich auf, und er ging aus der Höhle hinaus und rief hinter Saul her und sprach: Mein Herr König! Und Saul blickte hinter sich, und David neigte sein Antlitz zur Erde und beugte sich nieder.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.10">Und David sprach zu Saul: Warum hörst du auf die Worte der Menschen, welche sagen: Siehe, David sucht dein Unglück?</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.11">Siehe, an diesem Tage haben deine Augen gesehen, dass Jahwe dich heute in meine Hand gegeben hat in der Höhle. Und man sagte mir, ich solle dich töten <note>{O. Und man gedachte dich zu töten}</note>; aber mein Auge schonte deiner, und ich sprach: Ich will meine Hand nicht wider meinen Herrn ausstrecken, denn er ist der Gesalbte Jahwes!</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.12">Und sieh, mein Vater, ja, sieh den Zipfel deines Oberkleides in meiner Hand! Denn dass ich einen Zipfel deines Oberkleides abgeschnitten und dich nicht getötet habe, daran erkenne und sieh, dass nichts Böses in meiner Hand ist, noch ein Vergehen, und dass ich nicht an dir gesündigt habe; du aber stellst meinem Leben nach, um es zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.13">Jahwe richte zwischen mir und dir, und Jahwe räche mich an dir; aber meine Hand soll nicht wider dich sein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.14">Wie der Spruch der Vorväter sagt: Von den Gesetzlosen kommt Gesetzlosigkeit; aber meine Hand soll nicht wider dich sein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.15">Hinter wem zieht der König von Israel her? wem jagst du nach? Einem toten Hunde, einem Floh!</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.16">So sei denn Jahwe Richter, und richte zwischen mir und dir; und er sehe darein und führe meine Streitsache und verschaffe mir Recht aus deiner Hand <note>{d.h. durch Befreiung aus deiner Hand}</note>!</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.17">Und es geschah, als David diese Worte zu Saul ausgeredet hatte, da sprach Saul: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul erhob seine Stimme und weinte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.18">Und er sprach zu David: Du bist gerechter als ich. Denn du hast mir Gutes erzeigt, ich aber habe dir Böses erzeigt;</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.19">und du hast heute bewiesen, dass du Gutes an mir getan hast, da Jahwe mich in deine Hand geliefert, und du mich nicht getötet hast.</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.20">Denn wenn jemand seinen Feind findet, wird er ihn auf gutem Wege ziehen lassen? So möge Jahwe dir Gutes vergelten für das, was du an diesem Tage an mir getan hast!</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.21">Und nun siehe, ich weiss, dass du gewisslich König werden wirst, und dass in deiner Hand das Königtum Israels bestehen wird;</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.22">so schwöre mir nun bei Jahwe, dass du meinen Samen nach mir nicht ausrotten und meinen Namen nicht vertilgen willst aus dem Hause meines Vaters!</verse>
        <verse osisID="1Sam.24.23">Und David schwur Saul. Und Saul ging nach seinem Hause; David und seine Männer aber stiegen auf die Bergfeste.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.25">
        <verse osisID="1Sam.25.1">Und Samuel starb; und ganz Israel versammelte sich und klagte um ihn und begrub ihn in seinem Hause zu Rama. Und David machte sich auf und zog hinab in die Wüste Paran.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.2">Und es war ein Mann in Maon, der seine Geschäfte zu Karmel <note>{Karmel in Juda; vergl. Jos. 15,55}</note> hatte; und der Mann war sehr vermögend und hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen; und er war während der Schur seiner Schafe in Karmel.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.3">Und der Name des Mannes war Nabal, und der Name seines Weibes Abigail. Und das Weib war von guter Einsicht und schön von Gestalt; der Mann aber war hart und boshaft in seinen Handlungen, und er war ein Kalebiter.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.4">Und David hörte in der Wüste, dass Nabal seine Schafe schor.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.5">Da sandte David zehn Knaben, und David sprach zu den Knaben: Ziehet nach Karmel hinauf, und gehet zu Nabal und fraget ihn in meinem Namen nach seinem Wohlergehen,</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.6">und sprechet also: Lebe lange <note>{W. Zum Leben}</note>! Und Friede dir, und Friede deinem Hause, und Friede allem, was dein ist!</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.7">Und jetzt habe ich gehört, dass du die Schafscherer hast; nun, deine Hirten sind bei uns gewesen, wir haben ihnen nichts zuleide getan, und nicht das Geringste ist von ihnen vermisst worden alle die Tage, die sie zu Karmel gewesen sind.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.8">Frage deine Knaben, und sie werden es dir kundtun. Mögen denn die Knaben Gnade finden in deinen Augen, denn an einem guten Tage sind wir gekommen; gib doch deinen Knechten und deinem Sohne David, was deine Hand findet!</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.9">Und die Knaben Davids kamen hin und redeten zu Nabal nach allen diesen Worten, im Namen Davids; und sie hielten inne.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.10">Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist David, und wer der Sohn Isais? Heutzutage sind der Knechte viele, die davonlaufen, ein jeder seinem Herrn.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.11">Und ich sollte mein Brot und mein Wasser nehmen und mein Geschlachtetes, das ich für meine Scherer geschlachtet habe, und es Männern geben, von denen ich nicht weiss, woher sie sind?</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.12">Und die Knaben Davids wandten sich auf ihren Weg; und sie kehrten zurück und kamen und berichteten ihm nach allen diesen Worten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.13">Da sprach David zu seinen Männern: Gürtet ein jeder sein Schwert um! Und sie gürteten ein jeder sein Schwert um, und auch David gürtete sein Schwert um; und sie zogen hinauf, hinter David her, bei vierhundert Mann, und zweihundert blieben bei dem Geräte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.14">Und ein Knabe von den Knaben berichtete der Abigail, dem Weibe Nabals, und sprach: Siehe, David hat Boten aus der Wüste gesandt, um unseren Herrn zu segnen <note>{O. zu begrüssen}</note>; aber er hat sie angefahren.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.15">Und doch sind die Männer sehr gut gegen uns gewesen; und es ist uns nichts zuleide geschehen, und wir haben nicht das Geringste vermisst alle die Tage, die wir mit ihnen umhergezogen sind, als wir auf dem Felde waren.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.16">Sie sind eine Mauer um uns gewesen bei Nacht wie bei Tage, alle die Tage, die wir bei ihnen waren und das Kleinvieh weideten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.17">Und nun wisse und sieh zu, was du tun willst; denn das Unglück ist beschlossen gegen unseren Herrn und über sein ganzes Haus; und er ist ein solcher Sohn Belials, dass man nicht zu ihm reden kann.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.18">Da eilte Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Schläuche Wein und fünf zubereitete Schafe und fünf Mass geröstete Körner und hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen, und lud sie auf Esel;</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.19">und sie sprach zu ihren Knaben: Ziehet vor mir hin; siehe, ich komme hinter euch her. Aber ihrem Manne Nabal sagte sie nichts davon.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.20">Und es geschah, als sie auf dem Esel ritt und an einer durch den Berg verdeckten Stelle herabkam, siehe, da kamen David und seine Männer herab, ihr entgegen; und sie stiess auf sie.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.21">David aber hatte gesagt: Fürwahr, umsonst habe ich alles behütet, was diesem Menschen in der Wüste gehörte, so dass nicht das Geringste vermisst wurde von allem, was sein ist; und er hat mir Böses für Gutes vergolten!</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.22">So tue Gott den Feinden Davids, und so füge er hinzu, wenn ich von allem, was sein ist, bis zum Morgenlicht übriglasse, was männlich ist <note>{W. was an die Wand pisst; so auch V.34. und später}</note>!</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.23">Und als Abigail David sah, da stieg sie eilends von dem Esel herab; und sie fiel vor David auf ihr Angesicht und beugte sich zur Erde nieder;</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.24">und sie fiel ihm zu Füssen und sprach: Auf mir, mir, mein Herr, sei die Schuld! und lass doch deine Magd zu deinen Ohren reden, und höre die Worte deiner Magd!</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.25">Mein Herr kümmere sich doch nicht um diesen Mann Belials, um Nabal; denn wie sein Name, so ist er: Nabal <note>{Tor, gemeiner Mensch}</note> ist sein Name, und Torheit <note>{zugleich: Schlechtigkeit, Gemeinheit}</note> ist bei ihm. Und ich, deine Magd, habe die Knaben meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.26">Und nun, mein Herr, so wahr Jahwe lebt und deine Seele lebt, Jahwe hat dich verhindert in Blutschuld zu kommen, und dass deine Hand dir Hilfe schaffe! Und nun, mögen wie Nabal sein deine Feinde und die Böses suchen wider meinen Herrn!</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.27">Und nun, dieses Geschenk <note>{W. dieser Segen; wie 1. Mose 33,11 usw.}</note>, das deine Magd meinem Herrn gebracht hat, es werde den Knaben gegeben, die im Gefolge meines Herrn ziehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.28">Vergib doch das Vergehen deiner Magd! denn gewisslich wird Jahwe meinem Herrn ein beständiges Haus machen, weil mein Herr die Streite Jahwes streitet, und kein Böses an dir gefunden ward, seitdem du lebst.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.29">Und ein Mensch ist aufgestanden, dich zu verfolgen und nach deiner Seele zu trachten; aber die Seele meines Herrn wird eingebunden sein in das Bündel der Lebendigen bei Jahwe, deinem Gott; und die Seele deiner Feinde, die wird er wegschleudern in der Pfanne der Schleuder.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.30">Und es wird geschehen, wenn Jahwe meinem Herrn tun wird nach all dem Guten, das er über dich geredet hat, und dich bestellen wird zum Fürsten über Israel,</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.31">so wird dir dieses nicht zum Anstoss sein, noch zum Herzensvorwurf für meinen Herrn, dass du Blut vergossen habest ohne Ursache, und dass mein Herr sich selbst Hilfe geschafft habe. Und wenn Jahwe meinem Herrn wohltun wird, so gedenke deiner Magd.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.32">Und David sprach zu Abigail: Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, der dich an diesem Tage mir entgegengesandt hat!</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.33">Und gesegnet sei dein Verstand, und gesegnet seiest du, dass du mich heute davon zurückgehalten hast, in Blutschuld zu kommen und mir mit meiner Hand Hilfe zu schaffen!</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.34">Doch aber, so wahr Jahwe lebt, der Gott Israels, der mich verhindert hat, dir Übles zu tun, wenn du nicht geeilt hättest und mir nicht entgegengekommen wärest, so wäre dem Nabal bis zum Morgenlicht nicht übriggeblieben, was männlich ist!</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.35">Und David nahm von ihrer Hand, was sie ihm gebracht hatte, und sprach zu ihr: Ziehe in Frieden hinauf nach deinem Hause. Siehe, ich habe auf deine Stimme gehört und deine Person angesehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.36">Und als Abigail zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl in seinem Hause wie ein Königsmahl; und das Herz Nabals war fröhlich in ihm, und er war trunken über die Massen. Und sie berichtete ihm weder Kleines noch Grosses, bis der Morgen hell wurde.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.37">Und es geschah am Morgen, als der Weinrausch von Nabal gegangen war, da berichtete ihm sein Weib diese Dinge; und sein Herz erstarb in seinem Innern, und er wurde wie ein Stein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.38">Und es geschah ungefähr zehn Tage nachher, da schlug Jahwe Nabal, und er starb.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.39">Und als David hörte, dass Nabal gestorben war, sprach er: Gepriesen sei Jahwe, der den Rechtsstreit meiner Schmach von seiten Nabals geführt und seinen Knecht vom Bösen abgehalten hat! Und die Bosheit Nabals hat Jahwe auf seinen Kopf zurückkehren lassen. Und David sandte hin und warb um Abigail <note>{Eig. redete Abigail an}</note>, um sie sich zum Weibe zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.40">Und die Knechte Davids kamen zu Abigail nach Karmel; und sie redeten zu ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, um dich zu seinem Weibe zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.41">Da stand sie auf und beugte sich nieder, das Antlitz zur Erde, und sprach: Siehe, deine Magd als Dienerin, um die Füsse der Knechte meines Herrn zu waschen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.42">Und Abigail machte sich eilends auf und bestieg einen Esel, sie und ihre fünf Mägde, die ihrem Fusse folgten; und sie zog den Boten Davids nach, und sie wurde sein Weib.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.43">Und David hatte auch Achinoam von Jisreel genommen; und so wurden sie alle beide seine Weiber.</verse>
        <verse osisID="1Sam.25.44">Saul aber hatte seine Tochter Michal, das Weib Davids, Palti, dem Sohne des Lais, aus Gallim, gegeben.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.26">
        <verse osisID="1Sam.26.1">Und die Siphiter kamen zu Saul nach Gibea und sprachen: Hält sich David nicht verborgen auf dem Hügel Hakila vor der Wildnis?</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.2">Da machte Saul sich auf und zog in die Wüste Siph hinab, und mit ihm dreitausend auserlesene Männer von Israel, um David in der Wüste Siph zu suchen;</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.3">und Saul lagerte sich auf dem Hügel Hakila, der vor der Wildnis am Wege liegt. David aber wohnte in der Wüste. Und als er sah, dass Saul ihm in die Wüste nachgekommen war,</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.4">da sandte David Kundschafter aus, und er erfuhr mit Gewissheit, dass Saul gekommen war.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.5">Und David machte sich auf und kam an den Ort, wo Saul lagerte; und David sah den Ort, wo Saul lag und Abner, der Sohn Ners, sein Heeroberster; Saul lag aber in der Wagenburg, und das Volk lagerte um ihn her.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.6">Und David hob an und sprach zu Ahimelech, dem Hethiter, und zu Abisai, dem Sohne der Zeruja, dem Bruder Joabs, und sprach: Wer will mit mir zu Saul in das Lager hinabgehen? Und Abisai sprach: Ich will mit dir hinabgehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.7">Und David und Abisai kamen zu dem Volke bei der Nacht; und siehe, Saul lag schlafend in der Wagenburg, und sein Speer war in die Erde gesteckt zu seinen Häupten; und Abner und das Volk lagen rings um ihn her.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.8">Und Abisai sprach zu David: Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand geliefert; und nun lass mich ihn doch mit dem Speere an die Erde spiessen, ein einziges Mal, und ich werde es nicht zweimal tun.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.9">Aber David sprach zu Abisai: Verderbe ihn nicht! denn wer streckte seine Hand gegen den Gesalbten Jahwes aus und bliebe schuldlos <note>{O. ungestraft}</note>?</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.10">Und David sprach: So wahr Jahwe lebt, wenn nicht Jahwe ihn schlagen wird, sei es dass sein Tag kommt, dass er stirbt, oder dass er in den Streit hinabzieht und weggerafft wird!</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.11">Jahwe lasse es fern von mir sein, dass ich meine Hand gegen den Gesalbten Jahwes ausstrecke! Und nun nimm doch den Speer, der zu seinen Häupten ist, und den Wasserkrug, und lass uns gehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.12">Und David nahm den Speer und den Wasserkrug von den Häupten Sauls weg, und sie gingen davon; und niemand sah es, und niemand merkte es, und niemand erwachte, denn sie schliefen allesamt; denn ein tiefer Schlaf von Jahwe war auf sie gefallen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.13">Und David ging hinüber nach der anderen Seite und stellte sich auf den Gipfel des Berges von ferne; der Raum zwischen ihnen war gross.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.14">Und David rief dem Volke und Abner, dem Sohne Ners, zu und sprach: Antwortest du nicht, Abner? Und Abner antwortete und sprach: Wer bist du, der du dem Könige zurufst?</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.15">Und David sprach zu Abner: Bist du nicht ein Mann? und wer ist wie du in Israel? Und warum hast du nicht über deinen Herrn, den König, gewacht? Denn es ist einer vom Volke gekommen, um den König, deinen Herrn, zu verderben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.16">Nicht gut ist diese Sache, die du getan hast. So wahr Jahwe lebt, ihr seid Kinder des Todes, weil ihr nicht gewacht habt über euren Herrn, über den Gesalbten Jahwes! Und nun sieh nach, wo der Speer des Königs ist und der Wasserkrug, die zu seinen Häupten waren.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.17">Und Saul erkannte die Stimme Davids und sprach: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? Und David sprach: Es ist meine Stimme, mein Herr König.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.18">Und er sprach: Warum doch verfolgt mein Herr seinen Knecht? denn was habe ich getan, und was für Böses ist in meiner Hand?</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.19">Und nun höre doch mein Herr, der König, auf die Worte seines Knechtes: Wenn Jahwe dich wider mich aufgereizt hat, so möge er ein Speisopfer <note>{O. eine Opfergabe überhaupt}</note> riechen; wenn aber Menschenkinder, so seien sie verflucht vor Jahwe, weil sie mich heute vertrieben haben, dass ich mich dem Erbteil Jahwes nicht anschliessen darf, indem sie sprechen: Gehe hin, diene anderen Göttern!</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.20">So möge nun mein Blut nicht zur Erde fallen fern von dem Angesicht Jahwes! denn der König von Israel ist ausgezogen, einen Floh zu suchen, wie man einem Rebhuhn nachjagt auf den Bergen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.21">Und Saul sprach: Ich habe gesündigt; kehre zurück, mein Sohn David! denn ich will dir nichts Übles mehr tun, darum dass mein Leben an diesem Tage teuer gewesen ist in deinen Augen. Siehe, ich habe töricht gehandelt und gar sehr gefehlt!</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.22">Und David antwortete und sprach: Siehe hier, der Speer des Königs; so komme einer von den Knaben herüber und hole ihn.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.23">Und Jahwe wird einem jeden seine Gerechtigkeit und seine Treue vergelten; denn Jahwe hatte dich heute in meine Hand gegeben, und ich wollte meine Hand nicht ausstrecken gegen den Gesalbten Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.24">Und siehe, wie deine Seele an diesem Tage hochgeachtet gewesen ist in meinen Augen, also möge meine Seele hochgeachtet sein in den Augen Jahwes, und er möge mich erretten aus aller Bedrängnis!</verse>
        <verse osisID="1Sam.26.25">Und Saul sprach zu David: Gesegnet seiest du, mein Sohn David! du wirst es sicher ausrichten und wirst sicher obsiegen <note>{O. du wirst sowohl unternehmen als auch ausführen}</note>. Und David ging seines Weges, Saul aber kehrte zurück an seinen Ort.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.27">
        <verse osisID="1Sam.27.1">Und David sprach in seinem Herzen: Nun werde ich eines Tages durch die Hand Sauls umkommen; mir ist nichts besser, als dass ich eilends in das Land der Philister entrinne, und Saul wird von mir ablassen, mich ferner in allen Grenzen Israels zu suchen; und ich werde aus seiner Hand entrinnen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.2">Und David machte sich auf und ging hinüber, er und sechshundert Mann, die bei ihm waren, zu Achis, dem Sohne Maoks, dem König von Gath.</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.3">Und David blieb bei Achis, zu Gath, er und seine Männer, ein jeder mit seinem Hause: David und seine beiden Weiber, Achinoam, die Jisreelitin, und Abigail, das Weib Nabals, die Karmelitin.</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.4">Und es wurde Saul berichtet, dass David nach Gath geflohen wäre; und er suchte ihn fortan nicht mehr.</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.5">Und David sprach zu Achis: Wenn ich anders Gnade in deinen Augen gefunden habe, so gebe man mir einen Platz in einer der Städte des Gefildes, dass ich daselbst wohne; denn warum soll dein Knecht bei dir in der Königsstadt wohnen?</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.6">Und Achis gab ihm an selbigem Tage Ziklag; darum hat Ziklag den Königen von Juda gehört bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.7">Und die Zahl der Tage, welche David im Gefilde der Philister wohnte, war ein Jahr und vier Monate.</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.8">Und David zog mit seinen Männern hinauf, und sie fielen ein bei den Gesuritern und den Girsitern und den Amalekitern; denn diese waren die Bewohner des Landes von alters her, bis nach Sur hin und bis zum Lande Ägypten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.9">Und David schlug das Land und liess weder Mann noch Weib am Leben; und er nahm Kleinvieh und Rinder und Esel und Kamele und Kleider, und kehrte zurück und kam zu Achis.</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.10">Und sprach Achis: Habt ihr heute keinen Einfall gemacht <note>{Viell. ist zu lesen: Bei wem (oder Wohin) habt ihr heute einen Einfall gemacht?}</note>? so sprach David: In den Süden von Juda, oder: In den Süden der Jerachmeeliter, oder: In den Süden der Keniter.</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.11">Und David liess weder Mann noch Weib am Leben, um sie nach Gath zu bringen, indem er sagte: Dass sie nicht über uns berichten und sprechen: So hat David getan. Und so war seine Weise alle die Tage, die er im Gefilde der Philister wohnte.</verse>
        <verse osisID="1Sam.27.12">Und Achis glaubte David und sprach: Er hat sich bei seinem Volke, bei Israel, ganz stinkend gemacht, und er wird mir zum Knechte sein ewiglich.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.28">
        <verse osisID="1Sam.28.1">Und es geschah in jenen Tagen, da versammelten die Philister ihre Heere zum Kriege, um wider Israel zu streiten. Und Achis sprach zu David: Wisse bestimmt, dass du mit mir ins Lager ausziehen sollst, du und deine Männer.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.2">Und David sprach zu Achis: So sollst du denn auch erfahren, was dein Knecht tun wird. Und Achis sprach zu David: So will ich dich denn zum Hüter meines Hauptes setzen alle Tage.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.3">(Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte um ihn geklagt und ihn zu Rama, in seiner Stadt, begraben. Und Saul hatte die Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Lande weggeschafft.)</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.4">Und die Philister versammelten sich, und sie kamen und lagerten sich zu Sunem. Und Saul versammelte ganz Israel, und sie lagerten sich auf dem Gilboa.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.5">Und als Saul das Heer der Philister sah, fürchtete er sich, und sein Herz zitterte sehr.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.6">Und Saul befragte Jahwe; aber Jahwe antwortete ihm nicht, weder durch Träume, noch durch die Urim, noch durch die Propheten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.7">Da sprach Saul zu seinen Knechten: Suchet mir ein Weib, das einen Totenbeschwörergeist hat, damit ich zu ihr gehe und sie befrage. Und seine Knechte sprachen zu ihm: Siehe, zu Endor ist ein Weib, das einen Totenbeschwörergeist hat.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.8">Und Saul verstellte sich und zog andere Kleider an, und ging hin, er und zwei Männer mit ihm, und sie kamen zu dem Weibe bei der Nacht; und er sprach: Wahrsage mir doch durch den Totenbeschwörergeist und bringe mir herauf, wen ich dir sagen werde.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.9">Aber das Weib sprach zu ihm: Siehe, du weisst ja, was Saul getan hat, dass er die Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Lande ausgerottet hat; und warum legst du meiner Seele eine Schlinge, um mich zu töten?</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.10">Und Saul schwur ihr bei Jahwe und sprach: So wahr Jahwe lebt, wenn dich eine Schuld <note>{O. Strafe}</note> treffen soll wegen dieser Sache!</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.11">Da sprach das Weib: Wen soll ich dir heraufbringen? Und er sprach: Bringe mir Samuel herauf.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.12">Und als das Weib Samuel sah, da schrie sie mit lauter Stimme; und das Weib sprach zu Saul und sagte: Warum hast du mich betrogen? du bist ja Saul!</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.13">Und der König sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! doch was siehst du? Und das Weib sprach zu Saul: Ich sehe einen Gott aus der Erde heraufsteigen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.14">Und er sprach zu ihr: Wie ist seine Gestalt? Und sie sprach: Ein alter Mann steigt herauf, und er ist in ein Oberkleid gehüllt. Da erkannte Saul, dass es Samuel war, und er neigte sich, das Antlitz zur Erde, und beugte sich nieder.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.15">Und Samuel sprach zu Saul: Warum hast du mich beunruhigt, mich heraufkommen zu lassen? Und Saul sprach: Ich bin in grosser Not; denn die Philister streiten wider mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht mehr, weder durch die Propheten, noch durch Träume; da liess ich dich rufen, damit du mir kundtuest, was ich tun soll.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.16">Und Samuel sprach: Warum doch fragst du mich, da Jahwe von dir gewichen und dein Feind geworden ist?</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.17">Und Jahwe hat für sich <note>{O. ihm, d.h. dem David}</note> getan, so wie er durch mich geredet hat; und Jahwe hat das Königtum aus deiner Hand gerissen und es deinem Nächsten, dem David, gegeben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.18">Weil du der Stimme Jahwes nicht gehorcht und seine Zornglut nicht ausgeführt hast an Amalek <note>{Vergl. Kap. 15}</note>, darum hat Jahwe dir dieses heute getan.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.19">Und Jahwe wird auch Israel mit dir in die Hand der Philister geben; und morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir sein; auch das Heerlager Israels wird Jahwe in die Hand der Philister geben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.20">Da fiel Saul plötzlich seiner Länge nach zur Erde, und er fürchtete sich sehr vor den Worten Samuels; auch war keine Kraft in ihm, denn er hatte nichts gegessen den ganzen Tag und die ganze Nacht.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.21">Und das Weib trat zu Saul und sah, dass er sehr bestürzt war; und sie sprach zu ihm: Siehe, deine Magd hat auf deine Stimme gehört, und ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt und deinen Worten gehorcht, die du zu mir geredet hast;</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.22">und nun höre doch auch du auf die Stimme deiner Magd, und lass mich dir einen Bissen Brot vorsetzen, und iss, dass Kraft in dir sei, wenn du deines Weges gehst.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.23">Aber er weigerte sich und sprach: Ich will nicht essen. Da drangen seine Knechte und auch das Weib in ihn; und er hörte auf ihre Stimme und stand von der Erde auf und setzte sich auf das Bett <note>{O. Polster}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.24">Und das Weib hatte ein gemästetes Kalb im Hause; und sie eilte und schlachtete es; und sie nahm Mehl und knetete es und backte daraus ungesäuerte Kuchen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.28.25">Und sie brachte es herzu vor Saul und vor seine Knechte, und sie assen. Und sie machten sich auf und gingen fort in selbiger Nacht.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.29">
        <verse osisID="1Sam.29.1">Und die Philister versammelten alle ihre Heere nach Aphek; und Israel war an der Quelle gelagert, die bei Jisreel ist.</verse>
        <verse osisID="1Sam.29.2">Und die Fürsten der Philister zogen vorüber nach Hunderten und nach Tausenden, und David und seine Männer zogen zuletzt mit Achis vorüber.</verse>
        <verse osisID="1Sam.29.3">Da sprachen die Fürsten der Philister: Was sollen diese Hebräer? Und Achis sprach zu den Fürsten der Philister: Ist das nicht David, der Knecht Sauls, des Königs von Israel, der schon seit Jahr und Tag bei mir gewesen ist? und ich habe gar nichts an ihm gefunden von dem Tage an, da er abgefallen ist, bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="1Sam.29.4">Aber die Fürsten der Philister wurden zornig über ihn, und die Fürsten der Philister sprachen zu ihm: Schicke den Mann zurück, dass er an seinen Ort zurückkehre, wohin du ihn bestellt hast, und dass er nicht mit uns in den Streit hinabziehe und uns nicht zum Widersacher werde im Streite; denn womit könnte der sich angenehm machen bei seinem Herrn? nicht mit den Köpfen dieser Männer?</verse>
        <verse osisID="1Sam.29.5">Ist das nicht David, von dem sie in den Reigen sangen und sprachen: "Saul hat seine Tausende erschlagen, und David seine Zehntausende"?</verse>
        <verse osisID="1Sam.29.6">Und Achis rief David und sprach zu ihm: So wahr Jahwe lebt, du bist redlich; und wohlgefällig in meinen Augen ist dein Ausgang und dein Eingang bei mir im Heerlager; denn ich habe nichts Böses an dir gefunden von dem Tage an, da du zu mir gekommen bist, bis auf diesen Tag; aber in den Augen der Fürsten bist du nicht wohlgefällig.</verse>
        <verse osisID="1Sam.29.7">Und nun kehre zurück und gehe hin in Frieden, damit du nichts Übles tuest in den Augen der Fürsten der Philister.</verse>
        <verse osisID="1Sam.29.8">Und David sprach zu Achis: Aber was habe ich getan, und was hast du an diesem Knechte gefunden von dem Tage an, da ich vor dir gewesen bin bis auf diesen Tag, dass ich nicht kommen und wider die Feinde meines Herrn, des Königs, streiten soll?</verse>
        <verse osisID="1Sam.29.9">Und Achis antwortete und sprach zu David: Ich weiss es, denn <note>{O. Ich weiss, dass}</note> du bist wohlgefällig in meinen Augen wie ein Engel Gottes; doch die Fürsten der Philister haben gesagt: Er soll nicht mit uns in den Streit hinaufziehen!</verse>
        <verse osisID="1Sam.29.10">So mache dich nun des Morgens früh auf, du und die Knechte deines Herrn, die mit dir gekommen sind; und machet euch des Morgens früh auf! sobald es euch hell wird, ziehet fort.</verse>
        <verse osisID="1Sam.29.11">Und David machte sich früh auf, er und seine Männer, dass sie am Morgen fortzögen, um in das Land der Philister zurückzukehren. Die Philister aber zogen nach Jisreel hinauf.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.30">
        <verse osisID="1Sam.30.1">Und es geschah, als David und seine Männer am dritten Tage nach Ziklag kamen, da waren die Amalekiter in den Süden und in Ziklag eingefallen; und sie hatten Ziklag geschlagen und es mit Feuer verbrannt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.2">Und sie hatten die Weiber und alle, die darin waren, gefangen weggeführt, vom Kleinsten bis zum Grössten; sie hatten niemand getötet, sondern sie hatten sie weggetrieben und waren ihres Weges gezogen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.3">Und David und seine Männer kamen zu der Stadt; und siehe, sie war mit Feuer verbrannt, und ihre Weiber und ihre Söhne und ihre Töchter waren gefangen weggeführt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.4">Da erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme, und sie weinten, bis keine Kraft mehr in ihnen war zu weinen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.5">Und auch die beiden Weiber Davids waren gefangen weggeführt, Achinoam, die Jisreelitin, und Abigail, das Weib Nabals, des Karmeliters.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.6">Und David war in grosser Bedrängnis, denn das Volk sprach davon, ihn zu steinigen; denn die Seele des ganzen Volkes war erbittert, ein jeder um seine Söhne und um seine Töchter. Aber David stärkte sich in Jahwe, seinem Gott.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.7">Und David sprach zu Abjathar, dem Priester, dem Sohne Ahimelechs: Bringe mir doch das Ephod her! Und Abjathar brachte das Ephod zu David.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.8">Und David befragte Jahwe und sprach: Soll ich dieser Schar nachjagen? Werde ich sie erreichen? Und er sprach zu ihm: Jage nach, denn du wirst sie gewisslich erreichen und wirst gewisslich erretten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.9">Da zog David hin, er und die sechshundert Mann, die bei ihm waren; und sie kamen an den Bach Besor, wo die Zurückbleibenden stehen blieben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.10">Und David jagte nach, er und vierhundert Mann; denn zweihundert Mann blieben stehen, welche zu ermattet waren, um über den Bach Besor zu gehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.11">Und sie fanden einen ägyptischen Mann auf dem Felde und brachten ihn zu David; und sie gaben ihm Brot, und er ass, und sie tränkten ihn mit Wasser;</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.12">und sie gaben ihm eine Schnitte Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen, und er ass; und sein Geist kam ihm wieder, denn er hatte drei Tage und drei Nächte kein Brot gegessen und kein Wasser getrunken.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.13">Und David sprach zu ihm: Wem gehörst du? und woher bist du? Und er sprach: Ich bin ein ägyptischer Jüngling, der Knecht eines amalekitischen Mannes; und mein Herr hat mich verlassen, denn ich wurde heute vor drei Tagen krank.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.14">Wir sind eingefallen in den Süden der Kerethiter und in das, was Juda gehört und in den Süden von Kaleb, und wir haben Ziklag mit Feuer verbrannt.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.15">Und David sprach zu ihm: Willst du mich zu dieser Schar hinabführen? Und er sprach: Schwöre mir bei Gott, dass du mich nicht töten noch mich der Hand meines Herrn ausliefern willst, so will ich dich zu dieser Schar hinabführen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.16">Und er führte ihn hinab; und siehe, sie waren über die Fläche des ganzen Landes zerstreut, essend und trinkend und tanzend wegen all der grossen Beute, die sie aus dem Lande der Philister und aus dem Lande Juda genommen hatten.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.17">Und David schlug sie von der Dämmerung an bis zum Abend des folgenden Tages; und keiner von ihnen entrann, ausser vierhundert jungen Männern, welche auf Kamele stiegen und entflohen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.18">Und David rettete alles, was die Amalekiter genommen hatten, und David rettete auch seine beiden Weiber.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.19">Und es fehlte ihnen nichts, vom Kleinsten bis zum Grössten, und bis zu den Söhnen und den Töchtern, und von der Beute bis zu allem, was sie ihnen genommen hatten; alles brachte David zurück.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.20">Und David nahm alles Klein- und Rindvieh; sie trieben es vor dem anderen <note>{Eig. jenem}</note> Vieh her und sprachen: Dies ist die Beute Davids!</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.21">Und David kam zu den zweihundert Männern, die zu ermattet gewesen waren, um David nachzufolgen, und die sie am Bache Besor zurückgelassen hatten; und sie zogen aus, David und dem Volke entgegen, das bei ihm war; und David trat zu dem Volke und fragte sie nach ihrem Wohlergehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.22">Und jeder böse und nichtswürdige Mann <note>{H. Belialsmann}</note> von den Männern, die mit David gezogen waren, hob an und sprach: Darum dass sie nicht mit uns gezogen sind, wollen wir ihnen von der Beute, die wir entrissen haben, nichts geben, als nur einem jeden sein Weib und seine Kinder, dass sie sie wegführen und hingehen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.23">Aber David sprach: Tut nicht also, meine Brüder, mit dem, was Jahwe uns gegeben hat; und er hat uns behütet und die Schar, die über uns gekommen war, in unsere Hand gegeben.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.24">Und wer wird in dieser Sache auf euch hören? Denn wie das Teil dessen, der in den Streit hinabzieht, so soll auch das Teil dessen sein, der bei dem Geräte bleibt: gemeinsam sollen sie teilen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.25">Und so geschah es von jenem Tage an und hinfort; und er <note>{O. man}</note> machte es zur Satzung und zum Recht für Israel bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.26">Und David kam nach Ziklag; und er sandte von der Beute den Ältesten Judas, seinen Freunden, und sprach: Siehe, da habt ihr ein Geschenk <note>{W. einen Segen}</note> von der Beute der Feinde Jahwes:</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.27">denen zu Bethel und denen zu Ramoth im Süden und denen zu Jattir,</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.28">und denen zu Aroer und denen zu Siphmoth und denen zu Estemoa,</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.29">und denen zu Rakal und denen in den Städten der Jerachmeeliter und denen in den Städten der Keniter,</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.30">und denen zu Horma und denen zu Bor-Aschan und denen zu Athak,</verse>
        <verse osisID="1Sam.30.31">und denen zu Hebron, und nach allen Orten, wo David umhergezogen war, er und seine Männer.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Sam.31">
        <verse osisID="1Sam.31.1">Die <note>{1. Chron. 10,1-12}</note> Philister aber stritten wider Israel; und die Männer von Israel flohen vor den Philistern, und Erschlagene fielen <note>{O. und fielen erschlagen}</note> auf dem Gebirge Gilboa.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.2">Und die Philister setzten Saul und seinen Söhnen hart nach; und die Philister erschlugen Jonathan und Abinadab und Malkischua, die Söhne Sauls.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.3">Und der Streit wurde heftig wider Saul, und es erreichten ihn die Schützen, Männer mit dem Bogen; und es wurde ihm sehr angst vor den Schützen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.4">Da sprach Saul zu seinem Waffenträger: Ziehe dein Schwert und durchbohre mich damit, dass nicht diese Unbeschnittenen kommen und mich durchbohren und mich misshandeln! Sein Waffenträger aber wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stürzte sich darein.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.5">Und als sein Waffenträger sah, dass Saul tot war, da stürzte auch er sich in sein Schwert und starb mit ihm.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.6">So starben Saul und seine drei Söhne und sein Waffenträger, auch alle seine Männer an selbigem Tage zugleich.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.7">Und als die Männer von Israel, die diesseit <note>{And.: jenseit}</note> des Tales <note>{d.h. der Talebene von Jisreel}</note> und diesseit <note>{And.: jenseit}</note> des Jordan waren, sahen, dass die Männer von Israel geflohen, und dass Saul und seine Söhne tot waren, da verliessen sie die Städte und flohen; und die Philister kamen und wohnten darin.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.8">Und es geschah am folgenden Tage, da kamen die Philister, um die Erschlagenen auszuziehen; und sie fanden Saul und seine drei Söhne auf dem Gebirge Gilboa liegen.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.9">Und sie hieben ihm den Kopf ab und zogen ihm seine Waffen aus; und sie sandten <note>{O. sandten sie}</note> in das Land der Philister ringsumher, um die frohe Botschaft in den Häusern ihrer Götzen und unter dem Volke zu verkünden.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.10">Und sie legten seine Waffen in das Haus der Astaroth, und seinen Leichnam hefteten sie an die Mauer von Beth-Schan.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.11">Als aber die Bewohner von Jabes-Gilead über ihn hörten, was die Philister mit Saul getan hatten,</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.12">da machten sich alle tapferen Männer auf und gingen die ganze Nacht; und sie nahmen den Leichnam Sauls und die Leichname seiner Söhne von der Mauer von Beth-Schan weg; und sie kamen nach Jabes zurück und verbrannten sie daselbst.</verse>
        <verse osisID="1Sam.31.13">Und sie nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter der Tamariske zu Jabes, und fasteten sieben Tage.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="2Sam">
      <chapter osisID="2Sam.1">
        <verse osisID="2Sam.1.1">Und es geschah nach dem Tode Sauls, als David von der Schlacht <note>{O. Niederlage}</note> der Amalekiter zurückgekommen war, da blieb David zwei Tage zu Ziklag.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.2">Und es geschah am dritten Tage, siehe, da kam ein Mann aus dem Heerlager Sauls, seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf seinem Haupte; und als er zu David kam, fiel er zur Erde und warf sich nieder.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.3">Und David sprach zu ihm: Woher kommst du? Und er sprach zu ihm: Ich bin aus dem Heerlager Israels entronnen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.4">Und David sprach zu ihm: Wie steht die Sache? berichte mir doch. Und er sagte: Das Volk ist aus dem Streit geflohen, und auch viele von dem Volke sind gefallen und gestorben, und auch Saul und sein Sohn Jonathan sind tot.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.5">Und David sprach zu dem Jüngling, der ihm berichtete: Wie weisst du, dass Saul und sein Sohn Jonathan tot sind?</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.6">Und der Jüngling, der ihm berichtete, sprach: Ich geriet zufällig auf das Gebirge Gilboa, und siehe, Saul lehnte sich auf seinen Speer; und siehe, die Wagen und die Reiter setzten ihm hart nach.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.7">Und er wandte sich um und sah mich und rief mir zu, und ich sprach: Hier bin ich.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.8">Und er sprach zu mir: Wer bist du? Und ich sprach zu ihm: Ich bin ein Amalekiter.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.9">Und er sprach zu mir: Tritt doch her zu mir <note>{O. Stelle dich doch auf mich; desgl. V.10}</note> und töte mich, denn die Verwirrung <note>{O. der Schwindel; and.: der Krampf}</note> hat mich ergriffen; denn mein Leben ist noch ganz in mir!</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.10">Da trat ich zu ihm hin und tötete ihn, denn ich wusste, dass er seinen Fall nicht überleben würde. Und ich nahm das Diadem, das auf seinem Haupte, und die Armspange, die an seinem Arme war, und habe sie zu meinem Herrn hierher gebracht.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.11">Da fasste David seine Kleider und zerriss sie; und alle Männer, die bei ihm waren, taten ebenso.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.12">Und sie klagten und weinten und fasteten bis an den Abend um Saul und um seinen Sohn Jonathan und um das Volk Jahwes und um das Haus Israel, weil sie durchs Schwert gefallen waren.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.13">Und David sprach zu dem Jüngling, der ihm berichtete: Woher bist du? Und er sprach: Ich bin der Sohn eines amalekitischen Fremdlings.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.14">Und David sprach zu ihm: Wie hast du dich nicht gefürchtet, deine Hand auszustrecken, um den Gesalbten Jahwes zu verderben?</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.15">Und David rief einen von den Knaben und sprach: Tritt herzu, falle über ihn her! Und er erschlug ihn, und er starb.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.16">Und David sprach zu ihm: Dein Blut komme auf dein Haupt! denn dein Mund hat wider dich gezeugt und gesprochen: Ich habe den Gesalbten Jahwes getötet.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.17">Und David stimmte dieses Klagelied an über Saul und über Jonathan, seinen Sohn;</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.18">und er befahl <note>{W. sprach}</note>, dass man die Kinder Juda das Lied von dem Bogen <note>{O. den Gebrauch des Bogens; W. den Bogen}</note> lehre; siehe, es ist geschrieben im Buche Jaschar <note>{d.h. des Rechtschaffenen}</note>:</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.19">Deine <note>{W. Die}</note> Zierde, Israel, ist erschlagen auf deinen Höhen! wie sind die Helden gefallen!</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.20">Berichtet es nicht zu Gath, verkündet die Botschaft nicht in den Strassen Askalons, dass sich nicht freuen die Töchter der Philister, dass nicht frohlocken die Töchter der Unbeschnittenen!</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.21">Berge von Gilboa, nicht Tau noch Regen sei auf euch, noch Gefilde der Hebopfer <note>{d.h. aus deren Ertrag Hebopfer dargebracht werden können}</note>! denn dort ward weggeworfen <note>{And. üb.: besudelt}</note> der Schild der Helden, der Schild Sauls, nicht gesalbt mit Öl.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.22">Von dem Blute der Erschlagenen, von dem Fette der Helden wich Jonathans Bogen nicht zurück, und Sauls Schwert kehrte nicht leer wieder.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.23">Saul und Jonathan, die Geliebten und Holdseligen in ihrem Leben, sind auch in ihrem Tode nicht getrennt; sie waren schneller als Adler, stärker als Löwen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.24">Töchter Israels, weinet um Saul, der euch köstlich kleidete in Karmesin, der goldenen Schmuck zog über eure Kleider!</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.25">Wie sind die Helden gefallen mitten im Streit! Wie ist Jonathan erschlagen auf deinen Höhen!</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.26">Mir ist wehe um dich, mein Bruder Jonathan! holdselig warst du mir sehr; wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe!</verse>
        <verse osisID="2Sam.1.27">Wie sind die Helden gefallen, und umgekommen die Rüstzeuge des Streites!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.2">
        <verse osisID="2Sam.2.1">Und es geschah hernach, da befragte David Jahwe und sprach: Soll ich in eine der Städte Judas hinaufziehen? Und Jahwe sprach zu ihm: Ziehe hinauf. Und David sprach: Wohin soll ich hinaufziehen? Und er sprach: Nach Hebron.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.2">Und David zog dort hinauf, und auch seine zwei Weiber, Achinoam, die Jisreelitin, und Abigail, das Weib Nabals, des Karmeliters.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.3">Auch seine Männer, die bei ihm waren, liess David hinaufziehen, einen jeden mit seinem Hause; und sie wohnten in den Städten Hebrons.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.4">Und die Männer von Juda kamen und salbten daselbst David zum König über das Haus Juda. Und man berichtete David und sprach: Die Männer von Jabes-Gilead sind es, die Saul begraben haben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.5">Da sandte David Boten zu den Männern von Jabes-Gilead und liess ihnen sagen: Gesegnet seiet ihr von Jahwe, dass ihr diese Güte an eurem Herrn, an Saul, erwiesen und ihn begraben habt!</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.6">Und so erweise nun Jahwe Güte und Treue <note>{O. Wahrheit}</note> an euch; und auch ich will euch dieses Gute vergelten <note>{Eig. tun, erweisen}</note>, weil ihr diese Sache getan habt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.7">Und nun lasset eure Hände erstarken und seid wackere Männer; denn Saul, euer Herr, ist tot, und auch hat das Haus Juda mich zum König über sich gesalbt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.8">Abner aber, der Sohn Ners, der Heeroberste Sauls, nahm Isboseth <note>{Mann der Schande; der spätere Name für Esch-Baal. 1. Chron. 8,33}</note>, den Sohn Sauls, und führte ihn hinüber nach Machanaim;</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.9">und er machte ihn zum König über Gilead und über die Asuriter <note>{E. l.: Gesuriter}</note> und über Jisreel, und über Ephraim und über Benjamin und über das ganze Israel.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.10">Vierzig Jahre war Isboseth, der Sohn Sauls, alt, als er König wurde über Israel, und er regierte zwei Jahre; nur <note>{O. jedoch}</note> das Haus Juda folgte David nach.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.11">Und die Zahl der Tage, welche David in Hebron über das Haus Juda König war, betrug sieben Jahre und sechs Monate.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.12">Und Abner, der Sohn Ners, und die Knechte Isboseths, des Sohnes Sauls, zogen aus von Machanaim nach Gibeon;</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.13">und auch Joab, der Sohn der Zeruja <note>{der Schwester Davids (1. Chron. 2,16)}</note>, und die Knechte Davids zogen aus; und sie stiessen bei dem Teiche von Gibeon aufeinander. Und diese liessen sich nieder auf dieser Seite des Teiches, und jene auf jener Seite des Teiches.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.14">Da sprach Abner zu Joab: Lass doch die Jünglinge sich aufmachen und vor uns spielen! Und Joab sprach: Sie mögen sich aufmachen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.15">Und sie machten sich auf und gingen hinüber, nach der Zahl: zwölf für Benjamin und für Isboseth, den Sohn Sauls, und zwölf von den Knechten Davids.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.16">Und sie ergriffen einer den anderen beim Kopfe, und jeder stiess sein Schwert dem anderen in die Seite, und sie fielen zusammen. Und man nannte selbigen Ort Helkath-Hazzurim <note>{Acker der Schneiden oder Klingen}</note>, der bei Gibeon ist.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.17">Und der Streit wurde überaus heftig an jenem Tage; und Abner und die Männer von Israel wurden vor den Knechten Davids geschlagen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.18">Und es waren daselbst drei Söhne der Zeruja: Joab und Abisai <note>{H. Abischai}</note> und Asael. Asael aber war schnell auf seinen Füssen, wie eine der Gazellen, die auf dem Felde sind.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.19">Und Asael jagte Abner nach und bog nicht aus, weder zur Rechten noch zur Linken hinter Abner weg.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.20">Da wandte sich Abner um und sprach: Bist du es, Asael? Und er sprach: Ich bin's.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.21">Da sprach Abner zu ihm: Biege aus zu deiner Rechten oder zu deiner Linken, und greife dir einen von den Jünglingen und nimm dir seine Rüstung! Aber Asael wollte nicht hinter ihm weg weichen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.22">Da sprach Abner nochmals zu Asael: Weiche hinter mir weg! Warum soll ich dich zu Boden schlagen? und wie könnte ich mein Angesicht erheben zu deinem Bruder Joab?</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.23">Aber er weigerte sich zu weichen. Da schlug ihn Abner mit dem hinteren Ende des Speeres in den Bauch, dass der Speer hinten herausfuhr; und er fiel daselbst und starb an seiner Stelle. Und es geschah, jeder, der an den Ort kam, wo Asael gefallen und gestorben war, der blieb stehen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.24">Und Joab und Abisai jagten Abner nach; und die Sonne ging unter, als sie zum Hügel Amma kamen, der vor Giach liegt, auf dem Wege zur Wüste Gibeon.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.25">Und die Kinder Benjamin sammelten sich hinter Abner her und wurden zu einem Haufen, und sie stellten sich auf den Gipfel eines Hügels.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.26">Und Abner rief Joab zu und sprach: Soll das Schwert immerfort fressen? weisst du nicht, dass zuletzt Erbitterung sein wird? und wie lange willst du nicht dem Volke sagen, von der Verfolgung ihrer Brüder umzukehren?</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.27">Da sprach Joab: So wahr Gott lebt, wenn du nicht geredet hättest <note>{S. V.14}</note>, dann wäre schon seit dem Morgen das Volk weggezogen, ein jeder von der Verfolgung seines Bruders!</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.28">Und Joab stiess in die Posaune; da blieb alles Volk stehen, und sie jagten Israel nicht mehr nach und fuhren nicht mehr fort zu streiten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.29">Und Abner und seine Männer zogen durch die Ebene <note>{H. Araba; vergl. 5. Mose 1,1}</note> jene ganze Nacht, und sie setzten über den Jordan und durchzogen das ganze Bitron <note>{O. die ganze Schlucht}</note> und kamen nach Machanaim.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.30">Joab aber kehrte um von der Verfolgung Abners und versammelte das ganze Volk; da wurden von den Knechten Davids neunzehn Mann vermisst und Asael.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.31">Die Knechte Davids aber hatten von Benjamin und unter den Männern Abners viele erschlagen; 360 Mann waren tot.</verse>
        <verse osisID="2Sam.2.32">Und sie hoben Asael auf und begruben ihn in dem Begräbnis seines Vaters, das zu Bethlehem war. Und Joab und seine Männer gingen die ganze Nacht, und das Licht brach ihnen an zu Hebron.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.3">
        <verse osisID="2Sam.3.1">Und der Streit war lang zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids; David aber wurde immerfort stärker, während das Haus Sauls immerfort schwächer wurde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.2">Und es wurden dem David Söhne in Hebron geboren: Sein Erstgeborener war Amnon, von Achinoam, der Jisreelitin;</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.3">und sein zweiter Kileab, von Abigail, dem Weibe Nabals, des Karmeliters; und der dritte Absalom, der Sohn Maakas, der Tochter Talmais, des Königs von Gesur;</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.4">und der vierte Adonija, der Sohn Haggiths; und der fünfte Schephatja, der Sohn Abitals;</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.5">und der sechste Jithream, von Egla, dem Weibe Davids. Diese wurden dem David in Hebron geboren.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.6">Und es geschah, während der Streit war zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids, da stand Abner dem Hause Sauls mutig bei <note>{O. hielt fest an dem Hause Sauls; so auch später}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.7">Und Saul hatte ein Kebsweib, ihr Name war Rizpa, die Tochter Ajas. Und Isboseth sprach zu Abner: Warum bist du zu dem Kebsweibe meines Vaters eingegangen?</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.8">Da ergrimmte Abner sehr über die Worte Isboseths und sprach: Bin ich ein Hundskopf, der es mit Juda hält <note>{O. der zu Juda gehört?}</note>? Heute erweise ich Güte an dem Hause deines Vaters Saul, an seinen Brüdern und an seinen Freunden, und ich habe dich nicht in die Hand Davids überliefert; und du wirfst mir heute das Vergehen mit diesem Weibe vor <note>{O. du schreibst mir heute ein Vergehen zu wegen dieses Weibes?}</note>?</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.9">So möge Gott Abner tun und so ihm hinzufügen, wenn ich nicht, wie Jahwe dem David geschworen hat, ihm also tun werde:</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.10">das Königtum von dem Hause Sauls abzuwenden und den Thron Davids aufzurichten über Israel und über Juda, von Dan bis Beerseba!</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.11">Und er konnte Abner kein Wort mehr erwidern, weil er ihn fürchtete.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.12">Und Abner sandte Boten für sich <note>{O. an seiner statt}</note> zu David und sprach: Wessen ist das Land? und er sprach: Mache einen <note>{Eig. deinen}</note> Bund mit mir; und siehe, meine Hand wird mit dir sein, um ganz Israel dir zuzuwenden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.13">Und David <note>{W. und er}</note> sprach: Gut, ich will einen Bund mit dir machen; nur eine Sache fordere ich von dir, nämlich: Du sollst mein Angesicht nicht sehen, du bringest denn zuvor Michal, die Tochter Sauls, wenn du kommst, um mein Angesicht zu sehen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.14">Und David sandte Boten zu Isboseth, dem Sohne Sauls, und liess ihm sagen: Gib mir Michal, mein Weib, die ich mir verlobt habe um hundert Vorhäute der Philister.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.15">Da sandte Isboseth hin und liess sie holen von ihrem Manne, von Paltiel, dem Sohne des Lais.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.16">Und ihr Mann ging mit ihr und folgte ihr weinend nach bis Bachurim. Da sprach Abner zu ihm: Geh, kehre um! Und er kehrte um.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.17">Und Abner hatte sich mit den Ältesten Israels unterredet und gesagt: Früher schon habt ihr David zum König über euch begehrt;</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.18">so handelt nun; denn Jahwe hat von David geredet und gesagt: Durch die Hand Davids, meines Knechtes, will ich mein Volk Israel erretten aus der Hand der Philister und aus der Hand aller seiner Feinde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.19">Und Abner redete auch zu den Ohren Benjamins. Und Abner ging auch hin, um zu den Ohren Davids in Hebron alles zu reden, was gut war in den Augen Israels und in den Augen des ganzen Hauses Benjamin.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.20">Als nun Abner, und zwanzig Männer mit ihm, zu David nach Hebron kam, machte David Abner und den Männern, die mit ihm waren, ein Mahl.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.21">Und Abner sprach zu David: Ich will mich aufmachen und hingehen, und ganz Israel zu meinem Herrn, dem König, versammeln, dass sie einen Bund mit dir machen, und du über alles regierst, was deine Seele begehrt. Und David entliess Abner, und er ging hin in Frieden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.22">Und siehe, die Knechte Davids und Joab kamen von einem Streifzuge und brachten grosse Beute mit sich. Abner war aber nicht mehr bei David zu Hebron; denn er hatte ihn entlassen, und er war hingegangen in Frieden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.23">Als nun Joab und das ganze Heer, das mit ihm war, ankamen, da berichtete man Joab und sprach: Abner, der Sohn Ners, ist zum König gekommen; und er hat ihn entlassen, und er ist hingegangen in Frieden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.24">Da kam Joab zum König und sprach: Was hast du getan! Siehe, Abner ist zu dir gekommen; warum doch hast du ihn entlassen, dass er ungehindert weggegangen ist?</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.25">Du kennst Abner, den Sohn Ners, dass er gekommen ist, um dich zu bereden <note>{O. zu betrügen}</note>, und um deinen Ausgang und deinen Eingang zu wissen, und alles zu wissen, was du tust.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.26">Und Joab ging von David hinaus und sandte Boten hinter Abner her; und sie holten ihn zurück von der Zisterne Sira; David aber wusste es nicht.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.27">Als nun Abner nach Hebron zurückkam, führte ihn Joab beiseite in das Tor, um in der Stille mit ihm zu reden; und er schlug ihn daselbst in den Bauch, dass er starb - wegen des Blutes seines Bruders Asael.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.28">Und David hörte es hernach und sprach: Schuldlos bin ich und mein Königreich vor Jahwe ewiglich an dem Blute Abners, des Sohnes Ners!</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.29">Es komme <note>{Eig. es breche herein}</note> über das Haupt Joabs und über das ganze Haus seines Vaters; und nie soll im Hause Joabs fehlen der Flüssige und der Aussätzige und der sich am Stabe stützt und der durchs Schwert fällt und dem es an Brot mangelt! -</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.30">So haben Joab und Abisai, sein Bruder, Abner ermordet, weil er ihren Bruder Asael zu Gibeon im Streit getötet hatte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.31">Und David sprach zu Joab und zu allem Volke, das mit ihm war: Zerreisset eure Kleider und umgürtet euch mit Sacktuch, und klaget vor Abner her! Und der König David ging hinter der Bahre her.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.32">Und sie begruben Abner zu Hebron; und der König erhob seine Stimme und weinte am Grabe Abners, und das ganze Volk weinte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.33">Und der König stimmte ein Klagelied an über Abner und sprach: Musste, wie ein Tor <note>{O. wie ein gemeiner Mensch; (Nabal)}</note> stirbt, Abner sterben?</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.34">Deine Hände waren nicht gebunden, und nicht in eherne Fesseln <note>{Vergl. die Anm. zu Richt. 16,21}</note> gelegt deine Füsse. Wie man fällt vor Söhnen der Ungerechtigkeit, so bist du gefallen! Da weinte alles Volk noch mehr über ihn.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.35">Und alles Volk kam, um David zu bewegen, dass er Brot esse, während es noch Tag war. Aber David schwur und sprach: So soll mir Gott tun und so hinzufügen, wenn ich vor Untergang der Sonne Brot oder irgend etwas koste!</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.36">Und alles Volk nahm es wahr; und es war gut in ihren Augen, wie alles, was der König tat, gut war in den Augen des ganzen Volkes.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.37">Und das ganze Volk und ganz Israel erkannten an jenem Tage, dass es nicht von dem König ausgegangen war, Abner, den Sohn Ners, zu töten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.38">Und der König sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr nicht, dass an diesem Tage ein Oberster und Grosser in Israel gefallen ist?</verse>
        <verse osisID="2Sam.3.39">Ich aber bin heute schwach, obschon zum König gesalbt; und diese Männer, die Söhne der Zeruja, sind zu hart für mich. Jahwe vergelte dem, der das Böse tut, nach seiner Bosheit!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.4">
        <verse osisID="2Sam.4.1">Und als der Sohn Sauls hörte, dass Abner zu Hebron gestorben war, da wurden seine Hände schlaff, und ganz Israel war bestürzt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.2">Und zwei Männer waren Oberste der Scharen des Sohnes Sauls, der Name des einen war Baana, und der Name des anderen Rekab, Söhne Rimmons, des Beerothiters, von den Kindern Benjamin. Denn auch Beeroth wird zu Benjamin gerechnet;</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.3">aber die Beerothiter entflohen nach Gittaim und haben sich dort als Fremdlinge aufgehalten bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.4">Und Jonathan, der Sohn Sauls, hatte einen Sohn, der an den Füssen lahm war. Er war fünf Jahre alt, als die Nachricht von Saul und Jonathan aus Jisreel kam; da nahm seine Amme ihn auf und floh. Und es geschah, als sie ängstlich <note>{O. hastig}</note> floh, dass er fiel und lahm wurde; und sein Name war Mephiboseth <note>{In 1. Chron. 8,34 und 9,40 Merib-Baal genannt}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.5">Und die Söhne Rimmons, des Beerothiters, Rekab und Baana, gingen hin und kamen um die Hitze des Tages in das Haus Isboseths, während er seine Mittagsruhe hielt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.6">Und sie kamen dahin, bis in das Innere des Hauses, als wollten sie Weizen holen, und sie schlugen ihn in den Bauch. Und Rekab und sein Bruder Baana entrannen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.7">Sie kamen in das Haus, während er in seinem Schlafgemach auf seinem Bette lag, und sie schlugen ihn und töteten ihn und hieben ihm den Kopf ab; und sie nahmen seinen Kopf und gingen den Weg der Ebene <note>{H. Araba}</note> die ganze Nacht hindurch.</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.8">Und sie brachten den Kopf Isboseths zu David nach Hebron und sprachen zu dem König: Siehe da, der Kopf Isboseths, des Sohnes Sauls, deines Feindes, der nach deinem Leben trachtete; und so hat Jahwe meinem Herrn, dem König, an diesem Tage Rache verliehen an Saul und an seinem Samen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.9">Da antwortete David Rekab und Baana, seinem Bruder, den Söhnen Rimmons, des Beerothiters, und sprach zu ihnen: So wahr Jahwe lebt, der meine Seele erlöst hat aus aller Bedrängnis,</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.10">den, der mir berichtete und sprach: Siehe, Saul ist tot! und der in seinen Augen ein guter Bote war, den ergriff ich und tötete ihn zu Ziklag, um ihm so Botenlohn zu geben;</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.11">wieviel mehr, da gottlose Männer einen gerechten Mann in seinem Hause auf seiner Lagerstätte ermordet haben, sollte ich jetzt nicht sein Blut von eurer Hand fordern und euch wegschaffen von der Erde?</verse>
        <verse osisID="2Sam.4.12">Und David gebot seinen Knechten, und sie erschlugen sie und hieben ihnen die Hände und die Füsse ab, und hängten sie auf am Teiche zu Hebron; das Haupt Isboseths aber nahmen sie und begruben es in dem Begräbnis Abners zu Hebron.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.5">
        <verse osisID="2Sam.5.1">Und <note>{1. Chron. 11}</note> alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron, und sie sprachen und sagten: Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.2">Schon früher, als Saul König über uns war, bist du es gewesen, der Israel aus- und einführte; und Jahwe hat zu dir gesagt: Du sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Fürst sein über Israel.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.3">Und alle Ältesten Israels kamen zu dem König nach Hebron, und der König David machte einen Bund mit ihnen zu Hebron, vor Jahwe; und sie salbten David zum König über Israel.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.4">Dreissig Jahre war David alt, als er König wurde; er regierte vierzig Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.5">Zu Hebron regierte er sieben Jahre und sechs Monate über Juda, und zu Jerusalem regierte er 33 Jahre über ganz Israel und Juda.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.6">Und der König zog mit seinen Männern nach Jerusalem wider die Jebusiter, die Bewohner des Landes. Und sie sprachen zu David und sagten: Du wirst nicht hier hereinkommen, sondern die Blinden und die Lahmen werden dich wegtreiben; sie wollten damit sagen: David wird nicht hier hereinkommen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.7">Aber David nahm die Burg Zion ein, das ist die Stadt Davids.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.8">Und David sprach an selbigem Tage: Wer die Jebusiter schlägt und an die Wasserleitung gelangt, und die Lahmen und die Blinden schlägt, welche <note>{O. ...schlägt, der stürze in den Abgrund sowohl die Lahmen als auch die Blinden , welche usw. Der hebräische Text ist dunkel, daher die Übersetzung unsicher}</note> der Seele Davids verhasst sind ...! Daher spricht man: Ein Blinder und ein Lahmer darf nicht ins Haus kommen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.9">Und David wohnte in der Burg, und er nannte sie Stadt Davids. Und David baute ringsum, von dem Millo <note>{Wall, Burg; vergl. Richt. 9,6}</note> an einwärts. -</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.10">Und David wurde immerfort grösser, und Jahwe, der Gott der Heerscharen, war mit ihm.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.11">Und <note>{1. Chron. 14}</note> Hiram, der König von Tyrus, sandte Boten zu David, und Zedernholz und Zimmerleute und Mauerleute <note>{O. Steinhauer}</note>; und sie bauten David ein Haus.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.12">Und David erkannte, dass Jahwe ihn zum König über Israel bestätigt, und dass er sein Königreich erhoben hatte um seines Volkes Israel willen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.13">Und David nahm noch Kebsweiber und Weiber aus Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommen war; und es wurden David noch Söhne und Töchter geboren.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.14">Und dies sind die Namen der ihm in Jerusalem Geborenen: Schammua und Schobab und Nathan und Salomo,</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.15">und Jibschar und Elischua und Nepheg und Japhija,</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.16">und Elischama und Eljada und Eliphelet.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.17">Und als die Philister hörten, dass man David zum König über Israel gesalbt hatte, da zogen alle Philister herauf, um David zu suchen. Und David hörte es und zog in die Burg hinab.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.18">Und die Philister kamen und breiteten sich aus im Tale Rephaim.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.19">Und David befragte Jahwe und sprach: Soll ich wider die Philister hinaufziehen? Wirst du sie in meine Hand geben? Und Jahwe sprach zu David: Ziehe hinauf, denn ich werde die Philister gewisslich in deine Hand geben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.20">Da kam David nach Baal-Perazim. Und David schlug sie daselbst, und er sprach: Jahwe hat meine Feinde vor mir durchbrochen, gleich einem Wasserdurchbruch. Daher gab er jenem Orte den Namen Baal-Perazim <note>{Ort der Durchbrüche}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.21">Und sie liessen daselbst ihre Götzen, und David und seine Männer nahmen sie weg.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.22">Und die Philister zogen wiederum herauf und breiteten sich aus im Tale Rephaim.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.23">Und David befragte Jahwe; und er sprach: Du sollst nicht hinaufziehen; wende dich ihnen in den Rücken, dass du an sie kommst den Bakabäumen gegenüber.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.24">Und sobald du das Geräusch eines Daherschreitens in den Wipfeln der Bakabäume hörst, alsdann beeile dich; denn alsdann ist Jahwe vor dir ausgezogen, um das Heer der Philister zu schlagen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.5.25">Und David tat also, wie Jahwe ihm geboten hatte; und er schlug die Philister von Geba, bis man nach Geser kommt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.6">
        <verse osisID="2Sam.6.1">Und <note>{1. Chron 13}</note> David versammelte wiederum alle Auserlesenen in Israel, 30000 Mann.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.2">Und David machte sich auf und zog hin, und alles Volk, das bei ihm war, nach <note>{Im hebr. Text steht: von}</note> Baale-Juda, um von dannen die Lade Gottes heraufzubringen, welche nach dem Namen, dem Namen Jahwes der Heerscharen, der zwischen <note>{O. über}</note> den Cherubim thront, genannt wird.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.3">Und sie stellten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen, und brachten sie aus dem Hause Abinadabs weg, das auf dem Hügel war <note>{1. Sam. 7,1}</note>; und Ussa und Achjo, die Söhne Abinadabs, führten den neuen Wagen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.4">Und sie brachten sie aus dem Hause Abinadabs weg, das auf dem Hügel war, indem sie die Lade Gottes begleiteten <note>{W. mit (oder bei) der Lade Gottes; viell. ist zu l.: und Ussa war bei der Lade Gottes}</note>; und Achjo ging vor der Lade her.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.5">Und David und das ganze Haus Israel spielten vor Jahwe mit allerlei Instrumenten von Zypressenholz <note>{Viell. ist zu lesen wie 1. Chron. 13,8}</note>, und mit Lauten und mit Harfen und mit Tamburinen und mit Sistren <note>{Instrumente von Metallstäben, mit Ringen behängt}</note> und mit Zimbeln.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.6">Und als sie zur Tenne Nakons kamen, da langte Ussa nach der Lade Gottes und fasste sie an, denn die Rinder hatten sich losgerissen <note>{O. waren ausgelitten}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.7">Da entbrannte der Zorn Jahwes wider Ussa, und Gott schlug ihn daselbst wegen des Vergehens; und er starb daselbst bei der Lade Gottes.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.8">Und David entbrannte <note>{Vergl. die Anm. zu 1. Sam. 15,11}</note> darüber, dass Jahwe einen Bruch an Ussa gemacht hatte; und er nannte jenen Ort Perez-Ussa <note>{Bruch Ussas}</note>, bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.9">Und David fürchtete sich vor Jahwe an selbigem Tage und sprach: Wie soll die Lade Jahwes zu mir kommen?</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.10">Und David wollte die Lade Jahwes nicht zu sich einkehren lassen in die Stadt Davids; und David liess sie beiseite bringen in das Haus Obed-Edoms, des Gathiters.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.11">Und die Lade Jahwes blieb in dem Hause Obed-Edoms, des Gathiters, drei Monate. Und Jahwe segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.12">Und <note>{1. Chron. 15,2 usw.}</note> es wurde dem König David berichtet und gesagt: Jahwe hat das Haus Obed-Edoms und alles, was sein ist, gesegnet um der Lade Gottes willen. Da ging David hin und holte die Lade Gottes aus dem Hause Obed-Edoms herauf in die Stadt Davids mit Freuden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.13">Und es geschah, wenn die Träger der Lade Jahwes sechs Schritte gegangen waren, so opferte er ein Rind und ein Mastvieh.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.14">Und David tanzte mit aller Kraft vor Jahwe, und David war mit einem leinenen Ephod <note>{Eig. einem Ephod von Weisszeug}</note> umgürtet.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.15">Und David und das ganze Haus Israel brachten die Lade Jahwes hinauf mit Jauchzen und mit Posaunenschall.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.16">Und es geschah, als die Lade Jahwes in die Stadt Davids kam, da schaute Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster; und sie sah den König David vor Jahwe hüpfen und tanzen, und sie verachtete ihn in ihrem Herzen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.17">Und <note>{1. Chron. 16}</note> sie brachten die Lade Jahwes hinein und stellten sie an ihren Ort innerhalb des Zeltes, das David für sie aufgeschlagen hatte. Und David opferte Brandopfer und Friedensopfer vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.18">Und als David das Opfern der Brandopfer und der Friedensopfer beendigt hatte, segnete er das Volk im Namen Jahwes der Heerscharen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.19">Und er verteilte an das ganze Volk, an die ganze Menge Israels, vom Manne bis zum Weibe, an einen jeden einen Brotkuchen und einen Trunk Wein <note>{And.: eine Fleischspende}</note> und einen Rosinenkuchen. Und das ganze Volk ging hin, ein jeder nach seinem Hause.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.20">Und als David zurückkehrte, um sein Haus zu segnen <note>{O. zu begrüssen}</note>, ging Michal, die Tochter Sauls, hinaus, David entgegen, und sprach: Wie hat der König von Israel sich heute verherrlicht, da er sich heute vor den Augen der Mägde seiner Knechte entblösst hat, wie sich nur einer der losen Leute entblösst!</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.21">Da sprach David zu Michal: Vor Jahwe, der mich vor deinem Vater und vor seinem ganzen Hause erwählt hat, um mich als Fürst zu bestellen über das Volk Jahwes, über Israel, ja, vor Jahwe will ich spielen <note>{And.: habe ich gespielt}</note>;</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.22">und ich will noch geringer <note>{O. geringer geachtet}</note> werden denn also, und will niedrig sein in meinen Augen; aber bei den Mägden, von denen du sprichst, bei ihnen werde ich geehrt sein <note>{O. mich verherlichen}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.6.23">Michal aber die Tochter Sauls, hatte kein Kind bis zum Tage ihres Todes.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.7">
        <verse osisID="2Sam.7.1">Und <note>{1. Chron. 17}</note> es geschah, als der König in seinem Hause wohnte, und Jahwe ihm ringsumher Ruhe geschafft hatte vor allen seinen Feinden,</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.2">da sprach der König zu Nathan, dem Propheten: Siehe doch, ich wohne in einem Hause von Zedern, und die Lade Gottes wohnt unter Teppichen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.3">Und Nathan sprach zu dem König: Gehe hin, tue alles, was du im Herzen hast, denn Jahwe ist mit dir.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.4">Und es geschah in selbiger Nacht, da geschah das Wort Jahwes zu Nathan also:</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.5">Gehe hin und sprich zu meinem Knechte, zu David: So spricht Jahwe: Solltest du mir ein Haus bauen zu meiner Wohnung?</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.6">denn ich habe nicht in einem Hause gewohnt von dem Tage an, da ich die Kinder Israel aus Ägypten heraufgeführt habe, bis auf diesen Tag; sondern ich wanderte umher in einem Zelte <note>{Dasselbe Wort wie in 2. Mose 26,7 usw.}</note> und in einer Wohnung <note>{Dasselbe Wort wie in 2. Mose 26,7}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.7">Wo immer ich wanderte unter allen Kindern Israel, habe ich wohl zu einem der Stämme <note>{Viell. ist hier "Richter" zu lesen, wie in 1. Chron. 17,6}</note> Israels, dem ich gebot, mein Volk Israel zu weiden, ein Wort geredet und gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein Haus von Zedern gebaut?</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.8">Und nun sollst du also zu meinem Knechte David sagen: So spricht Jahwe der Heerscharen: Ich habe dich von der Trift genommen, hinter dem Kleinvieh weg, dass du Fürst sein solltest über mein Volk, über Israel;</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.9">und ich bin mit dir gewesen überall, wohin du gezogen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet; und ich habe dir einen grossen Namen gemacht <note>{O. und ich werde dir... machen}</note>, gleich dem Namen der Grossen, die auf Erden sind.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.10">Und ich werde einen Ort setzen für mein Volk, für Israel, und werde es pflanzen, dass es an seiner Stätte wohne und nicht mehr beunruhigt werde, und die Söhne der Ungerechtigkeit sollen es nicht mehr bedrücken, wie früher</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.11">und seit dem Tage, da ich Richter über mein Volk Israel bestellt habe. Und ich habe dir Ruhe geschafft vor allen deinen Feinden; und Jahwe tut dir kund, dass Jahwe dir ein Haus machen wird.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.12">Wenn deine Tage voll sein werden, und du bei deinen Vätern liegen wirst, so werde ich deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Leibe kommen soll, und werde sein Königtum befestigen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.13">Der wird meinem Namen ein Haus bauen; und ich werde den Thron seines Königtums befestigen auf ewig.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.14">Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein, so dass, wenn er verkehrt handelt, ich ihn züchtigen werde mit einer Menschenrute und mit Schlägen der Menschenkinder;</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.15">aber meine Güte soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul weichen liess, den ich vor dir weggetan habe.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.16">Und dein Haus und dein Königtum sollen vor dir beständig sein auf ewig, dein Thron soll fest sein auf ewig.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.17">Nach allen diesen Worten und nach diesem ganzen Gesicht, also redete Nathan zu David.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.18">Da ging der König David hinein und setzte sich vor Jahwe nieder und sprach <note>{FB2004: setzte sich vor Jahwe nieder: Nur Könige durften das. Die Priester im Vorhof standen immer, durften nicht absitzen. [BT (Babilonischer Talmud) Traktat Joma 25a] Hebr.10, 11-14: ...jeder Priester steht da... v12: auf immerdar gesetzt. Bundeslade: der Fussschemel Gottes. (Siehe Klageleider) / Aber, siehe 2Thess 2,4: Antichrist.}</note>: Wer bin ich, Herr, Jahwe, und was ist mein Haus <note>{FB2004: mein Haus: meine Familie}</note>, dass du mich bis hierher gebracht hast?</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.19">Und dies ist noch ein Geringes gewesen in deinen Augen, Herr, Jahwe! und du hast auch von dem Hause deines Knechtes geredet in die Ferne hin; und ist dies die Weise des Menschen, Herr, Jahwe <note>{O. und dies nach Menschenweise, Herr, Jahwe! (vergl. 1. Chron. 17,17)}</note>?</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.20">Doch was soll David noch weiter zu dir reden? Du kennst ja deinen Knecht, Herr, Jahwe!</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.21">Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du all dieses Grosse getan, um es deinem Knechte kundzutun.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.22">Darum bist du gross, Jahwe Gott! denn niemand ist dir gleich, und kein Gott ausser dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.23">Und wer ist wie dein Volk, wie Israel, die einzige Nation auf Erden, welche <note>{O. und welche Nation gibt es irgend auf Erden wie dein Volk, wie Israel, welches usw.}</note> Gott hingegangen ist, sich zum Volke zu erlösen, und um sich einen Namen zu machen, und für sie <note>{W. für euch}</note> solch Grosses zu tun und furchtbare Dinge für dein Land, indem du vor deinem Volke, das du dir aus Ägypten erlöst hast, Nationen und ihre Götter vertriebst <note>{Vergl. 1. Chron. 17,21}</note>!</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.24">Und du hast dir dein Volk Israel befestigt, dir zum Volke auf ewig; und du, Jahwe, bist ihr Gott <note>{Eig. ihnen zum Gott}</note> geworden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.25">Und nun, Jahwe Gott, das Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, halte aufrecht ewiglich, und tue, wie du geredet hast!</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.26">Und dein Name sei gross <note>{O. erhoben}</note> auf ewig, dass man spreche: Jahwe der Heerscharen ist Gott über Israel. Und das Haus deines Knechtes David sei fest vor dir.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.27">Denn du, Jahwe der Heerscharen, Gott Israels, hast dem Ohre deines Knechtes eröffnet und gesagt: Ich werde dir ein Haus bauen; darum hat dein Knecht sich ein Herz gefasst, dieses Gebet zu dir zu beten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.28">Und nun, Herr, Jahwe, du bist es, der da Gott ist <note>{O. du bist, der da ist, (w. du bist er, oder derselbe) der Gott}</note>, und deine Worte sind Wahrheit, und du hast dieses Gute zu deinem Knechte geredet.</verse>
        <verse osisID="2Sam.7.29">So lass es dir nun gefallen und segne das Haus deines Knechtes, dass es ewiglich vor dir sei; denn du, Herr, Jahwe, hast geredet, und so werde mit deinem Segen das Haus deines Knechtes gesegnet ewiglich!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.8">
        <verse osisID="2Sam.8.1">Und <note>{1. Chron. 18}</note> es geschah hernach, da schlug David die Philister und demütigte sie; und David nahm den Zaum der Hauptstadt <note>{O. Metheg-Amma}</note> aus der Hand der Philister.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.2">Und er schlug die Moabiter und mass sie mit der Messschnur, indem er sie auf die Erde legen liess; und er mass zwei Messschnüre ab, um zu töten, und eine volle Messschnur, um am Leben zu lassen. Und die Moabiter wurden David zu Knechten, welche Geschenke brachten <note>{d.h. tributpflichtig waren; so auch V.6}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.3">Und David schlug Hadadeser, den Sohn Rechobs, den König von Zoba, als er hinzog, um seine Macht am Strome <note>{Euphrat}</note> wiederherzustellen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.4">Und David nahm von ihm 1700 Reiter und 20000 Mann Fussvolk gefangen; und David lähmte alle Gespanne und liess 100 Gespanne von ihm übrig.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.5">Und die Syrer von Damaskus kamen, um Hadadeser, dem König von Zoba, zu helfen; und David erschlug unter den Syrern 22000 Mann.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.6">Und David legte Besatzungen in das damascenische Syrien; und die Syrer wurden David zu Knechten, welche Geschenke brachten. Und Jahwe half David überall, wohin er zog.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.7">Und David nahm die goldenen Schilde, welche den Knechten Hadadesers gehörten, und brachte sie nach Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.8">Und aus Betach und aus Berothai, den Städten Hadadesers, nahm der König David Erz in grosser Menge.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.9">Und als Toi, der König von Hamath, hörte, dass David die ganze Heeresmacht Hadadesers geschlagen hatte,</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.10">da sandte Toi seinen Sohn Joram zu dem König David, um ihn nach seinem Wohlergehen zu fragen und ihn zu beglückwünschen <note>{W. zu segnen}</note>, darum dass er wider Hadadeser gestritten und ihn geschlagen hatte; denn Hadadeser war stets im Kriege mit Toi; und in seiner Hand waren Geräte von Silber und Geräte von Gold und Geräte von Erz.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.11">Auch diese heiligte der König David dem Jahwe, samt dem Silber und dem Golde, das er von all den Nationen geheiligt, die er unterjocht hatte:</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.12">von den Syrern und von den Moabitern und von den Kindern Ammon und von den Philistern und von den Amalekitern, und von der Beute Hadadesers, des Sohnes Rechobs, des Königs von Zoba.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.13">Und David machte sich einen Namen, als er zurückkam, nachdem er die Syrer <note>{Wahrsch. zu l.: die Edomiter, wie 1. Chron. 18,12; Ps. 60 (Überschrift)}</note> im Salztal geschlagen hatte, 18000 Mann.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.14">Und er legte Besatzungen in Edom, in ganz Edom legte er Besatzungen; und alle Edomiter wurden David zu Knechten. Und Jahwe half David überall, wohin er zog.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.15">Und David regierte über ganz Israel; und David übte Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volke.</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.16">Und Joab, der Sohn der Zeruja, war über das Heer; und Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Geschichtsschreiber <note>{Eig. der Aufzeichnende, d.h. ein Hofbeamter, der die Jahrbücher führte}</note>;</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.17">und Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjathars, waren Priester; und Seraja war Schreiber;</verse>
        <verse osisID="2Sam.8.18">und Benaja, der Sohn Jojadas, war über die Kerethiter und die Pelethiter <note>{Die Kerethiter und die Pelethiter (oder die Krethi und die Plethi) bildeten, wie aus dieser und anderen Stellen hervorzugehen scheint, die Leibgarde des Königs. Vermutlich sind unter ihnen zwei verschiedene Klassen der aus Kreta eingewanderten Philister zu verstehen, wie denn auch die Kerethiter an mehreren Stellen als gleichbedeutend mit den Philistern angeführt werden. (Vergl. 1. Sam. 30,14. 16; 2. Sam. 15,18; Hes. 25,16; Zeph. 2,5)}</note>; und die Söhne Davids waren Krondiener.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.9">
        <verse osisID="2Sam.9.1">Und David sprach: Ist noch jemand da, der vom Hause Sauls übriggeblieben ist, dass ich Güte an ihm erweise um Jonathans willen?</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.2">Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, sein Name war Ziba; und sie riefen ihn zu David. Und der König sprach zu ihm: Bist du Ziba? Und er sprach: Dein Knecht.</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.3">Und der König sprach: Ist niemand mehr da vom Hause Sauls, dass ich Güte Gottes an ihm erweise? Und Ziba sprach zu dem König: Es ist noch ein Sohn da von Jonathan, der an den Füssen lahm ist.</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.4">Und der König sprach zu ihm: Wo ist er? Und Ziba sprach zu dem König: Siehe, er ist im Hause Makirs <note>{Makirs heisst "Verkaufter"}</note>, des Sohnes Ammiels, zu Lodebar <note>{hebr. Lodebar heisst "nichts"}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.5">Da sandte der König David hin und liess ihn aus dem Hause Makirs, des Sohnes Ammiels, holen, von Lodebar.</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.6">Und Mephiboseth, der Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, kam zu David; und er fiel auf sein Angesicht und beugte sich nieder. Und David sprach: Mephiboseth! Und er sprach: Siehe, dein Knecht.</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.7">Und David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; denn ich will gewisslich Güte an dir erweisen um deines Vaters Jonathan willen, und will dir alle Felder deines Vaters Saul zurückgeben; du aber sollst beständig an meinem Tische essen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.8">Und er beugte sich nieder und sprach: Was ist dein Knecht, dass du dich zu einem toten Hunde gewandt hast, wie ich einer bin?</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.9">Da rief der König Ziba, den Diener <note>{Eig. den Knaben, Knappen}</note> Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul und seinem ganzen Hause gehört hat, habe ich dem Sohne deines Herrn gegeben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.10">Und du sollst ihm das Land bauen, du und deine Söhne und deine Knechte, und den Ertrag einbringen, damit der Sohn deines Herrn Brot zu essen habe <note>{W. Brot habe, und er es esse}</note>. Und Mephiboseth, der Sohn deines Herrn, soll beständig an meinem Tische essen. Und Ziba hatte fünfzehn Söhne und zwanzig Knechte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.11">Und Ziba sprach zu dem König: Nach allem, was mein Herr, der König, seinem Knechte gebietet, also wird dein Knecht tun. Und Mephiboseth, sprach der König, wird an meinem Tische essen, wie einer von den Königssöhnen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.12">Und Mephiboseth hatte einen kleinen Sohn, sein Name war Micha. Und alle, die im Hause Zibas wohnten, waren Mephiboseths Knechte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.9.13">Und Mephiboseth wohnte in Jerusalem, denn er ass beständig am Tische des Königs. Er war aber lahm an beiden Füssen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.10">
        <verse osisID="2Sam.10.1">Und <note>{1. Chron. 19}</note> es geschah hernach, da starb der König der Kinder Ammon; und Hanun, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.2">Und David sprach: Ich will Güte erweisen an Hanun, dem Sohne Nahas', so wie sein Vater Güte an mir erwiesen hat. Und David sandte hin, um ihn durch seine Knechte wegen seines Vaters zu trösten. Und die Knechte Davids kamen in das Land der Kinder Ammon.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.3">Da sprachen die Fürsten der Kinder Ammon zu Hanun, ihrem Herrn: Ehrt wohl David deinen Vater in deinen Augen, dass er Tröster zu dir gesandt hat? Hat nicht David seine Knechte zu dir gesandt, um die Stadt zu erforschen und sie auszukundschaften und sie umzukehren?</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.4">Da nahm Hanun die Knechte Davids und liess ihnen die Hälfte des Bartes abscheren und ihre Oberkleider zur Hälfte abschneiden, bis an ihre Gesässe; und er entliess sie.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.5">Und man berichtete es dem David. Da sandte er ihnen entgegen, denn die Männer schämten sich sehr <note>{O. waren sehr beschimpft}</note>; und der König liess ihnen sagen: Bleibet in Jericho, bis euer Bart gewachsen ist, dann kommet zurück.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.6">Als nun die Kinder Ammon sahen, dass sie sich bei David stinkend gemacht hatten, da sandten die Kinder Ammon hin und dingten die Syrer von Beth-Rechob und die Syrer von Zoba, 20000 Mann zu Fuss, und den König von Maaka, 1000 Mann, und die Männer von Tob, 12000 Mann.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.7">Und als David es hörte, sandte er Joab hin und das ganze Heer, die Helden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.8">Und die Kinder Ammon zogen aus und stellten sich am Eingang des Tores in Schlachtordnung auf; und die Syrer von Zoba und Rechob und die Männer von Tob und Maaka waren für sich auf dem Felde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.9">Und als Joab sah, dass der Streit <note>{W. das Angesicht des Streites}</note> von vorn und von hinten gegen ihn gerichtet war, da erwählte er von allen Auserlesenen Israels und stellte sich auf, den Syrern gegenüber;</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.10">und das übrige Volk übergab er der Hand seines Bruders Abisai, und dieser stellte sich auf, den Kindern Ammon gegenüber.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.11">Und er sprach: Wenn die Syrer mir zu stark sind, so sollst du mir Hilfe leisten; und wenn die Kinder Ammon dir zu stark sind, so will ich kommen, dir zu helfen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.12">Sei stark und lass uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes! und Jahwe wird tun, was gut ist in seinen Augen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.13">Da rückte Joab und das Volk, das bei ihm war, vor zum Streit wider die Syrer; und sie flohen vor ihm.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.14">Und als die Kinder Ammon sahen, dass die Syrer geflohen waren, da flohen auch sie vor Abisai und zogen sich in die Stadt zurück. Und Joab kehrte von den Kindern Ammon zurück und kam nach Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.15">Und als die Syrer sahen, dass sie vor Israel geschlagen waren, da versammelten sie sich allesamt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.16">Und Hadareser sandte hin und liess die Syrer ausziehen, die jenseit des Stromes waren; und sie kamen nach Helam, und Schobak, der Heeroberste Hadaresers, vor ihnen her.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.17">Und es wurde David berichtet; da versammelte er ganz Israel und ging über den Jordan und kam nach Helam; und die Syrer stellten sich David gegenüber auf und stritten mit ihm.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.18">Und die Syrer flohen vor Israel, und David tötete von den Syrern 700 Wagenkämpfer <note>{W. Wagen}</note> und 40000 Reiter; und er erschlug Schobak, ihren Heerobersten, und er starb daselbst.</verse>
        <verse osisID="2Sam.10.19">Und als alle die Könige, welche Knechte Hadaresers waren, sahen, dass sie vor Israel geschlagen waren, da machten sie Frieden mit Israel und dienten ihnen. Und die Syrer fürchteten sich, den Kindern Ammon fernerhin zu helfen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.11">
        <verse osisID="2Sam.11.1">Und <note>{1. Chron. 20,1}</note> es geschah bei der Rückkehr des Jahres, zur Zeit, wann die Könige ausziehen, da sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel; und sie richteten die Kinder Ammon zu Grunde und belagerten Rabba. David aber blieb in Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.2">Und es geschah zur Abendzeit, als David von seinem Lager aufstand und auf dem Dache des Hauses des Königs wandelte, dass er von dem Dache herab ein Weib sich baden sah; und das Weib war sehr schön von Ansehen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.3">Und David sandte hin und erkundigte sich nach dem Weibe; und man sprach: Ist das nicht Bathseba, die Tochter Eliams, das Weib Urijas, des Hethiters?</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.4">Und David sandte Boten hin und liess sie holen; und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr (sie hatte sich aber gereinigt von ihrer Unreinigkeit); und sie kehrte in ihr Haus zurück.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.5">Und das Weib wurde schwanger; und sie sandte hin und berichtete es David und sprach: Ich bin schwanger.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.6">Da entbot David dem Joab: Sende mir Urija, den Hethiter. Und Joab sandte Urija zu David.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.7">Und Urija kam zu ihm; und David fragte nach dem Wohlergehen Joabs und nach dem Wohlergehen des Volkes und nach dem Stande <note>{Eig. Wohlergehen}</note> des Streites.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.8">Und David sprach zu Urija: Gehe in dein Haus hinab und wasche deine Füsse. Und als Urija aus dem Hause des Königs ging, kam ein Geschenk <note>{O. ein Ehrengericht}</note> des Königs hinter ihm her.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.9">Und Urija legte sich am Eingang des Hauses des Königs nieder bei allen Knechten seines Herrn, und ging nicht in sein Haus hinab.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.10">Und man berichtete es David und sprach: Urija ist nicht in sein Haus hinabgegangen. Da sprach David zu Urija: Bist du nicht von der Reise gekommen? Warum bist du nicht in dein Haus hinabgegangen?</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.11">Und Urija sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda weilen in Hütten, und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meinem Weibe zu liegen? So wahr du lebst und deine Seele lebt, wenn ich dieses tue!</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.12">Da sprach David zu Urija: Bleibe auch heute noch hier, und morgen werde ich dich entlassen. So blieb Urija an jenem Tage und am folgenden in Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.13">Und David lud ihn, und er ass und trank vor ihm, und er machte ihn trunken. Und am Abend ging er hinaus, um sich auf sein Lager niederzulegen bei den Knechten seines Herrn; aber in sein Haus ging er nicht hinab.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.14">Und es geschah am Morgen, da schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Urija.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.15">Und er schrieb in dem Briefe also: Stellet Urija voran, wo der Streit am stärksten ist, und ziehet euch hinter ihm zurück, dass er erschlagen werde und sterbe.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.16">Und es geschah, als Joab die Stadt einschloss, da stellte er Urija an den Ort, von dem er wusste, dass tapfere Männer daselbst waren.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.17">Und die Männer der Stadt zogen heraus und stritten wider Joab, und es fielen etliche von dem Volke, von den Knechten Davids; und auch Urija, der Hethiter, starb.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.18">Da sandte Joab hin und berichtete David alle Begebenheiten des Streites.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.19">Und er befahl dem Boten und sprach: Wenn du geendigt hast, alle Begebenheiten des Streites dem König zu melden,</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.20">so geschehe es, wenn der Grimm des Königs aufsteigt, und er zu dir spricht: Warum habt ihr euch der Stadt genähert, um zu streiten? wusstet ihr nicht, dass sie von der Mauer herab schiessen würden?</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.21">Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbeseths <note>{Anderer Name für Jerub-Baal (vergl. Richter 6,32); wie Isboseth (Kap. 2,8) für Esch-Baal}</note>, erschlagen? Warf nicht ein Weib den oberen Stein einer Handmühle von der Mauer auf ihn herab, dass er starb zu Tebez <note>{S. Richter 9,50-54}</note>? Warum habt ihr euch der Mauer genähert? - so sollst du sagen: Auch dein Knecht Urija, der Hethiter, ist tot.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.22">Und der Bote ging hin; und er kam und berichtete David alles, wozu Joab ihn gesandt hatte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.23">Und der Bote sprach zu David: Da die Männer die Oberhand über uns hatten und gegen uns aufs Feld herauszogen, so drangen wir auf sie ein bis zum Eingang des Tores.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.24">Da schossen die Schützen von der Mauer herab auf deine Knechte, und es starben etliche von den Knechten des Königs; und auch dein Knecht Urija, der Hethiter, ist tot.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.25">Da sprach David zu dem Boten: So sollst du zu Joab sagen: Lass diese Sache nicht übel sein in deinen Augen, denn das Schwert frisst bald so, bald so <note>{O. bald diesen, bald jenen}</note>; verstärke deinen Streit gegen die Stadt und zerstöre sie! So ermutige ihn.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.26">Und als das Weib Urijas hörte, dass Urija, ihr Mann, tot war, klagte sie um ihren Gatten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.11.27">Als aber die Trauer vorüber war, sandte David hin und nahm sie in sein Haus; und sie wurde sein Weib und gebar ihm einen Sohn. Aber die Sache, die David getan hatte, war übel in den Augen Jahwes.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.12">
        <verse osisID="2Sam.12.1">Und Jahwe sandte Nathan zu David; und er kam zu ihm und sprach zu ihm: Zwei Männer waren in einer Stadt, der eine reich, und der andere arm.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.2">Der Reiche hatte Kleinvieh und Rinder in grosser Menge.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.3">Der Arme hatte aber gar nichts, als nur ein einziges kleines Lamm <note>{Eig. weibliches Lamm}</note>, das er gekauft hatte; und er nährte es, und es wurde gross bei ihm, und mit seinen Kindern zugleich; es ass von seinem Bissen und trank aus seinem Becher und schlief an seinem Busen, und es war ihm wie eine Tochter.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.4">Da kam ein Reisender zu dem reichen Manne; und es dauerte ihn, von seinem Kleinvieh und von seinen Rindern zu nehmen, um es für den Wanderer zuzurichten, der zu ihm gekommen war, und er nahm das Lamm des armen Mannes und richtete es zu für den Mann, der zu ihm gekommen war.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.5">Da entbrannte der Zorn Davids sehr wider den Mann, und er sprach zu Nathan: So wahr Jahwe lebt, der Mann, der dieses getan hat, ist ein Kind des Todes;</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.6">und das Lamm soll er vierfältig erstatten, darum dass er diese Sache getan, und weil er kein Mitleid gehabt hat!</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.7">Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht Jahwe, der Gott Israels: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt, und ich habe dich aus der Hand Sauls errettet,</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.8">und ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben und die Weiber deines Herrn in deinen Schoss, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und wenn es zu wenig war, so hätte ich dir noch dies und das hinzugefügt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.9">Warum hast du das Wort Jahwes verachtet, indem du tatest, was übel ist in seinen Augen? Urija, den Hethiter, hast du mit dem Schwerte erschlagen, und sein Weib hast du dir zum Weibe genommen; ihn selbst hast du ja umgebracht durch das Schwert der Kinder Ammon.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.10">Nun denn, so soll von deinem Hause das Schwert nicht weichen ewiglich, darum dass du mich verachtet und das Weib Urijas, des Hethiters, genommen hast, dass sie dir zum Weibe sei.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.11">So spricht Jahwe: Siehe, ich will aus deinem Hause Unglück über dich erwecken, und ich will deine Weiber vor deinen Augen nehmen und sie deinem Nächsten geben, dass er bei deinen Weibern liege vor den Augen dieser Sonne!</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.12">Denn du, du hast es im Verborgenen getan; ich aber, ich werde dieses tun vor ganz Israel und vor der Sonne!</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.13">Da sprach David zu Nathan: Ich habe gegen Jahwe gesündigt. Und Nathan sprach zu David: So hat auch Jahwe deine Sünde hinweggetan <note>{Eig. vorübergehen lassen}</note>, du wirst nicht sterben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.14">Nur weil du den Feinden Jahwes durch diese Sache Anlass zur Lästerung gegeben hast, so soll auch der Sohn, der dir geboren ist, gewisslich sterben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.15">Und Nathan ging nach seinem Hause. Und Jahwe schlug das Kind, welches das Weib Urijas dem David geboren hatte, und es wurde todkrank.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.16">Und David suchte Gott um des Knaben willen; und David fastete und ging hinein und lag über Nacht auf der Erde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.17">Und die Ältesten seines Hauses machten sich zu ihm auf, um ihn von der Erde aufzurichten; aber er wollte nicht und ass kein Brot mit ihnen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.18">Und es geschah am siebten Tage, da starb das Kind. Und die Knechte Davids fürchteten sich, ihm zu berichten, dass das Kind tot sei; denn sie sprachen: Siehe, als das Kind noch am Leben war, haben wir zu ihm geredet, und er hat nicht auf unsere Stimme gehört; und wie sollen wir nun zu ihm sagen: Das Kind ist tot? Er würde etwas Übles tun <note>{O. sich ein Leid antun}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.19">Und David sah, dass seine Knechte sich zuflüsterten; da merkte David, dass das Kind tot war; und David sprach zu seinen Knechten: Ist das Kind tot? Und sie sprachen: Es ist tot.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.20">Da stand David von der Erde auf und wusch und salbte sich und wechselte seine Kleider, und ging in das Haus Jahwes und betete an; und er kam in sein Haus und forderte, dass man ihm Speise vorsetze, und er ass.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.21">Da sprachen seine Knechte zu ihm: Was ist das für ein Ding, das du tust? Als das Kind lebte, hast du um seinetwillen gefastet und geweint, und wie das Kind tot ist, stehst du auf und issest?</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.22">Und er sprach: Als das Kind noch lebte, habe ich gefastet und geweint, weil ich dachte <note>{Eig. sagte}</note>: Wer weiss, ob Jahwe mir nicht gnädig sein wird, dass das Kind am Leben bleibt?</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.23">Nun es aber tot ist, warum sollte ich denn fasten? Vermag ich es wieder zurückzubringen? Ich gehe zu ihm, aber es wird nicht zu mir zurückkehren.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.24">Und David tröstete Bathseba, sein Weib, und ging zu ihr ein und lag bei ihr. Und sie gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Salomo <note>{H. Schelomo: der Friedliche, Frieden}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.25">Und Jahwe liebte ihn. Und er sandte durch Nathan, den Propheten, und gab ihm den Namen Jedidjah <note>{Geliebter Jahs}</note>, um Jahwes willen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.26">Und <note>{1. Chron. 20}</note> Joab stritt wider Rabba der Kinder Ammon, und er nahm die Königsstadt ein.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.27">Und Joab sandte Boten zu David und liess ihm sagen: Ich habe wider Rabba gestritten, habe auch die Wasserstadt <note>{der Stadtteil, der am Flusse lag. Rabba lag nämlich an beiden Ufern des oberen Jabbok}</note> eingenommen;</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.28">und nun versammle das übrige Volk und belagere die Stadt und nimm sie ein, dass nicht ich die Stadt einnehme, und sie nach meinem Namen genannt werde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.29">Da versammelte David alles Volk und zog nach Rabba, und er stritt wider dasselbe und nahm es ein.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.30">Und er nahm die Krone ihres Königs von seinem Haupte; ihr Gewicht war ein Talent Gold, und Edelsteine waren daran; und sie kam auf das Haupt Davids. Und die Beute der Stadt brachte er hinaus in grosser Menge.</verse>
        <verse osisID="2Sam.12.31">Und das Volk, das darin war, führte er hinaus und legte es unter die Säge und unter eiserne Dreschwagen und unter eiserne Beile <note>{O. Sensen}</note>, und liess sie durch einen Ziegelofen <note>{And. l.: durch den Moloch}</note> gehen. Und also tat er allen Städten der Kinder Ammon. Und David und das ganze Volk kehrten nach Jerusalem zurück.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.13">
        <verse osisID="2Sam.13.1">Und es geschah danach: Absalom, der Sohn Davids, hatte eine schöne Schwester, ihr Name war Tamar; und Amnon, der Sohn Davids, liebte sie.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.2">Und es war dem Amnon wehe zum Krankwerden um seiner Schwester Tamar willen; denn sie war eine Jungfrau, und es war in den Augen Amnons unmöglich, ihr das Geringste zu tun.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.3">Und Amnon hatte einen Freund, sein Name war Jonadab, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids; und Jonadab war ein sehr kluger Mann.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.4">Und er sprach zu ihm: Warum bist du so abgezehrt, Königssohn, Morgen für Morgen? Willst du es mir nicht kundtun? Und Amnon sprach zu ihm: Ich liebe Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.5">Und Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein Lager und stelle dich krank; und kommt dein Vater, um dich zu sehen, so sprich zu ihm: Lass doch meine Schwester Tamar kommen und mir Speise zu essen geben, und vor meinen Augen das Essen zubereiten, damit ich zusehe und aus ihrer Hand esse.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.6">Und Amnon legte sich und stellte sich krank. Und als der König kam, um ihn zu sehen, da sprach Amnon zu dem König: Lass doch meine Schwester Tamar kommen und vor meinen Augen zwei Kuchen bereiten, dass ich aus ihrer Hand esse.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.7">Da sandte David zu Tamar ins Haus und liess ihr sagen: Gehe doch in das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm das Essen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.8">Und Tamar ging in das Haus ihres Bruders Amnon; er lag aber zu Bette. Und sie nahm den Teig und knetete ihn, und bereitete Kuchen vor seinen Augen und backte die Kuchen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.9">Und sie nahm die Pfanne und schüttete sie vor ihm aus. Aber er weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Und jedermann ging von ihm hinaus.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.10">Da sprach Amnon zu Tamar: Bringe das Essen in das innere Gemach, dass ich von deiner Hand esse. Und Tamar nahm die Kuchen, die sie zubereitet hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon in das innere Gemach.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.11">Und als sie ihm zu essen hinreichte, da ergriff er sie und sprach zu ihr: Komm, liege bei mir, meine Schwester!</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.12">Und sie sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! schwäche mich nicht, denn also tut man nicht in Israel; begehe nicht diese Schandtat!</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.13">Und ich, wohin sollte ich meinen Schimpf tragen? und du, du würdest sein wie einer der Schändlichen in Israel. Und nun rede doch zum König, denn er wird mich dir nicht verweigern.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.14">Er wollte aber nicht auf ihre Stimme hören; und er überwältigte sie und schwächte sie und beschlief sie.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.15">Und Amnon hasste sie mit einem sehr grossen Hasse; denn der Hass, womit er sie hasste, war grösser als die Liebe, womit er sie geliebt hatte. Und Amnon sprach zu ihr: Stehe auf, gehe!</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.16">Und sie sprach zu ihm: Es gibt keine Ursache <note>{O. werde nicht die Ursache}</note> zu diesem Übel, mich wegzutreiben, welches grösser ist als das andere, das du mir angetan hast. Aber er wollte nicht auf sie hören.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.17">Und er rief seinem Knaben, seinem Diener, und sprach: Treibet doch diese hinaus, von mir weg, und verriegele die Tür hinter ihr!</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.18">Sie trug aber ein langes Gewand <note>{O. ein Ärmelkleid (so auch V.19). Dasselbe Wort wie 1. Mose 37,3}</note>; denn also waren die Töchter des Königs, die Jungfrauen, mit Gewändern bekleidet. Und sein Diener führte sie hinaus und verriegelte die Tür hinter ihr.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.19">Da nahm Tamar Asche auf ihr Haupt und zerriss das lange Gewand, das sie anhatte, und sie legte ihre Hand auf ihr Haupt und ging und schrie im Gehen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.20">Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dir gewesen? Nun denn, meine Schwester, schweige still; er ist dein Bruder, nimm dir diese Sache nicht zu Herzen! Da blieb Tamar, und zwar einsam, im Hause ihres Bruders Absalom.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.21">Und der König David hörte alle diese Dinge, und er wurde sehr zornig.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.22">Und Absalom redete mit Amnon weder Böses noch Gutes; denn Absalom hasste Amnon, darum dass er seine Schwester Tamar geschwächt hatte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.23">Und es geschah nach zwei vollen Jahren, da hatte Absalom Schafscherer zu Baal-Hazor, das bei Ephraim liegt; und Absalom lud alle Söhne des Königs.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.24">Und Absalom kam zu dem König und sprach: Siehe doch, dein Knecht hat die Schafscherer; es gehe doch der König und seine Knechte mit deinem Knechte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.25">Aber der König sprach zu Absalom: Nicht doch, mein Sohn! lass uns doch nicht allesamt gehen, dass wir dir nicht beschwerlich fallen. Und er drang in ihn; aber er wollte nicht gehen, und er segnete ihn.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.26">Da sprach Absalom: Wenn nicht, so lass doch meinen Bruder Amnon mit uns gehen! Und der König sprach zu ihm: Warum soll er mit dir gehen?</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.27">Absalom aber drang in ihn; da liess er Amnon und alle Söhne des Königs mit ihm gehen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.28">Und Absalom gebot seinen Knaben und sprach: Sehet doch zu, wenn Amnon fröhlichen Herzens wird vom Wein, und ich zu euch spreche: Erschlaget Amnon! so tötet ihn, fürchtet euch nicht! Bin ich es nicht, der es euch geboten hat? Seid stark und seid tapfer!</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.29">Und die Knaben Absaloms taten dem Amnon, so wie Absalom geboten hatte. Da standen alle Söhne des Königs auf und bestiegen ein jeder sein Maultier und flohen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.30">Und es geschah, während sie auf dem Wege waren, da kam das Gerücht zu David, indem man sagte: Absalom hat alle Söhne des Königs erschlagen, und nicht einer von ihnen ist übriggeblieben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.31">Da stand der König auf und zerriss seine Kleider und legte sich auf die Erde; und alle seine Knechte standen da mit zerrissenen Kleidern.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.32">Da hob Jonadab, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids, an und sprach: Mein Herr sage nicht: sie haben alle die Jünglinge, die Söhne des Königs, getötet; denn Amnon allein ist tot; denn nach dem Beschluss Absaloms war es festgestellt von dem Tage an, da er seine Schwester Tamar geschwächt hat.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.33">Und nun nehme mein Herr, der König, die Sache nicht zu Herzen, dass er spreche: alle Söhne des Königs sind tot; sondern Amnon allein ist tot.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.34">Und Absalom entfloh. Und der Knabe, der Wächter, erhob seine Augen und sah: und siehe, viel Volks kam von dem Wege hinter <note>{O. westlich von}</note> ihm, von <note>{O. an}</note> der Seite des Berges.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.35">Da sprach Jonadab zu dem König: Siehe, die Söhne des Königs kommen; wie dein Knecht gesagt hat, also ist es geschehen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.36">Und es geschah, sowie er ausgeredet hatte, siehe, da kamen die Söhne des Königs und erhoben ihre Stimme und weinten; und auch der König und alle seine Knechte brachen in ein sehr grosses Weinen aus.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.37">Absalom aber entfloh und ging zu Talmai, dem Sohne Ammihurs <note>{Nach and. Lesart: Ammihuds}</note>, dem König von Gesur. Und David <note>{W. er}</note> trauerte um seinen Sohn alle Tage.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.38">Absalom aber entfloh und ging nach Gesur; und er war daselbst drei Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Sam.13.39">Und der König David sehnte sich, zu Absalom hinauszuziehen; denn er hatte sich über Amnon getröstet, dass er tot war.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.14">
        <verse osisID="2Sam.14.1">Und Joab, der Sohn der Zeruja, merkte, dass das Herz des Königs nach Absalom stand.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.2">Da sandte Joab nach Tekoa und liess von dannen ein kluges Weib holen; und er sprach zu ihr: Stelle dich doch trauernd und ziehe Trauerkleider an und salbe dich nicht mit Öl, und sei wie ein Weib, das schon viele Tage über einen Toten trauert;</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.3">und gehe zum König hinein und rede zu ihm nach diesem Worte. Und Joab legte ihr die Worte in den Mund.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.4">Und das tekoitische Weib sprach zu dem König; und sie fiel auf ihr Antlitz zur Erde und beugte sich nieder und sprach: Hilf, o König!</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.5">Und der König sprach zu ihr: Was ist dir? Und sie sprach: Fürwahr, ich bin eine Witwe, und mein Mann ist gestorben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.6">Und deine Magd hatte zwei Söhne, und sie zankten sich beide auf dem Felde, und niemand war da, der rettend dazwischentrat <note>{W. und kein Rettender zwischen ihnen}</note>; und der eine schlug den anderen und tötete ihn.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.7">Und siehe, das ganze Geschlecht ist wider deine Magd aufgestanden, und sie sprechen: Gib den heraus, der seinen Bruder erschlagen hat, dass wir ihn töten für die Seele seines Bruders, den er ermordet hat, und auch den Erben vertilgen! und so wollen sie meine Kohle auslöschen, die mir übriggeblieben ist, um meinem Manne weder Namen noch Überrest auf dem Erdboden zu lassen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.8">Da sprach der König zu dem Weibe: Gehe nach deinem Hause, und ich werde deinethalben gebieten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.9">Und das tekoitische Weib sprach zu dem König: Auf mir, mein Herr König, und auf dem Hause meines Vaters sei die Ungerechtigkeit; der König aber und sein Thron seien schuldlos!</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.10">Und der König sprach: Wer wider dich redet, den bringe zu mir, und er soll dich fortan nicht mehr antasten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.11">Und sie sprach: Der König gedenke doch Jahwes, deines Gottes, damit der Bluträcher nicht noch mehr Verderben anrichte, und sie meinen Sohn nicht vertilgen! Und er sprach: So wahr Jahwe lebt, wenn von den Haaren deines Sohnes eines auf die Erde fällt!</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.12">Und das Weib sprach: Lass doch deine Magd ein Wort zu meinem Herrn, dem König, reden!</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.13">Und er sprach: Rede! Da sprach das Weib: Und warum hast du dergleichen wider Gottes Volk im Sinne? denn da der König dieses Wort geredet hat, ist er wie schuldig <note>{O. denn der König hat dieses Wort geredet als ein Schuldiger}</note>, indem der König seinen Verstossenen nicht zurückholen lässt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.14">Denn wir müssen gewisslich sterben und sind wie Wasser, das auf die Erde geschüttet ist, welches man nicht wieder sammeln kann; und Gott nimmt nicht das Leben weg, sondern er sinnt darauf, dass der Verstossene nicht von ihm weg verstossen bleibe.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.15">Und nun, dass ich gekommen bin, um dieses Wort zu dem König, meinem Herrn, zu reden, ist, weil das Volk mich in Furcht gesetzt hat. Da dachte <note>{Eig. sagte}</note> deine Magd: Ich will doch zu dem König reden, vielleicht wird der König das Wort seiner Magd tun;</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.16">denn der König wird erhören, um seine Magd aus der Hand des Mannes zu erretten, der mich und meinen Sohn zusammen aus dem Erbteil Gottes vertilgen will.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.17">Und deine Magd dachte <note>{Eig. sagte}</note>: Das Wort meines Herrn, des Königs, möge doch zur Beruhigung sein; denn wie ein <note>{O. der}</note> Engel Gottes, also ist mein Herr, der König, um das Gute und das Böse anzuhören; und Jahwe, dein Gott, sei mit dir!</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.18">Da antwortete der König und sprach zu dem Weibe: Verhehle mir doch ja nichts, wonach ich dich fragen will! Und das Weib sprach: Es wolle doch mein Herr, der König, reden!</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.19">Und der König sprach: Ist die Hand Joabs mit dir in diesem allem? Und das Weib antwortete und sprach: So wahr deine Seele lebt, mein Herr König, wenn zur Rechten oder zur Linken zu weichen ist von allem, was mein Herr, der König, redet! denn dein Knecht Joab, er hat es mir geboten, und er hat deiner Magd alle diese Worte in den Mund gelegt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.20">Um das Ansehen der Sache zu wenden, hat dein Knecht Joab dieses getan; aber mein Herr ist weise, gleich der Weisheit eines <note>{O. des}</note> Engels Gottes, dass er alles weiss, was auf Erden vorgeht.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.21">Und der König sprach zu Joab: Siehe doch, ich habe <note>{Nach and. Lesart: du hast}</note> dieses getan; so gehe hin, hole den Jüngling, den Absalom, zurück.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.22">Da fiel Joab auf sein Angesicht zur Erde und beugte sich nieder und segnete den König; und Joab sprach: Heute weiss dein Knecht, dass ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, mein Herr König, da der König das Wort seines Knechtes getan hat.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.23">Und Joab machte sich auf und ging nach Gesur, und er brachte Absalom nach Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.24">Aber der König sprach: Er soll sich nach seinem Hause wenden und mein Angesicht nicht sehen. Und Absalom wandte sich nach seinem Hause und sah das Angesicht des Königs nicht.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.25">Und in ganz Israel war kein Mann wegen seiner Schönheit so sehr zu preisen wie Absalom; von seiner Fusssohle bis zu seinem Scheitel war kein Fehl an ihm.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.26">Und wenn er sein Haupt scheren liess, - es geschah nämlich von Jahr zu Jahr <note>{O. nach Ablauf einer gewissen Zeit}</note>, dass er es scheren liess, denn es war ihm zu schwer, und so liess er es scheren - so wog sein Haupthaar zweihundert Sekel, nach dem Gewicht des Königs.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.27">Und dem Absalom wurden drei Söhne geboren und eine Tochter, ihr Name war Tamar; sie war ein Weib, schön von Ansehen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.28">Und Absalom wohnte zu Jerusalem zwei volle Jahre; und er sah das Angesicht des Königs nicht.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.29">Da sandte Absalom zu Joab, um ihn zu dem König zu senden; aber er wollte nicht zu ihm kommen. Und er sandte wiederum zum zweiten Mal, aber er wollte nicht kommen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.30">Da sprach er zu seinen Knechten: Sehet, das Ackerstück Joabs ist an meiner Seite, und er hat daselbst Gerste; gehet hin und zündet es mit Feuer an! Und die Knechte Absaloms zündeten das Ackerstück mit Feuer an.</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.31">Da machte Joab sich auf und kam zu Absalom ins Haus, und sprach zu ihm: Warum haben deine Knechte mein Ackerstück mit Feuer angezündet?</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.32">Und Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich habe zu dir gesandt und dir sagen lassen: Komm her, dass ich dich zu dem König sende, um ihm zu sagen: Warum bin ich von Gesur gekommen? Besser wäre mir, ich wäre noch dort. Und nun möchte ich das Angesicht des Königs sehen; und wenn eine Ungerechtigkeit an mir ist, so töte er mich!</verse>
        <verse osisID="2Sam.14.33">Da begab sich Joab zu dem König und berichtete es ihm. Und er rief Absalom; und er kam zu dem König und warf sich auf sein Antlitz zur Erde nieder vor dem König, und der König küsste Absalom.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.15">
        <verse osisID="2Sam.15.1">Und es geschah hernach, da schaffte sich Absalom Wagen und Rosse an, und fünfzig Mann, die vor ihm herliefen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.2">Und Absalom machte sich früh auf und stellte sich an die Seite des Torweges; und es geschah: jedermann, der einen Rechtsstreit hatte, um zu dem König zu Gericht zu kommen, dem rief Absalom zu und sprach: Aus welcher Stadt bist du? Und sprach er: Dein Knecht ist aus einem der Stämme Israels,</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.3">so sprach Absalom zu ihm: Siehe, deine Sachen sind gut und recht; aber du hast von seiten des Königs niemand, der sie anhörte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.4">Und Absalom sprach: Wer mich doch zum Richter setzte im Lande, dass jedermann zu mir käme, der einen Rechtsstreit und Rechtshandel hat, und ich würde ihm zu seinem Recht verhelfen!</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.5">Und es geschah, wenn jemand ihm nahte, um sich vor ihm niederzubeugen, so streckte er seine Hand aus und ergriff ihn und küsste ihn.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.6">Und Absalom tat auf solche Weise allen Israeliten, die zu dem König zu Gericht kamen; und so stahl Absalom das Herz der Männer von Israel.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.7">Und es geschah am Ende von vierzig <note>{Wahrsch. ist "vier" zu lesen}</note> Jahren, da sprach Absalom zu dem König: Lass mich doch hingehen und zu Hebron mein Gelübde erfüllen, das ich Jahwe gelobt habe;</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.8">denn als ich zu Gesur in Syrien wohnte, tat dein Knecht ein Gelübde und sprach: Wenn Jahwe mich wirklich nach Jerusalem zurückbringt, so will ich Jahwe dienen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.9">Und der König sprach zu ihm: Gehe hin in Frieden! Und er machte sich auf und ging nach Hebron.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.10">Und Absalom sandte Kundschafter in alle Stämme Israels und liess sagen: Sobald ihr den Schall der Posaune höret, so sprechet: Absalom ist König geworden zu Hebron!</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.11">Und mit Absalom gingen zweihundert Mann aus Jerusalem; sie waren geladen worden <note>{d.h. zur Opfermahlzeit}</note> und gingen in ihrer Einfalt; und sie wussten um nichts.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.12">Und Absalom entbot Ahitophel, den Giloniter, den Rat Davids, aus seiner Stadt, aus Gilo, während er die Opfer schlachtete. Und die Verschwörung wurde stark, und das Volk mehrte sich fort und fort bei Absalom.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.13">Und es kam einer zu David, der ihm berichtete und sprach: Das Herz der Männer von Israel hat sich Absalom zugewandt <note>{W. ist Absalom nach}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.14">Da sprach David zu allen seinen Knechten, die in Jerusalem bei ihm waren: Machet euch auf und lasst uns fliehen; denn sonst wird es kein Entrinnen für uns geben vor Absalom. Eilet, hinwegzugehen, dass er nicht eilends uns erreiche und das Unglück über uns treibe und die Stadt schlage mit der Schärfe des Schwertes!</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.15">Und die Knechte des Königs sprachen zu dem König: Nach allem, was mein Herr, der König, zu tun erwählen wird, siehe hier, deine Knechte!</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.16">Und der König zog hinaus, und sein ganzes Haus in seinem Gefolge; und der König liess zehn Kebsweiber zurück, um das Haus zu bewahren.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.17">So zog der König hinaus, und alles Volk in seinem Gefolge, und sie machten Halt bei dem entfernten Hause <note>{O. bei Beth-Merchak}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.18">Und alle seine Knechte zogen an seiner Seite hinüber; und alle Kerethiter und alle Pelethiter <note>{Vergl. die Anm. zu Kap. 8,18}</note>, und alle Gathiter, sechshundert Mann, die in seinem Gefolge von Gath gekommen waren, zogen vor dem König hinüber.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.19">Da sprach der König zu Ittai, dem Gathiter: Warum willst auch du mit uns gehen? Kehre um und bleibe bei dem König; denn du bist ein Fremder, und sogar in deinen Ort eingewandert.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.20">Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich mit uns umherirren lassen? Ich aber gehe, wohin ich gehe. Kehre um und führe deine Brüder zurück; Güte und Wahrheit seien mit dir!</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.21">Aber Ittai antwortete dem König und sprach: So wahr Jahwe lebt und mein Herr König lebt, an dem Orte, wo mein Herr, der König, sein wird, sei es zum Tode, sei es zum Leben, daselbst wird auch dein Knecht sein!</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.22">Da sprach David zu Ittai: Komm und ziehe hinüber! Und Ittai, der Gathiter, zog hinüber mit allen seinen Männern und allen Kindern, die bei ihm waren.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.23">Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, und alles Volk ging hinüber. Und der König ging über den Bach Kidron; und alles Volk zog hinüber nach dem Wege zur Wüste hin.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.24">Und siehe, auch Zadok <note>{S. Kap. 8,17}</note> war da und alle Leviten mit ihm, die Lade des Bundes Gottes tragend; und sie stellten die Lade Gottes hin, und Abjathar <note>{S. 1. Sam. 22,20}</note> ging hinauf, bis alles Volk aus der Stadt vollends hinübergegangen war.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.25">Und der König sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes in die Stadt zurück. Wenn ich Gnade finde in den Augen Jahwes, so wird er mich zurückbringen, und mich sie und seine Wohnung sehen lassen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.26">Wenn er aber also spricht: Ich habe kein Gefallen an dir - hier bin ich, mag er mit mir tun, wie es gut ist in seinen Augen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.27">Und der König sprach zu Zadok, dem Priester: Bist du nicht der Seher? Kehre in die Stadt zurück in Frieden, und Achimaaz, dein Sohn, und Jonathan, der Sohn Abjathars, eure beiden Söhne, mit euch.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.28">Sehet, ich will in den Ebenen <note>{O. Steppen}</note> der Wüste verziehen, bis ein Wort von euch kommt, mir Kunde zu geben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.29">Und Zadok und Abjathar brachten die Lade Gottes nach Jerusalem zurück, und sie blieben daselbst.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.30">David aber ging die Anhöhe der Olivenbäume hinauf und weinte, während er hinaufging; und sein Haupt war verhüllt, und er ging barfuss; und alles Volk, das bei ihm war, hatte ein jeder sein Haupt verhüllt und ging unter Weinen hinauf.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.31">Und man berichtete David und sprach: Ahitophel ist unter den Verschworenen mit Absalom. Da sprach David: Betöre doch den Rat Ahitophels, Jahwe!</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.32">Und es geschah, als David auf den Gipfel gekommen war, wo er <note>{O. man}</note> Gott anzubeten pflegte, siehe, da kam ihm Husai, der Arkiter, entgegen mit zerrissenem Leibrock und Erde auf seinem Haupte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.33">Und David sprach zu ihm: Wenn du mit mir weiter gehst, so wirst du mir zur Last sein.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.34">Wenn du aber in die Stadt zurückkehrst und zu Absalom sagst: Dein Knecht, o König, will ich sein; wie ich von jeher der Knecht deines Vaters gewesen bin, so will ich jetzt dein Knecht sein: so wirst du mir den Rat Ahitophels zunichte machen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.35">Und sind nicht Zadok und Abjathar, die Priester, dort bei dir? Und es soll geschehen, jede Sache, die du aus dem Hause des Königs hören wirst, sollst du Zadok und Abjathar, den Priestern, kundtun.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.36">Siehe, ihre beiden Söhne sind daselbst bei ihnen, Achimaaz, des Zadok, und Jonathan, des Abjathar Sohn; so entbietet mir durch sie jede Sache, die ihr hören werdet.</verse>
        <verse osisID="2Sam.15.37">Da begab sich Husai, der Freund Davids, in die Stadt; Absalom aber zog in Jerusalem ein.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.16">
        <verse osisID="2Sam.16.1">Und als David von dem Gipfel ein wenig weiter gegangen war, siehe, da kam Ziba, der Knabe Mephiboseths, ihm entgegen mit einem Paar gesattelter Esel, und auf ihnen zweihundert Brote und hundert Rosinenkuchen und hundert Kuchen von getrocknetem Obst und ein Schlauch Wein.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.2">Und der König sprach zu Ziba: Was willst du damit? Und Ziba sprach: Die Esel sind für das Haus des Königs, um darauf zu reiten, und das Brot und das getrocknete Obst zum Essen für die Knaben, und der Wein zum Trinken für den, der in der Wüste ermattet.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.3">Und der König sprach: Und wo ist der Sohn deines Herrn? Und Ziba sprach zu dem König: Siehe, er bleibt in Jerusalem; denn er sprach: Heute wird mir das Haus Israel das Königtum meines Vaters wiedergeben!</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.4">Da sprach der König zu Ziba: Siehe, dein ist alles, was Mephiboseth gehört. Und Ziba sprach: Ich beuge mich nieder; möge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr König!</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.5">Und als der König David nach Bachurim kam, siehe, da kam von dannen heraus ein Mann vom Geschlecht des Hauses Sauls, sein Name war Simei, der Sohn Geras. Er kam unter Fluchen heraus,</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.6">und warf mit Steinen nach David und nach allen Knechten des Königs David; und alles Volk und alle Helden waren zu seiner Rechten und zu seiner Linken.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.7">Und Simei sprach also, indem er fluchte: Hinweg, hinweg, du Mann des Blutes und Mann Belials!</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.8">Jahwe hat alles Blut des Hauses Sauls, an dessen Statt du König geworden bist, auf dich zurückgebracht, und Jahwe hat das Königtum in die Hand deines Sohnes Absalom gegeben; und siehe, nun bist du in deinem Unglück, denn ein Mann des Blutes bist du!</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.9">Und Abisai, der Sohn der Zeruja, sprach zu dem König: Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen? Lass mich doch hinübergehen und ihm den Kopf wegnehmen!</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.10">Aber der König sprach: Was haben wir miteinander zu schaffen, ihr Söhne der Zeruja? Ja, mag er fluchen! denn wenn Jahwe <note>{O. wenn er flucht, und wenn Jahwe}</note> ihm gesagt hat: Fluche David! wer darf dann sagen: Warum tust du also?</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.11">Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der aus meinem Leibe hervorgegangen ist, trachtet mir nach dem Leben; wieviel mehr nun dieser Benjaminiter! Lasst ihn, dass er fluche; denn Jahwe hat es ihn geheissen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.12">Vielleicht wird Jahwe mein Elend ansehen, und Jahwe mir Gutes erstatten dafür, dass mir geflucht wird an diesem Tage.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.13">Und David und seine Männer zogen auf dem Wege; Simei aber ging an der Seite des Berges, ihm gegenüber <note>{d.h. indem er gleichen Schrittes mit ihm hielt}</note>, immerfort fluchend, und warf mit Steinen gegen ihn <note>{Eig. ihm gegenüber; der gleiche Sinn wie vorher}</note> und warf Staub empor.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.14">Und der König und alles Volk, das bei ihm war, kamen ermattet an; und er erholte sich daselbst.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.15">Absalom aber und alles Volk, die Männer von Israel, kamen nach Jerusalem, und Ahitophel mit ihm.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.16">Und es geschah, als Husai, der Arkiter, der Freund Davids, zu Absalom kam, da sprach Husai zu Absalom: Es lebe der König! es lebe der König!</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.17">Und Absalom sprach zu Husai: Ist das deine Güte an deinem Freunde? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gegangen?</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.18">Und Husai sprach zu Absalom: Nein, sondern wen Jahwe erwählt hat und dieses Volk und alle Männer von Israel, dessen will ich sein, und bei ihm will ich bleiben;</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.19">und zum anderen, wem sollte ich dienen? nicht vor seinem Sohne? Wie ich vor deinem Vater gedient habe, also will ich vor dir sein.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.20">Und Absalom sprach zu Ahitophel: Schaffet Rat, was wir tun sollen!</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.21">Und Ahitophel sprach zu Absalom: Gehe ein zu den Kebsweibern deines Vaters, die er zurückgelassen hat, um das Haus zu bewahren; so wird ganz Israel hören, dass du dich bei deinem Vater stinkend gemacht hast, und die Hände aller derer, die mit dir sind, werden erstarken.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.22">Da schlug man für Absalom ein Zelt auf dem Dache auf; und Absalom ging ein zu den Kebsweibern seines Vaters vor den Augen von ganz Israel.</verse>
        <verse osisID="2Sam.16.23">Der Rat Ahitophels aber, den er in jenen Tagen riet, war, wie wenn man das Wort Gottes befragte; also war jeder Rat Ahitophels, sowohl für David als auch für Absalom.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.17">
        <verse osisID="2Sam.17.1">Und Ahitophel sprach zu Absalom: Lass mich doch zwölftausend Mann auslesen, und mich aufmachen und diese Nacht David nachjagen;</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.2">und ich werde über ihn kommen, während er müde und an Händen schlaff ist, und ihn in Schrecken setzen; und alles Volk, das bei ihm ist, wird fliehen, und ich werde den König allein schlagen;</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.3">und so werde ich alles Volk zu dir zurückbringen. Gleich der Rückkehr aller ist der Mann, den du suchst: das ganze Volk wird in Frieden sein.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.4">Und das Wort war recht in den Augen Absaloms und in den Augen aller Ältesten von Israel.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.5">Und Absalom sprach: Rufe doch auch Husai, den Arkiter, dass wir hören, was auch er sagt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.6">Und Husai kam zu Absalom; und Absalom sprach zu ihm und sagte: Nach diesem Worte hat Ahitophel geredet; sollen wir sein Wort ausführen? Wenn nicht, so rede du!</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.7">Da sprach Husai zu Absalom: Nicht gut ist der Rat, den Ahitophel diesmal gegeben hat.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.8">Und Husai sprach: Du kennst ja deinen Vater und seine Männer, dass sie Helden, und dass sie erbitterten Gemütes sind, wie eine der Jungen beraubte Bärin auf dem Felde; und dein Vater ist ein Kriegsmann: er wird nicht bei dem Volke übernachten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.9">Siehe, er hat sich jetzt in irgend einer Schlucht oder sonst an einem Orte versteckt. Und es wird geschehen, wenn zu Anfang etliche unter ihnen fallen, so wird jeder, der es hört, sagen: Es hat eine Niederlage unter dem Volke stattgefunden, das Absalom nachfolgt!</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.10">und ist er auch ein tapferer Mann, dessen Herz wie ein Löwenherz ist, so wird er sicher verzagen; denn ganz Israel weiss, dass dein Vater ein Held ist, und die bei ihm sind tapfere Männer.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.11">Sondern ich rate: Es werde ganz Israel insgesamt zu dir versammelt, von Dan bis Beerseba, wie der Sand, der am Meere ist, an Menge; und deine Person <note>{W. dein Angesicht}</note> ziehe mit ins Treffen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.12">Und wir werden über ihn kommen an einem der Orte, wo er sich befindet, und uns auf ihn niederlassen, wie der Tau auf den Erdboden fällt; und es wird von ihm und von all den Männern, die bei ihm sind, auch nicht einer übrigbleiben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.13">Und wenn er sich in eine Stadt zurückzieht, so soll ganz Israel Seile an jene Stadt legen, und wir schleppen sie an den Fluss <note>{O. in das Tal}</note>, bis dort auch nicht ein Steinchen mehr gefunden wird.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.14">Und Absalom und alle Männer von Israel sprachen: Der Rat Husais, des Arkiters, ist besser als der Rat Ahitophels. Aber <note>{O. denn}</note> Jahwe hatte es so angeordnet, um den guten Rat Ahitophels zunichte zu machen, damit Jahwe das Unglück über Absalom brächte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.15">Und Husai sprach zu Zadok und zu Abjathar, den Priestern: So und so hat Ahitophel dem Absalom und den Ältesten von Israel geraten, und so und so habe ich geraten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.16">So sendet nun eilends hin und berichtet David und sprechet: Übernachte nicht diese Nacht in den Ebenen der Wüste, sondern gehe jedenfalls hinüber, damit nicht der König und alles Volk, das bei ihm ist, verschlungen werde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.17">Jonathan aber, und Achimaaz <note>{Vergl. Kap. 15,36}</note> standen bei En-Rogel <note>{die Walkerquelle, südöstlich von Jerusalem}</note> (eine Magd ging nämlich hin und berichtete ihnen, und sie gingen hin und berichteten dem König David; denn sie durften sich nicht sehen lassen, indem sie in die Stadt kamen) <note>{O. dass sie in die Stadt hätten kommen können}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.18">Und ein Knabe sah sie und berichtete es Absalom. Da gingen sie beide eilends und kamen in das Haus eines Mannes zu Bachurim; der hatte einen Brunnen in seinem Hofe, und sie stiegen dort hinab.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.19">Und das Weib nahm eine Decke und breitete sie über den Brunnen, und streute Grütze darüber aus, so dass nichts bemerkt wurde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.20">Und die Knechte Absaloms kamen zu dem Weibe ins Haus und sprachen: Wo sind Achimaaz und Jonathan? Und das Weib sprach zu ihnen: Sie sind über das Wasserbächlein gegangen. Und sie suchten, aber sie fanden sie nicht, und kehrten nach Jerusalem zurück.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.21">Und es geschah, nachdem sie weggegangen waren, da stiegen sie aus dem Brunnen herauf und gingen hin und berichteten dem König David; und sie sprachen zu David: Machet euch auf und gehet eilends über das Wasser, denn so hat Ahitophel wider euch geraten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.22">Da machte David sich auf, und alles Volk, das bei ihm war, und sie gingen über den Jordan; bis der Morgen hell wurde, ward auch nicht einer vermisst, der nicht über den Jordan gegangen wäre.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.23">Als aber Ahitophel sah, dass sein Rat nicht ausgeführt worden war, sattelte er den Esel und machte sich auf und zog nach seinem Hause, nach seiner Stadt; und er bestellte sein Haus und erdrosselte sich; und er starb und wurde begraben im Begräbnis seines Vaters.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.24">Und David kam nach Machanaim; und Absalom ging über den Jordan, er und alle Männer von Israel mit ihm.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.25">Und Absalom setzte Amasa an Joabs Statt über das Heer. Amasa war aber der Sohn eines Mannes, dessen Name Jithra war, der Israelit <note>{Wahrsch. zu lesen: der Ismaelit; wie 1. Chron. 2,17}</note>, der zu Abigail eingegangen war, der Tochter des Nahas, der Schwester der Zeruja, der Mutter Joabs.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.26">Und Israel und Absalom lagerten sich im Lande Gilead.</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.27">Und es geschah, als David nach Machanaim kam, da brachten Schobi, der Sohn des Nahas, aus Rabba der Kinder Ammon, und Makir, der Sohn Ammiels, aus Lodebar, und Barsillai, der Gileaditer, aus Rogelim,</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.28">Betten und Becken und Töpfergefässe, und Weizen und Gerste und Mehl, und geröstete Körner und Bohnen und Linsen und Geröstetes <note>{Eig. geröstete Körner}</note> davon,</verse>
        <verse osisID="2Sam.17.29">und Honig und geronnene Milch, und Kleinvieh und Kuhkäse zu David und zu dem Volke, das bei ihm war, dass sie ässen; denn sie sprachen: Das Volk ist hungrig und matt und durstig in der Wüste.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.18">
        <verse osisID="2Sam.18.1">Und David musterte das Volk, das bei ihm war, und setzte über sie Oberste über tausend und Oberste über hundert.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.2">Und David entsandte das Volk: ein Drittel unter der Hand Joabs und ein Drittel unter der Hand Abisais, des Sohnes der Zeruja, des Bruder Joabs, und ein Drittel unter der Hand Ittais, des Gathiters. Und der König sprach zu dem Volke: Auch ich werde gewisslich mit euch ausziehen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.3">Aber das Volk sprach: Du sollst nicht ausziehen; denn wenn wir fliehen müssten, so würden sie nicht auf uns den Sinn richten; und wenn die Hälfte von uns stürbe, so würden sie nicht auf uns den Sinn richten; denn du bist wie unser zehntausend. So ist es nun besser, dass du uns von der Stadt aus zum Beistande bist.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.4">Und der König sprach zu ihnen: Was gut ist in euren Augen, will ich tun. Und der König stellte sich an die Seite des Tores, und alles Volk zog aus zu <note>{O. nach}</note> Hunderten und zu <note>{O. nach}</note> Tausenden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.5">Und der König gebot Joab und Abisai und Ittai und sprach: Verfahret mir gelinde mit dem Jüngling, mit Absalom! Und alles Volk hörte es, als der König allen Obersten wegen Absaloms gebot.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.6">Und das Volk zog aus ins Feld, Israel entgegen; und die Schlacht fand statt im Walde Ephraim.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.7">Und das Volk von Israel wurde daselbst vor den Knechten Davids geschlagen, und die Niederlage wurde daselbst gross an jenem Tage: 20000 Mann.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.8">Und die Schlacht breitete sich daselbst aus über das ganze Land; und der Wald frass mehr unter dem Volke, als das Schwert an jenem Tage frass.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.9">Und Absalom stiess auf die Knechte Davids; und Absalom ritt auf einem Maultier, und das Maultier kam unter die verschlungenen Zweige einer grossen Terebinthe; und er blieb mit dem Haupte an der Terebinthe hangen, und schwebte zwischen Himmel und Erde; das Maultier aber, das unter ihm war, lief davon.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.10">Und ein Mann sah es und berichtete es Joab und sprach: Siehe, ich habe Absalom an einer Terebinthe hangen sehen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.11">Da sprach Joab zu dem Manne, der es ihm berichtete: Siehe, wenn du ihn gesehen hast, warum hast du ihn nicht daselbst zu Boden geschlagen? und an mir war es, dir zehn Sekel Silber und einen Gürtel zu geben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.12">Aber der Mann sprach zu Joab: Und wenn ich tausend Sekel Silber auf meinen Händen wöge, würde ich meine Hand nicht nach des Königs Sohn ausstrecken; denn vor unseren Ohren hat der König dir und Abisai und Ittai geboten und gesagt: Seid vorsichtig, wer es auch sei, mit dem <note>{O. Nehmet in acht ... den}</note> Jüngling mit Absalom!</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.13">Hätte ich aber trüglich gegen sein Leben gehandelt, - und es bleibt ja keine Sache vor dem König verborgen - so würdest du <note>{And. l.: Oder ich hätte trüglich gehandelt gegen mein Leben; denn es bleibt... und du würdest usw.}</note> selbst wider mich auftreten <note>{Eig. dich auf die gegenüberliegende Seite stellen}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.14">Da sprach Joab: Ich mag nicht also vor dir warten. Und er nahm drei Spiesse in seine Hand und stiess sie in das Herz Absaloms, während er noch inmitten der Terebinthe lebte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.15">Und zehn Knaben, Waffenträger Joabs, umgaben und erschlugen Absalom und töteten ihn.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.16">Und Joab stiess in die Posaune, und das Volk kehrte um von der Verfolgung Israels; denn Joab hielt das Volk ab <note>{O. schonte das Volk}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.17">Und sie nahmen Absalom und warfen ihn in eine <note>{And.: die}</note> grosse Grube im Walde, und errichteten über ihm einen sehr grossen Haufen Steine. Und ganz Israel floh, ein jeder nach seinem Zelte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.18">Absalom aber hatte bei seinen Lebzeiten eine Denksäule genommen und sich aufgerichtet, die im Königstale steht; denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, um meinen Namen in Erinnerung zu halten. Und er hatte die Denksäule nach seinem Namen genannt; und man nennt sie das Denkmal Absaloms, bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.19">Und Achimaaz, der Sohn Zadoks, sprach: Ich will doch hinlaufen und dem König Botschaft bringen, dass Jahwe ihm Recht verschafft hat von der Hand <note>{Eig. von der Hand weg, d.h. durch Befreiung aus derselben; so auch V.31}</note> seiner Feinde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.20">Aber Joab sprach zu ihm: Du sollst nicht Bote sein an diesem Tage, sondern du magst an einem anderen Tage Botschaft bringen; doch an diesem Tage sollst du nicht Botschaft bringen, da ja der Sohn des Königs tot ist.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.21">Und Joab sprach zu dem Kuschiten: Gehe hin, berichte dem König, was du gesehen hast. Und der Kuschit beugte sich nieder vor Joab und lief hin.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.22">Da sprach Achimaaz, der Sohn Zadoks, wiederum zu Joab: Was auch geschehen möge, lass doch auch mich hinter dem Kuschiten herlaufen! Und Joab sprach: Warum willst du denn laufen, mein Sohn, da für dich keine einträgliche Botschaft da ist? -</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.23">Was auch geschehen möge, ich will laufen. - Und er sprach zu ihm: Laufe! Und Achimaaz lief den Weg des Jordankreises und kam dem Kuschiten zuvor.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.24">Und David sass zwischen den beiden Toren; und der Wächter ging auf das Dach des Tores, auf die Mauer, und er erhob seine Augen und sah, und siehe, ein Mann, der allein lief.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.25">Und der Wächter rief und berichtete es dem König. Und der König sprach: Wenn er allein ist, so ist eine Botschaft in seinem Munde. Und er kam stets näher und näher.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.26">Da sah der Wächter einen anderen Mann laufen; und der Wächter rief dem Torhüter zu <note>{And. l.: gegen das Tor hin}</note> und sprach: Siehe, ein Mann, der allein läuft! Und der König sprach: Auch dieser ist ein Bote.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.27">Und der Wächter sprach: Ich sehe den Lauf des ersten an für den Lauf des Achimaaz, des Sohnes Zadoks. Und der König sprach: Das ist ein guter Mann, und er kommt zu guter Botschaft.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.28">Und Achimaaz rief und sprach zu dem König: Friede <note>{O. Heil}</note>! Und er beugte sich vor dem König auf sein Antlitz zur Erde nieder und sprach: Gepriesen sei Jahwe, dein Gott, der die Männer überliefert hat, die ihre Hand erhoben haben wider meinen Herrn, den König!</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.29">Und der König sprach: Geht es dem Jüngling, dem Absalom, wohl? Und Achimaaz sprach: Ich sah ein grosses Getümmel, als Joab den Knecht des Königs und deinen Knecht absandte; aber ich weiss nicht, was es war.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.30">Und der König sprach: Wende dich, stelle dich hierher. Und er wandte sich und blieb stehen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.31">Und siehe, der Kuschit kam, und der Kuschit sprach: Mein Herr, der König, lasse sich die Botschaft bringen, dass Jahwe dir heute Recht verschafft hat von der Hand aller, die wider dich aufgestanden sind.</verse>
        <verse osisID="2Sam.18.32">Und der König sprach zu dem Kuschiten: Geht es dem Jüngling, dem Absalom, wohl? Und der Kuschit sprach: Wie dem Jüngling, so möge es den Feinden des Königs, meines Herrn, ergehen und allen, die wider dich aufgestanden sind zum Bösen!</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.19">
        <verse osisID="2Sam.19.1">Da wurde der König sehr bewegt, und er stieg hinauf in das Obergemach des Tores und weinte; und während er ging, sprach er also: Mein Sohn Absalom! mein Sohn, mein Sohn Absalom! wäre ich doch an deiner Statt gestorben! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.2">Und es wurde Joab berichtet: Siehe, der König weint und trauert um Absalom.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.3">Und der Sieg wurde an jenem Tage zur Trauer für das ganze Volk; denn das Volk hörte an jenem Tage sagen: Der König ist betrübt um seinen Sohn.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.4">Und das Volk stahl sich in die Stadt hinein an jenem Tage, wie ein Volk sich wegstiehlt, das zu Schanden geworden, wenn es im Streit geflohen ist.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.5">Und der König hatte sein Angesicht verhüllt, und der König schrie mit lauter Stimme: Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.6">Da begab sich Joab zum König ins Haus und sprach: Du hast heute das Angesicht aller deiner Knechte beschämt, die heute dein Leben errettet haben und das Leben deiner Söhne und deiner Töchter, und das Leben deiner Weiber und das Leben deiner Kebsweiber,</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.7">indem du liebst, die dich hassen, und hassest, die dich lieben; denn du hast heute kundgetan, dass dir Oberste und Knechte nichts sind; denn heute erkenne ich, dass, wenn Absalom lebendig und wir alle heute tot wären, dass es dann recht wäre in deinen Augen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.8">Und nun mache dich auf, gehe hinaus und rede zum Herzen deiner Knechte; denn ich schwöre bei Jahwe, wenn du nicht hinausgehst, so wird diese Nacht nicht ein Mann bei dir bleiben; und das wäre schlimmer für dich als alles Übel, das über dich gekommen ist von deiner Jugend an bis jetzt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.9">Da machte der König sich auf und setzte sich in das Tor. Und man berichtete allem Volke und sprach: Siehe, der König sitzt im Tore! Da kam alles Volk vor den König. Israel aber war geflohen, ein jeder nach seinen Zelten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.10">Und das ganze Volk haderte miteinander unter allen Stämmen Israels und sprach: Der König hat uns aus der Hand unserer Feinde errettet, und er hat uns befreit aus der Hand der Philister; und jetzt ist er vor Absalom aus dem Lande geflohen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.11">Absalom aber, den wir über uns gesalbt hatten, ist im Streit gestorben; und nun, warum schweiget ihr davon, den König zurückzuführen?</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.12">Und der König David sandte zu Zadok und zu Abjathar, den Priestern, und sprach: Redet zu den Ältesten von Juda und sprechet: Warum wollt ihr die letzten sein, den König in sein Haus zurückzuführen? denn die Rede des ganzen Israel ist <note>{O. war}</note> zum König in sein Haus gekommen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.13">Meine Brüder seid ihr, ihr seid mein Gebein und mein Fleisch; und warum wollt ihr die letzten sein, den König zurückzuführen?</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.14">Und zu Amasa sollt ihr sagen: Bist du nicht mein Gebein und mein Fleisch <note>{Siehe Kap. 17,25; 1. Chron. 2,15-17}</note>? So soll mir Gott tun und so hinzufügen, wenn du nicht alle Tage Heeroberster vor mir sein sollst an Joabs Statt!</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.15">Und er neigte das Herz aller Männer von Juda wie eines Mannes Herz; und sie entboten dem Könige: Kehre zurück, du und alle deine Knechte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.16">Und der König kehrte zurück und kam bis an den Jordan; und Juda kam nach Gilgal, dem König entgegen, um den König über den Jordan zu führen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.17">Da eilte Simei, der Sohn Geras, der Benjaminiter, der von Bachurim war, und kam mit den Männern von Juda herab, dem König David entgegen;</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.18">und mit ihm waren tausend Mann von Benjamin, und Ziba, der Diener des Hauses Sauls, und seine fünfzehn Söhne und seine zwanzig Knechte mit ihm; und sie zogen über den Jordan, dem König entgegen <note>{O. vor dem König hin}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.19">(Eine Fähre aber fuhr über, um das Haus des Königs hinüberzuführen und zu tun, was gut war in seinen Augen.) Und Simei, der Sohn Geras, fiel vor dem König nieder, als er im Begriff stand, über den Jordan zu fahren.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.20">Und er sprach zu dem König: Mein Herr wolle mir keine Verschuldung zurechnen; und gedenke nicht, wie dein Knecht sich vergangen hat an dem Tage, da mein Herr, der König, aus Jerusalem zog, dass der König es zu Herzen nehme!</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.21">Denn dein Knecht weiss wohl, dass ich gesündigt habe. Und siehe, ich bin heute gekommen, der erste vom ganzen Hause Joseph, um hinabzugehen, meinem Herrn, dem König, entgegen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.22">Und Abisai, der Sohn der Zeruja, antwortete und sprach: Sollte nicht Simei dafür getötet werden, dass er dem Gesalbten Jahwes geflucht hat?</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.23">Aber David sprach: Was haben wir miteinander zu schaffen, ihr Söhne der Zeruja, dass ihr mir heute zu Widersachern werdet? Sollte heute ein Mann in Israel getötet werden? Denn weiss ich nicht, dass ich heute König bin über Israel?</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.24">Und der König sprach zu Simei: Du sollst nicht sterben! Und der König schwur ihm.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.25">Und Mephiboseth, der Sohn Sauls, kam herab, dem König entgegen. Und er hatte seine Füsse nicht gereinigt und seinen Bart nicht gemacht und seine Kleider nicht gewaschen von dem Tage an, da der König weggegangen war, bis zu dem Tage, da er in Frieden einzog.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.26">Und es geschah, als Jerusalem <note>{Viell. ist zu lesen: als er von Jerusalem}</note> dem König entgegenkam, da sprach der König zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mephiboseth? Und er sprach:</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.27">Mein Herr König! mein Knecht hat mich betrogen; denn dein Knecht sprach: Ich will mir den Esel satteln und darauf reiten und mit dem König ziehen, denn dein Knecht ist lahm;</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.28">und er hat deinen Knecht bei meinem Herrn, dem König verleumdet. Aber mein Herr, der König, ist wie ein <note>{O. der}</note> Engel Gottes: so tue, was gut ist in deinen Augen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.29">Denn das ganze Haus meines Vaters war nichts anderes als Männer des Todes vor meinem Herrn, dem König; und doch hast du deinen Knecht unter die gesetzt, welche an deinem Tische essen. Und was für ein Recht habe ich noch? Und um was hätte ich noch zum König zu schreien?</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.30">Und der König sprach zu ihm: Warum redest du noch von deinen Sachen? Ich sage: Du und Ziba, ihr sollt die Felder teilen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.31">Da sprach Mephiboseth zu dem König: Er mag auch das Ganze nehmen, nachdem mein Herr, der König, in Frieden in sein Haus gekommen ist.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.32">Und Barsillai, der Gileaditer, kam von Rogelim herab und ging mit dem König über den Jordan, um ihn über den Jordan zu geleiten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.33">Barsillai war aber sehr alt, ein Mann von achtzig Jahren; und er hatte den König versorgt, als er zu Machanaim weilte, denn er war ein sehr reicher Mann.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.34">Und der König sprach zu Barsillai: Gehe du mit mir hinüber, und ich will dich bei mir versorgen zu Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.35">Und Barsillai sprach zu dem König: Wie viel sind noch der Tage meiner Lebensjahre, dass ich mit dem König nach Jerusalem hinaufziehen sollte?</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.36">Ich bin heute achtzig Jahre alt; kann ich Gutes und Schlechtes unterscheiden? oder kann dein Knecht schmecken, was ich esse und was ich trinke? oder kann ich noch auf die Stimme der Sänger und der Sängerinnen horchen? Und warum sollte dein Knecht meinem Herrn, dem König, noch zur Last sein?</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.37">Dein Knecht würde nur auf kurze Zeit <note>{O. will nur ein wenig}</note> mit dem König über den Jordan gehen; und warum sollte der König mir diese Vergeltung erweisen?</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.38">Lass doch deinen Knecht zurückkehren, dass ich in meiner Stadt sterbe, bei dem Grabe meines Vaters und meiner Mutter. Aber siehe, hier ist dein Knecht Kimham: er möge mit meinem Herrn, dem König, hinübergehen; und tue ihm, was gut ist in deinen Augen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.39">Und der König sprach: Kimham soll mit mir hinübergehen, und ich will ihm tun, was gut ist in deinen Augen; und alles, was du von mir begehren wirst, will ich für dich tun.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.40">Und alles Volk ging über den Jordan, und auch der König ging hinüber. Und der König küsste Barsillai und segnete ihn; und er kehrte an seinen Ort zurück.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.41">Und der König ging hinüber nach Gilgal, und Kimham ging mit ihm hinüber. Und alles Volk von Juda, und auch die Hälfte des Volkes von Israel, führte den König hinüber.</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.42">Und siehe, alle Männer von Israel kamen zu dem König und sprachen zu dem König: Warum haben unsere Brüder, die Männer von Juda, dich weggestohlen und den König und sein Haus und alle Männer Davids mit ihm über den Jordan geführt?</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.43">Und alle Männer von Juda antworteten den Männern von Israel: Weil der König mir nahe steht; und warum bist du denn über diese Sache erzürnt? Haben wir etwa von dem König Nahrung empfangen, oder hat er uns irgend ein Geschenk gemacht?</verse>
        <verse osisID="2Sam.19.44">Aber die Männer von Israel antworteten den Männern von Juda und sprachen: Ich habe zehn Teile an dem König, und habe auch an David mehr Anrecht als du; und warum hast du mich gering geachtet? und ist nicht mein Wort das erste gewesen, meinen König zurückzuführen? Und das Wort der Männer von Juda war härter als das Wort der Männer von Israel.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.20">
        <verse osisID="2Sam.20.1">Und daselbst war zufällig ein Mann Belials, sein Name war Scheba, der Sohn Bikris, ein Benjaminiter; und er stiess in die Posaune und sprach: Wir haben kein Teil an David und kein Erbteil an dem Sohne Isais! Ein jeder zu seinen Zelten, Israel!</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.2">Da zogen alle Männer von Israel von David hinweg, Scheba, dem Sohne Bikris, nach. Die Männer von Juda aber hingen ihrem König an, vom Jordan bis Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.3">Und David kam nach seinem Hause, nach Jerusalem. Und der König nahm die zehn Kebsweiber, die er zurückgelassen hatte, um das Haus zu bewahren, und tat sie in Gewahrsam <note>{W. in ein Haus des Gewahrsams}</note> und versorgte sie; er ging aber nicht zu ihnen ein; und sie waren eingeschlossen bis zum Tage ihres Todes, als Witwen lebend.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.4">Und der König sprach zu Amasa: Berufe mir die Männer von Juda binnen drei Tagen, und stelle dich selbst hier ein.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.5">Und Amasa ging hin, Juda zu berufen; aber er verzog über die bestimmte Zeit, die er ihm bestimmt hatte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.6">Da sprach David zu Abisai: Nun wird uns Scheba, der Sohn Bikris, mehr Übles tun als Absalom. Nimm du die Knechte deines Herrn und jage ihm nach, ob er nicht feste Städte für sich gefunden und sich unseren Augen entzogen hat.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.7">Da zogen die Männer Joabs aus, ihm nach, und die Kerethiter und die Pelethiter <note>{S. die Anm. zu Kap. 8,18}</note> und alle die Helden; und sie zogen aus von Jerusalem, um Scheba, dem Sohne Bikris, nachzujagen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.8">Sie waren bei dem grossen Steine, der zu Gibeon ist, da kam Amasa ihnen entgegen. Und Joab war mit seinem Waffenrock als seinem Gewande umgürtet, und darüber war der Gürtel des Schwertes, das in seiner Scheide an seinen Lenden befestigt war; und als er hervortrat, fiel es heraus.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.9">Und Joab sprach zu Amasa: Geht es dir wohl, mein Bruder? Und Joab fasste mit der rechten Hand Amasas Bart, um ihn zu küssen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.10">Amasa hatte aber nicht achtgegeben auf das Schwert, das in Joabs Hand war; und Joab <note>{W. er}</note> schlug ihn damit in den Bauch und schüttete seine Eingeweide aus zur Erde, und gab ihm keinen zweiten Schlag; und er starb. Joab aber und Abisai, sein Bruder, jagten Scheba, dem Sohne Bikris, nach.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.11">Und ein Mann von den Knaben Joabs blieb bei Amasa <note>{W. bei ihm}</note> stehen und sprach: Wer Joab lieb hat und wer für David ist, folge Joab nach!</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.12">Amasa aber wälzte sich im Blute mitten auf der Strasse; und als der Mann sah, dass alles Volk stehen blieb, schaffte er Amasa von der Strasse auf das Feld und warf ein Oberkleid über ihn, da er sah, dass jeder, der an ihn herankam, stehen blieb.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.13">Als er von der Strasse weggeschafft war, zog jedermann vorüber, Joab nach, um Scheba, dem Sohne Bikris, nachzujagen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.14">Und er durchzog alle Stämme Israels nach Abel und Beth-Maaka <note>{Viell. ist wie V.15 zu lesen: Abel-Beth-Maaka}</note> und ganz Berim; und sie versammelten sich <note>{Nach and. Lesart: Beth-Maaka ; und alle Auserlesenen versammelten sich}</note> und kamen ihm ebenfalls nach.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.15">Und sie kamen und belagerten ihn in Abel-Beth-Maaka, und sie schütteten einen Wall gegen die Stadt auf, so dass derselbe an der Vormauer stand; und alles Volk, das mit Joab war, unterwühlte die Mauer, um sie zu stürzen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.16">Da rief ein kluges Weib aus der Stadt: Höret höret! Sprechet doch zu Joab: Nahe hierher, dass ich zu dir rede!</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.17">Und er näherte sich ihr. Und das Weib sprach: Bist du Joab? Und er sprach: Ich bin's. Und sie sprach zu ihm: Höre die Worte deiner Magd! Und er sprach: Ich höre.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.18">Und sie sprach und sagte: Früher pflegte man zu sprechen und zu sagen: Man frage nur in Abel; und so war man fertig <note>{O. so kam man zum Ziel}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.19">Ich bin von den Friedsamen, den Getreuen Israels; du suchst eine Stadt und Mutter in Israel zu töten. Warum willst du das Erbteil Jahwes verschlingen?</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.20">Und Joab antwortete und sprach: Fern, fern sei es von mir, dass ich verschlingen und dass ich verderben sollte! Die Sache ist nicht also;</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.21">sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim, sein Name ist Scheba, der Sohn Bikris, hat seine Hand wider den König, wider David, erhoben; ihn allein gebet heraus, so will ich von der Stadt abziehen. Und das Weib sprach zu Joab: Siehe, sein Kopf soll dir über die Mauer zugeworfen werden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.22">Und das Weib kam zu dem ganzen Volke mit ihrer Klugheit; und sie hieben Scheba, dem Sohne Bikris, den Kopf ab und warfen ihn Joab zu. Und er stiess in die Posaune, und sie zerstreuten sich von der Stadt hinweg, ein jeder nach seinen Zelten; und Joab kehrte zu dem König nach Jerusalem zurück.</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.23">Und Joab war über das ganze Heer Israels; und Benaja, der Sohn Jojadas, war über die Kerethiter und über die Pelethiter <note>{S. die Anm. zu Kap. 8,18 und 2. Kön. 11,4}</note>;</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.24">und Adoram war über die Fron <note>{O. die Abgaben}</note>; und Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Geschichtsschreiber <note>{S. die Anm. zu Kap. 8,16}</note>;</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.25">und Scheja <note>{O. Schewa}</note> war Schreiber; und Zadok und Abjathar waren Priester;</verse>
        <verse osisID="2Sam.20.26">und auch Ira, der Jairiter, war Krondiener <note>{O. vertrauter Rat}</note> Davids.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.21">
        <verse osisID="2Sam.21.1">Und es war Hungersnot in den Tagen Davids drei Jahre, Jahr auf Jahr. Und David suchte das Angesicht Jahwes; und Jahwe sprach: Es ist wegen Sauls und wegen des Bluthauses, weil er die Gibeoniter getötet hat.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.2">Da berief der König die Gibeoniter und redete zu ihnen. (Die Gibeoniter waren aber nicht von den Kindern Israel, sondern von dem Reste der Amoriter; und die Kinder Israel hatten ihnen geschworen; Saul aber suchte sie zu erschlagen, da er für die Kinder Israel und Juda eiferte.)</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.3">Und David sprach zu den Gibeonitern: Was soll ich für euch tun, und womit soll ich Sühnung tun, dass ihr das Erbteil Jahwes segnet?</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.4">Und die Gibeoniter sprachen zu ihm: Es ist uns nicht um Silber und Gold zu tun betreffs Sauls und betreffs seines Hauses, und es ist uns nicht darum zu tun, jemand in Israel zu töten. Und er sprach: Was ihr saget, will ich für euch tun.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.5">Da sprachen sie zu dem König: Der Mann, der uns vernichtet hat, und der wider uns sann, dass wir vertilgt würden, um nicht mehr zu bestehen in allen Grenzen Israels: -</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.6">man gebe uns sieben Männer von seinen Söhnen, dass wir sie dem Jahwe aufhängen <note>{S. die Anm. zu 4. Mose 25,4}</note> zu Gibea Sauls, des Erwählten <note>{Viell. ist zu lesen: auf dem Berge; vergl. 1. Sam. 15,5 und hier V.9}</note> Jahwes. Und der König sprach: Ich will sie geben.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.7">Aber der König verschonte Mephiboseth, den Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, um des Schwures Jahwes willen, der zwischen ihnen war, zwischen David und Jonathan, dem Sohne Sauls.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.8">Und der König nahm die beiden Söhne Rizpas, der Tochter Ajas, die sie dem Saul geboren hatte, Armoni und Mephiboseth, und die fünf Söhne Michals <note>{Wahrsch. Merabs; s. 1. Sam. 18, 19}</note>, der Tochter Sauls, die sie dem Adriel geboren hatte, dem Sohne Barsillais, des Meholathiters,</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.9">und er gab sie in die Hand der Gibeoniter; und sie hängten sie auf dem Berge vor Jahwe auf. Und es fielen die sieben zugleich, und sie wurden getötet in den ersten Tagen der Ernte, im Anfang der Gerstenernte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.10">Da nahm Rizpa, die Tochter Ajas, Sacktuch, und breitete es sich aus auf dem Felsen, vom Anfang der Ernte an, bis das Wasser vom Himmel über sie troff <note>{d.h. die Gehängten}</note>; und sie liess das Gevögel des Himmels nicht auf ihnen ruhen bei Tage, noch das Getier des Feldes bei Nacht.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.11">Und es wurde David berichtet, was Rizpa, die Tochter Ajas, das Kebsweib Sauls, getan hatte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.12">Da ging David hin und nahm von den Bürgern von Jabes-Gilead die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonathan, welche sie von dem Marktplatze zu Beth-Schan heimlich weggenommen, wo die Philister sie aufgehängt hatten an dem Tage, da die Philister Saul schlugen auf dem Gilboa.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.13">Und er brachte die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonathan von dannen herauf; und man sammelte die Gebeine der Gehängten,</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.14">und begrub sie bei den Gebeinen Sauls und Jonathans, seines Sohnes, im Lande Benjamin, zu Zela, im Begräbnis seines Vaters Kis; und man tat alles, was der König geboten hatte. Und danach liess Gott sich für das Land erbitten.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.15">Und wiederum entstand ein Streit der Philister mit Israel. Und David zog hinab, und seine Knechte mit ihm, und sie stritten mit den Philistern. Und David war ermattet;</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.16">und Jischbi-Benob, der von den Söhnen des Rapha <note>{d.h. des Riesen}</note> war (das Gewicht seiner Lanzenspitze war dreihundert Sekel Erz an Gewicht, und er war neu gerüstet), gedachte David zu erschlagen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.17">Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, kam ihm zu Hilfe und schlug den Philister und tötete ihn. Damals schwuren die Männer Davids ihm zu und sprachen: Du sollst nicht mehr mit uns ausziehen zum Streit, dass du die Leuchte Israels nicht auslöschest!</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.18">Und <note>{1. Chron. 20,4}</note> es geschah hernach, da begann wiederum der Streit mit den Philistern, zu Gob. Damals erschlug Sibbekai, der Huschathiter, den Saph, der von den Söhnen des Rapha war.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.19">Und wiederum begann der Streit mit den Philistern, zu Gob. Und Elchanan, der Sohn Jaare-Orgims, der Bethlehemiter, erschlug Goliath, den Gathiter <note>{Wahrsch. ist zu l.: der Sohn Jairs, der Bethlehemiter, erschlug den Bruder Goliaths, des Gathiters; wie 1. Chron. 20,5}</note>; und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.20">Und wiederum entstand ein Streit zu Gath. Da war ein Mann von grosser Länge, und er hatte je sechs Finger an seinen Händen und je sechs Zehen an seinen Füssen, 24 an der Zahl; und auch er war dem Rapha geboren worden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.21">Und er höhnte Israel; und Jonathan, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids, erschlug ihn.</verse>
        <verse osisID="2Sam.21.22">Diese vier wurden dem Rapha zu Gath geboren; und sie fielen durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.22">
        <verse osisID="2Sam.22.1">Und David redete zu Jahwe die Worte dieses Liedes an dem Tage, da Jahwe ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte; und er sprach <note>{Vergl. Ps. 18}</note>:</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.2">Jahwe ist mein Fels <note>{W. mir mein Fels}</note> und meine Burg und mein Erretter. /</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.3">Gott ist mein Fels <note>{W. Gott meines Felsens}</note>, auf ihn werde ich trauen, /mein Schild und das Horn meines Heils, /meine hohe Feste und meine Zuflucht. /Mein Retter, von Gewalttat wirst du mich retten! /</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.4">Ich werde Jahwe anrufen, der zu loben ist, und ich werde gerettet werden von meinen Feinden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.5">Denn mich umfingen die Wogen des Todes, die Ströme <note>{Eig. Wildbäche}</note> Belials erschreckten mich;</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.6">die Bande des Scheols umringten mich, es ereilten mich die Fallstricke des Todes.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.7">In meiner Bedrängnis rief ich zu Jahwe, und ich rief zu meinem Gott; und er hörte aus seinem Tempel <note>{Eig. Palast}</note> meine Stimme, und mein Schrei kam in seine Ohren.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.8">Da wankte und bebte die Erde; die Grundfesten des Himmels zitterten und wankten, weil er entbrannt war.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.9">Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer frass aus seinem Munde; glühende Kohlen brannten aus ihm.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.10">Und er neigte die Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Füssen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.11">Und er fuhr auf einem Cherub und flog daher, und er erschien auf den Fittichen des Windes.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.12">Und Finsternis machte er rings um sich her zum Gezelt, Sammlung der Wasser, dichtes Himmelsgewölk.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.13">Aus dem Glanze vor ihm brannten feurige Kohlen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.14">Es donnerte Jahwe vom Himmel her, und der Höchste liess seine Stimme erschallen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.15">Und er schoss Pfeile und zerstreute sie <note>{d.h. die Feinde}</note>, seinen Blitz, und verwirrte sie <note>{d.h. die Feinde}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.16">Da wurden gesehen die Betten des Meeres, aufgedeckt die Grundfesten des Erdkreises durch das Schelten Jahwes, vor dem Schnauben des Hauches seiner Nase.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.17">Er streckte seine Hand aus von der Höhe, er nahm mich, er zog mich aus grossen Wassern;</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.18">Er errettete mich von meinem starken Feinde, von meinen Hassern; denn sie waren mächtiger als ich.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.19">Sie ereilten mich am Tage meines Unglücks, aber Jahwe ward mir zur Stütze.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.20">Und er führte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Lust an mir hatte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.21">Jahwe vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände erstattete er mir.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.22">Denn ich habe bewahrt die Wege Jahwes, und bin von meinem Gott nicht frevelhaft abgewichen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.23">Denn alle seine Rechte waren vor mir, und seine Satzungen - ich bin nicht davon gewichen;</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.24">Und ich war vollkommen <note>{O. redlich, untadelig, lauter; so auch V.26. 31. 33}</note> gegen ihn und hütete mich vor meiner Ungerechtigkeit.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.25">Und Jahwe erstattete mir nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinheit vor seinen Augen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.26">Gegen den Gütigen erzeigst du dich gütig, gegen den vollkommenen Mann erzeigst du dich vollkommen;</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.27">gegen den Reinen erzeigst du dich rein, und gegen den Verkehrten erzeigst du dich entgegenstreitend <note>{Eig. verdreht}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.28">Und du wirst retten das elende Volk; aber deine Augen sind wider die Hoffärtigen <note>{Eig. Hohen, Stolzen}</note>, die du erniedrigen wirst.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.29">Denn du bist meine Leuchte, Jahwe; und Jahwe erhellt meine Finsternis.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.30">Denn mit dir werde ich gegen eine Schar anrennen, mit meinem Gott werde ich eine Mauer überspringen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.31">Gott - <note>{El}</note> sein Weg ist vollkommen; Jahwes Wort ist geläutert; ein Schild ist er allen, die auf ihn trauen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.32">Denn wer ist Gott <note>{El}</note>, ausser Jahwe, und wer ein Fels, ausser unserem Gott?</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.33">Gott <note>{El}</note> ist meine starke Feste, und er lenkt <note>{Wahrsch. ist nach Ps. 18,32 zu l.: er macht}</note> vollkommen meinen Weg.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.34">Er macht meine Füsse denen der Hindinnen gleich, und stellt mich hin auf meine Höhen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.35">Er lehrt meine Hände den Streit, und meine Arme spannen den ehernen Bogen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.36">Und du gabst mir den Schild deines Heils, und deine Herablassung machte mich gross.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.37">Du machtest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel haben nicht gewankt.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.38">Meinen Feinden jagte ich nach und vertilgte sie; und ich kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.39">Und ich rieb sie auf und zerschmetterte sie; und sie standen nicht wieder auf, und sie fielen unter meine Füsse.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.40">Und du umgürtetest mich mit Kraft zum Streit, beugtest unter mich, die wider mich aufstanden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.41">Und du gabst mir den Rücken meiner Feinde; meine Hasser, ich vernichtete sie.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.42">Sie blickten umher, und kein Retter war da - zu Jahwe, und er antwortete ihnen nicht.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.43">Und ich zermalmte sie wie Staub der Erde; wie Strassenkot zertrat, zerstampfte ich sie.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.44">Und du errettetest mich aus den Streitigkeiten meines Volkes; du bewahrtest mich auf zum Haupte der Nationen; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir <note>{O. diente mir}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.45">Die Söhne der Fremde unterwarfen sich mir mit Schmeichelei <note>{Eig. heuchelten mir (d.h. Gehorsam)}</note>; beim Hören des Ohres gehorchten sie mir.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.46">Die Söhne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Schlössern.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.47">Jahwe lebt, und gepriesen sei mein Fels! und erhoben werde der Gott, der Fels <note>{W. des Felsens}</note> meines Heils!</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.48">Der Gott <note>{El}</note>, der mir Rache gab und die Völker unter mich niederwarf;</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.49">und der mich herausführte aus der Mitte meiner Feinde. Ja, du erhöhtest mich über die, welche wider mich aufstanden, von dem Manne der Gewalttat befreitest du mich.</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.50">Darum, Jahwe, will ich dich preisen unter den Nationen und Psalmen singen <note>{Eig. und singspielen}</note> deinem Namen,</verse>
        <verse osisID="2Sam.22.51">Dich, der gross macht die Rettungen seines Königs, und Güte erweist seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.23">
        <verse osisID="2Sam.23.1">Und dies sind die letzten Worte Davids: Es spricht David <note>{Eig. Spruch Davids}</note>, der Sohn Isais, und es spricht der hochgestellte Mann, der Gesalbte des Gottes Jakobs und der Liebliche in Gesängen <note>{Dasselbe Wort wie Psalm, Singspiel}</note> Israels:</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.2">Der Geist Jahwes hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.3">Es hat gesprochen der Gott Israels, der Fels Israels zu mir geredet: Ein Herrscher unter <note>{O. über die}</note> den Menschen, gerecht, ein Herrscher in Gottesfurcht;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.4">und er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: von ihrem Glanze nach dem Regen sprosst das Grün aus der Erde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.5">Obwohl mein Haus nicht also ist bei Gott, so hat er mir doch einen ewigen Bund gesetzt, geordnet in allem und verwahrt; denn dies ist all meine Rettung und all mein Begehr, obwohl er es nicht sprossen lässt <note>{Denn ist nicht also mein Haus bei Gott? Denn er hat mir einen ewigen Bund gesetzt ...; denn all meine Rettung und all mein Begehr, sollte er sie nicht sprossen lassen?}</note>!</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.6">Aber die Söhne Belials sind allesamt wie Dornen, die man wegwirft; denn mit der Hand fasst man sie nicht an;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.7">Und der Mann, der sie anrührt, versieht sich mit Eisen und Speeresschaft; und mit Feuer werden sie gänzlich verbrannt an ihrer Stätte. -</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.8">Dies <note>{1. Chron. 11,10}</note> sind die Namen der Helden, welche David hatte: Joscheb-Baschebeth, der Tachkemoniter <note>{Wahrsch. zu l.: Jaschobam, der Hakmoniter; wie 1. Chron. 11,11}</note>, das Haupt der Anführer <note>{O. Ritter. Die Bedeutung des hebr. Wortes ist ungewiss}</note>; er... Adino, der Ezniter, war wider <note>{O. zu lesen wie 1. Chron. 11,11:... Anführer; er schwang seinen Speer wider usw.}</note> achthundert, die er auf einmal erschlug.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.9">Und nach ihm Eleasar, der Sohn Dodos, der Sohn eines Achochiters; er war unter den drei Helden mit David, als sie die Philister verhöhnten, die daselbst zum Streit versammelt waren, und als die Männer von Israel wegzogen.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.10">Selbiger machte sich auf und schlug unter den Philistern, bis seine Hand ermüdete und seine Hand am Schwerte klebte; und Jahwe schaffte an jenem Tage eine grosse Rettung. Das Volk aber kehrte um, ihm nach, nur um zu plündern.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.11">Und nach ihm Schamma, der Sohn Ages, des Harariters. Und die Philister versammelten sich zu einer Schar; und es war daselbst ein Ackerstück voll Linsen; das Volk aber floh vor den Philistern.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.12">Da stellte er sich mitten auf das Stück und rettete es und schlug die Philister; und Jahwe schaffte eine grosse Rettung.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.13">Und drei von den dreissig Häuptern gingen hinab und kamen zur Erntezeit zu David, in die Höhle Adullam; und eine Schar der Philister lagerte im Tale Rephaim.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.14">David war aber damals auf <note>{O. in}</note> der Bergfeste, und eine Aufstellung der Philister war damals zu Bethlehem.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.15">Und David hatte ein Gelüste und sprach: Wer wird mich mit Wasser tränken aus der Zisterne von Bethlehem, die am Tore ist?</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.16">Da brachen die drei Helden durch das Lager der Philister und schöpften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem, die am Tore ist, und trugen und brachten es zu David. Aber er wollte es nicht trinken und goss es aus als Trankopfer dem Jahwe;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.17">und er sprach: Fern sei es von mir, Jahwe, dass ich solches tue! Sollte ich das Blut der Männer trinken, die mit Gefahr ihres Lebens hingegangen sind? Und er wollte es nicht trinken. Das taten die drei Helden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.18">Und Abisai, der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja, war ein Haupt der Drei. Und er schwang seinen Speer über dreihundert, die er erschlug; und er hatte einen Namen unter den Dreien.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.19">War er vor den Dreien <note>{Wahrsch. ist zu l.: vor den Dreissig; wie V.23 und 1. Chron. 11,25}</note> nicht geehrt <note>{O. berühmt; so auch V.23}</note>, so dass er ihr Oberster wurde? aber an die ersten Drei reichte er nicht.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.20">Und Benaja, der Sohn Jojadas, der Sohn eines tapferen Mannes, gross an Taten, von Kabzeel; selbiger erschlug zwei Löwen <note>{O. Helden. H. Ariel: Gotteslöwen = mächtige Helden}</note> von Moab. Und er stieg hinab und erschlug den Löwen in der Grube an einem Schneetage.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.21">Und er war es, der einen ägyptischen Mann erschlug, einen stattlichen Mann. Und der Ägypter hatte einen Speer in der Hand; er aber ging zu ihm hinab mit einem Stabe, und riss dem Ägypter den Speer aus der Hand und tötete ihn mit seinem eigenen Speere.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.22">Das tat Benaja, der Sohn Jojadas; und er hatte einen Namen unter den drei Helden.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.23">Vor den Dreissigen war er geehrt, aber an die ersten Drei reichte er nicht. Und David setzte ihn in seinen geheimen Rat.</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.24">Asael, der Bruder Joabs, war unter den Dreissig; Elchanan, der Sohn Dodos, von Bethlehem;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.25">Schamma, der Haroditer; Elika, der Haroditer;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.26">Helez, der Paltiter; Ira, der Sohn Ikkesch', der Tekoiter;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.27">Abieser, der Anathothiter; Mebunnai, der Huschathiter;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.28">Zalmon, der Achochiter; Maharai, der Netophatiter;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.29">Heleb, der Sohn Baanas, der Netophatiter; Ittai, der Sohn Ribais, von Gibea der Kinder Benjamin;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.30">Benaja, der Pirhathoniter; Hiddai, von den Bächen <note>{O. Flusstälern}</note> Gaasch;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.31">Abi-Albon, der Arbathiter; Asmaweth, der Barchumiter;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.32">Eljachba, der Schaalboniter; Bne-Jaschen; Jonathan;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.33">Schamma, der Harariter; Achiam, der Sohn Scharars, der Arariter;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.34">Eliphelet, der Sohn Achasbais, des Sohnes des Maakathiters; Eliam, der Sohn Ahitophels, der Giloniter;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.35">Hezrai, der Karmeliter, Paarai, der Arbiter;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.36">Jigal, der Sohn Nathans, von Zoba; Bani, der Gaditer;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.37">Zelek, der Ammoniter; Nacharai, der Beerothiter, der Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.38">Ira, der Jithriter; Gareb, der Jithriter;</verse>
        <verse osisID="2Sam.23.39">Urija, der Hethiter: in allem 37.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Sam.24">
        <verse osisID="2Sam.24.1">Und <note>{1. Chron. 21}</note> der Zorn Jahwes entbrannte abermals wider Israel; und er reizte David wider sie, indem er sprach: Gehe hin, zähle Israel und Juda!</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.2">Da sprach der König zu Joab, dem Heerobersten, der bei ihm war: Gehe doch umher durch alle Stämme Israels, von Dan bis Beerseba, und mustert das Volk, damit ich die Zahl des Volkes wisse.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.3">Und Joab sprach zu dem König: Es möge Jahwe, dein Gott, zu dem Volke, so viele ihrer auch sind, hundertmal hinzufügen, während die Augen meines Herrn, des Königs, es sehen! Aber warum hat mein Herr, der König, Gefallen an dieser Sache?</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.4">Aber das Wort des Königs blieb fest gegen Joab und gegen die Obersten des Heeres. Und Joab und die Obersten des Heeres zogen aus vor dem König, um das Volk Israel zu mustern.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.5">Und sie gingen über den Jordan und lagerten sich zu Aroer, rechts von der Stadt, die mitten im Flusstale von Gad liegt, und nach Jaser hin.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.6">Und sie kamen nach Gilead und in das Land Tachtim-Hodschi; und sie kamen nach Dan-Jaan und in die Umgegend von Zidon;</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.7">und sie kamen zu der festen Stadt Zor <note>{Tyrus}</note> und zu allen Städten der Hewiter und der Kanaaniter; und sie zogen hinaus in den Süden von Juda nach Beerseba.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.8">Und sie zogen umher durch das ganze Land, und kamen am Ende von neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem zurück.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.9">Und Joab gab die Zahl des gemusterten Volkes dem König an; und es waren in Israel 800000 Kriegsmänner, die das Schwert zogen, und der Männer von Juda 500000 Mann.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.10">Aber dem David schlug sein Herz <note>{Eig. den David schlug sein Herz, d.h. sein Gewissen strafte ihn}</note>, nachdem er das Volk gezählt hatte; und David sprach zu Jahwe: Ich habe sehr gesündigt in dem, was ich getan habe; und nun, Jahwe, lass doch die Ungerechtigkeit deines Knechtes vorübergehen, denn ich habe sehr töricht gehandelt!</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.11">Und als David am Morgen aufstand, da geschah das Wort Jahwes zu Gad, dem Propheten, dem Seher Davids, indem er sprach:</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.12">Gehe hin und rede zu David: So spricht Jahwe: Dreierlei lege ich dir vor <note>{Eig. auf}</note>; wähle dir eines davon, dass ich es dir tue.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.13">Und Gad kam zu David und tat es ihm kund und sprach zu ihm: Sollen dir sieben Jahre Hungersnot in dein Land kommen? oder willst du drei Monate vor deinen Feinden fliehen, indem sie dir nachjagen? oder soll drei Tage Pest in deinem Lande sein? Nun wisse und sieh, was für eine Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich gesandt hat.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.14">Und David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst! Mögen wir doch in die Hand Jahwes fallen, denn seine Erbarmungen sind gross; aber in die Hand der Menschen lass mich nicht fallen!</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.15">Da sandte Jahwe eine Pest unter Israel, vom Morgen an bis zur bestimmten Zeit; und es starben von dem Volke, von Dan bis Beerseba, 70000 Mann.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.16">Und als der Engel seine Hand gegen Jerusalem ausstreckte, um es zu verderben, da reute Jahwe des Übels, und er sprach zu dem Engel, der unter dem Volke verderbte: Genug! ziehe jetzt deine Hand ab. Der Engel Jahwes war aber bei der Tenne Arawnas, des Jebusiters.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.17">Und als David den Engel sah, der unter dem Volke schlug, sprach er zu Jahwe und sagte: Siehe, ich habe gesündigt, und ich habe verkehrt gehandelt; aber diese Schafe <note>{Eig. diese, die Herde}</note>, was haben sie getan? Es sei doch deine Hand wider mich, und wider das Haus meines Vaters!</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.18">Und Gad kam zu David an selbigem Tage und sprach zu ihm: Gehe hinauf, errichte Jahwe einen Altar auf der Tenne Arawnas, des Jebusiters.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.19">Und David ging hinauf, nach dem Worte Gads, so wie Jahwe geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.20">Und Arawna blickte hin und sah den König und seine Knechte zu sich herüberkommen; da ging Arawna hinaus und beugte sich vor dem König nieder, mit seinem Antlitz zur Erde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.21">Und Arawna sprach: Warum kommt mein Herr, der König, zu seinem Knechte? Und David sprach: Die Tenne von dir zu kaufen, um Jahwe einen Altar zu bauen, damit die Plage von dem Volke abgewehrt werde.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.22">Da sprach Arawna zu David: Mein Herr, der König, nehme und opfere, was gut ist in seinen Augen; siehe, die Rinder sind zum Brandopfer, und die Dreschwagen und die Geschirre der Rinder zum Holz:</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.23">alles das, o König, gibt Arawna dem König. Und Arawna sprach zu dem König: Jahwe, dein Gott, nehme dich wohlgefällig an!</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.24">Aber der König sprach zu Arawna: Nein, sondern kaufen will ich es von dir um einen Preis, und ich will Jahwe, meinem Gott, nicht umsonst Brandopfer opfern. Und David kaufte die Tenne und die Rinder um fünfzig Sekel Silber.</verse>
        <verse osisID="2Sam.24.25">Und David baute daselbst Jahwe einen Altar, und opferte Brandopfer und Friedensopfer. Und Jahwe liess sich für das Land erbitten, und die Plage wurde von Israel abgewehrt.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="1Kgs">
      <chapter osisID="1Kgs.1">
        <verse osisID="1Kgs.1.1">Und der König David war alt, wohlbetagt; und sie bedeckten ihn mit Kleidern, aber er wurde nicht warm.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.2">Da sprachen seine Knechte zu ihm: Man suche meinem Herrn, dem König, ein Mädchen, eine Jungfrau; und sie stehe vor dem König und sei ihm eine Pflegerin, und sie schlafe an deinem Busen, dass mein Herr, der König, warm werde.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.3">Und man suchte ein schönes Mädchen, in allen Grenzen Israels; und man fand Abischag, die Sunamitin, und brachte sie zu dem König.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.4">Und das Mädchen war überaus schön, und sie wurde dem König eine Pflegerin und bediente ihn; aber der König erkannte sie nicht.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.5">Adonija aber, der Sohn Haggiths, erhob sich und sprach: Ich will König werden! Und er schaffte sich Wagen und Reiter an, und fünfzig Mann, die vor ihm herliefen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.6">Und sein Vater hatte ihn, so lange er lebte, nicht betrübt, dass er gesagt hätte: Warum tust du also? Und auch er war sehr schön von Gestalt; und Haggith <note>{W. sie}</note> hatte ihn nach Absalom geboren.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.7">Und er hatte Unterredungen mit Joab, dem Sohne der Zeruja, und mit Abjathar, dem Priester; und sie halfen Adonija und folgten ihm nach <note>{W. sie halfen Adonija nach}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.8">Aber Zadok, der Priester, und Benaja, der Sohn Jojadas, und Nathan, der Prophet, und Simei und Rei, und die Helden, welche David hatte, waren nicht mit Adonija.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.9">Und Adonija schlachtete Klein- und Rindvieh und Mastvieh bei dem Steine Socheleth, der neben En-Rogel ist; und er lud alle seine Brüder, die Söhne des Königs, und alle Männer von Juda, die Knechte des Königs.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.10">Nathan aber, den Propheten, und Benaja und die Helden und Salomo, seinen Bruder, lud er nicht.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.11">Da sprach Nathan zu Bathseba, der Mutter Salomos, und sagte: Hast du nicht gehört, dass Adonija, der Sohn Haggiths, König geworden ist? Und unser Herr David weiss es nicht.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.12">So komm nun, lass mich dir doch einen Rat geben, dass du dein Leben und das Leben deines Sohnes Salomo errettest.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.13">Gehe hin und tritt zum König David hinein, und sprich zu ihm: Hast du, mein Herr König, nicht deiner Magd geschworen und gesagt: Dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Throne sitzen? Und warum ist Adonija König geworden?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.14">Siehe, noch wirst du daselbst mit dem König reden, so werde ich nach dir hereinkommen und deine Worte bekräftigen <note>{Eig. voll machen}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.15">Und Bathseba ging zu dem König hinein, in das Gemach; der König aber war sehr alt, und Abischag, die Sunamitin, bediente den König.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.16">Und Bathseba verneigte sich und beugte sich nieder vor dem König. Und der König sprach: Was ist dir?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.17">Und sie sprach zu ihm: Mein Herr, du hast ja deiner Magd bei Jahwe, deinem Gott, geschworen: Dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Throne sitzen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.18">und nun, siehe, Adonija ist König geworden, und du, mein Herr König, weisst es nicht.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.19">Und er hat Rinder und Mastvieh und Kleinvieh geschlachtet in Menge, und hat alle Söhne des Königs und Abjathar, den Priester, und Joab, den Heerobersten, geladen; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.20">Und du, mein Herr König - die Augen von ganz Israel sind auf dich gerichtet, dass du ihnen kundtuest, wer auf dem Throne meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.21">Und es wird geschehen, wenn mein Herr, der König, mit seinen Vätern liegt, dass ich und mein Sohn Salomo werden büssen müssen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.22">Und siehe, noch redete sie mit dem König, da kam der Prophet Nathan herein.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.23">Und man berichtete dem König und sprach: Der Prophet Nathan ist da! Und er kam vor den König und beugte sich vor dem König auf sein Antlitz zur Erde.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.24">Und Nathan sprach: Mein Herr König, hast du gesagt: Adonija soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Throne sitzen?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.25">Denn er ist heute hinabgegangen und hat Rinder und Mastvieh und Kleinvieh geschlachtet in Menge, und hat alle Söhne des Königs und die Obersten des Heeres und Abjathar, den Priester, geladen; und siehe, sie essen und trinken vor ihm und sprechen: Es lebe der König Adonija!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.26">Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den Sohn Jojadas, und Salomo, deinen Knecht, hat er nicht geladen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.27">Ist diese Sache von meinem Herrn, dem König, aus geschehen? und hast du <note>{O. gesehen? und du hast ...!}</note> nicht deinen Knechten <note>{Nach anderer Lesart: deinem Knechte}</note> kundgetan, wer auf dem Throne meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.28">Da antwortete der König David und sprach: Rufet mir Bathseba! Und sie kam herein vor den König und stand vor dem König.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.29">Und der König schwur und sprach: So wahr Jahwe lebt, der meine Seele aus aller Bedrängnis erlöst hat,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.30">so wie ich dir bei Jahwe, dem Gott Israels, geschworen habe, indem ich sprach: Dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Throne sitzen an meiner Statt! also werde ich an diesem Tage tun.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.31">Da verneigte sich Bathseba mit dem Antlitz zur Erde und beugte sich vor dem König nieder und sprach: Es lebe mein Herr, der König David, ewiglich!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.32">Und der König David sprach: Rufet mir Zadok, den Priester, und Nathan, den Propheten, und Benaja, den Sohn Jojadas! Und sie kamen herein vor den König.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.33">Und der König sprach zu ihnen: Nehmet die Knechte eures Herrn mit euch, und lasset meinen Sohn Salomo auf meiner Mauleselin reiten, und führet ihn nach Gihon hinab.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.34">Und Zadok, der Priester, und Nathan, der Prophet, sollen ihn daselbst zum König über Israel salben; und ihr sollt in die Posaune stossen und sagen: Es lebe der König Salomo!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.35">Und ziehet herauf hinter ihm her, und er komme und setze sich auf meinen Thron! und er soll König sein an meiner Statt; und ihn habe ich bestellt, dass er Fürst sei über Israel und über Juda.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.36">Und Benaja, der Sohn Jojadas, antwortete dem König und sprach: Amen! also spreche Jahwe, der Gott meines Herrn, des Königs!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.37">So wie Jahwe mit meinem Herrn, dem König, gewesen ist, also möge er mit Salomo sein, und er möge seinen Thron noch grösser machen als den Thron meines Herrn, des Königs David!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.38">Und Zadok, der Priester, und Nathan, der Prophet, und Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kerethiter und die Pelethiter <note>{Vergl. die Anm. zu 2. Sam. 8,18}</note> zogen hinab und liessen Salomo auf der Mauleselin des Königs David reiten, und sie führten ihn nach Gihon.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.39">Und Zadok, der Priester, nahm das Ölhorn aus dem Zelte <note>{Vergl. 2. Sam. 6,17; 1. Kön. 2,28}</note> und salbte Salomo; und sie stiessen in die Posaune, und alles Volk sprach: Es lebe der König Salomo!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.40">Und alles Volk zog hinauf hinter ihm her; und das Volk blies auf Flöten, und sie freuten sich mit grosser Freude, so dass die Erde barst von ihrem Geschrei.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.41">Und Adonija hörte es und alle die Geladenen, die bei ihm waren, als sie eben das Essen beendigt hatten; und Joab hörte den Schall der Posaune und sprach: Weshalb dieses Geschrei der lärmenden Stadt?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.42">Während er noch redete, siehe, da kam Jonathan, der Sohn Abjathars, des Priesters. Und Adonija sprach: Komm, denn du bist ein wackerer Mann und wirst gute Botschaft bringen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.43">Da antwortete Jonathan und sprach zu Adonija: Jawohl! Unser Herr, der König David, hat Salomo zum König gemacht.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.44">Und der König hat Zadok, den Priester, und Nathan, den Propheten, und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kerethiter und die Pelethiter mit ihm gesandt, und sie haben ihn auf der Mauleselin des Königs reiten lassen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.45">und Zadok, der Priester, und Nathan, der Prophet, haben ihn in Gihon zum König gesalbt; und sie sind von dannen heraufgezogen mit Freuden, und die Stadt ist in Bewegung. Das ist das Geschrei, welches ihr gehört habt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.46">Und auch hat sich Salomo auf den Thron des Königreichs gesetzt;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.47">und auch sind die Knechte des Königs gekommen, um unseren Herrn, den König David, zu segnen, indem sie sprachen: Dein Gott mache den Namen Salomos noch vorzüglicher als deinen Namen, und mache seinen Thron grösser als deinen Thron! Und der König hat auf dem Lager angebetet;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.48">und auch hat der König also gesprochen: Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, der heute einen gegeben hat, der auf meinem Throne sitzt, während meine Augen es sehen!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.49">Da erschraken alle die Geladenen Adonijas und standen auf und gingen ein jeder seines Weges.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.50">Und Adonija fürchtete sich vor Salomo; und er machte sich auf und ging hin und erfasste die Hörner des Altars.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.51">Und es wurde Salomo berichtet, indem man sprach: Siehe, Adonija fürchtet den König Salomo, und siehe, er hat die Hörner des Altars erfasst und gesagt: Es schwöre mir jetzt der König Salomo, dass er seinen Knecht nicht mit dem Schwerte töten wolle!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.52">Und Salomo sprach: Wenn er sich als ein wackerer Mann erweisen wird, so soll von seinem Haar keines auf die Erde fallen; wenn aber Böses an ihm gefunden wird, so soll er sterben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.1.53">Und der König Salomo sandte hin, und sie brachten ihn von dem Altar herab; und er kam und beugte sich vor dem König Salomo nieder; und Salomo sprach zu ihm: Gehe in dein Haus.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.2">
        <verse osisID="1Kgs.2.1">Als nun die Tage Davids herannahten, dass er sterben sollte, gebot er seinem Sohne Salomo und sprach:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.2">Ich gehe den Weg der ganzen Erde; so sei stark und sei ein Mann;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.3">und warte der Hut Jahwes <note>{Eig. beobachtete, was Jahwe zu beobachten ist}</note>, deines Gottes, dass du auf seinen Wegen wandelst, indem du seine Satzungen, seine Gebote und seine Rechte und seine Zeugnisse beobachtest, wie geschrieben ist in dem Gesetz Moses; auf dass es dir gelinge in allem, was du tust, und überall, wohin du dich wendest;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.4">auf dass Jahwe sein Wort aufrecht halte, das er über mich geredet hat, indem er sprach: Wenn deine Söhne auf ihren Weg achthaben, so dass sie vor mir wandeln in Wahrheit, mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, so soll es, sprach er, dir nicht an einem Manne fehlen auf dem Throne Israels.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.5">Und du weisst ja auch, was mir Joab getan hat, der Sohn der Zeruja, was er den zwei Heerobersten Israels, Abner, dem Sohne Ners, und Amasa, dem Sohne Jethers, getan hat, indem er sie ermordete und Kriegsblut im Frieden vergoss, so dass er Kriegsblut an seinen Gürtel gebracht hat, der um seine Lenden war, und an seine Schuhe, die an seinen Füssen waren.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.6">So handle nun nach deiner Weisheit, und lass sein graues Haar nicht in Frieden in den Scheol hinabfahren.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.7">Aber an den Söhnen Barsillais, des Gileaditers, sollst du Güte erweisen, und sie sollen unter denen sein, die an deinem Tische essen; denn also sind sie mir entgegengekommen, als ich vor deinem Bruder Absalom floh.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.8">Und siehe, bei dir ist Simei, der Sohn Geras, der Benjaminiter, von Bachurim; und selbiger fluchte mir mit heftigem Fluche an dem Tage, da ich nach Machanaim ging. Aber er kam herab, mir entgegen, an den Jordan, und ich schwur ihm bei Jahwe und sprach: Wenn ich dich mit dem Schwerte töte!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.9">Nun aber halte ihn nicht für schuldlos <note>{O. lass ihn nicht ungestraft}</note>, denn du bist ein weiser Mann und wirst wissen, was du ihm tun sollst; und lass sein graues Haar mit Blut in den Scheol hinabfahren.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.10">Und David legte sich zu seinen Vätern; und er wurde begraben in der Stadt Davids.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.11">Und die Tage, die David über Israel regierte, waren vierzig Jahre; zu Hebron regierte er sieben Jahre, und zu Jerusalem regierte er 33 Jahre.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.12">Und Salomo sass auf dem Throne seines Vaters David, und sein Königtum wurde sehr befestigt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.13">Und Adonija, der Sohn Haggiths, kam zu Bathseba, der Mutter Salomos; und sie sprach: Ist Friede dein Kommen? Und er sprach: Friede.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.14">Und er sprach: Ich habe ein Wort an dich. Und sie sprach: Rede.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.15">Und er sprach: Du weisst ja, dass das Königtum mein war, und dass ganz Israel sein Angesicht auf mich gerichtet hatte, dass ich König sein sollte; aber das Königtum hat sich gewandt und ist meinem Bruder geworden, denn von Jahwe aus gehörte es ihm.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.16">Und nun bitte ich eine Bitte von dir; weise mich nicht ab! Und sie sprach zu ihm: Rede.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.17">Und er sprach: Sprich doch zu dem König Salomo, denn er wird dich nicht abweisen, dass er mir Abischag, die Sunamitin, zum Weibe gebe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.18">Und Bathseba sprach: Gut, ich will deinethalben mit dem König reden.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.19">Und Bathseba ging zu dem König Salomo hinein, um wegen Adonijas mit ihm zu reden. Und der König stand auf, ihr entgegen, und beugte sich vor ihr nieder und setzte sich auf seinen Thron; und er liess einen Thron für die Mutter des Königs hinstellen, und sie setzte sich zu seiner Rechten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.20">Und sie sprach: Ich habe eine kleine Bitte an dich; weise mich nicht ab! Und der König sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter, denn ich werde dich nicht abweisen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.21">Und sie sprach: Möchte Abischag, die Sunamitin, deinem Bruder Adonija zum Weibe gegeben werden!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.22">Da antwortete der König Salomo und sprach zu seiner Mutter: Und warum bittest du um Abischag, die Sunamitin, für Adonija? Bitte für ihn auch um das Königtum, - denn er ist mein älterer Bruder - sowohl für ihn, als für Abjathar, den Priester, und für Joab, den Sohn der Zeruja!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.23">Und der König Salomo schwur bei Jahwe und sprach: So soll mir Gott tun und so hinzufügen! um <note>{O. wider}</note> sein Leben hat Adonija dieses Wort geredet!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.24">Und nun, so wahr Jahwe lebt, der mich befestigt hat und mich hat sitzen lassen auf dem Throne meines Vaters David, und der mir ein Haus gemacht, so wie er geredet hat: heute soll Adonija getötet werden!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.25">Und der König Salomo sandte hin durch Benaja, den Sohn Jojadas; und er stiess ihn nieder, und er starb.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.26">Und zu Abjathar, dem Priester, sprach der König: Gehe nach Anathoth, auf deine Felder, denn du bist ein Mann des Todes; aber an diesem Tage will ich dich nicht töten, weil du die Lade des Herrn Jahwe vor meinem Vater David getragen, und weil du gelitten hast in allem, worin mein Vater gelitten hat.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.27">Und so verstiess Salomo den Abjathar, dass er nicht mehr Priester Jahwes wäre, um das Wort Jahwes zu erfüllen, welches er zu Silo über das Haus Elis geredet hatte <note>{Vergl. 1. Sam. 2,31}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.28">Und das Gerücht kam zu Joab (denn Joab hatte sich nach Adonija geneigt, aber nach Absalom hatte er sich nicht geneigt); da floh Joab zum Zelte Jahwes und erfasste die Hörner des Altars.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.29">Und es wurde dem König Salomo berichtet: Joab ist zum Zelte Jahwes geflohen, und siehe, er ist neben dem Altar. Da sandte Salomo Benaja, den Sohn Jojadas, und sprach: Gehe hin, stosse ihn nieder!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.30">Und Benaja kam zum Zelte Jahwes und sprach zu Joab <note>{W. zu ihm}</note>: So spricht der König: Gehe hinaus! Und er sprach: Nein, sondern hier will ich sterben. Und Benaja brachte dem König Antwort und sprach: So hat Joab geredet, und so hat er mir geantwortet.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.31">Und der König sprach zu ihm: Tue, wie er geredet hat <note>{W. Vergl. 2. Mose 21,14}</note>, und stosse ihn nieder, und begrabe ihn; und so tue das Blut, das Joab ohne Ursache vergossen hat, von mir und von dem Hause meines Vaters hinweg.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.32">Und Jahwe wird sein Blut auf seinen Kopf zurückbringen, weil er zwei Männer niedergestossen hat, die gerechter und besser waren als er, und sie mit dem Schwerte ermordet hat, ohne dass mein Vater David es wusste: Abner, den Sohn Ners, den Heerobersten Israels, und Amasa, den Sohn Jethers, den Heerobersten Judas.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.33">Und ihr Blut wird zurückkehren auf den Kopf Joabs und auf den Kopf seines Samens ewiglich; aber David und seinem Samen und seinem Hause und seinem Throne wird Friede sein auf ewig von seiten Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.34">Und Benaja, der Sohn Jojadas, ging hinauf und stiess ihn nieder und tötete ihn; und er wurde begraben in seinem Hause in der Wüste.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.35">Und der König setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seiner Statt über das Heer; und Zadok, den Priester, setzte der König an die Stelle Abjathars.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.36">Und der König sandte hin und liess Simei rufen, und er sprach zu ihm: Baue dir ein Haus zu Jerusalem, und wohne daselbst; und du sollst nicht von dannen herausgehen, dahin oder dorthin.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.37">Und es soll geschehen an dem Tage, da du hinausgehst und den Bach Kidron überschreitest, so wisse bestimmt, dass du sterben musst; dein Blut wird auf deinem Kopfe sein <note>{O. komme auf deinen Kopf!}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.38">Und Simei sprach zu dem König: Das Wort ist gut; so wie mein Herr, der König, geredet hat, also wird dein Knecht tun. Und Simei wohnte zu Jerusalem eine lange Zeit.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.39">Es geschah aber am Ende von drei Jahren, da entflohen zwei Knechte Simeis zu Achis, dem Sohne Maakas, dem König von Gath; und man berichtete es Simei und sprach: Siehe, deine Knechte sind in Gath!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.40">Da machte sich Simei auf und sattelte seinen Esel und ging nach Gath, zu Achis, um seine Knechte zu suchen; und Simei ging hin und brachte seine Knechte von Gath zurück.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.41">Und es wurde Salomo berichtet, dass Simei von Jerusalem nach Gath gegangen und zurückgekommen sei.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.42">Da sandte der König hin und liess Simei rufen, und er sprach zu ihm: Habe ich dich nicht bei Jahwe beschworen und dir beteuert und gesagt: An dem Tage, da du hinausgehst und gehst dahin oder dorthin, so wisse bestimmt, dass du sterben musst? Und du sprachst zu mir: Das Wort ist gut, das ich gehört habe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.43">Und warum hast du den Schwur Jahwes nicht beachtet und das Gebot, das ich dir geboten hatte?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.44">Und der König sprach zu Simei: Du selbst weisst all das Böse, dessen dein Herz sich bewusst ist, das du meinem Vater David getan hast; und so bringt Jahwe deine Bosheit auf deinen Kopf zurück.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.45">Aber der König Salomo wird gesegnet sein, und der Thron Davids wird feststehen vor Jahwe ewiglich.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.2.46">Und der König gebot Benaja, dem Sohne Jojadas; und er ging hinaus und stiess ihn nieder, und er starb. Und das Königtum wurde befestigt in der Hand Salomos.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.3">
        <verse osisID="1Kgs.3.1">Und Salomo verschwägerte sich mit dem Pharao, dem König von Ägypten; und er nahm die Tochter des Pharao und brachte sie in die Stadt Davids, bis er den Bau seines Hauses und des Hauses Jahwes und der Mauer von Jerusalem ringsum vollendet hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.2">Nur opferte das Volk auf den Höhen; denn bis zu jenen Tagen war dem Namen Jahwes kein Haus gebaut worden.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.3">Und Salomo liebte Jahwe, indem er in den Satzungen seines Vaters David wandelte; nur opferte und räucherte er auf den Höhen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.4">Und <note>{2. Chron. 1,3 usw.}</note> der König ging nach Gibeon, um daselbst zu opfern, denn das war die grosse Höhe; tausend Brandopfer opferte Salomo auf selbigem Altar.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.5">Zu Gibeon erschien Jahwe dem Salomo in einem Traume der Nacht; und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.6">Und Salomo sprach: Du hast ja an deinem Knechte David, meinem Vater, grosse Güte erwiesen, so wie er vor dir gewandelt hat in Wahrheit und in Gerechtigkeit und in Geradheit des Herzens gegen dich; und du hast ihm diese grosse Güte bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Throne sitzt, wie es an diesem Tage ist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.7">Und nun, Jahwe, mein Gott, du hast deinen Knecht zum König gemacht an meines Vaters David Statt, und ich bin ein kleiner Knabe, ich weiss nicht aus- und einzugehen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.8">und dein Knecht ist in der Mitte deines Volkes, das du erwählt hast, eines grossen Volkes, das nicht gezählt noch berechnet werden kann vor Menge.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.9">So gib denn deinem Knechte ein verständiges Herz, um dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gutem und Bösem; denn wer vermöchte dieses dein zahlreiches Volk zu richten? -</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.10">Und das Wort war gut in den Augen des Herrn, dass Salomo um dieses gebeten hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.11">Und Gott sprach zu ihm: Weil du um dieses gebeten hast, und hast dir nicht viele Tage erbeten, und hast dir nicht Reichtum erbeten, und nicht um das Leben deiner Feinde gebeten, sondern hast dir Einsicht erbeten, um das Recht zu verstehen,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.12">siehe, so habe ich nach deinem Worte getan; siehe, ich habe dir ein weises und einsichtsvolles Herz gegeben, dass deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist, und deinesgleichen nach dir nicht aufstehen wird.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.13">Und auch was du nicht erbeten hast, habe ich dir gegeben, sowohl Reichtum als Ehre <note>{O. Herrlichkeit}</note>, so dass deinesgleichen niemand unter den Königen sein wird <note>{Eig. gewesen sein wird}</note> alle deine Tage.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.14">Und wenn du auf meinen Wegen wandeln wirst, indem du meine Satzungen und meine Gebote beobachtest, so wie dein Vater David gewandelt hat, so werde ich deine Tage verlängern. -</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.15">Und Salomo erwachte, und siehe, es war ein Traum. Und er kam nach Jerusalem, und er stand vor der Lade des Bundes Jahwes und opferte Brandopfer und opferte Friedensopfer und machte allen seinen Knechten ein Mahl.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.16">Damals kamen zwei Huren zu dem König und standen vor ihm.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.17">Und das eine Weib sprach: Bitte, mein Herr! Ich und dieses Weib wohnten in einem Hause; und ich gebar bei ihr im Hause.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.18">Und es geschah am dritten Tage, nachdem ich geboren hatte, da gebar auch dieses Weib; und wir waren zusammen, kein Fremder war bei uns im Hause, nur wir beide waren im Hause.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.19">Und der Sohn dieses Weibes starb des Nachts, weil sie auf ihm gelegen hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.20">Und sie stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, während deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Busen; ihren toten Sohn aber legte sie an meinen Busen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.21">Als ich nun am Morgen aufstand, um meinen Sohn zu säugen, siehe, da war er tot; und ich betrachtete ihn am Morgen, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.22">Und das andere Weib sprach: Nein! sondern mein Sohn ist der lebendige, und dein Sohn ist der tote. Und jene sprach: Nein! sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebendige. Und so redeten sie vor dem König.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.23">Da sprach der König: Diese spricht: Dieser, der lebendige, ist mein Sohn, und dein Sohn ist der tote; und jene spricht: Nein! sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebendige.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.24">Und der König sprach: Holet mir ein Schwert. Und man brachte das Schwert vor den König.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.25">Und der König sprach: Teilet das lebendige Kind in zwei Teile, und gebet der einen die Hälfte und der anderen die Hälfte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.26">Da sprach das Weib, deren Sohn der lebendige war, zum König, denn ihr Innerstes wurde erregt über ihren Sohn, und sagte: Bitte mein Herr! gebet ihr das lebendige Kind und tötet es ja nicht! Jene aber sagte: Weder mein noch dein soll es sein, zerteilet es!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.27">Da antwortete der König und sprach: Gebet jener das lebendige Kind und tötet es ja nicht! sie ist seine Mutter.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.3.28">Und ganz Israel hörte das Urteil, das der König gefällt hatte, und sie fürchteten sich vor dem König; denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in ihm war, Recht zu üben.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.4">
        <verse osisID="1Kgs.4.1">Und so war der König Salomo König über ganz Israel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.2">Und dies sind die Obersten, die er hatte: Asarja, der Sohn Zadoks, war der Priester <note>{O. der vertraute Rat}</note>;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.3">Elichoreph und Achija, die Söhne Schischas, waren Schreiber; Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Geschichtsschreiber <note>{S. die Anm. zu 2. Sam. 8,16}</note>;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.4">und Benaja, der Sohn Jojadas, war über das Heer; und Zadok und Abjathar waren Priester;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.5">und Asarja, der Sohn Nathans, war über die Aufseher; und Sabut, der Sohn Nathans, war Krondiener <note>{O. geheimer Rat}</note>, des Königs Freund;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.6">und Achischar war über das Haus, und Adoniram, der Sohn Abdas, über die Fron <note>{O. die Abgaben}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.7">Und Salomo hatte zwölf Aufseher über ganz Israel, und sie versorgten den König und sein Haus; einen Monat im Jahre lag jedem die Versorgung ob.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.8">Und dies sind ihre Namen: Ben-Hur <note>{O. der Sohn Hurs; ebenso nachher}</note> im Gebirge Ephraim;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.9">Ben-Deker in Makaz und in Schaalbim und Beth-Semes und Elon-Beth-Hanan;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.10">Ben-Hesed in Arubboth: Er hatte Soko und das ganze Land Hepher.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.11">Ben-Abinadab hatte das ganze Hügelgebiet von Dor; Taphath, die Tochter Salomos, war sein Weib.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.12">Baana, der Sohn Ahiluds, hatte Taanak und Megiddo und ganz Beth-Schean, das neben Zarethan liegt, unterhalb Jisreel, von Beth-Schean bis Abel-Mehola, bis jenseits Jokmeam.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.13">Ben-Geber in Ramoth-Gilead; er hatte die Dörfer Jairs, des Sohnes Manasses, die in Gilead sind; er hatte den Landstrich Argob, der in Basan ist, sechzig grosse Städte mit Mauern und ehernen Riegeln.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.14">Achinadab, der Sohn Iddos, in Machanaim;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.15">Achimaaz in Naphtali; auch er hatte Basmath, die Tochter Salomos, zum Weibe genommen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.16">Baana, der Sohn Husais, in Aser und Bealoth;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.17">Josaphat, der Sohn Paruachs, in Issaschar;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.18">Simei, der Sohn Elas, in Benjamin;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.19">Geber, der Sohn Uris, im Lande Gilead, dem Lande Sihons, des Königs der Amoriter, und Ogs, des Königs von Basan; und nur ein Aufseher war in diesem Lande <note>{And. üb.: und er war der einzige Aufseher, der in diesem Lande war}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.4.20">Juda und Israel waren zahlreich, wie der Sand, der am Meere ist, an Menge; sie assen und tranken und waren fröhlich.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.5">
        <verse osisID="1Kgs.5.1">Und Salomo war Herrscher über alle Königreiche, von dem Strome <note>{dem Euphrat}</note> an bis zu dem Lande der Philister und bis zu der Grenze Ägyptens; sie brachten Geschenke und dienten Salomo alle Tage seines Lebens.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.2">Und der Speisebedarf <note>{W. das Brot; so auch Kap. 5,9}</note> Salomos für einen Tag war: dreissig Kor <note>{1 Kor = 10 Epha, ungefähr zweieinhalb Hektoliter}</note> Feinmehl und sechzig Kor Mehl,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.3">zehn gemästete Rinder und zwanzig Weiderinder und hundert Schafe; ohne die Hirsche und Gazellen und Damhirsche und das gemästete Geflügel <note>{And.: die gemästeten Gänse}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.4">Denn er herrschte über das ganze Land diesseit des Stromes, von Tiphsach <note>{Thapsakus, am westlichen Ufer des Euphrat}</note> bis Gasa, über alle Könige diesseit des Stromes; und er hatte Frieden auf allen Seiten ringsum.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.5">Und Juda und Israel wohnten in Sicherheit, ein jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerseba, alle Tage Salomos.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.6">Und Salomo hatte vierzigtausend Stände für Rosse zu seinen Wagen, und zwölftausend Reiter.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.7">Und jene Aufseher versorgten den König Salomo und alle, die zum Tische des Königs Salomo kamen, ein jeder in seinem Monat; sie liessen es an nichts fehlen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.8">Und die Gerste und das Stroh für die Rosse und für die Renner brachten sie <note>{O. brachte man}</note> an den Ort, wo er <note>{d.h. der König, oder der Aufseher}</note> war, ein jeder nach seiner Vorschrift.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.9">Und Gott gab Salomo Weisheit und sehr grosse Einsicht, und Weite des Herzens, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.10">Und die Weisheit Salomos war grösser als die Weisheit aller Söhne des Ostens und als alle Weisheit Ägyptens.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.11">Und er war weiser als alle Menschen, als Ethan, der Esrachiter, und Heman und Kalkol und Darda, die Söhne Machols. Und sein Name war unter allen Nationen ringsum.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.12">Und er redete dreitausend Sprüche, und seiner Lieder waren 1005.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.13">Und er redete über die Bäume, von der Zeder, die auf dem Libanon ist, bis zum Ysop, der an der Mauer herauswächst; und er redete über das Vieh und über die Vögel und über das Gewürm <note>{Eig. das sich Regende}</note> und über die Fische.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.14">Und man kam aus allen Völkern, um die Weisheit Salomos zu hören, von allen Königen der Erde her, die von seiner Weisheit gehört hatten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.15">Und <note>{2. Chron. 2}</note> Hiram, der König von Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo, denn er hatte gehört, dass man ihn zum König gesalbt hatte an seines Vaters Statt; denn Hiram war allezeit ein Freund Davids gewesen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.16">Und Salomo sandte zu Hiram und liess ihm sagen:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.17">Du weisst ja, dass mein Vater David nicht vermochte, dem Namen Jahwes, seines Gottes, ein Haus zu bauen, wegen der Kriege, mit welchen sie ihn umgaben, bis Jahwe sie unter seine Fusssohlen legte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.18">Nun aber hat Jahwe, mein Gott, mir Ruhe geschafft ringsum; da ist kein Widersacher mehr und kein schlimmes Begegnis.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.19">Und siehe, ich gedenke dem Namen Jahwes, meines Gottes, ein Haus zu bauen, so wie Jahwe zu meinem Vater David geredet und gesagt hat: Dein Sohn, den ich an deiner Statt auf deinen Thron setzen werde, der soll meinem Namen ein Haus bauen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.20">Und nun gebiete, dass man mir Zedern vom Libanon haue; und meine Knechte sollen mit deinen Knechten sein; und den Lohn deiner Knechte will ich dir geben nach allem, was du sagen wirst; denn du weisst ja, dass niemand unter uns ist, der Holz zu hauen versteht wie die Zidonier.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.21">Und es geschah, als Hiram die Worte Salomos hörte, da freute er sich sehr; und er sprach: Gepriesen sei heute Jahwe, der David einen weisen Sohn gegeben hat über dieses grosse Volk!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.22">Und Hiram sandte zu Salomo und liess ihm sagen: Ich habe gehört, was du mir entboten hast; ich will all dein Begehr tun betreffs des Zedernholzes und betreffs des Zypressenholzes.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.23">Meine Knechte sollen es vom Libanon an das Meer hinabbringen; und ich werde auf dem Meere Flösse daraus machen und sie bis an den Ort bringen lassen, den du mir angeben wirst, und dort will ich sie zerlegen lassen; und du sollst es abholen. Du aber sollst mein Begehr tun, indem du den Speisebedarf meines Hauses gibst.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.24">Und so gab Hiram dem Salomo Zedernholz und Zypressenholz nach all seinem Begehr.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.25">Salomo aber gab Hiram 20000 Kor Weizen zur Nahrung für sein Haus, und zwanzig Kor zerstossenes Öl: so gab Salomo dem Hiram Jahr für Jahr.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.26">Und Jahwe gab Salomo Weisheit, so wie er zu ihm geredet hatte; und es war Friede zwischen Hiram und Salomo, und sie machten einen Bund miteinander.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.27">Und der König Salomo hob Fronarbeiter aus ganz Israel aus, und der Fronarbeiter waren 30000 Mann.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.28">Und er schickte sie auf den Libanon, 10000 im Monat, wechselweise: einen Monat waren sie auf dem Libanon, zwei Monate in ihrem Hause; und Adoniram war über die Fronarbeiter.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.29">Und Salomo hatte 70000 Lastträger und 80000 Steinhauer im Gebirge,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.30">ohne die Oberaufseher Salomos, welche über die Arbeit waren, 3300, die über das Volk walteten, das an der Arbeit beschäftigt war.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.31">Und der König gebot, und sie brachen grosse Steine, wertvolle <note>{And.: schwere; so auch Kap. 7,9. 10. 11}</note> Steine, um den Grund des Hauses zu legen, behauene Steine.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.5.32">Und die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Gibliter <note>{S. Jos. 13,5; die Gibliter gehörten zu den Phöniziern}</note> behieben sie, und sie richteten das Holz und die Steine zum Bau des Hauses zu.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.6">
        <verse osisID="1Kgs.6.1">Und <note>{2. Chron. 3}</note> es geschah im 480. Jahre nach dem Auszuge der Kinder Israel aus dem Lande Ägypten, im vierten Jahre der Regierung Salomos über Israel, im Monat Siw, das ist der zweite Monat, da baute er Jahwe das Haus <note>{O. da baute er das Haus Jahwes}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.2">Und das Haus, das der König Salomo Jahwe baute: sechzig Ellen war seine Länge, und zwanzig Ellen seine Breite, und dreissig Ellen seine Höhe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.3">Und die Halle vor dem Tempel <note>{d.h. dem Heiligen}</note> des Hauses: zwanzig Ellen war ihre Länge vor der Breite des Hauses her; zehn Ellen war ihre Breite vor dem Hause her.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.4">Und er machte dem Hause Fenster, die mit unbeweglichen Querstäben vergittert waren.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.5">Und er baute an die Wand des Hauses Stockwerke ringsum, an die Wände des Hauses ringsum, des Tempels und des Sprachortes <note>{O. des Hinterraumes, so auch nachher}</note>; und er machte Seitenzimmer ringsum.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.6">Das untere Stockwerk: fünf Ellen war seine Breite, und das mittlere, sechs Ellen seine Breite, und das dritte, sieben Ellen seine Breite; denn er hatte aussen am Hause ringsum Absätze gemacht, um nicht in die Wände des Hauses einzugreifen <note>{nämlich durch die Balkenköpfe der einzelnen Stockwerke}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.7">Und das Haus wurde bei seiner Erbauung aus vollständig behauenen Steinen <note>{W. von vollständigen Steinen des Steinbruchs}</note> erbaut; und Hammer und Meissel, irgend ein eisernes Werkzeug, wurde nicht am Hause gehört, als es erbaut wurde.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.8">Der Eingang der mittleren <note>{Wahrsch. zu l.: der unteren}</note> Seitenzimmer war an der rechten <note>{d.i. südlichen}</note> Seite des Hauses; und mittelst Wendeltreppen stieg man zu den mittleren, und von den mittleren zu den dritten hinauf.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.9">Und er baute das Haus und vollendete es, und er deckte das Haus mit Balken und Reihen von Zedern.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.10">Und er baute die Stockwerke an das ganze Haus, fünf Ellen ihre Höhe; und sie waren mit dem Hause durch Zedernhölzer verbunden <note>{Eig. sie fassten an das Haus durch Zedernhölzer}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.11">Und das Wort Jahwes geschah zu Salomo, indem er sprach:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.12">Dieses Haus, das du baust - wenn du in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte tun und alle meine Gebote beobachten wirst, dass du darin wandelst, so werde ich dir mein Wort aufrecht halten, das ich zu deinem Vater David geredet habe;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.13">und ich werde inmitten der Kinder Israel wohnen und werde mein Volk Israel nicht verlassen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.14">Und Salomo baute das Haus und vollendete es. -</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.15">Und er baute die Wände des Hauses innerhalb mit Zedernbrettern; vom Fussboden des Hauses bis an die Wände der Decke überzog er sie innerhalb mit Holz; und er überzog den Fussboden des Hauses mit Zypressenbrettern.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.16">Und er baute die zwanzig Ellen an der Hinterseite des Hauses mit Zedernbrettern, vom Fussboden bis an die Wände <note>{O. sowohl den Fussboden als auch die Wände}</note>; und er baute sie ihm inwendig zum Sprachorte, zum Allerheiligsten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.17">Und das Haus, das ist der Tempel, vorn vor dem Sprachorte, war vierzig Ellen lang.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.18">Und das Zedernholz am Hause, inwendig, war Schnitzwerk von Koloquinthen und aufbrechenden Blumen <note>{And.: und Gehängen von Blumen; so auch V.29 usw.}</note>; alles war Zedernholz, kein Stein wurde gesehen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.19">Und den Sprachort im Innersten des Hauses richtete er zu, um die Lade des Bundes Jahwes dahin zu setzen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.20">und das Innere des Sprachortes <note>{Da diese Übersetzung zweifelhaft ist, so ist vielleicht zu l.: und der Sprachort}</note>: zwanzig Ellen die Länge, und zwanzig Ellen die Breite, und zwanzig Ellen seine Höhe; und er überzog ihn mit geläutertem Golde; auch den Zedernholzaltar überzog er damit.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.21">Und Salomo überzog das Haus inwendig mit geläutertem Golde; und er zog goldene Ketten vor dem Sprachorte her, und überzog ihn mit Gold.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.22">Und das ganze Haus überzog er mit Gold, das ganze Haus vollständig; auch den ganzen Altar, der zum Sprachorte gehörte, überzog er mit Gold.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.23">Und er machte im Sprachorte zwei Cherubim von Ölbaumholz, zehn Ellen ihre Höhe;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.24">und fünf Ellen mass der eine Flügel des Cherubs, und fünf Ellen der andere Flügel des Cherubs: zehn Ellen von dem einen Ende seiner Flügel bis zu dem anderen Ende seiner Flügel;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.25">und zehn Ellen mass der andere Cherub: beide Cherubim hatten ein Mass und einen Schnitt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.26">Die Höhe des einen Cherubs war zehn Ellen, und ebenso die des anderen Cherubs.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.27">Und er stellte die Cherubim in das innerste Haus; und die Cherubim breiteten die Flügel aus <note>{W. und man breitete die Flügel der Cherubim aus}</note>, so dass der Flügel des einen an diese Wand rührte, und der Flügel des anderen Cherubs an die andere Wand rührte; und ihre Flügel, nach der Mitte des Hauses zu, rührten Flügel an Flügel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.28">Und er überzog die Cherubim mit Gold.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.29">Und an allen Wänden des Hauses ringsum schnitzte er eingegrabenes Schnitzwerk von Cherubim und Palmen und aufbrechenden Blumen, innerhalb und ausserhalb.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.30">Und den Fussboden des Hauses überzog er mit Gold, innerhalb und ausserhalb.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.31">Und für den Eingang des Sprachortes machte er Türflügel von Ölbaumholz; die Einfassung, die Pfosten, bildeten den fünften Teil der Wand.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.32">Und in die zwei Türflügel von Ölbaumholz, darein schnitzte er Schnitzwerk von Cherubim und Palmen und aufbrechenden Blumen, und er überzog sie mit Gold: er breitete das Gold aus über die Cherubim und über die Palmen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.33">Und ebenso machte er für den Eingang des Tempels Pfosten von Ölbaumholz aus dem vierten Teile der Wand,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.34">und zwei Türflügel von Zypressenholz: aus zwei drehbaren Blättern war der eine Flügel, und aus zwei drehbaren Blättern der andere Flügel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.35">Und er schnitzte Cherubim und Palmen und aufbrechende Blumen ein und überzog sie mit Gold, geschlichtet über das Eingegrabene.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.36">Und er baute den inneren Hof aus drei Reihen behauener Steine und aus einer Reihe Zedernbalken.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.37">Im vierten Jahre wurde der Grund des Hauses Jahwes gelegt, im Monat Siw;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.6.38">und im elften Jahre, im Monat Bul, das ist der achte Monat, war das Haus vollendet nach allen seinen Stücken und nach all seiner Vorschrift <note>{O. Gebühr}</note>; und so baute er sieben Jahre daran.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.7">
        <verse osisID="1Kgs.7.1">Und an seinem Hause baute Salomo dreizehn Jahre, und er vollendete sein ganzes Haus.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.2">Und zwar baute er das Haus des Waldes Libanon, hundert Ellen seine Länge, und fünfzig Ellen seine Breite, und dreissig Ellen seine Höhe, auf vier Reihen von Zedernsäulen, und Zedernbalken auf den Säulen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.3">und es war mit Zedernholz gedeckt oben über den Seitenzimmern, die auf den Säulen waren, fünfundvierzig, fünfzehn in der Reihe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.4">Und der Balken waren drei Reihen <note>{Also wahrscheinlich 3 Stockwerke von je 15 Zimmern}</note>, und Fenster gegen Fenster, dreimal.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.5">Und alle Türöffnungen und Pfosten <note>{And. l.: Lichtöffnungen}</note> waren viereckig, mit Gebälk, und Fenster gegen Fenster, dreimal.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.6">Und er machte die Säulenhalle, fünfzig Ellen ihre Länge, und dreissig Ellen ihre Breite; und noch eine Halle vor derselben, und Säulen und einen Auftritt <note>{O. ein Dachgesims}</note> vor denselben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.7">Und er machte die Thronhalle, wo er richtete, die Halle des Gerichts; und sie war mit Zedernholz getäfelt, von Boden zu Boden.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.8">Und sein Haus, in welchem er wohnte, im anderen Hofe <note>{O. der andere Hof... war}</note> innerhalb der Halle, war gleich diesem Werke. Und Salomo baute auch der Tochter des Pharao, die er zum Weibe genommen hatte, ein Haus gleich dieser Halle.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.9">Das alles war aus wertvollen Steinen, aus Steinen, die nach dem Masse behauen waren, mit der Säge gesägt von innen und von aussen, und zwar von der Grundlage bis an die Kragsteine, und von aussen bis zu dem grossen Hofe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.10">Und die Grundlage bestand aus wertvollen Steinen, aus grossen Steinen, Steinen von zehn Ellen und Steinen von acht Ellen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.11">Und darüber her waren wertvolle Steine, Steine, die nach dem Masse behauen waren, und Zedernholz.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.12">Und der grosse Hof ringsum bestand aus drei Reihen behauener Steine und einer Reihe Zedernbalken; so war es auch mit dem inneren Hofe des Hauses Jahwes und mit der Halle des Hauses.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.13">Und der König Salomo sandte hin und liess Hiram von Tyrus holen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.14">Er war der Sohn einer Witwe aus dem Stamme Naphtali <note>{Vergl. 2. Chron. 2,14. Naphtali gehörte zu dem Panier des Lagers Dan. (S. 4. Mose 2,25-31)}</note> (sein Vater aber war ein Tyrer), ein Arbeiter in Erz; und er war voll Weisheit und Einsicht und Kenntnis, um allerlei Werk in Erz zu machen; und er kam zu dem König Salomo und machte sein ganzes Werk.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.15">Und er bildete die zwei Säulen von Erz: achtzehn Ellen die Höhe der einen Säule, und ein Faden von zwölf Ellen umfasste die andere Säule.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.16">Und er machte zwei Kapitäle, von Erz gegossen, um sie auf die Spitzen der Säulen zu setzen: fünf Ellen die Höhe des einen Kapitäls, und fünf Ellen die Höhe des anderen Kapitäls.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.17">Geflecht im Netzwerk, Schnüre in Kettenwerk waren an den Kapitälen, die auf der Spitze der Säulen waren: sieben an dem einen Kapitäl, und sieben an dem anderen Kapitäl.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.18">Und er machte Granatäpfel, und zwar zwei Reihen ringsum, über <note>{O. auf, an}</note> das eine Netzwerk, zur Bedeckung der Kapitäle, die auf der Spitze der Säulen waren; und ebenso machte er es an dem anderen Kapitäl.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.19">Und die Kapitäle die auf der Spitze der Säulen waren, waren wie die Lilienarbeit in der Halle, vier Ellen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.20">Und auch waren Kapitäle <note>{Es handelt sich hier wohl um den oberen Teil der gesamten Kapitäle}</note> auf den beiden Säulen oben, dicht an <note>{O. gleichlaufend mit}</note> dem Wulste, der jenseit des Flechtwerks war. Und der Granatäpfel waren zweihundert, in Reihen ringsum, an dem anderen Kapitäl.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.21">Und er richtete die Säulen auf bei der Halle <note>{O. gegen die Halle hin}</note> des Tempels: er richtete die rechte Säule auf und gab ihr den Namen Jakin <note>{Er wird feststellen, befestigen}</note>, und er richtete die linke Säule auf und gab ihr den Namen Boas <note>{In ihm ist Stärke}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.22">Und auf der Spitze der Säulen war Lilienarbeit. Und so wurde das Werk der Säulen vollendet.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.23">Und er machte das Meer, gegossen, zehn Ellen von seinem einen Rande bis zu seinem anderen Rande, gerundet ringsum, und fünf Ellen seine Höhe; und eine Schnur von dreissig Ellen umfasste es ringsum.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.24">Und unterhalb seines Randes umgaben es Koloquinthen ringsum, zehn auf die Elle, das Meer ringsum einschliessend; der Koloquinthen waren zwei Reihen, gegossen aus einem Gusse mit demselben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.25">Es stand auf zwölf Rindern: drei wandten sich gegen Norden, und drei wandten sich gegen Westen, und drei wandten sich gegen Süden, und drei wandten sich gegen Osten; und das Meer war auf denselben, oben darüber, und alle ihre Hinterteile waren nach innen gekehrt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.26">Und seine Dicke war eine Handbreit, und sein Rand wie die Arbeit eines Becherrandes, wie eine Lilienblüte; es fasste zweitausend Bath <note>{Vergl. Hes. 45,11 und die Anm. zu 1. Kön. 4, 22}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.27">Und er machte die zehn Gestelle von Erz: vier Ellen die Länge eines Gestelles, und vier Ellen seine Breite, und drei Ellen seine Höhe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.28">Und dies war die Arbeit der Gestelle: Es waren Felder an ihnen, und die Felder waren zwischen den Eckleisten <note>{O. Randleisten}</note>;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.29">und auf den Feldern, die zwischen den Eckleisten waren, waren Löwen, Rinder und Cherubim; und oben auf den Eckleisten ein Untersatz; und unterhalb der Löwen und der Rinder waren Kränze, in Form von Gehängen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.30">Und jedes Gestell hatte vier eherne Räder und eherne Achsen, und seine vier Füsse hatten Schulterstücke; unter dem Becken <note>{S. V.38}</note> waren die Schulterstücke angegossen; jenseit eines jeden waren die Kränze.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.31">Und seine Öffnung, innerhalb der Krone und aufwärts, war bei einer Elle, und ihre Öffnung war gerundet, Gestellarbeit <note>{d.h. nach Art eines Untersatzes, Säulenfusses}</note>, eine Elle und eine halbe Elle; und auch an ihrer Öffnung war Schnitzwerk. Und ihre Felder waren viereckig, nicht rund.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.32">Und die vier Räder waren unterhalb der Felder; und die Halter der Räder waren an dem Gestell; und die Höhe eines Rades war eine Elle und eine halbe Elle;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.33">und die Arbeit der Räder war wie die Arbeit eines Wagenrades; ihre Halter und ihre Felgen und ihre Speichen und ihre Naben - das Ganze war gegossen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.34">Und vier Schulterstücke waren an den vier Ecken eines Gestelles: aus dem Gestell <note>{d.h. aus einem Guss mit ihm}</note> waren seine Schulterstücke.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.35">Und am oberen Teile des Gestelles war eine Erhöhung von einer halben Elle, gerundet ringsum; und am oberen Teile des Gestelles waren seine Halter und seine Felder aus demselben <note>{d.h. aus einem Guss mit ihm}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.36">Und er grub in die Tafeln <note>{d.h. Flächen}</note> seiner Halter und in seine Felder Cherubim, Löwen und Palmen ein, nach dem Raume eines jeden, und Kränze ringsum.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.37">Auf diese Weise machte er die zehn Gestelle: ein Guss, ein Mass, ein Schnitt für sie alle.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.38">Und er machte zehn Becken von Erz: vierzig Bath fasste ein Becken; vier Ellen war ein Becken weit; je ein Becken war auf je einem Gestell von den zehn Gestellen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.39">Und er setzte die Gestelle, fünf auf die rechte Seite <note>{d.i. die Südseite}</note> des Hauses, und fünf auf die linke Seite <note>{d.i. die Nordseite}</note> des Hauses. Und das Meer setzte er auf die rechte Seite des Hauses ostwärts, gegen Süden.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.40">Und Hiram machte die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengschalen. - Und so vollendete Hiram die Arbeit des ganzen Werkes, das er dem König Salomo für das Haus Jahwes machte:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.41">zwei Säulen und die krugförmigen Kapitäle <note>{W. Krüge oder Kugeln der Kapitäle}</note>, die auf der Spitze der beiden Säulen waren; und die zwei Netzwerke zur Bedeckung der beiden krugförmigen Kapitäle, die auf der Spitze der Säulen waren;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.42">und die vierhundert Granatäpfel zu den beiden Netzwerken: zwei Reihen Granatäpfel zu jedem Netzwerk, zur Bedeckung der beiden krugförmigen Kapitäle, die oben auf den Säulen waren;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.43">und die zehn Gestelle, und die zehn Becken auf den Gestellen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.44">und das eine Meer, und die zwölf Rinder unter dem Meere;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.45">und die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengschalen. Und alle diese Geräte, welche Hiram dem König Salomo für das Haus Jahwes machte, waren von geglättetem Erz.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.46">Im Jordankreise liess der König sie giessen, in dichter Erde, zwischen Sukkoth und Zarethan.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.47">Und Salomo liess alle Geräte ungewogen vor übergrosser Menge, das Gewicht des Erzes wurde nicht untersucht.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.48">Und Salomo machte alle die Geräte, welche im Hause Jahwes waren: den goldenen Altar; und den goldenen Tisch, auf welchem, die Schaubrote lagen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.49">und die Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken vor dem Sprachorte, von geläutertem Golde; und die Blumen und die Lampen und die Lichtschneuzen von Gold;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.50">und die Becken und die Lichtmesser und die Sprengschalen und die Schalen und die Räucherpfannen von geläutertem Golde; und die Angeln zu den Türflügeln des inneren Hauses, des Allerheiligsten, und zu den Flügeltüren des Hauses, des Tempels, von Gold.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.7.51">Und so war das ganze Werk vollendet, das der König Salomo für das Haus Jahwes machte. Und Salomo brachte die geheiligten Dinge seines Vaters David hinein: das Silber und das Gold und die Geräte legte er in die Schatzkammern des Hauses Jahwes.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.8">
        <verse osisID="1Kgs.8.1">Damals <note>{2. Chron. 5,2}</note> versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser <note>{W. der Väter}</note> der Kinder Israel, zum König Salomo nach Jerusalem, um die Lade des Bundes Jahwes heraufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.2">Und alle Männer von Israel versammelten sich zum König Salomo im Monat Ethanim <note>{Sonst Tisri genannt, ein Teil von September und Oktober; das Laubhüttenfest fand am 15. dieses Monats statt. (S. 3. Mose 23,34)}</note>, das ist der siebte Monat, am Feste.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.3">Und es kamen alle Ältesten von Israel, und die Priester nahmen die Lade auf.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.4">Und sie brachten die Lade Jahwes hinauf, und das Zelt der Zusammenkunft und alle heiligen Geräte, die im Zelte waren: die Priester und die Leviten brachten sie hinauf.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.5">Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich zu ihm versammelt hatte und mit ihm vor der Lade stand, opferten Klein- und Rindvieh, das nicht gerechnet und nicht gezählt werden konnte vor Menge.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.6">Und die Priester brachten die Lade des Bundes Jahwes an ihren Ort, in den Sprachort des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.7">denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Ort der Lade, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.8">Und die Stangen waren so lang, dass die Spitzen der Stangen vom Heiligen aus an der Vorderseite des Sprachortes gesehen wurden; aber auswärts <note>{O. von aussen}</note> wurden sie nicht gesehen. Und sie sind daselbst bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.9">Nichts war in der Lade, als nur die beiden steinernen Tafeln, welche Mose am Horeb hineinlegte, als Jahwe einen Bund machte mit den Kindern Israel, als sie aus dem Lande Ägypten zogen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.10">Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligen hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus Jahwes;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.11">und die Priester vermochten wegen der Wolke nicht dazustehen, um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit Jahwes erfüllte das Haus Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.12">Damals <note>{2. Chron. 6,1}</note> sprach Salomo: Jahwe hat gesagt, dass er im Dunkel wohnen wolle.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.13">Gebaut habe ich dir ein Haus zur Wohnung, eine Stätte zu deinem Sitze für Ewigkeiten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.14">Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Versammlung Israels; und die ganze Versammlung Israels stand.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.15">Und er sprach: Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, der mit seinem Munde zu meinem Vater David geredet und mit seiner Hand es erfüllt hat, indem er sprach:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.16">Von dem Tage an, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich keine Stadt aus allen Stämmen Israels erwählt, um ein Haus zu bauen, damit mein Name daselbst wäre; aber ich habe David erwählt, dass er über mein Volk Israel wäre.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.17">Und es war in dem Herzen meines Vaters David, dem Namen Jahwes, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.18">Und Jahwe sprach zu meinem Vater David: Weil es in deinem Herzen gewesen ist, meinem Namen ein Haus zu bauen, so hast du wohlgetan, dass es in deinem Herzen gewesen ist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.19">Nur sollst du nicht das Haus bauen; sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorkommen wird, er soll meinem Namen das Haus bauen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.20">Und Jahwe hat sein Wort aufrecht gehalten, das er geredet hat; und ich bin aufgestanden an meines Vaters David Statt, und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, so wie Jahwe geredet hat, und habe dem Namen Jahwes, des Gottes Israels, das Haus gebaut;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.21">und ich habe daselbst einen Ort hergerichtet für die Lade, in welcher der Bund Jahwes ist, den er mit unseren Vätern gemacht hat, als er sie aus dem Lande Ägypten herausführte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.22">Und Salomo trat vor den Altar Jahwes angesichts der ganzen Versammlung Israels; und er breitete seine Hände aus gen Himmel und sprach:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.23">Jahwe, Gott Israels! kein Gott ist dir gleich im Himmel oben und auf der Erde unten, der du den Bund und die Güte deinen Knechten bewahrst, die vor dir wandeln mit ihrem ganzen Herzen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.24">der du deinem Knechte David, meinem Vater, gehalten, was du zu ihm geredet hast: du hast es mit deinem Munde geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es an diesem Tage ist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.25">Und nun, Jahwe, Gott Israels, halte deinem Knechte David, meinem Vater, was du zu ihm geredet hast, indem du sprachst: Es soll dir nicht an einem Manne fehlen vor meinem Angesicht, der da sitze auf dem Throne Israels, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg achthaben, dass sie vor mir wandeln, so wie du vor mir gewandelt hast.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.26">Und nun, Gott Israels, mögen sich doch deine Worte bewähren, die du zu deinem Knechte David, meinem Vater, geredet hast! -</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.27">Aber sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel und der Himmel Himmel können dich nicht fassen; wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.28">Doch wende dich zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, Jahwe, mein Gott, dass du hörest auf das Rufen und auf das Gebet, welches dein Knecht heute vor dir betet:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.29">dass deine Augen Nacht und Tag offen seien über dieses Haus, über den Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name soll daselbst sein! dass du hörest auf das Gebet, welches dein Knecht gegen diesen Ort hin beten wird.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.30">Und höre auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie gegen diesen Ort hin richten werden; und höre du an der Stätte deiner Wohnung, im Himmel, ja, höre und vergib!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.31">Wenn jemand wider seinen Nächsten sündigt, und man ihm einen Eid auflegt, um ihn schwören zu lassen, und er kommt und schwört vor deinem Altar in diesem Hause:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.32">so höre du im Himmel und handle und richte deine Knechte, indem du den Schuldigen schuldig sprichst, dass du seinen Weg auf seinen Kopf bringst, und indem du den Gerechten gerecht sprichst, dass du ihm gibst nach seiner Gerechtigkeit.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.33">Wenn dein Volk Israel vor dem Feinde geschlagen wird, weil sie wider dich gesündigt haben, und sie kehren zu dir um und bekennen deinen Namen, und beten und flehen zu dir in diesem Hause:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.34">so höre du im Himmel und vergib die Sünde deines Volkes Israel; und bringe sie in das Land zurück, das du ihren Vätern gegeben hast.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.35">Wenn der Himmel verschlossen, und kein Regen sein wird, weil sie wider dich gesündigt haben, und sie beten gegen diesen Ort hin und bekennen deinen Namen und kehren um von ihrer Sünde, weil du sie demütigst:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.36">so höre du im Himmel und vergib die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel, dass <note>{O. indem}</note> du ihnen den guten Weg zeigest, auf welchem sie wandeln sollen; und gib Regen auf dein Land, das du deinem Volke zum Erbteil gegeben hast.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.37">Wenn eine Hungersnot im Lande sein wird, wenn Pest sein wird, wenn Kornbrand, Vergilben des Getreides, Heuschrecken oder Grillen <note>{Eig. Vertilger; eine Heuschreckenart}</note> sein werden; wenn sein Feind es belagert im Lande seiner Tore, wenn irgend eine Plage, irgend eine Krankheit sein wird:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.38">welches Gebet, welches Flehen irgend geschehen wird von irgend einem Menschen, von deinem ganzen Volke Israel, wenn sie erkennen werden ein jeder die Plage seines Herzens, und er seine Hände ausbreitet gegen dieses Haus hin:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.39">so höre du im Himmel, der Stätte deiner Wohnung, und vergib, und tue und gib einem jeden nach allen seinen Wegen, wie du sein Herz kennst - denn du, du allein kennst das Herz aller Menschenkinder; -</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.40">auf dass sie dich fürchten alle die Tage, die sie in dem Lande leben werden, das du unseren Vätern gegeben hast.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.41">Und auch auf den Fremden, der nicht von deinem Volke Israel ist - kommt er aus fernem Lande um deines Namens willen</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.42">(denn sie werden hören von deinem grossen Namen und deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm), kommt er und betet gegen dieses Haus hin:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.43">so höre du im Himmel, der Stätte deiner Wohnung, und tue nach allem, um was der Fremde zu dir rufen wird; auf dass alle Völker der Erde deinen Namen erkennen, damit sie dich fürchten, wie dein Volk Israel, und damit sie erkennen, dass dieses Haus, welches ich gebaut habe, nach deinem Namen genannt wird <note>{O. dass dein Name über diesem Hause angerufen wird. (Vergl. 1. Chron. 13,6)}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.44">Wenn dein Volk ausziehen wird zum Streit wider seinen Feind, auf dem Wege, den du sie senden wirst, und sie zu Jahwe beten nach der Stadt hin, die du erwählt hast, und dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.45">so höre im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen, und führe ihr Recht aus.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.46">Wenn sie wider dich sündigen, - denn da ist kein Mensch, der nicht sündigte - und du über sie erzürnst und sie vor dem Feinde dahingibst und ihre Besieger <note>{W. diejenigen, welche sie gefangen führen}</note> sie gefangen wegführen in das Land des Feindes, ein fernes oder ein nahes;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.47">und sie nehmen es zu Herzen in dem Lande, wohin sie gefangen weggeführt sind, und kehren um und flehen zu dir in dem Lande derer, die sie gefangen weggeführt haben, und sprechen: Wir haben gesündigt und haben verkehrt gehandelt, wir haben gesetzlos gehandelt;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.48">und sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele in dem Lande ihrer Feinde, die sie gefangen weggeführt haben, und sie beten zu dir nach ihrem Lande hin, das du ihren Vätern gegeben, nach der Stadt, die du erwählt hast, und dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.49">so höre im Himmel, der Stätte deiner Wohnung, ihr Gebet und ihr Flehen, und führe ihr Recht aus;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.50">und vergib deinem Volke, was sie gegen dich gesündigt haben, und alle ihre Übertretungen, womit sie wider dich übertreten haben; und lass sie Barmherzigkeit finden vor denen, die sie gefangen weggeführt haben, dass sie sich ihrer erbarmen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.51">denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du herausgeführt hast aus Ägypten, mitten aus dem eisernen Schmelzofen: -</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.52">so dass deine Augen offen seien für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel, dass du auf sie hörest in allem, um was sie zu dir rufen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.53">Denn du, du hast sie ausgesondert, dir zum Erbteil aus allen Völkern der Erde, so wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsere Väter aus Ägypten herausführtest, Herr, Jahwe!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.54">Und es geschah, als Salomo geendigt hatte, dieses ganze Gebet und Flehen an Jahwe zu richten, stand er auf vor <note>{Eig. von vor}</note> dem Altar Jahwes von dem Beugen seiner Knie, indem seine Hände gen Himmel ausgebreitet waren;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.55">und er stand und segnete die ganze Versammlung Israels mit lauter Stimme und sprach:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.56">Gepriesen sei Jahwe, der seinem Volke Israel Ruhe gegeben, nach allem, was er geredet hat! Kein einziges Wort ist dahingefallen von allen seinen guten Worten <note>{Eig. von all seinem guten Worte}</note>, die er durch seinen Knecht Mose geredet hat.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.57">Jahwe, unser Gott, sei mit uns, so wie er mit unseren Vätern gewesen ist; er verlasse uns nicht und verstosse uns nicht:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.58">um unser Herz zu ihm zu neigen, damit wir auf allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote und seine Satzungen und seine Rechte beobachten, die er unseren Vätern geboten hat.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.59">Und diese meine Worte, die ich vor Jahwe gefleht habe, mögen Jahwe, unserem Gott, nahe sein Tag und Nacht, dass er das Recht seines Knechtes und das Recht seines Volkes Israel ausführe, je nachdem der Tag es erfordert <note>{Eig. das zu einem Tage Gehörige an seinem Tage}</note>;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.60">damit alle Völker der Erde erkennen, dass Jahwe Gott <note>{W. der Gott, d.i. der wahre Gott}</note> ist, keiner mehr.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.61">Und euer Herz sei ungeteilt mit Jahwe, unserem Gott, um in seinen Satzungen zu wandeln und seine Gebote zu beobachten, wie es an diesem Tage ist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.62">Und der König und ganz Israel mit ihm opferten Schlachtopfer vor Jahwe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.63">Und Salomo schlachtete als Friedensopfer, das er Jahwe opferte, 22000 Rinder und 120000 Schafe <note>{Eig. Stück Kleinvieh}</note>. Und der König und alle Kinder Israel weihten das Haus Jahwes ein.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.64">An selbigem Tage heiligte der König die Mitte des Hofes, die vor dem Hause Jahwes lag; denn er opferte daselbst das Brandopfer und das Speisopfer und die Fettstücke der Friedensopfer; denn der eherne Altar, der vor Jahwe stand, war zu klein, um das Brandopfer und das Speisopfer und die Fettstücke der Friedensopfer zu fassen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.65">Und so feierten Salomo und ganz Israel mit ihm, eine grosse Versammlung, von dem Eingang Hamaths bis an den Fluss Ägyptens, zu selbiger Zeit das Fest <note>{S. die Anm. zu V.2}</note> vor Jahwe, unserem Gott, sieben Tage und sieben Tage, vierzehn Tage.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.8.66">Am achten Tage entliess er das Volk; und sie segneten den König und gingen nach ihren Zelten, fröhlich und guten Mutes wegen all des Guten, das Jahwe seinem Knechte David und seinem Volke Israel erwiesen hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.9">
        <verse osisID="1Kgs.9.1">Und <note>{2. Chron. 7,11}</note> es geschah, als Salomo den Bau des Hauses Jahwes und des Hauses des Königs und alles Begehren Salomos, das ihm zu machen gefiel, vollendet hatte,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.2">da erschien Jahwe dem Salomo zum zweiten Male, wie er ihm zu Gibeon erschienen war.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.3">Und Jahwe sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und dein Flehen gehört, das du vor mir gefleht hast; ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, geheiligt, um meinen Namen dahin zu setzen auf ewig; und meine Augen und mein Herz sollen daselbst sein allezeit.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.4">Und du, wenn du vor mir wandeln wirst, so wie dein Vater David gewandelt hat, in Lauterkeit des Herzens und in Geradheit, dass du tust nach allem, was ich dir geboten habe, und wenn du meine Satzungen und meine Rechte beobachten wirst,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.5">so werde ich den Thron deines Königtums über Israel befestigen ewiglich, so wie ich zu deinem Vater David geredet habe, indem ich sprach: Es soll dir nicht an einem Manne fehlen auf dem Throne Israels.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.6">Wenn ihr aber, ihr und eure Kinder, euch hinter mir abwenden und meine Gebote, meine Satzungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht beobachten werdet, und werdet hingehen und anderen Göttern dienen und euch vor ihnen niederbeugen,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.7">so werde ich Israel ausrotten aus dem Lande, das ich ihnen gegeben; und das Haus, welches ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegwerfen; und Israel wird zum Sprichwort und zur Spottrede werden unter allen Völkern.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.8">Und dieses Haus, das erhaben war, - <note>{So nach der Alexandr. Übersetzung. Im hebr. Texte steht: wird erhaben sein. Vergl. 2. Chron. 7,21}</note> jeder, der an demselben vorbeigeht, wird sich entsetzen und zischen. Und man wird sagen: Warum hat Jahwe diesem Lande und diesem Hause also getan?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.9">Und man wird sagen: Darum, dass sie Jahwe, ihren Gott, der ihre Väter aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat, verlassen und andere Götter angenommen <note>{W. ergriffen}</note> und sich vor ihnen niedergebeugt und ihnen gedient haben: darum hat Jahwe all dieses Unglück über sie gebracht.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.10">Und <note>{2. Chron. 8}</note> es geschah am Ende von zwanzig Jahren, während welcher Salomo die beiden Häuser, das Haus Jahwes und das Haus des Königs, gebaut hatte, -</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.11">Hiram, der König von Tyrus, hatte Salomo mit Zedernholz und mit Zypressenholz und mit Gold nach all seinem Begehr unterstützt - damals gab der König Salomo dem Hiram zwanzig Städte im Lande Galiläa.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.12">Und Hiram zog von Tyrus aus, um die Städte zu besehen, die Salomo ihm gegeben hatte; und sie waren nicht recht in seinen Augen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.13">Und er sprach: Was sind das für Städte, die du mir gegeben hast, mein Bruder! Und er <note>{O. man}</note> nannte sie das Land Kabul bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.14">Hiram hatte nämlich dem König 120 Talente Gold gesandt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.15">Und dies ist die Sache mit der Fron, welche der König Salomo aushob, um das Haus Jahwes zu bauen und sein Haus und das Millo <note>{Wall, Burg; vergl. Richter 9,6; 2. Sam. 5,9}</note> und die Mauer von Jerusalem, und Hazor und Megiddo und Geser.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.16">(Der Pharao, der König von Ägypten, war heraufgezogen und hatte Geser eingenommen und es mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter, die in der Stadt wohnten, erschlagen; und er hatte es seiner Tochter, dem Weibe Salomos, als Mitgift gegeben.)</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.17">Und Salomo baute Geser und Unter-Beth-Horon</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.18">und Baalath, und Tadmor <note>{Nach and. Lesart: Tamar}</note> in der Wüste, im Lande;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.19">und alle Vorratsstädte, die Salomo hatte, und die Wagenstädte und die Reiterstädte; und was Salomo Lust hatte zu bauen in Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.20">Alles Volk, das übriggeblieben war von den Amoritern, den Hethitern, den Perisitern, den Hewitern und den Jebusitern, die nicht von den Kindern Israel waren:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.21">ihre Söhne, die nach ihnen im Lande übriggeblieben waren, welche die Kinder Israel nicht zu verbannen vermocht hatten, die hob Salomo zu Fronarbeitern aus bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.22">Aber aus den Kindern Israel machte Salomo keine Sklaven, sondern sie waren Kriegsleute und seine Knechte und seine Obersten und seine Anführer <note>{S. die Anm. zu 2. Sam. 23,8}</note>, und Oberste seiner Wagen und seiner Reiter.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.23">Dies sind die Oberaufseher, welche über das Werk Salomos waren: 550, die über das Volk walteten, das an dem Werke arbeitete.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.24">Sobald die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids in ihr Haus hinaufgezogen war, das er ihr erbaut hatte, da baute er das Millo.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.25">Und Salomo opferte dreimal im Jahre Brandopfer und Friedensopfer auf dem Altar, den er Jahwe erbaut hatte; und er räucherte auf dem, der vor Jahwe stand. Und er vollendete das Haus.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.26">Und der König Salomo machte eine Flotte zu Ezjon-Geber, das bei Eloth, am Ufer des Schilfmeeres, im Lande Edom liegt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.27">Und Hiram sandte auf der Flotte seine Knechte, Schiffsleute, die des Meeres kundig waren, mit den Knechten Salomos.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.9.28">Und sie kamen nach Ophir und holten von dort Gold, 420 Talente, und brachten es zu dem König Salomo.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.10">
        <verse osisID="1Kgs.10.1">Und <note>{2. Chron. 9}</note> die Königin von Scheba hörte den Ruf Salomos wegen des Namens Jahwes; und sie kam, um ihn mit Rätseln zu versuchen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.2">Und sie kam nach Jerusalem mit einem sehr grossen Zuge, mit Kamelen, die Gewürze und Gold trugen in sehr grosser Menge und Edelsteine. Und sie kam zu Salomo und redete zu ihm alles, was in ihrem Herzen war.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.3">Und Salomo erklärte ihr alles, um was sie fragte <note>{W. alle ihre Sachen}</note>; keine Sache war vor dem König verborgen, die er ihr nicht erklärt hätte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.4">Und als die Königin von Scheba all die Weisheit Salomos sah, und das Haus, das er gebaut hatte,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.5">und die Speise seines Tisches, und das Sitzen seiner Knechte, und das Aufwarten <note>{W. das Stehen}</note> seiner Diener, und ihre Kleidung und seine Mundschenken <note>{O. seine Schenkeinrichtung}</note>, und seinen Aufgang, auf welchem er in das Haus Jahwes hinaufging, da geriet sie ausser sich</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.6">und sprach zu dem König: Das Wort ist Wahrheit gewesen, das ich in meinem Lande über deine Sachen und über deine Weisheit gehört habe;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.7">und ich habe den Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und meine Augen es gesehen haben. Und siehe, nicht die Hälfte ist mir berichtet worden; du übertriffst an Weisheit und Gut das Gerücht, das ich gehört habe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.8">Glückselig sind deine Leute, glückselig diese deine Knechte, die beständig vor dir stehen, die deine Weisheit hören!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.9">Gepriesen sei Jahwe, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat, dich auf den Thron Israels zu setzen! Weil Jahwe Israel ewiglich liebt, hat er dich zum König eingesetzt, um Recht und Gerechtigkeit zu üben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.10">Und sie gab dem König 120 Talente Gold und Gewürze in sehr grosser Menge und Edelsteine; nie wieder ist eine solche Menge Gewürz gekommen wie dieses, welches die Königin von Scheba dem König Salomo gab.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.11">(Und auch die Flotte Hirams, die Gold aus Ophir holte, brachte aus Ophir Sandelholz in sehr grosser Menge und Edelsteine.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.12">Und der König machte von dem Sandelholz ein Geländer <note>{O. einen Aufstieg; Die Bedetung des hebr. Wortes ist ungewiss}</note> für das Haus Jahwes und für das Haus des Königs, und Lauten und Harfen für die Sänger; also ist kein Sandelholz gekommen noch gesehen worden bis auf diesen Tag.)</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.13">Und der König Salomo gab der Königin von Scheba all ihr Begehr, das sie verlangte, ausser dem, was er ihr gab nach der Freigebigkeit <note>{O. dem Vermögen. (W. der Hand)}</note> des Königs Salomo. Und sie wandte sich und zog in ihr Land, sie und ihre Knechte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.14">Und das Gewicht des Goldes, welches dem Salomo in einem Jahre einkam, war 666 Talente Gold,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.15">ausser dem, was von den Krämern und dem Handel der Kaufleute und von allen Königen Arabiens <note>{So nach 2. Chron. 9, 14; hier steht wie in Jer. 25,24: ereb, d.h. der gemischten Bevölkerung}</note> und den Statthaltern des Landes einkam.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.16">Und der König Salomo machte zweihundert Schilde <note>{Hier der grosse Schild, der den ganzen Mann deckte}</note> von getriebenem Golde: sechshundert Sekel Gold zog er über jeden Schild;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.17">und dreihundert Tartschen von getriebenem Golde: drei Minen Gold zog er über jede Tartsche; und der König tat sie in das Haus des Waldes Libanon.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.18">Und der König machte einen grossen Thron von Elfenbein und überzog ihn mit gereinigtem Golde.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.19">Sechs Stufen waren an dem Throne, und der obere Teil des Thrones war hinten gerundet; und Armlehnen waren auf dieser und auf jener Seite an der Stelle des Sitzes, und zwei Löwen standen neben den Armlehnen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.20">und zwölf Löwen standen da auf den sechs Stufen, auf dieser und auf jener Seite. Desgleichen ist nicht gemacht worden in irgend einem Königreiche.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.21">Und alle Trinkgefässe des Königs Salomo waren von Gold, und alle Geräte des Hauses des Waldes Libanon waren von geläutertem Golde; nichts war von Silber, es wurde in den Tagen Salomos für nichts geachtet.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.22">Denn der König hatte eine Tarsisflotte auf dem Meere mit der Flotte Hirams; einmal in drei Jahren kam die Tarsisflotte, beladen mit Gold und Silber, Elfenbein und Affen und Pfauen <note>{Viell. Elfenbein und Ebenholz und Affen. Vergl. Hes. 27,15}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.23">Und der König Salomo war grösser als alle Könige der Erde an Reichtum und an Weisheit.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.24">Und die ganze Erde suchte das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hören, die Gott in sein Herz gegeben hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.25">Und sie brachten ein jeder sein Geschenk: Geräte von Silber und Geräte von Gold, und Gewänder und Waffen, und Gewürze, Rosse und Maultiere, jährlich die Gebühr des Jahres.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.26">Und <note>{2. Chron. 1,14}</note> Salomo brachte zusammen Wagen und Reiter, und er hatte 1400 Wagen und 12000 Reiter; und er verlegte sie in die Wagenstädte und zu dem König nach Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.27">Und der König machte das Silber in Jerusalem den Steinen gleich, und die Zedern machte er den Sykomoren gleich, die in der Niederung <note>{S. die Anm. zu 5. Mose 1,7}</note> sind, an Menge.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.28">Und die Ausfuhr der Rosse für Salomo geschah aus Ägypten; und ein Zug Handelsleute des Königs holte einen Zug um Geld <note>{Eig. um den Kaufpreis}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.10.29">Und ein Wagen kam herauf und wurde ausgeführt aus Ägypten um 600 Sekel Silber, und ein Ross um150. Und also führte man für alle Könige der Hethiter und für die Könige von Syrien durch ihre Hand aus <note>{O. Und also führten sie mit sich aus für alle Könige usw.}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.11">
        <verse osisID="1Kgs.11.1">Und der König Salomo liebte viele fremde Weiber, und zwar neben der Tochter des Pharao: moabitische, ammonitische, edomitische, zidonische, hethitische,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.2">von den Nationen, von welchen Jahwe zu den Kindern Israel gesagt hatte: Ihr sollt nicht unter sie kommen, und sie sollen nicht unter euch kommen; gewiss, sie würden euer Herz neigen ihren Göttern nach! An diesen hing Salomo mit Liebe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.3">Und er hatte an Weibern siebenhundert Fürstinnen <note>{d.h. Weiber von fürstlichem Range}</note> und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigten sein Herz.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.4">Und es geschah zur Zeit, als Salomo alt war, da neigten seine Weiber sein Herz anderen Göttern nach; und sein Herz war nicht ungeteilt mit Jahwe, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.5">Und Salomo wandelte der Astoreth nach, der Gottheit der Zidonier, und dem Milkom, dem Greuel der Ammoniter.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.6">Und Salomo tat, was böse war in den Augen Jahwes, und er folgte Jahwe nicht völlig nach wie sein Vater David.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.7">Damals baute Salomo eine Höhe dem Kamos <note>{Hebr. Kemosch}</note>, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor <note>{d.h. östlich von}</note> Jerusalem liegt, und dem Molech, dem Greuel der Kinder Ammon.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.8">Und also tat er für alle seine fremden Weiber, die ihren Göttern räucherten und opferten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.9">Da erzürnte Jahwe wider Salomo, weil er sein Herz von Jahwe, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.10">und ihm betreffs dieser Sache geboten hatte, nicht anderen Göttern nachzuwandeln; aber er beobachtete nicht, was Jahwe geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.11">Und Jahwe sprach zu Salomo: Darum dass solches bei dir gewesen ist, und du meinen Bund nicht beobachtest hast und meine Satzungen, die ich dir geboten habe, so werde ich dir das Königreich gewisslich entreissen und es deinem Knechte geben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.12">Doch in deinen Tagen will ich es nicht tun, um deines Vaters David willen: aus der Hand deines Sohnes werde ich es reissen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.13">nur will ich ihm nicht das ganze Königreich entreissen: einen Stamm will ich deinem Sohne geben, um meines Knechtes David willen und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.14">Und Jahwe erweckte Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter; er war vom königlichen Samen in Edom.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.15">Es geschah nämlich, als David in Edom war <note>{Wahrsch. ist mit and. zu l.: Edom schlug}</note>, als Joab, der Heeroberste, hinaufzog, um die Erschlagenen zu begraben, und er alles Männliche in Edom erschlug</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.16">(denn Joab blieb sechs Monate daselbst mit ganz Israel, bis er alles Männliche in Edom ausgerottet hatte):</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.17">da entfloh Hadad, er und edomitische Männer von den Knechten seines Vaters mit ihm, um sich nach Ägypten zu begeben; Hadad war aber ein kleiner Knabe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.18">Und sie machten sich auf aus Midian und kamen nach Paran; und sie nahmen Männer aus Paran mit sich und kamen nach Ägypten zu dem Pharao, dem König von Ägypten. Und er gab ihm ein Haus und wies ihm Speise an und gab ihm Land.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.19">Und Hadad fand grosse Gnade in den Augen des Pharao, und er gab ihm die Schwester seines Weibes, die Schwester der Königin Thachpenes, zum Weibe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.20">Und die Schwester der Thachpenes gebar ihm Genubath, seinen Sohn; und Thachpenes pflegte ihn im Hause des Pharao; und so war Genubath im Hause des Pharao, unter den Söhnen des Pharao.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.21">Und als Hadad in Ägypten hörte, dass David sich zu seinen Vätern gelegt hatte, und dass Joab, der Heeroberste, tot war, da sprach Hadad zu dem Pharao: Entlasse mich, dass ich in mein Land ziehe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.22">Und der Pharao sprach zu ihm: Was mangelt dir bei mir? Und siehe, du begehrst in dein Land zu ziehen? Und er sprach: Nichts; aber entlasse mich doch!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.23">Und Gott erweckte ihm einen Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas, der von Hadadeser, dem König von Zoba, seinem Herrn, geflohen war.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.24">Und er sammelte Männer um sich und wurde Oberster einer Schar, als David die Zobaiter <note>{W. sie. Vergl. 2. Sam. 8,3. 4}</note> tötete; und sie zogen nach Damaskus und wohnten darin, und sie regierten in Damaskus.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.25">Und er wurde ein Widersacher Israels, alle Tage Salomos, und zwar neben dem Übel, das Hadad tat; und er verabscheute Israel, und er wurde König über Syrien <note>{H. Aram}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.26">Und Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephratiter <note>{d.h. ein Ephraimiter; vergl. Richter 12,5}</note>, von Zereda (und der Name seiner Mutter war Zerua, eine Witwe), ein Knecht Salomos, auch er erhob die Hand wider den König.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.27">Und dies war die Sache, warum er die Hand wider den König erhob: Salomo baute das Millo und schloss die Lücke <note>{Wahrsch. die Schlucht zwischen Zion und Ophel, wodurch die Befestigung Jerusalems vollendet wurde}</note> der Stadt seines Vaters David.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.28">Der Mann Jerobeam aber war ein wackerer Mann; und als Salomo den Jüngling sah, dass er arbeitsam war, bestellte er ihn über alle Lastarbeiter des Hauses Joseph.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.29">Und es geschah zu selbiger Zeit, als Jerobeam einmal aus Jerusalem hinausging, da fand ihn der Prophet Achija, der Siloniter, auf dem Wege; und er hatte sich in ein neues Oberkleid gehüllt, und sie beide waren allein auf dem Felde.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.30">Da fasste Achija das neue Oberkleid, das er anhatte, und zerriss es in zwölf Stücke;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.31">und er sprach zu Jerobeam: Nimm dir zehn Stücke; denn so spricht Jahwe, der Gott Israels: Siehe, ich will das Königreich aus der Hand Salomos reissen und will dir zehn Stämme geben</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.32">(aber einen Stamm soll er behalten um meines Knechtes David willen und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich erwählt habe aus allen Stämmen Israels);</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.33">darum, dass sie mich verlassen und sich niedergebeugt haben vor Astoreth, der Gottheit der Zidonier, vor Kamos, dem Gott der Moabiter, und vor Milkom, dem Gott der Kinder Ammon, und nicht auf meinen Wegen gewandelt haben, zu tun, was recht ist in meinen Augen, und meine Satzungen und meine Rechte zu beobachten, wie sein Vater David.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.34">Doch will ich nicht das ganze Königreich aus seiner Hand nehmen, sondern will ihn zum Fürsten setzen alle Tage seines Lebens, um meines Knechtes David willen, den ich erwählt habe, der meine Gebote und meine Satzungen beobachtet hat.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.35">Aber aus der Hand seines Sohnes will ich das Königreich nehmen und es dir geben, die zehn Stämme;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.36">und seinem Sohne will ich einen Stamm geben, auf dass mein Knecht David alle Tage eine Leuchte vor mir habe in Jerusalem, der Stadt, die ich mir erwählt habe, um meinen Namen dahin zu setzen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.37">Und dich will ich nehmen, dass du regierest über alles, was deine Seele begehren wird, und König seiest über Israel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.38">Und es wird geschehen, wenn du hören wirst auf alles, was ich dir gebiete, und auf meinen Wegen wandeln und tun wirst, was recht ist in meinen Augen, indem du meine Satzungen und meine Gebote beobachtest, wie mein Knecht David getan hat, so werde ich mit dir sein und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich es dem David gebaut habe, und werde dir Israel geben;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.39">und ich werde den Samen Davids um deswillen demütigen, doch nicht für immer. -</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.40">Und Salomo suchte Jerobeam zu töten; da machte Jerobeam sich auf und entfloh nach Ägypten zu Sisak <note>{H. Schischak}</note>, dem König von Ägypten; und er war in Ägypten bis zum Tode Salomos.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.41">Und das Übrige der Geschichte <note>{Eig. der Handlungen, Begebenheiten}</note> Salomos und alles, was er getan hat, und seine Weisheit, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Geschichte Salomos?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.42">Und die Tage, die Salomo zu Jerusalem über ganz Israel regierte, waren vierzig Jahre.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.11.43">Und Salomo legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben in der Stadt seines Vaters David. Und Rehabeam, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.12">
        <verse osisID="1Kgs.12.1">Und <note>{2. Chron. 10}</note> Rehabeam ging nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.2">Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, es hörte (er war aber noch in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, und Jerobeam wohnte in Ägypten;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.3">und sie sandten hin und riefen ihn); da kamen Jerobeam und die ganze Versammlung Israels, und sie redeten zu Rehabeam und sprachen:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.4">Dein Vater hat unser Joch hart gemacht; du aber, erleichtere nun den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er auf uns gelegt hat, so wollen wir dir dienen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.5">Und er sprach zu ihnen: Gehet hin noch drei Tage, dann kommet wieder zu mir. Und das Volk ging hin.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.6">Und der König Rehabeam beriet sich mit den Alten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch am Leben war, und sprach: Wie ratet ihr, diesem Volke Antwort zu geben?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.7">Und sie redeten zu ihm und sprachen: Wenn du heute dieses Volkes Knecht wirst und ihnen dienst und sie erhörst und gütige Worte zu ihnen redest, so werden sie deine Knechte sein alle Tage.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.8">Aber er verliess den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten; und er beriet sich mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, die vor ihm standen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.9">Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volke zur Antwort geben, welches zu mir geredet und gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.10">Und die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, redeten zu ihm und sprachen: So sollst du zu diesem Volke sprechen, das zu dir geredet und gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht, du aber erleichtere es uns; so sollst du zu ihnen reden: Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.11">Nun denn, mein Vater hat euch ein schweres Joch aufgeladen, ich aber will zu eurem Joche hinzutun; mein Vater hat euch mit Geisseln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen <note>{d.h. Stachelpeitschen}</note> züchtigen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.12">Und Jerobeam und alles Volk kam am dritten Tage zu Rehabeam, so wie der König geredet und gesagt hatte: Kommet wieder zu mir am dritten Tage.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.13">Und der König antwortete dem Volke hart und verliess den Rat der Alten, den sie ihm gegeben hatten;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.14">und er redete zu ihnen nach dem Rate der Jungen und sprach: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will zu eurem Joche hinzutun; mein Vater hat euch mit Geisseln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.15">So hörte der König nicht auf das Volk; denn es war eine Wendung von seiten Jahwes, auf dass er sein Wort aufrecht hielte, welches Jahwe durch Achija, den Siloniter, zu Jerobeam, dem Sohne Nebats, geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.16">Und als ganz Israel sah, dass der König nicht auf sie hörte, da gab das Volk dem König Antwort und sprach: Was haben wir für Teil an David? und wir haben kein Erbteil am Sohne Isais! Zu deinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Hause, David! - Und Israel ging nach seinen Zelten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.17">Die Kinder Israel aber, die in den Städten Judas wohnten, über sie wurde Rehabeam König.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.18">Und der König Rehabeam sandte Adoram, der über die Fron war; aber ganz Israel steinigte ihn, und er starb. Da eilte der König Rehabeam, den Wagen zu besteigen, um nach Jerusalem zu fliehen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.19">So fiel Israel vom Hause Davids ab bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.20">Und es geschah, als ganz Israel hörte, dass Jerobeam zurückgekehrt wäre, da sandten sie hin und riefen ihn zu der Gemeinde, und machten ihn zum König über ganz Israel. Niemand folgte dem Hause Davids, ausser dem Stamme Juda allein.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.21">Und <note>{2. Chron. 11}</note> Rehabeam kam nach Jerusalem; und er versammelte das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, 180000 auserlesene Krieger, um mit dem Hause Israel zu streiten, damit er das Königreich an Rehabeam, den Sohn Salomos, zurückbrächte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.22">Da geschah das Wort Gottes zu Schemaja, dem Manne Gottes, also:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.23">Sage zu Rehabeam, dem Sohne Salomos, dem König von Juda, und zu dem ganzen Hause Juda und Benjamin und zu dem übrigen Volke, und sprich:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.24">So spricht Jahwe: Ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht mit euren Brüdern, den Kindern Israel, streiten; kehret um, ein jeder nach seinem Hause, denn von mir aus ist diese Sache geschehen. Und sie hörten auf das Wort Jahwes und zogen wieder zurück nach dem Worte Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.25">Und Jerobeam baute Sichem im Gebirge Ephraim und wohnte darin; und er zog von dannen aus und baute Pnuel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.26">Und Jerobeam sprach in seinem Herzen: Nun wird das Königreich an das Haus David zurückkommen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.27">Wenn dieses Volk hinaufziehen wird, um im Hause Jahwes zu Jerusalem Schlachtopfer zu opfern, so wird das Herz dieses Volkes sich zu ihrem Herrn zurückwenden, zu Rehabeam, dem König von Juda; und sie werden mich töten und sich zu Rehabeam, dem König von Juda, zurückwenden.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.28">Da beriet sich der König und machte zwei goldene Kälber. Und er sprach zu dem Volke <note>{W. zu Ihnen}</note>: Es ist zu viel für euch, nach Jerusalem hinaufzuziehen; siehe da, Israel, deine Götter, die dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt haben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.29">Und er stellte das eine in Bethel auf, und das andere tat er nach Dan.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.30">Und diese Sache wurde zur Sünde, und das Volk ging vor das eine hin bis nach Dan.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.31">Auch baute er Höhenhäuser, und machte Priester aus sämtlichem Volke, die nicht von den Kindern Levi waren.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.32">Und Jerobeam machte ein Fest im achten Monat, am fünfzehnten Tage des Monats, wie das Fest, das in Juda stattfand <note>{das Laubhüttenfest, welches am 15. des siebenten Monats gefeiert wurde}</note>, und er opferte auf dem Altar. Ebenso tat er zu Bethel, indem er den Kälbern opferte, die er gemacht hatte; und er bestellte in Bethel die Priester der Höhen, die er gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.12.33">Und er opferte auf dem Altar, den er zu Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tage im achten Monat, in dem Monat, den er aus seinem Herzen erdacht hatte; und er machte den Kindern Israel ein Fest, und opferte auf dem Altar und räucherte <note>{Eig. indem er räucherte; od. um zu räuchern}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.13">
        <verse osisID="1Kgs.13.1">Und siehe, ein Mann Gottes kam aus Juda, durch das Wort Jahwes, nach Bethel, und Jerobeam stand bei dem Altar, um zu räuchern.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.2">Und er rief aus wider den Altar durch das Wort Jahwes und sprach: Altar, Altar! so spricht Jahwe: Siehe, ein Sohn wird dem Hause Davids geboren werden, Josia sein Name; und er wird auf dir die Priester der Höhen schlachten, die auf dir räuchern, und man wird Menschengebeine auf dir verbrennen!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.3">Und er gab an selbigem Tage ein Zeichen und sprach: Dies ist das Zeichen, von dem Jahwe geredet hat: Siehe, der Altar wird reissen und die Fettasche, die darauf ist, verschüttet werden.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.4">Und es geschah, als der König das Wort des Mannes Gottes hörte, das er wider den Altar zu Bethel ausgerufen hatte, da streckte Jerobeam seine Hand aus von dem Altar herab und sprach: Greifet ihn! Da verdorrte seine Hand, die er wider ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.5">Und der Altar riss, und die Fettasche wurde vom Altar verschüttet, nach dem Zeichen, welches der Mann Gottes durch das Wort Jahwes gegeben hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.6">Da antwortete der König und sprach zu dem Manne Gottes: Flehe doch Jahwe, deinen Gott, an und bete für mich, dass meine Hand mir wiedergegeben werde <note>{Eig. wieder zu mir komme; so auch nachher}</note>. Und der Mann Gottes flehte Jahwe an, und die Hand des Königs wurde ihm wiedergegeben und war wie zuvor.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.7">Und der König redete zu dem Manne Gottes: Komm mit mir ins Haus und stärke dich, und ich will dir ein Geschenk geben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.8">Aber der Mann Gottes sprach zu dem König: Wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, so würde ich nicht mit dir hingehen; und ich werde kein Brot essen und kein Wasser trinken an diesem Orte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.9">Denn also ist mir geboten worden durch das Wort Jahwes und gesagt: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken, und du sollst nicht auf dem Wege zurückkehren, den du gegangen bist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.10">Und er ging auf einem anderen Wege und kehrte nicht auf dem Wege zurück, auf welchem er nach Bethel gekommen war.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.11">Ein alter Prophet aber wohnte zu Bethel; und einer seiner Söhne <note>{W. sein Sohn}</note> kam und erzählte ihm alles, was der Mann Gottes an dem Tage zu Bethel getan hatte; die Worte, die er zum König geredet hatte, die erzählten sie auch ihrem Vater.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.12">Und ihr Vater sprach zu ihnen: Welchen Weg ist er gegangen? Und seine Söhne hatten den Weg gesehen <note>{Nach and. Lesart: zeigten ihm den Weg}</note>, den der Mann Gottes gegangen, der aus Juda gekommen war.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.13">Da sprach er zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihm den Esel, und er ritt darauf.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.14">Und er ritt dem Manne Gottes nach und fand ihn unter einer <note>{O. der}</note> Terebinthe sitzen; und er sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen ist? Und er sprach: Ich bin's.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.15">Da sprach er zu ihm: Komm mit mir nach Hause und iss Brot.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.16">Er aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren und mit dir hineingehen, und ich werde kein Brot essen und kein Wasser mit dir trinken an diesem Orte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.17">Denn ein Wort ist zu mir geschehen durch das Wort Jahwes: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser daselbst trinken; du sollst nicht auf dem Wege zurückkehren, auf welchem du gegangen bist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.18">Und er sprach zu ihm: Auch ich bin ein Prophet, wie du; und ein Engel hat zu mir geredet durch das Wort Jahwes und gesagt: Bringe ihn mit dir in dein Haus zurück, dass er Brot esse und Wasser trinke. Er belog ihn.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.19">Da kehrte er mit ihm zurück, und ass Brot in seinem Hause und trank Wasser.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.20">Und es geschah, während sie zu Tische sassen, da geschah das Wort Jahwes zu dem Propheten, der ihn zurückgebracht hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.21">Und er rief dem Manne Gottes zu, der aus Juda gekommen war, und sprach: So spricht Jahwe: Darum dass du gegen den Befehl Jahwes widerspenstig gewesen bist und nicht beobachtet hast das Gebot, das Jahwe, dein Gott, dir geboten hat,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.22">und bist umgekehrt und hast Brot gegessen und Wasser getrunken an dem Orte, von welchem er zu dir geredet hat: Iss kein Brot und trinke kein Wasser! so soll dein Leichnam nicht in das Grab deiner Väter kommen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.23">Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und nachdem er getrunken hatte, da sattelte er ihm, dem Propheten, den er zurückgebracht hatte, den Esel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.24">Und er zog fort; und es fand ihn ein Löwe auf dem Wege und tötete ihn. Und sein Leichnam lag hingestreckt auf dem Wege, und der Esel stand daneben, und der Löwe stand neben dem Leichnam.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.25">Und siehe, da gingen Leute vorüber und sahen den Leichnam hingestreckt auf dem Wege, und den Löwen neben dem Leichnam stehen; und sie kamen und sagten es in der Stadt, in welcher der alte Prophet wohnte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.26">Als nun der Prophet, der ihn von dem Wege zurückgeführt hatte, es hörte, sprach er: Das ist der Mann Gottes, der gegen den Befehl Jahwes widerspenstig gewesen ist; und so hat Jahwe ihn dem Löwen preisgegeben: der hat ihn zerrissen und getötet, nach dem Worte Jahwes, das er zu ihm geredet hat.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.27">Und er redete zu seinen Söhnen und sprach: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihn.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.28">Und er ritt hin und fand seinen Leichnam hingestreckt auf dem Wege, und den Esel und den Löwen neben dem Leichnam stehen; der Löwe hatte den Leichnam nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.29">Und der Prophet hob den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel und brachte ihn zurück. Und er kam in die Stadt des alten Propheten, um ihn zu beklagen und zu begraben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.30">Und er legte seinen Leichnam in sein eigenes Grab; und man klagte über ihn: Ach, mein Bruder!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.31">Und es geschah, nachdem er ihn begraben hatte, da sprach er zu seinen Söhnen und sagte: Wenn ich gestorben bin, so begrabet mich in dem Grabe, in welchem der Mann Gottes begraben ist; leget meine Gebeine neben seine Gebeine.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.32">Denn das Wort wird gewisslich geschehen, welches er durch das Wort Jahwes ausgerufen hat wider den Altar, der zu Bethel ist, und wider alle Höhenhäuser, die in den Städten Samarias sind.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.33">Nach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam nicht um von seinem bösen Wege; und er machte wiederum aus sämtlichem Volke Priester der Höhen: wer Lust hatte, den weihte er, dass er ein Priester der Höhen würde.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.13.34">Und diese Sache wurde dem Hause Jerobeams zur Sünde, und zur Vertilgung und zur Vernichtung vom Erdboden hinweg.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.14">
        <verse osisID="1Kgs.14.1">Zu selbiger Zeit erkrankte Abija, der Sohn Jerobeams.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.2">Und Jerobeam sprach zu seinem Weibe: Mache dich doch auf und verstelle dich, damit man nicht wisse, dass du das Weib Jerobeams bist, und gehe hin nach Silo: Siehe, daselbst ist Achija, der Prophet; er ist es, der über mich geredet hat, dass ich König über dieses Volk sein würde.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.3">Und nimm mit dir zehn Brote und Backwerk und einen Krug Honig und gehe zu ihm; er wird dir kundtun, was dem Knaben geschehen wird.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.4">Und das Weib Jerobeams tat also: Sie machte sich auf und ging nach Silo und kam in das Haus Achijas. Achija aber konnte nicht sehen, denn seine Augen waren starr wegen seines Alters.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.5">Und Jahwe hatte zu Achija gesagt: Siehe, das Weib Jerobeams kommt, um etwas von dir zu erfragen betreffs ihres Sohnes, denn er ist krank; so und so sollst du zu ihr reden; es wird aber geschehen, wenn sie hereinkommt, so wird sie sich fremd stellen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.6">Und es geschah, als Achija das Geräusch ihrer Füsse hörte, als sie zum Eingang hereinkam, da sprach er: Komm herein, Weib Jerobeams! warum stellst du dich denn fremd? Ich aber bin mit hartem Worte zu dir gesandt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.7">Gehe hin, sprich zu Jerobeam: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Weil ich dich aus der Mitte des Volkes erhoben und dich als Fürst gesetzt habe über mein Volk Israel,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.8">und das Königreich dem Hause Davids entrissen und es dir gegeben habe; du aber nicht gewesen bist wie mein Knecht David, der meine Gebote beobachtet hat und mir nachgefolgt ist mit seinem ganzen Herzen, dass er nur tat, was recht ist in meinen Augen;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.9">sondern hast es ärger gemacht als alle, die vor dir gewesen sind, und bist hingegangen und hast dir andere Götter und gegossene Bilder gemacht, um mich zu reizen, und hast mich hinter deinen Rücken geworfen:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.10">darum, siehe, will ich Unglück über das Haus Jerobeams bringen, und ich werde von Jerobeam ausrotten, was männlich ist, den Gebundenen und den Freien in Israel; und ich werde hinter dem Hause Jerobeams her ausfegen, wie man den Kot ausfegt, bis es mit ihm aus ist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.11">Wer von Jerobeam in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen; denn Jahwe hat es geredet!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.12">Und du, mache dich auf, gehe nach deinem Hause; wenn deine Füsse in die Stadt eintreten, wird das Kind sterben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.13">Und ganz Israel wird um ihn klagen und ihn begraben; denn von Jerobeam wird dieser allein in ein Grab kommen, weil an ihm etwas Gutes gegen Jahwe, den Gott Israels, gefunden worden ist im Hause Jerobeams.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.14">Und Jahwe wird sich einen König über Israel erwecken, der das Haus Jerobeams ausrotten wird an jenem Tage; und was? Sogar jetzt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.15">Und Jahwe wird Israel schlagen, wie das Rohr im Wasser schwankt; und er wird Israel herausreissen aus diesem guten Lande, das er ihren Vätern gegeben hat, und wird sie zerstreuen jenseit des Stromes, darum dass sie ihre Ascherim gemacht haben, indem sie Jahwe reizten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.16">Und er wird Israel dahingeben um der Sünden Jerobeams willen, die er begangen und wodurch er Israel sündigen gemacht hat.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.17">Und das Weib Jerobeams machte sich auf und ging und kam nach Tirza; sie war eben an die Schwelle des Hauses gekommen, da starb der Knabe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.18">Und ganz Israel begrub ihn und klagte um ihn, nach dem Worte Jahwes, das er durch seinen Knecht Achija, den Propheten, geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.19">Und das Übrige der Geschichte Jerobeams, wie er gestritten und wie er regiert hat, siehe, das ist geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.20">Und die Tage, die Jerobeam regierte, waren 22 Jahre; und er legte sich zu seinen Vätern. Und Nadab, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.21">Und <note>{2. Chron. 12}</note> Rehabeam, der Sohn Salomos, regierte in Juda. Einundvierzig Jahre war Rehabeam alt, als er König wurde, und er regierte siebzehn Jahre zu Jerusalem, der Stadt, die Jahwe aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen dorthin zu setzen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammonitin.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.22">Und Juda tat, was böse war in den Augen Jahwes; und sie reizten ihn zur Eifersucht durch ihre Sünden, die sie begingen, mehr als alles, was ihre Väter getan hatten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.23">Und auch sie bauten sich Höhen und Bildsäulen <note>{O. Denksteine}</note> und Ascherim auf jedem hohen Hügel und unter jedem grünen Baume.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.24">Und es waren auch Buhler <note>{S. die Anm. zu 5. Mose 23,17}</note> im Lande; sie taten nach allen Greueln der Nationen, die Jahwe vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.25">Und es geschah im fünften Jahre des Königs Rehabeam, da zog Sisak, der König von Ägypten, wider Jerusalem herauf.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.26">Und er nahm die Schätze des Hauses Jahwes weg und die Schätze des Hauses des Königs, ja, alles nahm er weg; und er nahm alle goldenen Schilde weg, die Salomo gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.27">Und der König Rehabeam machte an ihrer Statt eherne Schilde, und er befahl sie unter die Hand der Obersten der Läufer, die den Eingang des Hauses des Königs bewachten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.28">Und es geschah: So oft der König in das Haus Jahwes ging, trugen die Läufer dieselben, und brachten sie dann wieder in das Gemach der Läufer zurück.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.29">Und das Übrige der Geschichte Rehabeams und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.30">Und es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam alle ihre Tage.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.14.31">Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammonitin. Und Abijam, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.15">
        <verse osisID="1Kgs.15.1">Und <note>{2. Chron. 13}</note> im achtzehnten Jahre des Königs Jerobeam, des Sohnes Nebats, wurde Abijam König über Juda.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.2">Er regierte drei Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Maaka, die Tochter Absaloms.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.3">Und er wandelte in allen Sünden seines Vaters, welche dieser vor ihm getan hatte; und sein Herz war nicht ungeteilt <note>{Eig. vollständig}</note> mit Jahwe, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.4">Dennoch gab ihm Jahwe, sein Gott, um Davids willen eine Leuchte in Jerusalem, indem er seinen Sohn nach ihm erweckte <note>{Eig. aufstehen liess}</note> und Jerusalem bestehen liess;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.5">weil David getan hatte, was recht war in den Augen Jahwes und von allem, was er ihm geboten hatte, nicht abgewichen war alle Tage seines Lebens, ausser in der Sache Urijas, des Hethiters.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.6">Und es war Krieg zwischen Rehabeam <note>{And. l.: Abijam}</note> und Jerobeam alle Tage seines Lebens.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.7">Und das Übrige der Geschichte Abijams und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda? Und es war Krieg zwischen Abijam und Jerobeam.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.8">Und Abijam legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt Davids. Und Asa, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.9">Und <note>{2. Chron. 14-16}</note> im zwanzigsten Jahre Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asa König über Juda.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.10">Und er regierte 41 Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter <note>{d.h. seiner Grossmutter; s. Vers 2}</note> war Maaka, die Tochter Absaloms.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.11">Und Asa tat, was recht war in den Augen Jahwes, wie sein Vater David.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.12">Und er schaffte die Buhler aus dem Lande und tat alle Götzen <note>{S.die Anm. zu 3. Mose 26,30. So auch Kap. 21,26}</note> hinweg, die seine Väter gemacht hatten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.13">Und auch Maaka, seine Mutter, die setzte er ab, dass sie nicht mehr Königin wäre, weil sie der Aschera ein Götzenbild <note>{Eig. einen Gegenstand des Schreckens. And. üb.: ein Schandbild}</note> gemacht hatte; und Asa rottete ihr Götzenbild <note>{Eig. einen Gegenstand des Schreckens. And. üb.: ein Schandbild}</note> aus und verbrannte es im Tale Kidron.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.14">Die Höhen aber wichen nicht; doch das Herz Asas war ungeteilt <note>{Eig. vollständig}</note> mit Jahwe alle seine Tage.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.15">Und er brachte die geheiligten Dinge seines Vaters und seine geheiligten Dinge in das Haus Jahwes: Silber und Gold und Geräte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.16">Und <note>{2. Chron. 16}</note> es war Krieg zwischen Asa und Baesa, dem König von Israel, alle ihre Tage.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.17">Und Baesa, der König von Israel, zog wider Juda herauf; und er baute Rama, um Asa, dem König von Juda, niemand aus- und eingehen zu lassen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.18">Da nahm Asa alles Silber und Gold, das in den Schätzen des Hauses Jahwes übrig war, und die Schätze des Hauses des Königs, und gab sie in die Hand seiner Knechte; und der König Asa sandte sie zu Ben-Hadad, dem Sohne Tabrimmons, des Sohnes Hesjons, dem König von Syrien, der zu Damaskus wohnte, und liess ihm sagen:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.19">Ein Bund ist zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater. Siehe, ich sende dir ein Geschenk an Silber und Gold: wohlan! brich deinen Bund mit Baesa, dem König von Israel, dass er von mir abziehe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.20">Und Ben-Hadad hörte auf den König Asa, und er sandte seine Heerobersten wider die Städte Israels und schlug Ijon und Dan und Abel-Beth-Maaka, und ganz Kinneroth nebst dem ganzen Lande Naphtali.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.21">Und es geschah, als Baesa es hörte, da liess er von dem Bau Ramas ab und blieb in Tirza.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.22">Der König Asa aber liess ganz Juda aufrufen, keiner war frei; und sie schafften die Steine Ramas und das Holz weg, womit Baesa gebaut hatte; und der König Asa baute damit Geba-Benjamin und Mizpa.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.23">Und das Übrige der ganzen Geschichte Asas und alle seine Macht <note>{O. Tapferkeit, Machttaten; so auch Kap. 16,5. 27.; 22, 45 usw.}</note>, und alles, was er getan, und die Städte, die er gebaut hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda? Doch zur Zeit seines Alters erkrankte er an seinen Füssen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.24">Und Asa legte sich zu seinen Vätern, und er wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt seines Vaters David. Und <note>{2. Chron. 17-20}</note> Josaphat, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.25">Und Nadab, der Sohn Jerobeams, wurde König über Israel im zweiten Jahre Asas, des Königs von Juda; und er regierte zwei Jahre über Israel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.26">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes, und wandelte auf dem Wege seines Vaters und in seiner Sünde, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.27">Und Basea, der Sohn Achijas, vom Hause Issaschar, machte eine Verschwörung wider ihn; und Basea erschlug ihn zu Gibbethon, welches den Philistern gehörte, als Nadab und ganz Israel Gibbethon belagerten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.28">Und Baesa tötete ihn im dritten Jahre Asas, des Königs von Juda, und ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.29">Und es geschah, sobald er König geworden war, erschlug er das ganze Haus Jerobeams; er liess von Jerobeam nichts übrig, was Odem hatte, bis er ihn vertilgt hatte, nach dem Worte Jahwes, das er durch seinen Knecht Achija, den Siloniter, geredet hatte:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.30">wegen der Sünden Jerobeams, die er begangen und wodurch er Israel sündigen gemacht, durch seine Reizung, wodurch er Jahwe, den Gott Israels, gereizt hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.31">Und das Übrige der Geschichte Nadabs und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.32">Und es war Krieg zwischen Asa und Baesa, dem König von Israel, alle ihre Tage.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.33">Im dritten Jahre Asas, des Königs von Juda, wurde Baesa, der Sohn Achijas, König über ganz Israel zu Tirza, 24 Jahre.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.15.34">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes und wandelte auf den Wegen Jerobeams und in seiner Sünde, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.16">
        <verse osisID="1Kgs.16.1">Und es geschah das Wort Jahwes zu Jehu, dem Sohne Hananis, wider Baesa also:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.2">Weil ich dich aus dem Staube erhoben und dich als Fürst über mein Volk Israel gesetzt habe, du aber auf dem Wege Jerobeams gewandelt und mein Volk Israel sündigen gemacht hast, so dass sie mich reizen durch ihre Sünden:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.3">siehe, so werde ich hinter Baesa und hinter seinem Hause her ausfegen und werde dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.4">Wer von Baesa in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer von ihm auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.5">Und das Übrige der Geschichte Baesas und was er getan hat, und seine Macht, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.6">Und Baesa legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben zu Tirza. Und Ela, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.7">Und auch war durch Jehu, den Sohn Hananis, den Propheten, das Wort Jahwes wider Baesa und wider sein Haus ergangen, sowohl wegen all des Bösen, das er in den Augen Jahwes getan hatte, um ihn durch das Tun seiner Hände zu reizen, so dass er dem Hause Jerobeams gleich war, als auch weil er dieses erschlagen hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.8">Im 26. Jahre Asas, des Königs von Juda, wurde Ela, der Sohn Baesas, König über Israel zu Tirza, zwei Jahre.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.9">Und sein Knecht Simri, der Oberste über die Hälfte der Wagen, machte eine Verschwörung wider ihn. Er aber trank und berauschte sich zu Tirza, im Hause Arzas, der über das Haus zu Tirza war.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.10">Und Simri kam herein und erschlug ihn und tötete ihn im 27. Jahre Asas, des Königs von Juda; und er ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.11">Und es geschah, als er König war, sobald er auf seinem Throne sass, erschlug er das ganze Haus Baesas; er liess nichts von ihm übrig, was männlich war, weder seine Blutsverwandten noch seine Freunde.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.12">So vertilgte Simri das ganze Haus Baesas nach dem Worte Jahwes, das er durch Jehu, den Propheten, wider Baesa geredet hatte:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.13">wegen all der Sünden Baesas und der Sünden Elas, seines Sohnes, die sie begangen und wodurch sie Israel sündigen gemacht hatten, so dass sie Jahwe, den Gott Israels, reizten durch ihre nichtigen Götzen <note>{W. ihre Nichtigkeiten}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.14">Und das Übrige der Geschichte Elas und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.15">Im 27. Jahre Asas, des Königs von Juda, regierte Simri sieben Tage zu Tirza. Das Volk belagerte nämlich Gibbethon <note>{Kap. 15,27}</note>, welches den Philistern gehörte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.16">Und als das belagernde Volk sagen hörte: Simri hat eine Verschwörung gemacht, und hat auch den König erschlagen, da machte ganz Israel Omri, den Heerobersten, zum König über Israel, an selbigem Tage, im Lager.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.17">Und Omri, und ganz Israel mit ihm, zog von Gibbethon hinauf, und sie belagerten Tirza.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.18">Und es geschah, als Simri sah, dass die Stadt eingenommen war, da ging er in die Burg des Königshauses und verbrannte das Königshaus über sich mit Feuer und starb:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.19">wegen seiner Sünden, die er begangen hatte, indem er tat, was böse war in den Augen Jahwes, indem er wandelte auf dem Wege Jerobeams und in seiner Sünde, die er getan, so dass er Israel sündigen gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.20">Und das Übrige der Geschichte Simris und seine Verschwörung, die er gemacht hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.21">Damals teilte sich das Volk Israel in zwei Hälften: die eine Hälfte des Volkes folgte Tibni, dem Sohne Ginaths, um ihn zum König zu machen; und die andere Hälfte folgte Omri.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.22">Aber das Volk, welches Omri folgte, überwältigte das Volk, welches Tibni, dem Sohne Ginaths, folgte; und Tibni starb, und Omri wurde König.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.23">Im 31. Jahre Asas, des Königs von Juda, wurde Omri König über Israel, zwölf Jahre; zu Tirza regierte er sechs Jahre.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.24">Und er kaufte den Berg Samaria <note>{H. Schomeron}</note> von Schemer um zwei Talente Silber; und er bebaute den Berg und gab der Stadt, die er gebaut hatte, den Namen Samaria, nach dem Namen Schemers, des Herrn des Berges.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.25">Und Omri tat, was böse war in den Augen Jahwes; und er machte es ärger als alle, die vor ihm gewesen waren.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.26">Und er wandelte auf allen Wegen <note>{W. auf allem Wege}</note> Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in seinen Sünden, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte, so dass sie Jahwe, den Gott Israels, reizten durch ihre nichtigen Götzen <note>{W. ihre Nichtigkeiten}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.27">Und das Übrige der Geschichte Omris, was er getan, und seine Macht, die er ausgeübt hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.28">Und Omri legte sich zu seinen Vätern, und er wurde zu Samaria begraben. Und Ahab, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.29">Und Ahab, der Sohn Omris, wurde König über Israel im 38. Jahre Asas, des Königs von Juda; und Ahab, der Sohn Omris, regierte über Israel zu Samaria 22 Jahre.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.30">Und Ahab, der Sohn Omris, tat, was böse war in den Augen Jahwes, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.31">Und es geschah - war es zu wenig, dass er in den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wandelte? - dass er Isebel, die Tochter Ethbaals, des Königs der Zidonier, zum Weibe nahm; und er ging hin und diente dem Baal und beugte sich vor ihm nieder.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.32">Und er errichtete dem Baal einen Altar im Hause des Baal, das er zu Samaria gebaut hatte;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.33">auch machte Ahab die Aschera <note>{d.i. die zum Baalstempel gehörige Aschera; vergl. 2. Kön. 13,6}</note>. Und Ahab tat mehr, um Jahwe, den Gott Israels, zu reizen, als alle Könige von Israel, die vor ihm gewesen waren.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.16.34">In seinen Tagen baute Hiel, der Betheliter, Jericho wieder auf. Mit Abiram <note>{Eig. um, gegen; d.h. um den Preis von}</note>, seinem Erstgeborenen, legte er ihren Grund, und mit Segub <note>{Eig. um, gegen; d.h. um den Preis von}</note>, seinem Jüngsten, stellte er ihre Tore auf, nach dem Worte Jahwes, das er durch Josua, den Sohn Nuns, geredet hatte <note>{Jos. 6,26}</note>.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.17">
        <verse osisID="1Kgs.17.1">Und Elia <note>{H. Elijah: Jah ist mein Gott}</note>, der Tisbiter, von den Beisassen Gileads <note>{And.: von Tischbe-Gilead}</note>, sprach zu Ahab: So wahr Jahwe lebt, der Gott Israels, vor dessen Angesicht ich stehe, wenn es in diesen Jahren Tau und Regen geben wird, es sei denn auf mein Wort!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.2">Und es geschah das Wort Jahwes zu ihm also:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.3">Gehe von hinnen und wende dich nach Osten, und verbirg dich am Bache Krith, der vor <note>{d.h. östlich von}</note> dem Jordan ist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.4">Und es soll geschehen, aus dem Bache wirst du trinken, und ich habe den Raben geboten, dich daselbst zu versorgen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.5">Und er ging hin und tat nach dem Worte Jahwes: er ging hin und blieb am Bache Krith, der vor dem Jordan ist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.6">Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen, und Brot und Fleisch am Abend, und er trank aus dem Bache.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.7">Und es geschah nach Verlauf einer Zeit, da vertrocknete der Bach, denn es war kein Regen im Lande.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.8">Da geschah das Wort Jahwes zu ihm also:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.9">Mache dich auf, gehe nach Zarpath <note>{H. Zarephath; Gr. Sarepta}</note>, das zu Zidon gehört, und bleibe daselbst; siehe ich habe daselbst einer Witwe geboten, dich zu versorgen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.10">Und er machte sich auf und ging nach Zarpath; und als er an den Eingang der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe daselbst, die Holz auflas. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäss, dass ich trinke!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.11">Und als sie hinging, um es zu holen, rief er ihr zu und sprach: Hole mir doch einen Bissen Brot in deiner Hand!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.12">Und sie sprach: So wahr Jahwe, dein Gott lebt, wenn ich einen Kuchen <note>{d.h. Brotkuchen}</note> habe ausser einer Handvoll Mehl im Topfe und ein wenig Öl im Kruge! und siehe, ich lese ein paar Holzstücke auf und will hineingehen und es mir und meinem Sohne bereiten, dass wir es essen und dann sterben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.13">Und Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! gehe hinein, tue nach deinem Worte; doch bereite mir zuerst einen kleinen Kuchen davon und bringe ihn mir heraus; und dir und deinem Sohne bereite danach.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.14">Denn so spricht Jahwe, der Gott Israels: Das Mehl im Topfe soll nicht ausgehen, und das Öl im Kruge nicht abnehmen <note>{Eig. der Mehltopf soll nicht ausgehen und der Ölkrug soll nicht abnehmen; so auch V.16}</note> bis auf den Tag, da Jahwe Regen geben wird auf den Erdboden.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.15">Und sie ging hin und tat nach dem Worte Elias; und sie ass, er und sie, und ihr Haus, viele Tage.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.16">Das Mehl im Topfe ging nicht aus, und das Öl im Kruge nahm nicht ab, nach dem Worte Jahwes, das er durch Elia geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.17">Und es geschah nach diesen Dingen, da wurde der Sohn des Weibes, der Hauswirtin, krank; und seine Krankheit wurde sehr schwer, so dass kein Odem mehr in ihm blieb.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.18">Da sprach sie zu Elia: Was haben wir miteinander zu schaffen, Mann Gottes? Du bist <note>{O. Bist du ...?}</note> zu mir gekommen, um meine Ungerechtigkeit ins Gedächtnis zu bringen und meinen Sohn zu töten!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.19">Und er sprach zu ihr: Gib mir deinen Sohn her. Und er nahm ihn von ihrem Schosse <note>{Eig. Busen}</note> und brachte ihn hinauf in das Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Bett.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.20">Und er rief zu Jahwe und sprach: Jahwe, mein Gott, hast du gar an der Witwe, bei der ich mich aufhalte, übel getan, ihren Sohn zu töten?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.21">Und er streckte sich dreimal über das Kind, und rief zu Jahwe und sprach: Jahwe, mein Gott, lass doch die Seele dieses Kindes wieder in dasselbe zurückkehren!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.22">Und Jahwe hörte auf die Stimme Elias, und die Seele des Kindes kehrte wieder in dasselbe zurück, und es wurde lebendig <note>{W. es lebte}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.23">Da nahm Elia das Kind und brachte es von dem Obergemach in das Haus hinab und gab es seiner Mutter; und Elia sprach: Siehe, dein Sohn lebt!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.17.24">Und das Weib sprach zu Elia: Nunmehr erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist, und dass das Wort Jahwes in deinem Munde Wahrheit ist.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.18">
        <verse osisID="1Kgs.18.1">Und es vergingen viele Tage, da geschah das Wort Jahwes zu Elia im dritten Jahre also: Gehe hin, zeige dich Ahab; und ich will Regen geben auf den Erdboden.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.2">Und Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen. Die Hungersnot aber war stark in Samaria.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.3">Und Ahab rief Obadja, der über das Haus war. (Obadja aber fürchtete Jahwe sehr;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.4">und es geschah, als Isebel die Propheten Jahwes ausrottete, da nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie, je fünfzig Mann in eine Höhle, und versorgte sie mit Brot und Wasser.)</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.5">Und Ahab sprach zu Obadja: Gehe durch das Land zu allen Wasserquellen und zu allen Bächen; vielleicht finden wir Gras, dass wir Rosse und Maultiere am Leben erhalten und nichts von dem Vieh ausrotten müssen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.6">Und sie teilten das Land unter sich, um es zu durchziehen; Ahab ging auf einem Wege allein, und Obadja ging auf einem Wege allein.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.7">Und als Obadja auf dem Wege war, siehe, da kam Elia ihm entgegen. Und er erkannte ihn und fiel auf sein Angesicht und sprach: Bist du es, mein Herr Elia?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.8">Und er sprach zu ihm: Ich bin's; gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.9">Und er sprach: Was habe ich gesündigt, dass du deinen Knecht in die Hand Ahabs geben willst, dass er mich töte?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.10">So wahr Jahwe, dein Gott, lebt, wenn es eine Nation oder ein Königreich gibt, wohin mein Herr nicht gesandt hat, um dich zu suchen! Und sprachen sie: Er ist nicht da, so liess er das Königreich und die Nation schwören, dass man dich nicht gefunden hätte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.11">Und nun sprichst du: Gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.12">Und es wird geschehen, wenn ich von dir weggehe, so wird der Geist Jahwes dich tragen, ich weiss nicht wohin; und komme ich, es Ahab zu berichten, und er findet dich nicht, so wird er mich töten. Und dein Knecht fürchtet doch Jahwe von meiner Jugend an.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.13">Ist meinem Herrn nicht berichtet worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten Jahwes tötete? dass ich von den Propheten Jahwes hundert Mann versteckte, je fünfzig Mann in eine Höhle, und sie mit Brot und Wasser versorgte?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.14">Und nun sprichst du: Gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da! und er wird mich töten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.15">Aber Elia sprach: So wahr Jahwe der Heerscharen lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, heute werde ich mich ihm zeigen!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.16">Da ging Obadja hin, Ahab entgegen, und berichtete es ihm. Und Ahab ging hin, Elia entgegen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.17">Und es geschah, als Ahab Elia sah, da sprach Ahab zu ihm: Bist du da, der Israel in Trübsal bringt?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.18">Und er sprach: Ich habe Israel nicht in Trübsal gebracht, sondern du und das Haus deines Vaters, indem ihr die Gebote Jahwes verlassen habt, und du den Baalim nachgewandelt bist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.19">Und nun sende hin, versammle ganz Israel zu mir nach dem Berge Karmel, und die 450 Propheten des Baal und die 400 Propheten der Aschera, die am Tische Isebels essen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.20">Da sandte Ahab unter allen Kindern Israel umher und versammelte die Propheten nach dem Berge Karmel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.21">Da trat Elia zu dem ganzen Volke hin und sprach: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Wenn Jahwe Gott <note>{W. der Gott d.h. der wahre Gott}</note> ist, so wandelt ihm nach; wenn aber der Baal, so wandelt ihm nach! Und das Volk antwortete ihm kein Wort.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.22">Und Elia sprach zu dem Volke: Ich allein bin übriggeblieben, ein Prophet Jahwes, und der Propheten des Baal sind 450 Mann.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.23">So gebe man uns zwei Farren; und sie mögen sich den einen von den Farren auswählen und ihn zerstücken und aufs Holz legen, aber sie sollen kein Feuer daran legen; und ich, ich werde den anderen Farren zurichten und aufs Holz legen, aber ich werde kein Feuer daran legen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.24">Und rufet ihr den Namen eures Gottes an, und ich, ich werde den Namen Jahwes anrufen; und der Gott, der mit Feuer antworten wird, der sei Gott <note>{W. der Gott, d.h. der wahre Gott}</note>! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Das Wort ist gut. -</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.25">Und Elia sprach zu den Propheten des Baal: Wählet euch einen von den Farren aus und richtet ihn zuerst zu, denn ihr seid die Vielen, und rufet den Namen eures Gottes an; aber ihr sollt kein Feuer daran legen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.26">Und sie nahmen den Farren, den man ihnen gegeben hatte, und richteten ihn zu; und sie riefen den Namen des Baal an vom Morgen bis zum Mittag und sprachen: Baal, antworte uns! Aber da war keine Stimme, und niemand antwortete. Und sie hüpften um den Altar, den man gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.27">Und es geschah am Mittag, da verspottete sie Elia und sprach: Rufet mit lauter Stimme, denn er ist ja ein Gott! denn er ist in Gedanken, oder er ist beiseite gegangen, oder er ist auf der Reise; vielleicht schläft er und wird aufwachen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.28">Und sie riefen mit lauter Stimme und ritzten sich nach ihrer Weise mit Schwertern und mit Lanzen, bis sie Blut an sich vergossen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.29">Und es geschah, als der Mittag vorüber war, da weissagten <note>{S. die Anm. zu 1. Sam. 10,5}</note> sie bis zur Zeit, da man das Speisopfer opfert; aber da war keine Stimme und keine Antwort <note>{W. kein Antwortender}</note> und kein Aufmerken.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.30">Da sprach Elia zu dem ganzen Volke: Tretet her zu mir! Und das ganze Volk trat zu ihm hin. Und er stellte den niedergerissenen Altar Jahwes wieder her.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.31">Und Elia nahm zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, zu welchem das Wort Jahwes geschehen war, indem er sprach: Israel soll dein Name sein!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.32">und er baute von den Steinen einen Altar im Namen Jahwes; und er machte rings um den Altar einen Graben im Umfange von zwei Mass Saat <note>{d.h. so breit, dass man ihn mit zwei Mass Getreide hätte besäen können}</note>;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.33">und er richtete das Holz zu und zerstückte den Farren und legte ihn auf das Holz.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.34">Und er sprach: Füllet vier Eimer mit Wasser, und giesset es auf das Brandopfer und auf das Holz. Und er sprach: Tut es zum zweiten Male! und sie taten es zum zweiten Male. Und er sprach: Tut es zum dritten Male! und sie taten es zum dritten Male.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.35">Und das Wasser lief rings um den Altar; und auch den Graben füllte er mit Wasser.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.36">Und es geschah zur Zeit, da man das Speisopfer opfert, da trat Elia, der Prophet, herzu und sprach: Jahwe, Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Heute werde kund, dass du Gott in Israel bist, und ich dein Knecht, und dass ich nach deinem Worte alles dieses getan habe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.37">Antworte mir, Jahwe, antwortete mir, damit dieses Volk wisse, dass du, Jahwe, Gott <note>{Eig. der Gott; wie V.21. 24}</note> bist, und dass du ihr Herz zurückgewendet hast!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.38">Da fiel Feuer Jahwes herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde; und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.39">Und als das ganze Volk es sah, da fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Jahwe, er ist Gott <note>{Eig. der Gott; wie Vers 21. 24}</note>! Jahwe, er ist Gott <note>{Eig. der Gott; wie Vers 21. 24}</note>! -</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.40">Und Elia sprach zu ihnen: Greifet die Propheten des Baal, keiner von ihnen entrinne! Und sie griffen sie; und Elia führte sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie daselbst.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.41">Und Elia sprach zu Ahab: Gehe hinauf, iss und trink, denn es ist ein Rauschen eines gewaltigen Regens.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.42">Und Ahab ging hinauf, um zu essen und zu trinken. Elia aber stieg auf den Gipfel des Karmel; und er beugte sich zur Erde und tat sein Angesicht zwischen seine Knie.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.43">Und er sprach zu seinem Knaben: Gehe doch hinauf, schaue nach dem Meere hin. Und er ging hinauf und schaute, und er sprach: Es ist nichts da. Und er sprach: Gehe wieder hin, siebenmal.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.44">Und es geschah beim siebten Male, da sprach er: Siehe, eine Wolke, klein wie eines Mannes Hand, steigt aus dem Meere herauf. Da sprach er: Gehe hinauf, sprich zu Ahab: Spanne an und fahre hinab, dass der Regen dich nicht aufhalte!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.45">Und es geschah unterdessen, da ward der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und es kam ein starker Regen; und Ahab bestieg den Wagen und ging nach Jisreel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.18.46">Und die Hand Jahwes kam über Elia; und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab her bis nach Jisreel hin.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.19">
        <verse osisID="1Kgs.19.1">Und Ahab berichtete der Isebel alles, was Elia getan hatte, und alles, wie er alle Propheten mit dem Schwerte getötet hätte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.2">Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und liess ihm sagen: So sollen mir die Götter tun und so hinzufügen, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dein Leben dem Leben eines von ihnen gleich mache!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.3">Und als er das sah, machte er sich auf und ging fort um seines Lebens willen, und kam nach Beerseba, das zu Juda gehört; und er liess seinen Knaben dort zurück.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.4">Er selbst aber ging in die Wüste, eine Tagereise weit, und kam und setzte sich unter einen Ginsterstrauch. Und er bat, dass seine Seele stürbe, und sprach: Es ist genug; nimm nun, Jahwe, meine Seele, denn ich bin nicht besser als meine Väter.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.5">Und er legte sich nieder und schlief ein unter dem Ginsterstrauch. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Stehe auf, iss!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.6">Und als er hinblickte, siehe, da lag zu seinen Häupten ein Kuchen, auf heissen Steinen gebacken, und ein Krug Wasser. Und er ass und trank und legte sich wieder hin.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.7">Und der Engel Jahwes kam zum zweiten Male wieder und rührte ihn an und sprach: Stehe auf, iss! denn der Weg ist zu weit für dich.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.8">Und er stand auf und ass und trank, und er ging in der Kraft dieser Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis an den Berg Gottes, den Horeb.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.9">Und er ging daselbst in die Höhle und übernachtete daselbst. Und siehe, das Wort Jahwes geschah zu ihm, und er sprach zu ihm: Was tust du hier, Elia?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.10">Und er sprach: Ich habe sehr geeifert für Jahwe, den Gott der Heerscharen; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwerte getötet; und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.11">Und er sprach: Gehe hinaus und stelle dich auf den Berg vor Jahwe! Und siehe, Jahwe ging vorüber, und ein Wind, gross und stark, zerriss die Berge und zerschmetterte die Felsen vor Jahwe her; Jahwe war nicht in dem Winde. Und nach dem Winde ein Erdbeben; Jahwe war nicht in dem Erdbeben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.12">Und nach dem Erdbeben ein Feuer; Jahwe war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer der Ton eines leisen Säuselns.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.13">Und es geschah, als Elia es hörte, da verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel, und ging hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle. Und siehe, eine Stimme geschah zu ihm also: Was tust du hier, Elia?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.14">Und er sprach: Ich habe sehr geeifert für Jahwe, den Gott der Heerscharen; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwerte getötet; und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.15">Und Jahwe sprach zu ihm: Gehe, kehre zurück deines Weges, nach der Wüste von Damaskus; und wenn du angekommen bist, so salbe Hasael zum König über Syrien.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.16">Und Jehu, den Sohn Nimsis, sollst du zum König über Israel salben; und Elisa, den Sohn Saphats, von Abel-Mehola, sollst du zum Propheten salben an deiner Statt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.17">Und es soll geschehen: wer dem Schwerte Hasaels entrinnt, den wird Jehu töten; und wer dem Schwerte Jehus entrinnt, den wird Elisa töten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.18">Aber ich habe 7000 in Israel übriggelassen <note>{O. ich werde übriglassen}</note>, alle die Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.19">Und er ging von dannen und fand Elisa, den Sohn Saphats, welcher gerade pflügte mit zwölf Joch Rindern vor sich her, und er war bei dem zwölften; und Elia ging zu ihm hin und warf seinen Mantel auf ihn.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.20">Und er verliess die Rinder und lief Elia nach und sprach: Lass mich doch meinen Vater und meine Mutter küssen, so will ich dir nachfolgen. Und er sprach zu ihm: Gehe, kehre zurück! denn was habe ich dir getan?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.19.21">Und er kehrte von ihm zurück und nahm das Joch Rinder und schlachtete es, und mit dem Geschirr der Rinder kochte er das Fleisch derselben und gab es den Leuten, und sie assen; und er machte sich auf und folgte Elia nach und diente ihm.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.20">
        <verse osisID="1Kgs.20.1">Und Ben-Hadad, der König von Syrien, versammelte seine ganze Heeresmacht: 32 Könige waren mit ihm und Rosse und Wagen; und er zog herauf und belagerte Samaria und stritt wider dasselbe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.2">Und er sandte Boten zu Ahab, dem König von Israel, in die Stadt,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.3">und liess ihm sagen: So spricht Ben-Hadad: Dein Silber und dein Gold ist mein, und deine Weiber und deine Söhne, die schönsten, sind mein.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.4">Und der König von Israel antwortete und sprach: Nach deinem Worte, mein Herr König: dein bin ich mit allem, was mein ist.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.5">Und die Boten kamen wieder und sprachen: So spricht Ben-Hadad und sagt: Wohl habe ich zu dir gesandt und gesprochen: Dein Silber und dein Gold, und deine Weiber und deine Söhne sollst du mir geben;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.6">doch morgen um diese Zeit werde ich meine Knechte zu dir senden, und sie werden dein Haus und die Häuser deiner Knechte durchsuchen; und es wird geschehen, alle Lust deiner Augen werden sie in ihre Hand tun und mitnehmen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.7">Da berief der König von Israel alle Ältesten des Landes und sprach: Erkennet doch und sehet, dass dieser Böses sucht; denn er hat zu mir gesandt um meine Weiber und meine Söhne, und um mein Silber und mein Gold, und ich habe es ihm nicht verweigert.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.8">Und alle Ältesten und alles Volk sprachen zu ihm: Gehorche nicht und willige nicht ein!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.9">Und er sprach zu den Boten Ben-Hadads: Saget meinem Herrn, dem König: Alles, was du deinem Knechte zuerst entboten hast, will ich tun; aber diese Sache kann ich nicht tun. Und die Boten gingen hin und brachten ihm Antwort.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.10">Da sandte Ben-Hadad zu ihm und liess ihm sagen: So sollen mir die Götter tun und so hinzufügen, wenn der Staub von Samaria hinreichen soll für die hohlen Hände all des Volkes, das mir folgt!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.11">Und der König von Israel antwortete und sprach: Saget ihm: Es rühme sich nicht der sich Gürtende wie der den Gürtel Lösende!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.12">Und es geschah, als er dieses Wort hörte, - er trank eben, er und die Könige, in den Zelten - <note>{Eig. Hütten, Laubhütten}</note> da sprach er zu seinen Knechten: Stellet euch <note>{Eig. Leget an (d.h. die Belagerungswerkzeuge)}</note>! Und sie stellten sich wider die Stadt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.13">Und siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem König von Israel, und sprach: So spricht Jahwe: Hast du diesen ganzen grossen Haufen gesehen? Siehe, ich gebe ihn heute in deine Hand, und du sollst wissen, dass ich Jahwe bin.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.14">Und Ahab sprach: Durch wen? Und er sprach: So spricht Jahwe: Durch die Knaben <note>{d.h. Knappen, Knechte}</note> der Obersten der Landschaften. Und er sprach: Wer soll den Kampf eröffnen? Und er sprach: Du.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.15">Da musterte er die Knaben der Obersten der Landschaften, und ihrer waren 232; und nach ihnen musterte er das ganze Volk, alle Kinder Israel, 7000 Mann.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.16">Und sie zogen aus am Mittag. Ben-Hadad aber trank und berauschte sich in den Zelten <note>{Eig. Hütten, Laubhütten}</note>, er und die Könige, die 32 Könige, die ihm halfen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.17">Und die Knaben der Obersten der Landschaften zogen zuerst aus. Und Ben-Hadad sandte hin, und man berichtete ihm und sprach: Es sind Männer aus Samaria gezogen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.18">Da sprach er: Wenn sie zum Frieden ausgezogen sind, so greifet sie lebendig; und wenn sie zum Streit ausgezogen sind, so greifet sie lebendig.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.19">Diese aber zogen aus der Stadt: die Knaben der Obersten der Landschaften und das Heer, das ihnen folgte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.20">Und sie schlugen ein jeder seinen Mann, und die Syrer flohen, und Israel jagte ihnen nach; und Ben-Hadad, der König von Syrien, entkam auf einem Rosse mit einigen Reitern.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.21">Da zog der König von Israel aus und schlug die Rosse und die Wagen, und er richtete unter den Syrern eine grosse Niederlage an.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.22">Da trat der Prophet zu dem König von Israel und sprach zu ihm: Wohlan, verstärke dich, und erkenne und sieh zu, was du zu tun hast; denn bei der Rückkehr des Jahres wird der König von Syrien wider dich heraufziehen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.23">Und die Knechte des Königs von Syrien sprachen zu ihm: Ihre Götter sind Berggötter, darum waren sie uns überlegen; jedoch lasst uns in der Ebene wider sie streiten, ob wir ihnen nicht überlegen sein werden!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.24">Tue aber dieses: Entferne die Könige, einen jeden von seinem Orte, und setze Befehlshaber an ihre Stelle;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.25">und du, zähle dir ein Heer wie das Heer, das dir gefallen ist, und Rosse wie die Rosse, und Wagen wie die Wagen; und wir wollen in der Ebene wider sie streiten, ob wir ihnen nicht überlegen sein werden. Und er hörte auf ihre Stimme und tat also.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.26">Und es geschah bei der Rückkehr des Jahres, da musterte Ben-Hadad die Syrer, und er zog hinauf nach Aphek <note>{in der Ebene Jisreel}</note> zum Streit mit Israel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.27">Und die Kinder Israel wurden gemustert und mit Vorrat versorgt, und sie zogen ihnen entgegen; und die Kinder Israel lagerten sich ihnen gegenüber wie zwei kleine Herden Ziegen; die Syrer aber füllten das Land.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.28">Da trat der Mann Gottes herzu und sprach zu dem König von Israel und sagte: So spricht Jahwe: Weil die Syrer gesagt haben: Jahwe ist ein Gott der Berge und nicht ein Gott der Täler <note>{Eig. der Talebenen}</note>, so will ich diesen ganzen grossen Haufen in deine Hand geben; und ihr werdet erkennen, dass ich Jahwe bin.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.29">Und sie lagerten, diese jenen gegenüber, sieben Tage lang. Und es geschah am siebten Tage, da begann <note>{W. rückte heran}</note> der Streit; und die Kinder Israel schlugen die Syrer, 100000 Mann zu Fuss, an einem Tage.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.30">Und die übrigen flohen nach Aphek in die Stadt. Da fiel die Mauer auf die 27000 Mann, die übriggeblieben waren. Und Ben-Hadad floh und kam in die Stadt, in das innerste Gemach <note>{O. von Gemach zu Gemach}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.31">Da sprachen seine Knechte zu ihm: Siehe doch, wir haben gehört, dass die Könige des Hauses Israel gnädige Könige sind; lass uns doch Sacktuch um unsere Lenden legen und Stricke um unsere Häupter, und zum König von Israel hinausgehen; vielleicht lässt er deine Seele am Leben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.32">Und sie gürteten Sacktuch um ihre Lenden und legten Stricke um ihre Häupter, und kamen zu dem König von Israel und sprachen: Dein Knecht Ben-Hadad spricht: Lass doch meine Seele am Leben! Und er sprach: Lebt er noch? Er ist mein Bruder.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.33">Und die Männer nahmen es als eine gute Vorbedeutung, und eilten sich zu vergewissern <note>{Eig. ihn bestätigen zu lassen}</note>, ob er es wirklich so meinte <note>{Eig. ob es aus ihm wäre}</note>, und sprachen: Dein Bruder Ben-Hadad <note>{O. Ben-Hadad ist dein Bruder?}</note>. Und er sprach: Gehet, holet ihn. Da ging Ben-Hadad zu ihm hinaus, und er liess ihn zu sich auf den Wagen steigen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.34">Und Ben-Hadad <note>{W. Und er}</note> sprach: Die Städte, die mein Vater deinem Vater genommen hat, will ich dir zurückgeben, und du magst dir Strassen in Damaskus anlegen, so wie mein Vater sich solche in Samaria angelegt hat. Und ich, sprach Ahab, will dich mit diesem Bunde ziehen lassen. Und er machte einen Bund mit ihm und liess ihn ziehen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.35">Und ein Mann von den Söhnen der Propheten sprach zu seinem Genossen durch das Wort Jahwes: Schlage mich doch! Aber der Mann weigerte sich, ihn zu schlagen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.36">Da sprach er zu ihm: Darum dass du nicht auf die Stimme Jahwes gehört hast, siehe, sobald du von mir weggehst, wird dich ein Löwe töten. Und als er von ihm wegging, da fand ihn ein Löwe und tötete ihn.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.37">Und er traf einen anderen Mann und sprach: Schlage mich doch! Und der Mann schlug ihn, schlug und verwundete ihn.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.38">Da ging der Prophet hin und stellte sich auf den Weg des Königs <note>{d.h. den der König kommen sollte}</note>, und machte sich unkenntlich, indem er den Kopfbund über seine Augen zog.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.39">Und es geschah, als der König vorbeiging, da schrie er den König an und sprach: Dein Knecht war mitten in den Streit gezogen, und siehe, da wandte sich ein Mann herzu und brachte einen Mann zu mir und sprach: Bewache diesen Mann; wenn er irgend vermisst wird, so soll dein Leben statt seines Lebens sein, oder du sollst ein Talent Silber darwägen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.40">Und es geschah, während dein Knecht hier und dort zu tun hatte, da war er fort. Und der König von Israel sprach zu ihm: Also ist dein Urteil, du selbst hast entschieden.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.41">Da tat er eilends den Kopfbund von seinen Augen, und der König von Israel erkannte ihn, dass er von den Propheten war.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.42">Und er sprach zu ihm: So spricht Jahwe: Weil du den Mann, den ich verbannt <note>{Eig. den Mann meines Bannes, d.h. der dem Tode geweiht war}</note> habe, aus der Hand entlassen hast, so soll dein Leben statt seines Lebens sein und dein Volk statt seines Volkes!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.20.43">Und der König von Israel ging nach seinem Hause, missmutig und zornig, und kam nach Samaria.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.21">
        <verse osisID="1Kgs.21.1">Und es geschah nach diesen Dingen: Naboth, der Jisreeliter, hatte einen Weinberg, der zu Jisreel war, neben dem Palaste Ahabs, des Königs von Samaria.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.2">Und Ahab redete zu Naboth und sprach: Gib mir deinen Weinberg, dass er mein Krautgarten werde, denn er ist nahe bei meinem Hause; und ich will dir statt seiner einen besseren Weinberg geben; oder wenn es gut ist in deinen Augen, will ich dir Geld geben, im Werte desselben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.3">Aber Naboth sprach zu Ahab: Das lasse Jahwe fern von mir sein, dass ich dir das Erbe meiner Väter geben sollte!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.4">Und Ahab kam in sein Haus, missmutig und zornig über das Wort, das Naboth, der Jisreeliter, zu ihm geredet hatte, indem er sprach: Ich will dir das Erbe meiner Väter nicht geben. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Angesicht ab und ass nichts.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.5">Und Isebel, sein Weib, kam zu ihm hinein und sprach zu ihm: Warum ist doch dein Geist missmutig, und warum issest du nichts?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.6">Und er sprach zu ihr: Weil ich zu Naboth, dem Jisreeliter, geredet und ihm gesagt habe <note>{O. Ich habe zu Naboth, dem Jisreeliter, geredet und gesagt}</note>: Gib mir deinen Weinberg um Geld, oder wenn du Lust hast, will ich dir statt seiner einen anderen Weinberg geben; aber er sagte: Ich will dir meinen Weinberg nicht geben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.7">Da sprach Isebel, sein Weib, zu ihm: Du, übest du jetzt Königsmacht über Israel aus? Stehe auf, iss, und lass dein Herz fröhlich sein. Ich werde dir den Weinberg Naboths, des Jisreeliters, geben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.8">Und sie schrieb Briefe im Namen Ahabs und siegelte sie mit seinem Siegel, und sandte die Briefe an die Ältesten und an die Edlen, die in seiner Stadt waren, die mit Naboth zusammen wohnten.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.9">Und sie schrieb in den Briefen folgendes: Rufet ein Fasten aus, und setzet Naboth obenan unter dem Volke;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.10">und setzet zwei Männer, Söhne Belials <note>{S. die Anm. zu Richt. 19,22}</note>, ihm gegenüber, dass sie wider ihn zeugen und sprechen: Du hast Gott und den König gelästert! und führet ihn hinaus und steiniget ihn, dass er sterbe.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.11">Und die Männer seiner Stadt, die Ältesten und die Edlen, die in seiner Stadt wohnten, taten, wie Isebel ihnen entboten hatte, so wie in den Briefen geschrieben war, die sie an sie gesandt hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.12">Sie riefen ein Fasten aus und setzten Naboth obenan unter dem Volke;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.13">und die zwei Männer, Söhne Belials, kamen und setzten sich ihm gegenüber; und die Männer Belials zeugten wider ihn, wider Naboth, vor dem Volke und sprachen: Naboth hat Gott und den König gelästert! Und sie führten ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn, und er starb.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.14">Und sie sandten zu Isebel und liessen ihr sagen: Naboth ist gesteinigt worden und ist gestorben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.15">Und es geschah, als Isebel hörte, dass Naboth gesteinigt worden und gestorben war, da sprach Isebel zu Ahab: Mache dich auf, nimm den Weinberg Naboths, des Jisreeliters, in Besitz, den er sich geweigert hat, dir um Geld zu geben; denn Naboth lebt nicht mehr, sondern ist tot.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.16">Und es geschah, als Ahab hörte, dass Naboth tot war, da machte sich Ahab auf, um in den Weinberg Naboths, des Jisreeliters, hinabzugehen, um ihn in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.17">Da geschah das Wort Jahwes zu Elia, dem Tisbiter, also:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.18">Mache dich auf, gehe hinab, Ahab, dem König von Israel, entgegen, der zu Samaria ist; siehe, er ist im Weinberge Naboths, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.19">Und rede zu ihm und sprich: So spricht Jahwe: Hast du gemordet und auch in Besitz genommen? Und rede zu ihm und sprich: So spricht Jahwe: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Naboths geleckt haben, sollen die Hunde dein, auch dein Blut lecken.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.20">Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Und er sprach: Ich habe dich gefunden, weil du dich verkauft hast, um zu tun, was böse ist in den Augen Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.21">Siehe, ich will Unglück über dich bringen und hinter dir her ausfegen; und ich werde von Ahab ausrotten, was männlich ist, sowohl den Gebundenen als auch den Freien in Israel;</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.22">und ich werde dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Achijas, wegen der Reizung, womit du mich gereizt und Israel sündigen gemacht hast.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.23">Und auch von Isebel hat Jahwe geredet und gesprochen: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Vormauer von Jisreel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.24">Wer von Ahab in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.25">(Es ist gar keiner gewesen wie Ahab, der sich verkauft hätte, um zu tun, was böse ist in den Augen Jahwes, welchen Isebel, sein Weib, anreizte <note>{O. denn Isebel, sein Weib, reizte ihn an}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.26">Und er tat sehr viele Greuel <note>{W. er handelte sehr greulich}</note>, indem er den Götzen nachwandelte, nach allem, was die Amoriter getan, welche Jahwe vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte.)</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.27">Und es geschah, als Ahab diese Worte hörte, da zerriss er seine Kleider und legte Sacktuch um seinen Leib und fastete; und er lag im Sacktuch, und er ging still einher.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.28">Da geschah das Wort Jahwes zu Elia, dem Tisbiter, also:</verse>
        <verse osisID="1Kgs.21.29">Hast du gesehen, dass Ahab sich vor mir gedemütigt hat? Weil er sich vor mir gedemütigt hat, will ich das Unglück in seinen Tagen nicht bringen; in den Tagen seines Sohnes will ich das Unglück über sein Haus bringen.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="1Kgs.22">
        <verse osisID="1Kgs.22.1">Und <note>{2. Chron. 18}</note> sie blieben drei Jahre ruhig; es war kein Krieg zwischen Syrien und Israel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.2">Und es geschah im dritten Jahre, da kam Josaphat, der König von Juda, zu dem König von Israel herab.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.3">Und der König von Israel sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr nicht, dass Ramoth-Gilead unser ist? Und wir bleiben still und nehmen es nicht aus der Hand des Königs von Syrien?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.4">Und er sprach zu Josaphat: Willst du mit mir nach Ramoth-Gilead in den Streit ziehen? Und Josaphat sprach zu dem König von Israel: Ich will sein wie du, mein Volk wie dein Volk, meine Rosse wie deine Rosse!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.5">Und Josaphat sprach zu dem König von Israel: Befrage doch heute <note>{O. vorerst}</note> das Wort Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.6">Da versammelte der König von Israel die Propheten, bei vierhundert Mann, und er sprach zu ihnen: Soll ich wider Ramoth-Gilead in den Streit ziehen, oder soll ich davon abstehen? Und sie sprachen: Ziehe hinauf, und der Herr wird es in die Hand des Königs geben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.7">Aber Josaphat sprach: Ist hier kein Prophet Jahwes mehr, dass wir durch ihn fragen?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.8">Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann da, um durch ihn Jahwe zu befragen; aber ich hasse ihn, denn er weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur Böses: Micha, der Sohn Jimlas. Und Josaphat sprach: Der König spreche nicht also!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.9">Da rief der König von Israel einen Kämmerer und sprach: Bringe Micha, den Sohn Jimlas, eilends her!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.10">Und der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, sassen ein jeder auf seinem Throne, angetan mit königlichen Kleidern, auf einem freien Platze am Eingang des Tores von Samaria; und alle Propheten weissagten vor ihnen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.11">Und Zedekia <note>{H. Zidkija}</note>, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hörner und sprach: So spricht Jahwe: Mit diesen wirst du die Syrer stossen, bis du sie vernichtet hast.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.12">Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Ziehe hinauf nach Ramoth-Gilead, und es wird dir gelingen; denn Jahwe wird es in die Hand des Königs geben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.13">Und der Bote, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete zu ihm und sprach: Siehe doch, die Worte der Propheten verkündigen einstimmig dem König Gutes; lass doch dein Wort sein wie das Wort eines von ihnen und rede Gutes.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.14">Aber Micha sprach: So wahr Jahwe lebt, was Jahwe mir sagen wird, das werde ich reden!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.15">Und als er zu dem König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramoth-Gilead in den Streit ziehen, oder sollen wir davon abstehen? Und er sprach zu ihm: Ziehe hinauf, und es wird dir gelingen; denn Jahwe wird es in die Hand des Königs geben.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.16">Und der König sprach zu ihm: Wie viele Male muss ich dich beschwören, dass du nichts zu mir reden sollst als nur Wahrheit im Namen Jahwes?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.17">Da sprach er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut, wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und Jahwe sprach: Diese haben keinen Herrn; sie sollen ein jeder nach seinem Hause zurückkehren in Frieden.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.18">Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Habe ich dir nicht gesagt: Er weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur Böses?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.19">Und er sprach: Darum höre das Wort Jahwes! Ich sah Jahwe auf seinem Throne sitzen, und alles Heer des Himmels bei ihm stehen, zu seiner Rechten und zu seiner Linken.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.20">Und Jahwe sprach: Wer will Ahab bereden, dass er hinaufziehe und zu Ramoth-Gilead falle? Und der eine sprach so, und der andere sprach so.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.21">Da trat ein <note>{Eig. der}</note> Geist hervor und stellte sich vor Jahwe und sprach: Ich will ihn bereden. Und Jahwe sprach zu ihm: Wodurch?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.22">Und er sprach: Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein in dem Munde aller seiner Propheten. Und er sprach: Du wirst <note>{O. sollst}</note> ihn bereden und wirst es auch ausrichten; gehe aus und tue also!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.23">Und nun, siehe, Jahwe hat einen Lügengeist in den Mund all dieser deiner Propheten gelegt, und Jahwe hat Böses über dich geredet.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.24">Da trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu und schlug Micha auf den Backen und sprach: Wo <note>{d.h. auf welchem Wege}</note> wäre der Geist Jahwes von mir gewichen, um mit dir zu reden?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.25">Und Micha sprach: Siehe, du wirst es sehen an jenem Tage, wenn du ins innerste Gemach <note>{O. von Gemach zu Gemach}</note> gehen wirst, um dich zu verstecken.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.26">Und der König von Israel sprach: Nimm Micha und führe ihn zurück zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Sohne des Königs,</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.27">und sage: So spricht der König: Setzet diesen ins Gefängnis und speiset ihn mit Brot der Trübsal und mit Wasser der Trübsal, bis ich in Frieden heimkomme.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.28">Und Micha sprach: Wenn du je in Frieden zurückkehrst, so hat Jahwe nicht durch mich geredet! Und er sprach: Höret es, ihr Völker alle!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.29">Und der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, zogen hinauf nach Ramoth-Gilead.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.30">Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Ich will mich verkleiden und in den Streit ziehen, du aber lege deine Kleider an. Und der König von Israel verkleidete sich und zog in den Streit.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.31">Der König von Syrien hatte aber seinen 32 Obersten der Wagen geboten und gesagt: Ihr sollt weder wider einen Geringen streiten, noch wider einen Grossen, sondern wider den König von Israel allein.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.32">Und es geschah, als die Obersten der Wagen Josaphat sahen, - denn sie sprachen: Das ist gewiss der König von Israel! - da lenkten sie auf ihn zu, um zu streiten; und Josaphat schrie.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.33">Und es geschah, als die Obersten der Wagen sahen, dass er nicht der König von Israel war, da wandten sie sich von ihm ab.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.34">Und ein Mann spannte den Bogen aufs Geratewohl <note>{W. in seiner Einfalt}</note> und traf den König von Israel zwischen den Panzeranhang und den Panzer. Da sprach er zu seinem Wagenlenker: Wende um <note>{Eig. wende deine Hände}</note> und führe mich aus dem Heere hinaus, denn ich bin verwundet.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.35">Und der Streit nahm überhand an selbigem Tage, und der König wurde aufrecht erhalten in dem Wagen, den Syrern gegenüber; und er starb am Abend; und das Blut der Wunde floss in den Boden des Wagens.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.36">Da erging der laute Ruf durch das Lager beim Untergang der Sonne, indem man sprach: Ein jeder in seine Stadt, und ein jeder in sein Land!</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.37">Und so starb der König und kam nach Samaria; und man begrub den König zu Samaria.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.38">Und als man den Wagen am Teiche von Samaria abspülte, da leckten die Hunde sein Blut (da wo <note>{O. während}</note> die Huren badeten), nach dem Worte Jahwes, das er geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.39">Und das Übrige der Geschichte Ahabs und alles, was er getan und das elfenbeinerne Haus, das er gebaut, und alle Städte, die er gebaut hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.40">Und Ahab legte sich zu seinen Vätern. Und Ahasja, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.41">Und <note>{2. Chron. 20,31}</note> Josaphat, der Sohn Asas, wurde König über Juda im vierten Jahre Ahabs, des Königs von Israel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.42">Josaphat war 35 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 25 Jahre zu Jerusalem; und er Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter Schilchis.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.43">Und er wandelte auf allen Wegen <note>{W. allem Wege}</note> seines Vaters Asa; er wich nicht davon, indem er tat, was recht war in den Augen Jahwes.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.44">Nur die Höhen wichen nicht: das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.45">Und Josaphat hatte Frieden mit dem König von Israel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.46">Und das Übrige der Geschichte Josaphats, und seine Macht, die er ausgeübt, und wie er gestritten hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.47">Auch den Rest der Buhler, der in den Tagen seines Vaters Asa übriggeblieben war, schaffte er aus dem Lande hinweg.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.48">Und es war damals kein König in Edom; ein Statthalter war König.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.49">Josaphat baute Tarsisschiffe, um nach Ophir zu fahren und Gold zu holen <note>{W. wegen Gold}</note>; aber man fuhr nicht, denn die Schiffe wurden bei Ezjon-Geber zertrümmert.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.50">Damals sprach Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Josaphat: Lass meine Knechte mit deinen Knechten auf den Schiffen fahren; aber Josaphat wollte nicht.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.51">Und Josaphat legte sich zu seinen Vätern, und er wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt seines Vaters David. Und Joram, sein Sohn, ward König an seiner Statt <note>{2. Kön. 8,16}</note>.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.52">Ahasja, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel zu Samaria, im 17. Jahre Josaphats, des Königs von Juda; und er regierte zwei Jahre über Israel.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.53">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes, und er wandelte auf dem Wege seines Vaters und auf dem Wege seiner Mutter und auf dem Wege Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="1Kgs.22.54">Und er diente dem Baal und beugte sich vor ihm nieder; und er reizte Jahwe, den Gott Israels, nach allem, was sein Vater getan hatte.</verse>
      </chapter>
    </div>
    <div type="book" osisID="2Kgs">
      <chapter osisID="2Kgs.1">
        <verse osisID="2Kgs.1.1">Und nach dem Tode Ahabs fielen die Moabiter von Israel ab. -</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.2">Und Ahasja fiel durch das Gitter an seinem Obergemach zu Samaria und wurde krank. Und er sandte Boten und sprach zu ihnen: Gehet hin, befraget Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.3">Und der Engel Jahwes redete zu Elia <note>{siehe Buch Elia}</note>, dem Tisbiter: Mache dich auf, gehe hinauf, den Boten des Königs von Samaria entgegen, und sprich zu ihnen: Ist es, weil kein Gott in Israel ist, dass ihr hingehet, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.4">Und darum spricht Jahwe also: Von dem Bette, das du bestiegen hast, sollt du nicht herabkommen, sondern du wirst gewisslich sterben. Und Elia ging hin.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.5">Und die Boten kehrten zu ihm zurück; und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr denn zurückgekehrt?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.6">Und sie sprachen zu ihm: Ein Mann kam herauf, uns entgegen, und sprach zu uns: Gehet, kehret zurück zu dem König, der euch gesandt hat, und redet zu ihm: So spricht Jahwe: Ist es, weil kein Gott in Israel ist, dass du hinsendest, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? Darum sollst du von dem Bette, das du bestiegen hast, nicht herabkommen, sondern du wirst gewisslich sterben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.7">Da sagte er zu ihnen: Was für ein Mann war es <note>{O. Wie sah der Mann aus}</note>, der euch entgegen heraufkam und diese Worte zu euch redete?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.8">Und sie sprachen zu ihm: Es war ein Mann in härenem Gewande und an seinen Lenden gegürtet mit einem ledernen Gürtel. Und er sprach: Es ist Elia, der Tisbiter.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.9">Da sandte er zu ihm einen Obersten über fünfzig und seine Fünfzig. Und er ging zu ihm hinauf, und siehe, er sass auf dem Gipfel des Berges; und er sprach zu ihm: Mann Gottes! der König sagt: Komm herab.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.10">Aber Elia antwortete und sprach zu dem Obersten über fünfzig: Und wenn ich ein Mann Gottes bin, so fahre Feuer vom Himmel herab und fresse dich und deine Fünfzig! Da fuhr Feuer vom Himmel herab und frass ihn und seine Fünfzig.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.11">Und er sandte wiederum zu ihm einen anderen Obersten über fünfzig und seine Fünfzig. Und er hob an und sprach zu ihm: Mann Gottes! so spricht der König: Komm eilends herab.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.12">Aber Elia antwortete und sprach zu ihnen: Wenn ich ein Mann Gottes bin, so fahre Feuer vom Himmel herab und fresse dich und deine Fünfzig! Da fuhr Feuer Gottes vom Himmel herab und frass ihn und seine Fünfzig.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.13">Und er sandte wiederum einen dritten Obersten über fünfzig <note>{Eig. einen Obersten über dritte Fünfzig}</note> und seine Fünfzig. Und der dritte Oberste über fünfzig ging hinauf und kam und beugte seine Knie vor Elia, und er flehte ihn an und sprach zu ihm: Mann Gottes! möge doch mein Leben und das Leben deiner Knechte, dieser Fünfzig, teuer sein in deinen Augen!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.14">Siehe, Feuer ist vom Himmel herabgefahren und hat die beiden vorigen Obersten über fünfzig und ihre Fünfzig gefressen; nun aber möge mein Leben teuer sein in deinen Augen!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.15">Da sprach der Engel Jahwes zu Elia: Gehe mit ihm hinab, fürchte dich nicht vor ihm! Und er stand auf und ging mit ihm zu dem König hinab.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.16">Und er redete zu ihm: So spricht Jahwe: Weil du Boten gesandt hast, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen (ist es, weil kein Gott in Israel ist, um sein Wort zu befragen?), darum sollst du von dem Bette, das du bestiegen hast, nicht herabkommen, sondern du wirst gewisslich sterben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.17">Und er starb nach dem Worte Jahwes, das Elia geredet hatte. Und Joram <note>{der Bruder Ahasjas}</note> ward König an seiner Statt im zweiten Jahre Jorams, des Sohnes Josaphats <note>{d.h. im zweiten Jahre seiner Mitregentschaft mit seinem Vater Josaphat; vergl. 1. Kön. 22,42; 2. Kön. 3,1; 8,16}</note>, des Königs von Juda; denn er hatte keinen Sohn.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.1.18">Und das Übrige der Geschichte Ahasjas, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.2">
        <verse osisID="2Kgs.2.1">Und es geschah, als Jahwe den Elia im Sturmwinde gen Himmel auffahren liess, da gingen Elia und Elisa von Gilgal hinweg.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.2">Und Elia sprach zu Elisa: Bleibe doch hier; denn Jahwe hat mich bis nach Bethel gesandt. Und Elisa sprach: So wahr Jahwe lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie gingen nach Bethel hinab.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.3">Da kamen die Söhne der Propheten, die in Bethel waren, zu Elisa heraus und sprachen zu ihm: Weisst du, dass Jahwe heute deinen Herrn über deinem Haupte hinwegnehmen wird? Und er sprach: Auch ich weiss es; schweiget!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.4">Und Elia sprach zu ihm: Elisa, bleibe doch hier; denn Jahwe hat mich nach Jericho gesandt. Aber er sprach: So wahr Jahwe lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie kamen nach Jericho.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.5">Da traten die Söhne der Propheten, die in Jericho waren, zu Elisa und sprachen zu ihm: Weisst du, dass Jahwe heute deinen Herrn über deinem Haupte hinwegnehmen wird? Und er sprach: Auch ich weiss es; schweiget!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.6">Und Elia sprach zu ihm: Bleibe doch hier; denn Jahwe hat mich an den Jordan gesandt. Aber er sprach: So wahr Jahwe lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und so gingen sie beide miteinander.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.7">Und fünfzig Mann von den Söhnen der Propheten gingen hin und stellten sich gegenüber von ferne; und sie beide traten an den Jordan.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.8">Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug auf das Wasser; und es zerteilte sich dahin und dorthin, und sie gingen beide hinüber auf dem Trockenen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.9">Und es geschah, als sie hinübergegangen waren, da sprach Elia zu Elisa: Begehre, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde. Und Elisa sprach: So möge mir doch ein zwiefaches Teil von deinem Geiste werden!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.10">Und er sprach: Du hast Schweres begehrt! Wenn du mich sehen wirst, wann ich von dir genommen werde, so soll dir also geschehen; wenn aber nicht, so wird es nicht geschehen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.11">Und es geschah, während sie gingen und im Gehen redeten, siehe da, ein Wagen von Feuer und Rosse von Feuer, welche sie beide voneinander trennten; und Elia fuhr im Sturmwind auf gen Himmel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.12">Und Elisa sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter! Und er sah ihn nicht mehr. Da fasste er seine Kleider und zerriss sie in zwei Stücke.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.13">Und er hob den Mantel des Elia auf, der von ihm herabgefallen war, und kehrte um und trat an das Ufer des Jordan.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.14">Und er nahm den Mantel des Elia, der von ihm herabgefallen war, und schlug auf das Wasser und sprach: Wo ist Jahwe, der Gott des Elia? - Auch er schlug auf das Wasser, und es zerteilte sich dahin und dorthin; und Elisa ging hinüber.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.15">Als nun die Söhne der Propheten, die gegenüber in Jericho waren, ihn sahen, da sprachen sie: Der Geist des Elia ruht auf Elisa! Und sie kamen ihm entgegen und beugten sich vor ihm zur Erde nieder,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.16">und sie sprachen zu ihm: Siehe doch, es sind bei deinen Knechten fünfzig tapfere Männer; mögen sie doch gehen und deinen Herrn suchen, ob nicht etwa der Geist Jahwes ihn weggetragen und ihn auf einen der Berge oder in eins der Täler geworfen hat. Aber er sprach: Sendet nicht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.17">Und sie drangen in ihn, bis er sich schämte. Da sprach er: Sendet! Und so sandten sie fünfzig Mann; und sie suchten drei Tage lang, aber sie fanden ihn nicht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.18">Und sie kehrten zu ihm zurück (er verweilte aber noch in Jericho); und er sprach zu ihnen: Habe ich euch nicht gesagt: Gehet nicht hin?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.19">Und die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe doch, die Lage der Stadt ist gut, wie mein Herr sieht, aber das Wasser ist schlecht, und das Land ist unfruchtbar <note>{Eig. bringt Fehlgeburten}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.20">Da sprach er: Holet mir eine neue Schale, und tut Salz darein! Und sie holten sie ihm.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.21">Und er ging hinaus zu der Quelle des Wassers, und warf das Salz hinein und sprach: So spricht Jahwe: Ich habe dieses Wasser gesund gemacht; es wird weder Tod noch Unfruchtbarkeit mehr daraus entstehen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.22">Und das Wasser wurde gesund bis auf diesen Tag, nach dem Worte, das Elisa geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.23">Und er ging von dannen hinauf nach Bethel; und als er auf dem Wege hinaufging, da kamen kleine Knaben aus der Stadt heraus, und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Komm herauf <note>{And.: Steige hinauf}</note>, Kahlkopf! Komm herauf <note>{And.: Steige hinauf}</note>, Kahlkopf!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.24">Und er wandte sich um und sah sie an und fluchte ihnen im Namen Jahwes. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen von ihnen 42 Kinder.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.2.25">Und er ging von dannen nach dem Berge Karmel; und von dort kehrte er nach Samaria zurück.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.3">
        <verse osisID="2Kgs.3.1">Und Joram, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel zu Samaria, im achtzehnten Jahre Josaphats, des Königs von Juda; und er regierte zwölf Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.2">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes, nur nicht wie sein Vater und seine Mutter; und er tat die Bildsäule <note>{O. die Säule}</note> des Baal hinweg, die sein Vater gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.3">Doch blieb er hangen an den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte; er wich nicht davon.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.4">Und Mesa, der König von Moab, war ein Herdenbesitzer, und er zinste dem König von Israel 100000 Fettschafe und 100000 Widder mit der Wolle <note>{O. die Wolle von 100000 Fettschafen und von usw.}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.5">Und es geschah, als Ahab starb, da fiel der König von Moab von dem König von Israel ab.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.6">Und der König Joram zog in selbiger Zeit von Samaria aus und musterte ganz Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.7">Und er ging hin und sandte zu Josaphat, dem König von Juda, und liess ihm sagen: Der König von Moab ist von mir abgefallen; willst du mit mir wider Moab in den Streit ziehen? Und er sprach: Ich will hinaufziehen; ich will sein wie du, mein Volk wie dein Volk, meine Rosse wie deine Rosse.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.8">Und er sprach: Auf welchem Wege wollen wir hinaufziehen? Und er sprach: Auf dem Wege der Wüste Edom.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.9">Und so zogen der König von Israel und der König von Juda und der König von Edom hin; und sie machten einen Umweg von sieben Tagereisen, und es war kein Wasser da für das Heer und für das Vieh, das ihnen folgte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.10">Da sprach der König von Israel: Ach, dass Jahwe diese drei Könige gerufen hat, um sie in die Hand Moabs zu geben!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.11">Und Josaphat sprach: Ist hier kein Prophet Jahwes, dass wir Jahwe durch ihn befragen könnten? Und einer von den Knechten des Königs von Israel antwortete und sprach: Hier ist Elisa, der Sohn Saphats, der Wasser goss auf die Hände des Elia.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.12">Und Josaphat sprach: Das Wort Jahwes ist bei ihm. Und der König von Israel und Josaphat und der König von Edom gingen zu ihm hinab.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.13">Und Elisa sprach zu dem König von Israel: Was haben wir miteinander zu schaffen? Geh zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter! Und der König von Israel sprach zu ihm: Nein, denn Jahwe hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.14">Da sprach Elisa: So wahr Jahwe der Heerscharen lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, wenn ich nicht auf die Person Josaphats, des Königs von Juda, Rücksicht nähme, so würde ich dich nicht anblicken, noch dich ansehen!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.15">Und nun holet mir einen Saitenspieler. Und es geschah, als der Saitenspieler spielte, da kam die Hand Jahwes über ihn.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.16">Und er sprach: So spricht Jahwe: Machet in diesem Tale Grube an Grube.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.17">Denn so spricht Jahwe: ihr werdet keinen Wind sehen und keinen Regen sehen, und doch wird dieses Tal sich mit Wasser füllen, so dass ihr trinken werdet, ihr und eure Herden und euer Vieh.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.18">Und das ist noch gering in den Augen Jahwes; er wird auch Moab in eure Hand geben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.19">Und ihr werdet alle festen Städte und alle auserlesenen Städte schlagen, und werdet alle guten Bäume fällen und alle Wasserquellen verstopfen und alle guten Ackerstücke mit Steinen verderben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.20">Und es geschah am Morgen, zur Zeit da man das Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser des Weges von Edom her, und das Land füllte sich mit Wasser.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.21">Und als alle Moabiter hörten, dass die Könige heraufgezogen waren, um wider sie zu streiten, da wurden sie zusammengerufen, von jedem an, der sich rüsten konnte <note>{W. der einen Gurt umgürtete}</note> und darüber; und sie rückten an die Grenze.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.22">Und als sie sich des Morgens früh aufmachten und die Sonne über dem Wasser aufging, da sahen die Moabiter das Wasser gegenüber rot wie Blut.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.23">Und sie sprachen: Das ist Blut! Die Könige haben sich gewisslich aufgerieben und haben einander erschlagen; und nun zur Beute, Moab!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.24">Als sie aber zum Lager Israels kamen, da machten die Israeliten sich auf und schlugen die Moabiter, dass sie vor ihnen flohen. Und sie kamen in das Land Moab und schlugen es <note>{W. kamen in dasselbe und schlugen Moab}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.25">Und sie rissen die Städte nieder, und auf alle guten Ackerstücke warfen sie ein jeder seinen Stein und füllten sie damit an, und sie verstopften alle Wasserquellen und fällten alle guten Bäume ..., bis sie an Kir-Hareseth nur dessen Steine übrigliessen. Und die Schleuderer umzingelten und beschossen die Stadt <note>{W. und trafen sie}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.26">Und als der König von Moab sah, dass ihm der Streit zu stark war, nahm er 700 Mann mit sich, die das Schwert zogen, um gegen den König von Edom hin durchzubrechen; aber sie vermochten es nicht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.3.27">Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt König werden sollte, und opferte ihn als Brandopfer auf der Mauer. Und es kam ein grosser Zorn über Israel; und sie zogen von ihm ab und kehrten in ihr Land zurück.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.4">
        <verse osisID="2Kgs.4.1">Und ein Weib von den Weibern der Söhne der Propheten schrie zu Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben, und du weisst ja, dass dein Knecht Jahwe fürchtete; und der Schuldherr ist gekommen, um sich meine beiden Knaben zu Knechten zu nehmen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.2">Und Elisa sprach zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sage mir, was du im Hause hast. Und sie sprach: Deine Magd hat gar nichts im Hause, als nur einen Krug Öl <note>{O. eine Salbung Öl, d.h. so viel als hinreicht, um sich zu salben}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.3">Und er sprach: Gehe hin, erbitte dir Gefässe von draussen, von allen deinen Nachbarn, leere Gefässe, nimm nicht wenige;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.4">und gehe hinein und schliesse die Tür hinter dir und hinter deinen Söhnen zu, und giesse in alle diese Gefässe; und was voll ist, setze beiseite.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.5">Und sie ging von ihm weg und schloss die Tür hinter sich und hinter ihren Söhnen zu; diese reichten ihr, und sie goss ein.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.6">Und es geschah, als die Gefässe voll waren, da sprach sie zu ihrem Sohne: Reiche mir noch ein Gefäss. Aber er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäss mehr da. Und das Öl stand.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.7">Und sie kam und berichtete es dem Manne Gottes; und er sprach: Gehe hin, verkaufe das Öl und bezahle deine Schuld; du aber und deine Söhne, lebet von dem Übrigen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.8">Und es geschah eines Tages, da ging Elisa nach Sunem hinüber; und daselbst war ein wohlhabendes Weib, und sie nötigte ihn, bei ihr zu essen. Und es geschah, sooft er durchzog, kehrte er dort ein, um zu essen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.9">Und sie sprach zu ihrem Manne: Siehe doch, ich merke, dass dieser ein heiliger Mann Gottes ist, der beständig bei uns durchzieht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.10">Lass uns doch ein kleines gemauertes Obergemach machen, und ihm ein Bett und Tisch und Stuhl und Leuchter darein stellen; und es geschehe, wenn er zu uns kommt, mag er dort einkehren.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.11">Und es geschah eines Tages, da kam er dahin, und er kehrte in das Obergemach ein und schlief daselbst.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.12">Und er sprach zu Gehasi, seinem Knaben: Rufe diese Sunamitin! Und er rief sie, und sie trat vor ihn hin.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.13">Und er sprach zu ihm: Sprich doch zu ihr: Siehe, du hast dir unsertwegen alle diese Sorge gemacht; was ist für dich zu tun? Ist für dich mit dem König zu reden oder mit dem Heerobersten? Und sie sprach: Ich wohne inmitten meines Volkes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.14">Und er sprach: Was ist denn für sie zu tun? Und Gehasi sprach: Doch! sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.15">Und er sprach: Rufe sie! Und er rief sie, und sie trat in die Tür.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.16">Und er sprach: Zu dieser bestimmten Zeit übers Jahr wirst du einen Sohn umarmen. Und sie sprach: Nicht doch mein Herr, du Mann Gottes, belüge deine Magd nicht!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.17">Und das Weib wurde schwanger und gebar einen Sohn zu dieser bestimmten Zeit übers Jahr, wie Elisa zu ihr geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.18">Und das Kind wuchs heran. Und es geschah eines Tages, da ging es hinaus zu seinem Vater, zu den Schnittern.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.19">Und es sprach zu seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Und er sprach zu dem Knechte <note>{Eig. Knaben, wie V.22}</note>: Trage ihn zu seiner Mutter.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.20">Und er nahm ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter; und er sass auf ihren Knien bis zum Mittag, und er starb.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.21">Da ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes, und schloss hinter ihm zu und ging hinaus.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.22">Und sie rief ihren Mann und sprach: Sende mir doch einen von den Knaben und eine von den Eselinnen, und ich will zu dem Manne Gottes laufen und wiederkommen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.23">Und er sprach: Warum willst du heute zu ihm gehen? Es ist weder Neumond noch Sabbat. Und sie sprach: Es ist gut.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.24">Und sie sattelte die Eselin und sprach zu ihrem Knaben: Treibe immerfort; halte mich nicht auf im Reiten, es sei denn, dass ich es dir sage!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.25">So zog sie hin und kam zu dem Manne Gottes auf den Berg Karmel. Und es geschah, als der Mann Gottes sie von ferne sah, da sprach er zu Gehasi, seinem Knaben: Siehe da, die Sunamitin!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.26">Nun laufe ihr doch entgegen und sprich zu ihr: Geht es dir wohl? Geht es deinem Manne wohl? Geht es dem Kinde wohl?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.27">Und sie sprach: Wohl. Und sie kam zu dem Manne Gottes auf den Berg und umfasste seine Füsse. Da trat Gehasi herzu, um sie wegzustossen. Aber der Mann Gottes sprach: Lass sie! denn ihre Seele ist betrübt; und Jahwe hat es mir verborgen und mir nicht kundgetan.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.28">Und sie sprach: Habe ich einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Habe ich nicht gesagt: Täusche mich nicht?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.29">Da sprach er zu Gehasi: Gürte deine Lenden, und nimm meinen Stab in deine Hand und gehe hin; wenn du jemand triffst, grüsse ihn nicht, und wenn jemand dich grüsst, antworte ihm nicht; und lege meinen Stab auf das Angesicht des Knaben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.30">Und die Mutter des Knaben sprach: So wahr Jahwe lebt und deine Seele lebt, wenn ich von dir lasse! Da machte er sich auf und ging ihr nach.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.31">Gehasi aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das Angesicht des Knaben gelegt; aber da war keine Stimme und kein Aufmerken. Und er kehrte zurück, ihm entgegen, und berichtete ihm und sprach: Der Knabe ist nicht erwacht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.32">Und als Elisa in das Haus kam, siehe, da war der Knabe tot, hingelegt auf sein Bett.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.33">Und er ging hinein und schloss die Tür hinter ihnen beiden zu und betete zu Jahwe.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.34">Und er stieg hinauf <note>{d.h. auf das Bett}</note> und legte sich auf das Kind, und er legte seinen Mund auf dessen Mund, und seine Augen auf dessen Augen, und seine Hände auf dessen Hände und beugte sich über dasselbe; und das Fleisch des Kindes wurde warm.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.35">Und er kam zurück und ging im Hause einmal dahin und einmal dorthin, und er stieg wieder hinauf und beugte sich über ihn. Da nieste der Knabe siebenmal, und der Knabe schlug seine Augen auf.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.36">Und er rief Gehasi und sprach: Rufe diese Sunamitin. Und er rief sie, und sie kam zu ihm herein. Und er sprach: Nimm deinen Sohn.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.37">Da kam sie und fiel ihm zu Füssen und beugte sich zur Erde nieder; und sie nahm ihren Sohn und ging hinaus.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.38">Elisa aber kehrte nach Gilgal zurück. Und es war Hungersnot im Lande. Und die Söhne der Propheten sassen vor ihm. Und er sprach zu seinem Knaben: Setze den grossen Topf auf und koche ein Gericht für die Söhne der Propheten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.39">Da ging einer auf das Feld hinaus, um Kräuter zu lesen, und er fand eine wilde Rebe und las davon wilde Koloquinthen, sein Kleid voll, und er kam und zerschnitt sie in den Kochtopf, denn sie kannten sie nicht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.40">Und sie schütteten es aus zum Essen für die Männer. Aber es geschah, als sie von dem Gericht assen, da schrieen sie und sprachen: Der Tod ist im Topfe, Mann Gottes! Und sie konnten es nicht essen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.41">Da sprach er: So holet Mehl her! Und er warf es in den Topf und sprach: Schütte es aus für die Leute, dass sie essen. Und es war nichts Schlimmes mehr im Topfe.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.42">Und ein Mann kam von Baal-Schalischa und brachte dem Manne Gottes Brot der Erstlinge, zwanzig Gerstenbrote, und Gartenkorn in seinem Sacke. Und er sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.43">Und sein Diener sprach: Wie soll ich dieses hundert Männern vorsetzen? Und er sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen! denn so spricht Jahwe: Man wird essen und übriglassen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.4.44">Und er setzte es ihnen vor; und sie assen und liessen übrig, nach dem Worte Jahwes.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.5">
        <verse osisID="2Kgs.5.1">Und Naaman, der Heeroberste des Königs von Syrien, war ein grosser Mann vor seinem Herrn und angesehen; denn durch ihn hatte Jahwe den Syrern Sieg <note>{W. Rettung}</note> gegeben; und der Mann war ein Kriegsheld, aber aussätzig.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.2">Und die Syrer waren in Streifscharen ausgezogen und hatten aus dem Lande Israel ein junges Mädchen gefangen weggeführt, und sie war vor dem Weibe Naamans <note>{d.h. sie diente ihr}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.3">Und sie sprach zu ihrer Herrin: Ach, wäre doch mein Herr vor dem Propheten, der zu Samaria wohnt! dann würde er ihn von seinem Aussatz heilen <note>{Eig. befreien; so auch V.6 usw.}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.4">Und Naaman <note>{W. er}</note> ging und berichtete es seinem Herrn und sprach: So und so hat das Mädchen geredet, das aus dem Lande Israel ist.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.5">Da sprach der König von Syrien: Geh, ziehe hin, und ich will an den König von Israel einen Brief senden. Und er ging hin und nahm mit sich zehn Talente Silber und sechstausend Sekel Gold und zehn Wechselkleider.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.6">Und er brachte den Brief zu dem König von Israel, und er lautete also: Und nun, wenn dieser Brief zu dir kommt, siehe, ich habe meinen Knecht Naaman zu dir gesandt, dass du ihn von seinem Aussatz heilest.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.7">Und es geschah, als der König von Israel den Brief gelesen hatte, da zerriss er seine Kleider und sprach: Bin ich Gott, um zu töten und lebendig zu machen, dass dieser zu mir sendet, einen Mann von seinem Aussatz zu heilen? Aber fürwahr, erkennet doch und sehet, dass er einen Anlass an mir sucht!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.8">Und es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hörte, dass der König von Israel seine Kleider zerrissen hatte, da sandte er zu dem König und liess ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Lass ihn doch zu mir kommen, und er soll erkennen, dass ein Prophet in Israel ist.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.9">Und Naaman kam mit seinen Rossen und mit seinen Wagen, und hielt am Eingang des Hauses Elisas.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.10">Und Elisa sandte einen Boten zu ihm und liess ihm sagen: Gehe hin und bade dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder werden, und du wirst rein sein.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.11">Da wurde Naaman zornig und zog weg; und er sprach: Siehe, ich hatte gedacht: Er wird gewisslich zu mir herauskommen und hintreten und den Namen Jahwes, seines Gottes, anrufen und wird seine Hand über die Stelle schwingen und so den Aussätzigen heilen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.12">Sind nicht Abana <note>{O. Amana}</note> und Parpar, die Flüsse von Damaskus, besser als alle Wasser von Israel? Kann ich mich nicht darin baden und rein werden? Und er wandte sich und zog weg im Grimm.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.13">Da traten seine Knechte herzu und redeten zu ihm und sprachen: Mein Vater, hätte der Prophet etwas Grosses zu dir geredet, würdest du es nicht tun? Wieviel mehr denn, da er zu dir gesagt hat: Bade dich, und du wirst rein sein!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.14">Da stieg er hinab und tauchte sich im Jordan siebenmal unter, nach dem Worte des Mannes Gottes. Da wurde sein Fleisch wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er war rein.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.15">Und er kehrte zu dem Manne Gottes zurück, er und sein ganzer Zug, und er kam und trat vor ihn und sprach: Siehe doch, ich erkenne, dass es auf der ganzen Erde keinen Gott gibt, als nur in Israel! und nun nimm doch ein Geschenk <note>{Eig. einen Segen}</note> von deinem Knechte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.16">Aber er sprach: So wahr Jahwe lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, wenn ich es nehmen werde! Und er drang in ihn, es zu nehmen; aber er weigerte sich.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.17">Da sprach Naaman: Wenn nicht, so werde doch deinem Knechte die Last eines Maultiergespannes Erde gegeben; denn dein Knecht wird nicht mehr anderen Göttern Brandopfer und Schlachtopfer opfern, sondern nur Jahwe.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.18">In diesem Stücke wolle Jahwe deinem Knechte vergeben: Wenn mein Herr in das Haus Rimmons geht, um sich daselbst niederzubeugen, - denn er lehnt sich auf meine Hand, und ich beuge mich nieder im Hause Rimmons - ja, wenn ich mich niederbeuge im Hause Rimmons, so möge doch Jahwe deinem Knechte in diesem Stücke vergeben!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.19">Und er sprach zu ihm: Gehe hin in Frieden. Und er zog von ihm weg eine Strecke Landes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.20">Da sprach Gehasi, der Knabe Elisas, des Mannes Gottes: Siehe, mein Herr hat Naaman, diesen Syrer, verschont, dass er nicht aus seiner Hand genommen, was er gebracht hat; so wahr Jahwe lebt, wenn ich ihm nicht nachlaufe und etwas von ihm nehme!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.21">Und Gehasi eilte Naaman nach. Und als Naaman sah, dass er ihm nachlief, sprang er von dem Wagen herab, ihm entgegen, und sprach: Steht es wohl?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.22">Und er sprach: Es steht wohl. Mein Herr sendet mich und lässt dir sagen: Siehe, eben jetzt sind vom Gebirge Ephraim zwei Knaben von den Söhnen der Propheten zu mir gekommen; gib ihnen doch ein Talent Silber und zwei Wechselkleider.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.23">Und Naaman sprach: Lass es dir gefallen, nimm zwei Talente. Und er drang in ihn und band zwei Talente Silber in zwei Beutel, und zwei Wechselkeider, und gab es zweien seiner Knaben; und sie trugen es vor ihm her.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.24">Als er aber an den Hügel kam, nahm er es aus ihrer Hand und brachte es im Hause unter; dann entliess er die Männer, und sie gingen weg.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.25">Er aber ging hinein und trat vor seinen Herrn. Da sprach Elisa zu ihm: Woher, Gehasi? Und er sprach: Dein Knecht ist weder dahin noch dorthin gegangen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.26">Und er sprach zu ihm: Ging mein Herz nicht mit, als der Mann sich von seinem Wagen herab dir entgegenwandte? Ist es Zeit, Silber zu nehmen und Kleider zu nehmen, und Olivenbäume und Weinberge, und Kleinvieh und Rinder, und Knechte und Mägde?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.5.27">So wird der Aussatz Naamans an dir haften und an deinem Samen ewiglich. Und er ging von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.6">
        <verse osisID="2Kgs.6.1">Und die Söhne der Propheten sprachen zu Elisa: Siehe doch, der Ort, wo wir vor dir wohnen, ist uns zu enge;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.2">lass uns doch an den Jordan gehen und von dannen ein jeder einen Balken holen, und uns dort einen Ort herrichten, um daselbst zu wohnen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.3">Und er sprach: Gehet hin. Und einer sprach: Lass es dir doch gefallen und gehe mit deinen Knechten! Und er sprach: Ich will mitgehen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.4">Und er ging mit ihnen; und sie kamen an den Jordan und hieben die Bäume um.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.5">Es geschah aber, als einer einen Balken fällte, da fiel das Eisen ins Wasser; und er schrie und sprach: Ach, mein Herr! und es war entlehnt!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.6">Und der Mann Gottes sprach: Wohin ist es gefallen? Und er zeigte ihm die Stelle; da schnitt er ein Holz ab und warf es hinein und machte das Eisen schwimmen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.7">Und er sprach: Nimm es dir auf. Und er streckte seine Hand aus und nahm es.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.8">Und der König von Syrien führte Krieg wider Israel; und er beriet sich mit seinen Knechten und sprach: An dem und dem Orte soll mein Lager sein.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.9">Da sandte der Mann Gottes zum König von Israel und liess ihm sagen: Hüte dich, diesen Ort zu vernachlässigen <note>{And. üb.: an diesem Orte vorbeizuziehen}</note>; denn dort kommen die Syrer herab.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.10">Und der König von Israel sandte an den Ort, den der Mann Gottes ihm gesagt und vor dem er ihn gewarnt hatte, und er verwahrte sich daselbst; und das geschah nicht einmal und nicht zweimal.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.11">Da wurde das Herz des Königs von Syrien über diese Sache beunruhigt; und er rief seine Knechte und sprach zu ihnen: Könnt ihr mir nicht kundtun, wer von den Unsrigen für den König von Israel ist?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.12">Und einer von seinen Knechten sprach: Nicht doch, mein Herr König; sondern Elisa, der Prophet, der in Israel ist, tut dem König von Israel die Worte kund, die du in deinem Schlafgemach redest.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.13">Da sprach er: Gehet hin und sehet, wo er ist; und ich werde hinsenden und ihn holen. Und es wurde ihm berichtet und gesagt: Siehe, er ist in Dothan.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.14">Da sandte er Rosse und Wagen dorthin und ein starkes Heer; und sie kamen des Nachts und umzingelten die Stadt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.15">Und als der Diener des Mannes Gottes früh aufstand und hinaustrat, siehe da, ein Heer umringte die Stadt, und Rosse und Wagen. Und sein Knabe sprach zu ihm: Ach, mein Herr! Was <note>{Eig. wie}</note> sollen wir tun?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.16">Aber er sprach: Fürchte dich nicht! denn mehr sind derer, die bei uns, als derer, die bei ihnen sind.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.17">Und Elisa betete und sprach: Jahwe, öffne doch seine Augen, dass er sehe! Da öffnete Jahwe die Augen des Knaben; und er sah: und siehe, der Berg war voll feuriger Rosse und Wagen, rings um Elisa her.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.18">Und sie kamen zu ihm herab; und Elisa betete zu Jahwe und sprach: Schlage doch dieses Volk <note>{andereswo mit "Nation" übersetzt}</note> mit Blindheit! Und er schlug sie mit Blindheit nach dem Worte Elisas.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.19">Und Elisa sprach zu ihnen: Dies ist nicht der Weg, und dies nicht die Stadt; folget mir, und ich werde euch zu dem Manne führen, den ihr suchet. Und er führte sie nach Samaria.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.20">Und es geschah, als sie nach Samaria gekommen waren, da sprach Elisa: Jahwe, öffne diesen die Augen, dass sie sehen! Da öffnete Jahwe ihnen die Augen; und sie sahen: und siehe, sie waren mitten in Samaria.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.21">Und der König von Israel sprach zu Elisa, als er sie sah: Soll ich schlagen, soll ich schlagen, mein Vater?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.22">Aber er sprach: Du sollst nicht schlagen. Würdest du die schlagen, welche du mit deinem Schwerte und mit deinem Bogen gefangen genommen hättest? Setze ihnen Brot und Wasser vor, dass sie essen und trinken und dann zu ihrem Herrn ziehen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.23">Und er richtete ihnen ein grosses Mahl zu, und sie assen und tranken; und er entliess sie, und sie zogen zu ihrem Herrn. Und die Streifscharen der Syrer kamen hinfort nicht mehr in das Land Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.24">Und es geschah hernach, da versammelte Ben-Hadad, der König von Syrien, sein ganzes Heer, und zog herauf und belagerte Samaria.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.25">Und es entstand eine grosse Hungersnot in Samaria; und siehe, sie belagerten es, bis ein Eselskopf achtzig Sekel Silber und ein Viertel Kab <note>{1 Kab = der achtzehnte Teil eines Epha}</note> Taubenmist fünf Sekel Silber galt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.26">Und es geschah, als der König von Israel auf der Mauer einherging, da schrie ein Weib zu ihm und sprach: Hilf, mein Herr König!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.27">Aber er sprach: Hilft dir Jahwe nicht, woher sollte ich dir helfen? von der Tenne oder von der Kelter?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.28">Und der König sprach zu ihr: Was ist dir? Und sie sprach: Dieses Weib da hat zu mir gesagt: Gib deinen Sohn her, dass wir ihn heute essen; und meinen Sohn wollen wir morgen essen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.29">Und so kochten wir meinen Sohn und assen ihn. Und ich sprach zu ihr am anderen Tage: Gib deinen Sohn her, dass wir ihn essen! Aber sie hat ihren Sohn verborgen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.30">Und es geschah, als der König die Worte des Weibes hörte, da zerriss er seine Kleider, während er auf der Mauer einherging; und das Volk sah, und siehe, er trug Sacktuch darunter auf seinem Leibe.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.31">Und er sprach: So soll mir Gott tun und so hinzufügen, wenn der Kopf Elisas, des Sohnes Saphats, heute auf ihm bleibt!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.32">Und Elisa sass in seinem Hause, und die Ältesten sassen bei ihm. Und der König <note>{W. er}</note> sandte einen Mann vor sich her. Ehe der Bote zu ihm kam, sprach er aber zu den Ältesten: Habt ihr gesehen, dass dieser Mördersohn hergesandt hat, um mir den Kopf wegzunehmen? Sehet zu, sobald der Bote kommt, verschliesset die Tür und dränget ihn mit der Tür hinweg! Ist nicht der Schall der Tritte seines Herrn hinter ihm?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.6.33">Noch redete er mit ihnen, siehe, da kam der Bote zu ihm herab; und er <note>{d.h. wahrsch. der König}</note> sprach: Siehe, dieses Unglück ist von Jahwe; was soll ich noch auf Jahwe harren?</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.7">
        <verse osisID="2Kgs.7.1">Da sprach Elisa: Höret das Wort Jahwes! So spricht Jahwe: Morgen um diese Zeit wird ein Mass Feinmehl einen Sekel gelten, und zwei Mass Gerste einen Sekel im Tore von Samaria.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.2">Da antwortete der Anführer <note>{Vergl. die Anm. zu 2. Sam. 23,8; so auch später}</note>, auf dessen Hand der König sich lehnte, dem Manne Gottes und sprach: Siehe, wenn Jahwe Fenster am Himmel machte, würde wohl dieses geschehen? Und er sprach: Siehe, du wirst es mit deinen Augen sehen, aber du wirst nicht davon essen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.3">Es waren aber vier aussätzige Männer am Eingang des Tores; und sie sprachen einer zum anderen: Was bleiben wir hier, bis wir sterben?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.4">Wenn wir sprechen: Lasst uns in die Stadt gehen, so ist die Hungersnot in der Stadt, und wir werden daselbst sterben; und wenn wir hier bleiben, so werden wir auch sterben. Und nun kommt und lasst uns zu dem Lager der Syrer überlaufen; wenn sie uns am Leben lassen, so leben wir, und wenn sie uns töten, so sterben wir.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.5">Und so machten sie sich in der Dämmerung auf, um ins Lager der Syrer zu kommen; und sie kamen an das Ende des Lagers der Syrer, und siehe, kein Mensch war da.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.6">Denn der Herr hatte das Heerlager der Syrer ein Getöse von Wagen und ein Getöse von Rossen hören lassen, das Getöse einer grossen Heeresmacht; und sie sprachen einer zum anderen: Siehe, der König von Israel hat die Könige der Hethiter und die Könige von Ägypten wider uns gedungen, dass sie über uns kommen sollen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.7">Und sie machten sich auf und flohen in der Dämmerung; sie liessen ihre Zelte und ihre Rosse und ihre Esel, das Lager, so wie es war, und flohen um ihr Leben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.8">Als nun jene Aussätzigen an das Ende des Lagers kamen, gingen sie in ein Zelt und assen und tranken; und sie nahmen Silber daraus und Gold und Kleider und gingen hin und verbargen es. Und sie kamen wieder und gingen in ein anderes Zelt; und sie nahmen daraus und gingen hin und verbargen es.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.9">Da sprachen sie einer zum anderen: Wir tun nicht recht: Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft; schweigen wir aber und warten, bis der Morgen hell wird, so wird uns Schuld treffen. Und nun kommt und lasst uns hineingehen und es im Hause des Königs berichten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.10">Und sie kamen und riefen die Torwache der Stadt, und berichteten ihnen und sprachen: Wir sind in das Lager der Syrer gekommen, und siehe, kein Mensch war da, und keine Menschenstimme; sondern nur die Rosse angebunden und die Esel angebunden, und die Zelte, so wie sie waren.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.11">Und sie riefen die Torwächter, und sie berichteten <note>{Eig. man rief; oder: sie (d.h. die Torwache) rief. Nach and Lesart: und die Torwächter riefen, und man berichtete}</note> es drinnen im Hause des Königs.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.12">Da stand der König in der Nacht auf und sprach zu seinen Knechten: Ich will euch sagen, was die Syrer uns getan haben: sie wissen, dass wir Hunger leiden, und sie sind aus dem Lager gegangen, um sich auf dem Felde zu verbergen, indem sie sagen: Wenn sie aus der Stadt herausgehen, so wollen wir sie lebendig greifen und in die Stadt eindringen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.13">Da antwortete einer von seinen Knechten und sprach: So nehme man doch fünf von den übrigen Rossen, die darin übriggeblieben sind (siehe, sie sind wie die ganze Menge Israels, die darin übriggeblieben, sie sind wie die ganze Menge Israels, die aufgerieben ist), und lasst uns hinsenden und sehen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.14">Und sie nahmen zwei Wagen mit Rossen, und der König sandte sie hinter dem Heere der Syrer her und sprach:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.15">Gehet hin und sehet. Und sie zogen ihnen nach bis an den Jordan; und siehe, der ganze Weg war voll Kleider und Geräte, welche die Syrer auf ihrer eiligen Flucht weggeworfen hatten. Und die Boten kehrten zurück und berichteten es dem König.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.16">Da ging das Volk hinaus und plünderte das Lager der Syrer; und es galt ein Mass Feinmehl einen Sekel, und zwei Mass Gerste einen Sekel nach dem Worte Jahwes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.17">Der König hatte aber den Anführer, auf dessen Hand er sich lehnte, über das Tor bestellt; und das Volk zertrat ihn im Tore, und er starb, so wie der Mann Gottes geredet hatte, wie er geredet hatte <note>{Eig. der geredet hatte}</note>, als der König zu ihm herabkam.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.18">Denn es geschah, als der Mann Gottes zu dem König redete und sprach: Zwei Mass Gerste werden morgen um diese Zeit einen Sekel gelten, und ein Mass Feinmehl einen Sekel im Tore von Samaria,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.19">da antwortete der Anführer dem Manne Gottes und sprach: Siehe, wenn Jahwe auch Fenster am Himmel machte, würde wohl so etwas geschehen? Und er sprach: Siehe, du wirst es mit deinen Augen sehen, aber du wirst nicht davon essen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.7.20">Und es geschah ihm also: das Volk zertrat ihn im Tore, und er starb.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.8">
        <verse osisID="2Kgs.8.1">Und Elisa hatte zu dem Weibe, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, geredet <note>{O. Elisa redete usw.}</note> und gesagt: Mache dich auf und gehe hin, du und dein Haus, und weile, wo du weilen kannst; denn Jahwe hat eine Hungersnot herbeigerufen, und sie kommt auch ins Land sieben Jahre lang.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.2">Und das Weib machte sich auf und tat nach dem Worte des Mannes Gottes: sie ging hin, sie und ihr Haus, und weilte in dem Lande der Philister sieben Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.3">Und es geschah am Ende von sieben Jahren, da kehrte das Weib aus dem Lande der Philister zurück; und sie ging aus, um den König anzurufen wegen ihres Hauses und wegen ihrer Felder.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.4">Der König aber redete eben zu Gehasi, dem Knaben des Mannes Gottes, und sprach: Erzähle mir doch alle die grossen Dinge, die Elisa getan hat!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.5">Und es geschah, während er dem König erzählte, dass er den Toten lebendig gemacht habe, siehe, da rief das Weib, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, den König an wegen ihres Hauses und wegen ihrer Felder. Da sprach Gehasi: Mein Herr König! dies ist das Weib, und dies ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.6">Und der König fragte das Weib, und sie erzählte ihm; und der König gab ihr einen Kämmerer mit und sprach: Erstatte alles zurück, was ihr gehört, sowie den ganzen Ertrag der Felder von dem Tage an, da sie das Land verlassen hat, bis jetzt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.7">Und Elisa kam nach Damaskus. Und Ben-Hadad, der König von Syrien, war krank. Und es wurde ihm berichtet und gesagt: Der Mann Gottes ist hierher gekommen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.8">Da sprach der König zu Hasael: Nimm ein Geschenk mit dir und gehe dem Manne Gottes entgegen, und befrage Jahwe durch ihn und sprich: Werde ich von dieser Krankheit genesen?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.9">Und Hasael ging ihm entgegen und nahm ein Geschenk mit sich: allerlei Gut von Damaskus, eine Last von vierzig Kamelen; und er kam und trat vor ihn hin und sprach: Dein Sohn Ben-Hadad, der König von Syrien, hat mich zu dir gesandt und lässt dir sagen: Werde ich von dieser Krankheit genesen?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.10">Und Elisa sprach zu ihm: Gehe hin, sprich zu ihm: Du wirst gewisslich genesen! Aber Jahwe hat mir gezeigt, dass er gewisslich sterben wird.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.11">Und er stellte sein Angesicht fest und richtete es auf ihn, bis er sich schämte; und der Mann Gottes weinte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.12">Und Hasael sprach: Warum weint mein Herr? Und er sprach: Weil ich weiss, was du den Kindern Israel Übles tun wirst: ihre festen Städte wirst du in Brand stecken, und ihre Jünglinge mit dem Schwerte töten, und ihre Kindlein wirst du zerschmettern und ihre Schwangeren aufschlitzen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.13">Da sprach Hasael: Was ist dein Knecht, der Hund, dass er diese grosse Sache tun sollte? Und Elisa sprach: Jahwe hat mich dich sehen lassen als König über Syrien.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.14">Und er ging von Elisa weg und kam zu seinem Herrn; und dieser sprach zu ihm: Was hat Elisa dir gesagt? Und er sprach: Er hat mir gesagt, du werdest gewisslich genesen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.15">Und es geschah am folgenden Tage, da nahm er die Decke und tauchte sie ins Wasser und breitete sie über sein Angesicht, so dass er starb. Und Hasael ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.16">Und <note>{2. Chron. 21}</note> im fünften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel, als Josaphat König von Juda war, wurde Joram König, der Sohn Josaphats, des Königs von Juda.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.17">32 Jahre war er alt, als er König wurde, und er regierte acht Jahre zu Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.18">Und er wandelte auf dem Wege der Könige von Israel, wie das Haus Ahabs tat, denn er hatte eine Tochter Ahabs zum Weibe; und er tat, was böse war in den Augen Jahwes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.19">Aber Jahwe wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David willen, so wie er ihm gesagt hatte, dass er ihm eine Leuchte geben wolle für seine Söhne <note>{O. durch seine Söhne. W. ihm, und zwar hinsichtlich seiner Söhne}</note> alle Tage.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.20">In seinen Tagen fielen die Edomiter von der Botmässigkeit Judas ab und setzten einen König über sich.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.21">Da zog Joram hinüber nach Zair, und alle Wagen mit ihm. Und es geschah, als er sich des Nachts aufmachte, da schlug er die Edomiter, welche ihn und die Obersten der Wagen umringt hatten; und das Volk floh nach seinen Zelten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.22">So fielen die Edomiter von der Botmässigkeit Judas ab bis auf diesen Tag. Damals fiel auch Libna ab zu derselben Zeit.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.23">Und das Übrige der Geschichte Jorams und alles was, er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.24">Und Joram legte sich zu seinen Vätern, und er wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt Davids. Und Ahasja, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.25">Im <note>{2. Chron. 22}</note> zwölften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel, wurde Ahasja König, der Sohn Jorams, des Königs von Juda.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.26">22 Jahre war Ahasja alt, als er König wurde, und er regierte ein Jahr zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Athalja, die Tochter Omris, des Königs von Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.27">Und er wandelte auf dem Wege des Hauses Ahabs und tat, was böse war in den Augen Jahwes, wie das Haus Ahabs; denn er war ein Eidam des Hauses Ahabs.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.28">Und er zog mit Joram, dem Sohne Ahabs, in den Streit wider Hasael, dem König von Syrien, nach Ramoth-Gilead. Und die Syrer verwundeten Joram.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.8.29">Da kehrte der König Joram zurück, um sich in Jisreel von den Wunden heilen zu lassen, welche ihm die Syrer zu Rama geschlagen hatten, als er wider Hasael, den König von Syrien, stritt. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der König von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jisreel zu besuchen, weil er krank war.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.9">
        <verse osisID="2Kgs.9.1">Und Elisa, der Prophet, rief einen von den Söhnen der Propheten und sprach zu ihm: Gürte deine Lenden und nimm diese Ölflasche in deine Hand und gehe nach Ramoth-Gilead.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.2">Und wenn du dahin gekommen bist, so sieh dich daselbst nach Jehu um, dem Sohne Josaphats, des Sohnes Nimsis; und gehe hinein, und lass ihn aufstehen aus der Mitte seiner Brüder und führe ihn in ein inneres Gemach;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.3">und nimm die Ölflasche und giesse sie über sein Haupt aus und sprich: So spricht Jahwe: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt! und öffne die Tür und fliehe, und harre nicht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.4">Und der Jüngling, der Knabe des Propheten, ging nach Ramoth-Gilead.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.5">Und er kam hinein, und siehe, da sassen die Obersten des Heeres. Und er sprach: Ich habe ein Wort an dich, Oberster. Und Jehu sprach: An wen von uns allen? Und er sprach: An dich, Oberster.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.6">Da stand Jehu <note>{W. er}</note> auf und ging ins Haus hinein; und er goss das Öl auf sein Haupt und sprach zu ihm: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Ich habe dich zum König gesalbt über das Volk Jahwes, über Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.7">Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, erschlagen; und ich werde das Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller Knechte Jahwes rächen von der Hand Isebels.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.8">Ja, das ganze Haus Ahabs soll umkommen; und ich werde von Ahab ausrotten, was männlich ist, sowohl den Gebundenen als auch den Freien in Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.9">Und ich werde das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Achijas.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.10">Isebel aber sollen die Hunde fressen auf dem Ackerstück zu Jisreel, und niemand wird sie begraben. Und er öffnete die Tür und entfloh.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.11">Und Jehu kam heraus zu den Knechten seines Herrn. Und man sprach zu ihm: Steht es wohl? Warum ist dieser Rasende zu dir gekommen? Und er sprach zu ihnen: Ihr kennet ja den Mann und seine Rede.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.12">Und sie sprachen: Lüge! tue es uns doch kund! Da sprach er: So und so hat er zu mir geredet und gesagt: So spricht Jahwe: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.13">Da eilten sie und nahmen ein jeder sein Kleid und legten es unter ihn, auf die Stufen selbst; und sie stiessen in die Posaune und sprachen: Jehu ist König!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.14">Und so machte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohnes Nimsis, eine Verschwörung gegen Joram. (Joram aber, er und ganz Israel, hatte Ramoth-Gilead gegen Hasael, den König von Syrien, verteidigt <note>{Eig. bewahrt, bewacht}</note>;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.15">und der König Joram war zurückgekehrt, um sich in Jisreel von den Wunden heilen zu lassen, welche ihm die Syrer geschlagen hatten, als er wider Hasael, den König von Syrien, stritt.) Und Jehu sprach: Wenn es euer Wille ist, so soll niemand aus der Stadt entrinnen, um hinzugehen, es in Jisreel zu berichten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.16">Und Jehu sass auf und zog nach Jisreel; denn Joram lag daselbst. Und Ahasja, der König von Juda, war hinabgezogen, um Joram zu besuchen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.17">Und der Wächter stand auf dem Turme zu Jisreel und sah den Haufen Jehus, wie er herankam, und sprach: Ich sehe einen Haufen. Und Joram sprach: Nimm einen Reiter und sende ihn ihnen entgegen, dass er spreche: Ist es Friede?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.18">Da ritt der Berittene ihm entgegen und sprach: So spricht der König: Ist es Friede? Und Jehu sprach: Was hast du mit dem Frieden zu schaffen? Wende dich hinter mich! Und der Wächter berichtete und sprach: Der Bote ist bis zu ihnen gekommen und kehrt nicht zurück.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.19">Da sandte er einen zweiten Berittenen; und er kam zu ihnen und sprach: So spricht der König: Ist es Friede? Und Jehu sprach: Was hast du mit dem Frieden zu schaffen? Wende dich hinter mich!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.20">Und der Wächter berichtete und sprach: Er ist bis zu ihnen gekommen und kehrt nicht zurück. Und das Treiben ist wie das Treiben Jehus, des Sohnes Nimsis; denn er treibt unsinnig.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.21">Da sprach Joram: Spannet an! Und man spannte seinen Wagen an; und Joram, der König von Israel, und Ahasja, der König von Juda, zogen aus, ein jeder auf seinem Wagen: sie zogen aus, Jehu entgegen, und sie trafen ihn auf dem Grundstück Naboths, des Jisreeliters.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.22">Und es geschah, als Joram den Jehu sah, da sprach er: Ist es Friede, Jehu? Aber er sprach: Was, Friede, während der vielen Hurereien Isebels, deiner Mutter, und ihrer vielen Zaubereien!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.23">Da wandte Joram um <note>{W. seine Hände}</note> und floh, und sprach zu Ahasja: Verrat, Ahasja!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.24">Jehu aber nahm seinen Bogen zur Hand und traf Joram zwischen seine Arme, so dass der Pfeil ihm durch das Herz fuhr; und er sank nieder in seinem Wagen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.25">Und er sprach zu Bidkar, seinem Anführer: Nimm ihn und wirf ihn auf das Grundstück Naboths, des Jisreeliters. Denn gedenke, wie wir, ich und du, nebeneinander hinter seinem Vater Ahab herritten, und Jahwe diesen Ausspruch über ihn tat:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.26">Wenn ich nicht das Blut Naboths und das Blut seiner Söhne gestern gesehen habe! spricht Jahwe <note>{Eig. ist der Spruch Jahwes}</note>; und ich werde es dir vergelten auf diesem Grundstück, spricht Jahwe <note>{Eig. ist der Spruch Jahwes}</note>. Und nun nimm ihn auf, wirf ihn auf das Grundstück, nach dem Worte Jahwes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.27">Als Ahasja, der König von Juda, das sah, floh er des Weges zum Gartenhause <note>{O. nach Beth-Hagan}</note>. Und Jehu jagte ihm nach und sprach: Auch ihn erschlaget auf dem Wagen! Und sie verwundeten ihn auf der Anhöhe Gur, die bei Jibleam ist. Und er floh nach Megiddo und starb daselbst.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.28">Und seine Knechte führten ihn zu Wagen nach Jerusalem, und sie begruben ihn in seinem Begräbnis, bei seinen Vätern, in der Stadt Davids. -</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.29">Und im elften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, war Ahasja König geworden über Juda.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.30">Und Jehu kam nach Jisreel. Und als Isebel es hörte, da tat sie Schminke an ihre Augen und schmückte ihr Haupt und schaute zum Fenster hinaus.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.31">Und als Jehu in das Tor kam, da sprach sie: Erging es Simri wohl, dem Mörder seines Herrn <note>{And. üb.: Ist es Friede, Simri, Mörder seines Herrn? (Vergl. 1. Kön. 16,10. 18)}</note>?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.32">Und er erhob sein Angesicht zum Fenster und sprach: Wer ist mit mir, wer? Da blickten zwei, drei Kämmerer zu ihm hinab.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.33">Und er sprach: Stürzet sie herab! Und sie stürzten sie hinab; und es spritzte von ihrem Blute an die Wand und an die Rosse, und er zertrat sie.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.34">Und er ging hinein und ass und trank; und er sprach: Sehet doch nach dieser Verfluchten und begrabet sie, denn sie ist eine Königstochter.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.35">Und sie gingen hin, um sie zu begraben; aber sie fanden nichts mehr von ihr, als nur den Schädel und die Füsse und die Hände.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.36">Und sie kamen zurück und berichteten es ihm. Und er sprach: Das ist das Wort Jahwes, das er durch seinen Knecht Elia, den Tisbiter, geredet hat, indem er sprach: Auf dem Grundstück zu Jisreel sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.9.37">und der Leichnam Isebels soll auf dem Grundstück zu Jisreel dem Miste auf dem Felde gleichen, dass man nicht wird sagen können: Das ist Isebel.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.10">
        <verse osisID="2Kgs.10.1">Und Ahab hatte siebzig Söhne zu Samaria. Und Jehu schrieb Briefe und sandte sie nach Samaria an die Obersten von Jisreel, die Ältesten, und an die Erzieher der Söhne Ahabs, und sie lauteten:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.2">Und nun, wenn dieser Brief zu euch kommt, - bei euch sind ja die Söhne eures Herrn, und bei euch die Wagen und die Rosse, und eine feste Stadt und Waffen -</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.3">so ersehet den besten und tüchtigsten aus den Söhnen eures Herrn, und setzet ihn auf den Thron seines Vaters; und streitet für das Haus eures Herrn.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.4">Aber sie fürchteten sich gar sehr und sprachen: Siehe, die zwei Könige konnten vor ihm nicht standhalten, und wie wollten wir bestehen?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.5">Und der über das Haus und der über die Stadt war und die Ältesten und die Erzieher sandten hin zu Jehu und liessen ihm sagen: Wir sind deine Knechte, und alles, was du zu uns sagen wirst, wollen wir tun; wir wollen niemand zum König machen; tue, was gut ist in deinen Augen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.6">Da schrieb er zum zweiten Male einen Brief an sie, welcher lautete: Wenn ihr für mich seid und auf meine Stimme höret, so nehmet die Köpfe der Männer, der Söhne eures Herrn, und kommet morgen um diese Zeit zu mir nach Jisreel. (Und die Königssöhne, siebzig Mann, waren bei den Grossen der Stadt, die sie auferzogen.)</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.7">Und es geschah, als der Brief zu ihnen kam, da nahmen sie die Söhne des Königs und schlachteten sie, siebzig Mann, und legten ihre Köpfe in Körbe und sandten sie zu ihm nach Jisreel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.8">Und ein Bote kam und berichtete ihm und sprach: Man hat die Köpfe der Königssöhne gebracht. Und er sprach: Leget sie in zwei Haufen an den Eingang des Tores, bis zum Morgen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.9">Und es geschah am Morgen, da ging er hinaus und trat hin und sprach zu dem ganzen Volke: Ihr seid gerecht! Siehe, ich habe eine Verschwörung wider meinen Herrn gemacht und habe ihn ermordet; wer aber hat alle diese erschlagen?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.10">Wisset denn, dass nichts zur Erde fallen wird von dem Worte Jahwes, das Jahwe wider das Haus Ahabs geredet hat; und Jahwe hat getan, was er durch seinen Knecht Elia geredet hat.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.11">Und Jehu erschlug alle, welche vom Hause Ahabs in Jisreel übriggeblieben waren, und alle seine Grossen und seine Bekannten und seine Priester, bis er ihm keinen Entronnenen übrigliess.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.12">Und er machte sich auf und ging und zog nach Samaria. Er war bei Beth-Eked-Haroim <note>{Versammlungshaus der Hirten}</note> auf dem Wege,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.13">da traf Jehu die Brüder Ahasjas, des Königs von Juda; und er sprach: Wer seid ihr? Und sie sprachen: Wir sind die Brüder Ahasjas und sind herabgekommen, um die Söhne des Königs und die Söhne der Königin zu begrüssen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.14">Und er sprach: Greifet sie lebendig! Und sie griffen sie lebendig und schlachteten sie bei der Zisterne von Beth-Eked, 42 Mann, und er liess keinen von ihnen übrig.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.15">Und er zog von dannen und traf Jonadab, den Sohn Rekabs, der ihm entgegenkam; und er grüsste ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz redlich, wie mein Herz gegen dein Herz? Und Jonadab sprach: Es ist's. Wenn es so ist, so gib mir deine Hand. - Und er gab ihm seine Hand. Da liess er ihn zu sich auf den Wagen steigen</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.16">und sprach: Komm mit mir und sieh meinen Eifer für Jahwe an! Und sie fuhren ihn auf seinem Wagen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.17">Und als er nach Samaria kam, erschlug er alle, welche von Ahab in Samaria übriggeblieben waren, bis er ihn vertilgte, nach dem Worte Jahwes, das er zu Elia geredet hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.18">Und Jehu versammelte das ganze Volk und sprach zu ihnen: Ahab hat dem Baal ein wenig gedient, Jehu will ihm viel dienen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.19">Und nun, rufet alle Propheten des Baal, alle seine Diener und alle seine Priester zu mir; kein Mann werde vermisst! denn ich habe ein grosses Schlachtopfer für den Baal. Keiner, der vermisst wird, soll am Leben bleiben! Jehu handelte aber mit Hinterlist, um die Diener des Baal umzubringen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.20">Und Jehu sprach: Heiliget dem Baal eine Festversammlung! Und man rief sie aus.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.21">Und Jehu sandte in ganz Israel umher. Da kamen alle Diener des Baal: keiner blieb übrig, der nicht gekommen wäre; und sie gingen in das Haus des Baal, und das Haus des Baal ward voll von einem Ende bis zum anderen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.22">Und er sprach zu dem, der über die Kleiderkammer war: Bringe Kleider heraus für alle Diener des Baal! Und er brachte ihnen Kleidung heraus.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.23">Und Jehu und Jonadab, der Sohn Rekabs, gingen in das Haus des Baal; und er sprach zu den Dienern des Baal: Forschet und sehet zu, dass nicht etwa einer von den Dienern Jahwes hier bei euch sei, sondern nur Diener des Baal allein!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.24">Und sie gingen hinein, um Schlachtopfer und Brandopfer zu opfern. Jehu hatte sich aber draussen achtzig Mann bestellt und gesagt: Derjenige, welcher einen von den Männern entrinnen lässt, die ich in eure Hände gebracht habe, sein Leben soll statt dessen Leben sein.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.25">Und es geschah, als man das Opfern des Brandopfers vollendet hatte, da sprach Jehu zu den Läufern und zu den Anführern: Gehet hinein, erschlaget sie; keiner komme heraus! Und sie schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes. Und die Läufer und die Anführer warfen sie hin. Und sie gingen nach dem Stadtteil <note>{O. in die Burg}</note> des Baalhauses,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.26">und brachten die Bildsäulen des Baalhauses heraus und verbrannten sie; und sie rissen die Bildsäule des Baal nieder;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.27">und sie rissen das Haus des Baal nieder und machten Kotstätten daraus bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.28">Also vertilgte Jehu den Baal aus Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.29">Nur von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte, von denen wich Jehu nicht ab: von den goldenen Kälbern, die zu Bethel und zu Dan waren.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.30">Und Jahwe sprach zu Jehu: Weil du wohl ausgerichtet hast, was recht ist in meinen Augen, und an dem Hause Ahabs getan hast nach allem, was in meinem Herzen war, so sollen dir Söhne des vierten Gliedes auf dem Throne Israels sitzen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.31">Aber Jehu achtete nicht darauf, in dem Gesetze Jahwes, des Gottes Israels, mit seinem ganzen Herzen zu wandeln; er wich nicht von den Sünden Jerobeams, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.32">In jenen Tagen begann Jahwe abzuhauen unter Israel; und Hasael schlug sie im ganzen Gebiet Israels,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.33">vom Jordan an, gegen Sonnenaufgang, das ganze Land Gilead, die Gaditer und die Rubeniter und die Manassiter, von Aroer an, das am Flusse Arnon liegt, sowohl Gilead als Basan.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.34">Und das Übrige der Geschichte Jehus und alles, was er getan hat, und alle seine Macht <note>{O. Tapferkeit, Machttaten; so auch Kap. 13,8. 12; 14,15; 20,20 usw.}</note>, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.35">Und Jehu legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn zu Samaria. Und Joahas, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.10.36">Die Tage aber, die Jehu über Israel zu Samaria regierte, waren 28 Jahre.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.11">
        <verse osisID="2Kgs.11.1">Und <note>{2. Chron. 22,10}</note> als Athalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, da machte sie sich auf und brachte allen königlichen Samen um.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.2">Aber Joseba, die Tochter des Königs Joram, die Schwester Ahasjas, nahm Joas, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn weg aus der Mitte der Königssöhne, die getötet wurden, und tat ihn und seine Amme in das Schlafgemach <note>{O. die Bettzeugkammer}</note>; und so verbargen sie ihn vor Athalja, und er wurde nicht getötet.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.3">Und er war sechs Jahre bei ihr im Hause Jahwes versteckt. Athalja aber regierte über das Land.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.4">Und im siebten Jahre sandte Jojada hin und liess die Obersten über hundert der Karier <note>{Wahrscheinlich gleichbedeutend mit Kerethiter, da im Texte von 2. Sam. 20,23 ebenfalls Karier statt Kerethiter steht}</note> und der Läufer holen und zu sich in das Haus Jahwes kommen; und er machte einen Bund mit ihnen und liess sie schwören im Hause Jahwes, und er zeigte ihnen den Sohn des Königs.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.5">Und er gebot ihnen und sprach: Dies ist es, was ihr tun sollt: Ein Drittel von euch, die ihr am Sabbat antretet, soll Wache halten im Hause des Königs,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.6">und ein Drittel soll am Tore Sur, und ein Drittel am Tore hinter den Läufern sein; und ihr sollt der Hut des Hauses warten zur Abwehr.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.7">Und die zwei anderen Abteilungen von euch, alle, die am Sabbat abtreten, die sollen im Hause Jahwes Wache halten bei dem König.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.8">Und ihr sollt den König rings umgeben, ein jeder mit seinen Waffen in seiner Hand; und wer in die Reihen eindringt, soll getötet werden; und ihr sollt bei dem König sein, wenn er ausgeht und wenn er eingeht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.9">Und die Obersten über hundert taten nach allem, was der Priester Jojada geboten hatte; und sie nahmen ein jeder seine Männer, die am Sabbat antretenden samt den am Sabbat abtretenden, und kamen zu dem Priester Jojada.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.10">Und der Priester gab den Obersten über hundert die Speere und die Schilde, welche dem König David gehört hatten, die im Hause Jahwes waren.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.11">Und die Läufer stellten sich auf, ein jeder mit seinen Waffen in seiner Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite des Hauses, gegen den Altar und gegen das Haus hin, rings um den König.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.12">Und er führte den Sohn des Königs heraus und setzte ihm die Krone auf und gab ihm das Zeugnis, und sie machten ihn zum König und salbten ihn; und sie klatschten in die Hände und riefen: Es lebe der König!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.13">Und als Athalja das Geschrei der Läufer und des Volkes hörte, kam sie zu dem Volke in das Haus Jahwes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.14">Und sie sah: und siehe, der König stand auf dem Standorte, nach dem Gebrauch, und die Obersten und die Trompeter bei dem König; und alles Volk des Landes war fröhlich und stiess in die Trompeten. Da zerriss Athalja ihre Kleider und rief: Verschwörung, Verschwörung!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.15">Und der Priester Jojada gebot den Obersten über hundert, die über das Heer bestellt waren, und sprach zu ihnen: Führet sie hinaus ausserhalb der Reihen <note>{O. zwischen den Reihen hindurch}</note>, und wer ihr folgt, den tötet mit dem Schwerte! Denn der Priester sprach: Sie soll nicht in dem Hause Jahwes getötet werden.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.16">Und sie machten ihr Platz, und sie ging in das Haus des Königs auf dem Wege des Eingangs für die Rosse; und sie wurde daselbst getötet.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.17">Und Jojada machte einen Bund zwischen Jahwe und dem König und dem Volke, dass sie das Volk Jahwes sein sollten, und zwischen dem König und dem Volke.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.18">Da ging alles Volk des Landes in das Haus des Baal und riss es nieder; seine Altäre und seine Bilder zerschlugen sie gänzlich; und Mattan, den Priester des Baal, töteten sie vor den Altären. Und der Priester setzte Aufseher <note>{W. Ämter}</note> über das Haus Jahwes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.19">Und er nahm die Obersten über hundert und die Karier und die Läufer und alles Volk des Landes, und sie führten den König aus dem Hause Jahwes hinab und kamen auf dem Wege des Läufertores in das Haus des Königs; und er setzte sich auf den Thron der Könige.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.11.20">Und alles Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe. Athalja aber hatten sie im Hause des Königs mit dem Schwerte getötet.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.12">
        <verse osisID="2Kgs.12.1">Sieben <note>{2. Chron. 24}</note> Jahre war Joas alt, als er König wurde.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.2">Im siebten Jahre Jehus wurde Joas König, und er regierte vierzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Zibja, von Beerseba.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.3">Und Joas tat, was recht war in den Augen Jahwes, solange <note>{Eig. alle Tage, die}</note> der Priester Jojada ihn unterwies.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.4">Doch die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.5">Und Joas sprach zu den Priestern: Alles Geld der geheiligten Dinge, welches in das Haus Jahwes gebracht wird: das Geld eines jeden Gemusterten, das Geld der Seelen, je nach der Schätzung eines jeden, und alles Geld, das jemand ins Herz kommt, in das Haus Jahwes zu bringen,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.6">sollen die Priester an sich nehmen, ein jeder von seinen Bekannten; und sie selbst sollen das Baufällige des Hauses ausbessern, alles, was daselbst Baufälliges gefunden wird.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.7">Und es geschah, im 23. Jahre des Königs Joas hatten die Priester das Baufällige des Hauses nicht ausgebessert.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.8">Da rief der König Joas den Priester Jojada und die Priester und sprach zu ihnen: Warum bessert ihr das Baufällige des Hauses nicht aus? Und nun sollt ihr kein Geld von euren Bekannten nehmen, sondern ihr sollt es für das Baufällige des Hauses hergeben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.9">Und die Priester willigten ein, kein Geld mehr von dem Volke zu nehmen, noch auch das Baufällige des Hauses auszubessern.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.10">Und der Priester Jojada nahm eine Lade und bohrte ein Loch in ihren Deckel, und er stellte sie neben den Altar, zur Rechten, wenn man in das Haus Jahwes hineingeht; und die Priester, welche die Schwelle hüteten, legten alles Geld darein, welches in das Haus Jahwes gebracht wurde.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.11">Und es geschah, wenn sie sahen, dass viel Geld in der Lade war, so kamen der Schreiber des Königs und der Hohepriester herauf, und sie banden das Geld, welches sich im Hause Jahwes vorfand, zusammen und zählten es.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.12">Und sie gaben das abgewogene Geld in die Hände derer, welche das Werk betrieben, die über das Haus Jahwes bestellt waren; und diese gaben es aus an die Zimmerleute und an die Bauleute, welche am Hause Jahwes arbeiteten,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.13">und an die Maurer und an die Steinhauer, und um Holz und gehauene Steine zu kaufen, um das Baufällige des Hauses Jahwes auszubessern, und für alles, was zur Ausbesserung des Hauses ausgegeben wurde.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.14">Doch wurden für das Haus Jahwes keine silbernen Becken, Messer, Sprengschalen, Trompeten, noch irgend ein goldenes Gerät oder ein silbernes Gerät, von dem Gelde gemacht, welches in das Haus Jahwes gebracht wurde;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.15">sondern man gab es denen, welche das Werk betrieben, dass sie das Haus Jahwes damit ausbesserten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.16">Und man rechnete nicht mit den Männern, in deren Hand man das Geld gab, um es denen zu geben, welche das Werk taten; denn sie handelten getreulich.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.17">Das Geld von Schuldopfern und das Geld von Sündopfern wurde nicht in das Haus Jahwes gebracht; es war für die Priester.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.18">Damals zog Hasael, der König von Syrien, herauf und stritt wider Gath und nahm es ein. Und Hasael richtete sein Angesicht darauf, wider Jerusalem hinaufzuziehen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.19">Da nahm Joas, der König von Juda, alle geheiligten Dinge, die Josaphat und Joram und Ahasja, seine Väter, die Könige von Juda, geheiligt hatten, und seine geheiligten Dinge, und all das Gold, das sich in den Schätzen des Hauses Jahwes und des Hauses des Königs vorfand, und sandte es Hasael, dem König von Syrien. Und er zog ab von Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.20">Und das Übrige der Geschichte Joas' und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.21">Und seine Knechte standen auf und machten eine Verschwörung, und sie erschlugen Joas im Hause Millo <note>{die Burg auf dem Berge Zion; vergl. Anm. 1. Kön. 9,15 mit Anm.}</note>, wo man nach Silla hinabgeht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.12.22">Und Josakar, der Sohn Schimeaths, und Josabad, der Sohn Schomers, seine Knechte, erschlugen ihn, und er starb; und man begrub ihn bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Amazja, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.13">
        <verse osisID="2Kgs.13.1">Im 23. Jahre Joas', des Sohnes Ahasjas, des Königs von Juda, wurde Joahas, der Sohn Jehus, König über Israel zu Samaria und regierte siebzehn Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.2">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes; und er wandelte den Sünden Jerobeams nach, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte: er wich nicht davon.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.3">Da entbrannte der Zorn Jahwes wider Israel; und er gab sie in die Hand Hasaels, des Königs von Syrien, und in die Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasaels, alle Tage hindurch.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.4">Und Joahas flehte Jahwe an; und Jahwe hörte auf ihn, er sah den Druck Israels, denn <note>{O. dass}</note> der König von Syrien drückte sie.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.5">(Und Jahwe gab Israel einen Retter, und sie kamen aus <note>{W. von unter}</note> der Hand der Syrer heraus; und die Kinder Israel wohnten in ihren Zelten wie zuvor.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.6">Dennoch wichen sie nicht von den Sünden des Hauses Jerobeams, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte: sie wandelten darin; auch die Aschera <note>{S. 1. Kön. 16,33}</note> blieb in Samaria stehen.)</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.7">Denn er hatte dem Joahas kein Volk übriggelassen, als nur fünfzig Reiter und zehn Wagen und zehntausend Mann zu Fuss; denn der König von Syrien hatte sie vernichtet und sie gemacht wie den Staub, den man zertritt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.8">Und das Übrige der Geschichte Joahas' und alles, was er getan hat, und seine Macht, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.9">Und Joahas legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn zu Samaria. Und Joas, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.10">Im 37 Jahre Joas', des Königs von Juda, wurde Joas, der Sohn des Joahas, König über Israel zu Samaria und regierte sechzehn Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.11">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes; er wich nicht von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte: er wandelte darin.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.12">Und das Übrige der Geschichte Joas' und alles, was er getan, und seine Macht, wie er mit Amazja, dem König von Juda, gestritten hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.13">Und Joas legte sich zu seinen Vätern, und Jerobeam setzte sich auf seinen Thron; und Joas wurde zu Samaria begraben bei den Königen von Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.14">Und Elisa erkrankte an seiner Krankheit, an welcher er starb. Und Joas, der König von Israel, kam zu ihm herab und weinte über seinem Angesicht und sprach: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.15">Da sprach Elisa zu ihm: Hole Bogen und Pfeile. Und er holte ihm Bogen und Pfeile.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.16">Und er sprach zu dem König von Israel: Lege deine Hand auf den Bogen <note>{d.h. Spanne den Bogen}</note>. Da legte er seine Hand darauf: und Elisa tat seine Hände auf die Hände des Königs.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.17">Und er sprach: Öffne das Fenster gegen Morgen. Und er öffnete es. Und Elisa sprach: Schiesse! Und er schoss. Und er sprach: Ein Pfeil der Rettung von Jahwe und ein Pfeil der Rettung wider die Syrer! und so wirst du die Syrer zu Aphek schlagen bis zur Vernichtung.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.18">Und er sprach: Nimm die Pfeile. Und er nahm sie. Und er sprach zu dem König von Israel: Schlage auf die Erde! Und er schlug dreimal und hielt inne.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.19">Da ward der Mann Gottes zornig über ihn und sprach: Du hättest fünf- oder sechsmal schlagen sollen, dann würdest du die Syrer bis zur Vernichtung geschlagen haben; nun aber wirst du die Syrer dreimal schlagen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.20">Und Elisa starb, und man begrub ihn. Und es kamen Streifscharen der Moabiter in das Land, als <note>{And. üb.: so oft}</note> das Jahr anfing.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.21">Und es geschah, als sie einen Mann begruben, siehe, da sahen sie die Streifschar, und sie warfen den Mann in das Grab Elisas; und als der Mann hineinkam und die Gebeine Elisas berührte, da wurde er lebendig und erhob sich auf seine Füsse.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.22">Und Hasael, der König von Syrien, bedrückte Israel alle Tage des Joahas.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.23">Aber Jahwe erwies ihnen Gnade und erbarmte sich ihrer und wandte sich ihnen zu, wegen seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob; und er wollte sie nicht verderben und warf sie nicht von seinem Angesicht weg bis dahin.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.24">Und Hasael, der König von Syrien, starb. Und Ben-Hadad, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.13.25">Da nahm Joas, der Sohn des Joahas, aus der Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasaels, die Städte wieder, welche dieser aus der Hand seines Vaters Joahas im Streit genommen hatte. Dreimal schlug ihn Joas und brachte die Städte Israels wieder zurück.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.14">
        <verse osisID="2Kgs.14.1">Im <note>{2. Chron. 25}</note> zweiten Jahre Joas', des Sohnes Joahas', des Königs von Israel, wurde Amazja König, der Sohn Joas', des Königs von Juda.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.2">25 Jahre war er alt, als er König wurde, und er regierte 29 Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Joaddin, von Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.3">Und er tat, was recht war in den Augen Jahwes, nur nicht wie sein Vater David; er tat nach allem, was sein Vater Joas getan hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.4">Doch die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.5">Und es geschah, als das Königtum in seiner Hand erstarkt war, da erschlug er seine Knechte, die den König, seinen Vater, erschlagen hatten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.6">Aber die Söhne der Totschläger tötete er nicht, wie geschrieben steht im Buche des Gesetzes Moses, wo Jahwe geboten und gesagt hat: Nicht sollen Väter getötet werden um der Kinder willen <note>{O. samt den Kindern... samt den Vätern}</note>, und Kinder sollen nicht getötet werden um der Väter willen <note>{O. samt den Kindern... samt den Vätern}</note>, sondern sie sollen ein jeder für seine Sünde getötet werden <note>{5. Mose 24,16}</note>. -</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.7">Er schlug die Edomiter im Salztal, zehntausend Mann, und nahm Sela ein im Streit, und er gab ihm den Namen Joktheel bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.8">Damals sandte Amazja Boten an Joas, den Sohn Joahas', des Sohnes Jehus, den König von Israel, und liess ihm sagen: Komm, lass uns einander ins Angesicht sehen!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.9">Da sandte Joas, der König von Israel, zu Amazja, dem König von Juda, und liess ihm sagen: Der Dornstrauch <note>{And.: die Distel}</note> auf dem Libanon sandte zu der Zeder auf dem Libanon und liess ihr sagen: Gib meinem Sohne deine Tochter zum Weibe! Da lief das Getier des Feldes, das auf dem Libanon ist, vorüber und zertrat den Dornstrauch.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.10">Freilich hast du Edom geschlagen, und dein Herz erhebt sich <note>{Eig. dich}</note>; habe deinen Ruhm und bleibe in deinem Hause! Warum willst du dich denn mit dem Unglück einlassen, dass du fallest, du und Juda mit dir?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.11">Aber Amazja hörte nicht. Da zog Joas, der König von Israel, herauf; und sie sahen einander ins Angesicht, er und Amazja, der König von Juda, zu Beth-Semes, das zu Juda gehört.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.12">Und Juda wurde vor Israel geschlagen; und sie flohen, ein jeder nach seinem Zelte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.13">Und Joas, der König von Israel, nahm Amazja, den König von Juda, den Sohn Joas', des Sohnes Ahasjas, zu Beth-Semes gefangen. Und er kam nach Jerusalem und machte einen Bruch in der Mauer Jerusalems, vom Tore Ephraim bis an das Ecktor, vierhundert Ellen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.14">Und er nahm alles Gold und Silber, und alle Geräte, welche sich im Hause Jahwes und in den Schätzen des Hauses des Königs vorfanden, und Geiseln und kehrte nach Samaria zurück.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.15">Und das Übrige der Geschichte Joas', was er getan, und seine Macht, und wie er mit Amazja, dem König von Juda, gestritten hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.16">Und Joas legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben zu Samaria bei den Königen von Israel. Und Jerobeam, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.17">Und Amazja, der Sohn Joas', der König von Juda, lebte nach dem Tode Joas', des Sohnes Joahas', des Königs von Israel, fünfzehn Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.18">Und das Übrige der Geschichte Amazjas, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.19">Und sie machten zu Jerusalem eine Verschwörung wider ihn, und er floh nach Lachis; und sie sandten ihm nach bis Lachis und töteten ihn daselbst.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.20">Und sie luden ihn auf Rosse, und er wurde begraben zu Jerusalem bei seinen Vätern in der Stadt Davids.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.21">Und <note>{2. Chron. 26,1}</note> das ganze Volk von Juda nahm Asarja, der sechzehn Jahre alt war, und sie machten ihn zum König an seines Vaters Amazja Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.22">Er baute Elath und brachte es an Juda zurück, nachdem der König sich zu seinen Vätern gelegt hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.23">Im fünfzehnten Jahre Amazjas, des Sohnes Joas', des Königs von Juda, wurde Jerobeam, der Sohn Joas', des Königs von Israel, König zu Samaria und regierte 41 Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.24">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes; er wich nicht von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.25">Er stellte die Grenze Israels wieder her, vom Eingange Hamaths bis an das Meer der Ebene <note>{das Salzmeer. Vergl. Jos. 3,16}</note>, nach dem Worte Jahwes, des Gottes Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona <note>{siehe Buch Jona}</note>, den Sohn Amittais, den Propheten, der von Gath-Hepher war.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.26">Denn Jahwe sah, dass das Elend Israels sehr bitter war, und dass dahin war der Gebundene und dahin der Freie, und dass kein Helfer da war für Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.27">Und Jahwe hatte nicht gesagt, dass er den Namen Israels austilgen würde unter dem Himmel hinweg; und so rettete er sie durch die Hand Jerobeams, des Sohnes Joas'.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.28">Und das Übrige der Geschichte Jerobeams, und alles, was er getan, und seine Macht, wie er gestritten, und wie er Damaskus und Hamath, die Juda gehört hatten <note>{Vergl. 2. Sam. 8,6; 2. Chron. 8,3}</note>, an Israel zurückgebracht hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.14.29">Und Jerobeam legte sich zu seinen Vätern, zu den Königen von Israel. Und Sekarja, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.15">
        <verse osisID="2Kgs.15.1">Im <note>{2. Chron. 26}</note> 27. Jahre Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asarja <note>{in V.13. 30. 32. und 34 Ussija genannt. Vergl. 2. Chron. 26,1}</note> König, der Sohn Amazjas, des Königs von Juda.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.2">Sechzehn Jahre war er alt, als er König wurde, und regierte 52 Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jekolja, von Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.3">Und er tat, was recht war in den Augen Jahwes, nach allem, was sein Vater Amazja getan hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.4">Doch die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.5">Und Jahwe schlug den König, und er wurde aussätzig bis zum Tage seines Todes; und er wohnte in einem Krankenhause <note>{O. in einem abgesonderten Hause}</note>. Jotham aber, der Sohn des Königs, war über das Haus <note>{d.h. des Königs}</note> und richtete das Volk des Landes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.6">Und das Übrige der Geschichte Asarjas, und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.7">Und Asarja legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Jotham, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.8">Im 38. Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde Sekarja, der Sohn Jerobeams, König über Israel zu Samaria und regierte sechs Monate.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.9">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes, so wie seine Väter getan hatten; er wich nicht von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.10">Und Sallum, der Sohn Jabes', machte eine Verschwörung wider ihn und erschlug ihn vor dem Volke <note>{d.h. öffentlich}</note> und tötete ihn. Und er ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.11">Und das Übrige der Geschichte Sekarjas, siehe, das ist geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.12">Das ist das Wort Jahwes, welches er zu Jehu geredet hatte, indem er sprach: Dir sollen Söhne des vierten Gliedes auf dem Throne Israels sitzen. Und es geschah also.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.13">Sallum, der Sohn Jabes', wurde König im 39. Jahre Ussijas, des Königs von Juda; und er regierte einen Monat lang zu Samaria.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.14">Da zog Menachem, der Sohn Gadis, von Tirza herauf und kam nach Samaria; und er erschlug Sallum, den Sohn Jabes', zu Samaria und tötete ihn. Und er ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.15">Und das Übrige der Geschichte Sallums, und seine Verschwörung, die er gemacht hat, siehe, das ist geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.16">Damals schlug Menachem Tiphsach und alles, was darin war, und sein Gebiet, von Tirza aus: weil man ihm nicht aufgetan hatte, so schlug er es; alle seine Schwangeren schlitzte er auf.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.17">Im 39. Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde Menachem, der Sohn Gadis, König über Israel und regierte zehn Jahre zu Samaria.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.18">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes; er wich nicht von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte, alle seine Tage.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.19">Und Pul <note>{Wahrsch. ist zu lesen:... gemacht hatte. In diesen Tagen kam Pul usw.}</note>, der König von Assyrien, kam wider das Land; und Menachem gab Pul tausend Talente Silber, damit seine Hand mit ihm wäre, um das Königtum in seiner Hand zu befestigen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.20">Und Menachem legte die Zahlung des Geldes auf Israel, auf alle vermögenden Leute, um es dem König von Assyrien zu geben: fünfzig Sekel Silber auf jeden Mann. Da kehrte der König von Assyrien um und blieb nicht daselbst im Lande.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.21">Und das Übrige der Geschichte Menachems und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.22">Und Menachem legte sich zu seinen Vätern. Und Pekachja, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.23">Im 50. Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde Pekachja, der Sohn Menachems, König über Israel zu Samaria und regierte zwei Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.24">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes; er wich nicht von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.25">Und Pekach, der Sohn Remaljas, sein Anführer, machte eine Verschwörung wider ihn und erschlug ihn zu Samaria in der Burg des Königshauses, mit Argob und mit Arjeh; und mit ihm waren fünfzig Mann von den Söhnen der Gileaditer. Und er tötete ihn und ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.26">Und das Übrige der Geschichte Pekachjas und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.27">Im 52. Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde Pekach, der Sohn Remaljas, König über Israel zu Samaria und regierte zwanzig Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.28">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes; er wich nicht von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.29">In den Tagen Pekachs, des Königs von Israel, kam Tiglath-Pileser, der König von Assyrien, und er nahm Ijjon ein und Abel-Beth-Maaka und Janoach und Kedes und Hazor und Gilead und Galiläa, das ganze Land Naphtali, und führte die Bewohner <note>{W. sie}</note> nach Assyrien hinweg.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.30">Und Hosea, der Sohn Elas, machte eine Verschwörung wider Pekach, den Sohn Remaljas, und erschlug ihn und tötete ihn. Und er ward König an seiner Statt, im zwanzigsten Jahre Jothams, des Sohnes Ussijas.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.31">Und das Übrige der Geschichte Pekachs und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.32">Im <note>{2. Chron. 27}</note> zweiten Jahre Pekachs, des Sohnes Remaljas, des Königs von Israel, wurde Jotham König, der Sohn Ussijas, des Königs von Juda.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.33">25 Jahre war er alt, als er König wurde, und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jeruscha, die Tochter Zadoks.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.34">Und er tat, was recht war in den Augen Jahwes; er tat nach allem, was sein Vater Ussija getan hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.35">Doch die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen. Er baute das obere Tor des Hauses Jahwes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.36">Und das Übrige der Geschichte Jothams und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.37">In jenen Tagen begann Jahwe, Rezin, den König von Syrien, und Pekach, den Sohn Remaljas, wider Juda zu senden.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.15.38">Und Jotham legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt seines Vaters David. Und Ahas, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.16">
        <verse osisID="2Kgs.16.1">Im <note>{2. Chron. 28}</note> 17. Jahre Pekachs, des Sohnes Remaljas, wurde Ahas König, der Sohn Jothams, des Königs von Juda.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.2">Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde, und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in den Augen Jahwes, seines Gottes, wie sein Vater David;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.3">sondern er wandelte auf dem Wege der Könige von Israel, und er liess sogar seinen Sohn durchs Feuer gehen, nach den Greueln der Nationen, die Jahwe vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.4">und er opferte und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baume.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.5">Damals zogen Rezin, der König von Syrien, und Pekach, der Sohn Remaljas, der König von Israel, nach Jerusalem hinauf zum Streit; und sie belagerten Ahas, aber sie vermochten nicht wider ihn zu streiten <note>{Vergl. Jes. 7,1}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.6">Zu selbiger Zeit brachte Rezin, der König von Syrien, Elath wieder an Syrien und trieb die Juden aus Elath hinaus; und die Syrer kamen nach Elath, und sie haben dort gewohnt bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.7">Da sandte Ahas Boten an Tiglath-Pileser, den König von Assyrien, und liess ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn; komm herauf und rette mich aus der Hand des Königs von Syrien und aus der Hand des Königs von Israel, die sich wider mich erhoben haben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.8">Und Ahas nahm das Silber und das Gold, das sich in dem Hause Jahwes und in den Schätzen des Königshauses vorfand, und sandte es als Geschenk an den König von Assyrien.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.9">Und der König von Assyrien hörte auf ihn; und der König von Assyrien zog hinauf wider Damaskus und nahm es ein und führte seine Einwohner <note>{W. es}</note> weg nach Kir; und Rezin tötete er.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.10">Und der König Ahas zog Tiglath-Pileser, dem König von Assyrien, entgegen, nach Damaskus. Und als er den Altar sah, der zu Damaskus war, da sandte der König Ahas dem Priester Urija das Gleichnis des Altars und dessen Abbild nach seiner ganzen Bauart <note>{W. Arbeit}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.11">Und der Priester Urija baute den Altar; nach allem, was der König Ahas von Damaskus gesandt hatte, also machte ihn der Priester Urija, bis der König Ahas von Damaskus kam.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.12">Und als der König von Damaskus kam, und der König den Altar sah, da trat der König an den Altar und opferte darauf;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.13">und er räucherte sein Brandopfer und sein Speisopfer, und goss sein Trankopfer aus, und sprengte das Blut seiner Friedensopfer an den Altar.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.14">Den ehernen Altar aber, der vor Jahwe stand, den rückte er von der Vorderseite des Hauses weg, von der Stelle, zwischen seinem <note>{W. dem}</note> Altar und dem Hause Jahwes; und er setzte ihn an die Seite seines <note>{W. des}</note> Altars gegen Norden.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.15">Und der König Ahas gebot dem Priester Urija und sprach: Räuchere auf dem grossen Altar das Morgen-Brandopfer und das Abendspeisopfer, und das Brandopfer des Königs samt seinem Speisopfer, und das Brandopfer des ganzen Volkes des Landes samt ihren Speisopfern und ihren Trankopfern; und alles Blut der Brandopfer und alles Blut der Schlachtopfer sollst du daran sprengen; und der eherne Altar soll für mich sein zum Erforschen <note>{O. zum Erwägen (d.h. was ich damit tun will)}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.16">Und der Priester Urija tat nach allem, was der König Ahas geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.17">Und der König Ahas brach die Felder an den Gestellen ab und tat die Becken, die darauf waren, hinweg <note>{Vergl. 1. Kön. 7,27-39}</note>; und er liess das Meer von den ehernen Rindern, die darunter waren, herabnehmen und auf eine Unterlage von Steinen setzen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.18">Und den bedeckten Sabbatgang, den man am Hause gebaut hatte, und den äusseren Eingang des Königs veränderte er am Hause Jahwes wegen des Königs von Assyrien.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.19">Und das Übrige der Geschichte Ahas', was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.16.20">Und Ahas legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Hiskia, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.17">
        <verse osisID="2Kgs.17.1">Im zwölften Jahre Ahas', des Königs von Juda, wurde Hosea, der Sohn Elas, König zu Samaria über Israel und regierte neun Jahre.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.2">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes, doch nicht wie die Könige von Israel, die vor ihm gewesen waren.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.3">Wider ihn zog Salmaneser, der König von Assyrien, herauf; und Hosea wurde sein Knecht und entrichtete ihm Geschenke <note>{d.h. wurde ihm tributpflichtig}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.4">Aber der König von Assyrien entdeckte eine Verschwörung des Hosea; denn er hatte Boten an So, den König von Ägypten, gesandt, und hatte dem König von Assyrien kein Geschenk dargebracht, wie von Jahr zu Jahr. Da verhaftete ihn der König von Assyrien und legte ihn gebunden <note>{O. setzte ihn gefangen, wie Kap. 23,33}</note> ins Gefängnis.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.5">Und der König von Assyrien zog herauf in das ganze Land, und zog herauf nach Samaria und belagerte es drei Jahre lang.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.6">Im neunten Jahre Hoseas nahm der König von Assyrien Samaria ein und führte Israel nach Assyrien hinweg; und er liess sie wohnen in Halach und am Habor, dem Strome Gosans, und in den Städten Mediens.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.7">Und dies geschah, weil die Kinder Israel gesündigt hatten wider Jahwe, ihren Gott, der sie aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hatte, unter der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten, hinweg,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.8">und weil sie andere Götter fürchteten und in den Satzungen der Nationen wandelten, die Jahwe vor den Kindern Israel ausgetrieben, und der Könige von Israel, welche dieselben gemacht hatten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.9">Und die Kinder Israel trieben wider Jahwe, ihren Gott, heimlich Dinge, die nicht recht waren; und sie bauten sich Höhen in allen ihren Städten, von den Türmen der Wächter bis zu den festen Städten;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.10">und sie errichteten sich Bildsäulen und Ascherim auf jedem hohen Hügel und unter jedem grünen Baume,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.11">und sie räucherten daselbst auf allen Höhen, wie die Nationen, die Jahwe vor ihnen weggeführt hatte; und sie taten böse Dinge, um Jahwe zu reizen;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.12">und sie dienten den Götzen <note>{S. die Anm. zu 3. Mose 26,30; so auch Kap. 21,11. 21.; 23,24}</note>, von denen Jahwe ihnen gesagt hatte: Solches sollt ihr nicht tun!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.13">Und Jahwe zeugte gegen <note>{O. warnte}</note> Israel und gegen Juda durch alle Propheten, alle Seher, indem er sprach: Kehret um von euren bösen Wegen und beobachtet meine Gebote, meine Satzungen, nach dem ganzen Gesetz, das ich euren Vätern geboten, und das ich euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.14">Aber sie hörten nicht und verhärteten ihren Nacken, gleich dem Nacken ihrer Väter, welche Jahwe, ihrem Gott, nicht geglaubt hatten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.15">Und sie verachteten seine Satzungen und seinen Bund, den er mit ihren Vätern gemacht, und seine Zeugnisse, die er ihnen bezeugt hatte; und sie wandelten der Eitelkeit <note>{O. der Nichtigkeit, den nichtigen Götzen}</note> nach und handelten eitel, und den Nationen nach, die rings um sie her waren, von denen Jahwe ihnen geboten hatte, nicht wie sie zu tun.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.16">Und sie verliessen alle Gebote Jahwes, ihres Gottes, und machten sich gegossene Bilder, zwei Kälber, und machten eine Aschera, und bückten sich vor dem ganzen Heere des Himmels und dienten dem Baal.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.17">Und sie liessen ihre Söhne und ihre Töchter durchs Feuer gehen, und trieben Wahrsagerei und Zauberei, und verkauften sich, zu tun, was böse war in den Augen Jahwes, um ihn zu reizen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.18">Da erzürnte Jahwe sehr über Israel und tat es vor seinem Angesicht hinweg; es blieb nichts übrig, nur der Stamm Juda allein.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.19">Auch Juda beobachtete nicht die Gebote Jahwes, seines Gottes; und sie wandelten in den Satzungen Israels, die es gemacht hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.20">Da verwarf Jahwe den ganzen Samen Israels und demütigte sie, und er gab sie in die Hand von Plünderern, bis er sie von seinem Angesicht weggeworfen hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.21">Denn Israel hatte sich von dem Hause Davids losgerissen, und sie hatten Jerobeam, den Sohn Nebats, zum König gemacht; und Jerobeam lenkte Israel von der Nachfolge Jahwes ab und verleitete sie zu einer grossen Sünde.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.22">Und die Kinder Israel wandelten in allen Sünden Jerobeams, die er getan hatte; sie wichen nicht davon,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.23">bis Jahwe Israel vor seinem Angesicht hinwegtat, so wie er durch alle seine Knechte, die Propheten, geredet hatte; und Israel wurde aus seinem Lande nach Assyrien weggeführt bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.24">Und der König von Assyrien brachte Leute aus Babel und aus Kutha und aus Awa und aus Hamath und aus Sepharwaim, und liess sie an Stelle der Kinder Israel in den Städten Samarias wohnen; und sie nahmen Samaria in Besitz und wohnten in seinen Städten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.25">Und es geschah, im Anfang ihrer Niederlassung daselbst fürchteten sie Jahwe nicht; da sandte Jahwe Löwen unter sie, welche unter ihnen würgten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.26">Und man sprach zu dem König von Assyrien und sagte: Die Nationen, die du weggeführt und in den Städten Samarias hast wohnen lassen, kennen nicht die Weise des Gottes des Landes; und er hat Löwen unter sie gesandt, und siehe, sie töten sie, weil sie die Weise des Gottes des Landes nicht kennen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.27">Da gebot der König von Assyrien und sprach: Lasst einen der Priester, die ihr von dannen weggeführt habt, dahin gehen, dass sie hingehen und daselbst wohnen; und er lehre sie die Weise des Gottes des Landes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.28">Und es kam einer der Priester, die man aus Samaria weggeführt hatte, und wohnte zu Bethel; und er lehrte sie, wie sie Jahwe fürchten sollten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.29">Und sie machten sich, eine jede Nation, ihre Götter, und stellten sie in die Höhenhäuser, welche die Samariter gemacht hatten, eine jede Nation in ihren Städten, in welchen sie wohnten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.30">Und die Leute von Babel machten Sukkoth-Benoth; und die Leute von Kuth machten Nergal; und die Leute von Hamath machten Aschima;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.31">und die Awiter machten Nibchas und Tartak; und die Sepharwiter verbrannten dem Adrammelek und dem Anammelek, den Göttern von Sepharwaim, ihre Söhne im Feuer.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.32">Und sie fürchteten Jahwe, und sie machten sich aus ihrer Gesamtheit Priester der Höhen, welche für sie in den Höhenhäusern opferten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.33">Sie fürchteten Jahwe, und sie dienten ihren Göttern nach der Weise der Nationen, aus welchen man sie weggeführt hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.34">Bis auf diesen Tag tun sie nach den früheren Weisen: sie fürchten Jahwe nicht, und sie tun nicht nach ihren Satzungen und nach ihren Rechten, und auch nicht nach dem Gesetz und nach dem Gebot, welches Jahwe den Söhnen Jakobs geboten hatte, dem er den Namen Israel gab.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.35">Und doch hatte Jahwe einen Bund mit ihnen gemacht und ihnen geboten und gesagt: Ihr sollt nicht andere Götter fürchten, und sollt euch nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen und ihnen nicht opfern;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.36">sondern Jahwe, der euch mit grosser Kraft und mit ausgestrecktem Arm aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat, den sollt ihr fürchten, und den sollt ihr anbeten und ihm opfern.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.37">Und die Satzungen und die Rechte und das Gesetz und das Gebot, die er für euch geschrieben hat, sollt ihr beobachten, zu tun alle Tage, und ihr sollt nicht andere Götter fürchten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.38">Und des Bundes, den ich mit euch gemacht habe, sollt ihr nicht vergessen, und sollt nicht andere Götter fürchten;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.39">sondern Jahwe, euren Gott, sollt ihr fürchten, und er wird euch erretten aus der Hand aller eurer Feinde.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.40">Aber sie hörten nicht, sondern taten nach ihrer früheren Weise.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.17.41">So fürchteten diese Nationen Jahwe, und dienten zugleich ihren Götzenbildern <note>{Eig. geschnitzten Bildern}</note>. Auch ihre Kinder und ihre Kindeskinder tun bis auf diesen Tag, so wie ihre Väter getan haben.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.18">
        <verse osisID="2Kgs.18.1">Und <note>{2. Chron. 29}</note> es geschah im dritten Jahre Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, da wurde Hiskia König, der Sohn Ahas', des Königs von Juda.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.2">25 Jahre war er alt, als er König wurde, und er regierte 29 Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Abi, die Tochter Sekarjas.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.3">Und er tat, was recht war in den Augen Jahwes, nach allem, was sein Vater David getan hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.4">Er tat die Höhen hinweg und zerschlug die Bildsäulen, und rottete die Aschera aus, und zertrümmerte die eherne Schlange, welche Mose gemacht hatte; denn bis zu jenen Tagen hatten die Kinder Israel ihr geräuchert, und man nannte sie Nechustan <note>{d.h. Ehernes}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.5">Er vertraute auf Jahwe, den Gott Israels; und nach ihm ist seinesgleichen nicht gewesen unter allen Königen von Juda, noch unter denen, die vor ihm waren.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.6">Und er hing Jahwe an, er wich nicht von ihm ab <note>{Eig. von hinter ihm her}</note>; und er beobachtete seine Gebote, die Jahwe dem Mose geboten hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.7">Und Jahwe war mit ihm; überall, wohin er zog, gelang es ihm. Und er empörte sich gegen den König von Assyrien und diente ihm nicht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.8">Er schlug die Philister bis Gasa und verheerte dessen Gebiet, vom Turme der Wächter an bis zu der festen Stadt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.9">Und es geschah im vierten Jahre des Königs Hiskia, das war das siebte Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, da zog Salmaneser, der König von Assyrien, wider Samaria herauf und belagerte es.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.10">Und er nahm es ein am Ende von drei Jahren; im sechsten Jahre Hiskias, das war das neunte Jahr Hoseas, des Königs von Israel, wurde Samaria eingenommen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.11">Und der König von Assyrien führte Israel nach Assyrien hinweg; und er versetzte sie nach Halach und an den Habor, den Strom Gosans, und in die Städte Mediens:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.12">darum dass sie auf die Stimme Jahwes, ihres Gottes, nicht gehört, und seinen Bund übertreten hatten - alles, was Mose, der Knecht Jahwes, geboten hat - und weil sie nicht gehört und es nicht getan hatten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.13">Und <note>{2. Chron. 32; Jes. 36}</note> im vierzehnten Jahre des Königs Hiskia zog Sanherib, der König von Assyrien, herauf wider alle festen Städte Judas und nahm sie ein.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.14">Da sandte Hiskia, der König von Juda, an den König von Assyrien nach Lachis und liess ihm sagen: Ich habe gefehlt, kehre um von mir; was du mir auferlegen wirst, will ich tragen. Und der König von Assyrien legte Hiskia, dem König von Juda, dreihundert Talente Silber und dreissig Talente Gold auf.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.15">Und Hiskia gab alles Silber, das sich in dem Hause Jahwes und in den Schätzen des Königshauses vorfand.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.16">Zu selbiger Zeit brach Hiskia von den Türflügeln des Tempels Jahwes und den Pfosten, die Hiskia, der König von Juda, überzogen hatte, das Gold ab und gab es <note>{Eig. brach die Türflügel usw. ab und gab sie}</note> dem König von Assyrien.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.17">Aber der König von Assyrien sandte von Lachis aus den Tartan und den Rabsaris und den Rabsake <note>{Tartan: Feldherr; Rabsaris: Oberkämmerer; Rabschake: Obermundschenk}</note> mit einem grossen Heere wider den König Hiskia nach Jerusalem. Und sie zogen herauf und kamen nach Jerusalem: sie zogen herauf und kamen und hielten an der Wasserleitung des oberen Teiches, welcher <note>{O. welche}</note> an der Strasse des Walkerfeldes liegt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.18">Und sie riefen dem König. Da gingen zu ihnen hinaus Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über das Haus war, und Schebna, der Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der Geschichtsschreiber <note>{S. die Anm. zu 2. Sam. 8,16}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.19">Und der Rabsake sprach zu ihnen: Saget doch zu Hiskia: So spricht der grosse König, der König von Assyrien: Was ist das für ein Vertrauen, womit du vertraust?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.20">Du sagst - doch nur ein Wort der Lippen ist es: - Da ist Rat und Macht zum Kriege. Nun, auf wen vertraust du, dass du dich wider mich empört hast?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.21">Nun, siehe, du vertraust auf jenen geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der, wenn jemand sich auf ihn stützt, ihm in die Hand fährt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von Ägypten, allen, die auf ihn vertrauen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.22">Und wenn ihr zu mir sprechet: Auf Jahwe, unseren Gott, vertrauen wir! - ist er es nicht, dessen Höhen und dessen Altäre Hiskia hinweggetan, da er zu Juda und zu Jerusalem gesagt hat: Vor diesem Altar sollt ihr anbeten in Jerusalem? -</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.23">Und nun, lass dich doch ein <note>{d.h. gehe eine Wette ein}</note> mit meinem Herrn, dem König von Assyrien: Ich will dir zweitausend Rosse geben, wenn du dir Reiter darauf setzen kannst.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.24">Und wie wolltest du einen einzigen Befehlshaber von den geringsten Knechten meines Herrn zurücktreiben? Aber du vertraust auf Ägypten der Wagen und Reiter wegen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.25">Nun, bin ich etwa ohne Jahwe wider diesen Ort heraufgezogen, um ihn zu verheeren? Jahwe hat zu mir gesagt: Ziehe hinauf wider dieses Land und verheere es!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.26">Und Eljakim, der Sohn Hilkijas, und Schebna und Joach sprachen zu dem Rabsake: Rede doch zu deinen Knechten auf aramäisch, denn wir verstehen es; und rede nicht auf jüdisch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.27">Und der Rabsake sprach zu ihnen: Hat mein Herr mich zu deinem Herrn und zu dir gesandt, um diese Worte zu reden? Nicht zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.28">Und der Rabsake stand und rief mit lauter Stimme auf jüdisch und redete und sprach: Höret das Wort des grossen Königs, des Königs von Assyrien!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.29">So spricht der König: Dass Hiskia euch nicht täusche; denn er wird euch nicht von seiner Hand zu erretten vermögen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.30">Und das Hiskia euch nicht auf Jahwe vertröste, indem er spricht: Jahwe wird uns gewisslich erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.31">Höret nicht auf Hiskia! denn also spricht der König von Assyrien: Machet Frieden mit mir und kommet zu mir heraus, so sollt ihr ein jeder von seinem Weinstock und ein jeder von seinem Feigenbaum essen, und ein jeder das Wasser seines Brunnens <note>{Eig. seiner Zisterne}</note> trinken,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.32">bis ich komme und euch in ein Land hole wie euer Land, ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen, ein Land von Olivenbäumen und Honig, dass ihr lebet und nicht sterbet. Aber höret nicht auf Hiskia! denn er verführt euch <note>{And.: wenn er euch verführt}</note>, indem er spricht: Jahwe wird uns erretten!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.33">Haben denn irgend die Götter der Nationen ein jeder sein Land von der Hand des Königs von Assyrien errettet?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.34">Wo sind die Götter von Hamath und Arpad? Wo die Götter von Sepharwaim, von Hena und Iwa? Haben sie <note>{d.h. die Götter von Samaria}</note> Samaria von meiner Hand errettet?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.35">Welche sind es unter allen Göttern der Länder, die ihr Land von meiner Hand errettet haben, dass Jahwe Jerusalem von meiner Hand erretten sollte?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.36">Und das Volk schwieg still und antwortete ihm kein Wort; denn es war das Gebot des Königs, der gesagt hatte: Ihr sollt nicht antworten! -</verse>
        <verse osisID="2Kgs.18.37">Und Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über das Haus war, und Schebna, der Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der Geschichtsschreiber, kamen zu Hiskia mit zerrissenen Kleidern und berichteten ihm die Worte des Rabsake.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.19">
        <verse osisID="2Kgs.19.1">Und es geschah, als der König Hiskia es hörte, da zerriss er seine Kleider und hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus Jahwes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.2">Und er sandte Eljakim, der über das Haus war, und Schebna, den Schreiber, und die Ältesten der Priester, in Sacktuch gehüllt, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohne Amoz'.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.3">Und sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Dieser Tag ist ein Tag der Bedrängnis und der Züchtigung und der Schmähung; denn die Kinder sind bis an die Geburt gekommen, aber da ist keine Kraft zum Gebären.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.4">Vielleicht wird Jahwe, dein Gott, alle Worte des Rabsake hören, welchen sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu höhnen, und wird die Worte bestrafen, die Jahwe, dein Gott, gehört hat. Erhebe denn ein Gebet für den Überrest, der sich noch vorfindet!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.5">Und die Knechte des Königs Hiskia kamen zu Jesaja.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.6">Und Jesaja sprach zu ihnen: Also sollt ihr zu eurem Herrn sagen: So spricht Jahwe: Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört hast, womit die Diener des Königs von Assyrien mich gelästert haben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.7">Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, dass er ein Gerücht hören und in sein Land <note>{O. dass, wenn er ein Gerücht hört, er in sein Land usw.}</note> zurückkehren wird; und ich will ihn durchs Schwert fällen in seinem Lande.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.8">Und der Rabsake kehrte zurück und fand den König von Assyrien streitend wider Libna; denn er hatte gehört, dass er von Lachis aufgebrochen wäre.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.9">Und er hörte von Tirhaka, dem König von Äthiopien, sagen: Siehe, er ist ausgezogen, um wider dich zu streiten. Da sandte er wiederum Boten zu Hiskia und sprach:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.10">So sollt ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sprechen und sagen: Dass dich nicht täusche dein Gott, auf den du vertraust, indem du sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.11">Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern getan haben, indem sie sie vertilgten; und du solltest errettet werden?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.12">Haben die Götter der Nationen, welche meine Väter vernichtet haben, sie errettet: Gosan und Haran und Rezeph, und die Kinder Edens, die in Telassar waren?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.13">Wo ist der König von Hamath und der König von Arpad und der König der Stadt Sepharwaim, von Hena und Iwa?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.14">Und Hiskia nahm den Brief aus der Hand der Boten und las ihn; und er ging in das Haus Jahwes hinauf, und Hiskia breitete ihn vor Jahwe aus.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.15">Und Hiskia betete vor Jahwe und sprach: Jahwe, Gott Israels, der du zwischen <note>{O. über; vergl. die Anm. zu 1. Sam. 4,4}</note> den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist <note>{Vergl. die Anm. zu 2. Sam. 7,28}</note> von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.16">Jahwe, neige dein Ohr und höre! Jahwe, tue deine Augen auf und sieh! Ja, höre die Worte Sanheribs, die er gesandt hat, um den lebendigen Gott zu höhnen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.17">Wahrlich, Jahwe, die Könige von Assyrien haben die Nationen und ihr Land verwüstet,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.18">und sie haben ihre Götter ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht Götter, sondern ein Werk von Menschenhänden, Holz und Stein, und sie haben sie zerstört.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.19">Und nun, Jahwe, unser Gott, rette uns doch von seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde wissen, dass du, Jahwe, allein Gott bist!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.20">Da sandte Jesaja, der Sohn Amoz', zu Hiskia und liess ihm sagen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, habe ich gehört.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.21">Dies ist das Wort, welches Jahwe über ihn geredet hat: Es verachtet dich, es spottet deiner die Jungfrau, die Tochter <note>{Eig. die jungfräuliche (d.h. die unbesiegte) Tochter}</note> Zion; die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt dir nach.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.22">Wen hast du gehöhnt und gelästert, und gegen wen die Stimme erhoben? Gegen den Heiligen Israels hast du deine Augen emporgerichtet!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.23">Durch deine Boten hast du den Herrn gehöhnt und hast gesprochen: Mit meiner Wagen Menge habe ich erstiegen die Höhe der Berge, das äusserste Ende des Libanon; und ich will umhauen den Hochwuchs seiner Zedern, die Auswahl seiner Zypressen, und ich will kommen in seine äusserste Wohnung, in seinen Gartenwald.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.24">Ich habe gegraben und fremde Wasser getrunken; und mit der Sohle meiner Füsse werde ich austrocknen <note>{O. trocknete ich aus}</note> alle Ströme Mazors <note>{Stehende Bezeichnung für die Arme und Kanäle des Nil. Wegen "Mazor" vergl. die Anm. zu Jes. 19,6}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.25">Hast du nicht gehört, dass ich von ferne her es gewirkt und von den Tagen der Vorzeit her es gebildet habe? Nun habe ich es kommen lassen, dass du feste Städte verwüstest zu öden Steinhaufen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.26">Und ihre Bewohner waren machtlos, sie wurden bestürzt und beschämt; sie waren wie Kraut des Feldes und grünes Gras, wie Gras der Dächer, und Korn, das verbrannt ist, ehe es aufschiesst <note>{Eig. und Brandkorn vor dem Halme}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.27">Und ich kenne dein Sitzen, und dein Aus- und dein Eingehen, und dein Toben wider mich.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.28">Wegen deines Tobens wider mich, und weil dein Übermut in meine Ohren heraufgekommen ist, werde ich meinen Ring in deine Nase legen und mein Gebiss in deine Lippen und werde dich zurückführen auf dem Wege, auf welchem du gekommen bist! -</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.29">Und dies soll dir das Zeichen sein: Man wird in diesem Jahre den Nachwuchs der Ernte essen, und im zweiten Jahre, was ausgesprosst ist; im dritten Jahre aber säet und erntet, und pflanzet Weinberge und esset ihre Frucht.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.30">Und das Entronnene vom Hause Juda, das übriggeblieben ist, wird wieder wurzeln nach unten und Frucht tragen nach oben.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.31">Denn von Jerusalem wird ein Überrest ausgehen, und ein Entronnenes vom Berge Zion. Der Eifer Jahwes <note>{Nach and. Lesart: Jahwes der Heerscharen}</note> wird solches tun!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.32">Darum, so spricht Jahwe von dem König von Assyrien: Er soll nicht in diese Stadt kommen, und er soll keinen Pfeil darein schiessen und keinen Schild ihr zukehren und keinen Wall gegen sie aufschütten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.33">Auf dem Wege, auf welchem er gekommen ist, soll er zurückkehren, und soll in diese Stadt nicht kommen, spricht Jahwe <note>{Eig. ist der Spruch Jahwes}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.34">Und ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu retten, um meinet- und um Davids, meines Knechtes, willen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.35">Und es geschah in selbiger Nacht, da ging ein <note>{O. der}</note> Engel Jahwes aus und schlug in dem Lager der Assyrer 185000 Mann. Und als man des Morgens früh aufstand, siehe, da waren sie allesamt Leichname <note>{W. tote Leichname}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.36">Und Sanherib, der König von Assyrien, brach auf, und er zog fort und kehrte zurück und blieb in Ninive.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.19.37">Und es geschah, als er sich im Hause Nisroks, seines Gottes, niederbeugte, da erschlugen ihn Adrammelek und Scharezer, seine Söhne, mit dem Schwerte; und sie entrannen in das Land Ararat. Und Esar-Haddon, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.20">
        <verse osisID="2Kgs.20.1">In jenen Tagen wurde Hiskia krank zum Sterben. Und Jesaja, der Sohn Amoz', der Prophet, kam zu ihm, und sprach zu ihm: So spricht Jahwe: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht genesen <note>{W. leben}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.2">Da wandte er sein Angesicht gegen die Wand und betete zu Jahwe und sprach:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.3">Ach, Jahwe! Gedenke doch, dass ich in Wahrheit und mit ungeteiltem Herzen vor deinem Angesicht gewandelt, und getan habe, was gut ist in deinen Augen! Und Hiskia weinte sehr.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.4">Und es geschah, Jesaja war noch nicht zur mittleren Stadt <note>{Nach and. Lesart: zum mittleren Hofe; (des Palastes)}</note> hinausgegangen, da geschah das Wort Jahwes zu ihm also:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.5">Kehre um und sprich zu Hiskia, dem Fürsten meines Volkes: So spricht Jahwe, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört, ich habe deine Tränen gesehen; siehe, ich will dich heilen; am dritten Tage wirst du in das Haus Jahwes hinaufgehen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.6">Und ich will zu deinen Tagen fünfzehn Jahre hinzufügen; und von der Hand des Königs von Assyrien will ich dich und diese Stadt erretten; und ich will diese Stadt beschirmen um meinet- und um Davids, meines Knechtes, willen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.7">Und Jesaja sprach: Holet einen Feigenkuchen. Und sie holten ihn und legten ihn auf das Geschwür; und er genas.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.8">Und Hiskia sprach zu Jesaja: Welches ist das Zeichen, dass Jahwe mich heilen wird, und dass ich am dritten Tage in das Haus Jahwes hinaufgehen werde?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.9">Und Jesaja sprach: Dies wird dir das Zeichen sein von seiten Jahwes, dass Jahwe das Wort tun wird, welches er geredet hat: Soll der Schatten zehn Grade vorwärts gehen, oder soll er zehn Grade zurückgehen?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.10">Und Hiskia sprach: Es ist dem Schatten ein Leichtes, zehn Grade zu fallen; nein, sondern der Schatten soll zehn Grade rückwärts gehen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.11">Da rief der Prophet Jesaja zu Jahwe; und er liess den Schatten an den Graden, welche er <note>{Eig. sie; daher ist wahrsch. zu l.: die Sonne; vergl. Jes. 38,8}</note> am Sonnenzeiger <note>{W. an den Graden}</note> Ahas' niederwärts gegangen war, um zehn Grade rückwärts gehen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.12">Zu jener Zeit sandte Berodak-Baladan, der Sohn Baladans, der König von Babel, Brief und Geschenk an Hiskia; denn er hatte gehört, dass Hiskia krank gewesen war.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.13">Und Hiskia hörte sie an <note>{Wahrsch. ist mit and.nach Jes. 39,2 zu l.: freute sich über sie}</note>, und er zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus: das Silber und das Gold, und die Gewürze und das köstliche Öl; und sein ganzes Zeughaus, und alles, was sich in seinen Schätzen vorfand; es war nichts in seinem Hause und in seiner ganzen Herrschaft, was Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.14">Da kam Jesaja, der Prophet, zum König Hiskia und sprach zu ihm: Was haben diese Männer gesagt? und woher sind sie zu dir gekommen? Und Hiskia sprach: Aus fernem Lande sind sie gekommen, von Babel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.15">Und er sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Und Hiskia sprach: Sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist; es gibt nichts in meinen Schätzen, was ich ihnen nicht gezeigt hätte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.16">Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort Jahwes!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.17">Siehe, es kommen Tage, da alles, was in deinem Hause ist und was deine Väter aufgehäuft haben bis auf diesen Tag, nach Babel weggebracht werden wird; es wird nichts übrigbleiben, spricht Jahwe.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.18">Und von deinen Söhnen, die aus dir hervorkommen werden, die du zeugen wirst <note>{Notiz: einer davon ist Daniel. Siehe Buch Daniel.}</note>, wird man nehmen; und sie werden Kämmerer sein im Palaste des Königs von Babel.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.19">Und Hiskia sprach zu Jesaja: Das Wort Jahwes ist gut, das du geredet hast; und er sprach: Nicht wahr, es wird Friede und Bestand sein in meinen Tagen?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.20">Und das Übrige der Geschichte Hiskias, und alle seine Macht, und wie er den Teich und die Wasserleitung gemacht und das Wasser in die Stadt geleitet hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.20.21">Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern. Und Manasse, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.21">
        <verse osisID="2Kgs.21.1">Zwölf <note>{2. Chron. 33}</note> Jahre war Manasse alt, als er König wurde, und er regierte 55 Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Hephzi-Bah.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.2">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes, nach den Greueln der Nationen, die Jahwe vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.3">Und er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte, und errichtete dem Baal Altäre, und machte eine Aschera, so wie Ahab, der König von Israel, gemacht hatte, und er beugte sich nieder vor dem ganzen Heere des Himmels und diente ihnen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.4">Und er baute Altäre in dem Hause Jahwes, von welchem Jahwe gesagt hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen setzen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.5">Und er baute dem ganzen Heere des Himmels Altäre in den beiden Höfen des Hauses Jahwes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.6">Und er liess seinen Sohn durchs Feuer gehen, und er trieb Zauberei und Wahrsagerei, und bestellte Totenbeschwörer und Wahrsager: er tat viel Böses in den Augen Jahwes, um ihn zu reizen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.7">Und er stellte das geschnitzte Bild der Aschera, das er gemacht, in das Haus, von welchem Jahwe zu David und zu seinem Sohne Salomo gesagt hatte: In dieses Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen setzen ewiglich!</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.8">Und ich will den Fuss Israels nicht mehr aus dem Lande wandern lassen, welches ich ihren Vätern gegeben habe, wenn sie nur darauf achten, nach allem zu tun, was ich ihnen geboten habe, und nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen geboten hat.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.9">Aber sie hörten nicht; und Manasse verleitete sie, des Bösen mehr zu tun als die Nationen, welche Jahwe vor den Kindern Israel vertilgt hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.10">Da redete Jahwe durch seine Knechte, die Propheten, und sprach:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.11">Weil Manasse, der König von Juda, diese Greuel verübt und übel getan hat, mehr als alles, was die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen sind, und auch Juda durch seine Götzen sündigen gemacht hat,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.12">darum, so spricht Jahwe, der Gott Israels, siehe, will ich Unglück über Jerusalem und Juda bringen, dass jedem, der es hört, seine beiden Ohren gellen sollen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.13">Und ich werde über Jerusalem die Messschnur Samarias ziehen und das Senkblei des Hauses Ahabs, und ich werde Jerusalem auswischen, wie man eine Schüssel auswischt: hat man sie ausgewischt, so kehrt man sie um auf ihre Oberseite.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.14">Und ich werde den Überrest meines Erbteils verstossen und sie in die Hand ihrer Feinde geben, und sie werden allen ihren Feinden zum Raub und zur Plünderung werden;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.15">weil sie getan, was böse ist in meinen Augen, und mich stets gereizt haben von dem Tage an, da ihre Väter aus Ägypten gezogen sind, bis auf diesen Tag.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.16">Und Manasse vergoss auch sehr viel unschuldiges Blut, bis er Jerusalem damit erfüllte von einem Ende bis zum anderen; ausser seiner Sünde, wodurch er Juda sündigen machte, indem es tat, was böse war in den Augen Jahwes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.17">Und das Übrige der Geschichte Manasses und alles, was er getan und seine Sünde, die er begangen hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.18">Und Manasse legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben im Garten seines Hauses, im Garten Ussas. Und Amon, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.19">Zweiundzwanzig <note>{2. Chron. 33,21}</note> Jahre war Amon alt, als er König wurde, und er regierte zwei Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Meschullemeth, die Tochter Haruz', von Jotba.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.20">Und er tat, was böse war in den Augen Jahwes, wie sein Vater Manasse getan hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.21">Und er wandelte auf allen Wegen, die <note>{Eig. auf allem Wege, den; so auch Kap. 22,2}</note> sein Vater gewandelt war, und diente den Götzen, welchen sein Vater gedient hatte, und beugte sich vor ihnen nieder;</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.22">und er verliess Jahwe, den Gott seiner Väter, und wandelte nicht auf dem Wege Jahwes.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.23">Und die Knechte Amons machten eine Verschwörung wider ihn und töteten den König in seinem Hause.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.24">Da erschlug das Volk des Landes alle, die sich wider den König Amon verschworen hatten; und das Volk des Landes machte Josia, seinen Sohn, zum König an seiner Statt.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.25">Und das Übrige der Geschichte Amons, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?</verse>
        <verse osisID="2Kgs.21.26">Und man begrub ihn in seinem Begräbnis, im Garten Ussas. Und Josia, sein Sohn, ward König an seiner Statt.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.22">
        <verse osisID="2Kgs.22.1">Acht <note>{2. Chron. 34,35}</note> Jahre war Josia alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jedida, die Tochter Adajas, von Bozkath.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.2">Und er tat, was recht war in den Augen Jahwes; und er wandelte auf allen Wegen seines Vaters David und wich nicht zur Rechten noch zur Linken.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.3">Und es geschah im 18. Jahre des Königs Josia, da sandte der König Schaphan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, den Schreiber, in das Haus Jahwes und sprach:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.4">Gehe hinauf zu Hilkija, dem Hohenpriester, dass er das Geld zusammennehme, welches in das Haus Jahwes gebracht worden ist, welches die Hüter der Schwelle von dem Volke eingesammelt haben,</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.5">damit man es in die Hand derer gebe, welche das Werk betreiben, die am Hause Jahwes bestellt sind; und sie sollen es denen geben, die das Werk tun im Hause Jahwes, um das Baufällige des Hauses auszubessern:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.6">den Zimmerleuten und den Bauleuten und den Maurern, und um Holz zu kaufen und behauene Steine, um das Haus auszubessern.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.7">Doch soll das Geld, das in ihre Hand gegeben wird, nicht mit ihnen verrechnet werden; denn sie handeln getreulich.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.8">Und der Hohepriester Hilkija sprach zu Schaphan, dem Schreiber: Ich habe das Buch des Gesetzes im Hause Jahwes gefunden. Und Hilkia gab das Buch dem Schaphan, und er lass es.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.9">Und Schaphan, der Schreiber, kam zum König und brachte dem König Nachricht und sprach: Deine Knechte haben das Geld, das sich im Hause vorfand, ausgeschüttet und es in die Hand derer gegeben, welche das Werk betreiben, die am Hause Jahwes bestellt sind.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.10">Und Schaphan, der Schreiber, berichtete dem König und sprach: Der Priester Hilkia hat mir ein Buch gegeben. Und Schaphan las es vor dem König.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.11">Und es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.12">Und der König gebot Hilkija, dem Priester, und Achikam, dem Sohne Schaphans, und Akbor, dem Sohne Michajas, und Schaphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knechte des Königs, und sprach:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.13">Gehet hin, befraget Jahwe für mich und für das Volk und für ganz Juda wegen der Worte dieses gefundenen Buches. Denn gross ist der Grimm Jahwes, der wider uns entzündet ist, darum dass unsere Väter auf die Worte dieses Buches nicht gehört haben, um nach allem zu tun, was unsertwegen geschrieben ist <note>{O. was uns vorgeschrieben ist}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.14">Da gingen der Priester Hilkija und Achikam und Akbor und Schaphan und Asaja zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Schallums, des Sohnes Tikwas, des Sohnes Harchas', des Hüters der Kleider; sie wohnte aber zu Jerusalem im zweiten Stadtteile; und sie redeten zu ihr.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.15">Und sie sprach zu ihnen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Saget dem Manne, der euch zu mir gesandt hat:</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.16">So spricht Jahwe: Siehe, ich will Unglück bringen über diesen Ort und über seine Bewohner: alle Worte des Buches, welches der König von Juda gelesen hat.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.17">Darum dass sie mich verlassen und anderen Göttern geräuchert haben, um mich zu reizen mit all dem Machwerk ihrer Hände, so wird mein Grimm sich entzünden wider diesen Ort und wird nicht erlöschen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.18">Zu dem König von Juda aber, der euch gesandt hat, um Jahwe zu befragen, zu ihm sollt ihr also sprechen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Die Worte anlangend, die du gehört hast -</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.19">weil dein Herz weich geworden ist, und du dich vor Jahwe gedemütigt hast, als du hörtest, was ich über <note>{O. gegen}</note> diesen Ort und über <note>{O. gegen}</note> seine Bewohner geredet habe, dass sie zur Verwüstung und zum Fluche werden sollen, und du deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, so habe ich es auch gehört, spricht Jahwe <note>{Eig. ist der Spruch Jahwes}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.22.20">Darum, siehe, werde ich dich zu deinen Vätern versammeln; und du wirst zu deinen Gräbern versammelt werden in Frieden, und deine Augen sollen all das Unglück nicht ansehen, das ich über diesen Ort bringen werde. Und sie brachten dem König Antwort.</verse>
      </chapter>
      <chapter osisID="2Kgs.23">
        <verse osisID="2Kgs.23.1">Und der König sandte hin, und man versammelte zu ihm alle Ältesten von Juda und von Jerusalem.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.2">Und der König ging in das Haus Jahwes hinauf, und alle Männer von Juda und alle Bewohner von Jerusalem mit ihm, und die Priester und die Propheten, und alles Volk, vom Kleinsten bis zum Grössten; und man las vor ihren Ohren alle Worte des Buches des Bundes, das im Hause Jahwes gefunden worden war.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.3">Und der König stand auf dem Standorte und machte den Bund vor Jahwe, Jahwe nachzuwandeln und seine Gebote und seine Zeugnisse und seine Satzungen zu beobachten mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, um die Worte dieses Bundes zu erfüllen, welche in diesem Buche geschrieben sind. Und das ganze Volk trat in den Bund.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.4">Und der König gebot Hilkija, dem Hohenpriester, und den Priestern zweiten Ranges und den Hütern der Schwelle, aus dem Tempel Jahwes alle Geräte hinauszutun, die dem Baal und der Aschera und dem ganzen Heere des Himmels gemacht worden waren; und er verbrannte sie ausserhalb Jerusalems in den Gefilden des Kidron, und liess ihren Staub nach Bethel bringen.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.5">Und er schaffte die Götzenpriester <note>{Hebr. Kemarim}</note> ab, welche die Könige von Juda eingesetzt hatten, und die auf den Höhen, in den Städten von Juda und in der Umgebung von Jerusalem geräuchert hatten; und die, welche dem Baal, der Sonne und dem Monde und dem Tierkreise <note>{O. den Sternbildern}</note> und dem ganzen Heere des Himmels räucherten.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.6">Und er schaffte die Aschera aus dem Hause Jahwes hinaus, ausserhalb Jerusalems, in das Tal <note>{S. die Anm. zu 4. Mose 13, 23}</note> Kidron; und er verbrannte sie im Tale Kidron und zermalmte sie zu Staub und warf ihren Staub auf die Gräber der Kinder des Volkes <note>{d.h. die Gräber des gemeinen Volkes}</note>.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.7">Und er riss die Häuser der Buhler nieder, die sich im Hause Jahwes befanden, worin die Weiber Zelte <note>{W. Häuser; wahrsch. Zelttempel. Vergl. Hes. 16,16}</note> webten für die Aschera.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.8">Und er liess alle Priester aus den Städten Judas kommen, und verunreinigte die Höhen, wo die Priester geräuchert hatten, von Geba bis Beerseba. Und er riss die Höhen der Tore nieder, die am Eingang des Tores Josuas, des Obersten der Stadt, und die am Stadttore zur Linken jedes Eintretenden waren.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.9">Doch opferten die Priester der Höhen nicht auf dem Altar <note>{O. gingen nicht hinauf zu dem Altar}</note> Jahwes zu Jerusalem, sondern sie assen Ungesäuertes in der Mitte ihrer Brüder.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.10">Und er verunreinigte das Topheth <note>{Eig. Gespei, Greuel; daher auch Greuelstätte}</note>, welches im Tale der Söhne Hinnoms lag, damit niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem Molech durchs Feuer gehen liesse.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.11">Und er schaffte die Rosse ab, welche die Könige von Juda der Sonne gesetzt hatten am Eingang des Hauses Jahwes, bei der Zelle Nethan-Meleks, des Kämmerers, der im Parwarim <note>{Wahrsch. ein an der Westseite des äusseren Tempelvorhofs gelegener Anbau}</note> wohnte; und die Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.12">Und die Altäre, die auf dem Dache des Obergemachs des Ahas waren, welche die Könige von Juda gemacht hatten, und die Altäre, welche Manasse in den beiden Höfen des Hauses Jahwes gemacht hatte, riss der König nieder und zertrümmerte sie <note>{W. zertrümmerte sie von dort hinweg}</note>, und er warf ihren Staub in das Tal Kidron.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.13">Und der König verunreinigte die Höhen, die vor <note>{d.h. östlich von}</note> Jerusalem, zur Rechten des Berges des Verderbens waren, welche Salomo, der König von Israel, der Astoreth, dem Scheusal der Zidonier, und Kamos <note>{H. Kemosch}</note>, dem Scheusal Moabs, und Milkom, dem Greuel der Kinder Ammon, gebaut hatte.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.14">Und er zerschlug die Bildsäulen und hieb die Ascherim um, und füllte ihre Stätte mit Menschengebeinen an.</verse>
        <verse osisID="2Kgs.23.15">Und auch den Altar, der zu Bethel war, die Höhe, welche Jerobeam, der Sohn Nebats, gemacht hatte, der Israel sündigen machte, auch diesen Altar und die Höhe ris
